Gedanken von einer Ledercouch über COVID-19

Von Dr. Robert S. Griffin, übersetzt von Lucifex. Das Original Thoughts from a Leather Couch About COVID-19 erschien am 8. April 2020 auf The Occidental Observer.

Anmerkung: Ich schrieb diesen Artikel am 30. März. Nachdem ich ihn fertiggestellt hatte, dachte ich: „Du bist alt und sauer und unqualifiziert, über dieses Thema zu schreiben. Jeder ist an Bord dabei, wie mit dieser COVID-19-Pandemie umzugehen ist, und es muß mit dir etwas nicht stimmen.“ Ich legte den Artikel beiseite. Es ist nun der 1. April, und ich habe ihn noch einmal gelesen und mir gedacht: „Oh, bring‘ ihn raus. Es ist deine Wahrheit, selbst wenn es nicht die Wahrheit ist. Die Leser werden genug wissen, um ihn als das zu nehmen, wofür er gut ist.“ Hier ist er also.

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„Ledercouch“ im Titel dieses Artikels bezieht sich darauf, wo ich heutzutage die meiste Zeit in meinem Wohnzimmer verbringe. Ich bin im Ruhestand und geriatrisch alt – 80 nächsten Monat -, und ich besitze nahezu keine Energie, und die Spinalstenose und die Arthritis sind wirklich schlimm, und alles, was ich am Morgen tun kann, ist Frühstück zu machen und das Müsli mit Obst und eine Tasse Kaffee und ein Glas Milch zur Ledercouch zu bringen, um es zu mir zu nehmen, während ich The New York Times auf meinem Laptop lese, verdammt große Sache.

Die Schlagzeile der Times von heute [30. März] lautete: „Während U.S.-Totenzahl steigt, wägt Washington neue Notstandsmaßnahmen ab.“ [Am 1. April lautet sie: „Virus könnte 100.000 bis 240.000 töten, sagen Experten.“] Es ist online, aber was ich die Titelseite der Times nennen würde, enthielt 13 Artikel – jeder davon handelte von der gegenwärtigen COVID-19-Krise. Es gab 11 Stellungnahmen auf der Titelseite – dasselbe.

Dies geht schon seit Wochen so. Die Times hypt diese Sache wirklich. Man sagt mir (ich verlasse das Haus selten, außer ab und zu, um zum Supermarkt zu gehen und Bücher in der Bibliothek zu holen, daher weiß ich es selbst nicht wirklich), daß die Wirtschaftsaktivität heruntergefahren ist und jeder sich zu Hause verkriecht und sich die Hände supersorgfältig wäscht (darin bin ich ziemlich gut) und versucht, das Gesicht nicht zu berühren (da könnte ich etwas Verbesserung brauchen) und sich von anderen Menschen fernzuhalten (meine Spezialität). Die Times sagte, daß Präsident Trump verkündete, daß dieses Arrangement einen weiteren Monat bestehen bleiben wird.

Ich entdeckte, daß eine der bedeutenderen Aktivitäten in meinem Alter, zumindest bis die Demenz einsetzt – oder schlimmer wird, welches immer es ist -, darin besteht, auf dieser Ledercouch zu sitzen und eine Wiederholung meines Lebensfilms anzusehen, die in meinem Kopf projiziert wird.

Eine der sehr frühen Szenen meiner Filmbiographie, ich war wahrscheinlich vier Jahre alt, war, wie ich in Minnesota ein Flugzeug über uns hinwegfliegen hörte und meine Mutter darauf hinwies.

Sie antwortete, im Scherz, wie ich nun erkenne – oder versuchte sie mir boshafterweise Angst einzujagen? – „Das könnte ein deutsches Flugzeug sein, das eine Bombe auf uns abwirft.“

„Eine was?“

„Eine Bombe. Wir sind im Krieg mit den Deutschen.“

Ich wußte zu der Zeit nicht, was eine Bombe war, ein Krieg oder ein Deutscher, und ich beließ es dabei und ging wieder meinen Beschäftigungen nach. Aber aus irgendeinem Grund ist diese Episode über 75 Jahre später in meinem Film.

Was eine Überleitung zu meinem ersten Punkt in diesem Text ist: Keine Bombe ist jemals auf mich abgeworfen worden, weder buchstäblich noch bildlich gesprochen, mein ganzes Leben nicht bis jetzt; diese COVID-19-„Bombe“ hat ihr Ziel getroffen, ich spüre sie. Und, um die Verbindung mit der Filmszene fortzusetzen, ich bin genauso ahnungslos bezüglich dessen, was mit diesem Virus und der kollektiven Reaktion darauf los ist, wie ich es damals 1944 wegen dieses Flugzeugs war.

Das alles soll heißen, daß es für mich in dieser COVID-19-Sache um etwas geht – genug, um mir die Zeit zu nehmen, dies zu schreiben -, aber ich versuche hier nicht den Experten zu spielen. Was ich zu tun versuche, ist die Gedanken eines Durchschnittsbürgers – meine – für eure Begutachtung rüberzubringen. Dies ist, was ich euch sagen würde, wenn ihr euch irgendwie in den roten Lehnstuhl setzen würdet, der sechs Fuß von mir auf dieser Couch entfernt ist.

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Während ich hier Tag für Tag sitze – ist gerade Dienstag oder Mittwoch? -, erkenne ich, welch geringe Verwicklung ich in die großen Ereignisse meiner Zeit auf Erden hatte und wie wenig Wirkung sie auf mich hatten. Es ist der Punkt „Keine Bombe ist mir auf den Kopf geworfen worden“ im letzten Abschnitt. Es gab in den ‘40ern eine Polioepidemie, und meine Mutter sagte mir, im See schwimmen zu gehen sei tödlich schlimm (nachdem man dabei Polio bekommen konnte, so dachte sie jedenfalls), und ich habe mich seither immer vor dem Wasser gefürchtet. Da ist nicht viel. In der Grundschule übte ich, unter meinen Tisch zu schlüpfen, wie der Lehrer sagte, damit ich geschützt wäre, wenn die Russen eine Atombombe auf Saint Paul, Minnesota, warfen. Obwohl ich jetzt nicht sicher bin, wieviel es mir geholfen hätte, unter dem Tisch zu sein, wenn das passiert wäre, und die Wahrheit ist, daß ich nie kapierte, warum genau ich überhaupt unter dem Tisch kauerte. Der Koreakrieg war eine Landkarte in der Saint Paul Pioneer Press, die eine Gefechtslinie nahe der Stadt Pusan ganz unten in Südkorea zeigte, und dann gab es die Landung bei Inchon nahe der Stadt Seoul, und dann trieben die Chinesen uns von dort, wohin wir in Nordkorea gekommen waren, wieder ungefähr dorthin zurück, wo wir waren, als der Krieg anfing, aber was das mit irgendetwas zu tun hatte, hätte ich euch nicht sagen können. Ich mußte nicht in Vietnam kämpfen, weil ich mit siebzehn zur Armee gegangen und wieder aus ihr draußen war, bevor der Krieg eskalierte, und ich wäre sowieso nicht eingezogen worden, weil ich an einer High School unterrichtete. 9/11 war in Manhattan, und ich war in Vermont, unterrichtete an der Universität, ging ins Kino und sah Ballspiele im Fernsehen an. Es gab den Irakkrieg und die AIDS-Krise, und ich könnte andere größere öffentliche Ereignisse aufzählen, aber alles blieb „da drüben“ und war kein Teil meines Lebens. Aber diese gegenwärtige COVID-19-Krise, -Hysterie, dieses beherrschende Thema, wie immer man es nennen soll, ist eine ganz andere Sache. Sie ist nicht da drüben, sondern genau hier.

Mit dem Absturz der Märkte sind Hunderttausende Dollars in meinem Pensionskonto, für dessen Aufbau ich ein halbes Jahrhundert verwendet hatte, verschwunden, puff.

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Wann gab es den Roten Baron?

Von Brett Holman, übersetzt von Lucifex (ursprünglich für diesen Kommentar zu F. Roger Devlins Joyeux Noёl: Die Anfänge des Ersten Weltkrieges und der Weihnachts-Waffenstillstand von 1914). Das Original When was the Red Baron? erschien am 20. August 2018 auf Airminded.

Vorbemerkung des Übersetzers: Der Autor dieses Essays ist der von ihm lange gehegten Vorstellung (die wohl auch die von uns allen ist) nachgegangen, daß Manfred von Richthofen schon zu Lebzeiten auf beiden Seiten der Front als „Roter Baron“ bezeichnet wurde, und hat Überraschendes herausgefunden. Auch wenn es für sich genommen nicht wichtig ist, ab wann die Bezeichnung „Roter Baron“ wirklich gängig geworden ist, zeigt dieses Beispiel doch auf, wie unrichtige historische Wahrnehmungen durch mediale Präsentation zustandekommen können, auch ganz ohne irgendeine Böswilligkeit oder politische/metapolitische Agenda.

Manfred von Richthofen ist unzweifelhaft der berühmteste Flieger des Ersten Weltkriegs, möglicherweise aller Zeiten. Aber er ist nicht so sehr unter seinem Namen berühmt wie unter seinem Spitznamen: er ist der Rote Baron, ein Verweis auf sein rotes Flugzeug und seine aristokratische Geburt. [Anm. d. Ü.: wie die meisten von euch wissen werden, war er aber ein Freiherr und kein Baron.] Er beschwört sofort Bilder von Rittern am Himmel herauf, die in der Luft miteinander kämpfen, bis einer zu Fall gebracht wird und dem Boden weit unten entgegentaumelt. Als Beispiel ist hier ein Bericht aus der britischen Presse über „The end of the Red Baron“ (mit Joseph Simpsons obiger Illustration):

Kavalleriehauptmann Baron von Richthofen wurde an dem Tag im Luftkampf abgeschossen, an dem die deutschen Zeitungen seinen 79. und 80. Sieg verkündeten. Boyd Cable schreibt: „Der Rote Baron mit seinem berühmten ‚Zirkus‘ entdeckte zwei unserer Artilleriebeobachtungsmaschinen, und als ein paar nachfolgende angriffen, zog der größere Teil des ‚Zirkus‘ sich zurück, um es dem Baron zu ermöglichen, ranzugehen und die beiden abzuschießen. Sie lieferten einen Kampf, und während der Baron sich in Position manövrierte, erschien eine Anzahl unserer Lightning-Scoutmaschinen und griff den ‚Zirkus‘ an. Der Baron schloß sich dem Kampfgetümmel an, das sich in Gruppen zerstreute und zu etwas wurde, das unsere Männer einen ‚dog fight‘ nennen. In dessen Verlauf hängte der Baron sich an das Heck eines Kampfaufklärers, der in den Sturzflug ging, mit dem Baron dicht dahinter. Ein weiterer unserer Aufklärer sah das, stürzte dem Deutschen hinterher und eröffnete das Feuer auf ihn. Alle drei Maschinen kamen dem Boden nahe genug, um von Infanterie-Maschinengewehren beschossen zu werden, und man sah, wie der Baron schlingerte, seinen Sturzflug fortsetzte und in unsere Linien krachte. Seine Leiche und der berühmte blutrote Fokker-Dreidecker wurden danach von der Infanterie hereingebracht, und der Baron wurde mit vollen militärischen Ehren begraben. Er war von einer Kugel getroffen worden, und die Wunde zeigte deutlich, daß er von dem Piloten getötet worden war, der ihm hinterhergestürzt war.“

Das Seltsame ist, daß dies die einzige Verwendung der Phrase „Red Baron“ im British Newspaper Archive in Bezug auf Richthofen für den gesamten Krieg war – und selbst da erst nach seinem Tod. Genauso wenig habe ich sie in den anderen größeren englischsprachigen Zeitungsarchiven finden können: Gale NewsVault, ukpressonline, Welsh Newspapers Online, Trove, PapersPast oder Chronicling America. (Ich kann tatsächlich etliche Erwähnungen von „red Baron“ im BNA während des Krieges finden, aber die haben nichts mit dem „Roten Baron“ oder überhaupt mit einer Person zu tun: es war der Name eines Preisträgers in der Show der Royal Ulster Agricultural Society von 1912, der 1916 als „Red Baron“ bezeichnet wurde, „der Zuchtbulle in der Herde des ehrenwerten Frederick Wrench, Killacoona, Ballybrack, der sich für ihn als solch eine veritable Goldgrube erwiesen hat“. Genauso wenig erscheint „red Baron“ im Magazin Flight während des Krieges, noch in der englischen Übersetzung von Richthofens Autobiographie Der Rote Kampfflieger, die bezeichnenderweise als „The Red Battle Flyer“ übersetzt wurde.

Falls Richthofen während des Krieges „Roter Baron“ genannt worden war, wie ich angenommen hatte und wie anscheinend verbreitet geglaubt wird, so scheint diese Praxis nicht ihren Weg in die Presse gefunden zu haben und kann daher nicht sehr verbreitet gewesen sein. Vielleicht war es ein Spitzname, der ihm von alliierten Fliegern verpaßt worden war, auch wenn etwas weniger Höfliches als wahrscheinlicher erscheint. Aber auf jeden Fall muß Wikipedias Behauptung:

Richthofen malte sein Flugzeug rot an, und dies kombiniert mit seinem Titel führte dazu, daß er in Deutschland und außerhalb davon „der Rote Baron“ genannt wurde

eingeschränkt werden, und zwar sehr.

Wenn es den Roten Baron im Großen Krieg faktisch nicht gab, wann gab es ihn dann? Die Richthofen-Biographien, die ich konsultieren konnte, befassen sich mit dieser Frage nicht sehr klar. Peter Kilduff zum Beispiel zählt „The Red Baron“ bloß als einen von Richthofens Spitznamen auf, ohne zu sagen, wer ihn so nannte und wann. In einem Text von 1969 behauptet William Burroughs:

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Der wahre Ursprung der Sinti und Roma, Teil 3 von 3: „Appendix“

Von Sándor Avraham, übersetzt von Lucifex. Das Original Appendix erschien als Ergänzung zum Essay The True Origin of Roma and Sinti auf Myths, Hypotheses and Facts Concerning the Origin of Peoples. [Anm. d. Ü.: der Autor, der selbst ein Zigeuner ist, argumentiert, daß sein Volk aus einem verlorenen jüdischen Stamm des nördlichen Königreichs Israel hervorgegangen ist.]

Zuvor erschienen: Der wahre Ursprung der Sinti und Roma, Teil 1 und Teil 2.

Antwort

Bald nachdem diese Webseite veröffentlicht wurde (siehe die Hauptseite), reagierten manche Unterstützer des „Mythos vom indischen Ursprung“ mit Mißfallen, doch ohne irgendeinen Beweis für die Unterstützung ihrer dahinschwindenden Theorie zu liefern.

Es ist wohlbekannt, daß die angesehensten Wissenschaftler im Mittelalter glaubten, daß die Erde flach sei, mit der unzweifelhaften Unterstützung des anscheinenden Beweises, daß sie tatsächlich flach ist, nachdem wir auf ihr stehen. Wer meinte, daß sie rund sei, wurde zum Verbrennen auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Nun würden sogenannte Gelehrte der Theorie vom „indischen Ursprung“ mich ebenfalls bereitwillig auf dem Scheiterhaufen verbrennen, nachdem ich ihren Mythos zerstört habe und sie keine Beweise gegen die hier vorgelegten haben. [Einschub des Übersetzers: Wie ich in diesem und diesem Kommentar zu meinem Artikel „Kosmos, Kabbala du Käse“ darlege, ist diese Vorstellung vom angeblichen mittelalterlichen Glauben an die flache Erde samt dessen kirchlicher Durchsetzung offenbar selbst ein Mythos, der zur Zeit der Aufklärung in Umlauf gebracht wurde, um sich gegenüber dem Mittelalter als so viel fortschrittlicher darzustellen.]

Bisher sind die Leute, die über den Ursprung der Roma theoretisierten, in großer Mehrheit Gadje (Nicht-Roma), und es ist für sie unmöglich, die Roma-Kultur intim zu kennen. Es ist dasselbe, als würde ein herausragender Bibelgelehrter die Essenz des Judaismus erklären, ohne selbst ein Jude zu sein – egal wie tief diese Person die hebräische Sprache und die Thora kennt, die Kabbala und den Talmud, so könnte er niemals in der Lage sein, die innersten jüdischen Gefühle und Spiritualität darzulegen – zumindest nicht als Nichtjude.

Die wenigen davon, die Roma sind, sind sehr säkularisiert und sind einfach dem von den Theorien der Gadje-Wissenschaftler gesetzten Trend gefolgt, ohne irgendwelche tieferen Recherchen innerhalb ihrer eigenen Herkunftskultur durchzuführen. Die Tatsache, daß es Roma gibt, die den „Mythos vom indischen Ursprung“ unterstützen, bedeutet nicht, daß solch eine Theorie glaubwürdig ist, in gleicher Weise, wie die Tatsache, daß Karl Marx ein Jude war, ihn nicht zu einer Autorität bezüglich des Judaismus macht. Ein psychotischer Romanautor namens Koestler war ebenfalls ein Jude und erfand die Legende, daß sein eigenes Volk nicht semitisch sei, sondern türkisch, eine Theorie, die bald von allen Antisemiten akzeptiert wurde. Doch seine Theorie wurde als irrig bewiesen, obwohl es ein Jude war, der sie formulierte. Daher lade ich die Roma, die im Grunde ein bescheidenes Volk sind, dazu sein, nicht der pseudo-intellektualistischen Mode zu folgen, sondern innerhalb ihrer eigenen kulturellen Wurzeln Nachforschungen zu treiben, die sie sicherlich nicht nach Indien führen werden, sondern anderswohin.

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Der wahre Ursprung der Sinti und Roma (Teil 2 von 3)

Von Sándor Avraham, übersetzt von Lucifex. Das Original The True Origin of Roma and Sinti erschien auf Myths, Hypotheses and Facts Concerning the Origin of Peoples. [Anm. d. Ü.: der Autor, der selbst ein Zigeuner ist, argumentiert darin, daß sein Volk aus einem verlorenen jüdischen Stamm des nördlichen Königreichs Israel hervorgegangen ist.]

Zuvor erschienen: Der wahre Ursprung der Sinti und Roma (Teil 1 von 3)

Die lange Reise nach Indien

Zurück zur Geschichte unseres Volkes: Das oben Beschriebene ist das Land, wo wir sie im Jahr 722 v. Chr. finden. Dies war der Beginn ihrer neuen Sprachevolution und der Beginn ihres Vergessens des Volkes, das sie einst waren, außer ihrem Bewußtsein, ein anderes, ein besonderes Volk zu sein, das sich nicht mit den „Goyim“ (später Gadje) vermischen darf. Sie haben bestimmte Regeln, auf die sie nicht verzichten werden, die Reinheitsgesetze und den Glauben an Einen Gott, den Einen, der versprach und erfüllte: sie werden wieder im Exil sein, vielleicht für immer… Sie werden nicht mehr „Israel“ genannt werden, nun sind sie bloß „Menschen“, die ihre Vorväter im ägyptischen Exil „Rom“ nannten.

Nach der Assyrerherrschaft deportierten die Babylonier auch ihre südlichen Brüder, aber diese behielten ihre Identität, ihre Gesellschaftsstruktur und ihren Priesterstamm, und 70 Jahre später kehrten sie nach Kanaan zurück, nachdem sie nun als „Juden“ anerkannt waren. In ihrem relativ kurzen Exil gelang es ihnen, einen Teil ihrer nördlichen Brüder zurückzuholen, aber der Großteil blieb im Exil.

Babylon fiel unter eine neue aufsteigende Macht, Medo-Persien, ein nichtsemitisches Volk, das vielmehr mit den Hurritern/Mitanni verbunden war. Sie hatten eine besondere Religion, zu der Feueranbetung und Magie gehörten; tatsächlich wurde ihre Priesterkaste Mager genannt. Das exilierte Volk, vormals Israeliten und nun einfach „Menschen“, Rom, war in solchen Künsten sehr begabt und verstand, daß es profitabel war, sie zu praktizieren, daher wurden diese Elemente in ihre eigene Kultur übernommen, aber hauptsächlich betreffend ihres Verhaltens gegenüber den anderen, den Gadje. Das persische Reich war riesig und erstreckte sich bis hinauf nach Sakastan [Sīstān], über den Sindh hinaus. Dies war ein sehr begehrenswertes Land und wird ihnen auch geholfen haben, ihr Exil in Assyrien zu vergessen; das richtige Land, um sich niederzulassen und ein neues Leben zu beginnen…

Nun hat in den letzten Jahren eine internationale jüdische Organisation namens Kulanu („Wir alle“), die hauptsächlich darauf abzielt, die verlorenen Stämme des alten Israel zu finden, Erfolg bei dieser Aufgabe, und es gibt ein besonderes Gebiet der Welt, wo viele von ihnen endlich gefunden worden sind: Indien. Es gibt Nachkommen der von den Assyrern exilierten Israeliten in jedem Teil Indiens, von Kaschmir bis Kerala, von Assam bis Afghanistan. Sie werden nicht durch ihre Sprache identifiziert, die eine indische ist, sondern durch andere kulturelle Merkmale – doch keiner davon versammelt so viele hebräische Elemente wie die Roma!

Tatsächlich zeigen hinsichtlich der Orte, wohin die allgemein so genannten verlorenen Stämme Israels migrierten, überwältigende Beweise, daß der größte Teil während der persischen und mazedonischen Herrschaft nach Indien übersiedelte, und die meisten von ihnen bevorzugten das skythisch-sarmatische Gebiet, nämlich das Industal, Kaschmir, Rajasthan und die obere Gangesregion. Natürlich waren sie keine homogene Masse mehr, da sie in separaten Gruppen in verschiedene Länder migrierten und neue eigene Ethnien schufen; dies bedeutet, daß die Roma nur einer von mehreren israelitischen Gruppen sind, die ihren Ursprung nicht mehr kennen – der Unterschied ist, daß die Roma in den Westen zurückkehrten und die Aufmerksamkeit der Europäer auf sich zogen, während die anderen im Osten blieben und immer noch ignoriert werden, und vielleicht die meisten der Merkmale verloren haben, die es ermöglichen, sie zu identifizieren, Eigenschaften, die die Roma in einem akzeptablen Maß beibehalten haben.

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Der wahre Ursprung der Sinti und Roma (Teil 1 von 3)

Von Sándor Avraham, übersetzt von Lucifex. Das Original The True Origin of Roma and Sinti erschien auf Myths, Hypotheses and Facts Concerning the Origin of Peoples. [Anm. d. Ü.: der Autor, der selbst ein Zigeuner ist, argumentiert darin, daß sein Volk aus einem verlorenen jüdischen Stamm des nördlichen Königreichs Israel hervorgegangen ist. Sein Essay ist ein langer, stellenweise etwas weitschweifiger und trockener Text, weshalb ich seine Übersetzung all die Jahre, seit die AdS-Leserin Auguste-Viktoria uns darauf aufmerksam gemacht hat, immer vor mir hergeschoben habe. Aber er ist dennoch interessant und aufschlußreich.]

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Viele Mythen sind über den Ursprung jenes mysteriösen Volkes ausgearbeitet worden, das in jedem westlichen Land präsent ist und mit verschiedenen Namen benannt wird, üblicherweise als Zigeuner, Gypsies, Gitanos, Cigány etc., und dessen korrektes Ethnonym für die meisten Gruppen Rom (oder besser Rhom) ist und Sinti für andere. Wir werden hier nicht mit den universal anerkannten Legenden auseinandersetzen, sondern mit dem letzten und verbreitetsten Mythos, der immer noch für wahr gehalten wird: ihre angebliche indoeuropäische Volkszugehörigkeit.

Daß Roma Europa nach einer langen Reise erreichten, die irgendwo in Indien begann, ist eine Tatsache, die nicht bedeutet, daß sie aus ihrem ursprünglichen Heimatland kamen. Jeder muß von irgendeinem Ort kommen, wo seine Vorfahren zuvor lebten, wohin sie vielleicht aus irgendeinem anderen Land kamen.

Die ganze Hypothese hinsichtlich ihres angeblichen indoeuropäischen Volkstums gründet sich auf nur einer Sache: der Sprache Romanes. Solch eine Theorie berücksichtigt keine anderen wichtigen kulturellen Tatsachen und Hinweise, die zeigen, daß Roma mit indischen Völkern nichts außer einigen linguistischen Elementen gemeinsam haben. Wenn wir eine Hypothese ernst nehmen sollen, die nur die Sprache berücksichtig, um den Ursprung eines Volkes zu bestimmen, dann müssen wir annehmen, daß fast alle Nordafrikaner aus Arabien kamen, daß aschkenasische Juden ein deutscher Stamm sind, daß sephardische Juden Spanier waren, die einer religiösen Minderheit angehörten, aber keinem anderen Volk, und so weiter. Schwarze Amerikaner wissen nicht einmal, welche Sprache ihre Vorfahren sprachen, folglich müssen sie Engländer sein. Sprache allein ist definitiv keine ausreichende Grundlage, um den ethnischen Hintergrund festzustellen, und all die anderen bestimmenden Fakten sprechen gegen den indischen Ursprung der Roma – einschließlich auch mancher Hinweise in der Roma-Sprache selbst. Die relevantesten Elemente, die in jedem Volk seit fernster Vergangenheit fortbestehen, sind von spiritueller Natur, wie sie sich in ihren inneren Gefühlen, typischen Verhaltensweisen und der unterbewußten Erinnerung manifestieren, nämlich ihr atavistisches Erbe.

In diesem Essay beginne ich mit der Darlegung des Mythos, bevor ich die Fakten und die daraus folgende Hypothese über den wahren Ursprung der Roma präsentiere.

Viele Bemühungen sind von Wissenschaftlern unternommen worden mit dem Zweck, den indischen Ursprung der Roma zu beweisen, und sie alle sind einer nach dem anderen daran gescheitert, überzeugende Beweise zu liefern. Manche Darstellungen, die als Referenzen verwendet wurden, wie die von Firdausi geschriebenen Geschichten, sind nun diskreditiert. Alle Völker, die angeblich mit den Roma verwandt sind, nämlich Dom, Luri, Gaduliya Lohar, Lambadi, Banjara etc. haben in Wirklichkeit überhaupt keine Verbindungen mit den Roma und nicht einmal gemeinsame Ursprünge. Die einzige ersichtliche Ähnlichkeit sind das Nomadenleben und Berufe, die für jeden nomadischen Stamm jeglicher ethnischer Abstammung typisch sind. All diese müßigen Ergebnisse sind die natürliche Folge einer Forschungsarbeit, die nach falschen Mustern betrieben wird: sie ignorieren die Essenz der Kultur der Roma, das heißt, das spirituelle Erbe, das mit allen indischen Völkern inkompatibel ist.

Eine neuere Theorie, die einigen Erfolg in dem intellektuellen Umfeld hat, das sich für das Thema interessiert – und die dazu bestimmt ist, sich wie all die vorhergehenden Hypothesen als irrig zu erweisen – gibt vor, die ursprüngliche „Stadt“ entdeckt zu haben, aus der die Roma gekommen sein könnten: Kannauj in Uttar Pradesh, Indien. Der Autor ist jedenfalls zu einigen wertvollen Schlußfolgerungen gekommen, die all die vorherigen Theorien diskreditieren, doch nachdem er derselben Spur folgt, einem rein linguistischen Hinweis, verfehlt er das Ziel. Somit begründet der Autor die gesamte Argumentation auf einem angeblichen linguistischen Beweis, der völlig ungenügend ist, die kulturellen Merkmale der Roma zu erklären, die nicht mit Sprache zu tun haben und die unzweifelhaft viel relevanter sind, und keine zuverlässigen Beweise werden gegeben, die seine Theorie stützen.

In diesem Essay werde ich einige Behauptungen des Autors zitieren, obwohl ich seine seltsame und unpassender Art, Romanes-Wörter zu schreiben, durch eine richtigere und verständlichere Transliteration ersetze – zum Beispiel repräsentiert das „rr“ kein Phonem in Romanes; das gutturale „r“ wird besser durch „rh“ dargestellt, obwohl es nicht alle Romanes-Dialekte aussprechen, so wie die Volksbezeichnung „Rom“ entweder als „Rhom“ oder einfach „Rom“ gesprochen wird. Doch das „h“ wird herkömmlicherweise verwendet, um einen ergänzenden Laut zu einem vorhergehenden Konsonanten zu kennzeichnen, und wenn graphische Betonungszeichen, Circumflexes oder andere zusätzliche Zeichen vermieden werden sollen, ist das „h“ in vielen Fällen der beste ergänzende Buchstabe. Ich persönlich würde das slowenische Alphabet mit einigen leichten Veränderungen benutzen, um die Roma-Sprache besser zu transkribieren, aber da grafische Zeichen vielleicht nicht immer durch das Internet gezeigt werden, verwende ich das alternative System.

Zur Darlegung der oben erwähnten Theorie beginne ich mit einer Aussage des Autors, die ich für richtig halte und mit der ich übereinstimme:

„Es ist auch bekannt, daß es in Indien kein Volk mehr gibt, das eindeutig mit den Roma verwandt ist. Die verschiedenen nomadischen Gruppen in Indien, die als ‚gypsies‘ (mit kleinem ‚g‘) bezeichnet werden, haben keine Verwandtschaft oder genetische Verbindung mit den Roma. Sie bekamen die Bezeichnung ‚gypsies‘ von der britischen Kolonialpolizei, die sie im neunzehnten Jahrhundert als Analogie zu den ‚Gypsies‘ Englands so nannte. Zusätzlich wandte sie auf sie dieselben diskriminierenden Regeln an wie auf die englischen ‚Gypsies‘. Später beharrten die meisten europäischen Forscher in der Überzeugung, daß Nomadentum oder Mobilität ein Grundmerkmal der Identität der Roma sei, darauf, die Roma mit verschiedenen nomadischen Stämmen Indiens zu vergleichen, ohne irgendwelche wirklichen gemeinsamen Merkmale zu finden, weil ihre Forschungsarbeit durch ihre Vorurteile hinsichtlich nomadischer Gruppen konditioniert worden war.“

Dies ist wahr, Forscher haben vorgefaßte Muster verwendet, auf denen sie ihre Hypothesen gründeten. Dennoch ist der Autor nicht davon ausgenommen, denselben Fehler begangen zu haben. Aus seiner eigenen Erklärung gehen die folgenden Fragen hervor: Warum gibt es in Indien kein einziges Volk, das mit den Roma verwandt ist? Warum wanderte das gesamte Volk der Roma aus, ohne die geringste Spur von sich oder irgendwelche Verwandten zu hinterlassen? Es gibt nur eine mögliche Antwort: sie waren keine Inder, ihr Ursprung lag nicht in diesem Land, und ihre Kultur war völlig inkompatibel mit der indischen. Nur eine religiöse Minderheit kann en masse aus einem Land auswandern, in dem die meisten Einwohner von derselben ethnischen Population sind. Und eine religiöse Minderheit bedeutete in jenen Zeiten einen „importierten“ Glauben, der nicht im indoarischen Bereich geschaffen wurde. Das angebliche Exil in Khorassan, das vom Autor als der Grund präsentiert wird, wegen dem die Roma Indien verließen, ist unbegründet und gibt keine Erklärung betreffend die angestammtesten Glaubensinhalte und Traditionen der Roma, die weder indisch noch moslemisch sind (denn Khorassan war in jenen Zeiten nicht mehr mazdaistisch), aber ich werde mich mit diesem Thema später in diesem Essay befassen.

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Die Revolverhelden des Wilden Westens: Gespräch mit einem Gunfighter

Colt Single Action Army im Kaliber .38-40 Winchester mit 7 ½“ langem Lauf.

Von C. F. Eckhardt, aus Heft 10-1985 der „Schweizer Waffenmagazins“. (Bild nicht aus dem Artikel.)

Zuvor (auf Cernunnos‘ Insel) erschienen:
Die Revolverhelden des Wilden Westens,
Die Waffen der Revolverhelden des Wilden Westens,
Die Holster der Revolverhelden des Wilden Westens
Die Revolverhelden des Wilden Westens: Illusion und Wirklichkeit

Heck Perez hatte lange Zeit, bevor ich geboren wurde, als Ordnungshüter in einer Ölbohrstadt gewirkt. Als ich ihn kennenlernte, war er Besitzer einer Rinderfarm geworden und schon seit vielen Jahren erfolgreich als Viehzüchter tätig. Auch damals führte er noch seinen langläufigen Single-Action-Colt, einen .38-40er, mit sich, doch in diesen späteren Jahren reiste der eher im Handschuhfach seines Ford-Pickup mit als auf Hecks Hüfte. Jung und vorlaut, wie ich war, fragte ich Heck eines Tages, ob das Schnellziehen mit dem langen 7 ½“-Lauf denn nicht furchtbar schwierig gewesen sei.

„Ich glaube, ich habe nie einen Mann schnell ziehen gesehen, so wie sie’s in den Filmen und am Fernsehen tun“, antwortete Heck. „Nein, mein Junge, sowas habe ich in meinem ganzen Leben nie gesehen. Sonst hätte ich’s bestimmt nicht vergessen. Zwar bin ich an Orten gewesen, wo das hätte vorkommen können, aber es ist nie vorgekommen.

Ich selber habe mich ums Schnellziehen gar nie gekümmert. Wenn ich schon auf einen Mann losgehen musste, hätte ich ja ein verdammter Schwachkopf sein müssen, um den Colt dabei im Holster zu lassen. Ich ging natürlich mit gezogenem Colt los, falls das alles war, was ich bei mir hatte. Doch wenn ich wählen konnte, zog ich eine Schrotflinte mit abgesägtem Lauf alleweil vor. Gegen einen Sechsschüsser oder eine Büchse mochte es ein Gegner noch aufnehmen, aber die wenigsten hatten den Mumm, einer doppelläufigen Schrotspritze Widerstand zu leisten. Dafür waren wir Polizeimänner ja da, verstehst du, nicht um die Leute zu erschießen, sondern um dafür zu sorgen, dass sie hinter Schloß und Riegel und vor Gericht kamen, und dass wir dabei nicht umkamen.

Wenn ich an diese Fernseh-Sheriffs denke, die in einen Saal voll Killer hineinspazieren mit der Kanone noch im Holster, und dann womöglich noch mit einem dieser Burschen einen Boxkampf austragen! So haben wir das nicht gemacht, ganz und gar nicht! Nein, wir taten uns zusammen, unser sechs oder acht, und wir waren alle mit Flinten oder Büchsen bewaffnet, und dann schlichen wir uns an die Fenster und steckten alle gleichzeitig unsere Flintenläufe hinein, so dass die drinnen all die zehn- und zwölf-kalibrigen doppelläufigen Flinten auf sich gerichtet sahen, und dann brüllten wir: ‚Ergebt ihr euch jetzt, oder sollen wir schießen?’ Die meisten ergaben sich gleich.“

Die Sheriffs schossen nicht gern

„Manchmal hatte man allerdings fast keine andere Wahl, als jemanden zu erschießen. Es kam vor, dass einer entschlossen war, zu töten oder getötet zu werden, und wenn man lebend davonkommen wollte, musste man ihn wohl oder übel erschießen. Man hatte zwar nicht die Absicht, den Mann zu töten, verstehst du, aber zuweilen blieb einem gar nichts anderes übrig. Doch das war nicht leicht, mein Junge, und uns war es zuwider, und wenn du je einen Mann triffst, der dir sagt, Töten sei einfach und er tue das gern, dann hüte dich vor ihm wie vor einer Klapperschlange! Der ist wie ein Hund, der an frischem Blut Geschmack gefunden hat. Es bleibt dir nichts anderes übrig, als ihn zu erschießen, sonst wird er früher oder später über dich herfallen.“

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Massenmord und Sklaverei: Weiße Monopole? Verdammt, nein!

Von David Sims, übersetzt von Lucifex. Das Original Mass Murder and Slavery: White Monopolies? Hell, no! erschien am 17. April 2016 auf National Vanguard. (Titelbild nicht aus dem Artikel, sondern vom Übersetzer eingefügt.)

Falls große Massenmorde etwas sind, mit dem Sie sich befassen, dann gibt es ein paar davon, die Sie vielleicht bemerken werden (aber wahrscheinlich nicht). Einer davon ist die Massenhungersnot von 1932 – 1933 in der Ukraine, die von Lazar Kaganovich angeordnet wurde, der zufällig Jude war. (Die ADL will, daß wir sagen: „war zufällig Jude.“ Ich hoffe, daß ich das richtig gemacht habe.) Ein weiterer ist der Armeniergenozid von 1915, der von den Jungtürken orchestriert wurde, von deren Führung seltsamerweise ein Teil zufällig jüdisch war – die meisten derjenigen, die keine Juden waren, waren Moslems.

Falls die historische Praxis der Sklaverei etwas ist, das Sie studieren, so habe ich einige Informationen für Sie. In Amerika vor dem Sezessionskrieg war Sklaverei etwas, das von den Reichen praktiziert wurde, die ihre Produktionskosten senken wollten. Arme Weiße hassten die Sklaverei, weil sie den Preis der Arbeitskraft drückte – damals besetzten Sklaven die Nische, die illegale Einwanderer heute besetzen.

Der US Census [Volkszählung] von 1830 fand heraus, daß 407 freie Schwarze in Charleston, South Carolina, Sklaven besaßen. (Bis 1860 war diese Zahl auf 125 gefallen.) Im frühen 19. Jahrhundert besaßen etwa 28 % der freien Schwarzen in den Vereinigten Staaten Sklaven, aber nur 1,4 % der freien Weißen besaßen welche. Auf Pro-Kopf-Basis war ein freier Schwarzer mit 20mal höherer Wahrscheinlichkeit ein Sklavenhalter, verglichen mit einem freien Weißen.

Unmittelbar vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg waren die zwei Personen, die in New Orleans die größte Zahl von Sklaven besaßen, beide Schwarze: Antoine Dubuclet (der etwa 100 Sklaven besaß) und eine Witwe namens C. Richards (die 152 Sklaven besaß). Beide setzten Sklavenarbeiter auf ihren Zuckerrohrplantagen ein. In South Carolina gehörten Schwarze wie Justus Angel und Mistress L. Horry zu den größten Sklavenhaltern und besaßen jeweils 84 Sklaven.

Die Sklaverei wurde im Jahr 1655 als legale Praxis akzeptiert, als ein Gericht in Virginia Argumenten zustimmte, die von Anthony Johnson vorgebracht wurden, einem schwarzen Farmer, der einen weißen Farmer auf Rückgabe eines schwarzen Schuldknechts („indentured servant“) namens John Casor verklagt hatte. Was anscheinend geschehen war, war, daß Casor herausgefunden hatte, daß sein Indenturvertrag abgelaufen war und er daher aus dem Dienst für Anthony Johnson zu entlassen war. Aber als Casor Johnson um seine Freiheit ersuchte, sagte Johnson nein. Da er Johnsons Weigerung als ihm angetanes Unrecht betrachtete, ging Casor einfach weg und ließ sich von einem weißen Farmer als freien bezahlten Farmarbeiter anstellen. Johnson erfuhr, wo Casor arbeitete, und reichte eine Klage ein. Als Ergebnis des Zivilprozesses wurde Casor befohlen, in Johnsons Gewahrsam zurückzukehren, und ihm wurde mit der Begründung, daß er gesetzwidrig weggegangen sei, ohne zuerst die Entlassung durch Johnson erhalten zu haben, die Erlaubnis verweigert, beim Gericht einen Antrag auf Abhilfe wegen Johnsons Verlängerung seines Vertrags zu stellen. Somit war der erste gesetzlich sanktionierte Sklave ein schwarzer Mann, und sein Besitzer war ein anderer schwarzer Mann.

Als bestimmte Leute [Anm. v. Bradford Hanson: von denen viele Juden waren], die zufällig transozeanische Reedereien in Amsterdam und in London und in den Hafenstädten der östlichen Vereinigten Staaten besaßen, von diesem Präzedenzfall einer lebenslänglichen Knechtschaft erfuhren, sahen sie sofort eine Geschäftsmöglichkeit. Und somit hatte die weitverbreitete Sklaverei in den Vereinigten Staaten ihren Anfang.

Falls Sie den Weißen die Schuld an der Sklaverei geben, dann geben Sie den falschen Leuten die Schuld.

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Siehe auch:

Schwarze in Amerika besaßen schwarze Sklaven von David Sims

Juden und die Sklaverei: Drei Bücher der Nation of Islam von Andrew Hamilton

Das Gesicht der moslemischen Sklaverei von mir
Wie der Islam der Sklaverei und dem Sklavenhandel in Europa neues Leben einhauchte von John J. O‘Neill
Afrikanische Herren, europäische Sklaven von mir (als Deep Roots) auf Basis eines GEO-Artikels über die Europäerversklavung durch die nordafrikanischen Barbareskenstaaten
Die Artikelreihe Caribbean Project von Hunter Wallace, darunter insbesondere Teil 9: Die jüdische Rolle in der amerikanischen Sklaverei, Teil 10: Juden, Sklaverei und die niederländische Karibik, Teil 11: Erforschung der niederländischen Karibik und Teil 12: Der jüdische Exodus nach Barbados
Roots: Die Vorgeschichte von Penelope Thornton
Die Schuld des schwarzen Mannes von Alex Kurtagić
Amerika: Land der Freien und Tapferen, oder des Oligarchen und des weißen Sklaven? von John Lilburne

Egon Flaig: Weltgeschichte der Sklaverei von Manfred Kleine-Hartlage

die Wikipedia-Artikel Sklaverei im Islam, Ostafrikanischer Sklavenhandel und Aufstand der Zandsch

Nichtweiße versklaven gegenwärtig 40 Millionen andere Nichtweiße von Bradford Hanson

Slaves in America Would’ve Been Slaves in Africa Anyway von Bradford Hanson

Jüdische Sklaverei von Tanstaafl

Das „Schwarzbuch des Kommunismus“ über den Holodomor in der Ukraine von Stéphane Courtois und Co-Autoren

Hört die Signale: Zwangskollektivierung, Kulakenvernichtung, Holodomor aus „Hört die Signale“ von Hugo Portisch

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

Schwarze in Amerika besaßen schwarze Sklaven

Carter G. Woodson, Autor der zitierten Studie, der oft als „Vater der schwarzen Geschichte“ bezeichnet wird.

Von David Sims, übersetzt und mit Links versehen von Lucifex. Das Original Blacks in America Owned Black Slaves erschien am 15. März 2017 auf National Vanguard.

Hier sind ein paar Ausschnitte aus Free Negro Owners of Slaves in the United States in 1830 [Anm. d. Ü.: 98 gescannte Seiten, als jpgs herunterladbar] von Carter G. Woodson (veröffentlicht 1924), zusammen mit ein paar Anmerkungen von mir.

Dieser statistische Bericht über den Sklavenbesitz durch freie Neger wurde 1921 möglich gemacht, als der Direktor der Association for the Study of Negro Life and History vom Laura Spelman Rockefeller Memorial Fördermittel für die Unterstützung der Erforschung bestimmter vernachlässigter Aspekte der Geschichte der Neger bekam. Dieser spezielle Bericht war jedoch nicht das Ziel der Forschungsabteilung der Association. Er entwickelte sich vielmehr als Nebenprodukt. Bei der Zusammenstellung von Statistiken für den viel größeren Bericht über freie Neger als Familienoberhäupter in den Vereinigten Staaten im Jahr 1830 fanden die Forscher so viele Fälle von Negern, die Sklaven besaßen, daß beschlossen wurde, dieser Phase der Geschichte des freien Negers besondere Beachtung zu widmen…

Das Ziel dieses Berichts über den freien Neger ist die Ermöglichung des weiteren Studiums dieser vernachlässigten Gruppe. Die meisten dieser Menschen sind vergessen worden, denn Personen, die angeblich gut über Geschichte informiert sind, sind heute überrascht, wenn sie erfahren, daß etwa eine halbe Million, fast ein Siebtel der Neger dieses Landes, vor der Emanzipation von 1865 frei waren. Man glaubt kaum, daß eine beträchtliche Zahl von Negern selbst Sklavenbesitzer waren und in manchen Fällen große Plantagen kontrollierten.

So viel wußte ich schon. Zu den freien Negern, die Plantagen betrieben und Sklaven besaßen, gehörten Cecile Richards und Antoine Dubuclet aus Louisiana, um die Mitte des 19. Jahrhunderts.

Sklaven von Negern waren in manchen Fällen die Kinder eines freien Vaters, der seine Ehefrau gekauft hatte. Wenn er die Mutter danach nicht emanzipierte, wie es so viele Ehemänner nicht taten, wurden seine eigenen Kinder als seine Sklaven geboren und daher von den Zählern gemeldet.

Was so ist, wie ich es erwarten würde. Schwarze behaupten gern, wenn Schwarze Sklaven besaßen, hätten sie das nur aus humanitären Gründen getan, aus „guten“ Gründen, die den „technischen“ Sklavenstatus all jener rechtfertigten, die gekauft worden waren. Aber die Wahrheit ist, daß Schwarze die Sklaverei benutzten, um Druck auf andere auszuüben oder sie zu bestrafen. Zum Beispiel:

Manche dieser Ehemänner waren nicht scharf darauf, ihre Ehefrauen sofort zu befreien. Sie betrachteten es als ratsam, sie ein paar Jahre lang auf Bewährung zu setzen, und wenn sie sie nicht zufriedenstellend fanden, pflegten sie ihre Ehefrauen zu verkaufen, so wie andere Sklavenhalter sich Negern entledigten. Zum Beispiel kaufte ein schwarzer Schuster in Charleston, South Carolina, seine Frau um 700 Dollar; aber als er herausfand, daß sie schwer zufriedenzustellen war, verkaufte er sie ein paar Monate später um 750 Dollar und gewann bei der Transaktion 50 Dollar.

Ha! Ja richtig, das klingt nach Schwarzen.

Es gibt eine weitere Anekdote in dem Buch über ein Komplott zwischen der Ehesklavin eines Schwarzen und einem männlichen schwarzen Sklaven, die Freilassungspapiere ihres Ehemannes zu stehlen und wegzulaufen, um danach vorzutäuschen, daß die Papiere dem schwarzen Sklaven gehörten, der die Frau besessen und sie aber freigelassen habe. Als der wahre Besitzer der Freilassungspapiere (der Ehemann der Frau) sich bei der Polizei beschwerte, wurde er selbst verhaftet und mußte 500 Dollar für Anwälte ausgeben, um seine Unschuld zu beweisen. Um das Geld zurückzugewinnen, verkaufte er seine Frau um diesen Betrag.

Glauben Sie niemals den Unsinn, den unehrliche, weißenfeindliche Juden und Schwarze über die Sklaverei erzählen. Die Wahrheit ist viel eher so, wie die „weißen Rassisten“ sie erzählen – und in diesem Fall stimmt Carter G. Woodson ihnen zu.

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Quelle von National Vanguard: der Autor und das Internet Archive

Anhang des Übersetzers:

Von Carter G. Woodson stammt dieses Zitat, das sich auf die Situation der Neger im Amerika des 19. Jahrhunderts bezog, aber sehr genau das trifft, was heute mit uns Weißen gemacht wird:

„Wenn man das Denken eines Mannes kontrollieren kann, dann muss man sich keine Sorgen über seine Taten machen. Wenn man festlegen kann, was ein Mann denkt, dann braucht man sich nicht sorgen, was er tun wird. Wenn man einen Mann dazu bringen kann zu denken, er sei minderwertig, dann muss man ihn nicht dazu zwingen, dass er einen unterlegenen Status annimmt, sondern er wird das tun, ohne dass man ihm das sagt und wenn man einen Mann davon überzeugen kann, dass er mit Recht ein Verbrecher ist, dann wird man ihn nicht auffordern müssen, die Hintertür zu nehmen, sondern er wird die Hintertür aus freien Stücken nehmen und wenn es keine Hintertür gibt, dann wird die Natur dieses Mannes danach verlangen, dass man eine baut.“[15]

 

Siehe auch:

Nichtweiße versklaven gegenwärtig 40 Millionen andere Nichtweiße von Bradford Hanson

Egon Flaig: Weltgeschichte der Sklaverei von Manfred Kleine-Hartlage

die Wikipedia-Artikel Sklaverei im Islam, Ostafrikanischer Sklavenhandel und Aufstand der Zandsch

Juden und die Sklaverei: Drei Bücher der Nation of Islam von Andrew Hamilton
Die Artikelreihe Caribbean Project von Hunter Wallace, darunter insbesondere Teil 9: Die jüdische Rolle in der amerikanischen Sklaverei, Teil 10: Juden, Sklaverei und die niederländische Karibik, Teil 11: Erforschung der niederländischen Karibik und Teil 12: Der jüdische Exodus nach Barbados
Roots: Die Vorgeschichte von Penelope Thornton
Die Schuld des schwarzen Mannes von Alex Kurtagić
Amerika: Land der Freien und Tapferen, oder des Oligarchen und des weißen Sklaven? von John Lilburne

Massenmord und Sklaverei: Weiße Monopole? Verdammt, nein! von David Sims

Slaves in America Would’ve Been Slaves in Africa Anyway von Bradford Hanson

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

Die Bürde des Judelns (2): „Konversion“

Von Tanstaafl, übersetzt von Lucifex. Das Original The Burden of Jewing, Part 2 – „Conversion” erschien am 31. August 2019 auf Age of Treason.

In Teil 1 untersuchten wir den „Messianismus“, in Teil 2 werden wir die „Konversion“ diskutieren.

Wie beim „Messianismus“ bedeutet „Konversion“ für Juden etwas anderes als für Nichtjuden. Außerdem fördern Juden aktiv diesen Unterschied im Verständnis und nutzen ihn zu ihrem Vorteil. Direkt gesagt ist jüdische „Konversion“ eine Form von Identitätsschwindel – ein Schwindel, der wiederholt und allgegenwärtig von Juden kollektiv begangen wurde, gegen Nichtjuden kollektiv, zum kollektiven Nutzen von Juden und auf Kosten von Nichtjuden kollektiv. Cengiz Sismans Buch The Burden of Silence: Sabbatai Sevi and the Evolution of the Ottoman-Turkish Dönmes enthüllt ein prominentes historisches Beispiel für diese Art von Schwindel.

Dieses bestimmte Beispiel zu untersuchen wirft Licht auf das allgemeinere und wiederkehrende Muster. Sismans Buch ist ein Feiern solchen Judelns, daher zeigt er nur unabsichtlich den Unterschied in der Wahrnehmung zwischen Juden und Nichtjuden auf und bezeichnet dessen Ausnützung nie wörtlich als Betrug. Doch es gäbe das Buch nicht, wenn „Konversion“ so funktionieren würde, wie Nichtjuden sie sich vorstellen, wenn sie tatsächlich Juden in Nichtjuden verwandeln würde. Wenn das wahr wäre, dann wären die Nachkommen der sabbatianischen Juden, die sich zu Moslems „konvertierten“, vor langer Zeit ununterscheidbar von anderen Türken geworden, und es gäbe keine Dönmeh, über die man schreiben könnte. Es gäbe keine Krypto-Juden irgendwelcher Art. Im Zuge seiner Erklärung, wie die Dönmeh nicht nur existieren, sondern auch großen Einfluß ausgeübt haben, gibt Sisman den Trick preis, der es möglich machte: Nichtjuden von der Vorstellung zu überzeugen, daß jüdische „Konvertiten“ Überläufer seien, die ihr Judeln aufgegeben haben, während die Juden selbst die „Konversion“ als eine Fortsetzung des Judelns mit anderen Mitteln betrachten.

Sisman bezieht sich auf die „Überlebensfrage“ der Dönmeh und fragt, wie sie noch Jahrhunderte nachdem ihre Vorfahren zum Islam „konvertierten“ weiterhin als eigenes Volk existierten. Er findet die Antwort in ihrer absichtlichen Schaffung

einer parallelen Raum- und Zeitzone, in der sie ihre eigenen Friedhöfe, Gebetshäuser, Zeremonien, Wohltätigkeitsvereine und sogar Gerichte hatten. In dieser Welt blieben Frauen großteils zu Hause, trugen die Kultur und gaben „das Wissen“ an zukünftige Generationen weiter, während die Männer in einer Art „Bindeglied“-Rolle zwischen den parallelen Welten agierten. In ihren Parallelwelten, behaupte ich, formten die Untersekten der Dönmeh sich innerhalb einer post-messianischen und mystischen jüdischen Welt und schufen ihre eigene Version der Kabbala.

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Das fünfte Kapitel rekonstruiert sorgfältig die volle Entwicklung von „Krypto-Gemeinschaften“, die ein „offenes Geheimnis“ waren, im sogenannten dunklen Zeitalter der Dönmeh im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert in Relation zu ähnlichen Phänomenen wie jene, die die Frankisten in Ost- und Mitteleuropa erlebten. Ich behaupte, daß der Zeitraum ein sehr entscheidender Moment für die Dönmeh war, nachdem sie „still“ ihre eigentümlichen theologischen Argumente und sozialen Praktiken entwickelten, die es ihnen ermöglichten, ihre eigene parallele messianische Selbstregierung beizubehalten. Währenddessen hörte die Beziehung zwischen den Dönmeh und Krypto-Sabbatianisten in Europa nie auf.

Die Rationale des Krypto-Judelns so deutlich zu beschreiben, im Sinne von Evolution (im Titel) und Überleben (im Text), ist ein sachliches Eingeständnis von dessen biologischer Natur. Der „Parallelraum“, den die Dönmeh schufen, ist genauso entscheidend für das Judeln allgemein. Der Hauptunterschied zwischen offenem Judeln und Krypto-Judeln ist das Maß der Heimlichtuerei, mit der Juden ihren eigenen „Raum“ konstruieren und erhalten. Auf jeden Fall existiert und überdauert das Judeln nur, weil Juden bewußt einen Unterschied zwischen sich und den Nichtjuden machen, zwischen die sie sich einschleichen und die sie ausnützen. Sismans Erzählung vermittelt korrekt den Eindruck, daß das Krypto-Judeln den Juden genauso wenig „aufgezwungen“ wird wie das Judeln. Es ist nur eine andere Art, wie Juden judeln.

Es gibt mehrere berüchtigte Beispiele dafür, wie Juden kollektiv ihre Taktik auf diese Weise ändern – wobei große Gruppen von Juden „konvertieren“ und doch weiterhin als eine verdeckte Gruppe innerhalb einer großen nichtjüdischen Gruppe operieren und bewußt ihre genetische und memetische Identität bewahren, manchmal jahrhundertelang, bis irgendwann die Bedingungen eine „Rückkonvertierung“ begünstigen. Krypto-Judeln ist natürlich mit Absicht heimlichtuerisch, daher gibt es zweifellos viele weitere Beispiele, die Nichtjuden weniger bekannt sind. Außerhalb der Türkei und besonders außerhalb der islamischen Welt sind die Dönmeh selbst kaum bekannt.

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Die Bürde des Judelns (1): „Messianismus“

Von Tanstaafl, übersetzt von Lucifex. Das Original The Burden of Jewing, Part 1 – „Messianism“ erschien am 23. Juni 2019 auf Age of Treason.

Ich habe The Burden of Silence: Sabbatai Sevi and the Evolution of the Ottoman-Turkish Dönmes, geschrieben von Cengiz Sisman und veröffentlicht 2015, zur Hälfte durchgelesen. Das ist eine gute Stelle, um innezuhalten und meine bisherigen Eindrücke zusammenzufassen. Ich wollte mehr über die heimlichtuerischen Kryptojuden der Türkei, die Dönmeh oder Dönmes, erfahren, und es scheint, daß die frühere, kreischigere Phase ihres „stillen“ Judelns besonderer Aufmerksamkeit wert ist.

Die erste Hälfte des Buches fokussiert sich auf den Ursprung der Dönmeh im Osmanischen Reich circa in den 1660ern. Es ist im Wesentlichen eine Biographie des Rabbi Sabbatai Sevi [Schabbtai Zvi] und skizziert auch die sabbatianistische Bewegung, die fanatische Sekte von Juden, die Sevi inspirierte. Zu der Zeit war das Judeln relativ offen und weitverbreitet, und es war selbst von Nichtjuden relativ gut als Judeln erkannt und dokumentiert. Natürlich war das Ausmaß und die Tiefe dieses Judelns nicht gut bekannt und nicht richtig verstanden, selbst von den meisten zeitgenössischen nichtjüdischen Beobachtern.

Die Geschichte spielt sich am Rande Europas ab und verbleibt am Rand des weißen Denkens, aber die Konsequenzen reichen tief und klingen weiterhin nach. Das Thema ist vielversprechend – ein Enthüllungsbericht über Jahrhunderte des heimlichen Judelns -, aber was der Autor abliefert, ist mehr Würdigung als Enthüllung. Das Buch wird als die „erste Monographie über den Sabbatianismus“ beworben, weil es den ersten Versuch darstellt, zeitgenössische nichtjüdische Quellen mit dem eifersüchtig gehüteten Judennarrativ zu integrieren. Nichtjüdische Quellen werden zitiert, aber hauptsächlich, um jene Aspekte der Geschichte zu stärken, die für Nichtjuden am wenigsten interessant sind – die spekulativen, spitzfindigen Abschweifungen darüber, wer was und wo sagte oder tat, beruhend auf immer noch spärlichen Beweisen.

Dankenswerterweise gibt es nur ein paar Abschnitte, wo Sisman es als gegeben annimmt, daß sein Leser mit irgendeinem Punkt der jüdischen Orthodoxie vertraut ist (oder sich darum schert). Seine Prosa ist klar und nicht mit der Theatralik gespickt, die man üblicherweise in jüdischen Versionen der Historie findet. Und es ist nicht schwierig, in dieser Geschichte über eine obskure Sekte von Juden an einem bestimmten Ort die Umrisse allgemeinerer Muster und die viel breitere Wirkung zu sehen, die das Judeln durch Zeit und Raum gehabt hat. Oberflächlich betrachtet beschreibt Sisman, wie die judigsten Juden die Türken bejudelten. Aber er beschreibt auch, wenn auch manchmal zwischen den Zeilen, allgemeiner das Judeln.

Die Doppelnatur seiner Erzählung beginnt mit dem Titel, The Burden of Silence [„Die Bürde des Schweigens“]. Dieser scheint sich vielleicht nur auf die Dönmeh und ihren Schwindeln zu beziehen, aber er trifft genauso sehr auf Den Stamm als Ganzes zu. Dies ist nur eine von vielen Betrügereien, die ihr tribalistisches Strafgesetz des Schweigens begünstigt hat.

Ein ehrlicherer Titel wäre gewesen: Such a Burden to Trick the Goyim, Time and Again, Without Gloating [„Solch eine Last, die Goyim wieder und wieder hereinzulegen, ohne sich hämisch damit zu brüsten“]. Wie bei jeder Entschuldigung für jüdische Krypsis muß man sich die „Last“ des Juden vorstellen, der „gezwungen“ ist zu lügen und sich zu tarnen. Stellt euch das „Schweigen“ vor, nicht frei als Jude kreischen zu können und über die dreckigen Goyim kreischen zu müssen, während man ihr Mit-Goy posiert. Stellt euch das „Trauma“ vor, die Goyim manipulieren zu müssen, von denen man sich nährt.

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