WHO-Massenbeschneidung in Afrika: Ein Einschnitt fürs Leben?

Von Michael Obert (Text) und Matthias Ziegler (Fotos), erschienen unter dem Titel „Ein Einschnitt fürs Leben?“ in GEO 07-2015.

DIE WELTGESUNDHEITSORGANISATION will 20 Millionen Männer im südlichen und östlichen Afrika beschneiden lassen. Die Funktionäre behaupten, so werde HIV-Infektionen vorgebeugt. Um die Männer zur Operation zu bewegen, verheißt man ihnen, ohne Vorhaut seien sie „gegen AIDS geimpft“. Es ist ein beispielloser Vorgang: Nie zuvor haben Hilfsorganisationen versucht, so viele Menschen chirurgisch zu verändern. Er könnte in einem beispiellosen Desaster enden.

Ein einziger Schnitt. Als gäbe es eine Wunderwaffe gegen AIDS

Ernest Chisha hängt seine Hose an die Türklinke des Operationsraums und legt sich rücklings auf den Tisch, den Kopf auf ein schmutziges Schaumstoffpolster gebettet. Sein Atem beschleunigt sich. Bis auf seine staubigen Socken ist der 30-jährige Buchhalter nackt. „Warum wollen Sie Ihre Vorhaut entfernen lassen?“, fragt ihn ein hagerer Mann, der sich „Provider“ nennt, während er mit weißen Gummihandschuhen eine Spritze aus der Verpackung drückt. Achtmal sticht er zu, direkt unterhalb der Eichel. „Ich will mich vor dem Virus schützen“, ächzt Chisha. „Ich will einfach kein AIDS bekommen, ich will leben.“

Die Betäubung von Ernest Chishas Penis im Beschneidungszimmer der Chilenje-Klinik in der sambischen Hauptstadt Lusaka ist der Beginn eines medizinischen Eingriffs, wie er im südlichen und östlichen Afrika derzeit millionenfach vorgenommen wird. Im Kampf gegen HIV haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Vereinten Nationen zu einer beispiellosen Präventionskampagne aufgerufen. Ihr Ziel: In 14 afrikanischen Ländern sollen bis 2016 mehr als 20 Millionen Männer zwischen 15 und 49 Jahren beschnitten werden. Zwei Milliarden Dollar lassen sich internationale Geldgeber die wohl größte Operationsreihe der Weltgeschichte kosten, allen voran das AIDS-Nothilfeprogramm der US-Regierung und die Bill & Melinda Gates Foundation.

Denn wenn afrikanische Männer ihre Vorhaut entfernen lassen, verringern sie ihr Risiko, sich beim ungeschützten Vaginalverkehr mit dem HI-Virus anzustecken, um bis zu 60 Prozent. Behauptet die WHO. Falls die Kampagne erfolgreich sei, würden bis 2025 demnach 3,4 Millionen Neuinfektionen verhindert werden. Doch Kritiker warnen, die Massenbeschneidungen stützten sich auf umstrittene Studien und könnten am Ende das Gegenteil des gewünschten Effekts bewirken: mehr HIV-Infektionen.

Sambia, der Binnenstaat im südlichen Afrika, zählt zu den Musterländern der Kampagne. Mehr als 840.000 Sambier haben sich ihre Vorhaut bereits entfernen lassen. Der Landeschef der WHO, Olusegun Babaniyi, lobt die Zahlen als „signifikanten Erfolg“. Sambia hat mit 12,5 Prozent unter den 15- bis 49-jährigen eine der höchsten HIV-Raten der Welt. Alle sieben Minuten steckt sich ein Sambier mit dem HI-Virus an. Weit über eine halbe Million Aidswaisen gibt es in dem Land, das kaum 15 Millionen Einwohner zählt.

Sieben Autostunden südlich von Lusaka, in einem Dorf namens Sichiyasa, wenige Kilometer von den berühmten Victoriafällen entfernt, stakst Margret Nkunika in ihren Stadtschuhen über ein abgeerntetes Maisfeld. Strohgedeckte Lehmhütten flimmern in der Savanne. Staubfahnen wirbeln im heißen Wind. Die Mittfünfzigerin mit der ungestümen Perücke im Afrolook und ihre vier Begleiter sind sogenannte Mobilizer, die zu Tausenden bis in die entlegensten Landesteile ausschwärmen, um Männer zu überzeugen.

„Wir sind Beschneidungsagenten“, sagt Margret Nkunika zu ein paar Maisbauern, die unter einem Sonnensegel Tierfiguren für Touristen schnitzen. „Beschneidung schützt euch zu 60 Prozent vor HIV! 60 Prozent, Leute! 60 Prozent!“

Es klingt wie eine Wunderwaffe.

Margret Nkunika ist eine von Tausenden Beschneidungsagentinnen, die im Auftrag westlicher Hilfsorganisationen in den entlegensten Teilen Sambias unterwegs sind. Sie hat ihren eigenen Mann an das tödliche HI-Virus verloren. Umso überzeugter ist sie von der Botschaft, die sie den Maisbauern unter dem Sonnensegel predigt. Sie lautet: „Eure Vorhaut ist eine tödliche Gefahr!“

Mehr als eine Million Todesopfer hat AIDS in Afrika südlich der Sahara allein im Jahr 2013 gefordert. 25 Millionen Menschen leben mit dem HI-Virus, das die Immunschwächekrankheit auslöst. Fast drei Viertel aller weltweiten Neuinfektionen treten in dieser Region auf.

„Meine beiden Schwestern und mein Mann starben an AIDS“, sagt Margret Nkunika, die als Mobilizer mehrmals wöchentlich und ohne Bezahlung von Dorf zu Dorf, von Hütte zu Hütte geht. „Hätten sie damals gewusst, dass sie sich durch Beschneidung schützen können, wären sie noch am Leben.“

Die Überzeugungsarbeit der „Außendienstler“ wird flankiert von einem millionenschweren Marketingfeldzug. In den Straßen von Lusaka zeigen riesige Poster eine männliche Silhouette, die selbstbewusst die Daumen unter dem Gürtel einhakt; darüber steht: „Beschneidung – sei ein verantwortungsvoller Mann!“ Bekannte Musiker verkünden im Fernsehen, sie hätten sich dem Eingriff unterzogen. „Hallo, ich bin Chief Mumena!“, sagt der Stammeschef des Volkes der Kaonde in einem Werbespot; in der Hand hält er ein Zepter aus Elfenbein. „Lasst euch noch heute beschneiden! Für weitere Informationen wählt 990.“

In Sambias Nachbarland Simbabwe lassen sich Abgeordnete ihre Vorhaut entfernen, um mit gutem Beispiel voranzugehen. In Uganda können Männer auf Volksfesten Fahrräder oder Stromgeneratoren gewinnen, wenn sie sich beschneiden lassen.

Im schwer zugänglichen Bergland des Kleinstaates Swasiland dröhnen Musikanlagen von Lastwagen, DJs rufen durch die Mikrofone: „Beschneidung tut nicht weh! Geht ins Zelt und lasst euch registrieren!“

Im angrenzenden Südafrika entstehen regelrechte Beschneidungsfabriken, in denen Ärzte von Pritsche zu Pritsche gehen, um Vorhäute wie im Akkord zu entfernen. Bis zu zehn pro Stunde.

„Ein einziger harmloser Eingriff, der nie mehr wiederholt werden muss, kann euer Leben retten“, erklärt Margret Nkunika im Süden Sambias den Maisbauern, die vor ihr auf dem Boden hocken. Sie spreizt den kleinen Finger ab, das letzte Glied soll die Eichel sein. „Eure Vorhaut ist eine tödliche Gefahr!“, sagt die Beschneidungsagentin und schneidet sie mit einem imaginären Messer ab. „Sauber! Gesund! Sicher!“

Es ist wie die Stille Post: Forscher haben Zusammenhänge gefunden zwischen Vorhaut und Infektion. Die WHO erzählt das den Hilfsorganisationen. Die ihren Mitarbeitern. Die wiederum überzeugen Patienten im Land. Unterwegs wird die Botschaft immer simpler. Und falsch: Auf dem Markt in Lusaka erzählen sich die Männer, dass man nach dem Besuch in der Beschneidungsklinik nie mehr Kondome braucht.

„60 Prozent Schutz“ – die Zahl wird zur Formel der WHO-Kampagne

In vielen Teilen der Welt wird Zirkumzision, die vollständige oder teilweise Entfernung der männlichen Vorhaut, vor allem aus religiösen Gründen durchgeführt. Schon die alten Ägypter beschnitten ihre Männer, und Kulturhistoriker vermuten, dass sie damit symbolisch die Häutung der Schlange nachvollziehen wollten. Diese galt an den Ufern des Nils als unsterblich, weil sie ihre Haut abwerfen und sich immer wieder erneuern konnte.

Im Judentum wie im Islam gilt die Beschneidung von Jungen als Zeichen der Religionszugehörigkeit. Auch viele evangelikale Christen, vor allem in den USA, lassen sich die Vorhaut entfernen, weil sie dem Beispiel Jesu folgen wollen, von dem sie annehmen, er sei als Jude beschnitten gewesen. Über Jahrzehnte war die Beschneidung von Neugeborenen in den USA aus medizinischen oder ästhetischen Gründen, von Krankenkassen finanziert, zur Routine geworden, allerdings mit rückläufigem Trend. In Westeuropa kam die Beschneidung von Jungen im Vorschulalter in den 1970er-Jahren in Mode – um einer verengten Vorhaut vorzubeugen. Und weil ein beschnittener Penis hygienischer sei als ein unversehrter – wie manche bis heute annehmen.

Erste Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Vorhaut und HIV gab es Mitte der 1980er-Jahre. Wissenschaftlern fiel auf, dass Beschnittene weniger infiziert waren, und deuteten die Vorhaut als möglichen Angriffspunkt für das Virus. Im Bereich der inneren Vorhaut konzentrieren sich Lymphozyten und sogenannte Langerhans-Zellen. Eigentlich dienen diese spezialisierten Zellen des Immunsystems dem Schutz vor Infektionen. Doch während die Langerhans-Zellen normalerweise HI-Viren abfangen und zerstören, können sie unter anderen Bedingungen, zum Beispiel bei parallelen Infektionen, das Virus an die Zielzellen von HIV weiterleiten und die Infektionsrate erhöhen. Dann, im Oktober 2005, die Meldung: „Männliche Beschneidung schützt gegen eine HIV-Infektion wie eine Impfung.“ Eine Sensation! Überall schäumte die Hoffnung auf. Auslöser der Euphorie war der französische Arzt Bertran Auvert. Für seine Studie in Südafrika hatten sich im Township Orange Farm bei Johannesburg 1339 Männer freiwillig beschneiden lassen. Ihre Ansteckungsrate nach dem Eingriff verglich Auvert mit der einer Kontrollgruppe aus 1309 nicht beschnittenen Männern aus derselben Region. Seine Annahme: Mit der Vorhaut könnten auch die HIV-Zielzellen und damit das Infektionsrisiko beseitigt werden.

Nach anderthalb Jahren schien sich das zu bestätigen: Unter den unbeschnittenen Männern der Kontrollgruppe stellte Auvert 49 Fälle von HIV fest, hingegen nur 20 unter den Beschnittenen. Daraus leitete der Franzose jenes um bis zu 60 Prozent reduzierte HIV-Infektionsrisiko ab, das bald auch zum Mantra der WHO-Kampagne in Afrika werden sollte.

Zwei weitere Studien von internationalen Forschern in Kenia und Uganda erbrachten ähnliche Ergebnisse. Die WHO erklärte die Resultate zu einem Meilenstein – und empfahl 2007, die freiwillige Beschneidung von Männern in 14 Ländern mit hohen HIV-Raten zu fördern, darunter Sambia, Südafrika, Simbabwe, Botswana, Uganda, Tansania und Kenia. Rund sechs Millionen Afrikaner haben sich seither ihre Vorhaut entfernen lassen.

„Alles völliger Unsinn“, sagt der deutsche Beschneidungsexperte Wolfgang Bühmann. „Kondome bieten einen fast vollständigen Schutz gegen HIV. Wozu dann ein chirurgischer Eingriff?“ Bühmann ist Sprecher des Berufsverbands Deutscher Urologen. Mehr als 1000 Beschneidungen hat er selbst vorgenommen – aber aus medizinischen Gründen, um Jungen von schmerzhaften Vorhautverengungen und -entzündungen zu erlösen. Im Behandlungszimmer seiner Praxis auf der Nordseeinsel Sylt: Liege, Sonografiegerät, weiße Wände.

„Diese Beschneidungen in Afrika sind nicht nur sinnlos, sondern potenziell tödlich“, warnt Bühmann. „Um den Menschen in Gebieten mit hoher HIV-Rate zu helfen, muss man ihnen klarmachen: Sex ohne Kondom ist lebensgefährlich, Sex mit Kondom hingegen ist sicher, egal ob die Vorhaut noch dran ist oder nicht.“ Damit sei alles gesagt. Zwischentöne stifteten nur Verwirrung.

„Schneiden Sie schon?“, fragt Ernest Chisha in der Chilenje-Klinik in Lusaka. Der Provider – früher Taxifahrer, in einer zweiwöchigen Schulung zum Beschneiden fortgebildet – hat Chishas betäubten Penis eingeteilt wie das Zifferblatt einer Uhr. Er kneift auf drei und neun Uhr eine Zange fest. Mehr als ein taubes Rupfen zwischen den Beinen spürt Chisha nicht, als der Provider die Vorhaut auf zwölf Uhr parallel zur Harnröhre einschneidet, um sie unterhalb des Eichelkranzes aufzuklappen und mit kreisförmigen Schnitten abzutrennen. „Erledigt!“, freut sich der Provider nach fünf Minuten und lässt die blutigen Hautstücke in einen Eimer fallen. „Jetzt sind Sie auf der sicheren Seite.“

Die WHO sagt: nicht ganz. Sie weist ausdrücklich darauf hin, dass nach einer Beschneidung weiterhin Kondome zu verwenden seien. In ihren Schulungen für lokale Mitarbeiter betont dies auch USAID, die Behörde, die die Entwicklungszusammenarbeit der US-Regierung koordiniert.

„Wir schneiden nicht einfach Vorhäute ab“, sagt George Sinyangwe, leitender Gesundheitsberater von USAID in Lusaka. Der einheimische Arzt – grauer Anzug, rosafarbenes Hemd, Krawatte – arbeitet seit 2006 für die US-Behörde. Vor ihm auf dem polierten Tisch des Konferenzraums liegen Beschneidungsbroschüren. Eine in Amerika ausgebildete Beraterin mit kräftigem Händedruck und durchdringendem Blick wacht über jedes Wort, das Sinyangwe sagt: „Alle Männer bekommen Informationen, die falsche Vorstellungen über den Nutzen des Eingriffs ganz sicher ausräumen. Vor, während und nach der Beschneidung.“

Aber kommt die Botschaft auch an?

Bei den Maisbauern im Süden Sambias jedenfalls nicht. „Wenn ihr ungeschützten Sex habt, kriegt euer Penis feine Risse, in die das Virus eindringen kann“, erklärt Mobilizer Margret Nkunika den Männern unter dem Sonnensegel. „Aber die Beschneidung macht eure Eichel hart und widerstandsfähig.“ Von Kondomen kein Wort. Alle Männer lassen sich auf einer Liste vormerken. Wenn sie voll ist, schickt die Verwaltung in Livingstone, der nächsten größeren Stadt, einen Provider, um die Operationen vorzunehmen. „Ich weiß, der Schutz beträgt nur 60 Prozent“, sagt Innocent, 28, Maisbauer. „Besser als nichts.“

Aber Kondome bieten doch einen viel höheren Schutz! Bis zu 95 Prozent! Die Männer lachen. Kondome beim Vaginalverkehr zu benutzen, sei, wie eine Süßigkeit in ihrer Plastikverpackung zu essen. „You can’t taste the sweet!“

Überall in Sambia – auf Feldern und Flüssen, in Bars, an Marktständen, selbst auf dem Campus der Universität von Lusaka – verkünden Männer, eine Beschneidung befreie sie vom lästigen Kondom. Es ist wie beim Kinderspiel Stille Post: Wissenschaftler haben ihre Erkenntnisse der WHO geflüstert – die hat sie USAID, den afrikanischen Regierungen und Hunderten von NGOs weitererzählt. Die wiederum geben die Informationen an ihre lokalen Helfer, an jene Fußsoldaten der Kampagne, die wie Margret Nkunika als Mobilizer durchs Land ziehen. Und wenn die Botschaft endlich dort ankommt, wo sie wirken soll – bei den Maisbauern von Sichiyasa etwa -, sind entscheidende Informationen verlorengegangen.

„Hätte ich mich nicht beschneiden lassen, dann hätte ich weiterhin Kondome benutzt – und hätte jetzt kein AIDS“, sagt Kito, 44, am Ufer des Flusses Chongwe, eine Autostunde westlich von Lusaka.

Der Mann mit den eingefallenen Wangen und der glänzenden, dünnen Haut sitzt im Schatten eines Flammenbaumes und blickt auf das Wasser. Vögel zwitschern, Schilfwände rascheln im Wind. Eine friedliche Oase, die in hartem Kontrast zu Kitos Geschichte steht.

Zu Beginn der Beschneidungskampagne in Sambia 2009 arbeitete Kito als Bürohilfe im Gesundheitsministerium. Rund um die Uhr sei er damals von der „Propaganda aus Amerika“ berieselt worden. „Wenn du beschnitten bist, kannst du kein HIV mehr bekommen“, hätten ihm sein Mobilizer und sein Beschneidungsberater versichert. Beide seien von einer amerikanisch finanzierten NGO ausgebildet worden. Kito ließ sich in Lusaka beschneiden. Danach verzichtete er auf Kondome. Einige Zeit später bekam er Kopfschmerzen, Durchfall, Fieber. Ein Test ergab: Kito war HIV-positiv. „Eine Welt brach für mich zusammen“, sagt er am Flussufer.

Bald verlor er sichtbar an Gewicht. Auf der Straße lachten ihn die Nachbarn aus. Seine Freunde gaben ihm nicht mehr die Hand. Nach 15 Jahren im Gesundheitsministerium wurde er entlassen, wegen seiner HIV-Infektion. In einer Selbsthilfegruppe kam er allmählich wieder auf die Beine. „Tausenden geht es wie mir“, erfuhr Kito dort. „Die Beschneidungskampagne ist ein tödlicher Betrug.“

Tatsächlich warnen eine ganze Reihe jüngerer Studien vor mixed messages, vor den unklaren Informationen der Kampagne. In Uganda etwa haben Wissenschaftler der Makarere-Universität festgestellt, dass beschnittene Männer sexuell viel risikofreudiger sind als Unbeschnittene.

In Sambias Nachbarland Simbabwe hat die Regierung bereits bekannt gegeben, dass mehr beschnittene als unbeschnittene Männer HIV-positiv sind. Auch in Malawi, das ebenfalls an der WHO-Kampagne teilnimmt, fiel der letzte nationale Gesundheitsbericht verheerend aus: Unter Beschnittenen ist die HIV-Rate um etwa 30 Prozent höher als unter Unbeschnittenen.

„Wir nutzen alle Mittel, um falsche Vorstellungen von den Vorteilen des Eingriffs zu vermeiden“, sagt Albert Kaonga vom sambischen Gesundheitsministerium. „Unser Motto ist: Beschneidung und Kondom – doppelt hält besser.“

Aber geht die Zahl der Ansteckungen in Sambia dank der Massenbeschneidungen denn wirklich zurück?

Beschneidung, sagt Kaonga, sei Teil eines „Sicherheitspakets“ aus verschiedenen Maßnahmen, zu denen auch Aufklärung, HIV-Tests und Kondome gehörten. „Wie sich Beschneidung allein auswirkt, das können wir nicht isoliert berechnen.“

In der Chilenje-Klinik in Lusaka, vor der Tür des Beschneidungszimmers, in dem der Provider gerade die Wunde an Ernest Chishas Penis näht, sitzen auf niedrigen Holzbänken elf Männer um eine junge Frau mit Haarzopf und roten Ohrringen. In der Hand hält sie einen braunen Modellpenis. Sechs Monate lang hat Barbara Luchembe zwei Stunden täglich eine Fortbildung zur Beschneidungsberaterin absolviert. Sie weist die Männer auch korrekt darauf hin, dass sie nach dem Eingriff weiter Kondome benützen müssen. Doch ein junger Mann in modisch zerrissenen Jeans und silbern besticktem T-Shirt tuschelt mit seinem Sitznachbarn: „Ich lasse die doch nur an meinem Ding herumschneiden, damit ich hinterher keine mehr brauche.“

Millionen an Hilfsgeldern spült die Beschneidungskampagne in die Region. „Da fragt dann niemand mehr nach Sinn oder Unsinn“, sagt der Parlamentarier Elias Chipimo. Und so verselbständigt sich die Botschaft vom rettenden Schnitt. Bis zum Hochzeitsfoto vor dem High Court schaffen es unbeschnittene Männer immer seltener – weil sie als Krankheitsverbreiter gelten. Opfer der Fehlinformation, wie der Bürogehilfe Kito, werden alleingelassen.

Sorge bereiten Gesundheitsexperten auch die Risiken der Kampagne für die Frauen. Denn die männliche Beschneidung soll – laut WHO – zwar das Risiko einer HIV-Übertragung von der Frau auf den Mann reduzieren, nicht jedoch in umgekehrter Richtung. Frauen bieten sie keinen Schutzeffekt. In Sambia scheint diese Information allerdings nicht angekommen zu sein. Im Gegenteil.

Eine Samstagnacht in Motero, einem Stadtteil von Lusaka. Das Scheinwerferlicht von Autos bricht sich im Staub der Straße, schemenhaft tauchen darin die Silhouetten von Frauen auf. „You want a nice time?“ Dann öffnen sie ihre Mäntel oder Wickeltücher, darunter sind sie nackt.

Mariam Kaoma, 40, trägt hochhackige Schuhe und um die Hüften bunte Kettchen aus Plastikperlen. In einer guten Nacht hat sie für je 25 Kwacha – rund vier Euro – schnellen Sex mit zwölf Männern. Beim Letzten bleibt sie für 20 Euro bis zum Morgen. „Sie sehen meine Muschi und wollen sie live.“ „Live“ bedeutet: ohne Kondom. Und live ist der häufigste Kundenwunsch. „Deshalb mache ich es lieber mit beschnittenen Männern“, sagt Mariam Kaoma später in ihrem winzigen Zimmer, in dem nur eine rosafarben bezogene Matratze liegt; an feuchten Wänden stapeln sich alte Kleider. „Beschnittene Männer sind gesünder. Das weiß in Sambia jede Frau.“

Der Druck auf Männer, sich die Vorhaut entfernen zu lassen, ist im südlichen Afrika oft enorm. In den Straßen zeigen Plakate eine entsetzte Afrikanerin, die sich die Haare rauft und schreit: „Was? Du bist nicht beschnitten?“ Männer mit intaktem Penis werden pauschal zu Krankheitserregern abgestempelt. Unbeschnittene haben in Lusaka kaum mehr eine Chance auf eine Partnerin. „Ich habe meinen Freund verlassen“, sagt Yawa, eine junge Soziologin mit Universitätsabschluss. „Er wollte sich nicht beschneiden lassen.“ Sie habe ihn sehr geliebt. Ohne Vorhaut hätten die beiden glücklich werden können.

Eine Untersuchung in Uganda zeigt, wie fatal diese Entwicklung ist: Unter Frauen von beschnittenen Männern hat die HIV-Rate innerhalb von sechs Monaten nach der Beschneidung drastisch zugenommen – um 61 Prozent. „Ja, ganz sicher werden einige Frauen an HIV erkranken, weil ihre Partner beschnitten sind und sich danach in falscher Sicherheit wiegen“, räumte der „Vater der Beschneidungslösung“, der französische Arzt Bertran Auvert, im Wissenschaftsmagazin „Nature“ ein. Aber Auvert glaubt, dass auch die Frauen langfristig von männlicher Beschneidung profitieren könnten. Wenn die allgemeine HIV-Rate erst gesenkt sei.

Auch Homosexuellen, die weltweit zu den Hauptrisikogruppen zählen, bietet Beschneidung kaum Schutz vor HIV. Die Ansteckungsgefahr bei Analverkehr ohne Kondom liegt vielfach höher als beim ungeschützten Kontakt zwischen Penis und Vagina. Selbst die WHO empfiehlt Beschneidung ausdrücklich nur heterosexuellen Männern. Doch in Sambia weiß das kaum jemand. Homosexualität ist hier mit Gefängnisstrafen belegt und entsprechend tabu. „Die meisten sambischen Schwulen glauben, eine Beschneidung schütze auch sie vor HIV“, sagt ein homosexueller Menschenrechtler in Lusaka, der anonym bleiben will. „Wir verzichten auf Kondome und sterben wie die Fliegen.“

Warum lassen sich afrikanische Regierungen auf so etwas ein?

Verwirrende, falsche, fehlende Informationen? Mehr HIV durch riskanteres Verhalten von Beschnittenen? „Wir haben keinerlei Hinweise, die solche Annahmen bestätigen“, sagt George Sinyangwe von USAID am Konferenztisch in Lusaka; seine Beraterin nickt zufrieden. Aber wie kann das sein? Wie kann man die Fakten im Gesundheitsbericht des Nachbarlands Malawi ignorieren, wo beschnittene Männer bereits eine höhere HIV-Rate als Unbeschnittene aufweisen? Oder die anderen alarmierenden Studien?

Sinyangwe lässt sich nicht beirren: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Vielleicht könnte der nationale Gesundheitsbericht von Sambia klarer Auskunft über die Effekte der tausendfachen Vorhautentfernung geben. Aber das vollständige Zahlenwerk ist seit 2007 nicht mehr erschienen.

Warum lässt sich eine Regierung auf diesen Blindflug ein? In Sambia leben mehr als drei Viertel der ländlichen Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Die Hilfsindustrie, die rund um die AIDS-Epidemie entstanden ist, ist nach der Regierung zweitgrößter Arbeitgeber. „Wenn Millionen als Hilfsgelder ins Land gepumpt werden, stellt niemand Fragen“, sagt der Parlamentarier Elias Chipimo. „Alle Einnahmen werden mit offenen Händen angenommen – egal ob die Maßnahmen, die mit ihnen bezahlt werden, etwas bringen oder nicht.“

Kritiker attestieren der WHO-Kampagne zudem einen kolonialistischen Anstrich, der Afrikanern pauschal unterstelle, sie seien unfähig, ihr Sexualverhalten zu ändern und Kondome zu benutzen. Und selbst Säuglinge werden neuerdings beschnitten – vor allem um die Quote der Kampagne aufzupolieren, glaubt Edith Nawakwi, Präsidentin des Forums für Demokratie und Entwicklung in Lusaka. Ob die Babys mit dem irreversiblen Eingriff einverstanden sind, können sie naturgemäß nicht äußern. Aber selbst UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, ist voll auf Beschneidungskurs. „Durch den schnellen Schnitt“, so Edith Nawakwi, „wird der Körper von Afrikanern zur Spielwiese westlicher Entwicklungshilfe.“

Im hoch gesicherten Komplex der WHO in Lusaka verschränkt der Verwaltungschef die Arme vor der Brust. „Von uns erfahren Sie kein Wort“, sagt der Amerikaner im blau-weiß gestreiften Hemd. „Niemand will hier etwas Falsches sagen.“

Mauern. Schweigen. Weitermachen. Aber warum? Warum riskieren USAID, die WHO und die Vereinten Nationen eine Katastrophe? Warum setzen sie ihre gewaltigen Budgets nicht ein, um Kondome populärer zu machen?

Sambische Politiker wie Nawakwi und Chipimo sehen die Massenbeschneidungen als Ausdruck einer tiefen Frustration westlicher Entwicklungshilfe. Die Veränderung des komplexen menschlichen Verhaltens – wichtigste Stellschraube bei der Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten – sei als Ziel aufgegeben worden. Zugunsten technokratischer Lösungen wie etwa der Beschneidung. „Hier lassen sich Maßnahmen und Erfolge besser darstellen, vor allem gegenüber Geldgebern“, so Chipimo. „Verhaltensänderung ist ein vages Geschäft, Beschneidung hingegen liefert beeindruckende Zahlen von entfernten Vorhäuten und gut gemachte Fotos von Kliniken, Helfern, medizinischem Gerät – das lässt die Dollars weiterfließen.“

Die WHO bleibt nebulös: Auf schriftliche Anfragen antwortet das Genfer Hauptquartier der Organisation nicht.

In seiner Praxis auf Sylt schüttelt der Urologe Wolfgang Bühmann den Kopf: „Das Schlimmste daran ist, dass die zentralen Referenzstudien der WHO voller Fehler stecken.“ Dieser Meinung ist auch der australische Beschneidungsexperte Gregory Boyle von der Bond-Universität in Queensland. Er kreidet den WHO-Studien eine ganze Reihe wissenschaftlicher Fehler an: vor allem „mangelhafte Ausgewogenheit, eine verzerrte Auswahl der Probanden, Ausblendungen wichtiger Details.“

Zwar wurde für die drei klinischen Studien, die als Beweis für die Wirksamkeit der Beschneidung herhalten, mit Kontrollgruppen gearbeitet – so wie es die Regeln solider Forschungsarbeit vorschreiben. Doch die beschnittenen Teilnehmer der Studien durften wegen ihrer Wunden für mindestens sechs Wochen nach dem Eingriff keinen Sex haben. „Die unbeschnittenen Männer der Kontrollgruppe mussten diese Abstinenz nicht üben“, erklärt Urologe Bühmann, und waren in diesem Zeitraum einem entsprechend höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt.“ Das habe die Ergebnisse unter anderem verzerrt.

Darüber hinaus wurde die Studie des Franzosen Auvert in Südafrika – eigentlich ausgelegt auf 21 Monate – vorzeitig abgebrochen. Die Ergebnisse seien da schon eindeutig gewesen, hieß es. Das Experiment fortzuführen, sei ethisch daher nicht vertretbar gewesen, weil dies für die Kontrollgruppe der Unbeschnittenen ein höheres tödliches Risiko mit sich gebracht hätte.

Mag sein. Aber nach Ansicht internationaler Experten wie etwa Michel Garenne, Forscher am renommierten Institut Pasteur in Paris, kam der Abbruch viel zu früh, um aus der Studie bereits eine hinreichende Begründung abzuleiten für chirurgische Eingriffe bei Millionen von Menschen.

Die Untersuchungen, so die Kritiker, beruhten außerdem auf viel zu wenigen Probanden. Und: Eine erhebliche Zahl der später HIV-Positiven habe sich gar nicht auf sexuellem Weg mit dem Virus angesteckt, sondern über kontaminierte Spritzen, Bluttransfusionen und Operationsbesteck – eine Unschärfe, die von den Forschern kaum berücksichtigt worden sei. Viele Teilnehmer verschwanden auch einfach und konnten am Ende nicht mehr befragt oder getestet werden.

„Aus wissenschaftlicher Sicht sind die Referenzstudien der WHO eine Katastrophe“, fasst der Urologe Wolfgang Bühmann zusammen. Die sogenannte Beschneidungslösung sei alles andere als eine Lösung. Auch Robert Van Howe, Professor an der Michigan State University, der seit Jahren zu diesem Thema forscht, ist überzeugt: „Die Beschneidungsprogramme werden die Zahl der HIV-Infektionen am Ende erhöhen.“

Von all dem ahnt Ernest Chisha nichts. In der Chilenje-Klinik tropft der Provider das Blut von seinem frisch genähten Penis, verbindet ihn mit Mull und klebt ihn mit einem Band am Bauch fest, dann tritt Chisha hinaus ins Leben, mit ein paar Schmerztabletten in der Hand. Und im Glauben an die Wunderkraft der Beschneidung.

Ahnungslos auch das Heer der Fußsoldaten der Kampagne gegen AIDS. „Ich predige das Wort der Beschneidung wie ein Pastor das Wort Gottes“, sagt Mobilizer Margret Nkunika.

George Sinyangwe von USAID streicht sich mit der Hand über den getrimmten Kinnbart. Für Hunderttausende von Beschneidungen ist seine Behörde allein in Sambia verantwortlich. „Wir wissen genau, was wir tun“, sagt Sinyangwe und rückt am Konferenztisch seinen Krawattenknoten zurecht. Die US-Regierung werde die Kampagne weiter vorantreiben. „Wir leisten hier ausgezeichnete Arbeit.“

Aber was ist mit den Hinweisen auf mehr HIV-Infektionen in bestimmten Bevölkerungsgruppen? Den Warnungen internationaler Experten? Sinyangwe: „Kritische Meinungen von Wissenschaftlern kommentieren wir nicht.“ Stattdessen hält er seine Broschüren hoch: Zahlen von Beschnittenen, Balkendiagramme, Erfolgskurven. 2015 wird besonders gut: 1,9 Millionen entfernte Vorhäute.

Ist der sambische Arzt denn selbst beschnitten?

Sinyangwes Gesicht wirkt plötzlich wie versteinert. Seine Augen sind geweitet, sein Mund steht offen. „Nein“, sagt er schließlich leise. Plant er, sich beschneiden zu lassen? Er zögert. Seine Beraterin drängt ihn: „Sagen Sie doch, dass Sie es vorhaben.“ Sinyangwe sieht an der Tischkante vorbei, zwischen seine Beine. „Nein!“, sagt der Mann von USAID noch einmal.

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Siehe auch:

Kann Deutschland ohne Beschneidung überleben? von Osimandia

Männliche Genitalverstümmelung & jüdische Macht von Greg Johnson

Eric Clopper’s Sex & Circumcision von R. Houck

The Poz von Huntley Haverstock

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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8 Kommentare

  1. Als eigentlichen Hintergrund für dieses von einer Zweigorganisation der (((UNO))) betriebene Massenbeschneidungsprogramm argwöhne ich ein jüdisches Streben nach Erfüllung jenes noachidischen Gebots, daß alle Menschen – auch Nichtjuden – unter jüdischer Herrschaft beschnitten sein sollen, wie es auch diese Stelle aus dem Alten Testament besagt:

    Ein jegliches Knäblein, wenn’s acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen. Beschnitten werden soll alles Gesinde, das dir daheim geboren oder erkauft ist.

    In diesem Zusammenhang ist interessant, daß die britischen Thronfolger schon seit vielen Generationen von jüdischen Beschneidern beschnitten werden, und daß 50 % (laut jüdischen Aussagen 70 bis 80 %) der amerikanischen Männer beschnitten sind, könnte auch mit den stark judaisierten Formen des Christentums zu tun haben, die dort verbreitet sind.

    Mein Verdacht bei diesem Negerbeschneidungsprogramm geht dahin, daß das ein großes Pilotprojekt als Vorbereitung für eine modifizierte und raffiniertere Wiederholung auch in anderen Teilen der Welt sein soll, wo man dann auf das Vorbild Afrika verweisen kann. Mit den geldklammen und korrupten afrikanischen Regierungen haben (((sie))) ja leichtes Spiel, und daß Neger überwiegend dumm, leichtgläubig und von ihren Trieben beherrscht sind und deshalb auf die „richtigen“ Argumente hin mitmachen, wird einkalkuliert sein. Daß dabei die gesundheitlichen Gefahren für die Betroffenen und eine mögliche Verschlechterung der AIDS-Gesamtsituation in Kauf genommen und diesbezügliche Warnungen weggewischt werden, paßt auch ins Bild, das wir von den selbsternannten „Lichtern der Nationen“ haben, die in Wirklichkeit die Feinde des Menschengeschlechts sind.

    Was mir dabei noch auffällt, ist, daß da wieder einmal über die Frauen Druck auf Männer ausgeübt wird – daß Frauen mittels Propaganda dazu gebracht werden, sich Männern zu verweigern, die nicht mitmachen wollen. So wurde es unter anderem auch bei der linken Anti-Vietnamkriegs-Agitation gemacht, unter dem Slogan: „Girls say no to boys who say yes.“

    Und noch etwas: In den deutschen und englischen Wiki-Einträgen über die Noachidischen Gebote ist mir diese Aussage aufgefallen:

    „Der Regenbogen ist das Symbol des Bundes zwischen Noach und JHWH.“

    Da bekommt die gesamte linksgutalternative Regenbogensymbolik gleich eine andere Bedeutung: die Regenbogenfahnen der Friedensaktivisten („Pace-Fahnen“) und der Schwulen, Lesben, Transen und sonstigen „Genderqueers“, das Greenpeace-Schiff „Rainbow Warrior“, die Bezeichnung „Rainbow Nation“ für das heutige Südafrika.

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  2. Hat dies auf My Blog rebloggt.

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  3. pils

     /  August 19, 2018

    1. Mose – Kapitel 17

    https://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/1_mose/17/#1

    Dieser Teil ist auch interessant:

    „Und wo ein Mannsbild nicht wird beschnitten an der Vorhaut seines Fleisches, des Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, darum daß es meinen Bund unterlassen hat.“

    Aber müsste es nicht heißen: „des Seele soll ausgerottet werden aus DEM Volk“, und nicht aus seinem Volk? In seinem Volk ist der Unbeschnittene doch unter seines gleichen, und in diesem Volk sind ja alle nicht beschnitten.

    Aus DEM Volk ergibt dann mehr Sinn, wenn mit dem Volk, das VOLK-JHWH gemeint ist.
    Bezieht sich doch genau dieser Satzbaustein „Beschnitten werden soll alles Gesinde, das dir daheim geboren oder erkauft ist“ auf das VOLK-JHWH.

    In der Praxis zeigt sich dann die Ausrottung der Seele der Unbeschnittenen durch die moderen Architektur, durch das Sterben Regionaler Baustile, Gaststätten, Bäcker, Metzger, Trachten, Gebräuche u-s.w..

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  4. ms241

     /  August 20, 2018

    Die plausibelste Erklärung auf die Frage, warum eine solche (ja wohl mindestens nutzlose) Maßnahme an unbedarften Völkern vorgenommen wird:

    Weil sie es können.

    Es ist nicht immer so, dass man einen direkten Zweck und Nutzen – sei er gut oder böse – erkennen können muss: Manchmal dienen solche Maßnahmen einfach nur dazu, den Maßnehmern eine Demonstration ihrer eigenen Handlungsfähigkeit und damit eine Stärkung des Selbstbewusstseins zu liefern.

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  5. Novaris

     /  August 20, 2018

    WHO-Massenbeschneidung in Afrika: Ein Einschnitt fürs Leben?
    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
    Bei der Beschneidung geht es nicht um die Verhütung von AIDS sondern um die Vorbereitung dieser Männer für die Aufnahme der islamischen Ideologie.
    Muslime sind beschnitten und wer nicht beschnitten ist, kann kein Muslim sein. Der Beschneidung der afrikanischen Männer werden islamische Missionare folgen und sie werden ein leichtes Spiel haben, weil die Männer bereits beschnitten sind.
    Warum soll die Welt islamisiert werden ? Der Islam ist die Religion/Ideologie, mit der die Flamme des Liberalismus ausgelöscht werden soll, um den untertänigen Menschen für die NWO, die von den Globalisten beherrscht wird, zu schaffen.

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  6. zippelmütz

     /  August 29, 2018

    Das ist auf alle Fälle eine Ausdehnung jüdischer Praktiken, nichts anderes.
    Ob es die afrikanische Vermehrungsrate qua mehr AIDS bremst, wird man sehen, aber womöglich ändert sich daran auch einfach nichts…

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  7. @ Novaris: ich glaube nicht, daß die Vorbereitung für eine Islamisierung der Neger ein bedeutendes Motiv für den oben im Artikel beschriebenen Beschneidungsaktivismus in Afrika ist (die Vorhautbeschneidung ist ja im Islam viel weniger wichtig als im Judentum). Vielmehr wird es um die Erfüllung jenes noachidischen Gebotes gehen, daß alle Menschen – auch Nichtjuden – unter jüdischer Herrschaft beschnitten sein sollen, auch – wie ms241 anmerkte – als Selbstbestätigung für die Juden hinsichtlich ihrer Macht über Nichtjuden, um sich zu beweisen, „daß sie es können.“

    Die Islamisierung der Neger läuft doch schon seit langer Zeit ganz gut ohne von der UNO und anderen Organisationen betriebene Beschneidungsprogramme unter „gesundheitlichen“ oder anderen Vorwänden. Unter den universalistischen Weltreligionen eignet sich der Islam am besten für die Neger, weil er, wie auch (((Peter Scholl-Latour))) in seinem Buch „Das Schwert des Islam“ boshaft anmerkt, intellektuell nicht gerade fordernd ist und sehr einfache Regeln hat, was dem schwarzafrikanischen Durchschnitts-IQ von 70 sehr entgegenkommt. Siehe dazu auch diese Karte der weltweiten IQ-Verteilung nach Ländern:

    Die Christianisierung läuft in Afrika zwar auch schon länger, aber für die antiweiße JNWO-Agenda ist die Verbreitung einer religiös gerechtfertigten Raubkriegerideologie, wie es der Islam ist, unter den Negern besser. Wie Eisvogel einmal in ihrem nicht mehr existenten Blog „Acht der Schwerter“ geschrieben hat, ist der Islam „die Speerspitze einer Hassbewegung der Dritten Welt gegen die Erste“, und welche Hand diesen Speer führt, wissen wir ja.

    Im Gegensatz dazu eignet sich der Buddhismus als weitere universalistische Weltreligion nicht für eine Verbreitung in Afrika und im Orient, aus der Sicht der jüdischen Agenda nicht, weil er zu friedlich ist, und allgemein nicht, weil er intellektuell zu anspruchsvoll ist und seine Lehrer die Glaubensanhänger dazu anhalten, die Lehrsätze nicht dogmatisch zu übernehmen, sondern deren Richtigkeit für sich selbst durch eigenes Nachdenken als Erkenntnisse zu ergründen. Dieser Tradition gemäß werden Schüler des Buddhismus von ihren Lehrern auch mit Kōan genannten Anekdoten bzw. scheinbar paradoxen Rätseln konfrontiert, z. B.: „Wer warst du, bevor deine Eltern geboren wurden?“ In Afrika würden dazu wohl Aussagen wie jene von Christopher Jacksons schwarzen Schülern passen: „I cain’t do dis, Mr. Jackson. I black.“

    Wo ich gerade den Buddhismus angesprochen habe: Dieser wird von manchen weißen Rechten als weiterer Beweis für die vermeintliche ungesunde Neigung der Arier zum Universalismus („Arisches Problem“ = Selber-schuld-Mem) betrachtet, weil er die Lehre des nordindischen Adelssprößlings Gautama Siddhartha Buddha ist (wahrscheinlich stammt das auch wieder aus Chechars Memküche).

    Nun werden die nordindischen Eliten selbst vor zweieinhalb Jahrtausenden schon keine reinen Weißen oder Indoeuropäer/Arier gewesen sein, sondern sich bereits in gewissem Maß mit den von ihnen beherrschten Dunkelvölkern vermischt haben. Zudem hatte der Buddhismus sich gerade in seinem Ursprungsland Indien nicht gegen den Hinduismus durchsetzen können und ab dem 10. Jahrhundert unter der islamischen Herrschaft gegenüber dem Hinduismus und Islam wieder an Bedeutung verloren; in Indien beträgt sein Anteil an der Bevölkerung heute nur 0,7 %.

    Dagegen wurde diese universalistische und eigentlich daseinsabgewandte – man könnte auch sagen, lebensverneinende – Religion besonders von den ostasiatischen Völkern angenommen, und zwar von fast allen „Schlitzaugenvölkern“: die Länder mit der stärksten Verbreitung des Buddhismus sind China, Bhutan, Japan, Kambodscha, Laos, Mongolei, Myanmar, Sri Lanka (das kein Schlitzaugenland ist), Südkorea, Taiwan, Thailand und Vietnam. Als bedeutende Ausnahmen fallen mir nur die Malaien in Malaysia und Indonesien ein, wo zuerst der Hinduismus neben einheimischen Religionen vorherrschte und später der Islam Fuß faßte, und die Philippinen, wo beginnend von den südlichen Inseln um Mindanao ebenfalls eine Islamisierung stattfand und später von den Spaniern der Katholizismus durchgesetzt wurde.

    Der Buddhismus als „Beweis“ für das „Arische Problem“? Von wegen!

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  8. Jetzt habe ich die von mir im vorigen Kommentar angesprochene Stelle in Peter Scholl Latours „Das Schwert des Islam: Revolution im Namen Allahs“ (1990) wiedergefunden. Sie steht auf Seite 59, und ich gebe hier einen längeren Abschnitt darum herum wieder (mit einer fetten Hervorhebung von mir):

    Vor allem in Afrika ist der Islam weiter im Vormarsch. Das Wallfahrtszentrum von Tuba im westafrikanischen Senegal ist typisch für eine speziell negroide Frömmigkeit. Hier hat sich ein „Heiliger Mann“, ein Marabut, zum allmächtigen Führer seiner Sekte aufgeschwungen. Die Angehörigen dieser Glaubensgemeinschaft, „Muriden“ genannt, setzen ihre ganze Arbeitskraft bei der Erdnußernte in den Dienst ihres geistlichen Meisters und überlassen dem „Kalifa“, wie sie ihn nennen, die Aufgabe, durch Gebet und Fürbitte für ihr geistliches Heil zu sorgen.

    Bis zum Kongo und tief in den Süden Mosambiks sind die islamischen Missionare – meist handelt es sich um Händler, die den Koran predigen – vorgestoßen. Der Erfolg des Islam bei den Schwarzen liegt zum großen Teil an der Einfachheit seiner Lehre. Er wird zudem als eine antikolonialistische Botschaft betrachtet.

    Nur wenige Afrikaner scheinen sich daran zu erinnern, daß der Sklavenhandel, der zu Recht den weißen Eroberern angelastet wird, auch im arabisch-islamischen Raum von Anfang an in mindestens ebenso schrecklicher Form gewütet hat. Im Arabischen bedeutet das Wort Abid sowohl den Neger als auch den Sklaven. Vielleicht hat es eine Rolle gespielt, daß ganz zu Beginn des Islam eine Integrationsfigur gestanden hat. Bilal, der erste Gebetsrufer, der erste Muezzin, war schwarzer Afrikaner und wurde von Mohammed besonders ausgezeichnet.

    Bei (((Scholl-Latour))) wundert einen dieser Vorwurf gegen die Weißen nicht; in Wirklichkeit haben die weißen Sklavenhändler gefangene Neger von den einheimischen, islamisch-afrikanischen Sklavenjägerreichen gekauft (die davor schon lange auch an die Araber Sklaven geliefert hatten), und als sie später im 19. Jahrhundert in Schwarzafrika tatsächlich als Eroberer auftraten, haben sie im Zuge dessen die innerafrikanische Kolonialherrschaft jener schwarzen Sklavenhaltervölker beendet und das Ende der zu dieser Zeit in den Kolonien der Weißen bereits abgeschafften Sklaverei auch in Afrika durchgesetzt. Siehe dazu auch Egon Flaig: Weltgeschichte der Sklaverei von Manfred Kleine-Hartlage sowie Das Ulmer Münster und die Neger von mir (als Deep Roots).

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