Der Volkslehrer im Interview mit dem Juden Bernie Kosky

Der Volkslehrer in einem 3Sat-Interview mit dem Juden Bernie Kosky (9:31 min. langer Auszug aus der Doku „Wie antisemitisch ist Deutschland“ von Bernie Kosky und einer Einschätzung von Michael Wolffsohn über die wirkliche Gefahr für „deutsche“ Juden):

PEGIDA positiv nutzen

Von Dunkler Phönix und Osimandia

Dass Pegida ähnlich wie Hogesa entweder von vorneherein eine false flag war oder zumindest in der Zeit des Wachsens dieser Bewegung gekapert worden ist, erscheint evident, wobei wir selbstverständlich Herrn Bachmann nicht unterstellen wollen, dass er es nicht durchaus vollkommen ehrlich meint. Wir maßen uns nicht an, das beurteilen zu können, und es ist absolut möglich, dass auch ehrlich um unser Land und Volk Besorgte ohne ihr Wissen instrumentalisiert werden können oder ihnen die Kontrolle entgleitet. Diese Gefahr ist insbesondere dann gegeben, wenn Personen aktiv werden, die zwar guten Willens, aber ohne ausreichendes Wissen sind.

Dafür, dass es sich bei Pegida um kontrollierte Opposition handelt, spricht

1. Die Medienberichterstattung

Eine so große Teilnehmerzahl wie in Dresden ist einfach ohne massive Medienunterstützung nicht möglich, wobei diese Unterstützung keineswegs wohlwollende Berichterstattung sein muss. Es muss nur Berichterstattung sein. Wenn die fehlt oder langweilig ist, geht keiner hin. Die Pedigisten wünschen sich so sehnlichst “sachliche und seriöse Berichterstattung” – wenn sie diese allerdings bekämen, hätten sie vermutlich nicht mehr als 500 Leute auf der Straße.

Die Berichterstattung, die sie tatsächlich bekommen, ist hingegen nicht langweilig, sondern schrill, reißerisch, zwar schon atemberaubend bösartig, haarsträubend unzutreffend und teilweise widerwärtig (Karikatur in der Leipziger Uni-Zeitung) dafür aber auch höchst spannend und aufregend. Ziemlich genau die Hälfte der Deutschen hält offiziellen Statistiken zufolge das Anliegen von Pegida für gerechtfertigt und sympathisiert mit den Demonstranten. Wenn solche Menschen mit der absolut unterirdischen Berichterstattung konfrontiert werden, entstehen die für Protesthandlungen notwendigen Emotionen wie Zorn, verletztes Gerechtigkeitsgefühl und Empörung über dreiste Lügen und Verunglimpfung der eigenen Person des gleichdenkenden Sympathisanten. Solche Emotionen – und nicht seriöse Sachinformationen – sind es, die zusammen mit dem Gefühl, Teil einer großen Masse zu sein, die Leute auf die Straße treiben.

Es ist allerdings höchst unwahrscheinlich, dass Medienprofis um diesen grundlegenden Mechanismus (Werbung muss nicht „nett“ sein, sie muss nur allgegenwärtig und auffallend sein sowie auf die Knöpfe der richtigen Emotionen drücken) nicht ganz genau wissen.

Die hätten es, als es noch klein war, totschweigen können. Haben sie aber nicht!


(mehr …)

Chemnitz: Ein Augenzeugenbericht

Von Björn Arjuna, übersetzt von Lucifex. Das Original Chemnitz: An Eyewitness Report erschien am 3. September 2018 auf Counter-Currents Publishing.

Erste Eindrücke

Es gibt nichts besonders Spezielles an der Stadt Chemnitz. Man könnte kaum glauben, daß dies schließlich die Stätte einer plötzlichen Explosion des Zorns nach der Ermordung eines kubanisch-deutschen Mannes durch nahöstliche Migranten sein würde. Dies waren meine ersten Gedanken, als ich in der deutschen Stadt herumging. Ich war dort, um an einem Marsch gegen Migration und Islamisierung teilzunehmen, der von der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) und PEGIDA organisiert wurde.

Ich nutzte etwas von meiner Zeit, um die Stadt kennenzulernen. Es gab auf den ersten Blick kaum irgendein Anzeichen für rechte Aktivität; keine Schilder, Aufkleber, Graffiti und so weiter. Vielleicht ist dies ein Unterschied im Stil, aber die Menge an linker Propaganda, die in dieser angeblich nach rechts tendierenden Stadt zu sehen war, schockierte mich. War dies wegen der aktuellen Ereignisse, oder ist die Linke in Chemnitz immer so aktiv gewesen?

Eine Sache, die mich ärgerte, während ich dort war, war das Ausmaß, in dem die Linke offen operieren konnte. Ich hatte sogar das Pech, ein paar Stunden vor der Demonstration auf die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) zu stoßen. Der Marxismus-Leninismus – die offizielle Ideologie der Sowjetunion, eine, die Millionen Menschen durch Verhungern und Gulags tötete – wird in Deutschland toleriert, aber nicht Patrioten, die die Migrantenkriminalität satt haben!

Ich war weiters irritiert durch einiges vom Inhalt einer örtlichen Buchhandlung, die viele Titel bezüglich Karl Marx anbot, sowohl ernsthafter als auch ironischer Natur. Ich bin keiner, der die Verleugnung der Geschichte unterstützt oder das Niederreißen von Denkmälern. Tatsächlich denke ich, daß die gigantische Büste von Karl Marx im Zentrum von Chemnitz cool aussieht! Aber die Tatsache, daß es keine Debatte hinsichtlich Marx gibt – nur blinde Akzeptanz -, zeigt, wie weit von irgendeinem Gefühl der Mäßigung oder von Geschichtsverständnis wir in der heutigen Welt entfernt sind. Dieser Gedanke gilt auch für die nach Kommunisten benannten Gebäude und Straßen in der Stadt, einschließlich Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.

Dessenungeachtet erfuhr ich später, daß die äußere Erscheinung dieser Stadt mich getäuscht hatte.

Der Marsch

Der Anblick all der Menschen, die in Chemnitz erschienen, war sehenswert! Dies war mein erstes Mal, daß ich so etwas tat. Ich hatte nie zuvor an einem Protest oder einer politischen Veranstaltung teilgenommen. Ich gebe zu, daß ich neugierig war bezüglich der Leute, die an meiner Seite marschieren würden. Würden sie die angeblichen Neonazis sein, die die Medien gerne zeigen? Oder bloß gewöhnliche Leute? Sobald ich es zu dem Marsch hingeschafft hatte, erschienen die meisten anderen wie normale Mittelklasseleute. Andere schienen aus der Arbeiterklasse zu sein. Dann gab es Leute, die, um ehrlich zu sein, wahrscheinlich Neonazis waren. Ungeachtet dessen, wer sie waren, fühlte es sich gut an, an der Seite von Menschen zu stehen, die ähnliche Überzeugungen hatten. Wir waren uns ähnlich, wir waren zusammen, und wir hatten keine Angst, unsere Gesichter zu zeigen.

(mehr …)

Video: „Heimatschutzminister“ Seehofer trifft den Volkslehrer

Wer mehr Videos des Volkslehrers ansehen möchte, wird hier auf seinem YouTube-Kanal fündig:

https://www.youtube.com/channel/UC4teOyQNXzMH94YMYySl9mA

 

Demographie und das jüdische Schicksal, Teil 2

Von Patrick Le Brun, übersetzt von Lucifex. Das Original Demographics & Jewish Destiny, Part 2 erschien am 13. August 2012 auf Counter-Currents Publishing.

Teil 2 von 3 (zuvor erschienen: Teil 1)

Teil 1 dieses Artikels untersuchte die Druckfaktoren auf Israel als jüdischer und demokratischer Staat und die Notwendigkeit der Alija (der Hereinversammlung [Anm. d. Ü.: wird normalerweise mit „Aufstieg“ übersetzt]) für seine Sicherheit und Identität. Das Folgende ist eine Beurteilung des Pools der Diaspora, auf den Israel am wahrscheinlichsten setzen wird, um die Reihen der Bürgersoldaten zu füllen.

Die Situation des Judentums im weißen Heimatland

Die internationale jüdische Gemeinschaft ist zutiefst um ihre eigene Demographie besorgt, wie es einer ständigen Minderheit zukommt. Abschnitt 1 machte klar, daß Alija (Einwanderung der jüdischen Diaspora nach Israel) die einzige verläßliche und realistische Option zur Rettung Israels vor seinem gegenwärtigen demographischen Schicksal ist. Die Mainstream-Meinung in Israel ist sich dieser Zwangslage sehr wohl bewußt.[1] Dieser folgende Abschnitt stützt sich auf ihre eigenen Studien, um einen Eindruck von der Diaspora in Europas größten jüdischen Gemeinschaften zu geben.[2] Es ist wichtig, zwei technische Begriffe zu verstehen: „Kernpopulation“, was sich auf sich selbst als solche identifizierende Juden bezieht und auf diejenigen, die ethnisch jüdisch (oder halbjüdisch) sind und keine Verbindung zur Religion oder zur Gemeinschaft haben, wohingegen „erweiterte Population“ sich auf sich nicht als Juden identifizierende Vierteljuden und nichtjüdische Haushaltsmitglieder bezieht, die technisch unter die Einbeziehung im Rückkehrrecht fallen. Der Abschnitt über Frankreich ist am meisten entwickelt und enthält das eigene persönliche und anekdotische Wissen des Autors über jüdische Moral und jüdische Meinungen.

Die Situation des Judentums im weißen Heimatland: Ehemalige Sowjetunion

Es sind 95.000 Juden in Moskau verblieben. Rußlands Juden haben demographisch gesprochen ein tödliches Stadium erreicht, mit einem mittleren Alter von 45 und nur 10 % der Population unter 15. Das Verhältnis von Geburten zu Todesfällen ist weniger als 1 zu 10. Es gibt 205.000 Juden in Rußland, weitere 100.000 in anderen europäischen Ländern der ehemaligen Sowjetunion, und weniger als 20.000 in der asiatischen ehemaligen Sowjetunion. In jüngerer Zeit übersiedeln jährlich 4000 bis 6000 Juden aus der europäischen ehemaligen Sowjetunion nach Israel, wobei etwa die Hälfte dieser Zahl aus Rußland kommt. Die jüdische Bevölkerung der asiatischen ehemaligen Sowjetunion eilt dem Aussterben entgegen, da die jährliche Alija-Rate über 1000 beträgt. Während eine große Zahl von Russen [d. Ü.: damit werden russische Juden gemeint sein] auch nach Deutschland ging, wird nun deutlich Israel bevorzugt. Die Ökonomie des Umzugs macht dies zu einer leichten und typischerweise nicht-ideologischen Entscheidung. Dies ist für die ehemalige Sowjetunion einzigartig.

Die Situation des Judentums im weißen Heimatland: Deutschland

Es ist neulich in den Nachrichten gewesen, daß die höchste Wachstumsrate in der jüdischen Gemeinschaft außerhalb Israels die in Deutschland ist. Die in diesem Abschnitt präsentierten Daten sollten jegliche Sorgen über eine Rückkehr zur Weimarer Zeit für Deutschland ad acta legen. Das Wachstum in der jüdischen Gemeinschaft kommt fast gänzlich aus der wirtschaftlich motivierten Einwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion. Die Juden, die nach Deutschland gehen, sind älter, weniger dynamisch und weniger ideologisch als ihre Mitjuden, die nach Israel gehen. Das Verhältnis zwischen Geburten und Todesfällen beträgt in Deutschland für 2009 1 zu 6. Das Durchschnittsalter ist 54, und die Mehrheit der Juden, die heiraten, heiraten jemanden außerhalb ihrer Gemeinschaft.

Die Einwanderung, die mit dem Fall der Sowjetunion begann, ist stetig zurückgegangen und seit 2008 unter 1000 gewesen. Es gab 2010 nur 119.000 in der „Kernpopulation“ von Juden, mit einer „erweiterten Gemeinschaft“, die nichtjüdische Verwandte von Juden einschließt und annähernd 250.000 erreicht. Der relativ große Unterschied zwischen diesen Zahlen widerspiegelt eine niedrige Identifikation und Endogamie unter dem in der ehemaligen Sowjetunion geborenen Judentum. Beide Zahlen sind überraschend niedrig, nachdem seit dem Fall des Kommunismus 200.000 Juden nach Deutschland gekommen sind.

Ironischerweise war Deutschland viel mehr als Israel darum besorgt, nur echte Juden zu bekommen. Ein potentieller Einwanderer nach Deutschland mußte ein unbescholtenes Mitglied einer Synagoge in Rußland sein, Deutsch sprechen, eine deutsche Synagoge haben, die bereit war, ihn in die jüdische Gemeinschaft Deutschlands zu „adoptieren“, und beweisen, daß er kein Nettobezieher aus dem sozialen Wohlfahrtssystem sein würde. Es scheint, daß nahezu alle derjenigen, auf die diese Kriterien zutreffen, die ehemalige Sowjetunion bereits verlassen haben.

(mehr …)

„Europas Dämme bersten“: Eine Rezension

Von Michael Walker, übersetzt von Lucifex. Das Original Europe’s Dams are Cracking: A Review erschien am 6. April 2018 auf Counter-Currents Publishing. Deutsche Zitate und Kapitelüberschriften aus dem Buch wurden vom Übersetzer aus dem Englischen rückübersetzt (mit Ausnahme der Zitate von Renate Göllner und Josef Joffe, wo von mir Links zur Originalquelle gesetzt wurden, aus denen ich den Originaltext übernommen habe).

Konrad Windisch (Hrsg).
Europas Dämme bersten: Ursachen, Hintergründe und Folgen des Flüchtlings-Tsunamis
Pähl: Hohe Warte, 2017

Europas Dämme bersten ist eine aufschlußreiche, informative, aber (zumindest für Leser, die mit den Ansichten der Autoren sympathisieren) deprimierende Darstellung der Migrationswelle, die ab 2015 über Europa rollte, und ihrer Bedeutung. Als Name des Herausgebers wird Konrad Windisch genannt. In seinem Vorwort erklärt Konrad Windisch, daß Europas Dämme bersten von einer, wie er es nennt, „breitgefächerten Autorengemeinschaft“ verfaßt wurde. Wer auch immer die Autoren waren, es ist wahrscheinlich, daß Herrn Windischs Enthusiasmus zu diesem Buch inspirierte und es bis zu den Verlegern brachte, denn Konrad Windisch seit Jahren in etwas aktiv gewesen, das man lose als die Sache der ethnischen Identität bezeichnen könnte. Geboren 1932 in Wien, hat Windisch viele Jahre lang Beiträge für die österreichische Politikzeitschrift Der Eckart verfaßt und auch Gedichte und Romane produziert; aber es ist nichts Lyrisches an Europas Dämme bersten, sofern man nicht Intensität für sich genommen als lyrisch betrachten kann.

Europas Dämme bersten fokussiert sich auf die 2015 von Kanzlerin Angela Merkel getroffene historische Entscheidung, sofort Personen, die Asyl in Europa suchen, in die deutsche Republik einreisen und in vielen Fällen mit Sonderzügen dorthin transportieren zu lassen. Diese Entscheidung mißachtete die Regeln für die Gewährung von Asyl, die seit dem Zweiten Weltkrieg in Westeuropa in Kraft gewesen waren. Die Kanzlerin, die weder andere nationale Führer konsultierte noch – abgesehen von einer kleinen Clique ihrer vertrautesten Berater – einen Konsens anstrebte oder die Zustimmung des Bundestags einholte, erließ in der Nacht des 4. September 2015 Anweisung, die Grenzkontrollen einzustellen. Diese Anweisung betraf direkt „nur“ mehrere tausend Migranten, die am Keleti-Bahnhof in Budapest gestrandet waren, wo die ungarische Regierung sich standhaft geweigert hatte, sie das Land in Richtung Westeuropa verlassen zu lassen. Die Entscheidung war der symbolische Höhepunkt von Merkels Politik, sicherzustellen, daß bis zu einer Million nichteuropäischer Einwanderer sich im Laufe des Jahres 2015 in Deutschland ansiedeln konnte. Bis zum heutigen Tag hat ihre Regierung es nicht für angebracht gehalten, irgendeine gesetzliche Rechtfertigung für die Entscheidung vorzulegen.

Die Autoren stellen in diesem Buch klar, daß die Entscheidung keinen Präzedenzfall im Sinne der Anleierung einer neuen, einwandererfreundlicheren Politik setzte, aber sie setzte dennoch einen Präzedenzfall. Sie stellte eine neue Ausgangsposition in Sachen Taktik dar. Sie war der Beginn einer neuen Offenheit in der Einwanderungspolitik. Zuvor pflegten westliche Regierungen, wenn sie das Thema der Masseneinwanderung ansprachen, „besondere Umstände“ im Zusammenhang mit einer spezifischen „historischen Mission“ oder der „Pflicht“ einer spezifischen Nation anzuführen, die es mit einer spezifischen Einwanderungsfrage zu tun hatte. Mit Berlins Entscheidung von 2015 für offene Grenzen änderte sich das alles. Kein nationaler Präzedenzfall wurde vorgebracht. Stattdessen wurde an „europäische Werte“ und „Menschlichkeit“ appelliert, und dieses Buch dokumentiert viele Fälle solcher Appelle. Zum Beispiel bemerkte Helmut Zilk, der der Bürgermeister Wiens war, 1988 zu Schulen, die bereits einen Anteil von 88 % nichtösterreichischer Schüler erreicht hatten: „Es ist kein Nachteil, sondern ein großer Vorteil für die Stadt.“ (S. 162). Das Buch bietet viele ähnliche Zitate.

(mehr …)

Der Weg zum „Heerlager der Heiligen“: Ein chronologischer Überblick

Von Deep Roots, ursprünglich veröffentlicht am 22. September 2015 auf „As der Schwerter“

Als die sich schon seit Jahren allmählich steigernde „Heerlager der Heiligen“-Situation vor kurzem in beschleunigtem Maß zu eskalieren begann und offenbar von den Medien, Politikern und sonstigen Sprachrohren des JNWO-Systems parallel dazu nicht mehr heruntergespielt oder verschwiegen, sondern vielmehr auf einmal als große Krise herausgestellt wurde, haben wir von „As der Schwerter“ uns folgende Gedanken dazu gemacht:

● Ab wann ist es eigentlich damit so richtig losgegangen?
● Wie hat sich der Andrang der „Flüchtlinge“ in den Jahren davor allmählich zum „Sturm über das Mittelmeer“ und zur Völkerwanderung über die türkisch-griechische Landgrenze und die Balkanländer in die EU entwickelt?
● Von welchen politischen, medialen und militärischen Ereignissen war das jeweils begleitet?

Ich habe daraufhin beschlossen, diesen Übersichtsartikel über die Chronologie der relevanten Ereignisse zu erstellen: als Grundlage zum Nachdenken für uns und unsere Leser darüber, was das alles zu bedeuten hat, welche Absichten damit von wem verfolgt werden könnten und inwieweit darin neben der allgemeinen Zerstörungsabsicht gegen die Europäer auch eine speziell gegen Deutschland und eventuell auch bestimmte andere europäische Länder (z. B. Österreich, Serbien, Ungarn) gerichtete Agenda enthalten sein könnte. Lesern, die sich noch nicht so lange mit dieser Thematik befassen, wird einiges aus der Anfangszeit neu sein, und selbst wir alten Hasen merken, daß man vieles nur zu leicht vergißt. Es läßt sich auch schwer feststellen, wann genau es wirklich „losgegangen“ ist, weil die Entwicklung zum gegenwärtigen Migrationstunami ein über etliche Jahre laufender Prozeß war, der nur immer wieder mal eine schubweise Steigerung durch Schlüsselereignisse erfuhr und seit ungefähr Mitte des Vorjahres mit zunehmender Beschleunigung eskaliert ist, oder genauer: eskaliert wurde.

Wie die meisten unserer Leser bereits wissen werden, bezieht sich der Ausdruck „Heerlager der Heiligen“ auf das im gleichnamigen Roman des französischen Autors Jean Raspail aus dem Jahr 1973 geschilderte Zukunftsszenario, in dem eine Million indischer Armutsflüchtlinge sich – angestiftet von örtlichen christlichen Missionaren und linken Menschenrechtsaktivisten – einer Flotte von hundert altersschwachen, rostigen Schiffen bemächtigt, um damit nach Europa zu fahren und in Südfrankreich zu landen. Die Autorin Anne-Kit hat sich in ihrem am 1. August 2010 auf „Gates of Vienna“ erschienenen Artikel Wir wurden gewarnt mit diesem prophetischen Roman befaßt und unter anderem geschrieben:

Wir folgen den Ereignissen über mehrere Charaktere in Frankreich und beobachten die Reaktion der Welt auf das Vorankommen der Flüchtlingsflotte, während die Medien und die Intellektuellen – und die Kirche – das Unternehmen loben und ermutigen und sich darauf vorbereiten, „unsere Gäste” zu empfangen, und die schuldbeladene Selbstgeißelung fortsetzen, von der der Westen seit mindestens den letzten drei Jahrzehnten besessen war. Ein Slogan mit beunruhigend modernen Anklängen wird geboren: „Wir sind jetzt alle vom Ganges!”

Ein paar Unkenrufer sehen die unmittelbar bevorstehende Katastrophe als das, was sie ist. Das Problem ist, was man in der Sache tun soll. Geben wir nach, was den sicheren Tod der westlichen Zivilisation und der weißen Rasse zur Folge haben wird? Denn wenn die erste Welle Erfolg hat, werden andere folgen. Oder leisten wir Widerstand? Und wie? Töten wir eine Million wehrloser menschlicher Wesen, viele davon Frauen und Kinder? Falls nicht, wie sonst sollen wir Widerstand leisten und die Vernichtung unserer Zivilisation aufhalten? Oder lautet die Frage vielleicht, ob wir überhaupt die Stärke und den kollektiven Willen haben, sie aufzuhalten?

In den letzten Tagen, bevor die Schiffe durch die Straße von Gibraltar schlingern und es offensichtlich wird, daß sie nach Frankreich unterwegs sind, beginnen die Franzosen in Panik zu geraten. In letzter Minute befiehlt der Präsident den Streitkräften, das Land zu verteidigen, aber es ist zu spät. Der Großteil der Armee und Marine desertiert; die Bewohner des Südens fliehen nach Norden, Polizisten verlassen ihre Posten, Gefängnisse werden geöffnet, und die Sträflinge randalieren.

Als die Flüchtlinge vom Ganges im Süden Frankreichs an Land schwärmen, folgen überall auf der Welt andere in ihren jeweiligen Regionen ihrem Beispiel.

Ein kleiner Haufen Unentwegter mit dem Willen, ihren letzten kleinen Winkel der Provence bis zum bitteren Ende zu verteidigen, finden zu Monsieur Calguès und seiner Villa in den Bergen, wo sie — an die auf die Pest wartenden Protagonisten in Boccaccios Decamerone erinnernd — ein paar Wochen mit Reden und Lachen, Essen, Trinken und Singen verbringen und jeden erschießen, der sich dem Haus nähert. Sie führen eine Strichliste der getöteten Feinde: jener vom Ganges und jener, die sie „Sympathisanten” oder Verräter nennen. Das Ende kommt in Form eines Luftangriffes, der das alte Anwesen in Schutt verwandelt. Der Westen stirbt mit ihm, und eine orwell’sche Gesellschaft geht aus der Asche hervor und wird zu einer Art multirassischer Kommune.

In ihrem 2010 erschienenen Artikel stellt Anne-Kit schon einen Bezug zwischen der Romanhandlung und dem Andrang der zu dieser Zeit bereits über das Mittelmeer kommenden arabischen und afrikanischen „Flüchtlinge“ her, der aber schon seit etlichen Jahren davor im Gange war. So wurde schon in dem GEO-Artikel „Die Ennedi-Expedition, Teil 2: Ein Fenster in die Urzeit Afrikas“ von Uwe George im Augustheft 2004 (in dem es um eine Expedition ins Ennedi-Gebirge im nördlichen Tschad ging) eine Begegnung mit Afrikanern geschildert, die aufgrund von idealisierten Vorstellungen, die man ihnen eingeredet hatte, nach Europa wollten. Hier der relevante Abschnitt:

(mehr …)

Irakische Demonstranten danken „Tante Merkel“ und wollen auch bald nach Deutschland kommen

Von Deep Roots, ursprünglich veröffentlicht am 16. September 2015 auf „As der Schwerter“.

Ich weiß nicht, ob auch in den deutschen MSM schon etwas davon gekommen ist, aber die „Kronen-Zeitung“ von heute, 16. September 2015, brachte diesen Kurzartikel von Christian Hauenstein:

Massendemos gegen eigene Regierung

Iraker drohen mit Flucht in Richtung Deutschland

Bagdad (c.h.). – Mal sind es Tausende, mal Hunderte – in der irakischen Hauptstadt Bagdad, in Basra sowie in anderen Städten gehen die Menschen seit Tagen auf die Straßen, um gegen die Regierung, die ausufernde Korruption, mangelnde Stromversorgung, die allgemeine Aussichtslosigkeit sowie die Hilflosigkeit im Kampf gegen die Dschihadisten des Islamischen Staates zu demonstrieren. Und die Menschen machen unmissverständlich deutlich, dass sie bald in Richtung Deutschland aufbrechen wollen, wenn sich nichts ändern sollte.

Als Beweis dafür, daß das keine bloße Erfindung von mir ist, habe ich hier den ganzen Artikelscan eingefügt:

Falls da etwas dran ist (die elf Kanaken auf dem Foto sind ja kein Beweis dafür, daß das wirklich eine Massenbewegung ist), dann wäre das die nächste gewaltige Eskalationsstufe des gegenwärtigen „Flüchtlings“-Wahnsinns. Der Irak hatte 2009 schon knapp 29 Millionen Einwohner, das heißt heute sind es sicher schon deutlich über dreißig Millionen!

Zum Vergleich: Syrien hatte 2010 knapp 21 Millionen Einwohner, und bei Fortschreibung des Zuwachses zwischen 1989 und 2010 müssen es inzwischen 23 Millionen sein.

Klar ist, daß die irakische Regierung sich bestimmt nicht mit der Drohung, andernfalls nach Deutschland auszuwandern, zur Verbesserung der Zustände im Land drängen läßt, selbst wenn sie zu einer solchen Verbesserung überhaupt in der Lage wäre. Korruption, schlechte Infrastruktur, mangelnde Versorgung und Stromausfälle sind unvermeidliche Merkmale von Drittweltländern, wie sie auch schon Alex Kurtagic in „Warum wir schreiben“ aufgrund seiner Erfahrungen in Lateinamerika geschildert hat:

(mehr …)

Merkel ist „Licht auf die Nationen“!

Von Kewil, ursprünglich am 21. Januar 2011 auf seinem nicht mehr existenten Blog „Fakten + Fiktionen“ veröffentlicht (Bild von mir – Deep Roots / Lucifex – eingefügt). Nur damit auch das nicht in Vergessenheit gerät…

*   *   *

Mutti geehrt! Das American Jewish Committee verlieh unserer alternativlosen Bundeskanzlerin die Auszeichnung “Light unto the Nations”, was irgendwie Licht auf, in, zu den Nationen bedeutet. Leider hat die Deutschen dieses Licht noch nicht beschienen, ich sehe nur Nebelkerzen rund um die von Merkel gesponserte Machtübernahme der EUdSSR! Für die Juden tut das Merkel auch nicht viel, im Zweifel ist sie für die Mehrheit, also die Mohammedaner, und die dürfen in Deutschland ungeniert antisemitisch hetzen, zum Beispiel in Pinneberg! Was den Zentralrat der Juden nicht hindert, den den Zentralrat der Moslems zu umarmen!

Kommentare aus dem Originalstrang in „Fakten + Fiktionen“:

  1. Berliner Kindl meint:
    Kein Wunder daß wir alle so geblendet werden …
  2. Leser/in meint:
    Aber Merkel tut mehr für die Juden als für Deutsche! Darum bekommt sie von denen auch einen Preis und von uns bekommen sie Geld. Und nicht vergessen, das Existenzrecht Israel steht über allem, vor allem über dem Existenzrecht der Deutschen.
  3. Normalbürger meint:
    Das ist doch eine Karriere. Von einer kleinen Leuchte zur Oberleuchte.
    Der Jude der das beschlossen hat, der hat am Abend zuvor Zuviel Whiskey getrunken.
    Bei uns taugt die doch nicht mal zur Energiesparleuchte. Die hat zuwenig
    Gift.
  4. fjelltroll meint:
    “Light unto the Nations” – beinahe wie der Titel einer Lichterkette
  5. sosheimat meint:
    UNGLAUBLICH –
    SOS-Österreich veröffentlicht einen Postzusteller mit der Aufschrift “auf Befehl Allah”!!!

Nun droht Anwalt mit einer klage gegen SOS-Österreich:

http://sosheimat.wordpress.com/2011/01/21/auf-befehlt-allahs-teil-2/

  1. Maximilian meint:
    Der Zentralrat der Juden vertritt nicht die deutschen Juden, ebensowenig wie die
    EKD die evangelischen deutschen Christen oder die Deutsche Bischofskonferenz die deutschen Katholiken vertritt. Es sind alles wohl dotierte Funktionäre, die ihre Klientel nicht interessiert, sonder nur ihr Wirken in der Öffentlichkeit und am Hofe unserer Negativeliten. Sie vertreten alle nur ihre eigenen Interessen. Da die Folgen ihres Verrates ihre Lebenszeit übersteigt, werden sie dafür auch nicht zur Verantwortung gezogen werden. In Israel weiß man sehr gut, was z.B. vom ZdJ zu halten ist und wie die islamischen Länder “judenrein” gemacht wurden. Und hier hat nicht nur Daniel Haw (Moishe Hundesohn bei PI) den Durchblick.

Alle, ob Graumann, Zollitzsch oder Schneider, werden von denen nicht gewählt, die sie angeblich vertreten. So hat man auch keine Probleme mit solchen schillernden Gestalten wie den o.a. Mazyeks und Kolats und Co.

  1. Andreas.G meint:
    Offtopic:
    So verhindert man Abschiebungen: Einfach im Flugzeug nicht hinsetzen. Anstatt die “Aktivisten” gleich mit abzuschieben, dreht man um und lässt alle aussteigen.
    http://anonym.to/?http://annalist.noblogs.org/post/2011/01/21/zur-nachahmung-empfohlen-abschiebung-verhindert/
  2. Leser/in meint:
    @Maximilian

Und warum protestieren die Juden nicht gegen den Zentralrat wenn dieser sie angeblich doch nicht vertritt, aber in ihrem Namen Preise verleiht?

  1. Maximilian meint:
    Chaim Noll zum ZdJ – Fundstück

Ersteintrag: 4. September 2010 20:55 MEST
Marty meint:
Wird geladen…
Daß der deutsche Zentralrat der Juden aus einem Haufen Irrer und Wirrer besteht, durfte man schon mehrmals erleben. Heute schreibt der in Jerusalem lebende Schriftsteller Chaim Noll in der FAZ, den deutsch-jüdischen Funktionären sei das Grundwissen des Judentums abhanden gekommen:

Grundwissen des Judentums

Unter den zahlreichen Bannsprüchen, die binnen weniger Tage über Thilo Sarrazin und sein Buch “Deutschland schafft sich ab” hereinbrachen, war die Verurteilung durch den Zentralrat der Juden eine der aggressivsten. Generalsekretär Kramer war unter den Ersten, die Sarrazin anlässlich seines Buches verurteilten. Er befand sich in prominenter Gesellschaft: Bundeskanzlerin, Parteivorsitzende und Minister beteiligten sich an der Vorverurteilung eines Buches, noch bevor es überhaupt erschienen war. Sie schufen damit einen beängstigenden Präzedenzfall für die versuchte Einschüchterung eines Buchautors durch politische Macht- und Verantwortungsträger.

Nachdem Kramer den Sozialdemokraten Sarrazin in die Nähe der NPD gerückt hatte, sekundierte ihm einige Tage später Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Er erklärte, dass Sarrazin, der von einem gemeinsamen Gen der Juden gesprochen hatte, “auf Elemente der Rassehygiene der Nazi-Zeit” zurückgreife. Kurz darauf folgte das Verdikt des Zentralrats der Muslime, Sarrazin sei ein “Nazi in Nadelstreifen”.

Graumanns und Kramers Äußerungen zum Fall Sarrazin sind aus Sicht des verbindlichen jüdischen Religionsgesetzes, der Halacha, unhaltbar. Nach der Halacha ist Judesein zum Teil genetisch definiert, indem nämlich jedes Kind einer jüdischen Mutter – im Judentum zählt traditionell die mütterliche Linie – als jüdisch gilt. Daneben gibt es eine zweite Definition des Judeseins, über Konversion oder Annahme der jüdischen Religion. Die genetische und die konfessionelle Definition bestehen seit Jahrhunderten nebeneinander. Graumanns und Kramers Äußerungen werfen ein ernüchterndes Licht auf die Unbildung deutsch-jüdischer Funktionäre, denen offenbar das elementare Grundwissen über das Judentum abhandengekommen ist. Jeder Jeschiwa-Schüler hätte ihnen den Sachverhalt – der in Israel der staatlichen Gesetzgebung zugrunde liegt – erklären können.

  1. Wildersfan meint:
    Es geht bei dem Titel primär um den Schuldkult.
    Der Hosenanzug fährt am 8. Mai nach Moskau und bezahlt schön an die EU-Länder.

Diesen Preis hat sie sich redlich verdient.

(Ich hätte da lieber einen Präser, der sich einen Palast baut und ein paar Sommerresidenzen, und seiner Frau 10000 paar Schuhe kauft – das käme billjer.)

  1. Maximilian meint:
    @ Leserin
    Dann wird man im ach so tollen Rechtsstaat Deutschland sofort von den friedliebenden Muslimen aufgesucht. In der Stadt Frankfurt durften schon einige Menschen diese Erfahrung machen. Vergessen wir bitte niemals den Messerangriff auf Rabbiner Zalman Gurevitch-Zaigarten. Der bekam den bekanntesten Anwalt der Stadt, den Verteidiger des Mörders von Jakob von Metzler. Die Verhandlung war unsäglich. Aus dem Opfer wurde ein Täter. Und der Muslim verließ mit dem Victory-Zeichen als freier Mann den Gerichtssaal, obwohl er eine kleine Gefängnis- strafe erhielt. Leider konnte sich der Rabbi, der nach dem Schabbathgottesdienst friedlich auf dem Heimweg, aber an der Kleidung zu erkennen war, keinen teuren Anwalt leisten. Und die Begleiter wollten nicht aus Israel anreisen, um als Zeugen aufzutreten, sie hatten zuviel Angst. Und in Frankfurt tritt z.B. ein türkischer Kommunist und Gewerkschaftler als Hamas-Befürworter auf. Ich könnte unzählige Beispiele nur aus dieser Stadt nennen.
  2. Peter Boll meint:
    Diese Orden und Auszeichnungen erhält IM Erika immer wieder, um sie bei Laune zu halten. Würde es eine JDU geben, würde sie wohl aus der CDU austreten.
    Ich zähle die Tage bis unsere “Grand Dame” der Volksverarschung in der Versenkung verschwindet.
  3. spital8katz meint:
    ““Licht auf die Nationen”?

Aber höchstens ein Sch****hauslicht!

  1. Anonymous meint:
    light? ich dachte immer das heißt leicht. Und dann wärs ja nicht so falsch, die Stasitrine ist doch wirklich ein politisches Leichtgewicht auch wenn sie plattfüßig durch die politische Arena trampelt und Land und Volk gegen kleine Münze verschachert.
  2. Dolomitengeist meint:
    Allah sagte “Es werde Licht ” und das Ferkel fand den Schalter nicht
  3. Will Tanner meint:
    OT

Bluthilde beklagt mangelnden Klassenstandpunkt eines Schwulenblogs! Abgefahren!

http://bluthilde.wordpress.com/2011/01/21/hofschwuchteln-der-finanzmonopole/

  1. Kammerjäger meint:
    Aber waren wir denn nicht schon immer ein Volk von Lichtern u. Denkern???
  2. Pit meint:
    Der Zentralrat der Juden ist durchaus nicht gegen die Interessen der Juden. Jüdisches Interesse ist 1) immer gegen die Mehrheit gerichtet und 2) immer gegen ethnische Selbstbestimmung gerichtet (außer bei einer Ethnie).
    Massenzuwanderung ist kein Zufall.
  3. John Besser meint:
    Merkel ist nur ein ganz ganz kleines Lichtlein .
    Eher schon ein Glühwürmchen !
  4. kongomüller meint:
    leuchtet frau merkel nicht vom arme her?
  5. Georg Mogel meint:
    Merkel, the light unto the Nations

(mehr …)

Aufbruch nach Wakanda (1): Passion der Bobos

Von Martin Lichtmesz; das Original erschien am 20. Februar 2018 auf Sezession.

Das vergangene Woche ausgestrahlte ARD-Meisterwerk „Aufbruch ins Ungewisse“ ist ein gefundenes Fressen für alle, die Freude an saftigen Verrissen haben.

Es erlaubt vor allem einen aufschlußreichen Einblick in die Köpfe der Hohepriester und Welterklärer in (Staats-)Funk & Fernsehen.

Nach Thorsten Hinz, Akif Pirinçci (Teil 1) (Teil 2)Marco Gallina,  Tobias Sedlmair,  Gerd Buurmann und Claudio Casula nun auch ein paar Worte von mir dazu. Der Inhalt ist inzwischen wohl leidlich bekannt, und ich werde im folgenden natürlich gnadenlos „spoilern“. Martin Sellner und ich haben am Wochenende Waldorf & Statler gespielt, und den Film von Kai Wessel via Livestream kommentiert.

Das Drehbuch stammt von dem „Tatort“-geschulten Autorenpaar Eva und Volker Zahn  – Volker Zahn ist schon seit Jahrzehnten „gegen rechts“ engagiert, hat unter anderem mit Claus Leggewie zusammengearbeitet und für das linksextreme, stramm antideutsche Blatt konkret geschrieben.

Wessel hat sich schon 2007 an der Inszenierung einer „deutschen Flucht“ versucht, mit einem ähnlich, aber etwas weniger erbärmlichen Ergebnis. Damals schrieb ich über die von die Maria Furtwängler verkörperte Hauptfigur, ihre Rolle verkümmere „zum antifaschistischen Zombie, der mit ernster, bitterer Miene alles durchschaut hat und den ganzen Film hindurch eine monotone Haltung durchexerziert.“ (Nebenbei ist mein lange vergriffenes erstes Buch „Besetztes Gelände“ über die Repräsentation der deutschen Geschichte im Film nun wieder erhältlich).

Ähnlich „monoton“ läßt Wessel auch seine „deutsche Familie auf der Flucht“ agieren. Seine Protagonisten geben sich redlich Mühe, permanente Schmerzensmienen aufzusetzen, furchen ihre bleichen Stirnen mit verzweifelten Dackelfalten, tasten einander mit mitfühlend-erschütterten Empathieblicken ab, und keuchen ihre Sätze, als wären sie ständig außer Atem vor Leid, Anstrengung und innerer Bewegung.

Insbesondere Fabian Busch als der Familienvater verläßt an keinem Punkt seinen Weinerlichkeitsmodus, und es ist wohl kein Zufall, daß die Frauenfiguren wesentlich beherrschter und „stärker“ gezeichnet werden. „Sie leiden! Sie sind traumatisiert! Sie haben keine Hoffnung!“ schreit es uns so unmißverständlich wie möglich aus jeder Szene entgegen.

Dabei tritt der Film nach etwa dreißig Minuten bis zum Schluß auf der Stelle. Nichts Neues wird erzählt, nur eine öde Leidensstation an die andere gereiht.

Man vergleiche Wessels Inszenierung mit dem großartigen französischen Film „Dheepan“ („Dämonen und Wunder“) von Jacques Audiard, der ein Flüchtlingsschicksal empathisch, realistisch und ohne forcierte Mitleidsmätzchen nachzeichnet.

Letztere sind vergebliche Liebesmüh, denn die Figuren selber sind eindimensional und oberflächlich gezeichnet, es finden sich kaum Überraschungen, Charakterdimensionen oder „Brüche“, wie es in den Drehbuchseminaren an Filmschulen so schön heißt. Darum fällt es auch schwer, irgendeine Anteilnahme an ihrem Schicksal zu entwickeln. Selbst als Propagandafilm taugt „Aufbruch ins Ungewisse“ wenig, da er die wichtigsten Zutaten effektiver Spielfilmpropaganda außer acht läßt: die Ideologie darf nicht zu dick aufgetragen werden, es muß eine ausreichende Portion Wahrheit oder zumindest Plausibilität enthalten sein,  und die Figuren dürfen nicht allzu einseitig gezeichnet sein.

Als fröhlicher Rechtspopulist bin ich nun gewiß nicht die intendierte Zielgruppe, aber es scheint mir generell etwas unklar, wer sich denn nun mit dieser Familie auf der Flucht identifizieren soll. Die „pädagogischen“ Absichten des Stücks wurden von den Programmgestaltern zwar kaum verhehlt – jetzt drehen wir einmal die Perspektive um, versetzen euch Normalbiodeutsche in die Lage der Flüchtlinge, damit ihr am eigenen virtuellen Leib erleben könnt, wie schrecklich deren Schicksal ist (plötzlich werden die gecasteten Gesichter wieder wirklich typisch „typisch deutsch“, und zwar immer dann, wenn ans schlechte Gewissen appelliert wird.)

(mehr …)