V – Die außerirdischen Besucher – Teil 1

oder Star Dreck 7/1

von Dunkler Phoenix

(Ich freue mich, dass ich nun auch einen Beitrag zu der Reihe leisten kann, die ich immer sehr gerne gelesen habe.)

Ich werde mich hier mit beiden „V“ Serien – im ersten Teil mit dem Original aus den 1980er Jahren (1983-1985) und im zweiten Teil mit dem Remake (2009-2011) beschäftigen.

Die Originalserie wurde konzipiert als eine Analogie auf „den Faschismus.“ Die beiden Pilotfilme sind „den Resistance Kämpfern der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gewidmet“ In ihnen sind die Anspielungen auf Nazideutschland am offensichtlichsten:

Die Flagge der Visitors (Besucher) ist ein abgebrochenes Hakenkreuz.

Die Besucher, die mit einer Flotte von Ufos zur Erde kommen, tun so, als kämen sie in Frieden. In Wirklichkeit wollen sie aber das Wasser der Erde stehlen und sie treiben auch Menschen zusammen, um sie in künstlichen Tiefschlaf zu versetzen und später zu essen. Sie übernehmen das Militär und die Polizei, Wissenschaftler und Politiker werden gehirngewaschen. Gleichzeitig verbreiten sie das Gerücht einer „Verschwörung von Wissenschaftlern“, das sie zum Anlass nehmen das Kriegsrecht zu verhängen. Wissenschaftler werden von nun an diskriminiert, auch von den anderen Menschen, sie werden abgeholt und kehren nicht mehr wieder.

Der Chef der Besucher ist der mysteriöse „Leader“, den der Zuschauer nie zu Gesicht bekommt. Im Deutschen ist diese sehr offenkundige Analogie entschärft, dort spricht man vom „Denker.“ So weit geht es, ging es schon immer mit der Zensur in der BRD, nicht einmal die Bösen dürfen einen Führer haben (analog zum Computerspiel „Wolfenstein“, in dem man gegen Nazis kämpfen musste und das wegen der Darstellung von rechtsextremen Symbolen indiziert wurde).

Einer der Charaktere, der alte Abraham Bernstein, erkennt als erster, dass „es wieder passiert.“ Seinem Enkel, Daniel Bernstein, der mit den Besuchern kollaboriert, schüttet er ein Glas Champagner ins Gesicht.

Um zu erklären, warum man den Besuchern Widerstand leisten muss, bemüht er die Geschichte seiner Frau, die „nackt und kahlgeschoren, aber stolz und ungebrochen“ in die „Dusche ohne Wasser“ gegangen sei.

Am Ende des ersten Teils besprühen Kinder ein Plakat der Besucher. Abraham weist sie an „es richtig zu machen.“ Sie sollen ein V sprühen „für Victory“ (Sieg).

Im zweiten Teil überredet Abraham seinen Sohn, eine Familie von Wissenschaftlern im Pool- Haus zu verstecken, Daniel verrät die Familie an die Besucher und erreicht so, dass auch seine Familie abgeholt wird. Abraham sitzt vor einem Schallplattenspieler und hört hebräische Musik, als die Tür aufgeht. Die Soldaten der Besucher begrüßt er mit „Shalom.“

Die Anspielungen auf den Nationalsozialismus sind also ziemlich… subtil.

Trotzdem sind die Filme ziemlich gut gemacht – für Leute, die den Stil der 80er Jahre mögen zumindest.

Auch die folgende Miniserie „The Final Battle“ mit drei Filmen in Spielfilmlänge, welche die Handlung der Pilotfilme nahtlos fortsetzt, ist im gleichen Stil gehalten. Da nun enthüllt ist, dass die Besucher unter der menschlichen Haut, die sie zur Tarnung tragen, reptilienhafte Monster sind und die Menschen ihre Pläne kennen, geht es dem Widerstand nicht mehr darum, die anderen Menschen aufzuklären, sondern sie kämpfen einen Guerillakrieg gegen die mächtigen Außerirdischen.

Zwei Dinge sind aber erwähnenswert: Zum einen der Quotenneger, der Rebellen, der ein typischer Straßengangster ist. Sein Vater jedoch ist ein typischer „numinoser Neger“, gutmütig und autoritär und sein Bruder ist Arzt. Eben jenen nennt unser Quotenneger „Onkel Tom“, dieser beschwört seinen natürlich neidischen Bruder, er hätte ja auch alles erreichen können, er solle sich diese Gangstermasche aus dem Kopf schlagen.

Während der Kleinganove also dem Arzt vorwirft, er unterwerfe sich dem weißen System, propagiert dieser, dass es für jeden möglich sei, in diesem System etwas großes zu leisten (was der Quotenneger später auch schafft, nachdem die Besucher besiegt sind hat er eine Bar und sogar eine eigene Schuhkollektion).

Wie elendig und nutzlos müssen sich eigentlich all diese Neger, Türken und Araber vorkommen, denen von unserer „antirassistischen“ Gesellschaft eingeredet wird, sie könnten „alles erreichen, was sie wollen“, sie müssten sich eben nur anstrengen? Wenn jemand eben nicht die entsprechende Intelligenz hat, Arzt oder Wissenschaftler zu werden, dann ist es doch keine Schande, wenn er einen anderen Beruf ergreift!

Bei einer Abiturientenquote von 50% ist es das aber schon. Der Hauptschulabschluss ist ja nunmehr nur noch ein Versagerticket (hierbei verläuft die Entwicklung in den USA und Deutschland parallel).

Schlimmer noch: Der solchermaßen Scheiternde kann ja gar nicht anders, als den angeblichen „strukturellen Rassismus“ des Systems verantwortlich zu machen – ihm wird ja ständig gesagt, dass er genauso gut wäre, wie alle anderen, warum scheitert er dann ständig?

Wenn wir nur mal den Mut aufbrächten zu sagen „manche Kinder sind eben dümmer als andere!“ und „nicht jeder kann Arzt werden, wir brauchen auch Handwerker!“ – gar nicht mal in Verbindung mit der Volkszugehörigkeit, einfach ganz neutral, dann würden wir vielen verzweifelnden Kindern helfen, ein Lebensziel zu entwickeln, dass für sie auch erreichbar ist. Für die gescheiterte Generation – egal ob Türke oder Deutscher – gilt bis dahin weiter: Entweder Superstar oder eben HartzIV.

Hierbei glaube ich nicht, dass Macher von Serien wie „V“ nur den gesellschaftlichen Mainstream nachplappern. Szenen wie die beschriebene mit unserem Quotenneger sind einfach zu häufig und viel zu gut platziert.

Sie sind Propaganda.

Der nächste Punkt, der an „the Final Battle“ auffällt, ist, dass es eine „Fünfte Kolonne“ bei den Besuchern gibt – Aliens, welche die bösen Pläne der Aliens ablehnen und daher den menschlichen Widerstandskämpfern helfen. Der Sohn des Protagonisten Donovan wird im Laufe der Serie von den Aliens gehirngewaschen und „umgedreht.“ Er fragt seinen Vater, ob die Fünfte Kolonne nicht Verräter an ihrer eigenen Rasse wären. Außer „das ist eine Art, das zu sehen“ hat er keine passende Antwort darauf, trotzdem nehmen die Rebellen diese Frage zum Anlass, nicht nur zu vermuten, sondern sich sicher zu sein, dass der Junge von den Aliens umgedreht wurde.

Auch die Fünfte Kolonne selbst scheint nicht genau zu wissen, warum sie für den Feind arbeitet. Sie sagt immer wieder nur, dass es falsch sei, was die Besucher tun.

Nun ist es sicherlich nicht nett, wenn man einfach in ein fremdes Sonnensystem fliegt, sich maskiert wie die dort lebenden mehr oder weniger intelligenten Lebewesen und während man ihnen vorgaukelt, man komme in Frieden, pumpt man alles Wasser aus ihrem Planeten, nur um dann anzufangen, die Lebewesen nach und nach abzupacken und zum späteren Verzehr in den Kühlschrank zu legen.

Aber welche Motivation sollten nun Aliens, die mit dieser Taktik nicht einverstanden sind, haben, sich mit der fremden Lebensform zu verbünden? Wir hören in der Serie, dass der Planet der Besucher eine Wüste ist, die Aliens staunen über den Wasserreichtum der Erde. Mehrmals wird gesagt, dass die Kultur der Besucher zum Untergang verdammt ist, wenn sie nicht in rauhen Mengen Wasser und Nahrung heimbringen. Unser Held schlägt an einer Stelle vor: „Wir hätten ja teilen können!“

Wie hat man sich das vorzustellen? Die Besucher kommen zur Erde – diesmal wirklich in friedlicher Mission – erzählen den Menschen, dass sie ein Haufen von Reptilianern sind, die Mäuse und Vögel lebendig essen und bitten darum, dass man ihnen so viel Wasser uns Nahrung wie möglich zur Verfügung stellt. Der Bedarf sei eigentlich so hoch, dass man alles benötige, was da sei, aber weil man aus humanen, äh, menschenrecht… äh, aus ethischen Erwägungen keine andere intelligente Rasse durch Verspeisen ausrotten wollen würde, würde man sich mit dem begnügen, was die Menschen glaubten, erübrigen zu können. Man würde keine Gewalt anwenden, obwohl man über gegenüber den Menschen völlig überlegene Technologie verfüge und man würde nun still und duldsam abwarten, wie die verschiedenen Nationen der Erde sich darüber verständigten, wie viel Prozent Wasser der Ozeane die Erde über hat, welche Nahrungsquellen man für die Besucher erschließen wolle und welches Land dabei welche Aufgabe übernehme.

Selbst wenn man sich vorstellt, dass die Besucher bei so einem „Deal“ anbieten würden, ihre überlegene Lasertechnologie zu teilen, Erdenkrankheiten zu heilen oder Raumschiffe für die Menschen zu bauen, wirkt dieses Szenario doch mehr als lächerlich.

Hier wird die „amerikanische Überzeugung“ propagiert, dass ein Kampf zwischen zwei Rassen oder Kulturen vom Standpunkt einer höheren Moral aus entschieden werden kann. Diese höhere Moral ist natürlich die amerikanische Moral, was logisch gesehen ein Selbstwiderspruch ist, den Amerikanern allerdings anscheinend keine allzugroßen Kopfschmerzen bereitet (und ja, wenn ich hier „amerikanisch“ schreibe, meine ich eigentlich „jüdisch“, wir sind eben nur gewohnt, diese Art von Selbstherrlichkeit mit den USA zu verbinden und viele wollen sich ja nicht eingestehen, wer die USA in Wirklichkeit kontrolliert).

So perpetuieren solche Serien das Verbrechen, einen besiegten Feind moralisch zu verdammen, so wie die Alliierten das mit Deutschland gemacht haben.

Gleichzeitig wird der Verrat am eigenen Volk aus vorgeblich moralischen Erwägungen legitimiert.

Im Universum, in dem solche Filmemacher (und die meisten Zuschauer) leben, ergibt das alles auch noch einen Sinn, weil die Mächte des Guten ja niemals gegen ein Volk vorgehen, sondern immer nur gegen tyrannische Herrscher oder auch schonmal böse Achsen. Wenn die USA hunderttausende Iraker umbringt, dann nur um Saddam Hussein davor zu bewahren, seine nichtvorhandenen Massenvernichtungswaffen einzusetzen. Wenn die NATO hunderttausende Lybier umbringt, dann nur um den bösen Gadaffi zu stürzen, usf. Dabei ist die Taktik, Rebellen zu unterstützen, die sich dann als heldenhafte „Resistance- Kämpfer“ gerieren, geradezu klassisch. Selbstredend sind Guerillas, die GEGEN die Mächte des Guten kämpfen, mitleidlose, fanatische Terroristen.

Ich erinnere hier an Thatchers genialen Artikel über Stauffenberg, der gerade im verbotenen Archiv nachveröffentlicht wurde, in dem er Stauffenberg genau diese Fehlleistung nachweist: Die Alliierten kämpften nicht, zumindest nicht ausschließlich, gegen Hitler und die Nazis. Der Krieg war ein Krieg gegen das deutsche Volk. Wie man in diesem Video über Heß (danke, Killerbee!) erfahren kann, hat sogar der Vatikan auf deutsches Betreiben versucht einen Frieden mit England auszuhandeln. Wenn Stauffenberg erfolgreich gewesen wäre, dann hätte sich nichts geändert, außer dass der Verlust des Führers wahrscheinlich den Wehrwillen der Deutschen beschädigt und den alliierten Sieg etwas beschleunigt hätte.

Das war aber nicht Stauffenbergs Ziel (manche glauben das übrigens heutzutage wirklich, also dass Stauffenberg wollte, dass die Alliierten gewinnen), er wollte den Krieg beenden, indem irgendeine Art von Frieden mit den Allies geschlossen würde und Deutschland als souveränes Land erhalten bliebe. Das stand 1944 aber schon lange nicht mehr zur Debatte, wie Stauffenberg leicht hätte herausfinden können. Daher schließe ich mich dem Urteil Thatchers an: Das Attentat war reine Dummheit, schlimmer, es war Verrat, weil es 1944, auch wenn man Gegner des Regimes war, keine Möglichkeit mehr gab, einen Frieden mit den Alliierten auszuhandeln.

Leute wie Stauffenberg, die ihr eigenes Volk verraten ,werden als Helden gefeiert und in Serien wie „V“ wird die vorgebliche moralische Notwendigkeit eines solchen Verrats wiedergekäut, damit wir es auch ja nicht vergessen.

Das Ganze wirkt natürlich nur unterschwellig, zum einen weil wie gesagt die meisten Zuschauer die Mär von den „Mächten des Guten“ verinnerlicht haben (wobei es oft die beinharten Antiamerikaner unter den Linken sind, welche auf solche Propaganda am meisten hereinfallen) und zum anderen ist es ja nur eine Serie, die zu Unterhaltungszwecken produziert wird und keine Propaganda, nicht wahr?

Die anschließende 19- teilige Serie bietet eine noch breitere Palette an propagandistischen Elementen. Es beginnt schon damit, dass ein Jahr nach Ende der Handlung von „The Final Battle“ – die Menschen hatten mit der Aussetzung eines Bakteriums, das für Menschen harmlos, für Besucher aber tödlich ist, den Krieg für sich entschieden – der gefangengenommenen Chefin der Besucher „Diana“ (Jane Badler) der Prozess gemacht werden soll.

Einer der Verräteraliens, die durch Einnahme von Tabletten gegen das Bakterium immunisiert wurden, sagt, in seiner Heimat käme die Justiz schnell und tödlich. Er versteht nicht, warum man Diana den Prozess macht. Daraufhin unser Held: „Dies ist eine demokratische Gesellschaft! Jeder ist unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist.“ Die Anklagepunkte sind Genozid, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kannibalismus.

Dies offenbart noch deutlicher als die Verherrlichung des Verrates die kranke und verdrehte Moral, die solchen Filmen und unserem Gesellschaftssystem zugrunde liegt:

Einer Außerirdischen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorzuwerfen ist das gleiche, wie einen Menschen des Mordes zu bezichtigen, weil er einen Affen getötet hat (auch das wird ja vorbereitet und nicht wenige Verstrahlte, die unser bundesdeutsches Bildungssystem erlitten haben, würden sogar vorbehaltlos zustimmen, dass es Mord ist).

Es gibt allerdings eine moralische Kategorie, welche auch in vielen Science- Fiction Filmen zur Anwendung kommt, welche diesen Lapsus vermeidet: Da sowohl die Besucher, als auch die Menschen intelligentes Leben sind, sollte das jeweils andere intelligente Leben als gleichwertig akzeptiert werden.

Das hört sich ja sehr schön an, aber ich habe auch hier einige Einwände. Zum einen ließe sich vermuten, dass Aliens, die mit Beinahe- Lichtgeschwindigkeit in riesigen Raumschiffen durchs All fliegen, unsere zarten technologischen Versuche vorkommen mögen wie die Sprech- Schreibversuche, die wir bei Schimpansen beobachten können.

Zum anderen hat dieses eherne Gesetz die verschiedenen Völker bisher auch nie davon abgehalten sich gegenseitig umzubringen.

Zuletzt stelle man sich vor, die Menschheit wäre in einer ähnlichen Situation wie die Besucher. Im Jahr 3000 oder so sind die Ressourcen auf der Erde knapp geworden, dafür hat man den Hyperantrieb erfunden. Die nächste von intelligenten Wesen bewohnte Welt hat alle diese Ressourcen im Überfluss. Nur die intelligenten Wesen stören ein wenig.

Auch diese Geschichte ist schon häufiger erzählt worden, in Avatar zum Beispiel ist es der Mensch, der sich mit den Außerirdischen gegen die bösen menschlichen Ausbeuter verbündet. Auch er wird gefragt: „Was ist das für ein Gefühl, die eigene Rasse zu verraten?“ Ich weiß nicht mehr, ob oder was er antwortet, aber im Geiste der Hollywood- Propaganda hätte er sagen können: „Ein sehr gutes, danke der Nachfrage!“

Nun könnte man natürlich sagen, dass all meine Einwände nicht greifen, weil ich ja nur beschreibe, dass gegen das eherne moralische Gesetz verstoßen wird, ein Verstoß gegen ein Gesetz dessen Geltung aber nicht aufhebt.

Dem ist zu entgegnen, dass wir es ja hier eben nicht mit einem ehernen moralischen Gesetz zu tun haben, sondern mit einer Fiktion, die geschaffen wurde, um uns zu schwächen. Wenn sich nämlich die Urheber dieser Fiktion am Wenigsten daran halten, ja im Gegenteil, ohne Rücksicht auf Verluste und geradezu blindwütig nur für den eigenen Vorteil kämpfen, Verluste bei anderen nicht nur in Kauf nehmend, sondern höhnisch feiernd, ist dann nicht die Frage erlaubt, ob dieses „eherne“ Gesetz vielmehr als Kette gedacht ist, an welche die anderen Völker gelegt werden sollen?

Wenn die Moral, die man predigt, für einen selbst nicht gilt, dann instrumentalisiert man die Moral, ja, dieser Zustand ist geradezu die Definition einer totalitären Herrschaft (das Gesetz gilt nur für die Untertanen, nicht für die Herrscher).

Nehmen wir nun an, wir hätten es mit einer Gruppe von totalitär denkenden „Aliens“ zu tun, die ihre Herrschaft vor allem über die Medien ausüben, wäre es dann nicht geradezu genial, wenn sie ihren Untertanen über den Kanal angeblicher „Unterhaltungssendungen“ das „eherne moraliche Gesetz“ ins Unterbewusstsein prügeln?

Für die Moralisten: Ja, Genozid ist ein Verbrechen und ja, vom ethischen Standpunkt aus hat ein jedes Volk das Recht zu leben.

Aber erstens findet, wie wir immer wieder nachgewiesen haben, ja gerade nichts weniger als ein Genozid (an UNS) statt. Dieser geschieht nur verdeckt, die Maßnahmen zu seiner Verwirklichung aber werden mit diesem „ehernen moralischen Gesetz“ gerechtfertigt.

Und zweitens gibt es, wenn zwei Völker um Ressourcen wie Land oder Rohstoffe kämpfen, einfach keine höhere Moral, die festlegen könnte, wem was gehört, wer auf wieviel Anspruch hat. Wenn beide Völker zuwenig haben, werden sie um die Ressourcen kämpfen. Wenn ein Volk zuwenig hat, wird es um die Ressourcen kämpfen. Und selbst wenn beide Völker genug Ressourcen haben, werden sie wahrscheinlich kämpfen.

Als Nationalist wäre mir nichts lieber, als dass die deutschen Grenzen ein für allemal festgelegt wären (am liebsten natürlich so wie vor dem ersten Weltkrieg, aber man muss realistisch bleiben) und es ein Gesetz gäbe, dass alles, was wir brauchen, hier produziert werden muss, Deutschland also zu 100% autark ist. Man könnte beschließen, dass nur Überschüsse im Tausch gegen Dinge, die wir brauchen, exportiert werden und Import von billiger ausländischer Ware verboten oder mit gesalzenen Zöllen verbunden ist. Es wäre schön, wenn wir ewige Neutralität gegenüber allen Nachbarn und auch allen anderen Ländern der Welt, insbesondere gegenüber einem kleinen Mittelmeerstaat, erklären würden, alle dauferhaft hier lebenden Ausländer ausweisen und alle im Ausland lebenden Deutschen wieder zu uns einladen würden. Es wäre schön, wenn Ausländer nur noch als Gäste willkommen sind, die nach einer bestimmten Frist wieder auszureisen haben und ausländische Investitionen, Geschäfte und Machenschaften in Deutschland verboten oder auf ein Minimum reduziert wären.

Es wäre herrlich, dieses Deutschland erblühen zu sehen, zu erleben, wie erst die Vier-, dann die Dreitagewoche eingeführt wird, während die Leute sich in der gewonnenen Zeit freiwillig und unentgeltlich um soziale Belange, wie dem Entmüllen von Grünflächen, der Alten- und Krankenpflege oder der politischen Mitbestimmung widmen würden.

Aber mal ehrlich: Wie hoch müsste die Mauer denn sein, die wir aufbauen müssten, um dieses Deutschland für uns selbst zu haben? Wie viele Atombomben müssten wir anschaffen, um unsere neidischen Nachbarn, die ohne das schöne BRD- Geld mächtig in die Röhre schauen würden, von einem weiteren Krieg gegen uns abzuhalten, wie lange würde es dauern, bis Frankreich einfallen würde, dass das Ruhrgebiet ja eigentlich französisch ist?

Und was würden wir tun, wenn wir Ressourcen bräuchten? Wenn wir die 100 Millionen Grenze erreichten und es eng in unseren Grenzen würde? Wenn uns die Nachbarn mit einem Wirtschaftsembargo belegen und wir kämen nicht mehr an lebenswichtige Rohstoffe ran? Wenn CIA und Mossad Resistance- Kämpfer ausbilden würden, die gegen uns in den Krieg ziehen, während dem Rest der Welt erzählt wird, Hitler wäre wiederauferstanden und hätte das Vierte Reich ausgerufen?

Machen wir uns nichts vor: Der natürliche Zustand – der einzige Zustand – zwischen Völkern und Rassen ist der Zustand des Krieges. Dieser Krieg muss nicht immer „heiß“ geführt werden, es müssen nicht immer Menschen umkommen und Häuser brennen. Das, was China mit seiner Wirtschaftsspionage macht ist auch Krieg. Ein Wirtschaftskrieg gegen den Westen.

So verstanden bedeutet Krieg, dass jedes Volk, jedes Land, jede Rasse, ihre eigenen Interessen über die der anderen stellt und sie mit allen vernünftigen Mitteln vertritt. Im Atomzeitalter ist der „heiße“ Krieg normalerweise keine vernünftige Option mehr, jedenfalls nicht gegen ein Land, das Atomwaffen besitzt. Aber man kann es infiltrieren, unzufriedene Gruppen finanzieren, ausspionieren. Oder man verbündet sich mit ihm und genießt die Vorteile von wirtschaftlicher und militärischer Kooperation. Aber niemals befreunden sich zwei Länder! Das gibt es einfach nicht, das ist eine Metapher aus dem Reich persönlicher Beziehungen, in welchem selbstlose Taten gegenüber Freunden, Familienmitgliedern oder Volksangehörigen eine heroische Tat darstellen. Kein Land opfert sich für ein anderes auf oder macht ihm ohne Hintergedanken ein Geschenk.

Das ist alles nur Blendwerk, jüdische Propaganda, die dazu da ist uns in eine Haltung des Gebens zu manövrieren, während die andere Seite (nicht nur Juden, auch Moslems, Neger, Franzosen, auf einer höheren Ebene alle Nichtweißen von Weißen) nur nimmt.

Es gibt nicht wenige, die argumentieren, auch unter Individuen gäbe es keine Selbstlosigkeit. Die „selbstlose“ Rettung von Familienmitgliedern sei dem Eigennutz (Erhaltung der eigenen Gene) geschuldet, weshalb man auch einem Volksgenossen eher helfe als einem Maximalpigmentierten (ist einem ja schließlich ähnlicher).

Ich will das gar nicht bestreiten, nur anführen, dass dies ja nicht das zugrundeliegende moralische Prinzip entwertet. Wenn die Zusammenarbeit zwischen Volksgenossen nicht nur moralisch besser ist, als das sich gegenseitig abschlachten, sondern auch effizienter, dann bedeutet das nicht, dass es deswegen unmoralisch oder wertlos wäre.

Die Ethiken, die behaupten, nur Handlungen ohne jeden Eigennutz (Christentum, Kant) wären moralisch etwas wert, tendieren dazu, die Hilfe gegenüber Fremden über- und die Hilfe gegenüber dem wirklich „Nächsten“ unterzubewerten. Wenn ich als Beispiel die Frage stellen darf, was wohl im Allgemeinen als moralisch höherstehend bewertet wird: eine Spende an die hungernden Kinder in Afrika oder die Pflege eines kranken Verwandten, werden die meisten sagen, die Spende nach Afrika sei moralisch höher stehender, weil sie ja „uneigennützig“ sei, während man bei dem Verwandten ja eine Neigung habe ihn zu pflegen, weil man ihn ja kennt und liebt.

Abgesehen davon, dass man seine Verwandten sicherlich nicht alle ohne Unterschied liebhat und die Pflege auch eines geliebten Menschen, wenn dieser sehr krank ist, einen an die eigenen Grenzen bringen kann, abgesehen davon, dass die Spende nach Afrika so leicht wie kontraproduktiv ist, sieht man an diesem Beispiel deutlich, wie die ferne Hilfe der naheliegenden Hilfe moralisch vorgezogen wird.

Wobei Jesus ja tatsächlich vom „Nächsten“ und nicht vom „Fernsten“ redet und auch Kant sicherlich nicht mit der Bewertung übereinstimmen würde, dass die Spende moralischer wäre als die Pflege des Verwandten. Ich sage nur: Diese Ethiken tendieren dazu, so interpretiert zu werden, bzw. denke ich wiederum, dass man uns diese Interpretation absichtlich aufdrängt.

Vom Standpunkt des reinen „Vorteil- Nachteil“ Denkes, vom radikal- egoistischen Standpunkt aus gedacht, ist es tatsächlich egal, ob man mit den Volksgenossen kooperiert oder ob ein Volk mit anderen Völkern kooperiert – sowohl das Individuum, als auch das Volk, tut dies nur zum eigenen Vorteil. Sollte es zu seinem Vorteil sein, zu betrügen, falschzuspielen oder gegen die anderen zu kämpfen, wird es – egal ob Volk oder Individuum – das tun, weil es ja nur das eigene Nützlichkeitsprinzip im Kopf hat.

Die Verfechter der egoistischen Ethik sagen also, alle Regeln zwischen Individuen und Völkern sind nur Übereinkünfte, die gebrochen werden können – und auch tatsächlich gebrochen werden – wenn sie keinen Vorteil mehr versprechen.

Im Bezug auf Völker stimme ich zu.

In Bezug auf Individuen nicht. Die Regel, dass man einen Volksgenossen nicht betrügt, verletzt oder ermordet, ist nicht verhandelbar oder situativ. Sie ist universell.

Das ist aber eine Glaubensfrage, die ich weder argumentativ begründen kann, noch will. Eine argumentative Begründung hätte nun wieder egoistische Motive zum Inhalt, z.B. dass man sich auf die Regeln verlassen können muss, damit das Zusammenleben funktioniert, etc., aber ich will hier gar nicht an die Vernunft appellieren, sondern einen universellen ethischen Grundsatz postulieren. Und solche Postulate sind notwendig unbegründet.

Wir sehen also folgendes: Die jüdische Ethik hat den Grundsatz

  • Altruismus unter Volksgenossen
  • Egoismus unter Völkern

nicht abgeschafft, sondern UMGEDREHT:

  • Egoismus unter Volksgenossen
  • Altruismus unter Völkern

Für ein Volk, dass sich selbst noch des ersten Grundsatzes bedient, sind Völker, die erfolgreich zur Befolgung des umgedrehten Grundsatzes umerzogen worden sind, ein gefundenes Fressen. Ihre interne Solidarität ist zerfressen, während sie dazu dressiert wurden, Geschenke nach außen zu verteilen, ohne eine Gegenleistung zu verlangen.

Dies entspricht auch dem von Carl Berg gezogenen Unterschied zwischen einer „Gemeinschaft“ und einer „Gesellschaft“ und alle Versuche, diese „Gesellschaft“ gegenüber der Gemeinschaft moralisch zu erhöhen (der Jude Popper redet von der „offenen“ und der „geschlossenen“ Gesellschaft, die geschlossene ist böse, archaisch und stammesfixiert, die offene ist gut, moralisch und aufnahmebereit) sind Versuche, die bestehenden Gemeinschaften von Völkern zu unterminieren und zu Gesellschaften zu erniedrigen. Neben der Gehirnwäsche ist ein probates Mittel dazu die ethnische Vermischung.

Nun mag man einwenden, ich würde hier sehr viel an einer einzigen Szene herumdeuten, mir scheint aber nötig, die Struktur des hinter der offensichtlichen Propaganda liegenden Weltbildes zu beschreiben, weil ansonsten immer der Einwand erhoben werden kann, allein die Behauptung, hier liege nicht reine Unterhaltung, sondern eben auch Propaganda vor, wäre unzutreffend.

Wenn man das zugrundeliegende Weltbild nicht freilegt, kann man die Propaganda nicht als solche erkennen, so wie die meisten Menschen auch nicht erkennen, dass unsere Volksverräter, wenn sie von Freiheit und Demokratie, von Menschenrechten und historischen Verpflichtungen reden, uns in Wahrheit nur die Globalisierung und die Neue Weltordnung, also unsere totale Versklavung, schönreden.

Auch lesen: Teil 2 – Fortsetzung der Analyse von Staffel drei und Beleuchtung des Remakes

In der Star Dreck Reihe bisher erschienen:

STAR DRECK I – Buffy von Kairos

STAR DRECK II – Firefly von Kairos

Star Dreck III – Starship Troopers von Kairos

Star Dreck IV – Hollywoods Helden von Deep Roots

Star Dreck V – Affen und Gewalt von Kairos

Star Dreck VI – Six Feet Under von Sternbald

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Hollywoods Krieg gegen Weihnachten von Edmund Connelly

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Der ewige Gärtner: Moralischer und ästhetischer Idealismus unter Weißen von Kevin MacDonald

Frank Sinatra: “The House I Live In” von James Edwards

Star Trek und die multirassische Zukunft von Jonathan Pyle

Fiktive schwarze Helden: Star Trek von Hunter Wallace

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