Unbreakable – Unzerbrechlich

Von Trevor Lynch (Greg Johnson), übersetzt von Lucifex. Das Original Unbreakable erschien am 14. Mai 2018 auf Counter-Currents Publishing. (Links im Text vom Übersetzer eingefügt.)

Unbreakable – Unzerbrechlich (2000) ist für viele Leute der am wenigsten geschätzte Film von M. Night Shyamalan, aber ich denke, daß er sein bester ist: brillantes Konzept und Drehbuch, schön gespielt und gefilmt, und sehr bewegend. Nachdem der Film fast zwei Jahrzehnte alt ist, vertraue ich darauf, daß niemand sich über Spoiler beklagen wird.

Unbreakable ist ein Superheldenfilm, aber er enthält keine Computeranimationen, stroboskopschnellen Schnitte oder ohrenbetäubendes Krachen und Bumsen. Stattdessen hat Unbreakable das Tempo und den Stil eines Kunstfilms. Er ist sehr realistisch, aber in einer glänzenden statt düsteren Art. Shyamalans Kamera erfüllt alltägliche Objekte und Szenen mit einem Glanz, der jeden Wunsch abschwächt, hinter ihre Oberflächen zu schauen. Sein Ziel – das sogar in seiner Verwendung niedriger Kamerablickwinkel kommuniziert wird – ist es, eine Welt herbeizuzaubern, in der das Fantastische und Heroische nur in der Fantasie existiert und dessen Fehlen alles mit Traurigkeit einfärbt.

Wie Elijah Price – Samuel L. Jackson in einer seiner emotional stärksten Rollen – sagt, ist dies „eine mittelmäßige Zeit.“ „Die Menschen beginnen die Hoffnung zu verlieren. Es fällt vielen schwer zu glauben, daß Außergewöhnliches in ihnen selbst und in anderen lebt.“ Das „überraschende Ende“ des Films ist die Entdeckung, daß außergewöhnliche Möglichkeiten wirklich in der bequem oberflächlichen Welt existieren, die Shyamalans Kamera geschaffen hat.

Unbreakable mag ein Superheldenfilm sein, aber der Schlüssel zu seiner emotionalen Kraft ist, daß er eine Allegorie auf das Schicksal von Jedermann – buchstäblich jedes Mannes und der Männlichkeit selbst – in einer übermäßig feminisierten und bourgeoisen Gesellschaft ist, die dem langen und unrühmlichen Leben Priorität gegenüber dem riskanteren, ruhmreicheren Weg gibt.

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Batman – Die Rückkehr des Dunklen Ritters

Von Trevor Lynch (Greg Johnson) übersetzt von Lucifex. Das Original Batman: The Dark Knight Returns erschien am 5. Mai 2018 auf Counter-Currents Publishing.

Batman – Die Rückkehr des Dunklen Ritters ist eine Animationsfilm-Adaption von Frank Millers Comicroman The Dark Knight Returns. 2012 und 2013 in zwei 76minütigen Teilen veröffentlicht, dann zu einer 148minütigen Ausgabe auf DVD und Blu-ray kombiniert, ist dies eine lahme, sklerotische, verstopfte Z-klassige Animation, die zu lähmender Länge ausgewalzt wurde und der völlig der visuelle Stil und die Dynamik des originalen Comicromans fehlt, der auf den gedruckten Seiten lebendiger ist als in dieser Adaption.

Warum dann eine Rezension davon? Der originale Comicroman erscheint ziemlich paradox. Die Charaktere von Batman und Polizeichef Gordon sind sehr rechts und liegen auf der F-Skala schon außerhalb des Diagramms. Aber dies wird ausgeglichen durch eine Anzahl von Merkmalen, die man nur als politisch korrekt beschreiben kann: antirassistisch, antisexistisch und anti-homophob. Was diese beiden Dimensionen miteinander verknüpft, ist Millers rechter Individualismus. Seine rechten Werte sind universale Prinzipien, denen jeder folgen kann, ungeachtet der Rasse, des Geschlechts etc., und es ist nur im Dienst dieser Werte zulässig, sich außerhalb des Gesetzes zu begeben. Obwohl der Film großteils vom Comicroman abweicht, hat er ebenfalls ein paar Ansätze, die seine rechten Dimensionen erhöhen.

Nach dem Tod von Jason Todd (dem zweiten Robin) hat Bruce Wayne sich im Alter von 45 von der Rolle des Batman zurückgezogen. Zehn Jahre später ist Gotham der Gnade der Mutantenbande ausgeliefert (die lächerlicherweise rein weiß und praktisch ausschließlich blond ist, wie praktisch alle anderen Verbrecher in Gotham). Polizeichef Gordon ist 70 und steht kurz vor der Pension. Der Joker befindet sich katatonisch im Irrenhaus von Arkham. Harvey Dent / Two-Face bekommt dank Bruce Wayne eine rekonstruktive chirurgische Behandlung. Dent wird als geistig gesund erklärt, aus Arkham entlassen und verschwindet sofort außer Sicht, um wieder zum Verbrechen zurückzukehren.

Gelangweilt in seinem Ruhestand und entsetzt von der Verbrechenswelle legt der 55jährige Bruce Wayne Cape und Maske an und kehrt zur Verbrechensbekämpfung zurück. Bei einem seiner Streifzüge rettet Batman das Teenagermädchen Carrie Kelley vor den Mutanten. Kelley kauft sich dann ein Robin-Kostüm und steigt in die Verbrechensbekämpfung ein, wodurch sie schließlich Batmans Vertrauen gewinnt. Kelleys Charakter ist ein offensichtliches Zugeständnis an den Feminismus, und mit ihrem kurzen Haar und burschikosen Verhalten auch eines an das Lesbentum.

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Der Krieg gegen die Weißen in der Werbung: Eine Nachbetrachtung

Von R. Houck, übersetzt von Lucifex. Das Original The War on Whites in Advertising: A Follow-Up erschien am 9. April 2018 auf Counter-Currents Publishing. (Das Titelbild des Originalartikels wurde vom Übersetzer weggelassen, und das im Original vorhandene Sprite-Werbevideo gibt es unter diesem URL nicht mehr; wer will, kann danach googeln.)

Kurz nach der Veröffentlichung des Artikels, der den Krieg gegen die Weißen in der Werbung behandelte, bekam ich eine Menge Kommentare, Nachrichten und Posts in den sozialen Medien – die Unterstützung für den Artikel war enorm, danke. Eine Nachricht, die wir erhielten, betraf den „verbotenen deutschen Oralsex-Werbespot für Sprite.“ Der Leser schrieb uns und ersuchte uns, den Werbespot anzusehen. Was ich fand, war weit interessanter, als sogar der Leser gewußt haben mag. Das Video ist unten eingefügt. [Anm. d. Ü.: der Link funktioniert nicht mehr, daher habe ich ihn weggelassen.] Es zeigt eine weiße, blonde Frau auf Knien vor einem schwarzen Mann, und wir hören sie denken: „Ich würde jetzt so gern Sprite schlürfen“, während sie Oralsex an ihm praktiziert, und am Ende bekommt sie Sprite-Schaum über ihr ganzes Gesicht gesprüht, während sie denkt: „Ich liebe Sprite!“

Das erste, was ich bei der Recherche dazu herausfand, war, daß die Werbung keine war, die die Coca-Cola Company (die Sprite besitzt) in Deutschland oder anderswo laufen ließ. Der Spot war in Wirklichkeit eine spekulative Werbung, ein „spec ad.“

Spec ads sind unabhängig produzierte Werbungen, die nicht von einer Firma in Auftrag gegeben oder erbeten worden sind. Sie sind für diejenigen, die in der Werbeindustrie arbeiten, eine Möglichkeit, ihr Portfolio zu erweitern oder Verträge mit zukünftigen Arbeitgebern zu gewinnen, indem sie ihre Fähigkeiten vorführen. Spec ads sind in mancher Weise eine Entsprechung zu einer „Schriftprobe“, können aber als Möglichkeit zur Verschiebung von Werbetrends bei gleichzeitiger Forcierung von Sozialnormen dienen. Populäre spec ads erzeugen Aufmerksamkeit, und Werbefirmen werden oft aufmerksam. Diese bestimmte spec ad erzielte innerhalb von Tagen nach der ersten Online-Veröffentlichung über eine Million Betrachtungen und ist seither um Millionen Male öfter angesehen worden, als es auf sozialen Medien und Webseiten wieder hochgeladen und geteilt worden ist.

Daß der Werbespot „fake“ ist, ist etwas, das ich sofort interessant fand, aber da ist noch viel mehr dran. Der Artikel in der Huffington Post, der den Werbespot diskutierte, erwähnte, daß der Name des Produzenten und Regisseurs Max Isaacson war… Isaacson? Interessanter Nachname. Ich suchte auf Twitter nach dem Namen und fand einen Account, der zu diesem Namen paßte und eine Webseite in seinem biographischen Abschnitt auflistete. Die Webseite ist für BroSis Pictures und gibt eine kurze Bigraphie von Max:

Er hatte dieses unglaubliche Auge für Visuelles, setzte sich in den Regisseursstuhl und filmte eine Anzahl von Musikvideos und Werbespots für Kampagnen wie HBOs True Blood sowie einen unlizenzierten „verbotenen deutschen Sprite-Werbespot“, der ein riesiger viraler Hit wurde und 1,2 Millionen Betrachtungen in zwei Tagen überschritt.

Max Isaacsons Twitter-Account verlinkt auf die Seite, was bestätigt, daß ich den richtigen Max Isaacson hatte. Ich suchte schnell seine Einträge durch, in der Annahme, daß ich meine Einbildung bestätigen könnte, daß es einen merklichen jüdischen Einfluß in der Rassenvermischungspropaganda gibt, den ich in meinem vorherigen Artikel im Abschnitt „Lieferanten“ diskutierte. Hier ist, was ich fand:

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Der Krieg gegen die Weißen in der Werbung

Von R. Houck, übersetzt von Lucifex. Das Original The War Against Whites in Advertising erschien am 23. März 2108 auf Counter-Currents Publishing.

Die Massenvermarktung interrassischer Beziehungen, besonders von weißen Frauen mit schwarzen Männern, ist so allgegenwärtig und so militant geworden, daß es sogar die unaufmerksamsten Mitglieder unserer Kultur zu bemerken begonnen haben. Als ich kürzlich durch ein Einkaufszentrum ging, bemerkte ich in drei verschiedenen Geschäften drei große Werbebilder von Paaren. Zwei der drei waren von interrassischen Paaren und zeigten eine weiße Frau und einen schwarzen Mann; das dritte Paar war weiß. Was mir als höchst seltsam auffiel, war die Tatsache, daß in der Stadt, in der ich einkaufte, Weiße etwa 97 % der Bevölkerung ausmachen und Schwarze weniger als 2 %. Ich fragte mich, ob der Zweck der „vielfältigen“ Werbung war, mehr Produkte zu verkaufen, oder in Wirklichkeit zu indoktrinieren, zu konditionieren und zu signalisieren, wie „fortschrittlich“ sie sind.

Beruhend auf kleinen Blicken auf die Kultur könnte man annehmen, daß es bei der Hälfte oder mehr aller Beziehungen irgendeine Art von Rassenvermischung gibt. Wenn jemand, der keine Information über die Vereinigten Staaten oder Europa hat, unser Fernsehen, unsere Magazine, Plakatwände und Geschäftsfassadenwerbungen sähe, würde er vielleicht annehmen, daß buchstäblich keine normalen weißen Männer mehr zu finden seien. Die Kombination weißer Frauen mit schwarzen Männern ist locker das häufigste gemischtrassige Paar, das in der Werbung abgebildet wird; diese Kombination wird der Schwerpunkt dieses Essays sein.

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Black Panther

Von Trevor Lynch (Greg Johnson), übersetzt von Lucifex. Das Original “Only White Nationalism Will Make Wakanda Real”: Black Panther erschien am 24. Februar 2018 auf Counter-Currents Publishing.

Ich sah Black Panther letzte Woche gemeinsam mit einem Freund in Seattle. Nach dem ehrfürchtigen Schweigen im Kino zu urteilen – das nur gelegentlich durch unser Gelächter an unabsichtlich humorvollen Stellen gebrochen wurde – war es ein rein weißes Publikum. Der ernsthafte Ton von Black Panther ist eine Abweichung gegenüber neueren Marvel-Filmen, die Heldentum ständig mit ironischem Humor untergraben. Aber Black Panther ist ein Film über numinose, magische Neger, und manche Dinge sind heilig. Über Gott spottet man nicht. (Sofern er nicht Thor ist.)

Angesichts des massiven Medienhypes und der grotesken, liebedienernden Unterstützung durch weiße Liberale war ich darauf vorbereitet, Black Panther zu hassen. Aber es ist in Wirklichkeit kein schrecklicher Film, obwohl ich ihn nicht wieder ansehen würde.

Die Prämisse von Black Panther ist lächerlich, aber um nichts alberner als bei den meisten Superheldenfilmen. Der als Black Panther bekannte Superheld ist der Erbmonarch eines fernen afrikanischen Königreiches namens Wakanda. Wakanda wurde wie Äthiopien, Lesotho und Swasiland nicht von Weißen kolonisiert. Wakanda besitzt auch eine einzigartige natürliche Ressource, ein magisches Metall außerirdischer Herkunft namens „Vibranium“. (Man muß sich fragen: als Stan Lee und Jack Kirby den Charakter des Black Panther im Jahr 1966 schufen, war da „vibrant“ bereits ein Euphemismus für nichtweiß?) Wegen seiner Isolation und des Vibraniums entwickelte Wakanda die fortschrittlichste Technologie auf dem Planeten. Um sich vor weißen Kolonisatoren zu schützen, benutzten die Wakander diese Technologie, um ihre futuristische Hauptstadt – mit fliegenden Autos – hinter einer Art Strahlenschild zu verbergen, wie ein afrikanisches Galt’s Gulch.

Black Panther ist ein zutiefst feministischer Film, obwohl der Feminismus im wirklichen Afrika genauso alltäglich ist wie fliegende Autos. Manchmal sehen die Kostüme und das Bühnendesign aus, als hätten sie aus der Feder von A. Wyatt Mann stammen können, besonders der Kerl mit dem grünen Zoot-Anzug und dazupassender Lippenplatte. Es gibt eine urkomische Szene, in der einige Wakander einen weißen Mann mit Uga-uga-Lauten zum Schweigen bringen. (Ich bete dafür, daß dies Schule macht.) Als ein wakandisches Flugauto in Oakland erscheint, beginnen die einheimischen urbanen Jugendlichen sofort darüber zu reden, es auszuschlachten und die Teile zu verkaufen. Natürlich wagten die weißen Liberalen um mich nicht, über irgendetwas davon zu lachen.

Aber an einem bestimmten Punkt beschloß ich, Black Panther als einen Science-Fiction-Film zu betrachten, der vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie spielt, und diese Suspendierung des Unglaubens ermöglichte es mir, mich zu entspannen und das Schauspiel zu genießen.

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Aufbruch nach Wakanda (2): Black Panther Supremacy

Von Martin Lichtmesz; das Original erschien am 25. Februar 2018 auf Sezession.

Wäre die Familie Schneider aus dem ARD-Film „Aufbruch ins Ungewisse“ statt im Flüchtlingsparadies Südafrika in Wakanda gelandet, hätte sie nicht so viel Glück gehabt.

Der fiktive, merito-monarchisch regierte, utopische afrikanische Nationalstaat aus dem aktuellen Marvel-Blockbuster „Black Panther“ ist nämlich knallhart isolationistisch und läßt niemanden über seine Grenze, der nicht zu seiner Herrenrasse gehört (erkennbar an einer blau leuchtenden Tätowierung im Inneren der Unterlippe).

An einer Stelle des Films beschwört ein Berater den edlen König T’Challa (der sich mit mithilfe eines Hi-Tech-Kostüms in den Superhelden „Black Panther“ verwandeln kann):

Wenn wir Flüchtlinge hereinlassen, dann werden sie ihre Probleme mitbringen und dann wird Wakanda ein Ort wie jeder andere werden.

Seinen Reichtum und seine extrem fortgeschrittene Technologie verdankt Wakanda zwei Dingen: einem blau schimmernden Allzweckrohstoff namens „Vibranium“, der ihm erlaubt, autark zu leben, und der Tatsache, daß das Land niemals von Europäern entdeckt und kolonisiert wurde (darauf werde ich noch zurückkommen).

Der Film selbst ist ein leidlich unterhaltsames, professionell gemachtes buntes Actionspektakel mit den genreüblichen Kindereien, quasi die „Blaxploitation“-Variante von „Spider-Man“, „Iron Man“ und Konsorten. Daß er in den USA momentan frenetisch gefeiert wird und die Hitliste des maßgeblichen Bewertungsportals Rotten Tomatoes  als „bester Film aller Zeiten“ vor „Citizen Kane“ etc. anführt, hat allerdings vor allem politische und metapolitische Gründe.

Um den Score derart hochzutreiben, wird kräftig manipuliert: So hat Facebook auf Betreiben von Rotten Tomatoes eine Gruppe gelöscht, die dem Film negativ gegenüberstand. Aus Kritikern werden flugs „Rechtsextreme“, die „Kritiken manipulieren“ wollen , womit die Stoßrichtung des Hypes klar ist: Wer „Black Panther“ nicht mag, aus welchen Gründen auch immer, muß ein „Rassist“ oder „Rechtsextremist“ sein.

Das entspricht der Strategie des ARD, schon im Vorfeld via Twittermeldung zu suggerieren, daß etwaige negative Kritiken zu „Aufbruch ins Ungewisse“ natürlich nur von „rechten Trollen“ stammen können:

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass rechte Aktivisten dazu aufgerufen haben, die Diskussion über den #FilmMittwoch „Aufbruch ins Ungewisse“ in den sozialen Netzwerken gezielt zu beeinflussen.

Wie üblich, übernahmen auch unsere Leitmedien ungeprüft den amerikanischen Hype mitsamt der ideologischen Agenda. Eine Autorin des Handelsblattes schreibt etwa:

Das Ende des weißen Superhelden bringt Disney Riesenerfolg. Der Marvel-Film zeigt: Diversität rechnet sich wirtschaftlich. Die Produktion mit zumeist schwarzen Darstellern bricht viele Rekorde.(…) Auch dieser Streifen beweist, es besteht eine Nachfrage für Action-Filme, deren Hauptdarsteller nicht weiße Männer sind.

Die Stoßrichtung ist überdeutlich: „Diversity“ wird einem Film mit einem fast komplett schwarzen Cast zugebilligt (der alte Spruch trifft wieder mal zu: „diversity = less white people“) und einen komplett schwarzen, fiktiven Ethnostaat darstellt. Die Endspitze richtet sich wie immer gegen die „weißen Männer“.

Ähnlich äußert sich ein Autor des Spiegels:

Das ist Mainstream-Kino mit ganz neuem Groove – und besitzt das Potenzial für eine kulturelle Zeitenwende… Die schönste, stolzeste Farbe in „Black Panther“ ist aber, natürlich, Schwarz. Martin Freeman (als CIA-Mittelsmann) und Andy Serkis (als Waffenschieber Klaue) sind die einzigen Weißen im Cast, spielen aber keine tragenden Rollen.

Oder die österreichische Presse, in der ein weißer, männlicher Autor die in der Tat auffallende (und etwas alberne) Dichte an „starken Frauen“ in dem Film hervorhebt – ob als geniale junge Wissenschaftlerinnen oder als glatzköpfige Amazonen wie aus einem Grace-Jones-Video, die reihenweise weiße Männer mit ihren Hi-Tech-„Vibranium“-Speeren vermöbeln:

Wakanda kann Vorbild sein, auch was die Darstellung der Frau – mit Kämpferinnen und Technikgenies – betrifft: Das ist sehr erfrischend, gerade für das machoide Comicfilm–Genre. Die weiblichen Figuren spielen die männlichen Protagonisten (auch T’Challa selbst) mit Schmäh und Stärke regelrecht an die Wand. So gesehen ist „Black Panther“ wie „Wonder Woman“ – auch die weibliche DC-Ikone musste viele Jahrzehnte auf einen Kinofilm warten – ein Meilenstein: Die Comic-Zukunft ist schwarz und weiblich. Und hip.

Wenn etwas derart „hip“, cool, trendy und progressiv ist, will natürlich kein Rezensent hintenanstehen, und dabei wird auf das Wesentliche völlig vergessen: Was wir hier sehen, ist offensichtlich ein trivialer, eskapistischer Wunscherfüllungstraum auf dem Level der Größen- und Allmachtsphantasien von Zwölfjährigen, der nichts, rein gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat – weder mit realen Frauen noch realen Schwarzen, insbesondere Afrikanern.

David Cole schrieb in Takimag:

Hollywood hat den schwarzen Amerikanern zum diesjährigen Valentinstag eine hochbudgetierte, herzförmige Zelluloidschachtel mit Schokoladenoptimismus geschenkt, damit sie für ein paar Stunden der Realität entkommen können, indem sie sich einen Film ansehen, dessen schwarze Helden brillant, tapfer, verantwortungsvoll und siegreich sind, und dessen fiktives afrikanisches Königreich prosperierend, sauber und ordentlich ist, ohne eine Menschenseele mit AIDS. Die schwarze Community braucht diesen Film jetzt. Denn die Zukunft – die Zukunft im echten Leben, nicht die Marvel-Kino-Universum-Zukunft der endlosen Sequels, Tie-ins und Reboots – ist düster.

Weiterlesen im Original! (dies ist Seite 1 von 4)

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Siehe auch:

Von Krakau nach Krypton: Juden und Comics von Ted Sallis

Marvel Comics, Ethnizität und Rasse von Ted Sallis

Wer kontrolliert Hollywood? von Joel Stein

Das Ulmer Münster und die Neger von mir

Alle Artikel der Reihe Star Dreck

Aufbruch nach Wakanda (1): Passion der Bobos

Von Martin Lichtmesz; das Original erschien am 20. Februar 2018 auf Sezession.

Das vergangene Woche ausgestrahlte ARD-Meisterwerk „Aufbruch ins Ungewisse“ ist ein gefundenes Fressen für alle, die Freude an saftigen Verrissen haben.

Es erlaubt vor allem einen aufschlußreichen Einblick in die Köpfe der Hohepriester und Welterklärer in (Staats-)Funk & Fernsehen.

Nach Thorsten Hinz, Akif Pirinçci (Teil 1) (Teil 2)Marco Gallina,  Tobias Sedlmair,  Gerd Buurmann und Claudio Casula nun auch ein paar Worte von mir dazu. Der Inhalt ist inzwischen wohl leidlich bekannt, und ich werde im folgenden natürlich gnadenlos „spoilern“. Martin Sellner und ich haben am Wochenende Waldorf & Statler gespielt, und den Film von Kai Wessel via Livestream kommentiert.

Das Drehbuch stammt von dem „Tatort“-geschulten Autorenpaar Eva und Volker Zahn  – Volker Zahn ist schon seit Jahrzehnten „gegen rechts“ engagiert, hat unter anderem mit Claus Leggewie zusammengearbeitet und für das linksextreme, stramm antideutsche Blatt konkret geschrieben.

Wessel hat sich schon 2007 an der Inszenierung einer „deutschen Flucht“ versucht, mit einem ähnlich, aber etwas weniger erbärmlichen Ergebnis. Damals schrieb ich über die von die Maria Furtwängler verkörperte Hauptfigur, ihre Rolle verkümmere „zum antifaschistischen Zombie, der mit ernster, bitterer Miene alles durchschaut hat und den ganzen Film hindurch eine monotone Haltung durchexerziert.“ (Nebenbei ist mein lange vergriffenes erstes Buch „Besetztes Gelände“ über die Repräsentation der deutschen Geschichte im Film nun wieder erhältlich).

Ähnlich „monoton“ läßt Wessel auch seine „deutsche Familie auf der Flucht“ agieren. Seine Protagonisten geben sich redlich Mühe, permanente Schmerzensmienen aufzusetzen, furchen ihre bleichen Stirnen mit verzweifelten Dackelfalten, tasten einander mit mitfühlend-erschütterten Empathieblicken ab, und keuchen ihre Sätze, als wären sie ständig außer Atem vor Leid, Anstrengung und innerer Bewegung.

Insbesondere Fabian Busch als der Familienvater verläßt an keinem Punkt seinen Weinerlichkeitsmodus, und es ist wohl kein Zufall, daß die Frauenfiguren wesentlich beherrschter und „stärker“ gezeichnet werden. „Sie leiden! Sie sind traumatisiert! Sie haben keine Hoffnung!“ schreit es uns so unmißverständlich wie möglich aus jeder Szene entgegen.

Dabei tritt der Film nach etwa dreißig Minuten bis zum Schluß auf der Stelle. Nichts Neues wird erzählt, nur eine öde Leidensstation an die andere gereiht.

Man vergleiche Wessels Inszenierung mit dem großartigen französischen Film „Dheepan“ („Dämonen und Wunder“) von Jacques Audiard, der ein Flüchtlingsschicksal empathisch, realistisch und ohne forcierte Mitleidsmätzchen nachzeichnet.

Letztere sind vergebliche Liebesmüh, denn die Figuren selber sind eindimensional und oberflächlich gezeichnet, es finden sich kaum Überraschungen, Charakterdimensionen oder „Brüche“, wie es in den Drehbuchseminaren an Filmschulen so schön heißt. Darum fällt es auch schwer, irgendeine Anteilnahme an ihrem Schicksal zu entwickeln. Selbst als Propagandafilm taugt „Aufbruch ins Ungewisse“ wenig, da er die wichtigsten Zutaten effektiver Spielfilmpropaganda außer acht läßt: die Ideologie darf nicht zu dick aufgetragen werden, es muß eine ausreichende Portion Wahrheit oder zumindest Plausibilität enthalten sein,  und die Figuren dürfen nicht allzu einseitig gezeichnet sein.

Als fröhlicher Rechtspopulist bin ich nun gewiß nicht die intendierte Zielgruppe, aber es scheint mir generell etwas unklar, wer sich denn nun mit dieser Familie auf der Flucht identifizieren soll. Die „pädagogischen“ Absichten des Stücks wurden von den Programmgestaltern zwar kaum verhehlt – jetzt drehen wir einmal die Perspektive um, versetzen euch Normalbiodeutsche in die Lage der Flüchtlinge, damit ihr am eigenen virtuellen Leib erleben könnt, wie schrecklich deren Schicksal ist (plötzlich werden die gecasteten Gesichter wieder wirklich typisch „typisch deutsch“, und zwar immer dann, wenn ans schlechte Gewissen appelliert wird.)

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Star Wars: Die letzten Jedi

Von Trevor Lynch (Greg Johnson), übersetzt von Lucifex. Das Original Star Wars: The Last Jedi erschien am 19. Dezember 2017 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

Die letzten Jedi ist kein scheußlicher Film. Nicht so scheußlich wie Das Erwachen der Macht. Aber er ist ziemlich schlecht. Ganz unten im Schrotthaufen, zusammen mit Das Erwachen der Macht und Die dunkle Bedrohung. Die Frage, die mir durch den Sinn ging, war, ob Das Erwachen der Macht bloß ein Dunkle-Bedrohung-Moment war, ein holpriger Start einer Trilogie, die das mit zwei ziemlich guten Filmen wieder wettmachen würde. (Ja, ich mochte Angriff der Klonkrieger und Die Rache der Sith. Bekämpft mich.) Aber nein, es sollte nicht sein. Es war natürlich nicht schwer für Die letzten Jedi, sich gegenüber Das Erwachen der Macht zu verbessern. Aber es ist dennoch kein sehr guter Film, und keine Menge an Regie- und technologischer Hexerei kann diese miserable Trilogie jetzt noch retten.

Ist es also für das Star-Wars-Franchise Zeit zu sterben?

Nein. Rogue One vom letzten Jahr bewies, daß Disney einen guten Star-Wars-Film herausbringen kann. Rogue One nahm Elemente des etablierten Mythos und bevölkerte ihn mit neuen Charakteren und einer originellen Geschichte. Es gibt buchstäblich kein Ende der Möglichkeiten solcher Filme, besonders wenn sie gute Drehbücher und gute Regisseure haben. Ich freue mich tatsächlich auf den Han-Solo-Film nächstes Jahr, unter der Regie von Ron Howard. Das, Disney, ist der Weg nach vorn. Aber die Drehbücher müssen originell und gut sein, und warum nicht das bestmögliche Regietalent holen? Warum nicht Christopher Nolan dazu bringen, Regie bei einem Star-Wars-Film zu führen? Warum nicht David Lynch, der tatsächlich als Regisseur für Die Rückkehr der Jedi-Ritter diskutiert wurde? (Stellt euch vor, was er mit Jabba und den Ewoks gemacht hätte.)

Das Problem mit der neuen Trilogie ist, daß sie ein kalkuliertes Remake (ein „weiches Reboot“) der ursprünglichen ist. Angesichts dessen, daß es ein ganzes Universum an Fan fiction sowie zahllose autorisierte Star-Wars-Romane gibt, aus denen man klauen kann, sind der Zynismus und die völlige Fantasielosigkeit, die durch die Entscheidung offenbart wird, ein schlecht konzipiertes, manchmal Aufnahme für Aufnahme gleichartiges Remake zu machen, wahrhaft atemberaubend. Ich habe bereits detailliert dargelegt, wie Das Erwachen der Macht ein schamloses Remake von Eine neue Hoffnung und von Elementen aus Das Imperium schlägt zurück ist. Sehen wir uns an, wie Die letzten Jedi aus Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter klaut.

Am Ende von Das Erwachen ist der Todesstern die Sternkiller-Basis zerstört. Aber die Rebellion der Widerstand ist in die Flucht geschlagen, und die Flotte des Imperiums der Ersten Ordnung unter dem Kommando des Adepten der Dunklen Seite, Darth Vader Kylo Ren macht Jagd auf sie.

In Zwischenschnitten während der Verfolgung der Rebellen des Widerstandes wird die Geschichte gezeigt, wie Jedi-Anwärter/in Luke Skywalker Rey sich zu einem entlegenen Zufluchtsort begibt, um die Wege der Macht von dem mürrischen alten Jedi-Meister Yoda Luke Skywalker zu erlernen.

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Juden und die Shiksa II: Dustin Hoffman

Von Dr. Edmund Connelly, übersetzt von Lucifex. Das Original Jews and the Shiksa II: Dustin Hoffman erschien am 31. Oktober 2017 auf The Occidental Observer.

Zuvor erschienen: Harvey Weinstein: Über Juden und die Shiksa von Edmund Connelly

Von seinen Ursprüngen an ist Hollywood von einer jüdischen Identität geprägt gewesen, aber niemand sonst sollte etwas davon wissen. Aber irgendwie, egal wie gründlich der Versucht ist, sie zu unterdrücken oder zu tarnen, wird das jüdische Wesen dennoch an die Oberfläche schwimmen.

Stephen J. Whitfield

In etwas, von dem ich hoffe, daß es eine kurze Reihe von Essays über das jüdische Hollywood sein wird, möchte ich mich hauptsächlich auf das Thema der Shiksa konzentrieren, wie ich es kürzlich in Harvey Weinstein: Über Juden und die Shiksa tat. Eine größere Sache jedoch wird sein zu zeigen, warum es eine Rolle spielt, daß Juden Hollywood kontrollieren. Das ist der Grund, warum ich das wertvolle Titelbild des Moment Magazine (oben) in meiner Blogtätigkeit immer wieder verwendet habe, denn es ist ein Eingeständnis von etwas für die amerikanische Geschichte (und die Weltgeschichte) Entscheidendem: „Juden kontrollieren Hollywood.“

Natürlich ist das für die große Mehrheit der TOO-Leser kein Geheimnis, daher ist des der Untertitel, der mich wirklich interessiert: „So What?“ – „Na und?“ Ich gestehe, daß ich in dieser Frage in die Defensive gedrängt werde. Es ist für mich immer klar gewesen, warum es eine Rolle spielt, zumindest sobald man begreift, daß Juden tatsächlich Hollywood kontrollieren. Und doch reagiert, so unglaublich es auch erscheint, die große Mehrheit derjenigen, die ich dazu bringe zuzustimmen, daß Juden tatsächlich Hollywood kontrollieren, mit dieser verrücktmachenden Phrase „Na und?“ Meiner Ansicht nach ist dies Selbstüberwachung in ihrer schlimmsten Form. Daher ist es mein Ziel, wie es bei all meinem Schreiben über Hollywood der Fall gewesen ist, zu erläutern (vielleicht für den Normalo), warum es eine Rolle spielt, wer ein so mächtiges Medium kontrolliert, wie es Hollywood seit einem Jahrhundert gewesen ist.

Im Blogartikel über Harvey Weinstein argumentierte ich, daß aggressive Feindseligkeit ein großer Bestandteil der jüdisch-männlichen Dominanz über nichtjüdische Frauen (Shiksas) ist. Wie auf Stichwort ließ TOO-Herausgeber Kevin MacDonald darauf in seinem Essay Harvey Weinstein: Revenge and Domination as Jewish Motives eine starke Exegese des Phänomens folgen. Hier schrieb er: „Der Hass ist real, und er ist eng mit sexueller Konkurrenz verknüpft“ und zitierte auch aus seiner Rezension von Jurij Slezkines Buch The Jewish Century:

Die amourösen Avancen des jüdischen Protagonisten von Eduard Bagritskys Gedicht „Februar“ werden von einem russischen Mädchen zurückgewiesen, aber ihre Positionen werden nach der Revolution vertauscht, nachdem der ein Vizekommissar wird. Als er das Mädchen in einem Bordell sieht, hat er Sex mit ihr, ohne seine Stiefel auszuziehen, seine Waffe oder seinen Trenchcoat abzulegen – ein Akt der Aggression und Rache:

Ich nehme dich, weil ich
Immer so schüchtern gewesen bin, und um Rache zu nehmen
Für die Schande meiner exilierten Vorväter
Und das Zwitschern eines unbekannten Kükens!
Ich nehme dich, um meine Rache zu üben
An der Welt, von der ich nicht wegkommen konnte!

Die Passage ist verblüffend, doch meine Erfahrung hat gezeigt, daß fast kein Nichtjude, mit dem ich gesprochen habe, irgendeine Ahnung von dieser Feindseligkeit hat, ganz zu schweigen davon, wie diese in dem erscheint, was uns aus Hollywood vorgesetzt wird. Wie kommt das?

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Juden debattieren über das Weißsein

Von Tanstaafl, übersetzt von Lucifex. Das Original Jews Debate Whiteness erschien am 21. Juni 2017 auf Age of Treason.

Nichtweiße Kritiker des neuen Hollywood-Remakes von Wonder Woman, speziell der Besetzung der ehemaligen Miss Israel, Gal Gadot, in der Hauptrolle, haben unter Juden eine Diskussion darüber ausgelöst, ob Gadot und Juden allgemein „weiß“ sind.

Nichts an ihrem Austausch wird regelmäßige Leser hier überraschen, aber es könnte bei der Aufklärung von Weißen helfen, die sich gerade mit Identität, Rasse und dem Judenproblem auseinanderzusetzen beginnen. Unter dem gegenwärtigen weißenfeindlichen, pro-jüdischen Regime sind die meisten Weißen dazu konditioniert, sich wohler damit zu fühlen, Juden sich über „Antisemitismus“ und ihr Weißenproblem beklagen zu hören, als umgekehrt.

Also bitte sehr, diese Konversation ist für euch.

Wenn ihr über die oberflächlichen Details hinaussehen könnt – diese Schauspielerin, dieser Film, im Jahr 2017 -, dann bekommt ihr hier einen Blick auf das jüdische Verhalten über Raum und Zeit hinweg. Man kann sich leicht die zahllosen Debatten vorstellen, die Juden in ihren Shtetls und Ghettos während der vergangenen Jahrtausende gehabt haben – auch wenn sie zu diesen Zeiten und an diesen Orten statt über das Weißentum darüber diskutiert haben mögen, ob das Babyloniertum, das Ägyptertum, das Griechentum, das Römertum, das Spaniertum oder das Deutschtum gut oder schlecht für die Juden sei.

Die Links sind in chronologischer Reihenfolge präsentiert. Die meisten der Artikel beziehen sich aufeinander und antworten aufeinander, daher halten die nachfolgenden Auszüge die relevantesten, am wenigsten redundanten Teile des Austauschs fest. Auch so ist es noch eine lange Lektüre. Wenn euch an irgendeiner Stelle langweilig oder schlecht wird, dann überspringt es auf jeden Fall und schaut zum Schluß, wo ich die entscheidenden Punkte zusammenfasse.

Das Hin und Her begann (anscheinend aus heiterem Himmel) vor ein paar Monaten, fokussierte sich um Gadot und erweiterte sich von da.

24. Januar 2017, Dani Ishai Behan, timesofisrael.com: Are Jews A People of Color?:

Solange wir uns erinnern können, hat unser Volk in Nordamerika immer eine rassisch „mehrdeutige“ Position eingenommen. Obwohl wir zuerst zusammen mit anderen westasiatischen Volksgruppen als „Asiaten“ betrachtet wurden (was zu zahlreichen Versuchen führte, uns die Staatsbürgerschaft abzuerkennen), sollten Lobbyingbemühungen schließlich die Definition von „weiß“ auf Nahostler und Nordafrikaner erweitern. Jedoch ist in den letzten Jahrzehnten ein politisches Klima entstanden, in dem unser rassischer Status wieder einmal in Bitterkeit und Ungewißheit steckt.

Durch die ganze Geschichte hindurch hat das rassische Zu-Anderen-Erklären [„othering“] von Juden zu einigen ziemlich schrecklichen Ergebnissen geführt, daher ist es verständlich, warum manche es vorziehen würden, Rasse/Volkszugehörigkeit überhaupt aus der Gleichung wegzulassen. Aber gleichzeitig hilft die Vorstellung von Juden als entweder „weiß“ oder „bloß eine Religion“, wie viele unserer Kritiker es zu tun pflegen, bei der Fortsetzung einer Kultur des Antisemitismus seitens der antirassistischen Linken. Das heißt, wenn wir „bloß Weiße mit komischen Hüten“ sind, dann sind wir zwangsläufig nicht „wirklich“ eine unterdrückte Gruppe, wodurch es Antirassisten ermöglicht wird, ihre Legitimation zu behalten, ohne Juden zuhören oder unsere Besorgnisse ernst nehmen zu müssen. Dieses Konstrukt ist auch untrennbar mit antisemitischer Politik verbunden und vergegenständlicht Vorstellungen von jüdischem „Privileg“ zusammen mit der (unrichtigen) Verleumdung, daß die Wiedererrichtung Israels ein „weißes Kolonialprojekt“ war, was unterstellt, daß aschkenasische Juden (die die Mehrheit der zionistischen olim vor 1948 stellten) fremde Eindringlinge ohne echte Wurzeln in der Region sind, deren Bindung zum Land bestenfalls unauthentisch, nichtorganisch und ausschließlich religiöser Natur ist.

Ein weiteres, häufig vorgebrachtes Argument lautet, daß ein großer Prozentanteil von uns ein weiß wirkendes Erscheinungsbild hat, aber dies ist bei allen levantinischen Gruppen ziemlich häufig, nicht nur bei Juden. Außerdem sind hellhäutige Latinos, Iraner, Paschtunen und amerikanische Ureinwohner auch nicht wirklich selten. Dies nennt man „als weiß durchgehen“: die Fähigkeit, sich optisch einzufügen und einigen der unmittelbareren Effekte eines Nichtweißentums zu entgehen, während man immer noch unter der Marginalisierung und der Differenzierung als Andere leidet, die nichtjüdische Minderheiten erleben. Anders ausgedrückt: weiß auszusehen ist nicht dasselbe wie weiß zu sein.

Ich habe all die Argumente über das jüdische „Weiß-Sein“ gehört, aber ich muß erst noch eines hören, das wirklich überzeugend ist.

1. Juni 2017, Matthew Mueller, comicbook.com, Wonder Woman: There IS A Person Of Color In The Lead Role:

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