Das. Ist. Nicht. Sparta. (4): Spartanischer Reichtum

Von Bret Devereaux, übersetzt von Lucifex. Das Original This. Isn’t. Sparta. Part IV: Spartan Wealth erschien am 5. September 2019 auf dem Blog A Collection of Unmitigated Pedantry des Autors.

Zuvor erschienen: Glossar zu Sparta, Das. Ist. Nicht. Sparta. (1): Spartanische Schule, (2) Spartanische Gleichheit und (3) Spartanische Frauen.

Diese Woche sehen wir uns mehr an, wie das Leben in Sparta wirklich war, und fokussieren uns diesmal auf Reichtum und Grundbesitz. Letztes Mal betrachteten wir die Frage des täglichen Lebens für Frauen in Sparta und kamen zu dem Schluß, daß die Unterdrückung, mit der die große Mehrheit der Frauen in Sparta – die weiblichen Heloten – es zu tun hatte, viel schwerer wog als alles, was elitäre Spartiatenfrauen dadurch an mageren Vorteilen hatten. Dies ist Teil IV unserer siebenteiligen Reihe über den Gegensatz zwischen dem Bild Spartas und der Wirklichkeit.

Wie in Teil 2 festgestellt, haben wir konträr zu der Nostalgie nach einfacheren Zeiten, die sich durch unsere literarischen Quellen zieht, gute Belege dafür, daß es immer bedeutende Ungleichheiten in Wohlstand und Status sowohl zwischen den spartanischen Klassen (Bürger, Freier, Sklave) gab als auch innerhalb jener Klassen. Während wir letzte Woche sahen, wie scharf dies das tägliche Leben für spartanische Frauen formte, werden wir diese Woche ein wenig herauszoomen, um ganze spartanische Haushalte zu betrachten – besonders jene der Spartiaten… und ehemaligen Spartiaten.

Und wie immer gibt es hier ein hilfreiches Glossar, aber wir werden alle Begriffe bei der ersten Erwähnung ebenfalls definieren, also braucht ihr nicht das Gefühl zu haben, darauf zurückgreifen zu müssen, sofern ihr nicht denkt, etwas übersehen zu haben.

Die Frage, die wir heute angehen, ist die Vorstellung, daß die spartanische Gesellschaft besonders zusammenhaltend und stabil war. Wenn ich Nick Burns – ein letztes Mal – als Beispiel für diese Idee da draußen verwenden darf:

Das für mein Auge Beeindruckendste an Sparta war das Maß an Gleichheit und Zusammenhalt *unter Bürgern*. War das nur möglich durch die Tyrannisierung der umgebenden Bevölkerung? Das ist nicht unwahrscheinlich.

Aber es kommt mir der Gedanke, daß sie genauso sehr hätten tyrannisieren und dennoch innerhalb ihrer Reihen ungleich sein können. Ich denke an Schumpeters Diktum: Demokratie ist die Herrschaft einer Untergruppe der Gesellschaft, die innerhalb ihrer eigenen Reihen demokratisch ist.

Diese Idee widerspiegelt sich häufig in populären Bildern von Sparta. Die Spartiaten selbst – vielleicht mit Ausnahme der Könige – sind identisch und austauschbar. Sie haben dieselben Lebenserfahrungen, dieselbe Weltsicht und dieselbe Mentalität. Diese Vision von Sparta durchzieht das, wie es in Filmen und Spielen erscheint – es gibt eine gemeinsame „spartanische Erfahrung“, die den Spartanern das extreme Solidaritätsgefühl verleiht. Natürlich haben wir bereits gesehen, wie schon die Zusammensetzung der spartanischen Gesellschaft bedeutet, daß nur eine winzige Minderheit der Spartaner überhaupt an dieser gemeinsamen Erfahrung teilhat – aber allzu oft „lösen“ Filme wie 300 dieses Problem, indem sie einfach alle anderen aus der Geschichte schreiben.

Alle anderen werden aus der Geschichte geschrieben. Zu Leonidas‘ Armee gehörten 300 Spartiaten, aber auch ungefähr 900 Periöken (Diodorus 11.4; Hdt. 7.202) und eine unbekannte Zahl – aber nicht null – von Heloten (Hdt. 8.25.1). Diese wurden im Film alle einfach weggelassen.

Dies dient oft als Kern einer Verteidigung von Sparta – daß das System vielleicht brutal gewesen ist, es aber eine radikale Nivellierung bewirkte, die einen wahrhaft homogenen, wahrhaft zusammenhaltenden Körper in seinem Zentrum schuf. Wir haben bereits diskutiert, daß ein Teil davon nicht wahr ist – es gab schon von Anfang an reale Wohlstandsunterschiede zwischen Spartiaten – aber nun möchte ich tiefer darauf eingehen, warum das eine Rolle spielt.

Denn es stellt sich heraus, daß – zumindest in der klassischen Periode (ca. 480 v. Chr. bis 323 v. Chr. – der Zeitraum, für den wir wirklich solide Belege für die spartanische Gesellschaft haben) – selbst unter den „freien“ Menschen Spartas und sogar unter den Spartiaten selbst diese Gemeinsamkeit der Lebenserfahrung ein Trugbild war. Das Leben konnte für den armen Spartiaten ganz anders aussehen als für den reichen Spartiaten.

Bevor wir uns darin vertiefen, möchte ich euch auch an etwas aus Teil II und Teil III erinnern, nämlich daß die berühmte spartanische Askese nicht annähernd so alt ist, wie unsere Quellen uns glauben machen wollen. In vielen Fällen legen Wissenschaftler ihren Beginn näher an 500 v. Chr. als 700 v. Chr. (geschweige denn ca. 820 und Lykurg), aber der absolute Bestfall für das spartanische System, das wir beobachten, ist, daß es in den mittleren 600ern mit dem Abschluß der Eroberung Messeniens begann. Das spielt eine große Rolle, wenn man über die Stabilität dieses Systems redet, wozu wir am Ende kommen werden.

Lebensstile der Reichen und Berühmten

Wie wir damals diskutierten, gibt es in jeder Periode, für die wir Belege haben, Anzeichen für bedeutende Wohlstandsunterschiede in Sparta, sowohl zwischen den Klassen als auch innerhalb der Bürgerklasse der Spartiaten.

Nun wird die Frage zu: wie sieht das aus?

Eine der entscheidenden Institutionen hier ist das syssition (Mehrzahl: syssitia). Die sysstita waren die spartanischen Speisegemeinschaften (die nur den Spartiaten zugänglich waren). Das Ideal (z. B. Xen. Lac. 5.1-7; Plut. Lyc. 12) war, daß jedes Mitglied eine gewisse Mindestmenge zu der Mahlgemeinschaftsgruppe von ungefähr 15 Menschen beitrug, wobei die Idee war, daß jeder in der Gruppe einen gleichen Anteil an dem haben würde, was die Gruppe brachte. Entscheidend ist, daß die Mitgliedschaft in einem syssition eine Voraussetzung für den Vollbürgerstatus war (Plut. Lyc. 12.5-6) – ein Absolvent der agoge, der dennoch in kein syssition aufgenommen wurde, wurde kein voller Spartiat (wir werden gleich darüber reden, was mit ihnen geschieht).

Befassen wir uns zuerst mit dem reichen Spartiaten.

Und als erstes müssen wir anmerken – um beim letzten Mal anzuschließen – daß die Beurteilung dieser Frage schwierig ist. Wie wir letzte Woche sahen, war die wirtschaftliche Ungleichheit zwischen den Spartiaten zu keinem Zeitpunkt, den wir sehen können, etwas Neues. Aber die Natur all unserer Quellen – Plutarch, Xenophon etc. – ist, daß sie fast immer mehr daran interessiert sind, das ideale spartanische Staatswesen zu beschreiben, als jenes, das wirklich existierte. Und ich möchte betonen – wie wir vorletzte Woche diskutierten -, daß dieses ideale Staatswesen nie existiert zu haben scheint, wobei ein Autor nach dem anderen dieses ideale Sparta in die Zeitperiode des nächsten Autors verlegt, der uns seinerseits informiert: nein, das Ideal war noch weiter zurück.

Es ist wichtig, mit der Feststellung zu beginnen, daß die schiere Menge der Lebensmittel, die die Spartiaten von ihrem kleros erhalten sollten, fast jeden Spartiaten nach den Maßstäben der meisten griechischen poleis reich machen würde – Spartiaten führten immerhin ein Leben der Muße (Plut. Lyc. 24.2), erhalten durch die Arbeit von Sklaven (Plut. Lyc. 24.3), wo das, womit sie wirklicher produktiver Arbeit am nächsten kamen, im Wesentlichen die Sportjagd war (Xen. Lac. 4.7). Wenn die Kost des syssition auch nicht unbedingt extravagant war, so war sie auch kaum… nun, spartanisch – zu jeder Mahlzeit scheint Fleisch oder zumindest Fleischbrühe gehört zu haben (Plut. Lyc. 12.2; Xen. Lac. 5.3), was für die meisten ärmeren Griechen ein feiner Luxus gewesen wäre. Wenn wir also über Ungleichheiten zwischen den Spartiaten reden, meinen wir in Wirklichkeit Ungleichheiten zwischen den Superreichen und den bloß Wohlhabenden. Wie wir sehen werden, ließ man selbst unter den Spartiaten diese Unterscheidungen scharf und mit systematischer Hartherzigkeit eine Rolle spielen.

Nun beharren unsere Quellen doch darauf, daß das spartanische System den Spartiaten wenig Gelegenheiten für die Anhäufung oder das Ausgeben von Reichtum bot, nur daß sie – wie letzte Woche erwähnt – dies auch über ein System sagen, von dem sie zugeben, daß es nicht mehr funktioniert… und dann weiters das Verhalten reicher Spartaner zu ihrer eigenen Zeit beschreiben. Wir haben bereits erwähnt, wie Herodot schon 480 v. Chr. von seit langem existierenden reichen Elitespartiaten berichtet (Hdt. 7.134), daher hat es keinen Sinn zu behaupten, daß sie nicht existierten. Was die Frage aufwirft: Wofür gibt ein reicher Spartiat seinen Reichtum aus?

Eine Zurschaustellung von Reichtum. Es mag seltsam erscheinen in einer Gesellschaft, wo Nahrung vergleichsweise reichlich vorhanden ist, aber in der antiken Welt war es ein Zeichen von beträchtlichem Wohlstand, wenn man es sich leisten konnte, die Art von Kalorien und Proteinen zu essen, die nötig ist, um einen starken, eindrucksvollen Körper aufzubauen.

In mancher Weise ziemlich für das Gleiche wie andere griechische Aristokraten. Sie könnten ihn für Lebensmittel ausgeben: Xenophon erwähnt, daß reiche Spartiaten in seiner eigenen Zeit die Mahlzeiten ihrer syssitia aufbesserten, indem sie das üblichere (und weniger schmackhafte) Gerstenbrot durch schönes Weizenbrot ersetzten, sowie indem sie mehr Fleisch und dergleichen aus der Jagd beisteuerten (Xen. Lac. 5.3). Während die syssitia selbst diesen Effekt hätten ausgleichen sollen, scheint es in der Praxis so gewesen zu sein, daß reiche Spartiaten die Gesellschaft anderer reicher Spartiaten suchten (das scheint sicherlich das Heiratsmuster gewesen zu sein, man beachte Plut. Lys. 30.5, Agis. 5.1-4). Manche Spartiaten, merkt Xenophon an, horteten Gold und Silber (Xen Lac. 14.3; cf. Plut. Lyc. 30.1, wo dies angeblich illegal ist – vielleicht nur für jene mit unzulänglichen politischen Verbindungen?). Reiche Spartiaten konnten auch reisen und sogar im Ausland im Luxus leben (Xen. Lac. 14.4; Cf. Plut. Lyc. 27.3).

Reiche Spartiaten schienen auch ihre Pferde geliebt zu haben (Xen. Ages. 9.6). Sie traten häufig in den Olympischen Spielen an, besonders bei den Streitwagenrennen. Ich sollte erwähnen, wie teuer solch ein Unterfangen war. Überhaupt an den Olympiaden teilzunehmen, war den Wohlhabenden in Griechenland vorbehalten, denn der Aufbau von körperlicher Fitness erforderte eine Menge Kalorien und viel Protein in einer Gesellschaft, wo Fleisch recht teuer war. Aber dazu noch Pferde aufzuziehen – das ist in der Tat sehr teuer (beachtet auch die Kavallerie der Spartiaten, Plut. Lyc. 23.1-2). Spartas bedeutendster olympischer Sport war auch der bei weitem teuerste: das Rennen mit vierspännigen Streitwagen.

Papyrus Oxyrhynchus 222, eine fragmentarische Liste olympischer Sieger. Zwei der Namen werden ausdrücklich als Spartaner erwähnt.

Auf andere Arten jedoch waren die Spartaner ganz anders als andere griechische Aristokraten. Sie schienen keine Künstler und Kunsthandwerker gefördert zu haben. Die verschiedenen Kunsthandwerke – dekorative Metallarbeiten, Bildhauerei etc. – schwinden in Sparta ab ungefähr 550 v. Chr. dahin – es könnte sein, daß dieser Übergang das korrekte Datum für den wahren Beginn nicht nur der „spartanischen Askese“, sondern auch des spartanischen Systems war, wie wir es kennen. Es gibt ein paar Ausnahmen – Cartledge (1979) erwähnt, daß schwarz bemalte lakonische Feinkeramik bis ins fünfte Jahrhundert fortbesteht. Dennoch ist das späte Datum für die archäologischen Indikatoren der spartanischen Askese auffallend, da es darauf hindeutet, daß die Gesellschaft, von der die Spartiaten der frühen 300er glaubten, sie würde bis zu Lykurg in den 820ern zurückreichen, gut möglich nur bis zu den 550ern zurückreichte.

Das andere, von dem wir in Sparta viel weniger sehen, ist Euergitismus – die Patronage der polis selbst durch wohlhabende Familien als eine Art, ihr Ansehen in der Gesellschaft aufzupolieren. Während es bemerkenswerte Ausnahmen gibt (man beachte Pritchard, Public Spending and Democracy in Classical Athens (2015) über die Interaktion und den Umfang von Abgaben, Steuern und Euergitismus in Athen), wurden die meisten der großen Gebäude und öffentlichen Kunstwerke in griechischen Städten von Privatbürgern erbaut oder erhalten, entweder als freiwillige Akte öffentlicher Wohltäterei (Euergitismus – wörtlich „Gutes tun“) oder als Verpflichtungen, die den Reichen auferlegt wurden (Liturgien genannt). In Sparta gab es fast nichts von diesen öffentlichen Gebäuden in der klassischen Periode – Thukydides‘ Bemerkung, daß es einem Beobachter, der nur die Stiftung von Spartas Tempeln und öffentlichen Gebäuden betrachtet, schwer fallen würde zu sagen, daß der Ort etwas Besonderes ist, ist recht zutreffend (Thuc. 1.10.2). Es gibt eine Handvoll Ausnahmen – die persische stoa, ein paar Statuengruppen, ein paar Heldenreliefs, aber viel, viel weniger als in anderen griechischen Städten. Kurz gesagt, während andere griechische Eliten das Bedürfnis empfanden – oder dazu angehalten wurden –, etwas von ihrem Reichtum wieder zur Gemeinschaft beizutragen, taten die Spartiaten das nicht.

Eine flüchtige Beurteilung jener Prioritäten ist in gewissem Maß Geschmackssache. Es ist leicht, die öffentliche Bautätigkeit und Förderung der Kunst, die die meisten griechischen Eliten betrieben, als krasse Selbstverherrlichung darzustellen, bei der sie ihr Geld für das Aufpolieren ihres eigenen Images verschwendeten, statt wirklich jemandem zu helfen, außer durch Zufall. Und es liegt eine gewisse Wahrheit in dieser Idee – die griechische Vorstellungswelt hat wenig Raum für das, was wir heute einen Philanthropen nennen würden. Andererseits wird – wie wir sehen werden – eine Handvoll von Spartiaten schließlich in den Besitz eines weit größeren Anteils am Reichtum und an der Produktivkapazität ihrer Gesellschaft kommen. Jene reichen Spartiaten werden noch weniger tun, um die Leben von irgendjemandem zu verbessern – selbst ihrer Mitspartiaten. Außerdem wird Sparta nach dem Beginn der spartanischen Askese in den 550ern kein großes Kunstwerk hervorbringen, keine Fortschritte in der Architektur, keine großen literarischen Werke – nichts, um die Grenzen der menschlichen Errungenschaften zu erweitern, um den menschlichen Geist zu erheben.

Töpfer, Bildhauer und Schmiede. Der materiellen Kultur Lakoniens und Messeniens nach scheint es in Sparta zunehmend weniger von diesen gegeben zu haben. Beachtet auch in der Mitte oben den einen Mann, der zu dieser Schlacht ordentlich mit einem Brustharnisch ausgerüstet kam. Kein Wunder, daß sie die Schlacht verlieren – keiner von ihnen trägt irgendeine Rüstung! Auch kann ich ums Leben nicht verstehen, was all diese Lederriemen sein sollen – und ich vermute, daß kein Vorschlag, den ich mache, ausreichend „PG“ für dieses Umfeld sein wird!

Ich bin nicht entzückt von der Idee, daß ein Unterdrückungssystem „es wert ist“ wegen der Kunstwerke, die seine Elite produziert, und sei es aus keinem anderen Grund als dem, daß relativ offenere, weniger unterdrückerische Gesellschaften im Allgemeinen mehr und bessere Werke hervorbringen. Aber wenn man Systeme der Unterdrückung und Privilegien haben muß – und keine Gesellschaft von Menschen hat noch gelernt, völlig ohne sie zu leben -, werden wir sicherlich jenes vorziehen, das gelegentlich etwas von Wert abwirft. Und sei es nur zufällig.

Dies tut Sparta nicht.

Reicher Spartiat, Armer Spartiat

Okay, aber wie kommen reiche Spartiaten zustande? Immerhin soll doch jeder Spartiat nur einen kleros haben – das Standardgrundstück mit Heloten zur Erhaltung des Haushalts, richtig? Während dies das Ideal sein mag, ist es nicht klar, daß das System jemals so funktionierte. Zuerst und vor allem sind keine zwei Felder gleich – es ist grundsätzlich sicher, daß manche kleroi allgemein besser als andere waren, wegen der Variabilität der Landwirtschaft. Die moderne Landvermessung ist der Aufgabe nicht gewachsen, landwirtschaftliche Produktivität in dem mehrere Jahrhunderte langen Zeitmaßstab gleichmäßig aufzuteilen, vor dem Sparta stand; die antike Landvermessung war sicherlich nicht besser.

Der andere von Anfang bestehende Faktor waren die beiden erblichen Königslinien. Die Könige besaßen große Ländereien, die dem Land der Periöken entnommen wurden. Xenophon stellt das ausdrücklich als Teil der Lykurg’schen Verfassung dar (Xen. Lac. 15.3); wir können auf Lykurg verzichten, aber dennoch annehmen, daß diese Ländereien seit Langem bestehende Besitzungen darstellten. Zu der Zeit, ab der wir ein einigermaßen gutes Gefühl für den Reichtum haben, über den die Könige verfügen können, ist er beträchtlich (z. B. Plut. Agis 9.3). Das Vorhandensein zweier übergroßer Vermögen mag in diesem System nicht als Problem erscheinen, bis man sich erinnert, wie winzig die Spartiaten-Elite ist. Statt ein Rundungsfehler zu sein, könnten die Freunde und engen Familienmitglieder der Könige leicht eine Elite innerhalb der Elite bilden – ein Punkt, den wir nächste Woche ausführlicher behandeln werden.

In dem Film wird Leonidas als bloß ein weiterer der Spartiaten präsentiert – so ziemlich wie der Rest. Historisch gesprochen hatten die beiden spartanischen Könige ein breites Spektrum von Privilegien, einschließlich großer Ländereien, die aus Land der Periöken geschaffen wurden. Auch ist diese Marschordnung falsch: die Skiritai – eine spezifische Art von Periöken – scheinen vor 370 immer die Vorhut der spartanischen Armee gebildet zu haben (Xen. Lac. 12.3; Diod. 15.31.1; Xen Hell. 5.2.24), gefolgt vom König – natürlich können sie das hier nicht machen, weil sie die einzigen spartanischen Kundschafter entfernt haben, nachdem sie keine Bürger waren.

Diese bereits zuvor existierenden Wohlstandsungleichheiten scheinen im fünften Jahrhundert durch zwei Dinge stark intensiviert worden zu sein: die spartanischen Erbschaftsmuster und das große Erdbeben von 464.

Irgendwann wurde es möglich – oder vielleicht war es immer möglich – daß kleroi vererbt wurden. Plutarch (Plut. Agis. 5.1-3) schreibt dies einem gewissen Epitadeus in einer Just-so story zu, die, soweit ich sagen kann, funktionell kein moderner Wissenschaftler glaubt. Stattdessen sind sie gespalten zwischen jenen, die denken, daß kleroi effektiv immer vererbbar waren, und jenen, die denken, daß es bei diesem Trend irgendeinen Bruch gibt (vor allem Figueira), obwohl der wahrscheinlich vor dem vierten Jahrhundert war – es müßte vermutlich nahe an 500 v. Chr. geschehen sein, angesichts dessen, wie schnell die schädlichen Wirkungen greifen. Auf jeden Fall scheint es während des vierten Jahrhunderts – und wahrscheinlich eines Großteils des fünften – Spartiaten möglich gewesen zu sein, ihre kleroi zu vermachen, wem immer sie wollten.

(Anmerkung zur Datierung: Ich möchte, daß die Leser hier beachten – weil wir darauf zurückkommen werden – wie chronologisch eng das „ideale“ Sparta wird. Der Großteil der Verfassung nicht früher als 680 in Kraft, die spartanische Askese und somit das spartanische „Ideal“ nicht früher als 550, und die Samen des endgültigen Zusammenbruchs nicht später als 500; das goldene Zeitalter Spartas beginnt in der Tat recht kurz auszusehen!)

Ein Effekt dieser Vererbungsmethode, scheint es, ist, daß es möglich wurde, daß Grundbesitz über Spartiatenfrauen ging und von ihnen kontrolliert wurde (Arist. Politics 2.9, Plut. Agis 7.3-4). Wir brauchen den Abscheu unserer männlichen Quellen über diesen Stand der Dinge nicht zu teilen (Plutarch ist gemäßigter, aber Aristoteles verachtet es offen), es ist offenkundig nichts falsch an weiblichem Landbesitz. Das Problem ist, wie wir sehen werden, daß die Unflexibilität des spartanischen Systems völlig unfähig ist, mit den Problemen umzugehen, die das erzeugt, wenn es mit den syssitia kombiniert wird. Dennoch, mit der Zeit scheint es, daß die Rolle von Spartiatenfrauen bei der Kontrolle des Reichtums der Wirtschaft zunahm. Auf der einen Seite mag das positiv erscheinen, aber denkt an die Natur des Reichtums in Sparta – dies bedeutet bloß, daß Spartiatenfrauen zunehmend bei der Helotenausbeutungsmasche der Spartiaten „einstiegen“. Man kann annehmen, daß von Frauen brutal ausgebeutet zu werden um nichts besser ist, als von Männern brutal ausgebeutet zu werden.

Wenn wir Aristoteles‘ Frauenfeindlichkeit weglassen (und noch einmal, das sollten wir), können wir erkennen, daß dieses Problem selbst dann existiert, wenn Frauen nicht erben können. Immerhin könnte ein Spartiat, der keine Kinder hat (oder nur Töchter) sich immer noch dafür entscheiden, seinen Besitz – einschließlich seines kleros – einem Freund oder politischen Verbündeten zu vermachen. Ein Spartiat mit mehreren männlichen Erben könnte erleben, wie sein kleros geteilt wird – oder andernfalls zusehen, wie seine jüngeren Söhne (oder weniger bevorzugten Söhne) in Armut verfallen. Wir könnten immer noch sehen, wie politische Ehen stetig Reichtum und Verbindungen in einer schrumpfenden Elite um die Könige mit ihren großen ererbten Ländereien konzentrieren. Wir wir nächstes Mal sehen werden, scheint die Elite der Spartiaten – die Elite innerhalb der Elite – nicht davor zurückgescheut zu sein, ihre eigenen politischen Verbindungen zu benutzen, um die Konzentration des Reichtums an der Spitze zu beschleunigen, zum völligen Ruin des spartanischen Staates.

(Wenn ich kurz einen Vergleich anbringen darf: Römische Frauen konnten schon von einem sehr frühen Zeitpunkt an Land besitzen und Testamente schreiben, und während römische Konservative (z. B. Juvenal) dies frustrierend finden, kam Rom ganz gut damit zurecht. In der Tat ist es recht offensichtlich, daß, während Rom nach modernen Standards immer noch eine zutiefst frauenfeindliche Gesellschaft war, römische Frauen verglichen mit jeder griechischen Stadt einschließlich Sparta in einer besseren rechtlichen Position waren. Also, um es zu wiederholen: das Problem ist nicht, daß spartanische Frauen erben können; das Problem ist die abgeschlossene und rigide Natur der Spartiaten selbst.)

Wir müssen uns auch daran erinnern, daß dies nicht der Ursprung der wirtschaftlichen Ungleichheit zwischen den Spartiaten ist, sondern bloß eine gesetzliche Tatsache – daß kleroi vererbt werden, statt nach dem Tod in irgendeine kollektive Umverteilung überzugehen -, was den bereits Reichen ein Mittel für die weitere Konzentration ihres Reichtums gibt. Nun könnte diese Tendenz in anderen poleis durch die Entstehung von Vermögen außerhalb des Landbesitzes ausgeglichen werden – ein Töpfer oder Gerber „kommt zu Geld“ und kauft Ackerland (vielleicht von einem notleidenden Aristokraten), wodurch ein neuer landbesitzender Haushalt geschaffen wird. Alternativ hatten poleis die Liturgien und den Euergitismus, um etwas von diesem Reichtum wieder der Gemeinschaft zuzuführen. In Sparta gab es nichts davon. Während Land geerbt werden kann, kann es nicht gekauft werden, und selbst wenn man es kaufen könnte, ist den einzigen Leuten, die das gute Ackerland besitzen dürfen – die kleroi umfassen fast das ganze gute Ackerland – sowieso verboten, irgendeine Art von produktiver Arbeit aufzunehmen. Reiche Spartiaten waren in einer besseren Position, um vorteilhafte Ehen und Erbschaften für sich zu arrangieren (Plut. Lys. 30.5, Agis. 5.1-4). Reichtum konnte sich somit in einem Nullsummenumfeld zusammenschließen, wo neue „start-ups“ gesetzlich verboten sind.

Solche Systeme sind bereits instabil, was uns zum zweiten Faktor bringt: dem großen Erdbeben von 464.

Das Erdbeben von 464 hatte zwei Auswirkungen auf dieses System, soweit wir sagen können, beide schlecht. Im Wesentlichen läuft es auf eine ziemlich grimmige Zusammenfassung hinaus: das Erdbeben tötete viele Spartiaten und viele Heloten, und das tat es wahrscheinlich bei beiden Gruppen ungleichmäßig. Am Spartiatenende beschleunigte das Erdbeben durch Vernichtung ganzer Haushalte wahrscheinlich die Konzentration von kleroi, sowohl indem ein Haufen von Erbschaftsfällen gleichzeitig ausgelöst wurde als auch durch Beseitigung ganzer Haushalte, während andere unberührt blieben. Da ganze Haushalte erloschen, wurden ihre kleroi – durch die oben erwähnten Erbschaftsprobleme – einigen der verbleibenden Haushalte zugeführt, wodurch die Gesamtzahl der unabhängigen kleroi verringert wurde, während die Gesamtfläche des kleros-Landes gleich blieb.

Die Auswirkung auf und durch die Heloten (denn, erinnert euch, Heloten sind Menschen, die ihre eigenen Entscheidungen treffen!) ist komplexer. Weil die Totenzahl der Katastrophe wahrscheinlich geographisch ungleichförmig war, blieben die Arbeitskräfte mancher kleros-Inhaber im Wesentlichen unberührt, während andere Helotenhaushalte ausgelöscht wurden. Wie wir letztes Mal diskutierten, bedeutet die Natur der Sterblichkeit in Bauerngemeinschaften, daß sie sich demographisch in nur ein paar Generationen „erholen“ können, aber kurzfristig konnte ein Spartiat, wenn die Heloten seines kleros dezimiert worden waren, sehr plötzlich in wirtschaftliche Schwierigkeiten gestoßen werden, da sein Land nicht mehr genug produzierte, um die Anforderungen der syssitia zu erfüllen.

Schließlich revoltierten die Heloten von Messenien – vermutlich unter Ausnützung des Sparta zugefügten Schadens – und errichteten ihre Festung auf dem Berg Ithome, der traditionellen Stätte des messenischen Widerstands. Leider verlieren die Messenier schließlich, obwohl es eine mehrere Jahre lange Periode der Beeinträchtigung der kleroi während der Revolte in Messenien gibt, und ein bedeutender Teil der Messenier findet Zuflucht in Athen, was Spartas Versorgung mit Arbeitskräften weiter beeinträchtigt (Thuc. 1.101ff). Das bedeutet, daß manchen Spartiaten ihre Arbeitskräfte – versklavte Heloten – beim Erdbeben getötet wurden, andere in der Revolte, und andere nach Athen entkamen. Wie wir sehen werden, konnte eine solche wirtschaftliche Störung bei der engen Struktur der spartanischen Institutionen eine Katastrophe bedeuten.

Was geschehen zu sein scheint, ist also, daß die Gesamtheit der Spartiatenbürger schrumpfte, aber statt daß sie sich erholen konnten, wurden die freigewordenen kleroi von den Ländereien anderer Spartiaten absorbiert, entweder durch direkte Vererbung oder durch Erbschaft über die mütterliche Linie. Nachdem der kleros und seine landwirtschaftliche Produktion – wegen der Beiträge für die syssitia – erforderlich war, damit neue Spartiaten in das System hineinkommen konnten, war der Niedergang „ins System eingebaut“. Gleichzeitig waren Spartiaten, deren Heloten entweder tot waren oder revoltierten, plötzlich arm. Und das bring uns zum…

Fall von der Leiter

Wie standen die Dinge für arme Spartiaten?

Da müssen wir zuerst wiederholen, daß ein „armer“ Spartiat verglichen mit dem durchschnittlichen Bürger in vielen griechischen poleis immer noch recht gutsituiert war – wir reden über „arme“ Spartiaten in gleicher Weise, wie wir über die „arme“ Gentry in einem Roman von Jane Austen reden. Keiner von ihnen ist wirklich arm in einem absoluten Sinn, sie sind nur arm in dem Sinne, daß sie die Ärmsten der Reichen sind und sich an die unterste Sprosse der Oberklasse klammern.

Dennoch sollten wir über sie reden, denn die Konsequenzen, wenn man von dieser untersten Sprosse der wirtschaftlichen Leiter in Sparta fiel, waren extrem schwerwiegend wegen der abgeschlossenen Natur des Spartiatensystems. Hier liegt das Problem: die Mitgliedschaft in einem syssition war eine Voraussetzung für den Status als Spartiat, daher bedeutete eine Nichtmitgliedschaft in einem syssition – entweder wegen Nichtbestehens in der agoge oder weil ein Spartiat die geforderten Beiträge zur Speisegemeinschaft nicht mehr leisten konnte -, daß man kein Spartiat mehr war.

Der Begriff, den wir für Ex-Spartiaten haben, ist hypomeiones (wörtlich „die Unterlegenen“), was ein informeller Begriff gewesen zu sein scheint, der ein Spektrum von Individuen abdeckte, die Spartiaten gewesen waren (oder deren Familien welche gewesen waren), aber keine mehr waren. Die hypomeiones wurden allen Berichten nach von den Spartiaten zum Großteil verachtet, und der Hass schien auf Gegenseitigkeit beruht zu haben (Xen. Hell. 3.3.6). Interessanterweise listet Xenophon in dieser Passage hier – in Hellenica 3.3.6 – die spartanischen Unterklassen anscheinend in aufsteigender Statusreihenfolge auf – zuerst die Heloten (ganz unten), dann die neodamodes (befreite Heloten, eine Stufe nach oben), dann die hypomeiones und dann schließlich die Periöken. Die Implikation ist, daß ein Fall vom unteren Ende der Spartiatenklasse wegen Feigheit, Versagen – oder einfach wegen Armut – bedeutete, unter die größte Gruppe freier Nichtbürger zu fallen, die Periöken.

Herodot vermittelt ein gewisses Gefühl für die Behandlung von Männern, die als Spartiaten gescheitert waren, wenn er detailliert von den beiden Überlebenden der Thermopylen erzählt – Aristodemus und Pantites. Beide waren befehlsgemäß in der Schlacht abwesend gewesen – Pantites war mit einer Nachricht weggeschickt worden, und Aristodemus hatte eine Infektion erlitten. Als sie nach Sparta zurückkehrten, wurden beide von den Spartiaten ostraziert, weil sie nicht gestorben waren – Pantites erhängte sich (Hdt. 7.232), während Aristodemus wegen eines selbstmörderischen Angriffs bei Plataiai, der ihn das Leben kostete, als „rehabilitiert“ galt (Hdt. 7.231). Und als Randnotiz: Aristodemus ist die Vorlage für Dilios, den Erzähler in 300 – wenn ihr ihn also in dem Film seht, dann denkt daran: das spartanische System trieb Männer wie ihn in sinnlosen Selbstmord, weil er einen Befehl befolgte.

Dilios (die Filmversion von Aristodemus) erzählt Leonidas‘ Geschichte. Der Schnitt in dieser Szene erfolgt unmittelbar bevor die Spartiaten – denn Aristodemus als Zitterer (tresantes) war keiner mehr – in Herodots Worten „ihm weder Feuer gaben noch mit ihm sprachen, und sie tadelten ihn und nannten ihn einen Feigling“ (Hdt. 7.231). Sie lassen auch den Teil weg, wo er absichtlich aus der Linie in den Tod stürmt – Selbstmord-durch-Perser. Weil er Befehle befolgte.

Aber worum es mir hier hauptsächlich geht, ist, daß ein Hinausfallen aus dem Spartiatensystem den sozialen Tod bedeutete. Erinnert euch, daß die Spartiaten eine abgeschlossene Klasse sind – als Spartiat zu versagen, weil euer kleros zu arm ist, um die Beiträge zur Speisegemeinschaft leisten zu können, bedeutet, den Bürgerstatus zu verlieren; es bedeutet, daß eure Kinder nicht in die agoge können oder selbst Spartiaten werden können. Es bedeutet, daß ihr, eure Frau, eure gesamte Familie für immer beschämt seid, ihr Status als Vollmitglieder der Gesellschaft für immer widerrufen ist und euer sozialer Orbit um euch zusammenbricht, nachdem ihr von genau den Bindungen abgeschnitten seid, die euch mit euren Freunden verbinden. Kein Wunder, daß Pantites es vorzog, sich zu erhängen.

Im Wesentlichen ist der Kern des Problems hier nicht, daß diese armen Spartiaten in irgendeinem absoluten Sinne arm waren – das waren sie nicht. Es war, daß der Unterschied zwischen reich sein und bloß gutsituiert sein in Sparta eine soziale Kluft war, die völlig anders als in irgendeinem anderen griechischen Staat war. Und über diese Kluft ging man nur in einer Richtung. Wie wir sehen werden, gab es keinen Weg zurück.

Unsere Quellen sind leider zutiefst uninteressiert an der Beantwortung einiger wesentlicher Fragen über die hypomeiones: behielten sie ihre kleroi? Was geschah mit dem Status ihrer Kinder? Was geschah mit dem Status der Frauen in ihren Familien? Wir können eines sagen: es ist klar, daß es keine „Auffahrtsrampe“ für hypomeiones gab, um wieder zurück in das Spartiatensystem zu gelangen. Dies wird völlig deutlich gemacht, wenn schon durch sonst nichts als die kollabierende Zahl der Spartiaten (dazu kommen wir noch), aber auch durch die Unmöglichkeit für extrem erfolgreiche spartanische Nicht-Bürger – Männer wie Gylippus und Lysander – jemals den homoioi beizutreten. Sobald Spartiaten einmal hypomeiones waren, schienen sie das für immer gewesen zu sein – zusammen mit allen Nachkommen, die sie gehabt haben mochten. Einmal draußen, für immer draußen.

All das führt wieder zurück zu der Auswirkung des großen Erdbebens von 464 v. Chr. Es ist wahrscheinlich, daß es immer Spartiaten gab, die sich – weil ihre kleroi einfach ein bißchen ärmer waren, oder die ein bißchen härter durch den Widerstand der Heloten betroffen waren, oder aus welchem Grund auch immer – finanziell an das untere Ende des Spartiatensystems klammerten und Mühe hatten, die Beiträge zur Speisegemeinschaft zu leisten. Als das Erdbeben zuschlug, schien der Tod so vieler Heloten – auf die sie sich als ihre wirtschaftliche Basis stützten – kombiniert mit der allgemeinen Zerrüttung viele dieser Männer über den Punkt hinaus gedrängt zu haben, wo sie sich erhalten konnten. Anders als in einer normalen griechischen polis konnten sie nicht einfach irgendeine produktive Arbeit aufnehmen, um zu überleben und als Bürger weiterzumachen, weil dies den Spartiaten verboten war, daher fielen sie vollständig aus der Klasse hinaus.

(Nebenbei bemerkt – die Tatsache, daß reiche Spartiaten, wie erwähnt, die Gesellschaft reicher Spartiaten dem Rest vorgezogen zu haben scheinen, bedeutet wahrscheinlich auch, daß das soziale Sicherheitsnetz der armen Spartiaten wahrscheinlich aus anderen armen Spartiaten bestand. Vielleicht blieben sie unter normalen Umständen stabil, indem sie sich aufeinander stützten [du hilfst mir in meinem schlechten Jahr, ich helfe dir in deinem – dies ist ein sehr häufiges Überlebensverhalten in Subsistenzlandwirtschaftsgesellschaften], aber das Erdbeben könnte – indem es sie alle gleichzeitig traf – sehr wohl eine Abwärtsspirale verursacht haben, da jeder Spartiat, der aus dem System fiel, den Rest anfälliger machte, was darin kulminierte, daß ganze soziale Gruppen hinausfielen.)

Wie ich sagte, sind unsere Quellen uninteressiert an armen Spartiaten, daher können wir uns nur vorstellen, wie es sich angefühlt haben muß, wenn man sich verzweifelt ans untere Ende dieses Gesellschaftssystems klammerte, wissend, wie tief das Loch unter einem war. Man stellt sich die steigende Verzweiflung der Spartiatengattin vor, deren Aufgabe es ist, den Haushalt zu leiten, wenn sie versucht, die Beiträge zur Speisegemeinschaft aus einer ständig schrumpfenden Basis an Arbeitskraft und Erzeugnissen aufzutreiben, die zunehmende Verzweiflung ihres Mannes, der wegen der Gesetze nichts tun kann als zuzusehen, wie sein Haushalt in die Vergessenheit abrutscht. Wir können es nicht mit Sicherheit wissen, aber es scheint sicherlich keine besonders glückliche Existenz gewesen zu sein.

Was diejenigen betrifft, die tatsächlich aus dem System fielen, so brauchen wir es uns nicht vorzustellen, weil Xenophon – in einem seltenen Moment der Freimütigkeit – keine Zweifel darüber aufkommen läßt, was sie empfanden. Er drückt es so aus: „sie [die Führer einer Verschwörung gegen die Spartiaten] kannten das Geheimnis all der anderen – der Heloten, der neodamodes, der hypomeiones, der Periöken – denn wann immer die Spartiaten unter diesen Männern erwähnt wurden, konnte nicht einer von ihnen verbergen, daß er sie mit Freuden roh essen würde“ (Xen. Hell. 3.3.6; Hervorhebung von mir).

Die Unterklasse und die Armee

Eines, das aus den Zahlen sehr deutlich wird, die wir in unseren Quellen haben, ist, daß, während die Größe der Spartiaten-Bürgerschaft abnahm, das spartanische Militärsystem zunehmend von der Teilnahme von Mitgliedern seiner Unterklassen abhängig wurde. Dies war nicht neu: die besser situierten Periöken hatten anscheinend immer als Hopliten an der Seite (und unter dem Befehl) der Spartiaten gekämpft. Ebenso wurden die neuen Klassen befreiter Heloten – die Brasideoi und Neodamodeis – in die Hoplitenphalanx eingezogen und kämpften an der Seite der Spartiaten, so wie es die Periöken taten.

Die Rolle der beiden anderen Unterklassen freier Nicht-Bürger, der hypomeiones und der mothakes, ist interessanter. Wie wir zuvor erwähnten, scheinen die hypomeiones hauptsächlich Männer gewesen zu sein, die aus dem unteren Ende des Spartiatensystems gefallen waren, während die mothakes die Kinder von Spartiatenvätern und Helotenmüttern waren. Diese Männer konnten, wie es scheint, von freundlichen Spartiaten durch die agoge gefördert werden und somit nicht nur Teil der spartanischen Armee wie die Periöken werden, sondern – ganz anders als die Periöken – durch die Reihen in bedeutende Positionen aufsteigen (aber, damit das klar ist, sie konnten nicht Spartiaten werden, selbst wenn sie die agoge schafften).

Ephialtes aus dem Film 300. Herodots Ephialtes war gar kein Spartaner, sondern aus Malis. In 300 ist er das einzige Mitglied von irgendeiner von Spartas Unterklassen freier Nicht-Bürger, das wir sehen (trotzdem ca. 900 Periöken in der wirklichen Schlacht waren), nachdem er vermutlich als hypomeion einzustufen wäre. Mach‘ dir nichts draus, Film-Ephialtes! Die Spartaner werden sich weigern, viel bessere Leute als dich in ihren Club zu lassen, zu ihrem schließlichen völligen Ruin.

Wir haben nur ein paar Beispiele für Männer wie diese, alle aus einem ziemlich kurzen Zeitraum um 415 bis ca. 395 v. Chr. Die Schlüsselfiguren sind zwei mothakes, Lysander und Gylippus, und ein hypomeion, Cinadon. Ich sollte erwähnen, daß keine unserer Quellen rundheraus sagt, daß diese Männer diesen Klassen angehören, aber die Situation ihrer frühen Leben ermöglicht es uns, das mit einiger Sicherheit abzuleiten. Sie sind alle eindeutig keine Spartiaten.

Die Karrieren der drei – die alle innerhalb von ungefähr 20 Jahren stattfinden – folgen tatsächlich einem ähnlichen Weg: alle drei erzielen bemerkenswerten militärischen Erfolg in etwas anderem als direktem Hoplitenkampf – der Befehl über diese Armeen scheint großteils der Zuständigkeitsbereich der Könige und anderer bedeutender Spartiaten geblieben zu sein. Alle drei stiegen zur Berühmtheit auf und wurden dann schließlich von der politischen Opposition in Sparta marginalisiert (und in zwei der Fälle vernichtet). Keinem der drei gelang es, tatsächlich wieder in die Spartiatenklasse hineinzukommen, trotz in manchen Fällen wahrhaft unglaublicher Leistungen.

Der Bemerkenswerteste in der Gruppe ist der Admiral Lysander. Lysander war der Architekt von Spartas Sieg über Athen und errang bedeutende Seesiege bei Notium (406) und Aigospotamoi (405), die die Kapitulation Athens erzwangen und den Peloponnesischen Krieg beendeten. Lysander war eine Zeitlang prominent und arrangierte unter anderem die Wahl von Agesilaus II für die Nachfolge von Agis II als einem der beiden spartanischen Erbkönige (Plut. Lys. 22), wurde aber fast sofort von Agesilaus beiseitegeschoben und zu einem Nichtstuerkommando am Hellespont geschickt (Plut. Lys. 24.1-2). Lysander wurde beim Ausbruch des Krieges gegen Korinth auf ein bedeutendes Kommando zurückgeholt – sogar über Hopliten – und wurde beim ersten größeren Gefecht (Haliartus – 395) getötet. Nach seinem Tod wurde die Erinnerung an ihn arg befleckt durch die Enthüllung eines Komplotts, das er zwecks Herbeiführung politischer Veränderungen in Sparta ausgekocht hatte (Plut. Lys. 30.3), was – da tendiere ich dazu, Kennell zuzustimmen – zu seinem Charakter gepaßt zu haben scheint.

Lysander war – ohne Zweifel – der erfolgreichste dieser Männer, aber wie ich erwähnte, folgten die anderem demselben grundsätzlichen Entwicklungsweg. Gylippus wurde als Militärberater nach Syrakus geschickt, um ihm bei der Verteidigung gegen eine athenische Invasion im Jahr 414 v. Chr. zu helfen (dies ist die berühmte und glücklose sizilianische Expedition). Gylippus erfüllt seine Aufgabe mit verblüffender Effektivität, wurde aber beschuldigt – unsere Quellen glauben, zu Recht – etwas von der Siegesbeute bei Aegospotami unterschlagen zu haben, und floh ins Exil, statt sich hinrichten zu lassen (Diodorus 13.106.7-10).

Cinadon, der Letzte und am wenigsten Bemerkenswerte in dem Haufen, war offenkundig qualifiziert genug, daß es normal war, den Befehl über kleine Einheiten der Kavallerie zu haben (Xen. Hell. 3.3.9-10), und daß ihm geheime verschlüsselte Meldungen anvertraut wurden. Das deutet klar auf einige militärische Tüchtigkeit hin, und Xenophon beschreibt Cinadon als stark sowohl an Körper als auch an Mut. Cinadon selbst hatte mit einem Komplott zur Herbeiführung politischer Veränderungen begonnen, sodaß er „gegenüber niemanden in Lakonien nachrangig wäre“ (das heißt, um einer der homoioi zu werden), wurde dann aufgedeckt, verhaftet und von den Ephoren hingerichtet, zusammen mit seinen Landsleuten (Xen. Hell. 3.3.11).

Auf diese drei Gestalten – besonders Lysander – wird gelegentlich als Beispiele für das Mobilitätspotential für zumindest einige der spartanischen Unterklassen verwiesen. Ich denke, diese Lesart ist nicht wirklich haltbar. Erstens signalisiert das keine dauerhafte Veränderung im spartanischen System – das Zeitalter der Aufwärtsmobilität für den Befehlshaber, der kein Spartiat ist, öffnet und schließt sich innerhalb einer einzigen Generation, veranlaßt, wie es scheint, durch arge Not in den Spätstadien des Peloponnesischen Krieges. Wir können es nicht wissen, aber ich vermute sehr, daß Cinadons vereitelter Staatsstreich das Ergebnis dessen gewesen sein könnte, daß ehrgeizige mothakes und hypomeiones in den 390ern mit dem Fall von Lysander erkannten, daß sie niemals gut genug sein würden, um sich den Spartiaten anzuschließen. Außerdem, und das ist entscheidend: keiner dieser Männer, von denen wir wissen – nicht einmal Lysander, der Athen besiegte – scheint tatsächlich von unten in die Spartiatenklasse hineingekommen zu sein.

Wie der Großteil von Spartas Unterklasse über den spartanischen Staat dachte. Selbst die Skiritae – Periöken, die als Elite-Späher dienten – ließen Sparta im Stich, sobald sie die Chance dazu bekamen, und revoltierten im Jahr 370 mit Unterstützung von Theben, um die neue polis Megalopolis zu gründen (Xen. Hell. 6.5.24), die dann die Heimatstadt des Historikers Polybius war. Niemand, scheint es, außer verbitterten athenischen Möchtegern-Oligarchen, mochte Sparta zu der Zeit.

Schlußfolgerungen: Oliganthropia

Die Konsequenzen des spartanischen Systems – die Beiträge zu den Speisegemeinschaften, das Erbschaftswesen, die schwindende Zahl der im Umlauf befindlichen kleroi und die anscheinend steigenden Zahlen der mothakes und hypomeiones – waren katastrophal, und sobald die Abwärtsspirale einmal begonnen hatte, nahm sie schnell Fahrt auf. Vom Ideal von 8000 männlichen Spartiaten im Jahr 480 fiel die Zahl auf 3500 um 418 (Thuc. 5.68) – es sollte keine Erholung von dem großen Erdbeben geben. Das Absinken setzte sich fort auf nur 2500 im Jahr 394 (Xen. Hell. 4.2.16). Cinadon – der Führer der oben zitierten Verschwörung gegen die Spartiaten – soll (wahrscheinlich ca. 390 v. Chr.) einen Mann auf den Markplatz im Zentrum des Dorfes von Sparta gebracht und ihn ersucht haben – aus einer Menge von 4000! – die Spartiaten zu zählen. Der Mann zählte die Könige, die gerontes und Ephoren (das sind ungefähr 35 Männer) und daneben noch 40 weitere homoioi (Xen. Hell. 3.3.5). Der Niedergang ging weiter – nur 1500 im Jahr 371 (Xen. Hell. 6.1.1; 4.15.17) und schließlich laut Plutarch um 254 v. Chr. nur ungefähr 700, mit nur 100 Familien mit vollem Bürgerstatus und einem kleros (Plut. Agis. 5.4).

Dies ist das Problem der oliganthropia (des „Menschenmangels“ – wörtlich „zu-wenig-Menschigkeit“) in Sparta: der Rückgang der Spartiatenpopulation. Dies ist ein riesiges und umstrittenes Gebiet der Wissenschaft – keine Überraschung, nachdem es direkt den Niedergang eines der mächtigeren Staaten im klassischen Griechenland betrifft – wobei es einiges an Debatte gibt (es gibt einen anständigen Überblick von Figueira über die Demographie dahinter, der hier online verfügbar ist). Was ich hier anmerken möchte, ist, daß eine Phrase wie „oliganthropia“ es so klingen läßt, als hätte es einen absoluten Bevölkerungsrückgang gegeben, aber die Belege sprechen dagegen. In zwei kritischen Phasen im dritten Jahrhundert, unter Agis IV und dann später unter Cleomenes III (so um 241 und 227) wurden Versuche unternommen, Sparta wiederzubeleben, indem man tausende Mitglieder der Unterklasse wieder in die Spartiaten hereinholte (der erste Versuch scheitert, und der zweite Versuch fand ungefähr ein Jahrhundert zu spät statt, um noch eine Rolle zu spielen). Das bedeutet natürlich, daß es tausende Individuen gab – vermutlich zum Großteil hypomeiones, aber vielleicht auch einige mothakes oder Periöken – die dafür in Betracht gezogen wurden.

Xenophon sagt so viel mit Cinadons Beobachtung auf dem Markt in Sparta. Nun können wir diese Aussage klarerweise nicht als Volkszählung nehmen, aber als allgemeines Gefühl, 40 homoioi plus eine Handvoll höherer Figuren, in einer Menschenmenge von 4000 spricht Bände über das Wachstum von Spartas Unterklasse. Und das in Lakonien, der Region des spartanischen Staates, wo die Spartaner leben (im Gegensatz zu Messenien) und wo die Helotendichte am niedrigsten ist.

Dies ist kein Rückgang der Bevölkerung Spartas, sondern bloß ein Rückgang der Population der Spartiaten – der winzigen, abgeschlossenen Klasse von Bürgereliten an der Spitze.

Wir kehren also zurück zur Standardbehauptung über Sparta: sein System bestand lange Zeit und bewahrte einen sehr hohen Zusammenhalt – zumindest innerhalb der Bürgerklasse und ihrer Nachkommen. Dies ist eine schrecklich niedrige Latte – eine Gesellschaft, die nur innerhalb ihrer winzigen Aristokratie Zusammenhalt hat. Und doch, so niedrig diese Latte auch ist, schafft Sparta es dennoch, darunter durchzurutschen. Der wirtschaftliche Zusammenhalt war ein Trugbild, das durch den Ausschluß jedes Individuums erzeugt wurde, das darunter fiel. Sparta bewahrte die Illusion des Zusammenhalts, indem es systematisch jeden, der nicht reich genug war, aus der Bürgerschaft entfernte.

Wenn wir den Zusammenhalt dieser Gesellschaft wirklich beurteilen wollen, sollten wir Haushalte nachverfolgen, eine Generation nach der anderen, ungeachtet von Statusänderungen. Wenn wir das tun, was finden wir? Eine Gesellschaft mit einer zunehmend winzigen Elite – und eine Mehrheit, die, um noch einmal Xenophon zu zitieren, sie lebendig essen würde. Kaum ein Musterbeispiel für sozialen Zusammenhalt.

Außerdem war dieses System nicht gar so stabil. Die hauptsächlichen Arbeitskräfte – die versklavten Heloten – werden von Sparta nicht früher als 680 brutal unterworfen (selbst das ist übermäßig großzügig – der Konsolidierungsprozeß in Messenien scheint bis in die 500er angedauert zu haben). Die Askese, die angeblich den Zusammenhalt unter den Spartiaten unterstrich, indem sie offene Zurschaustellungen von Reichtum verbannte, ist archäologisch erst ab 550 sichtbar, was den wirklichen Beginn des spartanischen Systems als vollständige Einheit mit allen seinen Teilen in Funktion kennzeichnen könnte. Und um 464 – kaum ein Jahrhundert später – hatte der endgültige und unumkehrbare Niedergang eingesetzt. Die spartanische Macht bricht endlich dauerhaft und unwiederbringlich im Jahr 371, als Messenien verlorengeht (wir werden darüber reden, keine Sorge).

Dies ist ein System, das nach großzügigst möglicher Lesung drei Jahrhunderte überdauerte. In der Praxis sagen wir wahrscheinlich besser, daß es nur ungefähr 170 Jahre bestand – von ca. 550 (dem Abschluß der Konsolidierung Messeniens und dem Beginn des Peloponnesischen Bundes und der berühmten spartanischen Askese) bis 371.

Für moderne Ohren klingen 170 Jahre immer noch beeindruckend. Verglichen mit der bemerkenswert instabilen Innenpolitik griechischer poleis schien es das wahrscheinlich zu sein. Aber wir sind keine alten Griechen – wir haben einen weiteren Bezugsrahmen. Die römische Republik lief, indem sie einen Kompromiß nach dem anderen machte, weitere vier Jahrhunderte weiter (von 509 bis 133; Rom-Enthusiasten werden bemerken, daß ich dieses Enddatum recht früh angesetzt habe), bevor sie überhaupt erst ihre Spirale in die Gewalt begann. Karthagos Republik war ungefähr so langlebig wie Rom. Wir könnten den Beginn der konstitutionellen Monarchie in Britannien mit 1688 datieren, oder vielleicht 1721 – dieses System hat ungefähr 300 Jahre geschafft.

Wo wir schon dabei sind – obwohl sie kurz unterbrochen wurde, ist die Datumsspanne für die notorisch instabile athenische Demokratie, die für gewöhnlich von den Reformen des Kleisthenes 508/507 bis zur Unterdrückung der Demokratie des vierten Jahrhunderts im Jahr 322 datiert wird, in Wirklichkeit länger, plusminus 185 Jahre, mit nur zwei größeren Unterbrechungen, die aus nur vier Monaten und einem Jahr bestehen. Sparta hatte mehr Jahre mit großen, aktiven Helotenrevolten, die bedeutende Territorien kontrollierten, als Athen oligarchische Staatsstreiche hatte. Und doch hat Athen – zu Recht, wie ich behaupten würde – einen Ruf der chronischen Instabilität, während Sparta einen Ruf der beschaulichen Regelmäßigkeit hat. Dürfte ich vorschlagen, daß stabile Regimes nicht unter wiederholten, existenziellen Sklavenrevolten leiden?

Kurz gesagt, das spartanische Gesellschaftssystem sollte nicht als zusammenhaltend bezeichnet werden, und während es nach griechischen Maßstäben (keine hohe Latte!) relativ stabil war, ist es kaum außergewöhnlich stabil und sicherlich nicht in einzigartiger Weise. So viel zu Zusammenhalt und Stabilität.

Nächste Woche ist es die eunomia (wörtlich „gute Gesetze“, aber allgemeiner „gut regiert“ zu werden), die auf den Hackstock kommt: wir werden uns die Regierung von Sparta ansehen. Der katastrophale Niedergang der Spartiaten war immerhin schon zu dieser Zeit offensichtlich. Warum war der spartanische Staat nicht in der Lage, sich dieser Herausforderung anzupassen? Warum gab es den ersten wirklichen Versuch, das Problem zu behandeln, erst 254 v. Chr. – mehr als ein Jahrhundert, nachdem es die spartanische Macht gebrochen hatte – und warum ist sogar dieser Versuch gescheitert?

Nächster Teil: Das. Ist. Nicht. Sparta, (5): Die spartanische Regierung

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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