Alexiej Shiropajews „Gefängnis der Nation“: Eine ethnonationalistische Geschichte Rußlands, Teil 2

Wiktor Wasnezov, „Iwan der Schreckliche“, 1897 (Detail)

Von Jarosław Ostrogniew, übersetzt von Lichtschwert (= Lucifex). Das Original Alexiey Shiropayev’s Prison of the Nation: An Ethnonationalist History of Russia, Part 2 erschien am 29. Januar 2016 auf Counter-Currents Publishing.

Teil 2 von 4. Zuvor erschienen: Alexiej Shiropajews „Gefängnis der Nation“: Eine ethnonationalistische Geschichte Rußlands, Teil 1

Der Archetyp des Tyrannen: Iwan der Schreckliche

Während Iwan III. das Fundament eines unabhängigen russischen Königreichs schuf (oder vielmehr eines orthodoxen Moskowiter Khanats), war es sein Enkel Iwan IV. Wassiljewitsch, besser bekannt als Iwan der Schreckliche, der das zaristische Rußland schuf und die wahren Moskowiter Expansionen des 16. Jahrhunderts begann.

Shiropajew identifiziert die Gründung der Opritschnina als die größte Errungenschaft des antirussischen Projekts unter Iwan dem Schrecklichen. Opritschnina ist ein Begriff, der für die Beschreibung der Innenpolitik von Iwan dem Schrecklichen verwendet wird: brutale Stärkung der Macht des Zaren und Unterdrückung allen Widerspruchs, was die Zerschlagung der inneren Opposition seitens der Bojaren (der russischen Adeligen) oder jeglicher separatistischer Tendenzen bedeutete. Die Ausführenden dieser Politik waren die Opritschniks: Mitglieder einer Elitegarde, die direkt dem Zaren verantwortlich war. Sie wurden zu seinen Hunden und Besen erklärt (zur Bewachung und Säuberung seines Königreichs). Die Methoden der Opritschniks waren Folter und Hinrichtungen, Terror und Verrat. Shiropajew betrachtet die Opritschniks als Vorbild für die spätere sowjetische Sicherheitstruppe, die Tscheka, die Russen nach der Revolution hinrichtete.

Iwan der Schreckliche wird oft als labiler, geistesgestörter Mann dargestellt, dem es – trotz seiner Krankheit – gelang, einen effektiven russischen Staat aufzubauen. Shiropajew sieht das anders: Iwans Handlungen erscheinen abnormal im Vergleich zu europäischen Herrschern. Aber wenn man ihn mit mongolischen Khanen vergleicht, so sind seine Zornausbrüche, seine Ausrottungen ganzer Populationen, seine Neigung zu Grausamkeit und daß er sogar Mitglieder seiner eigenen Familie ermordete, nur typische Eigenschaften eines asiatischen Despoten. Seine Politik des Terrors und der Expansion sollte nicht als bloße persönliche Marotten betrachtet werden. Sie sind genau die Art, wie die mongolische Tyrannei und die Horde immer funktioniert hatten.

Die Mutter von Iwan dem Schrecklichen war Helena Glinskaja, deren Familie vom mongolischen Khan Mamai selbst abstammte. Iwan der Schreckliche war Asiate in Blut und Geist, was einer der Gründe dafür ist, daß er keine Zurückhaltung bei der Ausrottung der russischen Bevölkerung hatte, die er als seine Sklaven von fremder Herkunft betrachtete. Unter der Herrschaft von Iwan dem Schrecklichen erlitten Asiaten keine Diskriminierung; ganz im Gegenteil. Der Zar respektierte die asiatischen Adelstitel und betrachtete den mongolischen Adel als von höherem Rang als seine weißen Untertanen (oder genauer: Sklaven). Jedoch begünstigte Iwan der Schreckliche das orthodoxe Christentum und förderte die Christianisierung, was im Grunde bedeutete, daß die Ostexpansion Rußlands in Rassenvermischung resultierte, da getaufte Mongolen als reguläre Mitglieder der orthodoxen Gesellschaft betrachtet wurden.

Der letzte Khan des Khanats von Kasan, Yadegar Mokhammat, kämpfte zuerst gegen Iwan den Schrecklichen, akzeptierte aber schließlich die Herrschaft des Zaren, konvertierte zum Christentum und wurde unter dem Namen Simeon Kasajewitsch ein russischer Adeliger. Ein weiterer Khan, Sain-Bulat, später bekannt als Simeon Bekbulatowitsch, heiratete eine der Töchter von Iwan dem Schrecklichen und wurde (für ein Jahr) vom Zaren zum Großfürsten der Rus‘ gemacht; Simeon wurde später zum Großfürsten über Twer und Torschok gemacht, zu einem der Befehlshaber der Armee des Zaren, und wurde schließlich ein orthodoxer Mönch. Ein weiterer Tatar am Hof des Zaren war Boris Godunow, einer der Opritschniks, ein Mitglied einer christianisierten mongolischen Familie, der einer der Favoriten von Iwan dem Schrecklichen war und nach dessen Tod Zar wurde.

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„Game of Thrones“-Schöpfer George R. R. Martin entdeckt auf „Finding Your Roots“, daß er zu nahezu einem Viertel Jude ist

George R. R. Martin (links, mit „Finding Your Roots“-Präsentator Henry Louis Gates, Jr.) war von seinem DNS-Test geschockt.

Von Curt Schleier, übersetzt von Lucifex. Das Original ‘Game of Thrones’ creator George R.R. Martin discovers he’s nearly a quarter Jewish on ‘Finding Your Roots’ erschien am 4. Januar 2019 auf „Jewish Telegraphic Agency“. (In dieser Übersetzung ist nur die erste Hälfte des Artikels wiedergegeben, die GRRM betrifft; den Rest über die jüdische Abstammung von Andy Samberg aus „Saturday Night Live“ und „Brooklyn Nine-Nine“ habe ich weggelassen.)

 

In der Promi-Genealogieshow „Finding Your Roots“ von PBS hat es eine Menge jüdischer Gäste gegeben – Bernie Sanders, Larry David, Paul Rudd und Scarlett Johansson -, und gelegentlich Gäste, wie Paul Ryan, die erfahren, daß sie einen jüdischen Vorfahren in ihrem Familienstammbaum haben.

Aber die Premiere der fünften Staffel, die am 8. Januar gesendet wird, enthält die dramatischste jüdische Story, die die Show bisher ausgegraben hat: „Game of Thrones“-Autor George R. R. Martin entdeckt, daß er zu nahezu einem Viertel jüdisch ist.

Martin, 70, wuchs in Bayonne, New Jersey, auf. Seine Mutter war halb irisch, und sein Vater war halb Italiener. Martin stand seiner Großmutter mütterlicherseits, Grace, sehr nahe, deren italienischer Ehemann Louis sie verließ und ohne Scheidung eine neue Familie gründete (Grace war eine fromme Katholikin).

Martin glaubte, daß er genetisch zumindest ein wenig italienisch sei, aber ein Test seines Erbguts enthüllte, daß er in Wirklichkeit gar keine italienische DNS hat. Jedoch zeigte der Test auch, daß er zu 22,4 Prozent aschkenasischer Jude ist – ungefähr das Äquivalent eines jüdischen Großelternteils.

Um ihre Ergebnisse zu überprüfen, machten die Rechercheure einen von Louis Söhnen aus der zweiten Familie ausfindig und testeten ihn. Falls Louis Georges Großvater war, hätte es eine teilweise Übereinstimmung geben sollen – etwa 6 Prozent. Aber es gab keine.

Ein Test von Martins Großeltern mütterlicherseits zeigte nur irische Abstammung, daher spekulierten die Rechercheure der Show, daß Louis Grace verließ, nachdem er entdeckt hatte, daß sie eine Affäre mit einem Juden hatte.

Alles, was ein fassungsloser Martin in der Show sagen kann, ist: „Ihr habt meine Weltsicht entwurzelt.“

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

Miguel de Cervantes und Don Quijote: Triumph eines Verlierers

Von Johannes Strempel, aus GEO EPOCHE Nr. 31 „Als Spanien die Welt beherrschte“.

„Ritter von der traurigen Gestalt“ nennt sich Don Quijote selbst. Gemeinsam mit seinem Knappen Sancho Pansa zieht er durch La Mancha. Die Leser lieben ihn als verwirrt-lächerlichen Helden.

1605 veröffentlicht Miguel de Cervantes einen Roman über einen Mann, der ist wie er selbst: adelig und verarmt. „Don Quijote“, realistisch und voll derbem Humor, wird ein Welterfolg und gilt heute als erster Roman der Moderne.

Es ist ein prächtiges Fronleichnamsfest, das die Residenzstadt Valladolid am 10. Juni 1605 feiert. Tags zuvor hat der englische Gesandte einen Friedensvertrag zwischen London und Madrid unterzeichnet. Nun strömen die Bürger ins Zentrum, um die Paraden und Stierkämpfe zu seinen Ehren zu verfolgen.

In einer Pause hält ein Schauspieler auf der Plaza Mayor Einzug, dessen Aufmachung so gar nicht zu den eleganten Toreros passt: ein hagerer Mann mit Plüschhosen und nach oben gezwirbeltem Bart, der einem abgemagerten Klepper die Sporen gibt und von einem rundlichen Knappen begleitet wird. Die Menge jubelt.

Vor gerade einmal fünf Monaten ist die Geschichte des glücklosen „Don Quijote“ in Madrid in kleiner Auflage erschienen, aber längst hat der „Ritter von der traurigen Gestalt“ ein Eigenleben jenseits des Buches begonnen. Bald wird man seiner Silhouette auf allen Karnevalsumzügen Spaniens begegnen, flankiert von der seines Freundes und Dieners Sancho Pansa.

Die Spanier schließen den verwirrten Junker auf Anhieb in ihr Herz. Niemand hat damit vermutlich weniger gerechnet als sein Schöpfer: Miguel de Cervantes Saavedra, ein 57jähriger Exsträfling, Steuereintreiber und Gelegenheitsdichter.

Ehe die Abenteuer Don Quijotes ihn berühmt machen, kämpft Miguel de Cervantes (1547-1616) gegen die Türken, arbeitet als Steuereintreiber und verbringt Jahre in afrikanischer Gefangenschaft.

Denn Armut und Schicksalsschläge sind die Leitmotive seines Lebens. Zwar stammt Cervantes aus einer aristokratischen Familie, aber das heißt nicht viel in einem Land, in dem sich zehn Prozent der Bevölkerung zum Adel rechnen – mehr als irgendwo sonst auf der Welt.

Ganz unten in dieser Hierarchie stehen die hidalgos, die „Söhne von jemand Bedeutendem“. Zu ihnen zählt auch Cervantes – und Don Quijote. König Ferdinand und seine Gattin Isabella haben den Titel im späten 15. Jahrhundert eingeführt, um die Krieger der Reconquista zu ehren. Doch das ist lange her. Inzwischen gibt es kaum noch Heldentaten zu vollbringen, und den Hidalgos bleibt nicht viel mehr vorzuweisen als ihr sorgsam gehüteter Adelsbrief und das steinerne Wappen an der Hausfassade.

Die meisten leben verarmt auf ihren kleinen Ländereien oder in den Städten. Und sie leben im Müßiggang: Denn richtig zu arbeiten ist für einen Hidalgo mit seiner Ehre unvereinbar.

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Zur Erinnerung an Jörg Haider

Von Osimandia, ursprünglich am 11. Oktober 2012 auf „As der Schwerter“ veröffentlicht. Hier nachveröffentlicht mit etwas Verspätung (24 Tage) anläßlich des zehnten Jahrestags von Jörg Haiders Tod (ich hatte es zunächst nicht vorgehabt, nun aber doch die Bilder dazu gefunden).

Heute vor vier Jahren, in den ersten Stunden des 11. Oktober 2008 starb der Kärnter Landeshauptmann Dr. Jörg Haider. Zu seinen Lebzeiten hatte ich mich nicht übermäßig für ihn interessiert, aber weil ich durch ein Internetforum, das ich damals besuchte, mit in das Detektivspielen zu seinem Tod hineingezogen wurde, erfuhr ich zwangsläufig – unter anderem auch von dort anwesenden Kärntnern, die ihn persönlich gekannt hatten – dass er ein großartiger Mensch gewesen sein musste. Er war darüberhinaus (eine solche Einschätzung sei mir ausnahmsweise gestattet, da es Männer in umgekehrten Fällen ja auch tun) ein sehr schöner Mann, der gleichermaßen Lebensfreude wie Geborgenheit ausstrahlte.

Er ist es wert, dass einmal wieder an ihn erinnert wird. Wir sollten uns sowieso insgesamt bemühen, nicht so schnell zu vergessen. Das ist meiner Ansicht nach eine der Schwächen unserer Rasse. Andere – insbesondere Orientalen – haben für Kränkungen aller Art Gedächtnisse wie Elefanten, während wir eine Redewendung “Schnee von gestern” haben, die wir vielleicht besser aus unserem Wortschatz streichen sollten – zumindest solange wir nicht unbehelligt alleine unter uns leben. Araber nörgeln nach fast 1000 Jahren noch an den Kreuzzügen rum und von Juden muss man diesbezüglich erst gar nicht anfangen, die machen aus – tatsächlichen oder erfundenen – Kränkungen sogar heilige Schriften. (Ägypten, Persien, Babylon, Amalek, Riese Goliath uvm.) Wir Deutschen können von Glück sagen, dass derzeit eine Bibelergänzung doch zu fragwürdig wäre, um durchzugehen, ansonsten würden wir uns nämlich als nicht sehr vorteilhafte Hauptprotagonisten in einem 6. Buch Mose widerfinden. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Doch zurück zu Jörg Haider. (mehr …)

Martin Sellner und die Judenfrage

Von Deep Roots alias Lucifex.

Diesen Kommentar von Tekumseh habe ich zum Anlaß genommen, einen Beitrag über das untenstehende Video Vlog 32, veröffentlicht von Martin Sellner am 5. Januar 2015, zu machen:

Wie ich schon hier am 21. September 2016 geschrieben habe, ist dieses Sellner-Video ein weiteres Beispiel für durchsichtige Versuche zur Ablenkung vom Judenproblem.

Bei diesem „dritten Schritt“ geht Sellner für seine Argumentation von jenen „Verschwörungstheorien“ aus, die den umfassendsten jüdischen Einfluß schon seit dem alten Ägypten annehmen, stellt diese noch übersteigert dar („alles in der Geschichte von Anfang an durchgeplant, jede Wendung berücksichtigt, übermächtiger zentraler Personenkreis, der alles steuert“), damit antijüdische Erklärungen für unsere Misere unglaubwürdig erscheinen, weil die Juden der Antike, des Mittelalters und der frühen Neuzeit natürlich noch nicht diese Macht haben und auch noch nicht voraussehen konnten, welche Möglichkeiten sie in unserer Zeit haben würden, welche geographischen Entdeckungen, technischen Erfindungen und historischen Entwicklungen es in diesem Zeitraum geben würde.

Damit will er sein Publikum von der Realität des Judenproblems ablenken, die wohl so aussieht, daß die Juden klarerweise früher noch keine solche umfassende Macht hatten wie heute und im Laufe ihrer Geschichte auch immer wieder Rückschläge erleben mußten, aber dennoch von Anfang an nach bestimmten Grundstrategien und -taktiken vorgingen, eine fortlaufende Evolution zum Sozialparasiten durchmachten, kollektiv aus Fehlern lernten, zahlenmäßig ständig zunahmen und im Laufe der Zeit die umfassende Machtfülle entwickelten, die sie heute innehaben.

Ein weiterer Trick von Sellner ist, daß er judenkritische Theorien mit dem Verweis auf „Reptilwesen oder sonstige Aliens“ lächerlich zu machen versucht, und noch einer besteht in Komplexhexerei in Verbindung damit, uns Judengegner als geistige Simpel darzustellen („einfache Erklärung, für die man nicht viel zu lesen braucht, sich nicht mit der gesamten Ideengeschichte auseinanderzusetzen braucht“, „und diese einfache Erklärung ist wie so oft falsch“). Dabei unterschlägt er, daß gerade unsere Seite sich sehr viel mit historischen und geistigen Entwicklungen befaßt und Größen wie Kevin MacDonald vorweisen kann, die ihre Thesen wissenschaftlich sehr fundiert entwickelt haben.

Und dann das mit den „Ideologien, Religionen und Moralvorstellungen“ die der eigentliche Motor oder Treibstoff, die eigentlichen Kraftzentren der historischen Entwicklung seien:

Als ob diese Ideen, Ideologien und Religionen sich selber erfinden, aus dem Boden ausdünsten oder vom Himmel regnen würden, anstatt daß sie von konkreten Leuten erdacht, propagiert und durchgesetzt werden!

Sellner erklärt nicht, wieso gerade im Lauf des 20. Jahrhunderts diese Anzahl von Ideen „von selber“ entstanden sein sollen, die für das Wohlergehen der Völker schädlich sind, in deren Ländern sie aufkamen, anstatt daß einfach wie früher bloß Ausbeutung der unteren Volksschichten und fremder Völker durch die Eliten bei Beibehaltung der sonstigen gesellschaftlich-kulturellen Rahmenbedingungen betrieben worden wäre. Er stellt den Marxismus als „Säkularisierung und Atheisierung christlicher Ideen“ hin, wo er doch schon ab Marx selbst bis hin zum Bolschewismus eine hauptsächlich von Juden entwickelte Ideologie war. Und er verschweigt, daß neben dem Marxismus auch alle anderen für uns Weiße (und jedes andere gesunde Volk) schädlichen Ideologien und Bewegungen von Juden erfunden und/oder dominiert wurden: Feminismus, Multikulturalismus, „Vielfalt“, offene Grenzen, Einwanderungsbefürwortung, Antipatriotismus, Antirassismus, Rassenvermischungspropaganda, Weißenfeindlichkeit in der Werbung, linke Kinderbeeinflussung, Homo-Lesbo-Queer-Transen-Kult, Anti-Ästhetik in der Kunst, 68er-Gegenkultur, „Culture of Critique“, Finanzkapitalismus etc.

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„Samain Night“: Loreena McKennitts Lieder

Von Lichtschwert, ursprünglich veröffentlicht am 31. Oktober 2017 auf „Nord-Licht“ [Nachveröffentlichung hier auf „Morgenwacht“ anläßlich des heutigen 61. Geburtstags von Loreena McKennitt, nachdem ich den Artikel nach Erscheinen des Originals vorerst nur rebloggt hatte.]

Anläßlich des heutigen fünften Bestandsjubiläums meines Blogs „Nord-Licht“ zum diesjährigen Samhain bringe ich eine Auswahl von Liedern der kanadischen Sängerin und Musikerin Loreena McKennitt, die ich sehr schätze. Wie ich bereits einmal geschrieben habe, gefällt mir nicht nur ihre Musik allgemein und ihre Stimme, sondern es ist überhaupt ihre ganze Darbietung immer wieder sehr ansprechend, mit Gesichtsausdruck, Kopfhaltung und allem; so schön, so feierlich und würdevoll.

Loreena McKennitt, die am 17. Februar 1957 geboren wurde und schottisch-irischer Abstammung ist, hat bisher 21 Alben und eine Single veröffentlicht, die alle von ihrer eigenen Plattenfirma Quinlan Road produziert wurden; ihr Debutalbum war Elemental (1985). Im Jahr 1998 kam ihr Verlobter Ronald Rees zusammen mit seinem Bruder Richard und deren Freund Gregory Cook bei einem Bootsunglück auf der Georgian Bay ums Leben. Dieses Ereignis hatte sie sehr getroffen, und sie gründete daraufhin im selben Jahr die Wasserrettungsstiftung „Cook-Rees Memorial Fund for Water Search and Rescue“. Die Einnahmen ihres zu dieser Zeit gerade produzierten Albums Live in Paris and Toronto wurden für diese Stiftung gespendet und belaufen sich auf bisher etwa drei Millionen Dollar. Nach der Veröffentlichung dieses Albums entschied Loreena, daß sie die Zahl ihrer öffentlichen Auftritte verringern werde, und sie hat danach bis zum Studioalbum An Ancient Muse (2006) keine neuen Aufnahmen mehr herausgebracht.

Loreena McKennitt, die mehrere Instrumente spielt, darunter Harfe, Klavier und Akkordeon, verwendet in ihrer Musik zwar teils auch orientalische und andere Einflüsse aus verschiedenen Teilen der Welt, fühlt sich aber aufgrund ihrer schottisch-irischen Herkunft stark zu ihren keltischen Wurzeln hingezogen („my infatuation with the Celts“, wie sie einmal bei einem Live-Auftritt sagte) und läßt sich davon nicht nur bei ihren eigenen Kompositionen inspirieren, sondern nimmt auch traditionelle Lieder aus dem anglo-keltischen Kulturraum in ihr Repertoire auf. Bevor sie irgendwelche Musik komponiert, betreibt sie beträchtliche Forschungen zu einem bestimmten Thema, das dann das allgemeine Konzept eines Albums formt. Sie reist auch viel, unter anderem auch zu anderen keltisch beeinflußten Gegenden, um sich Inspirationen zu holen. In ihrem Hüllentext zu Troubadours on the Rhine, einem Live-Album, das am 24. März 2011 im Mainzer SWR-Studio aufgenommen wurde, schreibt sie, daß sie erfreut war zu erfahren, daß diese Örtlichkeit ebenfalls ein keltisches Erbe hat.

Den Anfang meiner Liederpräsentation mache ich, dem Datum entsprechend, mit Samain Night (aus Parallel Dreams, 1989):

Hier ist der Text dazu:

When the moon on a cloud cast night
Shone above the tree tops‘ height
You sang me of some distant past
That made my heart beat strong and fast
Now I know I’m home at last.

You offered me an eagle’s wing
That to the sun I might soar and sing
And if I heard the owl’s cry
Into the forest I would fly
And in its darkness find you by.

So our love’s not a simple thing
Nor our truths unwavering
Like the moon’s pull on the tide
Our fingers touch, our hearts collide
I’ll be a moonsbreath from your side.

Bekannt ist Loreena auch für ihre Vertonungen klassischer Gedichte aus der englischsprachigen Literaturwelt, zu denen sie die Musik komponiert und Instrumentalarrangements erstellt und die sie dann gemeinsam mit ihren Musikern vorträgt.

Ein Beispiel dafür ist The Lady of Shalott, eine 1832 veröffentlichte Ballade von Alfred Lord Tennyson, die lose auf der Legende von Elaine of Astolat aus dem Sagenkreis um König Artus beruht.

Elaine, die anderswo auch als Nimue, die Herrin vom See etc. in Erscheinung tritt, lebt unter einem Zauberbann einsam in einer Burg auf der Insel Shalott, die in dem Fluß liegt, der nach Camelot fließt. Dort sitzt sie mit dem Rücken zum Fenster an einem Webstuhl und webt das, was sie in einem magischen Spiegel sieht, zu Bildern eines endlosen Teppichs. Aus dem Fenster darf sie nicht schauen. Nur die Feldarbeiter in der Nähe hören ihre Gesänge. Eines Tages sieht sie im Spiegel den Ritter Lancelot vorbeireiten, und um ihn besser sehen zu können, schaut sie direkt aus dem Fenster und verliebt sich in ihn. Da zerbricht der Spiegel, und Elaine weiß, daß der auf ihr liegende Fluch nun in Erfüllung geht. In einem Boot fährt sie nach Camelot, während ihre Lebenskraft sie bereits verläßt, und als sie dort ankommt, ist sie tot. Die Ritter sind erstaunt über ihre Schönheit, und Lancelot bittet Gott um Gnade für sie.

Nach einer ersten Vertonung dieses Gedichts durch den englischen Komponisten Cyril Rootham im Jahr 1909 hat Loreena McKennitt ebenfalls eine geschaffen, und zwar für ihr Album The Visit von 1991. Hier trägt sie ihre Version bei der Verleihung der Juno Awards von 1992 vor, wo sie für das Best Roots/Traditional Album ausgezeichnet worden war:

In Loreenas textlich stark gekürzter Live-Fassung von Tennysons langer Ballade wird diese Geschichte jedoch nur unvollständig vermittelt, und auch die 11:34 min. lange Studioversion aus The Visit (siehe nächstes Video) enthält nicht alle Strophen des Originals. Ich gebe daher nachfolgend den gesamten Text wieder, mit den von Loreena in The Visit gesungenen Strophen in ihrer Textfassung (nur in den beiden hier eingestellten Live-Versionen [Juno Awards und Alhambra] enthaltene Strophen in fetter Schrift, die beiden in der etwas längeren Konzertdarbietung von Troubadours on the Rhine zusätzlich dazu verwendeten zwischen Sternchen; gänzlich weggelassene in Klammern):

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Churchill: Mehr Mythos als Legende

Von Patrick Foy, übersetzt von Deep Roots. Das Original Churchill: More Myth Than Legend erschien am 2. Februar 2011 in Taki’s Magazine.

Letzte Woche gab mir ein republikanischer Freund aus dem Country Club in Palm Beach ein Exemplar von „The Weekly Standard“ und drängte mich, „A World in Crisis: What the thirties tell us about today“ von Matthew Continetti zu lesen. Der Artikel möchte den Leser glauben machen, daß das Schicksal des Universums von einem wenig bekannten Verkehrsunfall in Manhattan 1931 abgehangen sei, in den Winston Churchill verwickelt war.

Churchill hatte am späten Abend des 13. Dezember 1931 auf dem Weg zu einer Besprechung in Bernard Baruchs Wohnung die Fifth Avenue bei der 76th Street überquert, als er in die falsche Richtung schaute, gegen das Licht über die Straße ging und von einem Auto gestreift wurde, das mit 30 mph (knapp 50 km/h) fuhr. Der unglückliche Staatsmann verbrachte über eine Woche im Lenox Hill Hospital, während er sich von einer verstauchten Schulter, Platzwunden im Gesicht und einer leichten Gehirnerschütterung erholte, wofür ihm der Arzt „alkoholische Getränke zu jeder Mahlzeit“ verschrieb. Continetti erwähnt „die Körnigkeit der Geschichte“, was immer das heißt: „Wenn das Auto nur ein wenig schneller gefahren wäre, dann wäre die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts unwiderruflich verändert worden.“ Das stimmt schon, aber zum Besseren oder zum Schlechteren?

Continetti argumentiert, daß dieses zufällige Mißgeschick noch gut ausgegangen ist. Seine Prämisse ist, daß die 1930er eine gefährliche Zeit wie unsere eigene waren und daß es des scharfsinnigen Winston Churchill bedurft hätte, um die Menschheit zu retten und die Dinge ins Lot zu bringen: „Wenige Menschen erkannten 1931 die wachsende Gefahr. Der Patient im Lenox Hill Hospital war einer davon.“ Oje. Was für ein Quatsch.

Der „Weekly Standard“ wie auch „National Review Online“ und „Commentary Magazine“ gehören alle zu derselben scheinkonservativen Neocon-Bruderschaft, die Washington gekapert hat, angefangen mit H. W. Bush nach dem Kalten Krieg, und die seither jede Hoffnung auf eine „Friedensdividende“ ruiniert hat.

Feuer mit Benzin zu löschen, ist gemeinhin keine gute Idee, und der islamische Extremismus ist ein Nebenprodukt der Allianz zwischen Tel Aviv und Washington. Deshalb steht uns jetzt der Zeitlupenverfall der „unverzichtbaren Nation“ der Welt bevor. Es erinnert mich an den traurigen Zustand von Little England in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, alles dank Sir Winstons kurzsichtiger Führung.

Die Neocon-Opportunisten haben sich Churchill als einen der ihren geschnappt. Er wird immer mit dem angeblichen “guten Krieg” in Verbindung gebracht und ist infolgedessen in den Himmel gelobt worden. Aber was, wenn das Auto 1931 schneller die Fifth Avenue entlanggefahren wäre und die britische Bulldogge in die nächste Welt katapultiert hätte? Hätte der Zweite Weltkrieg gänzlich vermieden werden können?

Der „gute Krieg“ hatte weltweit annähend fünfzig Millionen Todesopfer zur Folge, hinterließ Europa als hungernden und zerbombten Kontinent, zerstörte die ausgedehnten Imperien der Briten und Franzosen, brachte die Sowjets für mehr als vierzig Jahre ins Herz Europas und überließ China Mao Tse-tung.

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Erinnerung an J. R. R. Tolkien: 3. Januar 1892 bis 2. September 1973

„Ich bin eigentlich ein Hobbit.“ – J. R. R. Tolkien

Von Greg Johnson, übersetzt von Lucifex. Das Original Remembering J. R. R. Tolkien: January 3, 1892 to September 2, 1973 erscheint auf Counter-Currents Publishing immer wieder an Tolkiens Geburtstag.

John Ronald Reuel Tolkien ist ein Lieblingsautor neulinker „Hippies“ und neurechter Nationalisten, und aus ziemlich denselben Gründen. Tolkien mißtraute zutiefst der Modernisierung und Industrialisierung, die die organische Gegenseitigkeit zwischen Mensch und Natur durch die technologische Herrschaft des Menschen über die Natur ersetzt, eine Beziehung, die beide Pole deformiert und abwertet.

Aber philosophisch und politisch stand Tolkien der Neuen Rechten viel näher als der Neuen Linken. Tolkien war ein Konservativer und ein Rasserealist. Seine Vorlieben gingen in Richtung nichtkonstitutioneller Monarchie in der Hauptstadt und de-facto-Anarchie in den Provinzen, aber er erkannte, daß staatliche Kontrolle nur in einer Gesellschaft mit einer tiefen Verehrung für die Tradition und hohem Respekt für individuelle Ehre und Selbstbeherrschung minimiert werden kann.

Viele von Tolkiens glühendsten Verehrern in der Neuen Rechten sind Neuheiden. Aber Tolkien selbst war ein frommer römisch-katholischer Traditionalist, wenngleich einer mit einer tiefen Liebe zu vorchristlichen Mythen, Epen und Traditionen. Und obwohl The Hobbit und The Lord of the Rings mit ihren vielen Themen aus der nordischen und keltischen Mythologie besonders bei Heiden Widerhall finden, ist der ultimative mythologische Rahmen von Mittelerde, besonders wie im posthumen Werk The Silmarillion ausgedrückt, biblisch inspiriert, mit einem Schöpfergott (Eru Ilúvatar), einem Teufel (Melkor), einem Fall und sogar eine Andeutung der Notwendigkeit einer göttlichen Inkarnation für die Rettung der Schöpfung.

Zu Ehren von Tolkiens Geburtstag möchte ich zuerst eure Aufmerksamkeit auf mehrere Werke auf dieser Webseite lenken:

Für mehr Hintergrund zu Tolkiens Leben und Werk empfehle ich zwei Einführungsbücher, die sogar für Teenager geeignet sind: Leslie Ellen Jones’ Myth and Middle-Earth: Exploring the Medieval Legends Behind J. R. R. Tolkien’s Lord of the Rings und Bradley Birzers J. R. R. Tolkien’s Sanctifying Myth: Understanding Middle-Earth. Die umfassendste und ernsthafteste Biographie und allgemeine Interpretation von Tolkien ist Joseph Pearces Tolkien: Man and Myth.

Für diejenigen, die keine Einführung brauchen, gibt es kein besseres Gedenken, als einen Winterabend gemütlich im eigenen Hobbitloch zu verbringen und die Werke des Mannes selbst zu lesen (oder Peter Jacksons meisterhafte und inspirierende Filme von The Lord of the Rings anzusehen).

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Siehe auch:

Die Befreiung des Auenlandes von Greg Johnson

Tolkien: Meister von Mittelerde von Brittanicus

Die Erben der Schildkrötenburg: George R. R. Martin und die Fantasy-Literatur von Lichtschwert, unter Verwendung von Passagen aus GRRMs Sammelband „Traumlieder II“, worin unter anderem Tolkiens Einfluß auf GRRM thematisiert wird.

Professor Tolkien und seine Werke werden auch in „Der Zauber des Nordens: Einleitungen zu „Das geborstene Schwert” erwähnt. Poul Andersons ab diesem Beitrag in sieben Fortsetzungen verlinkter Erstlingsroman „Das geborstene Schwert” ist sehr lesenswert.

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

Wer tötete Marilyn Monroe?

Marilyn Monroe, 1. Juni 1926 – 5. August 1962

Von Jewish Tribal Review, übersetzt von Deep Roots. Das Original Who Killed Marilyn Monroe? wurde am 11. März 2011 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right veröffentlicht. Marilyn Monroe starb heute vor 55 Jahren, am 5. August 1962. [Das letzte Bild wurde vom Übersetzer eingefügt.]

 

Marilyn Monroe ist eine von vielen nichtjüdischen Schauspielerinnen, die unter die Dominanz einer Reihe jüdischer Psychoanalytiker gerieten, von denen der berühmteste Ralph Greenson (geb. Romeo Greenschpoon) war, der ihr Therapeut war, als sie angeblich Selbstmord beging.

„Wie viele seiner Kollegen zu der Zeit“ bemerkt eine Rezension von Donald Spotos Biographie von Marilyn, „stützte sich Greenson bei seinen Patienten stark auf medikamentöse Therapie und verschrieb routinemäßig Barbiturate und Beruhigungsmittel oder veranlaßte die anderen Ärzte der Patienten dazu. Er verwies Marilyn an den [jüdischen] Internisten Hyman Engelberg, der viele der Medikamente verschrieb, die Greenson für sie angeordnet hatte… ihre Freunde bemerkten, daß Marilyn umso elender wurde, je häufiger sie Greenson sah… Greenson förderte Marilyns tiefe Abhängigkeit von ihm (er sah sie zweimal täglich)“ (Good Housekeeping, 1993, S. 212 u. 214).

Dr. Ralph Greenson, 1911-1979

Die inzestuöse Natur des Lebens in Hollywood kann am Fall von Greenson beobachtet werden: seine Schwester Elizabeth war mit Milton ‚Mickey’ Rudin verheiratet, einem jüdischen Entertainment-Anwalt, der einer der bedeutenden Strippenzieher der Stadt war. Rudin war Monroes Anwalt.

Marilyns Pressesprecher Arthur Jacobs war ebenfalls Jude. Genauso ihre Agenten bei MCA, Jay Kanter und Mort Viner. Viele der Regisseure ihrer Filme waren Juden (zum Beispiel Billy Wilder von „Manche mögen’s heiß“ und George Cukor von „Machen wir’s in Liebe“). Natasha Lytess, ihre persönliche Managerin und das Subjekt von Spekulationen über Monroes gerüchteweise behaupteten Lesbianismus war eine Jüdin aus Österreich. Ihre Beziehung, sagt Barbara Leming, war „wechselseitig ausnutzerisch“ (Leaming, S. 31). Milton Greene, ein jüdischer Modefotograf, „mit dem sie in den späten Vierzigern angeblich eine Affäre hatte“, war ein weiterer früher persönlicher Manager.

Natasha Lytess und Marilyn beim Dreh von „Blondinen bevorzugt“

Monroe hatte beschlossen, mit jedem zu schlafen, der ihr dabei helfen konnte, im jüdisch dominierten Hollywood zu Ruhm und Reichtum zu gelangen. Ihr enger Freund Ted Jordan bemerkt, daß sie „mit jedem Sex hatte, von dem sie dachte, daß er ihre Karriere fördern könnte“ (Jordan, S. 121). „Es ist klar“, sagt Anthony Summers in seiner Biographie, „daß Marilyn ihre Gunst umsichtig einsetzte. Ein Hauptempfänger war der [jüdische] Mann, der Marilyn den entscheidenden ersten Vertrag mit Fox besorgte – Ben Lyon. Laut der Autorin Sheila Graham hatte Lyon mit Marilyn geschlafen und versprochen, ihre Karriere zu fördern… Lyon rief den Besetzungschef von Sol Wurtzel an, eines [jüdischen] B-Filmproduzenten der damaligen Zeit [und Monroe erhielt eine kleine Rolle im Film „Dangerous Years“ von 1947]“ (Summers, S. 35).

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„Wir müssen das boreale Europa und die weiße Welt retten“: Jean-Marie Le Pens Interview mit Rivarol

Das französische Original Devoir d’insoumission: Entretien avec Jean-Marie Le Pen – 9 avril 2015 wurde von Guillaume Durocher unter dem Titel „We must save Boreal Europe & the white world“: Jean-Marie Le Pens Rivarol interview für Counter-Currents Publishing in Englische übersetzt (veröffentlicht am 13. April 2015); deutsche Übersetzung auf Basis dieser englischen Fassung von Deep Roots. Das Interview führte Robert Spieler, und die französische Version wurde von Jérôme Bourbon herausgegeben.

(Anm. d. Ü.: die Übersetzung, die zippelmütz seinerzeit für „As der Schwerter“ erstellt hat, habe ich leider nicht mehr; die wurde damals von Dunkler Phönix direkt aus dem Übermittlungskommentar in einen Artikelentwurf kopiert und dort von mir nur noch veröffentlichungsfertig bearbeitet, sodaß ich nie eine Word-Version davon auf Festplatte hatte. Anderswo wurde sie leider nirgends nachveröffentlicht, sodaß diese Übersetzung verloren ist.)

Rivarol: Was ist Ihre Beurteilung der zweiten Runde der Departementswahlen für den Front National?

Jean-Marie Le Pen: Es war zu erwarten, daß die Ergebnisse nicht ganz unserem sehr großen Erfolg in der ersten Runde nicht ganz gerecht werden. Der FN ist laut den offiziellen Dokumenten des Innenministeriums tatsächlich die erste Partei Frankreichs, nachdem er in der ersten Runde über 25 % der Wählerstimmen erhalten hat, über 5 Millionen Stimmen. Er liegt vor der UMP [Konservative Partei] und der PS [Sozialistische Partei]. Ich erwähne nicht einmal die kleinen, quasi nichtexistenten Organisationen wie die Grünen oder Dupont-Aignans Debout la France [Erhebe dich, Frankreich]. Der FN hat in der ersten Runde ein sehr gutes Rennen geliefert, aber nachdem es ein Zweirunden-Stichwahlsystem gibt, werden wir am Abend des 29. März wahrscheinlich geschlagen werden, da wir 62 Sitze von 2054 erhalten haben.

Die Leute begrüßen diese Niederlage, aber sie berücksichtigen nicht, daß die Generalräte [die die Departements leiten] aus bekannten, politisch etablierten Persönlichkeiten bestehen, die am häufigsten Gemeindebürgermeister sind, in denen sie natürlich 60 oder 70 % der Stimmen erhielten, wie es zufälligerweise auch die FN-Bürgermeister taten, deren Verwaltung von den Medien kritisiert wurde und die im Durchschnitt 75 % der Wählerstimmen auf sich vereinigten. Man muß auch bedenken, daß diese Generalräte aus Männern und Frauen bestehen, die einander seit Jahren kennen und unter denen es feste Bande der Freundschaft, Sympathie und Komplizenschaft gibt. Wir hatten einen Amtsinhaber gegen 2053, und wir haben dennoch etwas über sechzig Sitze, was nicht nichts ist. Das Ergebnis ist hervorragend, noch besser, als wir erhofft hatten, nachdem diese Art von Lokalwahlen mit dem Zweirunden-Stichwahlsystem sicherlich die schwierigstmögliche für eine Bewegung wie unsere ist, die immer noch nur wenige bekannte Leute hat.

„Ich bin kein Kriecher“

Rivarol: Eine neue politisch-mediale Kontroverse wurde nach Aussagen entfacht, die Sie auf BFM-TV als Antwort auf Jean-Jacques Bourdin machten, der diejenigen wiederholte, die Sie bereits am 13. September 1987 auf RTL, am 5. Dezember 1997 in Deutschland, im April 2008 in einer bretonischen Monatszeitschrift und im März 2009 im Europäischen Parlament über die Gaskammern machten. Der Staatsanwalt hat Vorermittlungen wegen der Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingeleitet. Die Minister für Inneres und Bildung haben Sie verurteilt, wie auch die gesamte politische Klasse. Vereinigungen (SOS Racisme, UEJF, LICRA …) haben Klage gegen Sie erhoben, und sogar im Front National haben die hauptsächlichen Führer Ihre Aussagen feierlich verurteilt, einschließlich der Präsidentin der Bewegung und ihrer Stellvertreter. Wie fühlen Sie sich dabei?

Le Pen: Ich bin kein Mann, der es sich anders überlegt, oder der kriecht. Ich habe zu dieser Frage eine Meinung, die ich für berechtigt halte. Diejenigen, die diese Art von Manövern anführen, um ein Urteil zu fällen, haben zutiefst unrecht. Ich habe im Alter von 18 Monaten aufgehört, mich auf allen vieren fortzubewegen. Ich bin kein Homo bauchliegus.

Die Politik ist wie das Leben ein Kampf. Wenn man keine Schläge bekommen will, entscheidet man sich nicht dafür, Boxer zu werden. Denn wenn man sich dazu entschließt, Boxer zu werden, dann weiß man, daß man gewinnen kann, daß man aber viele Schläge erhalten wird. Der Weltmeister hat, wenn er mit seinem Championsgürtel aus dem Ring steigt, ein verschwollenes Gesicht. Er geht nicht intakt daraus hervor. Er hat als Kämpfer gewonnen, aber indem er akzeptierte, verletzt oder manchmal entstellt zu werden. Wenn man keine Schläge bekommen will, bleibt man besser zu Hause oder geht nach Hause, das ist klüger.

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