Vom Fluch der Magie

Albert Atcho lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1990 in Bingerville an der Elfenbeinküste. Seine Mission: Teufelsaustreibungen. Besessene wurden in seinen Sitzungen allerdings nicht – wie sonst üblich – gequält, bestraft oder sogar getötet. Sie durften nach der befreienden Beichte zurück in ihre Dörfer gehen.

Von David Signer, ursprünglich erschienen in GEO 9-2006. Die Bilder sind eine Auswahl aus denen im Originalartikel.

Vor zwölf Jahren betritt David Signer zum ersten Mal das Zimmer eines traditionellen afrikanischen Heilers. Sieht blutbespritzte Wände, Töpfe mit Kräutersud, Kaurischnecken. Eine unheimliche Welt, deren Rätsel der Schweizer Ethnologe fortan in vielen Feldstudien zu ergründen sucht. Der Zauber, weiß er heute als Eingeweihter zu berichten, wirkt tatsächlich – wenn auch anders als gedacht. Er macht Angst vor Veränderung. Er lähmt die Entwicklung Afrikas.

ZÜRICH, SEPTEMBER 2002. „Madame Coulibaly, Abengouru“ steht als Absender auf einem Brief, der eines Tages in meinem Postkasten liegt. „Lieber David“, schreibt sie, „mit großem Bedauern senden wir diese Neuigkeiten: Dein Freund Tiegnouma Coulibaly ist am 16. September gestorben. Wir sind hier, seine zwei Frauen und fünf Kinder, und es fehlen uns sogar die Mittel, um Essen einzukaufen.“

Tränen treten mir in die Augen. Tiegnouma Coulibaly war ein Heiler, den ich zu Beginn meiner mehrjährigen Feldforschung in Westafrika kennen lernte – und der im Laufe unserer Zusammenarbeit mein europäisches Weltbild pulverisierte. Ich rätsele, wie er ums Leben gekommen sein mag. Als ich seine Frauen erreiche, sagen sie nur: „Wir haben ihn eines Morgens tot in seinem Bett gefunden.“

ABENGOURU, OKTOBER 1994. Ich bin zum ersten Mal in der staubigen Provinzstadt der Elfenbeinküste. Für eine ethnologische Studie suche ich den Kontakt zu traditionellen Heilern, „Féticheurs“. Sie besitzen in Westafrika einen zwiespältigen Ruf. Einerseits gelten sie tatsächlich als Heiler, was vor allem bedeutet „Anti-Hexer“, weil viele Krankheiten auf Hexerei zurückgeführt werden. Andererseits traut man ihnen aber auch zu, anderen zu schaden, und sei es nur, um den eigenen Klienten zu verteidigen. Die Suche nach einem Féticheur ist also alles andere als harmlos, sondern eher so, als ob man sich nach dem nächsten Waffenladen erkundigte.

In einem Ministerium lerne ich einen Beamten kennen. Er erzählt von einem Hexer, der sich in Sekundenschnelle nach Paris begab, um dort seinen eigenen Sohn aufzufressen, weil der nichts von seinem Lohn an seine Familie in Afrika schickte.

„Er fraß ihn wirklich auf?“

„Natürlich nicht buchstäblich“, sagt der Mann, der zwischen seinen vielen Stapeln vergilbter Dokumente sitzt. „Er hat die Seele seines Sohnes, sein unsichtbares Doppel, wie wir sagen, zerstört. Der Junge starb nicht sofort, aber er verlor nach und nach alle Lebenskraft.“

„Und dann?“ frage ich. „Wurde der Vater verhaftet?“

Der Beamte lacht über meine Naivität, aber erklärt geduldig: „Niemand kann beweisen, was er getan hatte. Sein Körper lag ja die ganze Nacht hier neben seiner Frau. Sein Double war nach Paris geflogen. Hexerei ist unsichtbar.“ Und für den Fall, daß ich immer noch nicht begreife, fügt der Mann hinzu: „Wir zwei plaudern hier nett miteinander. Aber niemand kann ausschließen, daß einer von uns jetzt, in diesem Moment, den anderen verhext.“

An diesem Nachmittag erhalte ich meine erste Ahnung vom Zusammenhang zwischen sozialem Aufstieg, Neid und Hexerei; von einem Albtraum, der die Menschen von Dakar im Senegal bis Daressalam in Tansania verfolgt. Sozialwissenschaftler und Entwicklungsexperten nehmen ihn jedoch erst seit kurzem wahr. Was die Afrikaner „Hexerei“ nennen, ist keine bloße Phantasmagorie, sondern soziale Realität. Hexerei ist eine Metapher für von Mißgunst geprägte Sozialbeziehungen: Es soll dir nicht besser gehen als mir. Auch wenn man den Glauben an fliegende Väter, die nachts ihre Söhne am anderen Ende der Welt heimsuchen und auffressen, nicht teilt, so ist doch die zerstörerische Kraft des Neides im subsaharischen Afrika unübersehbar. Der Druck der Verwandtschaft auf jeden, der etwas hat, ist unerbittlich. Die Bittsteller sind nie zufrieden. Und die Verwandtschaft ist tendenziell unendlich.

Ethnologische Forschung über Féticheure, über Heiler und Hexer, befaßt sich also keinesfalls mit einer spirituellen Randerscheinung, sie führt vielmehr direkt ins Herz des afrikanischen Psycho- und Sozialsystems.

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Die Schuld des schwarzen Mannes

Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Black Man’s Guilt erschien am 12. Mai 2011 im Occidental Observer.

In unterschiedlichem Ausmaß beladen das moderne westliche Bildungssystem, Filme und Fernsehprogramme, ganz zu schweigen von schwarzen Aktivistenorganisationen und Akademikern, die Weißen mit Schuld für die angebliche Beteiligung ihrer Vorfahren an der Sklaverei. Aus offensichtlichen Gründen ist dies besonders in den Vereinigten Staaten der Fall. Die akzeptierte populäre Vorstellung viel zu vieler Leute ist die, daß der weiße Mann den schwarzen Mann versklavte; daß alle Weißen es taten oder mitschuldig waren und immer noch sind; daß alle Weißen auf den vernarbten Rücken afrikanischer Sklaven reich wurden und daß die heutigen Nachkommen weißer Sklavenhalter eine moralische Verantwortung haben, für deren historische Sünden zu büßen und Wiedergutmachung zu leisten.

Wenn man die Sache jedoch genauer untersucht, findet man heraus, daß das Gegenteil der Fall ist.

Ein vielleicht extremes Beispiel zeigt sich anhand der Geschichte der französischen Kolonie Saint Domingue, die jetzt Haiti heißt und die einst als das Juwel der Antillen betrachtet wurde und bis zu den revolutionären Umwälzungen, die im Jahr 1804 zu ihrer Unabhängigkeit führten, die wohlhabendste europäische Kolonie in der Neuen Welt war.

Man kann nicht bestreiten, daß die Wirtschaft von Saint Domingue auf Sklaverei begründet war: an ihrem Höhepunkt stützten sich seine riesigen Plantagen, die einst in der Lage waren, Millionen um Millionen Tonnen von Zucker, Baumwolle und Indigo zu produzieren, auf annähernd eine halbe Million Sklaven, die für etwa 30.000 weiße Pflanzer arbeiteten.

Man kann weder bestreiten, daß die Gesellschaft von Saint Domingue angesichts dieses großen demographischen Mißverhältnisses wie alle Gesellschaften, in denen es Sklaven gab, auf Furcht beruhte und sie in der Tat notwendig machte, weil sonst die allmächtige herrschende Volksgruppe ihre Autorität über ihr bewegliches Vermögen verlieren würde, noch daß solche Bedingungen ermöglichten, daß unwissende und grausame Herren in Saint Domingue Mißhandlungen begingen, die aus den obigen Gründen nicht angemessen getadelt wurden, trotz der sukzessive von der heimatlichen Regierung in Frankreich in dem Bemühen eingeführten Gesetze, die schlimmsten Exzesse zu verhindern, ein Minimum an Fürsorge sicherzustellen und das Verhalten der Herren gegenüber ihren Sklaven zu regulieren. (Siehe Lothrop Stoddard: The French Revolution in San Domingo, und Shamley Green: The Palingenesis Project, 2011).

Und doch darf nicht vergessen werden, daß es die Weißen waren, die auch die Bedingungen für die Emanzipation schufen und in der Tat die Gesetze hierfür erließen und durchsetzten; daß es die Weißen waren, die verkündeten, daß alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind; daß es die Weißen waren, die sich gegen ihresgleichen wandten, um eine egalitäre Gesellschaft zu schaffen und die böse Praxis der Sklaverei abzuschaffen, und daß es ohne den revolutionären Idealismus von Weißen in Europa gut möglich wäre, daß die schwarzen Sklaven von Saint Domingue Sklaven geblieben wären. Die Bedingungen auf der Insel mögen einen fruchtbaren Boden geschaffen haben, aber die Aufstände der Schwarzen und Mulatten nach 1789 waren letztendlich das Ergebnis europäischer, jakobinischer Propaganda.

Und es darf auch nicht vergessen werden, daß die Schwarzen, sobald sie die Unabhängigkeit von ihren ehemaligen weißen Herren erlangt hatten, einander sofort wieder versklavten, und in einer viel härteren und brutaleren Weise, als die Weißen es je getan hatten. Dies war sogar beim mildesten und fähigsten der Revolutionsführer, Toussaint Louverture, der Fall, der als freier Farbiger im vorrevolutionären Saint Domingue bereits etwa ein Dutzend Sklaven zur Arbeit auf einer gepachteten Farm einsetzte. Dies war gewiß bei Jean-Jacques Dessalines der Fall, dem Monster, das die Ausrottung aller verbliebenen Weißen auf der Insel befahl, bevor er sich zum „Kaiser” von Haiti erklärte. Und dies war auch bei einem weiteren Gründervater der schwarzen Republik der Fall, bei Henri Christophe (dem selbsternannten „Kaiser Henri I“), dem Erbauer der Zitadelle oder des befestigten Schlosses in den haitianischen Bergen. Hesketh-Pritchard erzählt in „Where Black Rules White“ (1900) die Geschichte, wie dieses schreckliche Monument seiner pharao-artigen Eitelkeit erbaut wurde:

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Warum der IQ bei verschiedenen Rassen irrelevant ist

Von David Yorkshire, übersetzt und mit einem Anhang von Lucifex (Deep Roots). Das Original „Why IQ in Different Races is Irrelevant“ erschien am 10. Juni 2017 im Mjolnir Magazine und wurde am 22. September 2017 auf Counter-Currents Publishing nachveröffentlicht.

Es wird in der Bewegung oft viel Aufhebens um die unterschiedlichen IQ-Niveaus zwischen Rassen gemacht. Ich vermute, daß es eine Menge mit der Verleugnung biologischer Unterschiede durch die extreme Linke, wenn es um Intelligenz geht, zu tun hat. Die kognitive Dissonanz des gewöhnlichen Sozialen Gerechtigkeitskriegers informiert ihn, daß wir äußerlich verschieden und daher innerlich gleich sind. Es ist daher fast zu einer rechten Grundposition geworden, darüber zu streiten, wer wen hinsichtlich des Intelligenzquotienten übertrumpft. Während es keinen Zweifel geben kann, daß jene auf Seiten der Rechten, nun, faktisch recht haben, sehe ich dies jedoch als eine eher nicht hilfreiche Ablenkung von den wahren Fragen hinsichtlich Rasse, die ich hier kurz darstellen werde.

Die Wahrheit der Rassenunterschiede beim IQ ist so wohlbekannt, wie sie unterdrückt wird. Ich möchte mich hier nicht in sie vertiefen, aber diejenigen, die nicht mit ihr vertraut sind, können leicht die wissenschaftlichen Arbeiten von Richard Lynn, James Watson, Helmuth Nyborg, Satoshi Kanazawa und J. Philippe Rushton, neben anderen, recherchieren. Die Glockenkurven der IQs hinsichtlich der verschiedenen Rassen sind unten wiedergegeben. Als Rasseorientierter jedoch bedeutet mir ihre Arbeit wenig abgesehen von einem beiläufigen Interesse. Warum das? Nun, wenn man darüber nachdenkt, sind ihre Behauptungen nur für den sogenannten „Staatsbürgernationalisten“ relevant, denn ihr Argument lautet, daß die Menschen, die aus der Dritten Welt in den Okzident einwandern, aufgrund der industriellen Natur des abendländischen Lebens inkompatibel sind, das höhere geistige Fähigkeiten erfordert.

Dies bedeutet, daß daraus folgt, daß die Einwanderung von Nichtweißen mit höheren IQs in den Okzident völlig akzeptabel ist. Tatsächlich sagen solche wie der allgegenwärtige Tommy Robinson und Milo genau das. Und dies ist der Grund, warum sie in den Medien als die Stimmen des Widerspruchs gepuscht werden – weil sie nicht den wahren Widerspruch repräsentieren. Wahrer Widerspruch wäre, daß die Menschenrassen ungeachtet des IQ in ihrer Mentalität grundverschieden sind. Wieso? Nun, um zu veranschaulichen, was ich meine, werde ich eine sehr hochintelligente Negerin als Fallstudie nehmen, in diesem Fall die oben abgebildete „französische“ Politikerin Rama Yade.

Rama Yade wurde im Senegal geboren, ist ethnisch eine Lebou und hat typische körperliche Merkmale der Lebou: hochgewachsen, schlank nach subsaharisch-afrikanischen Standards, sehr dunkelhäutig, mit einem längeren statt gerundeten Gesicht mit hohen Wangenknochen und einer hohen Stirn. Ihre Eltern waren beide Professoren aus der oberen Mittelschicht, und ihr Vater war auch ein Diplomat und persönlicher Sekretär des senegalesischen Präsidenten Léopold Sédar Senghor. Sie stammt daher hinsichtlich Intelligenz aus einer guten Familie, was die gesellschaftliche Glockenkurve untermauert, wie sie von Richard J. Herrnstein und Charles Murray bei der sozialen Schichtung beobachtet wurde, auf der die rassische Glockenkurve beruht. Ihre hohe Intelligenz wurde bewiesen, als sie in der Schule in einer classe préparatoire studierte und in eines der grands établissements hineinkam, in die die intellektuelle Elite in Frankreich statt in Universitäten geht. Sie qualifizierte sich in Politikwissenschaft und durch Leistung, denn die Prüfungen in diesen Institutionen sind sehr fordernd – sogar die Aufnahmsprüfungen, um wirklich in eine hineinzukommen.

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Die moslemische politische Kultur der Angst

Ägyptische Polizei setzt Tränengas ein, um Protestierer bei Zusammenstößen in der Stadt Mahalla zu zerstreuen.

Von Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Muslim Political Culture of Fear erschien am 3. Februar 2011 im Occidental Observer.

Beim Nachlesen zu einem Artikel von AltRight über Geert Wilders stieß ich auf diesen Kommentar von Wilders über die moslemische politische Kultur, beruhend auf seinen Beobachtungen als 18jähriger in Ägypten im Jahr 1982:

Als wir in Sharm el-Sheikh waren, war zufällig gerade Präsident Mubarak dort zu Besuch.

Ich erinnere mich an die Angst, die plötzlich die Stadt einhüllte, als angekündigt wurde, daß Mubarak zu einem unerwarteten Besuch käme; ich kann immer noch die Kavalkade schwarzer Autos am Tag seines Besuchs vor mir sehen und das beinahe physische Gefühl der Angst wie einen kalten Hauch an diesem sehr heißen Sommertag spüren.

Es war ein unheimliches Erlebnis; Mubarak wird nicht als der schlimmste islamische Tyrann betrachtet, und doch konnte sogar ich die Furcht der gewöhnlichen Ägypter vor ihrem Führer spüren. Ich frage mich, wie die Saudis sich fühlen, wenn ihr König in der Stadt ist, wie die Libyer sich fühlen, wenn Gaddafi sein Kommen ankündigt, wie die Iraker sich gefühlt haben mußten, wenn Saddam Hussein nahe war. Ein paar Jahre später las ich im Koran, wie sich die Araber des 7. Jahrhunderts in Anwesenheit Mohammeds fühlten, der, wie mehrere Verse beschreiben, „Furcht in ihre Herzen warf“ (Suren 8:12, 8:60, 33:25, 59:12). [Siehe hier.]

Zwei Artikel in der heutigen L.A. Times schildern dasselbe Bild: „Hartes Durchgreifen in Ägypten widerspiegelt Jahre von Mubaraks eiserner Herrschaft: Die Ägypter haben lange in Furcht und Verzweiflung unter Präsident Hosni Mubarak gelebt“:

Präsident Hosni Mubarak toleriert keine Meinungsverschiedenheit. Er neigt eher dazu, sie zu zermalmen, als Kompromisse zu schließen. Diejenigen, die geboren wurden, nachdem 1981 seine Herrschaft begann, haben ihr ganzes Leben unter Notstandsgesetzen verbracht, inmitten der geisterhaft allgegenwärtigen Sicherheitskräfte, die jemanden von der Straße fischen und augenblicklich verschwinden können…

Viele von denen, die die Regierung herausforderten, endeten im Gefängnis und wurden gefoltert. Politische Gegner wurden bedroht. Wahlen wie die Parlamentswahl im November trotzten den mathematischen Chancen, indem sie die herrschende Partei an die Macht spülten, während andere Kandidaten und ihre Unterstützer von Schlägern eingeschüchtert wurden. Mehr als 1.200 Mitglieder und Unterstützer der Moslembruderschaft wurden verhaftet.

Mubaraks Macht wohnt in der dunkleren Magie der Furcht. Es hat jahrzehntelang funktioniert. Die Armen sind zu arm, um zu protestieren, die Intellektuellen werden unter Verschluß gehalten, Aktivisten werden gejagt; jeder wird in Unruhe gehalten. Es gibt ein Aufglimmen von Demokratie, einschließlich ungestümer unabhängiger Nachrichtenmedien, aber sie werden mehr als Ärgernisse denn als Bedrohung für die regierende Partei gesehen. Es ist ein unheimliches, unberechenbares Klima: Man weiß nie, ob man ignoriert oder verhaftet wird.

Ein weiterer Artikel beschreibt die politische Kultur von Tunesien auf Basis eines Interviews mit einem Sicherheitsoffizier („Ein tunesischer Offizier der Staatspolizei gibt erschütternde Innenansichten“):

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Übernatürliche Beschmutzung: Die Vorstellungen der Zigeuner

Original: Supernatural Pollution: The Gypsies von Dennis Mangan, in „Mangan’s Adventures” erschienen am 31. Juli 2010, übersetzt von Deep Roots:

Peter T. Leeson, ein Ökonom an der George Mason University, hat einen ökonomischen Bericht über die Zigeuner (pdf) geschrieben, in dem das Konzept der „übernatürlichen Beschmutzung“ eine wichtige Rolle in der Regelung des sozialen und wirtschaftlichen Umgangs miteinander spielt.

In Kurzfassung:

Zigeuner glauben, daß die untere Hälfte des menschlichen Körpers unsichtbar verunreinigt ist, daß übernatürliche Besudelung physisch ansteckend ist und daß Nicht-Zigeuner spirituell giftig sind. Ich meine, daß die Zigeuner diesen Glauben, der oberflächlich besehen ihre unsichtbare Welt regelt, dazu benutzen, ihre sichtbare zu regeln. Sie benutzen Aberglauben zur Schaffung und Durchsetzung von Gesetz und Ordnung. Zigeuner tun dies auf dreierlei Art: Erstens machen sie weltliche Verbrechen zu übernatürlichen und nutzen dabei die Furcht vor letzterem, um ersteres zu verhindern. Zweitens verwenden sie den Glauben, daß spirituelle Verunreinigung ansteckend ist, als Anreiz zur kollektiven Bestrafung antisozialen Verhaltens. Drittens setzen sie den Glauben, daß Nicht-Zigeuner übernatürliche Kloaken sind, zur Verstärkung solcher Bestrafung ein. Zigeuner benutzen den Aberglauben als Ersatz für traditionelle Institutionen von Gesetz und Ordnung. Ihr bizarres Glaubenssystem ist eine wirksame institutionelle Antwort auf die Einschränkungen, mit denen sie sich bei ihrer Wahl der Mechanismen zur Sozialkontrolle konfrontiert sehen.

Lest das ganze Papier, um ein Gefühl für die absolut bizarre Nature des marime zu bekommen, des Zustands ritueller Beschmutzung, vor der Zigeuner immer auf der Hut sein müssen. Alle Nicht-Zigeuner sind marime, immer. Jeder Kontakt mit ihnen bringt Zigeuner in Gefahr, marime zu werden. Weiters wird die untere Hälfte des Körpers als marime betrachtet, und komplizierte Maßnahmen müssen getroffen werden, um sicherzustellen, daß die obere Hälfte nicht verunreinigt wird. Ritual und Dogma der Zigeuner auf diesem Gebiet lassen die jüdischen Gesetze des kashrut im Vergleich fast wie einen nachträglichen Einfall erscheinen. Leeson diskutiert hier freimütig ein politisch sehr inkorrektes Thema, nämlich die Einstellungen von Außenseitern gegenüber der Mehrheit der weißen Christen in Europa und den Vereinigten Staaten. Die Zigeuner sehen Nicht-Zigeuner eindeutig als, nun, “übernatürliche Kloaken”, wie Leeson es ausdrückte, als eine Art wandelndes menschliches Fäkalwasser, wie man sagen könnte. Wenn Westler das glauben würden, dann wäre dies das Thema endloser akademischer Abhandlungen und linker Verdammungen, ein Beweis, das der Westen andere gering achtet und sie nur unterjochen will. Verwandtes Thema aus The Telegraph: Jewish hostility to Christians: the prejudice no one ever writes about (Jüdische Feindseligkeit gegen Christen: das Vorurteil, über das niemand jemals schreibt)

Kommentare aus dem Originalstrang bei “Mangan’s Adventures”:

Le Mur:

Die übernatürlichen Kloaken in Schweden kriechen vor ihnen: http://www.thelocal.se/28104/20100730/ Der Diskriminierungsombudsmann (Diskrimineringsombudsmannen, DO) hat zur Einrichtung einer Wahrheitskommission aufgerufen, die das Bewußtsein der Roma über ihre Rechte fördern, eine Jugendführerschaftsakademie schaffen und ein Roma-Kulturkomitee einrichten soll. „Wir sollten uns dafür schämen, wie wir mit den Roma umgegangen sind, und wenn wir einmal angefangen haben, uns zu schämen, dann können wir vielleicht unser Verhalten ändern,“ sagte die ehemalige Führerin der Liberalen Partei und Botschafterin Maria Leissner. „Dies ist eine Ausgrenzung, die im Schweden des Jahres 2010 völlig inakzeptabel ist.“ …etc…

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Ägyptens wahre Probleme: Niedriger IQ und eine Kultur des Mißtrauens

Von Joe Webb, übersetzt von Deep Roots. Das Original Egypt’s real problems: Low IQ and a culture of distrust erschien am 4. Februar 2011 im Occidental Observer.

Es gibt einen interessanten Artikel bzw. Stellungnahme im Wall Street Journal, der von einer sehr großen Studie darüber berichtet, was mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Ägypten nicht stimmt und sie hemmt (Egypt’s Economic Apartheid von Hernando de Soto).

Als ich nach dem ägyptischen Pro-Kopf-Einkommen googelte, erhielt ich $ 2.161, das zweitniedrigste in der arabischen Welt. Die Durchschnittswerte für den IQ in der arabischen Welt (und im Iran) liegen im unteren 80er-Bereich, wobei der Irak mit 87 den höchsten hat (Richard Lynn, IQ and Global Inequality, S. 142-147). Qatar kommt auf einen Durchschnitts-IQ von 78, hat aber massig Öl, was ihm ein Pro-Kopf-Einkommen von $ 93.204 verschafft.

Eine befreundete Flugbegleiterin berichtete mir vor einer Weile, daß die schlimmsten Leute ihrer Flugerfahrung nach die Israelis waren. Dann berichtigte sie das, nachdem sie aus den VAE eingeflogen war. Sie sagte, die Schlimmsten seien die Araber (Sex-Zeug).

Der Artikel beschreibt die tiefgreifenden Probleme des ägyptischen Wirtschaftslebens, daß 90 % der Ägypter Grund ohne Rechtstitel besitzen, daß die Beschäftigung im öffentlichen Sektor fast so groß ist wie im „legalen“ Privatsektor, und daß der größte Sektor die Untergrundwirtschaft ist. Der Wert der Untergrundwirtschaft wird auf das 30fache der an der ägyptischen Börse notierten Firmen geschätzt.

Was die Autoren nicht sagen, ist dies: das ist die Art, wie Leute mit niedrigem IQ aus kollektivistischen Kulturen zu agieren neigen: Bestechungen, Faulheit, Clans und allgemeiner Betrug – von gewöhnlichen Geschäftspraktiken über Steuerhinterziehung, Nepotismus, Regierungsbürokratismus (noch mehr Bestechung), systematisches Mißtrauen gegenüber Fremden außerhalb von Familie und Clan, und einfach allgemeine Dummheit. Unter keiner dieser Bedingungen kann man eine moderne Volkswirtschaft betreiben.

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Mesoamerika (5): Landwirtschaftliche Feste

Coatlicue, Mutter Erde, dargestellt in einer der erschreckendsten und zugleich faszinierendsten Skulpturen in der Welt. Sie ist eine von einem Paar, das im Hof des großen Tempels der Aztekenhauptstadt Tenochtitlan stand. Bei der Zerstörung des Gebäudes wurde eine dieser Statuen umgestürzt und brach in Stücke, von denen viele verlorengingen. Die andere fiel augenscheinlich nur um und wurde während der letzten schrecklichen Schlacht mit Schutt und brennendem Holz bedeckt. Sie blieb darunter liegen und wurde weiter zugedeckt von der Erde, die seitdem den Boden des Zocalo bildete, des Platzes vor der heutigen Kathedrale von Mexico City. Im Jahr 1824 ließ William Bullock, ein englischer Reisender, das Gelände ausgraben. Seit der Eroberung Mexikos waren die Leute jedes Jahr während eines Herbstfestes mit Gaben von Früchten und Blumen gekommen, die sie auf dem Pflaster des Platzes niederlegten. Das war alles ganz harmlos und wurde als frommer Brauch im christlichen Sinn hingenommen. Die Indianer behaupteten, es läge etwas sehr Heiliges und Mächtiges darunter. Die Ausgrabung legte die riesige Statue der Mutter Erde frei. Ihren Kopf bilden die einander zugewandten Köpfe von zwei riesigen Klapperschlangen, und auch der Rock besteht aus sich windenden Schlangen. Um den Hals, der in Form einer Adlervase, in welche die Opferherzen geworfen wurden, gestaltet ist, trägt sie ein Halsband aus Herzen, Händen und einem Schädel. Die Hände der Opfer waren den Adligen beim rituellen Essen der Glieder vorbehalten, weil sie als besonders zart galten. Für die Azteken war dies Bildwerk wahrshceinlich nicht erschreckend, sondern einfach eine mächtige Erinnerung an die Kräfte von Mutter Erde, der sie ihren Erhalt verdanken.

Von Cottie Arthur Burland (Text) und Werner Forman (Fotos); aus dem Kapitel „Landwirtschaftliche Feste“ des Buches DIE AZTEKEN. Menschenherzen für die Götter., Atlantis Verlag Luzern und Herrsching, 1986, ISBN 3-7611-0685-8; engl. Original: 1975. Bilder sowie Bildunterschriften ebenfalls von dort; Links im Text von mir (Deep Roots) eingefügt.

Zuvor erschienen:

Mesoamerika 1 – Transpazifische Kontakte von Deep Roots auf Basis des Buches „Tai Ki – Reise zum Ort ohne Wiederkehr“ von Kuno Knöbl

Mesoamerika (2): Land zwischen den Wassern (Kapitel „Land zwischen den Wassern“ aus „Die Azteken“ von Cottie Burland)

Mesoamerika (3): Quetzalcoatl – Die Gefiederte Schlange (Kapitel „Quetzalcoatl: Die Gefiederte Schlange“ aus „Die Azteken“ von Cottie Burland)

Mesoamerika (4): Tezcatlipoca – Der Rauchende Spiegel (Kapitel „Tezcatlipoca: Der Rauchende Spiegel“ aus „Die Azteken“ von Cottie Burland)

Landwirtschaftliche Feste

Man glaubte, die Menschheit und die Götter seien Teil eines ewigen Zustands des Seins. Es scheint auch nicht die Spur eines Verlangens gegeben zu haben, die landwirtschaftlichen Erträge zu verbessern, Bewässerung einzuführen oder irgendwie anzudeuten, daß die Menschheit eine andere Beziehung zur Nahrungserzeugung hatte, als zu den vorgeschriebenen Zeiten zu graben und zu pflanzen. Wie lange diese einfache Landwirtschaft und die Kette von begleitenden Zeremonien unverändert angedauert hat, wissen wir nicht, aber 5000 Jahre dürfte wohl eine zurückhaltende Schätzung sein. Die Aufzeichnungen der Tempelbücher verleihen den fatalistischen Traditionen eine solche Stärke, daß jeder individuelle Beitrag unterdrückt wurde. Natürlich verstärkten solche Hemmungen dieses Gefühl, dem Schicksal völlig versklavt zu sein, die Reaktionen der Priester, welche die Götter bei den Festen personifizierten, und sie erreichten einen ekstatischen Zustnd, in dem die Scheußlichkeiten des Menschenopfers zum wesentlichen Teil des Lebens wurden.

Das ganze Leben enthielt ein gewisses Maß an Mühsal. Den puritanischen Azteken galt Glück immer als etwas irgendwie Ungehöriges, obwohl sie natürlich auch Tage der Freude und der Zufriedenheit erlebten. Nichtsdestoweniger lebte die Menschheit in dieser kulturellen Atmosphäre immer in der Furcht vor Göttern, immer in einem Zustand des Zweifels, was das Schicksal bringen würde. Trotz aller Bemühungen, das Schicksal mit Hilfe von Zauberbüchern und der Sterne vorauszusagen, war Unsicherheit in das System mit eingebaut. Ihren Höhepunkt erreichte sie bei den aztekischen Intellektuellen jedesmal, wenn alle 52 Jahre die Periode kam, in der der Sonnengott und seine Mächte Diener eines zurückgekehrten Quetzalcoatl statt Tezcatlipocas werden konnten.

Für die meisten Bauern waren die abstrakteren Züge der Götter nur in einem entfernten Sinn von Bedeutung. Ihre unmittelbare Sorge war die Notwendigkeit der Hilfe durch alle Kräfte der natürlichen Welt. Die Wassergöttin war offensichtlich sehr wichtig für sie, denn in diesem trockenen Land vertrauten se darauf, daß die Flüsse und Quellen das Land zwischen den Stürmen der Regenzeit feucht hielten. Die Winde, die den Boden zum Pflanzen trocken machten und die Regenwolken heranführten, wurden mit Quetzalcoatl als Ehecatl gleichgesetzt.

Unter der Erde war die große Herrin Coatlicue, die die Pflanzen wachsen ließ. Bei einer so wichtigen Pflanze wie Mais jedoch gab es eine ganze Reihe von Göttinnen und schließlich den Gott, der den Mais in allen seinen Wachstumsstadien repräsentierte. Gleichfalls gab es Geister, die für alle anderen lebenden Dinge sorgten. Dazu gehörten nicht nur die Geister der Toten, die als Schmetterlinge erschienen, sondern auch geringere Wesen, mehr von der Art der Feen in den europäischen Märchen. Sie waren in der Trockenzeit in kleinen Staubwirbeln sichtbar oder in der plötzlichen und unerwarteten Bewegung des Laubs von Pflanzen im ruhigen, heißen Wetter. Für den Bauern lebte und fühlte das ganze Universum; allerdings konnte er von diesen Mächten keine Hilfe erwarten, wenn er ihnen nicht gelegentlich kleine Opfer brachte. Man ließ einen Teil der Nahrung für die Geister zurück und schleuderte ein paar Tropfen Blut in die Richtung, wo man ihre Behausungen vermutete, in der Hoffnung, daß die Geisterwelt das Wachstum der Pflanzen unterstützen würde. Man glaubte nicht, daß sich diese Naturgottheiten mit der regelmäßigen Arbeitsroutine zufriedengaben, sie erwarteten vielmehr eine Opferung von Lebenskraft und Blut und manchmal auch Menschenopfer. Die Natur gab so viel, daß jeder verstehen mußte, wie sie am besten belohnt werden konnte. Selbst die Opferung eines Kindes erschien klein im Vergleich zu den Segnungen, die sie der ganzen Familie durch wachsende Erträge und durch die Schutzgeister spendete. Diese Haltung ist völlig unwissenschaftlich, aber der alte Mexikaner glaubte ja auch nicht, daß er die Kräfte der Natur ohne Beistand der Geister lenken konnte.

Anläßlich der großen Feste, je eins alle 20 Tage, ging die Bauernfamilie zum Dorftempel oder auch in die große Stadt und nahm dort mit Singen und Tanzen im richtigen Augenblick an den Feierlichkeiten teil. Man brachte kleine Opfer dar und nahm die Gelegenheit wahr, Waren zum Tausch auf den Märkten mitzunehmen.

Das Jahr war angefüllt mit einer Folge von Festen, von denen die wichtigsten im Zusammenhang mit dem Wachstum und der Entwicklung der Mauspflanze standen. Die traurigste aller dieser landwirtschaftlichen Feiern, Atlcoualo, wurde zu Beginn des Frühjahrs abgehalten, wenn es notwendig war, um Regen zu bitten. Sie fand Ende Februar statt. Jedes Stadtgebiet und jedes Dorf opferten in einer großen Zeremonie des Weinens ein ausgewähltes Kind. Es wurde mit Ried und Symbolen der Wassergeister geschmückt und auf einer Trage zum nächsten Fluß gebracht. Wenn die Zeit des Opfers kam, wurde das Kind geschlagen, so daß es weinte, und alle Leute brachen in Tränen aus, schlugen sich gegenseitig und trauerten. Die herabfallenden Tränen sollten die Regengötter anregen, herabzuschauen, Mitleid mit dem Volk zu bekommen und ihm Tränen von Wasser aus den Wolken zu spenden. Das Kind wurde dann mit großen Zereomnien ins Wasser geworfen und ertränkt, und unter großem Wehklagen gingen die Leute langsam zurück. Schwarze Kautschukbälle sandten ihre rauchenden Botschaften zum Himmel und zeigten den Regengöttern an, daß die Wolken erwartet wurden und Regen kommen sollte. Obwohl es die Leute nicht wissen sollten, leitete diese Zeit des Jahres natürlich eine Periode von Schauerwettern als Vorbote kommender Winde und des Frühjahrsregens ein. Sie müssen natürlich geglaubt haben, ihr tragisches Opfer sei die Ursache dafür, daß die Götter milde gestimmt worden waren und den Segen des Regens brachten.

Aztekische Steinfigur des Xipe Totec, gekleidet in das gräßliche Gewand des Kriegers nach dem Opfer der geschundenen Haut, das während des landwirtschaftlichen Festes Tlacaxipeualiztli stattfand. Einem Gefangenen wurde bei lebendigem Leib die Haut abgezogen, und der Krieger, der den Gefangenen gemacht hatte, hüllte sich in diese Haut und tanzte. Diese Figur dürfte einmal in jeder Hand eine Rassel zur Begleitung des Gesangs gehalten haben. Die schauerliche Zeremonie symbolisierte das Aufbrechen der Haut des Maissamens, so wie der Krieger aus der verwesenden Haut des Opfers bricht.

Ein weiteres Stück Nachahmungsmagie gab es bei dem Fest Tlacaxipeualiztli. Ein in der Schlacht Gefangener wurde von seinem Bezwinger durch die Stadt geführt, und die Leute spendeten Nahrung und Kleidung. Dann wurde der Gefangene am Festtag Ende März zum Tempel gebracht, dort mit Drogen betäubt und lebendig enthäutet. Die Pulver, die man ihm gab, und der Weihrauch, der über ihn geblasen wurde, sollten den Schmerz des Versengens lindern, das dem Schinden vorausging. Dennoch lebte das Opfer, wenn auch halb ohnmächtig, während Schnitte um den Hals, die Arme und Beine und den Rücken entlang gemacht wurden, so daß die Haut vom Körper gerissen werden konnte. Der Leichnam wurde dann auf den Stein geworfen und das Herz herausgeschnitten. Das Herz wurde den Göttern geopfert und die Haut sofort von dem Krieger, der das Opfer ursprünglich gefangengenommen hatte, angelegt. Gekleidet in dieses schreckliche Gewand und mit einer aus der Gesichtshaut des Opfers gefertigten Maske, tanzte der Krieger, schwang seine Kriegskeule und rief den Himmel an um neues Leben und neue Kraft.

Nach ein paar Tagen trocknete die Totenhaut, riß und fiel in Stücke. Dabei war sie natürlich verwest, und der Gestank des faulenden Fleisches, das daran hing, war selbst den Mexikanern abscheulich, aber auch bei jedem Maissamen, den sie gepflanzt hatten, barsten ja die alten Häute. Die junge Maispflanze mußte ihren grünen Schößling aus dem anscheinend toten Samen herauszwingen; er mußte durch die goldene Haut brechen, wie der Krieger durch die gelbe Haut des Toten brach. So heilig waren diese Häute, daß sie am Ende des Festes sorgfältig eingesammelt und gebündelt wurden, um in einem Gewölbe unter einem Tempel von Xipe Totec, dem Gott des Leidens, aufbewahrt zu werden.

Diese Zeremonie erscheint uns entsetzlich, und augenscheinlich war sie auch für die Azteken abstoßend und bedeutungsvoll zugleich. Denn für sie war sie das Siegel unter dem Pakt zwischen der Menschheit und den Göttern. Der Mensch opferte den Göttern Leiden und Schmerz, seine eigene Arbeit auf dem Feld ebenso wie die Menschenopfer, als Dank für die Nahrung, die aus den jungen Maispflanzen kam. Es gab kein Entrinnen: die Götter spendeten Leben, und die Götter verlangten einen gewissen Anteil des Lebens zurück.

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Mesoamerika (2): Land zwischen den Wassern

Dieser mächtige Kopf ist einer von mehreren in La Venta. Sie sind alle gleich geheimnisvoll. Vielleicht sollten sie planetarische Gottheiten darstellen; aber es gibt keine sichere Erklärung ihrer Funktion. So sind sie für uns einfach glänzende Beispiele der Kraft olmekischer Kunst. Diese Kunst hatte später großen Einfluß.

Von Cottie Arthur Burland (Text) und Werner Forman (Fotos); Kapitel „Land zwischen den Wassern“ aus dem Buch DIE AZTEKEN. Menschenherzen für die Götter., Atlantis Verlag Luzern und Herrsching, 1986, ISBN 3-7611-0685-8; engl. Original: 1975. Bilder sowie Bildunterschriften ebenfalls von dort; Links im Text von Deep Roots für die Veröffentlichung auf „As der Schwerter“ eingefügt.

Zuvor erschienen: Mesoamerika 1 – Transpazifische Kontakte von Deep Roots auf Basis des Buches „Tai Ki – Reise zum Ort ohne Wiederkehr“ von Kuno Knöbl.

Land zwischen den Wassern

Mexiko trug in alten Zeiten den Namen Anahuac, was einfach „Land zwischen den Wassern“ bedeutet. Es ist ein Bergland zwischen dem Karibischen Meer und dem Pazifik. Im Westen bilden die Kordilleren einen Teil der großen Gebirgsketten, die sich von Alaska bis nach Feuerland an der Südspitze des amerikanischen Kontinents erstrecken. In Mexiko teilen sich die Ketten und schließen ein Hochland ein, auf dem sich ein großer Teil der Geschichte des Landes entwickelte und in dessen Herzen heute Mexiko City liegt. In alten Zeiten waren die Küstenstriche dicht bewaldet, die Hochebene bestand meist aus Grasland. Die wenigen Flüsse waren reißend, und das Klima war beständig mit einem heißen, feuchten Sommer, einem kurzen Winter und einer sonnigen Trockenzeit im ersten Jahresviertel.

Die Bevölkerung Mexikos bestand ganz aus Indianern. Es gab viele unterschiedliche Stämme, alle mehr oder weniger braunhäutig, von ziemlich kleiner Gestalt, mit braunen Augen und glattem, glänzend schwarzem Haar. Von Anbeginn an gab es bei den Indianern ein Gemisch von Körpertypen; einige waren stämmiger gebaut als andere, und einige hatten lange Schädel, andere breite. Die Unterschiede waren nicht stammesbedingt; sie kamen in jedem Stamm vor und zeugten von der rassischen Vielfalt der Indianer insgesamt.

Die ersten Indianer müssen nach Amerika über eine eisfreie, aber bitterkalte Ebene gekommen sein, da wo jetzt die Beringstraße den Weg versperrt. Diese Leute drangen langsam südwärts vor, jagten Wild und sammelten Früchte. Es gibt klare Hinweise dafür, daß dies vor wenigstens 27.000 Jahren begann, und neuerliche Funde deuten sogar auf noch frühere Bewegungen bis vor 50.000 Jahren hin.

Der Schlüssel für den Anfang der Kultur war die Entdeckung der Landwirtschaft. Wie im alten Iran Weizen und Gerste, so wurde im nördlichen Mexiko Mais entdeckt; und zwar offensichtlich vor etwa sieben- bis achttausend Jahren. Der Mais, der damals nur zwei Körner trug, ist durch menschliche Mühe zu der prächtigen Pflanze mit den großen Kolben geworden, die wir heute kennen. In jener frühen Zeit taten die Stämme, die zwischen Perioden des Jagens ein paar Stückchen Land mit Mais bepflanzten, die ersten Schritte auf eine neue, beständige Lebensweise zu.

Die Entwicklung landwirtschaftlicher Siedlungen in Mexiko ging langsam vor sich, und erst von 1800 v. Chr. an gibt es Zeugnisse für dörfliches Leben. Diese frühen Siedlungen bestanden aus nichts weiter als ein paar zusammengewürfelten Hütten aus Adobeziegeln. Dennoch haben Archäologen an diesen Stellen viele sehr schöne, aus Steatit geschnittene Kochschalen gefunden. Ein paar Jahrhunderte später jedoch trat Tonware an deren Stelle. Alle Dörfer fertigten Tierfigurinen, wahrscheinlich für einen Fruchtbarkeitskult. Aus ihnen geht hervor, daß die Frauen, abgesehen von Schmuck und Körperbemalung, nackt waren, während die Männer meist ein Lendentuch trugen. Die Hauptnahrung war Mais, aber zusätzlich ließen sich Früchte und Fleisch leicht besorgen. Da die Dörfer des Hochlandes ebenso wie entferntere Gegenden beträchtliche Stilunterschiede aufweisen, muß man annehmen, daß Mexiko in den frühen Jahrhunderten seiner Geschichte von vielen kleinen, unterschiedlichen Menschengruppen bevölkert war.

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Ferguson, Garner und das Ende der Gentrifizierung

„Burn this bitch down!“

Von Greg Johnson, übersetzt von Deep Roots. Das Original „Burn this bitch down!“ Ferguson, Garner & the End of Gentrification erschien am 17. Dezember 2014 auf Counter-Currents / North American New Right.

„Ein Gesetz für den Löwen und den Ochsen ist Unterdrückung.“ – William Blake

Ich habe vor kurzem Face to Face with Race zur Hand genommen, Jared Taylors Anthologie von Ich-Form-Berichten verschiedener Mitwirkender von American Renaissance über Rassenbeziehungen in Amerika. Interessanterweise sind mir die erschütternden Geschichten über rassische Feindseligkeiten in New York City übertrieben vorgekommen, beruhend auf meinen eigenen Erfahrungen in New York.

Ich ziehe die Richtigkeit und Ehrlichkeit dieser Berichte, von denen manche bis in die 1990er zurückreichen, nicht in Zweifel, daher muß ich fragen: Hat sich das Verhalten von Nichtweißen in den Vereinigten Staaten tatsächlich verbessert, trotz Fortdauer von Multikulturalismus, nichtweißer Einwanderung und Erosion weißer Normen? Die Verbrechensstatistiken bekräftigen diesen Eindruck sicherlich, insbesondere für New York City.

Aber was hat das verursacht? Lernen die Rassen endlich, friedlich in einer multirassischen, multikulturellen Gesellschaft zusammenzuleben? Zahlt sich all die multikulturelle Propaganda endlich aus? Ich bezweifle das aus zwei Hauptgründen:

Erstens sind rassisches und ethnisches Bewußtsein im Gehirn fest verdrahtet. Es ist natürlich, daß wir größeres Vertrauen zu Leuten empfinden, die wie wir sind, größere Furcht vor jenen, die uns unähnlich sind. Dem menschlichen Vorderhirn mag man beibringen können, diese Gefühle zu verachten und zu ignorieren, aber sie verschwinden nie, und unter manchen Umständen – wie Notsituationen – werden sie unsere multikulturelle Programmierung übertrumpfen. Dies bedeutet, daß jegliche multikulturelle Freundschaftlichkeit, die es geben mag, psychologisch oberflächlich ist. Daher sind multikulturelle Institutionen schwach und neigen dazu, unter Druck zusammenzubrechen.

Zweitens scheinen Weiße die einzigen zu sein, die den Multikulturalismus weitgehend als Ideal akzeptieren. Weiße denken, wenn sie nur alles an ihren Interessen, Geschmäckern und Erwartungen beiseitelegen, was mit jenen anderer Rassen kollidieren könnte, können sie genügend Offenheit und guten Willen demonstrieren, damit Nichtweiße ihre Ressentiments fallen lassen, sich die Hosen hochziehen, ihnen die Hände reichen und bei der Herbeiführung eines neuen Zeitalters post-rassischer Harmonie helfen werden. Nichtweiße werden jedoch dazu ermutigt, in ihrem Umgang mit Weißen so ethnozentrisch, aggressiv und anklagend wie möglich zu sein. Daher ist der gegenwärtige Multikulturalismus eine Formel für die Ausnützung und Schikanierung von Weißen, was die Rassenspannungen nur erhöhen kann.

Obwohl ich sicher bin, daß es viele Gründe dafür gibt, warum die nichtweiße Kriminalität in vielen Großstadtbereichen niedrig ist, stechen zwei heraus: aggressive polizeiliche Überwachung und „Gentrifizierung“.

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Zerschlagen wir ein paar Wahnvorstellungen

Von Kevin Alfred Strom, übersetzt von Lucifex. Das Original Let’s Crush Some Delusions erschien am 15. Juli 2017 in Kevin Alfred Stroms Essays auf Basis einer Radiosendung von American Dissident Voices vom selben Datum.

 

 

Es hat mich einmal jemand gefragt, was mein Ziel im Leben sei. Ich antwortete etwas flapsig, daß es meine lebenslängliche Pflicht sei, Weißen zu zeigen, daß fast alles, was ihnen ihr ganzes Leben lang beigebracht worden ist, das Gegenteil von wahr und das Gegenteil von moralisch ist – besonders jene Dinge, von denen ihnen gesagt wurde, daß sie heilig seien. Vielleicht war das eine leichte Übertreibung. Aber es ist wahr, daß wir Weißen von einem Feind angegriffen werden, dessen Hauptwaffen Täuschung und Trickserei sind. Wir haben so viele absichtlich implantierte Wahnvorstellungen in uns aufgenommen, daß wir verkrüppelt auf einem Schlachtfeld liegen, wo wir leicht siegreich sein könnten. Zerschlagen wir heute ein paar jener Wahnvorstellungen.

Wahnvorstellung A: Rassenvermischung ist der unvermeidliche Trend der Zukunft und der Natur.

Es stimmt, die massive, Billionen Dollar teure, jahrzehntelange Propagandakampagne für die Rassenvermischung (die uns davon zu überzeugen versucht, daß es „unmoralisch“ sei, das Überleben der eigenen Rasse zu schätzen) hat einen Effekt gehabt. Sie verringerte zum Beispiel den Prozentanteil der Weißen, die innerhalb ihrer eigenen Rasse heiraten, von 99 Prozent auf ungefähr 90 Prozent. Ich gebe zu, das ist etwas sehr Schlechtes.

Aber es gibt keine Garantie, daß dieser Trend fortdauern wird: 1) Er ist sehr künstlich und wird uns durch die Massenmedien und andere gesichtslose Institutionen aufgezwungen, denen zunehmend mißtraut wird und die von den Juden kontrolliert werden, denen zunehmend mißtraut wird; 2) Weckrufe wie Ferguson und Baltimore zeigen uns, wie unecht und zwiebelschalendünn der Firnis der „Rassenharmonie“ in Wirklichkeit ist.

Am wichtigsten aber ist, daß er gegen den langfristigen Trend der Natur geht. Sehen Sie sich dieses Diagramm der genetischen Distanz zwischen verschiedenen Menschengruppen an, das auf der Arbeit von Cavalli-Sforza beruht:

Das Interessante an dem, was Cavalli-Sforza et al. herausfanden (sich selbst zum Trotz, wenn man ihre politkorrekten Ansichten bedenkt), ist, daß Rasse real ist, daß die weiße Rasse eins ist und daß die Großrassen sich genetisch ziemlich genau so gruppieren, wie es uns unsere Seelen und Instinkte die ganze Zeit gesagt haben.

Wie Sie aus der Grafik ersehen können, befinden die europäischen Völker sich fast allein für sich in einer Ecke, nahe bei einigen eng verwandten kaukasischen Ethnien, mit den Nordasiaten und Südasiaten und Afrikanern in eigenen und separaten Gruppierungen in weit voneinander getrennten Teilen der Grafik.

Ebenfalls interessant an der Grafik der relativen genetischen Distanzen ist die Tatsache, daß die Mitte, die man als den nominellen „Durchschnittsteil“ der Grafik betrachten würde, nahezu leer ist, während die Peripherie oder der Randbereich der Grafik relativ voll ist – was die Grafik der genetischen Distanzen ein wenig wie eine Grafik des sich ausdehnenden Universums aussehen läßt. Dieses Bild ist keines der Panmixie, sondern eines von Rassen, die sich voneinander weg entwickeln, weg vom Durchschnitt oder von der Mitte, und vielfältiger im wahren Sinne des Wortes werden, und mit der Zeit verschiedener werden. Auch dies stimmt sowohl mit der Beobachtung des gesunden Menschenverstandes wie auch mit den Gesetzen der Evolution überein, die das rassische Auseinanderentwickeln und Separieren als Stadien postulieren, die jede Lebensform im Laufe ihrer Evolution unzählige Male durchlaufen hat, Stadien, die der Artbildung zwangsläufig vorausgehen. Daher ist die Rassentrennung einer der Motoren des Lebens selbst. Weder die Evolution noch irgendeine Art von Leben könnte ohne sie existieren.

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