Chinael 2: Jüdische Mütter, chinesische Töchter

Das englische Original von Merri Rosenberg trägt den Titel Jewish Moms, Chinese daughters, ist in der Frühjahrsausgabe 2006 bei Lilith.org erschienen [PDF hier] und wurde auf  Interfaithfamily.com mit der Erlaubnis von Lilith.org öffentlich im Internet zugänglich gemacht. Übersetzt von Osimandia (die Übersetzung wurde erstmals am 27. Juli 2013 auf „As der Schwerter“ veröffentlicht und ist auch hier im „Archiv des Verbotenen Wissens“ nachveröffentlicht).

 

Es fällt einfach ein bisschen schwer, sich vorzustellen, dass diese kleine Chinesenpuppe den Namen meiner Mutter trägt. Deine Großmutter – es wäre schwierig, ihr das zu erklären.” aus Sarah, Sarah, Bühnenstück (2004) von Daniel Goldfarb.

Aber es ist nicht mehr schwierig zu erklären. Während des vergangenen Jahrzehnts sind zahlreiche jüdische Großeltern mit der Situation vertraut geworden, die in diesem Bühnenstück erforscht wird, teilweise aufgrund der Entscheidung einer älteren, alleinstehenden jüdischen Frau, ein kleines Chinesenmädchen zu adoptieren. Es ist ganz genauso wie im richtigen Leben.

Heute „ist man schockiert, wenn man ein asiatisches Kind mit einem asiatischen Elternteil sieht,” beschreibt Miriam Hipsh ihre Beobachtungen aus ihrer ehemaligen Nachbarschaft in der Upper West Side von New York. Hipsh ist eine 59 Jahre alte Schriftstellerin und Gründerin einer Partnervermittlungs-Webseite für über 50-Jährige; sie adoptierte ihre Tochter WuQing vor 11 Jahren.

Hipshs Erfahrung – und Goldfarbs Bühnenstück – spiegeln das Zusammenlaufen zweier Trends wider: Ältere Jüdinnen, von denen einige Jahrzehnte damit verbracht haben, Karrieren aufzubauen, und die dann doch noch Mutterschaft erleben wollen, sowie Chinas „Einkind-Politik”, die dazu führt, dass zahllose Babymädchen in Waisenhäusern abgegeben werden. Das Phänomen, das daraus entstand – alleinstehende jüdische Frauen, die chinesische Töchter adoptieren – hat begonnen, die jüdische Gemeinschaft zu transformieren. In Vorschulen, Tagesstätten und außerschulischen religiösen Programmen quer durch das Land absorbieren asiatische Mädchen jüdische Traditionen mit Liedern, Geschichtsunterricht und Gebeten, und erlernen das Dawenen [das Rezitieren jüdischer Gebete], das sie dazu befähigt, ihren Platz in der Bima einzunehmen. Und gleichzeitig lassen ihre gewissenhaften jüdischen Mütter, die begierig darauf sind, dass ihre Töchter sowohl ihr jüdisches als auch ihr asiatisches Erbe annehmen, sie in chinesische Sprachkurse oder chinesische Tanz-, Kunst- und Musikprogramme einschreiben, um die diverse Identität ihrer Mädchen zur Entfaltung zu bringen.

WuQing Hipsh, die jetzt 12 Jahre alt ist, ist ein Produkt der Babykrippe und des Vorkindergartenprogramms der Stephen Wise Synagoge von Manhattan und hat die Hebräische Schule von B’nai Jeshurun in Manhattan absolviert. (Wie die meisten Kinder, die von Juden adoptiert wurden, wurde WuQing als Baby formell zum Judentum konvertiert). Seit 2003 leben Hipsh und WuQing in East Hampton, New York, wo WuQing (die ihren hebräischen Namen Devorah Sarah in Erinnerung an Hipshs verstorbene Mutter Dorothy trägt) in ihrer Mittelschule Chinesischunterricht hat und nebenher eine örtliche Hebräischschule besucht. Sie bereitet sich für ihre Bat Mitzwa im kommenden Jahr vor. „Wir gehören zu Adas Yisroel, einer sehr kleinen Gemeinde in Sag Harbor, New York, die wie eine Gemeinschaft ist,” sagt Hipsh. „Sie heißen sie willkommen und sie wird von der Synagoge sehr geliebt. Es ist ein wundervolles Gefühl.”

Wie klein auch immer dieses Phänomen alleinstehender jüdischer Mütter mit adoptierten chinesischen Töchtern in einem größeren demographischen Kontext statistisch gesehen auch sein mag, es hat die Landschaft der jüdischen Gemeinden auf eine Weise transformiert, an die man nicht einmal im Traum gedacht hätte, als diese Gründermütter sich vor etwas mehr als einem Jahrzehnt nach China aufmachten.

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Chinael 1 – Jüdische Adoptivfamilien auf Reisen in China

Von Osimandia, ursprünglich veröffentlicht am 26. Juli 2013 auf „As der Schwerter“ (auch hier im „Archiv des verbotenen Wissens nachveröffentlicht).

 

Nachdem wir bereits mehrfach darüber spekuliert haben, dass die jüdische Diaspora derzeit ihr Hauptwirkungszentrum möglicherweise von den USA nach China verlagert, kamen wiederholt Einwände auf, das wäre nicht so einfach, da Juden ja nunmal nicht wie Chinesen aussehen und daher auffallen wie bunte Hunde, was bei den ethnisch sehr bewussten Chinesen auf Misstrauen und Ablehnung stoßen und eine Infiltration unmöglich machen würde.

Das trifft zwar weitgehend aber nicht vollkommen zu, da es bereits seit mindestens 1.000 Jahren jüdische Gemeinschaften in China, vor allem in Kaifeng gibt, deren Mitglieder – zumindest für das europäische Auge – von Chinesen nicht zu unterscheiden sind.  Darüber hinaus erschien auf Y-Net ein Artikel mit dem Titel China ist gut für die Juden:

Ein Buch mit dem Titel „Die Juden – warum sind sie reich?!” würde in jedem anderen Land der Welt als antisemitisch betrachtet werden. In China ist es jedoch eine Art Kompliment. Ronen Medzini erforscht die Vergötterung [idolization] des jüdischen Geistes durch das chinesische Volk.

Wenn ich mich gegenüber einem Chinesen vorstelle, ist das immer wie ein Aufputschmittel für mein Ego. „Ein Jude? Sehr klug!” ist die umgehende Antwort. Meist wird sie gefolgt von „Sie sind sehr gut im Geschäftemachen.“

Es besteht jedoch keinerlei Zweifel, dass meine Lieblingsantwort „Sie sind wie Einstein!” ist. (…)

Seit Menschengedenken und in vielen Teilen der Welt bis zum heutigen Tag haben Juden unter Antisemitismus und Diskriminierung gelitten. In China gibt es ebenfalls Vorurteile gegenüber Juden und Israel, aber erstaunlicherweise sind die meisten davon positiv.

Ob die Chinesen sich über die jüdische Rolle beim Kommunismus – auch in China – und über die verheerenden Folgen für ihr Volk durch den Opiumhandel der Sassoons nicht bewusst sind, oder ob es ihrer Mentalität entspricht, auch dann uneingeschränkte Bewunderung für Erfolg zu zeigen, wenn dieser mit höchst unmoralischen und hinterhältigen Mitteln erzielt wurde und zu Abermillionen von Ermordeten und Versklavten und unermesslichem Leid für das eigene Volk geführt hat, weiß ich nicht.

Auf jeden Fall sehen die jüdisch-chinesischen Beziehungen ganz nach dem Beginn einer wunderbaren Freundschaft aus, und absolut nicht nach dem, was viele sich erhoffen und dem sie möglicherweise auch mit Häme entgegensehen: Dem Niedergang des weißen Amerikas aufgrund des Aufstiegs Chinas, und dass in Folge davon die – völlig überraschte – jüdische Hochfinanz verdattert aus der Wäsche guckt und ihre NWO-Pläne mit Bedauern zerplatzen sieht.

Wir von AdS sind diesbezüglich eher etwas skeptisch, um es sehr vorsichtig auszudrücken, und teilen weddie Heilsbringer-Erwartung gegenüber dem Erstarken Chinas noch die Schadenfreude gegenüber den uns nahe verwandten weißen Amerikanern. Wir versuchen stattdessen, diese wunderbare chinesisch-jüdische Freundschaft in einer losen Reihe von Artikeln unter dem Titel Chinael etwas näher zu erforschen.

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Warum der Westen in Libyen intervenierte: War dies eine Überraschung?

Monsieur & Madame Henry-Levy

Von John Graham, übersetzt von Deep Roots. Das Original Why The West Intervened in Libya: Was This A Surprise? erschien am 2. April 2011 im Occidental Observer.

Durch Steve Sailer erfahre ich, daß der prominente französische Jude Bernard-Henri Levy  für sich in Anspruch nimmt, Präsident Sarkozy dazu überredet zu haben, erfolgreich auf eine westliche Intervention in Libyen zu drängen.

In der Geschichte in der New York Times, auf die Sailer verlinkt, „By His Own Reckoning, One Man Made Libya a French Cause von Steve Erlanger vom 1. April 2011 wird Levy mit den Worten zitiert:

Ich bin stolz auf mein Land, etwas, das ich seit vielen Jahren nicht empfunden habe.“

In einem gut geführten Interview in Der Spiegel, „We Lost a Great Deal of Time in Libya Because of the Germans“ vom 30.03.2001 enthüllt er, daß sein Aktivismus

von der moralischen und spirituellen Tradition herrührt, mit der ich aufwuchs. Für mich ist es die Definition des Judentums. Jude zu sein bedeutet, mehr Pflichten als Rechte zu haben.“

Obwohl er allgemein als „Philosoph“ bezeichnet wird, scheint Bernard-Henri Levy mehr ein großmäuliger herrschsüchtiger Ideologe von der Sorte von Norman Podhoretz zu sein. Er wurde in Wirklichkeit in Algerien geboren. Steve Sailer leistet perfekte Arbeit darin, eine Perspektive zu geben, aber The Lies of Bernard-Henri Lévy von Doug Ireland in In These Times vom 3. März 2006 ist ein Schluck exquisit verfeinerten Vitriols.

Levy hat schon in der Vergangenheit westliche Militärinterventionen an Orten wie Bosnien und Darfur gefordert. Während Amerikas Neocons der Aufgabe deutlich gewachsen waren, das Irak-Unternehmen stattfinden zu lassen, entschied er sich dafür, sich gegen dessen Legalität in Positur zu bringen.

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Patriotismus und das Militär

Von Dennis Mangan, übersetzt von Deep Roots. Das Original Patriotism and the Military erschien am 17. Dezember 2010 bei Mangan’s Adventures in Reaction.

OneSTDV schreibt über militärische und nationalistische Gefühle und schließt:

„Den Durchschnittsmenschen erregen einfach nicht die amerikanischen technologischen Errungenschaften, unsere früher hohen Testergebnisse oder sonst irgendein Eierkopfthema. Er kommt in Fahrt, wenn er die Fahne wehen sieht, die majestätischen Flugzeuge hoch oben, und Soldaten im Streben nach demselben Ziel. Wenn wir das Militär ablehnen, dann könnte die Einstellung des Patriotismus zusammen mit ihm verschwinden.“

Er schreibt auch, daß er dem Großteil der Kritik der Paläo-Rechten an den amerikanischen militärischen Abenteuern zustimmt.

Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich ihm im wesentlichen zugestimmt, aber das Problem hier ist, daß auswärtige militärische Abenteuer zur Hauptmission des amerikanischen Militärs geworden sind. Die große Menge von Unterstützern „unserer Truppen“ in den Red States sind zu Gelackmeierten der Mission unserer Regierung geworden, ständig auswärts in Kriegen zu sein, die sehr wenig mit erkennbarem nationalem Interesse zu tun haben. Im Gegenteil, ich würde sagen, daß zum Beispiel der Krieg in Afghanistan aktiv unserem nationalen Interesse schadet.

Patriotismus, sagte Johnson, ist die letzte Zuflucht eines Halunken, und in den Vereinigten Staaten haben die Halunken entschieden darin Zuflucht genommen und die Unterstützung der wahren Patrioten für das Militär zur Unterstützung ihrer endlosen Kriege im Ausland kooptiert. Man muß unterscheiden zwischen dem Militär als Bollwerk der amerikanischen Nation und als Werkzeug der Regierung, und zu viele Amerikaner können diese Unterscheidung nicht treffen.

Seht euch das Video an, das OneSTDV bringt, und ihr werdet sehen, daß viele Unterstützer des Militärs glauben, daß „Freiheit“ für die Irakis nicht nur ein wichtiges Ziel ist, sondern auch eines, das wir tatsächlich erreicht haben. Das Video nutzt die Zurschaustellung von militärischem Gepränge und Disziplin – was die meisten Leute, mich eingeschlossen, bewundernswert und attraktiv finden – um die Botschaft zu befördern, daß unsere Kriege im Ausland wichtig sind und daß nur bekloppte Linke aus Berkeley dagegen sind.

Wie die meisten Amerikaner und wie OneSTDV habe ich den Großteil meines Lebens das Militär unterstützt und eine positive Einstellung zu ihm gehabt, aber in den letzten Jahren bin ich zur Ansicht gekommen, daß der Großteil der Kriege, die wir in unserer Geschichte geführt haben, riesige Fehler gewesen sind, Aktionen der Regierung, die ihre eigenen Interessen förderten, nicht die der Nation als Ganzes.

Ausgewählte Kommentare aus dem Originalstrang bei Mangan’s:

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Das Rivkin-Projekt: Wie der Globalismus den Multikulturalismus zur Unterwanderung souveräner Nationen benutzt – Teil 3 von 3

Von Kerry Bolton, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Rivkin Project: How Globalism Uses Multiculturalism to Subvert Sovereign Nations, Part 3 erschien am 16. März 2011 bei Counter-Currents Publishing/North American New Right.   (Zuvor erschienen: Teil 1 und Teil 2)

 

Die Rolle des Multikulturalismus in der globalistischen Agenda

Viele schändliche Ziele sind unter dem Banner des Multikulturalismus und Schlagworten wie „Gleichheit“ und „Menschenrechte“ erzwungen worden. So wie „Demokratie“ in der ganzen jüngeren Geschichte zur Rechtfertigung der Bombardierung von Staaten benutzt worden ist, dienen diese Schlagworte oft als Rhetorik zur Vortäuschung guter Absichten, während sie die Ziele derjenigen verbergen, die von wenig, wenn überhaupt von irgendetwas anderem als Macht und Habgier motiviert sind.

Man könnte an die Art denken, wie das Thema der Uitlanders agitiert wurde, um den Anglo-Burenkrieg zum Zwecke der Beschaffung von Südafrikas Mineralreichtum zugunsten von Cecil Rhodes, Alfred Beit et al zu rechtfertigen.

Ein ähnliches Thema wurde in unserer eigenen Zeit unter dem Namen der „Bekämpfung der Apartheid“ wiederbelebt, und während die Welt über die Machtübernahme durch den ANC jubelte, bestand die Wirklichkeit darin, daß die Afrikaner kein Jota materiell davon profitierten, sondern die parastaatlichen oder staatlichen Unternehmen privatisiert wurden, sodaß sie an den globalen Kapitalismus verkauft werden konnten. Als der Patriarch des südafrikanischen Kapitalismus, Harry Oppenheimer, dessen Familie ein traditioneller Feind der Afrikaaner [= Buren; d. Ü.] war, im Jahr 2000 starb, lobte Nelson Mandela ihn so: „Sein Beitrag zur Errichtung einer Partnerschaft zwischen Großunternehmen und der neuen demokratischen Regierung in dieser ersten Periode demokratischer Herrschaft kann nicht zu sehr geschätzt werden.“ [1]

Die „Demokratie”, die Oppenheimer und andere Plutokraten im Tandem mit dem ANC in Südafrika schufen, ist die Freiheit des globalen Kapitalismus zur Ausbeutung des Landes. Mandela sagte 1996 über das Ergebnis dieses „langen Marsches zur Freiheit“: Die Privatisierung ist die fundamentale Politik des ANC und wird das auch bleiben.“ [2] Als Kommentar zur Privatisierung der gemeindeeigenen Wasserversorgung von Johannesburg, die jetzt dem französischen Konzern Suez Lyonnaise Eaux untersteht, gab der ANC Erklärungen heraus, die erklärten: „Eskom ist eine der vielen in Regierungsbesitz befindlichen ‚Parastaatlichen’, die während der Apartheid geschaffen wurden und deren Privatisierung die demokratisch gewählte Regierung in Angriff genommen hat, um Geld aufzutreiben.“ [3] Es ist in Südafrika dasselbe Ergebnis, wie es durch die „Befreiung” der kosovarischen Mineralvorkommen im Namen der „Demokratie” und im Namen der Rechte von Moslems unter serbischer Herrschaft erreicht wurde, während andere, unter ihrer eigenen Herrschaft befindliche Moslems von den USA und ihren Verbündeten in die Unterwerfung gebombt wurden.

Die Ziele des globalen Kapitalismus

Die Natur des globalistischen Kapitalismus ist besonders stichhaltig von Noam Chomsky erläutert worden:

Sehen Sie, der Kapitalismus ist nicht grundsätzlich rassistisch – er kann den Rassismus für seine Zwecke ausnutzen, aber der Rassismus ist ihm nicht eingebaut. Der Kapitalismus will im Grunde, daß die Menschen austauschbare Zahnräder sind, und Unterschiede zwischen ihnen, wie zum Beispiel auf Basis der Rasse, haben üblicherweise keine Funktion für ihn. Ich meine, sie mögen eine Zeitlang eine Funktion haben, zum Beispiel wenn man eine super-ausgebeutete Arbeiterschaft oder dergleichen will, aber diese Situationen sind irgendwie anomal. Langfristig kann man erwarten, daß der Kapitalismus antirassistisch ist – einfach weil er anti-menschlich ist. Und Rasse ist eigentlich eine menschliche Eigenschaft – es gibt keinen Grund, warum sie eine negative Eigenschaft sein sollte, aber sie ist eine menschliche Eigenschaft. Daher beeinträchtigen auf Rasse beruhende Identifikationen das grundsätzliche Ideal, daß die Menschen als Konsumenten und Produzenten austauschbar sein sollten, austauschbare Zahnräder, die all den Müll kaufen, der produziert wird – das ist ihre letztendliche Funktion, und alle anderen Eigenschaften, die sie haben könnten, sind irgendwie irrelevant und gewöhnlich ein Ärgernis. [4]

Die Aussage von Chomsky drückt die Situation in ihrer Gänze stichhaltig aus.

Frankreich als Soziallabor für die Globalisierung

Die Rivkin-Offensive ist das letzte in einer langen Reihe von Programmen zur Untergrabung der französischen Identität. Frankreich ist ein Paradox, das die kosmopolitischen Werte der bourgeoisen Revolution von 1789 mit sturem Traditionalismus und Nationalismus kombiniert, den die Globalisten „Xenophobie“ nennen. Er manifestiert sich selbst im Kleinen wie bei der gesetzlichen Verpflichtung für französische Beamte und Politiker, mit ausländischen Medien nur französisch zu sprechen, ungeachtet ihrer Kenntnisse irgendeiner anderen Sprache, oder im verbreiteten Widerstand gegen McDonald’s und Disney World.

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Das Rivkin-Projekt: Wie der Globalismus den Multikulturalismus zur Unterwanderung souveräner Nationen benutzt – Teil 2 von 3

Von Kerry Bolton, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Rivkin Project: How Globalism Uses Multiculturalism to Subvert Sovereign Nations, Part 2 erschien am 15. März 2011 bei Counter-Currents Publishing/North American New Right.   (Zuvor erschienen: Teil 1)

 

Das Rivkin-Projekt zur Unterwanderung der französischen Jugend

Als der US-Botschafter Charles Rivkin im Jahr 2010 eine Delegation von anderen Mitgliedern des Pacific Council on International Policy nach Frankreich einlud, hatte er ein Programm zur Amerikanisierung Frankreichs umrissen, das hauptsächlich die Benutzung der moslemischen Minderheiten und die Indoktrinierung der französischen Jugend mit globalistischen Idealen im Sinne der Konzerne umfaßte. Das dabei beschworene Schlagwort war das historische Engagement Frankreichs und Amerikas für die „Gleichheit.“

WikiLeaks veröffentlichte das „vertrauliche Programm“. Es trägt den Titel „Minority Engagement Strategy.“ [1] Hier umreißt Rivkin ein Programm, das eine schamlose Einmischung in die inneren Angelegenheiten einer souveränen Nation ist und in einem tieferen Sinne die Änderung der Einstellungen von Generationen moslemischer und französischer Jugendlicher anstrebt, sodaß sie zu einer neuen globalistischen Synthese verschmelzen, oder zu dem, was man eine neue Menschheit nennen könnte: Homo oeconomicus, oder was der Finanzanalyst G. Pascal Zachary „das globale Ich“ nennt [2], um zu verwirklichen, was Rivkin als das „nationale Interesse“ der USA beschreibt.

Rivkin beginnt, indem er sagt, daß seine Botschaft eine „Minority Engagement Strategy“ geschaffen hat, die sich primär an die Moslems in Frankreich richtet. Rivkin erklärt als Teil des Programms: „Wir werden auch die Bemühungen verschiedener Abteilungen der Botschaft integrieren, auf einflußreiche Führer unter unserem primären Publikum abzielen und sowohl materielle als auch immaterielle Indikatoren des Erfolgs unserer Strategie bewerten.“ [3]

Rivkin ist zuversichtlich, daß Frankreichs Geschichte des ideologischen Liberalismus „uns gut dienlich sein wird, wenn wir die hier umrissene Strategie umsetzen… bei der wir Druck auf Frankreich ausüben…“ Beachten Sie die Redewendung „Druck auf Frankreich ausüben.“ Amerikas globale Agenda wird von Rivkin mit seinem Plan der Umwandlung Frankreichs in ein „blühendes, integratives französisches Staatswesen, das uns bei der Förderung unserer Interessen an der Ausweitung von Demokratie und zunehmender weltweiter Stabilität helfen wird“ in Verbindung gebracht. Das Programm wird sich auf die „Eliten“ der französischen und der moslemischen Gemeinschaften fokussieren, aber auch eine massive Propagandakampagne umfassen, die sich an die „allgemeine Bevölkerung“ mit Schwerpunkt auf der Jugend richtet.

Auf hoher Ebene werden US-Offizielle französische Offizielle in die Defensive drängen. Zu dem Programm gehört auch die Neudefinierung der französischen Geschichte in den Lehrplänen der Schulen, um der Rolle der nicht-französischen Minderheiten in der französischen Geschichte Aufmerksamkeit zu schenken. Es bedeutet, daß die Pepsi/MTV-Generation von Amerikanern neue Definitionen der französischen Kultur formulieren und neue Seiten der französischen Geschichte schreiben werden, die mit globalistischen Agendas übereinstimmen sollen. Zu diesem Zweck „…werden wir unsere Arbeit mit französischen Museen und Lehrern fortsetzen und intensivieren, um den in französischen Schulen unterrichteten Lehrstoff in Geschichte zu reformieren.“

„Taktik Nummer drei“ trägt den Titel „Aggressive Öffentlichkeitsarbeit unter der Jugend starten.“ Wie in anderen Staaten, die vom US-Außenministerium und dessen Verbündeten im Soros-Netzwerk, Freedom House, Movement.org, National Endowment for Democracy, Solidarity Center [4] und so weiter ins Visier genommen wurden, stehen unzufriedene junge Leute im Fokus der Veränderungen. Führend in diesen Bemühungen, zielt die „Inter-Agency Outreach Initiative“ des Botschafters darauf ab, „eine positive Dynamik in der französischen Jugend zu erzeugen, die zu einer größeren Unterstützung für US-Ziele und Werte führt.“ Können die Absichten noch klarer ausgedrückt werden? Es ist kulturelle und politische Amerikanisierung.

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Das Rivkin-Projekt: Wie der Globalismus den Multikulturalismus zur Unterwanderung souveräner Nationen benutzt – Teil 1 von 3

Charles Rivkin, US-Botschafter in Frankreich

Von Kerry Bolton, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Rivkin Project: How Globalism Uses Multiculturalism to Subvert Sovereign Nations, Part 1 erschien am 14. März 2011 bei Counter-Currents Publishing/North American New Right.

Von 19. bis 22. Oktober 2020 lud Charles Rivkin, US-Botschafter in Frankreich, eine aus 29 Mitgliedern bestehende Delegation des Pacific Council on International Policy (PCIP) zu einer Konferenz nach Frankreich ein, deren Hauptzweck die Diskussion arabischer und islamischer Beziehungen in Frankreich war. [1] Das Treffen war Teil einer weitreichenden subversiven Agenda zur Verwandlung des gesamten Charakters von Frankreich und insbesondere des Bewußtseins der französischen Jugend, was die Benutzung von Frankreichs moslemischer Jugend in einer typisch manipulativen globalistischen Strategie hinter der üblichen Fassade von „Menschenrechten“ und „Gleichheit“ einschließt.

Globalistische Delegation in der US-Botschaft

Der Bericht der PCIP sagt über die Konferenz:

… Die Delegation konzentrierte sich weiters auf drei Schlüsselthemen. Erstens untersuchte die Gruppe französisch-moslemische Fragen in Frankreich durch Austausch mit Dr. Bassama Kodmani, dem Direktor des Arabischen Reforminstituts, und Miss Rachida Dati, dem ersten weiblichen französischen Kabinettsmitglied von nordafrikanischer Herkunft und gegenwärtig Bürgermeisterin des 7. Arrondissements in Paris. Eine Exkursion zur Großen Moschee von Paris und ein Treffen mit dem dortigen Direktor der Theologie und dem Rektor boten zusätzliche Einsichten. Zweitens, Treffen mit Mr. Jean-Noel Porier, dem Vizepräsidenten für Auswärtige Angelegenheiten von AREVA (einer höchst innovativen französischen Energiefirma) und mit Mr. Brice Lalonde, dem Klimaverhandler und ehemaligen Umweltminister, hoben Fragen der Energie- und Nuklearpolitik und der Unterschiede zwischen der US- und der französischen Politik auf diesen Gebieten hervor. Und schließlich erforschte die Delegation die Verbindungen zwischen den Medien und der Kultur in Kalifornien (Hollywood) und Frankreich im Zuge von Treffen im Louvre, im Musee D’Orsay und bei FRANCE 24 – dem in Paris ansässigen Kanal für internationale Nachrichten und aktuelle Angelegenheiten. [2]

Das vorrangige Interesse schien Fragen von multikultureller Dimension gegolten zu haben, einschließlich nicht nur arabischer und islamischer Beziehungen in Frankreich, sondern vielleicht langfristig noch wichtiger einer Diskussion über die Wirkung von Hollywoods „Kultur“ auf die Franzosen.

Die USA haben seit langem ein Doppelspiel betrieben, indem sie als eines der primären Elemente ihres Strategems der fabrizierten permanenten Krisen nach dem Kalten Krieg „Terrorismus von islamischer Natur bekämpft“ haben, während sie den „radikalen Islam“ für ihre eigenen Zwecke nutzten, wofür es folgende wohlbekannte Beispiele gibt:

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Mai 68: Der jüdische Messianismus auf der Straße

Von Hervé Ryssen, übersetzt von Sternbald. Die Originalübersetzung wurde auf „As der Schwerter“ und hier im Archiv des Verbotenen Wissens veröffentlicht.

Der Sinn der Ereignisse im Mai 1968 ist ohne eine Kenntnis der politisch-religiösen Dimension des Judaismus unmöglich zu verstehen, denn jüdische Intellektuelle und Aktivisten haben dabei eine Schlüsselrolle gespielt. 2008 hat das zionistische Monatsmagazin Israel Magazine einen sehr eloquenten Artikel aus der Feder einer gewissen Noémie Grynberg publiziert, indem sich auch eine Liste mit den „maßgeblichen jüdischen Führern des Mai 68“ befindet. Zweifelsohne hätte diese Liste vor ein paar Jahren noch einem armen Goi, der solch eine Veröffentlichung gewagt hätte, einen Strafprozess eingebracht. Glücklicherweise ist nun jedoch eine Bresche in die die Mauer der Zensur geschlagen worden, und das Wort gewinnt zunehmend an Freiheit.

Hier zunächst, was zehn Jahre zuvor Yaïr Auron, ein israelischer Historiker in einem Les Juifs d’extrême gauche en mai 1968 betitelten Buch zum dreißigsten Jahrestag des „Ereignisses“ schrieb: „Von den „vier Großen“ des Mai 68, Daniel Cohn-Bendit, Alain Krivine, Alain Geismar, Jacques Sauvageot, sind die ersten drei Juden.“ Das Gleiche sagt uns Cohn-Bendit in seiner Autobiographie Der große Bazar: „Die Juden stellten eine nicht zu vernachlässigende Mehrheit, wenn nicht gar die große Mehrheit, der Aktivisten.“

1988, weitere zehn Jahre früher, hatte die Tageszeitung Le Monde am 12. Juli bereits einen Artikel über die Rolle der Juden im Mai 68 veröffentlicht: „War die Bewegung des Mai 68 eine ‚jüdische Revolution‘?“ Der Artikel bezog sich seinerseits auf ein dem Thema gewidmetes Kolloquium der Zeitschrift [communautaire] Passages vom 07. Juli. In Nr. 8 dieser Zeitschrift schrieb Benoît Rayski: „Im Mai 68 gab es massive jüdische Kohorten, die alle […] in den Parteien, Bewegungen und Gruppen engagiert waren, die die Speerspitze dieses Aufstands bildeten. […] Ihnen kam dort ein Gewicht zu, welches in keiner Proportion mit der Anzahl der Juden in Frankreich steht. […] Alle, oder fast alle, kamen aus einer genau definierbaren Region: Zentral- oder Osteuropa. Fast alle kamen aus Familien, die sich den revolutionären Ideologien des 20. Jahrhunderts verschrieben haben: Bolschewismus, Kommunismus, Trotzkismus, Freimaurerei, Anarchismus […]. Rote Märtyrer, Kominternjuden, unermüdliche Geschäftsreisende der Weltrevolution, die jüdischen Anführer der internationalen Brigaden, die jungen Aufständischen des Warschauer Ghettos etc. waren dort durcheinandergewürfelt.

Hinter dieser jüdischen Impulsgeberschaft steht ein spezifisch jüdischer Messianismus. Bekanntermaßen warten die Juden auf ihren Messias, und sie kämpfen beständig dafür, sein Kommen vorzubereiten. Ihren eigenen Worten zufolge besteht ihr Projekt, ihre „Mission“ darin, auf Erden einen absoluten und definitiven „Frieden“ einzuleiten. Alle Konflikte müssen verschwinden: zwischen Nationen, zwischen Religionen, und zwischen sozialen Klassen. Um diesem Ziel näherzukommen, arbeiten die Juden überall, wo sie sich befinden, ohne Unterlass daran, die nationalen Identitäten und die Aristokratien zu zerstören. Wenn alle Nationen abgeschafft sind und nur noch Juden auf dieser Erde übrigbleiben, dann wird mit Sicherheit ihr Messias kommen!

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Die Geschichte des Geldes – Teil 3

Vorwort von Osimandia: Das englische Original erschien unter dem Titel The History of Money Part 3 auf der Seite xat.org. von einem unbekannten Autor. Der durch Einrückung gekennzeichnete –  und im englischen Original nicht vorhandene – Einschub ist die Übersetzung eines Artikels von Ellen Brown, der  am 19. August 2007 unter dem Titel Thinking outside the Box: How a Bankrupt Germany Solved its Infrastructure Problems auf ihrer Seite Web of Debt veröffentlicht wurde.

Der Einschub erschien mir angebracht, weil an der Stelle, wo es gerade für deutsche Leser interessant wird, der Originalartikel etwas enttäuschend oberflächlich bleibt.

Übersetzt von Osimandia. Alle Bilder und der Großteil der Links stammen nicht aus den Originaltexten, sondern wurden bei der Übersetzung eingefügt.

Zuvor erschienen: Die Geschichte des Geldes – Teil 1 und Teil 2

Der erste Weltkrieg – A.D. 1914 bis 1918

Die Deutschen liehen sich Geld von der deutschen Rothschildbank, die Briten liehen sich Geld von der britischen Rothschildbank und die Franzosen liehen sich Geld von der französischen Rothschildbank.

Der amerikanische Superbänker J.P. Morgan war unter anderem auch ein Verkaufsagent für Rüstungsgüter. Sechs Monate nach Kriegsbeginn war er mit Ausgaben von 10 Millionen Dollar täglich der größte Konsument des Planeten.

Die Rockefellers und der Vorsitzende des Rats für Kriegsindustrie Bernard Baruch machten jeweils rund 200 Millionen, während Familien ihre Söhne für die blutige Front opferten; aber Profit war nicht das einzige Motiv für ihr Engagement.

Russland hatte den Plan der Geldwechsler, Amerika in zwei Hälften zu spalten, vereitelt, und verblieb das letzte große Land ohne eigene Zentralbank.

Drei Jahre nach Kriegsbeginn wurde jedoch die ganze Zarenfamilie ermordet und der Kommunismus begann. [Korrektur d.Ü.: 1917 dankte der Zar ab, ermordet wurden er und seine Familie 1919]

Zar Nikolaus II, Zarin Alexandra, Ihre Töchter Olga, Tatiana, Maria und Anastasia, sowie Kronprinz Alexej. Zusammen mit ihrem Arzt und einigen treuen Bediensteten in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1919 ermordet von einem von Jakow Jurowsky angeführten bolschewistischen Erschießungskommando.

Sie mögen es vielleicht merkwürdig finden, zu erfahren, dass die Russische Revolution auch mit britischem Geld finanziert worden war. Kapitalistische Geschäftsleute, die den Kommunismus finanzieren?

Der Autor Gary Allen erklärt es:

„Kommunismus oder genauer gesagt Sozialismus, ist keine Bewegung der unterdrückten Massen sondern eine der Wirtschaftselite.”

W. Cleon Skousen schrieb in seinem Buch The Naked Capitalist:

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Drogengeschäfte V: Afghanistan

Von Osimandia, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“.

In den Tagen nach 9/11 saß ich in jeder freien Minute vor dem Fernseher, und in vielen der eigentlich nicht freien Minuten auch. Das heißt, ich habe vor dem Fernseher nicht nur gebügelt und gegessen, sondern auch auf dem Couchtisch Gemüse geputzt und Zwiebeln gehackt, um ja keinen der in Legionenstärke auf dem Bildschirm aufmarschierenden Experten zu verpassen. Wahrscheinlich hatte ich glasige Augen und einen stieren Blick, aber zum guten Glück ist das nicht in Bilddokumenten für die Nachwelt festgehalten.

All die zahllosen aus allen möglichen und unmöglichen Ecken herbeigeschleppten Terrorismus-, Islamismus- und Nahostexperten, bei denen man sich unwillkürlich fragt: „Was machen die eigentlich, wenn gerade kein Terroranschlag ist?” habe ich natürlich alle schon längst wieder vergessen. Alle bis auf einen, der mir aus irgendwelchen Gründen im Gedächtnis geblieben ist. Seinen Namen weiß ich auch nicht mehr, aber es war ein in Deutschland wirkender Berufspalästinenser, der dem Fernsehsender in dem Zusammenhang wohl auch als Experte galt, und vielleicht habe ich ihn deswegen nicht vergessen, weil er anders aussah, wie ich mir einen Palästinenser vorstellte, nämlich ein ruhig, besonnen und freundlich wirkender älterer Mann im Anzug, der ein gepflegtes Deutsch sprach.

Dieser Experte wurde vom Reporter gefragt, was ihm denn im Kopf herumgegangen wäre, als er von den Terroranschlägen erfahren hatte und er antwortete darauf, er habe zu Gott gebetet: „Bitte mach, dass das keine Palästinenser waren.” Vielleicht kann ich mich auch deswegen noch an ihn erinnern, weil ich damals trotz all meiner Abneigung gegen die Palästinenser dachte: „Ja, guter Mann. Das hätte ich an deiner Stelle auch gebetet.“

Sieben Jahre später, als sich die offizielle 9/11-Version für mich wie so manch andere Legende aufgelöst hatte, führte diese Erinnerung mich zu einer ganz neuen Fragestellung und zwar: „Warum waren das eigentlich keine Palästinenser?“

Für Leute, die an die offizielle Version glauben, ist diese Frage leicht beantwortet. Es waren deswegen keine Palästinenser, weil es eben keine Palästinenser waren. Punkt. Afghanen waren es nebenbei bemerkt auch nicht, aber eben Leute, die in Afghanistan ihre Zentrale hatten. Wenn man aber erkannt hat, dass die offizielle Version unmöglich stimmen kann, und wenn man darüber hinaus noch erkannt hat, dass jüdische und israelische Kreise knietief in der 9/11-Sache drinstecken, kommt eben die Frage auf: „Warum haben sie das nicht den Palästinensern in die Schuhe geschoben? Mit dem Zorn, der damals in den USA und weiten Teilen Europas gegen jeden mobilisiert hätte werden können, der das getan hat, und den der Berufspalästinenser auf meinem TV-Schirm ja ganz offensichtlich auch fürchtete, hätte das Palästinaproblem, das Israel hat oder angeblich hat, perfekt gelöst werden können, ohne dass die IDF auch nur einen Finger hätte rühren müssen. Die Amis hätten das schon geregelt.” Das ist aber nicht passiert. Warum?

Ich kann die Frage nicht zufriedenstellend beantworten, der Nahostkonflikt mit all seinen Ungereimtheiten ist auch nicht Thema dieses Artikels, sondern Afghanistan. Radikal antizionistische Kreise unter der Rechten, deren Antizionismus ausschließlich um Israel kreist und die der Ansicht sind, alles, was Juden tun – einschließlich allem, was der Mossad tut – geschähe nur in nationalstaatlichem Interesse dieses kleinen Landes im Nahen Osten, vertreten zuweilen die Ansicht, 9/11 wäre inszeniert worden, um Israels Grenzen zu sichern und Israels Feinde zu neutralisieren. Während das im Falle des Iraks vielleicht gerade noch so erwägenswert wäre, man aber bedenken muss, dass der Irakkrieg mit Massenvernichtungswaffen und Saddams Grausamkeit gegenüber der eigenen Bevölkerung begründet wurde und nicht mit Verstrickung in 9/11, ist diese Begründung im Falle Afghanistans so lächerlich, dass man kaum fassen kann, dass jemand sie bringt. Warum auch immer die NATO in Afghanistan ist, um Israels Grenzen vor der Taliban Airforce zu schützen, ist sie es nicht. Das Steinzeit-Afghanistan der Taliban stellte nie eine Bedrohung für den Staat Israel dar.

Wenden wir uns also der Frage zu: „Warum sind wir nun wirklich mit der NATO in Afghanistan?” Und wieder ist die Frage von denen, die an die offizielle 9/11-Version glauben, leicht zu beantworten. Wir sind in Afghanistan, Dummi, weil wir dort den Terrorismus bekämpfen. Allerdings verliert diese Begründung selbst für diese Kreise so langsam an Glaubwürdigkeit, vor allem nachdem Osama bin Laden, der übrigens arabischen Quellen zufolge heute am 16. Dezember 2011, seinen 10. Todestag haben soll, dieses Jahr nun endlich auch offiziell für tot erklärt worden ist. Der Kampf-gegen-den-Terror-Vorwand ist inzwischen so fadenscheinig geworden, dass die Propagandamaschinerie sich nicht mehr alleine auf ihn stützt, sondern auch mal wieder die Menschen- und Frauenrechte hervorkramen muss, deren Missachtung in Afghanistan vor 9/11 keinen interessiert hat.

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