Antworten für Normalos (1): „Unverdienter“ Stolz

Von Greg Johnson, übersetzt von Lucifex. Das Original Answering Normie Questions, Part 1: The Question of “Unearned” Pride erschien am 7. August 2019 auf Counter-Currents Publishing.

Teil 1 von 5

Das Folgende ist die Niederschrift einer Konversation, die im November 2017 stattfand. Das originale Audio ist hier. Wir möchten Karl Thorburn für die Transkription danken.

Greg Johnson: Ich bin Greg Johnson, und willkommen auf Counter-Currents Radio. Mein heutiger Gast ist JM, der den YouTube-Kanal NoMoreDogma betreibt, und er wird mir ein paar Fragen stellen. Nicht ich interviewe ihn, sondern er interviewt mich.

Also, JM, sag‘ mir, worüber du reden willst.

JM: Okay. Danke, daß ich hier sein darf. Es sind gewissermaßen die „Normalo-Fragen“, die ich oft von Leuten gestellt bekomme, die mir in gewissem Ausmaß zustimmen mögen oder auch nicht, aber sie haben gewisse Hänger mit der übergeordneten Bewegung. Wenn sie herausfinden, daß ich dabei bin, dann sagen sie: „Was ist mit dem, was ist mit jenem?“ Manches davon ist für mich knifflig. Ich habe die Fragen, und ich dachte, du bist wirklich eine gute Person für die Antworten.

GJ: Nun, großartig, fangen wir also an.

JM: Okay. Ich habe mir ein paar Notizen aufgeschrieben. Hier ist die wichtigste. Leute, die mir ein bißchen seltener zustimmen, stellen mir die. Sie sagen etwas in der Art: „Warum bist du stolz auf dein Land oder dein Volk oder deine Kultur, oder irgendsowas? Du hast bei dessen Aufbau keine Hand angelegt, und du hast auch mit dessen Erhaltung nichts zu tun. Warum hast du also eine Bindung dazu?“ Ich habe meine eigenen Antworten, aber das ist der Grund, warum ich dich fragen wollte. Du wirst eine bessere Antwort haben. Ich bin da manchmal ratlos.

GJ: Die grundlegende Antwort darauf ist sehr einfach. Es beruht auf der falschen Prämisse, daß man nur auf Dinge stolz sein darf, die man selbst zuwege gebracht hat, und daß man nur ein Recht auf Dinge hat, die man irgendwie geschaffen hat. Und das ist einfach nicht wahr. Das einfachste Beispiel dafür ist das Konzept eines Geschenks. Man besitzt ein Geschenk nicht; es wird einem gegeben. Er wird einem überreicht. Und man kann sehr große Freude daran haben.

Ich betrachte meine Rasse und mein kulturelles Erbe als ein Geschenk, das mir von meinen Vorfahren gegeben wurde. Und ich gewinne große Freude und Stolz aus diesem Geschenk, weil ich darauf zurückschaue und eine Menge guter Dinge dort sehe. Wenn also unsere Vorfahren uns eine überlegene Kultur vermachen, wunderbare Gene, eine interessante Ahnenreihe und so weiter, dann dürfen wir uns daran erfreuen, und es gehört uns. Es gehört uns, obwohl wir es uns nicht verdient haben.

Tatsächlich kann man sich sein kulturelles Erbe nicht wirklich verdienen. Es gibt nichts, was wir der Vergangenheit geben können. Sie sind tot und vergangen. Wir können unseren unmittelbaren Vorfahren danken, aber wir können nicht Mozart danken. Wir können nicht Euklid danken. Das einzige, was wir tun können, um diesen Menschen zu danken, ist, die Dinge zu schätzen, die sie uns vermacht haben, und sie weiterzugeben, weiterzureichen an die nächste Generation, eine nächste Generation zu schaffen und dieser nächsten Generation eine Wertschätzung des kulturellen Erbes zu vermitteln, das auf uns gekommen ist.

Daher ist es einfach nicht rational zu sagen, daß man keinen Stolz auf Dinge empfinden darf, die man sich nicht verdient hat. Man verdient sich nicht die Geschenke, die einem gegeben werden. Das ist es, was sie zu Geschenken macht. Aber sie gehören einem, man darf Freude daran haben und so weiter. Und eines der Dinge, die man dialektisch tun kann, um diesen Leuten ein Bein zu stellen, ist, sie zu fragen: „Wenn du nicht denkst, daß ich ein Recht habe, auf Dinge stolz zu sein, die meine Vorfahren getan haben, denkst du dann, daß ich daher auch keine Scham über das zu empfinden brauche, was meine Vorfahren getan haben?“ Denn die Linken reden über Dinge dieser Art gern mit gespaltener Zunge. Sie werfen einem dieses sehr individualistische Argument hin: „Du hast kein Recht, stolz auf die Dinge zu sein, die du nicht getan oder geschaffen hast.“ Aber sie sind nur allzu bereit, einem die Idee überzubraten, daß man unverdiente Schuld und Schande für Dinge habe, die die eigenen Vorfahren taten. Und daher kann man sie da wirklich drankriegen, wenn sie bezüglich dieser Prämisse konsequent sind. Wenn sie wirklich glauben, daß man eine unverdiente Schuld hat, warum darf man dann keinen unverdienten Stolz haben?

JM: Das ist ein gutes Argument.

GJ: Das ist nicht mein Argument. Es ist eines aus Michael Polignanos Artikel auf Counter-Currents mit dem Titel „White Pride and White Guilt“. Ich denke, das sind wirklich starke Argumente. Ich tische sie immer auf und treffe die Leute damit. Sie bringen wirklich eine Menge Leute zum Nachdenken.

JM: Ja, das ist wirklich gut. Mir wird immer gesagt, daß ich diese bessere Stellung in der Gesellschaft wegen der Geschichte und meines Volkes und meiner Kultur habe, daß ich aber bei der Schaffung von all dem nicht beteiligt war, also wie kann ich stolz darauf sein? Und wie du wegen des Geschenkemachens sagst, wenn mir ein Geschenk von meinem Großvater über meinen Vater weitergegeben wird, dann würde ich auf dieses Geschenk achten. Ich würde es schätzen und hoffen, daß ich es eines Tages weitergeben und im Grunde meine Rolle in der Saga dieses Geschenks spielen kann.

GJ: Und die Art von Stolz, die du empfindest, ist nicht die Art von Stolz von jemandem, der sich das Verdienst am Werk eines anderen zuzuschreiben versucht. Es ist wie der Stolz, den du auf deine Frau, deine Kinder, deinen Hund oder Dinge empfindest, die dir gehören. Es ist natürlich, nicht nur auf eigene Leistungen stolz zu sein, sondern auch auf die Menschen, die mit einem verbunden sind.

Und oft ist dieser Stolz nicht bloß ein Vorwand, um herumzulümmeln und auf den Rockschößen anderer Leute unterwegs zu sein. Es wird von den besten Menschen als ein Gebot erfahren, sich dessen würdig zu erweisen. Deine Vorfahren haben große Dinge vollbracht. Das allermindeste, das du tun könntest, ist, die großartigen Dinge zu schätzen, die sie vollbrachten, und sie weiterzugeben. Daher ist es keine Art von Arroganz; das sollte es nicht sein. Es sollte mit ein bißchen Demut und Dankbarkeit kombiniert sein. Und das ist es, was ich gegenüber den Menschen empfinde, die vor mir kamen. Ich empfinde Demut und Dankbarkeit, und auch Stolz, weil sie große Dinge getan haben.

All diese Dinge passen, wie ich denke, zur richtigen Einstellung, die wir zu unserem Erbe haben sollten. Und das ist ein Erbe, das kultureller und auch genetischer Art ist. Alles, was uns von unseren Vorfahren geschenkt wird – sowohl unsere Gene als auch unsere Kultur – sollte zu ein bißchen Demut, Dankbarkeit und Stolz inspirieren. Und daher zu einem Wunsch, sie mit Dankbarkeit zu vergelten. Aber was wirklich Konkrete, das wir tun können, ist, es weiterzugeben, es in die nächste Generation weiterzutragen.

JM: Ja, das ergibt eine Menge Sinn.

 

Nächster Teil: Antworten für Normalos (2): „White Supremacism“ & „Weißenprivileg“

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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