Ein kurzer Blick auf den jüdischen Reichtum

Von Thomas Dalton, übersetzt von Lucifex. Das Original A Brief Look at Jewish Wealth erschien am 7. Februar 2019 auf The Occidental Observer.

Die gesamte Geschichte hindurch sind die Macht und der Einfluß der jüdischen Lobby legendär gewesen. Diese Macht wiederum leitet sich nicht aus politischer Macht ab und auch nicht von einer Unterstützung durch das Volk oder aus moralischer Rechtschaffenheit oder von Gott. Es ist einfach die Macht des Geldes. Die Reichen haben in ihren Gesellschaften immer überproportionalen Einfluß gehabt, typischerweise zum Vorteil von Individuen oder ihren Familien. Aber wenn eine separate ethnische Minderheit mehr oder weniger kollektiv arbeitet, mit großem Reichtum hinter sich, dann kann diese Minderheit eine massiv überproportionale Macht ausüben. Diese Macht wird verstärkt durch jüdische Macht aus dem Besitz von Medien im Medienzeitalter, aus ihrer Position als Erzeuger von Medieninhalten (hier, S. lvi) und aus ihrem Einfluß auf die Kultur der Elite, besonders in der akademischen Welt.

Zu oft liest man jedoch Zornausbrüche über die „reichen Juden“ ohne Kenntnis der Geschichte und ohne irgendwelche Fakten oder Details dahinter. Meine Absicht in diesem kurzen Essay ist es, einige faktische Daten zu liefern und einige plausible Schlußfolgerungen zu ziehen. Die Situation ist, wie ich denke, extremer, als viele angenommen haben.

Etwas Kontext

Wie üblich, ist ein bißchen Geschichte hilfreich, um den Kontext für die heutige Zeit herzustellen (siehe auch Andrew Joyce, z. B. hier und hier). Die früheste Verbindung zwischen Juden, Geld und Macht scheint von Cicero um 59 v. Chr. zu kommen. Seine Rede Pro Flacco bietet eine Verteidigung eines römischen Proprätors in Asien namens L. V. Flaccus, welcher der Veruntreuung jüdischer Goldlieferungen nach Jerusalem beschuldigt wurde. (Man erinnere sich daran, daß Rom Judäa nur etwa vier Jahre zuvor eroberte). Cicero beginnt mit einer vielsagenden Erklärung:

Ihr wißt, was für eine große Menschenmasse das ist, wie sie zusammenhalten, wie einflußreich sie in informellen Vereinigungen sind. Daher werde ich leise sprechen, damit nur die Juroren es hören können; denn jene wollen es nicht, die sie gegen mich und jeden respektablen Mann aufhetzen würden.

Cicero spottet eindeutig über die Juden, aber ihre Macht muß zu diesem Zeitpunkt wohlbekannt sein, andernfalls seine Stichelei sinnlos gewesen wäre. Er liefert im folgenden eine aufrüttelnde Verteidigung und zitiert Flaccus‘ „Akt der Festigkeit, der Menge der Juden zu trotzen“ und ihren „Versuch, Abneigung gegen ihn zu erzeugen.“

Eine zweite frühe Anspielung auf jüdischen Reichtum kommt von Kaiser Claudius in seinem dritten Edikt von 41 n. Chr. In Bezug auf Bürgerunruhen in Alexandria hebt Claudius die Juden hervor, die „in einer Stadt leben, die nicht ihre eigene ist.“ „Sie besitzen einen Überfluß an allen guten Dingen“, mißbrauchen ihren Reichtum aber, indem sie sich fortwährend gegen örtliche Autoritäten stellen und allgemeine Zwietracht säen. In einem gewissen Sinne, schreibt Claudius, könnte man den Juden vorwerfen, „eine allgemeine Seuche zu schüren, die die gesamte Welt befällt.“

Dann im Jahr 100 n. Chr. haben wir die bekannte Kritik von Tacitus in seinen Historiae. Inmitten einer Diskussion über „die Rasse von Menschen, die voller Hass auf die Götter sind“ – ein Volk, das „niederträchtig und abscheulich“ sowie „verkommen“ ist – bemerkt er, daß die Diaspora-Juden, „die schlimmsten Halunken unter anderen Menschen“, unablässig gearbeitet haben, um „Tribut und Spenden nach Jerusalem zu senden und dadurch den Reichtum der Juden zu mehren.“ Es ist klar, daß dieser Reichtum für schädliche Zwecke verwendet wurde.

Um das Jahr 220 schrieb Cassius Dio seine Römische Geschichte, in der er den zweiten und dritten Judenaufstand von 115 n. Chr. und 132 n. Chr. beschreibt. Über das letztere Ereignis erklärt Dio: „Die Juden zeigten überall Zeichen der Feindseligkeit gegenüber den Römern.“ Und sie waren offensichtlich in der Lage, ihren Reichtum zu benutzen, um andere zu bestechen, damit sie ihnen zu Hilfe kämen: „viele Nationen schlossen sich ihnen aus Gier nach Gewinn ebenfalls an.“ Es muß eindeutig beträchtliches Vermögen erfordert haben, „viele Nationen“ für das Kämpfen an ihrer Seite zu bezahlen. Und den Juden muß es offenkundig gelungen sein, eine Vielzahl anderer hinzuzuziehen: „die gesamte Erde, könnte man fast sagen, wurde wegen der Sache in Unruhe versetzt.“

Obwohl sie in diesem Aufstand verlieren sollten, gelang es den Juden, sich neu zu gruppieren und ihre Macht wieder zu behaupten – eine Macht, die bis 300 n. Chr. legendär geworden war.[1] Zu dieser Zeit schrieb Marcus Iunianus Iustinus seine Historiarum Philippicarum. Buch 36 befaßt sich mit der unwürdigen Herkunft des jüdischen Volkes und erklärt das Wachstum und den Zusammenhalt dieses einzigartigen Stammes. Ihre pragmatische Religion verschmolz Religion mit Politik in einer Weise, die sich als höchst erfolgreich erwies: „es ist fast unglaublich, wie mächtig sie wurden.“

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Die Slawen, Teil 1: Ihre Geschichte

Von „bedo“, aus dem Historie-Magazin „Karfunkel“ Nr. 79 Dezember 2008 – Januar 2009, demselben Heft, in dem auch Götter, Götter, Götter: Donner und Fruchtbarkeit, sowie Das „jüdische“ Khanat: Geschichte und Religion des Reiches der Chasaren erschienen ist.

* * *

„Dieses ganze Volk der Slawen ist dem Götzendienst ergeben, ist immer unstet und beweglich und treibt Seeraub, indem es auf der einen Seite die Dänen, auf der anderen die Sachsen anfeindet. Oft und auf vielerlei Weise haben daher der große Kaiser und Bischöfe sich bemüht, diese rebellischen und ungläubigen Völker irgendwie zur Erkenntnis Gottes und zum Glauben zu bringen. Unter allen Völkern des Nordens bleibt allein das der Slawen unempfänglicher und zum Glauben weniger geneigt als die anderen. Aber Gastlichkeit und Fürsorge für die Eltern gelten bei ihnen als erste Tugenden.“
So schreibt der Chronist Helmold von Bosau 1170 über die slawischen Stämme in Nord- und Nordostdeutschland. Sie galten lange Zeit auch in der modernen Geschichtsforschung als Barbaren jenseits der östlichen Reichsgrenze – völlig zu Unrecht, wie wir im folgenden zeigen werden! Ihre Handwerkskunst, der Handel mit den anderen Völkern ihrer Zeit, ihre gesellschaftlichen Strukturen, all das war den Germanen und ihren Nachfolgern gar nicht so unähnlich. Und faszinierend sind ihre Sitten und Gebräuche, ihre Religion und die damit verwobene Mythologie bis heute.

WAS SAGEN DIE GESCHICHTSSCHREIBER?

Wo genau die Slawen herkommen, darüber streiten die Forscher bis heute. Erst seit dem 1. Jh. n. Chr. berichten antike Schriftsteller wie Plinius der Ältere, Ptolemäus von Alexandria oder Tacitus über Völker, die heute den Slawen zugerechnet werden. Eigene Aufzeichnungen haben uns diese Menschen leider nicht hinterlassen, denn sie waren eine noch schriftlose Kultur. Und auch die Archäologie kann keine konkreten Ergebnisse vorweisen, denn die materiellen Hinterlassenschaften sind nicht so eindeutig in bestimmte ethnische Gruppen einteilbar, daß sie daraus konkrete Aussagen ableiten ließen.

Rekonstruierte slawische Siedlung in Groß Raden

Wenn wir uns also auf die antiken Historiographen stützen, begegnet uns zuerst ein Volksstamm, der östlich der Weichsel gesiedelt haben soll und als Venedi, Venadi oder Veneti bezeichnet wird. Diesen Namen gibt es heute noch: die Wenden. Jordanes, der Geschichtsschreiber der Goten, berichtet im 6. Jh., die Goten hätten im 3./4. Jh. bei ihrem Aufenthalt in Südrußland die Veneter (venethi) besiegt, ein Volk, das aus demselben Geschlecht stamme wie die Slawen (sclaveni). Insgesamt zählt er drei Völker auf, die denselben Ursprung hätten: Slawen und Veneter sowie die Anten (antes). Als Siedlungsgebiet der Veneter gibt auch er den Weichselraum an, die Slawen siedelt er zwischen Weichsel und Donau an und die Anten zwischen Dnister und Don. Eine ethnische Gemeinsamkeit zwischen Venetern/Wenden und Slawen jener Zeit zweifeln manche Forscher jedoch an, weil sich ihre Keramik unterscheidet.

Den nächsten Hinweis auf den Begriff Slawen liefern oströmische Quellen, genauer gesagt der sogenannte Pseudo-Kaisarios im 6. Jh. (sclavenoi). Noch während der Regentschaft Kaiser Justinians I. (527-565) tauchten slawische Stämme, aus den Karpaten, dem unteren Donauraum und den Regionen am Schwarzen Meer kommend, in den Donauprovinzen des Oströmischen Reiches auf, wie Prokop von Caesarea, Menander Protektor, Agathias und andere berichten (sclavenoi und antes). Prokop beobachtet, daß Slawen und Anten dieselbe Sprache sprächen, dieselben Bräuche pflegten und auch ansonsten sehr ähnlich seien.

DER URSPRUNG DER „SLAWEN“

„Die Slawen“ als prototypisches Urvolk hat es – wie „die Kelten“, „die Germanen“ – nicht gegeben. Zwischen mittlerer Weichsel und Bug sowie mittlerem Dnjepr konnte die Forschung inzwischen zumindest das Kerngebiet der ursprünglichen slawischen Sprache ausmachen, und von hier aus haben sich zahlreiche kleinere Volksgruppen ausgebreitet (hauptsächlich nach Ostmittel- und Osteuropa).

Der Untergang des Römischen Reiches hatte große Umwälzungen in Europa zur Folge gehabt. Während des 4. und 5. Jahrhunderts hatten sich zahlreiche germanische Stämme auf Wanderschaft begeben und neue Siedlungsgebiete erschlossen. Es gibt viele Faktoren, deren Zusammenspiel dieses als Völkerwanderung bezeichneten Phänomens verursacht hat, und sicherlich war der allmähliche Zusammenbruch der römischen Herrschaft nicht der einzige Grund, wenn auch ein gewichtiger. Die Bevölkerung des heutigen West-Mecklenburg beispielsweise folgte dem historisch bekannten Zug der Langobarden über Mähren (489) und Pannonien (528) nach Italien (568), die Odergermanen zogen mit den Goten über die Schwarzmeerregion (208/230) nach Spanien (418) und Italien (489).

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Götter, Götter, Götter: Donner und Fruchtbarkeit

Bronzene Zeusstatue von ca. 470 v. Chr., gefunden im Meer vor Kap Artemision.

Von „bast“, aus dem Historie-Magazin „Karfunkel“ Nr. 79 Dezember 2008 – Januar 2009. Dort ist der Artikel unter dem Originaltitel „Götter, Götter, Götter, Teil 3: Donner und Fruchtbarkeit“ erschienen; das mit „Teil 3“ habe ich wie bei „Teil 4: Die Macht der alten Mütter“ weggelassen, um den irrigen Eindruck zu vermeiden, daß die anderen Teile ebenfalls hier erschienen seien.

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Diesmal beschäftigen wir uns mit den wahrhaft merkwürdigen Gemeinsamkeiten in den Vorstellungen über die heidnischen Götter und stellen zwei davon näher vor: die Donnergötter (Zeus, Jupiter, Taranis, Donar/Thor etc.) und die Fruchtbarkeitsgöttinnen.

Wenn wir heute ein Gewitter erleben, ruft das kaum noch eine nennenswerte Reaktion hervor. Die Mutter meiner Grundschullehrerin pflegte sich jedoch bei nächtlichen Gewittern noch vollständig anzukleiden. Sie nahm eine Tasche mit den wichtigsten Papieren zur Hand und machte sich bereit, notfalls vor den Naturgewalten die Flucht zu ergreifen. Was uns heute mehr als übertrieben erscheint, war für die Menschen früherer Zeiten eine durchaus vernünftige Handlungsweise. Denn Blitz und Donner waren keine nette Garnierung eines gemütlichen Krimiabends, sondern ernstzunehmende Zeichen einer Wesenheit, der man einen Namen geben wollte, um mit ihr in Verhandlungen zu treten und sie womöglich bannen zu können.

Daß außerordentliche Naturereignisse Beweis einer göttlichen Macht waren, wurde nicht in Frage gestellt. Der Zorn der Götter war vielmehr die ganz normale Antwort auf die uralte Frage, von wem um alles in der Welt eine solch gewaltige Kraft ausgehen könne. Konnte man diese näher bezeichnen, sie Thor, Zeus, Jupiter oder Taranis nennen, rückte ein Übereinkommen mit ihr in den Bereich des Möglichen. Man konnte versuchen, den Gott mit Opfergaben gnädig zu stimmen, ihm durch Anbetung und die Errichtung von Tempeln oder Statuen zu bezeugen, welche Macht man ihm zusprach, und dies mit der Hoffnung verbinden, er möge es für obsolet halten, diese dann durch übertrieben heftige Gewitter, womöglich mit Blitzeinschlägen in die eigene Hütte zum Ausdruck zu bringen.

Der Grashalm wächst nicht schneller, wenn man daran zieht

Dennoch wollten die Menschen zu keiner Zeit die Möglichkeit außer acht lassen, die Fruchtbarkeit der Felder irgendwie günstig zu beeinflussen. Also suchte man auch für sie Ansprechpartner und fand sie in den zahllosen Fruchtbarkeitsgöttinnen der vorchristlichen Religionen: Isis, Astarte, Aphrodite, Aschera, Demeter, Ceres und Inanna; die Namen sind oft austauschbar, denn die Kulte weisen eine bemerkenswerte Kontinuität auf und neigen – auch bei gänzlich verschiedenen Herkunftsregionen – dazu, einander zu ergänzen und zu bereichern.

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Wir erleben das Ende des Römischen Reiches

Paul Jamin: „Brennus und sein Anteil an der Beute“, 1893

Von Marc Rousset, aus dem Französischen ins Englische übersetzt von Michael O’Meara. Übersetzung dieser englischen Fassung ins Deutsche: Deep Roots (ursprünglich für „As der Schwerter“). Das Original We’re Living the End of the Roman Empire erschien am 1. Januar 2011 auf Counter-Currents Publishing.

Dies ist die Frage: „Leben wir im Jahr 370 n. Chr., 40 Jahre bevor Alarich Rom plünderte?“ oder „Leben wir im Jahr 270 n. Chr., kurz vor den drastischen Korrekturmaßnahmen der illyrischen Kaiser, die die Katastrophe abwendeten, um das Leben des Imperiums um weitere zwei Jahrhunderte zu verlängern?“

Warum der Vergleich? Heute liegt die nichteuropäische Geburtenrate in Frankreich bei 17 %. Falls sich nichts ändert – und mit Sarkozys 250.000 Einwanderern pro Jahr oder den 450.000 der Sozialisten – wird diese Rate bis 203 auf 30 % steigen, und bis 2050 auf 50 %! Der Wendepunkt dieses soziologischen Umbruchs ist praktisch bereits erreicht. Ohne drastischste Maßnahmen wird das Krebsgeschwür unserer Gesellschaft mit solch exponentieller Rate wachsen, daß es unausweichlich in einem ethnischen Bürgerkrieg gipfeln wird.

Der Erfolg von Thilo Sarrazins Buch in Deutschland (bis dato mehr als 600.000 Exemplare verkauft) zeigt, daß das Problem im Gegensatz dazu, was unsere naiven Menschenrechtler behaupten, sehr real ist und das Überleben unserer Gesellschaften bedroht. Auguste Comte sagte: „Wisse, um vorherzusehen, und sieh voraus, um zu handeln“ [Savoir pour prévoir et prévoir pour pouvoir]. Die Wahrheit ist: Wenn Frankreich gestern sein Empire verloren hat, so ist es heute dabei, seine Sprache zu verlieren, seine Zivilisation, seine Industrie, seine Souveränität, sein Volk.

Mehr als die Gefahr, welche die Migration [aus der Dritten Welt] darstellt, sind es der materialistische und individualistische Egoismus unserer Generation, und das Problem der Pensionisten, was die Franzosen veranlaßt hat, sich in unverantwortlicher Weise zu verschulden, eine Politik der verbrannten Erde zu betreiben, seine Obstgärten zur Brennholzgewinnung zu fällen, erworbene Rechte mehr zu heiligen als den Heiligen Geist (wie die Akademikerin Chantal Delsol es ausdrückt).

Es ist schwierig zu verstehen, was heute geschieht, wenn man nichts über den Fall Roms weiß – der uns vor dem warnt, was kommt. In der Zeit von Roms Niedergang befanden sich die Barbaren innerhalb der Mauern, und ihre Brüder belagerten die Bollwerke der Stadt; der europäische Mensch brachte sich demographisch um, nahm Zuflucht in einem Rausch individualistischen und materialistischen Wohlergehens, sah die kommende Katastrophe nicht und war davon überzeugt, daß sein belangloses gewöhnliches Leben ewig dauern würde. Unsere sogenannten Eliten sind genauso blind wie Ammianus Marcellinus, der im Jahr 385 in Buch XIV seiner „Historia“ schrieb: „Es ist Rom bestimmt, so lange zu leben, wie es Menschen gibt.“ Fünfundzwanzig Jahre später plünderte Alarich die Ewige Stadt.

Die Parallelen zwischen unserer Ära und dem Ende des Römischen Reiches sind augenfällig in den gesellschaftlichen Werten, die wir hochhalten, in der Vorrangstellung, die wir dem Geld einräumen, in Einwanderung, demographischer Dekadenz, in einem Unwillen, unsere eigene Verteidigung in die Hand zu nehmen, und schließlich im Hereinbrechen des Christentums, das man mit der neuen Menschenrechtsreligion vergleichen kann.

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Als der Konsens zerbricht: das Ende der Römischen Republik

Aus GEO EPOCHE Nr. 50 „ROM: Die Geschichte der Republik“

Jahrhundertelang eilt Rom von Sieg zu Sieg, beherrscht schließlich fast das gesamte Mittelmeer. Und doch scheitert die Republik. Der Historiker Bernhard Linke über die Gründe für deren Niedergang:

GEO EPOCHE: Herr Professor Linke, die Römische Republik hat mehr als 400 Jahre bestanden, länger als irgendeine andere Republik der Weltgeschichte. Was macht ihren Erfolg aus? Ihre militärische Schlagkraft?

Bernhard Linke: Eher ihre enorm starke Mittelschicht.

Das müssen Sie uns erklären.

Die Römische Republik ist eigentlich eine Agrargesellschaft, selbst die Oberschicht rekrutiert sich traditionell aus Landbesitzern, die meisten Römer sind und bleiben während der gesamten Antike Bauern. Und diese Bauern sind autark. Der Familienvater führt den Hof, darf Eigentum erwerben und verkaufen, darf richten über seine Sklaven, sogar über seine Frau, seine Kinder. Der pater familias übernimmt also staatliche Aufgaben. Das sind freie, unabhängige Männer, die das auch bleiben wollen.

Was hat das mit dem Erfolg der Republik zu tun?

Es ist das Fundament, denn diese Bürger stellen die Soldaten. Sie kämpfen für ihre Freiheit, für ihre Eigenständigkeit. Und sie kämpfen für Beute. Deswegen folgen sie den Feldherren der senatorischen Oberschicht in den Krieg. Die innenpolitischen Verhältnisse bleiben stabil, weil die Republik ab etwa 340 v. Chr. expandiert, sehr viel Beute da ist, sehr viele Ressourcen akquiriert werden – und weil sich die senatorische Oberschicht damit „Zufriedenheit“ bei der Mittelschicht sichern kann. Zugleich haben alle in dieser Beutegemeinschaft verbundenen Bürger das Gefühl, den anderen Völkern überlegen zu sein. Dieses Selbstverständnis macht die Römer unglaublich stark.

Der Konsens hält aber nicht ewig. 133 v. Chr. erschlagen Senatoren nach einem Machtkampf den Volkstribun Tiberius Gracchus. Die Feldherren Sulla und Caesar werden später zu Diktatoren. Was bringt das Erfolgssystem ins Wanken?

Das ist immens kompliziert. Zunächst einmal beginnt mit dem 2. Jahrhundert v. Chr. eine Zeit der tiefgreifenden Verwerfungen. Während des Zweiten Punischen Krieges bringt Hannibal den Römern gewaltige Verluste bei. Wenn unsere Schätzungen richtig sind, kommen allein in den ersten Kriegsjahren ungefähr 25 Prozent der wehrfähigen Bevölkerung um. Zugleich sind etwa zwei Drittel aller Senatoren gefallen. Die alte Oberschicht ist geschwächt. Die nachwachsende Generation ist weitgehend ausradiert. Mehr als 100 Senatorenposten müssen nun mit Leuten aus völlig neuen Familien besetzt werden.

Ein gewaltiger Traditionsbruch.

Es herrschen schwierige Verhältnisse im Senat. Die alten Familien sehen sich sogar gezwungen, die Neuen mit Sittengesetzen dazu zu bringen, sich wie richtige Senatoren zu verhalten. Anschließend gewinnen die Römer zwar in kürzester Zeit den Osten dazu, Makedonien wird 168 v. Chr. zerschlagen, das kleinasiatische Seleukidenreich düpiert – doch dann geschieht Erstaunliches: Die römische Oberschicht hört auf zu erobern.

Warum?

Das wissen wir nicht. Leider bricht auch Livius – unsere Hauptquelle – hier ab. Aber eines ist gewiss: Die Oberschicht nutzt die äußeren Ressourcen immer weniger, es kommt kaum noch Beute nach Rom.

Wie steht die Mittelschicht dazu?

Die römischen Bauern sitzen spätestens seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. auf sehr fruchtbaren Böden, die meisten Bürger sind wohl gut ernährt. Die Kinder haben große Chancen, erwachsen zu werden. Die Kriege haben aber bisher auch dazu geführt, dass die Gesellschaft nicht zu stark anschwillt und keine Tendenzen der Verarmung da sind – denn gefallene Soldaten konkurrieren nicht mit ihren Geschwistern daheim, können nicht heiraten, keine Kinder zeugen.

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Zwischen Himmel und Hölle

Von Miriam Wiegele (Collagen: Andreas Posselt, unter Verwendung der Werke von Otto Wilhelm Thomé, Pierre-Joseph Redouté, William-Adolphe Bouguereau u. a.), aus „Servus in Stadt & Land“, Ausgabe November 2014. (Nachveröffentlichung hier anläßlich Samhain.)

Efeu für Treue, Lilien für Unschuld, Rosen für die Liebe über den Tod hinaus: Wem die Stunde schlägt, dem blüht Verheißungsvolles. Servus-Expertin Miriam Wiegele über goldene Kinderblumen, welkende Orakel und himmlische Düfte.

VERFLOSSEN IST DAS GOLD DER TAGE,
DES ABENDS BRAUN UND BLAUE FARBEN.
aus dem Gedicht „Rondel“ von Georg Trakl (1887-1914)

Früher waren die Menschen überzeugt, dass der Tod nicht plötzlich und unvermittelt kommt, vielmehr schickt der Sensenmann – wie im Märchen – seine Boten. Vorzeichen für den bevorstehenden Tod eines Angehörigen gab es viele: wenn ein Käuzchen ruft, wenn ein Hund unablässig mit gesenktem Kopf heult, wenn der Holzwurm, der „Totenwurm“, besonders laut klopft. Und auch Pflanzen konnten Künder der letzten Stunde sein.

Der Holunder war seit Urzeiten der heilige Baum des Hauses und der Sippenbaum, er war aber auch der Baum des Todes. Verdorrte der am Haus stehende Holunder, so wartete der Tod auf ein Familienmitglied.

Wenn Bäume zur „Unzeit“ blühen, also zum Beispiel jetzt, im späten Herbst, kann das ein schlechtes Zeichen sein. Wenn gar ein Kirschbaum gleichzeitig Blüten und reife Früchte trug, hieß es, dass das Kind des Hauses im selben Jahr sterben würde.

Blüht die Hauswurz (Sempervivum tectorum), die als Blitzschutz am Dach wuchs, mit vielen Blüten, so war das ein schlimmes Zeichen für die Hausbewohner. Wenn es dann um einen Kranken schlecht bestellt war, empfahl es sich, das „Fette-Hennen-Orakel“ zu befragen. Man hängte von der Fetten Henne (Hylotelephium telephium) einen Stengel samt Blättern und Blüten an einem Faden über das Bett des Kranken. Blühte die Fette Henne weiter, was bei einer solchen saftspeichernden Pflanze durchaus möglich ist, würde der Kranke wieder gesund werden. Wenn sie bald vertrocknete, stand dagegen das Ende bevor.

Die Fette Henne diente auch als Orakelpflanze, wenn man erfahren wollte, wie es einem abwesenden Angehörigen geht, da man schon länger nichts mehr von ihm gehört hatte. Es wurden ein paar Stengel der Pflanze abgebrochen und aufgehängt. Welkten einige Blätter, deutete dies auf Krankheit hin, wobei noch genauer beobachtet wurde: Welkten die Blätter an der Spitze, bedeutete dies eine Krankheit über der Gürtellinie; wurde der Stengel braun, handelte es sich um eine Krankheit unter der Gürtellinie; welkte die gesamte Pflanze, so bedeutete das etwas wirklich Schlimmes.

Ein Geruch, der Dämonen abwehrt

Wenn des Menschen Herz aufhört zu schlagen und er seinen letzten Atemzug ausgehaucht hat, entschlüpft seine Seele der leiblichen Hülle. Doch sie findet nicht sofort den Weg in die jenseitige Welt, die Überlieferungen aller Völker sagen das, und auch die moderne Sterbeforschung berichtet davon.

Während der Zeit der Totenwache ist die Seele noch nahe. In dieser Übergangsphase bedarf sie eines besonderen Schutzes vor negativen Einflüssen. Der dämonenabwehrende Duft von Kräutern, der Rauch von Harzen, das Licht der Kerzen und die Gebete und Gesänge schützen die Seele, bevor sie sich auf ihre letzte Reise begeben kann.

Blumen und Kräuter spielten immer eine wichtige Rolle in den meisten Totenkulten. Der Brauch, den Toten auf Blumen zu betten, ist uralt und wurde erstmals bei den Neandertalern belegt, wie Pollenanalysen zeigten.

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Die christliche Zerstörung der klassischen Welt

Von A. Graham, übersetzt von Lucifex. Das Original The Christian Destruction of the Classical World erschien am 7. August 2018 auf Counter-Currents Publishing.

Catherine Nixey
The Darkening Age: The Christian Destruction of the Classical World
Boston: Houghton Mifflin Harcourt, 2018

Catherine Nixeys The Darkening Age ist eine starke und sehr lesenswerte Darstellung der christlichen Zerstörung der klassischen Antike. Es ist sicherlich nicht ohne Mängel, aber es bietet schonungslose und prägnante Widerlegungen weitverbreiteter Mythen, die die Geschichte des frühen Christentums umgeben.

Es gibt überraschend wenige Bücher zu diesem Thema. Die einzige umfassende Darstellung der Verbrechen des Christentums gegen die heidnische Welt ist Karlheinz Deschners zehnbändige Kriminalgeschichte des Christentums, die nie ins Englische übersetzt worden ist. Der Hauptgrund dafür ist natürlich, daß das Christentum das intellektuelle Leben in Europa mehr als ein Jahrtausend lang beherrschte, und die Geschichte wird von den Siegern geschrieben. Nixey weist darauf hin, daß Oxford bis 1871 von all seinen Studenten verlangte, Mitglieder der Church of England zu sein. Wenige wagten es, das Christentum in solch einer Atmosphäre zu kritisieren.

The Darkening Age ist (soweit ich weiß) das einzige populärgeschichtliche Werk zum Thema der christlichen Gewalt gegen Heiden. Anders als Deschners Werk ist es kein dichter, wissenschaftlicher Band, sondern vielmehr eine Polemik, die für ein allgemeines Publikum geschrieben wurde. Nixeys Prosa ist mutig und lebhaft, und sie gibt nicht vor, unparteiisch zu sein, wie sie in ihrer Einführung klarstellt:

Dies ist ein Buch über die christliche Zerstörung der klassischen Welt. Der christliche Angriff war nicht der einzige – Feuer, Flut, Invasion und die Zeit selbst spielen alle ihre Rolle -, aber dieses Buch konzentriert sich speziell auf den Angriff des Christentums. Dies soll nicht heißen, daß die Kirche nicht auch Dinge bewahrte: das tat sie. Aber die Geschichte der guten Werke des Christentums ist wieder und wieder erzählt worden; solche Bücher wuchern in Bibliotheken und Buchhandlungen. Die Geschichte und die Leiden derjenigen, die das Christentum besiegte, sind nicht erzählt worden. Dieses Buch konzentriert sich auf sie.

Nixey anerkennt, daß die katholische Kirche tatsächlich klassische Manuskripte und Kunstwerke bewahrte. Sie lobt „das Christentum der alten klösterlichen Bibliotheken, der Schönheit illuminierter Manuskripte, des Ehrwürdigen Bede.“ Jedoch wurde, wie sie hervorhebt, viel mehr zerstört, als bewahrt wurde. Daß die Kirche einen Bruchteil des Gesamtbestandes klassischer Manuskripte und Kunstwerke bewahrte, ändert nicht die Tatsache, daß der Triumph des Christentums zum großen Teil durch die Vernichtung des Heidentums möglich gemacht wurde.

Christlichen Mönchen wird oft das Verdienst zugeschrieben, klassische Texte bewahrt zu haben. Weniger oft anerkannt ist, daß Mönche selbst ebenfalls Mittäter bei der Zerstörung der klassischen Antike waren. Dazu gehörte der heilige Benedikt, der berühmte Gründer des Benediktinerordens. Bei der Ankunft in Monte Cassino, wo er sein erstes Kloster gründete, war seine erste Tat die Zerstörung einer Statue des Apollo zusammen mit einem ihm gewidmeten Altar, worauf er eine Kapelle baute, die Johannes dem Täufer gewidmet war. Er ging weiter und „riß die Idole nieder und zerstörte die Haine auf dem Berg… bis er den letzten Rest des Heidentums in jener Gegend mit der Wurzel ausgerissen hatte.“

Der heilige Martin von Tours, ein Mönch und Bischof, dem das älteste Kloster in Europa gewidmet ist, zerstörte heidnische Schreine und Statuen im gesamten ländlichen Raum Galliens. Eine Zeile im Leben des Heiligen Martin lautet: „Er zerstörte völlig die Tempel, die der falschen Religion gehörten, und verwandelte all die Altäre und Statuen in Staub.“ Übertreibungen sind in Hagiographien natürlich reichlich vorhanden, aber es ist vielsagend, daß die Hagiographen sowohl von Benedikt als auch von Martin Tempelzerstörung als lobenswert ansahen und von ihren Eskapaden schwärmten.

Banden christlicher Mönche waren für ähnliches Wüten in Syrien bekannt. Das Buch beginnt mit einer Beschreibung (die mit etwas dichterischer Freiheit gezeichnet ist) des Sturzes von Palmyra 385 n. Chr. Der Altar des Tempels von Al-Lat (einer nahöstlichen Göttin, die mit Athene assoziiert wird) wurde zerstört, und die Statue von Allat-Athena wurde enthauptet, und ihre Arme und Nase wurden abgeschlagen. Nahezu zweitausend Jahre später vollendete ISIS, was ihre monotheistischen Vorgänger begonnen hatten, indem sie Tempel und Statuen in Palmyra zerstörten, einschließlich dessen, was von der Statue Athenas übrig war.

Der griechische Redner Libanius beschrieb die Zerstörung der Tempel in Syrien: „Diese Leute beeilen sich, die Tempel mit Stöcken und Steinen und Eisenstangen anzugreifen, und in manchen Fällen diese verschmähend mit Händen und Füßen. Dann folgt die völlige Zerstörung mit der Abdeckung von Dächern, dem Einreißen von Mauern, dem Niederreißen von Statuen und dem Umstürzen von Altären, und die Priester müssen entweder still sein oder sterben…“

Somit war die Zerstörung von Tempeln und Kunstwerken nicht die Domäne einsamer Wölfe und isolierter Verrückter. Sie wurde von christlichen Mönchen, Bischöfen und Theologen inszeniert und unterstützt, von denen manche später heiliggesprochen wurden. Sogar St. Augustinus erklärte einmal, „daß die Vernichtung allen Aberglaubens von Heiden das ist, was Gott will, was Gott befiehlt, was Gott verkündet!“ Johannes Chrysostomos erfreute sich am Niedergang des Heidentums: „Die Tradition der Vorväter ist zerstört worden, der tief verwurzelte Brauch ist ausgerissen worden, die Tyrannei der Freude und der verfluchten Feste… sind wie Rauch ausgelöscht worden.“ Er freute sich hämisch, daß die Schriften „der Griechen alle vernichtet worden sind und ausgelöscht sind.“ „Wo ist Plato? Nirgendwo! Wo ist Paulus? In aller Munde!“

Chrysostomos ermutigte andere Christen dazu, die Häuser von Menschen zu durchsuchen und darin nach jeglichem Anzeichen von Häresie zu stöbern. Diese Taktik wurde auch von Schenute übernommen, einem ägyptischen Mönch, der nun von der koptischen Kirche als Heiliger betrachtet wird. Schenute und seine Schlägerbanden pflegten in Häuser von Menschen einzubrechen, die verdächtigt wurden, Heiden zu sein, und „heidnische“ Statuen und Literatur zu zerstören. Nach seinen Worten „gibt es kein Verbrechen für diejenigen, die Christus haben.“ Ein syrischer Bischof des fünften Jahrhunderts riet Christen, „Bücher der Ketzer… an jedem Ort zu suchen, und wo immer ihr könnt, bringt sie uns entweder, oder verbrennt sie im Feuer.“

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Tyrannei und Vielfalt in der antiken Welt

Dionysius I. von Syrakus

Von Guillaume Durocher, übersetzt von Lucifex. Das Original Tyranny and Diversity in the Ancient World erschien am 18. Januar 2018 auf The Occidental Observer.

In Politika bemerkt Aristoteles realistischerweise, daß Vielfalt, die aus Einwanderung ohne Assimilation resultiert, eine häufige Ursache von Bürgerkrieg und des Zusammenbruchs der Bürgersolidarität in den griechischen Stadtstaaten war. In diesem kurzen Artikel möchte ich hervorheben, wie Vielfalt im Einsatz fremdländischer Söldner und Veränderungen der Bevölkerung ein häufiges Mittel waren, das von griechischen Tyrannen zur Unterwerfung der Bürgerschaft genutzt wurde.

Der Import von Ausländern und die Übertragung von Rechten an sie, ob durch Demokraten oder Tyrannen, war auch eine häufige Methode, um den politischen Prozeß zu unterlaufen, die Verfassung zu zerstören und die Bürgerschaft zu unterwerfen.

Das archetypische Beispiel dafür war der mächtige und vielfältige sizilianische Stadtstaat Syrakus, der lange Zeit von einer Reihe von Tyrannen regiert wurde, was einen brauchbaren Kontrast zum homogenen und freien Stadtstaat ergibt. Aristoteles bemerkte: „In Syrakus führte die Übertragung von Bürgerrechten an Fremde und Söldner am Ende der Periode der Tyrannen zu Aufruhr und Bürgerkrieg“ (Politika, 1303a13). Weiters argumentierte Aristoteles, daß ein legitimer Herrscher durch seine eigenen bewaffneten Bürger geschützt würde, während Tyrannen ausländische Söldner einsetzten: „Könige werden durch die Waffen ihrer Untertanen bewacht, Tyrannen durch eine fremde Streitmacht“ (1285a16). Der Einsatz fremder Söldner führte häufig dazu, daß die Herrschaft an einen Tyrannen oder eine kleine Clique überging (1306a19).

Aristoteles‘ Beobachtungen sind weitgehend von modernen Wissenschaftlern aufgegriffen worden. Tyrannen wußten genau, daß eine gemeinsame Identität und Bürgersolidarität Bedrohungen für ihre persönliche Macht waren. Kathryn Lomas bemerkt: „Die Nutzung umherziehender Populationen zur Untergrabung des Status der polis ist vielen Tyrannen und hellenistischen Monarchen in der gesamten griechischen Welt gemeinsam.“[1] Paul Cartledge bemerkt, daß Syrakus

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Rasse und Juden: Stimmen aus der Antike

Cicero, Tacitus, Strabo und William Pierce

Von Tanstaafl, übersetzt von Lucifex. Das Original Race and Jews – Part 6 erschien am 18. November 2014 auf Age of Treason.

Die Juden haben seit Jahrtausenden jede Nation, jedes Imperium und jede Zivilisation in Europa und im Nahen Osten infiltriert, manipuliert, ausgenützt und überlebt. Das jüdische Problem ist ein altes Problem. Der Rassecharakter und die Natur der Juden ist nicht etwas, das die Europäer erst im 15. Jahrhundert mit den Gesetzen zur Reinhaltung des Blutes in Spanien bemerkten. Wir haben uns schon zuvor damit befaßt, was zeitgenössische Schwachköpfe zu sagen haben. Diesmal werden wir uns einige Beobachtungen des jüdischen Rassecharakters ansehen – der Persönlichkeitsmerkmale, die für das Kollektiv charakteristisch sind – die mehr als zwei Jahrtausende in die Vergangenheit zurückreichen.

Cicero, ein römischer Staatsmann im 1. vorchristlichen Jahrhundert, bemerkte:

Die Juden gehören zu einer dunklen und abstoßenden Macht. Man weiß, wie zahlreich diese Clique ist, wie sie zusammenhalten und welche Macht sie durch ihre Vereinigungen ausüben. Sie sind eine Nation von Gaunern und Täuschern.

Tacitus war im 1. nachchristlichen Jahrhundert ein Senator und ein Historiker des Römischen Reiches. In The Works of Tacitus, Volume 4, veröffentlicht 1752, schrieb Thomas Gordon:

Was die Juden betrifft, so folgte er der Tradition und den Darstellungen, die unter den Römern gängig waren. Er sagt, welche unterschiedlichen Beziehungen es gab, und fügt weder irgendetwas hinzu, noch stellt er die Dinge in böswilliger Absicht falsch dar. Es war ein obskurer Staat; im Allgemeinen von irgendeiner größeren Macht versklavt: von den Assyrern, Ägyptern, Griechen und dann von den Römern, und verdammt von allen, genauso sehr, wie sie selbst alle hassten. Sie hatten keine Barmherzigkeit oder Wohltätigkeit für die Nichtjuden und Unbeschnittenen übrig, und nachdem sie überzeugt waren, daß der Allmächtige nur sie liebte, bildeten sie sich ein, daß er die gesamte menschliche Rasse außer ihnen verabscheue, und daher verabscheuten auch sie sie: Sodaß von Tacitus allzu wahrhaft gesagt wurde: „adversus omnes alios hostile odium.”

Dies ist eine wohlbekannte Phrase unter Gelehrten und ist seither in vielen Variationen in Erscheinung getreten. Was Tacitus sagte, war: „Sie hassen alle anderen und sind ihnen feindlich gesonnen.“

In Notices of the Jews by the Classic Writers of Antiquity, veröffentlicht 1870, bemerkt John Gill, daß Tacitus die Gesetze der Juden als „menschenfeindlich und dazu kalkuliert, den Juden mit Hass und Gegnerschaft zum Rest der Menschheit zu inspirieren“ bezeichnet.

Strabo, ein griechischer Geograph des 1. Nachchristlichen Jahrhunderts, war ein weiterer antiker Beobachter, der die Juden bemerkte. Ich fand Strabos Weisheit in eine breitere Darstellung von William Pierce von 1998 eingebettet, How It Fits Together:

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Der Judaismus in der Welt der Antike

Von Julius Evola. Das Original „L’ebraismo nel mondo antico“ erschien in der Juliausgabe 1938 von La Vita Italiana und wurde von Das Gletscherkreuz für Counter-Currents Publishing ins Englische übersetzt. Deutsche Übersetzung auf Basis dieser am 16. Januar 2018 auf Counter-Currents erschienenen englischen Fassung, Judaism in the Ancient World, von Lucifex.

Eines der taktischen Argumente, die am häufigsten gegen jene verwendet werden, die das jüdische Problem heute zur Sprache bringen, ist, daß der Antisemitismus eine bloße Modeerscheinung sei, eine importierte Ideologie, ein Versuch, den deutschen Rassismus und Nazismus nachzuahmen, etwas, das keinen wirklichen Platz in unserem Land [Italien; d. Ü.] hat.

Wir haben Behauptungen dieser Art bereits in der Juniausgabe des Vorjahres gekontert, indem wir gezeigt haben, daß das jüdische Problem in Italien unabhängig von rassistischen oder nazistischen Prämissen formuliert werden kann und sollte, und daß es nicht künstlich entsteht, sondern vielmehr in seiner höchsten Form in direkter Verbindung mit der römischen imperialen Idee. [1]

Ein weiteres taktisches Argument besteht in der Behauptung, daß der Antisemitismus heute bloß der säkularisierte Überrest religiöser Vorurteile sei. Das Christentum, wird behauptet, schuf den Antisemitismus. Coudenhove-Kalergi hat auf dieser Grundlage sogar versucht, die instinktive Abneigung, die viele Nichtjuden gegenüber Juden empfinden, auf der Grundlage eines unterbewußten Erbes zu erklären. An der Wurzel dieses Instinkts, behauptet er, befindet sich der Hass, der einst vom Christentum gegen jene eingeimpft wurde, die Jesus zu Folter und Tod führten und die ausriefen, daß sein Blut über sie kommen solle. Auch diese Ansicht ist tendenziös und unrichtig. Ihre Hauptwiderlegung ist die Tatsache, daß der Antisemitismus bereits in einer Welt existierte, in der das Christentum noch nicht erschienen war. Die antike vorchristliche, arische, klassische und mediterrane Welt kannte schon klar definierte Formen von Antisemitismus und spürte bereits intuitiv die jüdische Bedrohung, oft in Begriffen, die jenen von heute auffallend ähneln. Wir halten es für sehr angebracht, diese Tatsache hervorzuheben. Daher wird es nicht schaden, auch wenn viele antisemitische Dokumente aus der klassischen Antike der Öffentlichkeit bereits allgemein bekannt sind, sie schnell zu betrachten, um das oben erwähnte polemische Argument endlich zu beseitigen. Außerdem ist bekannt, daß Antisemitismus auf christlicher Grundlage in gewissem Ausmaß einen Bumerang-Effekt erzeugt hat: sobald er vom Christentum gegen die Juden geschleudert wird, droht er letztendlich auf das Christentum selbst zurückzuwirbeln. Die radikalsten Formen des zeitgenössischen Antisemitismus greifen das jüdische Element im Christentum selbst an. Wir wiederholen jedoch, daß die Tatsache, daß es schon in der Antike Antisemitismus gab, ein wichtiger Faktor bei der Befreiung des jüdischen Problems von jeglichen christlichen Prämissen ist.

Wenn man sich auf die Welt der klassischen Antike bezieht, muß man die Bedeutung des Begriffs „Antisemitismus“ klarstellen. Die Einstellung, die dieser Begriff bezeichnet, richtete sich in der klassischen Antike nie zum Beispiel gegen die Assyrer, die Babylonier oder die Araber, die alle semitische Völker sind. Somit wäre es richtiger, von „Antijudaismus“ zu sprechen. Es stimmt, daß man die Verwendung des nun gängigen Begriffs „Antisemitismus“ auf der Grundlage einer breiteren Gegnerschaft zwischen allgemeinen Zivilisationstypen und Weltsichten rechtfertigen könnte [https://www.counter-currents.com/2015/07/the-jewish-question-in-the-spiritual-world/]: aber dies würde zu weit führen und uns von dem Thema wegführen, das wir hier spezifisch zu diskutieren beabsichtigen. Es sollte daher von Anfang an klargemacht werden, daß, wenn wir von „Antisemitismus“ in der antiken Welt sprechen, dies in der Bedeutung von „Antijudaismus“ verstanden werden sollte.

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