Der Weg zum „Heerlager der Heiligen“: Ein chronologischer Überblick

Von Deep Roots, ursprünglich veröffentlicht am 22. September 2015 auf „As der Schwerter“

Als die sich schon seit Jahren allmählich steigernde „Heerlager der Heiligen“-Situation vor kurzem in beschleunigtem Maß zu eskalieren begann und offenbar von den Medien, Politikern und sonstigen Sprachrohren des JNWO-Systems parallel dazu nicht mehr heruntergespielt oder verschwiegen, sondern vielmehr auf einmal als große Krise herausgestellt wurde, haben wir von „As der Schwerter“ uns folgende Gedanken dazu gemacht:

● Ab wann ist es eigentlich damit so richtig losgegangen?
● Wie hat sich der Andrang der „Flüchtlinge“ in den Jahren davor allmählich zum „Sturm über das Mittelmeer“ und zur Völkerwanderung über die türkisch-griechische Landgrenze und die Balkanländer in die EU entwickelt?
● Von welchen politischen, medialen und militärischen Ereignissen war das jeweils begleitet?

Ich habe daraufhin beschlossen, diesen Übersichtsartikel über die Chronologie der relevanten Ereignisse zu erstellen: als Grundlage zum Nachdenken für uns und unsere Leser darüber, was das alles zu bedeuten hat, welche Absichten damit von wem verfolgt werden könnten und inwieweit darin neben der allgemeinen Zerstörungsabsicht gegen die Europäer auch eine speziell gegen Deutschland und eventuell auch bestimmte andere europäische Länder (z. B. Österreich, Serbien, Ungarn) gerichtete Agenda enthalten sein könnte. Lesern, die sich noch nicht so lange mit dieser Thematik befassen, wird einiges aus der Anfangszeit neu sein, und selbst wir alten Hasen merken, daß man vieles nur zu leicht vergißt. Es läßt sich auch schwer feststellen, wann genau es wirklich „losgegangen“ ist, weil die Entwicklung zum gegenwärtigen Migrationstunami ein über etliche Jahre laufender Prozeß war, der nur immer wieder mal eine schubweise Steigerung durch Schlüsselereignisse erfuhr und seit ungefähr Mitte des Vorjahres mit zunehmender Beschleunigung eskaliert ist, oder genauer: eskaliert wurde.

Wie die meisten unserer Leser bereits wissen werden, bezieht sich der Ausdruck „Heerlager der Heiligen“ auf das im gleichnamigen Roman des französischen Autors Jean Raspail aus dem Jahr 1973 geschilderte Zukunftsszenario, in dem eine Million indischer Armutsflüchtlinge sich – angestiftet von örtlichen christlichen Missionaren und linken Menschenrechtsaktivisten – einer Flotte von hundert altersschwachen, rostigen Schiffen bemächtigt, um damit nach Europa zu fahren und in Südfrankreich zu landen. Die Autorin Anne-Kit hat sich in ihrem am 1. August 2010 auf „Gates of Vienna“ erschienenen Artikel Wir wurden gewarnt mit diesem prophetischen Roman befaßt und unter anderem geschrieben:

Wir folgen den Ereignissen über mehrere Charaktere in Frankreich und beobachten die Reaktion der Welt auf das Vorankommen der Flüchtlingsflotte, während die Medien und die Intellektuellen – und die Kirche – das Unternehmen loben und ermutigen und sich darauf vorbereiten, „unsere Gäste” zu empfangen, und die schuldbeladene Selbstgeißelung fortsetzen, von der der Westen seit mindestens den letzten drei Jahrzehnten besessen war. Ein Slogan mit beunruhigend modernen Anklängen wird geboren: „Wir sind jetzt alle vom Ganges!”

Ein paar Unkenrufer sehen die unmittelbar bevorstehende Katastrophe als das, was sie ist. Das Problem ist, was man in der Sache tun soll. Geben wir nach, was den sicheren Tod der westlichen Zivilisation und der weißen Rasse zur Folge haben wird? Denn wenn die erste Welle Erfolg hat, werden andere folgen. Oder leisten wir Widerstand? Und wie? Töten wir eine Million wehrloser menschlicher Wesen, viele davon Frauen und Kinder? Falls nicht, wie sonst sollen wir Widerstand leisten und die Vernichtung unserer Zivilisation aufhalten? Oder lautet die Frage vielleicht, ob wir überhaupt die Stärke und den kollektiven Willen haben, sie aufzuhalten?

In den letzten Tagen, bevor die Schiffe durch die Straße von Gibraltar schlingern und es offensichtlich wird, daß sie nach Frankreich unterwegs sind, beginnen die Franzosen in Panik zu geraten. In letzter Minute befiehlt der Präsident den Streitkräften, das Land zu verteidigen, aber es ist zu spät. Der Großteil der Armee und Marine desertiert; die Bewohner des Südens fliehen nach Norden, Polizisten verlassen ihre Posten, Gefängnisse werden geöffnet, und die Sträflinge randalieren.

Als die Flüchtlinge vom Ganges im Süden Frankreichs an Land schwärmen, folgen überall auf der Welt andere in ihren jeweiligen Regionen ihrem Beispiel.

Ein kleiner Haufen Unentwegter mit dem Willen, ihren letzten kleinen Winkel der Provence bis zum bitteren Ende zu verteidigen, finden zu Monsieur Calguès und seiner Villa in den Bergen, wo sie — an die auf die Pest wartenden Protagonisten in Boccaccios Decamerone erinnernd — ein paar Wochen mit Reden und Lachen, Essen, Trinken und Singen verbringen und jeden erschießen, der sich dem Haus nähert. Sie führen eine Strichliste der getöteten Feinde: jener vom Ganges und jener, die sie „Sympathisanten” oder Verräter nennen. Das Ende kommt in Form eines Luftangriffes, der das alte Anwesen in Schutt verwandelt. Der Westen stirbt mit ihm, und eine orwell’sche Gesellschaft geht aus der Asche hervor und wird zu einer Art multirassischer Kommune.

In ihrem 2010 erschienenen Artikel stellt Anne-Kit schon einen Bezug zwischen der Romanhandlung und dem Andrang der zu dieser Zeit bereits über das Mittelmeer kommenden arabischen und afrikanischen „Flüchtlinge“ her, der aber schon seit etlichen Jahren davor im Gange war. So wurde schon in dem GEO-Artikel „Die Ennedi-Expedition, Teil 2: Ein Fenster in die Urzeit Afrikas“ von Uwe George im Augustheft 2004 (in dem es um eine Expedition ins Ennedi-Gebirge im nördlichen Tschad ging) eine Begegnung mit Afrikanern geschildert, die aufgrund von idealisierten Vorstellungen, die man ihnen eingeredet hatte, nach Europa wollten. Hier der relevante Abschnitt:

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Aufbruch nach Wakanda (2): Black Panther Supremacy

Von Martin Lichtmesz; das Original erschien am 25. Februar 2018 auf Sezession.

Wäre die Familie Schneider aus dem ARD-Film „Aufbruch ins Ungewisse“ statt im Flüchtlingsparadies Südafrika in Wakanda gelandet, hätte sie nicht so viel Glück gehabt.

Der fiktive, merito-monarchisch regierte, utopische afrikanische Nationalstaat aus dem aktuellen Marvel-Blockbuster „Black Panther“ ist nämlich knallhart isolationistisch und läßt niemanden über seine Grenze, der nicht zu seiner Herrenrasse gehört (erkennbar an einer blau leuchtenden Tätowierung im Inneren der Unterlippe).

An einer Stelle des Films beschwört ein Berater den edlen König T’Challa (der sich mit mithilfe eines Hi-Tech-Kostüms in den Superhelden „Black Panther“ verwandeln kann):

Wenn wir Flüchtlinge hereinlassen, dann werden sie ihre Probleme mitbringen und dann wird Wakanda ein Ort wie jeder andere werden.

Seinen Reichtum und seine extrem fortgeschrittene Technologie verdankt Wakanda zwei Dingen: einem blau schimmernden Allzweckrohstoff namens „Vibranium“, der ihm erlaubt, autark zu leben, und der Tatsache, daß das Land niemals von Europäern entdeckt und kolonisiert wurde (darauf werde ich noch zurückkommen).

Der Film selbst ist ein leidlich unterhaltsames, professionell gemachtes buntes Actionspektakel mit den genreüblichen Kindereien, quasi die „Blaxploitation“-Variante von „Spider-Man“, „Iron Man“ und Konsorten. Daß er in den USA momentan frenetisch gefeiert wird und die Hitliste des maßgeblichen Bewertungsportals Rotten Tomatoes  als „bester Film aller Zeiten“ vor „Citizen Kane“ etc. anführt, hat allerdings vor allem politische und metapolitische Gründe.

Um den Score derart hochzutreiben, wird kräftig manipuliert: So hat Facebook auf Betreiben von Rotten Tomatoes eine Gruppe gelöscht, die dem Film negativ gegenüberstand. Aus Kritikern werden flugs „Rechtsextreme“, die „Kritiken manipulieren“ wollen , womit die Stoßrichtung des Hypes klar ist: Wer „Black Panther“ nicht mag, aus welchen Gründen auch immer, muß ein „Rassist“ oder „Rechtsextremist“ sein.

Das entspricht der Strategie des ARD, schon im Vorfeld via Twittermeldung zu suggerieren, daß etwaige negative Kritiken zu „Aufbruch ins Ungewisse“ natürlich nur von „rechten Trollen“ stammen können:

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass rechte Aktivisten dazu aufgerufen haben, die Diskussion über den #FilmMittwoch „Aufbruch ins Ungewisse“ in den sozialen Netzwerken gezielt zu beeinflussen.

Wie üblich, übernahmen auch unsere Leitmedien ungeprüft den amerikanischen Hype mitsamt der ideologischen Agenda. Eine Autorin des Handelsblattes schreibt etwa:

Das Ende des weißen Superhelden bringt Disney Riesenerfolg. Der Marvel-Film zeigt: Diversität rechnet sich wirtschaftlich. Die Produktion mit zumeist schwarzen Darstellern bricht viele Rekorde.(…) Auch dieser Streifen beweist, es besteht eine Nachfrage für Action-Filme, deren Hauptdarsteller nicht weiße Männer sind.

Die Stoßrichtung ist überdeutlich: „Diversity“ wird einem Film mit einem fast komplett schwarzen Cast zugebilligt (der alte Spruch trifft wieder mal zu: „diversity = less white people“) und einen komplett schwarzen, fiktiven Ethnostaat darstellt. Die Endspitze richtet sich wie immer gegen die „weißen Männer“.

Ähnlich äußert sich ein Autor des Spiegels:

Das ist Mainstream-Kino mit ganz neuem Groove – und besitzt das Potenzial für eine kulturelle Zeitenwende… Die schönste, stolzeste Farbe in „Black Panther“ ist aber, natürlich, Schwarz. Martin Freeman (als CIA-Mittelsmann) und Andy Serkis (als Waffenschieber Klaue) sind die einzigen Weißen im Cast, spielen aber keine tragenden Rollen.

Oder die österreichische Presse, in der ein weißer, männlicher Autor die in der Tat auffallende (und etwas alberne) Dichte an „starken Frauen“ in dem Film hervorhebt – ob als geniale junge Wissenschaftlerinnen oder als glatzköpfige Amazonen wie aus einem Grace-Jones-Video, die reihenweise weiße Männer mit ihren Hi-Tech-„Vibranium“-Speeren vermöbeln:

Wakanda kann Vorbild sein, auch was die Darstellung der Frau – mit Kämpferinnen und Technikgenies – betrifft: Das ist sehr erfrischend, gerade für das machoide Comicfilm–Genre. Die weiblichen Figuren spielen die männlichen Protagonisten (auch T’Challa selbst) mit Schmäh und Stärke regelrecht an die Wand. So gesehen ist „Black Panther“ wie „Wonder Woman“ – auch die weibliche DC-Ikone musste viele Jahrzehnte auf einen Kinofilm warten – ein Meilenstein: Die Comic-Zukunft ist schwarz und weiblich. Und hip.

Wenn etwas derart „hip“, cool, trendy und progressiv ist, will natürlich kein Rezensent hintenanstehen, und dabei wird auf das Wesentliche völlig vergessen: Was wir hier sehen, ist offensichtlich ein trivialer, eskapistischer Wunscherfüllungstraum auf dem Level der Größen- und Allmachtsphantasien von Zwölfjährigen, der nichts, rein gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat – weder mit realen Frauen noch realen Schwarzen, insbesondere Afrikanern.

David Cole schrieb in Takimag:

Hollywood hat den schwarzen Amerikanern zum diesjährigen Valentinstag eine hochbudgetierte, herzförmige Zelluloidschachtel mit Schokoladenoptimismus geschenkt, damit sie für ein paar Stunden der Realität entkommen können, indem sie sich einen Film ansehen, dessen schwarze Helden brillant, tapfer, verantwortungsvoll und siegreich sind, und dessen fiktives afrikanisches Königreich prosperierend, sauber und ordentlich ist, ohne eine Menschenseele mit AIDS. Die schwarze Community braucht diesen Film jetzt. Denn die Zukunft – die Zukunft im echten Leben, nicht die Marvel-Kino-Universum-Zukunft der endlosen Sequels, Tie-ins und Reboots – ist düster.

Weiterlesen im Original! (dies ist Seite 1 von 4)

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Siehe auch:

Von Krakau nach Krypton: Juden und Comics von Ted Sallis

Marvel Comics, Ethnizität und Rasse von Ted Sallis

Wer kontrolliert Hollywood? von Joel Stein

Das Ulmer Münster und die Neger von mir

Alle Artikel der Reihe Star Dreck

bild der wissenschaft: „Die meisten Morde geschehen in Afrika“

Von Deep Roots alias Lucifex.

Beim Durchstöbern älterer Hefte von „bild der wissenschaft“ ist mir heute in Heft 1-2012 auf Seite 10 dieser Kurzbeitrag aufgefallen:

Zu der Aussage im Schlußabsatz, daß es einen starken starken Zusammenhang zwischen der Mordrate und dem Entwicklungsstand eines Staates gibt und daß in Ländern mit schlechtem Gesundheitssystem, schwacher Wirtschaft und großen Einkommensunterschieden die Zahl der Tötungsdelikte weitaus höher ist als in stabilen Staaten, stellt sich die Frage: Warum sind diese Länder denn so?

Ein Grund wird ersichtlich, wenn man sich diese Karte aus IQ Research: World ranking of countries by their average ansieht, die den durchschnittlichen Intelligenzquotienten der Länder zeigt und eine auffallende Ähnlichkeit zwischen der globalen IQ-Verteilung und der Mordratenverteilung laut der obigen Karte erkennen läßt:

Natürlich decken sich beide Verteilungen auch ungefähr mit dem rassischen Verteilungsmuster von Weißen, Ostasiaten, Orientalen, Indios und Negern. Interessante Parallelen gibt es auch zwischen diesen beiden Karten und der folgenden von Transparency International, die das Korruptionsniveau der einzelnen Länder mit Stand von 2007 zeigt:

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Vom Fluch der Magie

Albert Atcho lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1990 in Bingerville an der Elfenbeinküste. Seine Mission: Teufelsaustreibungen. Besessene wurden in seinen Sitzungen allerdings nicht – wie sonst üblich – gequält, bestraft oder sogar getötet. Sie durften nach der befreienden Beichte zurück in ihre Dörfer gehen.

Von David Signer, ursprünglich erschienen in GEO 9-2006. Die Bilder sind eine Auswahl aus denen im Originalartikel.

Vor zwölf Jahren betritt David Signer zum ersten Mal das Zimmer eines traditionellen afrikanischen Heilers. Sieht blutbespritzte Wände, Töpfe mit Kräutersud, Kaurischnecken. Eine unheimliche Welt, deren Rätsel der Schweizer Ethnologe fortan in vielen Feldstudien zu ergründen sucht. Der Zauber, weiß er heute als Eingeweihter zu berichten, wirkt tatsächlich – wenn auch anders als gedacht. Er macht Angst vor Veränderung. Er lähmt die Entwicklung Afrikas.

ZÜRICH, SEPTEMBER 2002. „Madame Coulibaly, Abengouru“ steht als Absender auf einem Brief, der eines Tages in meinem Postkasten liegt. „Lieber David“, schreibt sie, „mit großem Bedauern senden wir diese Neuigkeiten: Dein Freund Tiegnouma Coulibaly ist am 16. September gestorben. Wir sind hier, seine zwei Frauen und fünf Kinder, und es fehlen uns sogar die Mittel, um Essen einzukaufen.“

Tränen treten mir in die Augen. Tiegnouma Coulibaly war ein Heiler, den ich zu Beginn meiner mehrjährigen Feldforschung in Westafrika kennen lernte – und der im Laufe unserer Zusammenarbeit mein europäisches Weltbild pulverisierte. Ich rätsele, wie er ums Leben gekommen sein mag. Als ich seine Frauen erreiche, sagen sie nur: „Wir haben ihn eines Morgens tot in seinem Bett gefunden.“

ABENGOURU, OKTOBER 1994. Ich bin zum ersten Mal in der staubigen Provinzstadt der Elfenbeinküste. Für eine ethnologische Studie suche ich den Kontakt zu traditionellen Heilern, „Féticheurs“. Sie besitzen in Westafrika einen zwiespältigen Ruf. Einerseits gelten sie tatsächlich als Heiler, was vor allem bedeutet „Anti-Hexer“, weil viele Krankheiten auf Hexerei zurückgeführt werden. Andererseits traut man ihnen aber auch zu, anderen zu schaden, und sei es nur, um den eigenen Klienten zu verteidigen. Die Suche nach einem Féticheur ist also alles andere als harmlos, sondern eher so, als ob man sich nach dem nächsten Waffenladen erkundigte.

In einem Ministerium lerne ich einen Beamten kennen. Er erzählt von einem Hexer, der sich in Sekundenschnelle nach Paris begab, um dort seinen eigenen Sohn aufzufressen, weil der nichts von seinem Lohn an seine Familie in Afrika schickte.

„Er fraß ihn wirklich auf?“

„Natürlich nicht buchstäblich“, sagt der Mann, der zwischen seinen vielen Stapeln vergilbter Dokumente sitzt. „Er hat die Seele seines Sohnes, sein unsichtbares Doppel, wie wir sagen, zerstört. Der Junge starb nicht sofort, aber er verlor nach und nach alle Lebenskraft.“

„Und dann?“ frage ich. „Wurde der Vater verhaftet?“

Der Beamte lacht über meine Naivität, aber erklärt geduldig: „Niemand kann beweisen, was er getan hatte. Sein Körper lag ja die ganze Nacht hier neben seiner Frau. Sein Double war nach Paris geflogen. Hexerei ist unsichtbar.“ Und für den Fall, daß ich immer noch nicht begreife, fügt der Mann hinzu: „Wir zwei plaudern hier nett miteinander. Aber niemand kann ausschließen, daß einer von uns jetzt, in diesem Moment, den anderen verhext.“

An diesem Nachmittag erhalte ich meine erste Ahnung vom Zusammenhang zwischen sozialem Aufstieg, Neid und Hexerei; von einem Albtraum, der die Menschen von Dakar im Senegal bis Daressalam in Tansania verfolgt. Sozialwissenschaftler und Entwicklungsexperten nehmen ihn jedoch erst seit kurzem wahr. Was die Afrikaner „Hexerei“ nennen, ist keine bloße Phantasmagorie, sondern soziale Realität. Hexerei ist eine Metapher für von Mißgunst geprägte Sozialbeziehungen: Es soll dir nicht besser gehen als mir. Auch wenn man den Glauben an fliegende Väter, die nachts ihre Söhne am anderen Ende der Welt heimsuchen und auffressen, nicht teilt, so ist doch die zerstörerische Kraft des Neides im subsaharischen Afrika unübersehbar. Der Druck der Verwandtschaft auf jeden, der etwas hat, ist unerbittlich. Die Bittsteller sind nie zufrieden. Und die Verwandtschaft ist tendenziell unendlich.

Ethnologische Forschung über Féticheure, über Heiler und Hexer, befaßt sich also keinesfalls mit einer spirituellen Randerscheinung, sie führt vielmehr direkt ins Herz des afrikanischen Psycho- und Sozialsystems.

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Die Schuld des schwarzen Mannes

Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Black Man’s Guilt erschien am 12. Mai 2011 im Occidental Observer.

In unterschiedlichem Ausmaß beladen das moderne westliche Bildungssystem, Filme und Fernsehprogramme, ganz zu schweigen von schwarzen Aktivistenorganisationen und Akademikern, die Weißen mit Schuld für die angebliche Beteiligung ihrer Vorfahren an der Sklaverei. Aus offensichtlichen Gründen ist dies besonders in den Vereinigten Staaten der Fall. Die akzeptierte populäre Vorstellung viel zu vieler Leute ist die, daß der weiße Mann den schwarzen Mann versklavte; daß alle Weißen es taten oder mitschuldig waren und immer noch sind; daß alle Weißen auf den vernarbten Rücken afrikanischer Sklaven reich wurden und daß die heutigen Nachkommen weißer Sklavenhalter eine moralische Verantwortung haben, für deren historische Sünden zu büßen und Wiedergutmachung zu leisten.

Wenn man die Sache jedoch genauer untersucht, findet man heraus, daß das Gegenteil der Fall ist.

Ein vielleicht extremes Beispiel zeigt sich anhand der Geschichte der französischen Kolonie Saint Domingue, die jetzt Haiti heißt und die einst als das Juwel der Antillen betrachtet wurde und bis zu den revolutionären Umwälzungen, die im Jahr 1804 zu ihrer Unabhängigkeit führten, die wohlhabendste europäische Kolonie in der Neuen Welt war.

Man kann nicht bestreiten, daß die Wirtschaft von Saint Domingue auf Sklaverei begründet war: an ihrem Höhepunkt stützten sich seine riesigen Plantagen, die einst in der Lage waren, Millionen um Millionen Tonnen von Zucker, Baumwolle und Indigo zu produzieren, auf annähernd eine halbe Million Sklaven, die für etwa 30.000 weiße Pflanzer arbeiteten.

Man kann weder bestreiten, daß die Gesellschaft von Saint Domingue angesichts dieses großen demographischen Mißverhältnisses wie alle Gesellschaften, in denen es Sklaven gab, auf Furcht beruhte und sie in der Tat notwendig machte, weil sonst die allmächtige herrschende Volksgruppe ihre Autorität über ihr bewegliches Vermögen verlieren würde, noch daß solche Bedingungen ermöglichten, daß unwissende und grausame Herren in Saint Domingue Mißhandlungen begingen, die aus den obigen Gründen nicht angemessen getadelt wurden, trotz der sukzessive von der heimatlichen Regierung in Frankreich in dem Bemühen eingeführten Gesetze, die schlimmsten Exzesse zu verhindern, ein Minimum an Fürsorge sicherzustellen und das Verhalten der Herren gegenüber ihren Sklaven zu regulieren. (Siehe Lothrop Stoddard: The French Revolution in San Domingo, und Shamley Green: The Palingenesis Project, 2011).

Und doch darf nicht vergessen werden, daß es die Weißen waren, die auch die Bedingungen für die Emanzipation schufen und in der Tat die Gesetze hierfür erließen und durchsetzten; daß es die Weißen waren, die verkündeten, daß alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind; daß es die Weißen waren, die sich gegen ihresgleichen wandten, um eine egalitäre Gesellschaft zu schaffen und die böse Praxis der Sklaverei abzuschaffen, und daß es ohne den revolutionären Idealismus von Weißen in Europa gut möglich wäre, daß die schwarzen Sklaven von Saint Domingue Sklaven geblieben wären. Die Bedingungen auf der Insel mögen einen fruchtbaren Boden geschaffen haben, aber die Aufstände der Schwarzen und Mulatten nach 1789 waren letztendlich das Ergebnis europäischer, jakobinischer Propaganda.

Und es darf auch nicht vergessen werden, daß die Schwarzen, sobald sie die Unabhängigkeit von ihren ehemaligen weißen Herren erlangt hatten, einander sofort wieder versklavten, und in einer viel härteren und brutaleren Weise, als die Weißen es je getan hatten. Dies war sogar beim mildesten und fähigsten der Revolutionsführer, Toussaint Louverture, der Fall, der als freier Farbiger im vorrevolutionären Saint Domingue bereits etwa ein Dutzend Sklaven zur Arbeit auf einer gepachteten Farm einsetzte. Dies war gewiß bei Jean-Jacques Dessalines der Fall, dem Monster, das die Ausrottung aller verbliebenen Weißen auf der Insel befahl, bevor er sich zum „Kaiser” von Haiti erklärte. Und dies war auch bei einem weiteren Gründervater der schwarzen Republik der Fall, bei Henri Christophe (dem selbsternannten „Kaiser Henri I“), dem Erbauer der Zitadelle oder des befestigten Schlosses in den haitianischen Bergen. Hesketh Prichard erzählt in „Where Black Rules White“ (1900) die Geschichte, wie dieses schreckliche Monument seiner pharao-artigen Eitelkeit erbaut wurde:

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Der Tod von Johannesburg

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Von Baron Bodissey, übersetzt von Deep Roots; das Original The Death of Johannesburg erschien am 7. Oktober 2007 auf “Gates of Vienna”.

[Anm. d. Ü.: diesen schon etwas älteren Artikel habe ich anläßlich der Ermordung des südafrikanischen Nationalistenführers Eugene Terre’Blanche übersetzt. Außerdem bietet er einen interessanten Rückblick auf die Zeit, als sich das Denken in der Counterjihad-Bloggerszene von der bloßen Islamkritik zu lösen und zögernd den breiteren Themen wie Rasse, Kultur und den Hintergründen der anti-weißen Propaganda zuzuwenden begann.]

Vor ein paar Tagen schickte uns ein Leser einen Link zu “The Death of Johannesburg”, einem Blog, dessen Betreiber sich “Real Realist” nennt. Es ist nicht nur ein einzelner Blog; es ist eine Serie von Fotogalerien, die als separate Blogs aufgebaut sind, um die Bandbreitenbelastung für die Leser zu reduzieren, die die Seiten laden. Wenn man dorthin geht, wird man sich durch die verschiedenen Galerie-Links klicken und einige Zeit mit dem Durchsehen der verschiedenen Fotos verbringen wollen. Das Ende der Apartheid in Südafrika Anfang der 1990er war ein Grund zum Feiern. Nachdem Nelson Mandela Präsident wurde und die nationale Versöhnung auf der Tagesordnung stand, wandte sich die Aufmerksamkeit der Welt großteils anderswohin. Aber Südafrika hat sich nicht in ein multirassisches Paradies verwandelt. Es ist noch nicht den Weg Zimbabwes gegangen, aber es gibt unheilvolle Anzeichen dafür, daß es in diese Richtung strebt. Der “Real Realist” hat es auf sich genommen, die Veränderungen in Südafrika am Beispiel der Stadt Johannesburg zu dokumentieren. Es gibt nur ein paar Vorher-nachher-Fotos in seinen Galerien – ihm ist es darum gegangen, den gegenwärtigen Zustand der Stadt festzuhalten. Aber die kaputten, dreckigen, ausgeweideten und ruinierten modernen Gebäude sprechen eine ausreichend deutliche Sprache über den Niedergang der Stadt. Hier ist einer der wenigen Vorher-nachher-Vergleiche:

Der Joubert Park war einer der ersten offenen Räume für Johannesburgs Innenstadt; gewidmet 1906, aber geplant im Jahr 1887 und benannt nach einem Helden aus dem Burenkrieg, Commandant-General PJ Joubert. Es war einmal ein Ort, wo die Stadtgemeinde Weihnachtsbeleuchtung installierte und wo Chöre Weihnachtslieder sangen…

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heute ist es nur ein Slum, wo Hausbesetzer wohnen…

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Das Amy-Biehl-Syndrom

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Von Christopher Donovan, übersetzt von Deep Roots. Das Original Amy Biehl Syndrome erschien am 9. Mai 2010 im Occidental Observer.

Ab und zu schafft es eine Geschichte aus der Welt des Zeitgeschehens, für sich genommen als Zusammenfassung des Weißengenozids zu stehen. Die Ermordung von Amy Biehl war eine solche Geschichte. Biehl, eine hübsche blonde Kalifornierin, die an der Stanford University studierte, zog in den frühen 1990ern los nach Südafrika, um Schwarze während der Anfechtung der Apartheid zu unterstützen. Eines Tages wurde sie von einer Gruppe von Schwarzen umzingelt (die nicht wußten, daß sie „auf der Seite des Guten“ stand, wenn man so will), die sie zu Tode steinigten.

Für Weißenfürsprecher sind die Implikationen der Geschichte offenkundig. Aber laßt es mich für diejenigen erklären, für die das Weißenbewußtsein neu ist. Erstens war Biehl eine attraktive, gutsituierte weiße Frau, und offenkundig intelligent (sie hat es ja nach Stanford geschafft). Als Weißenfürsprecher beklagen wir, daß unsere Besten und Klügsten so gegen ihre eigene Rasse indoktriniert werden, daß sie sich in gefährliche Situationen stürzen, um Nichtweißen zu helfen – und schlimmer, solchen, die in Konflikt mit Weißen stehen. Sie sind ihr ganzes Leben lang konditioniert worden zu glauben, daß ein tugendhaftes Leben bedeutet, in ein weit entferntes Land zu rennen, um den Nichtweißen zu „helfen“, die nur wegen Kolonialismus oder irgendeiner anderen von Weißen verursachten Unfairness leiden. Im Gegensatz dazu wird ihnen nicht beigebracht, daß es tugendhaft ist, eine Ehefrau und Mutter zu werden und ihrer eigenen Rasse zu helfen. Nein, im Gegenteil: Dies sind verachtenswerte Lebenswege.

Das ist also eine Ebene, auf der das “Amy-Biehl-Syndrom” ein Problem ist. Die andere ist die schiere Ironie des Todes: diese Frauen werden schließlich von genau jenen „edlen“ Nichtweißen getötet, denen sie zu helfen suchen. Für Weißenfürsprecher zeigt dies, daß dies schlecht verwendete Anstrengungen sind: Der Mission liegt eine Annahme zugrunde, daß die Nichtweißen für die weiße Hilfe dankbar sein werden. Aber in Wahrheit neigen viele dieser Nichtweißen zu Gewalt und haben so wenig Urteilsvermögen, daß sie eine weiße Person töten würden, die ihnen zu helfen versucht. Dies enthüllt wiederum die tiefsitzenden Rassenunterschiede, die Koexistenz sehr schwierig machen.

Und auf einer dritten Ebene verziehen die Eltern von Amy Biehl tatsächlich den schwarzen Mördern und schüttelten ihnen die Hände. Weißenfürsprecher betrachten dies als das Stockholm-Syndrom unserer Enteignung – statt in normaler, gesunder Weise mit Zorn zu reagieren, knien wir in Wirklichkeit nieder, um die Vergebung der Mörder unserer Rasse zu erbitten. Wir sind zu einer Rasse geworden, die sich dafür entschuldigen möchte, daß sie nicht schnell genug ausstirbt. Es ist irrsinnig.

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Amy Biehl: Eine weiße Linke auf dem Dunklen Erdteil

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Von Irmin Vinson, übersetzt von Deep Roots.

Das Original Amy Biehl: A White Liberal on the Dark Continent erschien am 28. Dezember 2010 bei Counter-Currents Publishing/North American New Right.

Ereignisse in den Nachrichten und deren politische Interpretationen decken sich selten exakt. Das Leben ist allgemein chaotisch und kompliziert, wohingegen politische Analyse, oft legitimerweise, darauf abzielt, die Komplexität des Lebens auf ein zusammenhängendes Muster mit einer überzeugenden politischen Bedeutung zu vereinfachen.

Bedenken Sie kurz den Fall von Matthew Shepard aus Wyoming, einer zentralen Gestalt in der anhaltenden Propagandakampagne der amerikanischen Linken gegen die angeblichen Übel der „Homophobie.“

Shepard war HIV-positiv an dem Abend, an dem er in einer Bar in Laramie zwei heterosexuelle Männer sexuell anmachte. Diese unbequeme Tatsache lenkt vom politischen Narrativ seines Märtyrertums unter den Händen zweier intoleranter Homophober ab, weshalb die liberalen Medien, die Hauptbetreiber der Kampagne gegen „Intoleranz“ und „Homophobie“, sie selten erwähnen. Jeder, der über Shepards HIV-Status Bescheid weiß, wird auch wissen, daß er, im Effekt, wenn nicht absichtlich, seine erhofften Sexualpartner dazu einlud, sein eigenes, selbst herbeigeführtes Todesurteil mit ihm zu teilen. Wenn sie seinem Verlangen nach homosexuellem Sex nachgekommen wären, dann wären sie schließlich an AIDS gestorben, so wie es Shepard bestimmt gewesen wäre, an AIDS zu sterben, wenn seine Killer seinem Leben nicht vorher ein Ende gesetzt hätten. Eine unbequeme Tatsache, die nicht zur politischen Agenda der Medien paßt, ist daher von fast allen journalistischen Berichten über den Vorfall ausgeklammert worden.

Der Mord an Shepard deckt sich dennoch weitgehend mit der politischen Interpretation, die er jetzt erhalten hat, dem anti-homophoben Narrativ, zu dem er geformt worden ist. Shepard starb eindeutig deshalb, weil seine Mörder Homosexuelle nicht mochten und ihre Abneigung gegen Homosexualität an ihm ausließen; er wäre nicht gestorben, wenn nicht die meisten heterosexuellen Männer sexuelle Annäherungen von Homosexuellen beleidigend finden würden. Er starb daher wegen Homophobie. Wenn wir von unseren eigenen Voreingenommenheiten zurücktreten, dann müssen selbst jene unter uns, die die traditionelle Abneigung („Homophobie“) gegen schwule Sexpraktiken teilen, zugeben, daß die Interpretation der Linken zum Mord an Shepard vernünftig ist. Wir könnten uns vielleicht selbst sehen, wie wir ohne viel ethisches Zögern dieselbe politisch vereinfachte Version des Vorfalls ausnützen, wenn wir dieselben politischen Ansichten hätten, die ihre Förderer einzuimpfen hoffen. Eine unbequeme Tatsache mußte unterdrückt werden, damit der Mord an Shepard seinem linken politischen Zweck dienen konnte, aber das Leben liefert selten dieselbe Klarheit wie die Propaganda.

Der Tod von Amy Biehl ist eine Ausnahme, einer jener seltenen Fälle, wo die bloße Wiedergabe der Fakten ausreichen sollte, um eine überzeugende politische Bedeutung zu demonstrieren. Aber im Fall von Biehls Ermordung ist die politische Bedeutung, mit der ihre Geschichte jetzt versehen ist, das genaue Gegenteil dessen, was die bloßen Fakten jeden rationalen, unvoreingenommenen Beobachter schlußfolgern lassen würden. Biehl ist zu einer symbolischen Märtyrerin für die Sache der multirassischen Demokratie sowohl in Südafrika geworden, wo sie durch die Hände eines wilden schwarzen Mobs starb, als auch in den Vereinigten Staaten, wo sie ihre naiven multirassischen Ideale erworben hatte, insbesondere ihren hoffnungslos fehlgeleiteten Glauben an die Möglichkeit einer demokratischen Selbstregierung durch wilde schwarze Mobs.

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Heute „Mobilgeld“ in Afrika, morgen Bargeldabschaffung in Europa

Von Lucifex

In der aktuellen Ausgabe 2-2017 von „Spektrum der Wissenschaft“ ist auf Seite 33 unter der Rubrik „Springers Einwürfe“ ein Beitrag von Michael Springer mit dem Titel „Überraschungen aus der Handy-Forschung“ enthalten, aus dem ich nachfolgend den Abschnitt zitiere, auf den es mir ankommt:

Der Armutsforscher Tavneet Suri vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA) und der Ökonom William Jack von der Georgetown University in Washington haben untersucht, wie sich „mobiles Geld“ – eine Form des Bezahlens mittels Handy – auf arme Haushalte und insbesondere auf die Stellung der Frauen auswirkt (Science 354, S. 1288-1292, 2016).

In einem Entwicklungsland wie Kenia gibt es wenige Bankfilialen und -automaten, aber dafür besitzt praktisch jeder noch so bettelarme Haushalt mindestens ein Mobiltelefon – und regelt seine Finanzen zunehmend bargeldlos, indem er von speziellen Prepaidkarten Guthaben im Handy speichert, die er bei Bedarf per Textnachricht an andere Nutzer übertragen kann. Durch wiederholtes Befragen von 3000 Haushalten zwischen 2008 und 2014 ermittelten die Forscher, dass der Übergang zu Mobilgeld nicht nur akute Finanzprobleme schneller lösen hilft, sondern langfristig fast 200.000 Haushalte Kenias dauerhaft aus drückender Armut befreit hat.

Besonders deutlich macht sich der Effekt bei Frauen bemerkbar. Sie kommen bargeldlos leichter an Kredite, um sich von Subsistenzlandwirtschaft und Gelegenheitsjobs zu befreien und ein eigenes Geschäft aufzumachen. Die wirtschaftliche Emanzipation wirkt sich wiederum positiv auf andere Entwicklungsfaktoren aus: Schon bei bescheidenem Wohlstand gebären Frauen weniger Kinder und können sie zur Schule schicken statt zur Feldarbeit.

Während in Deutschland noch das Bargeld dominiert, breitet sich weltweit der Zahlungsverkehr per Mobilfunk aus. Ende 2015 wurde er in 93 Ländern angeboten, von Argentinien bis Sambia – Tendenz steigend.

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Dass der bargeldlose Zahlungsverkehr mittels Mobiltelefon die Armut in Afrika verringert, halte ich für einen Propagandaschwindel. Immerhin muss für den Erwerb der Prepaid-Karten genauso eine Leistung erbracht werden wie für den Erwerb von Bargeld im selben Wert. Und wieso Frauen durch den bloßen Wechsel zur bargeldlosen Mobilfunkzahlung leichter Kredite bekommen sollten, erschließt sich mir auch nicht. Denn auch hier muss die Kreditnehmerin für die Rückzahlung in elektronischem Buchgeld eine gleich hohe Wirtschaftsleistung aufbringen wie für die Rückzahlung in Bargeld.

Ich halte es für sehr plausibel, dass hier aus finanz- und währungspolitischem Kalkül bewusst die Kreditvergabe über Mobilgeld gegenüber Bargeld erleichtert und Propaganda mit dem angeblich dadurch ermöglichten Wirtschaftsaufschwung für arme Drittweltler betrieben wird, um eine weitere Verbreitung dieser Zahlungsart in Afrika und anderswo zu fördern.

Denn es ist offensichtlich, dass dies ein großmaßstäblicher praktischer Feldversuch in diesen Ländern ist, um das Bezahlen per Mobiltelefon auch für Europa als weitere Alternative zur Bargeldzahlung aufzubauen. Wenn diese Zahlungsart einmal zusätzlich zu Überweisungen, Onlinebanking, Kredit- und Bankomatkartenzahlung in Europa gängig ist, wird keiner mehr einwenden können, wie man denn in irgendeiner abgelegenen Almhütte oder an anderen Orten ohne zahlungstechnische Infrastruktur etwas bezahlen solle, wenn das Bargeld abgeschafft ist: „Wenn es sogar im hintersten Afrika funktioniert, dann doch wohl erst recht hier in Europa…“

Das ist es, was hier mit vorbereitet wird.

„Out of Africa“: Neger, Neandertaler, Denisovaner und wir

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Von Deep Roots

Von Negersprechern und ihren weißen und jüdischen Fürsprechern wird zuweilen behauptet, die Neger seien, weil sie im Gegensatz zu den Vorfahren der Europäer und Asiaten immer in Afrika geblieben sind und sich daher nie mit Neandertalern oder Denisova-Menschen vermischt haben, die reinsten Homo sapiens, die es heute noch gibt. Und wenn man den Menschen im heutigen Sinne als Homo sapiens definiere, seien sie daher auch die echtesten Menschen, die heute noch existieren.

In diesem Artikel werde ich anhand von Erkenntnissen der Mainstream-Wissenschaft darlegen, daß das nicht stimmt und daß die reinsten, „menschlichsten“ Homo sapiens von heute ganz andere sind.

Wenn man davon ausgeht, daß die Hominidenentwicklung bis hin zur Gattung Homo im östlichen und südlichen Afrika stattgefunden hat und daß Populationen des Homo erectus sich nach Eurasien ausgebreitet haben, wo aus ihnen archaische Menschenformen wie die Neandertaler und Denisovaner entstanden, so ist es unplausibel bis ausgeschlossen, daß es in Afrika keine derartigen archaischen Unterarten gegeben haben soll. Tatsächlich ist es sehr wahrscheinlich, daß es dort sogar recht viele verschiedene solcher Populationen gegeben hat, die sich seit Jahrmillionen in die unterschiedlichen Lebensräume Afrikas hinein entwickelt und verzweigt haben.

Als dann mit dem Beginn der vorletzten Eiszeit vor etwa 195.000 Jahren im ostafrikanischen Hochland die ersten Homo sapiens auftraten, nachdem dort die vorherigen Eiszeiten mit kühlerem, trockenerem Klima und einer Umweltveränderung hin zu offenen Graslandschaften anstatt Wäldern wiederholt die Voraussetzungen für eine Entwicklung des Homo erectus in diese Richtung geschaffen hatten, wird es bestimmt nicht in ganz Afrika auf einmal nur noch Homo sapiens gegeben haben. Die moderne Wissenschaft findet tatsächlich immer mehr Hinweise auf die Existenz archaischer Afrikaner, die lange parallel zum Homo sapiens existiert und sich mit diesem vermischt haben, wie auch aus dem Artikel „Seitensprünge des Homo sapiens“ von Michael F. Hammer in „Spektrum der Wissenschaft“ von Juli 2013 hervorgeht, aus dem die untenstehende Karte stammt:

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Im hier relevanten Abschnitt dieses Artikels schreibt der Autor:

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