Die Kultur der Kritik (8): Schluss – Wohin geht es mit dem Judaismus und dem Westen?

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt vom Verlag libergraphiX (ursprünglich – noch vor Erscheinen der deutschen Buchausgabe – auf „As der Schwerter“ veröffentlicht). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers (die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library [ISBN 0-7596-7222-9]).

Zuvor veröffentlicht:

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Die Kultur der Kritik (2) – Die Boas’sche Schule der Anthropologie und der Niedergang des Darwinismus in den Sozialwissenschaften

Die Kultur der Kritik (3) – Juden und die Linke

Die Kultur der Kritik (4): Die jüdische Beteiligung an der psychoanalytischen Bewegung

Die Kultur der Kritik (5): Die Frankfurter Schule für Sozialforschung und die Pathologisierung nichtjüdischer Gruppenloyalitäten

Die Kultur der Kritik (6): Die jüdische Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Eine Reprise

Die Kultur der Kritik (7): Jüdische Mitwirkung an der Gestaltung der amerikanischen Einwanderungspolitik

*   *   *

Eine Schlussfolgerung dieses Bandes ist, dass die Juden eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung hochgradig einflussreicher intellektueller und politischer Bewegungen spielten, die in zeitgenössischen westlichen Gesellschaften ihren Interessen dienten. Wie auch immer, diese Bewegungen sind nur ein Teil der Geschichte. Es gab in den westlichen Gesellschaften im Allgemeinen, aber besonders in den Vereinigten Staaten, ein enormes Anwachsen jüdischer Macht und jüdischen Einflusses. Ginsberg (1993) merkt an, dass seit dem Jahre 1960 der jüdische ökonomische Status sowie der kulturelle Einfluss in den Vereinigten Staaten dramatisch angestiegen ist. Shapiro (1992, 116) zeigt, dass Juden zumindest mit dem Faktor neun auf Wohlstands-Indizes überrepräsentiert sind, doch dies gilt als konservative Schätzung, weil viel jüdischer Reichtum in Immobilien steckt, was schwer zu veranlagen und leicht zu verstecken ist. Während sie nur annähernd 2,4 Prozent der Bevölkerung der Vereinigten Staaten ausmachen, repräsentieren Juden die Hälfte der oberen einhundert Geschäftsführer der Wall-Street und rund 40 Prozent der College-Zulassungen der Ivy League. Lipset und Raab (1995) merken an, dass Juden zwischen einem Viertel und einem Drittel aller politischen Zuwendungen in den Vereinigten Staaten spenden, darunter die Hälfte der Spenden für die Demokratische Partei sowie ein Viertel der Spenden für die Republikaner.

Die allgemeine Botschaft von Goldbergs (1996) Buch Jewish Power: Inside the American Jewish Establishment ist, dass der amerikanische Judaismus gut organisiert und freigiebig finanziert ist. Er verschaffte sich ein großes Maß an Macht und war erfolgreich bei der Durchsetzung seiner Interessen. Es besteht ein hohes Maß an Konsens in einem großen Teil der jüdischen Angelegenheiten, insbesondere auf dem Gebiet der Israel-Politik und der Wohlfahrt anderer ausländischer jüdischer Enklaven, der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik, der Trennung von Kirche und Staat, dem Recht auf Schwangerschaftsabbruch sowie der Bürgerrechte (siehe Kapitel 1). Tatsächlich ist die Übereinstimmung in diesen Fragen zwischen jüdischen Aktivistenorganisationen und den hier besprochenen, jüdischen intellektuellen Bewegungen, trotz des hohen Maßes an fehlender Übereinstimmung in Bezug auf andere Angelegenheiten, bemerkenswert. Die massiven Veränderungen in der öffentlichen Politik bezüglich dieser Fragen, die mit der kulturellen Gegenrevolution in den Sechziger Jahren begannen, fallen mit der Periode ansteigender jüdischer Macht und steigenden Einflusses in den Vereinigten Staaten zusammen.

Seit den Fünfziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts verfolgen empirische Studien über die ethnische Hierarchie in den Vereinigten Staaten die Veränderungen ethnischer Gruppenressourcen einschließlich der Repräsentation der Elite (beispielsweise Alba & Moore 1982; Lerner, Nagai & Rothman 1996). Diese Studien hoben häufig die Überrepräsentation der protestantischen Weißen in den Unternehmenshierarchien und im Militär hervor, versäumten jedoch Gruppenunterschiede in Engagement und Organisation einzubeziehen. Salter (1998b) verschafft eine theoretisch fundierte Einschätzung des jüdischen Einflusses im Vergleich zu jenem der Afroamerikaner und der nichtjüdischen europäischstämmigen Amerikaner auf Grundlage von Blalocks (1967, 1989) Modell der Gruppenmacht als Funktion der Ressourcen multipliziert mit der Mobilisierung. Juden bieten weit mehr Mobilmachung auf als die anderen ethnischen Bevölkerungsteile (man zögert, nichtjüdische europäischstämmige Amerikaner als „Gruppe“ zu bezeichnen). Während beispielsweise spezifische ethnische Organisationen, welche sich den ethnischen Interessen der nichtjüdischen europäischstämmigen Amerikaner widmen, im Wesentlichen Randgruppen mit dürftiger Finanzierung und geringem Einfluss auf den allgemeinen politischen Prozess sind, merkt Salter an, dass das America-Israel Public Affairs Committee (AIPAC) von Kongressmitgliedern und professionellen Lobbyisten als zweitmächtigste der 120 mächtigsten Lobbys bewertet wird, wobei in den oberen 25 Rängen keine weitere ethnische Organisation vertreten ist. Des Weiteren ist AIPAC eine der wenigen Lobbys, welche sich in beträchtlichem Maße auf Wahlkampfspenden verlässt, um Bündnispartner zu gewinnen. Wie oben angesprochen, tragen die Juden zwischen einem Drittel und der Hälfte aller Wahlkampfgelder bei Wahlen auf Bundesebene bei, wobei die Spenden vom  „Thema Israel und der weiteren jüdischen Agenda“ (Goldberg 1996, 275) motiviert werden. Juden sind somit in Bezug auf Wahlkampfspenden auf der Grundlage ihres Bevölkerungsanteils mit dem Faktor 13 überrepräsentiert, unter Berücksichtigung ihres höheren Durchschnittseinkommens beträgt der Faktor annähernd 6,5. In Bezug auf Auslandsspenden ist die jüdische Führung sogar noch größer. Beispielsweise gaben jüdische Amerikaner in den Zwanziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts, vor der Explosion jüdischer Spenden an Israel nach dem Zweiten Weltkrieg, 24 mal mehr pro Kopf für die Hilfe ausländischer Juden aus als irisch-stämmige Amerikaner als Hilfe für Irland in seinem Kampf um die Unabhängigkeit von Großbritannien. Dies war jedoch der Höhepunkt der ethnischen irischen Philanthropie (Carroll 1978). Die Disparität hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg sehr vergrößert. Salter geht in einer vorläufigen konservativen Schätzung auf der Grundlage des Vergleichs von Pro-Kopf-Spenden für nicht-religiöse ethnische Angelegenheiten von einer viermal größeren ethnisch jüdischen Mobilisierung aus, als bei jener weißer Nichtjuden.

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Die Kultur der Kritik (4): Die jüdische Beteiligung an der psychoanalytischen Bewegung

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt vom libergraphiX-Verlag (ursprünglich – noch vor Erscheinen der deutschen Buchausgabe – auf „As der Schwerter“ veröffentlicht). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers und die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library (ISBN 0-7596-7222-9).

Zuvor veröffentlicht:

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Die Kultur der Kritik (2) – Die Boas’sche Schule der Anthropologie und der Niedergang des Darwinismus in den Sozialwissenschaften

Die Kultur der Kritik (3) – Juden und die Linke

Die jüdische Beteiligung an der psychoanalytischen Bewegung

Die vertraute Karikatur des bärtigen und ein Monokel tragenden Freud’schen Analytikers, der den liegenden Patienten auf Erinnerungen schief gelaufener  Reinlichkeitserziehung und auf die Eltern gerichtete Wollust untersucht, ist  gegenwärtig ein Anachronismus wie überhaupt die fachliche Praxis dieser  meist  inhaltsleeren und plaudernden Kunst. Wie eine solcherart ausgearbeitete Theorie so weitläufig akzeptiert werden konnte – ohne die Grundlage eines systematischen Beweises oder kritischer Experimente und angesichts des  chronischen Versagens der therapeutischen Interventionen in allen  hauptsächlichen Klassen der mentalen Erkrankungen (Schizophrenie, Manie  und Depression) – ist etwas, das die Soziologen der Wissenschaft und der  landläufigen Kultur erst noch erklären müssen. (Paul Churchland 1995, 181)

Die These dieses Kapitels ist, dass es unmöglich ist, die Psychoanalyse als eine „Wissenschaft“ oder genauer genommen als eine politische Bewegung zu verstehen, ohne die Rolle des Judaismus zu berücksichtigen. Sigmund Freud ist ein erstklassiges Beispiel für einen jüdischen Sozialwissenschaftler, dessen Schriften von seiner jüdischen Identität beeinflusst wurden, und für dessen negative Beifügungen in Bezug auf die nichtjüdische Kultur als Quelle des Antisemitismus.

Die Diskussion über die jüdische Beteiligung an der psychoanalytischen Bewegung war bis vor kurzem „im stillschweigenden Einverständnis jenseits der Grenzen des Erlaubten“ (Yerushalmi 1991, 98). Nichtsdestotrotz war die jüdische Beteiligung an der Psychoanalyse – der „jüdischen Wissenschaft“ – für jene innerhalb und außerhalb der Bewegung von Beginn an sichtbar:

Die Geschichte machte die Psychoanalyse zu einer „jüdischen Wissenschaft“.  Sie wurde fortlaufend als solche angegriffen. Sie wurde in Deutschland, Italien und Österreich vernichtet und als solche in alle vier Winde verstreut. Sie wird selbst jetzt noch weiterhin als solche von Freunden wie auch Feinden gleichermaßen wahrgenommen. Natürlich gibt es von nun an ausgezeichnete Analytiker, welche keine Juden sind… Aber die Vorhut der Bewegung blieb in  den vergangenen fünfzig Jahren vorwiegend jüdisch, wie sie es schon von  Beginn an war. (Yerushalmi 1991, 98)

Zusätzlich zur Verfassung des Kerns der Führung und der intellektuellen Vorhut der Bewegung stellten Juden auch die Mehrheit der Mitglieder der Bewegung. Im Jahre 1906 waren alle siebzehn Mitglieder der Bewegung jüdisch, und sie identifizierten sich sehr stark mit ihrem Judentum (Klein 1981). In einer Studie aus dem Jahr 1971 fanden Henry, Sims und Spray heraus, dass in ihrer Erhebung über amerikanische Psychoanalytiker sich 62,1 Prozent mit einer jüdischen kulturellen Affinität identifizierten, während nur 16,7 Prozent eine protestantische Affinität anzeigten und 2,6 Prozent eine katholische Affinität. Weitere 18,6 Prozent gaben keine kulturelle Affinität an, ein Prozentsatz, welcher beträchtlich über den anderen Kategorien der Fachkräfte für geistige Erkrankungen liegt und vermuten lässt, dass der Prozentsatz der Psychoanalytiker mit einem jüdischen Hintergrund sogar noch höher als 62 Prozent liegt (Henry, Sims & Spray 1971, 27).1

Wir haben gesehen, dass ein gemeinsamer Bestandteil der jüdischen intellektuellen Aktivität seit der Aufklärung in der Kritik der nichtjüdischen Kultur besteht. Die Ideen Freuds wurden oft als subversiv bezeichnet. Tatsächlich „war Freud davon überzeugt, dass es völlig in der Natur der psychoanalytischen Doktrin läge, schockierend und subversiv zu erscheinen. An Bord eines Schiffes nach Amerika fühlte er nicht, dass er dem Land ein neues Wundermittel bringe. Mit seinem typischen, trockenen Humor erzählte er den Mitreisenden: ‚Wir bringen ihnen die Pest’“ (Mannoni 1971, 168).

Peter Gay bezeichnet die Arbeit Freuds generell als „subversiv“ (1987, 140), seine Sexualideologie im Besonderen als „für ihre Zeit zutiefst subversiv“ (1987, 148), und er beschreibt sein Totem und Tabu als „subversive Mutmaßungen“ in Bezug auf die Analyse der Kultur enthaltend (1987, 327). „Während die Implikationen von Darwins Ansichten bedrohlich und beunruhigend waren, so waren sie doch nicht wirklich so ätzend, nicht wirklich so respektlos wie Freuds Ansichten über die kindliche Sexualität, die Allgegenwart der Perversionen und die dynamische Macht der unbewussten Triebe“ (Gay 1987, 144).

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Die Kultur der Kritik (3) – Juden und die Linke

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers und die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library (ISBN 0-7596-7222-9). Ich erhebe keinen Anspruch auf eine wie auch immer geartete Vergütung für die Verwendung dieser Übersetzung durch den Verfasser, Professor Kevin MacDonald, für eine Veröffentlichung in Buchform oder in irgendeiner sonstigen Weise.

(I will not claim any reward whatsoever from the author, Professor Kevin MacDonald, should he publish this translation in printed or any other form)

Zuvor veröffentlicht:

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Die Kultur der Kritik (2) – Die Boas’sche Schule der Anthropologie und der Niedergang des Darwinismus in den Sozialwissenschaften

Juden und die Linke

Ich konnte nie verstehen, was das Judentum mit dem Marxismus zu tun hatte, und warum die Infragestellung des Letzteren gleichbedeutend damit sei, illoyal gegenüber dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs zu sein. (Ralph de Toledano [1996, S. 50] in Diskussion seiner Erfahrungen mit osteuropäischen jüdischen Intellektuellen)

Der Sozialismus war für viele eingewanderte Juden nicht bloß Politik oder eine Idee, er war eine umfassende Kultur, ein Stil der Wahrnehmung und des Urteilens, durch den sie ihr Leben zu strukturieren hatten. (Irving Howe 1982, S. 9)

Die Verbindung zwischen Juden und der politischen Linken ist ab dem neunzehnten Jahrhundert weithin bemerkt und kommentiert worden. „Was immer ihre Situation sein mag… in fast jedem Land, über das wir Informationen haben, spielte ein Segment der jüdischen Gemeinschaft eine sehr entscheidende Rolle in den Bewegungen, die dazu bestimmt waren, die existierende Ordnung zu untergraben“ (Rothman & Lichter 1982, S. 110).

Zumindest oberflächlich betrachtet kann die jüdische Beteiligung an radikalen politischen Aktivitäten überraschend erscheinen. Der Marxismus, zumindest wie von Marx vorgestellt, ist das genaue Gegenteil des Judaismus. Der Marxismus ist ein Musterbeispiel einer universalistischen Ideologie, in der ethnische und nationalistische Barrieren innerhalb der Gesellschaft, ja sogar zwischen Gesellschaften im Interesse der gesellschaftlichen Harmonie und eines Gefühls gemeinsamen Interesses schlußendlich beseitigt werden. Zudem ist Marx selbst, obwohl von zwei ethnisch jüdischen Eltern geboren, von vielen als Antisemit gesehen worden.71 Seine Kritik am Judentum (Zur Judenfrage [Marx 1843/1975]) konzipierte das Judentum als grundsätzlich mit egoistischem Streben nach Geld befaßt; es hatte die Weltherrschaft erlangt, indem es sowohl den Menschen als auch die Natur zu verkäuflichen Objekten gemacht hatte. Marx sah das Judentum als abstraktes Prinzip menschlicher Habgier, das in der kommunistischen Gesellschaft der Zukunft ein Ende finden würde. Jedoch argumentierte Marx gegen die Idee, daß Juden ihr Judesein aufgeben müßten, um deutsche Bürger zu sein, und er stellte sich vor, daß der Judaismus, befreit vom Prinzip der Habgier, in der umgeformten Gesellschaft nach der Revolution zu existieren aufhören würde (Katz 1986, S. 113).

Was immer Marx’ Ansichten zu dem Thema waren, eine entscheidende Frage wird im Nachfolgenden sein, ob die Akzeptanz radikaler universalistischer Ideologien und die Teilnahme an radikalen, universalistischen Bewegungen mit der Identifikation als Jude vereinbar sind. Entfernt einen die Annahme einer solchen Ideologie im Grunde aus der jüdischen Gemeinschaft und ihrem traditionellen Bekenntnis zu Separatismus und jüdischem Volkstum? Oder, um diese Frage im Sinne meiner Sichtweise umzuformulieren, könnte das Verfechten radikaler, universalistischer Ideologien und Handlungen mit der fortgesetzten Teilnahme am Judaismus als gruppenevolutionärer Strategie vereinbar sein?

Man beachte, daß diese Frage sich von der Frage unterscheidet, ob Juden als Gruppe zutreffend als Befürworter radikaler politischer Lösungen für nichtjüdische Gesellschaften beschrieben werden können. Es wird nicht behauptet, daß der Judaismus eine einheitliche Bewegung darstellt oder daß alle Segmente der jüdischen Gemeinschaft dieselben Überzeugungen oder Einstellungen gegenüber der nichtjüdischen Gemeinschaft haben (siehe Kap. 1). Juden können ein vorherrschendes oder notwendiges Element in radikalen politischen Bewegungen ausmachen, und Identifikation als Jude kann sehr gut mit der Beteiligung an radikalen politischen Bewegungen vereinbar sein oder diese sogar begünstigen, ohne daß die meisten Juden an diesen Bewegungen beteiligt sind und selbst wenn Juden innerhalb der Bewegung eine zahlenmäßige Minderheit sind.

RADIKALISMUS UND IDENTIFIKATION ALS JUDE

Die Hypothese, daß jüdischer Radikalismus mit dem Judaismus als gruppenevolutionäre Strategie vereinbar ist, bedeutet, daß radikale Juden sich weiterhin als Juden identifizieren. Es gibt wenig Zweifel daran, daß die große Mehrheit der Juden, die sich ab dem neunzehnten Jahrhundert für linke Anliegen einsetzten, sich stark als Juden identifizierten und keinen Konflikt zwischen Judaismus und Radikalismus sahen (Marcus 1983, S. 280ff; Levin 1977, S. 65, 1988, I, S. 4 – 5; Mishkinsky 1968, S. 290, S. 291; Rothman & Lichter 1982, S. 92 – 93; Sorin 1985 an verschiedenen Stellen). Tatsächlich waren die größten jüdischen radikalen Bewegungen sowohl in Rußland als auch in Polen die Jüdischen Bünde, die ausschließlich jüdische Mitglieder und ein sehr eindeutiges Programm der Verfolgung spezifisch jüdischer Interessen hatten. Das Proletariertum des polnischen Bundes war in Wirklichkeit Teil eines Versuchs, ihre Nationalität als Juden zu bewahren (Marcus 1983, S. 282). Die Brüderlichkeit mit der nichtjüdischen Arbeiterklasse sollte ihre spezifisch jüdischen Ziele fördern, und eine ähnliche Aussage kann über den russischen Jüdischen Bund gemacht werden (Liebman 1979, S. 111ff). Nachdem die Bünde bei weitem die Mehrheit der jüdischen radikalen Bewegung in diesen Gebieten stellten, identifizierte sich die große Mehrheit der Juden, die sich an radikalen Bewegungen dieser Zeit beteiligten, stark als Juden.

Außerdem scheinen viele jüdische Mitglieder der Kommunistischen Partei der Sowjetunion darauf aus gewesen zu sein, eine Form von säkularem Judentum zu begründen, anstatt das Weiterbestehen der Juden als Gruppe zu beenden. Die postrevolutionäre Sowjetregierung und die jüdischen sozialistischen Bewegungen rangen mit der Frage der Bewahrung der nationalen Identität (Levin 1988; Pinkus 1988). Trotz einer offiziellen Ideologie, in der Nationalismus und ethnischer Separatismus als reaktionär gesehen wurden, war die Sowjetregierung dazu gezwungen, sich mit der Realität sehr starker ethnischer und nationaler Identifikation in der Sowjetunion auseinanderzusetzen. Als Folge davon wurde eine jüdische Sektion der Kommunistischen Partei (Evsektsiya) geschaffen. Diese Sektion „kämpfte hart gegen die zionistisch-sozialistischen Parteien, gegen demokratische jüdische Gemeinschaften, gegen den jüdischen Glauben und gegen die hebräische Kultur. Sie hatte jedoch Erfolg bei der Formung einer säkularen Lebensart, die auf Jiddisch als anerkannter Sprache der jüdischen Volksgruppe beruhte, im Kampf um das nationale Überleben der Juden in den 1920ern und bei der Verlangsamung des Assimilationsprozesses der Sowjetisierung der jüdischen Sprache und Kultur in den 1930ern“ (Pinkus 1988, S. 62).72

Das Ergebnis dieser Anstrengungen war die Entwicklung einer staatlich geförderten, separatistischen jiddischen Subkultur, einschließlich jiddischer Schulen und sogar jiddischer Sowjets. Diese separatistische Kultur wurde sehr aggressiv von der Evsektsiya gefördert. Widerstrebende jüdische Eltern wurden „durch Terror“ gezwungen, ihre Kinder in diese kulturell separatistischen Schulen zu schicken statt in Schulen, wo die Kinder ihren Stoff nicht noch einmal auf Russisch zu lernen hätten brauchen, um Aufnahmsprüfungen zu bestehen (Gitelman 1991, S. 12). Die Themen der prominenten und offiziell geehrten sowjetjüdischen Schriftsteller in den 1930ern weisen auch auf die Wichtigkeit der ethnischen Identität hin: „Der Tenor ihrer Prosa, Gedichte und Dramen lief auf eine Idee hinaus – die Beschränkung ihrer Rechte unter dem Zarismus und das Aufblühen der einst unterdrückten Juden unter den Sonne der Verfassung von Lenin und Stalin“ (Vaksberg 1994, S. 115).

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Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers und die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library (ISBN 0-7596-7222-9). Ich erhebe keinen Anspruch auf eine wie auch immer geartete Vergütung für die Verwendung dieser Übersetzung durch den Verfasser, Professor Kevin MacDonald, für eine Veröffentlichung in Buchform oder in irgendeiner sonstigen Weise.

(I will not claim any reward whatsoever from the author, Professor Kevin MacDonald, should he publish this translation in printed or any other form)

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Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

 

Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

1500 Jahre lang war die jüdische Gesellschaft dazu bestimmt, Intellektuelle hervorzubringen… Die jüdische Gesellschaft war darauf ausgerichtet, sie zu unterstützen… Reiche Kaufleute heirateten Töchter von Weisen; … Ganz plötzlich begann diese alte und hocheffiziente soziale Maschine zur Produktion von Intellektuellen um das Jahr 1800 herum ihren Ausstoß zu verlagern. Statt alle ihre Produkte in den geschlossenen Kreislauf rabbinischer Studien zu füllen, … entließ sie einen bedeutenden und ständig wachsenden Anteil davon ins säkulare Leben. Dies war ein Ereignis von umwerfender Bedeutung in der Weltgeschichte. (A History of the Jews, Paul Johnson 1988, S. 340 – 341)

Ein wichtiges Thema von Separation and Its Discontents (deutsch: Absonderung und ihr Unbehagen; im Folgenden SAID genannt) war die Manipulation von Ideologie im Dienste der Rationalisierung spezifischer Formen des Judentums, der Interpretation der Geschichte und der Bekämpfung des Antisemitismus. Der vorliegende Band ist in vieler Weise eine Erweiterung dieser Phänomene. Jedoch haben die in diesem Band behandelten intellektuellen und politischen Aktivitäten in der breiteren intellektuellen und politischen Welt stattgefunden und sind nicht dazu bestimmt gewesen, spezifische Formen des Judentums zu rationalisieren. Vielmehr können sie im weitesten Sinne als Bestrebungen in Richtung der Kulturkritik charakterisiert werden und zeitweise als Versuche, die breitere Kultur der Gesellschaft in einer Weise zu beeinflussen, die spezifischen jüdischen Interessen entspricht.

Hier wird keine einheitliche jüdische „Verschwörung“ zur Untergrabung der nichtjüdischen Kultur angedeutet, wie in den berüchtigten Protokollen der Weisen von Zion dargestellt. Seit der Aufklärung ist das Judentum niemals eine einheitliche, monolithische Bewegung gewesen, und es hat in diesem Zeitraum unter Juden eindeutig ein großes Maß an Meinungsverschiedenheiten darüber gegeben, wie sie sich selbst schützen und ihre Interessen verwirklichen sollten. Die in diesem Band behandelten Bewegungen (Boas’sche Anthropologie, politischer Radikalismus, Psychoanalyse, die Frankfurter Schule der Sozialforschung und die New Yorker Intellektuellen) wurden von relativ wenigen Individuen vorangetrieben, deren Ansichten der Mehrheit der jüdischen Gemeinschaft vielleicht nicht bekannt waren oder von ihnen nicht verstanden wurden. Das Argument lautet, daß Juden diese intellektuellen Bewegungen dominierten, daß ein starkes Gefühl jüdischer Identität für die große Mehrheit dieser Individuen charakteristisch war und daß diese Intellektuellen in diesen Bewegungen und mit ihrer Teilnahme eine jüdische Agenda verfolgten.

Somit wird nicht angedeutet, daß das Judentum eine einheitliche Bewegung darstellt oder daß alle Segmente der jüdischen Gemeinschaft an diesen Bewegungen teilnahmen. Juden stellen vielleicht ein vorherrschendes oder notwendiges Element in radikalen politischen Bewegungen oder Bewegungen innerhalb der Sozialwissenschaften dar, und Identifikation als Juden mag mit diesen Bewegungen sehr kompatibel sein oder diese sogar begünstigen, ohne daß die meisten Juden an diesen Bewegungen beteiligt wären. Infolgedessen ist die Frage nach den allgemeinen Auswirkungen jüdischer Einflüsse auf die nichtjüdische Kultur unabhängig von der Frage, ob die meisten oder alle Juden die Bewegungen zur Veränderung der nichtjüdischen Kultur unterstützten.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil einerseits Antisemiten oft stillschweigend oder ausdrücklich angenommen haben, daß die jüdische Beteiligung an radikalen politischen Bewegungen Teil einer übergreifenden jüdischen Strategie sei, zu der auch reiche jüdische Kapitalisten gehörten wie auch die jüdische Beteiligung an den Medien, am Universitätswesen und anderen Bereichen des öffentlichen Lebens. Andererseits haben Juden, die den Antisemitismus zu entschärfen versuchten, der daraus entstand, daß Juden in vielen radikalen Bewegungen eine vorherrschende Rolle gespielt haben, oft darauf hingewiesen, daß nur eine Minderheit der Juden darin verwickelt sind und daß Nichtjuden ebenfalls an diesen Bewegungen beteiligt sind. Folglich war zum Beispiel die Standardantwort des American Jewish Committee (im Folgenden AJCommittee genannt) während der 1930er und 1940er auf das Überwiegen von Juden in radikalen politischen Bewegungen die Betonung, daß die meisten Juden keine Radikalen waren. Trotzdem unternahm das AJCommittee während desselben Zeitraums Anstrengungen zur Bekämpfung des Radikalismus in der jüdischen Gemeinschaft (z. B. Cohen 1972).48 Das AJCommittee anerkannte stillschweigend, daß Aussagen, nur eine Minderheit der Juden seien Radikale, tatsächlich wahr gewesen sein mochten, aber irrelevant hinsichtlich dessen waren, ob 1) eine Identifikation als Jude kompatibel mit der Beteiligung an radikalen politischen Bewegungen ist oder diese begünstigt; 2) Juden ein vorherrschendes oder notwendiges Element in radikalen politischen Bewegungen darstellen oder 3) man sich Einflüsse auf die nichtjüdische Kultur, die aus der jüdischen Vorherrschaft in radikalen Bewegungen (oder den anderen in diesem Band betrachteten jüdischen intellektuellen Bewegungen) resultieren, als Konsequenz des Judaismus als gruppenevolutionäre Strategie denken kann.

In ähnlicher Weise impliziert die Tatsache, daß die meisten Juden vor den 1930ern keine Zionisten waren, gewiß nicht, daß eine Identifikation als Jude für den Zionismus irrelevant war, oder daß Juden eigentlich keinen vorherrschenden Einfluß auf den Zionismus darstellten, oder daß der Zionismus keine Auswirkungen auf nichtjüdische Gesellschaften hatte, oder daß nicht manche Nichtjuden zu glühenden Zionisten wurden. Der politische Radikalismus ist eine Wahlmöglichkeit unter vielen gewesen, die Juden in der Welt nach der Aufklärung offenstanden, und hier wird nicht angedeutet, daß das Judentum eine monolithische, einheitliche Gruppe in der Welt nach der Aufklärung darstellt. Daß Juden mit größerer Wahrscheinlichkeit als Nichtjuden radikale politische Alternativen gewählt haben und daß Juden in manchen radikalen politischen Bewegungen einen beherrschenden Einfluß hatten, sind daher Tatsachen, die für das vorliegende Projekt höchst relevant sind.

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Eine Szene am Strand

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Von Spencer Quinn: Original: A Scene at the Beach, erschienen auf Counter-Currents Publishing am 13. Juli 2016.

Übersetzt von Cernunnos.

Neulich hatte ich einen jener Momente, wo einem die Fäuste zittern. Ich war am Strand und wartete in einer Reihe, um bei einem Imbißwagen eine billige Mahlzeit zu kaufen. Derjenige, der die Bestellungen entgegennahm, war ein sympathischer, hellhäutiger Schwarzer mittleren Alters, der mit Unterbrechungen eine Konversation mit einem jüngeren, dunkleren Freund führte, während er die Bestellungen aufnahm. Der Junge schien in den späteren Teenagerjahren zu sein und trug einen weißen Mützenschirm und einen stylischen Ziegenbart. Er floß über vor cooler, lockerer Selbstsicherheit, während er sich mit nacktem Oberkörper an den Wagen lehnte.

Als ich meine Bestellungen dem Mann im Wagen weitergab, bemerkte der Junge zwei weiße Mädchen, die den Strand verließen. Sie waren hübsche Mädchen, beide in seinem Alter, beide in Bikinis; eine bedeckte sich teilweise mit einem Handtuch. Er zieht ihre Aufmerksamkeit auf sich, und meine ebenfalls. Anscheinend kennen sie einander, aber nicht gut genug, als daß die Mädchen sich ihm genähert hätten oder er sich ihnen. Der Junge versucht dies dann zu korrigieren, indem er sie nach ihren Plänen für das Wochenende fragt.

Mein Magen spannte sich sofort an. Ich spürte, wie meine Anspannung stieg, als ich mich dazu zwang, ihrer Konversation zuzuhören, während ich so tat, als täte ich es nicht. Ich wußte, worauf das hinauslief. Wo immer die weißen Mädchen am Wochenende zu sein vorhatten, hoffte der Junge, daß er auch dort sein könnte. Mit offensichtlichen Absichten.

Nichts stört mich mehr als Rendezvous, Ehen und Rassenvermischung zwischen Schwarzen und Weißen. Wie kann es jemanden nicht stören, wenn er sieht, wie etwas Großartiges wie die weiße Rasse durch die Gene von Schwarzafrikanern verunreinigt und verdünnt wird? Allen Darstellungen zufolge liegen Schwarze um Zigtausende Jahre der Evolution hinter uns zurück. Dies sind Leute, die nicht einmal das Rad erfinden konnten. Dies sind Leute, deren Geschichte, so wie sie ist, Gewalttätigkeiten in einem Ausmaß enthält, die jene Europas in den schlimmsten Zeiten zwergenhaft erscheinen lassen. Natürlich entspricht dies ihrer anthropologischen Bilanz. Schwarze waren bis vor sehr kurzer Zeit fast gänzlich Analphabeten. Weiße mußten ihre Geschichte für sie konstruieren, weil Schwarze nie das dafür Nötige hatten, um es selbst zu tun, während sie sich abspielte. Dann gebe man noch ihre grauenhafte Gewalttätigkeit und Barbarei in der modernen Welt hinzu (sowohl in zivilisierten Nationen wie auch in ihren eigenen), ihre grottenschlechten schulischen Leistungen und ihren allgemeinen Mangel an sexueller Kontrolle. Bei all dem möchte man fragen, warum irgendeine weiße Person mit Selbstachtung sexuelle Beziehungen mit Schwarzen wollen würde.

Stumm bettelte ich die Mädchen an, den Kerl wegzuscheuchen. Konnten sie nicht sehen, daß die Chancen besser als hervorragend waren, daß sein IQ sich südlich von 95 befand? Konnten sie nicht sehen, daß die Chancen auch dafür recht gut standen, daß er im Laufe seines Lebens mindestens ein uneheliches Kind zeugen würde? Konnten sie nicht auch sehen, daß es bei ihm bedeutend wahrscheinlicher war als bei einem weißen Mann, daß er eines Tages ein Verbrechen begehen oder eine Gefängnisstrafe absitzen würde? Das jährliche Medianeinkommen von Schwarzen in den Vereinigten Staaten liegt bei ungefähr 30.000 Dollar pro Jahr. Ihre Arbeitslosenrate ist derzeit doppelt so hoch wie die von Weißen. Es ist bei ihnen auch viel wahrscheinlicher, daß sie Geschlechtskrankheiten haben und von illegalen Drogen abhängig sind. Warum, fragte ich die Mädchen im Stillen, würdet ihr mit so einem Kerl auch nur freundschaftlich umgehen wollen? Allein schon die Vorstellung, daß sie das tun würden, machte mich zornig. Weiße stecken heutzutage in ihren eigenen Heimatländern in der Klemme. Wir haben es mit Hass und Diskriminierung zu tun sowie mit einer anschwellenden Flut von Einwanderern aus der Dritten Welt, die uns verdrängen, unterdrücken und in manchen Fällen töten wollen. Am absurdesten ist, daß wir nicht in unserem eigenen rassischen Interesse handeln dürfen, ohne es mit der Möglichkeit zu tun zu bekommen, daß wir als „Extremisten“ bezeichnet werden und unsere Lebensgrundlage zerstört wird.

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Mañana, mañana: Weißer Nationalismus heute

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Von Spencer Quinn; Original: Mañana, Mañana: White Nationalism Today, erschienen am 8. November 2016 auf Counter-Currents Publishing.

Übersetzung: Lucifex

Einer der Unterschiede zwischen einem kindischen Geist und einem reifen Geist ist, dass der kindische Geist Schwierigkeiten hat, zwischen dem zu unterscheiden, was er will, und dem, was ist. Ich versuche diese Dichotomie zu verwenden, wenn ich über den weißen Nationalismus nachdenke. Weißer Nationalismus ist nicht so sehr das, was ich will, sondern das, wovon ich weiß, dass es ist und sein muss.

Sicher, ein weißer Ethnostaat in Nordamerika wäre aus einer Vielzahl von Gründen großartig, aber zu wissen, dass das sehr leicht um den Preis eines weiteren Bürgerkriegs zustandekommen könnte, dämpft meinen Enthusiasmus dafür ein wenig. Weißer Nationalismus ist erschreckend, besonders, wenn man Kinder hat. Angesichts dessen, dass diese Kinder höchstwahrscheinlich diejenigen sein werden, die in diesem Krieg kämpfen, auf den wir uns jeden Tag näher hinbewegen, und auch angesichts der Tatsache, dass Krieg in der Tat die Hölle ist, hoffe ich, dass ihr alle meine Besorgnisse verstehen könnt.

Dennoch ist die Richtung, in die wir unterwegs sind, die richtige – in Wirklichkeit die einzige -, ob nun ein Krieg am Ende jenes weiß-nationalistischen Tunnels auf uns wartet oder nicht. Wir müssen dorthin. Nichtweiße Einwanderung und demographische Trends beleuchten den Weg für uns. Gestiegene Raten der Kriminalität und des Terrors drängen uns dorthin. Genauso unverfrorene, staatlich sanktionierte Akte des antiweißen Rassismus und der Bevorzugung von Nichtweißen. Am heimtückischsten ist die allgegenwärtige Political Correctness, die es für Weiße beinahe tabu macht, sich als weiß zu identifizieren und Gemeinschaften, Berufe, Institutionen, Städte und Nationen auf der Grundlage solch einer natürlichen rassischen Identität zu gründen.

Dies ist der Grund, warum der weiße Nationalismus existiert und weiterhin existieren wird. Davon wegzudriften oder zu stagnieren ist gleichbedeutend mit Ethnoselbstmord. Und Selbstmord ist für gesunde Individuen, wie wir uns alle einig sein können, unnatürlich. Daher ist es völlig natürlich und gerechtfertigt, sich dem Selbstmord in Form von Ethnonationalismus zu widersetzen. Des weiteren gibt Ethnonationalismus uns wenigstens eine gewisse Chance. In der Tat sind unsere kulturmarxistischen, islamofaschistischen, negrophilen Feinde wahrlich verabscheuungswürdig und totalitär. Daher ist es nicht so, als hätten wir nicht die Gerechtigkeit auf unserer Seite.

Der weiße Nationalismus ist ganz einfach, ungeachtet dessen, ob wir wollen, dass er existiert, oder nicht. In mancher Weise ist er wie ein heranziehender Sturm auf einer ausgedörrten Ebene. Er könnte den Boden wiederbeleben und uns retten, oder er könnte uns ertränken. So oder so wird er nicht um unsere Erlaubnis fragen, auf unser Land niederkrachen zu dürfen, daher könnten wir uns genauso gut auf ihn vorbereiten.

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Colin Woodard, American Nations und die Wahl von 2012

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Von Hunter Wallace, übersetzt von Deep Roots. Das Original Colin Woodard, American Nations, The 2012 Election erschien am 20. November 2012 (nach Barack Obamas Wiederwahl) auf Occidental Dissent.

Das Yankeetum

Hier ist die wahre Geschichte der Präsidentenwahl von 2012 … die Yankee-Frage. Sobald man diese Frage versteht, wird man die Vergeblichkeit des Weißen Nationalismus und des „metapolitischen Kampfes“ bei der Beseitigung des angesammelten Gewichts von vier Jahrhunderten kultureller Sedimente und historischer Erfahrung in den Köpfen der Menschen verstehen.

Dieselben Bruchlinien sind in jeder jüngeren nationalen Wahl erkennbar. Werbung im Wert von Hunderten Millionen Dollar ändert daran nichts:

Das Yankee-Problem der G.O.P

„Etwas Bemerkenswertes ist am letzten Dienstag geschehen. Die Republikanische Partei wurde in ihrem Geburtsland buchstäblich ausgelöscht.

Ich spreche vom Yankeetum, einem großen Streifen des Landes von Maine bis Minnesota, der im Grunde von Puritanern aus Neuengland und ihren Nachkommen kolonisiert wurde. Dieser Kulturraum – einer von elf, aus denen unser Kontinent besteht – umfaßt das Hinterland von New York, die Western Reserve von Ohio, den oberen Bereich der Staaten an den Großen Seen, den nördlichen Teil von Illinois und einen Teil von Iowa. Einst der Geburtsort der G.O.P. und während des ersten Jahrhunderts ihrer Existenz das Zentrum ihrer Unterstützerschaft, ist es heute die Heimat von 54 Millionen Menschen, von denen wenige genetisch mit den frühen Siedlern der Bay Colony verwandt sind, die aber alle von der kulturellen DNS beeinflußt sind, die sie hinterließen. …

Es war eine verheerende regionale Niederlage von nationaler Bedeutung. In Neuengland errang Mitt Romney keine einzige Wahlmännerstimme, während die Republikaner jede Auseinandersetzung auf Bundes- und Staatsebene verloren. Scott Brown verlor seinen Sitz im U.S.-Senat in Massachusetts an die Demokratin Elizabeth Warren. In Maine brachte der seit zwei Amtsperioden dienende unabhängige Gouverneur Angus King seinen Rivalen eine schwere Niederlage bei und errang den Sitz im U.S.-Senat, der von der gemäßigten Republikanerin Olympia Snowe geräumt wurde, während die Republikaner die Kontrolle über beide Häuser der Legislative in dem Bundesstaat verloren. In „Live Free or Die“-New Hampshire verloren die Republikaner beide Auseinandersetzungen um die Häuser auf U.S.-Ebene und – in einer massiven Wende – die untere Kammer des State House. Die Demokratin Maggie Hassan wurde zur Gouverneurin gewählt.

Neuengland hat jetzt keinen einzigen Kongressabgeordneten von der G.O.P. Nur einer von sechs Gouverneuren und zwei von zwölf U.S.-Senatoren sind Republikaner.

Und es ist nicht nur im Kerngebiet Neuengland so. Romney hat jeden vom Yankeetum dominierten Staat verloren – Michigan, Wisconsin, Illinois und Minnesota – und alle mit bedeutenden Yankee-Bereichen, einschließlich New York und Ohio. Republikanische Kandidaten für den U.S.-Senat verloren auch in jedem von Yankees dominierten Staat, während der Demokrat Sherrod Brown seinen Senatssieg in Ohio der überwiegenden Unterstützung in der von Yankees gegründeten Western Reserve verdankte. Die Republikaner verloren 10 von 12 Yankee-kontrollierte Repräsentantenhaussitze in Illinois, 5 von 8 in Minnesota, 4 von 9 im New Yorker Hinterland und beide im östlichen Iowa. Sie verloren auch die Western Reserve deutlich, auch wenn intensive Wahlkreisschiebungen in dieser Bastion der Demokraten eine verbindliche Zählung von Distrikten unmöglich macht. Nur in Michigan und Wisconsin wird die Repräsentantenhausfraktion der G.O.P. eine Mehrheit ausmachen…“

Konflikte zwischen U.S.-Regionen hinter Obama versus Romney

„Die Wahl der letzten Woche demonstrierte wieder einmal, daß Amerikas grundlegendste und beständigste Teilungen nicht die zwischen „red states“ und „blue states“, Konservativen und Liberalen oder auch Gläubigen und Säkularen sind. Sie sind kultureller Art, das Ergebnis von Unterschieden, die bis zu den rivalisierenden Kolonialprojekten zurückverfolgt werden können, die vor drei und vier Jahrhunderten auf unserem Kontinent begründet wurden.

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In ihren Herzen wissen sie, dass wir recht haben

Von Jef Costello (Original: In Their Hearts They Know We’re Right, erschienen  am 6. September 2016 auf Counter-Currents Publishing).

Übersetzung: Lichtschwert

Vor ein paar Jahren erkannte ich, daß ich nicht wußte, was ich glaubte. Sehr viel davon hatte mit der Tatsache zu tun, daß ich Philosophie als Hauptfach studiert hatte. Wenn man einen Philosophen fragt, ob er an X glaubt, dann übersetzt er diese Frage im Geiste als „kann ich beweisen, daß X wahr ist?“ Und dann beantwortet er diese Frage statt derjenigen, die man ihm wirklich gestellt hat.

Wenn man ihn zum Beispiel fragt: „Glaubst du an Gott?“, dann macht sein Verstand daraus: „Kannst du beweisen, daß Gott existiert?“, und er antwortet: „Nein.“ Dann – die klassische Situation – erfährt er zwei Stunden später, daß seine Frau in einem Autounfall kritisch verletzt wurde, und er ertappt sich dabei, wie er auf dem Weg ins Krankenhaus betet. Damit meine ich, daß er nicht bewußt zu beten begonnen hat. Er entscheidet sich nicht dazu, es zu tun. Es ist nicht das Ergebnis einer rationalen Kalkulation. Er tut es einfach und bemerkt dann, daß er es tut, und ist überrascht – oder Schlimmeres.

Wie man sagt, sprechen Taten lauter als Worte. Und die Handlungen des Philosophen strafen seine Worte Lügen. In Wirklichkeit glaubt er schon an Gott. Es war irgendein seichterer Teil von ihm, der mit „nein“ antwortete, als man ihm die Frage stellte. Es war ein viel tieferer und authentischerer Teil, der auf dem Weg zum Krankenhaus die Kontrolle übernahm und mit einer Stimme echter Aufrichtigkeit sprach.

In Wirklichkeit sucht man sich seine Überzeugungen nicht aus. Der Philosoph in meiner Geschichte entscheidet sich nicht bewußt für das Beten, und er entschied sich nicht bewußt dafür, an Gott zu glauben. Es sind nur seine Pseudo-Überzeugungen, die von ihm gewählt sind, einschließlich seines Pseudo-Atheismus. Wir glauben an das, was wir für wahr halten, und wir haben dabei keine Wahl. Oder vielleicht sollte ich das in stärkeren Begriffen ausdrücken: wahrhaftig glauben wir an das, was wir sehr, sehr für wahr halten.

Ich bin geneigt, das so auszudrücken, aufgrund unserer anscheinend unbegrenzten Fähigkeit zur Selbsttäuschung. Mein imaginärer Philosoph denkt, daß er nicht an Gott glaubt, weil er denkt, daß er „Gott existiert“ nicht für eine wahre Behauptung hält. Und es erfordert eine persönliche Katastrophe, um seinen Dickschädel zu knacken und ihn zu lehren, was er wirklich glaubt. Obwohl ich darauf wette, daß er vergessen wird, daß er im Auto gebetet hat, besonders, wenn er das Krankenhaus erreicht und herausfindet, daß seine Frau durchkommen wird. Eine Form, die unsere Selbsttäuschung annimmt, ist die befremdliche Neigung, Beweise zu verleugnen, die nicht mit dem übereinstimmen, wovon wir glauben, daß wir es bereits wissen, besonders, wenn es uns selbst betrifft. („Ich war betrunken. Außerdem experimentiert jeder im College. Jeder.“)

Wenn ich also vom Glauben spreche, meine ich jene Dinge, die wir wirklich, wahrhaftig und tief drin für wahr halten, ungeachtet (manchmal) dessen, was unsere bewußten Überzeugungen sein mögen. Nun, warum ist es so, daß wir uns jene Überzeugungen nicht ausgesucht haben? Glauben ist unsere Reaktion auf das, was wir als Wahrheit erkennen. Sobald der Verstand etwas als wahr akzeptiert hat, hat er keine andere Wahl als zu glauben. Tatsächlich könnten wir „Glauben“ einfach als die Akzeptanz der Wahrheit (was wir als solche betrachten) definieren. Aber hier müssen wir wieder achtgeben. Denn „der Verstand“ webt alle Arten von Fantasien. Der „Verstand“ meines imaginären Philosophen sagt ihm ja, daß es keinen Gott gibt. Daher könnte es vorzuziehen sein, vom Herzen zu sprechen. Sobald das Herz etwas als wahr akzeptiert hat, hat es keine andere Wahl, als zu glauben.

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Zugegeben, dies ist arg vage. Aber es ist auch in vertretbarer Weise vage. „Das Herz“ ist das Organ des Wissens, auf das wir uns beziehen, wenn wir unsere Zuhörer warnen, daß wir nicht von jenem fantasienwebenden, oberflächlichen, vordergründigen „Verstand“ sprechen, der uns Dinge sagt, die wir nicht wirklich glauben. Es gibt in unserer vagen Sprache eine tiefgreifende epistemologische Unterscheidung zwischen „Verstand“ und „Herz“. Bekanntlich war Barry Goldwaters Wahlkampfslogan „In your heart you know he’s right“ („In euren Herzen wißt ihr, daß er recht hat“). (Trump könnte dies effektvoll einsetzen). Stellt euch vor, es hätte geheißen: „In eurem Verstand wißt ihr, daß er recht hat.“ Dies wäre unermeßlich schwächer gewesen, denn wir alle wissen, daß es „das Herz“ ist, mit dem wir wahrhaft glauben, was immer unser Verstand sagen mag. Ja, das ist alles sehr vage. Aber in euren Herzen wißt ihr genau, was ich meine, und daß ich recht habe.

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Es sind nicht die Argumente

Von Alex Kurtagic;  Original: It’s Not the Arguments, erschienen am 22. Oktober 2010 auf „The Occidental Observer“ (dort nicht mehr vorhanden) und nachveröffentlicht hier auf „Herren des Universums“

Übersetzung: Lucifex

Aus einer rein rationalen Perspektive betrachtet erscheint es unglaublich, dass wir, wenn es um die kleine Sache des Existenzrechts von Weißen geht, auf verlorenem Posten kämpfen, trotzdem wir eine vernünftige Position einnehmen, logische Argumente anwenden und die Daten auf unserer Seite haben. Wie kann das sein? Die einfache Antwort ist, dass die pro-weiße Bewegung im Versuch, eine Debatte „wissenschaftlich“ zu gewinnen, ihre Anstrengungen auf Aspekte der Debatte konzentriert hat, die letztendlich vergleichsweise unwichtig sind. Der Triumph der Linken im Laufe des 20. Jahrhunderts hat schlüssig bewiesen, dass eine vernünftige Position, logische Argumente und eine Masse untermauernder Daten nicht das ist, was eine Debatte gewinnt: Sie haben nichts davon, und doch ist es die Linke, die die Machtpositionen einnimmt, aus der die etablierte Ordnung besteht und deren Ideen den Status einer legitimen Orthodoxie genießen. Der Grund ist, dass die Linke bei all ihren abstrakten Theorien und ihren idealisierten Vorstellungen von Menschlichkeit nicht nur die menschliche Natur genauso gut versteht wie der beste Soziobiologe, sondern dieses Wissen auch besser als wir anzuwenden versteht – und dabei in der Tat rücksichtsloser ist -, um praktische Ziele zu erreichen. Die Linke versteht, dass Menschen stärker von Status motiviert werden als von rationaler Überzeugung, und dass daher Status den Schlüssel zum Gewinnen einer Debatte ist, nicht Wissenschaft oder Logik oder Plausibilität: Sie wissen, dass ein Argument, das mit hohem Status verbunden ist, Erfolg haben wird, während eines, das mit niedrigem Status verbunden ist – egal wie richtig es ist -, scheitern wird.

Sigmund Freud: obwohl ein Schwindler, wurde sein Status beharrlich gepflegt. Bilder von Freud sind dazu kalkuliert, seine Berühmtheit zu signalisieren. Seine Terminologie ist zu einem Teil des alltäglichen Sprachgebrauchs geworden.

Sigmund Freud: obwohl ein Schwindler, wurde sein Status beharrlich gepflegt. Bilder von Freud sind dazu kalkuliert, seine Berühmtheit zu signalisieren. Seine Terminologie ist zu einem Teil des alltäglichen Sprachgebrauchs geworden.

Die Ironie ist, dass die Autoren auf unserer Seite dies seit Jahrzehnten gewusst haben, da der Prozess in der wissenschaftlichen Literatur erläutert wird, die ihre Schriften und ihre allgemeine Weltsicht inspiriert. Status ist eine kulturelle Erfindung, die auf ein biologisches Bedürfnis reagiert, die Lebenschancen und den Fortpflanzungserfolg zu maximieren. Status zeigt Macht an, denn Status leitet sich sowohl von ihr ab und vermittelt sie auch, und Macht ermöglicht Zugang zu Ressourcen. Je größer die Macht, desto größer der Zugang zu mehr und besseren Ressourcen. Zu letzteren gehören natürlich Frauen. Die evolutionäre Erklärung der sexuellen Selektion bei Menschen lautet, dass Frauen dazu neigen, von mächtigen Männern mit hohem Status angezogen zu werden, da Macht und Status Indikatoren für Fitness und Paarungsqualität sind. In komplexen Gesellschaften ist dieser urtümliche Prozess auf viele verschiedene Arten sublimiert und wird in Sozialnormen, der gesellschaftlichen Organisation, in Institutionen und so weiter kodiert. Oft wird der Prozess durch intellektuelle Aktivität verdeckt oder sogar verzerrt. Aber er ist immer da und liegt der gesamten Gesellschaftsstruktur, Sprache und Wissen zugrunde.

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Meisterschaft im Stil sticht Überlegenheit des Arguments

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Von Alex Kurtagić, übersetzt von Deep Roots. Das Original Mastery of Style Trumps Superiority of Argument erschien am 7. September 2010 bei Counter-Currents Publishing.

Douglas Olson hat ebenfalls recht damit, wenn er in „Whites – Are We Still Worthy?” darauf hinweist, daß die weiße Tatenlosigkeit in großem Maß daran liegt, daß die Weißen sich ungeachtet der jahrzehntelangen Zugeständnisse an die Linken immer noch relativ wohlfühlen; sie sind immer noch wohlhabend, und sie können noch immer, wenn auch zugegebenermaßen in schwindender Menge, geographische Zufluchtsorte und juridischen Schutz finden. Der Verlust an Status, Wohlstand und Sicherheit, der mit einem Versuch der Zerstörung der etablierten Ordnung verbunden ist, ist unattraktiv, wenn man ihn aus einer Position gesellschaftlicher Ehrbarkeit, wirtschaftlichen Komforts und physischer Sicherheit betrachtet. Weil die kurzfristige Rendite höher zu sein scheint, wird daher die Mobilisierung der nicht sehr ethnozentrischen Weißen zur Verfolgung ihrer langfristigen ethnischen Interessen zuerst die Erfahrung der Härten von Entrechtung und Minderheitenstatus erfordern. Und selbst dann könnte diese Mobilisierung erst passieren, wenn es eine ausreichend schwere Krise gibt, um das Leben unerträglich zu machen, denn harte Entscheidungen werden selten getroffen, wenn sie nicht von einer Krise herbeigeführt werden, und viele Weiße werden es dennoch vorziehen, sich damit abzufinden und schweigend zu leiden, statt noch größere Härten zu riskieren, indem sie den Zorn eines von Nichtweißen dominierten Polizei- und Justizapparates provozieren. Die Menschen neigen dazu, zu den meisten wichtigen Fragen keine (oder keine sehr starke) Meinung zu haben, solange es keine ausreichend schwere Krise gibt, um die Bildung einer starken Meinung zu katalysieren und die Entscheidung für eine Seite zu erzwingen.

Es gibt jedoch Umstände, wo schlimme Zustände nicht erforderlich sind. Tatsächlich ist das Alltagsleben voller Beispiele dafür, daß große Massen von Menschen zum Handeln motiviert werden, selbst wenn es gegen ihre langfristigen Interessen läuft und der unmittelbare materielle Ertrag fast nichtexistent ist. In einigen Fällen werden Menschen dazu motiviert, Komfort zugunsten von Unbequemlichkeit aufzugeben.

Viele werden sich daran erinnern, als der Film „ET“ herauskam. Zu der Zeit war ich erstaunt zu erfahren, daß Millionen Menschen dazu motiviert wurden, alles fallenzulassen und diesen albernen Film anzusehen. Ich erinnere mich daran, wie Leute sich stundenlang anstellten, und an Berichte, daß viele den Film Dutzende Male sahen, an manchen Wochenenden mehrmals pro Tag, solange er noch in den Kinos lief.

Materieller Nettogewinn? Null: diese Leute verbrachten Stunden in stehender Position, umgeben von Massen von Fremden und schreienden Kindern, gaben Geld aus, aßen Junk Food, bekamen Kopfweh und opferten viele Stunden ihrer Zeit, die sie anderswo viel produktiver, profitabler oder angenehmer hätten verbringen können. Sie wurden nicht reicher oder klüger, lernten nichts Wichtiges und erhielten keine Belohnung.

Warum taten sie es?

Weil der Film modisch war.

Es ist eine beweisbare Tatsache, daß Menschen weniger daran liegt, recht zu haben, als daran, bei der richtigen Clique „in“ zu sein. Die soziale Identitätstheorie sagt, daß die Interaktion zwischen dem angeborenen menschlichen Bedürfnis nach Zugehörigkeit und dem angeborenen menschlichen Bedürfnis nach Selbstwertgefühl dazu führt, daß Individuen ihre sozialen Identitäten auf Basis von Wertungsgrößen auswählen, die bestätigen, wer sie sind, weil sie in diesen Wertungsgrößen wahrscheinlich gut abschneiden werden. Daher wird jemand mit hohem IQ wahrscheinlich IQ als wichtige Wertungsgröße betrachten und sein Selbstwertgefühl zum Beispiel bestärkt finden, indem er die Mitgliedschaft in einer Gruppe mit hohem IQ zu einem Teil seiner Identität macht. Umgekehrt wird jemand Nachdenklicher, der stolz darauf ist, moralisch zu sein, Mitgliedschaften und Zugehörigkeiten vermeiden, die ihn in den Augen seiner Familie und seines Freundeskreises in Sachen Moralität schlecht abschneiden lassen – selbst wenn er innerlich einer Meinung mit den Leuten ist, die er meidet. Letztendlich hat die individuelle Entscheidung mehr mit von gesellschaftlicher Akzeptanz abgeleiteter Selbstwertschätzung zu tun als mit objektiven Wahrheiten.

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