Über Europa und „den Glauben“

papst-franziskus-negerfusswaesche

Von Dr. Andrew Joyce; Original: On Europe and „the Faith” , erschienen am 7. Oktober 2016 auf „The Occidental Observer“ (erstmalige Veröffentlichung am 1. Mai 2016).

Übersetzung: Lucifex

„Zu oft seid ihr nicht willkommen geheißen worden… Verzeiht die Engstirnigkeit und Gleichgültigkeit unserer Gesellschaften, die die Veränderung des Lebensstils und der Mentalität fürchten, die eure Anwesenheit erfordert.“

Papst Franziskus, 2016.

„Europa ist der Glauben, und der Glauben ist Europa… Ich sage noch einmal unter Erneuerung der Begriffe: Die Kirche ist Europa, und Europa ist die Kirche.“

Hillaire Belloc, 1920.

Im Laufe der Jahre haben mich meine Einstellungen zu Rasse und Religion leider in Konflikt mit vielen Christen gebracht, von denen mir einige sehr nahestanden. Am nächsten meine Ehefrau, die eine evangelikale Christin ist. Wie viele ihrer Glaubensgenossen glaubt sie vieles von dem, was ihr in der Kirche gesagt wird, nicht nur hinsichtlich dessen, was in der Bibel steht, sondern auch in den sozialen Anweisungen, die ihre Kirche gibt, um ihre Herde zu einem „guten“ und „moralischen“ christlichen Leben hinzulenken.

Meine Frau und ich sind in vieler Hinsicht Gegensätze. Sie ist sich meines eigenen Agnostikertums voll bewusst und weiß gleichermaßen von meinen Positionen in rassischen, religiösen und politischen Angelegenheiten. Nachdem sie reichlich gute Eigenschaften als Ehefrau und Mutter besitzt, denke ich nicht, dass ich ihr schrecklich Unrecht tue, wenn ich erkläre, dass sie die Komplexitäten des Themas, das ich routinemäßig erforsche, nicht völlig versteht. Für sie ist das, was am meisten zählt, dass meine Einstellungen „gut“ sind. Es ist der „moralische“ Wert meiner Positionen, der sie am meisten interessiert, und weil sie eine Christin ist, hängt die Frage, wie „moralisch“ meine Meinungen sind, gänzlich davon ab, wie weit sie zur christlichen moralischen Weltsicht passen – wie sie ihr von ihrer Kirche beigebracht wurde. Wenn wir also diesen oder jenen Gesichtspunkt der Nachrichten diskutieren, fragt sie zu meinen Meinungen oft: „Ja, aber ist das eine gute Einstellung? Ist das Vergebungsbereitschaft? Ist dein Herz nicht zu hart?“ Wenn die Diskussion weitergeht, entwickelt sie sich häufig zu einer Debatte zwischen (meinen) Tatsachen und (ihren) moralischen Gefühlen.

Um der häuslichen Harmonie willen lasse ich mich selten auf Debatten mit meiner Frau über Religion und Politik ein, so sehr es auch hundert Antworten gibt, die ich auf ihre Fragen geben könnte. Es hat jedoch Momente gegeben, wo die Abweichung zwischen meiner Frau und mir über Religion und Rasse akut geworden ist. Ich begleite sie nur in extrem seltenen Fällen in die Kirche, und das letzte und wahrscheinlich allerletzte Mal war im letzten Herbst. Es fing wie jeder andere Gottesdienst an. Während wir das ultramoderne Kirchengebäude betraten, gab es ein Crescendo von pulserhöhender Wohlfühlmusik, und es gab Schwärme von Leuten mit Prozac-Lächeln. Schüsseln mit Süßigkeiten wurden angeboten. Als der Gottesdienst begann, wetteiferten einige Individuen miteinander darin, vorne herumzuhüpfen, zu schreien und zu lächeln und ihre Arme hochzuwerfen, um ihre Einheit mit Gott zu demonstrieren. Schließlich erschien der Pastor unter riesigem Applaus und Fanfarenklängen und sagte allen, dass sie geliebt würden und dass Gott mit ihnen in dem Raum sei. Dies schien der kunterbunten Gruppe von ehemaligen Alkoholikern, Drogensüchtigen und Missbrauchsopfern Trost zu geben, die – wie ich aus früheren Besuchen wusste – einen guten Anteil der Population der Kirche ausmachten. Manche begannen sich emotional hin- und herzuwiegen, zu seinen Worten zu nicken und sie zu bekräftigen.

So weit, so vertraut. Aber als wir Platz nahmen und die Predigt begann, wurde langsam offensichtlich, dass ich die „Lehren“ noch weniger genießen würde als üblich.

Das Thema war die „Flüchtlingskrise“. Bei einer kurz zuvor stattgefundenen Sitzung der Lokalregierung war darüber abgestimmt worden, ob man formell eine Einladung und Begrüßung an künftige „Flüchtlings-Siedler“ abgeben sollte. Die Abstimmung war von einer linken Politikerin vorgeschlagen worden, die Probleme mit ihrer geistigen Gesundheit hat. (Sie ist eine Bekannte meiner Frau, und ich weiß mehr über ihr Privatleben, als ich wahrscheinlich sollte.) Nachdem ich von der Abstimmung gehört hatte, mobilisierte ich einige meiner politischen Partner in der örtlichen Gemeinde, und wir machten uns daran, Lobbying bei einigen entscheidenden Politikern zu machen. Unsere Bemühungen halfen sicherzustellen, dass die Abstimmung definitiv mit dem Beschluss endete, dass es keine Einladung und Begrüßung geben würde.

Ich betrachtete dies als einen kleinen, aber bedeutenden persönlichen Erfolg angesichts des migrantenfreundlichen Klimas zu der Zeit, und hatte ein Hochgefühl bis zu diesem folgenden Sonntag. Ich saß nun da und hörte zu, während der Pastor, der in der realen Welt nichts von Bedeutung geleistet hatte, sich stark gegen die Politiker hinter der Abstimmung aussprach. Sie seien „unchristlich“ und unmoralisch. Es sei in Wirklichkeit unsere „Pflicht“ als Christen, diese Leute in unsere Gemeinden kommen zu lassen und unsere Ressourcen mit ihnen zu teilen. Eine Fixierung auf „Wirtschaft“ zeige einen Mangel an Glauben und Moral, weil Gott für zusätzliche Arbeitsplätze für die zusätzlichen Leute sorgen würde, genauso wie er für Brot und Fische gesorgt hatte, und es würde immer genug Geld und Ressourcen geben, wenn wir nur genug Glauben zeigten. Es war sogar egal, dass diese armen „Flüchtlinge“ keine Christen waren, denn nach nur ein paar Tagen unter uns würden sie vom Heiligen Geist überkommen werden und ihre eigene christliche Reise beginnen. Eine glorreiche gemeinsame Zukunft läge vor uns; die Aufnahme von Flüchtlingen zu verweigern, sei „rassistisch“, und Rassismus sei eine „böse Sünde.“

(mehr …)

Die jüdischen Ursprünge der Bewegung für offene Grenzen

niemand-illegal

Von Dr. Andrew Joyce; Original: The Jewish Origins of the Open Borders Movement, erschienen am 2. Oktober 2016 auf „The Occidental Observer“.

Übersetzung: Lucifex

 

In einem Essay von 2005 über „Weißseinsforschung“ versuchte ich die Grundlagen und die Kontextualisierung für eine entwickeltere Studie über den Umfang und die verheerende Wirkung des zeitgenössischen jüdischen intellektuellen Aktivismus in unseren Colleges und Universitäten und in unserer breiteren Kultur zu schaffen. In diesem Essay hob ich die Bedeutung jüdischer Aktivisten einschließlich Noel Ignatiev, Ruth Frankenberg, Ricky Marcuse und Terry Berman hervor, die zwischen der Mitte der 1970er und den späten 1990ern die Entwicklung einer akademischen Disziplin betrieben, die „Weißseinsforschung“ genannt wird. Seit ihrer Begründung hat die Weißseinsforschung einen einzigartigen Raum in einer zunehmend multikulturellen disziplinären Landschaft eingenommen. Anders als Schwarzenstudien, jüdische Studien oder asiatische Studien soll diese Sphäre der akademischen Welt nicht in konstruktiver Weise die Errungenschaften, Geschichte und Kultur der von ihr untersuchten ethnischen Gruppe erforschen. Vielmehr existiert das Genre, um das „Weißsein“ und folglich die Weißen einer einzigartig feindlichen Dialektik auszusetzen, die aus der Herabwürdigung der weißen Kultur, der Herabsetzung der weißen Geschichte und der Delegitimierung des europäischen Existenzanspruchs besteht. Als solche kann man die Disziplin als einen Akt der ethnischen Kriegführung betrachten, so wie sie auf der beabsichtigten Eroberung von Köpfen und Gewissen und schließlich von Ressourcen und Territorium beruht.

In allen westlichen Ländern bleibt die Weißseinsforschung in ihren akademischen Äußerungen und jenen hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit überproportional von Juden geleitet. Dies ist eine empirisch beobachtbare Tatsache. Man könnte ein Buch allein über die jüdische Beteiligung an dieser „Disziplin“ schreiben, aber für hier sollte eine kurze Untersuchung von ein paar entscheidenden Beispielen genügen. Zu diesen gehört Barbara Applebaum von der Syracuse University, die eine Karriere aus der Förderung von Vorstellungen über „weiße Schuld“ und die Beendigung dessen gemacht hat, was sie als „moralische Unschuld der Weißen“ bezeichnet. Ähnlich ist Say Burgin von der Leeds University, die einen Kurs mit dem Titel „Warum ist mein Lehrplan weiß?“ unterrichtet, während George Lipsitz von der University of California, Autor von How Racism Takes Place („Wie Rassismus stattfindet“), ebenfalls mehrere Bücher über „Weißsein“ und weiße Schuld geschrieben hat. Die jüdische Feministin Michelle Fine von der City University of New York zahlreiche Arbeiten über das „Weißenprivileg“ produziert hat, einschließlich ihres Buches Witnessing Whiteness („Weißsein miterleben“). Andere jüdische Akademiker, die im Bereich der Weißseinsforschung sehr aktiv sind, sind unter anderem Lois Weis, David Theo Goldberg, Maurice Berger, Lawrence Grossberg, Jennifer Roth-Gordon, Cynthia Levine-Rasky, Laura S. Abrams, Judith Katz, Melissa Steyn, Paula Rothenberg und Amy Eshleman.

Die jüdische Beteiligung ist vielleicht noch intensiver in der Sphäre des Aktivismus für die sogenannte soziale Gerechtigkeit. Eine der vordersten Betreiberinnen von „Whiteness workshops“ in den Vereinigten Staaten ist Dara Silverman. Silverman ist eine „Beraterin, Organisatorin und Trainerin, die seit über 20 Jahren Bewegungen für wirtschaftliche, rassische genderbezogene und soziale Gerechtigkeit aufgebaut hat. Von Januar 2015 bis Juli 2016 war Dara die Gründungsdirektorin von Showing up for Racial Justice (SURJ). Als Beraterin arbeitet Dara mit kleinen und mittelgroßen Gruppen, um deren Organisationsgeschick, Mittelaufbringung und organisatorische Fähigkeit aufzubauen. Dara war von 2003 bis 2009 Geschäftsführerin von Jews for Racial and Economic Justice (JFREJ) in New York City.“

Der notorische jüdische Aktivist Tim Wise hat Silverman als „eine kritische Stimme in der neu belebten Bewegung antirassistischer weißer Verbündeter“ gelobt. „Eine unermüdliche Mitverschwörerin mit farbigen Führern im Kampf gegen die weiße Vorherrschaft und rassische Ungleichheit. Silvermans Verständnis der Strategie für den Aufbau von Bewegungen steht hinter niemandem zurück.“ Was den tatsächlichen Inhalt ihrer Arbeit betrifft, so bietet Silverman an, Weiße von ihrem „giftigen Weißsein“ durch Workshops und „Webinars“ [„Netzsemianre“] zu „heilen“. Im Wesentlichen sind diese Maßnahmen Entwurzelungsprogramme, die mittels psychologischer Misshandlung durchgeführt werden, welche sich auf das Herbeiführen von Schuldgefühlen zentrieren. Diese Bestrebung, ein Volk von seiner Identität zu trennen, ist mehr als nur ein bisschen heuchlerisch angesichts dessen, dass Silverman in mindestens einem Interview erklärt hat: „Ich bin Jüdin, und ich habe eine ziemlich starke Verbindung zum Judentum.“

Dara Silverman

Dara Silverman

Zusätzlich zu Silverman hat es viele weitere Juden zum wahnsinnig lukrativen und modischen Geschäft hingezogen, Weiße vom Aufgeben ihrer Identität zu überzeugen. Dazu gehören Jon Greenberg, Autor von „10 examples that prove White privilege protects White people in every aspect imaginable“ [„10 Beispiele, die beweisen, dass das Weißenprivileg Weiße in jeder vorstellbaren Hinsicht schützt“] und „Talking to Kids about Whiteness“ [„Mit Kindern über das Weißsein reden“]. Andere prominente Gestalten in der „Soziale Gerechtigkeit“-Sphäre des Angriffes auf das Weißentum sind unter anderem Debbie Zucker und Robin Nussbaum. Als das New Yorker Vassar College im letzten Oktober beschloss, eine Reihe von „Whiteness workshops“ abzuhalten, waren zwei Workshop-Leiter Diane Eshelman und Michael Drucker, die beide Juden sind. Während die Schwächung der inneren oder psychologischen Stützen der weißen Identität für sich schon ausreichend problematisch ist, wird das Problem durch intensiven jüdischen Aktivismus in anderen Sphären akademischer Aktivitäten und solcher für „soziale Gerechtigkeit“ verschärft. Das Schädlichste in dieser Hinsicht sind die jüdische Vorherrschaft in der „kritischen Rassentheorie“ und ihr entsprechender politischer Ausdruck in Form der Bewegung für offene Grenzen.

Leser, die die fortdauernde „Flüchtlingskrise“ im Laufe der letzten paar Jahre beobachtet haben, werden höchstwahrscheinlich irgendwann auf die Phrase „Niemand ist illegal“ gestoßen sein. Der Refrain ist besonders beliebt in Deutschland, wo „Kein Mensch ist illegal“ zur Parole zigtausender erfolgreich entwurzelter deutscher Liberaler wurde und somit ein wichtiger Bestandteil des Migrantentsumanis war, der diese unglückliche Nation überfluten sollte.

(mehr …)

Juden gegen die Alternative Rechte: Lehren aus der Geschichte

„Ihr Vaterland“

„Ihr Vaterland“

„Die antisemitische Bewegung ist im Wesentlichen eine Reaktion gegen das abnormale Wachstum der jüdischen Macht, und die neue Stärke des Antisemitismus liegt weitgehend an den Juden selbst.“ Hillaire Belloc, Die Juden (1922)

Von Andrew Joyce ; Original: Jews Versus the Alt Right: Lessons from History , erschienen am 10. September 2016 auf „The Occidental Observer“.

Gastübersetzung von Deep Roots (post-AdS)

 

Erst vor etwas mehr als einer Woche hielt Hillary Clinton eine Rede, in der sie Donald Trumps angebliche Verbindungen zur Alternativen Rechten angriff. In diesem langweiligen und bemühten Stück öffentlicher Rede bezeichnete Angela Merkels Rivalin als Matriarchin der Verlogenheit die Alternative Rechte als einen kaum zusammenhängenden Wirbelwind aus „rassenhetzerischen“, „frauenfeindlichen“, „moslemfeindlichen“ und „einwanderungsfeindlichen“ Ideen.

Vorhersehbarerweise wurde kurz nach der Rede enthüllt, daß Teile davon direkt aus einem Propagandaartikel des Southern Poverty Law Center vom April abgekupfert worden waren. Nachdem sie ihren Ursprung in einer Organisation hatte, die ihren Lebensunterhalt durch Feilbieten von Horrorgeschichten, Fantasien und Verleumdungen bestreitet, war es keine Überraschung, daß die Rede übertriebene und widersprüchliche Botschaften über diese „aufkommende rassistische Ideologie“ vermittelte. Laut Clinton ist die Alt Right „lose“, aber auch „organisiert“. Ihre Mitglieder sind „großteils online“, aber auch in Scharen auf unseren Straßen in Form einer „steigenden Flut von hartem, rechtem Nationalismus überall auf der Welt.“

Soweit, so banal. Indem sie jedoch Trumps angebliche Verwendung einer „antisemitischen Botschaft – ein Davidsstern, der einem Meer von Dollarnoten überlagert ist“ auf Twitter samt „antisemitischer Verunglimpfungen und Todesdrohungen seitens seiner Unterstützer“ erwähnte, brach Clinton ungeschickt etwas, das eine seit langem bestehende Konvention gewesen zu sein scheint, die Juden und Antisemitismus aus Diskussionen auf höchster Ebene draußen hielt. Nach Jahrzehnten hinter den Kulissen hatte der politische Antisemitismus es auf die Hauptbühne geschafft.

Was als nächstes geschieht, wird sehr interessant sein. Im Europa des neunzehnten Jahrhunderts gewann der antisemitische Diskurs im Gefolge von Wirtschaftskrisen, der Intensivierung ethnischer Konkurrenz, sozialen Drucks durch Migrationsströme und die zunehmend verfeinerte und intellektuelle Artikulation von Kritiken an den Juden an Schwung. Obwohl es zu der Zeit eine gängige kulturelle Masche der Juden war, die Bewegung zu verunglimpfen und auf die weitgehend eingebildeten Schrecken der mittelalterlichen Verfolgungen anzuspielen, bestand ausreichende Distanz zum Mittelalter und ausreichende Nähe zu zeitgenössischen Ängsten, daß dies wenig Wirkung bei den Massen hatte. In vieler Hinsicht kann man diese Faktoren heute insofern als wiederholt betrachten, als es den Juden immer schwerer fallen wird, Kapital aus ihrem Narrativ über den Zweiten Weltkrieg zu schlagen, während Weiße unter wachsenden Druck durch Einwanderung, interrassische Gewalt und die zunehmend sichtbare Verzerrung ihrer politischen Prozesse durch im Wesentlichen fremde Interessen geraten. Sich darum zu sorgen, was mit den Juden in den 1940ern geschehen oder nicht geschehen sein mag, wird kein Luxus sein, den die Weißen sich noch viel länger werden leisten können.

In breitem Sinne ist also die Bühne für die Rückkehr des politischen Antisemitismus bereitet und somit für eine Konfrontation zwischen einer aufgeblähten jüdischen Machtstruktur und einem wiederauflebenden weißen Nationalismus.

Es hat bereits einigen Disput innerhalb der Alternativen Rechten hinsichtlich der ideologischen Position des Antisemitismus gegeben. Spezifischer: Milo Yiannopoulos und Allum Bokhair, ein homosexueller Jude und ein Pakistani, haben im März dieses Jahres einen Artikel auf Breitbart verfaßt, in dem sie andeuteten, daß sie Verbindung zur Alt Right hätten, wenn nicht deren Führerschaft innehätten. Der Artikel behauptete, daß die Alt Right im Grunde eine Neuerfindung der Gegenkultur der 1960er sei, die von „Spaß, Übertretungen und einer Herausforderung der gesellschaftlichen Normen“ getrieben war. Yiannopoulos und Bokhair kontrastieren die jungen Joker der Alt Right (wie sie sie definieren) mit „Antisemiten, weißen Rassisten und anderen Mitgliedern des Stormfront-Kreises“, wobei Letztere als „der schlimmste Abschaum der menschlichen Gesellschaft“ bezeichnet wurden. Antisemitismus ist in dem Ausmaß, wie er in diesem Narrativ überhaupt vorkommt, bloß eine Pointe im expansiven Arsenal der Alt Right an provokantem, aber weitgehend unaufrichtigem Humor. Echte „Rassisten“ seien gar kein Teil der Bewegung.

Im Gegensatz zu diesem Narrativ scheint es kaum bestreitbar zu sein, daß die Frage des jüdischen Einflusses für die Mehrheit der in der Alt Right Involvierten eine echte Sorge ist. Und für manche von uns ist die Forcierung gesäuberter Narrative für die Bewegung durch Yiannopoulos und Bokhair und die unverhältnismäßige Medienaufmerksamkeit, die diesen rassisch und ideologisch suspekten Individuen geschenkt wird, Beweis für einen Versuch, die Alternative Rechte zu kooptieren und von einem Weg des ethnischen Nationalismus abzubringen. Der Daily Stormer ist an vorderster Front dieser Reaktion gewesen, mit einem Artikel, der argumentiert:

Die Alt Right ist zu einer so großen politischen Kraft geworden, daß es für [die jüdischen Eliten] unmöglich geworden ist, uns weiterhin zu ignorieren. Unsere Siege sind viel zu zahlreich geworden, um sie zu zählen. Ihre neue Strategie besteht im Versuch, die Alt Right als eine Bewegung umzudefinieren, die von dem homosexuellen Juden Milo Yiannopoulos geführt wird. Sie haben dieses Narrativ in Wirklichkeit schon seit einer Weile aufgebaut, aber sie haben sich erst jetzt dafür entschieden, das mit voller Kraft zu betreiben… Die Juden wollen die allgemeine Öffentlichkeit glauben machen, daß die Alt Right so eine Art alberne weiß-nationalistische Bewegung sei, die kein echtes Problem mit Juden oder Homosexuellen hat. Sie wollen, daß die Leute denken, daß die negativen Dinge, die wir über Juden sagen, als unschuldige Witze gemeint sind. Dies ist völlig falsch.

Daß Juden versuchen wollen, eine potentiell schädliche Bewegung zu kooptieren oder scheitern zu lassen, hat in der Tat viele historische Präzedenzfälle. Zu einem der relevantesten schreibt Steven Beller, daß während des Aufstiegs des Deutschnationalismus von 1860 bis 1880 Juden versuchten, Schlüsselrollen in der Bewegung einzunehmen, um sie von ihren Wurzeln in der völkischen Philosophie und einer Gegnerschaft zum jüdischen Einfluß wegzuleiten und zu einer Mission der „kulturellen und sozialen Revolution“ hinzuführen. [1] Mediale Werbung und sorgfältige Netzwerkerei führten sogar dazu, daß zwei Juden, Viktor Adler und Heinrich Friedjung, um die Führung der deutschnationalistischen Bewegung in Österreich wetteiferten. Tatsächlich waren Adler und Friedjung zwei der fünf Gestalter des berühmten Linzer Programms von 1882, einer politischen Plattform, die die völlige Germanisierung des österreichischen Staates forderte. Nur wegen des fortgesetzten Beharrens der nichtjüdischen Bewegungsführer, besonders von Georg von Schönerer, hielt man sich schließlich an eine ethnische Version des Deutschnationalismus. Auf Schönerers Beharren und zum Entsetzen der ehemaligen jüdischen „Führer“ übernahm die Bewegung eine „Arierklausel“. Nachdem ihr Versuch zur Kooptierung der Bewegung gescheitert war, fügt Beller hinzu, „war die jüdische Reaktion, sie anderswo hinsichtlich ihrer Ziele der gesellschaftlichen und kulturellen Veränderung umzusehen.“ [2] Zum Beispiel wurde Adler über Nacht zu einem ausgemachten Marxisten.

In ähnlicher Weise merkt der Historiker Gordon Mork an, daß Juden in Deutschland ebenfalls „herausragend“ unter den frühen führenden Befürwortern des Deutschnationalismus waren. [3] Insbesondere waren Juden in der Nationalliberalen Partei konzentriert und bildeten dann eine einflußreiche Clique um Bismarck selbst. Diese Ablenkungsclique innerhalb des Deutschnationalismus könnte man als entscheidenden Grund dafür betrachten, daß er im Sinne eines ethnischen Ausdrucks bis nach dem Ersten Weltkrieg verkümmerter war als sein österreichisches Gegenstück.

Ähnlich fielen während des Aufstiegs der Rassenwissenschaft zwischen 1880 und 1920 große Zahlen von Juden taktisch über mehrere medizinische Disziplinen her, die sich zunehmend mit dem Studium der Rasseunterschiede befaßt hatten. Die Historikerin Elena Mancini schreibt, daß in Deutschland „Juden die Medizin nicht nur wegen der gesellschaftlichen Stellung überfluteten, sondern in einer Zeit, die das Aufblühen der Rassenwissenschaft erlebte, auch wegen der Gelegenheit zur Selbstdarstellung. … Die Anwesenheit von Juden im medizinischen Sektor allgemein und besonders in der Rassenwissenschaft ermöglichte es ihnen, jüdische Gleichheit und sehr oft moralische Überlegenheit zu behaupten.“ [4] Mit Berlin als Zentrum der deutschen Medizin und mit Juden, die ein Drittel der Ärzte in der Stadt ausmachten, [5] war die Beherrschung und Umorientierung ganzer Disziplinen in der Nation nicht nur machbar, sondern beunruhigend leicht.

(mehr …)

Juden und Schußwaffenkontrolle: Eine Reprise

König Edward I. von England, der im Jahr 1290 auf Druck seiner Barone die Juden aus England vertrieb.

König Edward I. von England, der im Jahr 1290 auf Druck seiner Barone die Juden aus England vertrieb.

Von Andrew Joyce, übersetzt von Deep Roots. Das Original Jews and Gun Control: A Reprise erschien am 2. August 2014 im Occidental Observer. (Bild vom Übersetzer eingefügt.)

 

Das dornige Thema der jüdischen Unterstützung für Schußwaffenkontrolle hat einmal mehr ihr Haupt erhoben, diesmal im Bundesstaat Washington. Die Jewish Federation of Greater Seattle hat den Rücktritt von Brian Judy gefordert, eines Lobbyisten der National Rifle Association, der angeblich die Schußwaffenkontrolle mit jener unantastbaren Ikone des jüdischen Opferstatus, dem Holocaust, in Verbindung gebracht hat. Bei einer Nachrichtenkonferenz im Hauptquartier der Federation sagte Präsident Keith Dvorchik, Judy sollte zurücktreten, weil der eine Wählerinitiative gegen Schußwaffen mit politischen Maßnahmen in Verbindung brachte, die von Nazideutschland betrieben wurden. Dvorchik forderte weiters, das nationale Büro der NRA solle „klarstellen, daß es seinen ignoranten und unproduktiven Dialog ablehne.“

Judys Bemerkungen tauchten zuerst auf dem linken Blog Horseass.org auf. Eine Audioaufnahme ist einem Standbild von einer Versammlung unterlegt, in der Judy über Juden spricht, die Schußwaffenkontrolle unterstützen. Die Bemerkungen wurden bei einer Versammlung in Silverdale gegen I-594 gemacht, einer in diesem Herbst zur Abstimmung stehende Maßnahme, die die Hintergrundüberprüfungen für Waffenkäufer weiter ausdehnen würde. In der Aufnahme nimmt Judy auf Nick Hanauer Bezug, einen Juden aus Seattle, der mehr als 300.000 Dollar für eine unabhängig finanzierte Gruppe gespendet hat, die I-594 unterstützt, zusätzlich zu einer früheren Zusage über 1 Million Dollar. Andere bedeutende Mittel sind vom jüdischen Milliardär und ehemaligen Microsoft-Generaldirektor Steve Ballmer gekommen, der zusammen mit seiner Frau Connie ein Großspender für die von Hanauer gegründete Organisation Washington Alliance for Gun Responsibility ist. Hanauer schrieb kürzlich in Politico darüber, wie seine Familie aus Nazideutschland floh. Der Redner auf der Aufnahme nimmt Bezug auf Hanauers Text: „Nun gibt Hanauer Geld, er hat eine halbe Million Dollar in diese Politik gesteckt, dieselbe Politik, die dazu geführt hat, daß seine Familie von den Nazis aus Deutschland verjagt wurde. Wissen Sie, da bin ich baff, es ist einfach, sowas kann man nicht erfinden. Daß diese Leute, es ist wie bei allen Juden, denen ich begegnet bin, die gegen Waffen sind, ich denke, ‚Meinen Sie das ernst? Erinnern Sie sich nicht, was geschehen ist?’ Und warum ist das geschehen? Weil sie Schußwaffen registriert haben und sie dann weggenommen haben. Warum mußtet ihr überhaupt aus diesem Land fliehen? Hallo! Irgend jemand zu Hause?“

Dvorchik unterläßt bei seiner Forderung nach Judys Rücktritt die Erwähnung breiterer jüdischer Interessen an der Entwaffnung der Zivilbevölkerung (die ich weiter unten behandeln werde) und behauptet statt dessen, daß die Jewish Federation of Greater Seattle ein Interesse an der Sache hätte wegen einer Schießerei, die vor acht Jahren stattfand. Naveed Haq, ein anscheinend gestörter Moslem, bahnte sich mit einer Faustfeuerwaffe gewaltsam einen Weg in die Büros der Federation, wobei er einen Angestellten tötete und fünf weitere verletzte. Dvorchik hat verlangt, daß das nationale Büro der NRA sich von Judys Bemerkungen und der „idiotischen, simplistischen und einfach falschen“ Vorstellung distanziert, daß die Behandlung der Juden in Nazideutschland irgend etwas mit einer Wählerinitiative zu tun hat, die Hintergrundüberprüfungen für Schußwaffenkäufer fordert. Er fügte hinzu, die Frage, ob die Juden „die Geschichte nicht verstehen, ist die abscheulichste rhetorische Frage, die je gestellt worden ist.“ Dvorchik haben sich die waffenfeindlichen jüdischen Politiker Reuven Carlyle und David Frockt angeschlossen, die gesagt haben, Judys Äußerungen trügen „dunkle, häßliche und subtile Untertöne von Antisemitismus.“ Zusätzlich berichtet Hanauers Washington Alliance for Gun Responsibility auf ihrer Webseite, daß die folgenden jüdischen Organisationen nun I-594 entsprechend ihren Grundsätzen unterstützen: Die Anti-Defamation League, Bet Alef, Congregation Beth Shalom, Jewish Council for Public Affairs, Jewish Family Service, Jewish Federation of Greater Seattle, Kavana Cooperative, Kol HaNeshamah, National Council of Jewish Women, Stroum Jewish Community Center, Temple Beth Am, Temple Beth Hatfiloh, Temple Beth Or, Temple B’Nai Torah, Temple De Hirsch Sinai, Tikvah Chadashah, Herzl Ner Tamid, Temple Beth El und das Washington State Holocaust Education Resource Center.

Prominente Juden haben eine widerliche Gewohnheit, mit der NRA aneinanderzugeraten. Der Fall Judy ist beinahe Kopie des Fiaskos von 2013 unter Beteiligung des jüdischen Bürgermeisters von Jersey City, Steve Fulop. Im November kündigte Fulop an, daß er die Kaufkraft der Waffenbeschaffungen seiner Polizeitruppe benutzen würde, um Waffenanbieter im Grunde zu erpressen, den Waffenkauf für gewöhnliche Kunden schwieriger zu machen. Kurz nachdem Fulop seine Absichten öffentlich machte, sagte Scott L. Bach, ein Vorstandsmitglied der NRA und Geschäftsführer der Association of New Jersey Rifle and Pistol Clubs, angeblich vor Publikum: „Seine (Fulops) Großeltern waren laut Wikipedia Holocaust-Überlebende. Daher muß man sich fragen, warum er es nicht kapiert.“ Der oberste Hexenjäger der ADL, Abe Foxman, reagierte seinerseits und verurteilte Bachs Bemerkungen nicht nur dafür, den Holocaust zu beschwören, um politisch zu punkten (vermutlich ist dieses Privileg nur Juden gewährt), sondern fügte auch hinzu, daß Bachs Beschwörung von Fulops persönlicher Familiengeschichte „das alles nur noch anstößiger macht.“

(mehr …)

Frei zu betrügen: „Jüdische Emanzipation“ und die anglo-jüdische „Cousinhood“, Teil 2

Lionel Nathan de Rothschild, 1808 – 1879 (Bild vom Übersetzer eingefügt).

Lionel Nathan de Rothschild, 1808 – 1879 (Bild vom Übersetzer eingefügt).

Von Andrew Joyce, übersetzt von Deep Roots. Das Original Free to Cheat: “Jewish Emancipation” and the Anglo-Jewish Cousinhood, Part 2 erschien am 29. August 2012 im Occidental Observer.

Zuvor erschienen: Frei zu betrügen: „Jüdische Emanzipation“ und die anglo-jüdische „Cousinhood“, Teil 1.

Die Cousinhood auf der Weltbühne

1847 hatte Londons jüdische Gemeinde eine Erklärung für die Öffentlichkeit produziert, die betonte, daß die Wahl von Lionel de Rothschild nichts weiter als die Wahl eines weiteren Politikers bedeuten würde, der für „das Wohl der Nation und den Wohlstand dieses Landes“ arbeiten würde. [33] Jedoch sollten spätere Handlungen von Mitgliedern der Cousinhood, die Sitze in der Legislative und in der Regierung eingenommen hatten, Grund zum Nachdenken darüber geben, welche Nation genau gemeint war. David Feldman hatte enthüllt, daß der Eintritt in die Legislative eine größere jüdische Mitwirkung an der Verwaltung des British Empire ermöglichte, und daß die Cousinhood in eine Reihe finanzieller und politischer Skandale verwickelt war, denen „familiäre und religiöse Verbindungen“, „Profitstreben“ und Versuche zur „Beeinflussung kolonialer Angelegenheiten, wenn sie meinte, daß [globale] jüdische Interessen auf dem Spiel standen“ zugrunde lagen. [34]

Um 1900 hatte die Cousinhood sich durch einen Prozeß der ethnischen und familiären Netzwerkerei viele der bedeutendsten administrativen Positionen im Empire gesichert. Feldman merkt an, daß die Familie Nathan allein sich bis zu diesem Datum die Positionen des Gouverneurs der Goldküste, Hongkongs und Natals gesichert hatte, des Generalstaatsanwalts und Obersten Richters in Trinidad, des Privatsekretärs des Vizekönigs von Indien, des amtsführenden Chefsekretärs des Gouverneurs von Ostbengalen und Assam und des Generalpostmeisters von Bengalen. [35] Im Parlament war Lionel Abrahams permanenter assistierender Staatssekretär des India Office und arbeitete unter seinem Cousin Edwin Montagu, der damals parlamentarischer Staatssekretär für Indien war. [36]

Die ersten Anzeichen dafür, daß die Cousinhood für globale ethnische Interessen arbeitete, kamen in den frühen 1890ern. Die Cousinhood, insbesondere die Familien Montagu und Cohen, war in diesem gesamten Jahrzehnt entscheidend bei der Bildung und Führung des Russo-Jewish Committee, und als Zweig der zuvor erwähnten Anglo-Jewish Association operierte das Committee auch unter den wachsamen Augen der Montefiore und Rothschilds. [37] Leser meiner früheren Arbeit über die „Pogrome“ in Rußland werden über die sehr bedeutende Rolle des Russo-Jewish Committee bei der Sensationalisierung und verzerrten Darstellung der Ereignisse in Rußland und seine Versuche zur Unterdrückung genauer Berichte über jene Ereignisse Bescheid wissen. Eingeständnisse dieses raffinierten Betruges sind in der etablierten Forschung selten, obwohl die Wahrheit etwas Ausdruck unter einer kleinen Zahl nichtjüdischer Wissenschaftler gefunden hat. Zum Beispiel hat Katherine Knox die Geschichte von Juden, die vor Pogromen fliehen, als „klassische Mythologie“ bezeichnet, und nach genauer Untersuchung der Herkunft der „Flüchtlinge“ konnte Knox erklären, daß Millionen von Migranten aus Gebieten kamen, die völlig unberührt von irgendeiner Form von Unruhen waren. [38] Obwohl die Finanzierung russischer Juden durch die Cousinhood über das Russo-Jewish Committee als Hilfe verkleidet erfolgte, hat noch kein Historiker beweisen können, daß diese Finanzierung in irgendeiner anderen Weise benutzt wurde oder überhaupt hätte benutzt werden sollen als zur Förderung von Massenmigration. Daher war es die Finanzierung durch die Cousinhood, die das anzapfte, was Lionel Gartner „das biologische Reservoir für des gesamte jüdische Volk” nannte, und die mit der Hilfe der von Louis Marshall vom American Jewish Committee geführten reichen amerikanischen Juden (siehe hier an verschiedenen Stellen) „den Anstieg des amerikanischen Judentums von 260.000 im Jahr 1880 auf 1.704.000 1907 und 3.197.000 1915“ herbeiführte. [39] Und natürlich ist es schwer, sich ohne diese enorme zahlenmäßige Zunahme vorzustellen, daß sich ein AIPAC oder eine ADL hätte entwickeln können, die etwas anderes als ein lautstarkes Ärgernis gewesen wäre – aber ich verliere mich in den „was wäre, wenns“…

Ein weiteres Beispiel dafür, wie die Cousinhood die Richtung der britischen Politik zunehmend in den Griff bekam, erfolgte mit dem wachsenden Engagement von Rothschild in Südafrika. Feldman führt aus, daß der Familienzweig der Rothschilds sich in den 1890ern “stark im Diamanten- und Goldbergbau am [Witwaters-] Rand betätigte.” [40] Als der deutsch-jüdische Diamanten- und Goldbergbaumagnat Alfred Beit Rand Mines 1893 auf den Aktienmarkt brachte, spielte er eine entscheidende Rolle bei der Sicherstellung, daß das Haus Rothschild mehr als 25 % der Anteile erhielt. Um 1899 fand sich Britannien im Krieg gegen die Buren des Transvaal um die vage Sache der Sicherung politischer Rechte für ausländische Goldschürfer. [41] Wegen des offenkundigen gemeinsamen ethnischen Erbes der Bergwerksbesitzer und der Diplomaten, die den Weg zum Krieg beschritten, „war die Ansicht, daß der Krieg ein jüdischer Krieg war, unter seinen Gegnern verbreitet.“ [42]

Diese Meinung wurde von der Tatsache bestärkt, daß einer der frühesten Unterstützer des Konflikts J. H. Hertz war – der Oberrabbiner von Südafrika. Hertz sollte später für das Rühren der Kriegstrommel mit der Ernennung zu keiner geringeren Position als der des „Oberrabbiners des britischen Empires” belohnt werden. [43] Im Februar 1900 gaben Mitglieder des Parlaments offen die jüdische Färbung der Feindseligkeiten zu, wobei John Burns nachdrücklich vor einem vollen Unterhaus erklärte: „Wo immer wir nachsehen, operiert, dirigiert und inspiriert ein Finanzjude die Qualen, die zu diesem Krieg geführt haben… die britische Armee, die früher für alle guten Sachen eingesetzt wurde… ist zum Janitscharen der Juden geworden“ [44] – ein Kommentar, der heute glaubhaft klingt als Beschreibung der amerikanischen Streitkräfte als Werkzeug Israels und seiner mächtigen amerikanischen Lobby im Krieg im Irak und im drohenden Krieg gegen den Iran.

Im selben Jahr gab der Trade Union Congress [Gewerkschaftskongreß] eine Erklärung ab, daß der Krieg geführt wurde, um „die Goldfelder Südafrikas für kosmopolitische Juden zu sichern, die keinen Patriotismus und kein Vaterland haben.“ Justice, die Zeitung der Social Democratic Federation, wies auf die Verwicklung „skrupelloser jüdischer Finanziers“ und der „semitisch-kapitalistischen Presse“ hin. [45] Es ist schwer, sich heute solche freien öffentlichen Äußerungen in den Mainstream-Medien vorzustellen.

(mehr …)

Frei zu betrügen: „Jüdische Emanzipation“ und die anglo-jüdische „Cousinhood“, Teil 1

Benjamin Disraeli, der jüdische Premierminister Großbritanniens im Jahr 1868 sowie von 1874 - 1880 (Bild vom Übersetzer eingefügt).

Benjamin Disraeli, der jüdische Premierminister Großbritanniens im Jahr 1868 sowie von 1874 – 1880 (Bild vom Übersetzer eingefügt).

Von Andrew Joyce, übersetzt von Deep Roots. Das Original Free to Cheat: “Jewish Emancipation” and the Anglo-Jewish Cousinhood, Part 1 erschien am 27. August 2012 im „Occidental Observer“.

 

„Menschen denken, wie es treffend gesagt worden ist, in Herden; man wird sehen, daß sie in Herden verrückt werden, während sie nur langsam und einer nach dem anderen wieder zu Sinnen kommen.“

Charles Mackay, 1841 [1]

Kurz nach seiner Wahl ins Parlament im Jahr 1830 schrieb Thomas Babington Macaulay (1800 – 1859), ein berühmter Historiker und einer von Britanniens führenden Literaten, sich die Aufhebung der jüdischen „bürgerlichen Einschränkungen“ in Britannien auf die Fahne. Mit einer Reihe von Reden war Macaulay entscheidend behilflich beim Betreiben der Forderung, Juden im Parlament sitzen zu lassen, und sein Artikel Civil Disabilities of the Jews vom Januar 1831 hatte eine „bedeutende Wirkung auf die öffentliche Meinung.“ [2] Bekennende Juden, die zu der Zeit in Britannien wohnten, konnten keine Sitze im Unterhaus einnehmen, weil man, bevor man im Parlament saß, einen christlichen Eid ablegen mußte. Zusätzlich waren Juden „ausgeschlossen von Kronämtern, von Körperschaften und vom Großteil der [akademischen] Berufe, bei denen der Zugang von religiösen Eiden, Prüfungen und Erklärungen starrte.“ [3] Sogar das Einbürgerungsgesetz von 1753, das im Ausland geborenen Juden die Staatsbürgerschaft gewährte, war nach verbreiteter Erregung im Volk und einer alles durchdringenden Atmosphäre des Argwohns und Mißtrauens gegen Juden im Allgemeinen und insbesondere gegen ausländische Juden aufgehoben worden. [4] Ursula Henriques erklärt, daß „die Juden still geblieben waren” wegen der entschlossenen Ablehnung des britischen Volkes gegenüber der Mitwirkung von Juden im britischen politischen Leben seit ihrer Wiederaufnahme im 17. Jahrhundert. [5]

Nachdem sie jedoch Auftrieb durch die Gewährung politischer Emanzipation für protestantische Andersgläubige und Katholiken in den Jahren 1828 und 1829 erhalten hatten, begannen britische Juden für ihre eigene „Emanzipation“ zu agitieren, und diese Agitation wurde in großem Ausmaß von Thomas Macauley verstärkt und angeführt. Innerhalb von dreißig Jahren hatte die britische Elite kapituliert; nicht nur waren alle christlichen Eide abgeschafft worden, sondern es saßen auch sechs nicht konvertierte Juden im Unterhaus. Innerhalb von fünfzig Jahren hatte Britannien sechzehn jüdische Parlamentsabgeordnete und einen jüdischen Premierminister, der eine Doktrin der jüdischen rassischen Überlegenheit verfocht – Benjamin Disraeli; und unter Disraeli sollte Britannien eine Außenpolitik verfolgen, die in großem Ausmaß von dem diktiert wurde, was der zukünftige Premierminister William Gladstone „jüdische Sympathien“ nannte. [6] Zu dieser Außenpolitik sollte eine Unterstützung der Osmanen gehören, die freundlich gegenüber Juden waren und Christen in Bulgarien massakrierten. Und dazu sollte die Kriegführung gegen die Buren in einer Aktion gehören, die für jüdische Bergbauoperationen in Südafrika höchst vorteilhaft war. [7] Wie und warum fand solch eine dramatische Veränderung der Umstände statt? Und wie hat die anglo-jüdische Elite Britannien seinen Akt der „Gerechtigkeit“ vergolten?

Kehren wir zuerst für einen Moment zu Macaulay zurück. Eine gründliche Untersuchung seines Lebens enthüllt keine jüdische Abstammung und keine eindeutigen Verbindungen zu Juden. Als Sohn eines schottischen Kolonialgouverneurs und Abolitionisten erscheint Macaulay auf den ersten Blick als eine Art knieweicher liberaler Idealist, und zusätzlich scheint er sehr wenig Wissen über jüdische Geschichte oder Kultur gehabt zu haben. Er sah die jüdische Agitation um Zugang zur Regierung als hauptsächlich religiöse Frage und nahm die Juden nach seinen eigenen Worten als „Opfer von Intoleranz” wahr. [8] Macaulay war auf seine Kenntnis der griechischen Literatur stolz [9], und doch können wir uns nur wünschen, daß er mehr Zeit für seine griechische Philosophie verwendet hätte, insbesondere auf jene von Plato, der „jene, die Gerechtigkeit durch Ängstlichkeit oder Dummheit praktizieren“ verdammte und meinte: „wenn die Gerechtigkeit nicht gut für den Gerechten ist, dann begehen Moralisten, die sie als Tugend empfehlen, einen Betrug.“ [10]

(mehr …)

Mythen und die russischen Pogrome, Teil 3 – Die jüdische Rolle

Von Andrew Joyce, übersetzt von Deep Roots. Das Original Myth and the Russian Pogroms, Part 3 – The Jewish Role erschien am 13. Mai 2012 im Occidental Observer. Zuvor erschienen: Neubetrachtung der russischen Pogrome im 19. Jahrhundert, Teil 1: Rußlands Judenfrage und Mythen und die russischen Pogrome, Teil 2: Erfindung von Greueltaten.

 

Wir setzen unsere Serie von Essays zur Untersuchung der russischen Pogrome mit diesem Essay über die Rolle fort, die von Juden bei der Provokation zu den Unruhen gespielt wurde. Wie in Teil 2 festgestellt, ist eines der Schlüsselprobleme mit der existierenden Geschichtsschreibung zu den Pogromen (und zu „Antisemitismus“ im Allgemeinen), daß diese Narrative ständig behaupten, daß die Misere der Juden das Ergebnis von nichts weiter als irrationalem Hass war. Juden nehmen in diesem Narrativ eine sanftmütige und passive Rolle ein und haben nichts Schlimmes getan außer Juden zu sein. Es gibt kein Gefühl jüdischer Einwirkung, und man erhält den Eindruck, daß Juden historisch die Fähigkeit gefehlt hat, in der Welt zu agieren. In fast jeder einzelnen akademischen und populären Geschichte der Pogrome akzeptiert der Autor blindlings die Grundannahme (oder hält sie vorsätzlich aufrecht), daß die Juden im Russischen Reich jahrhundertelang gehasst wurden, daß dieser Hass irrational und unbegründet war und daß der Ausbruch antijüdischer Unruhen im späten 19. Jahrhundert eine reflexhafte emotionale Reaktion auf die Ermordung des Zaren und einige Ritualmordvorwürfe war.

Dies ist natürlich weit von der Wahrheit entfernt, aber die Vorherrschaft dieses „Opferparadigmas“ spielt zwei bedeutende Rollen. Erstens ist die jüdische Geschichtsschreibung gesättigt mit Anspielungen auf den „einzigartigen“ Status der Juden, die unter „einzigartigem“ Hass seitens aufeinanderfolgender Generationen von Europäern gelitten haben. Im Wesentlichen ist es die Vorstellung, daß Juden als exemplarisches „schuldloses Opfer“ in der Welt allein dastehen. Auch nur irgendein Gefühl jüdischer Einwirkung zuzulassen – irgendeine Behauptung, daß Juden vielleicht in mancher Weise zu antijüdischen Einstellungen beigetragen haben – heißt, dem Fortbestand dieses Paradigmas zu schaden. In diesem Sinne trägt das „Opferparadigma“ auch stark zum Anspruch auf jüdische Einzigartigkeit bei, und, wie Norman Finkelstein hervorgehoben hat, kann man in vielen Beispielen jüdischer Geschichtsschreibung die Tendenz erkennen, sich nicht so sehr auf die „Leiden von Juden“ zu fokussieren, sondern vielmehr auf die einfache Tatsache: „Juden haben gelitten.“ [1] Als Ergebnis davon bietet das Paradigma keinen Platz für nichtjüdisches Leiden. Einfach ausgedrückt ist das „Opferparadigma“ eine Form von säkularer „Auserwähltheit“. Dieser Aspekt wird völlig zu Recht als nützliches Hilfsmittel im Hier und Jetzt betrachtet. Es gibt vielleicht keine Rasse auf Erden, die ihre Geschichte so sehr zur Rechtfertigung ihrer Handlungen in der Gegenwart benutzt, wie das jüdische Volk. Vom Streben nach Reparationen bis zur Gründung von Nationalstaaten ist jüdische Geschichte eine der Grundsteine, die jüdische internationale Politik in der Gegenwart stützen. Als solche wird jüdische Geschichte sorgfältig konstruiert und erbittert verteidigt. Das Zusammenspiel zwischen jüdischer Geschichte und zeitgenössischer jüdischer Politik ist klar zu erkennen – ich brauche nur die Begriffe „Revisionist“ und „Leugner“ zu erwähnen, um Bilder von Marionettenprozessen und Gefängniszellen heraufzubeschwören.

Zweitens läßt das Weglassen des jüdischen Beitrags zur Entwicklung von Antisemitismus (sei es im dörflichen oder nationalen Rahmen) den Scheinwerfer umso heftiger auf den „Aggressor“ herniederbrennen. Innerhalb dieses Kontexts hat das schuldlose Opfer die Freiheit, die scheußlichsten Vorwürfe zu machen und sich in der Versicherung zu sonnen, daß seine eigene Rolle, und in Erweiterung sein eigener Charakter, unantastbar ist. Das Wort dieses makellosen, einzigartigen, schuldlosen Opfers wird als Fakt genommen – seine Darstellung soll zweifellos mit dem „Aggressor“ verbündet sein. In Teil Zwei untersuchten wir die Art, wie das RJC dieses Konstrukt voll ausnützte, um entsetzliche und unbegründete Greuelgeschichten zu liefern. Allgemeiner gesprochen, sind übertriebene Geschichten von Brutalität seitens Nichtjuden in der jüdischen Literatur und Geschichtsschreibung gang und gäbe und gehen Hand in Hand mit Bildern von taubenhaften Juden. Zum Beispiel hat Finkelstein auf Jerzy Kosinskis The Painted Bird, ein Werk, das jetzt weithin als „der erste größere Holocaust-Schwindel“ anerkannt ist, als Beispiel für diese „Pornographie der Gewalt“ hingewiesen. [2] Die Zwillingskonzepte von jüdischer Schuldlosigkeit und extremer nichtjüdischer Brutalität sind untrennbar aneinander gebunden, und Unterstützer des einen Strangs des „Opferparadigmas“ sind stets Unterstützer des anderen. Nehmen Sie zum Beispiel diesen Hohepriester der jüdischen Auserwähltheit, Elie Wiesel, der Kosinskis Potpourri sadomasochistischer Fantasien als „mit tiefer Aufrichtigkeit und Empfindsamkeit geschrieben“ lobte. [3]

Nachdem wir diesen theoretischen Rahmen geklärt haben, wenden wir unsere Aufmerksamkeit nun der Dekonstruktion des zweiten Strangs des Pogrom-„Opferparadigmas“ zu. Um uns am effektivsten mit der Frage nach der jüdischen Schuldhaftigkeit bei der Verschlechterung der Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden zu befassen, werden wir tiefer stochern müssen, und mit mehr Konzentration, als wir es in Teil Eins unternommen haben. Dieser Essay wird sich auf spezifische Beispiele antijüdischer Unruhen im Russischen Reich vor 1880 befassen, mit einem besonderen Augenmerk auf jüdische Wirtschaftspraktiken, die diesen Ereignissen vorausgingen.

Antijüdische Unruhen im Russischen Reich vor 1880

Aus den oben diskutierten Gründen hat die Mehrheit der jüdischen Historiker lange eine Abneigung gegen die Vorstellung gezeigt, daß jüdische Wirtschaftspraktiken historisch eine bedeutende Rolle bei der Provokation von Antisemitismus gespielt haben. Zum Beispiel behauptet Leon Poljakow in The History of anti-Semitism: From Voltaire to Wagner, daß die Vorstellung von wirtschaftlichem Antisemitismus „ohne echten Erklärungswert“ ist. [4] In ähnlicher Weise hat Jonathan Freedman erklärt, daß wirtschaftlicher Antisemitismus bei der Erklärung antijüdischer Einstellungen nur eine sehr „kleine erklärende Rolle“ spielen sollte. [5] Beide Historiker postulieren, daß Theologie, und in Erweiterung das Christentum (und daher die westliche Kultur) die Quelle und der Ursprung des Antisemitismus ist. Robert Weinberg erklärt in seinem Artikel Visualizing Pogroms in Russian History von 1998 antisemitische Gewaltausbrüche in Osteuropa, indem er behauptet, daß sie das Produkt „der Frustrationen russischer und ukrainischer Landbewohner, Arbeiter und Kleinstadtbewohner waren, die zum Großteil ihre Frustrationen spontan an einem bewährten Sündenbock ausließen, den Juden.“ [6] Weinberg verzichtet auf die Angabe, woraus genau diese „Frustrationen“ entstanden, aber man beachte wiederum die extrem passive jüdische Rolle in seiner Analyse.

(mehr …)

Mythen und die russischen Pogrome, Teil 2: Erfindung von Greueltaten

Von Andrew Joyce, übersetzt von Deep Roots. Das Original Myth and the Russian Pogroms, Part 2: Inventing Atrocities erschien am 11. Mai 2012 im . Dies ist Teil 2 von 3.

Zuvor erschienen: Neubetrachtung der russischen Pogrome im 19. Jahrhundert, Teil 1: Rußlands Judenfrage

Nachdem wir uns in der Geschichte von Rußlands Judenfrage geerdet haben, ist es für uns nun Zeit, unsere Aufmerksamkeit den antijüdischen Unruhen der 1880er zuzuwenden. Der folgende Essay wird den Leser zuerst mit dem Standardnarrativ dieser Ereignisse versorgen, das von jüdischen Zeitgenossen und der Mehrheit der jüdischen Historiker vorgebracht wurde – ein Narrativ, das sich im öffentlichen Bewußtsein überwiegend durchgesetzt hat. Die letztere Hälfte des Essays wird der Analyse des jüdischen Narrativs gewidmet sein, und der Erläuterung, wie die Ereignisse wirklich geschehen sind. Andere Aspekte des jüdischen Narrativs werden in späteren Beiträgen dieser Serie untersucht werden. Während eine Arbeit wie diese unter schwere Kritik seitens gewisser Segmente der Bevölkerung geraten kann, die sie vielleicht als „revisionistisch“ verurteilen, kann ich nur sagen, daß „Revisionismus“ jeder historischen Arbeit am Herzen liegen sollte. Wenn wir die Geschichten blindlings akzeptieren, die uns überliefert werden, werden wir wahrscheinlich zum Opfer dessen werden, was auf wenig mehr als ein glorifiziertes „Stille Post“-Spiel hinausläuft. Und wenn wir das Recht des Historikers tabuisieren, Geschichte im Licht neuer Forschungen und neuer Entdeckungen neu zu interpretieren, dann haben wir uns weit von allem entfernt, was wahrer Wissenschaft ähnelt.

Das jüdische Narrativ

Im Jahr 1881 produzierte das „Russo-Jewish Committee“ (RJC), ein Arm von Britanniens jüdischer Elite, massenhaft ein Pamphlet mit dem Titel „The Persecution of the Jews in Russia“ [„Die Verfolgung der Juden in Rußland“] und begann es durch die Presse, die Kirchen und zahlreiche andere Kanäle zu verbreiten. Um 1899 wurde es ausgeschmückt und als kurzes Buch veröffentlicht, und heute sind digitalisierte Ausgaben online frei erhältlich. [1] Bis Anfang des 20. Jahrhunderts hatte das Pamphlet sogar ein vierseitiges Journal mit dem Titel Darkest Russia – A Weekly Record of the Struggle for Freedom [„Finsterstes Rußland – Ein wöchentliches Protokoll des Kampfes um Freiheit“] hervorgebracht, das sicherstellte, daß der durchschnittliche britische Bürger nicht weit kam, ohne an die „Schrecken“ erinnert zu werden, denen sich die russischen Juden gegenübersahen. [2] Daß diese Publikationen massenproduziert wurden, sollte einen Hinweis auf ihren Zweck geben: Es ist klar, daß diese Publikationen eine der ehrgeizigsten Propagandakampagnen in der jüdischen Geschichte darstellten, und kombiniert mit ähnlichen Anstrengungen in den Vereinigten Staaten zielten sie darauf ab, die Aufmerksamkeit der westlichen Nationen zu gewinnen und sie „aufzuklären“ und den Vorrang der „jüdischen Seite der Geschichte“ sicherzustellen. Darin inbegriffen war nicht nur ein Wunsch, antirussische Einstellungen zu provozieren, sondern auch eine reichliche Menge Mitgefühl für die schikanierten Juden – Mitgefühl, das notwendig war, um sicherzustellen, daß massenhafte jüdische Kettenmigration in den Westen ungestört und ungehindert durch Nativisten vor sich ging. War denn nicht der bigotte Nativist nur einen Schritt vom herumwütenden Kosaken entfernt?

Das erste Element des vom RJC vorgebrachten Narrativs ist im Wesentlichen eine Manipulation der Geschichte russisch-jüdischer Beziehungen. Es vertrat die Auffassung, daß die Juden Osteuropas jahrhundertelang unterdrückt wurden, ihr ganzes Leben „von der Wiege bis zur Bahre von restriktiven Gesetzen behindert wurde.“ [3] Es wurde behauptet, daß die Russen ein ungeschriebenes Gesetz hätten: „Daß kein russischer Jude einen Lebensunterhalt verdienen soll.“ [4] Russische Juden haben laut dem Russo-Jewish Committee nichts weiter gewollt als an der russischen Gesellschaft teilzuhaben, sind aber wieder und wieder als „Häretiker und Fremde“ zurückgewiesen worden. Der Ansiedlungsrayon ist eine undurchdringliche Festung, wo jeder Jude „leben und sterben muß.“ In dieser Interpretation der Geschichte russisch-jüdischer Beziehungen inbegriffen ist die Überzeugung, daß „die Quelle und der Ursprung all der Mißstände, welche das russische Judentum plagen“, nichts mit den Juden selbst zu tun hat, sondern alles mit der Kirche, dem Staat und dem Ansiedlungsrayon zu tun hat. Im Wesentlichen war die Misere der Juden das Resultat von nichts weiter als irrationalem Hass. Juden nehmen in diesem Narrativ eine sanftmütige und passive Rolle ein und haben nichts anderes angestellt als Juden zu sein. Sie werden auch als die einzigen Opfer russischer Gewalt präsentiert. Es gibt keine Anerkennung der gescheiterten russischen Versuche, die jüdischen Mauern der Exklusivität einzureißen und die Juden als Brüder anzunehmen. Eigentlich gibt es gar keine Erwähnung der Mauern der Exklusivität. Die Pogrome selbst brachen laut dem jüdischen Narrativ nach der Ermordung von Alexander II. aus, als Schock, Zorn und ein Wunsch nach Rache diesen irrationalen, wurzellosen Hass an die Oberfläche brachte.

Das zweite Element des jüdischen Narrativs ist, daß die Regierung und das kleine Beamtentum irgendeine Rolle bei der Organisation und Leitung der Pogrome zu spielen hatte. Viel Verachtung wird auf die Regierung gehäuft, und auf das untere Beamtentum, von dem es hieß, daß es von „einer chronisch antisemitischen Sichtweise“ befallen gewesen sei. Es wurde behauptet, daß es der Regierung, als die Unruhen begannen, „überhaupt nicht leid tat, daß sich die Erregung des Volkes an den Juden Luft machte.“ [5] In Bezug auf die restriktiven Maigesetze waren die Autoren gezwungen zuzugeben, daß sie nie wirklich durchgesetzt worden waren, blieben aber dabei, daß „die Maigesetze, ob moderat oder rigoros angewandt, dennoch im russischen Gesetzbuch blieben.“ [6]

Das dritte Element des jüdischen Narrativs ist, daß die Pogrome genozidal waren, und daß sie von Gruppen organisiert und begangen worden waren, die die Auslöschung der Juden anstrebten. Die 1899er Ausgabe von „The Persecution of the Jews in Russia“ enthielt eine Kopie eines ausführlichen Briefes, der mit Datum 5. November 1890 von Nathan Joseph, dem Sekretär des RJC, an die London Times geschrieben wurde. In dem Brief behauptete Joseph, daß unter den gegenwärtigen Umständen „Hunderttausende ausgelöscht werden könnten“, [7] und daß russische Gesetze bezüglich der Juden „ein Instrument der Folter und Verfolgung“ darstellten. In Summe wurde behauptet, daß die Juden Rußlands unter „einem Todesurteil“ lebten, und es wurde weiters behauptet, daß „die Exekutionen weitergehen.“ Der Brief endet mit einem Appell an „das zivilisierte Europa“, zu intervenieren, Rußland zu züchtigen und den zu Opfern gemachten Juden zu helfen. [8]

Das vierte Schlüsselelement des jüdischen Narrativs ist, daß die Pogrome von extrem brutaler Natur waren. Zeitgenössische Medienberichte waren die Quelle der meisten Greuelgeschichten, angeblich von frisch eingetroffenen „Flüchtlingen“ gesammelt, die vor dem Russo-Jewish Committee Aussagen über die Pogrome gemacht hatten, vor denen sie geflohen waren. In diesen Berichten, die sehr regelmäßig sowohl von der New York Times als auch von der London Times gebracht wurden, wurde den Russen vorgeworfen, die teuflischsten Greueltaten in enormstem Ausmaß begangen zu haben. Jeder Jude im Russischen Reich war bedroht. Männer waren skrupellos ermordet worden, Kleinkinder waren gegen Steine geschmettert oder lebendig in ihrem eigenen Zuhause geröstet worden. Während einer britischen parlamentarischen Anhörung zu den Pogromen im Jahr 1905 behauptete ein Rabbi Michelson, daß „die Greueltaten so teuflisch gewesen waren, daß sie nicht einmal in den barbarischsten Annalen der barbarischsten Völker Parallelen finden konnten.“ [9] Die New York Times berichtete, daß während des Pogroms von 1903 in Chisinau „Babies von dem rasenden und blutdürstigen Mob buchstäblich in Stücke gerissen wurden.“ [10]

(mehr …)

Neubetrachtung der russischen Pogrome im 19. Jahrhundert, Teil 1: Rußlands Judenfrage

Von Andrew Joyce, übersetzt von Deep Roots. Das Original Revisiting the 19th-Century Russian Pogroms, Part 1: Russia’s Jewish Question erschien am 8. Mai 2012 im Occidental Observer. Dies ist Teil 1 von 3.

 

Die antijüdischen Unruhen oder „Pogrome” im Rußland des späten 19. Jahrhunderts stellen eine der entscheidendsten Perioden in der modernen jüdischen Geschichte, wenn nicht der Weltgeschichte, dar. Ganz offensichtlich hatten die Unruhen demographische Konsequenzen für westliche Länder – etwa 80 % der heutigen Diaspora-Juden im Westen sind Nachkommen jener Juden, die Rußland und seine Umgebung im Zeitraum von 1880 – 1910 verließen. Aber das vielleicht dauerhafteste Vermächtnis dieser Zeit war die Steigerung des jüdischen „nationalen Selbstbewußtseins” und die beschleunigte Entwicklung „moderner internationaler jüdischer Politik” [1]

Die Pogrome selbst sind von (hauptsächlich jüdischen) Historikern durchgehend als „irrationale Manifestationen von Hass gegen Juden“ dargestellt worden [2], wo bäuerliche Mobs die unwissentlichen Gelackmeierten böswilliger russischer Amtsträger waren. Andere Erklärungen sind so sehr ohne Beweise und ohne Logik, daß sie die Gutgläubigkeit bis zum Bruchpunkt strapazieren. Zum Beispiel hat Professor Donald G. Dutton von der University of British Columbia behauptet, daß die Mobs nicht von „der plötzlichen schnellen Zunahme der jüdischen Stadtbevölkerung, dem außergewöhnlichen wirtschaftlichen Erfolg russischer Juden oder der Verwicklung von Juden in russischen revolutionäre Politik“ motiviert waren, sondern vielmehr durch die „Ritualmordlegende“ [3]

Wenig oder keine Geschichtsschreibung ist dafür verwendet worden, die Schichten von „Flüchtlings“-Geschichten abzuschälen, um zu enthüllen, was im Russischen Reich vor und während der Unruhen wirklich geschah. Dieser Mangel an wissenschaftlicher Nachforschung kann zumindest teilweise einem großen Widerwillen jüdischer Historiker zugeschrieben werden, die Pogrome in irgendeiner Weise jenseits des bloß Oberflächlichen zu untersuchen. Zusätzlich ist offen von historischer Nachforschung von Nichtjuden zu dem Thema abgeschreckt worden. Als zum Beispiel ukrainische Historiker Hinweise entdeckten, die bewiesen, daß zeitgenössische Medienberichte über jüdische Todesfälle in dieser Nation übertrieben waren, reagierte die jüdische Genealogie-Webseite „JewishGen“ mit der Aussage: „Wir glauben, daß [diese Tatsachen] mehr als irrelevant sind, weil es die öffentliche Aufmerksamkeit vom Hauptthema ablenkt: der genozidalen Essenz der Pogrome.“

Es sollte hier genügen festzustellen, daß diese Antwort der ganzen Essenz historischer Forschung widerspricht – die Geschichte so zu enthüllen, wie sie wirklich geschah, ungeachtet der unbequemen Wahrheiten, die darin liegen mögen. Die Aussage könnte man so übersetzen: „Lassen wir nicht zu, daß die Tatsachen einer guten Geschichte in die Quere kommen.” Auch fehlt, wie dieser Text zeigen wird, der Tendenz, die Unruhen als „genozidal“ darzustellen, völlig die Grundlage. Der Soziologieprofessor Michael Mann von der University of California Los Angeles hat umfangreiche Beweise geliefert, die darauf hindeuten, daß „die meisten Täter nicht daran dachten, die Juden insgesamt zu beseitigen.“ [4]

Die Anspielung von JewishGen auf Völkermord sollte auch als Teil eines allgemeineren Problems in der modernen jüdischen Geschichtsschreibung gesehen werden. Statt die Pogrome als Produkte spezifischer örtlicher Umstände zu sehen, bei denen Juden zumindest eine indirekte Rolle spielten, hat es eine Tendenz gegeben, sie zu Vergleichszwecken zu benutzen. John Klier erklärt, daß bei Verwendung in vergleichendem Sinn „Beispiele fast ausschließlich aus dem 20. Jahrhundert herangezogen werden, und diese Ereignisse werden dann in die frühere Periode von 1881-1882 hineingelesen“, was jede objektive historische Forschung schwierig macht und das Vorhandensein irgendeiner nichtexistenten „pan-europäischen“ Malaise bei antijüdischen Handlungen impliziert.

Trotzdem wird diese Serie von Essays danach streben, die Mythen abzuschälen, ein paar Fäden der Wahrheit aus dem Schleier zu zupfen, der diese Ereignisse verhüllt. Ermutigenderweise ist in dieser Hinsicht bereits mit etwas Arbeit begonnen worden. I. M. Aronsons Behauptung, daß die Pogrome „im einen oder anderen Ausmaß von Elementen innerhalb der Regierung selbst geplant oder gefördert“ wurden [5], ist in den letzten Jahren durch die konzertierte Arbeit einer kleinen Zahl nichtjüdischer Historiker, insbesondere des Professors für hebräische und jüdische Studien John Doyle Klier vom University College London, ein Todesstoß versetzt worden. In seiner Arbeit Russians, Jews, and the Pogroms of 1881-2 von 2005 behauptet Klier: „Die zeitgenössische Forschung hat den Mythos verscheucht, daß russische Amtsträger für die Anstiftung, Zulassung oder Billigung der Pogrome verantwortlich waren.“ [6]

Diese Serie von Essays wird versuchen, weiter zu gehen, in der Überzeugung, daß die Fakten der Ereignisse für die historische Forschung vorrangig bleiben, statt eine „ablenkende“ Bedeutungslosigkeit zu sein. Die Serie wird mit einer Erläuterung der Ursprünge von Rußlands „Judenfrage” beginnen. Nachfolgende Artikel werden sich  mit den Pogromen selbst befassen und damit, wie Mythen und Übertreibungen unsere  Vorstellung von ihnen verpestet haben. Schlußendlich werde ich untersuchen, warum diese Mythen entwickelt wurden, und die allgemeineren Implikationen von Mythen in der jüdischen Geschichte.

Teil 1: Rußlands Judenfrage

Im Jahr 1772 orchestrierte das Russische Reich die erste Teilung Polens, „löschte ein großes Königreich von der geopolitischen Landkarte Europas, das sich im siebzehnten Jahrhundert über weite Bereiche zwischen Preußen und der südlichen Ukraine erstreckt hatte.“ [7]

Bezeichnenderweise beaufsichtigte das Russische Reich dabei auch „die Auflösung des größten jüdischen Kollektivs der Welt.” [8] Das polnische Judentum wurde in drei Teile aufgeteilt – jene in Posen kamen unter die Herrschaft Preußens, jene in Galizien unter die Herrschaft Österreichs, und jene im eigentlichen Polen kamen unter die Herrschaft des Russischen Reiches. [9]“ Im eigentlichen Polen betrieb die polnische Öffentlichkeit Innenschau und suchte hektisch nach den Gründen für den Ruin der Nation, und dabei, erklärt Israel Friedlander, „konnte das jüdische Problem nicht anders, als sich ihrer Aufmerksamkeit aufzudrängen.” [10]

Untersuchungen, die von Sonderkommissionen durchgeführt wurden, entdeckten, daß das polnische Judentum in den Jahrzehnten vor der Aufteilung eine demographische Explosion erlebt hatte, wobei die Juden nun fast 20 % der gesamten Bevölkerung ausmachten. Zusätzlich wurde entdeckt, daß Juden volle 75 % der polnischen Exporte kontrollierten und daß viele sich nun aus überbevölkerten Stadtzentren auf das Land ergossen und ihren Lebensunterhalt mit der Monopolisierung des Spirituosenverkaufs an die Landbevölkerung verdienten. [11] Um 1774 erreichten russische Amtsträger Beschwerden von nichtjüdischen Kaufleuten, die behaupteten, daß jüdische ethnische Netzwerkerei das Exportmonopol stützte und daß dieses Monopol in Kürze schlimme Konsequenzen für den Konsumenten haben würde. [12] Diese Enthüllungen waren die entscheidenden Motivationsfaktoren bei der Entscheidung, Warschaus Juden im Jahr 1775 zu vertreiben, und bis zum frühen 19. Jahrhundert gab e seine Art Pattsituation zwischen Polen und Juden. [13] Napoleons Gründung des Fürstentums Warschau im Jahr 1807 trug wenig zur Änderung der Situation bei, da Napoleon sich der örtlichen Einstellung anschloß, demzufolge Juden nicht von der neuen Verfassung profitieren sollten, solange sie nicht „ihre seltsamen Eigentümlichkeiten beseitigt hatten.” [14] Im Jahr 1813 machte sich die Regierung des Fürstentums daran, das jüdische Monopol auf Spirituosen zu brechen, allen Juden zu verbieten, Alkohol in den Dörfern zu verkaufen, und der Aktivität „Zehntausender” jüdischer Spirituosenhändler in den Provinzen ein Ende zu machen. Es überrascht nicht, daß das polnische Judentum keine Tränen vergoß, als das Fürstentum 1815 nach Napoleons gescheitertem Invasionsversuch in Rußland aufgelöst wurde.

(mehr …)

Das „Pogrom“ von Limerick: Schaffung einer jüdischen Opferrolle

Limerick: Thomond Bridge und King John’s Castle.

Limerick: Thomond Bridge und King John’s Castle.

Von Andrew Joyce, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Limerick “pogrom”: Creating Jewish victimhood erschien am 17. März 2012 im Occidental Observer. (Bild vom Übersetzer eingefügt.)

 

Ein sehr seltsamer Artikel ist in der Ausgabe vom 14. März der britischen Daily Mail erschienen (Goldman Sachs’ touch of darkness), ein Kommentar zu Greg Smith’s kürzlicher Anklage von Goldman Sachs’ Kultur der Habgier und der Kundenausbeutung. Der fragliche Artikel wurde von einem Alex Brummer geschrieben, einem Journalisten, der sowohl für die Daily Mail als auch für den in London ansässigen Jewish Chronicle schreibt. Brummers Spezialität sind, wie es scheint, wirtschaftliche Angelegenheiten, und er hat eine Anzahl seltsamer Argumente in Bezug auf die jüngsten Enthüllungen, daß Goldman Sachs seine Kunden eine Zeitlang als „Muppets” bezeichnet hat. Der Artikel beginnt mit der Aussage, daß der Bank nach einer Serie von Skandalen „während und nach der großen Finanzpanik” unter dem Vorsitz von Lloyd Blankfein „das Vertrauen entzogen“ worden war.

Für den Fall, daß Ihnen das nicht zu Herzen geht, erklärt Brummer weiters: „Das dauerhafteste Bild von der Ära Blankfein ist jenes vom großen Vampirkraken, das 2010 in einem vernichtenden Artikel im Magazin Rolling Stone gezeichnet wurde. Was Rolling Stone nicht begriffen zu haben scheint, ist, daß dies eine Wiederholung einer notorisch antisemitischen Kampagne des Polemikers ‚Coin’ Harvey aus dem späten 19. Jahrhundert gegen die Familie Rothschild war. Welche Fehler Blankfein und Goldman auch immer gemacht haben mögen, so verdienen sie das nicht.“ (Matt Taibbis tatsächliche Worte aus seinem Artikel The Great American Bubble Machine: From tech stocks to high gas prices, Goldman Sachs has engineered every major market manipulation since the Great Depression: „Das erste, was man über Goldman Sachs wissen muß, ist, daß es überall ist. Die mächtigste Investmentbank der Welt ist ein großer Vampirkrake, der sich um das Gesicht der Menschheit gewickelt hat und seinen Blutschlauch unbarmherzig in alles stopft, das nach Geld riecht.“

Zu den Verbrechen von Goldman Sachs gehört die Bewerbung hypothekarisch gesicherter Investitionen, die von Leuten geschaffen wurden, von denen Goldman wußte, daß sie dagegen wetteten, „im Bestreben, der griechischen Regierung bei der Tarnung des Ausmaßes ihrer Schuldenaufnahme zu helfen, um die Defizitregeln des Euroraumes zum umgehen“, und „Milliarden Dollars an toxischen Subprime-Hypothekenkrediten auf die Märkte zu werfen, wo sie wußten, daß sie wertlos waren.“ Aber Brummer stellt diese Verbrechen als „Fehler“ dar – mehr wie die Torheiten eines Pubertierenden als wirkliche Verbrechen, und er ist entsetzt, daß jemand wie Taibbi das Verhalten von Goldman Sachs mit klassischen antijüdischen Bildern verbindet. (Die Jewish Telegraphic Agency erinnert uns daran, wie wir über Juden und Finanzverbrechen zu denken haben, indem sie Michael Kinsleys rechtfertigendes How to think about: Jewish Bankers zitiert; Kevin MacDonald antwortet: „Hat jüdisches Fehlverhalten im Finanzbereich etwas damit zu tun, jüdisch zu sein?“).

Die übergeordnete Meinung, die in Brummers Artikel zum Ausdruck kommt, ist, daß Goldman Sachs ein paar unanständige Dinge getan hat, aber jetzt „sich selbst im Spiegel betrachtet und nach einem neuen, ethischeren Modell sucht“ und seither zum Opfer antisemitischer Propaganda geworden sei. Der Artikel ist ein klassisches Beispiel für jüdische Strategien, die die Einnahme der jüdischen Opferrolle einsetzen, um jüdisches Verbrechen oder Fehlverhalten zu maskieren. Es erinnert mich an einen obskuren und wenig bekannten Fall – das sogenannte „Pogrom von Limerick“.

Obwohl jüdische Ansiedlungen sich seit der Wiederaufnahme der Juden 1656 in den Provinzen Britanniens und Irlands entwickelt hatten, blieben die meisten dieser Gemeinschaften bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts klein, eng organisiert und unauffällig. Sie wurden selten, wenn überhaupt, von ihren nichtjüdischen Nachbarn belästigt. Die Mitglieder dieser Gemeinden außerhalb Londons tendierten dazu, aus mäßig reichen Händlern in Artikeln wie Pelzen, Schmuck und anderen importierten Luxusgütern zu bestehen. An der Dämmerung zum zwanzigsten Jahrhundert jedoch wurden viele dieser Gemeinschaften durch die Einwanderung großer Zahlen von Juden aus Osteuropa verwandelt, die in unterschiedlichem Ausmaß behaupteten, vor der Verfolgung in Rußland zu fliehen oder neue wirtschaftliche Chancen zu suchen. Während die Mehrheit dieser neuen Einwanderer sich in London niederließ oder in die Vereinigten Staaten weitermigrierte, schwärmte eine bedeutende Zahl auch über Britannien aus oder machte sich auf den Weg nach Irland.

(mehr …)