Gedanken zu Plan B

NUADA

Wir alle sind vermutlich immer mal wieder in Gesprächen mit dem Argument konfrontiert: „Das mag ja alles schön und gut sein, aber eine Lösung hast du auch nicht.“ Insbesondere dürfte das denjenigen unter uns entgegenschallen, die nicht mit der Superman-Wirkung der AfD rechnen und die – wie ich – nicht nur Wahlen ganz allgemein ablehnend gegenüberstehen, sondern darüber hinaus auch nicht ganz davon überzeugt sind, dass man Dinge damit bewirken kann, indem man in großen Gruppen mit Plakaten friedlich durch die Straßen zieht.

Warum sollte das Frau Merkel stören? Ganz zu schweigen von ihren Strippenziehern. Die Antwort ist natürlich ganz offensichtlich: Es stört sie nicht die Bohne! Sie tun allenfalls ein bisschen so. Die lassen sich ja noch nicht einmal von der Antifa beeindrucken, die beim G20-Gipfel ein bisschen mehr als nur einen friedlichen Spaziergang gemacht hat.

Um es gleich vorneweg zu nehmen, ich habe wirklich keinen Plan B, der…

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Spätfolgen des Kosovo-Krieges: Wie gefährlich ist Uran-Munition?

US-Erdkampfflugzeug Fairchild A-10 Thunderbolt II feuert seine 30-mm-Maschinenkanone GAU-8 ab (Bild nicht aus dem DMZ-Artikel).

Von Dieter Stockfisch, aus der „Deutschen Militärzeitschrift“ Nr. 25 April-Juni 2001 (inkl. Bildern im Text; Links im Text von mir eingefügt).

„Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit“ (Sophokles)

„Die Bundeswehr hat keinen Hinweis darauf, daß deutsche Soldaten bei ihrem Einsatz im Kosovo Erkrankungen durch Reste von Uran-Munition erlitten haben. Bei Untersuchungen von Soldaten sind bislang keine Erkrankungen festgestellt worden, die auf Kontakte mit uranbelasteter Munition zurückzuführen seien“, meldete das Bundesministerium der Verteidigung in einer Presseerklärung am 4. Januar 2001. Hintergrund dieser Pressemitteilung ist die Frage, ob radioaktive Uran-Munition, die über Bosnien 1994/95 und insbesondere im Kosovo-Krieg massenweise eingesetzt worden ist, Krebserkrankungen verursacht haben könnte.

Die NATO hatte im April 1999 den Einsatz schwach radioaktiver Uran-Munition bei ca. 100 Angriffen mit amerikanischen A-10-Kampfbombern eingeräumt. Dabei haben die Flugzeuge ca. 31.000 Geschosse mit insgesamt acht Tonnen Uran abgefeuert. Nach den Todes- und schweren Leukämiefällen unter NATO-Soldaten in zwölf Ländern, die alle auf dem Balkan eingesetzt waren, fordert vor allem Italien Aufklärung von der NATO. Der Generalsekretär der Allianz, George Robertson, versprach Italien eine Karte mit Zielen zusammenzustellen, die mit Uran-Waffen angegriffen worden sind. Auch in Großbritannien, Spanien, Portugal, Finnland und der Türkei werden auf dem Balkan eingesetzte Soldaten auf Strahlenschäden untersucht. In Deutschland haben inzwischen Politiker, Militärs und Verbände ein Verbot uranhaltiger Munition gefordert.

Großbritannien und Frankreich haben erklärt, daß nur die USA im Kosovo-Krieg Uran-Munition eingesetzt hätten. Die USA stellen bislang jeden ursächlichen Zusammenhang von Leukämie und Uran-Munition in Abrede, denn ein solcher Zusammenhang sei wissenschaftlich nicht erwiesen. Auch die Weltgesundheitsorganisation glaubt nicht, daß Soldaten und Zivilisten durch den Kontakt mit Uran-Munition einem erhöhten Leukämie-Risiko ausgesetzt sind. Nach Modellrechnungen von Strahlenexperten liegt die radioaktive Belastung unter den Grenzwerten für Arbeiter, die mit Uran in Kontakt kommen.

Größenvergleich einer GAU-8-Kanone mit einem VW-Käfer.

Uran-Munition wurde auch im Golfkrieg 1991 eingesetzt

Bereits im Golfkrieg 1991 haben amerikanische Streitkräfte bei der Operation „Desert Storm“ Uran-Munition gegen gepanzerte irakische Ziele verwendet. Damals wurden ca. 785.000 Projektile, Kaliber 30 mm, aus den Bordkanonen der A-10-Kampfbomber verschossen. Das sind mehr als 250 Tonnen Uran. Noch heute leiden Tausende Soldaten unter dem sogenannten Golfkrieg-Syndrom, das Fachleute u. a. auch auf die dort eingesetzten Waffen und Giftgase zurückführen. Auffallend sind die hohen Raten an Mißbildungen bei Babys und an Krebs bei Zivilisten und Soldaten, die sich 1991 im Kampfgebiet in der Nähe der Schlachtfelder und in Basra aufgehalten haben. Auf den alten Schlachtfeldern in der Wüste liegen unzählige Wracks von T-55- und T-72-Panzern sowjetischer Herkunft, die alle etwa sieben Zentimeter große Einschußlöcher von Uranprojektilen aufweisen. Ein ähnliches Bild gibt es am Seitenarm des Saddam-Flusses. Nach dem Golfkrieg wurden US-Soldaten dazu angehalten, Atemmasken zu tragen, wenn sie in der Nähe irakischer Panzer arbeiten mußten, die mit Uran-Munition zerstört worden waren.

GAU-8-Kanone im A-10-Kampfbomber.

Die im Golf- und im Kosovo-Krieg eingesetzten Projektile enthielten jeweils ca. 272 Gramm sogenanntes abgereichertes Uran-238 (depleted uranium, DU) – ein Abfallprodukt aus der Urananreicherung von Brennelementen für Kernkraftwerke. Das in der Natur vorkommende Uran enthält 0,7 Prozent Uran-235, das zur Kernspaltung verwendet wird. Dieses Uran-235 wird im Anreicherungsprozeß dem natürlichen Uran entzogen. Als Abfallprodukt bleibt das abgereicherte Uran-238 übrig, das weniger strahlt als das natürliche Uran. Es enthält aber noch ca. 0,25 Prozent Uran-235.

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Zukunftsvisionen aus dem „Zweiten Goldenen Zeitalter“ der Science Fiction

Von Lucifex.

In Ergänzung zu den von mir immer wieder veröffentlichten Science-Fiction-Geschichten und als visuelle „Einladung zu Gedankenreisen“ bringe ich hier fünf musikunterlegte Videos mit Zusammenstellungen klassischer Science-Fiction-Illustrationen der 1970er und 1980er von Künstlern wie Angus McKie, Bob Layzell, Bob McCall, Chris Foss, Chris Moore, Colin Hay, Fred Gambino, Jim Burns, John Berkey, John Harris, John Schoenherr, Peter Elson, Peter Jones, Syd Mead, Tim White, Tony Roberts oder Vincet Di Fate.

Die Videos haben eine Länge von je zehn Minuten, und die Musik ist von Tangerine Dream (das Stück zum ersten Video heißt „Stratosfear“):

Als Ergänzung folgt hier noch „Syd Mead – Visual Futurism“ (ebenfalls 10 min.):

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

Die Igbo: Nigerias schwarze Juden

Eine jüdische Igbo-Gemeinde bekommt eine Plakette geschenkt

Übersetzt von Lucifex. Das Original ist der Wikipedia-Artikel Igbo-Jews, der vor Jahren noch deutlich umfangreicher war (weshalb ich die Übersetzung lange aufgeschoben habe).

Igbo-Juden sind Mitglieder des Igbo-Volkes aus Nigeria, die eine Form des Judentums praktizieren. Sie übernahmen den Judaismus entweder vor Kurzem oder sind Nachkommen der Juden des Bilad al-Sudan.

Historische Untersuchung

Eine frühe (und weithin einflußreiche) Aussage eines Igbo-Mannes, Olaudah Equiano, eines christlich gebildeten befreiten Sklaven, deutete eine Migrationsherkunft der Igbo-Juden an. Er bemerkte in seiner Autobiographie von 1789:

„die starke Analogie, die … es in den Sitten und Gebräuchen meiner Landsleute und jener der Juden vor ihrer Erreichung des Gelobten Landes zu geben scheint, und besonders der Patriarchen, während sie noch in dem Hirtenstadium waren, das in der Genesis beschrieben ist – eine Analogie, die mich für sich genommen denken läßt, daß das eine Volk aus dem anderen entstanden war.“ Als maßgebliche Untermauerung verweist er auf „Dr. Gill, der in seinem Kommentar zur Genesis sehr gekonnt den Stammbaum der Afrikaner von Afer und Afra herleitet, den Nachkommen von Abraham

Sein Essay ist seither als Spekulation fallengelassen worden. Kritische Historiker haben die historische Literatur über Westafrika während des neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts sorgfältig überprüft. Sie haben die verschiedenen Funktionen geklärt (ganz abgesehen von Fragen der Richtigkeit), denen solche Historien für die Autoren dienten, die sie zu verschiedenen Zeiten in der kolonialen und postkolonialen Vergangenheit vorbrachten.

Wissen aus breiteren und selbstkritischeren Quellen als die biblischen – von zeitgenössischen Historikern, Archäologen, historischen Linguisten und anderen wissenschaftlichen Disziplinen – hat gegen diese Behauptungen argumentiert. Es gibt keinen Zweifel, daß Juden während des ersten nachchristlichen Jahrtausends in saharischen Handelszentren präsent waren, aber die Behauptung, daß Juden in der Antike direkt mit igbo-sprechenden Völkern zu tun hatten, ist umstritten.

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Luftpost über die Kartönligeister

Luftpost aus dem Siechkobel hat mit der ursprünglich auf die AfD-PIfanten bezogenen „Kartonmentalität“ wieder ein interessantes Konzept präsentiert, und zwar in mehreren Kommentaren bei Nuada und auf „Morgenwacht“, die ich (Lucifex) hier zusammengestellt und mit zwei Bildern ergänzt habe:

 

Luftpost:

Wäre die AfD eine ehrliche Opposition, dann würde sie aufklären und nicht populistische Nebelkerzen werfen wie dieses „Merkel muss weg“. Sie hätten gerade bei der Kampagne zum Migrationspakt die Gelegenheit gehabt, auf die vielen multinationalen Verträge und Erklärungen hinzuweisen, die lange vor und dann unter Merkel unterschrieben und in den Parteiprogrammen aufgenommen wurden, um Schritt für Schritt umgesetzt zu werden.

Es gibt durchaus Dinge, die man aussprechen kann ohne gleich an die Wand gestellt zu werden.

Weshalb erklären sie nicht, wie die Globalisierung funktioniert, wie die ideologisch/moralische Vereinheitlichung durchgesetzt wird, wie die Bankenkrise zustande kam oder die Kriege in Gang gesetzt werden. Nein, sie tun so, als hätte Merkel, die mächtigste Frau der Welt, die Zerstörerin Europas, die „Flüchtlingskrise“ gemacht, und die deutschen Wähler trügen die Verantwortung dafür.

Sie könnten wenigsten versuchen, einige Mechanismen zu erklären, die dafür sorgen, dass alle Parteien sich angleichen. Aber statt das Wissen unter ihren Anhängern ein Wenig anzuheben, erzählen sie den Blödsinn von der mächtigen Merkel und den bösen Grünen und noch dümmer und gemeiner, sie tun so, als hätte Deutschland die Macht, sich selbst und alle anderen Länder in den Abgrund zu ziehen, oder nicht, und der deutsche Wähler die Macht, das Ruder herumzureißen. Sie wälzen alle Schuld auf die deutschen Wähler ab, und so ist die antideutsche Pipifax-Maschine eine Folge der Vernebelung der Machtverhältnisse, die die AFD fröhlich betreibt.

Vor der AfD gab es eine Menge Neugier, und Leute versuchten herauszufinden, weshalb alles so läuft wie es läuft. Bei Pi kann man das an der Entwicklung im Kommentarbereich gut erkennen. Eine relative Offenheit bei der Suche nach Antworten (auch wenn PI selbst ja immer eine kleine Außenstelle der Neokonservativen war) ist in diesen richtig abstoßenden Stolz auf die eigene Ignoranz und diese bösartige Meinungsfestigkeit übergegangen, die sich nur noch an Parolen klammert und das deutsche Wesen zum Kern jeder von den PIlern abgelehnten Entwicklung erhebt.

Dieser „patriotische“ Populismus ist wie ein Karton, den sich die Leute auf den Kopf setzen und in dem sie dann nichts als die Innenseite des Kartons sehen. Und sie fühlen sich wohl darin und erleuchtet und besser als die anderen Leute und hören nur auf das Echo des eigenen Geredes. Ich kenne keinen deutschen Begriff dafür – Politik ist eine „closing minds“-Maschine und die Parteien bieten den Anhängern die passenden Kartons, in die sie ihre Köpfe stecken, und wenn sie dann auf Kartonträger einer anderen „Seite“ treffen, dann knallen sie die Kartons gegeneinander.

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Das Gewicht der Dunkelheit

Von Lucifex.

In der Science-Fiction-Kurzgeschichte „Der Weg von Kreuz und Drachen“ von George R. R. Martin ist ein Dialog enthalten, der mich auf die Idee zu einer möglichen psychologischen Erklärung dafür gebracht hat, warum Normalos sich oft so gegen die Möglichkeit sträuben, daß an unseren Sichtweisen bezüglich der JNWO etwas dran sein könnte.

In der Geschichte wird Pater Damien Her Varis, Ritter der Inquisition der Einzig Wahren Interstellaren Katholischen Kirche der Erde und der Tausend Welten, von seinem Lordkomtur Erzbischof Torgathon Nine-Klariis Tun auf den Planeten Arion geschickt, um dort eine Häresie zu bekämpfen, die vom „Orden des heiligen Judas Ischariot“ verbreitet wird und deren heiliges Buch Der Weg von Kreuz und Drachen heißt.

Dieser Erzbischof Torgathon Nine-Klariis Tun ist übrigens ein Außerirdischer vom Volk der ka-Thane, einer der ersten Konvertiten, nachdem zwei Jahrhunderte zuvor der Papst dekretiert hatte, daß auch Nichtmenschen als Geistliche dienen dürfen. Er ist ein massiges Wesen mit graugrün gesprenkelter Haut, vier Armen mit Schwimmhäuten zwischen den Fingern und pupillenlosen schwarzen Augen, das durch ein von schmutzigweißen Wimpern umgebenes Loch atmet und einen für die ka-Thane typischen Geruch nach ranziger Butter verströmt. Das hat zwar nichts mit dem zu tun, worum es mir bei diesem Artikel geht, aber es ist eine passende Anspielung des Autors auf den Universalismus der katholischen Kirche.

Auf Arion trifft Pater Damien den Sektenführer Lukyan Judasson, einen abtrünnigen Pater, und dieser Ausschnitt aus dem Gespräch der beiden, in dem Lukyan zuvor auch verrät, daß er einer uralten Geheimbewegung namens „Lügner“ angehört, enthält die von mir fett hervorgehobene Passage, die mich auf die oben angesprochene Idee gebracht hat:

„Wir glauben weiter, dass Glück ein Gut ist, nach dem man streben sollte.“

„Die Kirche hat nichts gegen das Glück“, warf ich trocken ein.

„Da habe ich meine Zweifel“, meinte Lukyan. „Aber wir wollen uns nicht streiten. Welche Haltung die Kirche zum Glück auch haben mag, sie predigt den Glauben an ein Leben nach dem Tode, an ein höchstes Wesen und an einen komplizierten Moralkodex.“

„Stimmt.“

„Die Lügner glauben nicht an ein Leben nach dem Tode, und sie glauben an keinen Gott. Wir sehen das Universum, wie es wirklich ist, Pater Damien, und die nackte Wahrheit ist, es ist grausam. Wir, die wir an das Leben glauben und es hoch schätzen, müssen sterben. Danach wird nichts sein außer ewiger Leere, Dunkelheit, Nicht-Existenz. Unser Leben hat keinen Sinn gehabt, keine Poesie, keine Bedeutung. Dasselbe gilt für unseren Tod. Wenn wir weg sind, dauert es nicht lange, und das Universum hat uns vergessen, schon nach kurzer Zeit wird es den Anschein haben, als hätten wir niemals gelebt. Schließlich wird die Entropie alles verschlingen, und alle unsere schwächlichen Bemühungen können gegen dieses schreckliche Ende nichts ausrichten. Es wird vorbei sein. Es wird nie gewesen sein. Es hat nie eine Rolle gespielt. Selbst das Universum ist dem Untergang geweiht, ist vergänglich, und es ist ihm völlig egal.“

Ich rutschte auf meinem Stuhl zurück, und ein Schauer lief mir über den Rücken, während ich den düsteren Worten des armen Lukyan lauschte. Ich ertappte mich dabei, wie ich an meinem Kruzifix nestelte. „Eine trübe Philosophie“, sagte, ich, „und falsch ist sie obendrein. Ich habe eine derart beängstigende Vision auch schon gehabt. Ich glaube, irgendwann hatten wir sie alle einmal. Aber so ist es nicht, Pater. Vor solchem Nihilismus bewahrt mich mein Glaube. Der Glaube ist ein Schutzschild gegen die Verzweiflung.“

„Oh, das weiß ich, mein Freund, mein Ritter der Inquisition“, sagte Lukyan. „Ich freue mich, dass wir uns so gut verstehen. Sie sind schon beinahe einer von uns.“

Ich runzelte die Stirn.

„Sie haben ins Schwarze getroffen“, fuhr er fort. „Die Wahrheiten, die großen Wahrheiten – und auch die meisten weniger großen -, sind für den überwiegenden Teil der Menschheit unerträglich. Wir finden unseren Schutzschild im Glauben. In Ihrem Glauben, in meinem, in jedem. Nichts spielt eine Rolle, solange wir glauben, wirklich und wahrhaftig glauben, egal, an welche Lüge wir uns auch klammern.“

Er zupfte an den ausgefransten Spitzen seines blonden Barts. „Wissen Sie, die Psychologen haben uns immer eingeredet, die Glücklichen seien die Gläubigen. Man mag an Christus, an Buddha oder Erica Stormjones glauben, an die Wiedergeburt oder die Unsterblichkeit oder an die Natur, an die Macht der Liebe oder an die Grundsätze einer politischen Partei, es läuft immer auf dasselbe hinaus. Man glaubt, also ist man glücklich. Die die Wahrheit gesehen haben, sind diejenigen, die verzweifeln und sich umbringen. Die Wahrheit ist so gewaltig, der Glaube so gering, so dürftig, so von Irrtümern und Widersprüchen durchlöchert. Wir blicken hinter ihre Fassade und durchschauen sie, und dann spüren wir das Gewicht der Dunkelheit auf uns und können nicht mehr glücklich sein.“

Ich bin nicht schwer von Begriff. Ich wusste längst, worauf Lukyan Judasson hinauswollte. „Ihr Lügner erfindet also einen Glauben.“

Er lächelte. „Alle möglichen Glauben. Nicht nur religiöse. Stellen Sie sich das mal vor. Wir wissen, was für ein grausames Instrument die Wahrheit ist. Wir ziehen die Schönheit der Wahrheit tausendmal vor. Wir erfinden Schönheit, Glaubensrichtungen, politische Bewegungen, hohe Ideale, den Glauben an Liebe und Kameradschaft. Das sind alles Lügen. Wir erzählen diese und andere Lügen, zahllose andere. Wir verschönern die Geschichte, den Mythos, die Religion, wir machen alles schöner, besser und leichter zu glauben. Unsere Lügen sind nicht vollkommen, natürlich nicht. Die Wahrheiten sind zu groß. Aber vielleicht stoßen wir eines Tages auf die eine große Lüge, für die die ganze Menschheit Verwendung hat. Bis dahin müssen wir uns eben mit tausend kleinen Lügen begnügen.“

Beim Lesen dieses Abschnitts ist mir der Gedanke gekommen, daß Normalos und Halbschlafschafe vielleicht unter anderem deshalb so schwer von unserer politisch-metapolitischen Sichtweise zu überzeugen sind, weil sie ahnen, welche schlimmen Auswirkungen die JNWO-Politik langfristig für die weißen Völker haben würde, wenn das wahr ist, was wir sagen, und wie wenig sie selbst in diesem Fall dagegen tun könnten, und eigentlich auch, wie fraglich es ist, ob überhaupt noch jemand etwas dagegen tun kann. „Die Wahrheit ist so gewaltig … Wir blicken hinter ihre Fassade und durchschauen sie, und dann spüren wir das Gewicht der Dunkelheit auf uns und können nicht mehr glücklich sein.“

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Wie die Niederlage aussieht

Sky Hopinka

Von Mitch Smith, übersetzt von Lucifex. Das Original What Defeat Looks Like erschien am 3. Juni 2019 auf Counter-Currents Publishing.

Ich ging mir mit ein paar Freunden eine Kunstshow amerikanischer Ureinwohner mit dem Titel What Was Always Yours and Never Lost ansehen. Kurator der Gruppenshow (sieben Videoinstallationen) war Sky Hopinka, der ein Mitglied der Ho-Chunk-Nation und ein Nachkomme der Pechanga-Gruppe der Luiseño -Indianer ist.

Meine Freunde und ich erfuhren zu unserem Leidwesen, daß wir das große Powwow verpaßt hatten das am Eröffnungsabend abgehalten worden war, als amerikanische Ureinwohner die große Kunstgalerie füllten, um eine Party zu feiern, zu singen, zu trommeln und traditionelle Tänze aufzuführen. Szenen von dieser Versammlung waren von Sky Hopinka aufgenommen worden und wurden als fünfzehnminütiges HD-Video als Teil der Show gezeigt.

Ich sah am Anfang ein wenig von diesem Video, als wir hereinkamen. Man konnte amerikanischer Ureinwohner in ihrer traditionellen Tracht bei den klassischen Tänzen sehen.

Dann ging ich zum Essenstisch und nahm mir Trauben, Käse und funkelndes Wasser. Ich plauderte mit einem irischen Kunstkritiker und ein paar Leuten vom Galeriepersonal. Alle waren zufrieden darüber, diverse Künstler aus der Gemeinschaft der amerikanischen Ureinwohner in der Galerie zu haben.

Ich ging herum und sah mir die Videoinstallationen an. Die erste, Faces in the Crowd, zeigte alte Filmaufnahmen von indigenen Studentenprotesten in Mexico City in den 1960ern.

Eine weitere zeigte einen jungen Mann, der in einem Kanu auf einem Fluß in der kanadischen Wildnis paddelte.

Ein drittes Video war eine humorvolle Erzählung über zwei lesbische amerikanische Ureinwohnerinnen, die von Weißen zurückgelassen worden waren, nachdem die Erde verbraucht war und alle zum Mars übersiedelt waren.

Nachdem ich mich durch die Galerie gearbeitet hatte, fand ich mich wieder am Anfang, bei Sky Hopinkas fünfzehnminütigem Video vom Powwow des Eröffnungabends. Diesmal setzte ich mich auf einen bereitgestellten Stuhl und setzte den Kopfhörer auf, sodaß ich das volle Erlebnis bekommen konnte.

Das Trommeln war mitreißend, und ich begann mit dem Fuß dazu zu wippen. Die Tänze waren ebenfalls cool, die langsame, hüpfende Bewegung, das sanfte Rotieren der einzelnen Tänzer, während sie sich in einem größeren Kreis mit ihren Mittänzern bewegten. Manche der Tänzer trugen das volle Kostüm: bunten Kopfschmuck, Gesichtsbemalung, Mokassins. Andere trugen normalere Kleidung, nahmen aber dennoch teil.

Als ich mir das Powwow dieses zweite Mal ansah, betrachtete ich die amerikanischen Ureinwohner, die nicht tanzten. Manche saßen an Tischen. Andere standen mit ihren Freunden beisammen. Sie hatten die charakteristischen Gesichtszüge und die Hautfarbe ihrer Rasse. Was ich bemerkte: sie sahen traurig aus.

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Runenentfernung

Von Robert Hampton, übersetzt von Lucifex. Das Original Rune Scrape erschien am 28. Mai 2019 auf Counter-Currents Publishing.

Schweden verbietet vielleicht die Runen, um den Rassismus einzudämmen.

Der Justizminister Morgan Johannsson untersucht den Vorschlag, zu sehen, ob das Verbot die „Anstiftung zu ethnischem Hass“ unterdrücken würde. Zusammen mit den Runen könnten mehrere andere nordisch-heidnische Symbole gemäß dem Vorschlag verboten werden, wie Mjölnir (Thors Hammer) und der Valknut [Wotansknoten]. Der Schritt richtet sich eindeutig gegen die Nordische Widerstandsbewegung, die eine Tiwaz-Rune als Logo verwendet, und gegen andere weiße Nationalisten.

Natürlich sind viele Schweden über den Vorschlag verärgert. „Unsere Einstellung ist, daß Vorurteile und Mißverständnisse am besten mit Wissen und Fakten kuriert werden. Es ist nicht in Ordnung, die Bedeutung unserer Symbole durch die eigenen Vorurteile ersetzen zu wollen, oder durch eine politische Bedeutung, die ihnen völlig fehlt. Sie zu verbieten, würde einen Teil unserer Geschichte, unserer Kultur und unserer Überzeugungen auslöschen – und unsere Ausdrucksfreiheit wegen politischer Interpretationen, die nicht in die Asa-Gemeinschaft gehören“, sagte die Nordische Asa-Gemeinschaft, eine völkisch-heidnische Gruppe, in einer Erklärung.

Der Politiker Jeff Ahl von Alternativ för Sverige hat gelobt, einen Mjölnir als Protest gegen den Vorschlag zu tragen. „Unsere Regierung setzt sich für den Multikulturalismus ein, aber wir haben keinen Anspruch auf unsere eigene Kultur. Was die Regierung nun versucht, ist, unser eigenes Kulturerbe zu zensieren und unsere Wurzeln auszulöschen“, twitterte Ahl.

Der Schritt würde im Fall seiner Verwirklichung viele Dinge in Schweden zensieren. Viele Heavy-Metal-Alben, besonders solche von schwedischen Bands wie Amon Amarth und Bathory, würden wahrscheinlich verboten werden. Denkmäler wie die zahlreichen Runensteine würden verhüllt werden. In Geschichtsbüchern würde es Warnungen vor der gefährlichen Ausdrucksweise der schwedischen Vorfahren geben.

Der Vorschlag ist ein offenkundiger Versuch, das schwedische Erbe zu kriminalisieren. Die vormodernen Schweden würden effektiv für Proto-Nazis gehalten werden, und ihre Sprache und Religion wären Hassverbrechen. Es wäre ähnlich, als würde Italien das Latein und römische Symbole verbieten.

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Tavernenrunde 10: Sommertaverne 2019

Charles Frizzell, „Mermaid Cove“

Anläßlich des morgigen Junibeginns habe ich hier als Fortsetzung der Tavernenrunde 9: Frühjahr 2019 eine neue Taverne als Treffpunkt für allgemeinen Gedankenaustausch eingerichtet.

Die Wiedergabe der Szene in der „Taverne zum Alten Phönix“ in Poul Andersons Fantasyroman „Ein Mittsommernachtssturm“ mit ihren Bezügen zu einem Internet-Treffpunkt für uns Counter-Jewhadis ist in der ursprünglichen Tavernenrunde 1 so wie etlichen späteren nachzulesen.

Interessante Diskussionsstränge aus früheren Tavernenrunden:

Tavernenrunde 2:

Diskussion über AltLite, AltRight, Meme Magic, Trumpismus, Pepe the frog etc., ab diesem Kommentar von Luftpost

Tavernenrunde 3:

Lange Diskussion über die Alt-Rightosphäre, Anglin, Daily Stormer, weev, „White Sharia“, das Feminismusproblem und das Mann-Frau-Verhältnis im weißen Abwehrkampf, ab diesem Kommentar von Luftpost

Tavernenrunde 5:

Der Libertarianismus- und Elitismus-Austausch, ab diesem Kommentar von branfendigaidd

Tavernenrunde 6:

Der „Exo-Juden / Judeo-Aliens“-Austausch, ab diesem Kommentar von mir (als Deep Roots)

Der „Hopium“-Strang, ab diesem Kommentar von Luftpost

Tavernenrunde 7:

Der Abgang von Nuada im Siechkobel und ihr Erscheinen bei uns, sowie die anschließende Diskussion über die Zustände im Siechkobel und über die „rechte“ Szene, „Mount Stupid“ etc., ab diesem Kommentar von pils

Tavernenrunde 8:

Diskussion über die aktuellen Zustände auf PI ab dem Strangeröffnungskommentar von hildesvin unter Beteiligung von Osimandia (ab hier)

Über die mysteriösen Tunnelanlagen („Erdställe“) und sonstigen prähistorischen Hinterlassenschaften aus Stein im Raum Vorau und Klosterneuburg ab diesem Kommentar von mir

Tavernenrunde 9:

Die Strache/Ibiza-Affäre, ab diesem Kommentar von Luftpost.

Über jüdisches Denken, Intersektionalität etc. ab diesem Kommentar von Luftpost.

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

Die Judenpolitik Friedrichs des Großen: Zwischen Eindämmung und Profit, Teil 3

Von Guillaume Durocher, übersetzt von Lucifex. Das Original Frederick the Great’s Jewish Policy: Between Containment and Profit, Part 3 erschien am 19. Mai 2019 auf The Occidental Observer. (Die zitierten Passagen aus Schriften Friedrichs des Großen wurden von mir aus dem vorliegenden englischen Essay rückübersetzt.)

Zuvor erschienen: Teil 1 und Teil 2

Das Politische Testament von 1752 und die Juden: „Die gefährlichste Sekte“

Die beiden politischen Testamente Friedrichs des Großen sind bedeutende Dokumente – systematische Darstellungen der politischen Doktrin, die die Herrscher von Brandenburg-Preußen seit den Tagen des Großen Kurfürsten erstellt hatten (anscheinend inspiriert von Richelieu). Diese erläutern nicht nur viele von Friedrichs allgemeinen Doktrinen, sondern enthalten auch seine längsten und deutlichsten Kommentare über Juden und Rechtfertigungen betreffend seine Judenpolitik. Dies sind daher wesentliche Dokumente für das Verständnis des Denkens des Monarchen.

Im Politischen Testament von 1752 werden die Juden im Wesentlichen als wirtschaftliches Problem präsentiert. Ihre Zahl in Preußen hatte nach Friedrichs Eroberung von Schlesien in den 1740ern, die auch die Grenze des Landes zu Polen verlängert hatte, wo Juden eine bedeutende wirtschaftliche Rolle hatten, beträchtlich zugenommen. Unter der Überschrift „Regeln für Handel und Manufaktur“ schreibt Friedrich über die Notwendigkeit von Industriepolitik, örtlicher Produktion und Zöllen. In diesem Zusammenhang sagt er über die Juden:

Man muß die Juden überwachen und sie daran hindern, in den Großhandel einzusteigen, das Wachstum ihrer Zahl verhindern und ihnen, wenn sie Betrug begehen, das Aufenthaltsrecht nehmen, denn nichts steht dem Handel des Kaufmanns mehr entgegen als der von Juden betriebene illegale Handel.[1]

Friedrich, ein Deist, verachtete im Grunde alle traditionellen religiösen Geschichten und Organisationen. Unter der Überschrift „Über Geistliche und Religionen“ befürwortet er religiöse Toleranz statt Fanatismus, die den bürgerlichen Frieden und Wohlstand für „Katholiken, Lutheraner, Reformisten, Juden und viele andere christliche Sekten“ sichert.[2]

Trotz all dem bemerkt Friedrich, daß die Juden dennoch wegen ihrer Wirtschaftspraktiken „die gefährlichste Sekte“ sind:

Die Juden sind die gefährlichste Sekte, weil sie dem christlichen Handel schaden und für den Staat nutzlos sind. Wir brauchen diese Nation für einigen Handel mit Polen, aber man muß ihre Zahl am Wachsen hindern und sie nicht auf eine bestimmte Zahl von Familien fixieren, sondern eine bestimmte Zahl von Köpfen, und ihren Handel beschränken und sie am Großhandel hindern, sodaß sie nur Einzelhändler sind.[3]

Friedrich war daher nicht aus religiösen Gründen gegen Juden, sondern weil er dachte, daß sie zu Betrug neigen, schädlich für andere Unternehmen und nutzlos für den Staat sind, außer in der Ermöglichung von Handel mit dem unterentwickelten Polen. Friedrich argumentiert dafür, daß Judenpolitik strikt von zweckorientierten wirtschaftlichen Gründen statt von religiösen oder rassischen motiviert sein soll: zu den praktischen Maßnahmen gehörten sowohl die Wirtschaftspolitik (die Juden aus dem Großhandel draußen zu halten) und eine voluntaristische Bevölkerungspolitik, die auf die Begrenzung der jüdischen Zahlen abzielte (Kopfzählung, nicht Familienzählung), aber auch die Zwangsdeportation derjenigen einschloß, die des Betrugs für schuldig befunden wurden.

Das Politische Testament von 1768 und die Juden: Gegen Wucher und Betrug

Friedrichs Politisches Testament von 1768 ist immer noch älter als die erste Teilung Polens, während der die jüdische Bevölkerung Polens mit der Annektierung polnischen Territoriums wachsen sollte. Dennoch widmet auch dieses Testament den Juden bedeutende Aufmerksamkeit, die im Wesentlichen als wirtschaftliches Problem dargestellt werden. Juden werden wieder angeprangert, diesmal nicht nur wegen Betrugs, sondern auch wegen des Wuchers. Daher lobt Friedrich unter der Überschrift „Über die Bank“, wo er sich mit Geldverleih befaßt, „die in den großen Städten niedergelassenen Lombarden, die Geld zu niedrigen Zinsen für die Produktion und andere Werke verleihen, um die Juden daran zu hindern, die Völker durch Wucher zu erdrücken.“[4]

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