Fukuyama über Staatsbürgernationalismus

Von Greg Johnson, übersetzt von Tekumseh. Das Original Fukuyama on Civic Nationalism erschien am 17. Januar 2019 auf Counter-Currents Publishing.

Zuvor erschienen: Fukuyama über Identitätspolitik und Fukuyama über Vielfalt.

In seinem neuen Buch Identity versucht Francis Fukuyama, den Aufstieg weißer Identitätspolitik zu verhindern. Nichtsdestotrotz ist Identity ein sehr nützliches Buch für White Nationalists, weil es die Richtigkeit vieler unserer wichtigsten Prämissen eingesteht. In „Fukuyama über Vielfalt“, schreibe ich, dass Fukuyama zugibt, dass Vielfalt ein Problem ist und nur sehr schwache Gründe dafür angibt, dass ihr überhaupt ein Wert zukommt. Hier prüfe ich Fukuyamas Alternative zu weißer Identitätspolitik, nämlich eine konservative Form von farbenblindem Verfassungspatriotismus [ich verwende das Wort statt im folgenden civic nationalism mit Bürger-Nationalismus zu übersetzen; d. Ü.].

Die EU zum Funktionieren bringen.

Fukuyama konzentriert sich auf die EU statt auf einzelne europäische Staaten, weil er die EU eindeutig zum Laufen bringen will.

Er sagt, die EU wurde gegründet, weil „exklusive ethnische Definitionen von nationaler Identität die Wurzel der beiden Weltkriege waren, die Europa erlebt hat“ (S. 143). „Die Gründer der EU versuchten absichtlich die nationalen Identitäten auf dem Level der Mitgliedsstaaten zugunsten eines ‚postnationalen‘ Europäischen Bewusstseins zu schwächen, als ein Gegengift für die aggressiven Ethno-Nationalismen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ (S. 143).

Es ist erstaunlich, dass das moderne EU-Projekt auf einer beinahe vollkommenen Umkehrung der historischen Wahrheit aufbaut. Der 1. Weltkrieg war keine Auseinandersetzung von Ethnostaaten, sondern Reichen: Das Britische, Französische und Russische gegen das Deutsche, Österreich-Ungarische und Türkische Reich. Der Krieg brach aus, weil das Österreich-Ungarische Reich mit dem Königreich Serbien – seinerseits ein multinationaler Staat – über das multinationale Territorium Bosnien aneinander geriet, als sie sich über die Aufteilung der balkanischen Anteile des Leichnams des multinationalen Türkischen Reiches balgten. Der ganze Krieg hätte jedoch vermieden werden können, wenn anstatt des Imperialismus der Ethnonationalismus die führende Kraft der Politik in Europa gewesen wäre und Grenzen und Völker bewegt worden wären, um homogene souveräne Heimatstaaten für alle Völker zu schaffen.

Die Folgen des 1. Weltkrieges, also der 2. Weltkrieg, hätten auf die gleiche Weise vermieden werden können. Und zwar wenn das Prinzip der nationalen Selbstbestimmung tatsächlich praktiziert worden wäre, anstatt nur gepredigt. Aber anstatt die multiethnischen Reiche soweit möglich in homogene Staaten aufzuteilen, teilten die Sieger Staaten wie Deutschland und Ungarn und schufen neue multiethnische Staaten wie die Tschechoslowakei und Jugoslawien.

Die Europäische Union wurde kurz gesagt auf Lügen gebaut. Die Weltkriege wurden nicht durch Nationalismus verursacht. Sie wurden durch die Unterdrückung der legitimen nationalistischen Hoffnungen der europäischen Völker durch multinationale Reiche, wie die EU, hervorgerufen.

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Fukuyama über Vielfalt

Francis Fukuyama

Von Greg Johnson, übersetzt von Tekumseh. Das Original Fukuyama on Diversity erschien am 14. Januar 2019 auf Counter-Currents Publishing.

Zuvor erschienen: Fukuyama über Identitätspolitik

Francis Fukuyamas letztes Buch Identity (Identität) wurde geschrieben, um den Aufstieg rechter Identitätspolitik zu verhindern, aber, wie ich im Artikel „Fukuyama über Identitätspolitik“ beschrieben habe, ist das Buch sehr hilfreich für White Nationalists, weil es eine Anzahl unserer grundlegenden Prämissen eingesteht, aber gleichzeitig nur schwache Gründe gegen unsere schlussendlichen politischen Schlüsse bietet. Das wird besonders in seiner Diskussion der Vielfalt sichtbar.

Vielfalt innerhalt der gleichen Gesellschaft verursacht Konflikte.

Eines der wichtigsten Eingeständnisse ist, dass Vielfalt innerhalb des gleichen Staates Konflikte erzeugt. Er beginnt Kapitel 12 „Wir das Volk“ [We the People; Beginn der Verfassung der Vereinigten Staaten; d. Ü.] mit einem Bericht darüber, wie Syrien, eine rassisch homogene Gesellschaft mit bedeutender ethnischer und religiöser Vielfalt im Jahr 2011 in einem vernichtenden Bürgerkrieg versank.

Lassen wir die Rolle der US-Intervention, die den Syrischen Bürgerkrieg losgetreten hat, einmal beiseite; die äußeren Kräfte haben die Störungszonen nur ausgenutzt. Stattdessen, fragen wir uns einfach – wenn so viel religiöse und ethnische Vielfalt Syrien in den Krieg abdriften ließ, wie kann die viel größere religiöse, ethnische und rassische Vielfalt Amerikas eine Stärke sein?

Es ist eine gute Frage, auf die Fukuyama vier bemerkenswert schlechte Antworten gibt.

Fukuyamas erster Grund, jemandes Heimatland mehr wie Jugoslawien zu machen, ist die Wegwerf-Behauptung, dass „die Konfrontation mit unterschiedlichen Arten zu denken und zu handeln, oft Innovation, Kreativität und Unternehmergeist stimulieren können“ (S. 126). Natürlich können wir uns anderen Arten des Denkens und Handelns aussetzen ohne die ethnische Komposition unserer Gesellschaften zu verändern. Außerdem: Wie viel von dieser angeblichen Innovation, Kreativität und Unternehmergeist muss bloß wegen der Probleme mit der Vielfalt aufgebracht werden? Immerhin können wir die Wirtschaft auch durch das Zerbrechen von Fenstern anheizen. Die ethnische Vielfalt zu erhöhen stimuliert sicherlich die Märkte für Überwachungssysteme, Fenstersperren, Pfefferspray, PWK-Alarmanlagen, Betonpoller und Pillen danach. Aber das sind keine guten Dinge.

Fukuyamas zweiter Grund, das Risiko eines Bürgerkrieges syrischer Art zu steigern, liegt in all den großartigen Restaurants. Nein, ich scherze nicht:

Vielfalt bringt Reize und Vorteile. Im Jahr 1970 war Washington D.C. eine recht langweilige bi-rassische Stadt, in der das exotischste Essen, das man finden konnte, im Yenching Palace der Connecticut Avenue serviert wurde. Heute ist das weitere Umfeld Washingtons die Heimat einer unglaublichen Menge ethnischer Vielfalt: Man bekommt äthiopisches, peruanisches, kambodschanisches und pakistanisches Essen und kann von einer kleinen ethnischen Enklave zur nächsten reisen. Die Internationalisierung der Stadt hat andere Formen der Vorteile gebracht: Sobald die Stadt zu einem Ort wird, wo junge Menschen leben wollen, bringen sie neue Musik, Kunst, Technologien und gänzlich neue Nachbarschaften, die vorher nicht existierten. (S. 127).

Wo soll man anfangen?

Erstens ist es eine snobistische Verunglimpfung der Weißen wie der Schwarzen zu sagen, dass Washington DC 1970 eine recht langweilige bi-rassische Stadt war; diese fanden sie einen netten Platz zum Leben, sofern sie nicht gerade aneinandergerieten. (Wahrscheinlich waren die Weißen, die sich nicht ökonomisch von den Schwarzen segregieren konnten, zu dieser Zeit bereits ziemlich weg.)

Zweitens: Seit wann ist die Anwesenheit von ethnischen Restaurants ein Indikator für soziales Wohlergehen, im Gegensatz zu, sagen wir, sozialem Vertrauen, Nachbarschaftlichkeit und anderen Werten, die Robert Putnam mit der Zunahme von Vielfalt zu schwinden fand? [1]

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Fukuyama über Identitätspolitik

Von Greg Johnson, übersetzt von Tekumseh. Das Original Fukuyama on Identity Politics erschien am 11. Januar 2019 auf Counter-Currents Publishing.

Francis Fukuyama: Identity. Contemporary Identity Politics and the Struggle for Recognition. (Identität. Zeitgenössische Identitätspolitik und ihr Ringen um Anerkennung). London: Profile Books 2018.

 

Francis Fukuyama ist der am meisten hervorstechende lebende neokonservative Intellektuelle. Ich habe sein Werk seit 1992, als er sein erstes Buch, The End of History and the Last Man. (Das Ende der Geschichte und der letzte Mensch) veröffentlichte, bewundert und davon profitiert. Darum war ich etwas besorgt zu hören, dass er mit großer Geschwindigkeit ein neues Buch geschrieben hatte, um den Wind aus den Segeln Weißer Identitätspolitik zu nehmen.

Hat Fukuyama einen gröberen Fehler im White Nationalism entdeckt, der uns zu einem Überdenken unserer Positionen oder sogar ihrer Preisgabe bringen würde? Die Antwort ist nein. Tatsächlich ist Identity ein sehr nützliches Buch für White Nationalists, weil Fukuyama praktisch jede essentielle Prämisse für unsere Position einräumt, aber seine Argumente, um unseren schlussendlichen ethnonationalistischen Schlüssen zu widerstehen, sind extrem schwach.

Rechte Identitätspolitik ist in der menschlichen Natur angelegt.

Das wichtigste Zugeständnis, das Fukuyama macht, ist, dass Identitätspolitik in der menschlichen Natur angelegt ist und darum niemals ausgemerzt werden kann.

Die moderne liberal-globalistische Auffassung ist, dass Politik in letzter Konsequenz in rationalem Eigennutz besteht. Im Leben geht es nur darum, die Vernunft einzusetzen, um die eigenen Wünsche zu erfüllen; Liberalismus und Globalismus folgen daraus notwendig. Liberalismus ist einfach ein Rahmen, um den Individuen die Verfolgung ihrer privaten Interessen durch freie Verträge zu ermöglichen. Aber weil Vernunft eine universelle Eigenschaft ist, und alle Menschen die gleichen Grundbedürfnisse haben, gibt es keinen Grund, wieso das liberale System sich nicht über den ganzen Globus erstrecken sollte.

Liberalismus ist darum gegen alle politischen Identitäten gerichtet, die seine globale Ausdehnung verhindern; besonders die Bindung an bestimmte Rassen, Nationen, ethnischen Gruppen und religiösen Gemeinschaften, die ausschließliche Wahrheit behaupten. Linke (Liberale) halten solche Anhänglichkeiten einfach für nicht fundierte Stimmungen und Aberglauben aus der Vergangenheit, die wir abschütteln müssen und können, indem wir uns weiterentwickeln und in eine immer perfektere linke Zukunft fortschreiten. (mehr …)

Frankfurter Bahnhof vor vier Jahren, ICE fährt ein

Von Lucifex

Das Video oben zeigt die Einfahrt eines ICE-Zuges am Frankfurter Bahnhof vor fast vier Jahren, im September 2015. Heute, mit den Geschehnissen seither und vor allem jenem vom 29. Juli 2019 am selben Bahnhof, kann man noch weniger als damals fassen, wie diese Ankunft von Zudringlingen da bejubelt wurde. Auch diese drei Refugees-Willkommenheißerinnen sind in dem Video zu sehen.

Anders als die PIfanten empfinde ich gegen die drei jungen Damen aber weder Hass noch Häme, sondern sehe in ihnen Repräsentantinnen irregeführter, naiver Gutwilligkeit. Es gibt Gutmenschen, die (hauptsächlich) deshalb Gutmenschen sind, weil sie liebe Menschen mit sozialer Engagementbereitschaft sind und von der (((Systempropaganda))) getäuscht wurden, die bei ihnen auf diese Knöpfe drückt. Und ich glaube, man erkennt den Unterschied zur anderen Sorte von Gutmenschen am Gesicht: jener Sorte, der es eher um die Befriedigung ihrer Eitelkeit geht; die das Bedürfnis hat, sich von möglichst vielen ihrer Landsleute zu distanzieren und auf sie als vermeintlich böse, dumm oder erbärmlich herabzuschauen, so wie es zu viele PIfanten und Rechte mit demselben Bedürfnis, aber gegenteiliger weltanschaulicher Ausrichtung gibt.

Außerdem kann man den drei Fräuleins oben ihre jugendliche Ahnungslosigkeit als Entschuldigung gelten lassen, und: „Girls will be Girls“, wie man anglizistisch sagen könnte. Die holde Weiblichkeit ist eben anfälliger für diese Art von emotionalisierender Einwickelung.

Eher noch würde ich den im Video mitjubelnden Burschen und Männern in die Eier treten wollen, die sie offenbar aus Versehen bekommen haben, denn zum Selbstverständnis eines Mannes gehört der Wille, Familie und Volk zu verteidigen, auch gegen Fremde, womit sich eine derart unkritische Bejubelung des Zuzugs von Orientalen und Negern zu einer Zeit, wo es schon reichlich negative Erfahrungen mit ihnen und kritische Stimmen dazu gibt, ebenso wenig verträgt wie allgemeiner demonstrativer Antipatriotismus, Antinationalismus und Eineweltismus.

Frei nach Shakespeares Macbeth:

„Ich verteidige, was einem Mann geziemt. Wer’s nicht tut, der ist keiner.“

Es gab aber schon damals sehr viel Ablehnung unter normalen Deutschen gegen den Ansturm der Zudringlinge und ihre bereitwillige Aufnahme und Versorgung durch das JNWO-Statthalterregime in Deutschland unter der damaligen Abteilungsleiterin Angela Merkel; so viel, daß der heuer von wem auch immer erschossene CDU-Politiker Walter Lübcke, wie im nachstehenden Video dokumentiert, am 14. Oktober 2015 bei einer Informationsveranstaltung über das Asyl-Erstaufnahmelager in Kassel-Lohfelden diese empörende Aussage tätigte:

„Wer diese Werte nicht vertritt, kann dieses Land jederzeit verlassen, wenn er nicht einverstanden ist. Das ist die Freiheit eines jeden Deutschen.“

Eingedenk der krass asymmetrisch* verteilten Redefreiheit in unseren Ländern enthalte ich mich weiterer Äußerungen dazu.

(* Zum Beispiel hatte das Kabarettisten-Duo Stermann & Grissemann nach Jörg Haiders Tod im österreichischen Vorabendfernsehen pietätlose Witzeleien über ihn geäußert, und irgendwelche Rapper haben über den „Volksrocker“ Andreas Gabalier gepostet: „Eigentlich gehört er erschossen“ – anscheinend aus keinem anderen Grund als dem, daß er sich weigert, die Bundeshymne in der „gendergerechtisierten“ Fassung zu singen.)

Jedenfalls war die Ablehnung des Asylforderer-Zuzugs nur allzu gerechtfertigt, wie sich in besonders furchtbarer Weise am 29. Juli 2019 am selben Frankfurter Bahnhof zeigte, als der Eritreer Habte Araya eine 40jährige Mutter und ihren achtjährigen Sohn Oskar vor einen einfahrenden ICE-Zug stieß (bei einer 78jährigen Frau hatte er es danach auch versucht). Wie allgemein bekannt, konnte die Mutter sich gerade noch in einem Zwischenraum zwischen den Geleisen in Sicherheit bringen, schaffte es aber nicht mehr, ihr nach ihr vom Bahnsteig gestoßenes Kind zu retten.

Dieser Fall hat mich sehr betroffen gemacht, als ich davon erfuhr, und er beschäftigt mich immer noch. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie furchtbar traurig das für Mutter und Kind gewesen sein muß, so unerwartet und grausam innerhalb von Sekunden aus der Alltagsrealität, wo man sich auf die Reise nach Österreich freut, buchstäblich gestoßen zu werden, vor den Zug zu fallen und getötet zu werden, oder das als Mutter beim eigenen Kind mitzuerleben, nachdem man diesem Tod gerade selbst knapp entkommen ist. Eine in der Zeitung zitierte Zeugin sagte: „Der schreckliche Schrei klingt im Gedächtnis noch nach“, was einem eine ungefähre Ahnung gibt, sowie die Tatsache, daß etliche Zeugen danach weinend zusammengebrochen sind.

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Trumps „Thatcher-Effekt“: Ein Hindernis für den weißen Nationalismus?

Von Dr. Andrew Joyce, übersetzt von Lucifex. Das Original Trump’s ‘Thatcher Effect’: Obstacle to White Nationalism? erschien am 4. August 2019 auf The Occidental Observer.

„Während Antifaschisten die Organisationsfähigkeit der National Front in den späten 1970ern erodiert hatten, hatte Margaret Thatcher ihr ideologisches Gewand gestohlen. Als Premierministerin hatte sie mit ihrer Mischung aus Jingoismus und verwässertem Powellismus erfolgreich eine Unterstützungskoalition zusammengehalten.“

Daniel Trilling, Bloody Nasty People: The Rise of Britain’s Far Right (2012)

Eine aufsteigende weiß-nationalistische Bewegung, die irgendwie gerade dann verkrüppelt wird, wenn sie ihren größten Chancenmoment haben sollte. Ein politisch inkorrekter Kandidat für ein Amt, der sich anscheinend nicht fürchtet, über die Einwanderung zu diskutieren, und der eine kontroversielle Rhetorik benutzt, die das Rassenthema berührt, um die Unterstützung der Masse zu gewinnen und siegreich in die Regierung einzuziehen. Eine antifaschistische und linksliberale Koalition, die durch das wiederholte Eindringen „rassistischer“ Argumente und Ideen in den nationalen Diskurs in die Apoplexie getrieben wird. Und ein Massenzustrom an farbiger Migration, der irgendwie unvermindert weitergeht und vielleicht sogar schlimmer wird. Dies wäre eine brauchbare und zutreffende Zusammenfassung von Donald Trumps erster Amtsperiode, die weiterhin diejenigen frustriert und verwirrt, die nach greifbaren Ergebnissen Ausschau halten. Während die Diskussionen über Trumps vermeintliche Nützlichkeit für die Sache der Einwanderungsgegner und über die alternativen Möglichkeiten des „Akzelerationismus“ unter einer radikal linken Regierung der Demokraten weitergehen, versucht der folgende Essay etwas Rat und Lektionen aus der Geschichte anzubieten – einer relativ jungen Geschichte, und einer, in der alle oben aufgelisteten wichtigen Aspekte des Trump-Phänomens deutlich zu sehen sind. Wie am Beispiel von Margaret Thatcher und Britanniens National Front gezeigt werden wird, wird hier behauptet, daß Trump ein Hindernis ist und nicht der Weg für die Förderung der dissidenten Rechten.

Eine Bewegung im Aufstieg

Die Jahre 2014 – 2016 können in gewissem Sinne als Wasserscheide in der jüngeren Geschichte dissident-rechter Ideen in den Vereinigten Staaten betrachtet werden, und doch läßt sie der Fortschritt der dissidenten Rechten im Britannien der 1970er wahrhaft zwergenhaft erscheinen. Gegründet 1967 aus einer Vereinigung der British National Party und der League of Empire Loyalists (und später der Greater Britain Movement), war die National Front ein Vehikel für rassisches Denken und einwanderungsfeindliche Standpunkte zu einer Zeit, als Britannien von aufeinanderfolgende Ströme farbiger Migranten aus ehemaligen britischen Kolonien überflutet wurde. Ziemlich wie im heutigen politischen Kontext gab es eine relative Vernachlässigung der Einwanderung und von rassenbezogenen Themen durch die politischen Mainstream-Parteien. Als weitere wichtige Ähnlichkeit begann die britische Industrie dramatische Veränderungen durchzumachen, wobei zunehmend notleidende und entfremdete Klassen von Weißen gezwungen wurden, neben wachsenden schwarzen und pakistanischen Enklaven zu leben. Schwelende interrassische Spannungen wurden gerade noch bewältigt durch die Knebelung von Weißen unter einer zunehmenden Zahl von „Rassenbeziehungsgesetzen“, die fast ausschließlich von einer Gruppe jüdischer Anwälte entworfen wurden. Die National Front konnte diesen Kontext ausnützen und sich ihren Weg in die politische Arena erzwingen, wobei sie durch die 1970er hindurch sowohl der Konservativen Partei als auch der Labour Party Wähler wegnahm.[1] Im Zeitraum von 1972 bis 1974 konnte die Front eine aktive und zahlende Mitgliederschaft zwischen 14.000 und 20.000 aufweisen und kam in Lokalwahlen 1973, 1976 und 1977 voran. Ihr Einfluß auf die Wähler ist von Wissenschaftlern als „signifikant“ bezeichnet worden,[2] und ihre kulturelle Wirkung war derart, daß jeder Wähler in Britannien genau wußte, was die Bewegung war, sowie die grundsätzliche Stoßrichtung ihres ideologischen Entwicklungsverlaufs kannte. Sie war eine Bewegung im Aufstieg, und die Zuversicht war hoch.

Eine politisch inkorrekte Führerin

All dies änderte sich 1978, zu einem Zeitpunkt, als manche dachten, die National Front hätte einen großen ideologischen Durchbruch geschafft. Ende 1977 und Anfang 1978 lagen die Konservative Partei und die Labour Party in den Umfragen ungefähr gleichauf. Die Labour Party wankte unter der schwachen Führung von Premierminister James Callaghan und hatte intensive Kritik für aufeinanderfolgende Wellen von Industriestreiks, Rassenunruhen und ein Wiederaufleben der ethnoreligiösen Gewalt in Nordirland zu ertragen. Aber die Konservative Partei in der Opposition rief nur eine apathische Reaktion der Wähler hervor, da der Eindruck wuchs, daß beide politischen Parteien gleichermaßen fehlerhaft und unfähig waren, zeitgenössischen Herausforderungen zu begegnen. Der wahre Durchbruch für die Konservativen kam aufgrund einer Kombination aus schweren Streiks unter Callaghan („The Winter of Discontent“) und, was vielleicht noch wichtiger war, einem bahnbrechenden Interview, das Thatcher (damals Oppositionsführerin) im Februar 1978 der Hauptabendsendung World in Action gab. In dem Interview, bei dem sie wegen des Wachstums der National Front befragt wurde, bemerkte Thatcher:

Wir sind Briten mit britischen Eigenschaften. Jede Nation kann etwas an Minderheiten aufnehmen, und in vieler Weise tragen sie zum Reichtum und zur Vielfalt dieses Landes bei. Aber in dem Moment, wo eine Minderheit zu einer großen Minderheit zu werden droht, bekommen die Leute Angst.[3]

Thatcher deutete dann an, daß eine konservative Regierung „jegliche Einwanderung begrenzen“ würde.[4] Die Wirkung dieser Aussagen war eine sofortige. Der Wissenschaftler E. A. Reitan weist darauf hin, daß „die Konservativen in den Umfragen fast sofort um 10 Prozent in die Höhe schossen“[5], während der Thatcher-Biograph Robin Harris vermerkt, daß „die Tories sofort nach dem Interview um elf Punkte vorne lagen.“[6] Sich des Erfolgs der Bemerkungen bewußt, wiederholte Thatcher dieselben Einstellungen in einem Interview im Februar 1979 mit The Observer, in dem sie erklärte:

Ich bin die erste, die zugibt, daß es nicht leicht ist, vom Innenministerium klare Zahlen über die Einwanderung zu bekommen, aber es gab ein Komitee, das sie sich angesehen hat und sagte, wenn wir so weitermachen wie jetzt, dann würden bis zum Ende des Jahrhunderts vier Millionen Menschen aus dem neuen Commonwealth oder Pakistan hier sein. Nun, das ist furchtbar viel, und ich denke, es bedeutet, daß die Menschen sich wirklich davor fürchten, daß dieses Land von Menschen mit einer anderen Kultur überschwemmt werden könnte, und wissen Sie, der britische Charakter hat so viel für die Demokratie getan, für das Recht, und so viel in der ganzen Welt getan, daß, wenn es eine Furcht gibt, daß es überflutet werden könnte, die Leute reagieren werden und ziemlich feindselig gegen die Hereinkommenden sein werden. Wenn man also gute Rassenbeziehungen will, muß man die Ängste der Leute wegen der Zahlen beruhigen.

Drei Monate später wurde Margaret Thatcher Premierministerin, nachdem die Konservativen 63 Sitze im Parlament gewannen, und zog in die Regierung ein.

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Studie zeigt, daß Babies von Natur aus zwischen Rassen unterscheiden und sie mit Sprachen verbinden

Der kleine Timmy kann schon Ausländer identifizieren.

Von Guillaume Durocher, übersetzt von Lucifex. Das Original Study Shows Babies Naturally Distinguish Races and Easily Link Them to Languages erschien am 16. Juli 2017 auf The Occidental Observer.

Es gibt eine interessante neue Studie von der University of British Columbia über die Fähigkeit von Babies, verschiedene Rassen und Sprachen zu unterscheiden und miteinander in Verbindung zu bringen. Laut der UBC (Hervorhebung von mir):

Elf Monate alte Kleinkinder können lernen, die Sprache, die sie hören, mit Volkszugehörigkeit in Verbindung zu bringen, behauptet eine neue Forschungsarbeit von der University of British Columbia.

Die Studie, die in Vancouver durchgeführt und im April in Developmental Psychobiology veröffentlicht wurde, fand heraus, daß 11 Monate alte Kleinkinder mehr die Gesichter von Menschen asiatischer Abstammung statt solcher von kaukasischer Abstammung anschauten, wenn sie Kantonesisch statt Englisch hörten – aber nicht, wenn sie Spanisch hörten

Wir wollten feststellen, ob die Assoziation zwischen der kantonesischen Sprache und asiatischen Gesichtern, die wir beobachteten, an einer spezifischen Paarbildung lag, die Kleinkinder von ihrer Umwelt lernen, oder ob Kleinkinder vielleicht bloß eine Tendenz haben, jede unvertraute Sprache mit irgendeiner unvertrauten Ethnizität zu verbinden. Wir führten eine zweite Studie durch, wo wir Englisch lernenden kaukasischen Kleinkindern englische und spanische Sätze vorspielten und ihnen dieselben Bilder von kaukasischen und asiatischen Gesichtern zeigten. Hier fanden wir heraus, daß Kleinkinder bei beiden Sprachen ähnlich oft die Gesichter beider Volksgruppen ansahen. Zusammengenommen würde das darauf hindeuten, daß Kleinkinder tatsächlich spezifische Sprache-Volksgruppe-Paarungen bemerken, wahrscheinlich beruhend auf den Gesichtern und Sprachen, denen sie begegnen…

Die Verbindung zwischen Eigenschaften des Sprechers und der Sprache ist etwas, das niemand Babies beizubringen braucht. Sie lernen es ganz von alleine.

Eine der Autorinnen der Studie bemerkt: „Babies sind wirklich unterscheidungsfähig.“ Sie fügt hinzu, daß die Ergebnisse „Eltern trösten sollen, indem sie sie wissen lassen, daß Babies, die in einer multikulturellen, mehrsprachigen Gesellschaft wie Vancouver aufwachsen, über diese Vielfalt lernen und es benutzen, um ihnen bei ihrem Spracherwerb zu helfen, statt daß es sie behindern würde.“

Sicherlich gibt es keinen Zweifel, daß eine vielfältige mehrsprachige Umwelt gut für den Spracherwerb von Kindern ist. Jedoch fiel mir eine weitere der möglichen Implikationen der Studie mehr auf: daß menschliche Wesen fest verdrahtet sind, buchstäblich von Geburt an, zwischen Rassen (sichtbare physische Unterschiede, die verschiedene genetische Populationen widerspiegeln) und Sprachen zu unterscheiden.

Nun, warum sollte das so sein? Ich behaupte, daß dies ein weiterer Hinweis darauf ist, daß Rasse und Sprache eine zentrale Bedeutung für die ethnische Identitätsbildung haben. Während ein Kind aufwächst, lernt es zu identifizieren, wer Teil ihrer Eigengruppe ist und wer nicht, teilweise tatsächlich beruhend auf Erziehung und Kultur, aber besonders aufgrund sichtbarer rassischer Ähnlichkeit und gemeinsamer Sprache. Das würde erklären, warum multirassische und mehrsprachige Gesellschaften sich buchstäblich nie als harmonische, einheitliche Nationen konsolidieren (siehe Belgien, Kanada, Brasilien, Malaysia, Österreich-Ungarn…), und genauso den psychologischen Reiz des Nationalismus in der Neuzeit, diesen weitverbreiteten Drang seit dem neunzehnten Jahrhundert, linguistisch homogene Nationalstaaten zu entwickeln.

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Runenentfernung

Von Robert Hampton, übersetzt von Lucifex. Das Original Rune Scrape erschien am 28. Mai 2019 auf Counter-Currents Publishing.

Schweden verbietet vielleicht die Runen, um den Rassismus einzudämmen.

Der Justizminister Morgan Johannsson untersucht den Vorschlag, zu sehen, ob das Verbot die „Anstiftung zu ethnischem Hass“ unterdrücken würde. Zusammen mit den Runen könnten mehrere andere nordisch-heidnische Symbole gemäß dem Vorschlag verboten werden, wie Mjölnir (Thors Hammer) und der Valknut [Wotansknoten]. Der Schritt richtet sich eindeutig gegen die Nordische Widerstandsbewegung, die eine Tiwaz-Rune als Logo verwendet, und gegen andere weiße Nationalisten.

Natürlich sind viele Schweden über den Vorschlag verärgert. „Unsere Einstellung ist, daß Vorurteile und Mißverständnisse am besten mit Wissen und Fakten kuriert werden. Es ist nicht in Ordnung, die Bedeutung unserer Symbole durch die eigenen Vorurteile ersetzen zu wollen, oder durch eine politische Bedeutung, die ihnen völlig fehlt. Sie zu verbieten, würde einen Teil unserer Geschichte, unserer Kultur und unserer Überzeugungen auslöschen – und unsere Ausdrucksfreiheit wegen politischer Interpretationen, die nicht in die Asa-Gemeinschaft gehören“, sagte die Nordische Asa-Gemeinschaft, eine völkisch-heidnische Gruppe, in einer Erklärung.

Der Politiker Jeff Ahl von Alternativ för Sverige hat gelobt, einen Mjölnir als Protest gegen den Vorschlag zu tragen. „Unsere Regierung setzt sich für den Multikulturalismus ein, aber wir haben keinen Anspruch auf unsere eigene Kultur. Was die Regierung nun versucht, ist, unser eigenes Kulturerbe zu zensieren und unsere Wurzeln auszulöschen“, twitterte Ahl.

Der Schritt würde im Fall seiner Verwirklichung viele Dinge in Schweden zensieren. Viele Heavy-Metal-Alben, besonders solche von schwedischen Bands wie Amon Amarth und Bathory, würden wahrscheinlich verboten werden. Denkmäler wie die zahlreichen Runensteine würden verhüllt werden. In Geschichtsbüchern würde es Warnungen vor der gefährlichen Ausdrucksweise der schwedischen Vorfahren geben.

Der Vorschlag ist ein offenkundiger Versuch, das schwedische Erbe zu kriminalisieren. Die vormodernen Schweden würden effektiv für Proto-Nazis gehalten werden, und ihre Sprache und Religion wären Hassverbrechen. Es wäre ähnlich, als würde Italien das Latein und römische Symbole verbieten.

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Interview mit Tomislav Sunić

Von Alex Kurtagić, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich für As der Schwerter“). Das Original Interview with Tomislav Sunić erschien am 10. November 2010 auf Counter-Currents Publishing.

Tomislav (Tom) Sunić ist ein ehemaliger US-Professor, Autor, Übersetzer und ehemaliger kroatischer Diplomat. Er absolvierte sein Grundstudium in Literatur und Sprachen in Europa. Er erhielt seinen Doktorgrad in Politikwissenschaften an der University of California. Dr. Sunić hat Bücher und Artikel auf Französisch, Deutsch, Englisch und Kroatisch über Themen veröffentlicht wie Kulturpessimismus, die Psychologie des Kommunismus und Liberalismus und den Gebrauch und Mißbrauch moderner Sprachen im modernen politischen Diskurs. Das vorliegende Interview erforscht ein wenig den Mann hinter den Ideen; wir erfahren ein paar Dinge, die Dr. Sunić nie zuvor über seine Vergangenheit und Persönlichkeit erzählt hat. Natürlich erzählt uns Dr. Sunić etwas über sein neues, auf Französisch erschienenes Buch, über seine frühen Jahre im kommunistischen Jugoslawien, über die Kunst des Übersetzens und mehr.

A. K.: Wie unterscheidet sich das Jugoslawien der 1950er und 1960er – nicht aus sozio-politischer Perspektive, sondern aus der des gewöhnlichen Mannes auf der Straße – vom Kroatien des Jahres 2010?

T. S.: Die jugoslawischen Zeiten waren weniger überfüllt, obwohl der jugoslawische Raum verdichteter und trostloser war – buchstäblich – eine Schwarzweiß-Welt. Vulgär und erzieherisch waren der tägliche Diskurs und die kommunistischen Insignien um einen herum. Im Gegensatz dazu ist der Fluß der Zeit in Kroatien, trotz der heutigen Aura der Dekadenz, besonders soweit es die hereinkommende liberale Moral betrifft, weit aufgelöster. Die Zeit verfliegt jetzt schneller. Die Leute beginnen, die liberale Moral der künstlichen merkantilen Höflichkeit zu erlernen – mit ihrem offensichtlichen Nachteil des Verlustes an Identität.

A. K.: Sie haben in früheren Interviews gesagt, daß Sie 1971 per Anhalter nach Kaschmir gereist sind. Sie müssen während dieses Abenteuers in mindestens einer oder zwei kniffligen Situationen gewesen sein… Wie war es, mitten im Kalten Krieg durch Osteuropa und Asien zu reisen? Was hat Sie zu Ihrer Abreise motiviert? Sicherlich gibt es weniger radikale Arten abzuhauen, als nach Indien zu trampen. Und warum Indien, und nicht, sagen wir, Italien oder Griechenland?

T. S.: Ich konnte mich damals nicht in die breitere sozio-historische Perspektive einfügen. Ich war in großem Ausmaß von vorsätzlicher Unwissenheit und einem soliden Maß pubertärer Romantik gesegnet. Aus diesem Grund kam es mir während meiner Hippie-Tage nie in den Sinn, daß ich getötet, niedergestochen oder entführt werden könnte. Ich dachte nie an mein Morgen. Ich trampte tatsächlich von Kopenhagen aus durch Italien, nahm die Fähre von Brindisi nach Korfu in Griechenland und setzte dann meine Odyssee, buchstäblich ohne einen Penny, per Eisenbahn durch die Türkei nach Teheran fort. Griechenland war damals 1972 eine Diktatur. Schah Reza Pahlevi war der Boss von Persien. Der Krieg zwischen Pakistan und Indien hatte gerade geendet. Aber ich führte mein magisches Doppelleben; Indien war der Ort der Initiation für alle Hippies auf der Welt.

A. K.: Ein Mann, der die Literatur liebt, lebt teilweise durch sie. Was würden Sie sagen, waren die entscheidenden Texte, die Sie als Person und als Denker definierten? Und warum?

T. S.: Nun, ich definiere die Wahl meiner Prosa durch meinen Charakter. Ich las Hermann Hesse, nicht weil er zur Zeit meiner Pubertät zur Standard-Hippieliteratur gehörte; er war auch ein großer Autor, dem es gelang, ohne auf ein gewalttätiges Narrativ oder Pornographie zurückzugreifen, die Welt der Illusionen und des magischen Realismus zu kombinieren, nach denen ich mich sehnte. Es war ich. Hesse war ein guter Bildungsroman für einen 19jährigen Jungen wie mich. Tatsächlich schließe ich jetzt nicht aus, daß ich vielleicht ein wiedergeborener Byron oder Céline oder Kerouac gewesen sein könnte, der in eine Reise durch Asien geraten war. Als ich in meinen zerrissenen Hosen, mit T-Shirt und Ohrringen durch die Straßen von Kabul ging, kroch ein Gefühl des deja vu durch meinen Kopf; ich mußte vor langer Zeit ein Kurier gewesen sein, oder irgend ein wichtiger Emissär während der Feldzüge von Alexander dem Großen. Dieses Bild verfolgt mich immer noch.

Später, als ich reifer wurde, folgte ich wiederum einfach meinen Instinkten und keiner politischen Mode oder Agenda. Ich muß ein wiedergeborener Louis Ferdinand Céline gewesen sein – und so fing ich an, jeden Winkel der französischen Sprache und des französischen Geistes kennenzulernen. Später, als ich mich des Politikwissenschaftlers Carl Schmitt und des Soziologen Vilfredo Pareto annahm, oder Alain de Benoists, war die Antwort recht einfach. Ihr Stil erinnerte mich an mein eigenes verborgenes Gefühl für Schönheit – in breiterem Sinne.

A. K.: Wir wissen, daß Sie in den 1980ern in die Vereinigten Staaten auswanderten. Was waren Ihre ersten Eindrücke von den Amerikanern, im Vergleich zu dem, was Sie zuvor als entfernter Beobachter über sie wußten? Was mochten Sie an ihnen, und was verwirrte Sie am meisten an Ihnen? Ohne Zweifel wichen Wahrnehmung und Realität in einiger wichtiger Hinsicht stark voneinander ab.

T. S.: Menschenmassen und Lärm. Dies war mein erster Eindruck nach der Landung in Amerika. Ich kann am Lärmniveau erkennen, wie zivilisiert oder barbarisch ein Land ist. Auf öffentlichen Plätzen oder in öffentlichen Räumlichkeiten schätze ich Stille. Diese stellvertretenden prothetischen (oder noch besser: erbärmlichen) Geräte, wie die frühen Walkie-Talkies oder der Walkman und Radios, und später all diese anthropomorphen Erweiterungen, wie Mobiltelefone und iPods, wurden zu Symbolen der spirituellen Wurzellosigkeit und zum Zeichen der physischen Überflüssigkeit; dafür, am falschen Ort und in der falschen Zeit zu sein. Ich mag den fünften Gang nicht; ein Amerika mit dem Getriebe in Neutralposition wäre ein idealer Ort für mich gewesen. Ich bedaure es, nicht zweihundert Jahre früher geboren zu sein, im Süden vor dem Krieg. Auf kommunikativer Ebene konnte ich mich nicht mit den endlosen moralisierenden und formalistischen Aufmunterungen in Amerika abfinden. Ganz zu schweigen davon, daß ich als jemand, der aus dem kommunistischen Universum kommt, nicht begreifen konnte und immer noch nicht kann, warum eine weiße Nation von solch eindrucksvoller Größe es liebt, in Selbsthass zu schwelgen, in Schuldgefühlen, während sie sich nach dem niedersten Abschaum ihrer Gesellschaft ausrichtet. Dies war nicht das Amerika, von dem ich geträumt hatte.

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Das Moscheenmassaker in Neuseeland verstehen

Brenton Tarrant

Von Greg Johnson, übersetzt von Lucifex. Das Original Understanding the New Zealand Mosque Massacre erschien am 15. März 2019 auf Counter-Currents Publishing.

Es geht schon wieder los. Es passiert jetzt mit deprimierender Regelmäßigkeit: ein weißer Mann, der von der ethnischen Verdrängung der Weißen alarmiert ist, geht zu einer Gebetsstätte, die von Nichtweißen benutzt wird, und beginnt zu schießen.

  • Am Samstag, dem 27. Oktober 2018, wurde ein 46jähriger weißer Mann, Robert Bowers, verhaftet, weil er die Tree of Life Synagogue in Pittsburgh betrat, elf Menschen tötete und sechs andere verletzte, einschließlich vier Polizisten.
  • Am Sonntag, dem 29. Januar 2017, betrat ein 27jähriger weißer Mann, Alexandre Bissonette, das Islamic Culture Center in Quebec City, Kanada, tötete sechs zum Gebet versammelte Moslems und verletzte acht weitere.
  • Am Mittwoch, dem 17. Juni 2015, betrat ein 21jähriger weißer Mann, Dylann Storm Roof, die Emanuel African Methodist Episcopal Church in Charleston, South Carolina,tötete neun zum Bibelstudium versammelte Schwarze und verletzte drei weitere.
  • Am Sonntag, dem 5. August 2012, eröffnete ein 40jähriger weißer Mann, Wade Michael Page, ein rassistischer Skinhead, das Feuer auf einen Sikh-Tempel nahe Milwaukee, tötete sechs Betende und verwundete drei andere. Er erschoß sich dann selbst.

Und jetzt ist es wieder passiert:

  • Am Freitag, dem 15. März 2019, betrat ein 28jähriger weißer Mann, Brenton Tarrant, Berichten zufolge die Al-Noor-Moschee und das Linwood Islamic Centre in Christchurch, Neuseeland, tötete mindestens 49 Menschen und verwundete 40 andere.

Weil all diese Schießereien demselben Grundmuster folgen, habe ich einen Standardartikel gemacht, der auf sie reagiert:

Das Grundargument ist immer das gleiche. Ich brauche nur ein paar Einzelheiten zu ändern.

Als Weißer schaue ich auf die Verbrecher unter uns herab. Ich verteidige und glorifiziere sie nicht reflexhaft. Dies war eine schreckliche Tat: unmoralisch, illegal und politisch schädlich für weiße Interessen. Ich hoffe, Tarrant bekommt einen fairen Prozeß und eine gerechte Strafe, aber das erscheint bei der rassisch aufgeladenen Atmosphäre im heutigen Neuseeland unwahrscheinlich.

Wir kennen klarerweise noch nicht alle Fakten, aber nach dem Tarrant zugeschriebenen Manifest mit dem Titel „The Great Replacement“ glaubt Tarrant, das wir Weißen in unseren eigenen Heimatländern durch sich schnell fortpflanzende Nichtweiße, einschließlich Moslems, ersetzt werden. Dies ist absolut korrekt.

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Vielfalt und Elitismus: Wie „Noblesse oblige“ zu „Noblesse Malice“ wurde

Liberale öffnen die Grenzen, Katy Perry und Mark Zuckerberg leben hinter Mauern in „Gated Communities“.

Von CH (Roissy), übersetzt von Lucifex. Das Original Diversity and Elitism erschien am 9. März 2019 auf Chateau Heartiste und wurde am 12. März 2019 auf National Vanguard nachveröffentlicht (Titelbild von dort übernommen).

Ich habe (ich glaube, drüben bei Sailer) eine scharfsinnige Feststellung über die Vielfalt gelesen: je mehr Vielfalt man hat, desto mehr Elitismus bekommt man, weil der schrumpfende Bestand an einheimischen Weißen mehr Zugangsbarrieren für jede amerikanische Freizeitbeschäftigung, Institution und Nachbarschaft und für jeden Freizeitpark schaffen wird, bloß um die „Geschenke der Liebe“ und die schädliche Auswirkung draußen zu halten, die sie bei ihrer Ankunft mitbringen.

Eine anschwellende Population von verhaltensmäßig und kulturell Fremden trampelt in sorgfältig verwalteten öffentlichen Räumen herum, die Einheimische verantwortungsvoll in der Weise genießen und erhalten, die zu ihrer eigenen Vorliebe und ihrem Temperament paßt, und provoziert eine elitistische Gegenreaktion, die nicht nur die Invasorenhorde aussperrt, sondern auch kleinere einheimische Weiße, die sich den Eintrittspreis nicht mehr leisten können. [Ein großartiges Beispiel dafür sind die Strände, die früher für das gewöhnliche Volk zugänglich waren. Siehe Sailers „Surfer Privilege“ – d. Red.]

Vielfalt ist antiegalitär. Schnelles und überwältigendes multirassisches Bevölkerungswachstum verschärft Klassenteilungen und verbreitert die Kluft zwischen den Besitzenden und den Habenichtsen, sowohl zwischen Weißen und Nichtweißen als auch zwischen weißen Klassen.

Vielfalt + Nähe = Emergente Kastensysteme.

Möglicherweise erklärt dies, warum gutsituierte Weiße die „Invasion of the Nation Snatchers“ unterstützen; die Verheerungen der Vielfalt bieten Weißen mit hohem sozioökonomischem Status einen zusätzlichen Weg, um ihren höheren sozialen und wirtschaftlichen Status gegenüber Weißen niedrigerer Klassen zur Schau zu stellen. Die Fähigkeit, sich gegen das eingeladene Pulsieren durch Zäune abzugrenzen, ist für sich ein stillschweigender Beweis des eigenen hohen Status, aber zuerst muß das Pulsieren physisch nahe genug gebracht werden, um den skalierenden Statuswettbewerb unter Weißen auszulösen, die beweisen, daß sie sich eine sichere Zuflucht davor kaufen können.

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