Was bedeutet schon ein Zuhause?

Von Buck Daniels, übersetzt von Lucifex. Das Original What’s in a Home? erschien am 31. Oktober 2018 auf Counter-Currents Publishing.

Vor ein paar Jahren begann ich mich für Architektur zu interessieren, nachdem ich Crawfords The World Beyond Your Head gelesen hatte. Das Buch beschrieb die Auswirkungen der Raumgestaltung darauf, wie wir die Welt wahrnehmen und darin agieren. Die Auswirkungen von gestaltetem Raum konnten negativ sein – die Ablenkung durch ins Auge springende Werbung und blitzende Lichter – oder positiv – das maschinenhafte Gefühl, wenn man in einer gut bevorrateten und gut organisierten Küche kocht. Aber diese Beobachtung hat einige tiefgreifende Konsequenzen im Bereich der Moral und Identität, denn in dem Ausmaß, in dem wir über unsere genetischen Beschränkungen hinaus Kontrolle über unseren Charakter haben, sind wir das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Die Organisation des Raumes diktiert sehr viel von der Verteilung unserer Aufmerksamkeit und kuratiert die Optionen, aus denen wir wählen könnten. Wenn es zum Beispiel in meinem Zimmer einen Computer und keine Bücher gibt, dann ist es unwahrscheinlich, daß ich mich für das Lesen von Aristoteles‘ Schriften entscheide, statt Skyrim zu spielen oder etwas anderes zu tun, weil mir die Option, Aristoteles zu lesen, von meiner Umwelt nicht präsentiert wurde. Ich habe mein Zimmer dafür nicht richtig „schabloniert“.

In der akademischen Welt und in der Kirche ist das immer noch ein etwas umstrittenes Thema. Seit Plato und dem Christentum sind viele der Auffassung gewesen, daß die Seele – der „freie Wille“ oder das „wahre Selbst“ – gänzlich von der materiellen Welt getrennt ist. Sie behaupten im Grunde, daß es keine zwangsläufige Verbindung zwischen der physischen, profanen Welt und dem gibt, worauf man seine Aufmerksamkeit verwendet. In der empiriegetriebenen Welt des Marketings jedoch ist dies nicht einmal eine Frage. Nur als Beispiel: Sie können in ein Home Depot [amerikanische Baumarktkette] gehen, und Sie werden sehen, daß die Regale für Elektrowerkzeuge, Holz und andere „Männerabteilungen“ orange gestrichen sind, während die Farben-, Inneneinrichtungs- und andere „Frauenabteilungen“ weiß gestrichen sind. Die Umgebungen sind dafür optimiert, den Kunden sich an den Orten zu Hause fühlen zu lassen, wo er am wahrscheinlichsten Sachen kaufen wird. Der Einzelhandel gibt Millionen Dollars für Forschungen aus, damit sie die Sachen genau so plazieren können, die Musik und die Farben genau richtig hinkriegen und den Raum allgemein so arrangieren, daß die Leute sich so verhalten, wie man es will – daß sie Geld ausgeben. Falls kommerzielle Einnahmen irgendein Indikator für Erfolg sind, dann ist die Realität der Verbindung unbestreitbar.

Dieses Prinzip ist nicht auf die Optimierung von Verkäufen beschränkt. Manchmal kann es in böswilligerer Weise angewandt werden. An der University of Iowa ist der Umkleideraum der Gästemannschaft in einer Schattierung eines Pepto-Bismol- oder „besoffener Panzer“-Rosa gestrichen, basierend auf Forschungen, die eine besänftigende, beruhigende Wirkung auf Gefängnisinsassen zeigen. Ein möglicher Preis, den man zahlt, wenn man von zu Hause weg ist und den Raum nicht kontrolliert.

Aber wie fühlt sich „zu Hause“ an?  Ist es rein eine Sache des Aufhängens von Bildern, die einem gefallen, oder hat es etwas Tieferes mit der Architektur und dem Innendesign zu tun? Könnten wir uns in einer großen Jurte oder in einem afrikanischen Haus aus gestampfter Erde zu Hause fühlen, vorausgesetzt, daß wir die richtigen Lampenschirme haben? Witold Rybczynski’s Home: A Short History of an Idea beginnt mit einer Beschreibung kompletter Innenarchitekturpakete, die von Ralph Lauren zusammengestellt wurden und das Gefühl eines rustikalen Jagdhütte, eines klassischen englischen Wohnzimmers, eines französischen Landhauses oder einer Villa auf den Bahamas nachahmen sollen. Vermutlich sind sie einigermaßen zur Erzeugung der nostalgischen Gefühle fähig, auf die sie abzielen, aber es fällt schwer, sich vorzustellen, daß eine beliebige Anzahl von Dekokissen und Gardinen bewirken kann, daß ein Iglu sich wie ein englisches Wohnzimmer anfühlt.

Vielleicht der wichtigere Punkt ist, daß Nostalgie alles ist, was die oberflächlichen Ausstattungselemente von „zu Hause“ bewirken können, und „Nostalgie” ist nicht „zu Hause“. Wörtlich ist sie die „Sehnsucht nach zu Hause“ und kommt von nostos, „Heimkehr“, und álgos, Schmerz. Sie sind Erinnerungen daran, was das Zuhause einmal war, Auslösereize für architektonische Assoziationen, die bewirken, daß wir uns zu Hause fühlen, aber ohne das Echte. Ein echtes „Zuhause“ ist ein Gebäude, in dem der Raum spezifisch und persönlich für diejenigen geordnet ist, die dort wohnen. Während hübsches Innendekor oft ein Ergebnis dessen ist, daß ein Gebäude ein Zuhause ist, macht ein Dekor für sich einen Raum nicht zum „Zuhause.“

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Von der Virtualität zur Realität: Memoiren eines geläuterten Fernsehsüchtigen

Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich für „As der Schwerter“). Das Original From Virtuality to Reality: Memoirs from a Reformed TV Addict erschien am 26. August 2009 im Occidental Observer.

Vor zehn Jahren lebte und arbeitete ich in einer Ein-Zimmer-Wohnung in East Finchley, London. Ich hatte einen großen, rechteckigen Wohn-Eßbereich, von dem ein Teil mein Büro war. Mein Tag begann mit der Ankunft des Briefträgers vor 9 Uhr morgens, der Pakete mit CDs und Kundenbestellungen brachte, ging weiter mit der täglichen Bearbeitung der Bestellungen, Beantwortung von E-Mails und Vorbereitung und Verschickung von Paketen, und er endete mit Recherche- und Entwicklungsarbeit.

Um 7 Uhr abends jedoch hörte ich auf und schaltete das Fernsehgerät ein – ständig, um die Nachrichten zu sehen. Und von da an bis ich zu Bett ging, unterbrochen nur durch gelegentliche Einlagen von Gitarrespiel, blieb ich vor dem Fernsehgerät auf dem Sofa sitzen oder liegen und sah Sendung um Sendung – alles von milder Unterhaltung bis zum am wenigsten Anstrengenden, das im Angebot war. An Freitagen blieb ich länger als üblich auf (und sah fern), und an Wochenenden schaltete ich das Gerät noch früher ein und blieb bis in die frühen Morgenstunden hypnotisiert vor dem Bildschirm. Ich rechne, daß ich zwischen 1994 und 2001 im Durchschnitt auf über 7 Stunden pro Tag kam, 50 Stunden pro Woche, 2.548 Stunden pro Jahr, und 17.836 Stunden insgesamt – die eine Doktorarbeit benötigt annähernd 7.300 Stunden bis zur Fertigstellung.

Zum Glück für mich war ich während dieser Zeit nicht gänzlich unproduktiv: zwischen 1995 und 1998 stellte ich drei Alben zusammen, zeichnete viele Albencover und brachte mir Spitzen-Computerprogramme bei; ich trainierte auch dreimal pro Woche mit Gewichten, hatte Freundinnen und fand Zeit, eine ziemliche Anzahl kognitiv anregender Bücher zu lesen. (Zu letzteren gehörten Tipler & Barrows The Anthropic Cosmological Principle, Roger Penroses The Emperor’s New Mind, Prestons Franco, Coveney & Highfields The Arrow of Time, plus einige klassische Romane.)

Jedoch habe ich mich seit dem Sommer 2002, als ich meiner Fernsehsucht ein Ende setzte, oft gefragt: Wie viel mehr hätte ich in meinen 20ern erreichen können, wenn ich nicht so viel Zeit für eine letztendlich unergiebige und unproduktive Aktivität verschwendet hätte? Und: Wie viel besser wäre ich darauf vorbereitet, den Herausforderungen der dystopischen Zukunft zu begegnen, die ich in meinem Roman Mister vorwegnehme (eine Zukunft, die kommt), wenn ich diese Zeit damit verbracht hätte, etwas darüber zu lernen, wer und was hinter der Welt steckt, in der ich lebe, statt in die Wohlfühlfiktionen eingetaucht (und durch sie abgelenkt) zu bleiben, die dazu geschaffen wurden, das zu verbergen?

Es gab natürlich gute Gründe für diese Sucht: Wegen der häufigen Umzüge und Schulwechsel (besonders während meiner Teenagerjahre) gewann ich typischerweise in einem Jahr Freunde und mußte im folgenden Jahr von vorn anfangen. Es bedeutete auch, daß all meine Freundinnen in diesem Zeitraum mitten in einer Beziehung wegzogen. Die häufigen Brüche wurden durch die Tatsache erschwert, daß Leute wie ich, die in Ländern mit unterschiedlichen Kulturen aufgewachsen sind, eine schlechte Erfolgsbilanz darin haben, enge Freundschaften zu schließen und in Kontakt mit denen zu bleiben, mit denen man Freundschaften schließt (siehe Dr. R. A. Bergemanns „Global Leaders: A Review of the Globalite Culture“).

Das Ergebnis war, daß während der Neunziger mein gedeihendes Unternehmen, das um mich herum konstruiert war und von zu Hause aus betrieben wurde, fern von Familie und Freunden, bald zu einem Eremitendasein führte. Das Fernsehen wurde so zu einem Ersatz für reale menschliche Interaktion – und eine, die mir sehr zupaß kam, da ich, nachdem ich mich nicht mit vorbeischauenden Menschen befassen mußte, mit Besuchern und Wohnungsnachbarn, oder mit regelmäßigen sozialen oder familiären Verpflichtungen, zu jeder Zeit an meinem Unternehmen und meinen Projekten arbeiten konnte – worauf ich mich konzentrieren wollte.

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Zensur in den sozialen Medien als psychologische Kriegführung

Von Richard Houck, übersetzt von Lucifex. Das Original Social Media Censorship as Psychological Warfare erschien am 18. September 2018 auf Counter-Currents Publishing.

„Es gibt keine freie Rede in der realen Welt, und ihr werdet dafür unterdrückt werden, die Wahrheit zu sagen, die nicht vom System unterstützt wird.“ – Nasim Aghdam

Nach einer weiteren Runde von Twitter-Säuberungen durch die Techno-Stasi empfand ich ein sehr reales Gefühl des Verlusts, das ich nicht recht artikulieren konnte. Mehrere meiner engsten Twitter-Freunde – von denen zwei mehr als zehntausend Follower hatten – waren von einem Moment auf den anderen weg. Ständig veränderliche und äußerst nebulose „rules“ werden von Twitter durchgesetzt, um loszuwerden, was sie für Nutzer „von niedriger Qualität“ halten – von so niedriger Qualität, daß ich genau weiß, daß viele von ihnen weit über hunderttausend Profilbesuche monatlich und zehn Millionen Impressions monatlich hatten.

Was Twitter und andere Plattformen der sozialen Medien mit „niedrige Qualität“ meinen, ist alles, das dem Mainstream-Narrativ und ihren politischen Machinationen zuwiderläuft. Niedrige Qualität ist eindeutig ein Euphemismus für das, was die Sowjets für „konterrevolutionär“ nach Artikel 58 gehalten hätten: diejenigen, die sich weigern, sich an die Parteilinie zu halten, die Dissidenten, die im ganzen Ostblock Informationen auf dem Schwarzmarkt verbreiten, die tapferen Seelen, die alles riskieren, um den Mächtigen die Wahrheit zu sagen.

Was die Plattformen der sozialen Medien tun, wenn sie Benutzerkonten löschen, ist weit böser, als bloß den Fluß der Informationen und Standpunkte im neuen de facto öffentlichen Raum zu kontrollieren. Sie versetzen den zum Schweigen Gebrachten verheerende psychologische Schläge, so wie auch ihren Followern. Viele der Männer und Frauen in den sozialen Medien – besonders diejenigen, die mit unseren metapolitischen Überzeugungen sympathisieren – haben sonst nichts, wo sie mit Gleichgesinnten zusammen sein können, und keinen anderen Ort, wo sie dem Nihilismus, der Verzweiflung und dem Wahnsinn unserer politischen Hegemonie entkommen können (um Kipling abzuwandeln, diejenigen, die dieselben Dinge hören, die sie hören, und dieselben Dinge sehen, die sie sehen)[1] Für viele sind ihre Online-Freunde und die Möglichkeit, in den sozialen Medien ihre Meinung zu sagen und Beobachtungen miteinander zu teilen, die einzige Erholungspause, die sie von diesem postmodernen Alptraum haben, aus dem wir scheinbar nicht erwachen können, und es bietet ein sehr reales Unterstützungsnetzwerk für diejenigen, die oft niemanden in ihrem Alltagsleben haben, mit dem sie frei über die gegenwärtige kulturelle Malaise reden können.

Konten zu löschen und dadurch diese Unterstützungsnetzwerke zu kappen, kann das zensierte Individuum zwangsweise von den einzigen Menschen isolieren, die sie kennen und die sie wahrlich verstehen. All diese Beziehungen (viele über Jahre aufgebaut), all das geniale intellektuelle Material, all die privaten Konversationen, die unvollendet bleiben, alles ist plötzlich weg „wie Tränen im Regen“. All die Beiträge, die Hoffnung gaben, wo es keine gab, all jene Vertrauenspersonen, all diese zufälligen Meme, die einem das einzige Schmunzeln verschafften, das die ganze Woche zu haben war – verschwinden alle spurlos in den digitalen Äther.

Ostrazismus ist seit langem als eine Form der sozialen Kontrolle und Bestrafung benutzt worden. Die alten Griechen pflegten diejenigen Mitglieder der Gesellschaft, die für eine Bedrohung für die Stadt gehalten wurden, für zehn Jahre auszuschließen und sie von ihren Familien, Freunden und vertrauten Umgebungen abzuschneiden. Die zeitgenössische sozialpsychologische Forschung über Ostrazismus beweist, daß selbst geringfügige Ausschließung, einschließlich durch Fremde, die Selbstachtung einer Person, ihre Stimmung ihr Selbstwertgefühl und ihr Gefühl der Kontrolle und des Dazugehörens senkt. Wenn man aus einer Gruppe ausgeschlossen wird, dann wird derselbe Teil des Gehirns aktiviert, der körperlichen Schmerz registriert – obwohl Studien auch zeigen, daß der Schmerz des sozialen Ausschlusses noch länger anhält als körperlicher Schmerz, was zu höherem Aggressionsniveau, geringerer Produktivität, schlechterer Stimmung, Gefühlen der Verzweiflung und Hilflosigkeit und sogar zu Selbstmordgedanken führt.[2]

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Der europäische Kampfgeist

Leonardo da Vinci, „Studie zweier Kriegerköpfe für die Schlacht von Anghiari.“

Von Greg Johnson, übersetzt von Lucifex. Das Original The European Fighting Spirit erschien am 12. April 2018 auf Counter-Currents Publishing. (Ungarische Übersetzung hier.)

Anmerkung des Autors: Dies ist der Text meiner Rede von der ersten Awakening Conference, die am 8. April 2018 in Helsinki abgehalten wurde. Das Thema, über das zu sprechen ich gebeten wurde, war der europäische Kampfgeist. Wie üblich improvisierte ich ein bißchen und wich von meinem vorbereiteten Text ab. Ich möchte den Organisatoren der Awakening Conference danken, den annähernd 200 Menschen, die an dem Treffen teilnahmen, und dem Counter-Currents-Leser, dessen Geschenk diese Reise möglich machte.

„Singe den Zorn o Göttin, des Peliaden Achilleus, ihn, der entbrannt den Achaiern unnennbaren Jammer erregte, und viel tapfere Seelen der Heldensöhne zum Hades sendete, aber sie selbst zum Raub darstellte den Hunden, und dem Gevögel umher…“ So beginne Homers Ilias, das erste Buch des Westens. Achilles war der mächtigste Krieger unter den Achäern. Sein Kampfgeist jedoch verwandelte sich in zerstörerischen Zorn, als er von Agamemnon entehrt wurde.

Wird das Ende des Westens mit den Worten „Flüchtlinge willkommen“ auf Schildern beginnen, die von sojatrinkenden, cuckmäuligen Hipstern hochgehalten werden, die in riesige Kopfschals gehüllt sind und von deren spindeldürren Armen Männerhandtaschen baumeln, während sie auf Bahnhöfen stehen und krampfhaft ihre Unterwerfung unter den Koran des Globalismus und Multikulturalismus signalisieren?

Nicht, wenn wir etwas dagegen tun können.

Ich bin gebeten worden, heute über den europäischen Kampfgeist zu sprechen. Die heutige Krise des Westens ist gleichzeitig eine Krise des Nationalismus und eine Krise der Männlichkeit. Es ist interessant, daß die globalistische Linke sowohl die Maskulinität als auch den Nationalismus als toxisch definiert. Was ist die Verbindung zwischen Männlichkeit und Nationalismus? Nationalismus ist die Liebe zum eigenen Volk, zum eigenen Stamm. Nationalismus ist eine Parteilichkeit zugunsten des eigenen Stammes gegenüber Fremden. Nationalismus ist die Bereitschaft, in einem Kampf die Partei für die eigene Seite zu ergreifen. Und wer kämpft für den Stamm?

Männer.

Die männliche Rolle als Krieger ist nicht bloß ein Sozialkonstrukt. Sie ist in der Biologie verwurzelt. Männer neigen biologisch mehr zum Kämpfen. Wir sind aggressiver. Wir haben einen Kampfgeist, der mit dem Hormon Testosteron verbunden ist. Männer sind auch körperlich kampffähiger. Und vom Standpunkt der Fortpflanzung aus sind Männer auch für das Überleben des Stammes verzichtbarer. (Ein Mann kann viel öfter Vater werden, als eine Frau Mutter werden kann, daher kann eine Gesellschaft sich in einem Krieg viel mehr Männer als Frauen zu verlieren leisten.) Daher ist es völlig logisch, daß die Globalisten, die eigenständige Nationen und Stämme auslöschen und eine einheitliche und homogenisierte Welt schaffen wollen, auch der Männlichkeit den Krieg erklärt, indem sie sie stigmatisieren und Feminismus, Androgynie und Verwirrung über Geschlechterrollen und geschlechtliche Identität fördern.

In den letzten Jahren hat es alarmierende Berichte über die sinkende Fruchtbarkeit und Virilität von weißen Männern und Ostasiaten gegeben, die in fortgeschrittenen Industriegesellschaften leben. Diese Rückgänge werden in abgesunkenen Testosteronwerten und Spermienzahlen gemessen. Verschiedene ernährungs- und umweltbedingte Ursachen sind für diesen Trend vorgeschlagen worden. Aber nicht alle Gifte sind chemischer Art. Geist und Körper haben komplexe und wechselseitige Beziehungen. Daher sollte es uns nicht überraschen, daß der unablässige psychologische Krieg gegen die Maskulinität auch einen körperlichen Tribut fordern könnte.

Der ideologische Krieg gegen die Männlichkeit ist weit älter, als die meisten von uns denken. Er beginnt mit der modernen Welt selbst. Seine tiefsten Wurzeln zu verstehen, wird den Weg zu einer Lösung beleuchten.

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Beurteilung nach dem Erscheinungsbild

Von F. Roger Devlin, übersetzt von Lucifex. Das Original Judging by Appearances erschien am 17. März 2018 auf The Ocidental Observer.

How to Judge People by What They Look Like
[„Wie man Menschen nach dem beurteilt, wie sie aussehen]
Edward Dutton, Eigenverlag 2018
107 Seiten, $ 14,19 als Paperback, gratis auf Kindle

Der Anthropologe Ed Dutton wird manchen Lesern wegen seiner Arbeit mit Richard Lynn (einschließlich des Buches Race and Sport) und als gelegentlicher Beitragsautor für The Occidental Quarterly bekannt sein. Er hat gerade ein kurzes Buch über die Physiognomie veröffentlicht, d. h., über die Beziehung zwischen physischen Merkmalen und Verhaltensneigungen.

Wir hören oft, daß es nicht möglich sei, andere nach dem Erscheinungsbild zu beurteilen, aber es gibt reichlich Beweise dafür, daß wir alle das tun, und nicht nur im Zusammenhang mit der Partnersuche. Dutton lenkt unsere Aufmerksamkeit auf den Allgemeinen Prolog von Chaucers Canterbury Tales, wo der Dichter sorgfältig die physische Erscheinung jedes der Pilger beschreibt und sie ihren Persönlichkeiten gegenüberstellt, wie sie sich in ihrem Verhalten und den Geschichten offenbart, die sie erzählen. Der dünne Körperbau des Vogts soll zu seiner Reizbarkeit und seinem Jähzorn passen. Die Ehefrau aus Bath hat eine Lücke zwischen ihren Vorderzähnen, die auf ihre sexuelle Aggressivität hindeuten soll. Es gab eine ganze Lehre der Physiognomie im mittelalterlichen Europa, wo der Gegenstand bis ins sechzehnte Jahrhundert an Universitäten unterrichtet wurde. Leider hatte vieles von der mittelalterlichen Physiognomielehre eine astrologische Grundlage, was ihre wissenschaftliche Brauchbarkeit begrenzt.

Wäre es nicht an der Zeit, die Frage neu zu eröffnen?

1966 führten Psychologen an der Universität von Michigan ein Experiment an 84 Studenten durch, die einander noch nie begegnet waren. Sie mußten 15 Minuten lang in völligem Schweigen beisammensitzen und einander einfach nach der Erscheinung hinsichtlich ihrer Persönlichkeitsmerkmale beurteilen. Jeder Teilnehmer absolvierte auch einen Persönlichkeitstest. Bei drei Wesenszügen – Extrovertiertheit, Gewissenhaftigkeit und Offenheit – korrelierten die auf dem Erscheinungsbild beruhenden Beurteilungen der Studenten in signifikanter Weise positiv mit den tatsächlichen Persönlichkeitswerten (Passini & Warren, 1966).

Eine spätere Nachfolgestudie replizierte die Ergebnisse für Extrovertiertheit und Gewissenhaftigkeit rein unter Verwendung von Porträtfotos.

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Implizites Weißentum und die Republikaner

Von Greg Johnson, übersetzt von Deep Roots. Das Original Implicit Whiteness and the Republicans erschien am 11. November 2010 im „Occidental Observer“. (Titelbild und Schlußbild vom Übersetzer hinzugefügt)

Kevin MacDonalds Arbeit am Konzept des „impliziten Weißentums“ in seinem Essay Psychology and White Ethnocentrism ist ein bedeutender Durchbruch für den weißen Nationalismus. Ethnozentrismus – üblicherweise als „Xenophobie“ und „Rassismus“ stigmatisiert – ist eine Präferenz, mit genetisch ähnlichen Menschen zusammen zu sein. Anti-Ethnozentrismus – eine Präferenz für Menschen, die uns unähnlich sind – wird heute als „Vielfalt“ [„Diversity“] verkauft, die geheime Zutat, die „Stärke“ verleiht, wo immer man sie findet.

Laut MacDonald ist Ethnozentrismus ein natürliches Phänomen, das in den ältesten und tiefsten Ebenen des Gehirns festverdrahtet ist. Anti-Ethnozentrismus jedoch existiert als bewußte moralische Überzeugung. Vom psychologischen Standpunkt aus ist Anti-Ethnozentrismus daher relativ oberflächlich, auch wenn er gegenwärtig unsere Kultur und Politik dominiert.

Der Anti-Ethnozentrismus ist dominant, weil seine Befürworter die Kräfte kontrollieren, die unser explizites Bewußtsein formen: Bildungswesen, die Künste, die Nachrichten- und Unterhaltungsmedien. Aber der unbewußte Ethnozentrismus bleibt bestehen und kann niemals ausgerottet werden, weil er im Hirn festverdrahtet ist.

Wenn daher Linke die Weißen des „unbewußten“ Rassismus bezichtigen, haben sie recht. Unbewußter weißer Ethnozentrismus manifestiert sich in Zugehörigkeitsmustern. MacDonald zitiert besonders Country Music, NASCAR und die Republikanische Partei als Brennpunkte impliziter weißer Zugehörigkeit.

Aber weil Ethnozentrismus festverdrahtet ist, können Antirassisten nicht wirklich etwas dagegen machen. Antirassistische „Bewußtseinsbildung“ kann bestenfalls nur einen Dauerzustand des inneren psychologischen Konfliktes begründen.

Die Linken dachten, daß sie durch die Kontrolle der expliziten Kultur den Ethnozentrismus ein für alle Mal eliminieren könnten. Aber das können sie nicht. Sie können nur einen psychologisch auszehrenden Konflikt zwischen unseren bewußten Überzeugungen und unseren unbewußten Instinkten erzeugen. Und sie können niemals ruhen, denn wenn sie bei der Konditionierung nur eine Minute locker lassen, können sie all ihre Gewinne – und ihre Macht – hinweggefegt sehen.

Im Gegensatz zur Feindpropaganda ist Ethnozentrismus ein völlig normaler und gesunder Wesenszug. Ein rassisch bewußtes Individuum, das bewußt glaubt, daß seine ethnozentrischen Instinkte moralisch richtig sind, genießt eine innere psychologische Harmonie, den Seelenfrieden, der Antirassisten verwehrt ist, die in einem ständigen Zustand des inneren Konflikts zwischen ihren natürlichen Instinkten und ihren unnatürlichen moralischen Überzeugungen existieren.

Antirassisten sind in einem realen Sinne geisteskrank, wohingegen diejenigen von uns, die selbstbewußt und stolz ethnozentrisch sind, geistig gesund sind (zumindest in dieser Hinsicht). Und weil so viel von der mentalen Energie der Antirassisten von inneren Konflikten aufgezehrt wird, sind wir „Rassisten“, wenn alles andere gleich ist, stärker, glücklicher und fähiger, die Welt zu verwandeln.

Deshalb ist MacDonalds Forschungsarbeit ein Grund zur Hoffnung:

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Gaslighting

Von Tanstaafl, übersetzt von Deep Roots. Das Original Gaslighting erschien am 17. Februar 2015 auf Age of Treason.

Ich möchte hier gern auf einen Punkt zurückkommen und ihn erweitern, den ich vor zwei Wochen am Ende von Pathologie und Pathogen gebracht habe. Der allerletzte Teil von Andrew Joyces Artikel, den ich zitierte, lautete:

Kritiker der Juden sind gleichermaßen befaßt mit der Entwicklung eines Verständnisses nicht nur der jüdischen Macht und des jüdischen Einflusses, sondern auch der Pathologie der Weißen, die die jüdische Macht und den jüdischen Einfluß sowie die gegenwärtige Katastrophe der Einwanderung in verdrängendem Ausmaß und des Multikulturalismus ermöglicht hat. Der Schwerpunkt liegt auf der Identifizierung mehrfacher Quellen und Ursprünge der gegenwärtigen gesellschaftlichen Malaise und auf beweisbasierter und wissenschaftlicher Untersuchung aller Aspekte der Interaktionen zwischen Juden und Nichtjuden an allen Orten und die gesamte Geschichte hindurch. Diese Aktivität kann in keiner Weise als Suchen nach simplistischen Antworten gesehen werden.

Dies ist, wie ich sagte, das Problem. Es ist ein Eingeständnis, daß es ein Problem gibt, und gleichzeitig ist es eine Verkennung der Natur und der Quelle des Problems.

Wie Joyces eigene Beschreibung andeutet, ist das alleinige gemeinsame Element in den Interaktionen zwischen Juden und Nichtjuden an allen Orten und die gesamte Geschichte hindurch… die Juden. Und doch bemüht auch er sich darum, diesem einfachen Punkt auszuweichen – zu betonen, daß er und andere Kritiker von Juden „mehrfache Quellen und Ursprünge“ suchen, was „in keiner Weise als Suchen nach simplistischen Antworten gesehen werden kann.“

Aber die Antwort ist einfach. Kein Pathogen, keine Pathologie. Oder, um es weniger simpel auszudrücken, die Wirkung der jüdischen Pathologisierung und Manipulation ist so enorm, daß es schwierig ist sich vorzustellen, welche Probleme bleiben würden, wenn sie von uns entfernt würden.

Auf jeden Fall können objektive Kritiker der Juden, wie der Anfangsteil von Joyces Artikel deutlich machte und wie ich selbst bezeugen kann, sich in so viele Details vertiefen und ein so komplexes Verständnis der Juden entwickeln, wie sie möchten. Aber von Anfang an werden die Juden sie und ihre Bemühungen als „Antisemitismus“ pathologisieren – als eine angeborene Geisteskrankheit, die nichts mit den Juden zu tun hat. Mein Argument lautet, daß die einfache Antwort auf solche unbeirrbare Feindseligkeit zuallererst darin besteht, sie als solche zu erkennen. Zweitens, zu erkennen, daß Objektivität, wie reizvoll sie für Weiße auch sein mag, wie angeboren sie auch sein mag, in diesem Fall ein Teil des Problems ist.

Angesichts der jüdischen Aggression haben Weiße genau deswegen historisch kapituliert und liegen jetzt am Boden, weil wir die fundamentale Stoßrichtung der jüdischen Kritik verinnerlicht haben. Wir Weißen haben uns selbst und unseren Gesellschaften vorgeworfen, nicht tolerant oder entgegenkommend genug zu sein. Der politische Begriff für diese fehlgeleitete Überzeugung lautet „Liberalismus“. Die einfache Antwort besteht darin, uns zu stählen und unserem Kollektiv zu raten, weniger zu Toleranz und Zuvorkommenheit zu neigen, dem Drang zu widerstehen, uns und unserem Kollektiv die Schuld zu geben, und statt dessen manipulative fremde Kollektive, zuerst und vor allem die Juden, als endlose Quelle von Drohungen und Pathologie zu erkennen, bei denen wir Individuen, die sich der Situation bewußt sind, eine Verantwortung haben, uns und unser Kollektiv gegen sie zu verteidigen.

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„Er ist intelligent, aber seine Kraniche sind nicht akkurat“: Japan wählt einen Astronauten aus

Kennedy Space Center, Florida: Nach einer Willkommenszeremonie für die Experiment Logistics Module Pressurized Section des japanischen Experimentmoduls spricht Kumiko Tanabe, die Leiterin der Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der japanischen Weltraumbehörde JAXA, mit dem Astronauten Takao Doi. (Bild nicht aus dem Buch von Mary Roach.)

Von Mary Roach; ein Kapitel (am Schluß gekürzt) aus ihrem Buch „Was macht der Astronaut, wenn er mal muss? Eine etwas andere Geschichte der Raumfahrt“; Rowohlt Taschenbuchverlag 2012, ISBN 978 3 499 62790 3 (Originaltitel: „Packing for Mars. The Curious Science of Life in the Void“, 2010). (Bilder nicht aus diesem Buch, sondern von Cernunnos eingefügt.)

Am Eingang zieht man seine Schuhe aus, so wie man es beim Betreten eines japanischen Hauses tun würde. Man bekommt ein Paar spezielle Isolationskammer-Badeschlappen, hellblaues PVC bedruckt mit dem Logo der Japan Aerospace Exploration Agency. Der JAXA-Schriftzug ist rasant geneigt, als würde er mit gigantischer Geschwindigkeit in den Weltraum rasen. Die Isolationskammer, ein freistehendes Modul im Gebäude C-5 der Jaxa-Zentrale in Tsukuba Science City, ist tatsächlich eine Art Zuhause, zumindest für eine Woche. So lange werden die zehn Finalisten des JAXA-Auswahlverfahrens hier darum kämpfen, eine von zwei ausgeschriebenen Stellen im japanischen Astronautenkorps zu ergattern. Als ich im letzten Monat hierherkam, gab es noch nicht viel zu sehen – einen Schlafraum mit durch Vorhänge abgetrennten „Schlaf-Boxen“ und daneben den Gemeinschaftsraum mit langem Esstisch und Stühlen. Es geht mehr darum, gesehen zu werden. Fünf Überwachungskameras in Deckennähe erlauben einer Auswahlkommission aus Psychiatern, Psychologen und JAXA-Managern, die Bewerber zu beobachten. Ihr Verhalten und der Eindruck, den sie während ihres Aufenthalts auf die Kommission machen, werden den Ausschlag dafür geben, wer künftig das JAXA-Logo auf einem Raumanzug statt auf seinen Pantoffeln tragen wird.

Man will einen besseren Eindruck davon bekommen, wer diese Männer und Frauen sind und wie gut sie sich für das Leben im Weltraum eignen. Einem intelligenten und hochmotivierten Bewerber fällt es nicht schwer, unerwünschte Charakterzüge in einem Interview* oder einem Fragebogen (mit deren Hilfe die Kandidaten mit offensichtlichen Persönlichkeitsstörungen bereits im Vorfeld aussortiert wurden) zu verheimlichen. Unter wochenlanger Beobachtung ist das kaum möglich. JAXA-Psychologe Natsuhiko Inoue formuliert es so: „Es ist schwer, immer ein guter Mensch zu sein.“ Isolationskammern sind auch eine gute Methode, um Dinge wie Teamwork, Führungsstärke und Konfliktmanagement zu beurteilen – Gruppenfähigkeiten, die in einem Einzelinterview nicht bewertet werden können. (Die NASA arbeitet nicht mit Isolationskammern.)

[* So wie der Astronaut Mike Mullane, der von einem NASA-Psychiater gefragt wurde, was auf seinem Grabstein stehen solle. Mullane antwortete: „Ein liebender Ehemann und hingebungsvoller Vater.“ In Wirklichkeit, so sagte er scherzhaft in Riding Rockets, „hätte ich für einen Flug ins All meine Frau und meine Kinder in die Sklaverei verkauft.“]

Der Beobachtungsraum befindet sich über der Kammer. Es ist Mittwoch, der dritte Tag der siebentägigen Isolation. Eine Reihe von Überwachungsmonitoren steht vor den Beobachtern, die, mit Notizblöcken bewaffnet, an langen Tischen sitzen. Momentan sind drei von ihnen hier, Psychiater und Psychologen von der Universität. Sie starren auf die Bildschirme wie Kunden, die beim Elektronikmarkt den Kauf eines Geräts erwägen. Einer der Fernseher zeigt unerklärlicherweise eine Nachmittags-Talkshow.

Inoue sitzt am Steuerpult vor Kamera-Zooms und Mikrophonreglern. Über seinem Kopf hängt eine zweite Reihe von kleinen TV-Monitoren. Mit seinen 40 Jahren ist er eine weithin bekannte Autorität auf dem Feld der Weltraumpsychologie, doch irgendetwas in seiner Erscheinung und seinem Auftreten weckt in einem das Bedürfnis, rüberzugehen und ihn in die Wange zu kneifen. Wie viele der männlichen Angestellten hier trägt er Badeschlappen und Socken. Als Amerikanerin ist meine Kenntnis der japanischen Schlappen-Etikette begrenzt, doch habe ich den starken Eindruck, dass JAXA sein zweites (wenn nicht sein erstes) Zuhause ist. Für diese Woche wäre das ohnehin verständlich: Seine Schicht beginnt um sechs Uhr morgens und endet kurz nach zehn Uhr abends.

Auf den Monitoren sieht man nun einen der Bewerber, der einen Stapel von 23 mal 28 Zentimeter großen Umschlägen aus einem Pappkarton hebt. Jeder Umschlag trägt den Kennbuchstaben eines Bewerbers – von A bis J – und enthält ein Blatt mit Anweisungen sowie ein quadratisches, in Zellophan gehülltes Päckchen. Es handelt sich, wie Inoue mir erklärt, um Materialien, mit denen Geduld und Genauigkeit der Kandidaten unter Zeitdruck getestet werden sollen. Die Kandidaten reißen die Päckchen auf und ziehen Bündel von farbigen Papierbögen heraus. „Bei dem Test muss man … tut mir leid, ich weiß das englische Wort nicht. Eine Art Basteln mit Papier.“

„Vielleicht Origami?“

„Origami, genau!“ Vorhin habe ich die Behindertentoilette im Flur benutzt. Dort befand sich an der Wand ein Bedienfeld mit einer verwirrenden Zahl von Hebeln, Kippschaltern und Zugketten. Es sah aus wie das Cockpit eines Spaceshuttles. Ich zog an einer der Ketten, um abzuspülen, und löst damit den Notruf aus. Mein Gesichtsausdruck beim Auftauchen der Schwester war der gleiche, den ich jetzt habe. Es ist mein Hä?-Gesicht. Für die nächsten anderthalb Stunden werden die Männer und Frauen, die darum wetteifern, Japans nächste Astronauten zu werden, Papierkraniche falten.

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Dornröschen und der ewige Schlaf des Feminismus

Von Jef Costello, übersetzt von Lucifex. Das Original Sleeping Beauty — & the Eternal Sleep of Feminism erschien am 28. November 2017 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

Eine Mutter im Vereinigten Königreich (Sarah Hall aus Newcastle) erlangte kürzlich einige traurige Berühmtheit, als mehrere Nachrichtenportale meldeten, sie habe verlangt, daß die Geschichte von Dornröschen aus Schulen verbannt wird. Dornröschen hat, wie ihr euch erinnern werdet, dem Märchenprinzen nicht erlaubt, sie zu küssen. Sie schläft ja schließlich. Mrs. Hall erklärt: „Solange wir immer noch solche Erzählungen in der Schule sehen, werden wir die tief verwurzelten Einstellungen zum Sexualverhalten nie ändern. In der heutigen Gesellschaft ist das nicht angemessen.“

Das offensichtliche Problem hier ist, daß Dornröschen sich unter einem Zauberbann befindet, und falls sie nicht geküßt wird (ohne ihre Einwilligung), wird sie ewig schlafen (oder 100 Jahre, abhängig davon, welche Version der Geschichte man heranzieht). Anscheinend findet Mrs. Hall ewigen Schlaf den unerwünschten Avancen eines gutaussehenden Fremden vorzuziehen. Und in vorhersehbarer Weise hat der übliche Chor feministischer Harpyien seine Zustimmung angemeldet. Hier gibt es einen tiefen und bedeutsamen (und beunruhigenden) Symbolismus – und das auf mehreren Ebenen. Dies ist übrigens nicht das erste Mal, daß die Linke Einwände gegen „Dornröschen“ erhoben hat. Feministinnen waren empört über den neuen Film Passengers (siehe Trevor Lynchs Rezension), in dem ein vorzeitig aufgewachter Weltraumreisender auf einem jahrzehntelangen Flug zu einem fernen Planeten eine Gefährtin für sich aufweckt, ohne ihre Erlaubnis.

Beginnen wir mit den Ursprüngen der Geschichte von „Dornröschen“ und gehen dann zu ihrer Interpretation über.

Ihr werdet „Dornröschen“ bei den Gebrüdern Grimm finden. Überraschenderweise ist es eine mündlich weitergegebene Interpretation eines französischen Märchens, das von Charles Perrault geschrieben und 1697 veröffentlicht wurde. Jedoch beruhte diese Geschichte ihrerseits auf Quellen aus dem vierzehnten Jahrhundert. Und von diesen denkt man, daß sie noch tiefere Wurzeln haben. Eine ist die Geschichte von „Brünhilde“, die – viel später – in Wagners Ring unsterblich gemacht wurde. Dieser Charakter ist eine Verschmelzung von Sigurdrifa (einer Walküre) in der Liederedda und Brünhild (die eine Walküre gewesen sein mag oder auch nicht) in der Wölsungen-Saga.

Sigurd begegnet Sigurdrifa, als er sich einer Bergfestung nähert, die glüht „als würde dort ein Feuer brennen.“ Als er hineingeht, findet er die schlafende Walküre, die von Odin als Strafe für Ungehorsam ihm gegenüber auf magische Weise in den Schlaf versetzt worden ist. In der Wölsungen-Saga erscheint Brünhild (anscheinend derselbe Charakter) in ziemlich denselben Umständen. Hier wird jedoch klargemacht, daß Odin sie mit einem Feuerring umgeben hat. Es wird angedeutet (und bei Wagner recht explizit dargestellt), daß er dies tut, um sicherzustellen, daß, wer immer Brünhild/Sigurdrifa weckt, ein Mann sein wird, der vollkommen tapfer und fähig ist – der eigentlich keine Furcht kennt. Es gibt keinen Kuß, doch es ist ziemlich offensichtlich, daß „Dornröschen“ diesen Quellen einiges verdankt. In „Dornröschen“ wird der Feuerring zu einem Dornenwald.

Später in der Geschichte von Dornröschen – in einem Abschnitt, der in den meisten Versionen, die Kindern heute präsentiert werden, weggelassen wird – plant die böse Königin, die Kinder des Königs zu kochen und ihm zum Abendessen zu servieren, ein Motiv, das direkt der Wölsungen-Saga entnommen ist (es ist ein Teil der schrecklichen Rache, die von Gudrun ausgeführt wird). Es scheint, daß die Gebrüder Grimm „Dornröschen“ genau wegen dieser germanischen Einflüsse in ihrer Geschichtensammlung behielten, trotzdem sie zu einem gewissen Zeitpunkt alle Geschichten eliminierten, die einen französischen Einfluß zeigten.

Nun muß man kein Freudianer sein, um zu glauben, daß Märchen tiefere Bedeutungen haben, von denen manche rein psychologischer Art sind. Was hat „Dornröschen“ uns zu lehren? Man beachte, daß der Märchenprinz (er hat in den Quellen verschiedene Namen), um Dornröschen zu küssen und sie aufzuwecken, sich als würdig erweisen muß. Er muß Furcht überwinden – in diesem Fall muß er über den Dornenwald triumphieren, um sie zu erreichen. In Wagners Version der Geschichte von Brünhilde wird dieses Element verdrängt: Siegfried/Sigurd empfindet gar keine Furcht, als er durch den Feuerring geht, und empfindet Furcht erst, als er zum ersten Mal in seinem Leben eine Frau sieht.

Wie es im Märchen ist, so ist es im Leben. Der Mann ist typischerweise derjenige, der handelt: er muß seine Furcht überwinden und der Frau seine Kühnheit beweisen, um sie zu gewinnen. Dazu gehört sehr oft das, was wir „den ersten Schritt setzen“ nennen: z. B. sie zu küssen, ohne um ihre Erlaubnis zu fragen. Wenn der Mann das tut, und wenn die Frau ihn ebenfalls begehrt, dann wird sie gegenüber sich selbst als Frau „erweckt“. Es ist die Rolle des Mannes, kühn zu sein; entschieden zu handeln, um sie zu beeindrucken und zu gewinnen. Zur Kühnheit gehört zwangsläufig, nicht erst zu fragen: ob dies nun bedeutet, sich zu ihr zu neigen, um ihr einen Kuß zu geben, oder einfach, sie zu einem Rendezvous einzuladen. Alle Männer werden von Frauen auf diese Weise getestet; alle Frauen stellen Männer vor eine Herausforderung: „du mußt mich gewinnen“ (ob sie es nun erkennt oder nicht, wie ich ausführlich diskutieren werde).

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Juden und Geisteskrankheit

„Jeder ist ein bißchen paranoid.“ – Woody Allen

Von Huntley Haverstock, übersetzt von Lucifex. Das Original Jews & Mental Illness erschien am 7. November 2017 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

Dieser Essay wurde durch das hervorragende Interview zwischen Greg Johnson und Mike Enoch, „Forced to Be Free“, im kürzlich herausgegebenen You Asked For It: Selected Interviews, Vol. 1 inspiriert. Dieses thematisch weitgefaßte Interview behandelt ein riesiges Spektrum von Themen und dient insgesamt – wie auch das ganze Buch – als absolut hervorragende Einführung in unser ganzes Projekt für „Normalos“, die wegen der Themen, für die wir uns interessieren, nicht „spergeln“ [im Original: „sperg out“, d. Ü.] – um das für die Normalos zu übersetzen: ich rede über normale Leute (das ist definitiv keine Beleidigung an euch), die zu beschäftigt mit dem wirklichen Leben sind, um Freizeit dafür zu verwenden, die Themen, über die wir reden, in dem neurotischen Maß von Detailliertheit zu studieren, das nötig ist, um die gesellschaftliche Konditionierung wirklich zu durchbrechen und sie so zu sehen zu beginnen, wie wir es tun.

Insbesondere dieses Interview zeigt uns zwei intellektuell neugierige, geistig stabile und grundsätzlich mitfühlende Männer, die von den Schritten erzählen, die sie auf einer ehrlichen intellektuellen Reise auf der Suche nach der Wahrheit um der Wahrheit willen unternommen haben. Ob man ihren Schlußfolgerungen zustimmt oder nicht, dieses Interview präsentiert uns aufrichtige und offenkundig wohlmeinende menschliche Wesen in einem echten Streben, die Welt um sie herum zu begreifen, und das Bild, das wir bekommen, hat keine Ähnlichkeit mit der Pappfigur-Karikatur der Medien vom ignoranten rassistischen „Neonazi.“ Sie haben sogar negative Dinge über Nazideutschland zu sagen – in dieser Konversation zwischen zwei „Neonazis“, die sich im allgemeinen an ein Insiderpublikum richtet.

Es gab nur eine Passage, von der ich dachte, daß sie für jene „Normalos“, mit denen wir so dringend effektiv zu kommunizieren lernen müssen, als mißtönend rüberkommen würde. Um es klarzustellen: Ich denke, daß das in dieser Passage diskutierte Thema wahr ist. Es ist nur nicht das, womit ich den durchschnittlichen „Normalo“ zum Nachdenken über das Thema hinführen würde. Und das ist der Grund, warum ich es für möglich hielt, daß ein kleiner Teil unserer Welt davon profitieren könnte, wenn ich diese Kombination aus persönlichen Erfahrungen (aus meinem vorherigen Artikel Why I Write: The Jewish Question) und objektiven Daten (nachfolgend) weitergeben würde. Diese Passage lautet ungefähr wie folgt:

Eines der Dinge, über die wir redeten, bevor wir mit der Aufzeichnung begannen, ist dieses seltsame bei Leuten, die an Manien leiden, zwischen Großartigkeit, wo sie das Gefühl haben, sie seien Gott, oder daß Gott in ihnen sei, oder daß jeder Gott sei, und dann haben sie diese überschwengliche Grandiosität, wo sie buchstäblich das Gefühl haben, als seien sie das ganze Universum… Was dann passiert, ist, wenn die Leute nicht angemessen auf einen reagieren, wenn man sagt, daß man Gott sei, daß man das Gefühl bekommt, sie seien irgendwie böse. Man beginnt dann die überempfindliche, paranoide, hasserfüllte Seite zu bekommen. Die Seite, die sich zum Opfer gemacht und verfolgt fühlt.

Nun, das klingt für mich im Grunde ganz einfach nach Juden, weil sie die grandiose Vorstellung haben, sie seien Gottes auserwähltes Volk, sie seien ein Licht auf die Nationen, sie hätten der Welt all diese wunderbaren Dinge gegeben. Und wenn die Leute sie nicht in einer Weise behandeln, die sich mit ihrem grandiosen Selbstbild deckt, dann nehmen sie immer an, daß diese Leute irgendein Problem haben, daß diese Leute böse seien, böswillig, daß sie Pläne gegen sie schmieden würden, daß sie versuchen würden, sie zu vernichten… obwohl sie das mächtigste Volk auf diesem Planeten sind – und nicht zögern würden, den Planeten zu zerstören, wenn sie das Gefühl hätten, daß ihre eigene Existenz bedroht ist – haben diese Leute dennoch die Psychologie von in die Enge getriebenen Ratten, die denken, daß jede Sache für sie existenzbedrohlich sei.

Aber es ist ein verblüffender Zufall, nicht wahr? Das gesamte jüdische religiöse Narrativ enthält diese Dichotomie buchstäblich genau in seinem Zentrum. Das gesamte historische Narrativ des Alten Testaments könnte in zutreffender Weise ungefähr so zusammengefaßt werden: „Wir sind von jedem fremden Volk, unter dem wir jemals gelebt haben, verfolgt worden – weil wir, und einzig wir, Gottes auserwähltes Volk sind.“ Das Nebeneinander von Grandiosität und Verfolgungskomplex befindet sich genau im Kern des gesamten Narrativs, und es ist auch in der Beziehung zwischen den Juden und Gott, die im Alten Testament detailliert dargelegt wird – „Gott hat uns immer für die geringste Abweichung von heiligem Verhalten schwerer bestraft als andere – weil er uns als sein bevorzugtes Volk auserwählt hat.“ Das historische Narrativ und das religiöse Narrativ sind beide in fundamentalster Weise um genau dieses übergreifende Thema zentriert. Noch einmal, ich habe schließlich einen Punkt erreicht, wo ich einfach nicht anders konnte als mich zu fragen, ob es schierer Zufall war, daß sich dies so stark mit den Erfahrungen überlappte, die ich in meinem letzten Artikel detailliert beschrieben habe.

Und so, wie ich in meinem Essay schloß, suchte ich sie nie absichtlich, aber ich wurde dazu bereit, tieferen Erklärungen dafür zuzuhören, warum es solche Verhaltenstrends geben sollte, als sie mir schließlich präsentiert wurden. Hier sind die anfänglichen Skizzen inakzeptabler Hassfakten, die ich – ohne vorsätzliche Suche meinerseits – im Laufe der Zeit angesammelt habe und die sich in meinem Kopf wie Puzzleteile zusammengefügt haben, um die Erfahrungen zu erklären, die ich als junger Liberaler durchgemacht habe, der Dinge schätzte wie Gegnerschaft zum Krieg, Nichtverstümmelung der Genitalien von Kindern und daß man Frauen nicht wegen der Überzeugungen ihrer Kinder angreifen solle.

Erstens, ob man den Begriff „Rasse“ angemessen findet oder nicht, sind aschkenasische Juden höchst definitiv eine genetisch einzigartige und eng verwandte Population. Laut 2014 durchgeführten Studien sind aschkenasische Juden soweit eine „Inzuchtpopulation“, daß alle Aschkenasim mindestens Vettern 30. Grades sind. Diese Forschungsarbeit zeigt, daß die modernen aschkenasischen Juden von einer Ursprungspopulation begründet wurden, die nicht mehr als 350 Menschen umfaßte. Es ist daher eine allgegenwärtige Tatsache in der modernen genetischen Forschung, daß aschkenasische Juden genau deshalb als Testsubjekte vieler genomweiter Assoziationsstudien bevorzugt werden, weil Aschkenasim als Ganzes einander genetisch so ähnlich sind, daß dies die Isolierung der Korrelationen zwischen individuellen genetischen Unterschiedene und verschiedenen Ergebnissen viel leichter macht.

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