Tavernenrunde 6: Jahresbeginn 2018

Als Fortsetzung der Tavernenrunde 5: Herbsttaverne 2017 habe ich hier eine neue Taverne als Treffpunkt für allgemeinen Gedankenaustausch eingerichtet.

Für diejenigen, die „As der Schwerter“ nicht mehr gekannt haben (und zur Erinnerungsauffrischung für die anderen): Das Vorbild der Tavernenrunden auf „Morgenwacht“ sind die Tavernenrunden in der „Taverne zum Alten Phönix“, die von mir auf „As der Schwerter“ für denselben Zweck eingerichtet worden sind (das diesmal hier verwendete Titelbild ist das ursprüngliche der ersten paar AdS-Tavernenrunden). Das Vorbild hierfür wiederum waren einerseits die „Kaffeehaus-Stammtische“ auf Kewils altem Blog „Fakten und Fiktionen“ sowie das „Gasthaus zum Alten Phönix“ in Poul Andersons Fantasy-Alternativweltroman „Ein Mitternachtssturm“.

In diesem werden, wie ich damals erläuterte, einige auch für uns interessante Dinge angesprochen: der Übergang vom heidnischen altenglischen Feenglauben zum Christentum, der „Alte Weg“, das ursprünglichere Christentum und das „Man-selbst-Sein“ im Gegensatz zum freudlosen, nüchternen und selbstgerechten Puritanismus. Die Geschichte spielt zur Zeit Oliver Cromwells, aber in einer anderen Wirklichkeit, in der alles, was Shakespeare geschrieben hat, Realität ist (Shakespeare ist dort der „Große Historiker“). Die „Taverne zum Alten Phönix“ ist ein Gasthaus, das zwischen dieser Welt und anderen (wie unserer) sowie zwischen den Zeiten hin- und herwechselt. Die beiden Helden dieser Geschichte – Prinz Rupert von den königstreuen Cavaliers und der einfache Soldat Will Fairweather –  stoßen darauf, während sie von ihren Feinden verfolgt werden:

Blitze leuchteten durch das Blattwerk der Bäume und versengten es plötzlich, ließen es weiß auf schwarz hervortreten, während die Kanonade des Donners tobte. Der Wind trug den ersten gewaltigen Regensturz vor sich her; die durch das Gezweig peitschenden Tropfen waren so schnell und so kalt, daß sie auf der Haut brannten.

Die Bäume wichen einem freien Fleck aus Gras und Blumen. Ein mit Schindeln gedecktes Gebäude erhob sich dort, von ungewöhnlicher Form und Größe, aber mit zwei Stockwerken und – man konnte es gerade eben erkennen – schrägen Enden mit phantasievollen Schnitzereien.

Rupert blieb stehen. „Wer hat ein solches Haus in der Wildnis errichtet?“ rief er aus.

„Niemand, Myloard, und es wird auch nicht lange hierbleiben.“ Sein Gefolgsmann nötigte ihn, weiterzugehen. Regen stürzte auf sie herab.

Vor der massiven, bronzebeschlagenen Tür hielten sie an. Über ihr war ein Busch angebracht, und darüber baumelte ein Schild an seinem Träger. „Eine Taverne, in der es Wein gibt“, bemerkte Will inmitten des Lärms. „Nein, warte. Was ist das? Ein blühender Dornenbusch, mitten im Sommer?“

Rupert besah sich das Zeichen. Das wenige Licht, das es gab, zeigte einen Vogel von seltener Schönheit, mit langem, flammend goldgetöntem Gefieder, der gerade einen Strauß Nelken zu seinem Nest trug, das er gerade baute. „Ein Phönix, kurz vor seinem Tod und seiner Wiederauferstehung“, meinte er. Dieses Namenszeichen ist mir nie zuvor begegnet.“

„Der Alte Phönix“, hauchte Will. „Das Gasthaus, von dem Puck sprach… war es erst gestern? Sind nicht ganze Lebensspannen seitdem vergangen?“

„Ho-ah!“ Der Ruf ging unter Wind, Regen und Donner beinahe unter. Unter flammendem Himmel eilte eine Gruppe von Männern mit Hunden herbei.

Rupert und Will treten ein, und kurz danach finden ihre Verfolger nur mehr eine leere Lichtung auf einem gewittergepeitschten Hügel vor.

Drinnen begegnen die Helden dem Wirtspaar und drei Gästen: Clodia Pulcheria aus dem alten Rom, Holger Danske (der in Wirklichkeit aus dem frühen 20. Jahrhundert stammt und auf seinen Zeitreisen ins Mittelalter gelangt ist) und die amerikanische Zeit- und Dimensionsreisende Valeria.

Ein paar weitere Zitate daraus:

Rupert blickte ihn scharf an.

„Seid Ihr der… Besitzer… dieses Alten Phönix?“ fragte er.

Der Mann nickte. „Welches sind Eure Wünsche?“ Lächelnd hob er eine Handfläche. „Nein, laßt mich raten. In Kampf und Verzweiflung habt Ihr den Regen durchquert. Ein Bad, trockene Kleidung, heiße Speisen, ein Schuß Frohsinn, ein Bett, dann ein Frühstück, bevor Ihr wieder geht.“

[…]

„Der einzige Lohn für meine Gastfreundschaft ist es, Leute wie Euch zu treffen, in denen die Sterne vieler Welten und Bestimmungen brennen. Ich liebe es, zuzusehen, wie sie sich begegnen und Geschichten erzählen.“ Und ernster fuhr er fort: „Es ist so, ich kann nicht wirklich Einfluß auf ihr Leben nehmen. Mir scheint zum Beispiel, daß Ihr ziemlicher Gefahr entronnen seid. Nun, Ihr hättet nicht in dieses Haus kommen können, hätte es nicht noch eine andere Zuflucht für Euch gegeben.“

[…]

„Ihr werdet feststellen, daß Eure Mitgäste heute nacht mitteilsam sind. Manchmal haben wir hier mürrische Leute, aber meistens nicht. Hier sind alle gleichermaßen weit jenseits ihrer Welten, und niemand kann durch eine andere Tür wieder gehen, als die, durch die er hineingekommen ist, noch kann er viel mehr mitnehmen als Ruhe, Heiterkeit und Erinnerungen. Daher ist in gewisser Hinsicht alles, was hier passiert, doch nicht so ganz geschehen. Das ist eine Freiheit, der sich nicht wenige bedienen. Bitte hier entlang.“

Dies paßt auch sehr gut zu so einem Internet-Treffpunkt für uns Counter-Jewhadis wie damals auf „As der Schwerter“ und jetzt hier auf „Morgenwacht“.

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5 Kommentare

  1. Hat dies auf NORD-LICHT rebloggt.

    Antwort
  2. Hat dies auf Cernunnos' Insel rebloggt.

    Antwort
  3. Kleiner Eisbär

     /  Februar 13, 2018

    Heute [sic!] hat das OLG Celle verkünden lassen, daß es Ursula Haverbecks Revisionsantrag verworfen habe (Verweise zu Systemmedien erspare ich uns).

    Heute vor 73 Jahren begann in den Abendstunden der Feuersturm auf Dresden.

    Antwort
  4. Siehe dazu:

    Es begann heute vor 73 Jahren: Dresden, ein echter Holocaust von Kevin Alfred Strom

    Dresden 1945 von Thomas Goodrich, dem Autor von „Hellstorm“

    Antwort
  5. Eine weitere Buchempfehlung, wiederum gefunden beim Verlag Der Schelm:

    John Sack: Auge um Auge
    Die Geschichte von Juden, die Rache für den Holocaust suchten.

    Nachdruck der 1995 vom Hamburger Kabel-Verlag verlegten einzigen Auflage.

    Auch dieses Buch ist aufgrund des immensen Druckes der Lobby der von Gott, dem Herrn, Auserwählten nicht mehr erhältlich – außer beim Schelm!

    Sack geht davon aus, daß nach dem Krieg zwischen 40.000 und 80.000 Deutsche in Lagern des staatlichen Sicherheitsdienstes Polens umkamen, bezieht sich dabei jedoch nur auf das Gebiet Oberschlesiens, wodurch die endgültige Zahl der ermordeten Deutschen deutlich höher liegen dürfte. Ein Großteil der höheren Offiziere des kommunistischen staatlichen Sicherheitsdiensts, der die Internierungslager führte, seien dabei Juden gewesen. Offenbar hatte man von seiten der Sowjets darauf Wert gelegt, daß „Überlebende“ in diese Positionen kamen.

    1995, zwei Jahre nach der Veröffentlichung des Werkes in den Vereinigten Staaten, wollte der Münchner Piper-Verlag das Werk in der deutschen Übertragung herausbringen. Die Auslieferung wurde dann aber gestoppt und die 6.000 bereits gedruckten Exemplare eingestampft.

    Als Grund gab Viktor Niemann, der Leiter des Verlages, pflichtschuldigst an, daß man sich dazu entschied, weil „dieses Buch zu dem Mißverständnis Anlaß geben könnte, als ließe sich der Holocaust mit anderen Verbrechen aus dieser Zeit vergleichen oder gar aufrechnen“, mit anderen Worten, weil es die verordnete Vorstellung der behaupteten „Singularität des Holocaust“ gefährdete. Die bundesdeutsche Presse begrüßte zum größten Teil diese Entscheidung.

    Dem Autor gelang es dann aber doch noch, sein Buch auch in der BRD zu veröffentlichen, nämlich im Kabel-Verlag – allerdings offensichtlich in derart geringer Stückzahl, daß bereits wenige Jahre nach der Veröffentlichung das Buch auf dem Gebrauchtmarkt zu Liebhaberpreisen gehandelt wurde.

    Es kam nie zu einer Folgeauflage des vom Publikum stark nachgefragten Buches. Übrigens: 1997 schluckte der Piper-Verlag, München, den Kabel-Verlag. Der Piper-Verlag wiederum wurde bereits anno 1995 von der schwedisch-jüdischen Mediengruppe Bonnier AB eingesackt.

    Bibliographische Daten:

    392 Seiten, Format DIN A 5, Klebebroschur, glanzfolienlaminierter Einbandüberzug.

    ISBN 978-3-947190-18-8

    € 25,– zzgl. € 2,50 Versandkosten im postal. Inland, € 7,– im postal. Ausland (erscheint im Frühjahr 2018)

    http://derschelm.de/product_info.php?info=p219_sack–john–auge-um-auge.html

    Das Geile ist, daß das Mainstream ist. Eine große deutsche Zeitung schreibt, daß das Fakten seien, die man nicht abstreiten kann.
    Der Autor hat jüdische Lagerkommandanten interviewt, die alles zugegeben haben. Polen hat sogar einen Gerichtsprozess gegen den Schlimmsten von ihnen angestrengt, aber Israel hat ihn natürlich nicht ausgeliefert.

    Dieses Buch wäre auch wieder etwas im Sinne von Wissen bewahren.

    Antwort

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