Wer hätte es gewußt? Die jüdischen Piraten der Karibik

„Port Royal“ von Sarel Theron

Von der Science-Fiction- und Fantasy-Autorin Deborah J. Ross, übersetzt von Lucifex. Das Original Who Knew? The Secret History of the Pirates of the Caribbean, or What Disney Doesn’t Want You to Know erschien am 16. Februar 2010 auf Book View Café.

[Anmerkung des Übersetzers: Dieser Artikel einer anscheinend jüdischen Autorin (darauf deutet jedenfalls ihr Beitrag A Jewish Heroine of the Renaissance hin) auf Basis des Buches eines jüdischen Autors (siehe Link in meiner Nachbemerkung) gibt zwar eine recht apologetische Darstellung der Juden im Sinne der üblichen Verfolgungs- und Opferleier (Inquisitionsflüchtlinge), ist aber dennoch für uns recht aufschlußreich. Und Leser, die in der Judenfrage noch nicht ganz auf unserem Stand sind, können ihn dadurch nicht als etwas abtun, was böse Antisemiten sich aus den Fingern gesogen haben. Das Titelbild habe ich hinzugefügt.]

Jewish Pirates of the Caribbean: How a generation of swashbuckling Jews carved out an empire in the New World in their quest for treasure, religious freedom–and revenge [„Jüdische Piraten der Karibik: Wie eine Generation verwegener Juden sich in ihrem Streben nach Schätzen, Religionsfreiheit – und Rache – ein Imperium in der Neuen Welt schufen“] von Edward Kritzler

Was geschah 1492? Aller Wahrscheinlichkeit nach lautet die Antwort, die den meisten Amerikanern einfällt: „Kolumbus segelte über den blauen Ozean.“ Für Juden jedoch markiert das Datum die Vertreibung aus Spanien („konvertieren, wegziehen oder sterben“), gefolgt 1497 von der Vertreibung aus Portugal, kollektiv als die Sephardische Diaspora bekannt. Diejenigen, die nicht in der Lage waren zu fliehen, wurden zu „Conversos“ und für die meisten war diese Zwangsbekehrung nur eine Vorspiegelung.

Die Welt war ein gefährlicher Ort für Juden. Jedes Anzeichen von „Judaisierung“ zog die schnelle Aufmerksamkeit der Inquisition auf sich. Nur wenige Nationen, darunter Marokko und Holland, boten einen Rest von Sicherheit. Juden verbündeten sich mit verschiedenen Nationen und spielten die eine gegen die andere aus. Mitte der 1500er terrorisierte Sultan Suleimans Seebefehlshaber Barbarossa das Mittelmeer, aber der Mann, der die Seeschlachten tatsächlich anführte, war Sinan, „der berühmte jüdische Pirat“, der aus Spanien in die Türkei geflohen war. Sinan war berühmt für seine humane Behandlung von Gefangenen und seine magischen Kräfte (seine Kenntnis des Sextanten).

Die Entdeckung der Neuen Welt eröffnete neue Möglichkeiten. Juden gehörten zu den ersten Europäern [der Übersetzer räuspert sich], die die Karibik erforschten. Als Kartographen, Lotsen, Chirurgen, Schatzmeister, Übersetzer, Händler und Spione segelten sie mit Kolumbus wie auch mit da Gama und Cortes. Es ist nicht klar, ob Kolumbus selbst jüdischer Abstammung war, aber er verschaffte zusammen mit seinen Erben „heimlichen Juden“ eine Zuflucht vor der Inquisition. Weil es spanischen Conversos verboten war, sich in der Neuen Welt anzusiedeln, kamen sie als „Portugiesen“, und die Bezeichnung wurde zu einem Codewort für Conversos.

Die frühen jüdischen Siedler waren Händler und Schiffseigner und stützten sich auf ihre Fähigkeiten und Geschäftsmethoden (wie ein privates Banksystem, das Kreditbriefe ausgab, die weit weniger leicht gestohlen wurden als Edelmetall). Während des Großteils des sechzehnten Jahrhunderts befragte sie niemand allzu genau, solange sie vorgaben, Christen zu sein, und die Spanier mit einem Handelsnetzwerk versorgten. Um die Jahrhundertwende waren sie jedoch entbehrlich geworden. Die Inquisition brach mit voller Kraft über die jüdischen Gemeinschaften in Mexiko und Brasilien herein. Die Neue Welt war keine Zuflucht mehr.

Als Reaktion darauf konspirierte eine Handvoll von Juden mit Holland und England zwecks Eroberung einer Kolonie in der Neuen Welt. Ihre Inspiration war der Barbareskenpirat, „der Piratenrabbi“, Samuel Palache (dessen persönlicher Koch koschere Mahlzeiten für ihn zubereitete). Zu den Herausragendsten gehörten die Brüder Cohen Henriques, Moses und Abraham (der sich weigerte, seinen spanischen „Unterdrückernamen“ zu verwenden). Moses Cohen Henriques plante im Jahr 1628 die einzige erfolgreiche Kaperung einer spanischen Schatzflotte (im Wert von 1 Milliarde Dollar in heutiger Währung) in 200 Jahren und nahm daran (unter dem holländischen Admiral Piet Heyn) teil. In seinem späteren Leben herrschte er über seine eigene „Pirateninsel“ (vor Recife, gekauft mit seinem Anteil an der Beute) und wurde zum Ratgeber des berüchtigten Bukaniers Henry Morgan.

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Caribbean Project 9: Die jüdische Rolle in der amerikanischen Sklaverei

Die verborgene jüdische Rolle bei der Hervorbringung der Sklaverei in den Amerikas.

Die verborgene jüdische Rolle bei der Hervorbringung der Sklaverei in den Amerikas.

Von Hunter Wallace, übersetzt von Deep Roots. Das Original Caribbean Project: The Jewish Role In American Slavery erschien am 27. August 2012 im Rahmen von Hunter Wallaces Artikelserie „Caribbean Project“ auf Occidental Dissent.

Zuletzt aus dieser Reihe hier erschienen: Caribbean Project 8: Der Proto-Süden

Barbados:

In den letzten Monaten habe ich hier beträchtliche Zeit dafür verwendet zu erklären, wie Barbados – die ursprüngliche englische Sklavengesellschaft – der Kulturkreis von Britisch-Westindien und des Unteren Südens war.

South Carolina (gegründet 1670) und Jamaika (gegründet 1655) wie auch das französische Saint-Domingue (gegründet 1697) wurden von Anfang an auf der Grundlage des barbadischen Modells der auf Rasse basierenden Plantagensklaverei aufgebaut.

Barbados (gegründet 1627) und Virginia (gegründet 1607) waren ältere englische Kolonien, die nicht als vollentwickelte, auf Rasse beruhende Plantagengesellschaften begannen. Beide Kolonien hatten ursprünglich eine weiße Mehrheit und stützten sich auf eine Arbeiterschaft aus englischen Schuldknechten, um Baumwolle und Tabak anzubauen.

In Caribbean Project: Der Proto-Süden verfolgten wir die Ursprünge der rassenbasierten Plantagensklaverei zurück zu den spanischen und portugiesischen Zuckerplantagen auf Madeira und den Kanarischen Inseln im östlichen Atlantik. Wir sahen, wie Christoph Kolumbus auf seiner zweiten Reise 1493 das Zuckerrohr nach Hispaniola brachte.

Im folgenden Jahrhundert teilten sich Spanien und Portugal die Neue Welt im Vertrag von Tordesillas auf. Bedeutsamerweise legitimierte dies den spanischen Anspruch auf den Großteil der Amerikas, während Afrika und Brasilien an die Portugiesen abgetreten wurde. Es legte auch den afrikanischen Sklavenhandel in portugiesische Hände, indem Spanien aus Afrika vertrieben wurde.

Während des sechzehnten Jahrhunderts schufen die Spanier die ersten rassenbasierten Zuckerplantagen auf Hispaniola und Puerto Rico. Ursprünglich wurden karibische Indianer als Sklavenarbeiter verwendet, aber als ihre Populationen schwanden, wandten sich die Spanier an die Portugiesen, um afrikanische Sklaven zu importieren.

Um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts gab es Zigtausende afrikanischer Sklaven auf Hispaniola und Puerto Rico. Als Spaniens Interessen sich aber in Richtung seiner lukrativeren Eroberungen in Mexiko und Peru verlagerten, wurden Hispaniola und Puerto Rico zu abgelegenen Nebengebieten des Imperiums, und das Plantagensystem brach dort zusammen.

Die zukünftige Dominikanische Republik und Puerto Rico waren gescheiterte spanische Sklavenstaaten, die schließlich von Viehzucht und kleinbäuerlicher Landwirtschaft dominiert wurden – dies ist der Grund, warum die Dominikaner und Puertorikaner so viel vermischter und multirassischer wurden als die Kubaner.

An diesem Punkt erschien es in der Neuen Welt, daß die rassenbasierte, moderne agro-industrielle Plantagensklaverei gescheitert war – aber es gab eine große Ausnahme, das portugiesische Brasilien, wo die Zuckerindustrie wegen ständiger Verstärkungen der afrikanischen Sklavenarbeiterschaft aus dem nahen Portugiesisch-Angola schnell wuchs.

Wie wurde Barbados zur ersten rassenbasierten Plantagengesellschaft in Britisch-Amerika?

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Caribbean Project 8: Der Proto-Süden

Die Geburt der Plantagensklaverei auf den Kanarischen Inseln

Die Geburt der Plantagensklaverei auf den Kanarischen Inseln

Von Hunter Wallace, übersetzt von Deep Roots. Das Original Caribbean Project: The Proto South erschien am 24. August 2012 im Rahmen von Hunter Wallaces Artikelserie „Caribbean Project“ auf Occidental Dissent. (Mit dem „Süden“ wird hier auf die Südstaaten der USA angespielt.)

Zuletzt aus dieser Reihe hier erschienen: Caribbean Project 7: Schwarz in Lateinamerika

Ich habe gerade einen faszinierenden Essay in The Caribbean: A History of the Region and Its Peoples gelesen, der im Wesentlichen eine Vorgeschichte des südstaatlichen Plantagensystems ist:

1) Zuckerrohr stammt vom Persischen Golf und wurde zuerst im siebten und achten Jahrhundert von Moslems im Irak mit schwarzen Sklaven aus Ostafrika angebaut.

2) Zucker war in Europa während der Antike und des frühen Mittelalters unbekannt – Honig und Fruchtsäfte wurden zum Süßen verwendet.

3) Vom Irak aus verbreiteten die Moslems das Zuckerrohr unter dem Kalifat nach Ägypten, Nordafrika, Südspanien und Sizilien.

4) Zuckerrohr wurde zur Zeit von al-Andalus in ganz Südspanien angebaut. Es wurde Europäern durch Kaufleute vertrauter gemacht, die in ägyptischen Häfen Handel trieben.

5) Während der Kreuzzüge stießen Europäer in Palästina und Syrien auf Felder von „Honigholz“, und die Kreuzritter ernteten es und verkauften es nach Europa, wo sich ein Markt dafür entwickelte.

6) Die Venezianer brachten das Zuckerrohr nach Zypern und Kreta, und es wurde in Sizilien vor und nach der normannischen Eroberung angebaut.

7) Im Spätmittelalter wurde Zuckerrohr auf Plantagen mit freien Arbeitern um die Ränder Europas in Südspanien, Sizilien, Zypern und Kreta angebaut. Selbst hier ist Zuckerrohr eine tropische Pflanze und wuchs nicht gut in Südspanien und Sizilien, die kälter und trockener und der Nordrand seines Lebensraumes sind.

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Benzion Netanjahu: Jüdischer Aktivist und intellektueller Apologet

Das englische Original Benzion Netanyahu: Jewish Activist and intellectual apologist von Kevin MacDonald wurde am 06.05.2012 auf  The Occidental Observer veröffentlicht. Übersetzung durch Sternbald (erstmals veröffentlicht auf „As der Schwerter“).

Benzion Netanjahu, der Vater des gegenwärtigen israelischen Ministerpräsidenten, verstarb im Alter von 102 Jahren. Uri Avnery, ein israelischer Friedensaktivist, beschreibt Netanjahu fils als „vom Holocaust besessenen Phantasten, der den Kontakt zur Realität verloren hat, allen Gojim misstraut und versucht, in die Fußstapfen eines starrsinnigen und extremistischen Vaters zu treten – alles in allem eine gefährliche Person, um eine Nation in einer tatsächlichen Krise zu führen.“ Wie der Vater, so der Sohn.

Benzion Netanjahu war ein prototypischer jüdischer Aktivist, der mit Leichtigkeit zwischen seiner Arbeit als Sekretär des rassistischen Zionisten Wladimir Jabotinski, seiner erfolgreichen Lobbyarbeit für eine prozionistische Gruppe der Republikanischen Partei 1944 (welche bewirkte, dass die Demokraten eine ähnliche Gruppe bildeten) und seiner Arbeit als jüdischer Geschichtswissenschaftler, der jüdische Interessen im akademischen Bereich vorantrieb, wechselte. Sein bekanntestes Buch, The Origins of the Inquisition in 15th-Century Spain (Die Ursprünge der Inquisition im Spanien des 15. Jahrhunderts), erschien 1995 bei Random House.

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Spanien strebt nach 523 Jahren Wiedergutmachung für die Judenvertreibung an

Das englische Original von Emily Harris mit dem Titel After 522 Years, Spain Seeks To Make Amends For Expulsion Of Jews ist am 25. Dezember 2014 bei npr.org erschienen. Gekürzt und mit sehr kleinen stilistischen (aber nicht inhaltlichen) Änderungen übersetzt von Osimandia. Das Bild vom Innenraum der Synagoge ist aus dem Original, die drei anderen wurden bei der Übersetzung eingefügt. [Anm. v. Lucifex: Bis auf das Titelbild sind in der Nachveröffentlichung auf NORD-LICHT, wo ich diesen Artikel herhabe, keine Bilder mehr vorhanden, und der Link zum Original auf npr.org funktioniert inzwischen nicht mehr.]

Sephardisches Museum und ehemalige El Transito Synagoge, Toledo, Spanien

Sephardisches Museum und ehemalige El Transito Synagoge, Toledo, Spanien

Als sich vergangenen Dezember die Nacht über die spanische Stadt Toledo senkte, erleuchteten Chanukkakerzen die Straßen vor der mittelalterlichen El Transito Synagoge.

Volkslieder auf ladino – eine Mischung aus spanisch und hebräisch – wehten durch die Gärten der Synagoge, die inzwischen das Sephardische Museum ist.

Sefarad ist das hebräische Wort für Spanien und der Begriff bezeichnet Juden spanischer Herkunft.

Doch nicht ein einziger Angestellter des Sephardischen Museums von Toledo ist Jude. Spanische Juden zählen heute nur wenige Zehntausende – ein Bruchteil der jüdischen Bevölkerung in Frankreich, Deutschland oder Großbritannien. Und doch waren Toledos Kopfsteinpflasterstraßen einst Heimat einer der größten und lebhaftesten jüdischen Gemeinden Europas.

„Ein Gedicht aus dem 13. Jahrhundert beschreibt das jüdische Leben Toledos – mit acht bis zehn Synagogen und einer jüdischen Bibliothek“

sagt der Historiker und Museumsdirektor Santiago Palomera.

„Steueraufzeichnungen zeigen, dass dies die wichtigste jüdische Enklave war – New York und Silicon Valley gleichzeitig sozusagen, was die Beiträge zu Kultur und Wirtschaft des mittelalterlichen Spanien angeht.“

Jüdisches Leben blühte und gedieh im mittelalterlichen Spanien sowohl unter islamischer als auch unter christlicher Herrschaft. Doch das änderte sich im Jahr 1492, als die katholischen Könige Ferdinand und Isabella die Juden aus dem Land jagten.

Etwa 300.000 Juden – in manchen Gegenden bis zu einem Viertel der spanischen Bevölkerung – mussten zum Katholizismus konvertieren oder aus Spanien fliehen, oder sie wurden während der spanischen Inquisition getötet.

Doch jetzt können ihre Nachkommen wieder Spanier werden, und zwar unter einem Gesetzesentwurf, dem die spanische Regierung zustimmt.

Das Gesetz soll den Nachkommen der Juden, die 1492 ausgewiesen wurden, die spanische Staatsbürgerschaft – und damit volle EU-Freizügigkeit – gewähren. Ein kürzlich hinzugefügter Gesetzeszusatz lässt zu, dass sie darüber hinaus ihre aktuelle Staatsbürgerschaft behalten können.

Spanien möchte etwas wiedergutmachen, was es einen „historischen Fehler“ nennt.

„Ich denke, es ist seitens des spanischen Staates eine angemessene Wiedergutmachung für die Ungerechtigkeit, die sich 1492 ereignet hat“

meint Mauricio Toledano, der Generalsekretär der Vereinigung jüdischer Gemeinden in Spanien. Diese Vereinigung hat sich neben anderen jüdischen Gruppierungen erboten, der spanischen Regierung dabei behilflich zu sein, die Passanträge sephardischer Juden aus aller Welt zu beurteilen.

Doch fast wäre die längst überfällige gute Regelung an trockenen Gesetzespapieren gescheitert: Die spanische Verfassung verbietet die Gewährung der Staatsbürgerschaft auf der Grundlage von Religionszugehörigkeit.

Aber Toledano sagt, das mache überhaupt nichts aus, denn die Bewerber müssten ja gar nicht notwendigerweise selber Juden sein, es genüge vollauf, die Frage zu stellen:

„Waren Ihre Vorfahren aus dem Jahr 1492 spanische Juden?“
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Der Weg zum „Heerlager der Heiligen“: Ein chronologischer Überblick

NORD-LICHT

camp-of-the-saints

Von Deep Roots

Als die sich schon seit Jahren allmählich steigernde „Heerlager der Heiligen“-Situation vor kurzem in beschleunigtem Maß zu eskalieren begann und offenbar von den Medien, Politikern und sonstigen Sprachrohren des JNWO-Systems parallel dazu nicht mehr heruntergespielt oder verschwiegen, sondern vielmehr auf einmal als große Krise herausgestellt wurde, haben wir von „As der Schwerter“ uns folgende Gedanken dazu gemacht:

● Ab wann ist es eigentlich damit so richtig losgegangen?
● Wie hat sich der Andrang der „Flüchtlinge“ in den Jahren davor allmählich zum „Sturm über das Mittelmeer“ und zur Völkerwanderung über die türkisch-griechische Landgrenze und die Balkanländer in die EU entwickelt?
● Von welchen politischen, medialen und militärischen Ereignissen war das jeweils begleitet?

Ich habe daraufhin beschlossen, diesen Übersichtsartikel über die Chronologie der relevanten Ereignisse zu erstellen: als Grundlage zum Nachdenken für uns und unsere Leser darüber, was das alles zu bedeuten hat, welche Absichten damit von wem verfolgt…

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Guck’ mal, noch ein Jude!

Nicolás Maduro

Nicolás Maduro

Von Tanstaafl, übersetzt von Deep Roots. Das Original Peekaboo, Another Jew erschien am 16. Mai 2013 auf Age of Treason.

Eine Erinnerung aus Venezuela bezüglich der kryptischen, biologischen Natur der jüdischen Identität. Venezuelas “antisemitischer” Führer gibt jüdische Abstammung zu, The Times of Israel, 13. Mai 2013:

In einer interessanten Wendung sagte [Nicolás] Maduro, der politische Nachfolger des verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez, der Presse letzte Woche, daß er selbst von sephardisch-jüdischen Vorfahren abstamme.

„Meine Großeltern waren Juden, aus [sephardischem] maurischen Hintergrund, und konvertierten in Venezuela zum Katholizismus… Die Mutter von [Kommunikations- und Informationsminister] Ernesto Villegas kommt ebenfalls aus einem ähnlichen Hintergrund“, sagte Maduro letzte Woche.

„Aber“, sagte er, „wenn es ein Volk gibt, das eine reiche sozialistische Tradition hat, dann ist es das jüdische Volk… Wir respektieren ihre Geschichte.“

Er sagte, die Leute, die Juden während des Holocaust hassten und töteten, waren Mitglieder der extremen Rechten, die auf den Ideen von Benito Mussolini und Adolf Hitler aufbauten, und keine Unterstützer der Ideale, die vom russischen Kommunistenführer Wladimir Lenin verfochten wurden.

„Karl Marx war ein Jude“, merkte er an.

Indem er linke/rechte Einstellungen als projüdisch/antijüdisch darstellt, behauptet Maduro nicht nur, daß Juden zählen, sondern auch, daß er sich mit ihnen als Volk identifiziert, sowohl biologisch als auch ideologisch, und sich nicht nur durch Abstammung auf ihrer Seite sieht, sondern auch in seiner Sicht auf Geschichte und Politik.

Der Artikel ist in diesem Punkt vage, aber Maduros Großeltern stammen, wie andere von „ähnlichem Hintergrund“ höchstwahrscheinlich von Juden ab, die den Judaismus zuletzt vor mindestens 500 Jahren offen praktizierten. Nach der „Konversion“ gelang es solchen Kryptojuden auf wundersame Weise irgendwie, etwa 25 Generationen hindurch einen Partner zu identifizieren und eine Familie mit „ähnlichem Hintergrund“ aufzuziehen.

Die Geschichte der kryptojüdisch-hispanischen Sephardim vermittelt die übliche jüdische Erklärung für dieses bemerkenswerte Phänomen:

Die Erfahrung der Krypto-Juden in der westlichen Hemisphäre war eine Litanei des Leidens, der fortwährenden Furcht, gesellschaftlicher, politischer, beruflicher und religiöser Unterdrückung und des Mordes. Erst in den 1850ern wurde die Inquisition in Mexiko endlich offiziell beendet, und anderswo ein wenig früher, jedoch gingen offene Diskriminierung und Fälle von willkürlichem Lynchen und Mord in dem, was wir nun „Lateinamerika“ nennen, bis weit in die 1950er weiter.

Das Endergebnis von annähernd tausend Jahren der Verfolgung und Ermordung der spanischen und portugiesischen Juden (minus der dreihundert Jahre des “Goldenen Zeitalters”) führte dazu, daß viele Familien, die in die Neue Welt einwanderten, Krypto-Juden wurden, während sie ihr öffentliches Leben als Katholiken führten. In den Amerikas kehrten manche der Krypto-Juden wieder zu ihrer offenen jüdischen Identität zurück, nur um ein paar Jahre später herauszufinden, daß die Inquisition ihnen in ihre neue Heimat gefolgt war, und sie waren wieder zum Untertauchen gezwungen. All diese Menschen, die „Conversos“ oder „Neuen Christen“ waren gezwungen, sich dem Katholizismus zu unterwerfen, daher werden sie auf Hebräisch als „Anusim“ oder „die Gezwungenen“ bezeichnet.

Es sind annähernd fünfzehnhundert Jahre seit dem Auftauchen von Krypto-Juden auf der Iberischen Halbinsel, und fünfhundert Jahre, seit das Krypto-Judentum in die Amerikas zog. Heute finden wir eine große kryptojüdische Präsenz in der ganzen westlichen Hemisphäre. Niemand weiß sicher, wie viele es wirklich gibt, jedoch sind allein in Brasilien geschätzte 10 bis 25 % der Gesamtbevölkerung Krypto-Juden, was etwa 15 bis 40 Millionen Menschen bedeutet.

Während nicht alle Menschen von kryptojüdischer Abstammung zu dieser Zeit bereit sind, die Herausforderung zu akzeptieren und zu einem voll jüdischen Leben zurückzukehren, gibt es Tausende, wenn nicht Millionen, die hungrig danach sind zu lernen und sich wieder als Juden mit G-tt zu verbinden.

Drei Dinge gibt es hier anzumerken:

Judentum hat mehr mit genetischer Abstammung und einem Bewußtsein von sich selbst, ob heimlich oder nicht, als Jude zu tun. Religion liegt in der Rangfolge irgendwo unter beidem.

Die jüdische Version der Geschichte ist eine einseitige „Litanei des Leidens, der fortwährenden Furcht, gesellschaftlicher, politischer, beruflicher und religiöser Unterdrückung und Ermordung“ von Juden. Juden zufolge erhält immer der Andere die volle Schuld, welche Dummheit Juden auch begehen, einschließlich dafür, daß Juden sich verkleiden.

Die Periode, die Juden als ihr “Goldenes Zeitalter” betrachten, fand während der maurisch-moslemischen Besetzung Spaniens statt. Aus der Perspektive von Juden sind, wie schlimm auch immer die Moslems gewesen sind, europäische Christen immer schlimmer gewesen.

Das maurische Spanien: Ein erfolgreiches multikulturelles Paradies? (Teil 2)

Von F. Roger Devlin; Original: Moorish Spain: A Successful Multicultural Paradise? Part 2, erschienen am 28. März 2016 auf The Occidental Observer.

Übersetzung: Lucifex

Fortsetzung von Teil 1

Es ist schwieriger, verallgemeinernde Aussagen über die Situation der Juden im maurischen Spanien zu machen. Das westgotische Gesetz hinsichtlich der jüdischen Gemeinschaft war streng und darauf angelegt, sie mit der Zeit zum Verschwinden zu bringen. Dementsprechend bildeten die Juden, wie oben erwähnt, eine Zweckallianz mit den moslemischen Invasoren. Jedoch war die Position der Juden im frühen maurischen Spanien selbst nach der Herabsetzung auf einen Dhimmi-Status (vor der Invasion der Almoraviden von 1085) günstiger, als sie es unter den christlichen Westgoten gewesen war.

Manche moslemischen Herrscher fanden es praktisch, jüdische Beamte anzustellen, nachdem sie anders als wohlgeborene Moslems gänzlich von der königlichen Gunst abhängig blieben und somit leicht zu kontrollieren waren. Daher wurde z. B. ein jüdischer Gelehrter namens Hasdai (gest. ca. 970) zum de-facto-Außenminister von Kalif Abd-al-Rahman III und war ein aktiver Wohltäter und Beschützer der jüdischen Gemeinschaft. Rabbi Samuel Ibn Naghrela (993 – 1056) wurde als Wesir des Herrschers von Granada zum mächtigsten Juden in der Geschichte des maurischen Spanien und erwarb sich den hebräischen Titel HaNagid („Der Fürst“).

Aber solche begünstigten Juden waren auch dem Groll der moslemischen Bevölkerung ausgesetzt. Es ist dokumentiert, dass Samuel Ibn Naghrela regelmäßig von einem moslemischen Kaufmann beleidigt wurde, wann immer er durch die Tore von Granada ritt. Sein Dienstgeber wurde zum Gegenstand eines satirischen Gedichtes:

Er hat einen Ungläubigen als seinen Sekretär ausgewählt,
als er, hätte er es gewollt, einen Gläubigen hätte wählen können.
Durch ihn sind die Juden groß und stolz geworden
und arrogant – sie, die zu den Elendsten gehörten.
Und wie viele würdige Moslems gehorchen demütig
dem abscheulichsten Affen unter diesen Schurken?

Naghrelas Sohn Joseph, ebenfalls ein hochrangiger Beamter, wurde bei den antijüdischen Unruhen getötet, die 1066 in Granada ausbrachen.

Rabbi Isaac Ibn Albalia entkam selbigen Ausschreitungen und wurde Hofastrologe des moslemischen Herrschers von Sevilla, al-Mutamid. Aber derselbe al-Mutamid kreuzigte einen jüdischen Gesandten, der von Alfons VI. von Kastilien geschickt worden war, weil ihm die Forderungen nicht gefielen, die der Mann überbrachte. Ganz eindeutig hat die gelegentliche aus eigennützigen Gründen erfolgte Anstellung jüdischer Beamter durch moslemische Herrscher nichts mit dem modernen Ideal der „religiösen Toleranz“ zu tun.

Moderne jüdische Historiker heben gerne die Karrieren mächtiger jüdischer Beamter im maurischen Spanien hervor, aber derselbe Zeitraum erlebte auch zahlreiche antijüdische Krawalle, Vertreibungen und Ermordungen. Wie der jüdische Historiker Bernard Lewis geschrieben hat: „Das Goldene Zeitalter der gleichen Rechte ist ein Mythos, und der Glaube daran war eher ein Ergebnis als eine Ursache der jüdischen Sympathie für den Islam.“ (Nota bene: Fernandez-Morera erwähnt in einer Fußnote, dass jüdische Arabisten eine wichtige Rolle bei der „Verbreitung eines enthusiastischen Bildes vom islamischen Spanien“ gespielt haben.)

Anders als Christen und Moslems genossen Juden dieses Zeitraums nie die Macht, andere Religionen zu verfolgen, aber dies sollte uns nicht zur Fehlvorstellung führen, dass sie „toleranter“ als die Moslems oder Christen der Zeit gewesen wären. Es gab jüdische – wenngleich nicht durchsetzbare – Gesetze, die es Nichtjuden verboten, in einem hypothetischen jüdischen Königreich öffentliche Ämter zu besetzen, sowie auch Nichtjuden verboten, jüdische Sklaven zu besitzen. Jüdische Schriften aus dem maurischen Spanien enthalten nicht nur wütende Anprangerungen sowohl des Christentums als auch des Islams, sondern auch von häretischen jüdischen Sekten wie die Karäer (die die Autorität des Talmud nicht anerkannten).

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Das maurische Spanien: Ein erfolgreiches multikulturelles Paradies? (Teil 1)

Von F. Roger Devlin; Original: Moorish Spain: A Successful Multicultural Paradise? Part 1, erschienen am 27. März 2016 auf The Occidental Observer.

Übersetzung: Lucifex

Andalusian-Paradise

The Myth of the Andalusian Paradise:
Muslims, Christians, and Jews under Islamic Rule in Medieval Spain

von Dario Fernandez-Morera
Wilmington: ISI Books, 2016

 

Der aus Kuba stammende Dario Fernandez-Morera ist Privatdozent für Spanisch und Portugiesisch an der Northwestern University. Er hat zuvor American Academia and the Survival of Marxist Ideas (1996) veröffentlicht, sowie zahlreiche Texte über die Literatur von Spaniens Goldenem Zeitalter.

In diesem neuen Buch greift er eine der meistgeschätzten Illusionen der antieuropäischen Linken an, nämlich, dass al-Andalus, oder das maurische Spanien (711 – 1492 n. Chr.) eine erfolgreiche multikulturelle Gesellschaft war, in der Christen, Juden und Moslems gemeinsam unter dem toleranten Auge aufgeklärter islamischer Herrscher eine Blütezeit erlebten. Diese angeblichen glücklichen Zeiten werden sowohl dem westgotischen Königreich, das ihnen voranging, als auch dem darauffolgenden Spanien der Inquisition positiv gegenübergestellt.

So populär ist das romantische Bild vom aufgeklärten moslemischen Spanien geworden, dass es von solch angesehenen Geschichtswissenschaftlern wie Barack Obama und Tony Blair öffentlich unterstützt worden ist. Tatsächlich haben die Europäer laut Prof. David Levering-Lewis eine goldene Gelegenheit verpasst, indem sie bei der Schlacht von Tours im Jahr 732 n. Chr. nicht verloren. Wenn nur Karl Martell unterlegen wäre, schreibt er,

wäre der nachrömische Okzident wahrscheinlich einem kosmopolitischen moslemischen regnum einverleibt worden, das unbehindert von Grenzen gewesen wäre… ohne eine Priesterkaste, beseelt vom Dogma der Gleichheit der Gläubigen, und respektvoll gegenüber allen religiösen Glaubensrichtungen.

In einer zweihundertvierzigseitigen Darstellung, untermauert durch sechsundneunzig eng bedruckten Seiten mit Fußnoten, zerstört Fernandez-Morera methodisch dieses optimistische multikulturelle Lehrbeispiel mittels zahlreicher Verweise auf die Primärdokumente: Schriften von Moslems, Christen und Juden, die tatsächlich unter der islamischen Herrschaft in Spanien lebten. Die Gesamtwirkung der Beweise, die er anführt, sollte genügen, um jedem unvoreingenommenen Beobachter zu beweisen, dass das maurische Spanien, wenn auch nicht schlimmer als andere moslemisch kontrollierte Gesellschaften seiner Zeit, auch nicht besser war.

Das erste, was man begreifen muss, ist, dass die moslemische Invasion von 711 n. Chr. nicht einem kulturellen Ödland die Aufklärung brachte:

Spanien stand länger unter römischer Kontrolle und römischem Einfluss als jedes westliche Land außerhalb Italiens und brachte mehr lateinische Schriftsteller und Kaiser hervor als jede andere römische Provinz. Die Westgoten waren das romanisierteste all der Völker, die das lateinische römische Reich übernahmen. Westgotische Führer sprachen Latein und hatten Generationen im militärischen und politischen Dienst an Rom verbracht.

Tatsächlich kamen westgotische Streitkräfte im Jahr 415 n. Chr. erstmals nach Spanien, um den Römern militärisch gegen weniger zivilisierte germanische Stämme wie die Sueben, Alanen und Wandalen zu helfen. Die drei folgenden Jahrhunderte sahen die allmähliche Vermischung der römischen und germanischen Elemente zu einer neuen christlichen, hispano-westgotischen Zivilisation. Zu den wichtigen Schritten in diesem Prozess gehörten die Zulassung von Mischehen zwischen Westgoten und Hispano-Römern durch die Gesetze von König Leovigild (Herrschaft 568 – 586) und die Bekehrung seines Sohnes und Nachfolgers Rekkared vom Arianismus zum katholischen Christentum, der Religion der einheimischen Mehrheit, im Jahr 589.

Die neue Zivilisation wies eine Fülle von sakraler Kunst und Musik auf, sowie

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Wie man nach Europa kommt – Anleitung für Senegalesen, Teil 1

Anm. d. Ü.: Der folgende Zweiteiler – französischer Originaltitel von Teil 1: Venir en Europe – mode d’emploi vom 9. Juni 2006/24. April 2007 – gibt etwas Aufschluss darüber, wie Senegalesen und vermutlich auch andere Afrikaner den Weg in die EU, insbesondere nach Frankreich finden. Er ist unzweifelhaft in satirischem und sogar zynischem und teilweise ordinärem Stil geschrieben, gibt aber vor, ein Ratgeber zu sein. Das ist er möglicherweise trotzdem. Oder eben auch nicht – das wird nicht vollkommen klar; die Seite Senegalaisement.com, auf der er erschienen ist, ist jedoch keineswegs eine Satireseite sondern eine Informationsseite über den Senegal und Frankreich. Darüber hinaus steckt ganz offensichtlich großes Wissen über beide Länder und mehr als nur ein Körnchen Wahrheit hinter dem satirisch aufgemachten Ratgeber.

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Es ist so weit!

Es ist Frühling 2007 und die schönen Tage kehren zurück! Nach einer Rekordzahl von Bootsüberfahrten während des Sommers 2006 haben die winterlichen Härten des Atlantiks die Zahl der Seereisen zu den Kanaren beträchtlich verringert. Aber der Monat Mai steht vor der Tür und man spürt bereits die Vorbeben dessen, was eine außerordentlich gute Saison 2007 werden wird. Mehrere Dutzende Boote sind bereits erfolgreich auf den Kanaren angelandet und trotz einiger unglückseliger Ärgernisse scheint sich für 2007 alles zum Besseren zu wenden.

Der alte spanische Latschen [Anm.d.Ü.: sapate=alter Latschen/ bezieht sich auf Ministerpräsident Zapatero=Schuhmacher] ist immer noch an der Macht, und die einzige Maßnahme, die er unternommen hat, um die faschistische Rechte Spaniens zum Schweigen zu bringen, war Geld für „Mikroprojekte“ im Senegal zu verteilen, damit die „Jugendlichen“ keine Lust mehr haben, illegal nach Europa aufzubrechen. Aber seien Sie versichert: Es handelt sich nicht um eine Maßnahme mit der Zielsetzung, von den Seereisen abzuschrecken, sondern nur um ein Geschenk, um die faschistische Rechte Spaniens glauben zu machen, der Rückgang der Überfahrten ginge auf seine Politik zurück und nicht auf winterliche Wetterbedingungen und Meeresströmungen.

Und jetzt begleitend zum lieblichen Frühling kommt eine schöne Blume in Gestalt der königlichen Prinzessin (Royal) zu uns! Unsere Freundin Ségolène, im Senegal geboren, hat es gerade in den zweiten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen geschafft und ihre Fähigkeiten überzeugen uns, dass sie im zweiten Wahlgang gewählt werden wird. Das lässt dann endlich hoffen, dass nach den faschistischen Schikanen der Jahre, in denen die Rechte an der Macht war, von Ségolène genauso wie von ihrem Bruder Zapatero, dem alten Latschen, Massen-Aufenthaltslegalisierungen eingeführt werden.

Es bleibt allerdings immer noch eine Herausforderung: Die Ankunft in Frankreich ist immer noch mit Fallstricken übersät, so schlimm wie die der Hobbits aus dem Herrn der Ringe. Wenn auch eine Wahl Ségolènes endlich sicherstellt, im Land der Menschenrechte seine Ruhe zu haben, so muss man doch immer noch erst mal hinkommen! Im vorliegenden Dokument zeigt Ihnen Senegalaisement.com die verschiedenen Wege auf, denen Sie dazu folgen können. Sechs verschiedene Pakete, je nachdem, in welcher Lage Sie sind, welchem Geschlecht Sie angehören, usw. Zum Ausdrucken und Verteilen im Senegal!

Gebären in Frankreich:

Paket Niederkunft

african-newbornNur Sie, glückliche Senegalesinnen können (naturgemäß!) dieses Paket nutzen. Frankreich praktiziert das Bodenrecht für Staatsbürger. Das bedeutet, dass Ihr Kind Franzose ist, wenn Sie es in Frankreich gebären, auch wenn es nur zufällig oder unabsichtlich ist; und auch dann, wenn Sie nicht ein einziges Wort französisch sprechen oder wenn Sie bei einem Zwischenstopp im Flughafen Charles de Gaulle niederkommen!

Da Ihr Kind Franzose ist, ist es unmöglich, Sie auszuweisen. Sie können von nun an „zu Hause“ bleiben und der Erhalt der Papiere für die Staatsbürgerschaft ist nur eine Frage der Geduld. —> GEWONNEN!!!

Chancenvergleich:
LONASE/PMU (Senegalesisches Lotto) 1 : 2 869 320 – Niederkunft in Europa 1 : 1

Vorteile:

  • Das Bekenntnis zu den Grundwerten Frankreichs und die Beherrschung der französischen Sprache sind nicht notwendig
  • Sicher und schnell
  • Preiswert
  • Umgehende Erlangung von Familienbeihilfen und sozialem Schutz (Krankenversicherung, Sozialhilfe, usw.)
  • Die Möglichkeit, weitere minderjährige Kinder aus dem Senegal zügig nachkommen zu lassen
  • Komfortable Flugreise

Nachteile:

  • Es ist notwendig, schwanger zu sein
  • Ein Touristenvisum ist erforderlich, was manchmal etwas schwierig zu erlangen ist
  • Unmöglich für Frauen nach den Wechseljahren und für Männer

Kosten für das Paket Niederkunft: 610 Euro (Charterflugticket, Pass, Visum)

Bootsüberfahrt:

Paket D-Day

bootSchiffsanlandungen auf den Kanaren sind eine gute Lösung für senegalesische Männer und grundsätzlich eher für die jüngeren geeignet, für die es sogar die beste ist, die in Betracht kommt. Im Gegensatz zu dem, was die westliche Presse Ihnen weismachen will, ist das Risiko gleich null, wenn die Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden. Am Omaha Beach in der Normandie sind diese D-Days nicht möglich; die Entfernung ist zu groß.

Die von Senegalaisement.com empfohlene Methode ist, dass die Gemeinschaft der Männer eines Dorfes sich für den Ankauf eines Bootes mit Motor zusammenfindet, indem sie ihre Ersparnisse in einen Gemeinschaftstopf, den man „Tontine“ nennt, einbringen.

Ein Boot mit 50 Plätzen und einem guten Motor (beachten Sie die Sicherheitstipps weiter unten!) kostet nicht mehr als 3 Millionen CFA-Francs (4.500 Euro), das sind lächerliche 90 Euro pro Passagier (60.000 CFA-Francs). Benzin, Nahrungsvorräte und Sicherheitsausrüstungen dürften sich auf allerhöchstens 150 Euro pro Passagier belaufen (100.000 CFA-Francs).

Auch gewisse senegalesische Schleuser bieten diese Reiseleistungen an. Es handelt sich dabei manchmal um Fischer, die ein Boot besitzen. Das sind natürlich keine uneigennützigen Wohltäter, und diese Lösung ist daher kostspieliger als der gemeinschaftliche Bootsankauf (man spricht von 300 Euro für eine Überfahrt Dakar – Fuerteventura.) Die Mehrkosten sollten Sie also zum Nachdenken anregen.

Die Ablegestellen befinden sich vor allem nördlich von Dakar (Kayar, Mboro, usw.). Ideal ist es, ein Ablegen von Saint-Louis ins Auge zu fassen, da Sie sich von dort aus näher an Ihrem Zielhafen befinden. Die senegalesische Marine ist angewiesen, die nationalen Hoheitsgewässer zu überwachen. Da die senegalesische Armee eher ehrbar und integer ist, ist es schwierig, sie zu bestechen. Auch die Wasserschutzpolizei ist vor Ort. Sie müssen also trotzdem die Kleinigkeit von 100.000 CFA-Francs (150 Euro) einplanen, da die Polizei aus Ratten besteht, die eine kleine Zuwendung von 10.000 CFA-Francs (15 Euro) pro Polizist als Gegenleistung dafür, die Augen zu verschließen, nicht verschmähen

WICHTIG: Sie dürfen auf gar keinen Fall Ausweispapiere mitnehmen. Nicht identifizierbar zu sein, ist der Schlüssel zum Erfolg!!! Wenn die faschistische europäische Polizei Ihre Nationalität nicht kennt, kann sie Sie nicht in Ihr Heimatland abschieben (weil sie das nicht kennt – für diejenigen, die es immer noch nicht begriffen haben). Selbst wenn 1.500 Afrikaner bei Nacht und Nebel an der Küste der Normandie in Booten anlegen, die in den Farben von Scheich Amadou Bamba bemalt sind und daher aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Senegal kommen, ist das kein Beweis. Und dank dem Roten Kreuz, Amnesty International oder der International League for Human Rights , sind Ihre Erfolgschancen nahe 100%, wenn Sie nur einige Tage nach Ihrer Ankunft durchhalten, ohne Ihre Identität preiszugeben. (Achtung: Die faschistische europäische Polizei wendet verschiedene Strategien an, um Sie reinzulegen).

ACHTUNG: Beim Paket D-Day sollte nicht gespart werden!!! Es ist unerlässlich, eine Schwimmweste für jeden Passagier dabei zu haben, sowohl für den Fall einer Havarie während der Überfahrt als auch für die Anlandung selbst, weil es dabei erforderlich werden kann, den feindlichen Linien nicht zu nahe zu kommen, sondern stattdessen schon etwas von der Küste entfernt ins Wasser zu springen. Darüber hinaus sollte alle notwendige Sicherheitsausrüstung vorhanden und geprüft sein, insbesondere die Seenot-Leuchtraketen, die – wenn sie während der Überfahrt nicht benötigt werden – zur Benachrichtigung anderer Boote über Ihren Erfolg dienen können.

Wenn die Anlandung geschafft ist, befinden Sie sich auf dem Territorium der Europäischen Union, innerhalb der Personenfreizügigkeit herrscht. Sie können sich das Land, in dem Sie sich niederlassen wollen, aussuchen. Das einzige Risiko besteht darin, nach einer Personenkontrolle 24 Stunden in einem Gefängnis verbringen zu müssen. Wir empfehlen Ihnen Frankreich und Belgien, die den Vorteil haben, französischsprachig zu sein (was natürlich nur ein Vorteil für Migranten ist, die französisch sprechen). Einige Hunderttausende Einwanderer (vermutlich mehr als eine Million), die sich für das Paket D-Day über die Kanaren entschieden haben (oder für das Paket Eiserner Vorhang – aus den guten alten Zeiten von Ceuta und Melilla) bewegen sich ohne jegliche Belästigung in diesen beiden Ländern.

Beim Paket D-Day über die Kanaren ist die nächste Etappe Spanien. Nach einem kurzen Aufenthalt in einem Auffanglager (Sie essen dort besser als im Senegal, Unterkunft und Verpflegung sind kostenlos und Sie können sogar telefonieren!!!) , wird Ihnen möglicherweise ein kostenloses Flugticket quer über den Kontinent (häufig über Madrid) von Zapatero bezahlt werden. (Sein Name leitet sich von dem Wort savate = frz. alter Latschen ab [Anm.d.Ü.: zapato= spanisch Schuh], ein Objekt, das er wünschenswerterweise in seinem dreckigen Maul balancieren sollte). Wenn Sie dieses Land verlassen wollen, ist die zweckmäßigste Ausreisemöglichkeit die Bahnlinie Port-Bou-Montpellier. Das ist gleichzeitig auch die preiswerteste Lösung. Überqueren Sie die Grenze zwischen Port-Bou (Spanien) und Cerbère (Frankreich) zu Fuß über die Hügel, denn im Zug gibt es zahlreiche Kontrollen. —> GEWONNEN!!! Sie haben ein Aufenthaltsticket und vielleicht sogar eine Staatsbürgerschaft gewonnen!!!

Ein kleiner Teil der Teilnehmer am Paket D-Day scheitert bei dem Vorhaben. Der Grund ist immer der gleiche: Ihre Nationalität kommt raus. Einer Ihrer Mitpassagiere oder Sie selbst haben sich verplappert, dass Sie Senegalese sind —> Fehlschlag, zurück zum Start.

canariesWissenswertes zu den Kanaren:

Teneriffa ist die schönste und am meisten touristisch erschlossene der Inseln. Es gibt zahlreiche Strände für die Anlandung und sie sind gut ausgestattet (Duschen, WCs, Liegestühle etc.) Las Palmas hat den Vorteil, dass die Insel landwirtschaftlich genutzt wird. Die zum Anlanden geeigneten Strände sind weniger zahlreich, aber für den Fall, dass Sie einige Tage Urlaub machen wollen, gibt es viele Felder – und auch viele Bananenstauden – wo Sie sich kostenlos verpflegen können. Achtung, Fuerteventura ist eine Wüsteninsel! Es gibt nur wenige Verpflegungsmöglichkeiten und die Anlandung ist auch schwieriger. Diese Insel ist die am wenigsten empfehlenswerte für das Paket D-Day. Lanzarote ist die nördlichste der Inseln. Wählen Sie sie nur, wenn Sie Arrecife und die hübschen kleinen Fischerdörfer oder die Kirche aus dem 17. Jahrhundert besuchen wollen.

Chancenvergleich:
LONASE/PMU (Senegalesisches Lotto) 1 : 2 869 320 – Paket D-Day 91 : 100

Vorteile:

  • Das Bekenntnis zu den Grundwerten Frankreichs (oder eines anderen europäischen Landes) und Sprachkenntnisse sind nicht notwendig
  • Relativ sicher
  • Sehr preiswert
  • Touristische Eindrücke verschiedener Länder inbegriffen (vergessen Sie nicht Ihren Fotoaparat in einer Plastikhülle)
  • Kein Reisepass erforderlich (es wird sogar davon abgeraten)
  • Die Möglichkeit, während der Reise Freundschaften zu anderen Reisenden zu knüpfen

Nachteile:

  • Unkomfortable Reise
  • Lange Reisedauer und lange Zeit für Identifikation und in Abschiebehaft
  • Ungewissheit über das Etappenziel (Madrid, Barcelona, Malaga?)
  • Leichte Schwierigkeiten beim Überqueren der verschiedenen Grenzen
  • Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche während der Zeit, in der Sie noch ohne Papiere sind (Achtung: Es ist ratsam, die Lokalpresse zu lesen, um auf dem Laufenden zu sein, welches Land aktuell Aufenthaltslegalisierungen plant, um von diesen Spezialangeboten zu profitieren)

Kosten für das Paket D-Day: 190 Euro bis 380 Euro (gemeinsamer Bootsankauf bzw. Schleuser plus jeweils 10€ Telefonkosten)

Heiraten:

Paket Hochzeit

(Wenn Sie nach den drei folgenden Zeilen Brechreiz verspüren, lesen Sie nicht weiter oder lesen Sie unter (1) am Ende dieses Pakets nach.)

EheringeDas ist die sicherste und am wenigsten kostspielige Methode, egal ob Sie Senegalese oder Senegalesin sind.

Der Senegal empfängt jedes Jahr eine immer weiter steigende Zahl von alten Schlampen (1). Ihre Naivität ist krass. Ein enorm großer Teil dieser alten Schlampen hat sich dazu entschieden, ein Leben als Vollkommenbefreitefrau zu führen. Aber nach 45 Wintern merken sie, dass ihre Titten schon lange nicht mehr reizvoll für die bessere Gesellschaft Europas sind. Die Möglichkeit, ihre Bürokolleginnen zu beeindrucken und ihr mittelmäßiges Leben nicht als einsame alte Schlampen zu beenden, lässt sie die Verbindung mit einem jungen Senegalesen in Betracht ziehen. Das ist Ihre Chance!

Es ist allerdings dafür notwendig, sich regelmäßig in Touristengegenden (Saly, Gorée, La Somone, Nianing, usw.) aufzuhalten. Sich den großen Hotels zu nähern, ist unerlässlich. Beim Anblick einer alleinstehenden alten Schachtel ab 38 heißt es, nicht zu zögern, und ihr Komplimente über ihr Aussehen zu machen, einschließlich über ihre Brüste, auch wenn diese die Festigkeit eines norwegischen Omelettes haben. Die Kontaktaufnahme kann recht schnell vor sich gehen. Die alte Schlampe ist verzweifelt, weil sie schon seit vielen Jahren vergeblich einen Ehemann in Europa gesucht hat. Sie errötet mit gesenktem Kopf —> GEWONNEN!!!

Während Sie auf Ihre Abreise warten, fordern Sie in regelmäßigen Abständen Geldüberweisungen durch Western Union. Nutzen Sie dazu alle Vorwände, die Ihnen in den Kopf kommen. Die alten Schlampen sind dumme Kühe und zahlen üblicherweise ohne Widerrede. Bringen Sie zum Beispiel vor, dass Sie Geld brauchen, um mit dem Taxi zur Botschaft zu fahren oder dass Ihre Mutter Medikamente braucht. Wenn die alte Schachtel eine außerordentlich dumme Kuh ist, sagen Sie ihr, dass es vor Ihrer Abreise notwendig ist, einen Ochsen zu opfern, um Ihren Ahnen für die Verbindung mit ihr zu danken. Zögern Sie jedoch nicht, originelle eigene Ideen zu finden oder ganz im Gegenteil auch haarsträubende alte Betteltricks: Wie sagte dieses Arschloch Chirac noch gleich: „Je dicker aufgetragen, desto besser!“

Wenn Sie in Europa angekommen sind, geben Sie nicht der Versuchung nach, sich sofort zurückzuziehen. Sie müssen eine gewisse Zeit abwarten, bis alle Formalitäten erledigt sind. Diese Wartzeit wird Ihnen lang vorkommen, aber das Ziel ist ein erfreuliches: Sie werden die Staatsbürgerschaft bekommen!

Die Wartezeit wird Ihnen deshalb lang vorkommen, weil sich die Leute natürlich fragen werden, was eine alte Schlampe von 40 bis 50 oder gar 60 Jahren mit einem schönen muskulösen Senegalesen von 20 oder 30 Jahren anfängt. Sie werden sich nach Ihnen umdrehen, denn Sie müssen wissen, die alte Schlampe wird oft ihren neuen senegalesischen Ehemann überallhin mitnehmen wollen (ihn bei ihrer Familie, den Kolleginnen, in der Bäckerei etc. vorzeigen wollen). Außerdem mag es schon schwergefallen sein, 15 Tage lang während ihres Urlaubs in Saly mit ihr zu schlafen, aber jede Nacht das Bett mit ihr zu teilen, könnte sich als noch problematischer herausstellen. Senegalaisement.com empfiehlt Ihnen daher, grundsätzlich das Licht auszumachen und sich vorzustellen, dass Sie bei Ihrer ersten Frau oder Ihrer Verlobten sind, die im Senegal zurückgeblieben ist. Im Extremfall können Sie ihr ein Kissen auf die Fresse drücken – achten Sie aber darauf, dass Sie sie nicht ersticken, und sagen Sie ihr, das sei eine senegalesische Tradition.

Das ist nichts weiter als eine kurze schlechte Zeit, die vorübergeht! Sobald Sie die Aufenthaltserlaubnis haben, können Sie sich davonmachen. Sie können aber auch versuchen, eine jüngere und attraktivere zu finden, die sie beherbergt und durchfüttert. Erkundigen sie sich aber zuvor nach der Gültigkeit Ihrer Aufenthaltserlaubnis, denn es wäre schade, wenn Sie deswegen ausgewiesen werden würden und wieder auf dem Stand „alte Schachtel in Saly auftreiben“ anfangen müssten.

Wenn Sie ein Humanist sind, stellen Sie sich vor, dass Sie ihr einen Dienst erweisen. Es wird ihr eine Lehre sein. In Zukunft wird sie in die Kirche gehen und vielleicht einen etwas weniger verdorbenen Lebenswandel führen. Wenn sie sich bei ihren Bürokolleginnen ausheult, wird sie diesen als schlechtes Beispiel dienen, dem es nicht zu folgen gilt. Sie haben somit also ihre Einwanderungsmission erfolgreich abgeschlossen und ihr sogar noch einen Dienst erwiesen!!! Bravo!

Tipp: Senegalaisement.com rät Ihnen, stets ein Kondom zu benutzen, es sei denn, Sie sind an eine alte Schlampe mit entfernter Gebärmutter geraten.

Wissenswert: (guter Rat von Senegalesement.com) : Für diejenigen, die das Internet bedienen können, bahnt sich eine noch schnellere und auch vergnüglichere neue Technik der Kontaktaufnahme mit alten Schlampen via Internet (Chatroom, Forum, Kleinanzeigen etc). an. Nach dem Austausch einiger Emails werden die dümmsten Kühe bereits geneigt sein, Ihnen Geld über Western Union zu schicken. Es ist sogar möglich, ihre Ankunft im Senegal zum Zweck der Eheschließung in der Botschaft einzuplanen, ohne das schlaffe Fleisch dieser alten Schachteln auch nur anfassen zu müssen. Das Internet ist aus zwei Gründen die Methode der Zukunft:

  1. Das Internet wird immer billiger und immer weitreichender verfügbar im Senegal
  2. Die Zahl derjenigen, die sich für ein Leben als Vollkommenbefreitefrau entschieden haben und 10 Jahre vor den Wechseljahren feststellen, dass sie immer noch alleinstehend sind, nachdem sie sich ihr ganzes beschissenes Leben lang haben bespringen lassen, ist im Steigen begriffen. (die Flurschäden, die die Zeit hinterlässt, werden trotz der Produkte von L’Oreal und Garnier Jahr für Jahr schwieriger zu bereinigen). Die starke Generation der derzeit Dreißigjährigen erreicht in den kommenden 5 bis 8 Jahren den Status alte Schlampe, die nicht alleine bleiben will. —> Sie sind die Lösung!

Chancenvergleich:
LONASE/PMU (Senegalesisches Lotto) 1 : 2 869 320 – Paket Hochzeit 23: 100 (Zahlen für Saly)

Vorteile:

  • Das Bekenntnis zu den Grundwerten Frankreichs und die Beherrschung der französischen Sprache sind nicht notwendig
  • Null Investitionen notwendig
  • Sichere Methode
  • Zahlungseingänge über Western Union während der Wartezeit (Sie können während dieser Zeit mehrere Verbindungen gleichzeitig eingehen)
  • Komfortable Flugreise
  • Freie Unterkunft, Verpflegung und Besorgung der Wäsche vom Tag der Ankunft an

Nachteile:

  • Sie müssen mit einer alten Schlampe schlafen, die 10, 20 oder gar 30 Jahre älter ist als Sie
  • Sie müssen mit mehreren alten Schlampen schlafen, bis sie eine finden, die dumm genug ist, Sie mitzunehmen
  • Sie müssen sich mit ihr auf der Straße sehen lassen sowie überall dort, wo sie Sie vorzeigen will (Büro, Supermarkt, etc.)
  • Sie müssen sich von morgens bis abends ihre Liebeserklärungen anhören
  • Ihre Freunde im Senegal werden sich ein bisschen über Sie lustig machen
  • Ihre erste Frau, deren Existenz Sie verschwiegen haben, verzeiht Ihnen möglicherweise nicht

Kosten für das Paket Hochzeit: 10 Euro (Preis für ein Taxi von Mbour nach Saly )


(1) Ich [der Autor des Originalartikels!]habe gezögert, den Begriff „alte Schlampe“ zu gebrauchen. Und zwar, weil es – obwohl das zweitrangig ist – manche Personen schockieren könnte, vor allem jedoch könnte der Gebrauch des Begriffs manche Leser irreführen. Ein nicht vernachlässigbarer Teil dieser Frauen sind vor allem Opfer, die schlicht und einfach naiv genug sind, sich reinlegen zu lassen. Opfer des Lebens, Opfer einer Gesellschaft, die das Altern nicht akzeptiert, Opfer ihrer metaphysischen Nichtigkeit oder manchmal einfach nur Opfer einer unerbittlichen Einsamkeit: Sie glauben an nichts mehr. Die Lektüre eines so harten Textes wird ihnen, so hoffe ich, einen Dienst erweisen. Ein kleiner Kummer darüber, dass man seine Jugend vergeudet hat, ist besser als ein großer Liebeskummer, denn in Nord-Süd-Richtung handelt es sich häufig um Liebe, in der umgekehrten Richtung ist das seltener…

Wenn es sich nun aber wirklich um eine „alte Schlampe“ (im Wortsinn) handelt, die sich einen Gigolo zum Vergnügen aufgabelt, stellt sich die Situation amüsanter dar und man kann nur mit beiden Händen Beifall klatschen. Denn anstatt schlaffes Mitleid hervorzurufen, wird sie wenigstens schlimmstenfalls Amüsement hervorrufen und bestenfalls sogar Bewunderung. Und es wird uns beruhigen, zu glauben, dass das der typischere Fall ist (ich zweifle allerdings etwas daran). Eine Frau, die ihr Geld denen gibt, die von der Naivität der Leute profitieren, ist immer angenehm zu sehen….

Studieren und nicht mehr zurückgehen:

Paket Student

les-etudiants-afroDie empfohlene Methode für junge Abiturienten und Universitätsstudenten.

96,5% der Studenten kehren nie mehr zurück, um sich in ihrem Heimatland niederzulassen.

Das ist der prestigeträchtigste Weg, den Senegal zu verlassen!

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