Tavernenrunde 10: Sommertaverne 2019

Charles Frizzell, „Mermaid Cove“

Anläßlich des morgigen Junibeginns habe ich hier als Fortsetzung der Tavernenrunde 9: Frühjahr 2019 eine neue Taverne als Treffpunkt für allgemeinen Gedankenaustausch eingerichtet.

Die Wiedergabe der Szene in der „Taverne zum Alten Phönix“ in Poul Andersons Fantasyroman „Ein Mittsommernachtssturm“ mit ihren Bezügen zu einem Internet-Treffpunkt für uns Counter-Jewhadis ist in der ursprünglichen Tavernenrunde 1 so wie etlichen späteren nachzulesen.

Interessante Diskussionsstränge aus früheren Tavernenrunden:

Tavernenrunde 2:

Diskussion über AltLite, AltRight, Meme Magic, Trumpismus, Pepe the frog etc., ab diesem Kommentar von Luftpost

Tavernenrunde 3:

Lange Diskussion über die Alt-Rightosphäre, Anglin, Daily Stormer, weev, „White Sharia“, das Feminismusproblem und das Mann-Frau-Verhältnis im weißen Abwehrkampf, ab diesem Kommentar von Luftpost

Tavernenrunde 5:

Der Libertarianismus- und Elitismus-Austausch, ab diesem Kommentar von branfendigaidd

Tavernenrunde 6:

Der „Exo-Juden / Judeo-Aliens“-Austausch, ab diesem Kommentar von mir (als Deep Roots)

Der „Hopium“-Strang, ab diesem Kommentar von Luftpost

Tavernenrunde 7:

Der Abgang von Nuada im Siechkobel und ihr Erscheinen bei uns, sowie die anschließende Diskussion über die Zustände im Siechkobel und über die „rechte“ Szene, „Mount Stupid“ etc., ab diesem Kommentar von pils

Tavernenrunde 8:

Diskussion über die aktuellen Zustände auf PI ab dem Strangeröffnungskommentar von hildesvin unter Beteiligung von Osimandia (ab hier)

Über die mysteriösen Tunnelanlagen („Erdställe“) und sonstigen prähistorischen Hinterlassenschaften aus Stein im Raum Vorau und Klosterneuburg ab diesem Kommentar von mir

Tavernenrunde 9:

Die Strache/Ibiza-Affäre, ab diesem Kommentar von Luftpost.

Über jüdisches Denken, Intersektionalität etc. ab diesem Kommentar von Luftpost.

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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45 Kommentare

  1. Aus der Jungen Freiheit, kleiner Rückschlag für den Aufseher, stoppen wird das Bennon sicher nicht:

    Das Kloster Trisulti in Collepardo bei Frosinone rund 90 Kilometer südöstlich von Rom wird seit 2018 an die katholisch-konservative Denkfabrik „Dignitatis Humanae Institute“ (DHI) vermietet. Allerdings seien verschiedene vertragliche Verpflichtungen verletzt worden, teilte Bonisoli den Meldungen zufolge nun mit.

    In der mittelalterlichen Kartause wollte Bannon eine Akademie für Nachwuchskader rechter europäischer Parteien gründen. Sie sollten dort unter anderem in der „Verteidigung der jüdisch-christlichen Grundlagen der westlichen Zivilisation“ ausgebildet werden.“

    „Dignitas Humanae“ ist der Teil der Ratschlüsse des 2. vatikanischen Konzils, der sich mit der Religionsfreiheit befasst. Auch wenn ich keinen katholischen Gottesstaat (brrrr) haben möchte, neige ich doch der Levevbre Kritik zu, die die logischen Widersprüche zur katholischen Lehre benennt. Zum 2. vatikanischen Konzil, gibt es viel zu lesen, wenn man Maurice Pinnay und/ oder Maurice Pinnay blog eingibt. Das ist interessant durchzuschmökern, weil der Weg hin zu den Erklärungen , die Verrenkungen und all das, so Beispielhaft sind. Verränkungen würde besser passen.

    „„Dignitatis Humanae Institute“ , „Verteidigung der jüdisch-christlichen Grundlagen der westlichen Zivilisation“ – cool So weiß man gleich wer und was nicht dazu gehört. Völker. Völker werden nur als Werkzeuge der Verteidigung der jüdischchristlichen Zivilisation akzeptiert.

    Manches wirkt , als läge es sooo weit zurück, aber so was konnte man 2017 lesen. Das fällt, finde ich, noch unter Kurzzeitgedächtnis. Dieser Artikel z.B.: Israel National News, „Is the US planning to move embassy to Jerusalem?“ und dazu das Bild, das Bennon mit Rabbi Shmuley zeigt und der Rabbi hat es auf seinem Twitter und schreibt dazu: „Steve is a great stalwart friend of the Jewish State.“ Klar, isser. Wer denn nicht?

    So kommt auch Geld in die Bude und man kann dann alte Klöster mieten oder sie besser kaufen, wenn nicht diesen, dann einen anderen alten Schuppen, und kann dann Kader schmieden. Natürlich im „Geist“ des 2. vatikanischen Konzils, also unter der Kippa.

    Und darunter können dann Volkstanztruppen in Kostümen tanzen wie unter einem Maibaum. Erst ist der Deckel vom Karton noch so ein bisschen offen, man erzählt was von Völkern und dann – Deckel zu und unsere Seite ist ihre Seite oder ihre unsere und unsere Seite ist plötzlich Dreck und Deutschland weiter Amalek.
    Kinderspiele. Ich sehe was was Du nicht siehst oder Blinde Kuh.Oder Himmel und Hölle. Oder Dreh Dich nicht um. Na Hauptsache es geht voran mit der Bewegung und das System definiert Innen und Außen.

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  2. rasserealistisch, judenrealistisch, antilibertär (hallo hartgeld-
    Eben der zweite Punkt, der mit j anfängt, scheint mir das Hauptproblem. Erst seit Anfang 2001 im Internet zugange, habe ich mich so 5-6 Monate im Jahr 2002, nachdem ich an eine gewisse Internetseite geraten war, innerlich wie ein Aal gewunden und geringelt, um dann doch akzeptieren zu müssen, daß man sich jahrzehntelang hat vergackeiern lassen. Wie ein Tölpel von einem zweitklassigen Bauernfänger – und wer will sich solches schon eingestehen.
    Ein paar Jahre zuvor kam ich an die „Deutschland verrecke“ – Fraktion, hat mich zwar verwundert und abgestoßen, letztlich auch später auf den rrächten Weg gebracht, nur fand ich es, auch unter dem Gesichtspunkt des Hohoho zwar etwas, doch nicht völlig befremdlich.

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  3. Aus der „Welt“:
    Nobelpreisträger Joe Stiglitz
    „Der Klimawandel ist unser Dritter Weltkrieg“

    Und hier noch ein Stieglitz Tweet ( irgendwas zu Frankreich) – so was kann aber nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden, denn es ist ja zentral.

    „Apart from anything else, I am jewish …“

    Ich bin ja eher selten so richtig einverstanden mit der weltonline Überschriftenredaktion, aber in diesem Fall ist der Wahrheitsgehalt offensichtlich. Der Begriff „Krieg“ hat ja mehr Bedeutungen als nur bewaffnete Auseinandersetzung. Vereinfachend kann man sagen, dass es um die Kontrolle der Ressourcen geht.

    Zu den Ressourcen zählen Boden, Wasser, Bodenschätze, Geld, Arbeitskraft, Denken, Technologie Emotionen und religiöse Impulse, Instinkte, auch wenn das Wort vermutlich falsch gewählt ist, nehme ich es als Bezeichnung für vorgefundene verankerte Ressourcen wie z.B. Flucht/ Aggression, Empathie/ Abgrenzung, Altruismus/ Gier) und dazu natürlich vorhandene Systeme oder Strukturen, die übernommen werden können und sicher noch viel mehr.
    Der CO2 Trick, als 3. Weltkrieg zur Ressourcenkontrolle gedacht , verbindet all das und das obendrein wirklich global.

    Wir haben allerdings gerade zwei, von den Medien ins Rampenlicht gerückte, parallel verlaufende und jeweils vereinheitlichend wirkende Kriegsmodelle, die wir ansehen können. Den Klimawandel und den Krieg gegen den Islam. ( in der Form von ISIS z.B. und auch in Form patriotischer Bewegungen, wie Bannon und Andere Figuren sie herstellen.) Das sind zwei Konzepte, die beide Endzeitmodelle in sich tragen. In einem wird die gesamte Menschheit ausgelöscht, im anderen Modell der „jüdisch christliche Westen“.

    Bei den angebotenen Endzeitmodellen, die ich so angesehen habe ( nicht viele) ist ja immer ein sichtbarer Wahrheitsanteil vorhanden, der aber ( und ich denke unter einer bestimmten Zielvorstellung) in eine vorgegebene Wahrnehmung eingearbeitet ist. Angebotene „Endzeitmodelle“, dritter Weltkrieg, „Klimakatastrophe“, Untergang der Zivilisationen … sehe ich inzwischen also eher unter dem Aspekt der Zielvorstellung und der Hierarchie der sichtbaren und weniger sichtbaren Akteure und jeweiligen Konzepte. Je stärker mir das Endzeitdenken aufgedrängt wird, je massiver es von Hollywood, Netflix, Game Industrie bis zum Eurovision oder dem Modell Greta in die unterschiedlichsten Köpfe gebraten wird, desto mehr Abstand will ich davon haben, um nicht hinein gerissen zu werden. Wenn also Endzeit so oft als totales Chaos dargestellt wird, in dem sich dann Stämme gegenseitig um die knappen Ressourcen und Macht prügeln, kann das zwar wirklich eine Vorbereitung auf Kommendes sein aber es kann auch eine ablenkende Programmierung sein, die unsere Köpfe und damit Reaktionen und Handlungen lenkt. Was wird also gezeigt und noch schwieriger zu beantworten was wird uns weshalb gezeigt.

    Auch das Konzept des Predictive Programming ist also, denke ich, genauer zu untersuchen denn, auch wenn ich meine, dass was drann ist, es kann ebenso einen Werkzeugcharakter als so eine Art Doppelmops haben, wie alle anderen Erklärungsmodelle, denn die wahrhaftige Enthüllung ( wenn es eine war/ist) stellt gleichzeitig ein Programm bereit, das übernommen werden kann und sicher übernommen worden ist.

    Ich bin ja eher für die weichen Themen geeignet und deshalb sehe ich auch eher die Aktivitäten des social engeneering, also das Feld der psychologischen und soziologischen Ressourcen im „Dritten Weltkrieg“ und da schaue ich nach den sichtbaren Prozessen der Manipulation, Segmentierung, dem Schaffen von Gegensätzen und den Verbindungen zu psychologischen, soziologischen und ethnologischen Modellen, die so was wie eine flexible Architektur (denken wir an Legosteine, da kann man auf einer Grundplatte bauen und die Architektur unablässig verändern, ohne dass das Gebaute einkracht) bilden sollen.

    Und da ist ja auch so was zu sehen, was ein Muster ist – die Zerstörung von Sicherheit durch Kriege und Migration als Teil der (((Sicherheitsarchitektur))) und dazu auch die forcierte Klimapanik, also die konkrete Unsicherheit, die durch den Krieg gegen CO2 zum Abbau von realer Sicherheit, ( extrem wichtige Energiesicherheit – z.B. Venezuela) auch gerade unter den Suchbegriffen – Talpiot kill switch – führt.
    Der Klimamist führt geradewegs in die smart cities und das social credit system, in einen globalen Überwachungsstaat, in dem Sicherheit (Einkommen, Energie, Lebensmittel, Wasser) ein Privileg ist, dass jederzeit entzogen werden kann und da ist es wichtig zu sehen, wo der ganze Technologiekram zusammengerafft, monopolisiert und zur totalen (((Sicherheitsarchitektur))) wird. Dazu hatte ich ja schon dieses Video mit Bibi verlinkt, indem er über den coolen Synergieeffekt redet, den die russische Einwanderung nach Israel erzeugt hat.
    Über die Patrioten und Israel hab ich ja auch schon was geschrieben.

    Die harten Themen, wie z.B. Technologie, Waffen, Wirtschaft, Daten und die weichen Psychothemen gehören eng zusammen, wenn man sich diesen „Dritten Weltkrieg“ unter seinen verschiedenen Vorzeichen anschaut.Unsre Unsicherheit ist ihre Sicherheit. Unsere Abhängigkeit, technologisch und auch die von ihren geistigen Konzepten, ist ihre Macht.

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  4. Da hat es sich gelohnt mal wieder in die „sezessison“ zu schauen. Torwächter Lichtmesz betreibt Schadensbegrenzung im Fall Southern und verlinkt auf einen langen, langen Sermon von „Milo“ der sich ebenfalls als Torwächter (Opfer) betätigt.Hab mich durchgewühlt, es ist ein Sittengemälde.

    Was Lichtmesz und Milo neben vielen anderen Sachen auslassen ist, dass „Tommy“( immer Opfer) seine Kameraden ja auch schon mal verraten hat und Esther Southern, doch mit Sellners Pettybone enge ist oder doch immerhin mit ihr nicht nur die Russlandtour machte, wo die zwei Aktivistinnen mit sexy Sowjetmützen posierten (ey, warum denn nicht, nix zu sehen.) und den guten Dugin bewarben.

    Milos Schadensbegrenzung (wenn geschwätzige Lügner Lügner Lügnern nennen) ist dennoch aufschlussreich. Die Leser der sezession wollen es aber gar nicht so genau wissen, schlucken bislang Lichtmesz‘ „Framing“ und ich hab auch keinen Ansatzpunkt dort was zu schreiben und sie lassen ja auch nicht alles durch. So viel Müll, wo sollte man anfangen ohne darin abzusaufen.

    Obgleich das System Tommy so gern vernichten will, scheint ihn der Verlust von etlichen Tausend Euronen ( so man Milo in diesem Punkt glauben will, ist 85 +% meinem Vorurteil geschuldet? ) wenig zu schmerzen. Ein Regimekritiker, der sich finanziell so gut gepolstert hat, ist auch mal was Neues. Ich bin nun sogar fast geneigt, dem Artikel aus der Sun

    thesun.co.uk/news/8604117/tommy-robinson-funded-politician-house-hot-tub/

    Glauben zu schenken. Diese Rebel Media/ Tommy ( Robert Mercer) Aktion vor dem Gerichtsgebäude hat sich wohl ausgezahlt. Ach der arme Tommy! So wie ich es zur Zeit sehe, wird die patriotische Traumhochzeit von Sellner und Pettybone auch noch geschluckt. Du liebe Zeit!

    Ist es überdreht zu denken, dass die besagten Kontakte zu “ Hope not Hate“ , die die nun zur „anderen Seite“ übergelaufenen Figuren gehabt haben sollen, zu Werbezwecken geknüpft wurden. Ohne Krawall keine Medien und etliche der Honigtopffressen ziehen( auch gerade jetzt wieder / Zensuuuuur, Ruhm und Vertrauen aus ihrem Opferstatus, während sie gleichzeitig dafür sorgen, dass ehrlichere Leute keine Aufmerksamkeit bekommen.

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  5. Der beste Weg was zu tun ist es zu tun. ( Werbespruch)
    Aber was ist der beste Weg Vorsicht und Interesse gleichzeitig zu wecken?

    Also – ich schicke hier die Mitschrift einer Rede Netanyahus, in der er uns einen Schlüssel zum Verständnis der beständig wachsenden globalen Macht Israels in die Hand gibt.
    Die Person, die das Video zu dieser Rede produziert hat ist aber in keiner Weise vertrauenswürdig und während ich die nachprüfbaren Faktenbehauptungen Brendon O’Connels und auch einen großen Teil seiner Verknüpfungen für echt halte, ist es bei anderen seiner Aussagen ganz und gar nicht der Fall.

    Ich bin wirklich hin und her gerissen. Einerseits sind die Informationen wahrnehmungsverändernd, weil sie die Macht Israels auf der Weltbühne aus dem Gewaber „dunkle Mächte“ raus und in eine reale und total sichtbare Ebene bringen, andererseits finde ich die Art und Weise mit der O‘ Connel das tut auch durchaus manipulativ und ihn als Person extrem zwielichtig.

    Aber genug. Ich stelle gleich die Mitschrift hier rein. Ich habe an einigen Stellen Probleme Netanyahu zu verstehen. Die Stellen sind gekennzeichnet und es wäre toll, wenn da andere Ohren rein hören würden und die Lücken zu schließen wären.

    Mir ist gerade kotzübel. Ich halte die ganze Sache für real und das Mitschreiben hat mich da nur sicherer gemacht – und dann denke ich wieder, dass ich keine Werbung für diesen O‘ Connel machen will und verdammt mögliche psy ops, die mit ihm verbunden sind. Die Dimension, die sich in der Rede entfaltet ist riesig. Ich hätte mich vermutlich noch lange nicht überwunden, damit anzukommen, wenn nicht gerade die 5G Lizenzen verscherbelt worden wären.

    Ich denke, dass durch die geschriebene Fassung ( ich möchte es dann auch übersetzen) die größte mögliche Neutralität gegeben ist und man das Video dann anschließend auch mit dem notwendigen Abstand ansehen kann. Leider habe ich das Originalvideo der Rede nicht gefunden. Das wäre besser und vielleicht findet es jemand.
    Damit nicht alles im Spam Filter landet, schicke ich es einzeln ab.

    Na gut. Also Augen auf und durch.

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  6. IDC Herzlia, Benjamin Netanyahu

    (0:20) If I had to say which is the country that had perhaps the best mathematicians the best physicists, the best chemists, the best metallurgists… I’m qualified I think I’d say the Soviet Union.
    But it didn’t help it didn’t go anywhere (?)it didn’t produce. But if you take a Soviet mathematician and swirled him (?) out of the Soviet Union and you sent him to Palo Alto and he spent two weeks there he was producing added value. So the need for a marked friendly, a business friendly, an entrepreneur friendly environment is absolutely essential and it by itself would produce science and technology. Whereas the other way around doesn’t necessarily happen. (1:19)

    ( 1:21) Now we are at 37 and we’re catching up to Japan (? 1:29) which you might think is amazing and I’d say _37 000 – that’s it? We? We will have the largest component of high tech in any economy of the world. We’re about 13% of our people are in high tech and that’s very, very big to be directly involved in high tech, it’s a very large number and we’re only 37 thousand Dollars per capita income? (2:17) ? Your listening…???
    Because it’s absurd, because we should be a lot more and we will be a lot more. (2:24)

    (2:25) Now there is a great change that’s happening in the world. A tremendous shift. Because the intersection of big data, connectivity and artificial intelligence and what it does in robotics and genetics and all the other fields (2: 39 ???) That is changing our world in rapid, rapid succession. And the future belongs to those who can seize this change. (2:48)

    (2:55) We are positioned right at the cusp of this change, right at the center. (3:02)

    (3:11) ? We could take? And we are. It’s changing ?us?. It‘ giving us powers and powers that we never had before.

    (3.27) It is a force multiplier. Because to survive and thrive we have to overcome a simple problem. The problem is – there are not many Jews in the world. Our numbers are small and history favours large nations, not small. So we have to compensate for our relative numbers and we compensated , we’ve always compensated with our brains and with our guts but we are in a position now to compensate beyond anything that we dreamed of. (4:12)

    (4.14) And that depends on one thing. It depends on entrepreneurship. Now you might think I’m exaggerating but I’m not. It depends on our ability to harness the genius of our people, the citizens of Israel and make them produce enterprises. And enterprises that intersect entrepreneurship and technology. This is where the future will be. (4:38)

    (4:40) If you talk only about science and technology, talk about the soviet Union. They didn’t have entrepreneurs. They didn’t have thousands of Start Ups. Israel is doing that and Israel has to do more of that. (4:50)

    (4:50) I decided about five years ago that Israel would be one of the five cyber powers. Now we have government investments and spend anyway. Every year we invest in ? 5:08 ? and some other investments that we make in our national intelligence services. They’re actually quite big. They are much , much bigger than you think. They’re bigger than most of the countries national collection agencies In fact they are almost, almost number two, may be even number. two. (? 5.46> check Russia and China < ?)

    (5:49) This is very big.

    (5:56) And what we decided to do was to take and now don't be offended, We decided to take the ? 6:03 ? (Geheimdienst *) and put the headquarters right into the Ben Gurion University. Because I wanted to develop the Negev. And we're taking the national cyber headquarters and we're putting it in the same place and within a hundred yards you have University, security, government security and a Cyber Park that is filling up with the biggest companies that are coming to the Negev. (6:25)

    (6:30) We are taking Government investments, sunk investments and moving, connecting it to academia and most importantly entrepreneurship. I went down there. There are Start Ups in Beer Sheva and I wanted to show Steve Forbes what we're doing because we are doing things that are quite (? 6:53 amazing?) And Israel this year has about a quarter of the global cyber investment. Non- governmental cyber investment in cyber security in the world. 25%. (7:12)

    (7:23) And think about it , there are eight billion people in the world, we have eight million citizens, which means we are punching well above our
    Weight, more than two hundred times. And cyber is the real domain of power. (7:37)

    (7:55) ? We are definitely in the top five cyber powers in the world. I think it's safe to say we are not number five and I would argue that we are not number four and then from here on we can start argue. (? 8:09) He said Prime Minister, you don't recognise me? Why? I used to be you're (?9 Shamane Tan (?) your NSA advisor, briefer on certain technologies. I said really, what are you doing now. He looks at me like this. Now, now I'm rich. Not good, that's very good. Exactly (?) He makes the country rich. How to make solar energy, how to make water, how to make public (?) health (?) how to make everything. (8:50)

    (8:50) They are making our lives richer and better, more productive but they are not doing it as government agents, they're doing it as entrepreneurs. And our future depends on our ability to marry technology with entrepreneurship. This is the most important thing that we can do. And therefore I think, what you are doing today is critical.(9:15)

    (9:15) Israel now is a cyber power. It's a water power, it's a solar power, it's an agricultural power, it's a milk power , can you imagine! You know which cow produces the most milk per cow? You think it's a Dutch cow, it's a French cow? It's an American cow – almost – it's an Israeli cow. It's a computerized cow. Every move is computerized. This makes Israel very powerful. (9.48)

    (9:53) And here is the main point. Because we have a thriving economy based on entrepreneurship we can pay for the submarines, for the airplanes, and the intelligence services that make us very powerful.
    We can talk about our military powers but it's meaningless without the ability to pay for it. And as much as I value every penny that comes from our great ally, the United States and ( 10:30 and you just saw an important???10:34) that is a very small part of our expenditure in national security.

    ( 10:39) We simply cannot afford our security if we don't have a thriving economy. Because we have a thriving economy, a free economy and we have to make it free, we have a strong military and the combination of having a strong military and a strong security services means that many countries want our assistance against the plague of terror. (11:01)

    (11:08) And many countries want our assistance to develop the technologies of the future which they need for their civilian life. As a result having the military on one side and the civilian technology on the other produces the third element of our national strength which is alliances. These are the same alliances that we see now developing in Asia, the countries of Africa in Latin America and that's why what (11.41 ? UNESCO ?) is doing is a thing of the past. Literate (11:46 ? 11:48) And they don't even know it. (11:52)

    (11:53) Entrepreneurship is a central cog in this machine. I think you should be commended for doing it. I don't think it comes as a surprise ( 12:02 ? ) you started from nothing and (?) but with the assistance of Sheldon and Miri ( Adelson) you're going to do a great deal. Not merely for this institution but for the future of Israel and the future of the Jewish people they're linked. I thank you all for what you are dong. Thank you very much.(? 12:19)

    (*) ://www.ft.com/content/69f150da-25b8-11e5-bd83-71cb60e8f08c

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  7. Das ist ein sehr interessanter Beitrag (alle drei Kommentare als Ganzes genommen), Luftpost – danke dafür! Mal sehen, vielleicht komme ich dazu, einen Artikel draus zu machen (samt dem Video) und dafür Deine Mitschrift zu ergänzen bzw. ggf. zu korrigieren, und vielleicht auch zu übersetzen.

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  8. Super Lucifex!
    Wenn Du magst, kann ich auch übersetzen und Du liest es dann durch. Ich glaube, den vollständigen Text zu haben wäre gut. Aber wenn Du es lieber selbst machen möchtest, einen Artikel dazu, dann ist das auch super. 🙂
    Das ist ein Werkzeug.
    Liebe grüße

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  9. Noch ein paar Gedanken zu Brendon O’Connel.
    Wer sich näher mit seinen Videos befasst, wird von ihm selbst erfahren, dass er zweimal als politischer Gefangener eingesperrt war. Wie er selbst sagt, wurde er in der Haft misshandelt.

    Wissen kann man natürlich nie was wahr ist, aber nehmen wir mal an, es ist so. Eine Haft verändert. Das ist ein Zeitraum, in dem das Regime die vollkommene Macht ausüben kann und allein das ist mit Sicherheit traumatisierend. Ein Gefangener kann umgedreht werden und auch wenn das nicht der Fall ist, wenn er rauskommt befindet er sich nicht in Freiheit oder in einer geschützten, sicheren Umgebung, sondern erneut im Kriegsgebiet.

    Es ist denke ich ausgeschlossen, nicht traumatisiert aus der Haft zu kommen. Egal ob ein Gefangener gebrochen wird oder sogar entschlossener raus kommt – die psychische Situation ist eine andere als vorher.
    Auch wenn ich annehme, dass in diesem Fall O’Connel, nicht umgedreht wurde, dann ist er ( immer vorausgesetzt, dass alles stimmt, was wir über ihn wissen können) traumatisiert und ( ja das Wort ist fast verbraucht) verletzlich. Isolation, die das Schicksal aller Leute ist, die im Widerstand sind und materielle Unsicherheit – das sind alles Komponenten, die eine Manipulation von außen, durch „Unterstützer“ erleichtern.

    Auch wenn ich die positivste Einschätzung zu O’Connel akzeptiere ( was ja nicht mal nachweisbar ist), dann ist mit ihm ein Risiko verbunden. Das ist Etwas, das ohne möglicherweise ungerechte Verurteilung für jeden in vergleichbarer Lage gilt. In der Online Welt noch viel mehr als in der realen, in der man Menschen kennen kann.

    Vorsicht ist also eine Faustregel und kein moralisches Urteil. Dass O’Connel oft extrem durchgedreht rüber kommt und auch Unwahrheiten verbreitet kann (da setze ich wieder das beste voraus) eine Folge der Verfolgung sein und auch wenn man empathisch an die Sache ran geht, dann ergibt sich dennoch eine gefährliche Gemengelage.

    Deshalb ist alles was an Infos in seinen wirklich sehr professionell gemachten Videos übermittelt wird zu überprüfen. Wo das möglich ist – gut und wenn nicht dann kann man es nicht einfach so übernehmen. Na ja, das sollte man nie.

    Ich hab lange darüber nachgedacht. Dass ich ihn extrem unsympathisch finde und auf der anderen Seite so was wie ein innerer Solidaritätsdruck da ist, hat das eher kompliziert. Auf der anderen Seite kann man ein extrem wichtiges Thema nicht weg schieben, weil der Bote, der es überbringt … sagen wir mal schwierig ist. Das wäre dann ja ein Sieg der anderen Seite.

    Da komme ich wieder mit all dem Psychokram aber ich wollte erklären, weshalb ich zu so einem neutralen Abstand rate. Letztlich kann man nie ganz wissen, was eine psychologische Operation ist und was nicht und doch muss man sich durch wursteln um weiter zu kommen.

    Dass Israel so gerne palästinensische Jugendliche inhaftiert ist, wenn man auf die Wirkung in den Familien schaut, besonders perfide. Bei aller Liebe der Eltern zu ihren Kindern, sie werden nie 100%ig wissen was in der Haft wirklich geschehen und ob ihr Kind vielleicht umgedreht worden ist.
    Es ist ein globaler Krieg. Das ist auch ein wichtiger Aspekt, den man durch die Rede Netanyahus sehr konkret zu sehen lernt.

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  10. Lucifex

    es gab doch mal einen Aufsatz über das Attentat vom 20. Juli 1944 (Unternehmen Wlküre) dieser war glaube ich von Sternbald ober Schattenkönig

    Heute wäre ja der 75. Jahrestag.

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  11. Seit zwei Wochen kein Kommentar von Nuada.

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  12. Den AdS-Artikel über das Stauffenberg-Attentat habe ich nicht; der war von SK.

    Was mit Nusi los ist, weiß ich auch nicht. Auf meine Emails hat sie schon viel länger nicht mehr geantwortet.

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  13. Die Kommentare zu Kewils Artikel von wegen „Überfall“ seit gestern auf PI, jetzt über vierhundert, machen mich insgesamt gesehen eher mürrisch. Auch, wenn – nicht erstaunlich – etliche Pseudonyme nagelneu auftauchen.
    Wer aber der Weiseste von euch ist, der ist auch nur ein Zwiespalt und Zwitter von Pflanze und Gespenst.
    Zum Gruseln ist diese verbreitete Gläubigkeit an die offizielle Darstellung der Geschichte, obwohl einige wenige – 1. fruchtlos und 2. ebenso falsch, auf ihre Art, dagegenhalten.

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  14. Soeben hat auf Morgenwacht – am letzten Tag des August – der bisherige Jahrestraffic mit 308.554 Zugriffen das Gesamtergebnis von 2017 um zwei Klicks übertroffen.

    Auf dieser Basis hochgerechnet ist aber für das gesamte heurige Jahr ein Ergebnis von ca. 462.800 zu erwarten, was nur 3,8 % über den 445.564 Klicks von 2018 läge und somit praktisch ein Plateau darstellen würde.

    Bei den Monaten sieht es derzeit so aus:

    Januar 38.332 (nach 42.272 im Dez. 2018)
    Februar 34.245
    März 45.963
    April 42.703
    Mai 42.917
    Juni 34.975
    Juli 34.729
    August 34.696

    Plateau, wie gesagt. Oder anders ausgedrückt: Stillstand. Für die richtige Einsortierung ist auch zu bedenken, daß selbst 2017, das für mich persönlich eines meiner schlechtesten Jahre war und ich da sehr an der Blogarbeit gehindert war, gegenüber 2016 noch eine Steigerung um 79 % von 172.408 auf die besagten 308.552 gebracht hat und auch das für mich ebenfalls sehr schwierige 2018 noch einen Zuwachs von 44 %.

    Da fühlt man sich an das Gesetz der sinkenden Erträge erinnert.

    Antworten
  15. Worauf ich hinauswollte: Im Schwarzbuch von Courtois wird zum Beispiel ein Chinese genannt, der irrtümlich wegen seines Allerweltsnamens in den Fünfzigern in ein Umerziehungslager verbracht wurde. Als nach ein paar Monaten der Irrtum entdeckt wurde und er entlassen werden sollte, bat er flehentlich, noch dableiben zu dürfen – er fühlte sich noch nicht ausreichend umerzogen.
    Und so kommen mir etliche Kommentatoren auf Kewils Strang vor – von ihrem fremdinduzierten kollektiven Schuldgefühl möchten sie um keinen Preis lassen. Vor allem nicht von den Gruselgeschichten über Massaker an Unschuldigen usw.
    Auf Nuadas Gesprächsrunde meint Erna, daß die Erwähnten alle (((welche))) sein „könnten“ – es überzeugt mich nicht völlig, immerhin bei einigen der hartgesottensten Geiferer* liegt es nahe.
    *(Z.B.: Im Strang zu Reparationen „Der nette Pole von nebenan“)

    Antworten
  16. Jouri

     /  September 15, 2019

    Liebe Mitleser und vor allem Lucifex, ich konnte aufgrund des Arbeitsaufwandes und des Familienurlaubs mich in den letzten Wochen wenig mit dem Internet beschäftigten. Ich möchte mich aber für die vielen, neuen und interessanten Artikel bedanken. Sobald ich Zeit finde, werde ich das eine oder andere aus meiner Sicht kommentieren.

    Antworten
  17. Ich hoffe, Dein Familienurlaub war schön, Jouri. Und es freut mich, daß mein Artikelangebot noch von manchen geschätzt wird.

    In den letzten Wochen hatte ich wirklich eine dichte Beitragsfolge, teilweise täglich oder alle zwei Tage einen. In den 31 Tagen seit 20. August waren es 17 Beiträge.

    Und dennoch sind gerade um die Zeit meiner Veröffentlichung von Greg Johnsons interessantem Normiefragen-Fünfteiler, wo ich alle 1-2 Tage etwas brachte, die ohnehin schon mauen Zugriffszahlen noch weiter auf etwas über achthundert bis etwas über tausend gefallen. Für diesen September hochgerechnet sind knapp 31.000 Klicks zu erwarten, also das schlechteste Monatsergebnis seit Juni 2018. Und für 2019 ergibt die Hochrechnung aufgrund der bisherigen Zahlen ein Jahresergebnis um 458.000; diese Hochrechnung wird jedoch durch die besseren Zahlen in der ersten Jahreshälfte nach oben verfälscht, sodaß fraglich ist, ob die 445.564 Klicks von 2018 überhaupt wieder erreicht werden.

    Ich habe wirklich schon immer mehr ein Gefühl der Vergeblichkeit meines Tuns, und auch wenn Luftposts hier gepostetes Bild von den 1000 Klicks, die bedeuten, daß tausendmal am Tag ein Licht angezündet wird, sehr schön ist, trifft es leider nicht ganz zu. Denn zu viele zünden sich nicht nur selbst kein Licht an den hier zu findenden an, um es mitzunehmen, sondern sie sehen auch etliche der Lichter, die wichtig wären, nicht, weil sie die Kartons nicht von ihren Köpfen nehmen: die Schlafschafkartons, die Gutmenschenkartons, die PIfantenkartons, die Libertärenkartons, die Spackosphärikerkartons, die Nazikartons.

    Wie ich schon einmal geschrieben habe, ist bei mir die Luft ziemlich raus, und sie entweicht immer mehr. Seit dem Erscheinen meines ersten Blogartikels (als Gastbeitrag auf „Acht der Schwerter“) am 19. Mai 2008 bin ich jetzt schon elf Jahre bloggisch aktiv, und was ich seither gemacht habe, hat einfach nie wirklich abgehoben und stagniert. Es war zuletzt schon nur noch das Bedürfnis, Einzelnen persönlich weiterzuhelfen – im Grunde auch eine Art von aufdringlichem Gutmenschentum oder Sendungsbewußtsein. Und es bringt für unsere Sache nichts, das sind so wenige, die ich erreiche, und es ist nicht zu erwarten, daß es viel mehr werden.

    Ich habe deshalb beschlossen, mit Ende dieses Jahres aufzuhören. Ich mache noch bis dahin weiter wie bisher, um einen realistischen Vergleich zu anderen Jahren zu haben, aber dann werde ich keine neuen Beiträge mehr bringen (an einen so starken Leserzahlenzuwachs im Rest des Jahres, daß ich es mir noch anders überlege, glaube ich nicht mehr). Es ist ja ohnehin schon alles Wesentliche gesagt, und wem mit den ca. 1200 Beiträgen, die bis dahin hier beisammen sein werden, nicht weitergeholfen werden kann, der kapiert es entweder nicht oder will es nicht kapieren.

    Ich werde „Morgenwacht“ dann nur noch als Archiv im Netz lassen, und als Plattform zum Gedankenaustausch für Kommentatoren, die das noch wollen (wofür ich im Bedarfsfall neue Tavernenrunden einrichten würde). Ich schließe nicht aus, daß ich hin und wieder einen neuen Beitrag bringen werde, wenn ein besonders übersetzenswerter erscheint oder mir etwas einfällt, das ich unbedingt in einem Eigenbeitrag formulieren möchte, aber das werden seltene Ausnahmen sein.

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    • Bei wem von uns ist nicht so ziemlich die Luft raus? @ Blogwart: Überlege das noch wiederholt. Tritt dann halt sehr viel kürzer, nur mach den Laden nicht völlig dicht, ohne Übertreibung: Blogs wie hier sind der einzige Grund, nicht aus Verzweiflung sehr schädliche Dummheiten zu machen. Bitte.

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    • Ja, es fällt auf, bei wie vielen die Luft raus ist, bei BlogkameradInnen und KommentarorInnen.

      „Wenn alle untreu werden… werde ich es auch.“

      Völlig dicht machen werde ich „Morgenwacht“ ja nicht. Der Blog bleibt, wie er ist, nur daß bis auf seltene Ausnahmen keine neuen Beiträge mehr erscheinen werden. Im Grunde läuft das ja auf eine gesteigerte Form von „sehr viel kürzer treten“ hinaus, wobei beim Kürzertreten zu erwarten ist, daß dann die Zugriffszahlen noch weiter sinken werden, mit der Folge, daß meine Motivation ebenso mitsinkt.

      Das sieht man ja jetzt schon daran, wie die Klicks weniger werden, sobald mehr als zwei Tage lang nichts Neues mehr erschienen ist. Wenn ich einmal zwei Wochen lang nichts Neues bringe, fallen sie wahrscheinlich auf unter 500 pro Tag, und für diese geringe Zahl hätte ich dann noch weniger Bock, etwas Neues zu machen, würde die Veröffentlichungsabstände noch weiter dehnen mit der Folge, daß die Zugriffe noch weiter sinken. Anscheinend gibt es nur die praktischen Optionen, entweder fast gleich weiterzumachen wie bisher (was ich nicht mehr will) oder den Gang überhaupt rauszunehmen und den Motor nur noch im Leerlauf tuckern zu lassen, mit gerade ein paar kleinen Gasstößen zwischendurch, um ihn auf Temperatur zu halten.

      Ab kommendem Jänner werden wir sehen, wie es in der Praxis wirklich aussieht.

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    • Ja die Luft ist raus, aber ich habe das Gefühl, dass die Luft allgemein raus ist. Also nicht nur hier bei uns, es sieht so aus als ob dem System auch die Luft ausgeht.

      Auf der anderen Seite treffe ich immer öfter Leute die sich in diesem Sklavensystem nicht mehr wohl fühlen und es werden immer öfter Diskussionen geführt wie hier im Kommentarbereich. Das macht dann wieder Hoffnung.

      „Und es bringt für unsere Sache nichts, das sind so wenige, die ich erreiche, und es ist nicht zu erwarten, daß es viel mehr werden.“

      Doch es bring für unsere Sache was und es müssen auch nicht sehr viele sein. Lucifex, ich lese hier seit Fjordman- und AdS-Zeiten mit also 11 bis 12 Jahre. Meine Entwicklung in dieser Zeit wäre eine ganz andere gewesen wenn es Dich und Osimandia und all die anderen in dieser Form nicht gegeben hätte. Und somit hätte ich auch nicht dem entsprechend in meinem Umfeld gewirkt. Es fällt zwar schwer aber wir müssen dran bleiben. Was wollen wir auch sonst machen.

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  18. „…sobald mehr als zwei Tage lang nichts Neues mehr erschienen ist..“

    Man kann doch auch alte Texte je nach aktuellen Anlass wieder nach oben stellen.

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  19. Dieses Nach-oben-Stellen älterer Texte mache ich ja ab und zu, in Form von Reblogs (was aber bei jedem Beitrag nur einmal geht), nur gibt es halt auch nicht allzu oft Anlässe dazu.

    Wie schnell das mit dem Absinken der Zugriffszahlen geht, zeigt ein Überblick über die vergangene Woche, wo ich nicht nicht einmal weniger veröffentlicht habe, sondern bloß Sachen, für die hier unterdurchschnittlich viel Interesse vorhanden ist (in Klammer am betreffenden Tag veröffentlichte Beiträge):

    18. Sept.: 823 Klicks
    19. Sept. (Die Bürde des Judelns 1): 1035
    20. Sept. (Die Bürde des Judelns 2): 1139
    21. Sept.: 1249
    22. Sept. (Wie die Vielfalt ihren Tribut von Kinderfreundschaften fordert): 1075
    23. Sept. (Tanstaafl: Eine persönliche Enthüllung): 1198
    (das waren jetzt vier interessante Beiträge innerhalb von sechs Tagen, und trotzdem nur knapp über tausend Klicks; ab jetzt geht’s bergab: )
    24. Sept.: 1014
    25. Sept. (Verteidigungsschießen: Mischladungen): 922
    26. Sept.: 681
    27. Sept. (Der Wachtposten): 855

    Ich bin geneigt, einmal auszutesten, wie weit die Zugriffe wirklich fallen, wenn ich einmal eine Woche lang nichts veröffentliche.

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  20. Zum Thema Dinosaurier auf Metapedia, von Tante Lisa vermittelt, jetzt erst gelesen: Wir sind blank und glatt im Arsch. Es kann nicht wahr sein, ist es aber ofenkundig.

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  21. „Des Weisen Herz ist wenig froh“, wie Du neulich aus der Edda zitiert hast.

    Ich habe mir diese Metapedia-Diskussion über die Dinosaurier vorhin angesehen. Es ist wahrhaft deprimierend, wie groß rechts des Mainstreams die Neigung ist, sich in rächzdummer Weise in unsinnige Verschwörungstheorien und alternative Welterklärungen zu versteigen, deren Gegenstand überhaupt keine Relevanz für unseren Problemkreis hat und die das gesamte nationale oder als „rechts“ wahrgenommene weltanschauliche Spektrum in den Augen von Normalos als spinnert erscheinen lassen.

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  22. Zweiter Versuch mit Winzigweichwörd:
    Metapedia war ja einmal eine Weile weg vom Fenster – dann, oh Wunder, wieder da …
    Der sogenannte Volkslehrer wird dort ganz unkritisch, um nicht anhimmelnd zu sagen, dargestellt.
    Wenn nur ein Teil der Aussagen, die er getätigt haben soll, zutreffen sollte, wäre er „eine zweifelhafte Errungenschaft“ – z.B., daß Hess nach Engeland geflogen wäre, „um den Kriegsausbruch zu verhindern“. Ein Honigtopf dürfte er ohnehin sein.
    (((Jerzy Jurandot))) in „Operation Sodom“ 1959: „Wir sind Nackte in einer Wüste, in der es von Schlangen und giftigen Skorpionen wimmelt.“

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  23. Es ist traurig zu lesen, dass Du aufhören willst Lucifex. Aber diesmal red ich nicht rein und wünsche mir nur, dass Du das machst, was Dir gut tut.

    Die Sache in Frankfurt hat mich völlig aus der Bahn geschmissen. Es war, als würde das ganze Universum einstürzen, innen wie außen und das lässt sich sicher mit so einer Art biochemischem Tsunami erklären. Da sind viele Facetten, die mich traumatisiert haben.
    Ich hatte das Gefühl mit jedem Wort, das ich suchte zu einem Teil des riesigen Geschwätzes zu werden und dass Schweigen die einzige Möglichkeit ist dem zu entgehen. Ja, einzeln kann man trauern aber bei so einer Sache ist eine Art von kollektivem Umgang nötig und als ich nochmal die Antigone las, begriff ich dass wir das, was ihr verboten ist, nicht mal ohne Verbot tun können, weil wir nicht wissen was wir tun müssten. Sie weiß was die Götter verlangen und das Volk weiß es auch. Wie glücklich ist ihre Lage im Vergleich zu unserer. Dieses Vakuum zu spüren ist wirklich höllisch und in dieses Vakuum haben dann Regime und angebliche Opposition ihren Dreck reingedrückt. Das in der sezession war das Übelste. Ich musste von dem ganzen Politischen weg.

    Immerhin habe ich gelernt, mit so einer seelischen Situation ernsthaft und vorsichtig umzugehen und mir die Zeit genommen. Was damals am 11. September durch die Medien gemacht wurde, die ewige Wiederholung der Bilder, das spielte sich nun ganz ohne Bilder in meinem Kopf ab. Ohne Sprache oder Rituale als Stütze ist da schwer rauszukommen. Die Mutter vor deren Augen der kleine Sohn zerfetzt wird. Die Unmöglichkeit sich über den Körper zu werfen, rettend, schützend oder über die kleine Leiche – diese abgeschnittene Bewegung. Die Hand greift ins Nichts.
    In Monteverdis Orfeo gibt es diese Zeilen:

    Ahi, caso acerbo, ahi fato empio e crudele,
    Ahi stelle ingiuriose, ahi Cielo avaro.

    Weh, grausames Verhängnis! Weh, hartes, erbarmungsloses Schicksal!
    Weh, schmähliche Sterne! Weh, niederträchtiger Himmel!

    Und das ist aus der Antigone:

    “ … Mit scharfer Stimme, wie ein Vogel trauert,
    Wenn in dem leeren Nest verwaist von Jungen er
    Das Lager sieht.“

    Das ist es worum bei mir alles kreiste. Erst jetzt gegen Ende meiner Zeit in der Klause kam mir die helfende, wenn auch ganz schön spinnerige Vorstellung, ich könne auf der kleinen Knochenflöte vom Hohlefels den Ruf des Vogels, das Ahi spielen.
    Feuer, Schatten, zwei Töne.

    Ja, natürlich hoffe ich, dass der Gänsegeier vor 35000 ein schönes Leben hatte, bevor er dann … naja.

    Ich hoffe auch, dass ich mich in der Zeit, in der Du noch hier zu treffen bist, öfter melde und nicht so oft die Klause oder die Feuerstelle mit den Schatten brauche.

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  24. von Korsch

     /  Oktober 12, 2019

    Als langjähriger, stiller jedoch stetiger Mitleser möchte ich ein paar Worte sagen.

    Dieses „die Luft ist raus“-Gefühl kenne ich. Nach einigem Sinnieren darüber kam ich allerdings zu dem Schluß, das es etwas anderes ist. Zumindest bei mir: eine Art Mischung aus Waldgang und Tatendrang; resultierend aus der Erkenntnis, daß ich (wir) die Dinge nicht ändern werden können, die da kommen. Zumindest nicht heute oder morgen. Anders gesprochen: Die Lemminge müssen erstmal über die Klippe gesprungen und ein reinigendes Gewitter vorbeigezogen sein – wer übrigbleibt, hat die Chance auf einen Neuanfang. Was bleibt mir also zu tun? Dagegen „anleben“. Zeit und Energie weniger im Netz lassen. Nachrichtenabstinenz, Psychohygiene sozusagen.

    Nach dieser Untat in Frankfurt, von der @Osimandia sprach war ich tagelang von der Rolle und habe im Nachgang drei Wochen konsequent auf alle Nachrichten, Blogs – ja, schon fast auf das Internet an sich, verzichtet. Es ging einfach nicht mehr; ich habe selber Kinder in dem Alter des armen, bestialisch ermordeten Jungen – als Vater darf man da gar nicht weiter drüber nachdenken.

    Ich verorde mir also immer öfter Phasen, wo ich mich mit dem ganzen Wahnsinn nicht mehr befasse – vielleicht geht das vielen anderen auch so – was sich dann evtl. in den gesunkenen Zugriffszahlen niederschlägt.

    Von meiner Warte aus gesehen: ich bin noch verhältnismäßig jung, ebenso die Schar meiner Kinder. Meine Aufgabe ist es, ihnen ein Vorbild zu sein, sie vorzubereiten auf die sich verändernde Welt. Das Licht weiterzugeben, daß mir selber zuteil wurde. Alles sturmfest machen – es gibt noch so viel zu tun. Leben wir dagegen an!

    Antworten
  25. Ich meinerseits bin erleichtert, daß Du noch unter uns weilst, Luftpost, und froh, daß Du hier wieder kommentierst. (@ v. Korsch: natürlich freue ich mich auch bei Dir, daß Du hier noch liest und Dich wieder einmal zu Wort meldest.)

    Das war es also, was Deinen Rückzug bewirkt hat. Eingedenk dessen, wie betroffen ich selbst wegen des Frankfurter Bahnsteigmordes war und welchen Stellenwert Empathie für Dich hat, ist das im Nachhinein betrachtet nicht überraschend. Vielleicht war das auch ein Faktor bei Osimandia, die ja ungefähr zeitgleich mit Dir verstummt ist, obwohl das bei ihr nicht alles gewesen sein kann, da ihr „Ausphasen“ schon Monate davor begonnen hat.

    Wie abartig böse das gegenwärtige BRD-System ist, wird erkennbar, wenn man vergleicht, wie damals öffentlich mit dem entsetzlich traurigen Frankfurter Bahnhofsmord umgegangen wurde (keine wirkliche öffentliche Trauer und kein Wort davon, daß Deutsche und allgemeiner Europäer jetzt als solche angegriffen werden) und welches Theater jetzt wegen des stümperhaften Synagogenanschlags von Halle an der Saale gemacht wird, wo sich alles um die armen, armen Juden dreht, die sich „deswegen“ jetzt sogar in Österreich fürchten, wo doch keinem von ihnen etwas passiert ist und die beiden Mordopfer des Rächzdeppen Stefan Balliet anscheinend Deutsche waren.

    Anzutreffen werde ich hier noch länger sein (sofern die Nornen das nicht verhindern). Wie gesagt bleibt der Blog ja erhalten, es kann weiter kommentiert werden, und ich werde weiterhin hier hereinschauen und gegebenenfalls selbst kommentieren.

    Bezüglich der Zugriffszahlen bietet sich immer wieder ein seltsames Bild: Gerade in der Woche nach meinem Kommentar vom 28. September, wo ich die sinkenden Zahlen aufgelistet habe, hat es zeitweise einen Anstieg gegeben, mit Spitzenwerten von 1508 Klicks am 28.9. und 1583 am 5.10.; die Vorwoche war mit 7809 wieder etwas stärker als zuletzt, aber für die laufende Woche liegt der Tagesschnitt wieder bei ca. tausend.

    Wo dieses Zwischenhoch hergekommen ist, war mir nicht ersichtlich; falls da jemand nachgeholfen hat, so danke ich ihm/ihr dafür. Es waren bei den Referrerzahlen keine auffälligen Verlinkungen anderswo zu sehen, aber der Anstieg muß gänzlich aus Deutschland gekommen sein. Normalerweise entspricht das Verhältnis der Zugriffszahlen aus Deutschland und Österreich nämlich nicht dem Einwohnerzahlenverhältnis von ca. 10:1, sondern liegt meist eher bei 7:1 bis 5:1, manchmal sogar 3:1. Die Österreicher sind also unter meinen Dauerlesern deutlich überrepräsentiert, und das war nicht nur hier auf Morgenwacht schon früher so, ehe ich bekanntgegeben habe, daß Lucifex = Deep Roots und somit Österreicher, sondern auch schon auf „As der Schwerter“ und „Nord-Licht“. Nur wenn es kurzzeitige starke Anstiege durch Verlinkungen auf PI oder in der Spackosphäre gibt, steigt der Deutschlandanteil auf ca. 10:1, was den langfristigen Durchschnitt auf über 9:1 hebt.

    Bei der jetzigen Welle war es aber ca. 20:1, was in der laufenden Woche aber schon wieder auf 6,79:1 zurückgegangen ist.

    „…und wünsche mir nur, dass Du das machst, was Dir gut tut.“

    Es ist seltsam, aber ich bemerke an mir ein bißchen etwas von dem, was Jef Costello in Ich werde nicht mein Vater werden über seinen verstorbenen Vater schrieb:

    „Er begann damit fertigzuwerden, indem er verschiedene Hobbies pflegte, von denen manche Wiederbelebungen von Interessen waren, die er als Junge gehabt und dann aufgegeben hatte. Auf einer Ebene zeigte dies einige echte psychologische Einsicht von seiner Seite: er bewältigte seine Depression und Einsamkeit bewußt, indem er wieder Verbindung zu Dingen herstellte, die ihn in der Vergangenheit glücklich gemacht hatten.“

    Für mich ist das die Beschäftigung mit Science Fiction. Wie bereits im Zusammenhang mit „Ace of Swords“ erwähnt, hatte ich in meinen jungen Erwachsenenjahren den Traum gehabt, einmal zusammen mit ein paar Freunden Profifilme machen zu können. Die Latte dafür war natürlich damals schon viel zu hoch und ist seither uneinholbar schnell immer höher gelegt worden, aber SF-Geschichten zu schreiben kostet kein Geld, sondern nur Zeit und Durchhaltewillen.

    Nachdem ich schon früher Entwürfe und Anfänge geschrieben und noch mehr Ideen im Kopf gewälzt hatte, habe ich mit meiner „Spacewreck“-Fanfic „Die Wächter von Avalon“ erstmals eine Geschichte fertiggeschrieben. Von Ende 2017 bis Juli 2018 folgte dann mein erster (noch etwas kurzer) Roman „Ace of Swords“, in dem ich mein Gefühl des Gescheitertseins verarbeiten, aber auch schon einen Hintergrund für eventuelle eigene Fanfic-Versuche interessierter Leser schaffen wollte.

    Ebenso wie es auch Fackel in diesem Kommentar für sich beschrieb („Mein Wunsch war und ist es vor allem, Mut zu machen für das Schreiben, allen, denen es gegeben ist. Es ist so wichtig für unsere Zukunft.“), möchte auch ich zum Schreiben von Geschichten anregen. Das ist auch ein Hintergrund für meine aktuell begonnene Artikelreihe über JNWO-Propaganda in der geschriebenen SF, um aufzuzeigen, daß ein Bedarf für gesunde SF (und natürlich auch andere Erzählliteratur) vorhanden ist, die nicht einmal ausdrücklich politisch-metapolitische Botschaften vermitteln muß, sondern allein schon eine giftfreie Alternative zur verstrahlten Mainstream-SF bietet. Es sollen auch etliche der von mir hier veröffentlichten SF-Geschichten anderer Autoren Anregung und Hintergrund für eventuelle „Fan fiction“-Versuche als Einstieg für Schreibinteressierte geben.

    Antworten
    • John Doe

       /  Oktober 31, 2019

      Ich kann gut verstehen, dass du erschöpft bist nach so viel Arbeit mit dem Blog. Ich und einige andere bewerben dich kräftig über Twitter bei Halbaufgewachten und ich finde, die Anzahl der Leute, die positiv reagiert auf ihre (((Nennung))) und ähnliche Hintergrundinfos steigt deutlich an. Vor allem die (((pro))) Bekundungen unter Kritik nimmt deutlich ab oder bekommt Widerspruch. Auch haben die Artikel zum Thema Rasse mit angehängten entsprechenden zeitgenössischen Videobeispielen eingeschlagen wie eine Bombe: der Zivilnationalismus in meiner Blase (knapp unter 2200 direkte Follower in den Konten) ist jämmerlich eingegangen.

      Nach wie vor gilt: viele können Englisch und springen von deinem Blog direkt zu den übersetzten Quellen, die gehen dir also als Traffic verloren, sind aber wichtig für uns.

      Obendrein kann man Artikel wie die „Judeln“-Texte nicht ohne völlig anonymen Account weiterreichen, es bleibt bei vielen im stillen Kämmerlein hängen.

      Hier wäre übrigens noch ein Ansatz für Nachveröffentlichungen bereits gebrachter Artikel: alle strafrechtlich relevanten Passagen zu entschärfen (aus „die ethnische Gruppe“ wird „einige/viele Mitglieder dieser ethnischen Gruppe“ zb.) und diese entschärften und folgenlos teilbaren Artikel unter einem Motto neu zu bringen zb. „Debatte: Die Bürde des ethnischen Nepotismus“. Mit dem Vorwurf „Nazi“ können viele mittlerweile souverän umgehen, mit einer eingetretenen Tür um 5 Uhr morgens und gezogenen Waffen hingegen weniger.

      Noch etwas zum Schreiben von Fiktion: ich schreibe gerade an zwei Kinderbüchern und habe viel nachgedacht, was denn nun eigentlich „gesund“ wäre. Das Gift in einer Geschichte zu erkennen, fällt recht leicht, aber was wäre denn eine positive proaktive Geschichte? Nur das Weglassen von Antiweißem ist ein bisschen wenig. Und ein Überziehen ins Gewünschte hätte dieselben Folgen wie das absichtliche jüdische Überziehen in den patriotischen Filmen der 80er: man schämt sich bei Rambo und Top Gun und co eher für Amerika als dass man stolz darauf wäre.

      Die Realität einfach genau so darzustellen, wie sie sich zeigt, ergibt oft keine Spannung, jede Abänderung hat Giftpotential… Hast du da Ideen? Einen Buchtipp? (Bis jetzt habe ich nur jüdische Schreibanleitungen konsumiert, ziemlich viele Schablonen, öde mit der Zeit und mit vielen Axiomen, die ich nicht teile (zb das ewige vorgeschriebene Gekämpfe und Geleide).

      Antworten
    • Vielen Dank für Deine intensive Werbetätigkeit und die der anderen, die Du kennst, John Doe. Ohne das wären die Zugriffszahlen hier wohl noch niedriger, als es der Fall ist.

      Ja, bei Verlinkungen von politisch inkorrekten Sachen auf Social-Media-Plattformen wie Twitter oder Facebook muß man sehr vorsichtig sein, da dort stärker überwacht und viel eher mit Ermittlungsbehörden kooperiert wird. Die Arbeit mit dem Entschärfen bereits vorhandener Artikel möchte ich mir aber nicht antun. Erstens wäre es schwierig zu entscheiden, wie weit man da gehen müßte, daß es nicht doch jetzt oder in naher Zukunft „rechtlich“ (haha!) beanstandet wird und andererseits die Aussage nicht zu sehr verwässert wird. Als der Unitall-Verlag seinerzeit den Alex-Kurtagic-Sammelband „Ja, Afrika muss zur Hölle gehen“ aus den von mir und Kairos übersetzten Artikeln zusammenstellte, sahen sie sogar eine Notwendigkeit, Begriffe wie „Weiße“ und „weiße Rasse“ durch „Europäer“ und „europäischstämmige Menschen“ zu ersetzen, um rechtlichen Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen. (Seltsamerweise hatten sie aber kein Problem damit, in den „Stahlfront“-Romanen die namentlich genannte Angela Merkel und andere westliche Politiker als von außerirdischen Hirnparasiten gesteuert darzustellen.) Zum anderen habe ich angesichts der mauen Leserzahlen keine Lust, dafür auch noch Zeit aufzuwenden.

      Die Brückenfunktion von „Morgenwacht“ für ausreichend englischkundige Leser hin zu Seiten der Anglosphäre, wo sie dann von mir nicht übersetzte Artikel lesen, ist sicher eine Tatsache, aber dennoch sollte man doch annehmen, daß selbst dieses Publikum die bereits übersetzten Texte lieber hier liest (sowie auch die von Haus aus auf Deutsch verfaßten Sachen) und daß es auch durch die anderen Leser, die nicht so gut Englisch können, einen stetigen Zuwachs gibt. Außerdem wird dieser Brückeneffekt doch schon immer vorhanden gewesen sein, als es noch deutliche Steigerungen der Zugriffszahlen gab. Im Zeitraum von 2014 bis 2017 gab es von Jahr zu Jahr mindestens eine Verdoppelung, und von 2017 auf 2018 immer noch eine Steigerung um 44 %.

      Heuer jedoch wird wahrscheinlich nicht einmal mehr das Ergebnis des Vorjahres erreicht. Der Oktober war mit 32.742 Klicks schon wieder so schwach wie der September, und wenn man mit diesem Tageschnitt für den Rest des Jahres hochrechnet, werden für 2019 etwa 439.000 Klicks zusammenkommen, gegenüber 445.564 von 2018. Und das, obwohl gegenüber dem Vorjahr über hundert Beiträge hinzugekommen sind. Mit diesem mageren Tagesschnitt wären für 2020 (selbst bei fortgesetzter Veröffentlichungstätigkeit wie bisher) sogar nur noch knapp 390.000 Zugriffe zu erwarten, und wenn ich das mit den Zahlen von Spackosphärenblogs vergleiche, die ihrerseits ein Randphänomen verglichen mit dem Mainstream sind, dann ist das erst recht deprimierend.

      Dieser mikroskopische Erfolg nach all den Jahren ist nicht die Mühe, den Ärger und die Zeit wert gewesen, die Debatten mit meinen Mit-AdS-lern, die den Blog in den letzten Jahren schon als Last empfunden und immer weniger beigetragen hatten, und meine anschließenden Bemühungen, mit „Morgenwacht“ weiterzumachen. Ich hätte mich stattdessen schon vor Jahren um meinen eigenen Kram kümmern und die Zeit und Energie verwenden sollen, um meine beruflichen Chancen zu verbessern oder mich überhaupt in eine andere, mir mehr liegende Richtung zu entwickeln als das, was ich die ganze Zeit unter undankbaren, arroganten, knickrigen Arschloch-Chefs gemacht habe (meine Ex-Chefin „Acey“ Gudrun war die einzige positive Ausnahme in dieser Sparte). Dann hätte ich auch eine bessere materielle Grundlage für eine Familiengründung mit „Catriona Gerling“ erreichen können, die diesbezüglich ohnehin nicht so anspruchsvoll gewesen wäre, denn in jener „Maßnahme“ des Arbeitsmarktservice, wo wir uns kennenlernten, war für sie klar, daß ich arbeitslos war, und nicht erst seit kurzem. Trotzdem wollte sie von ihrem gutverdienenden damaligen Freund zu mir wechseln, einfach wegen dem, was sie in mir gesehen hat. Diese liebe, hübsche und intelligente Frau! Es könnte heute schon eine kleine Lucifine und einen kleinen Catrionix geben, und das wäre ein bedeutenderer Beitrag für unsere „Sache“ gewesen als dieses vergebliche Gegen-den-Sturm-Pinkeln in der Blogosphäre.

      Listen to the rhythm of the falling rain
      Telling me just what a fool I’ve been…

      Zum Schreiben von Geschichten bringe ich einen separaten Kommentar.

      Antworten
      • John Doe

         /  November 4, 2019

        Jeder von uns hat Fehlentscheidungen mit sich rumzuschleppen, ich musste gerade gestern an etwas ganz ähnliches (weibliches) denken, das ich aus dummen religiösen Gründen an mir vorbeiziehen ließ.

        Aber es gibt Schlimmeres als Gegenleistung als 20 Fußballstadien voll mit Leuten, die dir gerne zuhören und sich von dir haben beeinflussen lassen.

        Ich habe als Redner vor bisher höchstens 1200 Leuten geredet und kann sagen, das ist schon ein Erlebnis, obwohl viele wohl nicht wegen mir da waren und einige sicher auch nicht zuhörten. Du hast dieses Jahr 400.000 Aufrufe deiner Seiten: toll! Stell dir einfach mal diese Masse an Menschen (selbst wenn einige viele Seiten aufriefen) vor und was du damit erreicht hast.

        Was Wichtigkeit angeht: in deinem persönlichen Leben wäre die Ehe mit deiner Beabsichtigten sicherlich gewichtiger. Wenn dein Blog und unser gemeinsames Handeln in den Jahren danach aber eine PI-begeisterte Kriegsbeteiligung a la Irakkrieg der USA verhindern können, dann war die Blogarbeit 20.000 so viele Leben wert.

        Bezüglich all der Originaltexte von dir: vielleicht kommt schon bald die Zeit, in der du sie (die politischen und scifi) unter deinem echten Namen ohne Angst veröffentlichen kannst. Und deine regelmäßigen Besucher würden sicher sofort für einen Veröffentlichungserfolg sorgen.

        Denn das Wissen greift massiv um sich. Letzte Woche lief ich mit einer Kollegin, die ich noch nicht kannte, zum Parkplatz, sie drückte Missfallen über eine Regelung aus, ich sagte „Blöde Moslems“, sie kotzte sich aus zum Thema, ich meinte „Die Hintermänner im Westen interessieren mich ehrlich gesagt mehr.“ Sie meinte „Es sind die Juden!“ Und erklärte mir dann ne Viertelstunde, was die so alles treiben und wie sie das alles weiß und selbst erlebt hat usw… Und sie hatte keine Scheu, mir das zu sagen, was bedeutet, sie hatte schon positive Erfahrungen damit gemacht, es auszusprechen, so wie ich auch.

      • Die Zahl 400.000 täuscht hinsichtlich der wahren Leserzahl, John Doe. Hier sind die Zugriffszahlen der besser besuchten Artikel in den letzten 30 Tagen, die nicht erst seit kurzer Zeit drin sind:

        Ein paar Klimadiagramme gegen die Klimapanik: 832 Klicks
        „Denken Juden anders?“ Aspekte jüdischer Selbstglorifizierung: 713
        Rasse und psychopathische Persönlichkeit: 664

        Einerseits wird zwar nicht jeder regelmäßige Besucher alles lesen, andererseits werden Artikel auch von Leuten, die sie bereits kennen, später wieder angeklickt, um Kommentare dazu zu lesen. Ich schätze daher die Zahl der einigermaßen regelmäßigen „Morgenwacht“-Leser auf nur ein paar tausend, und darauf deuten auch die Zugriffszahlen der erfolgreicheren Beiträge (außer den am stärksten auswärts verlinkten) über den Gesamtzeitraum seit Bestehen des Blogs hin, die von etwa zweitausend bis zehntausend („Sebastian Kurz…“) reichen. Viel von den Klickzahlen dürfte auch auf Besucher zurückgehen, die entweder zufällig hierhergeraten oder einem Link folgen, vielleicht einen Beitrag oder ein paar lesen und dann entweder denken: „Huch, das ist ja ein Rassist, Antisemit, Nazi!“ oder „Uaaah, dieser Ostmärker hält ja nichts von Nationalsozialismus / Aristokratie / Autoritärstaatlichkeit!“ und dann wieder wegbleiben.

        Hier sind die Zahlen für die erfolgreichsten Artikel über den Gesamtzeitraum:

        Moral und abstraktes Denken (der Meistverlinkte): 64.910
        Wie sich die Bootsneger in Süditalien wirklich aufführen: 30.571
        Hatschi Bratschis Luftballon (wo offenbar am meisten von selber hinfinden: 30.056

        Wenn davon auch nur die Hälfte als Leser geblieben wären, müßte ich Zigtausende Klicks pro Tag haben. Ein Großteil der Klickzahlen geht also auf Laufkundschaft zurück, und die Zahl der Leute, die ich einigermaßen erreiche, liegt wohl bei ein paar tausend.

        Wenn man sich die als Livepublikum vorstellt, sieht das zwar recht beeindruckend aus, und es sind sicherlich viel mehr, als ich mit Politisieren im persönlichen Gespräch erreichen könnte, aber verglichen mit den Unsinns- und Giftverbreitern in der Spackosphäre und im koscheren Counterjihad und erst recht im Mainstream ist das deprimierend wenig, denn diesem Einfluß müßte viel mehr Richtiges entgegenstehen, um etwas zu bewirken.

        Bezüglich der Grenzen unserer Wirkung siehe auch das, was Osimandia in Zur Erinnerung an Jörg Haider ab dem dritten Absatz schrieb.

      • Zum Vergleich noch einmal Alexa-Rankingabfrageergebnisse, die Osimandia uns anderen AdS-Admins am 29. Januar 2014 mitgeteilt hat:

        Wir mit „As der Schwerter“ waren auf Platz 90.000, Killerbee auf Platz 19.000.
        Das war schon ein Unterschied in der Größenordnung, und wir waren damals nicht kleiner geworden. Die Plazierung des Gilb war da schon vergleichbar mit den Seiten von politischen Parteien (CDU, FDP, Grüne), nur die SPD war mit Platz 10.000 ein bißchen besser.

        Dabei hatte AdS in den besten Zeiten ungefähr die dreifachen durchschnittlichen Zugriffszahlen wie ich heute mit „Morgenwacht“.

      • Zum Schreiben von Geschichten, das John Doe weiter oben in diesem Kommentar angesprochen hat:

        Geschichten im Allgemeinen und SF-Geschichten im Speziellen haben einen Wert, wegen dem wir den Bereich der Unterhaltung nicht (((ihnen))) überlassen sollten. Einen interessanten Denkanstoß hat mir diesbezüglich der Schluß des Artikels „Geschöpfe des Feuers: Wie uns das Kochen zu Menschen machte“ in „bild der wissenschaft“ 12-2017 gegeben:

        Geschichten am Lagerfeuer

        Die Ju/‘hoan-Wildbeuter (ältere Bezeichnung: !Kung-Buschmänner) leben großteils noch so wie die Jäger und Sammler vor Hunderttausenden von Jahren. Bereits 1974 war die US-Anthropologin Wiessner im südafrikanischen Botswana bei ihnen zu Gast gewesen und hatte 174 Tag- und Nacht-Gespräche protokolliert. Zwischen 2011 und 2013 ergänzte sie ihre Notizen durch digitale Gesprächsaufnahmen in Botswana und Namibia.

        Tagsüber, während der Jagd und der Suche nach essbaren Beeren und Knollen, drehten sich die Unterhaltungen der Ju/‘hoansi meistens um praktische Themen mit häufig wirtschaftlichem Hintergrund, um die Fleischverteilung, um die Rangordnung im Clan – oder um einen Dorn im Fuß. „Doch abends am Lagerfeuer ging es um Themen, die die Vorstellungskraft anregten und Erinnerungen an Vergangenes wachriefen, sowie um die Beziehungen untereinander“, so Wiessner. Die abendliche Kommunikation bestand zu 80 % aus Geschichten. Sie handelten von den Erlebnissen anderer Ju/‘hoansi, von falschem und richtigem Verhalten, von gegenseitigem Vertrauen, von Abenteuern auf weiten Reisen und auch von der Kosmologie der Ju/‘hoansi – ihren Vorstellungen von der Entstehung der Welt und der Menschen.

        Der Oxforder Anthropologe Robin Dunbar ist von Wiessners Arbeit hingerissen: „Ihre Daten legen nahe, dass Feuer und die Entwicklung der Sprache mehr miteinander zu tun haben als bisher angenommen. Sprache und Feuerstellen könnten eine Co-Evolution durchlaufen haben.“ Geschichten anhören fördert das Gedächtnis, die Fantasie und das Einfühlungsvermögen in die Gedankenwelt anderer. Diese Kulturtechniken waren so elementar für die Evolution des Menschen wie das Besänftigen knurrender Mägen. Die Indizien sind überzeugend, dass Feuer für beides der Katalysator war.

        Selbst so urtümliche, primitiv lebende Menschen wie die Buschmänner haben also ein Bedürfnis nach fantasieanregenden Geschichten über Reisen in ferne Länder, und in diese Geschichten werden auch Lehren über richtiges und falsches Verhalten eingewoben. Das scheint ein allgemeinmenschliches Bedürfnis zu sein, und nachdem es auf der Erde keine unerforschten Länder mehr gibt, deckt für uns moderne Menschen die Science Fiction den Bedarf nach Geschichten aus fremden Umgebungen (für unsere Vorfahren erfüllten Geschichten über Reisen in unentdeckte Länder auf der Erde oder mythologische Erzählungen diesen Zweck). Zudem kommt sie unserer Neigung entgegen, uns gedanklich mit der Zukunft zu beschäftigen und Visionen für sie zu entwickeln – etwas, das primitiven Menschen noch fremd war, deren Lebensumstände sich selbst über Generationen so gut wie gar nicht änderten, sodaß es für sie nicht vorstellbar war, wie anders das Leben in Jahrhunderten oder Jahrtausenden sein könnte.

        Aus diesen Gründen ist es für die Juden naheliegend, unser Denken über die Zukunft mit ihren Vorstellungen zu besetzen und uns Geschichten zu präsentieren, in denen ihre Zukunftsvisionen verwirklicht sind oder vor aus ihrer Sicht schlechten Entwicklungen „gewarnt“ wird, oder aus deren zukünftiger Perspektive unsere eigene Zeit als schlecht dargestellt wird. Wenn man sich näher damit befaßt, stellt man mit Erschrecken fest, in welchem Ausmaß die Science Fiction schon seit dem frühen 20. Jahrhundert immer mehr von Juden beeinflußt worden ist – von jüdischen Autoren, Filmemachern und Verlegern. Daher wäre es wichtig, auch auf dem Gebiet der SF Alternativen zu jüdischem und jüdisch beeinflußtem Material zu haben, und das müssen gar nicht immer explizit pro-weiß-nationalistische oder JWO-kritische Sachen sein, sondern es wären auch Geschichten wertvoll, die bloß das Bedürfnis nach fantastischer Unterhaltung auf gesunde Weise decken und keine jüdischen Gifte enthalten.

        Ein Überziehen beim Versuch, proaktive Geschichten im eigenen Sinne zu schreiben, kann wirklich leicht das Gegenteil bewirken, vor allem, wenn das als Minderheitenprogramm gegen einen schon lange verbreiteten Mainstream mit gegenteiliger Ausrichtung ankommen muß, statt wie die jüdischen und jüdisch beeinflußten Roman-, Film- und Fernsehautoren in einen gleichgesinnten Chor einstimmen zu können.

        Besonders plumpe Beispiele dafür sind die „Stahlfront“-Romane des Unitall-Verlags, die ich anderswo schon als Nazi-Wunscherfüllungswixerei bezeichnet habe: Darin existiert in der Antarktis ein geheimes deutsches „Reich Thule“, dessen Bewohner in riesigen Höhlen leben und dort unter künstlichen Sonnen Ackerbau treiben. Dieses Reich verfügt über eine außerirdische Technologie, die auch die Grundlage ihrer Flugscheiben und Stahlzeppeline (zylindrische Flugmaschinen, die im Erdmagnetfeld schweben können) ist. Daneben hat man aber auch moderne Flugzeuge – offenbar nur, damit diese Typenbezeichnungen wie Messerschmitt, Focke-Wulf, Junkers oder Heinkel tragen können. Die westlichen Politiker – darunter die namentlich genannte Angela Merkel – sind von außerirdischen Hirnparasiten befallen, die sie steuern und auch zum Klimaschwindel veranlassen, weil sie kein CO2 vertragen.

        Etliche Bücher sind je einem Revanchematch für Schlachten gewidmet, die im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen verloren wurden: Einmal mußte die von den Hirnparasiten gesteuerte britische Regierung ausgeschaltet werden, aber statt das mit chirurgischen Zugriffen mittels Flugscheiben und Stahlzepps zu erledigen, veranstalteten die Thule-Truppen (TT, als Anspielung auf die SS) eine riesige Invasion in England mit massiven Truppenlandungen. Nach der Ausschaltung der britischen Zombieregierung zogen die Thule-Truppen wieder ab, aber davor hatten sie Gelegenheit zu ausgedehnten, siegreichen Panzerschlachten in England. Das Revanchematch für die Invasion in der Normandie war ein Landungsversuch der NATO-Truppen in der Antarktis, der blutig zurückgeschlagen wurde. Für die Versenkung der Bismarck war keine Rache an einem britischen Schlachtschiff möglich, weil es kein solches mehr gibt. Daher wurde ersatzweise eine Situation konstruiert, wo ein reaktiviertes amerikanisches Schlachtschiff der Iowa-Klasse sich einem gigantischen Superflugzeugträger der Thule-Marine (800 m lang, Doppelrumpf, viel schneller als die 50 Knoten, die in Verdrängerfahrt wellenmechanisch überhaupt möglich sind, Super-Stealth-Technologie, Schienenkanonen als Bordwaffen) zum Kampf aufdrängte und von diesem zusammengeschossen werden „mußte“.

        Bei den Thule-Truppen befinden sich auch Männer aus anderen Nationen, die sich der deutschen Führung unterordnen, darunter nicht nur Weiße wie der amerikanische Militärpilot, der sich ihnen im ersten Buch anschließt, sondern auch Iraner (weil die ja auch „Arier“ sind). Und als Sturmtruppen gibt es die sogenannten Gorger, eine gentechnisch gezüchtete Kreuzung aus Gorillas und Negern, die eine kindliche Freude an roten Paradeuniformen mit gleichfarbigen Helmen haben.

        Mit so etwas gewinnt man keine Normalos oder Aufwachenden für nationalere Einstellungen, sondern stößt die eher ab und verschafft nur Lesern, die sowieso bereits Nazis sind, eine Reihe von „inneren Reichsparteitagen“. (Das kapieren auch all die depperten FPÖ-Mittel- und Hinterbänkler und Burschenschafter nicht, mit ihren dümmlichen Saufliedern, Online-Anspielungen auf Hitlers Geburtstag und Österreich-Verunglimpfungen, als ob das etwas bringen würde.)

        Ich glaube, man sollte – wenn man das nicht sehr gut kann – nicht versuchen, eine Geschichte als politisches Propagandavehikel zu konstruieren, sondern sich hauptsächlich darauf konzentrieren, eine Geschichte zu schreiben, die als Geschichte funktioniert, eine Geschichte, die einem selber gefällt, und die zumindest keines der JNWO-Propagandagifte enthält und höchstens von der eigenen Weltanschauung eingefärbt ist, wo es paßt.

        In den Schreibratgebern aus Amerika (auch online) wird tatsächlich oft eine zu schablonenhafte, handwerkliche Herangehensweise empfohlen: Oh, schauen wir uns mal den Protagonisten genau an, ob er auch genug charakterlich wächst oder der Spannungsbogen korrekt appliziert ist. Man sollte auch seine Charaktere, wenn man über die Story nachdenkt, gar nicht mit diesen Labels (Held, Sidekick, Bösewicht) belegen, selbst wenn die Charaktere ganz klar dieses Label verdienen. Um der Spannung willen sollten auch keine einzelnen Charaktere zu mächtig sein (wie z. B. Gandalf im „Herrn der Ringe“), und man sollte auch nicht in Umkehrung der JWO-Propagandapraxis zu vorhersehbare ethno-rassische Rollenzuordnungen vornehmen, also Weiße immer gut und kompetent, Nichtweiße oder Mischlinge immer böse oder verachtenswert; letzteres auch, um innere „Ach geh“-Ablehnungsreaktionen von Normalos zu vermeiden.

        Man sollte einfach versuchen, ganz organisch versuche eine gute, in sich stimmige Story zu schreiben. Wer solche „Storytelling“-Fehler massenhaft begeht, sollte eh nicht schreiben. Die ganzen Hollywood Schreiberlinge werden ja mehr als Handwerker angesehen, wichtig sind die Produzenten, welche das Grundsettting, die Hintergrundwelten und die Charaktere erschaffen und meistens die ersten (und oft auch die wichtigsten und letzten) Folgen einer Serie schreiben, dann übernehmen Bezahlschreiberlinge, die manchmal Riesenschaden anrichten können, indem sie das ursprünglich entworfene Universum nicht ernst nehmen.

        Vielleicht ist das auch der Unterschied zwischen Schreiben wie Goethe und Schreiben wie Schiller: Während der erste ein Naturtalent war und alles einfach „aus dem Bauch“ runterschrieb, war der andere ein „Handwerker“, der seine Stücke detailgenau geplant hat. Wobei beide Seiten ihre Berechtigung haben können, je nach Neigung und Begabung des Autors. Schiller wird genau z.B. die Gegensätze von Franz und Karl Moor geplant und entwickelt haben, sich aber wahrscheinlich nie Fragen gestellt hat wie „was für einen Gegner braucht mein Held, um sich weiterzuentwickeln?“

        Das Kämpfen und Leiden muß man in einer Geschichte auch nicht schablonenhaft vorkommen lassen, obwohl es natürlich – je nach Zielpublikum und Thema – schon für Dramatik und Spannung notwendig sein kann. Ein Beispiel für eine Ausnahme ist Die Gedankenfalle von Clifford D. Simak, über den ein Rezensent schrieb: „Für den Autoren fallen Gedankengänge eindeutig in die Kategorie ´Action´“ und „Seine Geschichten lässt Simak ohne Knalleffekte ausklingen. Was er erzählen wollte, hat er erzählt. Das Ende mag offen bleiben, aber es bildet dennoch einen logischen Abschluss. Wenn es gelingt – und das schafft Simak meist -, bleibt der Leser gedanklich noch eine Weile bei der Lektüre. Wird Crane die Invasoren Mores lehren? Daniels seine Zeitreisen fortsetzen? Rand aus dem Dorf des ewigen Herbstes entkommen? Wie wird Hanks Ausflug enden? Das ist keine schlechte Leistung für einen Verfasser, in dessen Geschichten gar nichts passiert“. Es kann auch um historische oder wissenschaftliche Rätsel oder Mysterien gehen (wie in Mit dem Morgen kommt der Niedergang der Nebel von George R. R. Martin) auch um die Lösung von Kriminalfällen (was auch vor einem SF-Hintergrund denkbar wäre).

        Immer ist aber wichtig, daß es um Menschen geht, und daß die Geschichte so geschrieben ist, daß man am Schicksal dieser Menschen Anteil nimmt, oder wie George R. R. Martin in Bat Durston, oder: Das Herz im Widerstreit schrieb:

        „Erzählungen über das menschliche Herz im Widerstreit mit sich selbst gehen über Zeit, Raum und Kulissen hinaus. Solange Liebe, Ehre, Mitleid, Stolz, Leidenschaft und Opferbereitschaft gegenwärtig sind, ist es schnurzpiepe, ob der hochgewachsene Fremdling einen Protonenstrahler oder einen Colt schwingt. Oder ein Schwert…“

  26. @Luftpost aus dem Siechkobel / Oktober 11, 2019

    Schön das Du wieder da bist. Und vielleicht meldet sich Osimandia auch wieder zurück.

    Und was „die Luft ist raus“ betrifft, die Zeit die uns das System lässt ist leider sehr begrenzt. Aber es gibt auch Lichtblicke. Warten wir mal ab noch sind wir ja da.

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  27. Laut dem 1950 von Adorno gemeinsam mit Frenkel-Brunswik, Levinson und Sanford herausgegebenen pseudowissenschaftlichen Machwerk „The Authoritarian Personality“ gelten als Merkmale des „Faschismus“ u.a.:
    – Konventionelles Denken;
    – Unterwerfung unter eine Autorität;
    – Aggression gegen Andersdenkende;
    – Aberglaube.
    Dieser Definition nach waren die Juden klassische Vertreter autoritärer und somit zum Faschismus neigender Persönlichkeiten:
    – Sie hielten unbeirrt an ihrer alten Tradition fest – eine Vorbedingung dafür, dass sie nicht in ihrer Umwelt aufgingen und somit verschwanden;
    – Sie akzeptierten die Autorität der Rabbiner bedingungslos;
    – Sie jagten Abweichler aus den eigenen Reihen erbarmungslos (siehe Spinoza);
    – Sie waren extrem abergläubisch (man lese Joshua Trachtenbergs „Jewish Magics and Superstition“.

    Ein Leckerbissen, jedenfalls meiner Ansicht nach, von Der_Jürgen auf dem pfoinen Rittergut. Vom 10.10.19 (Adorno, Fromm und …)

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  28. Danke hildesvin, dass Du auf Lichtmesz/Rittergut hingewiesen hast. Lichmesz nennt jetzt durchaus einige der im Netzt installierten Durchlauferhitzer, über die ich hier auch schon geschrieben habe. Hübsch verlogen ist es allerdings, jetzt mit dem Finger auf die USA zu zeigen, wenn man die ganze heiße Luft, oder das ganze Giftgas das dort produziert wurde vorher dazu benutzt hat, sich selbst aufzublasen.
    So viel zum Bild Luft raus. Die Ermattung wird glaub ich eher dadurch verursacht, dass viel zu viel Luft drinne ist und zu viele Luftpumpen unterwegs sind.

    Über die sezession und ihre Werberei für die US Szene habe ich hier geschrieben, natürlich viel verschwörungstheoretischer und da hält L. seine Herde im Unklaren. So ein“ hab ich’s nicht gesagt“, so eine Denunziation wenn es geknallt hat, ist mir ekelig und sogar langweilig. Das hat mich auch davon abgehalten rascher was zu Halle zu schreiben. Obendrein ist es doch erschreckend, wenn man das, was man sich als Versuchsanordnung angesehen hat auch in der Wirkung zu sehen ist und bei durchaus zu entdeckenden Merkwürdigkeiten – speziell dieser Filmmensch – liegen dann zwei tote Deutsche in ihrem Blut. Natürlich würde ich lieber Fake rufen. Hybrid kommt mir aber wahrscheinlicher vor. Die vollständig künstlichen Kriege erzeugen ja auch reales Leid.

    Bei der Frage, ob das Ereignis in Halle noch Formfleisch ist, oder Beyond Meat bin ich ins Rutschen geraten, denn bei all den Möglichkeiten der Programmierung von Menschen, die ich hier auch schon angesprochen habe, hab ich dann beim Grübeln gemerkt, dass ich in die Determinismus Richtung latsche wenn ich zu sehr vereinfache und da stäubt sich dann alles oder dass ich so viel Kram zusammen sammeln muss, dass jede Form verloren geht. „Autonomes fahren“ passt vielleicht eher zu dem Prozess, dem sich Leute unterziehen, wenn sie sich online in irgendeine politische Richtung eingliedern, triggern und tumbeln lassen. Ob Trump, Greta oder irgendein islamistischer ISIS Prediger – der Prozess ist doch verdammt ähnlich, auch wenn die Zielgruppen unterschiedlich sind.

    Wie so was geplant ins super dunkle geht, hat Gretas Linda Blair Auftritt vor der UN gezeigt. Ansaugen, fröhlich rein in den Psychofleischwolf und aus der großen Gruppe lassen sich einige Formfleisch/ Beyond Meat Charaktere heraus extrahieren, weiter bearbeiten und zu vollständig kalten und gewissenlosen Akteuren formen, während der Rest nur Masse bildet.

    So ganz grob gesagt denke ich mir ( mehr als Einstiegsfrage) das Internet nicht mehr als Ort in dem sich Geheimdienste rumtreiben, sondern als Struktur, die als gesamter Organismus Geheimdienst ist, wobei Geheimdienst nicht die althergebrachten staatlichen Organisationen bezeichnet, die sich immer noch im Bereich demokratischer Kontrolle ( naja, nicht sooo sehr) bewegen, sondern als Interaktion der durch Steuergelder finanzierten, durch Philanthropen gesponserten oder als privatwirtschaftliche Unternehmen auftretenden Akteure, die sich zu einer Kraft vereinigen wie es in diesem bekannten Symbol des Rutenbündels mit der Axt gezeigt ist. Den einzelnen Ruten kann man unter dem psychokulturellen Blickwinkel Bezeichnungen geben, aber auch für „Nachhaltigkeit funktioniert es.

    Keine Ahnung, ob das mit den Ruten jetzt nur noch mehr Verwirrung bringt, was ich nicht hoffe. Bei mir bringt es Ordnung, weil ich immer gern was zum Sehen und Anfassen habe und bei der Betrachtung der unzähligen Interaktionen und Zusammenhänge gerade echt konfus werde. Ich benutze es einfach mal vorläufig zum Spielen.

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  29. Spatz

     /  Oktober 16, 2019

    @ Lucifex und alle

    Mut und eine Anmerkung
    Es ist gut, das es dieses „Licht“ gibt. Danke.

    Es wird ein „Morgen“ geben! Es ist an uns!
    „La nuit debaut!“

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  30. Eine erfreuliche Entdeckung, pils. So wie es mich auch freut, daß Andreas vom Nemesisblog etliche Morgenwacht-Artikel nachveröffentlicht hat. Diese erreichen dadurch nicht nur mehr Leser, als aus meinen Zugriffszahlen erkennbar wird, sondern sie existieren dort auch als ausgelagerte Sicherungskopien, die unabhängig vom Schicksal von „Morgenwacht“ im Netz verfügbar bleiben.

    NACHTRAG: heute habe ich die Tavernenrunde 11: Herbst/Wintertaverne 2019 eingerichtet.

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  31. Luftpost fünf Kommentare weiter oben:

    „Bei der Frage, ob das Ereignis in Halle noch Formfleisch ist, oder Beyond Meat…“

    Ich sehe da auch Bezüge zum Milgram-Experiment, zu dem es im Jahr 2016 eine Nachfolgestudie gab, über die in „Spektrum der Wissenschaft“ Juli 2016 der nachfolgende Artikel von Elke Reinecke erschienen ist:

    Anderen das Denken überlassen
    Eine neue Studie im Windschatten des historischen Milgram-Experiments untersucht, was in einem Menschen vorgeht, der etwas auf Befehl tut. Wenn er dieselbe Handlung auf eigenen Entschluss hin durchführt, sind sowohl seine Selbstwahrnehmung als auch seine Hirnreaktionen deutlich anders.

    Folter auf Befehl: An dem Experiment von Stanley Milgram Anfang der 1960er Jahre nahmen 40 Männer unterschiedlichen Bildungsstands zwischen 20 und 50 Jahren teil. Angeblich sollten sie im Rahmen eines Lernexperiments den „Schüler“ durch Elektroschocks bestrafen. Die Probanden glaubten Spannungen bis zu 450 Volt einzusetzen. Auf der Geräteskala stand bei 375 Volt der Warnhinweis „Danger – Severe Shock“ und am Ende der Skala ein schlichtes „XXX“. Immerhin 65 Prozent der Teilnehmer gingen, wenn auch unter Zeitdruck, großem persönlichem Stress und mit der Versicherung, der Versuchsleiter übernehme die volle Verantwortung, bis an die tödliche Grenze.

    Auch nach einem halben Jahrhundert sorgt das Experiment des amerikanischen Psychologen Stanley Milgram („Behavioral Study of Obedience“, The Journal of Abnormal and Social Psychology 67, S. 371-378, 1963) immer wieder für Diskussionen. Milgram hatte seine Versuchspersonen glauben gemacht, sie würden in der Rolle des Lehrers an einem Experiment zum Lernen teilnehmen und hätten ihren jeweiligen „Schüler“ – in Wirklichkeit ein Schauspieler – für jede falsche Antwort mit einem Elektroschock zu bestrafen. Eine deutliche Mehrheit der Versuchspersonen fand sich bereit, auf Anweisung des Versuchsleiters ihrem Opfer immer stärkere Stromstöße zu verabreichen, bis hin zu Spannungen, die als lebensgefährlich gekennzeichnet waren. Allgemein wurde das Ergebnis so interpretiert, dass so ziemlich jeder von uns bereit ist, auf Anweisung einer als überzeugend empfundenen Autorität anderen sogar extremen Schaden zuzufügen – und die damals auch gewollte Parallele zu Nazi-Mitläufern, die „nur auf Befehl gehandelt“ hätten, liegt auf der Hand.

    In der Originalform dürfte Milgrams Studie heute nicht wiederholt werden: Es gilt als unethisch, Menschen in eine Situation zu bringen, in der das Erschrecken darüber, zu was sie fähig sind, sie traumatisieren könnte.

    Nun hat eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Patrick Haggard vom University College London unter ausdrücklicher Bezugnahme auf Milgram ein Nachfolgeexperiment aufgesetzt – allerdings bis zur Unkenntlichkeit verharmlost, um den ethnischen Bedenken Rechnung zu tragen (Current Biology 26, S. 1-8, 2016; http://dx.doi.org/10.1016/j.cub.2015.12.067). Die Forscher sprechen von Tätern und Opfern; die Versuchspersonen nahmen abwechselnd beide Rollen ein und waren sich über den Verlauf des Experiments völlig im Klaren. Das zugefügte Übel beschränkte sich jedoch darauf, dass der Täter dem Opfer einen Geldbetrag von 5 britischen Pence wegnahm oder ihm einen Elektroschock zufügte, der durch Befragen des Opfers vorher auf ein schmerzhaftes, aber erträgliches Ausmaß eingestellt worden war. Der Lohn für diese Tat betrug in beiden Fällen ebenfalls 5 Pence (knapp 7 Eurocent). Immerhin empfanden alle Probanden nach eigener Aussage das Austeilen einer Geldstrafe oder eines Elektroschocks durchaus als eine negativ besetzte Handlung. Gleichzeitig war ihnen bewusst, dass die eigene Belohnung umso größer wurde, je mehr sie ihrem Gegenüber schadeten.

    Alle Beteiligten an dem Experiment waren Frauen – Versuchsleiter wie Probanden. Damit wollten die Wissenschaftler „gender effects“, die Auswirkungen geschlechtsspezifischen Rollenverhaltens, vermeiden. Allerdings können sie damit auch keine Aussagen über Geschlechtsunterschiede im getesteten Verhalten machen.

    Haggard, seine Londoner Kollegin Julia F. Christensen sowie Emilie A. Caspar und Axel Cleeremans von der Université libre de Bruxelles interessierten sich auch nicht vorrangig für die Frage, was die jeweilige Täterin ihrer Partnerin anzutun bereit wäre, sondern für das, was dabei in ihrem Kopf vorgeht. Dazu nutzten sie einen indirekten Indikator, den Haggard vor Jahren in Zusammenarbeit mit anderen Forschern entwickelt hatte: Wer selbst etwas tut, erlebt den Zeitraum zwischen seiner Aktion und dem Eintritt ihrer Folgen als kürzer, als wenn er dieselbe Handlung – von einem anderen ausgeführt – und ihre Folgen nur beobachtet.

    Im aktuellen Experiment musste die Täterin – aus eigenem Entschluss oder auf Befehl – eine von zwei Tasten auf einer Computertastatur drücken. Die eine Taste löste den Elektroschock und/oder den beschriebenen Geldtransfer aus, die andere tat nichts dergleichen. Auf jeden Tastendruck folgte mit einer vom Zufall bestimmten Verzögerung ein Piepton. Die Täterin notierte eine Schätzung für diese Zeitdauer auf einem Zettel. Und siehe da: nach einem Tastendruck aus eigenem Entschluss schätzte sie die Zeit bis zum Piepton im Durchschnitt immerhin um ungefähr 60 Millisekunden kürzer ein als nach derselben Aktion auf Befehl (zum Beispiel 370 statt 430 Millisekunden bei einem tatsächlichen Durchschnittswert von 500 Millisekunden). Also erlebte sie im letzteren Fall ihre Handlung als „passiv“ – als hätte die Versuchsleiterin ihr nicht nur befohlen, die Taste zu drücken, sondern ihr sogar den Finger geführt. Diesen Schluss ziehen zumindest Haggard und sein Team.

    Wer selbst handelt, lebt intensiver
    In einer weiteren Versuchsserie maßen die Experimentatoren mit einem EEG-Gerät die Gehirnaktivität der Täterinnen, genauer die „event related potentials“, während diese ihre Knöpfe drückten. Es stellte sich heraus, dass die freiwillige Aktivität mit einer intensiveren Gehirntätigkeit einherging als die befehlsgesteuerte. Das galt zur Überraschung der Forscher auch dann, wenn der Knopfdruck überhaupt keine Wirkung hatte und die Versuchspersonen das wussten.

    Insgesamt wäre das Ergebnis des Experiments folgendermaßen zu interpretieren: Wer etwas aus eigenem Antrieb tut, muss dazu sein Gehirn einschalten. Dieser Prozess ist im Elektroenzephalogramm messbar. Und eine Handlung aus eigenem Antrieb hat für den Handelnden selbst eine höhere Erlebnisqualität als dieselbe Handlung auf Befehl. Das erklärt, warum die subjektive Zeit schneller vergeht. Auf die Folgen der Handlung kommt es dabei nicht an.

    Deshalb trägt das Ergebnis – im Gegensatz zur Überzeugung der Autoren – auch kaum etwas zu den Fragen bei, die Milgrams Experiment aufgeworfen hat. Immerhin so viel: Die Einlassung der Nazi-Verbrecher, man habe ja nur auf Befehl gehandelt, ist nicht nur eine nachträgliche Ausrede zum Zweck der Strafmilderung oder zur Entlastung des Gewissens, sondern gibt in einem gewissen Sinn den Bewusstseinszustand der Täter korrekt wieder. Wer einen Befehl ausführt, erlebt sich selbst nicht als handelnde Person, sondern als passiv, fast so, als ob jemand anders ihm die Hand führen würde. Das ist sogar messbar, zumindest in der künstlich hergestellten Situation des beschriebenen Experiments.

    Es erscheint jedoch abwegig, aus diesem Anlass die Frage der strafrechtlichen Verantwortlichkeit neu zu überdenken, was nicht nur die Autoren der Originalstudie, sondern auch zahlreiche Kommentatoren vorschlagen. Denn ein Verhalten liegt nicht schon deshalb außerhalb der Verantwortung des Handelnden, weil man sein physiologisches Korrelat im Gehirn messen kann.

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  32. „Formfleisch“ waren auch die von Rechten oft (realistisch betrachtet zu Unrecht) bewunderten und idealisierten Spartiaten. Aufschlußreich ist diesbezüglich der erste Teil von Bret Devereaux‘ hervorragender siebenteiliger Artikelreihe This. Isn’t. Sparta., Part I: Spartan School.

    Darin legt der Autor schonungslos das agoge genannte spartanische Knabenerziehungssystem dar, das den brutalen Methoden der Rekrutierung und Formung von Kindersoldaten im heutigen Afrika und anderswo in der Dritten Welt ähnelte, teils sogar noch abscheulicher war (auch abscheulicher als das osmanische Devshirme-System). Alle Söhne der eigentlichen Bürger Spartas, der „Aristokraten“, mit Ausnahme der erstgeborenen Thronerben der beiden Erbkönige wurden im Alter von sieben Jahren ihren Eltern weggenommen und in eine Erziehungsanstalt gebracht, wo man ihnen nicht etwa wie in einer Schule Wissen beibrachte, sondern sie unter härtesten Bedingungen zu grausamen Mördern (ver)formte.

    Sie wurden bewußt unterernährt, um sie zum Stehlen von Nahrung anzuspornen, und wenn man sie erwischte, wurden sie brutal bestraft. Diese Bestrafungen wurden von den jeweils älteren Jungen durchgeführt, die man damit zu Komplizen machte und mit ein bißchen Macht über andere, Schwächere belohnte. Es gab sexuelle Gewalt und sexuelle Ausbeutung durch erwachsene Männer unter 30, die in Sparta noch nicht heiraten durften und mit denen sie eine „Beziehung“ eingehen mußten.

    Und wozu das alles dient, was es bewirkt, zeigt sich im Initiationsritus im Rahmen der krypteia, wozu ich Bret Devereaux das Wort erteile, indem ich den betreffenden Abschnitt seines Teil 1 hier in meiner Übersetzung präsentiere (mit Bildern aus dem Essay):

    Ein Initiationsritus für die älteren Jungen in der agoge war die Mitgliedschaft in der krypteia (κρυπτεία). Es ist nicht klar, ob alle jungen Männer diesen Initiationsritus durchmachten oder nur die vielversprechendsten (Plut. Lyc. 28.2 deutet an, daß es nur die besten waren, Plato Laws 633 scheint anzudeuten, daß es ein ziemlich gängiger Initiationsritus war; von den modernen Wissenschaftlern folgt Cartledge, Sparta and Lakonia (1979) Jeanmaire (1913) darin, daß er sie als allgemeine Institution sieht, und ich stimme zu). Plutarch versucht diese Institution auf die 460er-Jahre zu datieren, statt sie als Teil der ursprünglichen spartanischen Verfassung zu sehen, aber das kann nicht stimmen, da Herodot davon zu wissen scheint (Hdt. 4.146.2) und sie als einen bereits alten Brauch betrachtet.

    Was tut die krypteia ? Sie schwärmen auf dem Land aus (das von den Heloten bestellt wird, einer Unterschicht von Sklaven, die wir im nächsten Beitrag detaillierter diskutieren werden), versteckten sich bei Tag und kamen nachts heraus und ermordeten alle Heloten, die sie antrafen, oder von denen sich dachten, daß sie einen unabhängigen Geist zeigten (Plut Lyc 28), funktionierten im Wesentlichen als eine Geheimpolizei, um die Heloten durch exemplarische Morde auf Linie zu halten. Wir werden in späteren Beiträgen darauf zurückkommen, um diese Institution durch die Augen von Heloten zu betrachten.

    Dies ist vielleicht die eklatanteste Art, auf die „300“ die agoge beschönigt. Im Film besteht Leonidas die Reifeprüfung, indem er einen Wolf tötete, der Jagd auf ihn machte. Aber es ist fast sicher, daß der wirkliche Leonidas die Abschlußprüfung seiner spartanischen Ausbildung bestand, indem er nachts einem unbewaffneten, untrainierten Mann nachstellte und ihn ermordete. Den Sohn einer Mutter, den Bruder irgendeiner Schwester, den Vater irgendeines Kindes. Unser Held, Ladies und Gentlemen.


    Stellt euch diese Szene vor, aber statt eines furchterregenden Wolfes ist es ein verängstigter und verwirrter, unbewaffneter und untrainierter Mann, der sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmert und nachts nach Hause geht.

    Aber wartet – wir können uns vorstellen, wie das Töten eines furchterregenden und gefährlichen Wolfs einen Mann auf den Kampf vorbereiten oder seinen Mut beweisen könnte. Aber warum muß Leonidas – der an diesem Punkt ein Jahrzehnt Kampftraining hinter sich hat und bewaffnet ist, einen unbewaffneten, untrainierten und ungewarnten versklavten Mann töten, um ein voller Spartiat zu werden?

    Was beweist ein einfacher Mord?

    Indoktrination und Kindersoldaten

    Soweit haben wir dieses „Bildungssystem“ auf ziemlich einfache Art diskutiert und nur seine Elemente beschrieben. Moderne Parallelen heranzuziehen, kann uns zu verstehen helfen, was die agoge tut, was sie ist, warum sie so funktioniert, wie sie es tut, und was wir von ihr halten könnten.

    Die der spartanischen agoge am nächsten kommenden modernen Institutionen sind Systeme für die Indoktrinierung und Konditionierung von Kindersoldaten und Terroristen. Tatsächlich sind die Parallelen nicht bloß nahe, sondern beinahe exakt.

    (Es gibt eine wahrhaft deprimierende Vielzahl von Gruppen auf der Welt, die immer noch Gebrauch von Kindersoldaten machen, oft in schrecklich jungem Alter. Ich habe, um diesen Vergleich so tief in Fakten zu verwurzeln, wie ich konnte, so breitgefächert über sie zu lesen versucht, wie ich Zeit dafür hatte. Das Folgende beruht hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, auf A. Honwana, Child Soldiers in Africa (2006); M. Bloom und J. Horgan, Small Arms: Children and Terrorism (2019); Depuy und Peters, War and Children (2010); Beber und Blattman, „The Logic of Child soldiering and Coercion” IO 67.1 (2013): 65-104; Woodward und Galvin, „Halfway to Nowhere: Liberian Former Child Soldiers in a Ghanaian Refugee Camp” AAAG 99.5 (2009): 1003-1011. Ich habe Mühe zu vermitteln, wie zutiefst herzzerreißend diese Recherche gewesen ist.)

    In funktional allen ihrer Stadien ähnelt die spartanische agoge sehr modernen Systemen für die Indoktrinierung und Konditionierung von Kindern, um als Kindersoldaten oder Terroristen Gewalttaten zu begehen. Wie funktional alle solchen Systeme beginnt sie mit der Trennung des Kindes von seinen Eltern; die agoge ist nur insofern ungewöhnlich, als sie diese Trennung in einem jüngeren Alter als der Durchschnitt durchführt. Während die agoge im Alter von 7 beginnt, halten Beber und Blattman (2013) fest, daß das Durchschnittsalter bei der Entführung von Kindern in der Lord’s Resistance Army in Uganda näher an 15 liegt (obwohl das teilweise mit der seltsamen Altersverteilung als Ganzes in Uganda auf Grund des Konflikts zu tun hat).


    Bild: Entführung macht die Konditionierung und Indoktrinierung von Kindersoldaten leichter. Ich bin zutiefst unüberzeugt davon, daß die gesellschaftliche Sanktionierung dieser Aktivität sie irgendwie weniger traumatisch macht.

    Entführungen sind wichtig, weil die Entfernung aus der Familienstruktur das Kind loslöst und es viel offener für Suggestion und Indoktrination macht. Oft werden diese Gruppen Schritte unternehmen, um sicherzustellen, daß es entführten Kindern effektiv unmöglich ist, sich wieder ihren Familien anzuschließen. In den meisten Fällen bedeutet das den Einsatz von Gewalt oder Gewaltandrohung gegen die Familien, obwohl in manchen Fällen (einschließlich Spartas) stattdessen intensive soziale Scham benutzt wird. Zum Beispiel setzten maoistische Militante in Nepal die Kombination von Gewaltdrohungen gegen Familien mit Scham für die Kinder ein, um ein ähnliches Trennungssystem in Kraft zu setzen, wie es in der agoge praktiziert wurde (Bloom und Horgan (2019), Kap. 6.

    Gewalt, oft einschließlich sexueller Gewalt – und insbesondere die Abwechslung von Gewalt mit „Belohnungen“ wie Anerkennung oder häufig Nahrung – ist eine Schlüsselkomponente in diesen Systemen. Es ist besonders häufig, daß ältere Rekruten gezwungen werden, diejenigen zu sein, die Gewalt gegen die neueren Rekruten einsetzen – Beber und Blattman (2013) merken an, daß unter Kindersoldaten in der LRA 54 % angaben, selbst schwer geschlagen worden zu sein, und 55 % meldeten, daß Entführte gezwungen wurden, neue „Rekruten“ zu schlagen oder sogar zu töten. Brutale Bestrafungen – besonders wenn zugefügt durch (ältere) Mit-Entführte – dienen der Stärkung der Gruppenmitgliedschaft und Solidarität sowie zur Konditionierung von Loyalität gegenüber dem (erwachsenen) Gruppenführer.

    Bloom und Horgan (2019) merken an, daß Essens- und Schlafentzug – beides Aspekte der spartanischen agoge (Xen. Lac. 2.5-7 erwähnt beides) – häufig eingesetzt werden, um Kinder physisch und emotional erschöpft zu halten, was sie für die Konditionierung formbarer macht. Die agoge verschmilzt diese, indem sie künstliche Essensknappheit nutzt, um zu Übertretungen zu zwingen, die dann gewaltsam bestraft werden können, bevor man den Täter wieder in die Gruppe integriert, womit der gesamte Zyklus der emotionalen und geistigen Manipulation in ein einziges Ereignis komprimiert wird.

    Und – in Übereinstimmung mit dem obigen Absatz – die Bestrafungen wurden oft durch die älteren Jungen durchgeführt (Plut. Lyc. 18.2-3), genau wie in Gruppen wie der LRA. Dies steigert bei den Entführten die Gefühle der Komplizenschaft und der Zugehörigkeit und verwandelt sie langsam von Opfern in Täter (obwohl wir festhalten sollten, daß – nachdem es Kinder sind – sie alle Opfer bleiben) und gibt ihnen gleichzeitig eine „Belohnung“ in Form vermeintlicher Macht über ihre Kameraden.

    Dieser Vergleich beantwortet unsere vorherige Frage: warum muß Leonidas einen Heloten ermorden? Weil – wie nahezu die gesamte Literatur über Kindersoldaten festhält – der letzte Akt der Konditionierung, die „Abschlußprüfung“ für die volle Mitgliedschaft in der Gruppe, sehr häufig ein Akt grenzüberschreitender, irreversibler (lies: tödlicher) Gewalt ist, typischerweise ein Mord. Mit dieser Tat wird das Kind gezwungen, sich voll in die Maschinerie der Gewalt einzufügen, eine Brücke hinter sich zu verbrennen, über die es nie wieder voll zurückgehen kann. Sie zementiert seinen Platz in der Gruppe, denn nur innerhalb der Gruppe macht diese Tat es zu einem Mann – der Gruppe den Rücken zuzukehren heißt, dieses Ereignis von einem Initiationsritus in einen gemeinen Mord zu verwandeln, von einer stolzen Leistung in eine untilgbare Schande. Sehr wenige Menschen irgendwo, zu irgendeiner Zeit, haben das moralische Zeug dazu, solch eine Wahrheit zu akzeptieren, und somit zwingt die finale Gewalttat sie dazu, die Lüge zu leben.


    Dies ist Leonidas‘ Lohn für Mord: öffentlicher Beifall und Respekt von seiner gesamten Gesellschaft, und alle seine Familienmiglieder und Freunde schauen zu. Denkt über diesen Moment nach, denkt an den anschwellenden Stolz, den er an dieser Stelle über den kaltblütigen Mord empfinden muß, den er kürzlich begangen hat, und es ist plötzlich sehr gut möglich zu verstehen, warum so vielen Kindersoldaten die Rückintegration in die normale Gesellschaft so schwer fällt.

    Aber wartet, höre ich jemanden sagen – dieses System wird von seinen Absolventen betrieben. Sicherlich würden sie es stoppen, wenn es so schrecklich war, richtig? Nein. Wie Bloom und Horgan (2019) anmerken: „selbst nach ihrer Freilassung können viele Kinder positive Assoziationen und Erinnerungen zu ihren Erfahrungen in den Trainingslagern behalten, obwohl sie objektiv schreckliche Bedingungen erduldeten und traumatischen Ereignissen ausgesetzt waren.“ Die ganze Natur der durch das wiederholte Trauma dieser Systeme geschaffenen Konditionierung und Indoktrination ist solcherart, daß sie eine starke Loyalität gegenüber dem System einflößt – was viel vom spartanischen Sozialkonservatismus erklärt. Es bedeutet auch, daß, wenn jemand wie Xenophon auftaucht und danach fragt, man ihm natürlich sagen wird, daß es fantastisch war, nicht weil es das war, sondern weil die Natur des Traumas selbst ein tiefes emotionales Bedürfnis der Opfer dieses Traumas erzeugt zu glauben, daß es das war.

    Ich möchte hinzufügen, daß wir es auch mit Überlebenden-Bias zu tun haben. Die Jungen, die an Unterernährung starben, oder die durch die rituellen Schläge getötet wurden, waren nicht da, um Xenophon davon zu erzählen. Männer, die auf irgendeine Weise versagten, die von diesem System zerbrochen wurden, waren nicht in den ganz elitären Kreisen (erinnert euch, Xenophon ist der beste Kumpel eines der spartanischen Könige), um Xenophon zu erzählen, wie dieses System ihr Leben ruinierte. Die Männer, die da waren, um mit Xenophon zu reden, waren die Gewinner dieses Systems – es sollte nicht überraschen, daß sie es als berechtigt verteidigten. Niemand ist mehr von der Fairness eines Spiels überzeugt als der Mann, der gewonnen hat.


    Diese Kinder hier unten bekamen nie die Chance, Xenophon zu sagen, was sie von Lykurgs Gesetzen und der spartanischen Gesellschaft hielten.

    Das soll nicht heißen, daß die Produkte dieser Systeme – einschließlich der agoge – unbeschadet daraus hervorgingen. Die dokumentierten Erfahrungen moderner Kindersoldaten mit ihrer Mühe, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren und mit ihrem Trauma fertigzuwerden, deuten darauf hin, daß die Produkte der agoge emotional verkümmert und zu Gewalt und sozialer Isolation neigend sein sollten – sowie konformistisch und unflexibel (Merkmale, die Bloom und Horgan [2019] besonders bei Kindersoldaten von ISIS bemerken) – Eigenschaften, die wir, wie ich im weiteren argumentieren werde, ganz deutlich in der spartanischen strategischen Kultur sehen können.

    Schlußfolgerungen

    Um es zusammenzufassen: weit davon entfernt, irgendein ideales System für das Großziehen von Kindern zu sein, wie Xenophon meint, erscheint die spartanische agoge funktional identisch mit modernen Systemen, die Trauma für die Konditionierung von Kindersoldaten einsetzen. Ich habe ein Muster der Dysfunktion und Gewalt angedeutet, von dem ich erwarte, daß es den Rest unseres Gesprächs über Sparta illustrieren wird. Dies ist der Grund, warum ich – trotz dem, wie grimmig diese Diskussion gewesen ist – mich dafür entschieden habe, mit der agoge zu beginnen. Sparta war nicht bloß an der Spitze kaputt oder an den Rändern. Diese Gesellschaft war von ihren Grundlagen her auf Arten kaputt, wo es nicht anders sein kann, als daß sie sich auf den gesamten Rest der Gesellschaft ausbreiten.

    Ich weiß, daß es eine gewisse Sorte von Menschen gibt, die all dies dennoch als irgendwie die Sache wert betrachten werden, weil es die Spartaner zu super-badass-Kriegern machte. Ich hoffe, daß diese Leser hier bleiben, denn wie wir im Laufe der nächsten paar Wochen herausfinden werden, tat es nichts dergleichen. Spartanische Soldaten waren keine Supermänner, und spartanische Armeen waren weit davon entfernt, unschlagbar zu sein. Falls überhaupt, sind die Fingerabdrücke der agoge und ihres Traumas in den Ursachen für Spartas Scheitern sichtbar, nicht seines Erfolges.

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  1. Neue LUFTPOST! Halle: Noch „Formfleisch“ oder schon „Beyond Meat“?!! – Chaosfragment

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