Das „richtige“ Gebrauchsmesser und seine Verwendung

Von Anton J. Lennartz (Text und Fotos), aus Deutsches Waffen-Journal 7-1990.

Ein Messer für alle denkbaren Situationen und Anwendungen – damit sind die Anforderungen für ein Gebrauchsmesser in der Wildnis in knapper Form umschrieben. Wie es beschaffen sein soll und wie es richtig angewendet wird, zeigt der folgende Beitrag.

Das Messer ist eines der kleinsten und leichtesten, gleichzeitig aber das geläufigste Schneidwerkzeug. In der Wildnis findet es ungezählte Einsatzmöglichkeiten. Dort ist es vorteilhaft, nur ein Messer zu verwenden. Für nur ein Messer sprechen Transport- und Gewichtsprobleme bei mehreren Messern, die bessere Vertrautheit und die routinierte Handhabung, wenn nur eines benutzt wird. Für ein solches Wildnismesser darf das Fällen eines 8 bis 10 cm dicken Baumes kein Hindernis sein. Aber auch einen Fisch sollte man damit von seinen Schuppen befreien und zum Essen vorbereiten können.

Alle Arbeiten sind mit Klingenlängen von 16 bis 18 cm zu erledigen. Die Klingenspitze sollte in einer geraden Linie über die Klingenmitte zur Griffmitte führen (Bild oben). Hierdurch wirkt das Messer auch bei ungünstigem Stichwinkel effektiv. Ist der Klingenrücken im Bereich der Spitze mit einer Schneide versehen, so ist beim Stich ein leichteres Eindringen gewährleistet. Die Unterseite der Klingenspitze sollte einen sanften Bogen beschreiben. Hierdurch erhält der Messerhieb in diesem Bereich (Hiebzentrum) eine Schnittwirkung. Für das Waidwerk ist dieser geschwungene Bereich unverzichtbar. Verläuft die Klinge möglichst geradlinig, führt auch ein schnelles Schleifen zu akzeptablen Resultaten. Der mittlere und hintere Klingenrücken soll nicht geschärft oder sonst irgendwie reduziert sein, so daß ein Schlagholz effektiver genutzt werden kann.

Von einem Sägerücken ist grundsätzlich abzuraten. Der Einsatz des Schlagholzes wird dadurch fast unmöglich. Dabei wird es weit häufiger im Busch verwendet als etwa eine kurze Behelfssäge. Ein weiterer Nachteil der „Sägemesser“ sind die ungeschränkten Sägezähne. Zwangsläufige Folge dieses Mangels ist, daß die Messersäge nach wenigen Millimetern Schnittiefe klemmt, da beidseitig der Klinge keine Toleranzzonen vorhanden sind. Würden die Hersteller solcher Geräte diesen Mangel berücksichtigen und die Zahnung schränken, so ließe sich auch mit diesen Sägen ordentliche Arbeit verrichten. Nach kurzer Zeit wäre aber die Messerscheide durch die seitlich hervorstehenden Sägezähne zerstört.

Der Messerrücken sollte etwa 3,5 bis 4 mm dick und die Klinge ca, 2,5 bis 3,5 cm breit sein, um so neben solider Belastbarkeit auch ein gut nutzbares Gewicht für die Hiebwirkung zu erhalten. Der Messerstahl sollte schnitthaltig sein, jedoch nicht zu hart. Nach meiner Erfahrung liegt der günstigste Härtebereich zwischen 53 und 56° Rockwell. Viele Messerhersteller sind bemüht, in ihren Werbemaßnahmen die ungewöhnlich hohen Härtegrade als besondere Errungenschaft herauszustellen. Keiner der mir bekannten wirklichen Profis, ob Trapper, Guide oder Outfitter, welche ihre Messer täglich im Busch vielfach einsetzen, arbeitet mit einem derart harten Messer. Es ist den Leuten in der Wildnis nicht möglich, diese superharten Stähle auf Dauer scharf zu halten bzw. mit konventionellen Mitteln und Methoden neu zu schärfen. Der Besitzer eines solchen Traummessers ist auf die Hilfe einer Schleiferei angewiesen, wenn ihm sein Messer nicht zum Alptraum werden soll.

Manche Gebrauchsmesser haben einen ungeschliffenen Bereich zwischen Schneide und Griffstück, die sogenannte Fehlschärfe. Die Frage, warum dieser Bereich existiert, hat mir noch niemand befriedigend beantworten können. Gerade an dieser Stelle wird von der Messerhand die größte Kraft auf die Schneide übertragen. Messer, welche für den militärischen Einsatz gebaut wurden, oder solche, welche in Küche oder Metzgerei verwendet werden, sind nicht mit einer solchen Beeinträchtigung versehen. Auch an den allseits bekannten Finnenmessern findet sich keine „Fehlschärfe“. Dabei leben, essen und arbeiten die nordischen Samen zum Teil heute noch mit ihrem Puukko, und zwar mit der gleichen Ausführung wie bereits ihre Urahnen. Wenn man also auch dort auf diese Modeform verzichtet, dann nur, weil man kein Erfordernis erkannte und die Fehlschärfe sich störend auf die Handhabung auswirkt.

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„Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber…“: Jeffrey Epsteins Tod gibt „Verschwörungstheorien“ neues Leben

Von Greg Johnson, übersetzt von Lucifex. Das Original “I’m Not a Conspiracy Theorist, but . . .”: Jeffrey Epstein’s Death Gives New Life to “Conspiracy Theories” erschien am 19. August 2019 auf Counter-Currents Publishing.

Als Jeffrey Epstein am 10. August 2019 starb, war er wegen der Leute, die er in seine Verbrechen hineinziehen konnte, einer der wichtigsten Häftlinge der Welt.

Epstein war wegen mehrfacher Fälle von illegalem Sexhandel und der Verschwörung zwecks Handels mit Minderjährigen für sexuelle Zwecke angeklagt. Aber er war kein gewöhnlicher Perverser oder Zuhälter. Epstein genoß enormen Reichtum von obskurer Herkunft. Er wurde als Finanzier bezeichnet, hatte aber nur einen bekannten Klienten, Les Wexner, den Besitzer von Victoria’s Secret und anderen Firmen.

Epstein benutzte seinen Reichtum, um sich in die oberen Ränge der amerikanisch-anglo-jüdischen politischen und Finanzelite einzukaufen. Epsteins schwarzes Buch enthielt Kontaktinformationen für Leute wie Donald Trump, Bill Clinton, Königin Elizabeth II, Prinz Andrew, König Salman von Saudi-Arabien, Alan Dershowitz, Ehud Barak, Henry Kissinger, Michael Bloomberg und viele andere Oligarchen und Entertainer.

Epstein hatte anscheinend eine Schwäche für minderjährige Mädchen. Minderjährige Mädchen können natürlich nicht legal in Sex einwilligen, daher war Epstein ein Serienvergewaltiger. Er machte seinen Geschmack weithin bekannt und nannte seinen Privatjet Lolita Express. Im Jahr 2006 begann das FBI gegen Epstein zu ermitteln und machte mehr als 100 Frauen ausfindig, viele davon minderjährig, die für sexuelle Handlungen für Epstein und seine reichen und einflußreichen Freunde bezahlt worden waren.

Aber im Jahr 2007 schloß Epstein einen Deal mit dem US-Staatsanwalt Alex Acosta, um bundesgerichtliche Strafverfolgung und Gefängnis zu vermeiden. Laut den Bedingungen dieses Abkommens willigte Epstein ein, sich bei zwei Anklagen wegen Prostitution vor einem Bundesstaatsgericht schuldig zu bekennen. Im Austausch dafür erhielten Epstein und seine Komplizen Immunität gegenüber bundesgerichtlichen Anklagen wegen illegalem Sex-Handel, die ihn lebenslänglich ins Gefängnis hätten bringen können. Epstein saß 13 Monate in einem privaten Flügel eines County-Gefängnisses ab. Er durfte das Gefängnis an sechs Tagen pro Woche für 16 Stunden täglich verlassen. Im Grunde schlief er dort nur. Seine behaupteten Komplizen wurden nie belangt. Der Epstein-Deal wurde besiegelt, damit die Natur und das volle Ausmaß seiner Verbrechen niemals öffentlich gemacht wurden. Der Fall Epstein wurde früher in diesem Jahr aufgrund der Bemühungen der Reporterin Julie Brown wieder geöffnet, was zu Epsteins Verhaftung und schließlich zu seinem Tod führte.

Acosta wurde schließlich Arbeitsminister in der Trump-Administration. Acosta soll einem Beamten des Weißen Hauses, der es dann der Reporterin Vicky Ward erzählte, gesagt haben, daß er das Nichtanklageabkommen unterzeichnet hätte, weil ihm gesagt worden sei, er solle sich von Epstein „zurückziehen“. „Mir wurde gesagt, Epstein ‚gehöre zum Geheimdienst‘, und ich solle ihn in Ruhe lassen.“ Falls das wahr ist, muß man fragen: Dem Geheimdienst welchen Landes gehörte Epstein an? Und wer sagte Acosta, er solle sich zurückziehen?

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Fukuyama über Staatsbürgernationalismus

Von Greg Johnson, übersetzt von Tekumseh. Das Original Fukuyama on Civic Nationalism erschien am 17. Januar 2019 auf Counter-Currents Publishing.

Zuvor erschienen: Fukuyama über Identitätspolitik und Fukuyama über Vielfalt.

In seinem neuen Buch Identity versucht Francis Fukuyama, den Aufstieg weißer Identitätspolitik zu verhindern. Nichtsdestotrotz ist Identity ein sehr nützliches Buch für White Nationalists, weil es die Richtigkeit vieler unserer wichtigsten Prämissen eingesteht. In „Fukuyama über Vielfalt“, schreibe ich, dass Fukuyama zugibt, dass Vielfalt ein Problem ist und nur sehr schwache Gründe dafür angibt, dass ihr überhaupt ein Wert zukommt. Hier prüfe ich Fukuyamas Alternative zu weißer Identitätspolitik, nämlich eine konservative Form von farbenblindem Verfassungspatriotismus [ich verwende das Wort statt im folgenden civic nationalism mit Bürger-Nationalismus zu übersetzen; d. Ü.].

Die EU zum Funktionieren bringen.

Fukuyama konzentriert sich auf die EU statt auf einzelne europäische Staaten, weil er die EU eindeutig zum Laufen bringen will.

Er sagt, die EU wurde gegründet, weil „exklusive ethnische Definitionen von nationaler Identität die Wurzel der beiden Weltkriege waren, die Europa erlebt hat“ (S. 143). „Die Gründer der EU versuchten absichtlich die nationalen Identitäten auf dem Level der Mitgliedsstaaten zugunsten eines ‚postnationalen‘ Europäischen Bewusstseins zu schwächen, als ein Gegengift für die aggressiven Ethno-Nationalismen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ (S. 143).

Es ist erstaunlich, dass das moderne EU-Projekt auf einer beinahe vollkommenen Umkehrung der historischen Wahrheit aufbaut. Der 1. Weltkrieg war keine Auseinandersetzung von Ethnostaaten, sondern Reichen: Das Britische, Französische und Russische gegen das Deutsche, Österreich-Ungarische und Türkische Reich. Der Krieg brach aus, weil das Österreich-Ungarische Reich mit dem Königreich Serbien – seinerseits ein multinationaler Staat – über das multinationale Territorium Bosnien aneinander geriet, als sie sich über die Aufteilung der balkanischen Anteile des Leichnams des multinationalen Türkischen Reiches balgten. Der ganze Krieg hätte jedoch vermieden werden können, wenn anstatt des Imperialismus der Ethnonationalismus die führende Kraft der Politik in Europa gewesen wäre und Grenzen und Völker bewegt worden wären, um homogene souveräne Heimatstaaten für alle Völker zu schaffen.

Die Folgen des 1. Weltkrieges, also der 2. Weltkrieg, hätten auf die gleiche Weise vermieden werden können. Und zwar wenn das Prinzip der nationalen Selbstbestimmung tatsächlich praktiziert worden wäre, anstatt nur gepredigt. Aber anstatt die multiethnischen Reiche soweit möglich in homogene Staaten aufzuteilen, teilten die Sieger Staaten wie Deutschland und Ungarn und schufen neue multiethnische Staaten wie die Tschechoslowakei und Jugoslawien.

Die Europäische Union wurde kurz gesagt auf Lügen gebaut. Die Weltkriege wurden nicht durch Nationalismus verursacht. Sie wurden durch die Unterdrückung der legitimen nationalistischen Hoffnungen der europäischen Völker durch multinationale Reiche, wie die EU, hervorgerufen.

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Fukuyama über Vielfalt

Francis Fukuyama

Von Greg Johnson, übersetzt von Tekumseh. Das Original Fukuyama on Diversity erschien am 14. Januar 2019 auf Counter-Currents Publishing.

Zuvor erschienen: Fukuyama über Identitätspolitik

Francis Fukuyamas letztes Buch Identity (Identität) wurde geschrieben, um den Aufstieg rechter Identitätspolitik zu verhindern, aber, wie ich im Artikel „Fukuyama über Identitätspolitik“ beschrieben habe, ist das Buch sehr hilfreich für White Nationalists, weil es eine Anzahl unserer grundlegenden Prämissen eingesteht, aber gleichzeitig nur schwache Gründe gegen unsere schlussendlichen politischen Schlüsse bietet. Das wird besonders in seiner Diskussion der Vielfalt sichtbar.

Vielfalt innerhalt der gleichen Gesellschaft verursacht Konflikte.

Eines der wichtigsten Eingeständnisse ist, dass Vielfalt innerhalb des gleichen Staates Konflikte erzeugt. Er beginnt Kapitel 12 „Wir das Volk“ [We the People; Beginn der Verfassung der Vereinigten Staaten; d. Ü.] mit einem Bericht darüber, wie Syrien, eine rassisch homogene Gesellschaft mit bedeutender ethnischer und religiöser Vielfalt im Jahr 2011 in einem vernichtenden Bürgerkrieg versank.

Lassen wir die Rolle der US-Intervention, die den Syrischen Bürgerkrieg losgetreten hat, einmal beiseite; die äußeren Kräfte haben die Störungszonen nur ausgenutzt. Stattdessen, fragen wir uns einfach – wenn so viel religiöse und ethnische Vielfalt Syrien in den Krieg abdriften ließ, wie kann die viel größere religiöse, ethnische und rassische Vielfalt Amerikas eine Stärke sein?

Es ist eine gute Frage, auf die Fukuyama vier bemerkenswert schlechte Antworten gibt.

Fukuyamas erster Grund, jemandes Heimatland mehr wie Jugoslawien zu machen, ist die Wegwerf-Behauptung, dass „die Konfrontation mit unterschiedlichen Arten zu denken und zu handeln, oft Innovation, Kreativität und Unternehmergeist stimulieren können“ (S. 126). Natürlich können wir uns anderen Arten des Denkens und Handelns aussetzen ohne die ethnische Komposition unserer Gesellschaften zu verändern. Außerdem: Wie viel von dieser angeblichen Innovation, Kreativität und Unternehmergeist muss bloß wegen der Probleme mit der Vielfalt aufgebracht werden? Immerhin können wir die Wirtschaft auch durch das Zerbrechen von Fenstern anheizen. Die ethnische Vielfalt zu erhöhen stimuliert sicherlich die Märkte für Überwachungssysteme, Fenstersperren, Pfefferspray, PWK-Alarmanlagen, Betonpoller und Pillen danach. Aber das sind keine guten Dinge.

Fukuyamas zweiter Grund, das Risiko eines Bürgerkrieges syrischer Art zu steigern, liegt in all den großartigen Restaurants. Nein, ich scherze nicht:

Vielfalt bringt Reize und Vorteile. Im Jahr 1970 war Washington D.C. eine recht langweilige bi-rassische Stadt, in der das exotischste Essen, das man finden konnte, im Yenching Palace der Connecticut Avenue serviert wurde. Heute ist das weitere Umfeld Washingtons die Heimat einer unglaublichen Menge ethnischer Vielfalt: Man bekommt äthiopisches, peruanisches, kambodschanisches und pakistanisches Essen und kann von einer kleinen ethnischen Enklave zur nächsten reisen. Die Internationalisierung der Stadt hat andere Formen der Vorteile gebracht: Sobald die Stadt zu einem Ort wird, wo junge Menschen leben wollen, bringen sie neue Musik, Kunst, Technologien und gänzlich neue Nachbarschaften, die vorher nicht existierten. (S. 127).

Wo soll man anfangen?

Erstens ist es eine snobistische Verunglimpfung der Weißen wie der Schwarzen zu sagen, dass Washington DC 1970 eine recht langweilige bi-rassische Stadt war; diese fanden sie einen netten Platz zum Leben, sofern sie nicht gerade aneinandergerieten. (Wahrscheinlich waren die Weißen, die sich nicht ökonomisch von den Schwarzen segregieren konnten, zu dieser Zeit bereits ziemlich weg.)

Zweitens: Seit wann ist die Anwesenheit von ethnischen Restaurants ein Indikator für soziales Wohlergehen, im Gegensatz zu, sagen wir, sozialem Vertrauen, Nachbarschaftlichkeit und anderen Werten, die Robert Putnam mit der Zunahme von Vielfalt zu schwinden fand? [1]

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Fukuyama über Identitätspolitik

Von Greg Johnson, übersetzt von Tekumseh. Das Original Fukuyama on Identity Politics erschien am 11. Januar 2019 auf Counter-Currents Publishing.

Francis Fukuyama: Identity. Contemporary Identity Politics and the Struggle for Recognition. (Identität. Zeitgenössische Identitätspolitik und ihr Ringen um Anerkennung). London: Profile Books 2018.

 

Francis Fukuyama ist der am meisten hervorstechende lebende neokonservative Intellektuelle. Ich habe sein Werk seit 1992, als er sein erstes Buch, The End of History and the Last Man. (Das Ende der Geschichte und der letzte Mensch) veröffentlichte, bewundert und davon profitiert. Darum war ich etwas besorgt zu hören, dass er mit großer Geschwindigkeit ein neues Buch geschrieben hatte, um den Wind aus den Segeln Weißer Identitätspolitik zu nehmen.

Hat Fukuyama einen gröberen Fehler im White Nationalism entdeckt, der uns zu einem Überdenken unserer Positionen oder sogar ihrer Preisgabe bringen würde? Die Antwort ist nein. Tatsächlich ist Identity ein sehr nützliches Buch für White Nationalists, weil Fukuyama praktisch jede essentielle Prämisse für unsere Position einräumt, aber seine Argumente, um unseren schlussendlichen ethnonationalistischen Schlüssen zu widerstehen, sind extrem schwach.

Rechte Identitätspolitik ist in der menschlichen Natur angelegt.

Das wichtigste Zugeständnis, das Fukuyama macht, ist, dass Identitätspolitik in der menschlichen Natur angelegt ist und darum niemals ausgemerzt werden kann.

Die moderne liberal-globalistische Auffassung ist, dass Politik in letzter Konsequenz in rationalem Eigennutz besteht. Im Leben geht es nur darum, die Vernunft einzusetzen, um die eigenen Wünsche zu erfüllen; Liberalismus und Globalismus folgen daraus notwendig. Liberalismus ist einfach ein Rahmen, um den Individuen die Verfolgung ihrer privaten Interessen durch freie Verträge zu ermöglichen. Aber weil Vernunft eine universelle Eigenschaft ist, und alle Menschen die gleichen Grundbedürfnisse haben, gibt es keinen Grund, wieso das liberale System sich nicht über den ganzen Globus erstrecken sollte.

Liberalismus ist darum gegen alle politischen Identitäten gerichtet, die seine globale Ausdehnung verhindern; besonders die Bindung an bestimmte Rassen, Nationen, ethnischen Gruppen und religiösen Gemeinschaften, die ausschließliche Wahrheit behaupten. Linke (Liberale) halten solche Anhänglichkeiten einfach für nicht fundierte Stimmungen und Aberglauben aus der Vergangenheit, die wir abschütteln müssen und können, indem wir uns weiterentwickeln und in eine immer perfektere linke Zukunft fortschreiten. (mehr …)

Frankfurter Bahnhof vor vier Jahren, ICE fährt ein

Von Lucifex

Das Video oben zeigt die Einfahrt eines ICE-Zuges am Frankfurter Bahnhof vor fast vier Jahren, im September 2015. Heute, mit den Geschehnissen seither und vor allem jenem vom 29. Juli 2019 am selben Bahnhof, kann man noch weniger als damals fassen, wie diese Ankunft von Zudringlingen da bejubelt wurde. Auch diese drei Refugees-Willkommenheißerinnen sind in dem Video zu sehen.

Anders als die PIfanten empfinde ich gegen die drei jungen Damen aber weder Hass noch Häme, sondern sehe in ihnen Repräsentantinnen irregeführter, naiver Gutwilligkeit. Es gibt Gutmenschen, die (hauptsächlich) deshalb Gutmenschen sind, weil sie liebe Menschen mit sozialer Engagementbereitschaft sind und von der (((Systempropaganda))) getäuscht wurden, die bei ihnen auf diese Knöpfe drückt. Und ich glaube, man erkennt den Unterschied zur anderen Sorte von Gutmenschen am Gesicht: jener Sorte, der es eher um die Befriedigung ihrer Eitelkeit geht; die das Bedürfnis hat, sich von möglichst vielen ihrer Landsleute zu distanzieren und auf sie als vermeintlich böse, dumm oder erbärmlich herabzuschauen, so wie es zu viele PIfanten und Rechte mit demselben Bedürfnis, aber gegenteiliger weltanschaulicher Ausrichtung gibt.

Außerdem kann man den drei Fräuleins oben ihre jugendliche Ahnungslosigkeit als Entschuldigung gelten lassen, und: „Girls will be Girls“, wie man anglizistisch sagen könnte. Die holde Weiblichkeit ist eben anfälliger für diese Art von emotionalisierender Einwickelung.

Eher noch würde ich den im Video mitjubelnden Burschen und Männern in die Eier treten wollen, die sie offenbar aus Versehen bekommen haben, denn zum Selbstverständnis eines Mannes gehört der Wille, Familie und Volk zu verteidigen, auch gegen Fremde, womit sich eine derart unkritische Bejubelung des Zuzugs von Orientalen und Negern zu einer Zeit, wo es schon reichlich negative Erfahrungen mit ihnen und kritische Stimmen dazu gibt, ebenso wenig verträgt wie allgemeiner demonstrativer Antipatriotismus, Antinationalismus und Eineweltismus.

Frei nach Shakespeares Macbeth:

„Ich verteidige, was einem Mann geziemt. Wer’s nicht tut, der ist keiner.“

Es gab aber schon damals sehr viel Ablehnung unter normalen Deutschen gegen den Ansturm der Zudringlinge und ihre bereitwillige Aufnahme und Versorgung durch das JNWO-Statthalterregime in Deutschland unter der damaligen Abteilungsleiterin Angela Merkel; so viel, daß der heuer von wem auch immer erschossene CDU-Politiker Walter Lübcke, wie im nachstehenden Video dokumentiert, am 14. Oktober 2015 bei einer Informationsveranstaltung über das Asyl-Erstaufnahmelager in Kassel-Lohfelden diese empörende Aussage tätigte:

„Wer diese Werte nicht vertritt, kann dieses Land jederzeit verlassen, wenn er nicht einverstanden ist. Das ist die Freiheit eines jeden Deutschen.“

Eingedenk der krass asymmetrisch* verteilten Redefreiheit in unseren Ländern enthalte ich mich weiterer Äußerungen dazu.

(* Zum Beispiel hatte das Kabarettisten-Duo Stermann & Grissemann nach Jörg Haiders Tod im österreichischen Vorabendfernsehen pietätlose Witzeleien über ihn geäußert, und irgendwelche Rapper haben über den „Volksrocker“ Andreas Gabalier gepostet: „Eigentlich gehört er erschossen“ – anscheinend aus keinem anderen Grund als dem, daß er sich weigert, die Bundeshymne in der „gendergerechtisierten“ Fassung zu singen.)

Jedenfalls war die Ablehnung des Asylforderer-Zuzugs nur allzu gerechtfertigt, wie sich in besonders furchtbarer Weise am 29. Juli 2019 am selben Frankfurter Bahnhof zeigte, als der Eritreer Habte Araya eine 40jährige Mutter und ihren achtjährigen Sohn Oskar vor einen einfahrenden ICE-Zug stieß (bei einer 78jährigen Frau hatte er es danach auch versucht). Wie allgemein bekannt, konnte die Mutter sich gerade noch in einem Zwischenraum zwischen den Geleisen in Sicherheit bringen, schaffte es aber nicht mehr, ihr nach ihr vom Bahnsteig gestoßenes Kind zu retten.

Dieser Fall hat mich sehr betroffen gemacht, als ich davon erfuhr, und er beschäftigt mich immer noch. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie furchtbar traurig das für Mutter und Kind gewesen sein muß, so unerwartet und grausam innerhalb von Sekunden aus der Alltagsrealität, wo man sich auf die Reise nach Österreich freut, buchstäblich gestoßen zu werden, vor den Zug zu fallen und getötet zu werden, oder das als Mutter beim eigenen Kind mitzuerleben, nachdem man diesem Tod gerade selbst knapp entkommen ist. Eine in der Zeitung zitierte Zeugin sagte: „Der schreckliche Schrei klingt im Gedächtnis noch nach“, was einem eine ungefähre Ahnung gibt, sowie die Tatsache, daß etliche Zeugen danach weinend zusammengebrochen sind.

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Der präzise Schuß im Verteidigungsschießen mit der Kurzwaffe

Mit wenig Aufwand kann man die Gestalt auf der Zielscheibe mit einer „schußsicheren Weste“ versehen.

Von Dipl.-Ing. Manfred Ertl, aus „Internationales Waffenmagazin“ 4-1996.

Präzisionsschießen ist im ernstfallorientierten Gebrauch der Schußwaffe sowohl ein methodisches Hilfsmittel zur Erlernung einer guten Abzugstechnik als auch eine schießtechnische Grundfertigkeit für besondere Situationen. In der Ausbildung kommt es darauf an, dafür zweckmäßige Forderungen aufzustellen und das Präzisionsschießen sinnvoll in den gesamten Komplex des kampfmäßigen Schießens zu integrieren.

Schießübungen, welche die Abgabe von gut gezielten und präzisen Einzelschüssen verlangen, gehören erfahrungsgemäß nicht gerade zu den besonders favorisierten Ausbildungsthemen im Verteidigungsschießen. Es gibt aber durchaus Gründe, warum man dieses ungeliebte Thema doch nicht ganz vernachlässigen sollte. Zum einen gibt es auch in der Realität Situationen, in denen der präzise Schuß gefragt ist, und zum anderen ist ein Mindestmaß an Praxis im Präzisionsschießen überaus hilfreich, um die Basis für ein effektives schnelles Schießen zu legen. Letzteres kann man ziemlich deutlich sehen, wenn man Anfänger beobachtet, die mit dem schnellen Schießen beginnen, ohne über Erfahrungen im Präzisionsschießen zu verfügen.

Zwar macht auch dieser Personenkreis am Anfang ziemlich schnelle Fortschritte, wenn es darum geht, eine Mannscheibe auf drei bis fünf Meter Entfernung aus dem Ziehen heraus zu treffen, ab er häufig stellt sich dann auch sehr schnell ein Stadium ein, ab dem weitere Leistungssteigerungen nur noch schwer und langsam erreicht werden. Es zeigt sich immer wieder, daß Verteidigungskursteilnehmer, die über gewisse Erfahrungen aus dem Sportschießen verfügen, hier meist weniger Probleme haben. Dies liegt vor allem daran, daß sich eine korrekte Schießtechnik eben langsam besser erlernen läßt, als wenn man von Anfang an versucht, Schnellziehrekorde aufzustellen. Das Fatale dabei ist aber, daß sich Fehler in der Schießtechnik, wie das Verreißen während des Abziehens, in den einfachen Übungen mit kurzen Entfernungen und relativ großen Zielen noch nicht so deutlich auswirken und daher häufig nicht erkannt werden. Kommen dann andere Schwierigkeiten, wie Streß, zunehmende Komplexität des Übungsablaufs oder eine Verkleinerung der Zielfläche hinzu, addieren sich die Fehler, und die Ergebnisse sehen schlecht aus. In diesem Stadium sind Schießfehler aber oft schon so eingedrillt, daß es ausgesprochen schwierig ist, sie wieder loszuwerden.

Man muß allerdings auch sagen, daß es durchaus Beispiele gibt, wo Schützen zunächst mit dem schnellen Schießen begonnen, danach ihre Präzision gesteigert und auf beiden Gebieten ein hohes Niveau erreicht haben. Die Regel und ein methodisch sinnvoller Weg ist dies aber nicht. Und man muß ehrlicherweise auch erwähnen, daß es Fälle gibt, in denen ein Zuviel an Präzisionsschießen hinderlich ist. Wer über lange Zeit intensiv klassisches Sportschießen nach starren Regeln betrieben hat, kann durchaus Schwierigkeiten haben, sich auf die schnelle und flexible Schußabgabe des kampfmäßigen Schießens umzustellen. Es ist dabei auch relativ unerheblich, ob sich die hier zu beobachtende innere Einstellung zum Schießen aus dem jahrelangen sportlich orientierten Training ergeben hat, oder ob sich gerade die Personen, die eine solche Einstellung zur Schußabgabe mitbringen, durch ihr Naturell bedingt mit größerer Hingabe den klassischen, eher besinnlichen Schießdisziplinen zuwenden. Die Praxis zeigt aber auch, daß die Fälle, in denen ein Zuviel an Präzisionsschießen schädlich war, eher selten sind. Viel häufiger ist man eigentlich mit den Auswirkungen der Vernachlässigung des gezielten Schusses konfrontiert. Diese Beobachtung wird im übrigen auch von Trainern des IPSC-Schießens bestätigt.

Wie präzise soll man schießen können?

Für die Praxis stellt sich somit die Frage, welche Fertigkeitsstufe man im Präzisionsschießen erreicht haben sollte, bevor man sich der schnellen Schußabgabe zuwendet, und welchen Grad an Präzision man in der weiteren Ausbildung anstreben sollte.

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Trumps „Thatcher-Effekt“: Ein Hindernis für den weißen Nationalismus?

Von Dr. Andrew Joyce, übersetzt von Lucifex. Das Original Trump’s ‘Thatcher Effect’: Obstacle to White Nationalism? erschien am 4. August 2019 auf The Occidental Observer.

„Während Antifaschisten die Organisationsfähigkeit der National Front in den späten 1970ern erodiert hatten, hatte Margaret Thatcher ihr ideologisches Gewand gestohlen. Als Premierministerin hatte sie mit ihrer Mischung aus Jingoismus und verwässertem Powellismus erfolgreich eine Unterstützungskoalition zusammengehalten.“

Daniel Trilling, Bloody Nasty People: The Rise of Britain’s Far Right (2012)

Eine aufsteigende weiß-nationalistische Bewegung, die irgendwie gerade dann verkrüppelt wird, wenn sie ihren größten Chancenmoment haben sollte. Ein politisch inkorrekter Kandidat für ein Amt, der sich anscheinend nicht fürchtet, über die Einwanderung zu diskutieren, und der eine kontroversielle Rhetorik benutzt, die das Rassenthema berührt, um die Unterstützung der Masse zu gewinnen und siegreich in die Regierung einzuziehen. Eine antifaschistische und linksliberale Koalition, die durch das wiederholte Eindringen „rassistischer“ Argumente und Ideen in den nationalen Diskurs in die Apoplexie getrieben wird. Und ein Massenzustrom an farbiger Migration, der irgendwie unvermindert weitergeht und vielleicht sogar schlimmer wird. Dies wäre eine brauchbare und zutreffende Zusammenfassung von Donald Trumps erster Amtsperiode, die weiterhin diejenigen frustriert und verwirrt, die nach greifbaren Ergebnissen Ausschau halten. Während die Diskussionen über Trumps vermeintliche Nützlichkeit für die Sache der Einwanderungsgegner und über die alternativen Möglichkeiten des „Akzelerationismus“ unter einer radikal linken Regierung der Demokraten weitergehen, versucht der folgende Essay etwas Rat und Lektionen aus der Geschichte anzubieten – einer relativ jungen Geschichte, und einer, in der alle oben aufgelisteten wichtigen Aspekte des Trump-Phänomens deutlich zu sehen sind. Wie am Beispiel von Margaret Thatcher und Britanniens National Front gezeigt werden wird, wird hier behauptet, daß Trump ein Hindernis ist und nicht der Weg für die Förderung der dissidenten Rechten.

Eine Bewegung im Aufstieg

Die Jahre 2014 – 2016 können in gewissem Sinne als Wasserscheide in der jüngeren Geschichte dissident-rechter Ideen in den Vereinigten Staaten betrachtet werden, und doch läßt sie der Fortschritt der dissidenten Rechten im Britannien der 1970er wahrhaft zwergenhaft erscheinen. Gegründet 1967 aus einer Vereinigung der British National Party und der League of Empire Loyalists (und später der Greater Britain Movement), war die National Front ein Vehikel für rassisches Denken und einwanderungsfeindliche Standpunkte zu einer Zeit, als Britannien von aufeinanderfolgende Ströme farbiger Migranten aus ehemaligen britischen Kolonien überflutet wurde. Ziemlich wie im heutigen politischen Kontext gab es eine relative Vernachlässigung der Einwanderung und von rassenbezogenen Themen durch die politischen Mainstream-Parteien. Als weitere wichtige Ähnlichkeit begann die britische Industrie dramatische Veränderungen durchzumachen, wobei zunehmend notleidende und entfremdete Klassen von Weißen gezwungen wurden, neben wachsenden schwarzen und pakistanischen Enklaven zu leben. Schwelende interrassische Spannungen wurden gerade noch bewältigt durch die Knebelung von Weißen unter einer zunehmenden Zahl von „Rassenbeziehungsgesetzen“, die fast ausschließlich von einer Gruppe jüdischer Anwälte entworfen wurden. Die National Front konnte diesen Kontext ausnützen und sich ihren Weg in die politische Arena erzwingen, wobei sie durch die 1970er hindurch sowohl der Konservativen Partei als auch der Labour Party Wähler wegnahm.[1] Im Zeitraum von 1972 bis 1974 konnte die Front eine aktive und zahlende Mitgliederschaft zwischen 14.000 und 20.000 aufweisen und kam in Lokalwahlen 1973, 1976 und 1977 voran. Ihr Einfluß auf die Wähler ist von Wissenschaftlern als „signifikant“ bezeichnet worden,[2] und ihre kulturelle Wirkung war derart, daß jeder Wähler in Britannien genau wußte, was die Bewegung war, sowie die grundsätzliche Stoßrichtung ihres ideologischen Entwicklungsverlaufs kannte. Sie war eine Bewegung im Aufstieg, und die Zuversicht war hoch.

Eine politisch inkorrekte Führerin

All dies änderte sich 1978, zu einem Zeitpunkt, als manche dachten, die National Front hätte einen großen ideologischen Durchbruch geschafft. Ende 1977 und Anfang 1978 lagen die Konservative Partei und die Labour Party in den Umfragen ungefähr gleichauf. Die Labour Party wankte unter der schwachen Führung von Premierminister James Callaghan und hatte intensive Kritik für aufeinanderfolgende Wellen von Industriestreiks, Rassenunruhen und ein Wiederaufleben der ethnoreligiösen Gewalt in Nordirland zu ertragen. Aber die Konservative Partei in der Opposition rief nur eine apathische Reaktion der Wähler hervor, da der Eindruck wuchs, daß beide politischen Parteien gleichermaßen fehlerhaft und unfähig waren, zeitgenössischen Herausforderungen zu begegnen. Der wahre Durchbruch für die Konservativen kam aufgrund einer Kombination aus schweren Streiks unter Callaghan („The Winter of Discontent“) und, was vielleicht noch wichtiger war, einem bahnbrechenden Interview, das Thatcher (damals Oppositionsführerin) im Februar 1978 der Hauptabendsendung World in Action gab. In dem Interview, bei dem sie wegen des Wachstums der National Front befragt wurde, bemerkte Thatcher:

Wir sind Briten mit britischen Eigenschaften. Jede Nation kann etwas an Minderheiten aufnehmen, und in vieler Weise tragen sie zum Reichtum und zur Vielfalt dieses Landes bei. Aber in dem Moment, wo eine Minderheit zu einer großen Minderheit zu werden droht, bekommen die Leute Angst.[3]

Thatcher deutete dann an, daß eine konservative Regierung „jegliche Einwanderung begrenzen“ würde.[4] Die Wirkung dieser Aussagen war eine sofortige. Der Wissenschaftler E. A. Reitan weist darauf hin, daß „die Konservativen in den Umfragen fast sofort um 10 Prozent in die Höhe schossen“[5], während der Thatcher-Biograph Robin Harris vermerkt, daß „die Tories sofort nach dem Interview um elf Punkte vorne lagen.“[6] Sich des Erfolgs der Bemerkungen bewußt, wiederholte Thatcher dieselben Einstellungen in einem Interview im Februar 1979 mit The Observer, in dem sie erklärte:

Ich bin die erste, die zugibt, daß es nicht leicht ist, vom Innenministerium klare Zahlen über die Einwanderung zu bekommen, aber es gab ein Komitee, das sie sich angesehen hat und sagte, wenn wir so weitermachen wie jetzt, dann würden bis zum Ende des Jahrhunderts vier Millionen Menschen aus dem neuen Commonwealth oder Pakistan hier sein. Nun, das ist furchtbar viel, und ich denke, es bedeutet, daß die Menschen sich wirklich davor fürchten, daß dieses Land von Menschen mit einer anderen Kultur überschwemmt werden könnte, und wissen Sie, der britische Charakter hat so viel für die Demokratie getan, für das Recht, und so viel in der ganzen Welt getan, daß, wenn es eine Furcht gibt, daß es überflutet werden könnte, die Leute reagieren werden und ziemlich feindselig gegen die Hereinkommenden sein werden. Wenn man also gute Rassenbeziehungen will, muß man die Ängste der Leute wegen der Zahlen beruhigen.

Drei Monate später wurde Margaret Thatcher Premierministerin, nachdem die Konservativen 63 Sitze im Parlament gewannen, und zog in die Regierung ein.

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Der Niedergang des Westens, Teil 6 („Die Judenfrage“)

Im Pentagon im März 2001, von links: David Ivry, israelischer Botschafter in den USA; Paul D. Wolfowitz, amerikanischer Vize-Verteidigungsminister; Ariel Sharon, israelischer Premierminister; Donald H. Rumsfeld, US-Verteidigungsminister; Martin Indyk, US-Botschafter in Israel.

Von Greg Johnson, übersetzt von Lucifex. Das Original Decline of the West, Part 6 erschien am 1. August 2019 auf Counter-Currents Publishing.

[Vorbemerkung des Übersetzers: Der Siebenteiler „Decline of the West“ ist die Transkription einer Konversation zwischen Darryl Cooper und Greg Johnson, die in Darryl Coopers Podcast „Decline of the West“ im Dezember 2016 stattfand. Ich habe davon nur diesen Teil 6 übersetzt, weil darin die Judenfrage sehr gut behandelt wird. Die anderen Teile habe ich weggelassen, weil mich darin u. a. die naive Trump-Gläubigkeit und das zu häufige Vorkommen des Wortes „aristocratic“ in positivem Sinne gestört haben. Für Interessierte reiche ich die Links zu den anderen sechs Teilen am Schluß nach.]

 

Darryl Cooper: Ich würde sagen, für viele Amerikaner auf Seiten der Rechten ist der größte und letzte Stolperstein die Judenfrage. Was ist die Judenfrage? Warum verdient sie klar und separat genannt zu werden, statt daß sie bloß irgendwie eine offenkundige Tatsache ist, die aus dem Ethnonationalismus im Allgemeinen folgt?

Greg Johnson: Ich habe tatsächlich einen Artikel mit dem Titel „Reframing the Jewish Question“ geschrieben, wo ich argumentiere, daß sie bloß eine Implikation erster Ordnung des Ethnonationalismus ist.

DC: Das ist aber eine schlechte Vorbereitung.

GJ: Was du sagst, widerspiegelt eine sehr häufige Einstellung unter weißen Nationalisten. Sie sagen immer: zuerst fangen wir mit Ethnonationalismus und Realismus in Rassendingen an. Aber die Judensache ist wie höhere Mathematik. Es ist wie fortgeschrittene Infinitesimalrechnung. Wir müssen nicht sofort dazu übergehen. Meine Antwort lautet: Nein, es ist keine fortgeschrittene Infinitesimalrechnung. Es ist eine offensichtliche Implikation erster Ordnung des ethnonationalistischen Prinzips, welches lautet, daß der beste Weg zur Verhinderung von Konflikten zwischen verschiedenen Völkern in dem Ausmaß, wie das möglich ist, darin besteht, daß sie ihre souveränen Heimatländer haben.

Und sieh da, die Juden haben wirklich sehr lange Zeit dafür gekämpft, ein souveränes jüdisches Heimatland zu schaffen, nämlich Israel. Und meine Einstellung ist, daß Juden in ihrem souveränen Heimatland leben sollten. Aber sie tun es nicht, weil sie nicht dazu gezwungen sind und weil es sehr vorteilhaft für sie ist, beides zu haben. Sie haben ihren Ethnostaat, und sie leben auch als Diaspora. Nun profitiert der Ethnostaat davon, weil die Diaspora sich ständig in die inneren Angelegenheiten ihrer Wirtsgesellschaften zur Unterstützung Israels einmischt.

Das trifft besonders in den Vereinigten Staaten zu, wo wir so viele Juden haben, wie in Israel leben, und Israel jedes Jahr Milliarden Dollars in Krediten und direkten Geschenken bekommen, und in Krediten, die nie zurückgezahlt werden. Daher sind sie einfach Geschenke. Amerikaner haben seit 2003 auch das Blut ihres Volkes und Billionen Dollars in Kriegen im Nahen Osten verschwendet, die von israelischen strategischen Kalkulationen diktiert werden. Ich werde es nicht einmal würdigen, indem ich sage, daß es in ihrem Interesse ist. Aber sicherlich kalkulierten sie, daß es in ihrem Interesse ist. US-Interessen gingen einfach nicht in die Rechnung ein. Es ist absolut katastrophal, daß unsere Außenpolitik von Leuten kontrolliert werden, die vorrangig an die Interessen einer fremden Gesellschaft denken, nämlich Israel, statt an das Wohl Amerikas.

Juden sind ein eigenes Volk, und sie sind einander loyal, und das ist alles gesund und gut und schön. Aber wenn das wahr ist, dann können wir ihnen nicht gleichzeitig die Staatsbürgerschaft in unseren Gesellschaften geben, Macht in unseren Gesellschaften und Einfluß auf unsere Gesellschaften. Das ist es, was die Judenfrage ist. Diese Judenfrage entstand mit der Emanzipation jüdischer Gemeinschaften in Europa. Sehr lange Zeit waren sie abgekapselte, sich selbst regierende Gemeinschaften. Dann wurden sie von Napoleon „emanzipiert“. Er war der große Emanzipator des Judentums. Sobald die Juden emanzipiert waren und Bürger der Gesellschaften um sie herum wurden, stellten die Menschen eine Frage: „Nicht nur sind Juden Bürger unserer Gesellschaft, mit all den Rechten von Bürgern, sondern sie sind eigentlich auch Bürger ihrer eigenen Gesellschaft. Ihre primäre Loyalität gilt anderen Juden überall auf der Welt, sogar in mit uns rivalisierenden Gesellschaften sogar in den Gesellschaften unserer Feinde, sogar in Gesellschaften, gegen die wir Krieg führen. Ist da nicht etwas seltsam daran? Ist das nicht eine inhärent ungerechte und nachteilige Beziehung, die wir begründet haben?“

Betrachten wir das im Sinne der Spieltheorie. Genauso wie eine Teamstrategie eine individualistische Strategie schlägt, ist, wenn man jemanden mit doppelter Staatsbürgerschaft hat, diese doppelte Staatsbürgerschaft im Grunde eine Art, wie dieses Team gegen dich spielen kann. Sie können dein System hacken. Und so wie sich das neunzehnte und zwanzigste Jahrhundert entwickelte, sahen wir dieses Muster immer wieder. Einflußreiche jüdische Minderheiten in verschiedenen europäischen Gesellschaften verursachten Kriege, Revolutionen und katastrophale Politik für die Gesellschaften, deren Bürger sie vorgeblich waren und auf deren Gemeinwohl sie somit vorgeblich hätten bedacht sein sollen. Aber natürlich lag Juden mehr an ihrer wirklichen Nation, der jüdischen Nation. Wenn also die Interessen ihrer beiden Nationen in Konflikt geraten, tendieren sie dazu, die Partei der jüdischen Nation zu ergreifen. Was sehr schlecht für ihre Wirtsgesellschaften ist, weil Juden dazu tendieren, aufwärtsmobil und sehr einflußreich zu sein. Daher sind sie tendenziell gut dafür plaziert, die Interessen ihrer Wirtsgesellschaften zu untergraben.

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Dschebel Irhoud, Marokko : Frühe Homo sapiens vor 300.000 Jahren

Von Michael Greshko, übersetzt von Lucifex. Das Original These Early Humans Lived 300,000 Years Ago—But Had Modern Faces erschien am 7. Juni 2017 auf National Geographic. (Titelbild vom Übersetzer eingefügt, Quelle hier.)

Auf einer baumbestandenen Savanne in dem, was heute Marokko ist, kauerte einst eine Gruppe früher Menschen bei einem Feuer, ihre Steinwerkzeuge um ihre Lagerstätte verstreut.

Nun deuten Untersuchungen von im Feuer gebackenen Werkzeugen von dieser Stätte darauf hin, daß diese vorzeitlichen Menschen vor mehr als 300.000 Jahren lebten, was sie zweimal so alt macht wie zuvor gedacht.

Die Untersuchungsergebnisse, die am Mittwoch in Nature verkündet wurden, füllen eine entscheidende Lücke im menschlichen Fossilbeleg. Dies deshalb, weil diese Menschen viele auffallende Ähnlichkeiten mit modernen Menschen haben, obwohl sie lange vor dem lebten, was vielleicht der älteste Fossilbeleg des Homo sapiens ist, von einer Ausgrabungsstätte in Äthiopien, datiert auf eine Zeit vor ungefähr 195.000 Jahren.

Der von Louis Leakey gefundene, 195.000 Jahre alte Homo-sapiens-Schädel (Bild vom Übersetzer als Vergleich zum Schädel von Dschebel Irhoud eingefügt)

Die Bewohner der marokkanischen Stätte waren nicht ganz der Homo sapiens von heute; ihre Schädel waren weniger gerundet und länglicher als unsere, was vielleicht Unterschiede zwischen unseren Gehirnen und ihren anzeigt. Jedoch ähneln ihre Zähne sehr denen in den Mündern moderner Menschen – und ihre Gesichter sahen wie unsere aus.

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