Teilchenbeschleuniger 2: Verteidigung mit Kipplauf-Flinten

Bockdoppelflinte Baikal IJ 27

Von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“ am 21. Oktober 2015; Links für hier angepaßt)

In dieser Fortsetzung zu meinem ersten Flintenratgeber „Teilchenbeschleuniger 1“ werde ich hauptsächlich auf die praktischen Aspekte der Verteidigung mit Kipplaufflinten eingehen, der wahrscheinlich verbreitetsten Flintenart. Diese wird wohl auch häufiger als halbautomatische und Repetierflinten von Leuten angeschafft oder zum Kauf in Erwägung gezogen werden, die bis dahin eher Waffenlaien waren und nur eine wirksame Schußwaffe für die Selbstverteidigung besitzen wollen. Die ballistischen Ausführungen in diesem Artikel werden natürlich auch für Besitzer anderer Flintenarten interessant sein; Wiederholungen von Informationen, die bereits im ersten „Teilchenbeschleuniger“-Artikel enthalten sind, sollen weitgehend unterbleiben.
Hier zunächst noch einmal kurz die aktuelle Situation bezüglich

ERWERB UND BESITZ VON KIPPLAUFFLINTEN UND FLINTENMUNITION

In Österreich war der Erwerb von Kipplaufflinten bis zum Inkrafttreten des Waffengesetzes 2010 am 1. Oktober 2012 für über 18jährige völlig frei und formlos möglich. Seit 1. Oktober 2012 muß der Neuerwerb solcher Flinten ins elektronische Zentrale Waffenregister des Innenministeriums eingetragen werden; davon abgesehen sind sie immer noch frei ab 18 Jahren erhältlich. Altbesitz von vor dem 1. Oktober 2012 erworbenen Kipplaufflinten (Waffen der Kategorie D) braucht NICHT NACHGEMELDET zu werden (außer bei Weiterveräußerung), man kann sie jedoch jederzeit freiwillig registrieren lassen. Siehe dazu den Leitfaden des BMI zum Zentralen Waffenregister (PDF, 12 Seiten).

Vor dem 1. Oktober 2012 erworbene Kipplaufflinten sind in Österreich also eine Möglichkeit, völlig legal eine nicht registrierte, sehr wirksame Schußwaffe zu besitzen!

Daß es diese Möglichkeit gibt, erstaunt mich immer noch. Sie beinhaltet nämlich für das Regime auch das Problem, daß kaum nachweisbar sein wird, daß eine Waffe aus solchem Altbesitz erst nach dem 1. Oktober 2012 privat den Besitzer gewechselt hat, wenn beide Parteien der Transaktion dazu schweigen oder wenn – in einem Erbfall – der Vorbesitzer nicht mehr lebt.
Oder daß man die Flinte in Wirklichkeit noch besitzt, wenn man behauptet, man hätte sie irgendwann vor dem 1. Oktober 2012 irgendwem verkauft, von dem man nicht mehr weiß, wie der hieß.

Flintenmunition kann in Österreich nach wie vor ab 18 Jahren völlig frei und formlos erworben werden.

In Deutschland gibt es solch ein Schlupfloch nicht, weil dort für den Erwerb von Kipplaufflinten schon bisher eine sogenannte „Gelbe Waffenbesitzkarte“ erforderlich war, weshalb vor dem aktuellen Waffenrecht erworbene Waffen dieser Art schon vorher behördlich erfaßt waren und von den jeweiligen Ordnungsämtern in das neue elektronische „Nationale Waffenregister“ eingetragen werden.

Die „Gelbe Waffenbesitzkarte“ wird für Sportschützen eines nach § 15 Waffengesetz anerkannten Verbandes nach § 14 Abs. 4 Waffengesetz erteilt und berechtigt zum Besitz von Einzelladergewehren mit glatten (Kipplaufflinten) und gezogenen Läufen, Repetierbüchsen, einläufigen Einzellader-Kurzwaffen für Patronenmunition und mehrschüssigen Kurz- und Langwaffen mit Zündhütchenzündung (Perkussionswaffen). Die Anzahl der Waffen ist nicht beschränkt, es dürfen aber in der Regel nur zwei Waffen innerhalb von sechs Monaten erworben werden. Weiters muß die erworbene Waffe in der Disziplin der Sportordnung eines anerkannten Schießsportverbandes zugelassen sein. Der Erwerb muß innerhalb von 14 Tagen bei der zuständigen Waffenbehörde angemeldet werden.

Die Waffenbesitzkarte für Sportschützen berechtigt zum Transport der nicht schußbereiten und nicht zugriffsbereiten Waffen zum jeweiligen Ereignis, also Transport zum Schießstand, und muß dabei zusammen mit dem Personalausweis oder dem Reisepaß mitgeführt werden.

Einen freien Munitionserwerb gibt es in Deutschland nicht; man benötigt dafür entweder einen Munitionserwerbsschein (MES), in den die Behörde die Munition einträgt, die der Berechtigte erwerben und besitzen darf, oder wenn man bereits ein waffenrechtliches Dokument besitzt (Waffenbesitzkarte, bei Jägern für Langwaffenmunition auch der gültige Jagdschein), erhält man die Munitionserwerbsberechtigung durch einen entsprechenden behördlichen Eintrag auf diesem Dokument. Die Munitionserwerbsberechtigung kann nur für bestimmte Kaliber oder Munition aller Art erteilt werden. Zwischen dem Besitz und dem Führen von Munition wird im Waffengesetz nicht unterschieden. Jede Person, die Munition am Mann trägt, besitzt lediglich.

FLINTENBALLISTIK, TEIL 1: STREUUNG UND SCHUSSBILDER VON FLINTEN

Flinten werden unter anderem deswegen gern von Leuten ohne viel Waffenerfahrung oder Möglichkeit zum Üben gekauft, weil sie bekanntlich mit jedem Schuß eine Garbe von Schrotkugeln abfeuern, die eine gewisse Streuung aufweisen, sodaß man meint, dafür keine besonderen Schießkünste zu benötigen, und in einem gewissen Ausmaß stimmt das auch. Flinten streuen jedoch nicht so gießkannenartig, wie Laien sich das oft vorstellen, und man muß auch mit ihnen zielen. Als Faustregel gilt, daß die Schrotladung aus Läufen mit Zylinderbohrung (also ohne Verengung zur Mündung hin) pro Meter Flugstrecke um ca. 2,5 Zentimeter auseinandergeht, zusätzlich zu den 18 mm Mündungsdurchmesser. Wie sieht die Streuung von Schrotschüssen nun in der Praxis aus? Um das herauszufinden und für unsere Leser anschaulich darstellen zu können, habe ich mehrere Versuche durchgeführt.

Für den ersten, dessen Ergebnisse ich hier vorstelle, habe ich eine Anzahl Schrotpatronen der Sorte Rottweil „Waidmannsheil“ mit Papphülsen, nominal 36 g Schrotvorlage und Schrotgröße 4 mm aus einer Bockdoppelflinte Baikal IJ 27 (siehe Titelbild dieses Artikels) verschossen. Auf der nachfolgenden Abbildung ist diese Patronensorte links als Schnitt dargestellt (rechts ein anderes Fabrikat mit Kunststoffhülse und Schrotbecher):

Zur Klärung von Fragen, die sich aus den für diesen Artikel durchgeführten Schießversuchen ergaben, habe ich ein Exemplar dieser Patronensorte sowie je eines von zwei weiteren Jagdschrotpatronensorten aufgeschnitten, um das jeweilige Zwischenmittel zu bestimmen sowie die Schrotkörner zu zählen und auf einer alten mechanischen Briefwaage zu wiegen.
Hier sind die Ergebnisse dieser Untersuchungen (bei denen ich auch feststellte, daß Schrotkügelchen in dieser Größenklasse nicht so makellos rund sind, sondern ein bißchen unregelmäßig geformt und teils sogar Abplattungen haben):

Rottweil 12/70 Waidmannsheil 4 mm, 36 g:
109 Kugeln mit 34,5 g Gesamtgewicht; Filzpfropfen, Papphülse

Dionisi 12/67 4 mm, 32g:
93 Kugeln mit 31 g Gesamtgewicht; Plastik-Schrotbecher, Kunststoffhülse

Rottweil 12/67 Fasan Jagd 2,7 mm, 28 g:
242 Kugeln mit 27 g Gesamtgewicht; Filzpfropfen, Papphülse

Geschossen wurde bei diesem Versuch mit den Rottweil „Waidmannsheil“ auf jeweils zwei leere, an den Längskanten zusammengeklebte Papierbögen im Format DIN A3 auf Entfernungen (ab der Mündung) von 5, 10 und 15 Metern, und zwar aus beiden Läufen. In der Mündung des unteren Laufes war ein Zylinderchoke eingeschraubt, in jener des oberen Laufes ein Halbchoke, um die Auswirkungen unterschiedlicher Chokes auf die Schußbilder zu ermitteln.

Hier ist das Ergebnis des ersten Schusses – aus dem Zylinderchoke auf 5 Meter:

(mehr …)

Advertisements

Teilchenbeschleuniger 1

Ein weiterer Krisenvorbereitungsartikel von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“; zuletzt aktualisiert am 17. Oktober 2015 – Änderung bezüglich Zerlegen und Entspannen). [Anm. des Autors für die Nachveröffentlichung auf „Morgenwacht“: der erste Teil über die waffenrechtliche Situation in Österreich ist nunmehr historisch und gibt den Stand vor Inkrafttreten des aktuellen Waffengesetzes 2010 am 1. Oktober 2012 wieder. Ich lasse ihn aber trotzdem so drin. Wen’s nicht interessiert: einfach drüberscrollen bis „Waffengesetz-Novelle 2010“. Auch die Preisangaben entsprechen dem Stand von 2012.]

In diesem Beitrag möchte ich mich mit Flinten befassen, und da es hier um Volksbewaffnung geht, werde ich die halbautomatischen Flinten wie die Beretta im Bild oben sowie Repetierflinten ausklammern und mich auf Kipplaufflinten konzentrieren, die man in Österreich frei ab 18 Jahren erwerben kann und die noch bis zum Inkrafttreten der Waffengesetznovelle 2010 (am 1. Oktober 2012) ohne behördliche Registrierung erhältlich sind und auch danach nur im Falle der Weiterveräußerung gemeldet werden müssen.

Hier noch einmal der entscheidende Satz:

Ein- oder mehrläufige Kipplauf-Flinten sind (zumindest für Österreicher) noch bis 30. September 2012 die letzte Möglichkeit, legal eine behördlich nicht registrierte, recht wirksame Schußwaffe zu erwerben, die auch nach Inkrafttreten der neuen Waffengesetznovelle am 1. Oktober 2012 nicht gemeldet werden muß!

Nach dem bisherigen Waffengesetz 1996 sieht es für die einzelnen Waffenkategorien so aus:

Kategorie A – Verbotene Waffen:
Hierunter fallen Kriegswaffen, d. h. alles, was vollautomatisch schießt (Maschinenpistolen, Sturmgewehre und Maschinengewehre), behördlich nicht freigegebene militärische Halbautomaten sowie Vorderschaft-Repetierflinten (Pumpguns). Ohne behördliche Ausnahmebewilligung ist der Besitz dieser Waffen verboten.

Kategorie B – Genehmigungspflichtige Waffen:
Dies sind zum einen Faustfeuerwaffen (Pistolen und Revolver) sowie halbautomatische Büchsen und Flinten (wie die Beretta im Titelbild) und Repetierflinten, die keine Pumpguns sind (wie z. B. die Marlin Goose Gun, die ein Zylinderverschlußsystem hat).

Für den Erwerb solcher Waffen braucht man eine Waffenbesitzkarte oder einen Waffenpaß. Beide Dokumente erhält man erst ab 21 Jahren; die WBK berechtigt nur zum Erwerb der Waffen sowie zu deren Transport im ungeladenen, nicht zugriffsbereiten Zustand, der Waffenpaß entspricht dem deutschen Waffenschein und berechtigt nicht nur zum Besitz, sondern auch zum Führen der Waffen. Die Zahl der damit zu erwerbenden Waffen ist normalerweise auf zwei begrenzt, man kann jedoch bei der Waffenbehörde um Erweiterung ansuchen. Type etc. der jeweiligen Waffe werden nicht auf dem Dokument vermerkt, sondern liegen nur bei der Waffenbehörde auf. Beim Kauf bei einem Waffenhändler meldet dieser den Erwerb an die Behörde, die das waffenrechtliche Dokument ausgestellt hat, bei Veräußerung von Privat zu Privat (die nur an einen Inhaber eines der vorgenannten waffenrechtlichen Dokumente erfolgen darf) muß der Veräußerer seiner zuständigen Bezirkswaffenbehörde die Veräußerung melden sowie den Namen des Erwerbers und Nummer und ausstellende Behörde von dessen waffenrechtlichem Dokument angeben.

Auch Munition für Faustfeuerwaffen bekommt man nur mit einem der beiden waffenrechtlichen Dokumente!

Kategorie C – Meldepflichtige Waffen:
Diese Kategorie umfaßt alle Langwaffen (= Gewehre) mit gezogenem Lauf, die keine Voll- oder Halbautomaten sind, d. h. Repetierbüchsen (auch Militärkarabiner), Einzelladerbüchsen der verschiedenen Systeme sowie ein- oder mehrläufige Kipplaufbüchsen oder Kombinationswaffen (Bockbüchsflinten etc.), sofern auch nur ein gezogener Lauf (= Kugellauf) vorhanden ist. Dies betrifft auch Kleinkalibergewehre oder -läufe!

Waffen der Kategorie C können frei ab 18 Jahren erworben werden; wenn der Käufer ein waffenrechtliches Dokument (Waffenbesitzkarte oder Waffenpaß) besitzt, kann er das Gewehr gleich mitnehmen, ansonsten fragt der Händler nach Kaufabschluß erst bei der Behörde an, ob gegen den Käufer kein Waffenverbot besteht, und falls nicht, dann kann die Waffe drei Werktage nach Kaufabschluß („Abkühlfrist“) beim Händler abgeholt werden.

Die Meldung erfolgt in der Form, daß Art, Type, Seriennummer etc. der Waffe in ein Meldeformular eingetragen wird, von dem der Kunde das Original erhält, während eine Kopie beim Händler verbleibt, der sie sieben Jahre lang aufbewahren und den Sicherheitsbehörden auf Verlangen Einsicht gewähren muß.

Bei Weiterveräußerung der Waffe von Privat an Privat braucht man das Gewehr nicht bei seiner Behörde oder sonstwo abzumelden, sondern man muß dem Käufer nur mitteilen, wo man sie beim Kauf gemeldet hat, damit der Erwerber, der die Waffe seinerseits bei irgendeinem Fachhändler melden muß, das hierbei angeben kann. Ob der Erwerber das auch tatsächlich macht, entzieht sich dem Einfluß und der Verantwortung des Vorbesitzers. Das heißt, all diese Meldungen sind für die Behörde eigentlich wertlos, denn sie geben ja nur wieder, in wessen Besitz die Waffe im Zeitpunkt der Meldung gewesen ist. Was nachher damit geschehen ist, ob sie verkauft, verschenkt oder vererbt wurde, ist ja aus der Meldung nicht zu ersehen; die Meldung des neuen Besitzers konnte ja auch bei einem anderen Fachhändler oder auch gar nicht erfolgt sein, und die Meldungen sind nicht miteinander verknüpft. Vor Inkrafttreten der Waffengesetznovelle 2010 in Verkehr gebrachte Waffen der Kategorie C sind daher für die Behörde nicht greifbar, solange sie nicht bei dem von dieser Novelle vorgesehenen zentralen Waffenregister gemeldet werden.

Kategorie D:
Darunter fallen sämtliche Schußwaffen mit glattem Lauf, sofern es sich nicht um Schußwaffen der Kategorie A (Pumpguns) oder B (sonstige Repetierflinten sowie Halbautomaten) handelt, also ein- und mehrläufige Kipplaufflinten. Diese Waffen sind frei ab 18 Jahren erwerbbar; beim Kauf wird nur Name und Adresse des Käufers in das Waffenausgangsbuch des Händlers eingetragen. Wie bei den C-Waffen können D-Waffen von Käufern mit einem waffenrechtlichen Dokument gleich nach Kaufabschluß mitgenommen werden, ansonsten gilt dieselbe „Abkühlfrist“-Regelung wie bei den C-Waffen (Anfrage bei Behörde wegen Waffenverbot, Abholung drei Werktage nach Kaufabschluß). Die Weiterveräußerung an Dritte (sofern diese über 18 Jahre alt sind) kann nach der derzeit noch gültigen Rechtslage formlos und ohne irgendeine Meldepflicht erfolgen.

Waffengesetz-Novelle 2010:

Diese wurde zwar bereits am 16. Juni 2010 vom Parlament beschlossen, um der Forderung der EU-Waffenrichtlinie (Beschluß bis spätestens Ende Juni 2010) nachzukommen, wird aber erst dann vom Innenminister per Verordnung in Kraft gesetzt werden, wenn das neue elektronische Waffen-Zentralregister in Betrieb ist, was voraussichtlich irgendwann im Laufe des Jahres 2012 der Fall sein wird. [Aktualisierung: Das Gesetz ist per 1. Oktober 2012 in Kraft getreten.] Zwecks umfassender Information über das neue Waffengesetz siehe den obigen Link; hier sollen nur die zwei wesentlichen Konsequenzen für die Waffen der Kategorien C und D angeführt werden:

(mehr …)

Zompocalypse Now: Amerikas Heimtrainer-Tribalismus

Von Jack Donovan, übersetzt von Deep Roots. Das Original Zompocalypse Now: America’s Training Wheel Tribalism erschien erschien am 11. Juli 2012 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

(Anm. d. Ü.: das im Original verlinkte Video vom AR-15 in der MG-Umbauversion von Valkyrie Armament war nicht mehr verfügbar, weshalb ich es durch zwei andere ersetzt habe.)

Teil I: „Zombies sind auch Menschen“

Vor ein paar Jahrzehnten kümmerten sich nur B-Movie-Fans und Michael Jackson um Zombies. Jetzt gibt es kein Entkommen vor den Untoten. Von Spielfilmen, populären Fernsehdramen und Comics bis zu Zombie Walks, Pub Crawls und Fünf-Kilometer-Läufen wollen die Leute Zombies, so wie Zombies Gehirne wollen. Amerikas wachsender Appetit auf Zombietainment ist als Kommentar zu einem Leben in Zellenbüros und zu hirntotem Konsumismus bezeichnet worden, und man hat ihn Ängsten vor wirtschaftlicher Instabilität und Bioterrorismus zugeschrieben, aber diese Erklärungen reichen nicht ganz. Zombies sind nicht wie andere Monster oder Außerirdische – sie sind andere Menschen, die sich plötzlich gegen uns wenden. Weil Zombies Menschen sind, die zu Untermenschen werden, ist die „Zombie Apocalypse“ zu Amerikas zu sicherster Kurzbezeichnung für unsere am meisten tabuisierten Stammesfantasien geworden.

Nicht Waffen töten Zombies; Menschen töten Zombies

Letzte Woche ist mein waffenverrückter Kumpel vom Zeitschriftenständer mit einem Exemplar der ersten Ausgabe von Zombie Nation zurückgekommen. Intermedia Outdoors – die Firma, die Guns & Ammo, Shooting Times und Bowhunter herausgibt – hat es sich ausgedacht, um die wachsende Zombie-Nische im Waffenhandel abzudecken.

Richtig: Waffenhersteller produzieren echte Waffen, um Leute anzusprechen, die sich vor imaginären Monstern schützen wollen. Und sie warten mit einigem ziemlich coolem Zeug auf.

Man nehme zum Beispiel die „Zombie Muzzle Thumping Device“ (ZMTD). Für 200 Dollar kann man sie am Ende seines Sturmgewehrs befestigen und dazu benutzen, um einem Zombie ins Gesicht zu stechen, falls einem die Munition ausgeht – oder falls man keinen Lärm machen will, der weitere Zombies anlockt. Man bekommt sie von Specialized Tactical Systems, oder man kann einfach den kompletten „Zombie Slayer“ kaufen, ein „einzigartig zombiemäßiges“ AR [15], das mit der ZMTD und einer Ausgabe des Zombie Survival Guide kommt.

Mossberg hat die ZMB-Serie von Pumpguns zum Zombie-Thema für eure Bedürfnisse in der Zompocalypse herausgebracht. Die Redakteure von Zombie Nation argumentieren überzeugend, daß Flintenmunition in der Endzeit einfach leichter erhältlich sein wird, weil Militär und Gesetzeshüter den Großteil der NATO-spezifizierten Munition aufbrauchen werden, während sie die anfänglichen Ausbrüche bekämpfen.

(mehr …)

Das entscheidende Ausrüstungsstück, das bewaffnete Heimverteidiger immer vergessen

Von Robert Farago, übersetzt von Deep Roots (Schlußbild von Osimandia modifiziert). Das Original The Critical Piece of Kit Armed Home Defenders Always Forget erschien am 15. Oktober 2014 auf Faragos Seite The Truth About Guns.

In aller Herrgottsfrühe hört ihr etwas durch die Küchentür brechen. Warum ist der Alarm nicht losgegangen? Habe ich vergessen, ihn einzustellen? Keine Zeit, sich darum zu sorgen. Ihr schnappt euch eure Brille und eure Schußwaffe, weckt eure bessere Hälfte und setzt euren Heimverteidigungsplan um. Während das Adrenalin durch eure Adern strömt (wie tausend Eisenbahnzüge), zielt ihr und drückt ab. Und schießt vorbei. Vielleicht. Vielleicht habt ihr ihn getroffen. Wer weiß? Zum Glück gibt der Bösewicht Fersengeld. Aber jetzt hört ihr seine Schritte nicht…

Weil ihr taub seid. Falls ihr eine Faustfeuerwaffe abgeschossen habt, klingeln eure Ohren schmerzhaft und blockieren alle Umgebungsgeräusche. Falls ihr eine Schrotflinte abgefeuert habt, seid ihr stocktaub – ein Zustand, der sich mit der Zeit vielleicht selbst repariert oder auch nicht, und selbst wenn, dann vielleicht nur teilweise. Was soll’s. Ihr habt eine tödliche Bedrohung gestoppt. Ihr habt überlebt. Euer Gehör ist ein kleiner Preis dafür. Nur…

Ein weiterer Schurke kommt hinter euch heran und haut euch mit einem Baseballschläger nieder. Oder sticht euch ein Messer in den Rücken. Oder erschießt euch. Während ihr zu Boden fallt, gilt euer erster Gedanke eurer Familie. Die Bullen werden bald hier sein. Früh genug? Gott, ich hoffe es. Euer zweiter Gedanke: aufstehen und kämpfen! Nur daß ihr es nicht könnt. Und irgendwo in eurem Hinterkopf taucht eine weitere Idee auf: wenn ich ihn nur hätte kommen hören.

Euer Gehörssinn ist ein entscheidender Bestandteil der bewaffneten Selbstverteidigung. Er liefert euch einsatzentscheidende Informationen über Ort, Anzahl, Geschwindigkeit, Größe und Richtung von freundlich Gesinnten und potentiellen Bedrohungen. Falls euer Gehörssinn ernsthaft vermindert wird oder ihr ihn verliert – wie es sicherlich der Fall sein wird, wenn ihr eine Feuerwaffe in eurem Haus abfeuert -, verliert ihr eine enorme Menge Situationsbewußtsein. Warum also solltet ihr?

(mehr …)

Kampfeinsatz-Tips von Andy McNab aus „Die Männer von Bravo Two Zero“

Von Cernunnos (Originalartikel hier)

Der ehemalige britische SAS-Soldat Andy McNab beschreibt in seinem Buch „Die Männer von Bravo Two Zero“ (Deutscher Taschenbuch Verlag, ISBN 3-423-12281-1) seine Erlebnisse als Kommandant eines achtköpfigen SAS-Stoßtruppunternehmens im Irakkrieg von 1991. Das Ziel dieses Unternehmens war die Ortung und Zerstörung eines Überlandkabels nahe einer irakischen Hauptversorgungsroute sowie der mobilen Scud-Raketen Saddam Husseins.

Ich habe mir vor etlichen Jahren aus diesem Buch eine Anzahl von Praxistips für Kampfeinsätze und Überlebenssituationen herausdestilliert und in einer Liste von vierzehn Punkten zusammengeschrieben, die ich hier zunächst wiedergebe, ehe ich anschließend noch eine Darstellung eines Feuergefechts aus diesem Buch zitiere:

1) Einschätzung Sturmgewehr M16:
Besser als Enfield SA-80, leichter und sehr leicht zu reinigen und zu warten.
Gute, praktische Waffe, alles ist schlicht und einfach, keine kleinen Teile, die hervorstehen oder verlorengehen können. Keine Teile, die leicht Rost ansetzen.
Sehr leiser Sicherungshebel, die Sicherung ist sehr einfach und kann mit dem Daumen betätigt werden (im Gegensatz zum SA-80, wo das mit dem Abzugsfinger geschieht, was nach McNabs Einschätzung Wahnsinn ist).

2) Gewehrriemen
McNabs Trupp hatte keine Trageriemen an den M16. Begründung: Ein Riemen ist für die Trageweise über der Schulter, was im Einsatz nicht angebracht ist. Auf Streife wird die Waffe mit beiden Händen gehalten, den Kolben an der Schulter.
Diese Praxis wird durch Peter MacDonalds „SAS im Einsatz“ bestätigt; auf den Fotos sind keine Riemen an den M16 und SA-80. Der australische SAS verwendet ebenfalls keine Riemen, Spetsnaz und Navy-SEALS aber schon.

3) Magazine:
Bei McNabs Einsatz im Irak führte jeder Schütze zehn 30er-Magazine mit, fertig geladen mit je 29 Schuß (= insgesamt 290). Die Magazine sind genauso wichtig wie die Waffe selbst, denn wenn die Federn die Patronen nicht in Position drücken, kann der Verschluß sie nicht richtig in den Lauf einführen. Das Magazin des Armalite M16 faßt normalerweise 30 Patronen, aber es es ist sicherer, sie nur mit 29 zu bestücken, damit die Federn etwas mehr Druck auf die Patronen ausüben und auch weniger leicht erlahmen. Es ist leichter und schneller, ein leeres Magazin gegen ein neues auszutauschen, als eine Ladehemmung zu beheben.

4) Gürtelbestückung:
Munition und Grundstock an Überlebensrationen (Wasser, Essen, Erste-Hilfe-Ausrüstung) am Gürtel, der im Einsatz nur abgelegt wird, wenn es unbedingt sein muß; selbst dann darf er höchstens eine Armlänge entfernt liegen.
Nachts in Körpernähe halten; falls man ihn überhaupt ablegt, schläft man darauf. Das gleiche gilt für die Waffen.

5) Anfertigung von Tarnmaterial:
Jute-Quadrate, ca. 2 x 2 m, mit Maschinenöl eindrecken, in eine Schlammlacke legen und mit einer Bürste bearbeiten, wenden und Prozedur wiederholen.
Ausschütteln, trocknen lassen, fertig.

6) Messerattacken auf Wachtposten:
Die Chance, mit einem glatten Stich ins Herz zu treffen, ist sehr gering und nicht einmal den Versuch wert. Vielleicht hat der Gegner einen dicken Mantel an und trägt noch Tarnzeug darunter. Und wenn man ihm die Halsschlagader durchtrennt, hört man immer noch eine volle Minute das Schreien.
In Wirklichkeit muß man den Kopf zurückreißen wie bei einem Schaf und so weit schneiden, bis die Luftröhre durchtrennt ist und der Kopf fast abfällt. So kann das Opfer nicht mehr atmen oder schreien.

7) Körper-T:
K.O.-Trefferzone; imaginäre Linie von einer Schläfe zur anderen über die Augenbrauen und von dieser Linie abwärts durch die Gesichtsmitte vom Nasensattel bis zum Brustbein. Wenn man irgendwo um dieses „T“ herum mit einer Schußwaffe trifft, fällt der Mann. [Dazu wird wohl ein Gewehr erforderlich sein; bei Faustfeuerwaffen dürfte von einer weniger sicheren oder schnellen Wirkung auszugehen sein.]

8) Bewegung auf Streife:
Kein Gerenne und keine Hast! Körperkonturen, Aufglänzen, Schatten, Silhouetten, Bewegung und Geräusche sind verräterisch. Eine langsame Bewegung ist leise und fällt nicht so leicht ins Auge. Daher bewegt man sich auf Streife immer sehr langsam. Wenn man rennt und hinfällt und sich verletzt, reißt man alle anderen mit rein.
Man muß sich immer wieder fragen: Was wäre wenn? Angriff von vorne, hinten, links, rechts? Wo wäre eine Deckung, wo eine gute Stelle für einen Hinterhalt? Wo war der letzte Nottreffpunkt? Wer ist hinter mir?
Immer Kontakt mit den anderen halten, abgesehen davon alles rundum im Auge behalten und auf alle Geräusche achten.

(mehr …)

Überlegungen zum Verhalten bei Katastrophen

Ein hochinteressanter Bericht über Erfahrungen im Rahmen der Katrina-Katastrophe, den ich (Lucifex / Deep Roots) seinerzeit bei Noricus gefunden und am 9. Januar 2012 auf „As der Schwerter“ nachveröffentlicht habe:

 

Die folgenden Informationen wurden von einer Person per Email versendet, die stark vom Hurrikan Katrina und der Katastrophe in New Orleans betroffen war. Ich bin nicht der Autor dieser Zeilen.

Erste Nachricht: Seit Sonntag beherberge ich über 30 Evakuierte, die vor dem Hurrikan Katrina Richtung Süden geflohen sind. Nur zwei Familien waren Freunde von mir. Sie erzählten anderen Freunden, daß sie einen Fluchtpunkt wüßten, so daß eine größere Gruppe hier eintraf. Mir machte das wenig aus, weil es 6 Wohnmobile und Wohnwagen waren. So gab es genügend Platz. Trotzdem, ich hatte die Gelegenheit zu sehen, was von den persönlichen Evakuierungsplänen, Notfallausrüstungen, etc., funktionierte und was nicht. Ich denke, ein paar der Lektionen, die wir gelernt haben, sollten hier mitgeteilt werden.

1. Jederzeit sollte man eine Fluchtausrüstung bereit haben. Viele der Leute packten in allerletzter Minute alles ein, von dem sie glaubten, daß es notwendig wäre. Unnötig zu betonen, daß sie etliche wichtige Dinge vergaßen, wie verschreibungspflichtige Medikamente, wichtige Dokumente, Baby-Utensilien, Windeln, usw. Manche dieser Dinge (z.B. manche Medikamente) können nicht auf Lager gehalten werden. Aber man kann wenigstens eine Liste in der Notfallausrüstung haben, auf der die Dinge stehen, die man unbedingt mitnehmen muß, bevor man aufbricht.

2. Regelmäßiges Ersetzen von Zubehör im Fluchtgepäck. Batterien verlieren mit der Zeit ihre Ladung, Nahrungsmittel haben ein Verfallsdatum, wie auch Medikamente. Kleidung kann schimmeln oder schmutzig werden, wenn sie nicht ordentlich gelagert wird. Alle der Leute, die Notfall- oder Fluchtutensilien besaßen, hatten solche Probleme.

3. Planen Sie sehr viel mehr Ausrüstung ein, als sie glauben, daß Sie brauchen werden. Ich hatte unerwartet 30 schlecht ausgerüstete Leute auf dem Gelände. Die Läden waren im wahrsten Sinne des Wortes überschwemmt von Flüchtlingen, die alles aufkauften, was erhältlich war. Ich hatte genügend Vorräte, um mich selbst für 30 Tage zu versorgen. Raten Sie mal, wie lange das vorhielt? Diese Vorräte reichten für die gut 30 Personen für 2 Tage. Ich weiß jetzt, daß ich jetzt damit rechnen muß, nicht nur für mich selbst, sondern auch für andere Notleidende voraus zu planen. Ich hätte natürlich egoistisch sagen können: „Nein, das gehört mir!“ – aber was würde das während einer echten Katastrophe bringen? Jemand würde einfach versuchen, sich selbst zu bedienen, und dann hätten wir alle die daraus folgenden Unannehmlichkeiten. Viel besser ist es, einiges an Extra-Vorräten für andere Leute auf Lager zu haben, während man seine eigene „Eiserne Reserve“ intakt und bevorzugt verborgen vor neugierigen Augen aufbewahrt.

4. In einem echten Notfall: vermeiden Sie Einkäufe auf den letzten Drücker. Wie ich schon erwähnte, waren die Läden überschwemmt von Tausenden von Flüchtlingen, wie auch von Einheimischen, die ihre Last-Minute-Vorräte kaufen wollten. Hätte ich meine Notfallvorräte nicht schon auf Lager gehabt, wäre ich niemals fähig gewesen, sie in letzter Minute zu kaufen. Hätte ich fliehen müssen, wäre es noch schlimmer geworden. Ich wäre Teil eines Stromes von Flüchtlingen gewesen, von denen die meisten schnell noch eingekauft (oder gestohlen) hätten, so wären die Regale leer gewesen, bevor ich den Laden überhaupt erreicht hätte.

(mehr …)

George Zimmermans Alptraum als Weißer Ritter

Von Matt Parrott, übersetzt von Deep Roots. Das Original George Zimmerman’s White Knight Nightmare erschien am 9. September 2013 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right.

George Zimmerman hat absolut alles genau nach den Regeln gemacht. Er heiratete eine Frau, der er loyal blieb. Er erwarb ein hypothekenbelastetes Heim in der Vorstadt. Er schrieb sich im College ein, um seine Bildung zu fördern. Er fand sogar Zeit, um sich als Freiwilliger für seine Gemeinde zu melden, wobei er seine eigene Sicherheit riskierte, um die Sicherheit anderer Familien in seinem Viertel zu gewährleisten. Er ist ein Kerl von der Art, der ohne einen Moment des Zögerns zu einem brennenden Fahrzeug rennt, um seine Insassen zu retten.

Zimmerman ist nicht weiß, aber er ist definitiv ein „Weißer Ritter“. Er verkörpert eine traditionelle Geisteshaltung der Selbstverpflichtung und Selbstaufopferung, die unsere Vorväter bewundert und hochgehalten hätten. Amerikas entstehender, mokkafarbig vermischter anglo-brasilianischer Phänotyp ist nicht das, was ich will. Und jene Identität hätte keinen Geist und keine Kultur, wo ich dazugehören würde. Es wäre immer noch ein ganz anderes Land als das, welches unsere Vorväter für uns bestimmten. Aber es wäre nicht notwendigerweise schlecht, wenn es darin genug Männer wie George Zimmerman gäbe, der die einzig mögliche Hoffnung für ein post-weißes Amerika bieten würde.

Der Niedergang Amerikas ist genauso sehr der Niedergang seiner traditionellen Werte wie der Niedergang seiner Stammesidentität. Als ich als Kind Comics las, fand ich die Prämisse, daß jeder den Helden verachtete, immer abgedroschen und unglaubhaft. Sicherlich würden Leute, die aus einem brennenden Fahrzeug gerettet wurden, für die Rettung ewig dankbar sein, und die Nation würde über Zimmermans Heldentum jubeln. Nichts da. Er rettete eine verachtenswerte amerikanische Familie. Die Familie weigert sich, ihm zu danken, und er stieß auf eine Kakophonie von Verschwörungstheorien und Verachtung.

Seid nicht ihr Held

George Zimmerman besuchte ein amerikanisches College, eines, von dem er verwiesen wurde, weil er wegen Mordes angeklagt und vor Gericht gestellt wurde. Er wurde direkt von einem amerikanischen Präsidenten verfolgt, der persönlich seinen Kampfhund Eric Holder auf den armen Bastard hetzte und ein Gerichtsverfahren erzwang, das nach etablierten rechtlichen Präzedenzfällen niemals zulässig gewesen wäre. Die amerikanischen Medien fabrizierten und manipulierten schamlos Fakten, um die öffentliche Meinung gegen diesen Mann zu wenden. Je mehr er versucht, sich ehrenhaft zu verhalten, desto mehr Todesdrohungen, Kopfgelder und Angriffe auf seinen Charakter häuft diese monströse Horde gackernder Schakale auf ihn.

(mehr …)

Eine Rezension von „Fistfights with Muslims in Europe: One Man’s Journey through Modernity“

Von James Wald; Original: A Review of „Fistfights with Muslims in Europe: One Man’s Journey through Modernity“, erschienen am 26. Januar 2017 auf „The Occidental Observer“.

Übersetzt von Cernunnos

Eine Rezension von Fistfights with Muslims in Europe: One Man’s Journey through Modernity von Julian Langness.

final-cover-fistfights-with-muslims

Fistfights with Muslims in Europe ist die Art von Buch, die ein notwendiger Lesestoff für junge Leute ist, die durch Entwicklungen in Europa und Skandinavien neugierig oder alarmiert sind. Ich kann Mr. Langness‘ Erfahrung sicherlich nachvollziehen. Als junger Mann war in auf einer Militärbasis in Deutschland stationiert und entdeckte aus erster Hand, wie weit sich die Situation verschlechtert hatte (und das war bevor Angela Merkel Kanzlerin wurde).

Es gibt manchmal unter älteren Männern eine wohlmeinende Tendenz, jüngere davor zu warnen, in Kämpfe verwickelt zu werden (selbst wenn man sie nicht angefangen hat), und ihnen zu raten, Konflikt um jeden Preis zu vermeiden. Es ist jedoch nicht nur für gewöhnlich hoffnungslos, junge Männer vor Experimenten mit der Aggression (wie Kontaktsportarten) zu warnen, sondern es ist auch heuchlerisch. Wie der Selbstverteidigungsexperte und Kampfkünstler Marc „Animal“ MacYoung anmerkt, „sind die Leute, die [jungen Männern] sagen sie sollten ‚nicht kämpfen‘, diejenigen, die sich bereits mit ihren Primatentrieben befaßt haben. Das bedeutet, daß sie in ihrem Sozialstatus sicher sind, ein Territorium abgesteckt haben und mit Langzeitpartnerinnen zusammenleben. Gut für sie, aber das hilft euch nicht, oder?“ (MacYoung, S. xvi)

Julian Langness

Julian Langness

Fistfights beginnt damit, daß Julian Langness nach Norwegen reist, die Heimat seiner Wikingervorfahren:

„Alles, was ich wußte, war, daß meine Vorfahren aus der Gegend um Halden im heutigen Südost-Norwegen gekommen waren. Aber dieses Informationsstückchen genügte, um mich auf eine Reise über den Atlantik zurück nach Skandinavien zu schicken, um von meiner Geschichte und meinem Volk zu entdecken, soviel ich konnte.“ (Langness, S. 11) Obwohl Mr. Langness als „globaler Bürger“ erzogen wurde (S. 11), anerkennt er, daß der Wunsch nach „Stamm und Erbe einer der am meisten angeborenen Antriebe ist, die wir als Menschen besitzen… Es war natürlich, daß ich als junger Mann zusätzliche Antworten auf Fragen nach der Identität suchen würde.“

Er richtet es so ein, daß er bei der Freundin eines Freundes wohnen kann, einer jungen, ernsten Norwegerin namens Karoline, die als Sozialarbeiterin arbeitet und ihn in ihrer Wohnung Quartier nehmen läßt. Der Autor trifft im städtischen Norwegen ein und ist nicht gerade überwältigt von den stalinistischen Wohnblocks, die er sieht. Er ist verwirrt von den Straßen voller in Hijabs gehüllter Moslemfrauen, und ihn stören die fremdsprachigen Graffitis, die dort, wo er wohnt, die Gebäude verunstalten. Er findet jedoch die um die Wohnkomplexe eingestreuten Wäldchen schön.

(mehr …)

Warum jeder Krieger eine Feuerwaffe besitzen sollte

Von Stefan H. Vestappen (Original: Why Every Warrior Should Own a Firearm, erschienen am 10. Januar 2017 auf „The Occidental Observer“ (Auszug aus dem Buch A Masters Guide to the Way of the Warrior von Stefan H. Vestappen).

Übersetzt von Cernunnos

1-warrior

Besser eine Schußwaffe haben und nicht benötigen,

als eine zu benötigen und nicht zu haben.

(Autor unbekannt)

Während viele Kampfkunstschulen den Kampf mit einer Vielzahl alter Waffen unterrichten, was eine aufregende, wenn auch altmodische Beschäftigung ist, muß man, um in der Moderne als Krieger zu leben und nicht als Sklave, eine Feuerwaffe besitzen.

Es gibt zwei Argumente dafür, daß jeder Krieger und jede Familie eine Feuerwaffe besitzt.

Der erste und entscheidendste Grund ist die Tatsache, daß der Staat nicht will, daß ihr Schußwaffen habt. Dies allein sollte Grund genug sein, sich eine Schußwaffe zu besorgen.

Es ist eine wenig bekannte Tatsache, daß die überwiegende Mehrheit der Morde in einer Gesellschaft vom Staat begangen wird. Dies wird Demozid genannt, und man schätzt, daß im letzten Jahrhundert 174.000.000 bis 262.000.000 Bürger von ihren eigenen Regierungen ermordet wurden. (1)

Ein Beweis dafür, daß eine bewaffnete Bevölkerung ein Abschreckungsmittel gegen Tyrannei ist, ist die Tatsache, daß alle Tyranneien zuerst bestrebt waren, ihre Bevölkerungen zu entwaffnen. Ein schnelles Studium der Geschichte zeigt, daß der Staat jedes Mal, wenn er seine Bevölkerung entwaffnen will, finstere Absichten hat.

Die Liste der Regierungen, die ihre Bevölkerung entwaffneten, nur um Massenmord und Genozid zu begehen, reicht 3000 Jahre in die Geschichte zurück.

Es sollte angemerkt werden, daß eine bewaffnete Bevölkerung keine gewalttätige Erhebung gegen die Regierung bedeutet; tatsächlich trifft das Gegenteil zu. Bloß die Mittel und Entschlossenheit zum Widerstand gegen Gewalt wirkt als eine Form von Drohverhalten, das verhindert, daß Gewalt überhaupt erst stattfindet.

Das Wissen, daß es Hunderttausende bewaffneter Bürger gibt, ist das, was eure Regierung davon abhält, euch zum Transport in einen Gulag zusammenzutreiben.

Das Wissen, daß es Hunderttausende bewaffneter Bürger gibt, ist das, was eure Regierung davon abhält, euch zum Transport in einen Gulag zusammenzutreiben.

Dasselbe trifft auf gesellschaftlicher Ebene zu. Ein Land mit einer gut ausgerüsteten und trainierten Armee ist ein Abschreckungsmittel gegen benachbarte Nationen, die an eine Invasion denken. In gleicher Weise ist eine schwer bewaffnete und trainierte Zivilbevölkerung ein Abschreckungsmittel gegen Tyrannei. Jeder Diktator weiß, daß er mit wenig Konsequenzen besteuern, regulieren und beliebig viele unterdrückerische Maßnahmen gegen eine Bevölkerung einführen kann. Wenn es jedoch darum geht, unschuldige Menschen auf den Straßen und in ihren Häusern zu erschießen, wie es Diktatoren immer tun wollen, dann werden diejenigen, die Schußwaffen haben, sich wehren.

Gegenwärtig erscheinen die meisten Regierungen als relativ gutartig, und die Menschen genießen ein paar Freiheiten, und daher, so das Argument, gibt es keine Notwendigkeit, daß Zivilisten sich bewaffnen. Jedoch zeigt die Geschichte wiederum, wie schnell eine anscheinend gutartige Regierung in eine Diktatur verwandelt werden kann. Jetzt bewaffnet zu sein, ist eine Versicherung gegen zukünftige Diktatoren.

Der zweite Grund, warum jeder Krieger und jede Familie eine Feuerwaffe besitzen muß, ist die Selbstverteidigung. Gegenwärtig ist es in den meisten westlichen Ländern illegal, sich mit irgendeiner Art von Waffe zu verteidigen, besonders mit einer Feuerwaffe. Während gesetzestreuen Bürgern der Zugang zu den Mitteln für die Selbstverteidigung verweigert wird, kann selbst der niedrigste kriminelle Straßenschläger leicht zu einer Schußwaffe kommen.

Keine Sorge, dies ist eine „waffenfreie Zone“, und die Bullen werden jetzt jede Minute hier sein… jede Minute… bald.

Keine Sorge, dies ist eine „waffenfreie Zone“, und die Bullen werden jetzt jede Minute hier sein… jede Minute… bald.

Der von der Regierung angegebene Grund dafür, daß sie die Bürger daran hindert, sich selbst zu verteidigen, ist, daß staatliche Gesetzeshüter die Bürger gegen Verbrechen verteidigen werden.

Die Behauptung, daß der Staat die Bürger beschützt, ist nicht nur eine Lüge, sondern auch eine physische Unmöglichkeit. Zahlreiche Studien haben gezeigt, daß die Polizei sowohl bei der Verhinderung als auch Verringerung von Verbrechen null Wirkung hat. (2)

(mehr …)

Moderne Armbrüste

Der Autor beim Probeschießen mit dem Horton-Armbrustmodell „Hunter“

Der Autor beim Probeschießen mit dem Horton-Armbrustmodell „Hunter“

Von Laszlo Tolvaj, aus Heft 7-8-1991 des „Internationalen Waffen-Magazins“.

Dacron statt Hanf, Kunststoff und Aluminium statt Holz und Eisen – Wilhelm Tell würde staunen, was heute aus der Armbrust geworden ist. Er würde sich aber auch wundern, was für Leistungen die heutigen Armbrüste zu bieten haben. Hinsichtlich Präzision und Energie gleichen sie sich den Feuerwaffen an.

Mit diesem Artikel wollen wir uns nicht mit den 12.000 Schweizer Armbrustschützen anlegen, die in rund 140 Vereinen Brauchtum, Geselligkeit und Treffsicherheit pflegen. Technische Verbesserungen am Material, abweichende Schießdisziplinen oder moderne Trainingsmethoden sind ihnen von vornherein suspekt. Das Bolzenverschießen auf 10 und 30 Meter ist für sie das einzig Wahre. Am besten unter einem schützenden Dach, Bier und Stumpen in Griffnähe. Das Räderwerk moderner Compound-Armbrüste grenzt bei ihnen an ein Sakrileg, Tell würde sich im Grabe umdrehen.

Daneben gibt es aber noch die Tüftler, die mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln noch bessere, schnellere, stärkere und treffsicherere Armbrüste haben wollen. Auch wenn das Ding eher aussieht wie ein aufpoliertes Kunstwerk von Tinguely und in nichts mehr an die zwei zum Kreuz zusammengebundenen Holzstücke erinnert, die eine rechte Armbrust ausmachen. Mit solchen Maschinen versucht dann der eine oder andere, einen neuen Weitschußweltrekord aufzustellen oder Bären zu erlegen.

Versöhnen wir uns für einen kurzen Moment und schauen uns eine Auswahl dessen an, was im Jubeljahr der Eidgenossenschaft an modernen Armbrüsten angeboten wird. Matcharmbrüste, Dekorationsmodelle und Spielzeugwaffen wollen wir hierbei ausklammern.

Betrachtet man die Herstellerliste, kommt man schnell zum Schluß, daß die Schweiz die Armbrust nicht für sich allein gepachtet hat. Barnett (Großbritannien), Horton, Jennings und PSE (alle USA) heißen die wichtigsten Vertreter der Armbrusterzunft. Lothar Walther wäre da noch zu nennen, oder Marcel Burri, der einzige Eidgenosse in der Runde. Seine Armbrüste hat das IWM schon mehrmals vorgestellt.

Einsteiger-Waffe

Für unsere Umschau wählten wir stellvertretend einige Horton-Armbrüste. Die Amerikaner bieten nicht nur ein breites Sortiment an, sondern verfügen auch über das notwendige Know-how und die Innovationsfreude, um zuverlässige und unserer Epoche angepaßte Armbrüste herzustellen.

Für Anfänger und Liebhaber traditioneller Armbrüste ist das Modell „Stag“ wohl am besten geeignet. Mit seinem schlichten Recurve-Bogen und der offenen Visierung kommt es noch am ehesten an die alten Vorbilder heran, obwohl das übrige Design und vor allem die Werkstoffe mit denen der antiken Armbrüste nicht mehr vieles gemeinsam haben.

An die Stelle des Holzprügels, der normalerweise Säule und Schaft bildet, ist ein schlankes, schwarzes Kunststoffteil getreten, das zwecks Gewichtsersparnis im Schaftbereich noch zusätzlich „skelettiert“ ist. Die Verwendung von Kunststoff (in diesem Falle Polypropylen) ist übrigens konsequent. Metallischen Ursprungs sind nur noch die Schrauben, das Abzugssystem, der Steigbügel, das Bogenmittelstück sowie der Zielstachel. Die Wurfarme, Korn- und Visierträger samt Visier sind allesamt aus Kunststoff, die Sehne aus Dacron.

Vorbehalte gegen eine solche „Plastikwaffe“ sind verständlich, sollten sich jedoch nur auf das Ästhetische beziehen. Über den Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten. Von der Stabilität, der Dauerhaftigkeit und der Pflegeleichtigkeit her betrachtet sind alle Einwände unbegründet. Da kann sich nichts verziehen, es bekommt im Alter keine Sprünge und braucht nie abgerieben zu werden. Einzig die Pfeilbahn verlangt nach einem Gleitmittel, damit die Sehne mit möglichst wenig Widerstand darüberflutschen kann.

Die etwas rauhe Materialoberfläche fühlt sich recht sympathisch an, und bei großer Kälte ergibt sich nie die Gefahr des Anfrierens wie bei Metallteilen.

Neben der Gewichtseinsparung hat der Kunststoffschaft noch zwei wichtige Vorteile. Erstens wird der Fabrikationsvorgang dieses komplizierten Teils wesentlich erleichtert, was sich nicht zuletzt auch auf den Verkaufspreis auswirkt. Zweitens kann auf den Einbau einer speziellen Pfeilbahn verzichtet werden, da das Material einerseits genug Abriebresistenz aufweist, andererseits aber auch über die nötige Gleiteigenschaft für Pfeil und Sehne verfügt.

Unsere Testversion war mit einem einfachen Lochvisier ausgerüstet. Dieses ist natürlich auch ein Kunststoffteil, das sich einfach auf den Visierträger aufschieben läßt und ohne Verschraubung oder Leim an Ort und Stelle bleibt. Mit etwas Murks kann dieses „Peep Sight“ abgezogen und gegen das „Military V Sight“ ausgetauscht werden. Beide sind fix und können nicht verstellt werden.

Gekrümmte Flugbahn der Pfeile

Die Treffpunktlage wird am Zielstachel eingestellt. Da der Kornträger mehr als nur diesen einen Stachel aufnehmen kann, empfiehlt es sich von Anfang an, je nach maximaler Schußdistanz, noch zwei bis vier weitere „Pins“ anzuschaffen und auf Distanzen von 10, 20, 30 Meter einzuschießen. Armbrustpfeile folgen nämlich einer ziemlich gekrümmten Flugbahn. Was auf 10 Meter noch im Schwarzen sitzt, findet sich auf 40 Meter im Grünen. Sauber eingeschossen und mit einer korrekten Distanzschätzung im Gelände sollten jedoch solche Malheurs nicht passieren.

(mehr …)