Freihandel funktioniert nicht

Von Donald Thoresen, übersetzt von zippelmütz. Das Original Free Trade Doesn’t Work erschien am 15. September 2015 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

 

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Ian Fletcher

Free Trade Doesn’t Work: What Should Replace It and Why

Washington, D.C.: U.S. Business and Industry Council, 2010

[Freihandel funktioniert nicht: Was ihn ersetzen sollte, und warum]

Unter denjenigen, die sich als Teil der Neuen Rechten betrachten, gibt es eine zunehmende Aufmerksamkeit gegenüber Problemen, die in den Theorien und Praktiken des neoliberalen Kapitalismus inhärent sind, und zwar speziell gegenüber dem Globalismus und dem Freihandel. Diese Entwicklung ist nicht überraschend. Das Begründungsprinzip der Neuen Rechten und all ihrer verschiedenen Fraktionen ist, daß es eine rassische Basis der Kultur gibt. Wenn man einmal den intellektuellen Mut aufbringt und die Fähigkeit, praktisch über diese fundamentale Wahrheit nachzudenken, werden die Widersprüche zwischen der Parteinahme für Weiße als eines legitimen politischen Rassenkollektivs und der Parteiname für ein internationalistisches Wirtschaftssystem erschütternd offensichtlich. Das Kernproblem ist tatsächlich sehr einfach: beim Freihandel kann die kapitalistische Klasse in andere Länder fliehen, um die Gesetze und Regeln zu umgehen, die geschaffen wurden, um die allgemeine Gesundheit und das Glück der nationalen Bürger zu vergrößern, während sie gleichzeitig weiterhin Wohlstand aus eben diesen Leuten ziehen, und, ganz entscheidend, ohne das Versprechen von vergrößertem Wohlstand durch „effiziente“ Allokation von Ressourcen in einem globalen Markt einzulösen – sondern oft deren Nettowert noch vermindern. Dazu kommen natürlich noch viele andere verwandte Probleme, nicht zuletzt der radikale demographische Wandel.

Die westlichen Regierungen haben sich seit Jahrzehnten in diese Richtung bewegt, als ein Resultat von Korruption, Ideologie, und schlechtem Wirtschaften. Im Zusammenspiel mit internationalistischen Freihändlern wurden die Staaten eher zu Ausbeutern als zu Beschützern. Und anstatt als der ultimative Ausdruck spezieller Rassekulturen zu existieren, wurden diese Staaten Plastikschachteln voll Banalitäten und gespenstischer Überbleibsel ihrer historischen Vergangenheit. Die Bürger wurden verarmt und durch billige fremde Arbeitskräfte ersetzt (entweder durch Offshoring oder Einwanderung), und ihre einmal homogenen und ordentlichen Gemeinden wurden zunehmend multikulturell und entsprechend unvertraut, unerfreulich, und unsicher.

Für kapitalistische Freihandelsbefürworter (und, nicht ganz zufällig, auch Marxisten) ist die Wirtschaft die Grundlage aller menschlichen Aktivität. Für diejenigen allerdings, die glauben, daß Rasse das Grundelement der Kultur sei, muß die Wirtschaft schon in ihren Grundzügen wenig mehr als ein soziales Konstrukt sein, das den Leuten entweder nützen oder schaden kann, je nachdem, wie es organisiert ist, und, als wichtigstes, wer es organisiert. Als solche sind die Neuen Rechten gezwungen zu erkennen, daß die Annahmen gewisser wirtschaftlicher Gegebenheiten, die zutiefst mit unserer gegenwärtigen judaisierten Kultur verbunden sind, zuerst unter einem fundamentalen Kriterium auf den Prüfstand gestellt werden müssen: fördert eine bestimmte Methode oder Theorie langfristig Überleben und Wohlstand der Weißen? Wenn ja, wie? Wenn nicht, warum nicht?

In jeder Diskussion über Ökonomie wird es viele komplexe Sachverhalte einzubeziehen geben und verschiedene Wege, sie anzugehen. Es kann oft verwirrend sein, wenn man versucht, auch nur aus einem davon schlau zu werden, besonders da die meisten Argumente, von Links bis Rechts, sich mit Leichtigkeit solcher tiefsitzender, aber zweischneidiger und leicht manipulierbarer kultureller Werte wie „Freiheit“ und „Fairness“ bedienen. Es gibt jedoch jetzt ein wirklich gutes Buch, das einem helfen kann, in den Details der Freihandelsargumente zu navigieren und zu verstehen, warum sie sowohl irrig als auch gänzlich schädlich sind: Ian Fletchers Free Trade Doesn’t Work: What Should Replace It and Why [Freihandel funktioniert nicht – Was ihn ersetzen sollte, und warum].

Ian Fletcher ist ein in San Francisco lebender Wirtschaftswissenschaftler, der an der Columbia Universität und der Universität von Chicago studiert hat. Er war Senior Economist für die Coalition For a Prosperous America [Koalition für ein gedeihendes Amerika] von 2010-2012 und Forschungs-Fellow am U.S. Business and Industry Council [US-Rat für Geschäft und Industrie], zusätzlich dazu, daß er privat Studien betrieb und als Kolumnist bei der Huffington Post arbeitete.(1) In diesem Buch weist Fletcher viele Grundannahmen der Freihandelsbefürworter in einer sehr direkten Sprache zurück, so daß „gewöhnliche Bürger… genug über die Wirtschaftslehre wissen (können), die angeblich den Freihandel rechtfertigt, um sich in Konfrontationen mit Experten behaupten zu können und nicht wegen Unwissenheit aus der öffentlichen Debatte wegen ausgeschlossen werden.“ Das Buch behandelt einen so großen Bereich, daß es unmöglich ist, jedem seiner verschiedenen Punkte Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, aber in dieser Buchbesprechung werde ich ein paar der wichtigsten beleuchten.

In der Einleitung, die mit „Warum wir den Ökonomen nicht trauen können“ überschrieben ist, macht Fletcher seine Bedenken gegenüber Berufsökonomen deutlich. Er argumentiert, daß diejenigen Wirtschaftswissenschaftler, die den Freihandel unterstützen, dies aus ein paar wenigen verschiedenen Gründen tun. Zuerst, weil sie, obwohl sie die Probleme des Freihandels kennen, schlichtweg glauben, daß die Alternative schlechter wäre. Er schreibt: „Die große Angst ist, daß, wenn dem Protektionismus auch nur ein bißchen Legitimität zugestanden wird, Sonderinteressen sich die Kontrolle krallen und die Wirtschaftslogik auf der Strecke bleibt.“(S.6) Aber dies, schreibt er, hat seinen Grund in einer Angst, die nicht „wirklich Teil der Wirtschaftswissenschaft ist… es ist eher eine gewissermaßen zynische Intuition über das amerikanische politische System.“(S.6). Aber dies, argumentiert er, beruht auf einer Furcht, die „nicht wirklich ein Teil der Wirtschaftswissenschaft ist… Es ist nur eine etwas zynische Intuition über das amerikanische politische System“ (S. 6)

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