Jeffrey Epstein: Die Aufdeckung

Zwei Juden, der Finanzier Jeffrey Epstein (rechts) und der prominente Rechtsanwalt und Zionist Alan Dershowitz flankieren das damals 17jährige Mädchen, das sagt, sie sei eine der vielen von ihnen beschäftigten Sex-Sklavinnen gewesen, von denen manche erst 12 Jahre alt waren.

Zwei Juden, der Finanzier Jeffrey Epstein (rechts) und der prominente Rechtsanwalt und Zionist Alan Dershowitz flankieren das damals 17jährige Mädchen, das sagt, sie sei eine der vielen von ihnen beschäftigten Sex-Sklavinnen gewesen, von denen manche erst 12 Jahre alt waren.

Von Kevin Alfred Strom, übersetzt von Deep Roots. Das Original Jeffrey Epstein: The Uncovering erschien am 17. Januar 2015 in Kevin Alfred Stroms Essays auf Basis einer Radiosendung von American Dissident Voices vom selben Tag. [Fette Hervorhebung des Satzes bezüglich Donald Trump von Lucifex.]

 

Damals im Jahr 1999 produzierte der eigenwillige jüdische Regisseur Stanley Kubrick – der bekanntlich einmal sagte: „Adolf Hitler hat fast alles richtig gemacht“ – seinen letzten Film, Eyes Wide Shut, einen abschreckenden Einblick in eine geheime Gesellschaft von Elitisten und reichen Männern, viele von ihnen offensichtlich Juden, die junge weiße Frauen in massivem Ausmaß als Sexsklavinnen benutzen und jeden korrumpieren oder töten, der es herausfindet. Schneller Vorlauf nach heute, und der Fall Jeffrey Epstein beweist, daß die Realität der zynischen sexuellen Benutzung naiver, vertrauensvoller junger weißer Mädchen – viele davon wenig mehr als Kinder – durch jüdische Geldleute und die von ihnen korrumpierten Politiker weit, weit über alles hinausgeht, was uns in Kubricks Film gezeigt wird.

Eine Gerichtsakte der jüngsten Zeit sagt uns, daß Epstein mindestens Dutzende junger Frauen, soweit bekannt lauter weiße Mädchen, manche erst 12 Jahre alt, kaufte, handelte und mit ihren sexuellen Diensten handelte und sie unter seinen reichen jüdischen Freunden herumreichte, wie der überzionistische Rechtsanwalt Alan Dershowitz und andere. Er soll auch weißen Politikern einschließlich des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton, Senator George Mitchell und Britanniens Prinz Andrew Zugang zu diesen Sex-Sklavinnen verschafft haben, um sie zu korrumpieren. Muß ich hinzufügen, daß die Villa, in der diese Rendezvous stattfanden, gut mit Videokameras in jedem Raum ausgestattet ist?

Jeffrey Epstein ist ein 61jähriger jüdischer Finanzier. Obwohl er behauptet, aus einer Mittelklassefamilie zu kommen, war er in seinen Zwanzigern schon Partner in der Wallstreetfirma Bear Stearns, die die Reichen über „Steuerstrategien“ beriet. Ein paar Jahre später hatte er seine eigene Firma und angeblich über 2 Milliarden Dollar Nettovermögen und prahlte, daß er nur Milliardäre als Klienten annehme. Andere Trader merkten an, wie seltsam es war, daß Epstein in der Wall Street fast unsichtbar war und daß seine tatsächlichen Tradingaktivitäten unbekannt waren und es keine Zeugen dafür gab. Sein einziger bekannter Klient war der Besitzer von The Limited und Victoria’s Secret und große Spender für die Republikaner und Mitt Romney, Leslie Wexner – ebenfalls ein Jude. All seine anderen Klienten waren laut Epstein selbst „geheim“.

Epstein wohnt in einer neunstöckigen, ca. 5000 Quadratmeter großen ehemaligen Privatschule, die Vanity Fair „New Yorks größte Privatresidenz“ nennt – und falls Sie schon in New York gewesen sind, wissen Sie, daß das wirklich etwas aussagt. Und das ist nicht alles. Er wohnt auch einen Teil seiner Zeit in etwas, das die größte private Wohnstätte in New Mexico sein soll – eine 18 Millionen Dollar teure Ranch mit ca. 30 Quadratkilometer [7.500 acres] Grundbesitz. Er verbringt auch Zeit in seinem 6,8-Millionen-Dollar-Haus in Palm Beach, Florida – wo er regelmäßig, und klugerweise, wie wir sehen werden, 100.000-Dollar-Spenden an die Polizei leistet. Und er hat eine Flotte von Flugzeugen, einschließlich einer Gulfstream IV, eines Hubschraubers und sogar seine eigene Boeing 727. Er besitzt auch seine eigene private 280.000 Quadratmeter [70 acres] große Insel: Little St. James in den U.S. Virgin Islands, wo er und seine mächtigen Freunde gern ihren privaten „Spaß“ haben.

Epstein war erstaunlich offen bezüglich dessen, was er tat. Laut Zeugen waren seine Villen mit Nacktfotos dekoriert, die er von seinen jungen Opfern aufgenommen hatte, und solche Fotos wurden auch routinemäßig auf den Schreibtischen in seinen Büros verstreut gesehen. Diener bezeugten, daß sie täglich mehrere „Massagetische“ aufstellen mußten, zusammen mit „Sexspielzeugen“ und Schmiermitteln – für die sexuellen „Massagen“, die Epstein von den Teenagermädchen verlangte, die ihm zugeführt wurden. Sogar Donald Trump – einer von Jeffreys nichtjüdischen Freunden – witzelte über Epsteins Vorlieben und darüber, welcher „Spaß“ es war, ihn zu besuchen.

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Die unaufhaltsame Kraft

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Von Kevin Alfred Strom, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Unstoppable Force erschien am 21. Januar 2017 in Kevin Alfred Stroms Essays auf Basis einer Radiosendung von American Dissident Voices vom selben Datum.

JUDEN STEHLEN alles, was Sie besitzen, und verkaufen es Ihnen dann mit Zinsen zurück. Natürlich nur, wenn Sie der Meistbietende sind. Diesmal haben sie uns unsere Konterrevolution gestohlen. Sie haben unseren Populismus gestohlen. Sie haben die Energie unseres Volkes gestohlen, Energie, die einen echten Widerstand gegen die Tyrannei antreiben sollte, die uns fehlregiert. Statt Größe – statt der Zurückgewinnung unserer Bestimmung – bekommen wir geldorientiertes rah-rah und multirassische Platitüden, die mit jenen von John McCain wetteifern; Böses, verpackt in Hühnerfett und Inhaltslosigkeit. Ja, ich rede über die Amtseinführungsrede von Trump. Leere Kalorien, wie die Ernährungsfachleute sagen. Alles leere Kalorien. Falls Sie rassebewußte weiße Männer oder Frauen sind, so kann Ihre Leichtgläubigkeit als nahezu perfekte Funktion dessen gemessen werden, wie sehr Ihnen die Rede gefiel.

Aus dem Trump-Lager heißt es, „er schrieb sie selbst.“ Von Nathan Guttman vom Jewish Daily Forward (und vielen anderen Quellen) heißt es, daß sie von einem netten Judenjungen namens Stephen Miller geschrieben wurde. Ich fürchte, ich muß da dem Forward zustimmen. So oder so sieht es nicht gut aus für Trump – oder für uns.

Ich habe die Amtseinführung angesehen. Ich sah Sheldon Adelson und Jared Kushner und Marvin Hier – alle auf hohen Ehrenplätzen und alle sehr selbstzufrieden, besitzergreifend und in Eigentümerpose bezüglich der ganzen Sache. Und außer Steve Bannon war kein „alt-righter“ in Sicht. Trump ist buchtsäblich ein Strohmann von Goldman Sachs und Likud, mit der Genehmigung des Stammes für eine sorgfältig begrenzte Menge von Staatsbürgernationalismus, um die Goyim davon abzuhalten, zu unruhig zu werden. (Das heißt, Genehmigung von einem Zweig des Stammes. Der andere Zweig will damit weitermachen, uns so schnell wie möglich umzubringen, ohne uns auch nur den Knochen des milden Staatsbürgernationalismus zuzuwerfen, und er ist wütend über die Fraktion, die Trump besitzt, weil sie ihr Programm bremst.) Ihnen einen Knochen oder zwei zuzuwerfen, während Sie sich im sowjetischen Gulag befinden und Ihre Hinrichtung schon angesetzt ist, ist nicht dasselbe, wie Sie zu befreien, meine Damen und Herren. Aber es könnte Sie sich ein paar Minuten lang besser fühlen lassen, und falls es das ist, was Ihnen wichtig ist, dann nur zu, feiern Sie.

Untersuchen wir, was Präsident Trump erst gestern in seinen ersten Worten im Amt sagte.

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Frank Sinatra: „The House I Live In”

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Von James Edwards, übersetzt von Deep Roots. Das Original The House I Live In erschien am 16. März 2011 im Occidental Observer.

Jeder, der wissen will, wie es mit uns mit all diesem Diversity-Unsinn und multikulturellen Wahnsinn so weit gekommen ist und wo das herkam, sollte diesen kurzen Film mit dem Titel „The House I Live In“ mit Frank Sinatra in der Hauptrolle ansehen. Er erschien 1945 und wurde geschaffen, „um gegen Antisemitismus und Rassenvorurteile Stellung zu nehmen.“ Er wurde 1946 sowohl mit einem Golden Globe als auch einem Academy Award [„Oscar“] ausgezeichnet.

Die Handlung ist ziemlich simpel. Sinatra, der sich selbst spielt, geht während einer Aufnahmesitzung zu einer Rauchpause hinaus und stößt dort auf eine Bande von etwa einem Dutzend Jungen, die einen anderen Jungen verfolgen und in die Enge treiben und ihn verprügeln wollen. Sinatra geht dazwischen und fragt, was es für ein Problem gibt. Die Raufbolde erklären, daß sie den Jungen zusammenschlagen wollen, weil sie seine Religion nicht mögen. Einer sagt Sinatra: „er ist ein dreckiger –“ aber Frank schneidet ihm das Wort ab, bevor er den Satz vollenden kann.

Frank redet dann mit den Jungen und zeigt ihnen, wie sehr sie im Unrecht sind. Sagt er ihnen, daß – auch wenn Religion wichtig ist – es kein angemessenes Verhalten ist, herumzugehen und Leute mit einer anderen Religion zusammenzuschlagen? Von wegen! Frank kommt gleich auf den Punkt. Er sagt ihnen:

„Schaut, Jungs, Religion macht keinen Unterschied. Außer vielleicht für einen Nazi, oder für jemanden, der dumm ist.“

Christen beschweren sich gern darüber, daß das „heutige“ Hollywood das Christentum verleumdet und herunterspielt, während sie darauf beharren, daß Hollywood damals in den guten alten Zeiten das Christentum respektierte. Aber sogar damals 1945 verlieh Hollywood einem Film Oscars, der sagt, daß jeder, der das Christentum für besser als andere Religionen hält, entweder ein Nazi oder dumm ist.

Sinatra erläutert dann weiter, daß wir alle Amerikaner sind, egal was wir glauben, und daß „Vorurteile“ und „Intoleranz“ falsch sind, denn auch wenn wir nicht alle einer Meinung hinsichtlich Religion sein mögen, müßten wir zusammenhalten, um „die Japse“ zu bekämpfen. Und ja, er sagt wiederholt „Japse“. Die Jungs schauen dann mit großen Augen, als Frank in eine gekürzte Version des Titelliedes ausbricht.

Der Film beruht auf dem gleichnamigen Lied „The House I Live In“. Darin geht es nur darum, daß Amerika ein multirassisches, multikulturelles Disneyland ist. Aber der Autor des Liedes war wütend darüber, daß die Filmemacher die Strophe, die sich ausdrücklich auf Schwarze bezieht, aus dem Film schnitten. Er wurde sogar aus einem Kino geworfen, weil er gegen den Schnitt protestierte. Aber die Leute, die den Film machten, wußten, daß Amerika noch nicht wirklich bereit war für einen Film, der für derart viel „Diversity“ warb. Egal, sie hatten reichlich Zeit, und heute forcieren sie nicht nur Rassenintegration nonstop, sondern auch Rassenvermischung. Und es erübrigt sich zu sagen, daß sie, wenn sie den Film heute machen würden, zweifellos die Zeile drinlassen würden, die Evangelikale mit Nazis vergleicht, weil sie Religion für wichtig halten, aber das mit den „Japsen“ rausnehmen würden.

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White Man’s Burden

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Von Ari Shavit, übersetzt von Deep Roots Das Original White Man’s Burden erschien am 4. März 2003 in der Online-Ausgabe der israelischen Zeitung Haaretz.

 

Der Krieg im Irak wurde von 25 neokonservativen Intellektuellen ersonnen, die meisten davon Juden, die Präsident Bush dazu drängten, den Lauf der Geschichte zu verändern. Zwei von ihnen, die Journalisten William Kristol und Charles Krauthammer, sagen, daß dies möglich ist. Aber ein weiterer Journalist, Thomas Friedman (nicht Teil der Gruppe) ist skeptisch.

  1. Die Doktrin:

WASHINGTON – Am Ende seiner zweiten Woche sah der Krieg zur Befreiung des Irak nicht gut aus. Nicht einmal in Washington. Die Annahme eines schnellen Zusammenbruchs des Regimes von Saddam Hussein war selber zusammengebrochen. Die Vorannahme, daß die irakische Diktatur zerbröseln würde, sobald das mächtige Amerika ins Land eindrang, stellte sich als unbegründet heraus. Die Schiiten erhoben sich nicht, die Sunnis kämpften heftig. Die irakische Guerrillakriegführung fand die amerikanischen Generäle unvorbereitet vor und gefährdete ihre überdehnten Nachschublinien. Dennoch unterstützten 70 % des amerikanischen Volkes weiterhin den Krieg; 60 % dachten, daß der Sieg sicher war; 74 % drückten Vertrauen in Präsident George W. Bush aus.

Washington ist eine kleine Stadt. Es ist ein Ort mit menschlichen Dimensionen. Eine Art Kleinstadt, die zufällig ein Imperium führt. Eine Kleinstadt aus Regierungsbeamten und Kongressmitgliedern, aus Personal von Forschungsinstituten und aus Journalisten, die einander alle recht gut kennen. Jeder intrigiert fleißig gegen alle anderen; und jeder tratscht über alle anderen.

Im Laufe des vergangenen Jahres ist ein neuer Glaube in der Stadt entstanden: der Glaube an den Krieg gegen den Irak. Dieser inbrünstige Glaube wurde von einer kleinen Gruppe von 25 oder 30 Neokonservativen verbreitet, fast alle von ihnen Juden, fast alle von ihnen Intellektuelle (eine auszugsweise Liste: Richard Perle, Paul Wolfowitz, Douglas Feith, William Kristol, Eliot Abrams, Charles Krauthammer), Leute, die miteinander befreundet sind und einander fördern und die davon überzeugt sind, daß politische Ideen eine bedeutende Triebkraft der Geschichte sind. Sie glauben, daß die richtige politische Idee eine Fusion von Moral und Macht, von Menschenrechten und Entschlossenheit mit sich bringt. Die philosophische Untermauerung der Washingtoner Neokonservativen sind die Schriften von Machiavelli, Hobbes und Edmund Burke. Sie bewundern auch Winston Churchill und die von Ronald Reagan verfolgte Politik. Sie tendieren dazu, die Realität in Begriffen des Scheiterns der 1930er (München) versus den Erfolg der 1980er (dem Fall der Berliner Mauere) zu lesen.

Irren sie sich? Haben sie einen Akt der Torheit begangen, indem sie Washington nach Bagdad führten? Sie glauben das nicht. Sie klammern sich weiter an ihren Glauben. Sie tun immer noch so, als sei alles mehr oder weniger in Ordnung. Daß alles klappen wird. Gelegentlich scheinen sie jedoch in kalten Schweiß auszubrechen. Dies ist nicht länger eine akademische Übung, sagt einer von ihnen, wir sind verantwortlich für das, was passiert. Die Ideen, die wir vorgebracht haben, wirken sich jetzt auf das Leben von Millionen Menschen aus. Es gibt also Momente, wo man Angst hat. Man sagt: „Zur Hölle, wir sind gekommen, um zu helfen, aber vielleicht haben wir einen Fehler gemacht.”

  1. William Kristol:
Bill Kristol

Bill Kristol

Hat Amerika mehr in den Mund genommen, als es kauen kann? Bill Kristol sagt, nein. Sicher, die Presse ist sehr negativ, aber wenn man die Fakten vor Ort untersucht, sieht man, daß es keinen Terrorismus gibt, keine Massenvernichtung, keine Angriffe gegen Israel. Die Ölfelder im Süden sind gerettet worden, die Kontrolle über den Luftraum ist erreicht worden, amerikanische Truppen stehen 50 Meilen vor Bagdad. Selbst wenn also hier und da Fehler gemacht wurden, sind sie nicht schwerwiegend. Amerika ist groß genug, um damit fertig zu werden. Kristol hat nicht den leisesten Zweifel, daß General Tommy Franks schließlich seine Ziele erreichen wird. Die 4th Cavalry Division wird sich dem Kampfgetümmel bald anschließen, und eine weitere Division ist aus Texas unterwegs. Es ist also möglich, daß es statt eines eleganten Krieges mit 60 Getöteten in zwei Wochen eine weniger elegante Angelegenheit mit tausend Getöteten in zwei Monaten werden wird, aber dennoch hat Bill Kristol überhaupt keinen Zweifel, daß der Krieg zur Befreiung des Irak ein gerechter Krieg ist, ein obligatorischer Krieg.

Kristol macht einen angenehmen Eindruck und ist ein Endvierziger von durchschnittlicher Größe. In den vergangenen 18 Monaten hat er seine Position als Herausgeber des rechten Weekly Standard und seinen Status als einer der Führer des neokonservativen Zirkels in Washington dazu benutzt, das Weiße Haus dazu zu verleiten, gegen Saddam Hussein in die Schlacht zu ziehen. Weil man von Kristol glaubt, daß er beträchtlichen Einfluß auf den Präsidenten, auf Vizepräsident Richard Cheney und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ausübt, wird er auch las derjenige gesehen, der maßgeblich daran beteiligt war, Washington zu diesem mit vollem Einsatz geführten Feldzug gegen Bagdad zu veranlassen. Während er hinter den Bücherstapeln sitzt, die seinen Schreibtisch im Büro des Weekly Standard im nordwestlichen Washington bedecken, versucht er mich davon zu überzeugen, daß er sich keine Sorgen macht. Es ist für ihn einfach unvorstellbar, daß Amerika nicht gewinnen wird. In diesem Fall wären die Konsequenzen katastrophal. Niemand will ernsthaft über diese Möglichkeit nachdenken.

Worum geht es in diesem Krieg? frage ich. Kristol antwortet, daß es auf einer Ebene der Krieg ist, von dem George Bush spricht: ein Krieg gegen ein brutales Regime, das Massenvernichtungswaffen in seinem Besitz hat. Aber auf einer tieferen Ebene ist es ein größerer Krieg, einer um die Gestaltung eines neuen Nahen Ostens. Es ist ein Krieg, der die politische Kultur der gesamten Region verändern soll. Wegen dem, was am 11. September 2001 geschehen ist, sagt Kristol, haben die Amerikaner sich umgesehen und gesehen, daß die Welt nicht das war, wofür sie sie gehalten hatten. Die Welt ist ein gefährlicher Ort. Daher haben die Amerikaner sich nach einer Doktrin umgesehen, die es ihnen ermöglichen würde, mit dieser gefährlichen Welt fertigzuwerden. Und die einzige Doktrin, die sie fanden, war die neokonservative.

Diese Doktrin besagt, daß das Problem im Nahen Osten das Fehlen von Demokratie und Freiheit ist. Daraus folgt, daß der einzige Weg, um Leute wie Saddam Hussein und Osama bin Laden abzublocken, darin besteht, Demokratie und Freiheit zu verbreiten. Die kulturelle und politische Dynamik, die solche Leute hervorbringt, radikal zu verändern. Und daß der Weg, das Chaos zu bekämpfen, die Schaffung einer neuen Weltordnung ist, die auf Freiheit und Menschenrechten beruht – und die Bereitschaft, Gewalt einzusetzen, um diese neue Welt zu konsolidieren. Das ist es also, worum es in diesem Krieg wirklich geht. Er wird geführt, um eine neue Weltordnung zu konsolidieren, einen neuen Nahen Osten zu schaffen.

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Neujahrsgedanken: Feiern im Polizeistaat

Von  Malcolm Jaggers; Original: New Year’s Thoughts: Celebrating in the Police State, erschienen am 9. Januar 2017 auf „The Occidental Observer“.

Übersetzung: Lucifex

Meine Neujahrsgedanken drehen sich nicht um neue Vorsätze, da ich mir bereits vorgenommen habe, alles Mögliche zu tun, um diese schwierige Existenz erträglicher zu machen. Vielmehr verweilen meine Gedanken bei der Tatsache, dass wir nun in einem Polizeistaat leben, der durch die moslemische Einwanderung und die allgemeine Koexistenz mit allerlei verschiedenen anderen Nichtweißen herbeigeführt wurde.

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Dies wurde mir durch eine Fotozusammenstellung vom Silvesterabend vergegenwärtigt, die ominös aussehende Polizisten und Militärs beim Bewachen von Bereichen zeigt, die früher einen festlicheren Anblick zu bieten pflegten. Könnte es ein besseres Symbol für unsere gegenwärtigen Krankheiten geben? All unsere Feiertage werden nun durch die Gegenmaßnahmen versaut, die notwendig wurden durch… die Vielfalt. 1500 bewaffnete Polizisten in Köln – im mancher Weise ein willkommenes Zeichen dafür, dass Kanzlerin Merkel stillschweigend zugegeben hat, dass Deutschland außer Kontrolle ist; aber unwillkommen insofern, als Deutschland eben außer Kontrolle ist. Schwer bewaffnete New Yorker Polizisten sind zu sehen, wie sie den Times Square in Erwartung eines Lastwagenanschlags von der Art bewachen, wie er in Berlin und Nizza begangen wurde. Irgendwie fühlt es sich nicht „festlich“ an.

In ähnlicher Weise wurden 90.000 Sicherheitsleute in Frankreich eingesetzt. Getarnte Soldaten in Paris waren zu sehen, wie sie wichtige Stätten bewachen, nachdem sie ihre Dosis an Vielfalt mittels eines zur Massenmordwaffe gemachtem Lastwagens erhalten hatten. Und laut der französischen Regierung war es ein großer Erfolg, da nur  ~1000 Autos von Vandalen abgefackelt wurden.

Dies sind die denkwürdigen Szenen und Fotos, die für sich genommen einen hervorragenden Kommentar dazu geben, wie tief die westliche Zivilisation gesunken ist, als ob wir uns in einem dystopischen Science-Fiction-Film befinden würden. Dies ist keine Zivilisation in optimistischer Zuversicht, sondern vielmehr eine, die sich für einen Feind wappnet, der von allen Seiten angreifen könnte und besonders dazu neigt, bei jenen kurzen Anlässen zuzuschlagen, wo wir das Leben genießen und feiern wollen. Deshalb können wir uns buchstäblich nie entspannen, sondern nur eine tapfere Miene machen, wenn wir einen öffentlichen Ort betreten, um zu zeigen, dass „die Terroristen nicht gewonnen haben.“ Wir gratulieren uns dazu, dass wir uns in unseren eigenen Städten als Akt des Trotzes ins Freie wagen.

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Die Kultur der Kritik (8): Schluss – Wohin geht es mit dem Judaismus und dem Westen?

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt vom Verlag libergraphiX (ursprünglich – noch vor Erscheinen der deutschen Buchausgabe – auf „As der Schwerter“ veröffentlicht). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers (die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library [ISBN 0-7596-7222-9]).

Zuvor veröffentlicht:

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Die Kultur der Kritik (2) – Die Boas’sche Schule der Anthropologie und der Niedergang des Darwinismus in den Sozialwissenschaften

Die Kultur der Kritik (3) – Juden und die Linke

Die Kultur der Kritik (4): Die jüdische Beteiligung an der psychoanalytischen Bewegung

Die Kultur der Kritik (5): Die Frankfurter Schule für Sozialforschung und die Pathologisierung nichtjüdischer Gruppenloyalitäten

Die Kultur der Kritik (6): Die jüdische Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Eine Reprise

Die Kultur der Kritik (7): Jüdische Mitwirkung an der Gestaltung der amerikanischen Einwanderungspolitik

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Eine Schlussfolgerung dieses Bandes ist, dass die Juden eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung hochgradig einflussreicher intellektueller und politischer Bewegungen spielten, die in zeitgenössischen westlichen Gesellschaften ihren Interessen dienten. Wie auch immer, diese Bewegungen sind nur ein Teil der Geschichte. Es gab in den westlichen Gesellschaften im Allgemeinen, aber besonders in den Vereinigten Staaten, ein enormes Anwachsen jüdischer Macht und jüdischen Einflusses. Ginsberg (1993) merkt an, dass seit dem Jahre 1960 der jüdische ökonomische Status sowie der kulturelle Einfluss in den Vereinigten Staaten dramatisch angestiegen ist. Shapiro (1992, 116) zeigt, dass Juden zumindest mit dem Faktor neun auf Wohlstands-Indizes überrepräsentiert sind, doch dies gilt als konservative Schätzung, weil viel jüdischer Reichtum in Immobilien steckt, was schwer zu veranlagen und leicht zu verstecken ist. Während sie nur annähernd 2,4 Prozent der Bevölkerung der Vereinigten Staaten ausmachen, repräsentieren Juden die Hälfte der oberen einhundert Geschäftsführer der Wall-Street und rund 40 Prozent der College-Zulassungen der Ivy League. Lipset und Raab (1995) merken an, dass Juden zwischen einem Viertel und einem Drittel aller politischen Zuwendungen in den Vereinigten Staaten spenden, darunter die Hälfte der Spenden für die Demokratische Partei sowie ein Viertel der Spenden für die Republikaner.

Die allgemeine Botschaft von Goldbergs (1996) Buch Jewish Power: Inside the American Jewish Establishment ist, dass der amerikanische Judaismus gut organisiert und freigiebig finanziert ist. Er verschaffte sich ein großes Maß an Macht und war erfolgreich bei der Durchsetzung seiner Interessen. Es besteht ein hohes Maß an Konsens in einem großen Teil der jüdischen Angelegenheiten, insbesondere auf dem Gebiet der Israel-Politik und der Wohlfahrt anderer ausländischer jüdischer Enklaven, der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik, der Trennung von Kirche und Staat, dem Recht auf Schwangerschaftsabbruch sowie der Bürgerrechte (siehe Kapitel 1). Tatsächlich ist die Übereinstimmung in diesen Fragen zwischen jüdischen Aktivistenorganisationen und den hier besprochenen, jüdischen intellektuellen Bewegungen, trotz des hohen Maßes an fehlender Übereinstimmung in Bezug auf andere Angelegenheiten, bemerkenswert. Die massiven Veränderungen in der öffentlichen Politik bezüglich dieser Fragen, die mit der kulturellen Gegenrevolution in den Sechziger Jahren begannen, fallen mit der Periode ansteigender jüdischer Macht und steigenden Einflusses in den Vereinigten Staaten zusammen.

Seit den Fünfziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts verfolgen empirische Studien über die ethnische Hierarchie in den Vereinigten Staaten die Veränderungen ethnischer Gruppenressourcen einschließlich der Repräsentation der Elite (beispielsweise Alba & Moore 1982; Lerner, Nagai & Rothman 1996). Diese Studien hoben häufig die Überrepräsentation der protestantischen Weißen in den Unternehmenshierarchien und im Militär hervor, versäumten jedoch Gruppenunterschiede in Engagement und Organisation einzubeziehen. Salter (1998b) verschafft eine theoretisch fundierte Einschätzung des jüdischen Einflusses im Vergleich zu jenem der Afroamerikaner und der nichtjüdischen europäischstämmigen Amerikaner auf Grundlage von Blalocks (1967, 1989) Modell der Gruppenmacht als Funktion der Ressourcen multipliziert mit der Mobilisierung. Juden bieten weit mehr Mobilmachung auf als die anderen ethnischen Bevölkerungsteile (man zögert, nichtjüdische europäischstämmige Amerikaner als „Gruppe“ zu bezeichnen). Während beispielsweise spezifische ethnische Organisationen, welche sich den ethnischen Interessen der nichtjüdischen europäischstämmigen Amerikaner widmen, im Wesentlichen Randgruppen mit dürftiger Finanzierung und geringem Einfluss auf den allgemeinen politischen Prozess sind, merkt Salter an, dass das America-Israel Public Affairs Committee (AIPAC) von Kongressmitgliedern und professionellen Lobbyisten als zweitmächtigste der 120 mächtigsten Lobbys bewertet wird, wobei in den oberen 25 Rängen keine weitere ethnische Organisation vertreten ist. Des Weiteren ist AIPAC eine der wenigen Lobbys, welche sich in beträchtlichem Maße auf Wahlkampfspenden verlässt, um Bündnispartner zu gewinnen. Wie oben angesprochen, tragen die Juden zwischen einem Drittel und der Hälfte aller Wahlkampfgelder bei Wahlen auf Bundesebene bei, wobei die Spenden vom  „Thema Israel und der weiteren jüdischen Agenda“ (Goldberg 1996, 275) motiviert werden. Juden sind somit in Bezug auf Wahlkampfspenden auf der Grundlage ihres Bevölkerungsanteils mit dem Faktor 13 überrepräsentiert, unter Berücksichtigung ihres höheren Durchschnittseinkommens beträgt der Faktor annähernd 6,5. In Bezug auf Auslandsspenden ist die jüdische Führung sogar noch größer. Beispielsweise gaben jüdische Amerikaner in den Zwanziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts, vor der Explosion jüdischer Spenden an Israel nach dem Zweiten Weltkrieg, 24 mal mehr pro Kopf für die Hilfe ausländischer Juden aus als irisch-stämmige Amerikaner als Hilfe für Irland in seinem Kampf um die Unabhängigkeit von Großbritannien. Dies war jedoch der Höhepunkt der ethnischen irischen Philanthropie (Carroll 1978). Die Disparität hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg sehr vergrößert. Salter geht in einer vorläufigen konservativen Schätzung auf der Grundlage des Vergleichs von Pro-Kopf-Spenden für nicht-religiöse ethnische Angelegenheiten von einer viermal größeren ethnisch jüdischen Mobilisierung aus, als bei jener weißer Nichtjuden.

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Die Kultur der Kritik (7): Jüdische Mitwirkung an der Gestaltung der amerikanischen Einwanderungspolitik

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers und die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library (ISBN 0-7596-7222-9). Ich erhebe keinen Anspruch auf eine wie auch immer geartete Vergütung für die Verwendung dieser Übersetzung durch den Verfasser, Professor Kevin MacDonald, für eine Veröffentlichung in Buchform oder in irgendeiner sonstigen Weise.

(I will not claim any reward whatsoever from the author, Professor Kevin MacDonald, should he publish this translation in printed or any other form)

Zuvor veröffentlicht:

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Die Kultur der Kritik (2) – Die Boas’sche Schule der Anthropologie und der Niedergang des Darwinismus in den Sozialwissenschaften

Die Kultur der Kritik (3) – Juden und die Linke

Die Kultur der Kritik (4): Die jüdische Beteiligung an der psychoanalytischen Bewegung

Die Kultur der Kritik (5): Die Frankfurter Schule für Sozialforschung und die Pathologisierung nichtjüdischer Gruppenloyalitäten

Die Kultur der Kritik (6): Die jüdische Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Eine Reprise

Heute… scheinen die Einwanderer – vor allem die jüdischen Einwanderer – amerikanischer zu sein als die WASP’s. Sie sind die Gesichter und Stimmen und Gedankenwendungen, die uns am vertrautesten scheinen, als buchstäbliche zweite Natur. [Der WASP] ist der komische Kauz, der Fremde, das Fossil. Wir werfen einen Blick auf ihn, ein wenig verdutzt, und sagen uns: „Wo ist er hin?“ Wir erinnern uns an ihn: blaß, balanciert, ordentlich gekleidet, lebhaft seiner selbst sicher. Und wir sehen ihn als Außenseiter, als Ausländer, eine halbwegs noble Zuchtlinie, die dabei ist, zu verschwinden… Er hat aufgehört, repräsentativ zu sein, und wir haben es erst in dieser Minute bemerkt. Und sowieso nicht so eindeutig.

Was seit dem Zweiten Weltkrieg geschehen ist, ist, daß die amerikanische Empfindung teilweise jüdisch geworden ist, vielleicht genauso jüdisch wie irgendetwas anderes… Der gebildete amerikanische Geist hat gewissermaßen begonnen, jüdisch zu denken. Es ist ihm beigebracht worden, und er war bereit dazu. Nach den Entertainern und Romanautoren kamen die jüdischen Kritiker, Politiker, Theologen. Kritiker und Politiker und Theologen sind von Berufs wegen Former: sie formen die Art zu sehen. (Walter Kerr 1968, D1, D3)

Die Einwanderungspolitik ist ein paradigmatisches Beispiel für Interessenkonflikte zwischen Volksgruppen, weil die Einwanderungspolitik die zukünftige demographische Zusammensetzung der Nation bestimmt. Volksgruppen, die nicht in der Lage sind, die Einwanderungspolitik in ihrem eigenen Interesse zu beeinflussen, werden schließlich von Gruppen verdrängt werden, die zur Erreichung dieses Zieles fähig sind. Einwanderungspolitik ist daher für einen Evolutionisten von fundamentalem Interesse.

Dieses Kapitel behandelt den ethnischen Konflikt zwischen Juden und Nichtjuden auf dem Gebiet der Einwanderungspolitik. Diese ist jedoch nur ein Aspekt des Interessenkonflikts zwischen Juden und Nichtjuden in den Vereinigten Staaten. Die Scharmützel zwischen den Juden und der nichtjüdischen Machtstruktur, die im späten neunzehnten Jahrhundert begannen, hatten immer starke Obertöne von Antisemitismus. Bei diesen Kämpfen ging es um jüdische Aufwärtsmobilität, Quoten für die jüdische Vertretung in den Eliteschulen, angefangen im neunzehnten Jahrhundert und kulminierend in den 1920ern und 1930ern, die antikommunistischen Kreuzzüge in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wie auch um die sehr starke Besorgnis wegen der kulturellen Einflüsse der größeren Medien, die sich von Henry Fords Schriften in den 1920ern über die Inquisitionen der McCarthy-Ära bis in die Gegenwart erstreckte (Separation and its Discontents, Kapitel 2). Daß Antisemitismus an diesen Angelegenheiten beteiligt war, kann man aus der Tatsache ersehen, daß Historiker des Judaismus (z.B. Sachar 1992, S. 620ff) sich verpflichtet fühlen, Berichte über diese Ereignisse als wichtig für die Geschichte der Juden in Amerika einzubeziehen, an den antisemitischen Äußerungen vieler der nichtjüdischen Teilnehmer und am selbstbewußten Verständnis jüdischer Teilnehmer und Beobachter.

Die jüdische Beteiligung an der Beeinflussung der Einwanderungspolitik in den Vereinigten Staaten ist besonders als Aspekt ethnischen Konflikts bemerkenswert. Die jüdische Mitwirkung an der Beeinflussung der Einwanderungspolitik hat gewisse einzigartige Eigenschaften gehabt, die jüdische Interessen von den Interessen anderer Gruppen unterschieden, die eine liberale Einwanderungspolitik befürworteten. Während eines Großteils der Zeitperiode von 1881 bis 1965 entsprang ein jüdisches Interesse an liberaler Einwanderungspolitik einem Wunsch, eine Zuflucht für Juden zu schaffen, die vor antisemitischen Verfolgungen in Europa und anderswo flohen. Antisemitische Verfolgungen sind ein wiederkehrendes Phänomen in der modernen Welt gewesen, angefangen mit den russischen Pogromen von 1881 und fortgesetzt bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion und in Osteuropa. Als Folge davon ist liberale Einwanderung ein jüdisches Interesse gewesen, weil „das Überleben oft diktierte, daß Juden Zuflucht in anderen Ländern suchten“ (Cohen 1972, S. 341). Aus einem ähnlichen Grund haben Juden beständig eine internationalistische Außenpolitik der Vereinigten Staaten befürwortet, weil „ein international gesinntes Amerika wahrscheinlich sensibler für die Probleme ausländischer Judengruppen sein wird“ (S. 342).

Es gibt auch Hinweise darauf, daß Juden viel mehr als jede andere aus Europa stammende Volksgruppe in den Vereinigten Staaten eine liberale Einwanderungspolitik als Mechanismus gesehen haben, der sicherstellt, daß die Vereinigten Staaten eine pluralistische statt einer einheitlichen, homogenen Gesellschaft sein würden (z. B. Cohen 1972). Pluralismus dient sowohl inneren (gruppeninternen) als auch externen (zwischen Gruppen) jüdischen Interessen. Pluralismus dient inneren jüdischen Interessen, weil er das interne jüdische Interesse an einer Rationalisierung und offenen Befürwortung eines Interesses an offener statt halb-kryptischer jüdischer Gruppenbindung und Nichtassimilierung legitimiert, was Howard Sachar (1992, S. 427) als seine Funktion der „Legitimierung der Bewahrung einer Minderheitskultur inmitten der mehrheitlichen Gastgesellschaft“ bezeichnet. Sowohl Neusner (1993) als auch Ellman (1987) meinen, daß das gesteigerte Gefühl ethnischen Bewußtseins, das seit kurzem in jüdischen Kreisen zu erkennen ist, von dieser allgemeinen Bewegung innerhalb der amerikanischen Gesellschaft hin zur Legitimierung von kulturellem Pluralismus und Ethnozentrismus von Minderheitengruppen beeinflußt worden ist. Dieser Trend zu offenen statt der halb-kryptischen Formen, die das Judentum in westlichen Gesellschaften des zwanzigsten Jahrhunderts charakterisiert haben, wird von vielen als entscheidend für den Fortbestand des Judentums betrachtet (z. B. Abrams 1997; Dershowitz 1997; siehe Separation and its Discontents, Kapitel 8). Das Reformjudentum, die am wenigsten offene Form des zeitgenössischen Judentums, wird stetig traditioneller, einschließlich einer größeren Wertlegung auf religiöse Rituale und einer tiefen Sorge um die Verhinderung von Mischehen. Eine vor kurzem abgehaltene Konferenz von Reformrabbis betonte, daß die starke Zunahme des Traditionalismus teilweise das Ergebnis der zunehmenden Legitimität des ethnischen Bewußtseins im Allgemeinen ist (Los Angeles Times, 20. Juni 1998, A26).

Ethnischer und religiöser Pluralismus dient auch äußeren jüdischen Interessen, weil Juden dadurch nur eine von vielen Volksgruppen werden. Dies hat die Streuung politischen und kulturellen Einflusses unter den verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen zur Folge, und es wird schwierig oder unmöglich, einheitliche, zusammenhängende Gruppen von Nichtjuden zu entwickeln, die in ihrer Opposition gegen das Judentum vereint sind. Geschichtlich haben größere antisemitische Bewegungen dazu geneigt, in Gesellschaften auszubrechen, die abgesehen von den Juden religiös und/oder ethnisch homogen gewesen sind (siehe Separation and its Discontents). Umgekehrt war ein Grund für den relativen Mangel an Antisemitismus in Amerika im Vergleich zu Europa der, daß „Juden nicht als einzelne Gruppe von [religiösen] Nonkonformisten hervorstachen.“ (Higham 1984, S. 156). Obwohl ethnischer und kultureller Pluralismus sicherlich nicht in garantierter Weise jüdische Interessen befriedigen (siehe Kapitel 8), ist es trotzdem so, daß ethnisch und religiös pluralistische Gesellschaften von Juden als mit größerer Wahrscheinlichkeit jüdische Interessen befriedigend wahrgenommen worden sind als Gesellschaften, die von ethnischer und religiöser Homogenität unter Nichtjuden gekennzeichnet sind.

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Die Kultur der Kritik (3) – Juden und die Linke

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers und die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library (ISBN 0-7596-7222-9). Ich erhebe keinen Anspruch auf eine wie auch immer geartete Vergütung für die Verwendung dieser Übersetzung durch den Verfasser, Professor Kevin MacDonald, für eine Veröffentlichung in Buchform oder in irgendeiner sonstigen Weise.

(I will not claim any reward whatsoever from the author, Professor Kevin MacDonald, should he publish this translation in printed or any other form)

Zuvor veröffentlicht:

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Die Kultur der Kritik (2) – Die Boas’sche Schule der Anthropologie und der Niedergang des Darwinismus in den Sozialwissenschaften

Juden und die Linke

Ich konnte nie verstehen, was das Judentum mit dem Marxismus zu tun hatte, und warum die Infragestellung des Letzteren gleichbedeutend damit sei, illoyal gegenüber dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs zu sein. (Ralph de Toledano [1996, S. 50] in Diskussion seiner Erfahrungen mit osteuropäischen jüdischen Intellektuellen)

Der Sozialismus war für viele eingewanderte Juden nicht bloß Politik oder eine Idee, er war eine umfassende Kultur, ein Stil der Wahrnehmung und des Urteilens, durch den sie ihr Leben zu strukturieren hatten. (Irving Howe 1982, S. 9)

Die Verbindung zwischen Juden und der politischen Linken ist ab dem neunzehnten Jahrhundert weithin bemerkt und kommentiert worden. „Was immer ihre Situation sein mag… in fast jedem Land, über das wir Informationen haben, spielte ein Segment der jüdischen Gemeinschaft eine sehr entscheidende Rolle in den Bewegungen, die dazu bestimmt waren, die existierende Ordnung zu untergraben“ (Rothman & Lichter 1982, S. 110).

Zumindest oberflächlich betrachtet kann die jüdische Beteiligung an radikalen politischen Aktivitäten überraschend erscheinen. Der Marxismus, zumindest wie von Marx vorgestellt, ist das genaue Gegenteil des Judaismus. Der Marxismus ist ein Musterbeispiel einer universalistischen Ideologie, in der ethnische und nationalistische Barrieren innerhalb der Gesellschaft, ja sogar zwischen Gesellschaften im Interesse der gesellschaftlichen Harmonie und eines Gefühls gemeinsamen Interesses schlußendlich beseitigt werden. Zudem ist Marx selbst, obwohl von zwei ethnisch jüdischen Eltern geboren, von vielen als Antisemit gesehen worden.71 Seine Kritik am Judentum (Zur Judenfrage [Marx 1843/1975]) konzipierte das Judentum als grundsätzlich mit egoistischem Streben nach Geld befaßt; es hatte die Weltherrschaft erlangt, indem es sowohl den Menschen als auch die Natur zu verkäuflichen Objekten gemacht hatte. Marx sah das Judentum als abstraktes Prinzip menschlicher Habgier, das in der kommunistischen Gesellschaft der Zukunft ein Ende finden würde. Jedoch argumentierte Marx gegen die Idee, daß Juden ihr Judesein aufgeben müßten, um deutsche Bürger zu sein, und er stellte sich vor, daß der Judaismus, befreit vom Prinzip der Habgier, in der umgeformten Gesellschaft nach der Revolution zu existieren aufhören würde (Katz 1986, S. 113).

Was immer Marx’ Ansichten zu dem Thema waren, eine entscheidende Frage wird im Nachfolgenden sein, ob die Akzeptanz radikaler universalistischer Ideologien und die Teilnahme an radikalen, universalistischen Bewegungen mit der Identifikation als Jude vereinbar sind. Entfernt einen die Annahme einer solchen Ideologie im Grunde aus der jüdischen Gemeinschaft und ihrem traditionellen Bekenntnis zu Separatismus und jüdischem Volkstum? Oder, um diese Frage im Sinne meiner Sichtweise umzuformulieren, könnte das Verfechten radikaler, universalistischer Ideologien und Handlungen mit der fortgesetzten Teilnahme am Judaismus als gruppenevolutionärer Strategie vereinbar sein?

Man beachte, daß diese Frage sich von der Frage unterscheidet, ob Juden als Gruppe zutreffend als Befürworter radikaler politischer Lösungen für nichtjüdische Gesellschaften beschrieben werden können. Es wird nicht behauptet, daß der Judaismus eine einheitliche Bewegung darstellt oder daß alle Segmente der jüdischen Gemeinschaft dieselben Überzeugungen oder Einstellungen gegenüber der nichtjüdischen Gemeinschaft haben (siehe Kap. 1). Juden können ein vorherrschendes oder notwendiges Element in radikalen politischen Bewegungen ausmachen, und Identifikation als Jude kann sehr gut mit der Beteiligung an radikalen politischen Bewegungen vereinbar sein oder diese sogar begünstigen, ohne daß die meisten Juden an diesen Bewegungen beteiligt sind und selbst wenn Juden innerhalb der Bewegung eine zahlenmäßige Minderheit sind.

RADIKALISMUS UND IDENTIFIKATION ALS JUDE

Die Hypothese, daß jüdischer Radikalismus mit dem Judaismus als gruppenevolutionäre Strategie vereinbar ist, bedeutet, daß radikale Juden sich weiterhin als Juden identifizieren. Es gibt wenig Zweifel daran, daß die große Mehrheit der Juden, die sich ab dem neunzehnten Jahrhundert für linke Anliegen einsetzten, sich stark als Juden identifizierten und keinen Konflikt zwischen Judaismus und Radikalismus sahen (Marcus 1983, S. 280ff; Levin 1977, S. 65, 1988, I, S. 4 – 5; Mishkinsky 1968, S. 290, S. 291; Rothman & Lichter 1982, S. 92 – 93; Sorin 1985 an verschiedenen Stellen). Tatsächlich waren die größten jüdischen radikalen Bewegungen sowohl in Rußland als auch in Polen die Jüdischen Bünde, die ausschließlich jüdische Mitglieder und ein sehr eindeutiges Programm der Verfolgung spezifisch jüdischer Interessen hatten. Das Proletariertum des polnischen Bundes war in Wirklichkeit Teil eines Versuchs, ihre Nationalität als Juden zu bewahren (Marcus 1983, S. 282). Die Brüderlichkeit mit der nichtjüdischen Arbeiterklasse sollte ihre spezifisch jüdischen Ziele fördern, und eine ähnliche Aussage kann über den russischen Jüdischen Bund gemacht werden (Liebman 1979, S. 111ff). Nachdem die Bünde bei weitem die Mehrheit der jüdischen radikalen Bewegung in diesen Gebieten stellten, identifizierte sich die große Mehrheit der Juden, die sich an radikalen Bewegungen dieser Zeit beteiligten, stark als Juden.

Außerdem scheinen viele jüdische Mitglieder der Kommunistischen Partei der Sowjetunion darauf aus gewesen zu sein, eine Form von säkularem Judentum zu begründen, anstatt das Weiterbestehen der Juden als Gruppe zu beenden. Die postrevolutionäre Sowjetregierung und die jüdischen sozialistischen Bewegungen rangen mit der Frage der Bewahrung der nationalen Identität (Levin 1988; Pinkus 1988). Trotz einer offiziellen Ideologie, in der Nationalismus und ethnischer Separatismus als reaktionär gesehen wurden, war die Sowjetregierung dazu gezwungen, sich mit der Realität sehr starker ethnischer und nationaler Identifikation in der Sowjetunion auseinanderzusetzen. Als Folge davon wurde eine jüdische Sektion der Kommunistischen Partei (Evsektsiya) geschaffen. Diese Sektion „kämpfte hart gegen die zionistisch-sozialistischen Parteien, gegen demokratische jüdische Gemeinschaften, gegen den jüdischen Glauben und gegen die hebräische Kultur. Sie hatte jedoch Erfolg bei der Formung einer säkularen Lebensart, die auf Jiddisch als anerkannter Sprache der jüdischen Volksgruppe beruhte, im Kampf um das nationale Überleben der Juden in den 1920ern und bei der Verlangsamung des Assimilationsprozesses der Sowjetisierung der jüdischen Sprache und Kultur in den 1930ern“ (Pinkus 1988, S. 62).72

Das Ergebnis dieser Anstrengungen war die Entwicklung einer staatlich geförderten, separatistischen jiddischen Subkultur, einschließlich jiddischer Schulen und sogar jiddischer Sowjets. Diese separatistische Kultur wurde sehr aggressiv von der Evsektsiya gefördert. Widerstrebende jüdische Eltern wurden „durch Terror“ gezwungen, ihre Kinder in diese kulturell separatistischen Schulen zu schicken statt in Schulen, wo die Kinder ihren Stoff nicht noch einmal auf Russisch zu lernen hätten brauchen, um Aufnahmsprüfungen zu bestehen (Gitelman 1991, S. 12). Die Themen der prominenten und offiziell geehrten sowjetjüdischen Schriftsteller in den 1930ern weisen auch auf die Wichtigkeit der ethnischen Identität hin: „Der Tenor ihrer Prosa, Gedichte und Dramen lief auf eine Idee hinaus – die Beschränkung ihrer Rechte unter dem Zarismus und das Aufblühen der einst unterdrückten Juden unter den Sonne der Verfassung von Lenin und Stalin“ (Vaksberg 1994, S. 115).

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Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

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Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers und die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library (ISBN 0-7596-7222-9). Ich erhebe keinen Anspruch auf eine wie auch immer geartete Vergütung für die Verwendung dieser Übersetzung durch den Verfasser, Professor Kevin MacDonald, für eine Veröffentlichung in Buchform oder in irgendeiner sonstigen Weise.

(I will not claim any reward whatsoever from the author, Professor Kevin MacDonald, should he publish this translation in printed or any other form)

Zuvor veröffentlicht: Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

The Culture of Critique (im folgenden CofC genannt) wurde ursprünglich 1998 von Praeger Publishers veröffentlicht, einer Verlagsmarke von Greenwood Publishing Group, Inc. Die These des Buches ist in der Tat schwierig – schwierig nicht nur, weil sie schwierig zu beweisen ist, sondern auch weil sie viele fundamentale Annahmen über unsere zeitgenössische intellektuelle und politische Existenz in Frage stellt.

CofC beschreibt, wie jüdische Intellektuelle während des 20. Jahrhunderts eine Anzahl wichtiger intellektueller und politischer Bewegungen in Gang setzten und förderten. Ich behaupte, daß diese Bewegungen Versuche sind, die westlichen Gesellschaften in einer Weise zu verändern, die den Antisemitismus neutralisiert oder ihm ein Ende setzt und die Aussichten für den Fortbestand der Juden als Gruppe, entweder in offener oder halb-kryptischer Weise, verbessert. Mehrere dieser jüdischen Bewegungen (z. B. die Verschiebung bei der Einwanderungspolitik zugunsten nichteuropäischer Völker) haben versucht, die Macht ihrer vermeintlichen Konkurrenten zu schwächen – der europäischen Völker, die am Anfang des 20. Jahrhunderts eine dominante Position nicht nur in ihren traditionellen Heimatländern in Europa, sondern auch in den Vereinigten Staaten, Kanada und Australien eingenommen hatten. Auf theoretischer Ebene werden diese Bewegungen als das Ergebnis von Interessenkonflikten zwischen Juden und Nichtjuden bei der Interpretation der Kultur und in verschiedenen Fragen der öffentlichen Politik betrachtet. Letztendlich werden diese Bewegungen als Ausdruck einer gruppenevolutionären Strategie der Juden in ihrem Konkurrenzkampf mit Nichtjuden um gesellschaftliche, politische und kulturelle Dominanz betrachtet.

Ich versuche hier, einige typische Kritiken zu beantworten, die gegen CofC vorgebracht worden sind. (Siehe auch meine Webseite: www.csulb.edu/~kmacd). Ich behandle auch Fragen, die von mehreren Büchern aufgeworfen wurden, die seit der Veröffentlichung von CofC erschienen sind.

Es hat Beschwerden gegeben, daß ich das Judentum in monolithischer Weise betrachte. Dies ist definitiv nicht der Fall. Vielmehr ist meine Methodologie bei jeder Bewegung, die ich behandle, folgende gewesen:

1) Einflußreiche, von Juden dominierte Bewegungen zu finden, ohne Implikation, daß alle oder die meisten Juden an diesen Bewegungen beteiligt sind, und ohne Einschränkung der Art dieser Bewegungen. Zum Beispiel streife ich den jüdischen Neokonservatismus, der in mancher Weise eine Abweichung von den anderen Bewegungen ist, die ich bespreche. Im Allgemeinen waren an den meisten dieser Bewegungen relativ wenige Juden beteiligt, und eine erhebliche Zahl von Juden hat nichts von deren Existenz gewußt. Sogar der jüdische Linksradikalismus – sicherlich die verbreitetste und einflußreichste jüdische Subkultur des 20. Jahrhunderts – ist vielleicht die meiste Zeit eine Minderheitsbewegung innerhalb der jüdischen Gemeinschaften in den Vereinigten Staaten und anderen westlichen Gesellschaften gewesen. Infolgedessen kritisiere ich, wenn ich diese Bewegungen kritisiere, nicht notwendigerweise die meisten Juden. Trotzdem waren diese Bewegungen einflußreich, und sie waren jüdisch motiviert.

2) Zu bestimmen, ob die jüdischen Teilnehmer an jenen Bewegungen sich als Juden identifizierten UND ihre Mitwirkung an der Bewegung für eine Förderung jüdischer Interessen hielten. Die Mitwirkung mag unbewußt oder mit Selbsttäuschung verbunden gewesen sein, aber meistens war es recht leicht und unkompliziert, Beweise für diese Thesen zu finden. Wo ich dachte, daß Selbsttäuschung eine Rolle spielte (wie im Fall vieler jüdischer Radikaler), lieferte ich Beweise, daß sie sich in Wirklichkeit als Juden identifizierten und daß sie trotz eines gegenteiligen oberflächlichen Anscheins sehr um jüdische Belange besorgt waren. (Siehe auch Kapitel 1 von CofC.)

3) Zu versuchen, den Einfluß dieser Bewegungen auf die nichtjüdische Gesellschaft zu ermessen. Bedenken Sie, daß der Einfluß einer von Juden dominierten intellektuellen oder politischen Bewegung unabhängig vom Prozentanteil der jüdischen Gemeinschaft ist, der an der Bewegung beteiligt ist oder diese unterstützt.

4) Zu zeigen versuchen, wie Nichtjuden auf diese Bewegungen reagierten – waren sie zum Beispiel eine Quelle des Antisemitismus?

Mehrere der Bewegungen, die ich behandle, sind in den Sozialwissenschaften sehr einflußreich gewesen. Ich behaupte jedoch nicht, daß es keine Juden gibt, die gute Sozialwissenschaft betreiben, und tatsächlich liefere ich eine Liste prominenter jüdischer Sozialwissenschaftler, auf die meiner Meinung nach nicht die oben unter 2) umrissenen Punkte zutreffen (siehe Kapitel 2 von CofC). Falls es Beweise gegeben hätte, daß diese Sozialwissenschaftler sich als Juden identifizierten und bei ihrer sozialwissenschaftlichen Tätigkeit eine jüdische Agenda hatten (was bei den meisten der Aufgelisteten definitiv nicht der Fall war, aber möglicherweise im Fall von Richard Herrnstein zutraf – siehe unten), dann wären sie Kandidaten für die Aufnahme in dieses Buch gewesen. Die Leute, die ich als zu evolutionären/biologischen Perspektiven beitragend anführe, sind tatsächlich ethnische Juden, aber bei den meisten habe ich keine Ahnung, ob sie sich entweder als Juden identifizieren oder bei ihren Forschungsarbeiten eine jüdische Agenda haben, einfach weil in ihrer Arbeit oder anderswo keine Beweise dafür zu finden sind. Falls es Beweise dafür gibt, daß ein prominenter Evolutionsbiologe sich als Jude identifiziert und seine Arbeit in der Soziobiologie oder Evolutionspsychologie als Förderung jüdischer Agenden betrachtet, dann sollte er oder sie als Beispiel für das untersuchte Phänomen in CofC enthalten sein statt einfach als Wissenschaftler, der auf dem Gebiet der Evolutionswissenschaften arbeitet.

Interessanterweise schreibt Alan Ryan (1994, S. 11) im Fall von einem derer, die ich erwähne, Richard J. Herrnstein: „Herrnstein wünscht sich im Grunde die Welt, in der kluge Judenkinder oder deren Äquivalent es schaffen, aus ihrem bescheidenen Hintergrund herauszukommen und schließlich Goldman Sachs oder die physikalische Fakultät von Harvard leiten.“ Dies ist eine Haltung, die, wie ich annehme, für den Neokonservatismus typisch ist, eine jüdische Bewegung, die ich an mehreren Stellen behandle, und es ist etwas von der Art, das, falls es stimmt, nahelegen würde, daß Herrnstein die in The Bell Curve behandelten Themen wirklich jüdische Interessen in einer Weise berührend sah, wie es sein Mit-Autor Charles Murray nicht sah. (Ryan stellt die Weltsichten von Murray und Herrnstein einander gegenüber: „Murray wünscht sich den Mittelwesten, in dem er aufwuchs – eine Welt, in der es den örtlichen Mechaniker keine zwei Cents kümmerte, ob er klüger war als der örtliche Mathelehrer oder nicht.“) In ähnlicher Weise erfüllt die theoretische Physik des 20. Jahrhunderts nicht die Kriterien einer jüdischen intellektuellen Bewegung, eben weil es gute Wissenschaft war und es keine Anzeichen dafür gibt, daß Ethnisches an ihrer Schaffung beteiligt war: Die Identifikation als Jude und das Verfolgen jüdischer Interessen waren nicht wichtig für den Inhalt der Theorien oder für das Verhalten der intellektuellen Bewegung. Und doch sind Juden in den Reihen der theoretischen Physiker stark überrepräsentiert gewesen.

Diese Schlußfolgerung bleibt zutreffend, obwohl Einstein, die Führungsgestalt unter den jüdischen Physikern, ein stark motivierter Zionist war (Fölsing 1997, S. 494 – 505), Assimilation als verachtenswerte Form von „Mimikry“ ablehnte (S. 490), es vorzog, sich unter andere Juden zu mischen, die er als seine „Stammesgefährten“ bezeichnete (S. 489), die für so viele Juden während der 1920er und 1930er typische unkritische Unterstützung des bolschewistischen Regimes in Rußland begrüßte, einschließlich beharrlicher Rechtfertigung der Moskauer Schauprozesse in den 1930ern (S. 644 – 645), und von einem hochgesinnten Pazifismus während des Ersten Weltkrieges, als jüdische Interessen nicht auf dem Spiel standen, zur Befürwortung des Baus von Atombomben wechselte, um Hitler zu besiegen. Von seinem Teenageralter an hatte er eine Abneigung gegen die Deutschen, und in seinem späteren Leben kritisierte er jüdische Kollegen, die zum Christentum übertraten und sich wie Preußen benahmen. Er hatte eine besondere Abneigung gegen Preußen, die die ethnische Elitegruppe in Deutschland waren. Im Alter von 73 auf sein Leben zurückblickend, brachte Einstein seine Volkszugehörigkeit unmißverständlich zum Ausdruck: „Meine Beziehung zum Judentum ist zu meiner stärksten menschlichen Bindung geworden, sobald ich völlige Klarheit über unsere prekäre Position unter den Nationen erlangt hatte“ (in Fölsing 1997, S. 488). Laut Fölsing hatte Einstein diese Klarheit schon in frühen Jahren entwickelt, gestand sie sich aber erst viel später ein, eine Form des Selbstbetrugs: „Als junger Mann mit bourgeois-liberalen Ansichten und einem Glauben an die Aufklärung hatte er sich geweigert, sich seine jüdische Identität einzugestehen“ (in Fölsing 1997, S. 488).

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Das andere Weihnachten

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Von Andrew Hamilton, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Other Christmas erschien am 24. Dezember 2011 bei Counter-Currents Publishing/North American New Right.

Nein, nicht Kwanzaa.

Hanukkah.

Es ist wieder diese Zeit des Jahres: Politiker im ganzen Land – städtische, bundesstaatliche, Bundespolitiker, demokratisch und republikanisch, links, rechts und Mitte – versammeln sich, um Lehnstreue gegenüber dem Judentum, den Juden und Israel zu zeigen.

Im Weißen Haus beriefen Präsident Barack Hussein Obama, die First Lady Michelle Obama und Vizepräsident Joe Biden, dessen Sohn mit einer Jüdin verheiratet ist und dessen Tochter mit einem Juden verlobt ist (jüdische Enkelkinder!) Anfang Dezember eine Hanukkah-Feier ein.

Fox News informiert uns:

Vor 1979 war Weihnachten der hauptsächliche Winterfeiertag, der im Weißen Haus gefeiert wurde. In diesem Jahr war Präsident Carter der erste, der den jüdischen Feiertag Hanukkah offiziell anerkannte und Bemerkungen im Lafayette Park abgab, während er die neue Nationale Menora entzündete, eine Tradition, die bis heute fortlebt. 1993 richtete Präsident Clinton die erste offizielle Menora-Entzündung innerhalb des Weißen Hauses aus…

Zweiundzwanzig Jahre nach der ersten Entzündung der Nationalen Menora richtete Präsident [George W.] Bush [2001] die erste Hanukkah-Party aus, mit einer vom Jüdischen Museum in New York ausgeliehenen 100jährigen Menora. Und mit mehr als 600 Gästen, die an seiner letzten Party in seiner Amtszeit teilnahmen, war das keine Kleinigkeit.

Im State House in Boston entzündeten Massachusetts’ Negergouverneur Deval Patrick, der House Speaker Robert A. DeLeo und die Senatspräsidentin Therese Murray diese Woche die mittlere und die erste Kerze der offiziellen Menora, während die führenden Großkopferten zusahen.

Das ist die offizielle Menora im State House – die Ihnen freundlicherweise von jenen erbittert kompromißlosen „für die Trennung von Kirche und Staat eintretenden“ Leuten gebracht wurde. Ah, „Prinzipien“!

1989 erließ der US Supreme Court ein Gesetz, daß die Regierung „Weihnachten nicht als christlichen Feiertag begehen darf, indem sie suggeriert, daß die Menschen Gott für die Geburt Jesu preisen.“

Als Resultat wurde die bloße Zurschaustellung einer Weihnachtskrippe im County Courthouse in Pittsburgh als Verletzung der Establishment Clause des Ersten Verfassungszusatzes erachtet, weil es Weihnachten in einer Weise feierte, die „den Effekt hatte, einer offenkundig christlichen Botschaft beizupflichten: Ehre sei Gott für die Geburt Jesu Christi.“

Aber – ein „Hanukkah-Wunder“! – genau dieselbe Entscheidung stellte fest, daß die jährliche Zurschaustellung einer 18 Fuß (5,4 Meter) hohen Hanukkah-Menora durch Stadt und County keine Verletzung der Verfassung sei.

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