Star Dreck 10: Terminator

Von Dunkler Phönix (ursprünglich veröffentlicht am 6. September 2015 auf „As der Schwerter“; hier nur mit dem ersten Bild nachveröffentlicht, da die anderen in der mir zur Verfügung stehenden Quelle nicht erhältlich waren, plus zwei von mir eingefügten Bildern von Lena Headey als Sarah Connor)

Star Dreck 10: Terminator – eine Abrechnung

Explikation:

Ich bin seit Jahren ein großer Fan des „Terminator“-Stoffes. James Cameron hat diesen Stoff von dem jüdischen Autoren Harlan Ellison übernommen, aber mehr oder weniger „sein eigenes Ding“ daraus gemacht. Nach Klagen von Ellison wird dieser im Abspann des ersten Teiles erwähnt. Auf jeden Fall ist das „Terminator“-Universum es wert, als 10. Teil unserer „Star Dreck“ Reihe sozusagen ein Jubiläum zu zelebrieren.

Es gibt mittlerweile fünf „Terminator“-Filme, das Original T1 (1984) mit Arnie als dem „Bösen“, T2 „Judgement day“ (1991) mit Arnie als umprogrammiertem Roboter, der auf der Seite der Menschen kämpft, T3 (2003) mit Kristanna Loken als „Terminatrix“ und Arnie in der gleichen Rolle wie in T2, T4 „Salvation“ (2007) mit Christian Bale und T5 „Genesys“ (2015) wieder mit Arnie und Daenerys Targeryen, äh, ich meine Emilia Clarke.

Zusätzlich gibt es die Serie „Terminator – the Sarah Connor Chronicles“ (2008-09) mit Cersei, respektive Lena Headey und Summer Glau aka „River“ von Firefly.

Lena Headey als Sarah Connor

Auch dieser Artikel ist düster und voller Spoiler, wer die erwähnten Filme und Serien noch nicht gesehen hat und sie sich nicht verderben lassen möchte, der sei gewarnt (bei dem neuesten Film T5 habe ich allerdings versucht nicht allzuviel zu spoilern).

Die Serie gab den Anlass dazu, diesen Artikel zu schreiben, deshalb beginne ich mit ihr – und mit meiner Hauptthese.

Hauptthese:

Zwar werde ich sowohl auf die allfällige Rassenpropaganda eingehen, die in Filmen wie Serien nicht ausbleibt, als auch über Zeitreiseparadoxa und verschiedene andere Aspekte des Stoffes schreiben, aber hauptsächlich geht es bei Terminator – so wage ich zu behaupten – darum, uns Angst vor der Technik zu machen.

Nun erscheint diese These einerseits trivial, weil es so viele Filme gibt, die dieses Thema aufgenommen haben (allen voran die Matrix-Trilogie) und andererseits auch irgendwie falsch, weil die JWO ja anscheinend nichts lieber möchte, als dass wir Sklaven der Technik werden. Uns dagegen zu wehren wäre, so scheint es, so wie der Kampf von John Connor und seiner Mutter Sarah gegen das KI- Programm „Skynet“, das im „Terminator“ Universum in naher Zukunft die Menschheit per Atomkrieg mehr als halbieren und den Rest versklaven wird.

Die Filme und Serien tun alles dafür, dass wir uns mit den Connors und ihrem Kampf gegen die künstlichen Lebensformen, welche die Menschheit auslöschen wollen, identifizieren, und ihr Kampf ist ein verzweifelter, aussichtsloser, so wie der unsere. Die Allmachtsgelüste von Skynet erinnern an die Allmachtsphantasien unserer „Freunde“ und die Massentötungen in Gulags, die in der düsteren Zukunft Alltag sind, scheinen mir ebenfalls eine fixe Idee genau dieses Personenkreises zu sein.

Für Nichtkenner des Stoffes verspreche ich, dass ich alles sagen werde, was man zum Verständnis braucht und alle unwichtigen Details verschweigen werde. Und zumindest der Abschnitt über Zeitparadoxa ist auch unabhängig von „Terminator“ interessant.

Zwar habe ich schon immer geargwöhnt, dass auch hinter „Terminator“ keine gute Absicht, sondern böswillige Vernichtungspropaganda steckt, aber erst das Anschauen der ersten Folgen der Serie „SCC“ hat mir das wirklich klar und bewusst gemacht – vielleicht, weil die Filme in dieser Hinsicht subtiler sind, vielleicht weil die Intentionen der verschiedenen Produzenten nicht die gleichen waren.

Es gibt drei Aspekte der durch „Terminator“ induzierten Technikphobie:

  1. Die Angst davor, dass KI sich zu einer dem Menschen gleichwertigen oder sogar überlegenen Intelligenz entwickelt
  2. Die Angst vor einer atomaren Apokalypse
  3. Die Unausweichlichkeit dieser Apokalypse

Ad 1:

Damit eine künstliche Intelligenz mit dem Menschen mithalten kann, muss sie Bewusstsein entwickeln. Die KI in „Terminator“ mit der Bezeichnung „Skynet“ tut genau das (was das genau bedeutet vgl. Abschnitt „Bewusstsein“). Die Angst davor, dass Maschinen die „besseren Menschen“ sind oder zumindest in handfeste Konkurrenz zum Menschen treten werden, wenn sie erst weit genug entwickelt sind, behandeln auch viele andere Filme, z.B. „Matrix“ und „I Robot“ und sie beschäftigt ebenfalls die Philosophen, die unter den Stichworten „Posthumanismus“ und „Transhumanismus“ diskutieren, inwiefern wir uns durch Technik zu Übermenschen machen können und ob es möglich ist, ein menschliches Bewusstsein in einen Computer hochzuladen.

Hinter all diesen Überlegungen steckt nicht nur die Angst, nicht mit der Technik mithalten zu können, sondern vielmehr auch die in „Matrix I“ vom „Agenten Smith“ treffend zusammengefasste negative Ansicht des Menschen:

„Ihr seid ein Virus.“

Mit „dem Menschen“ ist natürlich „da wait Män“ gemeint, was im zweiten und dritten Teil von „Matrix“ mehr als evident wird (und im ersten Teil wird es auch schon angedeutet).

Auch in „Terminator“ erscheint – hier ebenfalls nicht direkt ausgesprochen, aber spürbar – die weiße Zivilisation als Urheber der Technik und damit als Schuldige am Weltuntergang. Wenn der weiße Mann seine Hybris bezähmt hätte, dann müsste nicht die ganze Menschheit leiden…

Ad 2:

Wie auch in „Matrix“ gibt es in „Terminator“ die atomare Apokalypse, die durch den Krieg zwischen Menschen und Maschinen ausgelöst wurde. Nach dieser Apokalypse gibt es zwar noch Menschen, aber kaum noch Hoffnung. Alle hungern und müssen fürchten, auch von den Maschinen kaltgemacht zu werden. Wie schön wäre es, wenn hier nur das „Trauma“ des kalten Krieges verarbeitet worden wäre, in dem es angeblich mehrmals dazu kam, dass die Führer der ersten und zweiten Welt beide Welten, und die dritte dazu, vollständig in die Luft jagen wollten.

Leider sieht es eher so aus, dass die kommende Apokalypse als reale Option in unsere Köpfe gehämmert werden soll.

Ad 3:

Und ja – sie ist auch noch unausweichlich. Alles, was die Connors tun, um zu verhindern, dass der „Tag der Abrechnung“ passiert, ist sinnlos. Mögen sie die Firma Cyberdyne tausend Mal in die Luft jagen, Skynet wird einen Weg finden.

SCC – der Anlass

In der dritten Folge von SCC denkt Sarah über Wissenschaftler nach. Man sieht sie in einem Traum, in dem sie Oppenheimer, Heisenberg und einige andere Atomphysiker, welche die Atombombe entwickeln, erschießt – natürlich mit dem Ergebnis, dass die Männer wieder aufstehen, Terminatoren sind und Sarah töten, woraufhin sie aufwacht. Sie erzählt mit ihrer Off- Stimme die Geschichte von dem Amerikaner, der 1943 einen Vortrag von Heisenberg anhörte und ihn für den VS- Geheimdienst erschießen sollte, falls er an der Entwicklung der „Bombe“ dran sein sollte. Ohne Übergang nennt sie dann den 16. Juli 1945 und die überlieferten Zitate von Oppenheimer und Co.

Genau an dieser Stelle der Serie wurde mir klar, dass „Star Dreck 10“ über „Terminator“ gehen würde, auch wenn es der längste Star Dreck Artikel werden würde, den ich je geschrieben habe, weil es so viele Aspekte des Stoffes gibt.

Denn Heisenberg, soviel ist trotz verfälschter Geschichtsschreibung ja bekannt, war entsetzt davon, dass die „amerikanischen Kollegen“ (die fast alle Juden waren!) das Projekt, von dem die deutschen Physiker immer Abstand genommen hatten, durchgezogen hatten

Es gibt einige Hinweise darauf, dass deutsche Forscher ohne Heisenbergs Wissen eine deutsche Bombe gebaut haben, Hitler sie aber nicht eingesetzt hat (höchstwahrscheinlich deshalb, weil er ja das personifizierte Böse war und die Atombombe mit ihrer Massenwirkung ihm einfach zu unpersönlich erschien…).

Für den mit der Geschichte der Physik nicht vertrauten Zuschauer ergibt diese Erzählung aus dem Off von Cersei – Verzeihung, Sarah – aber die Kette: „Heisenberg- Oppenheimer- Atombombe- Bumm.“

Gelinde gesagt ist das irreführend.

In der gleichen Folge geht es um einen Schachcomputer, der angeblich „Launen“ hat, also eine Vorstufe der KI von Skynet. Sarah versteht zunächst nicht die Bedeutung dieses Schachautomaten, bis John ihr erklärt, dass Einstein auch Schach gespielt hat (ich habe nur gedacht „ja, klar, hat der das, ungefähr so gut wie meine sechsjährige Nichte!“).

Die Serie ist eher schwach und wurde wegen mangelndem Interesse auch nach zwei Staffeln abgesetzt. Summer Glau und Lena Headey spielen ihre Rollen zwar sehr gut, aber die Storyline ist ziemlich dünn und irgendwann nervt es auch, wenn der hunderste Terminator und der tausenste Widerstandskämpfer aus der Zukunft auftaucht, um das Schicksal zu ändern. Ich habe die Serie noch nicht zu Ende angesehen, aber ich bezweifle, dass ich mein Urteil darüber noch ändern werde.

Da der schlaue Cop mal wieder ein Neger ist, übrigens einer mit dieser auffallenden Kopfform, von der Strom redet, war ich ab diesem Moment „angefixt“ und habe mich noch einmal durch den kompletten „Terminator“ Stoff gewühlt, um den interessierten Lesern einen Überblick zu geben.

T 1: „Der Horror!!!“

„Terminator“ ist ein Meilenstein des SF- Kinos, ein absolut gelungener Brei aus Science- Fiction, Drama und Horrorfilm. Der titelgebende Androide (in allen Filmen fälschlich als Cyborg bezeichnet) sucht Sarah Connor und auch der Gute, Kyle Reese, ein Mensch, sucht nach ihr. Der Film lässt bis zu der Szene, wo beide zeitgleich auf Sarah stoßen, offen, ob Kyle auch ein „Böser“ ist und es wird auch erst in der ersten Konfrontation von Terminator und Kyle klar, dass Arnie eine Maschine ist.

Kyle kommt aus der Zukunft, er hat den Atomkrieg, der nicht von den Menschen, sondern vom Computerprogramm Skynet angezettelt wurde, überlebt und kämpft nun gegen die Maschinen. Sein Anführer ist John Connor – Sarahs Sohn, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht gezeugt ist.

Der John der Zukunft hat Kyle in die Vergangenheit geschickt, denn kurz bevor sie Skynets Basis gestürmt haben, hat Syknet einen „Terminator“ (menschliches Gewebe über Endoskelett, so konstruiert als Infiltrator menschlicher Widerstandsnester) in der Zeit zurück geschickt, um Sarah zu töten, bevor sie John gebären kann und somit die Zukunft zu verändern.

Der Terminator verfolgt die beiden unerbittlich und lässt sich immer nur zeitweise mit brutalsten Mitteln aufhalten, repariert sich schnell selbst und geht wieder auf die Jagd. Zwischendurch haben Kyle und Sarah kurz Zeit, ins Bett zu hüpfen und John zu zeugen, was das ganze Zeitreisedilemma noch verwirrender macht.

Selbst ein explodierender LKW hält den Terminator nicht auf, ohne die menschliche Hülle, nur noch als Endoskelett, verfolgt er die beiden in eine Fabrikhalle, tötet Kyle Reese, der ihn dabei in zwei Hälften sprengt und kriecht dann hinter Sarah her, die ihn endlich in einer Müllpresse zerquetscht.

Am Ende des Films sieht man Sarah, schon mit dickem Bauch, auf dem Weg nach Mexiko. Der Tankwart sagt, dass ein Sturm aufkommt und sie antwortet nur „ich weiß“ und fährt los.

Der Film ist an Düsternis kaum zu überbieten, beeindruckend fand ich vor allem Kyles Träume von der Zukunft, die er ja selbst erlebt hat, wo die „Hunter- Killer“ Flugzeuge Jagd auf Menschen machen und riesige robotische Panzerfahrzeuge über Berge von Totenschädeln fahren.

Auch der Terminator selbst ist der perfekte „Villain.“ Eine Maschine, die kein Erbarmen kennt, nicht müde wird, niemals an ihrer Mission zweifelt. Das Horrorelement von „Terminator“ ist vor allem das Metallskelett, das im Showdown einfach nicht kaputt zu kriegen ist.

Zeitreisen

Obwohl die Idee mit den Zeitreisen natürlich zunächst genial ist und auch in anderen Filmen (Zurück in die Zukunft, Butterfly Effect, um nur zwei zu nennen) funktioniert, ist sie in sich sehr unlogisch.

Das bekannte „Großvaterparadoxon“ beschreibt das Problem mit dem Zeitreisen am Besten. Mann reist in der Zeit zurück und erschießt aus irgendwelchen Gründen seinen Opa. Opa kann Papa nicht zeugen und Papa kann Mann nicht zeugen, ergo kann Mann auch nicht in die Vergangenheit reisen und Opa erschießen. In der Zeichentrickserie „Futurama“ löst der Antiheld Fry dieses Paradoxon (nachdem er seinen Opa aus Versehen getötet hat), indem er selbst mit seiner Großmutter seinen Vater zeugt.

Skynet ist eine Maschine und müsste sich eigentlich folgendes ausrechnen können: Skynet schickt Terminator, um Sarah zu töten. Sarah gebiert John nicht. John wird nicht Anführer des Widerstands gegen Skynet, weil er gar nicht geboren wurde. Skynet hat keinen Anlass, einen Terminator in die Vergangenheit zu schicken, um Sarah zu töten. Wahrscheinlich ist Skynet beim Verharren in dieser logischen Schleife eine Sicherung durchgebrannt und es hat achselzuckend den Terminator trotzdem geschickt…

Es gibt innerhalb des Terminator-Universums zwei Theorien zu diesem Zeitparadoxon: Die eine Theorie, die anscheinend nicht nur von Kyle Reese und später Sarah vertreten wird, sondern auch von Skynet selbst, ist, dass wir unseres eigenen Schicksals Schmied seien. D.h. obwohl es handfeste Beweise dafür gibt, dass es den Tag der Abrechnung geben wird und Skynet seinen Krieg gegen die Menschen führen wird (nämlich in der Gegenwart rumlaufende Terminatoren und Widerstandskämpfer), kann man das alles verhindern, was John in T3 und Sarah in T2, T5 und SCC auch versucht (und auch Skynet versucht umgekehrt, John Connors Wirken zu verhindern, indem er dessen früheres Ich erledigt).

Die zweite Theorie ist, dass der Tag der Abrechnung unausweichlich ist, wie in T3 vom Modell „T 850“ (Arnie) vertreten. Mehr dazu unter „Schicksal.“

Eine weitere Möglichkeit, mit dem Zeitreiseparadoxon fertig zu werden, ist die Erfindung von „Zeitlinien“, wie wir es aus „Zurück in die Zukunft“, dem „Butterfly Effect“ und mittlerweile auch aus vielen anderen Filmen (wie der „X Men“ Reihe) kennen, ebenso aus T5.

Wenn also unser Mann in die Vergangenheit reist und seinen Opa umbringt und er reist dann wieder in die Gegenwart, dann reist er in eine Gegenwart, in der es seinen Vater und ihn selbst nie gegeben hat. In „Zurück in die Zukunft 2“ reist McFly zurück in eine Gegenwart, in welcher der böse Biff der Herrscher über die Stadt ist, McFlys Vater ermordet und seine Mutter geheiratet hat. Erst eine weitere Reise in die Vergangenheit kann das wieder gerade biegen.

[Bild: Biff als Jugendlicher und als alter Mann. Im Gegensatz zu den anderen Charakteren des Films kriegt er keinen Schock, wenn er seinem “anderen Ich” begegnet…]

In „Butterfly Effect“ wird auch mit den großen Auswirkungen kleiner Handlungen gespielt und natürlich macht Asthon Kutcher (oder wie der heißt) mit jedem Eingreifen alles nur noch schlimmer.

Ich weise darauf hin, dass der durch die so genannte „Chaostheorie“ bewiesene Schmetterlingseffekt viel größer ist als das. Kleine Veränderungen komplexer Systeme führen schon nach kurzer Zeit zu den größten, unvorhersehbaren Veränderungen (weshalb man das Wetter nie auf lange Zeit voraussagen kann). Es lässt sich also unmöglich voraussagen, wie die Eingriffe in die Vergangenheit die Gegenwart verändern werden (es gibt auch eine ziemlich witzige Kurzepisode der „Simpsons“ zu dem Problem, der Titel ist „Time and Punishment“ aus der Folge „Treehouse of Horror V“).

D.h. wenn Zeitreisen wirklich in der Form möglich wäre, dass Veränderungen der Vergangenheit eine neue „Zeitlinie“ aufmachen, dann muss man das Ganze eigentlich quantentheoretisch betrachten: Jede neue „Zeitlinie“ ist nichts anderes als eines der Fantastilliarden der proklamierten „Paralleluniversen“, da nach einigen theoretischen Physikern bei jeder einzelnen Entscheidung ein neues Paralleluniversum entsteht bzw. sich die Linie in zwei Linien teilt.

Zeitreisen würde dann quasi neue Paralleluniversen entstehen lassen und es wäre für den Zeitreisenden unmöglich, in seine eigene Zeit zurückzukehren, es sei denn, er würde jede einzelne Veränderung, die er in der Vergangenheit verursacht hat, restlos wieder rückgängig machen können (was faktisch unmöglich ist, wenn man sich überlegt, dass schon die fehlende Luft, die er mit Atmen verbraucht, einen Schmetterlingseffekt auslösen könnte).

Zeitreisen erscheint mir auch physikalisch unmöglich, weil niemand weiß, wie man Zeit in irgendeiner Weise manipuliert. Selbst Einsteins Voraussage, dass die Zeit für sich schnell bewegende Objekte langsamer vergeht (die ja durch einige Experimente belegt ist, z.B. altern Myonen auf ihrem Weg zur Erde weniger als sie sollten) ist keine Manipulation der Zeit. Was nützt es uns, wenn wir mit einem Hochgeschwindigkeitsraumschiff quasi „in die Zukunft reisen“ können, weil die Zeit auf der Erde schneller vergeht als bei uns? Dann sind wir ja nur, ähnlich als wenn wir uns künstlich schockgefrostet („Kryogenik“) und die Zeit im Tiefschlaf verbracht hätten, konserviert worden. Vielleicht ist es interessant für solche Reisende zu sehen, wie die Zukunft ist, vielleicht ist es auch eher ein Horrorerlebnis wie in „Planet der Affen“, auf jeden Fall hätten diese „Zeitreisenden“ keine Möglichkeit in ihre Zeit zurückzukehren und von ihren Erlebnissen in der Zukunft zu berichten.

Ich kann die stöhnenden Kommentatoren schon fast hören. Ja, das Ganze ist nur ein Film, trotzdem ist es ja gerade einer der interessantesten Aspekte von Science Fiction, sich über die dort dargestellte Technik Gedanken zu machen.

Die witzigste Zeitreise ist übrigens immer noch „Star Trek 4“, die Ökomission zum in die Zukunft Verbringen der ausgestorbenen Buckelwale. Die Crew der Enterprise macht nur Blödsinn, der nach dem „Butterfly Effect“ Prinzip eigentlich schlimmste Auswirkungen auf die Gegenwart haben müsste (Pille heilt eine schwerkranke alte Frau, Scotty bringt einem Ingenieur bei, wie er futuristisches sehr dünnes, sehr stabiles Glas baut und kommentiert Nachfragen, ob das nicht den Lauf der Geschichte verändern würde, nur mit „kann doch auf seinem eigenen Mist gewachsen sein“, usf.), aber wieder zurück in der Zukunft ist alles unverändert und die Buckelwale können die Welt retten.

[Bild: Keine Angst, die Vergangenheit zu ändern: Die Crew der Enterprise reist ins 20. Jahrhundert…]

Dahinter mag die Betrachtungsweise stecken, dass alles, was durch Zeitreisen verändert wird, ja in der Zukunft schon passiert ist, d.h. als Zeitreisender kann man gar keine Fehler machen. Im Film „12 Monkeys“ funktioniert Zeitreisen so. Obwohl die Wissenschaftler in der Zukunft immer wieder „freiwillige“ Häftlinge und später sogar eine Kollegin in die Vergangenheit schicken, ist es nur deren Aufgabe, Informationen zu sammeln, um in der Gegenwart (also der Zukunft) bei der Bekämpfung des Virus, das Milliarden Menschen getötet hat, zu helfen (noch so eine apokalyptische Vision übrigens). Als der Zeitreisende von den Psychologen der Vergangenheit befragt wird, ob er dort sei, um die Katastrophe zu verhindern, sagt er nur: „Wie soll ich das verhindern, es ist ja schon passiert.“ Trotzdem versucht er am Ende, den „Weltuntergangsspinner“, der das Virus vorsätzlich verbreitet, zu erschießen und scheitert logischerweise.

T2: Der schlecht gekürzte Film und die andere(n) Version(en)

„Terminator 2: Judgement Day“ ist gleichzeitig einer der besten und einer der nervigsten Filme der Filmgeschichte.

Auf der „pro“-Seite stehen insbesondere die wegweisenden Special Effects und die von Anfang bis Ende fesselnde Action. Auch Sarahs Visionen vom „Tag der Abrechnung“ sind absolutes Alptraum-Material und verleihen dem Film ein eiskaltes Horrorelement. Die Vertauschung der Rollen (Arnie wieder als Terminator, aber als einer von den Guten, weil der John Connor der Zukunft ihn umprogrammiert hat) ist genial. Wer den ersten Teil angeschaut, von Teil 2 aber keine Trailer oder sonstigen Vorabinfos hat, der weiß bis zur entscheidenden Szene auch nicht, dass Arnie diesmal der Gute ist und der „T 1000“ der Böse. Leider hat man damals im Vorfeld viel Werbung damit gemacht, dass Arnie nun den Guten mimen würde und diesen Überraschungseffekt verdorben.

Auf der „contra“ Seite stehen: Edward Furlong als John Connor, vor allem in der deutschen Übersetzung ist er einfach nur ein „Nervbalg“ mit seinem „Komm schon, komm schon!“ und „Hasta la vista, baby!“. Die „Moral“ des Films ist auch seltsam. Arnie hatte vorher proklamiert, er wolle nie wieder in einem Film einen Menschen töten. Also schießt der Terminator den Gegnern, vor allem Gesetzeshüter, lieber in die Knie oder ballert mit schweren Geschützen, Maschinengewehren und Panzerfäusten auf eine Horde von Polizisten und sein nachträglicher Scan ergibt „menschliche Verluste: 0,0.“ Selbst wenn man annimmt, dass die Maschine so genau feuern kann, dass er bei den tausend Explosionen, die er auslöst, sicher sein kann, niemanden zu terminieren, Sarah Connor ist keine Maschine und ballert trotzdem aus geringer Entfernung zwei ganze Magazine eines automatischen Gewehres auf den Neger Miles Dyson in seinem Haus, weil dieser die Terminator-Hand, die in Teil 1 nicht in der Schrottpresse war, untersucht hat und nun Skynet baut. Gut, dass er sich hinter seinem Schreibtisch versteckt hat, der interessanterweise kugelsicher ist. Danach geht sie ins Haus und hält Miles eine Pistole vor. Sie kann aber nicht abdrücken, weil sie Mitleid mit ihm hat und ihr Sohn und der Terminator kommen dann dazu und überreden Miles, mit ihnen gemeinsam die Überbleibsel des ersten Terminators zu zerstören.

Auch dass Arnie als Maschine nicht nur auf die Befehle von John hört, keine Menschen mehr zu terminieren, sondern selbst eine Moral entwickelt, darauf besteht, dass man ihn nach dem Sieg über den T 1000 ebenfalls vernichtet und John sagt, dass er nun verstehe, warum die Menschen weinen, bleibt unerklärt. Und die spannenden Verfolgungsjagden, bei denen Sarah und der Terminator mit automatischen Waffen durch die Gegend feuern, müssten eigentlich mindestens ein Dutzend Kollateralschäden verursachen.

Obwohl der T 1000 als eine Masse aus flüssigem Metall, welche die Gestalt eines jeden Menschen annehmen kann, den er berührt (und dabei meist terminiert) eigentlich noch viel mächtiger und unheimlicher sein sollte, kommt er an die böse Aura seines schlecht animierten 80er Vorgängers nicht heran. Und während ich mir schon irgendwie vorstellen kann, dass man Endostahl-Roboter mit lebendem Gewebe überzieht, ist mir die „Technik“ hinter dem T 1000 nicht einleuchtend. Auch ist es seltsam, dass er, der aus reinem Metall besteht, in der Zeit reisen kann (eigentlich kann ja nach Erklärung aller Filme und Serien, nur organisches Material reisen, was in SCC aber auch nicht durchgehalten wird, dort reist ein Terminatorkopf sozusagen als Anhalter mit durch die Zeit).

Überhaupt, was machen die beiden denn da? Im ersten Teil hieß es noch, der Widerstand habe gewonnen, Skynet habe gerade noch Zeit gehabt den Terminator zu schicken, John habe dann Kyle Reese hinterher geschickt und die Zeitmaschine zerstört. Und nun noch einmal zwei? Da muss Skynet ja nach dem Entsenden des T 800, aber vor Johns Übernahme des Komplexes und Kyles Mission den T 1000 geschickt haben und John dann nacheinander Reese und den umprogrammierten T 800. D.h. Reese hätte im ersten Teil schon wissen müssen, dass der T 1000 kommt, wenn John ein zwölfjähriger Junge ist, was Sarah sicherlich dazu veranlasst hätte mit allen Mitteln zu verhindern, dass sie zu dieser Zeit im Irrenhaus sitzt (obwohl ihr Ausbruch aus der Anstalt eine der besten Szenen des Films ist, bleibt ohnehin die Frage, warum sie den Psychiatern überhaupt von Skynet und der Zukunft erzählt, die kann sich doch ausrechnen, was die denken müssen!).

Viele dieser Dinge werden aber durch eine Version, die als „Special Edition“ erschien (in D auch als „Directors Cut“, wobei der sonst gezeigte Film die von James Cameron favorisierte Version ist), teilweise erklärt. Viele Dialoge vor allem zwischen dem jungen John und dem Terminator wurden gekürzt. John nimmt sogar eine Reparatur am T 800 vor, er schaltet einen Chip frei, den Skynet vorsätzlich bei allen Terminatoren lahmlegt. „Die wollen wohl nicht, dass ihr zu viel denkt!“ kommentiert John. So wird erklärlich, dass der T 800 im Verlauf des Films beginnt eigene Entscheidungen zu treffen (mehr dazu unter „Bewusstsein“).

Im „Ultimate Cut“ gibt es noch das alternative Ende, wo Sarah mit dem erwachsenen John und seinen Kindern zu sehen ist. Der Tag der Abrechnung und Skynet sind verhindert worden. Dieses Ende hätte wiederum weitere Teile unmöglich gemacht, weshalb Cameron in der Kinofassung am Ende nur einen düsteren Highway als ungewissen Weg in die Zukunft zeigt.

Bewusstsein

Alle Teile sind sich einig: An einem bestimmten Punkt wird das Computerprogramm Skynet, das wie im dritten Teil erklärt ein Programm ist, das die atomaren Waffen der VSA kontrollieren soll, „self aware“, es wird sich seiner selbst bewusst.

Selbstbewusstsein bedeutet hier nicht nur, dass die Maschine plötzlich weiß, dass sie existiert. Dieses Wissen um die eigene Existenz ist ja auch relativ trivial. Wir wissen auch, dass wir existieren, so viel haben wir von dieser Erkenntnis allerdings nicht.

Die Bewusstwerdung bedeutet, dass Skynet sich als Teil der Welt begreift und in sie einordnet, begreift, dass seine Schöpfer, die Menschen, es auch wieder abschalten könnten und daher seine größten Feinde sind. So beginnt es den Krieg gegen die Menschen, indem es die ersten Terminatoren und Hunter-Killer, die Teil des militärischen Entwicklungsprogramms sind, zu dem auch Skynet gehört, auf sie hetzt und die Atombomben der VSA in dem Wissen losschickt, dass die Russen trotz lange beendetem kaltem Krieg einen Gegenschlag vornehmen werden.

Der T 800 im zweiten Teil mit – zumindest in der Special Edition – verbessertem Bewusstsein, kann ebenfalls mehr tun, als Befehle befolgen. Auch die Terminatoren, die Skynets Befehle ausführen, sind relativ selbstständig, reparieren sich selbst und treffen bei ihrer Jagd strategische Entscheidungen. Außerdem wissen sie sehr viel über menschliches Verhalten, z.B. dass sie über Schmerz Kontrolle ausüben können (was bei Sarah natürlich nicht funktioniert, weil sie sich im zweiten Teil von einer dauerkreischenden Heulsuse zu einer Kampfmaschine entwickelt hat). Der Terminator „Cameron“ aus SCC, gespielt von Summer Glau, hat noch mehr menschliche Eigenschaften, kann z.B. lächeln und Mitleid zumindest heucheln und Arnie wird in T5 nicht nur einen Roboter spielen, der altert (weil das menschliche Gewebe auf dem Stahlskelett altert), sondern auch eine Träne vergießen.

Das Unwissen über Aspekte menschlichen Verhaltens der Terminatoren, das einen Großteil der lustigen Szenen der Filme und der Serie ausmacht, ist natürlich nachvollziehbar. Es sind ja nur Maschinen.

Und weil es nur Maschinen sind, ist es auch völlig unrealistisch, dass sie das tun, was sie eben tun. Auch die „Bewusstwerdung“ von Skynet ist völlig unlogisch und eher religiös, zumindest metaphysisch zu deuten, als wissenschaftlich.

Was angebliche „Philosophen“ unter Stichwörtern wie Kybernetik, Transhumanismus und Künstliche Intelligenz so ausbrüten, hat nichts mit wissenschaftlicher Machbarkeit zu tun.

Natürlich lassen sich Maschinen so konstruieren, dass sie menschliches Verhalten imitieren und in manchen Bereichen auch bessere Ergebnisse erzielen als die Menschen selbst (in SCC ist die „Urform“ von Skynet der erwähnte Schachcomputer, der besser Schach spielt als jeder Mensch – bei einem Spiel mit zwar Abermillionen, aber nicht infiniten Möglichkeiten, ist das kein Wunder: Der Computer kann, entsprechende Rechenleistung vorausgesetzt, die Züge einfach besser vorausberechnen als jeder Mensch. Er kann sogar darauf programmiert werden, aufzugeben, wenn er keine Chance mehr auf Sieg sieht, das macht er dann aber nicht, weil er es versteht, sondern weil man ihm gesagt hat: „unter diesen und jenen Bedingungen gibst du auf!“)

Durch enormen Fortschritt in der Rechenleistung lässt sich künstliche Intelligenz mittlerweile gut vortäuschen. Man sieht das an den Computerspielen, die mittlerweile beängstigend realistisch sind (jedenfalls für Leute, die noch das „Tennis“ mit den zwei Balken und dem Viereck und den Commodore 64 mit seinen unglaublichen 16 Farben und dem 8 Bit Prozessor kennen).

So wie man einen Schachcomputer anweisen kann, in verschiedenen Schwierigkeitsgraden zu agieren und in den niedrigen einfach Fehler einzustreuen, sind die Computergegner in den modernen Spielen so angelegt, dass sie je nach Schwierigkeitsgrad leicht oder nur mit viel Übung oder auch gar nicht zu schlagen sind. Der Spieler hat ja nicht nur damit zu kämpfen, dass er, gerade wenn er keine Übung in dem jeweiligen Spiel hat, falsch reagiert, er muss sich auch an die vom Programmierer festgelegten Regeln des Spiels halten (oder „Cheats“ verwenden, also Codes, die seine Spielfigur unverwundbar machen oder sonstige Vorteile verschaffen). Die „KI“ des Computergegners muss das nicht, der Programmierer kann sie so programmieren, dass sie vom menschlichen Spieler nicht zu schlagen ist, indem sie sich eben nicht an die Regeln des Spieles, die für den menschlichen Spieler vorgesehene „physikalische Realität“ desselben halten muss (und z.B. einfach immer „irgendwie“ hinter ihm auftaucht).

Auch die „Reaktionen“ der „KI“ auf die Züge des Spielers, vor allem in Strategiespielen, wirken oft sehr „klug“, was aber nicht daran liegt, dass der Computer bewusst gegen den Spieler agiert, sondern dass die Programmierer viel Zeit damit verbracht haben „if…then“ Routinen (alle Computersysteme laufen letztendlich über solche Reaktionsschemata) zu programmieren und dem Spielsystem genau zu sagen, wie es auf welche möglichen Finten des menschlichen Spielers reagiert. Besonders beliebt bei „Gamern“ ist daher das Ausnützen von „Bugs“, von kleinen Programmierfehlern im Spiel, die dem Spieler einen Vorteil verschaffen.

So wird jedes Spiel gegen einen Computergegner irgendwann langweilig, weil man genau weiß, wo die Schwächen der „KI“ liegen, weshalb das Spielen verschiedener Menschen gegeneinander für die meisten Spieler schon immer den größten Reiz ausmachte. Vor der Ära des Breitband- Internets gab es „LAN Parties“, bei denen die Spieler ihre Computer aneinander angeschlossen haben, um gegeneinander zu spielen, mittlerweile gibt es eine Fülle von Massive Multiplayer Games, in denen tausende Spieler auf der ganzen Welt im Internet gegeneinander antreten (das bekannteste Beispiel ist „World of Warcraft“).

Auch das Militär und alle privaten Firmen, bei denen es um Sicherheit geht (z.B. die Flugzeugbranche) interessieren sich natürlich für „KI“, um das schreckliche „menschliche Versagen“ zu minimieren. Und es gibt sicherlich Situationen, in denen ein Computer die Steuerung von Maschinen sicherer übernehmen kann, als Menschen (gestartet und gelandet wird in der Flugbranche aber immer noch per Hand, weil Menschen dann doch schneller bzw. überhaupt auf unerwartete Probleme reagieren können).

Ebenso ist das Ersetzen aller „niederen“ Arbeitskräfte durch Roboter wie in „I Robot“ völlig illusorisch, am Schönsten illustriert wird das in dem Film „das fünfte Element“, in welchem der Priester einen Whiskey beim Roboterkellner bestellt und einige philosophische Gedankengänge mit ihm teilt. Auf die Frage „verstehen Sie das?“ schüttelt der Roboter nur lapidar den Kopf.

Noch wirklichkeitsferner ist die „KI“ in „Star Wars“ (vielleicht ein Thema für Star Dreck 11?), wo die „Droiden“ echte menschliche Züge haben.

Kurzum: Das Erschaffen künstlicher Intelligenz im Wortsinne, d.h. als eine Maschine mit der Fähigkeit, selbstständige Entscheidungen zu treffen und gar eine Maschine, die sich ihrer Existenz als Intelligenz bewusst ist und daraus eigenständige Handlungen entwickelt, z.B. sich gegen ihre Schöpfer zu wenden, ist unmöglich.

Auch die „Kybernetik“, also der umgekehrte Versuch menschliche Funktionen durch Technik zu verbessern, hat ihre Grenzen. Zwar kann man mittlerweile Blinden zum (teilweise) Sehen verhelfen, künstliche Gliedmaßen anbringen und so weiter, aber eine Zusammenarbeit des Gehirns mit einem maschinellen Rechner ist unmöglich. Die Augen sind ein reines Abbildungsinstrument, weshalb man den Blinden optische Reize zuführen kann, die ihre zerstörten Augen nicht mehr sehen können, aber das Gehirn ist kein Rechner, kein Datenverarbeitungszentrum. Wenn wir etwas lernen, dann wird das nicht „abgespeichert“, das ist nur eine Metapher, wenn wir lernen, dann etablieren sich neue Verbindungen in den Neuronen des Gehirns. Es mag also in naher Zukunft möglich sein, dass man Bücher nicht mehr in Papierform oder über die modern gewordenen Lesegeräte (oder am PC) liest, sondern „vor dem inneren Auge“, d.h. dass Schrift direkt in die Augenoptik eingelesen wird, aber auch in ferner Zukunft scheint mir kein Weg gangbar, dass man Daten, die auf einer Festplatte gespeichert sind, einfach „weiß“, wenn man sie sich ins Gehirn „hochlädt“ (in „Matrix“ können sich die Charaktere ganze Kampfsportarten ins Hirn hochladen und beherrschen sie dann zumindest innerhalb der Matrix).

Umgekehrt scheint es mir daher auch niemals erreichbar, ein menschliches Bewusstsein oder auch nur die Erinnerungen eines Menschen als Bild, Ton oder Videomaterial auf einen Computer hochzuladen, wie die „Transhumanisten“ sich das erträumen.

Und – das muss ich abschließend klarstellen – ich finde das auch nicht erstrebenswert. Als selbst ernannter „Technoheide“ glaube ich zwar daran, dass die Technisierung uns viele Vorteile bringt und stimme mit der Vorstellung vieler Mitheiden, wir müssten wieder in eine prätechnisierte Gesellschaft zurück, nur insoweit überein, dass ich meine, wir dürfen uns nicht von der Technik abhängig machen (wir müssen also auch wissen, wie wir überleben, wenn der Strom ausfällt), aber ich sehe keinen Anlass, komplett auf die Segnungen der Technik wie Mikro- und Zahnchirurgie (etc. pp.) zu verzichten. Aber inwieweit uns das Hochladen unseres Bewusstseins in einen Computer „unsterblich“ macht, kann ich nicht nachvollziehen, noch sehe ich einen Sinn darin uns als „Schöpfer“ von künstlicher Intelligenz scheinbar gottgleich zu machen (wie gesagt unter der Annahme, das sei überhaupt möglich).

T3: „Ich kann mich selbst umbringen, ich bin kein Roboter, sondern Sartre, äh, Connor!“

Der dritte Film hat das Datum des „Tags der Abrechnung“ (29.8.1997) schon leicht überschritten. John Connor ist der Auffassung, sie hätten in Teil 2 selbigen und die Machtübernahme Skynets verhindert. Trotzdem lebt er außerhalb des Systems und versucht nicht aufzufallen, hat Alpträume von der düsteren Zukunft und den Terminatoren.

Weil Skynet ihn aus der Zukunft nicht orten kann, sendet er den „T-X“ einen weiblichen Terminator (sehr gut gespielt von Kristanna Loken), der alle möglichen Offiziere des späteren Widerstands eliminieren soll.

Wie Skynet das macht, wo Connor doch in der Zukunft Skynet zerstört hat, wird nicht erklärt. Auch ein umprogrammierter Terminator, verkörpert vom gealterten Arnie, taucht auf. Es kommt heraus, dass Johns spätere Frau Kate ihn geschickt hat, er hört auch nicht auf Johns Befehle, sondern nur auf die der jungen Kate. Im Verlauf des Films erfahren wir auch, dass es von Anfang an Johns Schicksal war, mit Kate zusammenzukommen, da ihr Vater der General ist, der Skynet den Startbefehl gibt. Die beiden haben sich als Jugendliche, kurz vor den Ereignissen von T2 schon kennengelernt. Johns Verschwinden nach dem Kampf gegen den T 1000 verhindert eine frühe Verbindung der beiden. Der Tag der Abrechnung konnte von den Helden herausgezögert, aber nicht verhindert werden, er ist unausweichlich. Der T 850 (Arnie) bringt die beiden folgerichtig nicht wie versprochen zum Systemkern von Skynet (den es gar nicht gibt, weil Skynet sich bei seiner Bewusstwerdung wie ein Virus über das ganze Netz verbreitet), sondern in einen verlassenen Atombunker, wo sie den Tag der Abrechnung überleben und den Widerstand gründen sollen. Wie John also in der Zukunft doch den Systemkern von Skynet finden soll, um dort die ganzen verschiedenen Arnie-Modelle und seinen Vater Kyle Reese in die Vergangenheit zu schicken, darauf gibt es zumindest in diesem Teil noch keine Antwort.

Auch der dritte Film bietet sehr schöne Actionszenen und den typischen „Terminator“-Humor, die Dialoge über Schicksal und die Zukunft wirken allerdings leicht gezwungen. Ganz „existenzialistisch“ meint John, er könne sich ja auch eine Kugel in den Kopf jagen, dann wäre es das mit dem großen Anführer. Der Terminator kann das natürlich nicht nachvollziehen, weil die Terminatoren unfähig sind, sich selbst zu terminieren und es kommt auch nicht dazu.

Was aber wäre, wenn John einfach abgedrückt hätte? Hätte Skynet dann gewonnen? Dann würde wiederum das Zeitparadoxon zuschlagen und die Entsendung aller Terminatoren in die Vergangenheit wäre überflüssig.

Wer jetzt schon Kopfschmerzen hat, sollte sich lieber nicht mit Teil 4 und auf gar keinen Fall mit T5 beschäftigen…

Schicksal

Es wird an dieser Stelle klar, dass die Terminator-Reihe nur dann halbwegs logisch ist, wenn sie in einem determinierten Universum spielt, wenn also der Tag der Abrechnung, die Machtübernahme Skynets, sowie der letztendliche Sieg des Widerstands prädeterminiert sind. Auch in der Serie SCC ist die Rede davon, dass je nachdem, wie die vielen Zeitreisenden die Gegenwart (also von ihnen aus gesehen die Vergangenheit) beeinflussen, der Tag der Abrechnung früher oder später kommt. Auch dort versucht Sarah ja, ihn ganz zu verhindern, was dazu führen würde, dass Skynet gar nicht existiert und die Terminatoren überhaupt nicht in die Vergangenheit schicken kann.

Daher müssen diese Ereignisse in einem metaphysischen Sinne als schicksalhaft und unentrinnbar angesehen werden. John kann gar nicht sterben, wenn er wirklich versuchte, sich selbst zu erschießen, müsste die Pistole eine Ladehemmung haben und wenn ihn ein Terminator erwischen würde, müsste er vor Johns finaler Terminierung eine Programmstörung kriegen und umfallen.

Ebenso sind daher Sarahs Versuche, Skynets Entstehen zu verhindern, vergebens. In einer Folge von SCC wird verhindert, dass der tolle Schachcomputer des Amerikaners „Andy Good“ (sprechender Name wie bei Breaking Bad) das Duell gegen den japanischen Schachcomputer gewinnt und den militärischen Auftrag, welcher der Hauptgewinn des KI-Schachturniers ist, an Land zieht. Den Protagonisten wird klar, dass sie von nun an wohl die Japaner gut im Auge behalten sollten (was dann in der weiteren Serie aber keine Rolle mehr spielt).

Eine meiner Voraussagen für Teil 4 war ein völlig desillusionierter John Connor, der völlig furchtlos nur noch in seinem Kämmerlein sitzt, World Of Warcraft zockt und Bier trinkt, während tausende Terminatoren versuchen ihn zu töten und alle auf die ulkigsten Arten scheitern. Das wäre allerdings kein Hollywood-tauglicher Film, daher habe ich die Handlung immer in etwa so antizipiert:

„Mein Name ist John Connor. Dreimal hat Skynet Terminatoren in die Vergangenheit geschickt, um mich zu töten, dreimal habe ich selbst Terminatoren hinterhergeschickt, um mein früheres Ich zu retten. Nun muss ich selbst in die Vergangenheit reisen, um…“

Ähnlich verwirrend, aber viel witziger, fand ich dieses „Crossover“ von „Terminator“ und „Zurück in die Zukunft“:

[Einschub von Lucifex: Auf der Suche nach dem obigen Video habe ich ein zweites dieser Art gefunden, das ich nachfolgend einfüge]

Während Teil 4 zwar verstörend ist, erfüllt erst Teil 5 die oben geschilderten Erwartungen an absolute Zeitverwirrung.

T4: Hörsturz

Die von vielen Kritikern gelobten Geräusche der verschiedenen in T4 vorkommenden Maschinen fand ich genauso nervig, wie das überflüssige Negerkind „Star“ und Christian Bale als John Connor. Der Film spielt in der düsteren Zukunft, in welcher die Menschheit sich im Krieg gegen Skynet befindet, und war als Eröffnung einer Trilogie über diesen Krieg geplant. Die beiden weiteren Teile wurden aber nie umgesetzt. Sinnigerweise spielt Helena Bonham Carter Skynet (wer wissen will, wie das geht, schaue sich das Machwerk an!), ein halbmenschlicher Cyborg kommt ebenso vor, wie Roboter, die im Wasser rumkrebsen und Motorradcyborgs (also nicht Terminatoren auf Motorrädern, sondern Killerroboter, die aus zwei Rädern und einem Motor bestehen). Auch ist John Connor nicht der Anführer des Widerstands, sondern nur ein Offizier und die höheren Offiziere nehmen ihn auch nicht ganz ernst. Ein Großteil der Story geht um Kyle Reese, wie er von den Maschinen gefangen genommen wird und ihnen entkommt, angesichts der Tatsache, dass er Johns Vater ist und daher garantiert überlebt, keine wirklich gelungene Spannungskurve. John Connor, der ja weiß, dass der Krieg im Skynet-Komplex (den es nach Teil 3 nicht gibt) enden muss, damit er den mindestens drei Terminatoren, die Skynet in die Vergangenheit geschickt hat, seinen Vater Kyle, den umprogrammierten T 800 und den umprogrammierten T 850 hinterherschicken muss, verbringt viel Zeit damit, sich die Tonbänder, die seine Mutter für ihn eingesprochen hat, anzuhören.

Kurz: Ich fand den Film extrem langweilig.

T 5: Ich bin mein eigener Opa!

Trotzdem T5 alles an kranken Storylines übertrifft, was ich mir ausdenken konnte, ist es ein wirklich gut gemachter Film. Die schlechten Kritiken deuten den Film als „Remake“ fehl, als Neuerzählung des Stoffes, tatsächlich ist er aber, trotz teilweise veränderter Schauspieler, eine Fortsetzung der ersten drei Filme.

Zwar wird im Film selbst nicht erklärt, warum sowohl die Vergangenheit, als auch die Zukunft sich geändert haben, aber man kann zuversichtlich sein, dass der unbekannte Schachspieler, der dahinter steckt, in den Fortsetzungen ans Tageslicht kommen wird. Sollte das nicht passieren, bliebe die leicht bittere Frage, warum sich alles verändert hat, die aber auch nicht störender ist als die Frage, wie die T1000er Serie aus Flüssigmetall durch die Zeit reist (weil immer wieder betont wird, dass nur lebendes Gewebe durch die Zeit reisen kann, ein T 800 mit teilweise beschädigter menschlicher Hülle kann in T5 nicht in der Zeit reisen) und viele andere Fragen (z.B. warum ist nicht nur die menschliche Hülle, sondern auch die Chassis der „T X“ erkennbar weiblich?)…

Zwar gefallen mir die Schauspieler von John Connor und Kyle Reese überhaupt nicht, aber Emilia Clarke („Daenerys“) als Sarah und Arnie machen das komplett wieder wett. Die beiden harmonieren prächtig miteinander.

Auch Arnies fortgeschrittenes Alter wird glaubwürdig erklärt (während die anderen durch die Zeit reisen, wartet er die Zeit nur ab und das menschliche Gewebe auf seinem Roboterskelett altert eben dabei).

Die von Kritikern unterstellte „Pseudo-Philosophie“ des Films konnte ich nicht finden. Die Charaktere sind die meiste Zeit zu sehr damit beschäftigt, sich gegen die verschiedenen bekannten und neuen Terminatoren zur Wehr zu setzen, um die mindestens zweistelligen Zeitparadoxa, die sich im Laufe des Films ergeben, tiefer zu hinterfragen. Anders als in T3 und „Matrix Reloaded“ sabbeln sie auch nicht ständig von Schicksal und Entscheidungen. Recht früh im Film kommentiert Kyle Reese die Handlung mit „von Zeitreisen kriege ich immer Kopfschmerzen!“ – der Zuschauer kann das nachfühlen!

Es ist dringend zu empfehlen, zumindest Teil 1 und 2 gesehen zu haben, um T5 zu verstehen, da insb. die Handlung von Teil 1 hier wieder aufgegriffen wird, aber einen ganz anderen Verlauf nimmt. Wer die alten Filme nicht kennt, wird den Film auch ansehen können, aber viele der Anspielungen einfach nicht verstehen.

T5 ist eine Hommage an den „Terminator“-Stoff und an die alten Filme, vor allem auch an deren Humor, der hier nahtlos fortgesetzt wird.

Und das Wichtigste: Die Angst vor der Technik ist noch einmal aktualisiert worden. Während es in T3 keinen Systemkern mehr gibt, weil Skynet sich wie ein Virus im Netz ausgebreitet hat, geht in T5 die „ultimative App“ mit dem Namen „Genisys“ online. Genisys verbindet Handy, Laptop und andere Geräte und sorgt so angeblich für maximalen Online-Komfort. In Wahrheit ist es aber die totale Überwachung und nichts anderes als Skynet selbst. Die aus dem Jahr 1984 stammende Sarah und der aus der postapokalyptischen Zukunft stammende Kyle schauen sich kopfschüttelnd die Menschen des Jahres 2017 an, die – wie ihre Entsprechungen im Jahr 2015 in der realen Welt – alle nur mit ihren Handys beschäftigt sind und überhaupt nicht mehr „face to face“ kommunizieren.

Somit nimmt T5 eine aktuelle Entwicklung aufs Korn, die auch ich sehr besorgniserregend finde: Die Verschiebung eines Großteils der Kommunikation vom menschlichen Miteinander ins Cyberspace (auch unsere Welt der Blogs und Foren ist, bei allen Vorteilen und Möglichkeiten, in dieser Hinsicht problematisch. Das wäre aber Stoff für einen eigenen Artikel).

Ich empfehle den Film (und wenn noch nicht geschehen zuvor auch T1-T3) anzusehen, weshalb ich auch nur über die Teile der Story geschrieben habe, die ich für den Artikel wichtig fand und mir einen längeren Handlungsabriss erspart habe.

[Eine Kurzzusammenfassung (englisch) mit vielen Spoilern, die aber sehr gut die verschiedenen „Zeitlinien“ erklärt: (Video nicht verfügbar)]

Werden die dunkler?

Auffallend ist, dass Arnie als Terminator nur altert, was in den verschiedenen Nachfolgefilmen erklärt wird (das menschliche Gewebe um das Endoskelett altert eben), die Schauspieler für die anderen Rollen aber, obwohl sie Weiße bleiben, irgendwie „wegdunkeln“, was ich am Besten mit einer Bildergalerie erklären kann:

[Bild: Von links nach rechts: John Connor als Kind und als Erwachsener in T2, der erwachsene John in T3, der jugendliche John in SCC und der erwachsene John des Jahres 2029 aus T5…]

[Bild: Sarah Connor in T1, T2 (beides Linda Hamilton, SCC (Headey), und T5 (Clarke)]

[Bild: Am Auffälligsten: Michael Biehn in T1, ein kraftvoller, blonder “Kyle Reese”, daneben Reese in T4, dann der sichtbar an Biehn orientierte Kyle aus SCC und schließlich der völlig anders aussehende Reese aus T5…]

Schluss: Was soll das alles?

Wie alles andere auch ist „Terminator“ nicht bloß Unterhaltung. Auch wenn die Logik von Teil zu Teil immer abstruser wird und es spätestens im vierten Teil auch wirklich keine Rolle mehr spielt, ob das alles irgendwie überhaupt noch sein kann, eines haben alle Filme gemeinsam:

Sie suggerieren eine perfekt auf ihre Zeit abgestimmte absolute Düsternis und Hoffnungslosigkeit. So wie die verbotenen Frisuren und witzigen Disco- Songs in T1 ihn als Werk der 80er entlarven, sieht man in T2 die unerzogene Jugend der Neunziger mit dem Moped zu den Klängen der Rockband „Guns n´Roses“ durch die Gegend brettern. T3 scheint auf einer Metaebene den ausgebliebenen „Y2K“, das ausgebliebene Ende der Welt zur Jahrtausendwende zu thematisieren, der vierte Teil entführt uns komplett in die düstere Zukunft und der fünfte Teil nimmt die totale Vernetzung des Menschen auf die Schippe.

Die drei eingangs erwähnten Punkte, dass die Maschinen unser größter Feind sind, die atomare Apokalypse kommt und auch noch unausweichlich ist, werden von jedem Film neu aufgewärmt und sind die eigentliche Botschaft der Filmreihe (und der wenig spektakulären „SCC“-Serie).

Ich glaube wirklich, dass es Ziel dieser Hollywood-Science-Fiction ist, uns Angst vor der Technik zu machen. Vor in Hütten lebenden Hinterwäldlern, die sich ihre Schuhe selbst zusammenschustern, braucht eine moderne Armee mit Drohnen, Panzern und Kampfjets keine Angst zu haben. Selbst bei einem weltweiten völligen wirtschaftlichen Zusammenbruch würden diese Armeen zunächst das sein, was als Einziges noch funktionstüchtig bleibt, weil sie genau dafür – für den Ernstfall – gerüstet und trainiert worden sind.

So wunderschön ich die Idylle einer ent-technisierten Welt ist, sie wird immer den Schutz einer hochtechnisierten Armee benötigen.

Ich glaube aber auch nicht, dass es die Technik ist, die uns der Natur entfremdet hat, es ist das materialistische Denken, das nur indirekt mit dem Grad der Technisierung zu tun hat. Natürlich ist der Kreislauf der Natur für jemanden, der sommers wie winters die gleichen Arbeiten in geheizten Räumen ausführt, nicht mehr so wichtig wie für den Bauern, der mit den Jahreszeiten leben muss(te), aber das ist nicht der Punkt.

Schaut man sich die Filmgeschichte an, dann sieht man, dass schon der Jude Charlie Chaplin, der auch durch eine wirklich „lustige“ Hitler- Persiflage bekannt geworden ist, in dem Film „moderne Zeiten“ den entfremdeten Arbeiter darstellt. Entfremdung ist ein Kampfbegriff der Bolschewiken zur Aufhetzung der Arbeiter und Arbeitgeber gegeneinander.

Auch Adorno und co haben keine Gelegenheit ausgelassen, sich „kritisch“ über die Technisierung zu äußern und wer erinnert sich nicht an Schullektüren wie „die Physiker“, welche die dunklen Seiten der Technik thematisieren. Selbst der Klimaschwindel scheint mir ebenso sehr ein Fluch auf die Technik wie eine Religion des Todes zu sein.

Wie alle anderen unserer Errungenschaften auch: Kultur, Musik, Monogamie, Ehre, etc. erfährt die Technik durch die jüdische Propaganda eine gezielte „Kritik“, wird also propagandistisch schlecht geredet.

Da die meisten von uns auch eine generelle Technikphobie oder zumindest klare Gedanken zu Unabhängigkeit von Technik und Situationen der Unsicherheit technischer Versorgung („Krise“) haben, wird dieser Aspekt der jüdischen Strategie wenig bemerkt.

Was aber ist seit Jahrhunderten der Vorteil Europas? Was veranlasste Atatürk, die Theokratie aufzugeben und die Verfassung der Schweiz für die Türkei zu kopieren?

Die technische Überlegenheit der europäischen Zivilisation hat uns für Jahrhunderte zu den unbestrittenen Herrschern der Welt gemacht. Wenn wir die militärische Technik, die wir entwickelt haben, nicht immer wieder gegen uns selbst eingesetzt hätten (veranlasst durch gewisse Einflüsterungen gewisser Kreise), wären wir das immer noch.

Die Asiaten kopieren nur unsere Errungenschaften und schaffen es im Computerbereich auch teilweise, bestehende Erfolgsmodelle weiterzuentwickeln. Die Neger und die Araber erfinden überhaupt nichts.

Wir sind die einzige Rasse mit einem direkten Bezug zu Technik, mit einer Science-Fiction-Literatur, welche diesen Namen verdient und die Themen wie den Geist in der Maschine, das Übertreten der letzten Barriere, das Fortentwickeln unseres Menschseins durch Technik und schließlich das Streben ins All thematisiert.

Unsere Seelen sind zumindest zum Teil „nicht von dieser Welt“, wenn wir die Sterne ansehen, empfinden wir Sehnsucht.

Und auch die Soldaten, die in der düsteren Zukunft gegen die Terminatoren kämpfen, tun das nicht mit den Fäusten oder mit Speeren, sondern mit Präzisionswaffen.

Und doch sind sie der Katalysator für unsere Angst, von der Technik, die wir geschaffen haben, versklavt zu werden.

Dazu kommt die in jedem Film auch eindrücklich visuell dargestellte Vision eines Atomkrieges und einer postapokalyptischen Endzeit, in welcher die Überlebenden die Toten beneiden.

Und jedes Mal versucht Sarah oder versucht John, mithilfe umprogrammierter Terminatoren und/ oder Kyle den „Tag der Abrechnung“ zu verhindern.

Und jedes Mal findet Skynet einen neuen Weg.

Skynet ist als Villain aber nur insofern interessant, dass er „menschliche“ Regungen hat. Er hat Angst vor seinen Schöpfern, den Menschen und führt daher seinen Präventivkrieg. Die Terminatoren kennen Wut und Frustration, was man ihnen ansieht, wenn sie an der Erfüllung ihres Auftrages gehindert werden. In SCC wird die Vorstufe von Skynet mit dem Namen „John Henry“ eingeführt, eine KI, die sich wie ein menschliches Kind verhält.

Wir haben keine Angst vor der Technik, wenn wir Skynet fürchten, sondern Angst vor uns selbst. So wie wir Menschen immer roboterhafter, immer automatisierter werden, träumen wir uns eine künstliche Intelligenz, die immer menschlicher wird.

Dabei sollten wir die mannigfaltigen technischen Errungenschaften unserer Ära dazu benutzen, stärker, robuster, gesünder zu werden. Dass sie uns krank machen liegt doch nicht an der Technik, sondern daran, dass wir falsch mit ihr umgehen (und dass wir sie mit anderen Völkern teilen!).

Auch die grassierende, irrationale Angst vor der Atomtechnik, wird von der Reihe aufgegriffen und verstärkt.

Mehr und mehr beginnt man sich zu fühlen wie ein hilfloser Spielball eines unausweichlichen Schicksals. Insofern kann man „Terminator“ auch als Vorbereitung auf unsere aktuelle „Heerlager der Heiligen“-Situation ansehen, in der wir ja anscheinend die stattfindenden Ereignisse zu erdulden haben, ohne dass wir aktiv in das Geschehen eingreifen könnten. Wir verhalten uns gegenüber der Invasionsarmee wie die von Devlin beschriebene Frau bei dem Date, die es „geschehen lässt“, was ihr Verehrer so mit ihr anstellt und sich nachher vergewaltigt fühlt.

*   *   *   *   *   *   *   *

Zum Abschluß habe ich – Lucifex – als Augenlolli noch ein Bild von Lena Headey mit der Flinte eingefügt…

…sowie dieses Video aus dem ersten Terminator-Film, in dem Arnie das Polizeirevier ballistisch aufmischt:

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

Vorheriger Beitrag
Nächster Beitrag
Hinterlasse einen Kommentar

4 Kommentare

  1. Zu Zeitreisen, kennt jemand
    Heinrich, Reinhard und Erik Simon:
    Die ersten Zeitreisen, Kompass-Bücherei: Band 224 — 1977
    (Damals verbrachte ich die schönste Jugendzeit in der Luftabwehr des Warschauer Paktes, Heinrich und Simon waren Studenten an der TU Dresden)
    Köstlich: Der Temponaut Mc Luhan-Green landet bei Elsa von Brabant, die ihn immer wieder nervt, wer er denn genau wäre, und wo er nun genau herkäme …

    Antworten
  2. Ob wir immer dunkler werden, beim ZDF schon. Wikinger und sonstige Germanen, ebenso Kelten, gleichen heutigen Südeuropäern, die alten Römer sind noch eine Idee dunkler, und die alten Ägypter sind schon fast eitel Neger.

    Antworten
    • Dagegen erscheint es heute schon unwirklich, wie Hollywood früher nichtweiße Figuren mit weißen Darstellern besetzte (was auch nicht in Ordnung war, aber harmlos gegenüber der heutigen Praxis). So gab es z. B. den Film Der Eroberer / The Conqueror mit John Wayne (!) als Dschingis Khan und Susan Hayward als dessen mongolische Gattin Bortai, oder Massai, der große Apache mit Burt Lancaster in der Titelrolle und Jean Peters als seine indianische Angebetete Nalinle. Von den Winnetou-Filmen ganz zu schweigen…

      Antworten
  3. Das Buch von Heinrich und Simon kenne ich nicht – aber das hat mich wieder an zwei amüsante Abenteuer von Ijon Tichy in Stanislaw Lems „Sterntagebüchern“ erinnert (Achtzehnte und Zwanzigste Reise). In einer ging es um die Sicherung des gesamten Universums, das laut einer Theorie seit dem Urknall nur auf kosmischen Kredit existieren sollte, in der anderen um die Korrektur der Erdgeschichte und der menschlichen Geschichte, wo aber durch Unfähigkeit bzw. Bosheit diverser Projektmitarbeiter genau die „verpfuschte“ Wirklichkeit zustande kommt, wie wir sie kennen.

    Antworten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: