Feuerfall (4): Nesträuber

Ein Science-Fiction-Roman aus dem Galciv-Universum, von Deep Roots alias Lucifex. Dies ist Kapitel 4 von 17, und es gibt zur Begriffs- und Hintergrunderläuterung auch das Glossar zum „Galciv“-Kosmos.

Zuvor erschienen: (1) Reiter auf dem Sturm, (2) Babylon 6 und (3) Puffy & Jack.

Kapitel 4:  N E S T R Ä U B E R

Neunundzwanzig Tage nach unserer Rückkehr zur Erde waren wir wieder dreißig Lichtjahre von zu Hause entfernt und flogen langsamer werdend im Sublichtwarp auf Kyeraks Sonne Gamma Pavonis zu. Wir waren weit genug draußen aus unserer Überlicht-Warpblase aufgetaucht, daß die Hitze, die wir nach dieser energieintensiven Betriebsart noch abstrahlten, nicht von den Sensoren ziviler Raumschiffe wie der Jeannie geortet werden konnte, falls diese sich gerade im Orbitalraum von Kyerak befand. Bei der Shomhainar-Raumflugkontrolle hatten wir uns jedoch angemeldet, um keinen behördlichen Argwohn wegen unseres heimlichen Anflugs zu erwecken.

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Feuerfall (3): Puffy & Jack

Ein Science-Fiction-Roman aus dem Galciv-Universum, von Deep Roots alias LucifexDies ist Kapitel 3 von 17, und es gibt zur Begriffs- und Hintergrunderläuterung auch das Glossar zum „Galciv“-Kosmos.

Zuvor erschienen: (1) Reiter auf dem Sturm und (2) Babylon 6.

Kapitel 3:  P U F F Y   &   J A C K

Sieben Tage später entschwand die Supererde von Epsilon Indi hinter uns, nachdem wir durch das Wurmloch gekommen und systemauswärts geflogen waren, statt die nächste Wurmlochetappe nach Proxima zu nehmen. Im Tiefflug rasten wir am äußersten Mond vorbei und beschleunigten weiter, um auf Warpstartdistanz zum Planeten zu kommen.

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Feuerfall (2): Babylon 6

Ein Science-Fiction-Roman aus dem Galciv-Universum, von Deep Roots alias Lucifex. Dies ist Kapitel 2 von 17, und es gibt zur Begriffs- und Hintergrunderläuterung auch das Glossar zum „Galciv“-Kosmos.

Zuvor erschienen: (1) Reiter auf dem Sturm

Kapitel 2:   B A B Y L O N   6

Achtzehn Tage später saßen wir in einem der langen Beiboote und flogen über eine Monsunwolkendecke ostwärts über das Südchinesische Meer hinaus, auf die aufgehende Mondsichel zu. Irgendwo links unter uns lag das Mekongdelta. Beschleunigung und Steigrate waren mäßig, denn wir hatten reichlich Zeitreserve bis zum Rendezvous im Orbit.

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Feuerfall (1): Reiter auf dem Sturm

Ein Science-Fiction-Roman aus dem Galciv-Universum, von Deep Roots alias Lucifex. Dies ist Kapitel 1 von 17, und es gibt zur Begriffs- und Hintergrunderläuterung auch das Glossar zum „Galciv“-Kosmos.

1)  REITER  AUF  DEM  STURM

Als ich an einem späten Sommernachmittag von einem Ausflug in die Wachau heimwärts fuhr, entschloß ich mich, ab Bad Vöslau einen Umweg über Nebenstraßen zu nehmen, um wieder einmal bisher unbefahrene Gegenden meines Heimatlandes mit eigenen Augen zu sehen. Von Westen zog eine Gewitterfront auf, und es entstand eine eigenartige Wetterstimmung mit dunklen Wolken unter einem gelben Himmel.

Während ich so durch unbesiedeltes Freiland fuhr, beiderseits der Straße nur Felder bis zu den bewaldeten Hügeln jenseits davon, sah ich rechts voraus, nach Westen zu, ein seltsames, hohes Gebilde vor diesem dramatischen Himmel stehen. Es erhob sich aus einem weiten Getreidefeld und sah aus wie ein dicker, dunkler, spitz zulaufender Turm. Beim Näherkommen erkannte ich, daß es nicht mit seinem gesamten Querschnitt Bodenkontakt hatte, sondern auf drei Fortsätzen stand, und ich hatte immer mehr den Eindruck, daß es wie ein Raumschiff aussah, massig, mit geschwungenen Formen. Es mußte sehr groß sein, vielleicht hundert Meter hoch. Ich verlangsamte die Fahrt und hielt nach einer Stelle Ausschau, wo ich das Auto möglichst nahe daran abstellen konnte.

Als ich eine gefunden hatte, hielt ich an und stieg aus. Unschlüssig starrte ich zu dem Ding – dem Raumschiff – hinüber. Es mußte ein Raumschiff sein, das hier gelandet war, so unwirklich mir diese Vorstellung auch erschien, denn daß jemand aus irgendeinem unerfindlichen Grund – als Jux oder PR-Aktion oder für einen Filmdreh – eine derart riesige Attrappe in diese Landschaft gestellt haben sollte, erschien ebenfalls sehr unplausibel. So viel ich sehen konnte, war auch nirgends zu erkennen, daß das Getreide beim Antransport und Zusammensetzen des Materials niedergetrampelt worden wäre. Andererseits war der Bereich unter dem Schiff auch nicht verbrannt, wie es bei einer Landung auf heißen Antriebsstrahlen zu erwarten gewesen wäre.

Nach kurzem Überlegen holte ich meine Digitalkamera aus dem Wagen und machte Standbilder und Videoaufnahmen von dem Schiff. Es hatte eine in Brauntönen marmorierte Oberfläche und sah fremdartig aus, irgendwie muskulös, organisch, wie die stilisierte Skulptur eines außerirdischen Tieres. Unter der gebogenen langen Landestütze, die wie ein erhobener Schwanz aus dem herauswuchs, was der Rumpfrücken zu sein schien, war eine große Düse zu sehen, und zur Bauchseite hin schien es eine oder zwei weitere zu geben. Der Übergangsbereich am Heck zu den beiden anderen, viel kürzeren Landebeinen sah besonders animalisch aus und ließ mich an das Hinterteil eines Schweins oder einer Kuh denken. Am breitesten war das Schiff in der Rumpfmitte, wo sich seitliche Wülste wölbten, aus denen mehrere stromlinienförmige Spitzen nach oben standen, alles in denselben Brauntönen. Ganz oben unter dem Bug war etwas, das wie eine Kanzelverglasung aussah. Abgesehen von einem kaum wahrnehmbaren summend-rauschenden Hintergrundgeräusch stand das Schiff still da.

Ich spähte nach allen Seiten, um sicherzugehen, daß mich niemand beobachtete oder gar filmte und mich womöglich mit einem „Ätsch, reingefallen!“ verspotten oder im Fernsehen bloßstellen würde, weil ich diese Erscheinung ernst nahm. Dann versperrte ich das Auto und ging durch das reife Getreide, über das bereits erste unruhige Luftstöße als Vorboten des nahenden Gewitters wehten, auf den Koloß zu. Dabei hielt ich mehrmals inne, um Fotos zu machen, und als ich schon näher dran war, nahm ich auch im Gehen ein Video auf, das durch die Bewegung einen besseren dreidimensionalen Eindruck vermitteln würde.

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Interner Reblog: 200 Jahre Dschihad gegen Österreichs Süden

MORGENWACHT

Abwehrkampf Wien 1683 Peter Dennis

Von Deep Roots, ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter”.

Wien, 12. September 1683

Heute vor 330 Jahren fand vor den Toren Wiens eine der entscheidenden Schlachten der europäischen Geschichte statt: Nach zweimonatiger Belagerung durch die Türken und heftigen Abwehrkämpfen unter Führung von Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg war am Vortag, dem 11. September 1683, endlich das Entsatzheer aus polnischen, kaiserlichen, bayerischen und sächsischen Truppen sowie Kontingenten der südwestdeutschen Fürstentümer auf den Hügeln außerhalb Wiens eingetroffen.

Am Morgen des 12. September, einem sonnigen Sonntag wie heute, kam diese vereinigte Armee von den Hügeln heruntergeflutet, nach den Worten eines osmanischen Beobachters „wie eine Flut von schwarzem Pech, das alles auf seinem Weg erstickt und einäschert.“

Durch das von tiefen Hohlwegen durchschnittene und von Weingärten und Steinmauern zergliederte Gelände kam die Kavalleriestreitmacht des polnischen Königs Jan III Sobieski nicht so schnell voran, wie dieser gehofft hatte, und konnte sich erst gegen vier…

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Ace of Swords: Alles auf eine Karte (Teil 1b)

Eine Science-Fiction-Geschichte von Deep Roots alias Lucifex.

Zuvor erschienen: Teil 1 und das Glossar

Kapitel 3) Schlangenaugen

Fünf Tage nach dem Start vom Mars erreichte die Ace of Swords das knapp zwanzig Lichtjahre entfernte Sonnensystem von Delta Pavonis und ging in den Sublichtwarp über. Durch die Eigentümlichkeiten des Überlicht-Warpfluges war es notwendig, dies bereits weit von den inneren Planeten entfernt und oberhalb der Ebene der Ekliptik zu tun, denn im Überlichtflug war es nicht möglich, aus der Warp-Blase hinauszusehen, und da unvorhersehbare geringe örtliche Variationen der Raumzeitstruktur entlang der Flugroute entsprechende Richtungs- und Geschwindigkeitsabweichungen bewirken konnten, ließ sich die Position bei Ende des Warpfluges nur sehr ungefähr bestimmen. Wenn der solcherart verzerrte Kurs davor zufällig ausreichend nahe an einem Planeten oder Planetoiden vorbeigeführt hatte, konnte die Abweichung sogar sehr groß werden und unerfreuliche Überraschungen mit sich bringen. Ronald Brugger hatte zwar unterwegs in Tagesabständen Beobachtungshalte auf Unterlichtgeschwindigkeit zur Kurskorrektur eingelegt, aber diese Vorsichtsmaßnahme war dennoch notwendig. Nach einer letzten Positionsbestimmung berechnete das Schiff den Endanflugkurs zum gewünschten Zielplaneten und flog mit ständig sinkender Sublichtwarpgeschwindigkeit dorthin.

Pavonia war der vierte Planet des G8-Sterns Delta Pavonis, einer Sonne, die sich bereits im Ansatz der Entwicklung zum Roten Riesen befand. Der dritte Planet war aufgrund dessen bereits eine ausgedörrte, tote Welt, aber Pavonia hatte dies ein für Leben ausreichend warmes Klima beschert. Allerdings hatte der Planet bei seiner Entstehung einen deutlich geringeren Masseanteil an Wasser bekommen als die Erde, mit der Folge, daß seine Oberfläche fast zur Hälfte vom Land bestimmt wurde und es nur eine Anzahl seichter, voneinander getrennter Meeresbecken gab. Was andernfalls Ozeanböden gewesen wären, waren hier weite, von riesigen Flußsystemen durchzogene Tiefländer.

Es war diese Welt gewesen, wo irdische Raumexpeditionen erstmals Nachkommen von Menschenpopulationen vorgefunden hatten, die von den Lwaong auf Welten außerhalb der Erde verpflanzt worden waren. In den Jahrtausenden seither hatten diese sich an die verschiedenen Lebensräume ihrer neuen Welt angepaßt und sich zu vielen verschiedenen Völkern entwickelt, die zur Zeit ihrer Entdeckung auf primitivem bis vorindustriellem Kulturniveau gelebt hatten. Da zu dieser Zeit die Solare Föderation noch nicht existiert hatte, war man sich uneinig gewesen, welcher zukünftige politische Status dieser Völker anzustreben sei. Dies hatte eine Bewegung neo-zionistischer Juden ausgenützt, um in einem unbewohnten, semiariden Gebiet Pavonias am Unterlauf des Heyong, eines Salzwasserstromes, in das tiefstgelegene Meer des Planeten einen neuen Judenstaat zu gründen, nachdem Israel Ende des einundzwanzigsten Jahrhunderts untergegangen war. Dieser neue Staat Astroel hatte sogleich eine Anzahl von Projekten anderer irdischer Gruppen gefördert, die auf Pavonia Stadtstaaten errichteten, welche sich mit einzelnen Eingeborenenvölkern nach dem Prinzip zusammentaten: wir bringen euch moderne Errungenschaften und vertreten euch gegenüber den Außenweltlern, und ihr tretet diese Souveränität an uns ab, bei weitgehender innerer Autonomie für euch. In der Praxis lief es unter diesem moralischen Deckmantel angeblicher Kolonialismusverhinderung auf die Schaffung neuer Offshore-Paradiese für Finanzgeschäfte, Steuerflucht und noch viel zwielichtigere Geschäfte hinaus und wurde von den irdischen Eliten aus den gleichen eigennützigen Gründen wie früher geduldet. Um unverfängliche Gründe für Reisen dorthin zu schaffen, wurden auch Handel und Tourismus gefördert, und auch wenn Astroel und die anderen pavonischen Regime keine Piratenakte in ihrem System duldeten, war es ein offenes Geheimnis, daß sie Piraten stillschweigend einen sicheren Hafen boten.

Hier konnten sie ihre Schiffe warten, Versorgungsgüter aufnehmen, Hehler für ihre Beute finden, Lösegeldverhandlungen führen, ihr Geld anlegen, sich amüsieren, medizinische Behandlung bekommen und sich vielleicht irgendwann zur Ruhe setzen. Pavonia hatte eine ideale Lage als solch ein modernes, interstellares Port Royal: nahe genug an den belebteren interstellaren Routen und an den bewohnten Welten, aber weit genug von Sol entfernt, um von der Solaren Föderation in Ruhe gelassen zu werden.

Auf dieser Welt wollte Brugger Informationen über neueste Entwicklungen in Sachen Piraterie einholen, und so steuerte er als erstes ein astroelisches Orbitalkontrollschiff an, um vor der Landung die Einklarierungsformalitäten zu erledigen. Als er dieses Wachschiff erreichte, zog es auf seiner niedrigen Umlaufbahn gerade über sein Heimatterritorium hinweg, wo Bauten und Straßen an einem noch wasserführenden Mündungsarm des Heyong erkennbar waren. Brugger dockte sein Schiff an einem ausgefahrenen Zugangsarm an und begab sich hinüber, um die Einreise- und Zollbehörde aufzusuchen.

Nachdem er die Formalitäten erledigt und einen Imbiß gegessen hatte, ging er wieder in Richtung der Ace of Swords. Als er dabei an einem großen Panoramafenster vorbeikam, sah er draußen einen weiteren Orion-II-Raumjäger heranschweben. Ganz nah war er bereits, kurz davor, vom Andockarm erfaßt zu werden. Brugger wußte sofort, um welches Schiff es sich handelte, als er an der Seite des Vorderrumpfes die beiden roten Würfel mit den weißen Augen erkannte, die beide mit der Eins nach oben lagen. Es war die Snake Eyes, Elonard Sampsons Maschine.

Da er keinen Wert auf eine Begegnung mit Sampson und seinen Männern legte, ging er sofort an Bord, aktivierte Acey und legte vom Kontrollschiff ab. Es war ohnehin bereits der erste Planetenumlauf seit seiner Ankunft bald vollendet, sodaß es an der Zeit war, hinunterzugehen, wenn er in Saltport landen wollte. Sein Schiff ließ er gesichert im Orbit zurück und nahm stattdessen den kleinen roten Raumgleiter, den er im umgebauten Bombenschacht an der Rumpfunterseite mitführte. Er klinkte aus, manövrierte nach unten aus dem Schacht und leitete die Abstiegsbremsung ein. Bis zum Atmosphäreneintritt war die Geschwindigkeit bereits so weit verringert, daß die großzügig bemessenen Sichtscheiben die Reibungshitze problemlos vertrugen. Eine gute Viertelstunde später zog er über die Gegend hinweg, die er aus dem Orbit gesehen hatte, sah die Türme und Gewächshäuser und das karge Grün am Boden und machte eine Dreiviertelwendung nach Südwesten, bis die Raumhafengebäude von Saltport vor ihm lagen.

Diese waren im Mündungsdelta des Heyong errichtet worden, der aus dem höher gelegenen, größten Meer Pavonias weiter im Norden abfloß, um sich in das ebenfalls große, sehr salzige Dolung-Meer zu ergießen. Jetzt am Höhepunkt der Trockenzeit führte er nur noch wenig Wasser und auf dieser Seite des Deltas gar keines mehr, aber an den mächtigen Salzablagerungen, die teils auch vom Wind verfrachtet worden waren, war zu erkennen, wie stark er bei Hochwasser anschwellen konnte. An dem langgestreckten flachen Raumhafentrakt legten bei normalerem Wasserstand auch die Kreuzfahrtschiffe sowie die Fangboote der Eingeborenen an, die ihre Fänge an extremophilem Getier aus dem nahen Meer anlieferten. Den Gebäuden machte weder das Salz noch das Wasser etwas aus; sie waren dafür gebaut. An ihrer Oberseite öffneten sich die Landeschächte für die Raumfähren, die Passagiere und Fracht zwischen dem Planeten und seinem innersten Mond Eleazar beförderten, auf dem sich die für Personen und mittelgroße Raumschiffe dimensionierten Wurmlochportale der Verbindungen nach Epsilon Indi und Beta Hydri befanden. Auch die suborbitalen Raumschiffe, die die Routen zu anderen Teilen des Planeten bedienten, starteten und landeten in diesen Schächten.

Der rote Raumgleiter wich einem Lastenschweber aus, kurvte auf den Raumhafenturm zu und landete an dessen Fuß auf dem Salz. Brugger stieg aus und betrachtete den Himmel, der von einem Staubsturm über der südöstlich gelegenen Landmasse rot verfärbt worden war. Er nahm die Szenerie eine Weile in sich auf und genoß es, wieder unter freiem Himmel zu stehen und den Wind zu spüren. Dann wandte er sich um und marschierte über das knirschende Salz auf den nächstgelegenen öffentlichen Eingang zu, den ihm die Navifunktion seiner Poctronic anzeigte. Drinnen strebte er den Aufzügen des Turmes zu und fuhr zum großen Panoramarestaurant im fünfzigsten Stockwerk hinauf. Dieses Lokal, das Fifty Up, war eine gastronomische Berühmtheit von Pavonia und deshalb auch jetzt in der schwachen Saison einigermaßen gut besucht. Teils lag dies auch an den Forscherteams, die nach Pavonia kamen, seit auf der toten inneren Nachbarwelt Anzeichen für eine seit Jahrmillionen verschwundene Zivilisation entdeckt worden waren und man nun wissen wollte, ob diese Wesen vor ihrem Untergang auch nach Pavonia gekommen waren.

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Amazing Race

Von Lucifex alias Deep Roots.

Die folgende Umdichtung des bekannten Liedes „Amazing Grace“ habe ich seinerzeit auf „As der Schwerter“ als Deep Roots in mindestens zwei Kommentaren präsentiert. Die Formulierung „beyond the veil“ bezieht sich auf die Ereignisse des Umbruchs („Große Diskontinuität“), der kommen muß, wenn die weißen Völker fortbestehen sollen, und die einen „Schleier“ bilden, durch den wir nicht hindurchsehen können, solange wir sie nicht hinter uns haben.

AMAZING RACE

(Hymn of the Awakened White Nationalist)

Amazing Race – how sweet the sound! –
That’s born someone like me,
I once was lost, but now I’m found,
Was blind, but now I see.

’Twas Grace that taught my heart to fear,
And Grace, my fears relieved.
How precious did my Race appear
The hour I first believed.

Through many dangers, toils and snares
We have already come;
’Twas Grace that brought us safe thus far,
And Grace will lead us home.

My people’s welfare’s dear to me,
Its strength my hope secures;
It will my shield and portion be,
As long as life endures.

Yeah, when this vile charade shall fail
And multicult shall cease,
We shall possess beyond the veil
A life of joy and peace.

When we’ve been there ten thousand years
Bright shining as the sun,
We’ve no less days to sing Whites’ praise
Than when we’ve first begun.

Amazing Race – how sweet the sound! –
That’s born someone like me;
I once was lost, but now I’m found,
Was blind, but now I see.

Hier ist das ursprüngliche Lied in der Version von Judy Collins, die in der obigen Collage weißer Frauen ganz oben als zweite von links abgebildet ist (die dritte und vierte Strophe fehlt in dieser Fassung):

Stellt euch „Amazing Race“ vor, wie es von einem Mann und einer Frau bei einem Konzert vor einem großen Publikum gesungen wird: die ersten beiden Zeilen von Strophe 1 und die letzten beiden von Strophe 3 singt die Frau, die zweite Hälfte der ersten und die erste der dritten singt der Mann, die anderen singen sie zusammen, und bei Strophe 3, 6 und 7 stimmen dahinter aufgestellte Hintergrundsänger sowie das Publikum ein. Ab dem Übergang von „A life of joy and peace“ zu „When we’ve been there ten thousand years“ setzt ein Dudelsack ein, ähnlich wie bei „Mull of Kintyre“ ab dem Ende der ersten Wiederholung des Refrains:

…und begleitet die Melodie bis zum Ende, ähnlich der Dudelsackeinlagen beim Intro und gegen Schluß dieser Version von „Amazing Grace“ von „Celtic Woman“:

Hier ist noch eine reine Dudelsackversion der Royal Scots Dragoon Guards:

Vom Dudelsack gibt es übrigens in ganz Europa eine Vielzahl von Varianten, von Portugal bis ins Baltikum und von Schottland bis Sizilien. Deutsche Varianten sind zum Beispiel die Marktsackpfeife und das Hümmelchen; letzteres eignet sich wegen seines zarteren Klangs für das Spielen in Innenräumen, ähnlich dem schottischen Practice Chanter, den die Dudelsackspieler für das Üben verwenden, weil die Great Highland Bagpipe einen so kräftigen Klang hat, daß man sie fast nur im Freien spielen kann (die EU-Kommission wollte deshalb schon einmal eine Lautstärkebegrenzungsrichtlinie einführen). Aus der Schweiz ist die Sackpfiff bekannt, und in Österreich, Böhmen und Süddeutschland wurde der Bock früher viel gespielt, wie auch aus diesen Zeilen hervorgeht:

Und als man dann nahte mit Grabesgesang,
scholl aus der Grube Dudelsackklang.
„Jessas Maria, wer is denn do drin?“
„Augustin“, rief es, „und olles is hin!“

Diesen Beitrag habe ich heute zu Beltane / Walpurgisnacht veröffentlicht, weil ich mir „Amazing Race“ immer als Schlußlied eines „Konzerts der Weißen Allianz“ vorgestellt habe, eines Jahrestagskonzerts einer Weißen Allianz, die vielleicht ähnlich wie die in meinem allerersten Blogartikel beschriebene „Westliche Allianz“ aufgebaut ist. Für deren Gründungstag bzw. als Beitrittstag für später hinzukommende weiße Nationen erscheint mir der 30. April sehr symbolisch passend, da vom 30. April zum 1. Mai das keltische Fest „Beltane“ gefeiert wurde bzw. noch wird, zu dem es auch in anderen heidnischen europäischen Kulturen Parallelen gibt und über dessen Bedeutung es unter anderem heißt:

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Masseneinwanderung ist Genozid – Massive immigration is genocide – Immigración masiva es genocidio

By Ace of Swords, Germany & Austria (scroll down for versions in English and Spanish)

***

Nichts ist so verpönt wie „Ausländerfeindlichkeit“. Nur böse Menschen voller Hass im Herzen haben etwas gegen Ausländer. Nicht wahr?

Aber tief drinnen haben auch Sie sich schon einmal gefragt: Was wollen die eigentlich hier? Das sind doch alles keine Asylanten! Richtig! Die meisten sind nur hier, weil hier etwas zu holen ist, zum Beispiel Sozialhilfe. Oder Geld von wohlhabenden Europäern, denen man gefälschte Waren andreht. Damit lebt man besser, als wenn man in Afrika oder Anatolien den ganzen Tag arbeitet. Und man lebt in einem Land, wo die Dinge noch funktionieren und man medizinische Versorgung erhält.

Wirklich pervers ist, dass wir uns dabei noch von ihnen beschimpfen lassen müssen – wenn es nicht gar zu Schlimmerem kommt wie Raub, Vergewaltigung und Totschlag. Und in dem Maß, wie ihre Zahl zunimmt, werden sie ihre Gewaltbereitschaft auch immer hemmungsloser ausleben.

Die europäischen Politiker unterstützen diese Entwicklung und reden uns ein, dass es unsere moralische Pflicht ist, unsere Heimatländer zum idealen Einwanderungsland zu machen: wegen der „Menschenrechte“ und „unserer geschichtlichen Verantwortung“. In Deutschland ist es der „Holocaust“, in Frankreich und England die Kolonialzeit, in den USA die Sklaverei etc. Aber haben Sie Juden umgebracht oder mit Sklaven gehandelt? Waren Sie Kolonialherr? Und was ist z. B. mit Norwegen, das seine Unabhängigkeit erst an der Wende zum 20. Jahrhundert erhielt und da noch ein armes Land war?

Und was ist der wahre Grund für die Masseneinwanderung? Die internationale Hochfinanz und ihre Handlanger, die Politiker, wollen die europäischen Kulturnationen durch eine durchmischte und identitätslose „Bevölkerung“ ersetzen, um ein perfektes Ausbeutungssystem zu errichten: die „Neue Weltordnung“.

Wir werden zu Gefangenen in unseren eigenen Ländern werden. Zu Opfern unserer „Humanität“, unserer falsch verstandenen Toleranz gegenüber der Intoleranz. Und am Ende werden wir ganz verschwinden, wenn es so weiter geht.

Durch ihre schiere Anzahl werden die Fremden unsere europäischen Gesellschaften kaputt machen. Allein im Jahr 2011 kamen EINE MILLION MENSCHEN nach Deutschland, hauptsächlich aus der „Dritten Welt“. In Athen leben über ZWEI MILLIONEN illegale Einwanderer. Der häufigste Vorname männlicher Neugeborener in nahezu allen europäischen Großstädten ist Mohammed. Wenn es so weitergeht, werden im Jahre 2040 etwa genauso viele Ausländer wie Einheimische in den europäischen Ländern leben.

Wer Leute aus der Dritten Welt importiert, holt sich die Dritte Welt ins Haus. Dreck, Bildungsferne, Kriminalität und für uns längst überwundene Lebensweisen dringen in unser Leben, und wir selbst sollen Verhaltensvorschriften fremder und archaischer Religionen beachten. Heute soll es kein Schweinefleisch mehr in Schulkantinen geben, morgen wird dann die Scharia eingeführt. WIR sollen die Gewohnheiten der Einwanderer nicht nur „aushalten“, wir sollen uns nach deren Regeln richten. Wenn Sie aber nach Saudi-Arabien fahren, dann muss sich Ihre Frau dort verschleiern, niemand wird sich nach Ihnen richten.

Es geht hier NICHT um blinden Rassismus. Es geht hier NICHT um Ausländerhass. Nein, es geht hier darum, dass durch Masseneinwanderung UNSERE HEIMAT zerstört wird – und WIR ALS VÖLKER.

Jüngst hat der deutsche Bundestag den Einsatz der Bundeswehr im Innern abgesegnet, im Falle „katastrophischer Zustände.“ Nach EU-Recht dürfen „Aufständische“ erschossen werden. Diese Maßnahmen werden nicht etwa ergriffen, weil die Politiker Angst vor den Millionen von Ausländern in unseren Ländern haben, sondern für den Fall, dass wir uns gegen die Verdrängung durch fremde Völker wehren.

Denn genau das passiert: Wir werden verdrängt, ja wir sollen ersetzt werden. Deutsche Politiker sprechen offen von der „Verdünnung des deutschen Volkes“ und davon, dass „Europa mehr Vielfalt braucht“. Sarkozy hat die Franzosen zu mehr Rassenvermischung ermahnt, weil sie sonst „Schwierigkeiten bekämen“.

Sie sind nicht verrückt, wenn Sie das Gefühl haben, überall sind nur noch Ausländer. Sie sind nicht hasserfüllt, wenn Sie bemerken, dass viele Ausländer sich nicht an unsere Regeln halten. Und Sie sind kein Rassist, wenn Sie wollen, dass die Ausländer wieder in ihre eigenen Länder zurückgehen.

Das Motto der größten türkischen Zeitung „hürryiet“ ist „Türkiye türklerindir“, was „Die Türkei den Türken“ bedeutet. Die Türkei den Türken? Jawohl! Aber allen! Auch denen, die hier sind! Schwupp, nach Hause mit euch! Und Sozialhilfe für Türken auch nur aus der Türkei!

* * * * *

Nothing is more proscribed than “xenophobia“. It’s only villains with their hearts full of hatred, who dislike immigrants? Isn’t it?

But you, too, have wondered now and then: What are they doing here? After all, they aren’t asylum seekers all of them! Correct! Most of them are here for only one reason: there is something to get, social welfare for example. Or money from wealthy Europeans, by peddling fake goods to them. That’s a more comfortable life than working all day in Africa or Anatolia. And they are in a country where everything still is running well and medical treatment available.

Really perverse is that we are forced to accept being bad-mouthed by them – if not even worse things, such as mugging, rape and homicide. And as their number is increasing, they become more and more prone to violence.

European politicians support this development and talk us into believing it is our moral duty to turn our homelands into ideal immigration countries; because of “human rights” and “our historical responsibility”. In Germany it is about the “Holocaust”, in France and England about “colonialism”, and in the USA about slavery, etc. But have you killed Jews or traded slaves? Have you been a colonial master? And what about Norway for example, which became independent not before the beginning of the 20th century and had been a poor country then?

And what is the true reason for mass immigration? International high finance and their henchmen, the politicians, want to replace the European cultural nations by a racially mixed „population“ without identity in order to establish a perfect exploitation system: the “New World Order”.

We will become prisoners in our own countries. Victims of our “humaneness” and our wrong concept of tolerance towards intolerance.

By their sheer number the aliens will destroy our societies. Alone in 2011 ONE MILLION PEOPLE came to Germany, mainly from the “Third World”. More than TWO MILLION illegal immigrants live in Athens. The most common first name given to newborn boys is Mohammed in almost all major European cities. This going on will lead to as many aliens as natives in European countries in 2040.

He who imports people from the Third World, brings the Third World into his home. Filth, poor education, crime, and lifestyles we had overcome long ago enter our daily lives and we ourselves are to respect alien and archaic religious behavior rules. Today it is no more pork in school cafeterias, tomorrow sharia will be implemented. We are not only to “tolerate” the immigrants’ habits, we are to observe their rules. But if you travel to Saudi Arabia, your wife has to wear the veil, nobody will comply with your desires.

It is NOT about blind racism. It is NOT about hatred towards foreigners. No, it is about OUR HOMELANDS being destroyed – and we AS PEOPLES, too.

Only recently, the German parliament has passed a law which allows domestic military deployment in case of “catastrophic conditions”. According to EU law insurgents can be shot. These measures are not taken because politicians fear the millions of immigrants in our countries but in case we object to our displacement by alien peoples.

That is exactly what is happening: We are displaced, we are to be replaced. German politicians openly talk about the “dilution of the German people” and that “Europe needs more diversity”. Sarkozy urged the French to more race-mixing, lest they would “get into trouble.”

You are not insane, if you feel there are only immigrants everywhere. You are not hate-filled if you notice that many immigrants do not conform to our rules. And you are not racist if you want the immigrants to go back to their own countries.

The slogan of the major Turkish newspaper “Hürryet“ ist „Türkiye türklerindir“, which means “Turkey for the Turks”. Turkey for the Turks? Yes! But for all of them! Including those who are here. Shoo, home you go! And social welfare for Turks only in Turkey!

***

Nada peor que la “xenofobia”. Solamente personas malas, llenas de odio perciben la presencia masiva de inmigrantes en su país como un problema. ¿No?

Pero dentro de usted, ya ha surgido la pregunta: ¿Qué quieren todos ellos aquí? ¿No son todos casos de persecución política o religiosa? ¡Verdad! La mayoría de ellos está aquí por ciertas ventajas, porque hay algo gratis como la ayuda social o sencillamente por la civilización avanzada que nuestros antepasados han desarrollado. Muchos quieren el dinero de los europeos que les compran sus copias ilegales de productos de marca. En cualquier caso viven mejor así que trabajando todo el día en África o Anatolia – y viven en un país que funciona, con un sistema de salud y todo.

Les gustan las ventajas de nuestros países, pero no les gusta nuestra cultura y religión. Con los inmigrantes también llega el “tercer mundo”: la basura, la ignorancia, la violencia y el crimen. Comportamientos e ideas que nosotros superamos hace mucho tiempo o que desde siempre rechazamos penetran nuestra sociedad y se exige que nosotros “respetemos” las reglas de religiones arcaicas. Hoy ya no se puede ofrecer carne de cerdo en comederos públicos, mañana se introducirá la Sharía. NOSOTROS no solamente debemos tolerar las costumbres de los inmigrantes, debemos seguirlas. Pero si usted viaja a Arabia Saudita, su esposa tiene que portar el velo, nadie preguntará por su cultura y religión.

Pero es más: tenemos que aguantar que nos insulten si no doblamos la cerviz – y aumentan los robos, las violaciones y los homicidios. Con la llegada de más inmigrantes disminuyen sus escrúpulos y aumenta la violencia en nuestra vida cotidiana.

Los políticos europeos promueven la inmigración masiva y nos hacen creer que es nuestra obligación moral convertir nuestra patria en el lugar perfecto para los inmigrantes: por los “derechos humanos” y por nuestra “responsabilidad histórica”. En Alemania es el “holocausto”, en España y otros países la época colonial, en EEUU la esclavitud, etc. ¿Pero ha usted asesinado judíos, ha sido colonizador o esclavista? ¿Y qué pasa con países como Noruega que adquirió su independencia solamente poco antes del siglo XX, siendo en este tiempo todavía un país pobre?

¿Y cual es la razón de la inmigración masiva? Las altas finanzas internacionales y sus cómplices, los políticos, quieren sustituir las naciones y culturas de Europa con una población mestiza sin identidad y fácilmente gobernable para construir el sistema de explotación perfecto: el “Nuevo Orden Mundial”.

Vamos a ser prisioneros en nuestros propios países: víctimas de nuestro “humanismo”, de una tolerancia absurda frente a la intolerancia de los intrusos. Y algún día habremos desaparecidos del todo.

Meramente por su número, los forasteros van a destruir nuestras sociedades europeas. Solamente en 2011, UN MILLION DE PERSONAS inmigró a Alemania. En Atenas viven DOS MILLIONES de inmigrantes ilegales. El nombre más frecuente entre los recién nacidos en todas las metrópolis europeas es Muamad. Si esto no se para, vivirán tantos inmigrantes en los países europeos como autóctonos en 2040.

No se trata de racismo, no se trata de xenofobia. Se trata del hecho que la inmigración masiva está destruyendo NUESTRA PATRIA – y a NOSTROS COMO PUEBLOS.

El derecho de la UE (Tratado de Lisboa) permite fusilar a los “sediciosos” en el caso de rebeliones o insurrecciones. Esta medida no se ha incluido por el miedo de los políticos a los inmigrantes sino para combatir a nosotros en el caso de que nos defendemos de nuestra sustitución por los millones de inmigrantes, los “nuevos europeos”.

Es lo que está pasando: nos quieren expulsar y sustituir. Los políticos lo declaran abiertamente: el ex ministro de asuntos exteriores Joschka Fischer habla de la necesidad de “diluir” el pueblo alemán; Sarkozy amonestó a los franceses que se mezclaran con los inmigrantes y amenazó que la resistencia al mestizaje metería a los franceses en “apuros”.

Usted no está loco si le parece que hoy en día hay forasteros por todas partes. No es odio irracional si usted se da cuenta que muchos inmigrantes no respetan nuestras reglas. Usted no es racista por querer que los inmigrantes vuelvan a sus propios países.

El lema del periódico turco „hürryiet“ es „türkiye türklerindir“, lo que significa “Turquía para los turcos”. ¿Turquía para los turcos? ¡Por supuesto! ¡Pero para todos los turcos! ¡También para aquellos que actualmente están aquí! ¡Idos a casa! ¡Y ayuda social para turcos solamente desde Turquía!

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

Leuchtpistolen und ihre Wirkungen

Der Autor Siegfried F. Hübner beim Leuchtkugelschuß in der damals gerade aktuellen Schießhaltung „Combat crouch“.

Von Siegfried F. Hübner, erstveröffentlicht in dessen „Internationalem Waffen-Spiegel“, Ausgabe 42 Nov./Dez. 1986 (Bilder und Tabellen ebenfalls aus diesem Artikel). Hier mit einem ergänzenden Anhang von Deep Roots.

Leuchtpistolen oder Leuchtkugelabschußvorrichtungen sind als Notsignale für Bergsteiger, Sportflieger und Wassersportler unentbehrlich geworden. Leuchtkugeln sind weithin bei Tag und vor allem bei Nacht sichtbar, um das Auffinden von Verunglückten zu erleichtern.

Signalpistolen

Für das Militär und die Polizei wird aus Leuchtpistolen (SIG P2) sowohl Leucht- als auch Signalmunition verschossen (mit den Kampfpistolen wurden Sprengladungen verschossen). Mit verschiedenen Leuchtfarben, Leuchtsternen und Rauch oder Knall wird signalisiert oder das Kampfgelände erleuchtet. Mit den Signalpistolen können aber auch Spezialpatronen, z. B. Tränengas usw., verschossen werden. Die SIG P2 hat keinen Sicherungshebel, der Hammer wird deshalb erst vor Schußabgabe gespannt. Die militärischen Leuchtpistolen sind großkalibrig, 26,5 mm = Kal. 4, und einschüssig.

Notsignalgerät

Die Firma Heckler & Koch hat ein Notsignalgerät entwickelt, das kleinere Kal. 19 mm Leuchtspurpatronen verschießt, dafür aber 5 Patronen in einem Magazin hat. Vor jedem Schuß muß der Hammer mit dem Daumen gespannt werden. Der Abschuß geschieht halbautomatisch aus dem Magazin. Das Gerät hat einen Sicherungshebel und eine automatische Fallsicherung. Dieses Gerät hat keinen Lauf, die Leuchtrakete wird aus dem Magazin verschossen.

Das Notsignalgerät von Heckler & Koch (links, daneben das Magazin) und die Leuchtpistole SIG/HK P2 A1).

Nico-Signal

Das Nico-Signalgerät ähnelt einer Taschenlampe. Es hat eine von Hand drehbare Trommel, in der sich 6 Leuchtpatronen vom 16-mm-Kaliber befinden. Die geladene Trommel kann ausgewechselt werden. Gezündet wird die Leuchtpatrone, die sich unter einem Pfeil befindet. Dazu muß erst entsichert werden (Schieber von „S“ auf „F“), dann kann durch Eindrücken des Griffes wie bei einem DA-Abzug die Leuchtpatrone gezündet werden.

Das 6-schüssige Nico-Notsignalgerät.

Schreckschuß-Pistolen und -revolver

Mit Schreckschuß- und Gasrevolvern oder –pistolen können aus einem Schießbecher kleine Leuchtsterne einzeln verschossen werden. Dabei zündet eine Platzpatrone den Leuchtstern in verschiedenen Farben des Kalibers 14 mm. Er werden hier auch Knaller oder Pfeifpatronen verschossen.

Der Revolver Erma EGR 66 von Erma mit Schießbecher und Leuchtkugelmunition.

Als funktionssicher und unempfindlich gegen Verschmutzung hat sich der Erma-Revolver EGR 66 aus Stainless steel  erwiesen, der dem S&W M60 täuschend ähnlich sieht. Es können hintereinander 5 von vorn eingeführte Leuchtkugeln verschossen werden.

Signalstifte

Zudem gibt es noch Abschußgeräte in Stiftform, mit denen einschraubbar 15-mm-Leuchtsterne der verschiedensten Farben verschossen werden können, indem ein Hebel mit dem Daumen gespannt und dann losgelassen wird.

Vorsicht mit allen Leuchtkugelwerfern

Die aus Schreckschußwaffen und von Signalstiften abgefeuerten Signalsterne haben nur eine geringe Steighöhe und Leuchtkraft. Trotzdem können sie gefährlich werden, wenn sie nicht senkrecht nach oben, sondern waagrecht verschossen werden. Dann kann es nämlich passieren, daß sie Häuser, trockene Wiesen oder Wälder in Brand setzen können. Am gefährlichsten sind Leuchtkugeln in geschlossenen Räumen, da sie von Wänden und Decken reflektiert überall brennbare Stoffe anzünden können.

Leuchtpistole SIG P2

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Power aus dem Süden

Von Deep Roots alias Lucifex, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“ unter Verwendung eines gekürzten Artikels aus „bild der wissenschaft“ vom März 2009, aus dem auch das Titelbild stammt. Die Nachveröffentlichung auf „Morgenwacht“ zehn Jahre nach Erscheinen des bdw-Artikels erfolgt, um zu zeigen, daß aus den Plänen der feindlichen Eliten nicht immer etwas werden muß, auch wenn in diesem Fall „aufgeschoben“ nicht „aufgehoben“ bedeuten muß. Das gilt sowohl für das Sonnenstrom-Projekt „Desertec“ als auch für die „Mittelmeerunion“.

* * *

Ich habe ja schon im Schlußteil von Allahs Uhren gehen anders gemutmaßt, daß die Umstürzlereien der letzten Zeit in Nordafrika, Jordanien und Jemen nicht bloß spontane „Volkserhebungen“ sind (auch wenn sie reale Ursachen in den Grundproblemen dieser Länder haben), sondern von interessierten Kreisen angestiftet und koordiniert wurden. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Interviews, die der israelische Journalist Ari Shavit im von mir übersetzten Haaretz-Artikel White Man’s Burden, aus dem ich in „Allahs Uhren“ zitiere, mit mehreren jüdisch-amerikanischen „Neocons“ geführt hat.

Nachdem „Globomerica“ sich mit der militärischen Vorgangsweise im Irak und Afghanistan übel die Finger verbrannt hat, liegt der Verdacht nahe, daß hinter diesen „Volksaufständen“ der Versuch steckt, nach dem gescheiterten militärischen Ansatz auf nichtmilitärische Weise „mit anderen arabischen Ländern weiterzumachen“, indem man diese Unruhen gezielt über Facebook und andere Kanäle schürt, um nach dem Sturz der alten Regimes diskret neue nach eigenen Vorstellungen etablieren zu können.

Allerdings darf über den Washingtoner Bestrebungen nicht vergessen werden, daß auch die EU ein Interesse hat, die nordafrikanischen Staaten für die am 13. Juli 2008 gegründete „Mittelmeerunion“ kompatibler zu machen, die auf dem 1995 begonnenen „Barcelona-Prozeß“ aufbaut und seit März 2010 aktiv ist. Im Rahmen dieser Mittelmeerunion, alias „Euromediterrane Partnerschaft“ soll zwischen den Mitgliedsländern (siehe Karte unten) schließlich eine Freizügigkeit der Waren, Dienstleistungen und Personen verwirklicht werden!

Eine der Motivationen für diese Bestrebungen wird aus dem Titelthema der Ausgabe März 2009 der Zeitschrift bild der wissenschaft klar: „Sonnenstrom aus der Sahara“.

Neben der Abhandlung technisch interessanter Aspekte wird darin euphorisch für eine großtechnische Stromversorgung Europas mittels ausgedehnter Solarkraftanlagen in Nordafrika geworben. Ein besonders aufschlußreicher Artikel daraus ist dieser, den ich hier gekürzt wiedergebe (fette Hervorhebungen im Text von mir, ebenso wie die Anmerkungen in eckigen Klammern):

POWER AUS DEM SÜDEN, von Bernd Müller

20-20-20 – diese Zahlenkombination bezeichnet nicht etwa die Maße eines magersüchtigen Models. Sie stammt vielmehr aus dem reichen Fundus der Politikerphrasen und steht für das ehrgeizige Klimaziel der Europäischen Union: 20 % Energieeinsparung, 20 % Emissionsreduktion und 20 % erneuerbare Energien bis 2020. Schon heute ist klar, daß die EU-Staaten die Vorgabe von 20 % erneuerbarer Energie kaum erreichen werden. Das hat zwei Gründe: Zum einen wird die klimafreundliche Energie nicht dort geerntet, wo sie in Hülle und Fülle anfällt, nämlich vor den Atlantikküsten (Wind) und in der Wüste Nordafrikas (Sonne). Zum anderen gibt es nicht genug Leitungen, um diesen Strom zu den größten Verbrauchern zu transportieren.

Wie bringt man Erzeuger und Verbraucher zusammen? In den 1980er-Jahren entwickelt und in den 1990er-Jahren fast vergessen, erlebt ein Konzept seine Renaissance, das diesen Spagat schaffen soll: Kraftwerke in Nordafrika, so die Vorstellung, verwandeln Sonnenenergie in Strom, der nach Mitteleuropa exportiert wird. Die Idee klingt bestechend: Ein Quadratkilometer Wüste liefert pro Jahr 250 Gigawattstunden Energie und spart 200.000 Tonnen CO2-Emission. Nur 0,3 Prozent der Wüstenfläche Nordafrikas und des Nahen Ostens wären nötig, um die Anrainerstaaten selbst sowie Europa komplett mit Sonnenstrom zu beliefern. Ein Prozent – eine Fläche von 500 x 500 km – könnte die ganze Welt versorgen.

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