Wilfred Thesiger bei den Beduinen

[In dieser Form ursprünglich von mir als Deep Roots bereits auf „As der Schwerter“ veröffentlicht; die Bilder wurden von mir eingefügt]

Heute bringe ich keine Übersetzung, sondern eine „Abschreibeübung“, nämlich Auszüge aus dem Reisebericht des britischen Kolonialbeamten Wilfred Thesiger, der auf der Suche nach den Brutstätten der Wanderheuschrecken 1948-52 zweimal die gefürchteten „Empty Quarters“, das „Leere Viertel“ der großen arabischen Sandwüste durchquerte. Thesiger ist zwar ein Araberversteher, dessen Werturteile uns teilweise gegen den Strich gehen werden (das müssen wir halt „aushalten“), aber seine Schilderungen bieten uns von „unverdächtiger“ Seite Eindrücke davon, wie anders die Wüstenaraber sind, wie sehr ihre in Jahrtausenden evolutionär geprägten Wesenszüge und Wertmaßstäbe sie in kaum veränderbarer Weise von uns unterscheiden, und zeigen uns, daß man sie auf Gebieten, von denen sie etwas verstehen, bestimmt nicht unterschätzen darf.

Und gegenüber den Zukunftsprognosen, die Thesiger in seinen letzten Absätzen äußert, sieht unsere heutige Wirklichkeit, mehr als ein halbes Jahrhundert später, doch sehr anders, sogar konträr aus. Aber lassen wir ihn nun erzählen:

 

BEI DEN BEDUINEN, von Wilfred Thesiger

Den Brunnen Shisur hatten wir vor acht Tagen verlassen, und unser Wasservorrat war vor 24 Stunden zu Ende gegangen. Wir befanden uns in der Nähe von Bir Hanu, dem „Süßen Brunnen“, als wir an einer Stelle, wo vor einigen Monaten Regen gefallen war, auf Büsche von gelbblühenden Tribulus stießen. Nachdem unsere Kamele eine Zeitlang geweidet hatten, schlug ich vor, wir sollten weiter zum Brunnen ziehen, denn ich hatte Durst. Schließlich brachen Tamtaim, Sultan und Musallim mit mir auf. Die anderen sagten, sie kämen später nach, wenn ihre Kamele satt seien. Am Brunnen angekommen, sattelten wir unsere Kamele ab, tränkten sie und ließen uns dann in der Nähe des Brunnens nieder. Noch hatte keiner von uns getrunken. Ich wollte nicht ungeduldig erscheinen, aber schließlich schlug ich vor, daß wir trinken sollten. Sultan reichte mir eine Schale mit Wasser. Ich bot sie dem alten Tamtaim an, doch der meinte, ich solle nur trinken, er werde auf die anderen warten. Und er fügte hinzu, es sei nicht schicklich, wenn er trinke, ehe sie einträfen, seien sie doch seine Reisegefährten. Ich hatte bereits gelernt, daß ein Bedu seinen Gefährten niemals etwas voraus haben will und daß er daher niemals in ihrer Abwesenheit ißt, aber diese Enthaltsamkeit schien mir übertrieben. Die anderen kamen erst fünf Stunden später. Und ich war schon recht verzweifelt und sehr durstig. Zufälligerweise schmeckte das Wasser, das wunderbar kühl und klar aussah, als sei es mit einer starken Dosis Bittersalz versetzt. Ich nahm einen großen Schluck und spuckte es unwillkürlich wieder aus. Das war meine erste Erfahrung mit dem Wasser von al-Rimal, den Großen Sanden.

Plötzlich ließ der Wachtposten auf dem Hang einen Warnruf ertönen. Wir ergriffen unsere Gewehre, die wir stets zur Hand hatten, und gingen um den Brunnen in Stellung. Die Kamele wurden rasch hinter dem Felsrücken versammelt. In der Ferne konnten wir Reiter näherkommen sehen. Jeder Fremde gilt hier als Feind, solange er nicht seine friedlichen Absichten zu erkennen gibt. Wir feuerten zwei Schüsse in die Luft. Die Reiter kamen unbeirrt näher, schwenkten ihre Kopftücher, und einer von ihnen sprang von seinem Kamel und warf eine Handvoll Sand in die Luft. Wir ließen die Gewehre sinken, und einer sagte: „Es sind Raschid – ich kann Bin Shuwas’ Kamel erkennen.“ Die Bedu erkennen Kamele, noch ehe sie einen Menschen erkennen können.

(mehr …)

Götter, Götter, Götter: Donner und Fruchtbarkeit

Bronzene Zeusstatue von ca. 470 v. Chr., gefunden im Meer vor Kap Artemision.

Von „bast“, aus dem Historie-Magazin „Karfunkel“ Nr. 79 Dezember 2008 – Januar 2009. Dort ist der Artikel unter dem Originaltitel „Götter, Götter, Götter, Teil 3: Donner und Fruchtbarkeit“ erschienen; das mit „Teil 3“ habe ich wie bei „Teil 4: Die Macht der alten Mütter“ weggelassen, um den irrigen Eindruck zu vermeiden, daß die anderen Teile ebenfalls hier erschienen seien.

* * *

Diesmal beschäftigen wir uns mit den wahrhaft merkwürdigen Gemeinsamkeiten in den Vorstellungen über die heidnischen Götter und stellen zwei davon näher vor: die Donnergötter (Zeus, Jupiter, Taranis, Donar/Thor etc.) und die Fruchtbarkeitsgöttinnen.

Wenn wir heute ein Gewitter erleben, ruft das kaum noch eine nennenswerte Reaktion hervor. Die Mutter meiner Grundschullehrerin pflegte sich jedoch bei nächtlichen Gewittern noch vollständig anzukleiden. Sie nahm eine Tasche mit den wichtigsten Papieren zur Hand und machte sich bereit, notfalls vor den Naturgewalten die Flucht zu ergreifen. Was uns heute mehr als übertrieben erscheint, war für die Menschen früherer Zeiten eine durchaus vernünftige Handlungsweise. Denn Blitz und Donner waren keine nette Garnierung eines gemütlichen Krimiabends, sondern ernstzunehmende Zeichen einer Wesenheit, der man einen Namen geben wollte, um mit ihr in Verhandlungen zu treten und sie womöglich bannen zu können.

Daß außerordentliche Naturereignisse Beweis einer göttlichen Macht waren, wurde nicht in Frage gestellt. Der Zorn der Götter war vielmehr die ganz normale Antwort auf die uralte Frage, von wem um alles in der Welt eine solch gewaltige Kraft ausgehen könne. Konnte man diese näher bezeichnen, sie Thor, Zeus, Jupiter oder Taranis nennen, rückte ein Übereinkommen mit ihr in den Bereich des Möglichen. Man konnte versuchen, den Gott mit Opfergaben gnädig zu stimmen, ihm durch Anbetung und die Errichtung von Tempeln oder Statuen zu bezeugen, welche Macht man ihm zusprach, und dies mit der Hoffnung verbinden, er möge es für obsolet halten, diese dann durch übertrieben heftige Gewitter, womöglich mit Blitzeinschlägen in die eigene Hütte zum Ausdruck zu bringen.

Der Grashalm wächst nicht schneller, wenn man daran zieht

Dennoch wollten die Menschen zu keiner Zeit die Möglichkeit außer acht lassen, die Fruchtbarkeit der Felder irgendwie günstig zu beeinflussen. Also suchte man auch für sie Ansprechpartner und fand sie in den zahllosen Fruchtbarkeitsgöttinnen der vorchristlichen Religionen: Isis, Astarte, Aphrodite, Aschera, Demeter, Ceres und Inanna; die Namen sind oft austauschbar, denn die Kulte weisen eine bemerkenswerte Kontinuität auf und neigen – auch bei gänzlich verschiedenen Herkunftsregionen – dazu, einander zu ergänzen und zu bereichern.

(mehr …)

Schockierende Unterschiede

Von Dr. William L. Pierce, übersetzt von Lucifex. Das Original Shocking Differences erschien online am 1. Dezember 2018 auf National Vanguard; ursprüngliche Quelle: Free Speech Magazine, April 2001, Volume VII, Nr. 4)

Während der vergangenen paar Wochen haben wir ein bißchen über die „Vielfalt“ gesprochen, die von der Regierung und von den jüdischen Medien so energisch forciert wird, und ich habe anscheinend ein paar respektlose Bemerkungen über dieses sehr sensible Thema gemacht, die einige unserer politisch korrekteren Zuhörer sehr verärgert haben, denn ich habe eine Anzahl von Briefen von Lesern erhalten, die praktisch in Tränen aufgelöst waren.

Der allgemeine Tenor dieser Briefe lautet: „Warum können wir nicht alle einfach lernen, miteinander auszukommen? Wir sind in Wirklichkeit alle gleich. Der einzige Unterschied zwischen uns ist die Hautfarbe; warum ist das für Sie so wichtig?  Warum hassen Sie Menschen, nur weil sie aus einem anderen Land sind? Indem sie mit ihren andersartigen Gebräuchen hierherkommen, bereichern sie unser Leben.“ Et cetera. Manche der Briefe waren mehr auf der weinerlichen, händeringenden Seite, und manche waren mehr auf der aggressiven, hasserfüllten Seite, aber sie alle wurden von Leuten geschrieben, die darüber bekümmert waren, daß ich den Strom nichtweißer Einwanderer nach Amerika stoppen, diejenigen hinaustreten will, die bereits hier sind, und dann die Leute jagen und hängen will, die es arrangiert haben, daß sie hierhergebracht werden.

Manche Leute können einfach nicht verstehen, warum ich das tun möchte. Ich muß mit einem Dutzend Interviewer von den Massenmedien gesprochen haben, die mich fragten: „Was ist falsch am Multikulturalismus? Warum halten Sie ihn für schlecht?“ Das ist genau das, was ich letzte Woche von einer hübschen, jungen Reporterin für eine deutsche Fernsehnachrichtensendung gefragt wurde. Und ich glaube, daß sie es ehrlich meinte. Sie verstand es wirklich nicht. Das ist der Lemming-Faktor. Das Mädchen war nicht dumm. Es ist nur so, daß ihr Gehirn in einer Weise verdrahtet ist, daß sie unfähig ist, irgendeine Information aufzunehmen oder zu einer Schlußfolgerung zu kommen, die politisch inkorrekt ist.

Wenn Multikulturalismus und Vielfalt nicht von den kontrollierten Massenmedien beworben würden – wenn es immer noch politisch korrekt wäre, ein sauberes, weißes Amerika zu wollen, so wie es, sagen wir, vor 50 Jahren hier war, und auch wie es in ihrem Land bis 1945 war – dann würde sie sehr gut verstehen können, warum Multikulturalismus gesellschaftlich, kulturell und rassisch destruktiv ist. Sie würde mir völlig zustimmen. Aber weil es jetzt unmodern ist, solche Dinge zu verstehen, kann sie es nicht. Und ich meine nicht, daß sie es nicht verstehen will; ich meine, daß sie es nicht verstehen kann. So funktionieren Lemminge.

Ich habe oft darüber nachgedacht, wie wir die Verdrahtung im Gehirn eines Lemmings umgestalten und ihm oder ihr ermöglichen können, das zu verstehen, was durch den überwältigenden Zwang zur Anpassung, zum Modisch-Sein, blockiert wird. Ich habe in der Vergangenheit nur halb im Scherz über die Eichentischbein-Methode der Überzeugung gesprochen: darüber, einen Lemming auf eine Diät von 500 Kalorien pro Tag zu setzen und ihn etwa einmal am Tag mit einem Tischbein aus Eichenholz halbtot zu schlagen, bis er sein Denken geklärt hat. Das ist die Methode, die die Kommunisten in ihren sogenannten Lagern zur „Umerziehung durch Arbeit“ verwendeten, und sie scheint recht gut funktioniert zu haben. Es ist auch die Methode, die die Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg bei der deutschen Bevölkerung anwandten, um sie ihren Fehler erkennen zu lassen, Hitler unterstützt zu haben. Schließlich hatten sie den Großteil der Deutschen dazu gebracht, Hitler die Schuld an ihrem Leiden zu geben statt den Leuten, die sie vergewaltigten, schlugen, ausplünderten und aushungerten.

Nun, natürlich kann ich Trauma und Entbehrung nicht als Erziehungsmethode benutzen, aber vielleicht ist es trotzdem möglich, einen Lemming durch Schock zur Vernunft zu bringen. Ich weiß es nicht, aber es ist etwas, das Sie selbst versuchen könnten. Reden wir mit dem im Sinn also kurz über die Chinesen. Die Chinesen sind ein Volk, mit dem wir schnell immer mehr zu tun bekommen, sowohl durch Handel als auch durch Einwanderung. Und der richtig konditionierte Lemming wird Ihnen sagen, daß daran absolut nichts falsch ist. Die Chinesen sind immerhin genau wie wir, außer daß sie eine andere Sprache sprechen, ein wenig dunkler sind und Schlitzaugen haben. Sie tragen wundervoll zu unserer „Vielfalt“ hier bei. Sie bereichern unsere Kultur durch ihre Anwesenheit.

Nun, in Wirklichkeit sind sie nicht ganz wie wir. Sie haben andere Gebräuche, und diese anderen Gebräuche kommen aus einer anderen Art, die Welt zu betrachten, einer anderen Einstellung zum Leben, und diese andere Einstellung entwickelte sich im Laufe von tausenden Generationen des Lebens in einer Umwelt, die sich von der Umwelt unterschied, in der unsere Vorfahren lebten. Zum Beispiel essen die Chinesen Babies und sehen nichts Falsches darin. [Anmerkung des Redakteurs (Chris Rossetti von National Vanguard; d. Ü.): Viele werden Dr. Pierces Behauptung schwer zu glauben finden. Aber beachten Sie, daß sogar der Establishment-„Faktenchecker” Snopes in seiner Mitteilung, daß es ein chinesischer „Performancekünstler“ war, der den scheinbaren Fötus aß (und sie geben zu, daß es ein wirklicher Fötus gewesen sein könnte) auch zugibt, daß über die Verwendung abgetriebener Babies für den menschlichen Verzehr seit Jahren in Mainstream-Quellen berichtet worden ist. Siehe die Fußnote am Ende des Sendungstexts.]

(mehr …)

Wie man nach Europa kommt – Anleitung für Senegalesen – Teil 2

Französische Originaltitel: Europe 2008: le pack slavopolak vom 9. Januar 2008, Europe 2010: les nouveautés vom 6. Januar 2010 und France 2012 : les nouveautés vom 17. April 2012. Alle drei erschienen auf Senegalaisement.com. Übersetzt von Osimandia (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“; hier ohne die leider nicht mehr verfügbaren Bilder wiedergegeben).

Hier geht es zu Teil 1

Im Sommer 2006 haben wir sechs Pakete vorgestellt, mittels derer man sein Heimatland in Richtung Europa verlassen kann. Wie viele Zehntausende Senegalesen sind wohl seither erfolgreich in den Schengenraum gelangt? Es gibt keinen einzigen Senegalesen, der nicht mindestens ein Familienmitglied hat, das während der vergangenen zwei Jahre aus seinem Land ausgewandert ist. Aber wie viele haben den Tod gefunden, weil sie idiotischerweise das Paket D-Day ohne jegliche Vorbereitung und ohne jegliche Sicherheitsvorkehrungen gebucht haben, wie wir sie empfohlen haben??? Ein Paket D-Day ist nichts für einen Analphabeten, der nicht in der Lage ist, zu verstehen, dass man sich vergewissern muss, dass Schwimmwesten und Seenot-Leuchtraketen vorhanden sind und das Boot mit GPS ausgestattet ist, bevor man an Bord geht.

Nach ausgedehnten Recherchen haben wir jetzt ein neues Paket entworfen, eines das preiswert und ohne Gesundheitsrisiko ist, und eine legale Einreise in den Kontinent ermöglicht. Es ist das Paket, das im Jahr 2008 vorzugsweise benutzt werden sollte. Wir haben es Paket Slawopolack getauft.

Eindringen nach Europa über den Osten:

Paket Slawopolack

Grün: Schengenraum - Zielländer Dunkelgrau: Intermediäre Zone/Eindringen und Transit leicht Weiß: Slawopolackei/ Eindrungen sehr leicht

Grün: Freies Europa (Schengenraum) ——>Zielländer Grau: Intermediäre Zone/Eindringen u. Transit leicht Weiß: Slawopolackei/Eindringen sehr leicht

Das direkte Eindringen auf das Territorium des Freien Europas (Schengenraum) gestaltet sich immer schwieriger. Aber viele Leute vergessen oft, dass die Europäische Union, der Schengenraum, nur einen kleinen Teil Europas ausmacht. Das ist, als ob man Afrika auf die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft reduzieren würde!

Wenn also auch die Einwanderungsbestimmungen des Freien Europas (Schengenraum) restriktiver geworden sind, sind zahlreiche osteuropäische Länder gegenüber afrikanischen Besuchern sehr offen geblieben. Diese Länder sind überwiegend von Slawen bevölkert, von denen die Polen eine Unterfamilie bilden, deren Sprache den ostslawischen Sprachen nahe verwandt ist. Wir haben diese Zone, die von Quartalssäufern bevölkert wird, daher Slawopolackei genannt.

Die Regel ist ganz einfach: Je weniger Sie von einem Land gehört haben, desto leichter bekommen Sie ein Visum für dieses Land. Moldawien oder Weißrussland sind offensichtlich die geeignetsten Eingangstore ins Freie Europa. Mazedonien, Albanien, Montenegro und Serbien folgen danach. Russland und Kroatien kommen an letzter Stelle der Kandidaten für das Paket Slawopolack.

Das massenhafte Eindringen über diesen Weg wird noch vor dem unvermeidlichen Anschluss dieser slawopolackischen Republiken an die Europäische Union empfohlen. Tatsächlich absorbieren die Europäische Union und der Schengenraum jedes Jahr neue Länder und machen die Einreise in den Kontinent für afrikanische Touristen und Reisende immer schwieriger (wenn die Dreckschweine der Europäischen Kommission Papua-Neuguinea Europa anschließen könnten, würden sie das tun…)

Wie ist vorzugehen und was kostet die Operation?

Vor allem muss man unbedingt einen Reisepass haben, was im Senegal kein ganz einfaches Unterfangen darstellt, seit es diese neuen biometrischen Pässe gibt.

Wenn man im Besitz des Passes ist, heißt es, die Reise vorzubereiten, indem man mehrere Parameter berücksichtigt.
Beachten Sie, dass ein Direktflug in die Intermediäre Zone oder die Slawopolackei nicht von Dakar aus empfohlen wird. Man muss bei diesen Flügen zwangsweise ein Land des Schengenraums durchqueren. Und das gestaltet sich nicht ganz unproblematisch, weil gewisse Länder ein „Transitvisum“ verlangen.

In der Theorie ist es so, dass wenn ein senegalesischer Staatsbürger in der so genannten „internationalen Zone“ eines Flughafens des Schengenraum bleibt, er kein Transitvisum braucht. Wenn er also in Madrid nur das Flugzeug wechselt, ohne die internationale Zone zu verlassen, ist das Transitvisum nicht erforderlich. Aber manche Länder verlangen von Senegalesen auch dann, im Besitz eines Transitvisums zu sein, wenn sie in der internationalen Zone bleiben: Das ist insbesondere der Fall in Portugal, Litauen, Italien und… Frankreich! (sehen Sie das PDF-Dokument ein, in dem die Lage zusammengefasst ist und die betroffenen afrikanischen Nationalitäten auch aufgelistet sind)

Nur wenige Fluggesellschaften fliegen von Dakar aus, und die Auswahl ist daher begrenzt: Es bleiben für den Transit nur Belgien (SN Brussels Airlines), Spanien (Iberia & Air Europa) und Deutschland (Lufthansa).

Es handelt sich also zum Beispiel um ein Flugticket Dakar – Minsk (Weißrussland) über Berlin mit der Lufthansa. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Zwischenstopp recht kurz ist, damit Sie nicht auf dem Flughafen kampieren müssen, weil Sie nicht das Recht haben, ihn zu verlassen. Klären Sie das mit Ihrem Reisebüro!

Abhängig von der Qualität des Reisebüros und dem slawopolackischen Zielstaat müssen Sie von 850 bis 1.600 Euro für das Flugticket Dakar – Slawopolackei ausgehen, zu dem Sie noch die Kosten für das Visum (durchschnittlich 40 Euro) dazurechnen müssen.

Seien Sie auf der Hut: Gewisse Personen werden versuchen, Sie zu entmutigen! Vor allem Ihre Familie, die bereits in Europa ist! Manche werden Ihnen mit nebulösen Ausflüchten („Buuuh, Europa ist nicht schön, es lohnt sich nicht, herzukommen“) sagen, dass das Paket Slawopolack nicht gut ist. Sie wollen einfach nur nicht, dass Sie kommen und sich bei ihnen einquartieren! Manche Reisebüros könnten ebenfalls versuchen, Sie zu entmutigen, weil sie die Gesetze des Schengenraums nicht kennen. Lassen Sie sich davon nicht beirren.

Wenn Sie erst einmal in der Slawopolackei sind, ist das Eindringen ins Freie Europa recht einfach: Rufen wir uns ins Gedächtnis, dass gewisse slawopolackische Länder noch im Mittelalter leben: Es sind Länder von Quartalssäufern. Moldawien ist schlechter ans Internet angeschlossen als der Senegal und der letzte rumänische Diktator Nicolae Ceaucescu war ein Blutsäufer wie Mobutu Sesse Kuku Gbendu Wazabenga! Das heißt, dass die Korruption in diesen Ländern ausgeprägter als in Afrika ist und eine kleine Banknote (keine CFA-Francs, aber zum Beispiel Rubel oder Leu) in die Hemdentasche eines Polizisten geschoben für eine zügige Regelung der Affären in diesen Ländern sorgt. Es ist also sehr leicht, an die Grenze zum Schengenraum zu gelangen. Dort beginnt der schwierigste Teil der Reise, der überwunden werden muss: Wenn Sie erst einmal die Grenze zum Freien Europa überwunden haben, können Sie sich im ganzen Schengenraum ohne Grenzkontrollen bewegen.

Für das Eindringen ins Freie Europa bieten sich Ihnen zwei Möglichkeiten:

  • Die Grenzüberquerung in oder unter einem Fahrzeug mit oder ohne Mitwisserschaft des Besitzers (wählen Sie dafür eher kleine Grenzposten)
  • Die Grenzüberquerung über die Felder in ländlichen Zonen ohne jegliche Grenzkontrolle.

In beiden Fällen ist Vorbereitung und ein Plan unerlässlich. Stürzen Sie sich nicht einfach so in die Grenzüberschreitung, auch wenn sie nicht sonderlich schwierig ist. Ideal ist die Durchführung im Frühling, vor allem für den Fall, dass Sie die Grenzüberschreitung über die Felder wählen.

Wenn Sie erst einmal die Schengengrenze überschritten haben, sind Sie frei!!!!!!!!!!! Sie können ohne jegliche Probleme den Bus oder den Zug nehmen, um sich in das Schengenland Ihrer Wahl zu begeben.

Wo geht man hin, wenn man erst einmal die Slawopolackei hinter sich gelassen hat?

Das sozialistische Spanien ist immer noch das erträumte Eldorado und alle Umfragen sehen Zapatero (den alten Latschen) als Gewinner der kommenden Wahlen im März 2008. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er – selbst wenn er keine Massen-Aufenthaltslegalisierungen wie im Jahr 2004 durchführen wird, die Erlangung von Aufenthaltsgenehmigungen für Senegalesen stark erleichtern wird. Rufen wir uns ins Gedächtnis, dass er der Urheber großzügiger Programme für Saisonarbeits-Genehmigungen für senegalesische Staatsbürger war, von denen 80% in Spanien geblieben sind, anstatt in den Senegal zurückzukehren, wie es in ihrem Vertrag vorgesehen war. Spanien scheint das beste Zielland zu sein, zumindest während der kommenden vier sozialistischen Jahre.

Italien könnte sich auch als interessant herausstellen, insbesondere für Muriden, die Handel treiben wollen (zahllose Touristenorte und dank der Sonne die Möglichkeit, gefälschte Ray-Ban-Sonnenbrillen auf den Gehsteigen zu verkaufen, insbesondere vor dem Kollosseum in Rom).

Die Zwergstaaten (Monaco, Vatikan, San Marino, Andorra, Groland, Liechtenstein) sind völlig von der Liste zu streichen, und zwar wegen ihrer horrenden Mietpreise, dem Fehlen von Sozialhilfe und ihrer sehr restriktiven Ausländergesetzgebung.

Frankreich und Belgien bleiben nach Spanien die zwei Länder, in denen es sich am leichtesten eine ruhige Kugel schieben lässt und wo man sich am besten akklimatisieren kann: Ganze Stadtviertel in allen französischen und belgischen Städten sind bereits fast ausschließlich von Auswanderern aus dem Senegal bewohnt. Soziale Hilfestellungen und Angebote für senegalesische Staatsbürger, ob legal oder illegal, sind immer noch zahlreich trotz einer leichten Verschlechterung, die seit den letzten französischen Präsidentschaftswahlen und dem Erstarken der flämischen Nationalisten in Belgien festzustellen ist: Die Rechte ist das Übel!

Wo und wie beschafft man sich ein Visum für die slawopolackischen Staaten oder ein Land aus der intermediären Zone?

Manche Länder haben eine diplomatische Vertretung im Senegal:

  • Intermediäre Zone: Tschechische Republik, Rumänien, Griechenland, Ungarn
  • Slawopolackei: Russland, Polen

Es ist offensichtlich, dass es die einfachste und schnellste Methode ist, sich direkt an diese Botschaften zu wenden. Sie sollten versuchen, das Visum in den Botschaften, die in Dakar vertreten sind, auf Anhieb zu bekommen, und beachten, dass für ein verweigertes Visum keine Gebührenrückerstattung gewährt wird.

Aber die Länder der Quartalssäufer, die am problemlosesten Visa ausstellen, haben keine Botschaften im Senegal. Das sind insbesondere Moldawien, Serbien, Albanien, Weißrussland, usw.

Die beste Lösung – und die, die wir Ihnen empfehlen – ist daher, die Dienste eines Freundes oder Familienangehörigen in Europa in Anspruch zu nehmen. Alle europäischen Länder haben in ihren Hauptstädten slawopolackische Botschaften. Ihre persönliche Anwesenheit ist für die Ausstellung des Visums nicht erforderlich! Wenn Ihre Familienangehörigen im Hinterland weit entfernt von Paris, Rom oder Madrid leben, können sie den Antrag auf das Visum sogar per Internet über Seiten wie Action Visa stellen.

Manche Länder verlangen eine Adresse oder eine Hotelreservierung, bevor sie das Visum ausstellen.

Gehen Sie bei der Planung Ihrer Operation sorgfältig vor! Achten Sie auf das Ablaufdatum Ihres Reisepasses (Hin- und Rückreise), die Zeit, die für die Visumerstellung veranschlagt werden muss, die Reisevorbereitung (Ankauf des Flugtickets, Hotelreservierung, usw.). Es ist klüger, ein gewünschtes Einreisedatum anzugeben, welches mindestens zwei Monate nach dem Datum der Antragsstellung liegt.

[Anm.d.Ü.: Im französischen Original sind nachfolgend die Adressen der Botschaften der Tschechischen Republik, Russlands, Rumäniens, Polens, Ungarns und Griechenlands in Dakar aufgeführt, sowie Links zu drei Internetseiten, über die man online Visa beantragen kann.]

Achtung: Die Gesetze zur Visumerteilung und Einreise ändern sich in allen Ländern regelmäßig abhängig von Wahlen. Sie können uns nicht für einen Fehlschlag verantwortlich machen! Sie müssen sich selber detailliert über die aktuellen verwaltungsrechtlichen Elemente Ihrer Operation kundig machen, wenn Sie sich entschieden haben, sie auszuführen.

Zur Info sind hier einige Antragsformulare, damit Sie einen Eindruck davon bekommen, wie so etwas ungefähr aussieht (nichts im Vergleich zu den skandalösen Anforderungen, die von den Ländern im Schengenraum für die Vergabe eines Touristenvisums gestellt werden): Weißrussland, Albanien, Moldawien, Russland.

Vorteile

  • Unfallrisiko gleich null
  • Vollkommen legales Eindringen auf den europäischen Kontinent
  • Schnelle Reise
  • Die Möglichkeit, vor Ihrem Eindringen in den Schengenraum die touristischen Attraktionen der slawopolackischen Länder zu besichtigen
  • Moderate Investition
  • Fehlschlagrisiko gleich null
  • Keinerlei biometrische Erfassung ihrer Fingerabdrücke beim Antrag auf ein slawopolackisches Visum und daher auch keine Möglichkeit, Ihr Herkunftsland zu ermitteln und Sie auszuweisen, wenn Sie erst einmal im Schengenraum sind.
  • Für jedes Alter und Geschlecht geeignet

Nachteile:

  • Sprachschwierigkeiten bei der Durchreise durch die Slawopolackei und/oder intermediäre Zone

Zu Ihrer Information einige nützlichen Sätze [Anm.d.Ü.: im Original mit anklickbaren Hörproben]:

Moldawisch (gebräuchlich in Rumänien und Moldawien):

Ich kenne ein Mädchen in Frankreich – Cunosc o fata în Franta
Ich möchte nach Sarcelles gehen – Vreau sa merg la Sarcelles
Das Auto war nirgends – Masina n-a fost nicaieri

Albanisch (gebräuchlich in Albanien und im Kosovo):

Sprechen Sie wolof? – Flisni wolof ?
Ein Freund in Not ist auch ein Freund (albanisches Sprichwort) – Miku i mirë njihet në ditë të vështirë
Haben Sie Klopapier? : A keni letër higjienike?

Schnelle Methoden, um sich das notwendige Miniumum für die Passage durch die Slawopolackei in anderen Sprachen (tschechisch, bosnoserbisch, serbokroatisch, mazedonisch-montenegrinisch, russisch, slowenisch, bulgarisch, usw.), anzueignen, sind im Internet verfügbar. Lassen Sie sich jedoch nicht entmutigen und halten Sie sich mit einem so unwichtigen Detail nicht unnötig auf!

Wichig zu wissen: Manche Länder – und das ist insbesondere für Kroatien der Fall – haben die Aufnahme in die Europäische Union (das Freie Europa) beantragt. Das dürfte innerhalb kurzer Frist gewährt werden. Der Erhalt einer Aufenthaltserlaubnis oder gar Staatsbürgerschaft in diesen Ländern ist sehr leicht. Wenn Sie eine solche slawopolackische Staatsangehörigkeit erlangen, haben Sie ab dem EU-Beitritt dieses Landes tatsächlich die Möglichkeit, sich in jedem Land der Europäischen Union niederzulassen, zu arbeiten und Anspruch auf die dortigen Sozialleistungen zu erheben. In manchen dieser Quartalssäuferländer, die noch im Mittelalter leben, lässt sich die Staatsbürgerschaft leicht mittels eines „Arrangements“ erlangen…

Kostenschätzung für das Paket Slawopolack: 1.800 Euro (Flugticket in die Slawopolackei + Visum + Pass + Transport ins Freie Europa)

Für Ihre erste Nacht in der Slawopolackei stehen eine große Zahl ordentlicher und gut geführter Hotels zur Verfügung, aber es ist ratsam, im voraus zu reservieren, dann sind Sie am Flughafen ruhiger. Außerdem verlangen manche Botschaften eine Adresse oder Hotelreservierung bei der Visumvergabe. [Anm.d.Ü.: Nachfolgend sind im Original noch Adressen von Pensionen und Hotels in Moldawien, Albanien, Weißrussland und Serbien aufgelistet]

(mehr …)

Geheimgesellschaften: Die Triade oder Himmel-und-Erde-Gesellschaft

Von Heinz-Georg Hailwax. Das Original erschien im Schweizer „Internationalen Waffenmagazin“ Nr. 3/1991 als erster Beitrag von Heinz Georg Hailwax’ neuer Serie „Geheimgesellschaften“. (Links im Artikel von mir – Lucifex – eingefügt.)

*   *   *

Daß Geheimgesellschaften, Geheimbünde oder geheimnisvolle Sekten das öffentliche Leben in einem kaum vorstellbaren Ausmaß beeinflussen, ist eine Meinung, der nicht nur Romantiker Glauben schenken. In einer lockeren Folge wollen wir unsere Leser mit den bedeutendsten Geheimgesellschaften bekanntmachen. Wir beginnen mit einem Beitrag über die chinesische „Triade“ oder „Himmel-und-Erde-Gesellschaft“, eine der ältesten und mächtigsten Organisationen dieser Art, ohne deren Einfluß die Geschichte Chinas vielleicht ganz anders verlaufen wäre.

Nahezu alle Geheimgesellschaften Chinas leiten sich von der Gründerloge der Hung (der Tien-ti hui oder „Großen Triade“) ab. Die Hung wurde im 17. Jahrhundert gegründet, um die Fremdherrschaft der mongolischen Mandschus zu beseitigen. „Hung“ bedeutet unter anderem „Regenbogen“, was symbolisiert, daß der Mensch die „Brücke zwischen Himmel und Erde“ sein kann. Diese Dreiheit (Triade) – Mensch, Himmel, Erde – sollte das Recht untermauern, die Ming-Nachfolger einzusetzen.

Noch heute wird Kandidaten anläßlich ihres Eintritts in die Hung-Loge oder „Himmel-und-Erde-Gesellschaft“ (kurz „Triade“ genannt), die ein Mittelding zwischen einer Art negativen Freimaurertums asiatischer Prägung und der Mafia darstellt, eine Gründungslegende vorgelesen, um sie mit den mythischen Anfängen zu verwurzeln, welche die Triade als wichtigstes Element ihres „Kampfes im Namen des Volkes“ ansieht.

Tatsächliche Geschichte, taoistisches Gedankengut und eine Art Buddhismusbezogenheit – der Kampf zwischen Licht und Finsternis – verleihen der Erzählung Farbe. Daß der ursprüngliche Inhalt der Legende in ihrem Sinn von der verbrecherischen Triade geradezu ins Gegenteil verkehrt wurde, ist ein trauriges Beispiel für die Manipulation religiösen Schrifttums, an der die Weltgeschichte so reich ist.

Die Gründungslegende

Im Jahre 1621, am Ende der Ming-Herrschaft, kam der Abt des Klosters von Shiu Lam mit 128 Kampfmönchen dem Kaiser Tien chi gegen „Barbaren“ zu Hilfe und erhielt als Dank drei Geschenke – einen Jadering, ein magisches Holzschwert und das kaiserliche Siegel. Allerdings hatte der Kaiser dadurch, daß er dem Abt das „Himmelssiegel“ übergab, seine ganze Macht „dem Volke“ übertragen. Als der Kaiser starb, stürmten aufständische Generäle mit ihren Truppen das Kloster, um das Siegel an sich zu bringen; bis auf den Abt und vier Mönche kamen alle Klosterbrüder um. Der Abt und seine Begleiter konnten mit dem Siegel flüchten und machten sich auf den Weg zum Himmel, wobei sich ihnen im Laufe ihrer Reise zwei Fährmänner und ein Schuster anschlossen. Die „Reise der acht Gefährten“ führte nach vielerlei Gefahren über den siebenfarbigen Regenbogen (= Brücke zum Himmel) zum Ziel. In einem Kampf des in einen Drachen verwandelten Abtes mit dem Himmelsdrachen K’an behielt der Abt nicht nur das Siegel, sondern erbeutete auch das Gründungsschwert der Ming-Dynastie. Schließlich führt die Legende die Wanderer noch zu einem Fluß, der sie von der Stadt der Unsterblichkeit trennt. Um hinüber zu kommen, müssen die Wanderer drei Wundermünzen vorweisen, die sie aber nicht mehr haben, da sie damit den Brückenzoll bezahlen mußten. Das Recht, die Ming-Nachfolge zu regeln, war jedoch vom Himmel bestätigt worden. Die Reisenden kehrten nun zurück.

Mittlerweile hatte sich aber der junge Kaiser Chongzen, von einer Aufständischenarmee in Peking überrascht, erhängt, wodurch das Ende der Ming-Dynastie eingetreten war. Die Mandschus übernahmen, mit Kaiser Kangxi beginnend, die Herrschaft über China, die erst mit der Abdankung von Puyi, dem letzten Kaiser im Jahre 1911 enden sollte.

Die Symbolik wurde beibehalten

Die Worte, die der Schuster in der Legende spricht: „Himmel und Erde sind getrennt, es wird Zeit, China zu reinigen und den Frieden wiederherzustellen“, wurden im Sinne der Befreiung von den Mandschus verstanden. Auch heilige Gegenstände, eine Räucherpfanne mit dem Spruch „Qing stürzen und Ming wieder einsetzen“, ein Spiegel, der Schein und Wahrheit trennt, eine Waage als Gerechtigkeitssymbol und vor allem das „Hung-Schiff“ als Modell der Logen sind noch heute die Ritualgegenstände der Vereinigung. Auch die magischen Zahlen Drei und Sieben sind wichtig. Die chinesische Zahlenmagie verlangt, daß die Triade-Logen sich mit Zahlen benennen, die durch drei teilbar sind, etwa „21“ oder „999“ usw. Das Dreieck ist eine beliebte Unterarmtätowierung.

Die Aufnahme von Kandidaten in eine Triade erfolgt in dreitägigen Zeremonien, bei welchen Blut („Hung“ bedeutet auch „rot“), geheime Hand-Erkennungszeichen und verschlüsselte Zahlen eine große Rolle spielen. Kampfmeister lehren den Nachwuchs alle wichtigen asiatischen Kampfkünste, den Umgang mit blanken Waffen und Schußwaffen, aber vor allem mit Gegenständen des täglichen Gebrauches, die sich als Waffen verwenden lassen. (Gespitzte Eßstäbchen werden z. B. dem Gegner oder Opfer durch das Ohr ins Gehirn gestochen.)

Der oberste Führer wird Loh-pan genannt, seine Unterführer sind die Drachen (in China ist der Drache ein Weisheitssymbol). Die Ähnlichkeit mit der Familienorganisation der Mafia ist frappant, die Triade befaßte sich jedoch vorerst noch ausschließlich mit dem politischen Machtkampf.

(mehr …)

Ähnlichkeiten zwischen dem Haiti des Fin de siècle und dem modernen amerikanischen Schwarzenghetto (Teil 2)

Von James Dunphy, übersetzt von Lucifex. Das Original Similarities between Fin de Siècle Haiti & the Modern American Black Ghetto, Part 2 erschien am 22. November 2017 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

Teil 2 von 2 (Teil 1 hier)

Verwahrlosung

Als Prichard in Port-au-Prince landete, bemerkte er auffallende Mengen von Unrat. Die Stadt hatte

…ihre Fundamente buchstäblich auf Verwesung errichtet… Ein offener Abflußgraben, der seine Mission klar mitteilte, und Müll aller unbeschreiblichen Arten lag mehrere Zoll dick auf der Straße… Keine Anstrengungen werden für Kanalisation unternommen; die Straßenabflußgräben mit all ihren Verunreinigungen fließen hinunter und helfen den Hafen zu füllen (S. 33).

Zuweilen konnte das Ausmaß der Verwahrlosung komisch sein:

Schweine und Ziegen mit zusammengebundenen Beinen erheben ihre Stimme im Protest, während sie in der Sonne liegen. Ein Schwein hat sich zu einem benachbarten Abflußgraben hingezappelt und trinkt die dicke Flüssigkeit (S. 37).

Der Vorfall mit dem unbeobachteten Schwein, das aus dem Abwasserkanal trinkt, erinnert mich an einen Fall, wo ich durch einen Ghettopark ging. Leider war dieser Vorfall jedoch nicht so komisch. Mobile Toiletten befanden sich zu meiner Rechten und eine Ansammlung großteils schwarzer Familien zu meiner Linken, die sich um große Plastikrutschen, ein Karussell und andere Spielplatzeinrichtungen scharten. Ein kleines Mädchen, das nicht älter als drei Jahre war, kreuzte meinen Weg und ging auf eine der Mobiltoiletten zu. Als sie die Tür öffnete, war mir danach, sie anzuschreien, sie solle warten, bis ich eine der Mütter dazu bringen konnte, mit ihr hineinzugehen und sie vor all den unhygienischen Schrecken zu schützen, die sie drinnen zweifellos erwarteten. Ich überlegte es mir aber anders, weil ich der zuschauenden Negermatriarchin nicht zutraute zu verstehen, daß ich ihr Kind zu schützen versuchte. Sie hätte meine Warnung vielleicht als Belästigung interpretiert. Nachdem die Tür der Mobiltoilette hinter dem kleinen Mädchen zufiel, dachte ich darüber nach, die Matriarchin darum zu ersuchen, hineinzugehen und ihr zu helfen, aber ich fürchtete, sie würde sich darüber beschweren, daß ich den Mumm hatte, ihr zu sagen, wie sie ihr „chile“ großziehen solle, daher entschuldigte ich dieses „Gottesurteil“ einigermaßen kalt als Teil einer r-selektierten Wellenlänge der Existenz.

Allgemeine Baufälligkeit

Prichard findet dasselbe Maß von Verfall in Haitis fernem Innerem. Es kann am besten mit der folgenden Aussage zusammengefaßt werden:

Wir kamen nach einer Weile zu einer Brücke, und mein Führer sagte: „Wenn Sie eine Brücke sehen, umgehen Sie sie.“ Später entdeckte ich, daß dies ein nationales Sprichwort war (S. 20).

(mehr …)

Ähnlichkeiten zwischen dem Haiti des Fin de Siècle und dem modernen amerikanischen Schwarzenghetto (Teil 1)

Von James Dunphy, übersetzt von Lucifex. Das Original Similarities between Fin de Siècle Haiti & the Modern American Black Ghetto erschien am 16. November 2017 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

Teil 1 von 2

Einführung

Was sind die Kennzeichen einer typischen schwarzen Gesellschaft? Schmutz, Verfall, Unordnung, Grausamkeit, Furcht, ohrenbetäubender Lärm, „fronting“ [etwa: „Fassaden errichten“, Angeberei; d. Ü.] „kangz“-Mythen, ein schockierender Mangel an Verantwortungsbewußtsein, „white man’s burden“ und ein kleiner Anteil an leidenden rassischen Ausreißern. Woher wissen wir dies? Eine Untersuchung zweier schwarzer Gesellschaften aus unterschiedlichen Örtlichkeiten und Zeiten liefert die Antwort.

Der Reisebericht Where Black Rules White des britischen Abenteurers Hesketh Prichard malt ein Bild von Haiti zur Zeit des fin de siècle [der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert; d. Ü.], das den Bedingungen in einem modernen amerikanischen Ghetto ähnelt. Das Schreckgespenst des „systemischen Rassismus“ war im alten Haiti nichtexistent, weil es auf der Insel seit fast einem Jahrhundert keine Weißen gegeben hatte. Was immer das alte Haiti an Problemen mit einem amerikanischen Ghetto gemeinsam hat, stammt daher aus einer anderen Quelle. Ich glaube, diese Quelle ist eine gemeinsame westafrikanische Vererbung, d. h., beide Gruppen haben eine ähnliche rassendefinierende Mischung von Genen, die einen ähnlichen psychologischen Gesamttyp hervorbringen. (Zugegeben, die beiden Gruppen sind genetisch nicht genau gleich. US-Schwarze sind im Durchschnitt zu 78 % afrikanischer Abstammung und Haitianer zu 95 % [1], aber meiner Meinung nach liegen sie nahe genug beisammen.)

Durch den Vergleich von Beispielen aus Heskeths Werk mit meiner Erfahrung im modernen afrikanischen Schwarzenghetto können wir eine Vorstellung davon bekommen, wie eine universale schwarze Gesellschaft aussieht.

„We wuz Kangz“

Prichard erzählt von seiner Konversation mit drei „Generälen“ genannt der rosa General, der blaue General und der grüne General, die auf dem Umschlag erscheinen, den Alex Kurtagić für Wermod & Wermods 2012er Ausgabe dieses Buches illustriert hat. Prichard gibt ihnen diese Namen wegen der verschiedenfarbigen Uniformen, die sie tragen. Die Uniformen der Armee waren nicht einheitlich. Sie stammten aus verschiedenen Zeiten, wobei manche davon alt und zerlumpt waren. Dasselbe galt auch für ihre Waffen.

Die Generäle schätzen Prichard als Amerikaner ein, ohne die Notwendigkeit zu empfinden, ihn dazu zu konsultieren. Er berichtigt sie höflich und erklärt, er sei Brite. Der blaue General antwortet, indem er seine Unterstützung für seine schwarzen Brüder – die Buren – gegen die Briten in Afrika bekennt. Als Prichard darauf hinweist, daß die Buren weiß sind, beharrt der General darauf, daß sie schwarz sind, denn ihm zufolge seien alle Menschen in Afrika, die keine Briten sind, schwarz. (Prichard merkt an, daß der Blaue General der Ex-Kriegsminister ist, eine hochrangige Position.)

Einer kaukasoiden Gruppe Schwarzsein zu überlagern, ähnelt den „We wuz kangz“-Argumenten, die behaupten, die alten Ägypter seien schwarz gewesen. [Anm. d. Ü.: „We wuz kangz“ kommt von „We was kings“ – wir waren Könige.] Doch neue Studien ägyptischer Mumien von 1400 v. Chr. bis 400 v. Chr. zeigen, daß sie eine genetische Kontinuität mit Arabern und Nahostlern allgemein hatten. Laut der Washington Post „waren die alten Ägypter eng mit Völkern verwandt, die entlang des östlichen Mittelmeers lebten… Sie hatten auch genetisches Material mit Bewohnern der türkischen Halbinsel zu der Zeit und Europas [sic] gemeinsam.“ Was es in der heutigen ägyptischen Bevölkerung an subsaharischem afrikanischem Blut gibt, so um 8 %, ist hauptsächlich ein Ergebnis dessen, daß arabische Sklavenhändler schwarze Konkubinen benutzten, lange nachdem Ägypten als Weltführer in Sachen Zivilisation diente.

(mehr …)

Vom Fluch der Magie

Albert Atcho lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1990 in Bingerville an der Elfenbeinküste. Seine Mission: Teufelsaustreibungen. Besessene wurden in seinen Sitzungen allerdings nicht – wie sonst üblich – gequält, bestraft oder sogar getötet. Sie durften nach der befreienden Beichte zurück in ihre Dörfer gehen.

Von David Signer, ursprünglich erschienen in GEO 9-2006. Die Bilder sind eine Auswahl aus denen im Originalartikel.

Vor zwölf Jahren betritt David Signer zum ersten Mal das Zimmer eines traditionellen afrikanischen Heilers. Sieht blutbespritzte Wände, Töpfe mit Kräutersud, Kaurischnecken. Eine unheimliche Welt, deren Rätsel der Schweizer Ethnologe fortan in vielen Feldstudien zu ergründen sucht. Der Zauber, weiß er heute als Eingeweihter zu berichten, wirkt tatsächlich – wenn auch anders als gedacht. Er macht Angst vor Veränderung. Er lähmt die Entwicklung Afrikas.

ZÜRICH, SEPTEMBER 2002. „Madame Coulibaly, Abengouru“ steht als Absender auf einem Brief, der eines Tages in meinem Postkasten liegt. „Lieber David“, schreibt sie, „mit großem Bedauern senden wir diese Neuigkeiten: Dein Freund Tiegnouma Coulibaly ist am 16. September gestorben. Wir sind hier, seine zwei Frauen und fünf Kinder, und es fehlen uns sogar die Mittel, um Essen einzukaufen.“

Tränen treten mir in die Augen. Tiegnouma Coulibaly war ein Heiler, den ich zu Beginn meiner mehrjährigen Feldforschung in Westafrika kennen lernte – und der im Laufe unserer Zusammenarbeit mein europäisches Weltbild pulverisierte. Ich rätsele, wie er ums Leben gekommen sein mag. Als ich seine Frauen erreiche, sagen sie nur: „Wir haben ihn eines Morgens tot in seinem Bett gefunden.“

ABENGOURU, OKTOBER 1994. Ich bin zum ersten Mal in der staubigen Provinzstadt der Elfenbeinküste. Für eine ethnologische Studie suche ich den Kontakt zu traditionellen Heilern, „Féticheurs“. Sie besitzen in Westafrika einen zwiespältigen Ruf. Einerseits gelten sie tatsächlich als Heiler, was vor allem bedeutet „Anti-Hexer“, weil viele Krankheiten auf Hexerei zurückgeführt werden. Andererseits traut man ihnen aber auch zu, anderen zu schaden, und sei es nur, um den eigenen Klienten zu verteidigen. Die Suche nach einem Féticheur ist also alles andere als harmlos, sondern eher so, als ob man sich nach dem nächsten Waffenladen erkundigte.

In einem Ministerium lerne ich einen Beamten kennen. Er erzählt von einem Hexer, der sich in Sekundenschnelle nach Paris begab, um dort seinen eigenen Sohn aufzufressen, weil der nichts von seinem Lohn an seine Familie in Afrika schickte.

„Er fraß ihn wirklich auf?“

„Natürlich nicht buchstäblich“, sagt der Mann, der zwischen seinen vielen Stapeln vergilbter Dokumente sitzt. „Er hat die Seele seines Sohnes, sein unsichtbares Doppel, wie wir sagen, zerstört. Der Junge starb nicht sofort, aber er verlor nach und nach alle Lebenskraft.“

„Und dann?“ frage ich. „Wurde der Vater verhaftet?“

Der Beamte lacht über meine Naivität, aber erklärt geduldig: „Niemand kann beweisen, was er getan hatte. Sein Körper lag ja die ganze Nacht hier neben seiner Frau. Sein Double war nach Paris geflogen. Hexerei ist unsichtbar.“ Und für den Fall, daß ich immer noch nicht begreife, fügt der Mann hinzu: „Wir zwei plaudern hier nett miteinander. Aber niemand kann ausschließen, daß einer von uns jetzt, in diesem Moment, den anderen verhext.“

An diesem Nachmittag erhalte ich meine erste Ahnung vom Zusammenhang zwischen sozialem Aufstieg, Neid und Hexerei; von einem Albtraum, der die Menschen von Dakar im Senegal bis Daressalam in Tansania verfolgt. Sozialwissenschaftler und Entwicklungsexperten nehmen ihn jedoch erst seit kurzem wahr. Was die Afrikaner „Hexerei“ nennen, ist keine bloße Phantasmagorie, sondern soziale Realität. Hexerei ist eine Metapher für von Mißgunst geprägte Sozialbeziehungen: Es soll dir nicht besser gehen als mir. Auch wenn man den Glauben an fliegende Väter, die nachts ihre Söhne am anderen Ende der Welt heimsuchen und auffressen, nicht teilt, so ist doch die zerstörerische Kraft des Neides im subsaharischen Afrika unübersehbar. Der Druck der Verwandtschaft auf jeden, der etwas hat, ist unerbittlich. Die Bittsteller sind nie zufrieden. Und die Verwandtschaft ist tendenziell unendlich.

Ethnologische Forschung über Féticheure, über Heiler und Hexer, befaßt sich also keinesfalls mit einer spirituellen Randerscheinung, sie führt vielmehr direkt ins Herz des afrikanischen Psycho- und Sozialsystems.

(mehr …)

Die Schuld des schwarzen Mannes

Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Black Man’s Guilt erschien am 12. Mai 2011 im Occidental Observer.

In unterschiedlichem Ausmaß beladen das moderne westliche Bildungssystem, Filme und Fernsehprogramme, ganz zu schweigen von schwarzen Aktivistenorganisationen und Akademikern, die Weißen mit Schuld für die angebliche Beteiligung ihrer Vorfahren an der Sklaverei. Aus offensichtlichen Gründen ist dies besonders in den Vereinigten Staaten der Fall. Die akzeptierte populäre Vorstellung viel zu vieler Leute ist die, daß der weiße Mann den schwarzen Mann versklavte; daß alle Weißen es taten oder mitschuldig waren und immer noch sind; daß alle Weißen auf den vernarbten Rücken afrikanischer Sklaven reich wurden und daß die heutigen Nachkommen weißer Sklavenhalter eine moralische Verantwortung haben, für deren historische Sünden zu büßen und Wiedergutmachung zu leisten.

Wenn man die Sache jedoch genauer untersucht, findet man heraus, daß das Gegenteil der Fall ist.

Ein vielleicht extremes Beispiel zeigt sich anhand der Geschichte der französischen Kolonie Saint Domingue, die jetzt Haiti heißt und die einst als das Juwel der Antillen betrachtet wurde und bis zu den revolutionären Umwälzungen, die im Jahr 1804 zu ihrer Unabhängigkeit führten, die wohlhabendste europäische Kolonie in der Neuen Welt war.

Man kann nicht bestreiten, daß die Wirtschaft von Saint Domingue auf Sklaverei begründet war: an ihrem Höhepunkt stützten sich seine riesigen Plantagen, die einst in der Lage waren, Millionen um Millionen Tonnen von Zucker, Baumwolle und Indigo zu produzieren, auf annähernd eine halbe Million Sklaven, die für etwa 30.000 weiße Pflanzer arbeiteten.

Man kann weder bestreiten, daß die Gesellschaft von Saint Domingue angesichts dieses großen demographischen Mißverhältnisses wie alle Gesellschaften, in denen es Sklaven gab, auf Furcht beruhte und sie in der Tat notwendig machte, weil sonst die allmächtige herrschende Volksgruppe ihre Autorität über ihr bewegliches Vermögen verlieren würde, noch daß solche Bedingungen ermöglichten, daß unwissende und grausame Herren in Saint Domingue Mißhandlungen begingen, die aus den obigen Gründen nicht angemessen getadelt wurden, trotz der sukzessive von der heimatlichen Regierung in Frankreich in dem Bemühen eingeführten Gesetze, die schlimmsten Exzesse zu verhindern, ein Minimum an Fürsorge sicherzustellen und das Verhalten der Herren gegenüber ihren Sklaven zu regulieren. (Siehe Lothrop Stoddard: The French Revolution in San Domingo, und Shamley Green: The Palingenesis Project, 2011).

Und doch darf nicht vergessen werden, daß es die Weißen waren, die auch die Bedingungen für die Emanzipation schufen und in der Tat die Gesetze hierfür erließen und durchsetzten; daß es die Weißen waren, die verkündeten, daß alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind; daß es die Weißen waren, die sich gegen ihresgleichen wandten, um eine egalitäre Gesellschaft zu schaffen und die böse Praxis der Sklaverei abzuschaffen, und daß es ohne den revolutionären Idealismus von Weißen in Europa gut möglich wäre, daß die schwarzen Sklaven von Saint Domingue Sklaven geblieben wären. Die Bedingungen auf der Insel mögen einen fruchtbaren Boden geschaffen haben, aber die Aufstände der Schwarzen und Mulatten nach 1789 waren letztendlich das Ergebnis europäischer, jakobinischer Propaganda.

Und es darf auch nicht vergessen werden, daß die Schwarzen, sobald sie die Unabhängigkeit von ihren ehemaligen weißen Herren erlangt hatten, einander sofort wieder versklavten, und in einer viel härteren und brutaleren Weise, als die Weißen es je getan hatten. Dies war sogar beim mildesten und fähigsten der Revolutionsführer, Toussaint Louverture, der Fall, der als freier Farbiger im vorrevolutionären Saint Domingue bereits etwa ein Dutzend Sklaven zur Arbeit auf einer gepachteten Farm einsetzte. Dies war gewiß bei Jean-Jacques Dessalines der Fall, dem Monster, das die Ausrottung aller verbliebenen Weißen auf der Insel befahl, bevor er sich zum „Kaiser” von Haiti erklärte. Und dies war auch bei einem weiteren Gründervater der schwarzen Republik der Fall, bei Henri Christophe (dem selbsternannten „Kaiser Henri I“), dem Erbauer der Zitadelle oder des befestigten Schlosses in den haitianischen Bergen. Hesketh Prichard erzählt in „Where Black Rules White“ (1900) die Geschichte, wie dieses schreckliche Monument seiner pharao-artigen Eitelkeit erbaut wurde:

(mehr …)

Die moslemische politische Kultur der Angst

Ägyptische Polizei setzt Tränengas ein, um Protestierer bei Zusammenstößen in der Stadt Mahalla zu zerstreuen.

Von Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Muslim Political Culture of Fear erschien am 3. Februar 2011 im Occidental Observer.

Beim Nachlesen zu einem Artikel von AltRight über Geert Wilders stieß ich auf diesen Kommentar von Wilders über die moslemische politische Kultur, beruhend auf seinen Beobachtungen als 18jähriger in Ägypten im Jahr 1982:

Als wir in Sharm el-Sheikh waren, war zufällig gerade Präsident Mubarak dort zu Besuch.

Ich erinnere mich an die Angst, die plötzlich die Stadt einhüllte, als angekündigt wurde, daß Mubarak zu einem unerwarteten Besuch käme; ich kann immer noch die Kavalkade schwarzer Autos am Tag seines Besuchs vor mir sehen und das beinahe physische Gefühl der Angst wie einen kalten Hauch an diesem sehr heißen Sommertag spüren.

Es war ein unheimliches Erlebnis; Mubarak wird nicht als der schlimmste islamische Tyrann betrachtet, und doch konnte sogar ich die Furcht der gewöhnlichen Ägypter vor ihrem Führer spüren. Ich frage mich, wie die Saudis sich fühlen, wenn ihr König in der Stadt ist, wie die Libyer sich fühlen, wenn Gaddafi sein Kommen ankündigt, wie die Iraker sich gefühlt haben mußten, wenn Saddam Hussein nahe war. Ein paar Jahre später las ich im Koran, wie sich die Araber des 7. Jahrhunderts in Anwesenheit Mohammeds fühlten, der, wie mehrere Verse beschreiben, „Furcht in ihre Herzen warf“ (Suren 8:12, 8:60, 33:25, 59:12). [Siehe hier.]

Zwei Artikel in der heutigen L.A. Times schildern dasselbe Bild: „Hartes Durchgreifen in Ägypten widerspiegelt Jahre von Mubaraks eiserner Herrschaft: Die Ägypter haben lange in Furcht und Verzweiflung unter Präsident Hosni Mubarak gelebt“:

Präsident Hosni Mubarak toleriert keine Meinungsverschiedenheit. Er neigt eher dazu, sie zu zermalmen, als Kompromisse zu schließen. Diejenigen, die geboren wurden, nachdem 1981 seine Herrschaft begann, haben ihr ganzes Leben unter Notstandsgesetzen verbracht, inmitten der geisterhaft allgegenwärtigen Sicherheitskräfte, die jemanden von der Straße fischen und augenblicklich verschwinden können…

Viele von denen, die die Regierung herausforderten, endeten im Gefängnis und wurden gefoltert. Politische Gegner wurden bedroht. Wahlen wie die Parlamentswahl im November trotzten den mathematischen Chancen, indem sie die herrschende Partei an die Macht spülten, während andere Kandidaten und ihre Unterstützer von Schlägern eingeschüchtert wurden. Mehr als 1.200 Mitglieder und Unterstützer der Moslembruderschaft wurden verhaftet.

Mubaraks Macht wohnt in der dunkleren Magie der Furcht. Es hat jahrzehntelang funktioniert. Die Armen sind zu arm, um zu protestieren, die Intellektuellen werden unter Verschluß gehalten, Aktivisten werden gejagt; jeder wird in Unruhe gehalten. Es gibt ein Aufglimmen von Demokratie, einschließlich ungestümer unabhängiger Nachrichtenmedien, aber sie werden mehr als Ärgernisse denn als Bedrohung für die regierende Partei gesehen. Es ist ein unheimliches, unberechenbares Klima: Man weiß nie, ob man ignoriert oder verhaftet wird.

Ein weiterer Artikel beschreibt die politische Kultur von Tunesien auf Basis eines Interviews mit einem Sicherheitsoffizier („Ein tunesischer Offizier der Staatspolizei gibt erschütternde Innenansichten“):

(mehr …)