Die anglo-normannische Invasion Irlands im Jahr 1170: Ermöglicht durch „aristokratische“ Machtrivalität

Von Mathias Mesenhüller, aus GEO EPOCHE Nr. 90 „Irland 1170 – 2018: Die Geschichte der Grünen Insel“, dort erschienen ab Seite 22 unter dem Titel „Rivalen um die Macht“. (Hier nachveröffentlicht zur weiterführenden Information über die in „Etwas anderes als weiß werden“: Irland und radikaler jüdischer Aktivismus“ erwähnte Invasion Irlands durch Richard „Strongbow“ FitzGilbert auf Einladung des irischen Regionalfürsten Dermot MacMurrough.)

*     *     *

Seit Jahrhunderten ringen lokale Fürsten um die Hoheit über ganz Irland. Doch dann verschafft sich einer der Kontrahenten Unterstützung von außen – und die Ankunft des normannischen Ritters Strongbow aus Britannien im Jahr 1170 wird zum schicksalhaften Wendepunkt. Denn mit ihr beginnt die Ära der Fremdherrschaft, die die Insel bis heute prägen wird.

Es ist der 23. August 1170. Am Horizont vor der südirischen Küste zeichnet sich eine furchteinflößende Silhouette ab und kommt stetig näher: große Segelschiffe. Von Wales aus haben sie das Meer überquert und steuern nun auf das irische Städtchen Waterford zu.

Auf den Decks der Schiffe lagern Ritter samt Pferden, Schilden, Kettenhemden, schweren Lanzen und Schwertern. Außerdem Infanteristen mit langstieligen Streitäxten, weit schießenden Bögen und dicken Bündeln präzise gefertigter Pfeile. Dazu Belagerungsgerät, Schanzwerkzeug.

Eine hochgerüstete, kampferprobte Truppe, insgesamt rund 1200 Mann. Und ein Bräutigam.

Denn die Armada kommt auf Einladung eines irischen Fürsten, Dermot MacMurrough, des Herrschers des Reiches Leinster im Südosten der Insel. Der Anführer der Flotte, Richard FitzGilbert, genannt Strongbow, soll Dermots Tochter heiraten – und vielleicht einmal dessen Reich erben.

Zuvor freilich muss Strongbow dem künftigen Schwiegervater einen Dienst erweisen: Seine Krieger sollen wesentliche Teile dieses Reiches überhaupt erst erobern. Sie sollen Dermots irische Rivalen bezwingen, ihn so zum mächtigsten Mann auf der Insel machen – und einige vergangene Kränkungen rächen. Strongbows Sold für diese Dienste: die Prinzessin und die Erbschaft.

Damit beginnt ein Feldzug, der Irland für Jahrhunderte in den Bann der größeren britischen Nachbarinsel schlagen wird. Ein Krieg, dem ein fruchtbarer Austausch folgen wird, eine reiche Mischkultur – aber ebenso auch Leid und Bitterkeit. Und aus dem Fremdherrschaft und Freiheitskampf als die großen Themen der irischen Geschichte hervorgehen.

Am Anfang steht eine arrangierte Ehe. Ein Pakt, der keine Nationen kennt, nur persönliche Vorteile. Das Aufeinandertreffen ungleicher Waffen – aber der gleichen zügellosen Gier nach Ruhm, Reichtum und Abenteuer.

Die Ritter, die Strongbow nun bei Waterford an Land führt, sind entschlossen, sich ihr Glück, ihre Zukunft zu erkämpfen. Wie schon ihre Väter es getan haben und deren Väter vor ihnen. Sie kennen es nicht anders.

Denn sie sind Normannen.

(mehr …)

Die Judenpolitik Friedrichs des Großen: Zwischen Eindämmung und Profit, Teil 3

Von Guillaume Durocher, übersetzt von Lucifex. Das Original Frederick the Great’s Jewish Policy: Between Containment and Profit, Part 3 erschien am 19. Mai 2019 auf The Occidental Observer. (Die zitierten Passagen aus Schriften Friedrichs des Großen wurden von mir aus dem vorliegenden englischen Essay rückübersetzt.)

Zuvor erschienen: Teil 1 und Teil 2

Das Politische Testament von 1752 und die Juden: „Die gefährlichste Sekte“

Die beiden politischen Testamente Friedrichs des Großen sind bedeutende Dokumente – systematische Darstellungen der politischen Doktrin, die die Herrscher von Brandenburg-Preußen seit den Tagen des Großen Kurfürsten erstellt hatten (anscheinend inspiriert von Richelieu). Diese erläutern nicht nur viele von Friedrichs allgemeinen Doktrinen, sondern enthalten auch seine längsten und deutlichsten Kommentare über Juden und Rechtfertigungen betreffend seine Judenpolitik. Dies sind daher wesentliche Dokumente für das Verständnis des Denkens des Monarchen.

Im Politischen Testament von 1752 werden die Juden im Wesentlichen als wirtschaftliches Problem präsentiert. Ihre Zahl in Preußen hatte nach Friedrichs Eroberung von Schlesien in den 1740ern, die auch die Grenze des Landes zu Polen verlängert hatte, wo Juden eine bedeutende wirtschaftliche Rolle hatten, beträchtlich zugenommen. Unter der Überschrift „Regeln für Handel und Manufaktur“ schreibt Friedrich über die Notwendigkeit von Industriepolitik, örtlicher Produktion und Zöllen. In diesem Zusammenhang sagt er über die Juden:

Man muß die Juden überwachen und sie daran hindern, in den Großhandel einzusteigen, das Wachstum ihrer Zahl verhindern und ihnen, wenn sie Betrug begehen, das Aufenthaltsrecht nehmen, denn nichts steht dem Handel des Kaufmanns mehr entgegen als der von Juden betriebene illegale Handel.[1]

Friedrich, ein Deist, verachtete im Grunde alle traditionellen religiösen Geschichten und Organisationen. Unter der Überschrift „Über Geistliche und Religionen“ befürwortet er religiöse Toleranz statt Fanatismus, die den bürgerlichen Frieden und Wohlstand für „Katholiken, Lutheraner, Reformisten, Juden und viele andere christliche Sekten“ sichert.[2]

Trotz all dem bemerkt Friedrich, daß die Juden dennoch wegen ihrer Wirtschaftspraktiken „die gefährlichste Sekte“ sind:

Die Juden sind die gefährlichste Sekte, weil sie dem christlichen Handel schaden und für den Staat nutzlos sind. Wir brauchen diese Nation für einigen Handel mit Polen, aber man muß ihre Zahl am Wachsen hindern und sie nicht auf eine bestimmte Zahl von Familien fixieren, sondern eine bestimmte Zahl von Köpfen, und ihren Handel beschränken und sie am Großhandel hindern, sodaß sie nur Einzelhändler sind.[3]

Friedrich war daher nicht aus religiösen Gründen gegen Juden, sondern weil er dachte, daß sie zu Betrug neigen, schädlich für andere Unternehmen und nutzlos für den Staat sind, außer in der Ermöglichung von Handel mit dem unterentwickelten Polen. Friedrich argumentiert dafür, daß Judenpolitik strikt von zweckorientierten wirtschaftlichen Gründen statt von religiösen oder rassischen motiviert sein soll: zu den praktischen Maßnahmen gehörten sowohl die Wirtschaftspolitik (die Juden aus dem Großhandel draußen zu halten) und eine voluntaristische Bevölkerungspolitik, die auf die Begrenzung der jüdischen Zahlen abzielte (Kopfzählung, nicht Familienzählung), aber auch die Zwangsdeportation derjenigen einschloß, die des Betrugs für schuldig befunden wurden.

Das Politische Testament von 1768 und die Juden: Gegen Wucher und Betrug

Friedrichs Politisches Testament von 1768 ist immer noch älter als die erste Teilung Polens, während der die jüdische Bevölkerung Polens mit der Annektierung polnischen Territoriums wachsen sollte. Dennoch widmet auch dieses Testament den Juden bedeutende Aufmerksamkeit, die im Wesentlichen als wirtschaftliches Problem dargestellt werden. Juden werden wieder angeprangert, diesmal nicht nur wegen Betrugs, sondern auch wegen des Wuchers. Daher lobt Friedrich unter der Überschrift „Über die Bank“, wo er sich mit Geldverleih befaßt, „die in den großen Städten niedergelassenen Lombarden, die Geld zu niedrigen Zinsen für die Produktion und andere Werke verleihen, um die Juden daran zu hindern, die Völker durch Wucher zu erdrücken.“[4]

(mehr …)

Die Judenpolitik Friedrichs des Großen: Zwischen Eindämmung und Profit, Teil 2

Voltaire am Hof von Friedrich dem Großen.

Von Guillaume Durocher, übersetzt von Lucifex. Das Original Frederick the Great’s Jewish Policy: Between Containment and Profit, Part 2 erschien am 18. Mai 2019 auf The Occidental Observer. (Die zitierten Passagen aus Schriften Friedrichs des Großen wurden von mir aus dem vorliegenden englischen Essay rückübersetzt.)

Zuvor erschienen: Teil 1

Friedrich, Voltaire und die Juden

Friedrich der Große und der berühmte französische Philosoph Voltaire hatten eine der berühmtesten Beziehungen zwischen einem Fürsten und einem Intellektuellen der Aufklärung. In der Tat ruht darauf einiges von Friedrichs Anspruch darauf, ein „aufgeklärter Despot“ zu sein. Voltaire selbst war ein lautstarker Kritiker der jüdischen Religion und der Juden als Volk. Er schrieb in seinem Philosophischen Wörterbuch: „Mit Bedauern spreche ich über die Juden; diese Nation ist in vieler Hinsicht die abscheulichste, die jemals die Erde besudelt hat.“ Voltaires Briefe an Friedrich enthalten zahlreiche kritische Bemerkungen über Juden. Zum Beispiel sagte er als Reaktion darauf, daß Katharina II. von Rußland einen Juden nach Ägypten schickte, um die Situation in dem Land zu untersuchen: „Die Juden haben Ägypten immer geliebt, was auch immer ihre unverschämte Geschichte [der Exodus] sagt.“[1] Voltaire scheint viel entschiedener antisemitisch gewesen zu sein als Friedrich.

Friedrich und Voltaire entzweiten sich aus verschiedenen Gründen, wobei einer der bedeutendsten die Verstimmung wegen krummer Finanzgeschäfte zwischen Voltaire und einem Juden, Abraham Hirschel, war. Laut Voltaires Biographen Wayne Andrews:

Am 23. November 1750 wandte [Voltaire] sich an Abraham Hirschel, einen Juden, der für sein Talent bekannt war, Geld mit verbotenen Transaktionen zu machen, und ersuchte ihn, für sein Konto in Dresden eine bestimmte Menge sächsischer Anleihen zu kaufen. Diese verkauften sich damals um fünfunddreißig Prozent unter dem Nennwert, konnten aber gemäß einem preußisch-sächsischen Vertrag von Preußen zum Nennwert eingelöst werden. Dies war solch eine leichte Einladung, die sächsische Staatskasse anzugreifen, daß Friedrich am 8. Mai 1748 einwilligte, daß die Anleihen nicht länger importiert werden durften. Trotzdem machte Voltaire damit weiter. Er bot einen Wechsel auf Paris für vierzigtausend Francs und eine Tratte auf einen Berliner Juden für viertausend Schilling und machte Hirschel zu seinem Agenten. Als Agent übergab Hirschel bestimmte Diamanten als Sicherheit. Aber dann hielt Voltaire es für angebracht, den Wechsel zu stornieren, den Hirschel kassiert hatte, und ein hässlicher Streit folgte, bei dem Hirschel die Rückgabe seiner Diamanten forderte. Voltaire verlor die Beherrschung und riß einen Ring von Hirschels Finger, und die Affäre mußte vor Gericht behandelt werden. […]

Friedrich war nicht erfreut, und die Würde, mit der er sich bei dieser Gelegenheit benahm, war wenigstens einmal königlich. Er ließ Voltaire nicht in seine Nähe, bis der Fall geregelt war. Er wußte, daß Voltaire log, als er behauptete, er hätte Hirschel nach Dresden geschickt, um Pelze und Diamanten gekauft, und sei wegen seiner Ausdrucksweise verärgert gewesen.[2]

Friedrich beschrieb die Affäre lakonisch so: „[betreffend] Voltaires Prozeß gegen den Juden: es ist ein Fall, wo ein Halunke einen Gauner hereinzulegen versuchte.“[3] Dieser Skandal um einen jüdischen Finanzspekulanten und einen habgierigen Franzosen trug zu der Kürze von Voltaires Aufenthalt in Berlin bei.

Hausierer, Spione und Kuriere: Juden in Friedrichs Kriegen

Juden werden in Friedrichs Korrespondenz vielleicht am häufigsten im Zusammenhang mit den zahlreichen Kriegen erwähnt, die er führte. Sie erscheinen auf zahlreichen Schauplätzen als Freund, Feind oder Hintergrundelement, aber immer als etwas eher Widerwärtiges: als währungsmanipulierende Finanziers, als Kaufleute in Kriegszeiten, als von beiden Seiten benutzte Spione und als die unerwünschten Einwohner eroberter Territorien.

(mehr …)

Die Judenpolitik Friedrichs des Großen: Zwischen Eindämmung und Profit, Teil 1

Von Guillaume Durocher, übersetzt von Lucifex. Das Original Frederick the Great’s Jewish Policy: Between Containment and Profit, Part 1 erschien am 17. Mai 2019 auf The Occidental Observer. (Die zitierten Passagen aus Schriften Friedrichs des Großen wurden von mir aus dem vorliegenden englischen Essay rückübersetzt.)

Friedrich II. von Preußen, bekannt als „der Große“, ist eine der gefeierten Gestalten der westlichen Geschichte. Einerseits war er ein fähiger Staatsmann und Militärführer, der durch Geschick und verbissene Entschlossenheit in Kriegen mit weit größeren Staaten die Größe seines verwundbaren und relativ armen norddeutschen Reiches verdoppelte und Preußen in eine von Europas Großmächten verwandelte. Aber Friedrich war auch ein in der Geschichte beinahe einzigartiges Beispiel eines Staatsmannes, der auch ein echter Intellektueller war, der beispielhafte „aufgeklärte Despot“, der vernünftige Reformen unternahm und mit den großen Geistern seiner Zeit Konversation führen konnte.

Friedrichs politische Werke sind eine klassische Darlegung autokratischer guter Regierungsführung.[1] Während die republikanische Tradition in gewissem Sinne charakteristisch und fast einzigartig westlich ist, sollten wir nicht vergessen, daß wir während des Großteils unserer Geschichte von Monarchen regiert wurden. Römische Kaiser und mittelalterliche und frühneuzeitliche Könige hatten sicherlich bei genauso vielen unserer großen Leistungen die Leitung wie die hellenischen Stadtstaaten oder die modernen Republiken.

In diesem Artikel möchte ich einen wenig bekannten Aspekt der Regierung von Friedrich dem Großen beschreiben: die Judenpolitik. Friedrich hatte einigermaßen widersprüchliche politische Strategien von seinen Vorvätern geerbt: auf der einen Seite das Wachstum der jüdischen Bevölkerung zu verhindern (besonders durch Beschränkung des Aufenthaltsrechts), denn Juden wurden als in illegalen Handel verwickelt betrachtet und würden Christen aus dem Geschäft drängen, und auf der anderen Seite die Ausnützung der jüdischen Geschäftstüchtigkeit, ob durch deren Besteuerung, durch die Erlangung von Krediten von ihnen oder durch Nutzung ihrer Fähigkeiten für komplexe und manchmal zweifelhafte Geldtransaktionen.

Friedrichs Haltung zu diesem Erbe ist von Interesse, weil er als Monarch der Aufklärung keine religiös motivierte Feindseligkeit gegen die Juden hegte und auch nicht von den antisemitischen Rassentheorien beeinflußt war, die im neunzehnten Jahrhundert populär werden sollten. Stattdessen wurde die Politik des preußischen Königs von seiner klassischen Bildung bestimmt, die seine allgemeine Sichtweise, seinen politischen Pragmatismus und seine tatsächliche persönliche Erfahrung mit Juden prägte.

Friedrich behielt im Wesentlichen die Herangehensweise seiner Vorgänger bei und rechtfertigte eine nüchterne Bevölkerungspolitik, die das jüdische Wachstum begrenzte, mit der Notwendigkeit, das wirtschaftliche Gleichgewicht, die Moral und das Wohlergehen von Preußen als Ganzem zu schützen. Darin scheint Friedrichs Ansatz an die muskulös kommunitaristische Bevölkerungspolitik von Plato und Aristoteles zu erinnern, zweier Philosophen, die er sorgfältig studiert hatte. Wie wir sehen werden, war Friedrich, während er die Politik seiner Vorgänger beibehielt und verstärkte, nicht in der Lage, deren widersprüchlichen Charakter zu überwinden, was den Weg führ ihren Abbau unter seinen Nachfolgern bereitete.

Das politische Erbe: Die Judenpolitik in Preußen vor Friedrich II.

Wie anderswo in Europa war es eine umstrittene Frage in der Geschichte von Brandenburg-Preußen, ob die Ansiedlung von Juden überhaupt erlaubt werden sollte. Im Jahr 1309 hatte der Deutschritterorden, ein Staat von Kriegermönchen, der Ostpreußen erobert und die einheimischen Heiden gewaltsam zum Christentum bekehrt hatte, Juden verboten, sein Territorium zu betreten. Dennoch wurde angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung jüdischer Kaufleute in Polen Juden erlaubt, vorübergehend zu Geschäftszwecken einzureisen.

(mehr …)

Gedanken über die geschützte Rasse

Von Dr. Andrew Joyce, übersetzt von Lucifex. Das Original Thoughts on the Protected Race erschien am 11. April 2019 auf The Occidental Observer.

„Wisset, daß wir Leo den Juden, unseren Goldschmied und all seine Angelegenheiten, in unsere Hand, unsere Obhut und unseren Schutz genommen haben. Und daher befehlen wir, daß ihr besagten Leo und all seine Angelegenheiten bewacht und verteidigt und ihm keinen Schaden und keine Verletzung zufügt.“

Proklamation von König Johann von England, 10. Nov. 1199

„Mein Amt wurde gesetzlich geschaffen und dazu bestimmt, das jüdische Volk auf der ganzen Welt zu schützen. Denken Sie darüber nach. Die größte Macht der Welt ist gesetzlich und bestimmungsgemäß darauf fokussiert, die Juden zu schützen.“

Elan Carr, Gesandter des U.S.-Außenministeriums für Antisemitismus, Februar 2019

Nach fast jeder Metrik sind die Juden die geschützteste ethnische Gruppe der Erde. An der Frontlinie dieses Schutzes wird die institutionelle jüdische Sicherheit im gesamten Westen durch die Steuerzahler stark subventioniert. In Deutschland gibt die Regierung dem Zentralrat der Juden ein jährliches Stipendium von 15 Millionen Dollar. Im Vereinigten Königreich gibt die Regierung ungefähr 20 Millionen Dollar jährlich sowohl für die Sicherheit für jüdische Institutionen und für „Holocaust-Erziehung“ aus, die „antisemitische Ideen“ bekämpfen soll. Dies zusätzlich dazu, daß das Vereinigte Königreich fast 70 Millionen Dollar für eine neue Holocaust-Gedenkstätte zugesagt hat, die dasselbe Ziel erreichen soll. Ungarn hat 3,4 Millionen Dollar für „die Bekämpfung des Antisemitismus in Europa“ versprochen, und Schweden hat 2 Millionen Kronen für die Erhöhung der Sicherheit an jüdischen Institutionen überreicht. Frankreich hat seit 2015 107 Millionen Dollar für die „Bekämpfung von Antisemitismus“ überreicht. Dies bringt uns auf eine Gesamtsumme von über 215 Millionen Dollar für den „Schutz von Juden“ und die „Bekämpfung von Antisemitismus“ und berücksichtigt nicht einmal die Ausgaben in den Vereinigten Staaten (irgendwo zwischen 20 und 50 Millionen Dollar jährlich für die direkte Sicherheit an jüdischen Institutionen) oder die Ausgaben von Juden für ihre eigene Verteidigung (das Jahresbudget der ADL allein liegt im Bereich von 58 Millionen Dollar). Man bekommt den deutlichen und bemerkenswerten Eindruck, daß das Diaspora-Judentum global wahrscheinlich ungefähr annähernd 1 Milliarde Dollar braucht, um sich sicher zu fühlen.

Juden werden auch auf andere Arten geschützt. Seit Mitte 2018 haben Resolutionen und andere gesetzliche Maßnahmen gegen Antisemitismus an Tempo und Ausbreitung zugenommen. Im Mai 2018 wurde South Carolina der erste US-Bundesstaat, der den Anti-Semitism Awareness Act beschloß, der effektiv Äußerungen gegen Israel auf dem Gelände von Colleges beendet und von South Carolinas höhere öffentliche Bildungseinrichtungen verlangt, „die Definition [des Außenministeriums] von Antisemitismus zum Zwecke der Feststellung zu berücksichtigen, ob die behauptete Praktik von antisemitischer Absicht motiviert war“, wenn sie „untersuchen oder feststellen, ob es eine Verletzung der College- oder Universitätspolitik gegeben hat, die diskriminierende Praktiken auf der Grundlage von Religion verbietet.“ Im Februar 2019 kündigte Präsident Macron von Frankreich ein „Durchgreifen gegen Antisemitismus“ an, zu dem die Auflösung dreier pro-weißer Organisationen, die Definition von Antizionismus als Form von Antisemitismus und die Einführung neuer Gesetze gegen „Hassrede“ gegen Juden in sozialen Medien gehören würde. Erst vor ein paar Wochen beschloß Florida ein Gesetz, das Antisemitismus definiert und ihn nach dem Gesetz des Bundesstaates illegal macht. Tennessee hat versucht, ein Gesetz für Antisemitismusbewußtsein zu erlassen und kürzlich eine Resolution zur „Bekämpfung von Antisemitismus“ herausgegeben, indem es eindeutige Unterstützung für Israel erklärte. Dies folgt natürlich einer Resolution des Repräsentantenhauses auf dem Fuß, die nach Ilhan Omars nun notorischen Bemerkungen über die Israel-Lobby „Antisemitismus verurteilt“.

Es gibt einfach sonst keine andere Volksgruppe auf Erden, die dasselbe Maß an finanziellem und gesetzlichem Schutz wie die Juden genießt. Natürlich könnten die Uninformierten bei Konfrontation mit einer solchen Tatsache antworten, daß dieses Maß an Unterstützung sowohl gebraucht wird als auch verdient ist. Laut dem überlieferten Narrativ legt die jüngere Geschichte nahe, daß die Juden die verwundbarste und am meisten zu Opfern gemachte Gruppe des Westens sind. All diese Gesetze und all diese Finanzmittel sind daher bloß eine Reaktion auf ein akutes Bedürfnis. Aber die jüngere Geschichte hat nichts mit dem Schutz von Juden zu tun, und genausowenig sind diese Maßnahmen eine Reaktion auf irgendeine unmittelbare Bedrohung. Um voll einschätzen zu können, was genau vorgeht, müssen wir viel weiter in der Zeit zurückgehen.

(mehr …)

Weiße Sklaverei: Man kann die Wahrheit nicht widerlegen

Von David Sims, übersetzt von Lucifex. Das Original White Slavery: You Can’t Debunk the Truth erschien am 16. Juli 2017 auf National Vanguard.

Die Unterscheidung ehrlicher historischer Forschung von einem irreführenden linken Angriff auf die Geschichte geht wie folgt:

Echte Wissenschaft ist im Allgemeinen etwas, das zu finden man sich bemühen muß. Niemand setzt sie unter Schlagzeilen und hält sie euch unter die Nase. Wenn ein historisches Narrativ mit der Plötzlichkeit, der Direktheit und der Allgegenwärtigkeit auftaucht, die wir gegenwärtig bei der Kampagne „Die Iren waren keine Sklaven“ sehen, dann ist es wahrscheinlich eine Übung in großer Täuschung.

Wenn die Medien jemals im ganzen Internet (Snopes, Slate, Wikipedia, NPR, New York Times, Associated Press, Salon, etwa ein Dutzend Videos auf YouTube, etc. etc.) mit irgendeiner Art von „Faktencheck“ oder „myth debunking“ rausplatzen, wie sie es jetzt mit der weißen Sklaverei tun, dann ist es wahrscheinlich ein orchestrierter Schwindel.

Echte Forschung fängt nicht an allen möglichen Orten zu sprudeln an wie Wasser aus tausend Feuerwehrschläuchen. Aber was die Einzelheiten betrifft:

Die Tudors Englands versuchten das irische Volk im 17. Jahrhundert auszurotten. Ihr größter Erfolg kam während eines massiven Genozids zustande (1641 – 1652), als die Bevölkerung Irlands von etwa 1.500.000 auf etwa 600.000 fiel.

Die Totenzahlen aus diesem Genozid und aus der Großen Hungersnot, die zwei Jahrhunderte später stattfand (1845 – 1852) lagen beide ungefähr in der Nähe von einer Million Menschen. Die irischen Auswanderer während der Hungersnot waren zum Großteil indentured servants [Schuldknechte], und manche von ihnen wurden freiwillig transportiert, da sie danach strebten, in ein Land zu kommen, wo sie nicht verhungern würden.

Aber die Iren, die nach den militärischen Schlächtereien des 17. Jahrhunderts während der Eroberung Irlands durch die Tudors abtransportiert wurden, waren großteils Sklaven. Die Versklavung der Iren begann ungefähr 1610. Es ist bekannt, daß König James I., der seine Herrschaft 1603 nach dem Tod von Königin Elizabeth I. begann (unter der die Eroberung Irlands begann), verkaufte im Jahr 1612 irische Sklaven in Südamerika.

Die ersten schwarzen Sklaven kamen 1617 an, obwohl es weitere 38 Jahre dauerte, bis ein Richter in Virginia die juridische Anerkennung der Institution der Sklaverei erteilte.

Im Jahr 1625 verfügte König James II. (dessen Herrschaft im selben Jahr begann), daß alle irischen politischen Gefangenen nach Westindien transportiert und an englische Farmer verkauft werden mußten (als Sklaven, nicht als Schuldknechte). Nicht lange danach waren irische Sklaven die Mehrheit unter den Sklaven in den englischen Kolonien.

(mehr …)

Der Jude Disraeli und die Konstruktion des Empires der Händler

Von Julius Evola, übersetzt von Tekumseh nach der englischen Fassung The Jew Disraeli & the Construction of the Merchants’ Empire, erschienen am 27. November 2018 auf Counter-Currents Publishing. Das Original erschien im September 1940 in der Zeitschrift La Vita Italiana.

In einem kuzen Text [„Imperium britannicum, ovvero: due diritti„], der in diesem Periodikum [La Vita Italiana] erschienen ist, haben wir versucht, die Physiognomie des sogenannten britischen „Empire“ aus der Perspektive der Typologie der Formen von Zivilisationen zu charakterisieren.

Bei dieser Gelegenheit haben wir gezeigt, dass das Britische Empire nicht mehr als die Karikatur und eine Fälschung eines richtigen Imperiums ist. Kein Imperium, das diesen Namen verdiente, existiert, wenn es nicht auf einer supranationalen Organisation fußt, die um heroische, aristokratische und spirituelle Werte herum aufgebaut ist. Nun gut, nichts davon kann im Britischen „Empire“ gefunden werden. In diesem wurde, korrekt gesagt, jede normale hierarchische Beziehung umgekehrt. In England gibt es eine Monarchie, einen quasi-feudalen Adel und eine militärische Kaste, die – zumindest bis vor kurzem – beachtliche charakterliche Qualitäten und kaltblütige Gelassenheit gezeigt hat. Aber all das ist bloß eine Fassade. Das reale Zentrum des englischen Empires ist woanders – es wird, sozusagen in der Kaste der Händler gefunden, im allgemeinsten Sinn des Begriffs; dieser umfasst auch die modernen Formen dieser sozialen Kategorie und manifestiert sich in den Gestalten der oligarchischen Plutokratie, Finanz sowie industriellen und kommerziellen Monopolen.

Der „Händler“ ist der wahre Herrscher von England. Der skrupellose und zynische Geist des Händlers, pures ökonomisches Interesse, der Wille, die Ressourcen der Welt so gut als irgendwie schaffbar zu besitzen und auszuschlachten – das sind die Grundfesten der englischen „imperialen“ Politik und diese sind die realen Triebkräfte des englischen Lebens, versteckt hinter der vorgenannten monarchischen und konservativen Fassade.

Nun, wie allgemein bekannt ist, lugt der Jude aus allem, wo ökonomisches Interesse die Zügel hält und findet rasch einen Weg, jede wichtige Machtposition bald zu übernehmen. Die Infiltration Englands durch die Juden ist nichts allzu Neues. Die Englische Revolution und der Protestantismus öffneten ihr Great Britains Tore. Die Juden, die 1290 von Eduard dem I. von England verbannt worden waren, durften England wieder betreten, wie eine von Cromwell unterstützte und schließlich von Karl II. von England 1649 unterzeichnete Petition, gefordert hatte. Damit begann eine intensive Immigration von Juden nach England. Zunächst und vor allem kamen sogenannte spanische bzw. sephardische Juden, die den Reichtum, den sie anderswo durch hinterhältige Methoden angehäuft hatten, mit sich brachten und ihn dazu einsetzten, den vorgenannten sozialen Aufstieg zu den Entscheidungspositionen des Englischen Lebens in Angriff zu nehmen, wobei sie mit der Aristokratie und den kron-nahen Zirkeln begannen. Weniger als ein Jahrhundert seitdem sie wieder in England zugelassen worden waren, wurden sie auf diese Weise so selbstbewusst bezüglich ihrer Position, dass sie die Einbürgerung forderten, also die Englische Staatsbürgerschaft. An dieser Stelle trug sich eine sehr interessante Episode zu: Das Gesetz über die Einbürgerung der Juden wurde 1740 ratifiziert. Seine Autoren waren vor allem Mitglieder der oberen Klassen und hohe Würdenträger der Anglikanischen Kirche – was deutlich zeigt, zu welchem Grad diese Elemente bereits spirituell verjudet und von jüdischem Gold korrumpiert waren. Die Gegenreaktion kam nicht von den englischen Oberklassen, sondern vom Volk. Das Gesetz von 1740 rief solche Unruhen und Aufruhr im Volk hervor, dass es 1753 aufgehoben werden musste.

Die Juden nahmen dann Zuflucht zu einer anderen Taktik: Sie verließen die Synagogen und konvertierten nominell zum Christentum. Damit war das Hindernis leicht umgangen und die Infiltration konnte umso schneller vonstatten gehen. Es war wichtig für die Juden, ihre Machtpositionen zu behalten und jene religiösen Motive zu überwinden – auf denen in jener Zeit die Opposition gegen sie prinzipiell aufbaute: Der Rest war quasi Beiwerk, weil die konvertierten Juden – in Hinblick auf Instinkt, Mentalität und Handlungsmodus – so jüdisch wie zuvor blieben. Ein typisches Beispiel, eines von vielen, war der extrem einflussreiche jüdische Bankier Sampson Gideon, der – wiewohl Konvertit – fortfuhr, die jüdische Gemeinschaft zu unterstützen und sich am jüdischen Friedhof begraben ließ. Derselbe Gideon verwandte sein Geld um große Ländereien zu kaufen sowie den Titel eines Baronets [niedriger Adelstitel in England, d. Ü.] für seinen Sohn.

Das war die bevorzugte Taktik reicher Juden in England zu Beginn des 18. Jhd.: Sie ersetzten den englischen Feudaladel, indem sie dessen Güter und Titel aufkauften und somit – während sie sich auf diesem Weg mit der Aristokratie vermischten, immer näher an die Regierung heranrückten; die natürliche und notwendige Konsequenz war die fortschreitende Verjudung der englischen politischen Vorstellungen und Mentalität.

Zudem hatte der vorgenannte Sampson Gideon bereits in der Zeit von 1745 bis 1749 die englische Regierung finanziert – mit Geld, das er mit schändlichen Methoden durch Spekulationen im Siebenjährigen Krieg angehäuft hatte, ungefähr auf die gleiche Weise wie Rothschild fallende Aktien in dem Moment kaufte, als außer seinen Emissären niemand den Ausgang der Schlacht von Waterloo kannte. Gleichzeitig verwendeten sie Mischehen der englischen königlichen Familie mit Juden als Werkzeug, den Einfluss zu bekommen, den sie haben wollten – und wenn im Jahre 1772 mit dem Gesetz über die Königlichen Hochzeiten (Royal Marriage Bill) versucht wurde, jüdische Mischehen mit der königlichen Familie zu verbieten, zeigt das anschaulich, wie weit die jüdische Infiltration bereits vorangeschritten war.

(mehr …)

Aristokratie, Degeneration und Schwärme von Juden

Eine Medaille von Ludwig XIV, auf der er sich als „Ludwig der Große“ bezeichnet.

Wie weiße Nationen von innen zersetzt werden.

Von Revilo P. Oliver, übersetzt von Lucifex. Das Original Aristocracy, Degeneracy, and Swarms of Jews erschien online am 11. Dezember 2016 auf National Vanguard (Originalquelle: Magazin Instauration, September 1979).

Ich gratuliere und danke Cholly Bilderberger für seine vor kurzem hier veröffentlichte exzellente Studie über die Dekadenz einer Familie.

Was sie interessant und auf ihre Weise erschreckend macht, ist, daß die Dekadenz immer stattzufinden scheint, wenn Geld Geburt und Kultur als Bestimmungsfaktor für sozialen Status verdrängt, eine Veränderung, die immer stattfindet, wenn eine Gesellschaft von Juden infiltriert wird. Ob die Vulgarisierung der Gesellschaft ohne sie stattfinden würde, ist eine Frage, die nicht definitiv beantwortet werden kann, mangels eines gut dokumentierten Beispiels einer Gesellschaft, die wohlhabend wurde und keine Schwärme von Juden anzog.

Man könnte natürlich die römische Gesellschaft in der Zeit Catilinas betrachten, als die Juden große finanzielle Macht in der Republik erlangt hatten und die Dekadenz der alten römischen Familien sich durch ihre Bereitschaft zeigte, Kompromisse einzugehen und mit den Catilinariern zu koexistieren. Aber das Beispiel, das mir als erstes einfällt, ist die Dekadenz der französischen Aristokratie im 18. Jahrhundert, als Geld zum sozialen Kriterium wurde, trotz etwas Lippenbekenntnis zur Erblichkeit. Wie unseren Kindern in den Deppenbrutstätten nicht erzählt wird, war die „Aristokratie“, der üblicherweise die Schuld an der Blutorgie namens Revolution gegeben wird, keine Erbaristokratie. Der größere Teil davon setzte sich aus Emporkömmlingen zusammen, die ihre Titel gekauft oder von Vätern geerbt hatten, die den Adelsrang gekauft hatten. Wie jeder Leser der Memoiren des Duc de Saint-Simon sehr wohl weiß, war es Ludwig XIV, der den Prozeß der absichtlichen Unterordnung der alten Familien unter emporgekommene Bürokraten und andere begann, denen er Titel verkaufte.

(mehr …)

Juden im zaristischen Rußland

Der Ansiedlungsrayon war größer als die meisten europäischen Länder.

Von Bradford Hanson, übersetzt von Lucifex. Das Original Jews in Czarist Russia erschien am 13. Februar 2016 auf National Vanguard, beruhend auf einem Artikel im Magazin Instauration vom Juni 1978.

Juden haben ihre Mühen in Rußland genauso wie anderswo sehr übertrieben.

Von all den offenkundigen Lücken in der Chronik des Menschen ist keine mehr verdeckt als die wahre Geschichte des russischen Judentums. Im 19. Jahrhunderts, ist uns allen gesagt worden, hatte Rußland seinen Juden nahezu alle grundlegenden Menschenrechte vorenthalten, indem es sie zwang, innerhalb eines eng begrenzten ländlichen Ghettos namens Ansiedlungsrayon zu wohnen. Wenn das nicht genügte, wurden Quoten durchgesetzt, um Juden in Wirtschaft, Regierung, Bildung und hochqualifizierten Berufen auf eine akzeptable Zahl zu begrenzen. Noch schlimmer war, daß die offizielle Verfolgung durch die Regierung gelegentlich durch blutige Pogrome intensiviert wurde, bei denen „schwarze Hundertschaften“ und verschiedene bewaffnete Banden durch den ländlichen Raum streiften, jüdisches Eigentum verbrannten und plünderten und die Besitzer und ihre Familien massakrierten.

All das, sagen unsere Geschichtsbücher, hatte mit der Revolution vom Februar 1917 ein Ende, als den Juden die volle Gleichstellung gegeben wurde. Mit dem Aufstieg Stalins und dem Niedergang Trotzkis jedoch wurde der Antisemitismus sozusagen wiedereingeführt, erreichte kurz vor Stalins Tod 1953 einen neuen Höhepunkt, ließ während des „Tauwetters“ etwas nach, war aber immer noch stark unterwegs in Form massiver militärischer und finanzieller Hilfen für bestimmte arabische Staaten, Verhaftungen von Zionisten und jüdischen Dissidenten und einem langsamen Aussortieren von Juden aus der politischen, wissenschaftlichen und Bildungshierarchie der Sowjetunion.

Das ist im Wesentlichen die simplistische Sicht, die dem Westen durch dessen simplistische Medien vorgesetzt worden ist. Sehr viel dagegen sprechendes Beweismaterial, besonders solches, das mit den Ereignissen im 19. Jahrhundert zu tun hat, ist absichtlich weggelassen worden – so viel Beweismaterial, daß ein russischer Flüchtling sich veranlaßt fühlte, ein Buch zu schreiben, um die Dinge richtigzustellen. Es hat den Titel Jews in Russia and in the U.S.S.R., und der Autor ist Andrey Diky, der vor ein paar Jahren starb. Sein Werk ist nun von L. Volovlikoff ins Englische übersetzt worden und ist im Netz frei zugänglich [Anm. d. Ü.: leider nicht mehr]. Das Buch mußte privat in Druck gegeben werden, nachdem sein Inhalt die erlaubten Parameter für jeden größeren oder sogar kleineren Verleger im sehr jüdischen Verlagswesen weit überschreitet.

Andrey Diky.

Andrey Diky beginnt, indem er uns daran erinnert, daß Rußland um die Jahrhundertwende das Machtzentrum des Weltjudentums war. Der Zar gebot über 5,5 Millionen Juden, die Zahl, die verblieben war, nachdem 1,5 Millionen nach Amerika ausgewandert waren. Das jüdische Problem, wie es in Rußland zu dieser Zeit existierte, schlug weltweit Wellen, so feindselige Wellen, daß Präsident Wilson zögerte, die Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg zu treiben, bis der Zar durch eine „demokratische“ Revolution gestürzt worden war. Tatsächlich war die Rolle, die von russischen Juden auf der Weltbühne gespielt wurde, so weitreichend in ihrem Einfluß, daß es die ernsthafte Überzeugung des Autors Diky ist, daß es ohne sie keine Sowjetunion gegeben hätte, kein Israel und keinen Zweiten Weltkrieg – nachdem der Aufstieg des Faschismus weitgehend an dessen antikommunistischem Reiz lag.

Am Anfang folgte laut Diky die Geschichte der Juden in Rußland dem gleichen planlosen Muster wie in anderen weißen Ländern. Es ist bekannt, daß Juden im frühen 11. Jahrhundert in Rußland waren. Sie wurden reich, so reich, daß sie sogar viele der christlichen Kirchen besaßen, die von ihnen an orthodoxe Priester verpachtet wurden. Die unvermeidlichen Pogrome und Kämpfe folgten. Die Juden wurden vertrieben. Und Rußland blieb wie England jahrhundertelang frei von Juden. Als die Zarin Elisabeth, die von 1741 bis 1762 herrschte, ersucht wurde, sie wieder einzulassen, weil ihre finanzielle Expertise für Rußland profitabel sein würde, erwiderte sie: „Von den Feinden meines Herrn Jesus Christus wünsche ich keinen Gewinn.“

Die Juden schafften es jedoch unter dem Schutz von Elisabeths Nachfolgerin wieder nach Rußland hineinzukommen. Wie Diky schreibt: „Katharina II. beschloß kurz nach der Thronbesteigung, die Tür für Kolonisten zu öffnen, besonders in den südlichen Provinzen.“ Zu diesem Zweck wurde im Jahr 1763 das Kanzleramt für den Schutz von Ausländern geschaffen. Katharina, eine gebürtige Deutsche, beschloß, Juden in die Zahl dieser Kolonisten aufzunehmen. Sie ließ ihre Absichten durch einen Erlaß des Gouverneurs von Kiew und durch geheime Korrespondenz mit dem Gouverneur von Riga, General Braun, wissen, worin Letzterem geraten wurde: „Falls einige ausländische Kaufleute wollen, daß sich Verkäufer, Vertreter und Arbeiter in Noworossijsk ansiedeln, müssen geeignete Pässe an sie ausgegeben werden, ungeachtet ihrer Religion.“ Bei „anderen, die nach Petersburg gehen wollen … darf nur ihr Name in den Pässen angegeben werden“, und für ihre Identifikation werden sie „einen Brief des Petersburger Kaufmanns Levin Woolf vorlegen.“

„In solch geheimnisvoller Weise“, erläutert Diky, „wurde die Ansiedlung von Juden in Rußland eingeleitet …“ Die Autokratie Katharinas „befreite sie nicht von der Notwendigkeit, die Meinungen und Geschmäcker von Personen um sie zu respektieren, sowie der großen Masse des russischen Volkes, für die alle ‚Juden‘ „Feinde der Christenheit‘ waren. Dies ist der Grund, warum [in Katharinas Brief] das Wort ‚Jude‘ sorgfältig vermieden wird. … Die Namen dieser Kaufleute waren David Levy, Moses Aron, Israel Lazar und der Arbeiter Jacob Marcus.“

(mehr …)

Alexiej Shiropajews „Gefängnis der Nation“: Eine ethnonationalistische Geschichte Rußlands, Teil 2

Wiktor Wasnezov, „Iwan der Schreckliche“, 1897 (Detail)

Von Jarosław Ostrogniew, übersetzt von Lichtschwert (= Lucifex). Das Original Alexiey Shiropayev’s Prison of the Nation: An Ethnonationalist History of Russia, Part 2 erschien am 29. Januar 2016 auf Counter-Currents Publishing.

Teil 2 von 4. Zuvor erschienen: Alexiej Shiropajews „Gefängnis der Nation“: Eine ethnonationalistische Geschichte Rußlands, Teil 1

Der Archetyp des Tyrannen: Iwan der Schreckliche

Während Iwan III. das Fundament eines unabhängigen russischen Königreichs schuf (oder vielmehr eines orthodoxen Moskowiter Khanats), war es sein Enkel Iwan IV. Wassiljewitsch, besser bekannt als Iwan der Schreckliche, der das zaristische Rußland schuf und die wahren Moskowiter Expansionen des 16. Jahrhunderts begann.

Shiropajew identifiziert die Gründung der Opritschnina als die größte Errungenschaft des antirussischen Projekts unter Iwan dem Schrecklichen. Opritschnina ist ein Begriff, der für die Beschreibung der Innenpolitik von Iwan dem Schrecklichen verwendet wird: brutale Stärkung der Macht des Zaren und Unterdrückung allen Widerspruchs, was die Zerschlagung der inneren Opposition seitens der Bojaren (der russischen Adeligen) oder jeglicher separatistischer Tendenzen bedeutete. Die Ausführenden dieser Politik waren die Opritschniks: Mitglieder einer Elitegarde, die direkt dem Zaren verantwortlich war. Sie wurden zu seinen Hunden und Besen erklärt (zur Bewachung und Säuberung seines Königreichs). Die Methoden der Opritschniks waren Folter und Hinrichtungen, Terror und Verrat. Shiropajew betrachtet die Opritschniks als Vorbild für die spätere sowjetische Sicherheitstruppe, die Tscheka, die Russen nach der Revolution hinrichtete.

Iwan der Schreckliche wird oft als labiler, geistesgestörter Mann dargestellt, dem es – trotz seiner Krankheit – gelang, einen effektiven russischen Staat aufzubauen. Shiropajew sieht das anders: Iwans Handlungen erscheinen abnormal im Vergleich zu europäischen Herrschern. Aber wenn man ihn mit mongolischen Khanen vergleicht, so sind seine Zornausbrüche, seine Ausrottungen ganzer Populationen, seine Neigung zu Grausamkeit und daß er sogar Mitglieder seiner eigenen Familie ermordete, nur typische Eigenschaften eines asiatischen Despoten. Seine Politik des Terrors und der Expansion sollte nicht als bloße persönliche Marotten betrachtet werden. Sie sind genau die Art, wie die mongolische Tyrannei und die Horde immer funktioniert hatten.

Die Mutter von Iwan dem Schrecklichen war Helena Glinskaja, deren Familie vom mongolischen Khan Mamai selbst abstammte. Iwan der Schreckliche war Asiate in Blut und Geist, was einer der Gründe dafür ist, daß er keine Zurückhaltung bei der Ausrottung der russischen Bevölkerung hatte, die er als seine Sklaven von fremder Herkunft betrachtete. Unter der Herrschaft von Iwan dem Schrecklichen erlitten Asiaten keine Diskriminierung; ganz im Gegenteil. Der Zar respektierte die asiatischen Adelstitel und betrachtete den mongolischen Adel als von höherem Rang als seine weißen Untertanen (oder genauer: Sklaven). Jedoch begünstigte Iwan der Schreckliche das orthodoxe Christentum und förderte die Christianisierung, was im Grunde bedeutete, daß die Ostexpansion Rußlands in Rassenvermischung resultierte, da getaufte Mongolen als reguläre Mitglieder der orthodoxen Gesellschaft betrachtet wurden.

Der letzte Khan des Khanats von Kasan, Yadegar Mokhammat, kämpfte zuerst gegen Iwan den Schrecklichen, akzeptierte aber schließlich die Herrschaft des Zaren, konvertierte zum Christentum und wurde unter dem Namen Simeon Kasajewitsch ein russischer Adeliger. Ein weiterer Khan, Sain-Bulat, später bekannt als Simeon Bekbulatowitsch, heiratete eine der Töchter von Iwan dem Schrecklichen und wurde (für ein Jahr) vom Zaren zum Großfürsten der Rus‘ gemacht; Simeon wurde später zum Großfürsten über Twer und Torschok gemacht, zu einem der Befehlshaber der Armee des Zaren, und wurde schließlich ein orthodoxer Mönch. Ein weiterer Tatar am Hof des Zaren war Boris Godunow, einer der Opritschniks, ein Mitglied einer christianisierten mongolischen Familie, der einer der Favoriten von Iwan dem Schrecklichen war und nach dessen Tod Zar wurde.

(mehr …)