Volkssagen aus Österreich: Die Perchtl

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Von Lichtschwert, ursprünglich veröffentlicht auf Nord-Licht.

 

Die heutige Nacht auf den Dreikönigstag ist die letzte der Rauhnächte, die „Perchtlnacht“, in der nach dem alten Volksglauben die Frau Perchta, auch Perchtl oder Berchtl genannt, umgehen soll. Es gibt viele Sagen um sie; diese hier stammt aus Niederösterreich:

DIE BERCHTL-OHRFEIGE

In den Rauhnächten, in denen nach dem Volksmund alle Geister los sind und ihr Unwesen treiben, zieht auch die Frau Berchtl um und wandert über Berg und Tal. Sie erscheint bald als riesiges, uraltes Weib, bald in Gestalt einer schönen Dame von edlem Aussehen. Doch stets trägt sie als untrügliches Zeichen eine lange Nase. Um die Mitternachtsstunde hält sie gerne Einkehr in den Bauernhäusern, erfreut sich am Glück der Menschen und segnet die Wohnplätze der Guten. Den emsigen Mägden schenkt sie Spindeln und spinnt zuweilen selbst des Nachts für sie, so daß am Morgen alle Spulen gefüllt sind.

Doch wehe, wenn sie merkt, daß in einem Hause die Faulheit regiert! Trägt die spitze Kunkel des Spinnrades zu Silvester noch Flachs vom vergangenen Jahr, so verwirrt sie voll Zorn das Garn, besudelt den Rocken und zertritt die Spindeln. In einem solchen Haushalt ruht das ganze kommende Jahr kein Segen auf der Arbeit. Darum scheuern die klugen Mägde gegen Jahresende stets gründlich Haus und Hof und nehmen sorgfältig den Flachs, der nicht abgesponnen wurde, vom Rocken herab, damit ihnen ja nichts übel ausgelegt wird.

Am Berchtltag, dem Vorabend des Dreikönigstages, trippeln hinter der Frau Berchtl in langer Reihe die armen, zarten „Zoderwascherln“ einher; es sind dies die Seelen der ungetauft verstorbenen Kinder. In manchen Gegenden will es der Brauch, an diesem Abend nach der Mahlzeit eine Schüssel voll Semmelmilch für die Berchtl und ihre Kinder auf den geeckten Tisch zu stellen. Setzt sie sich dann mit den Zoderwascherln nieder und nippt von der Milchspeise, so will sie dabei unbeobachtet sein. Dem Neugierigen, der es wagt, sie zu belauschen, kann es übel ergehen.

Lebte da in einem Dorf im Ybbstal vor vielen Jahren ein fauler Knecht. Der saß einmal am Abend vor dem Dreikönigstag im Wirtshaus und ging erst spät von dort durch die Nacht nach Hause. Schnee lag über Berg und Tal, und ein eisiger Wind pfiff ihm um die Ohren.

Als er gerade über die Brücke schritt, die über die Ybbs führt, hörte er ein seltsames Raunen und Rauschen. Neugierig wandte er sich um und sah die Berchtl mit ihren Kinderchen des Weges kommen. Die armen Zoderwascherln waren nur mit einem Hemdchen bekleidet und folgten zitternd ihrer Führerin. Eines der Kinder konnte mit der übrigen Schar nicht Schritt halten und blieb ein Stück hinter den anderen zurück.

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Zum Jahreswechsel: Was die Pummerin uns sagt

NORD-LICHT

Stefanimorgen 4

Von Deep Roots (Erstveröffentlichung am 31. Dezember 2009 auf „As der Schwerter“)

Vor einem Jahr gab es auf Eisvogels Blog „Acht der Schwerter“ ein kleines Silvestertreffen. Thatcher war da, Submarine, Lepanto1 und meine Wenigkeit.

Anläßlich des heutigen Jahreswechsels sei dieser Gedankenaustausch hier im folgenden wiedergegeben:

  • 97) Kommentar von submarine1

30. Dezember 2008 @ 22:10

Thatcher, schauen Sie einmal, was Ludwig Uhland schrieb vor fast zweihundert Jahren.

Neujahrswunsch 1817

Wer redlich hält zu seinem Volke,
der wünsch’ ihm ein gesegnet Jahr!
Vor Mißwachs, Frost und Hagelwolke
behüt’ uns aller Engel Schar!
Und mit dem bang ersehnten Korne
und mit dem lang entbehrten Wein
bring’ uns dies Jahr in seinem Horne
DAS ALTE, GUTE RECHT HEREIN!

Man kann in Wünschen sich vergessen,
man wünschet leicht zum Überfluß,
wir aber wünschen nicht vermessen,
wir wünschen, was man wünschen muß.
Denn soll der Mensch im Leibe leben,
so brauchet er sein täglich Brot,

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Volkssagen aus Österreich: Rauhnächte

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Von Lichtschwert

Mit der heutigen Nacht, der Wintersonnwendnacht, beginnt eine Folge von zwölf Nächten, die im Volksmund „Rauhnächte“ genannt werden und deren letzte die „Perchtnacht“ oder „Berchtlnacht“ vom 5. auf den 6. Jänner ist. Um diese zwölf Nächte gibt es eine Menge uralter Volksbräuche und Volkssagen, die auf das keltische und germanische Heidentum zurückgehen und in späterer Zeit teilweise christlich überformt wurden. Die „Wilde Jagd“, in Österreich auch „das Gjaid“ genannt, geht um, in den Ställen beginnen Tiere zu sprechen, und in diesen Nächten darf keine Wäsche aufgehängt werden (meine Mutter hält sich bis heute an letzteres). In dieser Zeit, so der alte Volksglaube, ist die Anderswelt besonders nahe.

Ein Beispiel für die Sagen um das „Gjaid“ ist diese aus Vorarlberg:

DAS NACHTVOLK

In Frastanz gibt es einen einsam stehenden Hof, durch den das „Nachtvolk“ alljährlich seinen Weg nahm. Da knackte es zuerst in allen Wipfeln und Gipfeln des nahen Waldes, dann brausten die Unholde unter Hundegebell und Hörnerklang durch den Hof, daß Türen und Tore knarrten und die Fenster klirrten. Wehe den Hausleuten, die dem wilden Volk dabei in die Quere kamen! Sie wurden entweder in Stücke gerissen oder vom wilden Heer weit fortgeführt. Den Tieren, die den Unholden in den Weg liefen, erging es ebenso schlimm wie den Menschen.

Der Bauer ließ in den Rauhnächten stets Hof und Scheune offen, damit die ruhelosen Gesellen ungehindert hindurchziehen konnten. Als er aber einmal nicht daran dachte und abends zuschloß, da riß ihm das nächtliche Volk beide Tore aus, trug sie hinweg und warf sie erst über Feldkirch aus den Lüften zu Boden.

Einmal verirrte sich das Nachtvolk und kam am hellichten Tag ins Kleine Walsertal. Es war gerade Sonntag, und die Dorfleute saßen in der Kirche. Da führten die Unholde einem Bauern die schönste Kuh aus dem Stall, schlachteten sie, bereiteten sich einen schmackhaften Braten und schmausten lustig darauflos. Dabei tanzte und jauchzte die tolle Schar unter lieblichem Saitenspiel. Den Kindern, die im Hause geblieben waren, gab das Volk auch von dem Schmaus zu essen, verbot ihnen aber, auch nur ein Beinchen zu verbeißen oder zu verwerfen.

Nach der Mahlzeit suchte das Nachtvolk die Knochen des Viehs zusammen. Alle fand es, nur einen nicht, der wollte sich nicht finden lassen. Dann baute es aus den Beinchen das Gerippe der Kuh wieder auf, wickelte die abgezogene Haut darüber und sagte dabei: „Das arme Tier wird wohl hinken müssen.“

Als das seltsame Volk abgezogen war, stand die Kuh wieder lebend im Stalle, schleppte aber einen Fuß nach.

Im Montafon kam ein Bauer in einer mondhellen Nacht am Murnertobel vorbei, und weil er müde war, setzte er sich auf einen Stein, zog seine Maultrommel aus dem Sack und spielte sich eins zum Zeitvertreib. Da kam plötzlich das Nachtvolk in langem Zug den Tobel herab, und ein schwarzer Geselle trat zum Bauern und sagte: „Hör, wenn du willst, so lehre ich dich so schön spielen, daß die Tannenzapfen ringsum zu tanzen beginnen.“

„Das wär’ mir schon recht!“ entgegnete der Maultrommler. Ehe aber der Unterricht begann, kam aus der Menge ein Weib herzu, zog den schwarzen Gesellen beiseite und raunte ihm ins Ohr: „Komm, mit dem Bauern ist ja doch nichts anzufangen, der hat heute früh Weihwasser genommen!“

Da bekreuzigte sich der Bauer und erkannte mit Schrecken, welch großer Gefahr er entronnen war.

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Ebenfalls aus Vorarlberg stammt diese hier:

DIE MUSIZIERENDE TANNE

In jenem Jahr, in dem der große Wind ging, verspätete sich einmal ein Jäger in den Bergen über Bludenz. Als er im dichten Wald war, fiel ihm die Nacht in den Weg, und er verirrte sich. Da er müde Knochen und ein gutes Gewissen hatte, legte er sich unter eine mächtige Tanne, gab sein liebes Leben unserem Herrgott in die Hand und schlief ein. Als er aber im besten Schlummer lag, erhob sich plötzlich ein so starker Sturm, daß es im Gehölz knackte und krachte und den Jäger aus seiner Ruhe weckte.

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Buchempfehlung: Waltraud Ferraris „Alte Bräuche neu erleben“

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Von Lichtschwert.

In diesem Beitrag stelle ich ein Buch vor, das ich in diesem Frühjahr gekauft habe und das ich allen sehr empfehlen kann, die sich für altes Brauchtum, kulturelle Identität und deren mythologische Wurzeln interessieren:

„Alte Bräuche neu erleben: Fest- und Alltag im Rhythmus der Jahreszeiten“ von Waltraud Ferrari (Leopold Stocker Verlag 2014, ISBN 978-3-7020-1443-8)

Dieser sehr schön gestaltete, reich bebilderte und auch solide gefertigte Band befaßt sich mit dem christlichen und heidnischen (letzteres von der Autorin meist als „alteuropäisch“ bezeichnet) Brauchtum vorwiegend des Alpenraums. Zur näheren Erläuterung zitiere ich nachfolgend Waltraud Ferrari selbst in Form von Auszügen aus dem Einleitungsteil ihres 206seitigen Buches:

Wer sich für eine Landschaft interessiert, wer den dort ansässigen Menschen wahrhaft begegnen möchte und wer es wagt, manchmal abseits ausgetretener Pfade unterwegs zu sein, wird unweigerlich auf altes Brauchtum in seinen verschiedensten Erscheinungsformen treffen. Vieles ist schon in Vergessenheit geraten, manches ist zum Touristenevent geworden, aber auch Authentisches ist noch erhalten und wird heute neu belebt.

Dieses Buch soll nicht nur Hintergründe und Funktion überlieferter Bräuche beleuchten, sondern auch dazu anregen, das darin vorhandene Wissen wiederzuentdecken und, je nach Wunsch, im eigenen Leben anzuwenden. Dabei erwartet Sie keineswegs nur ein Blick in frühere Zeiten, sondern eine reiche, bunte Erfahrungswelt, die dem Leben auf besondere Weise Kraft und Zauber zu verleihen vermag.

Was ist Brauchtum eigentlich?

Echtes Brauchtum war stets Ausdruck einer ganzheitlichen Lebensform mit entsprechender Lebensphilosophie, die ursprünglich alle Daseinsbereiche betraf. Dabei verstand sich der Mensch als selbstverständlichen Teil einer Gesamtheit, bestehend aus unzähligen Kräften und Kreaturen. Der unmittelbare Bezug zu jahreszeitlichen Rhythmen, also ein bäuerlich geprägter Kalender, spielte dabei eine vorrangige Rolle. Er bildete kosmisches Geschehen, die Bewegung von Sonne und Mond, den Lauf der Gestirne, also das, was für die Vorgänge von der Aussaat bis zur Ernte zu beachten war, in menschlichen Dimensionen ab und erinnerte an die großen Zusammenhänge alles Lebendigen. Man wusste, was lebens- und überlebensnotwendig und somit auch bestimmend für die Gemeinschaft war. So wurden wichtige Zeitpunkte und Feste innerhalb des Jahres markiert und durch das jeweilige Brauchtum entsprechend gewürdigt. Daraus ergab sich eine Struktur, die – beinahe unverändert – bis in die Gegenwart reicht.

Von einem bestimmten Blickwinkel aus lässt sich Brauchtum auch als eine Art Erzählform ansehen, die jahrhunderte- oder sogar jahrtausendealtes Wissen bewahrt. Dieses wird durch Reime und Merksprüche, Geschichten, Lieder und Tänze, Sagen und mythologische Überlieferungen, maskentragende Gestalten sowie eine Vielzahl ritualisierter Handlungen mitgeteilt.

Darüber hinaus beziehen sich viele Bräuche auf bedeutende Ereignisse im Leben wie Geburt, die Aufnahme in die Welt der Erwachsenen, Heirat oder Tod, die von besonderen Ritualen begleitet werden. So ist Brauchtum unter anderem Ausdruck der Achtung vor der Natur und dem Leben selbst und spiegelt zugleich die Würde derer wider, die diesem Lebendigen mit Ehrfurcht gegenübertreten. Es entspringt einer Zeit, in der ursprüngliche Lebensweise mit genauer Naturbeobachtung einherging, wobei man alles als beseelt betrachtete, also mit einer Intelligenz versehen, mit der man kommunizieren konnte. Nicht unbedingt in Worten, sondern in Form bestimmter Handlungen, die man im Brauch immer noch sieht.

Im Brauchtum begegnet man kraftvollen, archaischen Bildern, die sich auf einer heute oft vernachlässigten Ebene mitteilen. Diese Mittelungen sprechen den Menschen in seiner Gesamtheit an und wenden sich nicht vordergründig an den Verstand, sondern an das tiefe Empfinden der Seele, eine Art bildhaft „ver-götterndes“ Denken, das in früheren Epochen noch als selbstverständlich galt. Wo man heute nur einen Getreideacker sieht, erkannte das archaische Denken der Seele eine Wesenheit oder Gottheit, die ihn belebte. So wohnte im Acker der Korngeist, in den Herbststürmen fegte die Wilde Jagd über die Felder, und in den Rauhnächten traf man auf die Perchten, lichte wie dunkle Gestalten, die Segen bringen, Unheil abwehren und aufbrechendes Leben nach der Winterruhe hervorwirken sollten.

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Das Brauchtum erzählt in seiner bildhaften Sprache von Abläufen, die in der Natur tatsächlich stattfinden. Zugleich weist es ganz selbstverständlich auf Metaphysisches hin, nämlich auf jene unsichtbar-geistigen Bereiche, in denen man den Ursprung allen Seins vermutete. Auf diese Weise wird an den Zusammenhang alles Lebendigen erinnert und damit wieder ein heiles und heilsames organisches Schöpfungsbild vermittelt. Im Idealfall geht dies mit der Empfindung für ein natürliches, gemeinsames Wachstum einher, das in einem Tempo erfolgt, welches dem Leben zuträglich ist.

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Zum Lob des Calexit

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Von Greg Johnson, übersetzt von Deep Roots. Das Original In Praise of Calexit erschien am 19. November 2016 auf Counter-Currents Publishing. (Anm. d. Ü.: „rot“ und „blau“ als politische Farben im amerikanischen Zusammenhang stehen für die „roten“ Republikaner und die „blauen“ Demokraten.)

„Die letzten Massenprozesse waren ein großartiger Erfolg. Es wird weniger, aber bessere Russen geben.“ – Ninotschka

Wenn ein „roter“ Bundesstaat wie Montana oder Idaho nach Barack Obamas Wahl eine Sezession vorgeschlagen hätte, dann hätten Linke nach einem Atomkrieg geschrien, weil kein weißer cis-het-Abschaum aus ihrem Utopia aussteigen dürfen sollte. Wenn Linke Macht haben, wollen sie sie benutzen, und eure Einwilligung ist nicht erforderlich.

Wenn Linke jedoch das Gefühl haben, entmachtet zu sein, dann wird eine Sezession plötzlich zu einer Option. Das erste Rumoren wegen einer Sezession „blauer“ Staaten kam, nachdem George W. Bush John Kerry im Jahr 2004 besiegte. Nun wird die Idee wieder für Kalifornien („Calexit“) und sogar für die gesamte Westküste lanciert. Es ist tatsächlich eine der vernünftigeren Äußerungen aus dem brabbelnden Nervenzusammenbruch der Linken nach Trumps Sieg, und weiße Nationalisten sollten das ernst nehmen.

Das Ziel des weißen Nationalismus ist die Schaffung souveräner Heimatländer für alle weißen Volksgruppen. (Und in dem Prozeß auch souveräner Heimatländer für nichtweiße Gruppen, von denen wir uns trennen möchten.) Es gibt zwei Wege, um von multikulturellen zu homogenen Gesellschaften überzugehen: Grenzen verschieben und Menschen verschieben. Menschen zu verschieben hält Grenzen konstant und siedelt fremde Gruppen um. Grenzen zu verschieben hält die ethnischen Siedlungsmuster konstant und paßt die politischen Einheiten an sie an. Es gibt zwei Grundmethoden zur Verschiebung von Grenzen und Völkern: das tschechoslowakische Modell und das jugoslawische Modell, d. h. geordnet und friedlich oder gewalttätig und chaotisch. Die Endergebnisse sind für gewöhnlich dieselben, aber der Weg der Gewalt ist viel kostspieliger.

Naheliegenderweise gibt es eine starke Voreingenommenheit zugunsten des Behaltens von Territorium, aber ethnische Homogenität und sozialer Frieden sind höhere Werte, für die Ethnonationalisten bereit sind, Grundstücke zu opfern. Was uns zur Kalifornienfrage bringt.

Ich hasse es, das zu sagen, denn es ist einer unserer schönsten Bundesstaaten, aber kulturell und politisch wäre der Rest der Nation viel besser dran, wenn Kalifornien einfach in den Pazifik fiele. Ein Calexit wäre das Nächstbeste. Falls Kalifornien sich abspalten würde:

  • würde die Demokratische Partei ihren festen Griff auf 55 Wahlmännerstimmen verlieren, mehr als 20 % der 270, die sie brauchen, um die Präsidentschaft zu gewinnen.
  • würden wir um 40 Millionen Staatsbürger plus unzählige Millionen von Illegalen verlieren. Ein Drittel der Bürger Kaliforniens sind als weiß eingestuft, obwohl das große Zahlen von Juden (mehr als eine Million, etwa einer von sechs amerikanischen Juden, einschließlich großer Zahlen, die in den Unterhaltungsmedien konzentriert sind) und anderen nichteuropäischen Kaukasiern einschließt. Buchstäblich alle Illegalen sind natürlich nichtweiß. Ein Calexit bedeutet, daß unsere nichtweiße Bevölkerung um etwa 28 oder 29 Millionen verringert würde, nicht gezählt die Illegalen (mehr als ein Viertel unserer nichtweißen Einwohner), wohingegen unsere weiße Bevölkerung nur um etwa 11 oder 12 Millionen verringert würde (etwa ein Zwanzigstel der allgemeinen weißen Bevölkerung). Viele jener Weißen sind außerdem hoffnungslose Linke.
  • Ein unabhängiges Kalifornien könnte ein Magnet für Nichtweiße und weiße Linke aus dem Rest Amerikas werden, eine Art von Abszess, der die Gifte aus unserem Staatswesen abfließen läßt. Sie würden wegen der Vielfalt, der Dekadenz und der Gratisleistungen dorthin schwärmen, und wenn Kalifornien sich in Mexico Norte verwandelt, würden wir einfach Trumps Große Mauer verlängern, um sie am Zurückkommen zu hindern.
  • Der laufende Exodus vernünftiger Weißer aus Kalifornien würde sich nur beschleunigen, was den Rest Amerikas politisch und demographisch verbessern würde.

Kurzum, nach einem Calexit gäbe es weniger, aber bessere Amerikaner.

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„Die Meinungsmutigen“ wollen ein Ende der Anonymität im Internet

Von links nach rechts: PR-„Experte“ Wolfgang Rosam, Kanzleramtsminister Ostermayer (SPÖ), Claus Pándi, „Kronen-Zeitung“

Von links nach rechts: PR-„Experte“ Wolfgang Rosam, Kanzleramtsminister Ostermayer (SPÖ), Claus Pándi, „Kronen-Zeitung“

Von Deep Roots, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“.

In der Kronen-Zeitung von heute, 16. Mai 2014, gab es einen Artikel, der mir gleich den Tag versaut hat und den ich nachfolgend wiedergebe:

Neue Initiative für Klarnamen bei Postings in den Medien

Schluss mit Netz-Anonymität

Wien.- Ein Ende der anonymen Postings in Webforen will jetzt die Initiative „Die Meinungsmutigen“ erreichen. Damit sollen die massiv zunehmenden Beleidigungen im Netz („Shitstorm“) gestoppt werden.

Wolfgang Rosam, PR-Experte und Begründer der Initiative, erhält breite Unterstützung aus den Medien, der Wirtschaft und der Politik. Kanzleramtsminister Josef Ostermayer erklärte gestern, dass er diese Aktion begrüßt: In einer Gesellschaft der Meinungsfreiheit sollten alle zu ihrer Meinung stehen.“ Für Rosam, der sich eine neue Posting-Kultur wünscht, ist es „nicht länger hinnehmbar, dass unter dem Deckmantel der Anonymität ungebremst Unterstellungen und persönliche Angriffe im Netz platziert werden.“

Hat man da noch Worte? „In einer Gesellschaft der MEINUNGSFREIHEIT“??? Auch Claus Pándi, der jüdische Innenpolitik-Chef der „Krone“, findet diese Initiative unterstützenswert und hat gleich daneben in seiner Kolumne „Thema des Tages“ dies geschrieben:

Hetze im Netz

Bei allen unbestreitbaren Vorteilen, die das Internet bietet, hat das Netz auch Gefahren. Die reichen von der Cyberkriminalität bis zu den eigenen Spuren, die unbedacht hinterlassen werden.

Dagegen kann man sich aber teilweise schützen. Durch spezielle Programme, aber auch durch Achtsamkeit, was einer selbst im World Wide Web so treibt.

Nicht schützen kann man sich allerdings gegen bösartige Denunzianten, Verleumder und Psychopathen, die inkognito durch die diversen Webforen trollen. Damit können Existenzen zerstört, Unternehmen beschädigt, einzelne Personen psychisch verletzt werden.

Diesem Unwesen, das seit einigen Jahren immer übler wird, tritt nun der PR-Experte Wolfgang Rosam entgegen. Mit seiner privaten Initiative gegen anonyme Postings soll erreicht werden, dass Meinungen in den Webforen der Medien künftig nur noch unter eigenem Namen möglich sein sollen – beziehungsweise, dass zumindest den Redaktionen die Identität der Diskussionsteilnehmer bekannt ist.

Bei aller Konkurrenz zwischen den Mitbewerbern auf dem Medienmarkt besteht bis auf ganz wenige Ausnahmen (etwa eines sogenannten Qualitätsblatts) völlige Einigkeit, dass mit der Anonymität im Netz Schluss sein muss. Das ist ein wichtiger Beitrag für die Meinungsfreiheit und eine funktionierende Demokratie im Zeitalter des Internet.

Für die „Krone“ als größte Tageszeitung des Landes ist es selbstverständlich, diese Initiative zu unterstützen.

Eine heute durchgeführte Google-Suche mit dem Suchbegriff „Initiative Die Meinungsmutigen“ hat eine ganze Seite voll mit Artikeln von gestern und heute erbracht, von verschiedenen Nachrichtenportalen, beispielhaft dafür Wolfgang Rosam wünscht sich Klarnamenspflicht für Postings aus „Der Standard“ und Shitstorms in anonymen Postings müssen ein Ende haben aus nachrichten.at.

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„Way of hope“: die interkulturellen christlichen Bereicherungsförderer

Von Deep Roots , ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“ im Dezember 2014

Als am Freitag dem 12. Dezember im ORF über die angeblich von „Rechtsextremen“ (siehe dazu „Asylaten“ und Antifanten: eine graphologische Auffälligkeit) verübten Brandanschläge und Schmieraktionen gegen drei Asylantenquartiere in der bayerischen Ortschaft Vorra berichtet wurde, hieß es da, die Dorfbewohner selbst seien gar nicht gegen die Asylanten und hätten sich sogar auf sie gefreut und bereits eine Willkommensfeier für sie geplant. Und auch als in weiterer Folge PEGIDA-Demonstranten gezeigt (das erste Mal, daß ich in den österreichischen Medien etwas von dieser Bewegung gesehen habe) und als besorgniserregend hingestellt wurden, fügte man hinzu, daß dies nicht über das große Maß an Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge in Deutschland hinwegtäuschen dürfe, für die als Beispiel auch Willkommensfeiern genannt wurden, „wie auch in Vorra eine geplant war“.

Ich dachte mir da noch: „Willkommensfeiern?! Für Asylanten?! In Österreich gäbe es so etwas sicher nicht!“ Aber schon am nächsten Tag darauf mußte ich in der „Kronen-Zeitung“ diesen Artikel einer Barbara Winkler lesen:

Welle der Hilfsbereitschaft in Weiz für Flüchtlinge aus Syrien

Weiz. – Kurz vor Weihnachten, dem Fest der Liebe, eine schöne Aktion: In Weiz werden auf Initiative der „Way of hope“-Bewegung Flüchtlingen aus Syrien Herzen und Türen geöffnet. Wohnungen, Dolmetscher, Psychotherapeuten, Lebensmittel und vieles mehr wurden innerhalb kürzester Zeit – von der Bevölkerung – organisiert. Man möchte damit Vorbild für ganz Österreich sein.

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Die ersten der insgesamt 37 Flüchtlinge werden am Montag in der oststeirischen Bezirkshauptstadt eintreffen. Statt skeptischer Blicke gibt’s zur Begrüßung offene Herzen: „Wir konnten in kürzester Zeit sieben Wohnungen anmieten. Zusätzlich wurden Einrichtungsgegenstände, Lebensmittel, Kleidung und Geld gespendet“, freut sich Initiator Fery Berger von der interkulturellen Bewegung „Way of hope“ über die enorme Hilfsbereitschaft.

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Der Theologe kooperiert eng mit Pfarre und Stadt, die formale Abwicklung der Flüchtlingsaufnahme erfolgte durch einen Vertrag mit dem Land, das ja bekanntlich händeringend nach neuen Quartieren sucht.

Wer noch helfen möchte: Am 17. Dezember findet im Kunsthaus ein Begrüßungsabend statt, Beginn ist um 17 Uhr.

Ich habe mir dann die Netzseite dieser katholischen „interkulturellen“ Bewegung WAY of HOPE: Spirituelle Bewegung für einen globalen Wandel angesehen und präsentiere nachfolgend Auszüge daraus (besonders aufschlußreich ist das „Menora“-Diagramm im ersten Abschnitt):

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Der Votivkirchenschwindel: Kirche, Caritas und Diakonie packeln mit der Asylmafia

votivkirchen-asyldemonstranten

Von Deep Roots (ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“), unter Verwendung eines Gastbeitrags in „Andreas Unterbergers Tagebuch“.

Seit Ende November halten sogenannte „Asylwerber“, organisiert und unterstützt von linken Berufsrevoluzzern, nach einem Demonstrationsmarsch aus dem Asylaufnahmezentrum Traiskirchen den Sigmund-Freud-Park vor der Wiener Votivkirche bzw. später das Innere der Kirche besetzt, wo sie seither „frierend“ und teilweise angeblich „im Hungerstreik“ ausharren. In Andreas Unterbergers nicht ganz unpolitischem Tagebuch ist dazu am 4. Januar 2013 ein sehr aufschlußreicher Gastbeitrag erschienen, den ich mir samt dem darin enthaltenen Foto für diesen Artikel fladere (für unsere deutschen und schweizerischen Leser: „klaue“), was Andreas Unterberger mir hoffentlich aufgrund meiner Werbung für seine Seite nachsehen wird:

ASYLBETRUG UND GESELLSCHAFTSZERSTÖRUNG

04. Januar 2013 21:21 | Autor: Christian Zeitz

Nach fünfwöchiger Angststarre haben sich also die Sicherheitsbehörden entschlossen, das „Protest-Camp“ der „unterstandslosen Asylanten“ auf der Rasenfläche des Sigmund Freud-Parks vor der Wiener Votivkirche in den frühen Morgenstunden des 28. Dezember 2012 zu räumen und die Fahrzeuge, Zelte, Bänke und Habseligkeiten der Protestierer abzutransportieren. Mehrere Dutzend Asylanten und Aktivisten haben sich in die Votivkirche zurückgezogen, wo sie von Caritas und Diakonie verstärkt versorgt und von deren Spitzen – dem katholischen Michael Landau und dem protestantischen Michael Chalupka – persönlich solidarisch betreut werden.

Empörung über das „unmenschliche Vorgehen der Polizei“ macht sich in kirchlichen, grünen und generell all jenen Kreisen breit, die schon immer einer Beseitigung möglichst aller fremdenrechtlicher Restriktionen das Wort gesprochen haben. Diese Empörung mündete unmittelbar in eine Reihe von Demonstrationen mit eher bescheidener Teilnehmerzahl. Soweit der Sachverhalt, wie er sich für die Konsumenten der Mainstream-Medien rekonstruieren lässt.

Ein komisches Bauchgefühl hat mich schon vor der Räumung gemeinsam mit einem Freund veranlasst, abseits akkordierter PR-Termine einen Lokalaugenschein in der Votivkirche vorzunehmen.

Ankunft um 23.00 Uhr. Unmittelbar vor dem Kircheneingang: Ein kleines Zelt, Tische, Poster, Banner, einige Demonstrationsutensilien. Beim Eintritt in die Kirche: Penetranter Uringestank in der hinteren Ecke rechts, helle Erleuchtung des hinteren Trakts, auf der linken Seite des hinteren Kirchendrittels eine rund hundertfünfzig Quadratmeter große Lagerstätte, die eher einer Mülldeponie gleicht; durcheinandergewürfelte Matratzen, Decken, Schlafsäcke, Heizlüfter, leere Plastikbecher, kleine Lautsprecher mit Kabeln, Sesseln, dazwischen halbzerknitterte, schlampig beschriebene Papierfetzen mit „Wir sind Maria und Josef“, „David war Asylwerber oder Flüchtling“, „Auch Jesus war Asylsuchender“, davor eine Gruppe verächtlich lieblos hingestellter, kleiner Krippenfiguren mit ausgebrannten Kerzen drum herum, und ganz hinten die demagogische, linke Motivations-Parole „By the People, for the People, Deportation?“. Also ein Saustall, der an den zurückgelassenen Mist des samstägigen Flohmarkts hinter dem Naschmarkt erinnert. Arg respektlos gegenüber gläubigen Katholiken.

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Dann die große Überraschung: Die gesamte Lagerstätte ist vollkommen leer. Kein einziger „Asylant“ in den künstlich ausgestopften Schlafsäcken oder Behelfszelten, überhaupt kein Mensch in der Kirche, die in gespenstischer Stille sich völlig selbst überlassen ist. Geschockt gehen wir zum Auto zurück, holen eine Kamera, um die Abwesenheit der angeblich frierenden Hilfsbedürftigen zu dokumentieren. Wieder zurück im Gotteshaus werden wir von vier mittlerweile aus dem gegenüberliegenden Camp im Votivpark herbeigeeilten Personen – zwei Mädchen und zwei jüngeren Männern – empfangen, die von uns eine Rechtfertigung für unseren nächtlichen Besuch einfordern.

Alle vier stellen sich als Mitarbeiter der Caritas vor, sind in betretener Abwehrhaltung, sehen es gar nicht gern, dass hier unangemeldeter Besuch kommt. Die Frage, wo denn die verzweifelten Flüchtlinge sind, können oder wollen sie nicht beantworten. Sie würden gerade beraten, ob sie das Angebot der Caritas und anderer Einrichtungen zum sofortigen Bezug beheizter Quartiere anzunehmen bereit sind oder nicht. Diese Beratung würde bereits seit Mittag andauern.

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An Jörg Haiders „Unfall“ort

Von Deep Roots, ursprünglich veröffentlicht im Sommer 2010 auf „As der Schwerter“

 

Anläßlich des Todes von Richterin Kirsten Heisig habe ich mich zu einer Programmänderung entschlossen und bringe zunächst einen kurzen Bericht über einen Ausflug nach Kärnten im Herbst vorigen Jahres, gefolgt von ein paar Gedanken zum damaligen und zum aktuellen Fall:

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Einer der Orte, die ich damals besuchte, war die Stelle von Jörg Haiders „Unfall“ in Köttmannsdorf südlich von Klagenfurt. Ich bin dort schon mehrmals vorbeigekommen, aber niemals solo, sodaß ich nun endlich die Gelegenheit hatte, dort anzuhalten und ein paar Aufnahmen zu machen.

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Oben: Dies ist die Kurve, um die Haider gekommen ist, und in der er nach einem Überholmanöver bei 140 km/h ins tödliche Schleudern gekommen sein soll (das nächste Bild zeigt die Fortsetzung in Richtung des Unglücksortes mit der Gedenkstätte).

Hier könnte ich zum Vergleich Bilder einer anderen, mindestens genauso stark gekrümmten Kurve einfügen (was ich aber aus taktischen Gründen nicht tue), die ich einmal mit 140 km/h bewältigt habe, wobei mir auch die Ideallinie von einem Kleintransporter versperrt worden war.

Und ich hatte damals keinen VW Phaeton, sondern bloß ein sportlicheres Kompaktauto von Mitte der 80er-Jahre.

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Mein Fazit: Hier kommt man niemals mit 140 km/h schon in tödliche Schwierigkeiten, schon gar nicht mit einem Phaeton. Und die angebliche Alkoholisierung ist auch erlogen – mein Arbeitskollege hat im Radio ein Interview mit Haider gehört, das eine Dreiviertelstunde vor dem „Unfall“ aufgenommen worden war und in dem Haider noch stocknüchtern wirkte.

Und auf das diesbezügliche Urteil meines Kollegen ist Verlaß: wenn unser Chef einen in der Birne hat, dann erkennt er das am Telefon, wo mir noch gar nichts auffällt…

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Zur Erinnerung an Jörg Haider

Cernunnos' Insel

Von Osimandia, ursprünglich am 11. Oktober 2012 auf „As der Schwerter“ veröffentlicht.  

Heute vor vier Jahren, in den ersten Stunden des 11. Oktober 2008 starb der Kärnter Landeshauptmann Dr. Jörg Haider. Zu seinen Lebzeiten hatte ich mich nicht übermäßig für ihn interessiert, aber weil ich durch ein Internetforum, das ich damals besuchte, mit in das Detektivspielen zu seinem Tod hineingezogen wurde, erfuhr ich zwangsläufig – unter anderem auch von dort anwesenden Kärntnern, die ihn persönlich gekannt hatten – dass er ein großartiger Mensch gewesen sein musste. Er war darüberhinaus (eine solche Einschätzung sei mir ausnahmsweise gestattet, da es Männer in umgekehrten Fällen ja auch tun) ein sehr schöner Mann, der gleichermaßen Lebensfreude wie Geborgenheit ausstrahlte.

Er ist es wert, dass einmal wieder an ihn erinnert wird. Wir sollten uns sowieso insgesamt bemühen, nicht so schnell zu vergessen. Das ist meiner Ansicht nach eine der Schwächen unserer Rasse…

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