Die Bürde des Judelns (2): „Konversion“

Von Tanstaafl, übersetzt von Lucifex. Das Original The Burden of Jewing, Part 2 – „Conversion” erschien am 31. August 2019 auf Age of Treason.

In Teil 1 untersuchten wir den „Messianismus“, in Teil 2 werden wir die „Konversion“ diskutieren.

Wie beim „Messianismus“ bedeutet „Konversion“ für Juden etwas anderes als für Nichtjuden. Außerdem fördern Juden aktiv diesen Unterschied im Verständnis und nutzen ihn zu ihrem Vorteil. Direkt gesagt ist jüdische „Konversion“ eine Form von Identitätsschwindel – ein Schwindel, der wiederholt und allgegenwärtig von Juden kollektiv begangen wurde, gegen Nichtjuden kollektiv, zum kollektiven Nutzen von Juden und auf Kosten von Nichtjuden kollektiv. Cengiz Sismans Buch The Burden of Silence: Sabbatai Sevi and the Evolution of the Ottoman-Turkish Dönmes enthüllt ein prominentes historisches Beispiel für diese Art von Schwindel.

Dieses bestimmte Beispiel zu untersuchen wirft Licht auf das allgemeinere und wiederkehrende Muster. Sismans Buch ist ein Feiern solchen Judelns, daher zeigt er nur unabsichtlich den Unterschied in der Wahrnehmung zwischen Juden und Nichtjuden auf und bezeichnet dessen Ausnützung nie wörtlich als Betrug. Doch es gäbe das Buch nicht, wenn „Konversion“ so funktionieren würde, wie Nichtjuden sie sich vorstellen, wenn sie tatsächlich Juden in Nichtjuden verwandeln würde. Wenn das wahr wäre, dann wären die Nachkommen der sabbatianischen Juden, die sich zu Moslems „konvertierten“, vor langer Zeit ununterscheidbar von anderen Türken geworden, und es gäbe keine Dönmeh, über die man schreiben könnte. Es gäbe keine Krypto-Juden irgendwelcher Art. Im Zuge seiner Erklärung, wie die Dönmeh nicht nur existieren, sondern auch großen Einfluß ausgeübt haben, gibt Sisman den Trick preis, der es möglich machte: Nichtjuden von der Vorstellung zu überzeugen, daß jüdische „Konvertiten“ Überläufer seien, die ihr Judeln aufgegeben haben, während die Juden selbst die „Konversion“ als eine Fortsetzung des Judelns mit anderen Mitteln betrachten.

Sisman bezieht sich auf die „Überlebensfrage“ der Dönmeh und fragt, wie sie noch Jahrhunderte nachdem ihre Vorfahren zum Islam „konvertierten“ weiterhin als eigenes Volk existierten. Er findet die Antwort in ihrer absichtlichen Schaffung

einer parallelen Raum- und Zeitzone, in der sie ihre eigenen Friedhöfe, Gebetshäuser, Zeremonien, Wohltätigkeitsvereine und sogar Gerichte hatten. In dieser Welt blieben Frauen großteils zu Hause, trugen die Kultur und gaben „das Wissen“ an zukünftige Generationen weiter, während die Männer in einer Art „Bindeglied“-Rolle zwischen den parallelen Welten agierten. In ihren Parallelwelten, behaupte ich, formten die Untersekten der Dönmeh sich innerhalb einer post-messianischen und mystischen jüdischen Welt und schufen ihre eigene Version der Kabbala.

. . .

Das fünfte Kapitel rekonstruiert sorgfältig die volle Entwicklung von „Krypto-Gemeinschaften“, die ein „offenes Geheimnis“ waren, im sogenannten dunklen Zeitalter der Dönmeh im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert in Relation zu ähnlichen Phänomenen wie jene, die die Frankisten in Ost- und Mitteleuropa erlebten. Ich behaupte, daß der Zeitraum ein sehr entscheidender Moment für die Dönmeh war, nachdem sie „still“ ihre eigentümlichen theologischen Argumente und sozialen Praktiken entwickelten, die es ihnen ermöglichten, ihre eigene parallele messianische Selbstregierung beizubehalten. Währenddessen hörte die Beziehung zwischen den Dönmeh und Krypto-Sabbatianisten in Europa nie auf.

Die Rationale des Krypto-Judelns so deutlich zu beschreiben, im Sinne von Evolution (im Titel) und Überleben (im Text), ist ein sachliches Eingeständnis von dessen biologischer Natur. Der „Parallelraum“, den die Dönmeh schufen, ist genauso entscheidend für das Judeln allgemein. Der Hauptunterschied zwischen offenem Judeln und Krypto-Judeln ist das Maß der Heimlichtuerei, mit der Juden ihren eigenen „Raum“ konstruieren und erhalten. Auf jeden Fall existiert und überdauert das Judeln nur, weil Juden bewußt einen Unterschied zwischen sich und den Nichtjuden machen, zwischen die sie sich einschleichen und die sie ausnützen. Sismans Erzählung vermittelt korrekt den Eindruck, daß das Krypto-Judeln den Juden genauso wenig „aufgezwungen“ wird wie das Judeln. Es ist nur eine andere Art, wie Juden judeln.

Es gibt mehrere berüchtigte Beispiele dafür, wie Juden kollektiv ihre Taktik auf diese Weise ändern – wobei große Gruppen von Juden „konvertieren“ und doch weiterhin als eine verdeckte Gruppe innerhalb einer großen nichtjüdischen Gruppe operieren und bewußt ihre genetische und memetische Identität bewahren, manchmal jahrhundertelang, bis irgendwann die Bedingungen eine „Rückkonvertierung“ begünstigen. Krypto-Judeln ist natürlich mit Absicht heimlichtuerisch, daher gibt es zweifellos viele weitere Beispiele, die Nichtjuden weniger bekannt sind. Außerhalb der Türkei und besonders außerhalb der islamischen Welt sind die Dönmeh selbst kaum bekannt.

(mehr …)

Die Bürde des Judelns (1): „Messianismus“

Von Tanstaafl, übersetzt von Lucifex. Das Original The Burden of Jewing, Part 1 – „Messianism“ erschien am 23. Juni 2019 auf Age of Treason.

Ich habe The Burden of Silence: Sabbatai Sevi and the Evolution of the Ottoman-Turkish Dönmes, geschrieben von Cengiz Sisman und veröffentlicht 2015, zur Hälfte durchgelesen. Das ist eine gute Stelle, um innezuhalten und meine bisherigen Eindrücke zusammenzufassen. Ich wollte mehr über die heimlichtuerischen Kryptojuden der Türkei, die Dönmeh oder Dönmes, erfahren, und es scheint, daß die frühere, kreischigere Phase ihres „stillen“ Judelns besonderer Aufmerksamkeit wert ist.

Die erste Hälfte des Buches fokussiert sich auf den Ursprung der Dönmeh im Osmanischen Reich circa in den 1660ern. Es ist im Wesentlichen eine Biographie des Rabbi Sabbatai Sevi [Schabbtai Zvi] und skizziert auch die sabbatianistische Bewegung, die fanatische Sekte von Juden, die Sevi inspirierte. Zu der Zeit war das Judeln relativ offen und weitverbreitet, und es war selbst von Nichtjuden relativ gut als Judeln erkannt und dokumentiert. Natürlich war das Ausmaß und die Tiefe dieses Judelns nicht gut bekannt und nicht richtig verstanden, selbst von den meisten zeitgenössischen nichtjüdischen Beobachtern.

Die Geschichte spielt sich am Rande Europas ab und verbleibt am Rand des weißen Denkens, aber die Konsequenzen reichen tief und klingen weiterhin nach. Das Thema ist vielversprechend – ein Enthüllungsbericht über Jahrhunderte des heimlichen Judelns -, aber was der Autor abliefert, ist mehr Würdigung als Enthüllung. Das Buch wird als die „erste Monographie über den Sabbatianismus“ beworben, weil es den ersten Versuch darstellt, zeitgenössische nichtjüdische Quellen mit dem eifersüchtig gehüteten Judennarrativ zu integrieren. Nichtjüdische Quellen werden zitiert, aber hauptsächlich, um jene Aspekte der Geschichte zu stärken, die für Nichtjuden am wenigsten interessant sind – die spekulativen, spitzfindigen Abschweifungen darüber, wer was und wo sagte oder tat, beruhend auf immer noch spärlichen Beweisen.

Dankenswerterweise gibt es nur ein paar Abschnitte, wo Sisman es als gegeben annimmt, daß sein Leser mit irgendeinem Punkt der jüdischen Orthodoxie vertraut ist (oder sich darum schert). Seine Prosa ist klar und nicht mit der Theatralik gespickt, die man üblicherweise in jüdischen Versionen der Historie findet. Und es ist nicht schwierig, in dieser Geschichte über eine obskure Sekte von Juden an einem bestimmten Ort die Umrisse allgemeinerer Muster und die viel breitere Wirkung zu sehen, die das Judeln durch Zeit und Raum gehabt hat. Oberflächlich betrachtet beschreibt Sisman, wie die judigsten Juden die Türken bejudelten. Aber er beschreibt auch, wenn auch manchmal zwischen den Zeilen, allgemeiner das Judeln.

Die Doppelnatur seiner Erzählung beginnt mit dem Titel, The Burden of Silence [„Die Bürde des Schweigens“]. Dieser scheint sich vielleicht nur auf die Dönmeh und ihren Schwindeln zu beziehen, aber er trifft genauso sehr auf Den Stamm als Ganzes zu. Dies ist nur eine von vielen Betrügereien, die ihr tribalistisches Strafgesetz des Schweigens begünstigt hat.

Ein ehrlicherer Titel wäre gewesen: Such a Burden to Trick the Goyim, Time and Again, Without Gloating [„Solch eine Last, die Goyim wieder und wieder hereinzulegen, ohne sich hämisch damit zu brüsten“]. Wie bei jeder Entschuldigung für jüdische Krypsis muß man sich die „Last“ des Juden vorstellen, der „gezwungen“ ist zu lügen und sich zu tarnen. Stellt euch das „Schweigen“ vor, nicht frei als Jude kreischen zu können und über die dreckigen Goyim kreischen zu müssen, während man ihr Mit-Goy posiert. Stellt euch das „Trauma“ vor, die Goyim manipulieren zu müssen, von denen man sich nährt.

(mehr …)

Die Judenpolitik Friedrichs des Großen: Zwischen Eindämmung und Profit, Teil 3

Von Guillaume Durocher, übersetzt von Lucifex. Das Original Frederick the Great’s Jewish Policy: Between Containment and Profit, Part 3 erschien am 19. Mai 2019 auf The Occidental Observer. (Die zitierten Passagen aus Schriften Friedrichs des Großen wurden von mir aus dem vorliegenden englischen Essay rückübersetzt.)

Zuvor erschienen: Teil 1 und Teil 2

Das Politische Testament von 1752 und die Juden: „Die gefährlichste Sekte“

Die beiden politischen Testamente Friedrichs des Großen sind bedeutende Dokumente – systematische Darstellungen der politischen Doktrin, die die Herrscher von Brandenburg-Preußen seit den Tagen des Großen Kurfürsten erstellt hatten (anscheinend inspiriert von Richelieu). Diese erläutern nicht nur viele von Friedrichs allgemeinen Doktrinen, sondern enthalten auch seine längsten und deutlichsten Kommentare über Juden und Rechtfertigungen betreffend seine Judenpolitik. Dies sind daher wesentliche Dokumente für das Verständnis des Denkens des Monarchen.

Im Politischen Testament von 1752 werden die Juden im Wesentlichen als wirtschaftliches Problem präsentiert. Ihre Zahl in Preußen hatte nach Friedrichs Eroberung von Schlesien in den 1740ern, die auch die Grenze des Landes zu Polen verlängert hatte, wo Juden eine bedeutende wirtschaftliche Rolle hatten, beträchtlich zugenommen. Unter der Überschrift „Regeln für Handel und Manufaktur“ schreibt Friedrich über die Notwendigkeit von Industriepolitik, örtlicher Produktion und Zöllen. In diesem Zusammenhang sagt er über die Juden:

Man muß die Juden überwachen und sie daran hindern, in den Großhandel einzusteigen, das Wachstum ihrer Zahl verhindern und ihnen, wenn sie Betrug begehen, das Aufenthaltsrecht nehmen, denn nichts steht dem Handel des Kaufmanns mehr entgegen als der von Juden betriebene illegale Handel.[1]

Friedrich, ein Deist, verachtete im Grunde alle traditionellen religiösen Geschichten und Organisationen. Unter der Überschrift „Über Geistliche und Religionen“ befürwortet er religiöse Toleranz statt Fanatismus, die den bürgerlichen Frieden und Wohlstand für „Katholiken, Lutheraner, Reformisten, Juden und viele andere christliche Sekten“ sichert.[2]

Trotz all dem bemerkt Friedrich, daß die Juden dennoch wegen ihrer Wirtschaftspraktiken „die gefährlichste Sekte“ sind:

Die Juden sind die gefährlichste Sekte, weil sie dem christlichen Handel schaden und für den Staat nutzlos sind. Wir brauchen diese Nation für einigen Handel mit Polen, aber man muß ihre Zahl am Wachsen hindern und sie nicht auf eine bestimmte Zahl von Familien fixieren, sondern eine bestimmte Zahl von Köpfen, und ihren Handel beschränken und sie am Großhandel hindern, sodaß sie nur Einzelhändler sind.[3]

Friedrich war daher nicht aus religiösen Gründen gegen Juden, sondern weil er dachte, daß sie zu Betrug neigen, schädlich für andere Unternehmen und nutzlos für den Staat sind, außer in der Ermöglichung von Handel mit dem unterentwickelten Polen. Friedrich argumentiert dafür, daß Judenpolitik strikt von zweckorientierten wirtschaftlichen Gründen statt von religiösen oder rassischen motiviert sein soll: zu den praktischen Maßnahmen gehörten sowohl die Wirtschaftspolitik (die Juden aus dem Großhandel draußen zu halten) und eine voluntaristische Bevölkerungspolitik, die auf die Begrenzung der jüdischen Zahlen abzielte (Kopfzählung, nicht Familienzählung), aber auch die Zwangsdeportation derjenigen einschloß, die des Betrugs für schuldig befunden wurden.

Das Politische Testament von 1768 und die Juden: Gegen Wucher und Betrug

Friedrichs Politisches Testament von 1768 ist immer noch älter als die erste Teilung Polens, während der die jüdische Bevölkerung Polens mit der Annektierung polnischen Territoriums wachsen sollte. Dennoch widmet auch dieses Testament den Juden bedeutende Aufmerksamkeit, die im Wesentlichen als wirtschaftliches Problem dargestellt werden. Juden werden wieder angeprangert, diesmal nicht nur wegen Betrugs, sondern auch wegen des Wuchers. Daher lobt Friedrich unter der Überschrift „Über die Bank“, wo er sich mit Geldverleih befaßt, „die in den großen Städten niedergelassenen Lombarden, die Geld zu niedrigen Zinsen für die Produktion und andere Werke verleihen, um die Juden daran zu hindern, die Völker durch Wucher zu erdrücken.“[4]

(mehr …)

Die Judenpolitik Friedrichs des Großen: Zwischen Eindämmung und Profit, Teil 2

Voltaire am Hof von Friedrich dem Großen.

Von Guillaume Durocher, übersetzt von Lucifex. Das Original Frederick the Great’s Jewish Policy: Between Containment and Profit, Part 2 erschien am 18. Mai 2019 auf The Occidental Observer. (Die zitierten Passagen aus Schriften Friedrichs des Großen wurden von mir aus dem vorliegenden englischen Essay rückübersetzt.)

Zuvor erschienen: Teil 1

Friedrich, Voltaire und die Juden

Friedrich der Große und der berühmte französische Philosoph Voltaire hatten eine der berühmtesten Beziehungen zwischen einem Fürsten und einem Intellektuellen der Aufklärung. In der Tat ruht darauf einiges von Friedrichs Anspruch darauf, ein „aufgeklärter Despot“ zu sein. Voltaire selbst war ein lautstarker Kritiker der jüdischen Religion und der Juden als Volk. Er schrieb in seinem Philosophischen Wörterbuch: „Mit Bedauern spreche ich über die Juden; diese Nation ist in vieler Hinsicht die abscheulichste, die jemals die Erde besudelt hat.“ Voltaires Briefe an Friedrich enthalten zahlreiche kritische Bemerkungen über Juden. Zum Beispiel sagte er als Reaktion darauf, daß Katharina II. von Rußland einen Juden nach Ägypten schickte, um die Situation in dem Land zu untersuchen: „Die Juden haben Ägypten immer geliebt, was auch immer ihre unverschämte Geschichte [der Exodus] sagt.“[1] Voltaire scheint viel entschiedener antisemitisch gewesen zu sein als Friedrich.

Friedrich und Voltaire entzweiten sich aus verschiedenen Gründen, wobei einer der bedeutendsten die Verstimmung wegen krummer Finanzgeschäfte zwischen Voltaire und einem Juden, Abraham Hirschel, war. Laut Voltaires Biographen Wayne Andrews:

Am 23. November 1750 wandte [Voltaire] sich an Abraham Hirschel, einen Juden, der für sein Talent bekannt war, Geld mit verbotenen Transaktionen zu machen, und ersuchte ihn, für sein Konto in Dresden eine bestimmte Menge sächsischer Anleihen zu kaufen. Diese verkauften sich damals um fünfunddreißig Prozent unter dem Nennwert, konnten aber gemäß einem preußisch-sächsischen Vertrag von Preußen zum Nennwert eingelöst werden. Dies war solch eine leichte Einladung, die sächsische Staatskasse anzugreifen, daß Friedrich am 8. Mai 1748 einwilligte, daß die Anleihen nicht länger importiert werden durften. Trotzdem machte Voltaire damit weiter. Er bot einen Wechsel auf Paris für vierzigtausend Francs und eine Tratte auf einen Berliner Juden für viertausend Schilling und machte Hirschel zu seinem Agenten. Als Agent übergab Hirschel bestimmte Diamanten als Sicherheit. Aber dann hielt Voltaire es für angebracht, den Wechsel zu stornieren, den Hirschel kassiert hatte, und ein hässlicher Streit folgte, bei dem Hirschel die Rückgabe seiner Diamanten forderte. Voltaire verlor die Beherrschung und riß einen Ring von Hirschels Finger, und die Affäre mußte vor Gericht behandelt werden. […]

Friedrich war nicht erfreut, und die Würde, mit der er sich bei dieser Gelegenheit benahm, war wenigstens einmal königlich. Er ließ Voltaire nicht in seine Nähe, bis der Fall geregelt war. Er wußte, daß Voltaire log, als er behauptete, er hätte Hirschel nach Dresden geschickt, um Pelze und Diamanten gekauft, und sei wegen seiner Ausdrucksweise verärgert gewesen.[2]

Friedrich beschrieb die Affäre lakonisch so: „[betreffend] Voltaires Prozeß gegen den Juden: es ist ein Fall, wo ein Halunke einen Gauner hereinzulegen versuchte.“[3] Dieser Skandal um einen jüdischen Finanzspekulanten und einen habgierigen Franzosen trug zu der Kürze von Voltaires Aufenthalt in Berlin bei.

Hausierer, Spione und Kuriere: Juden in Friedrichs Kriegen

Juden werden in Friedrichs Korrespondenz vielleicht am häufigsten im Zusammenhang mit den zahlreichen Kriegen erwähnt, die er führte. Sie erscheinen auf zahlreichen Schauplätzen als Freund, Feind oder Hintergrundelement, aber immer als etwas eher Widerwärtiges: als währungsmanipulierende Finanziers, als Kaufleute in Kriegszeiten, als von beiden Seiten benutzte Spione und als die unerwünschten Einwohner eroberter Territorien.

(mehr …)

Die Judenpolitik Friedrichs des Großen: Zwischen Eindämmung und Profit, Teil 1

Von Guillaume Durocher, übersetzt von Lucifex. Das Original Frederick the Great’s Jewish Policy: Between Containment and Profit, Part 1 erschien am 17. Mai 2019 auf The Occidental Observer. (Die zitierten Passagen aus Schriften Friedrichs des Großen wurden von mir aus dem vorliegenden englischen Essay rückübersetzt.)

Friedrich II. von Preußen, bekannt als „der Große“, ist eine der gefeierten Gestalten der westlichen Geschichte. Einerseits war er ein fähiger Staatsmann und Militärführer, der durch Geschick und verbissene Entschlossenheit in Kriegen mit weit größeren Staaten die Größe seines verwundbaren und relativ armen norddeutschen Reiches verdoppelte und Preußen in eine von Europas Großmächten verwandelte. Aber Friedrich war auch ein in der Geschichte beinahe einzigartiges Beispiel eines Staatsmannes, der auch ein echter Intellektueller war, der beispielhafte „aufgeklärte Despot“, der vernünftige Reformen unternahm und mit den großen Geistern seiner Zeit Konversation führen konnte.

Friedrichs politische Werke sind eine klassische Darlegung autokratischer guter Regierungsführung.[1] Während die republikanische Tradition in gewissem Sinne charakteristisch und fast einzigartig westlich ist, sollten wir nicht vergessen, daß wir während des Großteils unserer Geschichte von Monarchen regiert wurden. Römische Kaiser und mittelalterliche und frühneuzeitliche Könige hatten sicherlich bei genauso vielen unserer großen Leistungen die Leitung wie die hellenischen Stadtstaaten oder die modernen Republiken.

In diesem Artikel möchte ich einen wenig bekannten Aspekt der Regierung von Friedrich dem Großen beschreiben: die Judenpolitik. Friedrich hatte einigermaßen widersprüchliche politische Strategien von seinen Vorvätern geerbt: auf der einen Seite das Wachstum der jüdischen Bevölkerung zu verhindern (besonders durch Beschränkung des Aufenthaltsrechts), denn Juden wurden als in illegalen Handel verwickelt betrachtet und würden Christen aus dem Geschäft drängen, und auf der anderen Seite die Ausnützung der jüdischen Geschäftstüchtigkeit, ob durch deren Besteuerung, durch die Erlangung von Krediten von ihnen oder durch Nutzung ihrer Fähigkeiten für komplexe und manchmal zweifelhafte Geldtransaktionen.

Friedrichs Haltung zu diesem Erbe ist von Interesse, weil er als Monarch der Aufklärung keine religiös motivierte Feindseligkeit gegen die Juden hegte und auch nicht von den antisemitischen Rassentheorien beeinflußt war, die im neunzehnten Jahrhundert populär werden sollten. Stattdessen wurde die Politik des preußischen Königs von seiner klassischen Bildung bestimmt, die seine allgemeine Sichtweise, seinen politischen Pragmatismus und seine tatsächliche persönliche Erfahrung mit Juden prägte.

Friedrich behielt im Wesentlichen die Herangehensweise seiner Vorgänger bei und rechtfertigte eine nüchterne Bevölkerungspolitik, die das jüdische Wachstum begrenzte, mit der Notwendigkeit, das wirtschaftliche Gleichgewicht, die Moral und das Wohlergehen von Preußen als Ganzem zu schützen. Darin scheint Friedrichs Ansatz an die muskulös kommunitaristische Bevölkerungspolitik von Plato und Aristoteles zu erinnern, zweier Philosophen, die er sorgfältig studiert hatte. Wie wir sehen werden, war Friedrich, während er die Politik seiner Vorgänger beibehielt und verstärkte, nicht in der Lage, deren widersprüchlichen Charakter zu überwinden, was den Weg führ ihren Abbau unter seinen Nachfolgern bereitete.

Das politische Erbe: Die Judenpolitik in Preußen vor Friedrich II.

Wie anderswo in Europa war es eine umstrittene Frage in der Geschichte von Brandenburg-Preußen, ob die Ansiedlung von Juden überhaupt erlaubt werden sollte. Im Jahr 1309 hatte der Deutschritterorden, ein Staat von Kriegermönchen, der Ostpreußen erobert und die einheimischen Heiden gewaltsam zum Christentum bekehrt hatte, Juden verboten, sein Territorium zu betreten. Dennoch wurde angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung jüdischer Kaufleute in Polen Juden erlaubt, vorübergehend zu Geschäftszwecken einzureisen.

(mehr …)

Die Juden des Bilad al-Sudan

Das Songhai-Reich, ca. 1500

Übersetzt von Lucifex. Das Original ist der Wikipedia-Artikel Jews of Bilad el-Sudan.

Juden des Bilad al-Sudan (judeo-arabisch: אַהַל יַהוּדּ בִּלַדּ אַל סוּדָּן) bezeichnet westafrikanisch-jüdische Gemeinden, die mit bekannten jüdischen Gemeinden aus dem Nahen Osten, Nordafrika, Spanien und Portugal verbunden waren. Verschiedene historische Aufzeichungen bezeugen ihre einstige Anwesenheit in den Reichen Ghana, Mali und Songhai, die damals arabisch Bilad as-Sudan genannt wurden, was Land der Schwarzen bedeutet. Juden aus Spanien, Portugal und Marokko bildeten in späteren Jahren auch Gemeinden vor der Küste von Senegal und auf den Kapverdischen Inseln. Diese Gemeinden existierten über Hunderte von Jahren, sind aber seither aufgrund veränderter gesellschaftlicher Verhältnisse, Verfolgung, Migration und Assimilierung verschwunden.

Frühgeschichte

Laut den meisten Berichten waren die frühesten jüdischen Siedlungen in Afrika an Orten wie Ägypten, Tunesien und Marokko. Juden hatten entlang des oberen Nils bei Elephantine in Ägypten gesiedelt. Diese Gemeinden wurden durch die nachfolgende Ankunft von Juden nach der Zerstörung des Zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 70 n. Chr. verstärkt, als 30.000 jüdische Sklaven vom römischen Kaiser Titus in ganz Karthago angesiedelt wurden.

Afrika wird in verschiedenen jüdischen Quellen in Verbindung mit Taris und Ophir identifiziert. Die Septuaginta und Hieronymus, der von Juden gelehrt wurde, und sehr oft das aramäische Targum über die Propheten, identifizieren das biblische Tarsis mit Karthago, das der Geburtsort einer Anzahl von Rabbis war, die im Talmud erwähnt werden. Afrika im breiteren Sinne ist eindeutig gemeint, wenn erwähnt wird, daß die Zehn Stämme von den Assyrern ins Exil getrieben wurden und nach Afrika gereist waren. Verbunden damit ist die Vorstellung, daß der Fluß Sambation in Afrika liegt. Die Araber, die die Legende der Beni Musa („Söhne des Moses“) ebenfalls kennen, stimmen den Juden darin zu, daß sie ihr Land in Afrika verorten.

Schon in römischer Zeit hatten marokkanische Juden begonnen, ins Inland zu reisen, um mit Berbergruppen zu handeln, von denen die meisten Nomaden waren, die in fernen Gegenden des Atlasgebirges wohnten. Juden lebten Seite an Seite mit Berbern und schlossen sowohl wirtschaftliche als auch kulturelle Bande; manche Berber begannen sogar den Judaismus zu praktizieren. Als Reaktion darauf wandelte die Spiritualität der Berber das jüdische Ritual um und überzog es mit einem Glauben an die Macht von Dämonen und Heiligen. Als die Moslems durch den Norden Afrikas fegten, widersetzten sich ihnen Juden und Berber gemeinsam. Quer durch das Atlasgebirge führte die legendäre Königin Kahina einen Stamm von Berbern des 7. Jahrhunderts, Juden und andere nordafrikanische Volksgruppen im Kampf gegen vordringende islamische Krieger an.

(mehr …)