Juden und Türken

Von Hervé Ryssen. Das französische Original Juifs et Turcs erschien im September 2007 in Rivarol und findet sich auf Ryssens mittlerweile als Archiv verwendeten Netzseite herveryssen.over-blog.com. Übersetzung durch Sternbald (erstmalig am 29. Januar 2012 auf „As der Schwerter“ sowie am 31. Mai 2012 im „Archiv des Verbotenen Wissens“ veröffentlicht).

 

Juden und Türken gegen Christen

In André Harris’ und Alain de Sédouys Buch Juifs et Français (Grasset, 1979) finden wir interessante Zeugenaussagen über die von den Türken an der griechischen Bevölkerung nach dem Ersten Weltkrieg begangenen Grausamkeiten. Hier ist, was ein gewisser Maurice Denailles, ein Händler aus Sentier [ein Viertel in Paris, das für seinen (Schwarzmarkt-) Textilhandel bekannt ist] den beiden Journalisten berichtet. Er ist ein 1912 geborener Jude aus der Türkei, der 1924 nach Frankreich auswanderte. Folgende Erinnerungen beziehen sich auf die Machtübernahme Mustafa Kemals: „Meine ersten Erinnerungen sind furchtbar. Das war bereits ein Genozid. Ich war Augenzeuge des Massakers an den Griechen in Smyrna, wo ich gesehen habe, wie ganze Stadtviertel brannten. Ich habe Türken mit Ketten aus Brustwarzen durch die Straßen ziehen sehen. Ich habe griechische Priester gesehen, die der Reihe nach gezwungen wurden, durch Glasscherben zu laufen, welche von der Menge hingeworfen worden waren.“

Maurice Denailles freut sich, dass die Juden damals vom türkischen Furor nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden: „Glücklicherweise hatte Kemal eine halbjüdische Mutter, was uns damals gerettet hat“ (S. 94).

Kirchen zerstören

Seit langem setzten die Juden große Hoffnungen in die Türken. Als 1453 Konstantinopel von den Osmanen erobert wurde, freuten sie sich über die Niederlage der Christen. In seinem Buch Rendez-vous avec l’islam (Grasset, 2005) bestätigt Alexandre Adler, dass die Juden damals die türkische Invasion genauso unterstützten wie einige Jahrhunderte zuvor die arabische in Spanien: „Überall, wo sie vordringen, werden die Türken von den Juden als Befreier empfangen“ (S. 168).

Folgendes schreibt der namhafte jüdische Historiker Léon Poliakov: „Ein Teil der Marranen sah den Sieg der „Ismaeliten“, welcher großen Eindruck in ganz Europa machte, als ein Vorzeichen des baldigen Falles „Edoms“ [der Christenheit] und der unmittelbar bevorstehenden Befreiung Israels.“

Die Juden erwarteten damals sehnlichst die Ankunft ihres Messias: „Eine Gruppe Marranen aus Valencia entschloss sich, in die Türkei auszuwandern, weil sie sicher waren, dass der Messias auf einem Berg nahe des Bosporus erscheinen würde: „Die mit Blindheit geschlagenen Goyims sehen nicht, dass Gott sie nach ihrer Unterwerfung zu unseren Untergebenen machen wird“, sagte eine Anhängerin der Gruppe. „Unser Gott hat uns versprochen, dass wir in die Türkei gehen werden; wir haben vernommen, dass der Antichrist kommen wird; man sagt, dass der Türke die christlichen Kirchen zerstören und sie in Viehställe umwandeln wird und dass er den Juden und ihren Synagogen Ehrerbietung entgegenbringen wird“ (Histoire de l’antisémitisme, Band I, Point Seuil, 1981, S. 155).

Das Bündnis gegen die Christen

Es ist bekannt, dass viele Juden nach ihrer Vertreibung aus Spanien und den spanischen Besitzungen im Jahr 1492 im Osmanischen Reich Zuflucht fanden. Unter ihnen befand sich der berühmte Joseph Nassi, welcher der Erbe der äußerst wohlhabenden Familie Mendès war. Dieser gewann die Gunst des Sultans Suleiman. Poliakov schreibt über ihn: „Dank eines internationalen marranischen Netzwerks war er während etwa 15 Jahren der Mann mit dem größten Einfluss auf die Zirkel der Macht in Europa, und sein Wissen, verdoppelt durch seine Geschenke, ermöglichte ihm, ganz allein eine „pressure group“ zu bilden, die osmanische Außenpolitik zu beeinflussen und sogar über Krieg und Frieden zu entscheiden“ (S. 211).

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Die Irakkrise

Das englische Original von Greg Johnson ist unter dem Titel The Iraq Crisis am 19. Juni 2014 auf Counter Currents Publishing erschienen. Übersetzt von Osimandia.

Für weiße Nationalisten bestätigt das sich entwickelnde Debakel im Irak ganz sicher das alte deutsche Sprichwort: “Schadenfreude ist die schönste Freude.” Denn wir hatten mit so ziemlich allem recht, und wir haben ihnen das auch gesagt.

Saddams Irak war keine Bedrohung für die USA. Unter Saddam existierte Al Kaida im Irak nicht. Heute kontrolliert ein Al Kaida-Ableger ein Drittel des Landes. Der US-Krieg gegen den Irak wurde auf Lügen aufgebaut, die von Juden und ihren Werkzeugen zusammengebraut und verbreitet worden waren, um die USA trickreich dazu zu bringen, mehr als zwei Milliarden Dollar auszugeben und zahllose Menschenleben zu opfern, um einen von Israels Feinden zu zerstören.

Die Idee, den Irak zu demokratisieren war närrisch, weil die Irakis keine Nation sind, sondern nichts weiter als ein Flickenteppich aus Stämmen, die entlang religiöser (Sunniten, Schiiten, Christen) und ethnischer (Kurden, Araber, Turkmenen) Linien gespalten sind. Eine solche Gesellschaft kann nur von einem Diktator zusammengehalten werden, und aufgrund der von wenig gegenseitigem Vertrauen geprägten Kultur der Vetternwirtschaft im Irak führt eine solche Diktatur unweigerlich zu imperialistischer Herrschaft durch den Stamm und die religiöse Gruppe des Diktators über den Rest des Landes. Das traf auf Saddam Husseins Regime zu, und das trifft auch auf das „demokratische“ Regime des schiitischen Chauvinisten Nouri al-Maliki zu.

Der Irak ist ein Paradebeispiel für das Scheitern ethnischer und religiöser Vielfalt innerhalb eines Staates. Alle multikulturalistischen, pazifistischen, kosmopolitischen und imperialistischen Eine-Welt-Bestrebungen führen zu Hass und Blutvergießen. Somit ist die einzige realistische Grundlage für Frieden und Menschheitsverbrüderung – in dem begrenzten Ausmaß, in dem das überhaupt möglich ist – Ethnonationalismus: Die Schaffung homogener Gesellschaften für alle Völker entlang ethnischer, kultureller und (da der Islam von Haus aus eine politische Religion ist) religiöser Linien.

Somit ist die beste Lösung für den Irak die Teilung: Die Kurden haben das Recht auf einen eigenen Staat im Norden, und die arabischen Gebiete müssen nach Sunniten und Schiiten getrennt werden. (Die anderen ethnischen und religiösen Gruppen sind zu klein, um auf irgendetwas anderes als Toleranz hoffen zu können). Diese Teilung hätte in geordneter, friedlicher und humaner Weise durchgeführt werden können, wenn die Welt von ethnonationalistischen Prinzipien beherrscht würde. Aber diese Welt wird von bösartigen und närrischen Menschen beherrscht, und daher wird die Teilung mittels Chaos, Krieg und unaussprechlicher Grausamkeit erlangt werden. Aber die Teilung wird kommen. (Wenn die Schlacht schiitische Gebiete erreicht, wird ISIS wahrscheinlich zum Stillstand kommen und die schiitische Armee wird sich wieder sammeln.)

Natürlich kapieren die Narren in Washington das nicht. Hillary Clinton zum Beispiel, die den Anschein erweckt, sie würde für die Präsidentschaft im Irak kandidieren, erklärte frömmlerisch, dass Maliki und die schiitische Mehrheitsgesellschaft bemüht sein sollten, Minderheiten mehr miteinzubeziehen. Denn alle weißen Amerikaner wissen, dass einseitige Gesten guten Willens gegenüber aufgebrachten Minderheiten der Schlüssel zur Erschaffung der perfekten Gesellschaft sind. (mehr …)

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

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Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers und die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library (ISBN 0-7596-7222-9). Ich erhebe keinen Anspruch auf eine wie auch immer geartete Vergütung für die Verwendung dieser Übersetzung durch den Verfasser, Professor Kevin MacDonald, für eine Veröffentlichung in Buchform oder in irgendeiner sonstigen Weise.

(I will not claim any reward whatsoever from the author, Professor Kevin MacDonald, should he publish this translation in printed or any other form)

Zuvor veröffentlicht: Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

The Culture of Critique (im folgenden CofC genannt) wurde ursprünglich 1998 von Praeger Publishers veröffentlicht, einer Verlagsmarke von Greenwood Publishing Group, Inc. Die These des Buches ist in der Tat schwierig – schwierig nicht nur, weil sie schwierig zu beweisen ist, sondern auch weil sie viele fundamentale Annahmen über unsere zeitgenössische intellektuelle und politische Existenz in Frage stellt.

CofC beschreibt, wie jüdische Intellektuelle während des 20. Jahrhunderts eine Anzahl wichtiger intellektueller und politischer Bewegungen in Gang setzten und förderten. Ich behaupte, daß diese Bewegungen Versuche sind, die westlichen Gesellschaften in einer Weise zu verändern, die den Antisemitismus neutralisiert oder ihm ein Ende setzt und die Aussichten für den Fortbestand der Juden als Gruppe, entweder in offener oder halb-kryptischer Weise, verbessert. Mehrere dieser jüdischen Bewegungen (z. B. die Verschiebung bei der Einwanderungspolitik zugunsten nichteuropäischer Völker) haben versucht, die Macht ihrer vermeintlichen Konkurrenten zu schwächen – der europäischen Völker, die am Anfang des 20. Jahrhunderts eine dominante Position nicht nur in ihren traditionellen Heimatländern in Europa, sondern auch in den Vereinigten Staaten, Kanada und Australien eingenommen hatten. Auf theoretischer Ebene werden diese Bewegungen als das Ergebnis von Interessenkonflikten zwischen Juden und Nichtjuden bei der Interpretation der Kultur und in verschiedenen Fragen der öffentlichen Politik betrachtet. Letztendlich werden diese Bewegungen als Ausdruck einer gruppenevolutionären Strategie der Juden in ihrem Konkurrenzkampf mit Nichtjuden um gesellschaftliche, politische und kulturelle Dominanz betrachtet.

Ich versuche hier, einige typische Kritiken zu beantworten, die gegen CofC vorgebracht worden sind. (Siehe auch meine Webseite: www.csulb.edu/~kmacd). Ich behandle auch Fragen, die von mehreren Büchern aufgeworfen wurden, die seit der Veröffentlichung von CofC erschienen sind.

Es hat Beschwerden gegeben, daß ich das Judentum in monolithischer Weise betrachte. Dies ist definitiv nicht der Fall. Vielmehr ist meine Methodologie bei jeder Bewegung, die ich behandle, folgende gewesen:

1) Einflußreiche, von Juden dominierte Bewegungen zu finden, ohne Implikation, daß alle oder die meisten Juden an diesen Bewegungen beteiligt sind, und ohne Einschränkung der Art dieser Bewegungen. Zum Beispiel streife ich den jüdischen Neokonservatismus, der in mancher Weise eine Abweichung von den anderen Bewegungen ist, die ich bespreche. Im Allgemeinen waren an den meisten dieser Bewegungen relativ wenige Juden beteiligt, und eine erhebliche Zahl von Juden hat nichts von deren Existenz gewußt. Sogar der jüdische Linksradikalismus – sicherlich die verbreitetste und einflußreichste jüdische Subkultur des 20. Jahrhunderts – ist vielleicht die meiste Zeit eine Minderheitsbewegung innerhalb der jüdischen Gemeinschaften in den Vereinigten Staaten und anderen westlichen Gesellschaften gewesen. Infolgedessen kritisiere ich, wenn ich diese Bewegungen kritisiere, nicht notwendigerweise die meisten Juden. Trotzdem waren diese Bewegungen einflußreich, und sie waren jüdisch motiviert.

2) Zu bestimmen, ob die jüdischen Teilnehmer an jenen Bewegungen sich als Juden identifizierten UND ihre Mitwirkung an der Bewegung für eine Förderung jüdischer Interessen hielten. Die Mitwirkung mag unbewußt oder mit Selbsttäuschung verbunden gewesen sein, aber meistens war es recht leicht und unkompliziert, Beweise für diese Thesen zu finden. Wo ich dachte, daß Selbsttäuschung eine Rolle spielte (wie im Fall vieler jüdischer Radikaler), lieferte ich Beweise, daß sie sich in Wirklichkeit als Juden identifizierten und daß sie trotz eines gegenteiligen oberflächlichen Anscheins sehr um jüdische Belange besorgt waren. (Siehe auch Kapitel 1 von CofC.)

3) Zu versuchen, den Einfluß dieser Bewegungen auf die nichtjüdische Gesellschaft zu ermessen. Bedenken Sie, daß der Einfluß einer von Juden dominierten intellektuellen oder politischen Bewegung unabhängig vom Prozentanteil der jüdischen Gemeinschaft ist, der an der Bewegung beteiligt ist oder diese unterstützt.

4) Zu zeigen versuchen, wie Nichtjuden auf diese Bewegungen reagierten – waren sie zum Beispiel eine Quelle des Antisemitismus?

Mehrere der Bewegungen, die ich behandle, sind in den Sozialwissenschaften sehr einflußreich gewesen. Ich behaupte jedoch nicht, daß es keine Juden gibt, die gute Sozialwissenschaft betreiben, und tatsächlich liefere ich eine Liste prominenter jüdischer Sozialwissenschaftler, auf die meiner Meinung nach nicht die oben unter 2) umrissenen Punkte zutreffen (siehe Kapitel 2 von CofC). Falls es Beweise gegeben hätte, daß diese Sozialwissenschaftler sich als Juden identifizierten und bei ihrer sozialwissenschaftlichen Tätigkeit eine jüdische Agenda hatten (was bei den meisten der Aufgelisteten definitiv nicht der Fall war, aber möglicherweise im Fall von Richard Herrnstein zutraf – siehe unten), dann wären sie Kandidaten für die Aufnahme in dieses Buch gewesen. Die Leute, die ich als zu evolutionären/biologischen Perspektiven beitragend anführe, sind tatsächlich ethnische Juden, aber bei den meisten habe ich keine Ahnung, ob sie sich entweder als Juden identifizieren oder bei ihren Forschungsarbeiten eine jüdische Agenda haben, einfach weil in ihrer Arbeit oder anderswo keine Beweise dafür zu finden sind. Falls es Beweise dafür gibt, daß ein prominenter Evolutionsbiologe sich als Jude identifiziert und seine Arbeit in der Soziobiologie oder Evolutionspsychologie als Förderung jüdischer Agenden betrachtet, dann sollte er oder sie als Beispiel für das untersuchte Phänomen in CofC enthalten sein statt einfach als Wissenschaftler, der auf dem Gebiet der Evolutionswissenschaften arbeitet.

Interessanterweise schreibt Alan Ryan (1994, S. 11) im Fall von einem derer, die ich erwähne, Richard J. Herrnstein: „Herrnstein wünscht sich im Grunde die Welt, in der kluge Judenkinder oder deren Äquivalent es schaffen, aus ihrem bescheidenen Hintergrund herauszukommen und schließlich Goldman Sachs oder die physikalische Fakultät von Harvard leiten.“ Dies ist eine Haltung, die, wie ich annehme, für den Neokonservatismus typisch ist, eine jüdische Bewegung, die ich an mehreren Stellen behandle, und es ist etwas von der Art, das, falls es stimmt, nahelegen würde, daß Herrnstein die in The Bell Curve behandelten Themen wirklich jüdische Interessen in einer Weise berührend sah, wie es sein Mit-Autor Charles Murray nicht sah. (Ryan stellt die Weltsichten von Murray und Herrnstein einander gegenüber: „Murray wünscht sich den Mittelwesten, in dem er aufwuchs – eine Welt, in der es den örtlichen Mechaniker keine zwei Cents kümmerte, ob er klüger war als der örtliche Mathelehrer oder nicht.“) In ähnlicher Weise erfüllt die theoretische Physik des 20. Jahrhunderts nicht die Kriterien einer jüdischen intellektuellen Bewegung, eben weil es gute Wissenschaft war und es keine Anzeichen dafür gibt, daß Ethnisches an ihrer Schaffung beteiligt war: Die Identifikation als Jude und das Verfolgen jüdischer Interessen waren nicht wichtig für den Inhalt der Theorien oder für das Verhalten der intellektuellen Bewegung. Und doch sind Juden in den Reihen der theoretischen Physiker stark überrepräsentiert gewesen.

Diese Schlußfolgerung bleibt zutreffend, obwohl Einstein, die Führungsgestalt unter den jüdischen Physikern, ein stark motivierter Zionist war (Fölsing 1997, S. 494 – 505), Assimilation als verachtenswerte Form von „Mimikry“ ablehnte (S. 490), es vorzog, sich unter andere Juden zu mischen, die er als seine „Stammesgefährten“ bezeichnete (S. 489), die für so viele Juden während der 1920er und 1930er typische unkritische Unterstützung des bolschewistischen Regimes in Rußland begrüßte, einschließlich beharrlicher Rechtfertigung der Moskauer Schauprozesse in den 1930ern (S. 644 – 645), und von einem hochgesinnten Pazifismus während des Ersten Weltkrieges, als jüdische Interessen nicht auf dem Spiel standen, zur Befürwortung des Baus von Atombomben wechselte, um Hitler zu besiegen. Von seinem Teenageralter an hatte er eine Abneigung gegen die Deutschen, und in seinem späteren Leben kritisierte er jüdische Kollegen, die zum Christentum übertraten und sich wie Preußen benahmen. Er hatte eine besondere Abneigung gegen Preußen, die die ethnische Elitegruppe in Deutschland waren. Im Alter von 73 auf sein Leben zurückblickend, brachte Einstein seine Volkszugehörigkeit unmißverständlich zum Ausdruck: „Meine Beziehung zum Judentum ist zu meiner stärksten menschlichen Bindung geworden, sobald ich völlige Klarheit über unsere prekäre Position unter den Nationen erlangt hatte“ (in Fölsing 1997, S. 488). Laut Fölsing hatte Einstein diese Klarheit schon in frühen Jahren entwickelt, gestand sie sich aber erst viel später ein, eine Form des Selbstbetrugs: „Als junger Mann mit bourgeois-liberalen Ansichten und einem Glauben an die Aufklärung hatte er sich geweigert, sich seine jüdische Identität einzugestehen“ (in Fölsing 1997, S. 488).

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Die Herabkunft des Islam

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Von Dr. Revilo Pendleton Oliver, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Descent of Islam wurde im November 1981 verfaßt und erschien am 9. September 2010 auf dem von Kevin Alfred Strom eingerichteten Blog Revilo P. Oliver – The Life and Works of a great American Thinker. (Zuvor von Kevin Alfred Strom im Magazin National Vanguard, Januar-Februar 2003 veröffentlicht, erste Online-Veröffentlichung auf NationalVanguard.org)

 

WIE DAS CHRISTENTUM, IST DER ISLAM im Grunde ein jüdischer Kult für Goyim. Der Koran leitet sich jedoch nicht vom Babylonischen Talmud ab. Der Großteil des Korans (Qur’án, “die Verkündigungen” [d.h. Gottes an Mohammed]) wurde wahrscheinlich von Mohammed nach seiner Hidschra verfaßt, die im Jahr 622 stattfand. Der Babylonische Talmud wurde wahrscheinlich erstmals im sechsten Jahrhundert gesammelt, und vieles von diesem Kothaufen ist viel späteren Datums, wenn auch natürlich mit gefälschtem Anspruch großen Alters. Er entsprang natürlich der eitrigen Mentalität der Juden, und während es höchst unwahrscheinlich ist, daß irgendein Teil des Talmud als solcher den Juden in Arabien bekannt gewesen sein konnte, die Mohammed beeinflußten, hatten sie natürlich die Mentalität ihrer Rasse, daher ist es nicht bemerkenswert, daß es zwei oder drei Passagen im Koran gibt, die mehr oder weniger genau Passagen im Talmud entsprechen.

Es wäre angemessener, den Islam als christliche Sekte oder Gruppe von Sekten einzuordnen, nachdem das Wort „christlich“ ordnungsgemäß all die unzähligen Sekten bezeichnet, die dem Jesus Göttlichkeit zuschreiben, der der Protagonist des „Neuen Testaments“ ist, obwohl es natürlich große Feindseligkeit zwischen konkurrierenden Sekten gibt, von denen jede behauptet, die „wahre Religion“ zu repräsentieren und sogar versucht, all ihren Konkurrenten im Erlösungsgeschäft den Begriff „christlich“ zu verweigern. Es stimmt, daß Mohammed behauptete, der Nachfolger des jüdischen Jesus zu sein, den er – wie die Christen – nicht als Christus im strengen Sinne des Wortes betrachtete (d. h. als von Gott eingesetzten König, der die Juden zur Herrschaft über die ganze Welt führen soll), sondern als Erlöser, der wie Zarathustra jedermann ungeachtet der Rasse eine angenehme Unsterblichkeit gewähren konnte, der an die richtigen Dogmen glaubte, während er seine Vernunft ruhen ließ.

Direkter Einfluß des Talmud auf den Koran ist ausgeschlossen, weil der Talmud durchgehend eine Feindseligkeit gegenüber dem Jesus des „Neuen Testaments“ und seinen Nachfolgern einschließlich Bar-Kochbas aufweist, weil jene Christusse kein wirksames Abschlachten von Ariern zuwege brachten. Hätte es effektiven Einfluß des Talmud auf Mohammed gegeben, dann hätte er sicherlich darauf verzichtet, die Göttlichkeit des fraglichen Jesus anzuerkennen und sich selbst als dessen Nachfolger zu präsentieren. Der Islam ist zweifellos vergleichbar mit den vielen christlichen Sekten, z. B. den Huggletoniern, den Shakern, den Mormonen, den Leidener Wiedertäufern, den Elect of Shiloh (den Anhängern von Joanna Southcott) et al., die ihrem Jesus einen von Gott eingesetzten Nachfolger oder Gehilfen gaben. Die Geschichte Mohammeds wurde nach der christlichen Legende modelliert: eine jungfräuliche Geburt ist natürlich unerläßlich für alle Erlöser, aber viel weniger üblich ist eine Behauptung, daß die Mutter des Erlösers nach der Entbindung eine Jungfrau blieb, wie es von Maria im Jakobsevangelium und anderen christlichen Evangelien behauptet wird, und wie es in der moslemischen Tradition von Fatimah (Mohammeds Mutter) behauptet wird.

Es ist höchst wahrscheinlich (siehe z. B. H. W. F. Saggs, Babylonian Civilisation, London, 1962; nachgedruckt als The Greatness that was Babylon, New York, 1968), daß die Juden im ersten Teil des sechsten vorchristlichen Jahrhunderts vom letzten König von Babylon, Nabonius, in den Besitz der strategischen Oasen gebracht wurden, die die Handelsrouten auf der arabischen Halbinsel kontrollierten; was sie Nabonius entsprechend ihrer rassischen Instinkte vergalten, indem sie ihm in den Rücken stachen, zur Subversion in seinem Königreich anstifteten und schließlich Babylon an die Armeen von Kyros dem Großen verrieten. Kyros war der einzige Goy, den sie zu ködern versuchten, indem sie ihn als ihren Christus begrüßten, und es lag wahrscheinlich genauso an solcher Schmeichelei wie an ihrem Handel, den sie zweifellos mit Kyros abschlossen, bevor sie die Babylonier an ihn verrieten, daß sie im Persischen Reich privilegierten Status erhielten. Die Bibel und Joseph erzählen uns, wie eine Karawane reicher Juden, deren Wagen mit Gold und Silber beladen waren, während ihre Hunderten von Goyim-Sklaven dahinter hertrotteten, von Babylon aufbrach, um Besitz von Jerusalem zu ergreifen und zu beginnen, die Einheimischen auszubeuten und herumzustoßen, während die Mehrheit der „Auserwählten“ in Babylon blieb, um weiterhin an den Babyloniern zu nagen, die sie verraten hatten. Als die Perser Ägypten einnahmen, wurde ihr Schutz auf die Horden von Juden ausgedehnt, die Parasiten der einheimischen Ägypter waren.

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Allahs Uhren gehen anders

Von Deep Roots auf Basis zweier Artikel in einem alten MERIAN-Heft

Moschee des Propheten in Medina

Heute bringe ich wieder einen Artikel aus demselben MERIAN-Heft „Arabien“ von 1981, aus dem ich auch Wilfred Thesiger bei den Beduinen übernommen habe. Zwar ist auch dieser mittlerweile schon 30 Jahre alte Beitrag von einem Araberversteher geschrieben, aber er bietet ebenfalls Einblicke in die Kultur der Araber, die auch für uns interessante Erkenntnisse bringen. Anschließend füge ich als Ergänzung zu einem bestimmten Punkt aus Arnold Hottingers „Allahs Uhren gehen anders“ noch einen weiteren kurzen Artikel aus demselben Heft an, bevor ich ein paar eigene Gedanken dazu präsentiere.

ALLAHS UHREN GEHEN ANDERS

von Arnold Hottinger

Die Gegensätze zwischen dem vom Islam geprägten Kulturbereich Arabien und der westlichen Welt sind groß. Es ist nicht nur das ganz andere Verhältnis zur Zeit, das trennt. Anders ist auch die Beziehung zur Arbeit, zur Technik, zur Gesellschaft, zur Geschichte. Der Import westlicher Technologie bedeutet eine geistig-soziale Sprengkraft für Arabien.

Mitten in der Nacht ist der Autobus zwischen Hudaida und Ta’izz stehengeblieben. Der Motor will nicht mehr. Viele Frauen haben kleine Kinder bei sich, betten sie auf einer Decke oder auf Kleidungsstücken zum Schlaf. Einige Frauen setzen ihren Primuskocher in Gang und beginnen, Reis zuzubereiten. Keiner stellt eine Frage, warum der Motor nicht mehr laufen will, was jetzt geschehen sollte, wer denn eigentlich schuld an der Sache sei, mit wieviel Verspätung man nun wohl in Ta’izz eintreffen werde. Man nimmt ruhig auf der Erde Platz. Etwas wird schon geschehen. Und wirklich, nach einigen vergeblichen Versuchen, den Motor doch wieder zum Laufen zu bringen, zeigt der Busfahrer auf ein fernes Licht, das auf einem Hügel glimmt. Das sei ein Polizeiposten, sagt er, er werde jetzt von dort aus telefonieren und macht sich auf den Weg,

Nach einer knappen Stunde kommt er zurück. Ob er telefoniert habe? Ja, gewiß! Die Nachricht wandert von einem zum anderen. „Er hat mit Ta’izz telefoniert.“ Nur die einzige europäische Frau, die mit dabei ist, will mehr wissen. „Du mußt ihn fragen,“ sagt sie zu ihrem Mann, „was sie in Ta’izz geantwortet haben.“ Der will nicht recht, doch seine Frau läßt nicht locker. Er geht auf den Fahrer zu, der es sich inzwischen auch auf der Erde bequem gemacht hat. „Du hat also telefoniert?“

„Ja, natürlich!“

„Nach Ta’izz?“

„Ja, nach Ta’izz, mit unserem Büro!“

„Und was haben sie dort gesagt?“

„Nichts!“

„Nichts? Wieso nichts?“

„Natürlich nichts, das Büro ist geschlossen, schließlich ist Nacht!“

„Aber du hast doch gesagt, du hättest telefoniert!“

„Hab’ ich auch. Es hat geläutet, aber natürlich hat niemand abgehoben.“

„Du hättest in Geduld warten können, wie alle anderen auch“, sagt vorwurfsvoll der Mann zu seiner Frau. „Er hat sich ja sogar die Mühe gemacht, zu telefonieren.“

Ein anderes Verhältnis zur Zeit? Gewiß. Doch die Zeit ist nur eine Dimension; auch zum Raum, zu den Menschen, zu allen Geschehnissen, Phänomenen, zum Leben – und Sterben natürlich gibt es eine andere Beziehung. Letzten Endes handelt es sich um ein ganz anderes Verhältnis zu Gott.

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Die Lavon-Affäre: Wie man Juden gut und Moslems schlecht aussehen lässt

Von Enza Ferreri; Original: The Lavon Affair: How to Make Jews Look Good and Muslims Bad, veröffentlicht am 2. April 2015 im Occidental Observer.
Übersetzung: Lucifex

Es wird heute so viel – üblicherweise abfällig – über „Verschwörungstheorien“ und „false flags“ geredet.

Entgegen einem weitverbreiteten Verständnis dieses Begriffs hat das Hauptwort „Theorie“ keine Konnotation von Falschheit oder grundloser, weit hergeholter Spekulation. Wissenschaft besteht aus Theorien. Die Relativität ist eine Theorie, und auch die Quantenmechanik. Kopernikus, Kepler, Galileo, Newton schufen Theorien, die die Wissenschaft der Physik gebaren.

Eine Theorie kann sich als falsch herausstellen, aber auch als wahr.

Spezifisch werde ich einen historischen Fall beschreiben – einen der vielen –, bei dem ein reales Ereignis als „antisemitische Verschwörungstheorie“ abgetan und verspottet wurde, genauso wie es heute geschieht.

Ebenfalls interessant ist an diesem Fall, der als „Lavon-Affäre“ bekannt ist, dass er viele der Merkmale illustriert, die typisch für die Art sind, wie die organisierte jüdische Gemeinschaft denkt, agiert und ihre Spuren verdeckt.

Vor genau zehn Jahren (plus/minus ein paar Tage), am 30. März 2005, ehrte Israel neun ägyptische Juden, die von seinem Militärgeheimdienst als Spione und Terroristen rekrutiert worden waren, und Israels Präsident Moshe Katzav überreichte den drei überlebenden Mitgliedern des Bombenattentäterringes Anerkennungszertifikate.

Katzav ging so weit, sie „Helden“ zu nennen, als er sagte: „Obwohl es immer noch eine sensible Situation ist, haben wir nun beschlossen, unseren Respekt für diese Helden auszudrücken.“

Dies war Israels offizielles Eingeständnis seiner Verantwortlichkeit in der Lavon-Affäre, nachdem es 51 Jahre lang öffentlich jegliche Verwicklung in den Fall bestritten hatte, was so weit geht, dass es sogar die jüdischen Terroristen feiert und ehrt, die amerikanische Ziele angegriffen hatten.

Es ist wichtig festzuhalten, dass diese Spione ägyptische Staatsbürger waren, die vom israelischen Militär rekrutiert worden waren, was eine Menge über die Loyalität von Diaspora-Juden aussagt. Natürlich ist es keine Überraschung, dass die ADL ihre Politik fortsetzt, sämtliche Vorwürfe gegen Diaspora-Juden wegen doppelter Loyalität als „Enten“ zu bezeichnen, trotz des wohlbekannten Sayanim-Phänomens, bei dem Diaspora-Juden für die Arbeit in ihren Herkunftsländern rekrutiert werden.

Sie haben in den Medien nicht viel darüber gehört oder? Israel scheint im Westen jeder Schuldzuweisung dafür entgangen zu sein. Wikispooks erläutert so, warum:

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Sure 5: Der Tisch (Al-Maida)

Aus der Koranausgabe der Bertelsmann Club GmbH, Gütersloh, Buch-Nr. 028019; nach der Übertragung von Ludwig Ullmann (1840) neu bearbeitet und erläutert von L. W.-Winter. Leider scheint nirgends auf, wann diese Neubearbeitung erstellt wurde; in der Einführung von L. W.-Winter heißt es jedoch: „Mehr als sechshundert Millionen Anhänger zählt der mohammedanische Glaube heute.“ Da heute schon von etwa 1,3 Milliarden Moslems weltweit die Rede ist, muß diese Fassung jedenfalls schon mehrere Jahrzehnte alt sein.

Der Anlaß für die Veröffentlichung dieser Fünften Sure, die chronologisch die 114. und damit die letzte war (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Koransuren), welche weiters alle vorhergehenden abrogiert, war die von Osimandias Kommentar Nr.122 zu “Kann man mit Islamkritikern reden?“ ausgelöste Diskussion um diese Sure und speziell den Vers 22, der Manfred Kleine-Hartlage zu diesem Kommentar veranlaßte:

„Jetzt bin ich baff: Die Stelle sagt tatsächlich eindeutig, dass Allah das Land für die Juden bestimmt hat. Vielleicht sollte die israelische Regierung mal spaßeshalber eine entsprechende Fatwa bei der Al-Azhar einholen, nur um die frommen Gelehrten ein wenig ins Schwitzen zu bringen. :D “

Fette Hervorhebungen im Text sind von mir. Ich habe die Fußnoten von L. W.-Winter, die im Buch immer unten auf der jeweiligen Seite stehen, in Abständen zwischen den Versen der Sure eingefügt, damit man nicht immer bis zum Ende des Artikels scrollen muß, wenn man sie nachlesen möchte.

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FÜNFTE SURE: DER TISCH1 (Al-Maida), offenbart zu Medina

[1] Im Namen Allahs, des Allbarmherzigen.

[2] O Gläubige, haltet eure Verträge1. Es ist euch erlaubt, das unvernünftige Vieh zu essen, ausgenommen das, was verboten ist2, und ausgenommen die Jagdbeute, während ihr auf Wallfahrt seid (was sonst wohl erlaubt ist3), denn Allah verordnet, was er will.

[3] O Gläubige, entweiht nicht die heiligen Gebräuche Allahs4 und nicht den heiligen Monat (Moharam) und nicht die Opfertiere und deren Schmuck5. Beleidigt auch die nicht, welche zum Heiligen Tempel wallfahrten, um Allahs Huld und Wohlgefallen zu erlangen. Habt ihr Iram (den Pilgermantel) abgetan (die Wallfahrt vollzogen), dann mögt ihr auf die Jagd gehen. Nicht verleite euch Haß gegen die, welche euch vom heiligen Tempel Haram abhalten (das Kampfverbot im heiligen Raum und Monat – gegen die den Tempelbesuch behindernden Koreischiten). Steht euch als Gerechte in Gottesfurcht bei, seid nicht sündig in Feindschaft. Fürchtet Allah; er ist streng im Strafen.

[4] Es ist euch verboten zu essen: von selbst Gestorbenes (Verendetes), Blut und Schweinefleisch und das, bei dessen Schlachtung ein anderer als Allahs Name angerufen worden war, und Ersticktes und Erschlagenes oder durch Fall zu Tode Gestürztes oder das durch die Hörner eines anderen Tieres Getötete (und Angefressene) und das von wilden Tieren Zerrissene, außer ihr selbst habt es erst völlig getötet6, und das, was Götzen zu Ehren geschlachtet wird7. Auch ist es Sünde, durch Werfen des Loses etwas zu verteilen8. Wehe an jenem Tage denen, welche von eurer Religion abfielen. Fürchtet nicht diese, sondern nur mich. Heute habe ich für euch eure Religion vollendet9 und meine Gnade an euch erfüllt und euch (den) Islam zur Religion gegeben. Wer aber, durch Hunger gezwungen, Verbotenes genießt, ohne Absicht, sündigen zu wollen, dem verzeiht Allah, gegen den ist er barmherzig.

1) So genannt nach den Versen [113, 115] f. dieser Sure, in denen der Tisch erwähnt wird, der Jesu vom Himmel zugekommen war. Siehe Note 46. Oft heißt diese Sure auch nach dem Anfang derselben: Die Verträge.

2) Das Schwein.

3) Jagd war nur während der Pilgerschaft verboten.

4) Die Zeremonien bei der Wallfahrt.

5) Die nach Mekka gebrachten Opfertiere wurden mit allerlei Zierat, z. B. mit Kränzen um den Hals, geschmückt.

6) Wenn das von Tieren Zerrissene noch Leben hatte als es in eure Hände kam, und ihr es ordnungsgemäß geschlachtet habt.

7) Im Original heißt es: was auf Steinen geschlachtet wird. Die heidnischen Araber pflegten vor ihren Häusern Steine aufzustellen und auf diesen ihren Götzen zu opfern.

8) Die Sitte, durchs Pfeillos zu entscheiden und das Schicksal zu befragen, war bei den heidnischen Arabern, wie überhaupt bei den Orientalen, verbreitet.

9) Die Kommentatoren schließen aus dieser Stelle, daß dies die letzte Offenbarung Mohammeds gewesen sei und nach dieser keine religiösen Offenbarungen mehr erfolgt seien.

[5] Sie werden dich fragen, was ihnen zu essen erlaubt sei. Antworte: „Alles, was zuträglich und gesund ist, ist erlaubt, und das, was Jagdtiere, die ihr wie Hunde abgerichtet habt, für euch fangen, welche ihr aber lehren müßt, das Wild so zu töten, wie es Allah befahl. Was diese für euch fangen, das eßt und gedenkt Allahs dabei und fürchtet ihn; denn Allah ist schnell im Zusammenrechnen.“

[6] An diesem Tag ist euch alles, was gut ist, zu genießen erlaubt, auch die Speisen der Schriftbesitzer (was Juden oder Christen bereiteten), sowie eure Speisen auch ihnen erlaubt sind. Es ist euch auch erlaubt, freie keusche Frauen zu heiraten, die gläubig sind, auch freie keusche Frauen von denen, welche die Schrift vor euch erhalten haben, wenn ihr ihnen ihre Morgengabe gabt und züchtig mit ihnen lebt und sie nicht nur zu Konkubinen und Beischläferinnen macht oder heimlich Huren nehmt. Wer aber den Glauben verleugnet, dessen Werke sind vergeblich und der gehört in jener Welt zu denen, welche verdammt sind.

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Warum haben die Europäer die moderne Welt geschaffen? – Teil 4

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„Do not go gently into that good night / Rage, rage against the dying of the light.“
(Dylan Thomas)

Von Fjordman; der Originaltext Why Did Europeans Create the Modern World? — Part 4 erschien am 30. September 2009 auf Gates of Vienna. (Dies ist der letzte Teil dieser Reihe; Bilder vom Übersetzer eingefügt.)

Der deutsche Soziologe Max Weber (1864-1920) identifizierte den Kapitalismus in seiner einflußreichen Studie Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus mit dem protestantischen Zweig des Christentums. Ich halte es in der Tat für zutreffend zu sagen, daß sich die protestantischen Nationen bei der Annahme von Wissenschaft und Kapitalismus als besonders dynamisch erwiesen haben; der Protestantismus ermutigte gewöhnliche Leute zum Lesen der Bibel in der Volkssprache, was die Alphabetisierung beschleunigte. Dennoch gibt es keinen Zweifel, daß die Grundlagen des Kapitalismus im katholischen Europa geschaffen wurden, in den mittelalterlichen Stadtstaaten Norditaliens.

Der westliche Wohlstand begann mit dem städtischen Wachstum und dem Handel im zwölften Jahrhundert und beschleunigte sich während der Renaissance zum siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert hin mit der Entwicklung einer relativ autonomen Klasse professioneller Kaufleute. Friedrich von Hayek (1899-1992), ein österreichischer und später britischer Ökonom und Philosoph, identifizierte einen neuen Individualismus, der vom Christentum und der Philosophie der klassischen Antike hervorgebracht und während der Renaissance entwickelt worden war. Er erklärt dies in seinem Klassiker Der Weg zur Knechtschaft:

„Von den Handelsstädten Norditaliens verbreitete sich die neue Lebenssicht mit dem Handel nach Westen und Norden, durch Frankreich und den Südwesten Deutschlands zu den Niederlanden und den britischen Inseln und schlug überall feste Wurzeln, wo es keine despotische politische Macht gab, um sie zu ersticken…. Während dieser ganzen neuzeitlichen Periode europäischer Geschichte war die allgemeine Richtung der gesellschaftlichen Entwicklung die, daß sie den einzelnen von den Banden befreite, die ihn an die gebräuchlichen oder vorgeschriebenen Wege beim Nachgehen seiner alltäglichen Aktivitäten gebunden hatten…. Das vielleicht größte Ergebnis dieser Entfesselung individueller Energien war das wundersame Wachstum der Wissenschaft, das dem Marsch individueller Freiheit von Italien nach England und darüberhinaus folgte…. Erst seit die Gewerbefreiheit den Weg zum freien Gebrauch des neuen Wissens geöffnet hatte, erst seit alles ausprobiert werden konnte – falls man jemanden finden konnte, der dies auf eigenes Risiko unterstützte – und, sollte man hinzufügen, genausooft von außerhalb der mit der Kultivierung des Lernens beauftragten Behörden wie innerhalb davon, hat die Wissenschaft die großartigen Fortschritte gemacht, die in den letzten hundertfünfzig Jahren das Gesicht der Welt verändert haben.”

Das westliche Wachstum hat Wurzeln im Mittelalter. Nathan Rosenberg und L.E. Birdzell Jr. gehen dem in How The West Grew Rich: The Economic Transformation Of The Industrial World nach:

„Anfänglich entsprang die Erlangung der Autonomie durch den Westen einer Entspannung oder Schwächung politischer und religiöser Kontrollen, was anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens die Gelegenheit gab, mit Veränderungen zu experimentieren. Wachstum ist natürlich eine Form von Veränderung, und Wachstum ist unmöglich, wenn Veränderung nicht zulässig ist. Jede erfolgreiche Veränderung erfordert ein großes Maß an Freiheit zum Experimentieren. Eine Gewährung dieser Art von Freiheit kostet die Herrscher einer Gesellschaft ihr Gefühl der Kontrolle, als würden sie die Macht zur Bestimmung der Zukunft der Gesellschaft an andere abtreten. Die große Mehrheit der Gesellschaften in der Vergangenheit und Gegenwart haben es nicht zugelassen. Genausowenig sind sie der Armut entkommen.”

Der Welthandel ist bis ungefähr 1840 in bescheidenem Maß gewachsen und hat dann abgehoben. 1913 war der Wert des Welthandels etwa fünfundzwanzigmal so hoch, wie er um 1800 gewesen war, obwohl die Preise für Fertigwaren und Rohstoffe in vielen Fällen niedriger waren. Zum ersten Mal war eine wahre Weltwirtschaft geschaffen worden, mit Mittelpunkt in Europa. Großbritannien spielte eine besonders prominente Rolle beim Einsatz des Handels, um die Welt und das ausgedehnte britische Empire wirtschaftlich miteinander zu verbinden. Dies wurde in großem Maße durch die Entwicklung neuer Verkehrs- und Nachrichtenmittel erleichtert. Eisenbahnen breiteten sich über ganz Europa und Nordamerika bis nach Südamerika, Asien und Afrika aus und verringerten zusammen mit Dampfschiffen die Transportkosten drastisch. Internationaler Handel wurde auch durch den Bau des Suez- und des Panamakanals erleichtert. Die industrielle Revolution stellte einen Punkt beispielloser europäischer Macht dar.

Bis 1880 kontrollierten europäische Nationen erst 10 % des afrikanischen Kontinents. Dann kam der „Wettlauf um Afrika”, wo der Besitz von Kolonien zu einer Art Statussymbol wurde. Der europäische Imperialismus erreichte zu dieser Zeit in Asien ebenfalls seinen Höhepunkt, als die Niederländer ihre Herrschaft über Java auf den Großteil dessen ausdehnten, was heute Indonesien ist, die Briten vertieften ihre Kontrolle über Besitzungen wie Indien, die Franzosen errichteten ihre Herrschaft über einen weiten Bereich von Indochina wie auch Westafrika, und die Vereinigten Staaten erwarben 1898 nach dem spanisch-amerikanischen Krieg die Philippinen. Insgesamt waren die wirtschaftlichen Gewinne aus diesen Kolonien in vielen Fällen überraschend begrenzt. Sie wurden oft mehr aus politischen als aus wirtschaftlichen Gründen erworben. Die technologische Überlegenheit ließ viele Europäer zur aufrichtigen Überzeugung gelangen, daß sie andere Völker „zivilisieren” könnten, eine Idee, die in Rudyard Kiplings Gedicht White Man’s Burden verkörpert ist.

Laut den Autoren Rosenberg und Birdzell

„pflanzte der Kolonialismus die Saat für die frühe Entwicklung der heutigen Volkswirtschaften Nord- und Südamerikas — eine beeindruckende Errungenschaft. Aber die spanischen, portugiesischen, englischen, französischen und niederländischen Kolonialerfahrungen und ihre Konsequenzen waren vielfältig, selbst in den Amerikas. Spanien und Portugal wurden größere Kolonialmächte, ohne jemals fortschrittliche kapitalistische Volkswirtschaften zu werden…. Ihre wertvollsten Kolonien lagen in Lateinamerika, und die Mutterländer verloren diese an Unabhängigkeitsbewegungen, während sie selbst in einem vorkapitalistischen Entwicklungsstadium waren. Die bei weitem auffälligste Errungenschaft des britischen Kolonialismus war die, daß er die Saat für mehrere fortgeschrittene westliche Volkswirtschaften legte, zum beträchtlichen Nutzen der Kolonien: die Vereinigten Staaten, Kanada, Australien, Neuseeland, Hongkong und Singapur. Die wirtschaftlichen Leistungen dieser Kolonien nutzten auch Britannien, denn kontrollierter und ausbeuterischer Handel mit einer wirtschaftlich rückständigen Kolonie ist für ein fortschrittliches Land viel weniger profitabel als der Handel mit anderen fortschrittlichen Ländern. Frankreich errichtete und verlor ein großes Kolonialreich, an das man sich wegen des gewaltsamen Zusammenbruchs seiner Herrschaft über Indochina und des beinahe gleichermaßen gewaltsamen Endes seiner Herrschaft über das erinnert, was wahrscheinlich seine wirtschaftlich erfolgreichste Kolonie war – Algerien. Rückblickend gibt es wenig Grund zu denken, daß seine Kolonialunternehmungen positiv zu Frankreichs Wirtschaftswachstum beigetragen haben.”

Es gibt keinen allgemeinen Zusammenhang zwischen der Größe und zeitlichen Entwicklung des Wirtschaftswachstums westlicher Länder und ihrer Kolonialreiche. Deutschland übertraf im späten neunzehnten Jahrhundert Frankreich und zeitweise sogar Britannien in der Industrieproduktion, besaß aber im Vergleich zu letzterem nur wenige und unbedeutende Kolonien. Spanien besaß im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert das größte Imperium der Welt und litt doch an Inflation und militärischer Überdehnung. Italien war in derselben Zeitperiode politisch zersplittert und von Angriffen moslemischer Piraten geplagt, und doch gab es während der wissenschaftlichen Revolution kein spanisches Äquivalent zu Galileo. Kopernikus wurde in Polen geboren, das niemals eine Kolonialgeschichte hatte; Tycho Brahe stammte aus dem winzigen Dänemark und Kepler aus dem zerteilten Deutschland. England war zur Zeit Newtons noch keine große Kolonialmacht im Vergleich zu den Türken und ihrem osmanischen Reich. Die größte astronomische Revolution in der Geschichte kann einfach nicht „kolonialer Ausplünderung” zugeschrieben werden, wie sehr man es auch versuchen mag.

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Warum haben die Europäer die moderne Welt geschaffen? – Teil 3

Von Fjordman; der Originaltext Why Did Europeans Create the Modern World? — Part 3 erschien am 26. September 2009 auf Gates of Vienna. (Bilder vom Übersetzer hinzugefügt.)

Dass das Klima in irgendeiner Beziehung zu der Kultur und der Mentalität unterschiedlicher Völker stehen könnte, ist eine schon alte Idee, die auf den griechischen Geographen Strabon [gest. um 24 n. Chr] zurückgeht, die es aber auch in China gegeben hat, bei Ibn Chaldun im mittelalterlichen Nordafrika, und in Frankreich bei dem großen politischen Denker Baron de Montesquieu in Vom Geist der Gesetze (De l´esprit des lois, 1748), also lange bevor es eine zusammenhängende Theorie der Evolution oder ein Wissen über genetische Mutation gegeben hat.

Wie wir gesehen haben, ist die hauptsächliche Hypothese über die Intelligenzunterschiede zwischen ethnischen Gruppen, so wie sie von Michael H. Hart in Understanding Human History propagiert wird, die, dass die in kälteren Gegenden lebenden Menschen eine höhere Intelligenz entwickeln mussten, um in ihrer rauhen natürlichen Umgebung überleben zu können. Zehntausende von Jahren lang könnte dies in der Tat der wichtigste Antrieb für die menschliche Evolution gewesen sein, nicht aber unbedingt der einzige. In den letzten Jahrtausenden, nach der Entwicklung der Landwirtschaft und der Städte, haben auch andere zusätzliche Antriebskräfte eine Rolle gespielt. Die Menschen selbst begannen nun zunehmend ihre Umwelt zu formen und können sich jetzt z. B. elektrischer Heizung in subarktischen Gebieten erfreuen. Eine der faszinierendsten Geschichten über die menschliche Evolution hatte aber anscheinend nichts mit kaltem Wetter zu tun, nämlich die Geschichte der Gemeinschaften der aschkenasischen Juden im mittelalterlichen Europa.

Nach einer von Gregory Cochran, Jason Hardy und Henry Harpending im Jahr 2005 vorgestellten Hypothese, die weitgehend von Hart unterstützt wird, ist der außerordentlich hohe durchschnittliche Intelligenzquotient heutiger aschkenasischer Juden ein Beispiel für die Darwinsche Evolution als Antwort auf von außen einwirkenden sozialen Druck, insofern als europäische Juden viele Jahrhunderte lang eine sehr schmale und ungewöhnliche ökonomische Nische als Kaufleute, Steuereintreiber und Geldverleiher innehatten, also Beschäftigungen, für die eine hohe Intelligenz einen großen praktischen Wert hatte. Der christlichen Mehrheitsbevölkerung war es verboten, Zinsen zu nehmen, während den Juden viele Berufe verschlossen waren. Nur dem gelang es in diesem kulturellen Klima, sich zu behaupten und seine Gene weiterzugeben, der einen sehr hohen IQ hatte.

Diese Situation dauerte vom frühen Mittelalter bis zur gesetzlichen Emanzipation der Juden nach der Aufklärung und bewirkte ein soziales Umfeld, das den durchschnittlichen IQ eines ganzen Volkes beträchtlich anhob.

Diese Kombination von Faktoren hatte es in der Antike nicht gegeben. In der islamischen Welt sahen sich die Juden in Handel und Verwaltung in Konkurrenz mit anderen Bevölkerungsgruppen wie z. B. Griechen und Armeniern; sie wurden dort a von den Muslimen auch diskriminiert, aber es ergab sich kein ähnlicher Anstieg des Intelligenzquotienten. Für diesen Effekt genügte “Diskriminierung” allein nicht.

Der wissenschaftliche Beitrag der Griechen im Zeitraum von 500 v. Chr. bis 200 n. Chr. überragt den vergleichsweise geringen Beitrag der Juden im gleichen Zeitraum in beträchtlichem Maß, aber dieses Bild kehrt sich vom 19. Jahrhundert an völlig um. Jetzt haben wir jüdische Genies wie Einstein, aber keine griechischen Genies mehr, die mit Aristoteles und Archimedes vergleichbar wären. Wir haben keinen überzeugenden Beweis, dass im Altertum die Juden ein sehr hohes Intelligenzniveau gehabt hätten. Diejenigen, die dies behaupten, verweisen auf den unverhältnismäßig großen Einfluss jüdischer religiöser Texte aus dieser Ära, aber das Fehlen herausragender jüdischer Wissenschaftler jener Zeit sowie die Tatsache, dass die Juden des Mittleren Ostens heutzutage keinen ungewöhnlich hohen IQ haben, zeigen, dass die hohe Intelligenz bei den Juden aus der europäischen Diaspora ein Produkt der nach-römischen Zeit ist.

Dieses Beispiel der aschkenasischen Juden ist aus einer ganzen Reihe von Gründen interessant. Zunächst schon allein wegen der Geschwindigkeit der Entwicklung: Die Intelligenz eines ganzen Volkes erhöhte sich um vielleicht 10 IQ-Punkte in ungefähr 1000 Jahren, also um viele Male schneller als die langsamere “klimatische” Entwicklung eines höheren IQ während der vorhergehenden Jahrtausende. Zweitens, diese Entwicklung war höchstwahrscheinlich von der sozialen und kulturellen Umwelt verursacht, nicht von der natürlichen, wie es während der Steinzeit der Fall gewesen war. Die europäischen Juden haben nicht einen höheren IQ entwickelt, weil sie in einem kälteren Klima als die anderen Europäer lebten; die Entwicklung war die unbeabsichtigte Folge von sozialen Zwängen, die sie in ein schmales Spektrum von Berufen zwang, in denen ein hoher IQ absolut nötig war; und es war ihnen möglich, dieses Merkmal weiterzugeben, weil  relativ wenige Heiraten zwischen der christlichen Mehrheit und der jüdischen Minderheit stattfanden. Schließlich aber, und das ist das Wichtigste: dies Beispiel beweist gegen jeden Zweifel, dass die menschliche Evolution bis in historische Zeiten weitergegangen ist und wahrscheinlich sogar heute noch bedeutsame Resultate erzielen kann.

Wie bereits erwähnt, spricht Jared Diamond in Die Schicksale menschlicher Gesellschaften nicht über die Möglichkeit menschlicher Evolution während der letzten 50.000 Jahre, da er dies für “rassistisch” hält. Jedoch: sein Bestseller wurde von einer Person mit hohem Intelligenzquotienten geschrieben. Die Ironie liegt nun darin, dass Jared Diamonds Theorien die Existenz von Jared Diamond nicht erklären können. Mr. Diamond ist ein Aschkenase, wie es auch Michael H. Hart ist, was nun wiederum bedeutet, dass er aus der ethnischen Gruppe mit dem höchsten durchschnittlichen IQ auf unserm Planeten stammt. Und diese ist nun auch zugleich die ethnische Gruppe mit der höchsten Zahl an Nobelpreisen – bezogen auf die Kopfzahl der Gruppe – in den Naturwissenschaften, was ein starker Hinweis darauf ist, dass der IQ tatsächlich etwas misst, das in der Diskussion über Intelligenz von Relevanz ist.

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Warum haben die Europäer die moderne Welt geschaffen? – Teil 2

Graz Murinsel nachts Juni 2003

Von Fjordman. Der Originaltext Why Did Europeans Create the Modern World? — Part 2 erschien am 22. September 2009 auf Gates of Vienna. (Bilder vom Übersetzer eingefügt.)

Michael H. Hart bewertet die Errungenschaften verschiedener Zivilisationen. Er behauptet, daß die Beiträge der alten Ägypter ziemlich mager waren. Die Sumerer erfanden als erste die Schrift, was den Ägyptern durchaus bekannt gewesen sein könnte. Sie leisteten keine bedeutenden Beiträge zur astronomischen Theorie, noch zur Physik, Chemie, Biologie oder Geologie. Die politische Struktur Ägyptens war eine absolute Monarchie, was keine originelle Idee war und neuzeitliche Denker nicht beeinflußte. Während die Pyramiden sicherlich visuell beeindruckend sind, ist eine Pyramide streng genommen eine simple architektonische Struktur und großteils keine sehr nützliche. Warum werden die Beiträge der alten Ägypter so überbewertet? Weil das Klima in Ägypten so trocken ist, überdauern die Architektur (und die Mumien), die sie schufen, dort besser als anderswo. Ihre Monumente sind immer noch sichtbar. Hart behauptet in keiner Weise, daß die alten Ägypter Wilde gewesen seien, nur daß ihre Beiträge häufig überbewertet werden.

Ich persönlich denke, daß er die Ägypter etwas mißachtet. Es ist wahr, daß sie wissenschaftlich nicht sehr fortgeschritten waren, und daß die griechische Kunst während der hellenischen und hellenistischen Periode so lebensecht war, wie es die ägyptische niemals war, aber die Griechen waren von der ägyptischen Tempelarchitektur und von ihren Studien der Proportionen des menschlichen Körpers inspiriert. Wie der Kunsthistoriker Gombrich sagt, “gingen die griechischen Meister bei den Ägyptern in die Schule, und wir sind alle die Schüler der Griechen.” Der amerikanische Autor Lawrence Auster drückt es so aus:

“Denken wir daran, den Ägyptern das Verdienst für die erste Entwicklung der schönen menschlichen Form zuzubilligen, welche die Griechen dann übernahmen und lebendiger machten. Camille Paglia ist höchst albern, aber lesen Sie doch das erste Kapitel ihres Buches Sexual Personae (dt. “Die Masken der Sexualität“), wo sie die ägyptische Schöpfung der klaren, perfekten, ‘apollonischen’ Form behandelt, welche die Grundlage der westlichen Kunst wurde… . Für die Griechen vermittelt die natürliche Form das Göttliche. Daher waren sie nicht einfach nur ‘naturalistisch’, d. h. naturgetreu. Sie sahen die Natur als so schön, weil sie die Natur als von einer perfekten Harmonie erfüllt sahen. Von daher kommt die unglaubliche Sensibilität der athenischen Skulpturen des fünften Jahrhunderts. In einer Weise drückten die Künstler des athenischen Goldenen Zeitalters in Stein aus, was Homer Jahrhunderte früher durch Poesie ausgedrückt hatte: jene besonderen Momente im Leben, in denen der Held ‘mehr zu sein scheint als ein Mensch.’ Oder wie die Szene in der Ilias (Buch III, 156-58), wo die alten Männer auf den Mauern Trojas Helena kommen sehen und zueinander sagen: ‘Man kann den Trojanern und den stark gerüsteten Achäern sicherlich keinen Vorwurf machen, wenn sie über lange Zeit Härten auf sich nehmen für eine Frau wie diese. Schrecklich ist die Ähnlichkeit ihres Gesichts mit unsterblichen Göttinnen.’“

In der Wissenschaft übertrafen die alten Griechen die Ägypter mit Leichtigkeit.  Die griechische deduktive Geometrie erwies sich als unverzichtbares Vorspiel zur Ankunft der modernen Wissenschaft, und abgesehen von Mathematik und Astronomie leisteten sie große Beiträge zur Dichtkunst, Geschichte, Drama und Mythologie, brachten elegante Architektur wie den Parthenon in Athen hervor sowie auch große Bildhauer und Maler. Die Werke von Plato und Aristoteles gehören zu den ältesten analytischen Schriften über politische Theorie. Wenn Menschen im einundzwanzigsten Jahrhundert Aristoteles’ Politik lesen, um zu sehen, was darin über Demokratie steht, dann nicht bloß aus historischer Neugier, sondern weil dies für heute als relevant betrachtet wird. Im Gegensatz dazu liest buchstäblich niemand “pharaonische” Politiktheorie.

Olympias 02

“Olympias”, der Nachbau eines griechischen Dreiruderers.

Warum hatten die alten Griechen soviel erreicht? Möglicherweise machte die Geographie Griechenlands sie zu einer Seefahrernation und brachte sie dazu, sich mit Erforschung und Handel zu befassen. Und doch gab es viele andere Völker, die auch einen ähnlichen geographischen Vorteil genossen, und während die Phönizier große Seefahrer und Händler waren, schufen sie gemäß der historischen Beweislage nichts, das den wissenschaftlichen Errungenschaften der Griechen nahekam. Hart glaubt, daß Wissenschaft, obwohl andere Europäer einen mindestens so hohen Intelligenzquotienten hatten wie die Griechen, vor allem die Schöpfung städtischer, schriftkundiger Kulturen ist, und in der Weise profitierten die Griechen vom frühen Kontakt mit den schriftkundigen Zivilisationen des Nahen Ostens:

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