Frauen auf Seiten der Linken

Von Alex Kurtagić, übersetzt von Lucifex. Das Original Women on the Left erschien ursprünglich am 24. September 2010 auf Radix und ist auf „Herren des Universums“ archiviert.

Das Thema der Frauen auf Seiten der Rechten hat zu manch hitziger Diskussion geführt, und es ist eine, der sich Kommentatoren von der Linken händereibend angeschlossen haben in ihren Bemühungen, ihre Sache zu fördern und von Opposition abzuschrecken.

Eine der liebsten rhetorischen Figuren der Linken ist, daß ihre Gegner den Frauen nichts bieten außer Serienschwangerschaft und Haushaltsarbeiten. Eine andere ist, daß ihre Gegner zornige, hasserfüllte Frauenfeinde im Pensionsalter seien. Wieder eine andere ist, daß wegen des Obigen nichts als eine winzige Minderheit verblendeter, soziopathischer Frauen sie unterstützen.

Unterstellt wird, daß die Linke Frauen Emanzipation bietet; daß Verfechter der Linken glückliche, liebende, jugendliche Leute mit aufgeklärten Einstellungen sind und daß wegen des Obigen die vernünftige Mehrheit der Frauen sie unterstützt.

Aber – ist das wahr?

Und falls alles oder zumindest etwas davon wahr ist, ist es ohne Einschränkungen wahr?

Bisher hat noch niemand das Elektronenmikroskop auf die Frauen auf Seiten der Linken gerichtet.

Dies ist ein Versäumnis, das berichtigt werden muß, denn in einer Kultur, die von der ideologischen Linken materiell dominiert und reguliert wird, und/oder wo die kulturelle Hegemonie von der Ideologie der Linken definiert worden ist, ist das Thema sicherlich einer Untersuchung wert.

Die Linke als Kraft der Emanzipation

Die Kosmologie der Linken leitet sich von der freudo-marxistischen Scholastik ab, der geschlossenen Matrix, in die ihre heimtückischen Abstraktionen und inzestuösen analytischen Rahmen passen und die ihre verschiedenen sogenannten „emanzipatorischen“ Bewegungen antreibt.

Allgemein glauben Linke, daß Frauen – wie sie es so charakteristisch zu formulieren pflegen – vom „patriarchalischen weißen männlichen kapitalistischen Überbau“ unterdrückt worden sind.

Aber der Kapitalismus ist auf dem klassischen Liberalismus begründet, kaum eine traditionalistische Ideologie, daher sollte das eigene feministische Narrativ der Linken als Selbstkritik aufgefaßt werden.

Und während es stimmt, daß gesellschaftliche Reformen benötigt wurden, weil die Rolle und die Chancen für Frauen zu beschränkt worden waren (dies ist es, was Betty Friedans Kritik antrieb), lag dies nicht an einem Exzess von Tradition, sondern an einem Mangel davon. Wie ich in einem früheren Artikel argumentierte, gewährten traditionelle westliche Kulturen den Frauen hohen gesellschaftlichen Status, sogar Göttlichkeit, und stellten sie sich nicht nur als Ehefrauen und Mütter vor, sondern auch in einer Vielzahl von Rollen mit hohem Status vor, sogar in heiligen Rollen.

Im Gegensatz dazu ist das, was die Linke für Frauen getan hat, eine Form der Sklaverei gegen eine andere zu vertauschen. Statt von Ehemännern abhängig zu sein, die sie in den meisten Fällen aus Liebe heirateten, sind Frauen nun, da sie zu Lohnsklavinnen und Schuldensklavinnen geworden sind, von anonymen Firmen, Banken und der Regierung abhängig, die sie rein als Geldquellen und Arbeitskräfte betrachten und die sicherlich niemanden lieben.

So ist Geschlechtergleichheit erreicht worden, denn Männer sind ebenfalls Sklaven.

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Die Entführung Jesu auf dem Weg zur Apokalypse

Von Penelope Thornton, übersetzt von Deep Roots.

Das Original Hijacking Jesus on the Way to the Apocalypse erschien am 14. Juni 2010 bei „The Occidental Observer“.

Legen Sie Ihre Splitterschutzweste an. Vergewissern Sie sich, daß Ihr Sicherheitsgurt angelegt ist. Ziehen Sie sich die Schutzbrille über die Augen. Und vergessen Sie Ihre Ohrstöpsel nicht.

Atmen Sie tief ein und machen Sie sich bereit! Bereit? Okay, wir gehen ins Kino.

Erster Zwischenstop: 2012“

Kein Grund, sich um die Zukunft zu sorgen, denn es gibt keine.

Das Ende ist nahe; das Ende ist da, und es ist kein schöner Anblick. Paps, der wieder in seine Vaterrolle eingesetzte Verlierer, zischt mit halsbrecherischer Geschwindigkeit dahin, während er seine Familie rettet und die Autobahn in LA unter ihnen Falten wirft. Aber es ist nicht nur Kalifornien, das auseinanderfällt und einstürzt. Es ist der ganze Planet. Die heilige Mutter Erde ist erledigt, aufgrund einer seltsamen Kombination aus globaler Erwärmung und Magnetpolverlagerung.

Natürlich beginnt der Trend in Kalifornien. Alle Trends beginnen in Kalifornien. Aber es geht darum, nach Shangri-La oder Tibet zu gelangen, um gerettet zu werden! Wir haben das schon mal gehört. Das sind gute Nachrichten für Buddhisten, aber was ist mit uns anderen? Traurigerweise werden die meisten von uns nicht gerettet. Aber Präsident Morgan Freeman — St. Morgan (alias America’s Spiritual Presence-in-Chief) für die meisten von uns — entschließt sich dazu, bei den Nicht-Auserwählten zu bleiben und verschwindet mit uns anderen unter dem Flugzeugträger USS John F. Kennedy, der das plattmacht, was von Washington DC noch übrig ist [Anm. d. Ü.: hier irrt die Autorin. In diesem Film spielt Danny Glover den schwarzen Präsidenten; Morgan Freeman hatte diese Rolle in „Deep Impact“]. Das Bild des weisen, altruistischen schwarzen Präsidenten, der sich als Mitglied der Elite hätte retten können, aber mit dem Schiff untergeht, ist eines der eindringlichsten Bilder des Films.

Warnung: Dieser Film ist sehr anstrengend. Sie werden sich daher vielleicht noch einige Vitamine einwerfen wollen, bevor Sie sich 2012“ ansehen.

Die politischen Botschaften sind interessant. Wir werden von einem heiligmäßigen schwarzen Präsidenten in unseren unvermeidlichen Untergang geführt. Die zwei Gebäude, die man völlig einstürzen sieht, sind der US-Kongreß und der Petersdom in Rom. Die Vereinigten Staaten von Amerika und die katholische Kirche müssen verschwinden? [Anm. d. Ü.: Laut Roland Emmerich war auch die Zerstörung einer Moschee sowie der Kaaba in Mekka geplant; aus Furcht vor radikalen Moslems hätte man aber darauf verzichtet. An die umstürzende Christus-Statue auf dem Corcovado sei auch noch erinnert!]

Die Chinesen sind diejenigen, die die Technologie zur Rettung einiger weniger Auserwählter zur Verfügung stellen, einschließlich ein paar Weißer.

Der Film richtet sich an Weiße, nachdem die Hauptfiguren, gespielt von John Cusack und Amanda Peet, und ihr Familienleben den Großteil des menschlichen Elements der Geschichte liefern. Aber die Weißen leben in einer Welt, in der indische Wissenschaftler das Problem erkannt haben, die Chinesen die Technologie besitzen, um der Katastrophe zu entkommen, und in der es einen schwarzen Präsidenten der USA gibt. Auch wenn sie einen zentralen Platz im emotionalen Teil der Geschichte haben, im großen Ganzen sind sie Kleindarsteller.

Und es wird in der Zukunft nicht mehr viele Weiße geben. Das sub-saharische Afrika ist die einzige Landmasse, die nach der Katastrophe übrig ist, und es ist das Ziel der Archen, nachdem sich die Dinge beruhigen. Also, ich weiß nicht, ob das ein Bezug auf das Thema vom Garten Eden ist, oder von Afrika als Geburtsstätte der Menschheit, oder einfach darauf, daß die Chinesen eine Menge in die Ressourcen Afrikas investieren.

Aber die Welt wird in Afrika neu beginnen, sodaß die Afrikaner die große Mehrheit aller Menschen ausmachen werden. Vermutlich werden sie alle wie Präsident Morgan Freeman sein — Brunnen der Weisheit und Vorbilder an Altruismus und Moralität. Die Welt wird bestimmt ein besserer Ort sein, als sie es jetzt ist.

„Legion“

Kinder, hört mir zu, ich werde euch die Furcht vor dem Herrn lehren.

Psalm 23

So beginnt der Film Legion“.

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Die Kunst der Entartung

Von reinigungskraft (das Original erschien am 11. November 2012 auf seinem Blog Völkermord ist bunt).

Wenn ich an die Zeit zurückdenke, in der ich noch unkritisch fremde Unterhaltungsmedien konsumierte, erinnere ich mich daran, dass Neger meist als extreme Kriminelle dargestellt wurden. Als Heroindealer und brutale Zuhälter. Also Menschen, die andere Menschen ausquetschen und ihnen das Leben zur Hölle machen. Aber sie wurden dabei gleichzeitig als coole Helden gezeichnet. Eine pervertierte Art Held, der auch seine Partner hintergeht und die Gesellschaft ruiniert.

Ich hatte mich nie gefragt, warum sie so präsentiert wurden. Sicherlich kümmern sich die Medien einen Scheiß um Realitätstreue. Wenn etwas so auffällig dargestellt wird, dann liegt dem eine Absicht zugrunde. (Nein, liebe antifaziös infizierte Mitmenschen, „coole Gangstars“ sind kein gutes Mittel um Rassismus zu verbreiten. Seufz! Und Hollywoodfilme werden auch nicht von der NPD finanziert.) Die Vermutung liegt nahe, dass Neger gezielt ausgenutzt wurden, um antisoziales Verhalten zu popularisieren. Immerhin, wer sind wir denn, dass wir den „schwarzen Lebenstil“ kritisieren dürften? Etwa Rassisten?

Man kann einwenden, dass man mit dem Neger aus dem Dschungel zwangsläufig immer auch den Dschungel aus dem Neger bekommt. Ein Blick in die Siedlungsgebiete dieser Rassen weltweit spräche dafür. Wie Pit schon mal angemerkt hat, gibt es Menschen, die sich überwiegend auf bestehende Tendenzen draufsetzen und diese gewinnbringend auszunutzen wissen. Hier läge also nicht notwendigerweise ein Widerspruch vor.

Was war der Effekt: Unsere zerfallenden Gesellschaften wurden ertragreicher ausbeutbar. Die Neger bekamen Rollenmodelle vorgesetzt, dazu wie „die Gesellschaft“ sie haben will und wie sie sich zu verhalten haben, wenn sie von „ihr“ anerkannt und bewundert werden wollen. Für denjenigen Neger, der später selber Zuhälter oder Dealer werden sollte, macht es diese unmoralischen Hochrisikojobs leichter zu ertragen. Das Angebot an qualifizierten Arbeitskräften und die Arbeitsmoral wird gefördert.

Der Boss, der davon profitiert, ist weder Weiß- noch Schwarznationalist.

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Die Kultur der Kritik (5): Die Frankfurter Schule für Sozialforschung und die Pathologisierung nichtjüdischer Gruppenloyalitäten

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers und die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library (ISBN 0-7596-7222-9). Ich erhebe keinen Anspruch auf eine wie auch immer geartete Vergütung für die Verwendung dieser Übersetzung durch den Verfasser, Professor Kevin MacDonald, für eine Veröffentlichung in Buchform oder in irgendeiner sonstigen Weise.

(I will not claim any reward whatsoever from the author, Professor Kevin MacDonald, should he publish this translation in printed or any other form)

Zuvor veröffentlicht:

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Die Kultur der Kritik (2) – Die Boas’sche Schule der Anthropologie und der Niedergang des Darwinismus in den Sozialwissenschaften

Die Kultur der Kritik (3) – Juden und die Linke

Die Kultur der Kritik (4): Die jüdische Beteiligung an der psychoanalytischen Bewegung

 

DIE POLITISCHE AGENDA DER FRANKFURTER SCHULE FÜR SOZIALFORSCHUNG

Hass und [der] Geist der Aufopferung… werden eher vom Bild versklavter Vorfahren genährt als von dem befreiter Enkelkinder. (Illuminations, Walter Benjamin 1968, S. 262)

Nach Auschwitz noch Gedichte zu schreiben, ist barbarisch. (T. W. Adorno, 1967, S. 34)

Die Kapitel 2 – 4 behandelten mehrere Stränge der Theorie und Forschung jüdischer Sozialwissenschaftler, die von spezifisch jüdischen politischen Interessen beeinflußt zu sein scheinen. Dieses Thema wird im vorliegenden Kapitel mit einer kritischen Betrachtung von Die autoritäre Persönlichkeit fortgesetzt. Dieses klassische Werk über Sozialpsychologie wurde vom Department of Scientific Research des American Jewish Committee (nachfolgend AJCommittee) in einer Serie mit dem Titel Studies in Prejudice gefördert. Studies in Prejudice stand in enger Verbindung mit der sogenannten Frankfurter Schule vorwiegend jüdischer Intellektueller, die mit dem Institut für Sozialforschung verbunden war, welches in der Weimarer Zeit in Deutschland entstand. Die erste Generation der Frankfurter Schule waren vom ethnischen Hintergrund her lauter Juden, und das Institut für Sozialforschung selbst wurde von einem jüdischen Millionär, Felix Weil, finanziert (Wiggershaus 1994, S. 13). Weils Bemühungen als „Patron der Linken“ waren außerordentlich erfolgreich: Bis zu den frühen 1930ern war die Universität von Frankfurt zu einer Bastion der akademischen Linken geworden und zu „dem Ort, wo alles interessante Denken auf dem Gebiet der Gesellschaftstheorie konzentriert war“ (Wiggershaus 1994, S. 112). Während dieser Zeit wurde die Soziologie als „jüdische Wissenschaft“ bezeichnet, und die Nazis betrachteten schließlich Frankfurt selbst als ein „neues Jerusalem am fränkischen Jordan“ (Wiggershaus 1994, S. 112 – 113).

Die Nazis nahmen das Institut für Sozialforschung als kommunistische Organisation wahr und schlossen es innerhalb sechs Wochen nach Hitlers Machtergreifung, weil es „staatsfeindlichen Aktivitäten Vorschub geleistet“ hatte (in Wiggershaus 1994, S. 128). Selbst nach der Auswanderung des Instituts in die Vereinigten Staaten wurde es weithin als kommunistische Tarnorganisation mit einer dogmatischen und tendenziösen marxistischen Sichtweise wahrgenommen, und es gab einen ständigen Balanceakt im Versuch, die Linke nicht zu verraten, „während man sich gleichzeitig gegen entsprechende Verdächtigungen wehrte“ (Wiggershaus 1994, S. 251; siehe auch S. 255).112

Gershom Sholem, der israelische Theologe und Religionshistoriker, bezeichnete die Frankfurter Schule als „jüdische Sekte“, und es gibt viele Hinweise auf eine sehr starke jüdische Identifikation vieler Mitglieder der Schule (Marcus & Tar 1986, S. 344). Studies in Prejudice stand unter der allgemeinen Redaktion von Max Horkheimer, einem Direktor des Instituts. Horkheimer war ein sehr charismatischer „‚Manager-Gelehrter’, der seine Kollegen ständig daran erinnerte, daß sie ein paar wenigen Auserwählten angehörten, in deren Händen die weitere Entwicklung der ‚Theorie’ lag“ (Wiggershaus 1994, S. 2). Horkheimer hatte eine starke jüdische Identität, die sich in seinen späteren Schriften zunehmend zeigte (Tar 1977, S. 6; Jay 1980). Jedoch war Horkheimers Engagement für den Judaismus, wie durch das Vorhandensein spezifisch jüdischer religiöser Themen belegt ist, selbst in seinen Schriften als Jugendlicher und junger Erwachsener ersichtlich (Maier 1984, S. 51). Am Ende seines Lebens akzeptierte Horkheimer seine jüdische Identifikation völlig und verwirklichte eine große Synthese zwischen Judaismus und Kritischer Theorie (Carlebach 1978, S. 254 – 257). (Kritische Theorie ist der Name für die theoretische Perspektive der Frankfurter Schule.) Als Hinweis auf sein tiefes Gefühl jüdischer Identität erklärte Horkheimer (1947, S. 161), daß es das Ziel der Philosophie sein muß, die jüdische Geschichte zu rechtfertigen: „Die anonymen Märtyrer der Konzentrationslager sind das Symbol für die Menschheit, die danach strebt, geboren zu werden. Die Aufgabe der Philosophie ist es, das, was sie getan haben, in eine Sprache zu übersetzen, die gehört wird, auch wenn ihre endlichen Stimmen von der Tyrannei zum Schweigen gebracht worden sind.“

Tar (1977, S. 60) beschreibt Horkheimers Inspiration als aus seinem Versuch stammend, den Judaismus hinter sich zu lassen, während er trotzdem an den Glauben seiner Väter gebunden blieb. Es überrascht nicht, daß es eine Entfremdung von der deutschen Kultur gibt:

Wenn ich gerade aus meinem Heimatland Palästina eingetroffen wäre und in erstaunlich kurzer Zeit die Ansätze zum Schreiben auf Deutsch gemeistert hätte, so hätte dieser Essay nicht schwieriger zu schreiben sein können. Der Stil hier trägt nicht den Stempel eines gewandten Genies. Ich versuchte mit Hilfe dessen, was ich las und hörte, zu kommunizieren, unterbewußt Bruchstücke einer Sprache zusammensetzend, die einer seltsamen Mentalität entspringt. Was sonst kann ein Fremder tun? Aber mein starker Wille setzte sich durch, weil meine Botschaft verdient, gesagt zu werden, ungeachtet ihrer stilistischen Mängel. (Horkheimer, My Political Confession, in Tar 1977, S. 60)

T. W. Adorno, der erste hier betrachtete Autor der berühmten Studien aus Berkeley über die autoritäre Persönlichkeit, war ebenfalls ein Direktor des Instituts, und er hatte eine sehr enge berufliche Beziehung zu Horkheimer, die so weit ging, daß Horkheimer über ihre Arbeit schrieb: „Es wäre schwierig zu sagen, welche der Ideen seinem Geist entsprangen und welche meinem eigenen; unsere Philosophie ist eins“ (Horkheimer 1947, S. vii). Jüdische Themen traten ab 1940 in Adornos Schriften als Reaktion auf den Antisemitismus der Nazis zunehmend hervor. Tatsächlich kann viel von Adornos späterem Werk als Reaktion auf den Holocaust betrachtet werden, wie von seinem berühmten Kommentar versinnbildlicht: „Nach Auschwitz noch Gedichte zu schreiben, ist barbarisch“ (Adorno 1967, S. 34) und von seiner Frage, „ob man nach Auschwitz mit dem Leben weitermachen kann – insbesondere einer, der durch Zufall entkommen ist, der von Rechts wegen hätte getötet werden sollen“ (Adorno 1973, S. 363). Tar (1977, S. 158) merkt an, daß der Sinn des ersteren Kommentars der sei, daß „kein Studium der Soziologie möglich sein konnte, ohne über Auschwitz nachzudenken und ohne sich darum zu kümmern, neue Auschwitzes zu verhindern.“ „Die Erfahrung von Auschwitz wurde in eine absolute historische und soziologische Kategorie verwandelt“ (Tar 1977, S. 165). Es gab offenkundig ein intensives jüdisches Bewußtsein und ein Engagement für das Judentum unter jenen, die am meisten für diese Studien verantwortlich waren.

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Die Kultur der Kritik (4): Die jüdische Beteiligung an der psychoanalytischen Bewegung

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt vom libergraphiX-Verlag (ursprünglich – noch vor Erscheinen der deutschen Buchausgabe – auf „As der Schwerter“ veröffentlicht). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers und die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library (ISBN 0-7596-7222-9).

Zuvor veröffentlicht:

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Die Kultur der Kritik (2) – Die Boas’sche Schule der Anthropologie und der Niedergang des Darwinismus in den Sozialwissenschaften

Die Kultur der Kritik (3) – Juden und die Linke

Die jüdische Beteiligung an der psychoanalytischen Bewegung

Die vertraute Karikatur des bärtigen und ein Monokel tragenden Freud’schen Analytikers, der den liegenden Patienten auf Erinnerungen schief gelaufener  Reinlichkeitserziehung und auf die Eltern gerichtete Wollust untersucht, ist  gegenwärtig ein Anachronismus wie überhaupt die fachliche Praxis dieser  meist  inhaltsleeren und plaudernden Kunst. Wie eine solcherart ausgearbeitete Theorie so weitläufig akzeptiert werden konnte – ohne die Grundlage eines systematischen Beweises oder kritischer Experimente und angesichts des  chronischen Versagens der therapeutischen Interventionen in allen  hauptsächlichen Klassen der mentalen Erkrankungen (Schizophrenie, Manie  und Depression) – ist etwas, das die Soziologen der Wissenschaft und der  landläufigen Kultur erst noch erklären müssen. (Paul Churchland 1995, 181)

Die These dieses Kapitels ist, dass es unmöglich ist, die Psychoanalyse als eine „Wissenschaft“ oder genauer genommen als eine politische Bewegung zu verstehen, ohne die Rolle des Judaismus zu berücksichtigen. Sigmund Freud ist ein erstklassiges Beispiel für einen jüdischen Sozialwissenschaftler, dessen Schriften von seiner jüdischen Identität beeinflusst wurden, und für dessen negative Beifügungen in Bezug auf die nichtjüdische Kultur als Quelle des Antisemitismus.

Die Diskussion über die jüdische Beteiligung an der psychoanalytischen Bewegung war bis vor kurzem „im stillschweigenden Einverständnis jenseits der Grenzen des Erlaubten“ (Yerushalmi 1991, 98). Nichtsdestotrotz war die jüdische Beteiligung an der Psychoanalyse – der „jüdischen Wissenschaft“ – für jene innerhalb und außerhalb der Bewegung von Beginn an sichtbar:

Die Geschichte machte die Psychoanalyse zu einer „jüdischen Wissenschaft“.  Sie wurde fortlaufend als solche angegriffen. Sie wurde in Deutschland, Italien und Österreich vernichtet und als solche in alle vier Winde verstreut. Sie wird selbst jetzt noch weiterhin als solche von Freunden wie auch Feinden gleichermaßen wahrgenommen. Natürlich gibt es von nun an ausgezeichnete Analytiker, welche keine Juden sind… Aber die Vorhut der Bewegung blieb in  den vergangenen fünfzig Jahren vorwiegend jüdisch, wie sie es schon von  Beginn an war. (Yerushalmi 1991, 98)

Zusätzlich zur Verfassung des Kerns der Führung und der intellektuellen Vorhut der Bewegung stellten Juden auch die Mehrheit der Mitglieder der Bewegung. Im Jahre 1906 waren alle siebzehn Mitglieder der Bewegung jüdisch, und sie identifizierten sich sehr stark mit ihrem Judentum (Klein 1981). In einer Studie aus dem Jahr 1971 fanden Henry, Sims und Spray heraus, dass in ihrer Erhebung über amerikanische Psychoanalytiker sich 62,1 Prozent mit einer jüdischen kulturellen Affinität identifizierten, während nur 16,7 Prozent eine protestantische Affinität anzeigten und 2,6 Prozent eine katholische Affinität. Weitere 18,6 Prozent gaben keine kulturelle Affinität an, ein Prozentsatz, welcher beträchtlich über den anderen Kategorien der Fachkräfte für geistige Erkrankungen liegt und vermuten lässt, dass der Prozentsatz der Psychoanalytiker mit einem jüdischen Hintergrund sogar noch höher als 62 Prozent liegt (Henry, Sims & Spray 1971, 27).1

Wir haben gesehen, dass ein gemeinsamer Bestandteil der jüdischen intellektuellen Aktivität seit der Aufklärung in der Kritik der nichtjüdischen Kultur besteht. Die Ideen Freuds wurden oft als subversiv bezeichnet. Tatsächlich „war Freud davon überzeugt, dass es völlig in der Natur der psychoanalytischen Doktrin läge, schockierend und subversiv zu erscheinen. An Bord eines Schiffes nach Amerika fühlte er nicht, dass er dem Land ein neues Wundermittel bringe. Mit seinem typischen, trockenen Humor erzählte er den Mitreisenden: ‚Wir bringen ihnen die Pest’“ (Mannoni 1971, 168).

Peter Gay bezeichnet die Arbeit Freuds generell als „subversiv“ (1987, 140), seine Sexualideologie im Besonderen als „für ihre Zeit zutiefst subversiv“ (1987, 148), und er beschreibt sein Totem und Tabu als „subversive Mutmaßungen“ in Bezug auf die Analyse der Kultur enthaltend (1987, 327). „Während die Implikationen von Darwins Ansichten bedrohlich und beunruhigend waren, so waren sie doch nicht wirklich so ätzend, nicht wirklich so respektlos wie Freuds Ansichten über die kindliche Sexualität, die Allgegenwart der Perversionen und die dynamische Macht der unbewussten Triebe“ (Gay 1987, 144).

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Die Kultur der Kritik (3) – Juden und die Linke

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers und die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library (ISBN 0-7596-7222-9). Ich erhebe keinen Anspruch auf eine wie auch immer geartete Vergütung für die Verwendung dieser Übersetzung durch den Verfasser, Professor Kevin MacDonald, für eine Veröffentlichung in Buchform oder in irgendeiner sonstigen Weise.

(I will not claim any reward whatsoever from the author, Professor Kevin MacDonald, should he publish this translation in printed or any other form)

Zuvor veröffentlicht:

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Die Kultur der Kritik (2) – Die Boas’sche Schule der Anthropologie und der Niedergang des Darwinismus in den Sozialwissenschaften

Juden und die Linke

Ich konnte nie verstehen, was das Judentum mit dem Marxismus zu tun hatte, und warum die Infragestellung des Letzteren gleichbedeutend damit sei, illoyal gegenüber dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs zu sein. (Ralph de Toledano [1996, S. 50] in Diskussion seiner Erfahrungen mit osteuropäischen jüdischen Intellektuellen)

Der Sozialismus war für viele eingewanderte Juden nicht bloß Politik oder eine Idee, er war eine umfassende Kultur, ein Stil der Wahrnehmung und des Urteilens, durch den sie ihr Leben zu strukturieren hatten. (Irving Howe 1982, S. 9)

Die Verbindung zwischen Juden und der politischen Linken ist ab dem neunzehnten Jahrhundert weithin bemerkt und kommentiert worden. „Was immer ihre Situation sein mag… in fast jedem Land, über das wir Informationen haben, spielte ein Segment der jüdischen Gemeinschaft eine sehr entscheidende Rolle in den Bewegungen, die dazu bestimmt waren, die existierende Ordnung zu untergraben“ (Rothman & Lichter 1982, S. 110).

Zumindest oberflächlich betrachtet kann die jüdische Beteiligung an radikalen politischen Aktivitäten überraschend erscheinen. Der Marxismus, zumindest wie von Marx vorgestellt, ist das genaue Gegenteil des Judaismus. Der Marxismus ist ein Musterbeispiel einer universalistischen Ideologie, in der ethnische und nationalistische Barrieren innerhalb der Gesellschaft, ja sogar zwischen Gesellschaften im Interesse der gesellschaftlichen Harmonie und eines Gefühls gemeinsamen Interesses schlußendlich beseitigt werden. Zudem ist Marx selbst, obwohl von zwei ethnisch jüdischen Eltern geboren, von vielen als Antisemit gesehen worden.71 Seine Kritik am Judentum (Zur Judenfrage [Marx 1843/1975]) konzipierte das Judentum als grundsätzlich mit egoistischem Streben nach Geld befaßt; es hatte die Weltherrschaft erlangt, indem es sowohl den Menschen als auch die Natur zu verkäuflichen Objekten gemacht hatte. Marx sah das Judentum als abstraktes Prinzip menschlicher Habgier, das in der kommunistischen Gesellschaft der Zukunft ein Ende finden würde. Jedoch argumentierte Marx gegen die Idee, daß Juden ihr Judesein aufgeben müßten, um deutsche Bürger zu sein, und er stellte sich vor, daß der Judaismus, befreit vom Prinzip der Habgier, in der umgeformten Gesellschaft nach der Revolution zu existieren aufhören würde (Katz 1986, S. 113).

Was immer Marx’ Ansichten zu dem Thema waren, eine entscheidende Frage wird im Nachfolgenden sein, ob die Akzeptanz radikaler universalistischer Ideologien und die Teilnahme an radikalen, universalistischen Bewegungen mit der Identifikation als Jude vereinbar sind. Entfernt einen die Annahme einer solchen Ideologie im Grunde aus der jüdischen Gemeinschaft und ihrem traditionellen Bekenntnis zu Separatismus und jüdischem Volkstum? Oder, um diese Frage im Sinne meiner Sichtweise umzuformulieren, könnte das Verfechten radikaler, universalistischer Ideologien und Handlungen mit der fortgesetzten Teilnahme am Judaismus als gruppenevolutionärer Strategie vereinbar sein?

Man beachte, daß diese Frage sich von der Frage unterscheidet, ob Juden als Gruppe zutreffend als Befürworter radikaler politischer Lösungen für nichtjüdische Gesellschaften beschrieben werden können. Es wird nicht behauptet, daß der Judaismus eine einheitliche Bewegung darstellt oder daß alle Segmente der jüdischen Gemeinschaft dieselben Überzeugungen oder Einstellungen gegenüber der nichtjüdischen Gemeinschaft haben (siehe Kap. 1). Juden können ein vorherrschendes oder notwendiges Element in radikalen politischen Bewegungen ausmachen, und Identifikation als Jude kann sehr gut mit der Beteiligung an radikalen politischen Bewegungen vereinbar sein oder diese sogar begünstigen, ohne daß die meisten Juden an diesen Bewegungen beteiligt sind und selbst wenn Juden innerhalb der Bewegung eine zahlenmäßige Minderheit sind.

RADIKALISMUS UND IDENTIFIKATION ALS JUDE

Die Hypothese, daß jüdischer Radikalismus mit dem Judaismus als gruppenevolutionäre Strategie vereinbar ist, bedeutet, daß radikale Juden sich weiterhin als Juden identifizieren. Es gibt wenig Zweifel daran, daß die große Mehrheit der Juden, die sich ab dem neunzehnten Jahrhundert für linke Anliegen einsetzten, sich stark als Juden identifizierten und keinen Konflikt zwischen Judaismus und Radikalismus sahen (Marcus 1983, S. 280ff; Levin 1977, S. 65, 1988, I, S. 4 – 5; Mishkinsky 1968, S. 290, S. 291; Rothman & Lichter 1982, S. 92 – 93; Sorin 1985 an verschiedenen Stellen). Tatsächlich waren die größten jüdischen radikalen Bewegungen sowohl in Rußland als auch in Polen die Jüdischen Bünde, die ausschließlich jüdische Mitglieder und ein sehr eindeutiges Programm der Verfolgung spezifisch jüdischer Interessen hatten. Das Proletariertum des polnischen Bundes war in Wirklichkeit Teil eines Versuchs, ihre Nationalität als Juden zu bewahren (Marcus 1983, S. 282). Die Brüderlichkeit mit der nichtjüdischen Arbeiterklasse sollte ihre spezifisch jüdischen Ziele fördern, und eine ähnliche Aussage kann über den russischen Jüdischen Bund gemacht werden (Liebman 1979, S. 111ff). Nachdem die Bünde bei weitem die Mehrheit der jüdischen radikalen Bewegung in diesen Gebieten stellten, identifizierte sich die große Mehrheit der Juden, die sich an radikalen Bewegungen dieser Zeit beteiligten, stark als Juden.

Außerdem scheinen viele jüdische Mitglieder der Kommunistischen Partei der Sowjetunion darauf aus gewesen zu sein, eine Form von säkularem Judentum zu begründen, anstatt das Weiterbestehen der Juden als Gruppe zu beenden. Die postrevolutionäre Sowjetregierung und die jüdischen sozialistischen Bewegungen rangen mit der Frage der Bewahrung der nationalen Identität (Levin 1988; Pinkus 1988). Trotz einer offiziellen Ideologie, in der Nationalismus und ethnischer Separatismus als reaktionär gesehen wurden, war die Sowjetregierung dazu gezwungen, sich mit der Realität sehr starker ethnischer und nationaler Identifikation in der Sowjetunion auseinanderzusetzen. Als Folge davon wurde eine jüdische Sektion der Kommunistischen Partei (Evsektsiya) geschaffen. Diese Sektion „kämpfte hart gegen die zionistisch-sozialistischen Parteien, gegen demokratische jüdische Gemeinschaften, gegen den jüdischen Glauben und gegen die hebräische Kultur. Sie hatte jedoch Erfolg bei der Formung einer säkularen Lebensart, die auf Jiddisch als anerkannter Sprache der jüdischen Volksgruppe beruhte, im Kampf um das nationale Überleben der Juden in den 1920ern und bei der Verlangsamung des Assimilationsprozesses der Sowjetisierung der jüdischen Sprache und Kultur in den 1930ern“ (Pinkus 1988, S. 62).72

Das Ergebnis dieser Anstrengungen war die Entwicklung einer staatlich geförderten, separatistischen jiddischen Subkultur, einschließlich jiddischer Schulen und sogar jiddischer Sowjets. Diese separatistische Kultur wurde sehr aggressiv von der Evsektsiya gefördert. Widerstrebende jüdische Eltern wurden „durch Terror“ gezwungen, ihre Kinder in diese kulturell separatistischen Schulen zu schicken statt in Schulen, wo die Kinder ihren Stoff nicht noch einmal auf Russisch zu lernen hätten brauchen, um Aufnahmsprüfungen zu bestehen (Gitelman 1991, S. 12). Die Themen der prominenten und offiziell geehrten sowjetjüdischen Schriftsteller in den 1930ern weisen auch auf die Wichtigkeit der ethnischen Identität hin: „Der Tenor ihrer Prosa, Gedichte und Dramen lief auf eine Idee hinaus – die Beschränkung ihrer Rechte unter dem Zarismus und das Aufblühen der einst unterdrückten Juden unter den Sonne der Verfassung von Lenin und Stalin“ (Vaksberg 1994, S. 115).

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Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers und die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library (ISBN 0-7596-7222-9). Ich erhebe keinen Anspruch auf eine wie auch immer geartete Vergütung für die Verwendung dieser Übersetzung durch den Verfasser, Professor Kevin MacDonald, für eine Veröffentlichung in Buchform oder in irgendeiner sonstigen Weise.

(I will not claim any reward whatsoever from the author, Professor Kevin MacDonald, should he publish this translation in printed or any other form)

Zuvor veröffentlicht:

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

 

Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

1500 Jahre lang war die jüdische Gesellschaft dazu bestimmt, Intellektuelle hervorzubringen… Die jüdische Gesellschaft war darauf ausgerichtet, sie zu unterstützen… Reiche Kaufleute heirateten Töchter von Weisen; … Ganz plötzlich begann diese alte und hocheffiziente soziale Maschine zur Produktion von Intellektuellen um das Jahr 1800 herum ihren Ausstoß zu verlagern. Statt alle ihre Produkte in den geschlossenen Kreislauf rabbinischer Studien zu füllen, … entließ sie einen bedeutenden und ständig wachsenden Anteil davon ins säkulare Leben. Dies war ein Ereignis von umwerfender Bedeutung in der Weltgeschichte. (A History of the Jews, Paul Johnson 1988, S. 340 – 341)

Ein wichtiges Thema von Separation and Its Discontents (deutsch: Absonderung und ihr Unbehagen; im Folgenden SAID genannt) war die Manipulation von Ideologie im Dienste der Rationalisierung spezifischer Formen des Judentums, der Interpretation der Geschichte und der Bekämpfung des Antisemitismus. Der vorliegende Band ist in vieler Weise eine Erweiterung dieser Phänomene. Jedoch haben die in diesem Band behandelten intellektuellen und politischen Aktivitäten in der breiteren intellektuellen und politischen Welt stattgefunden und sind nicht dazu bestimmt gewesen, spezifische Formen des Judentums zu rationalisieren. Vielmehr können sie im weitesten Sinne als Bestrebungen in Richtung der Kulturkritik charakterisiert werden und zeitweise als Versuche, die breitere Kultur der Gesellschaft in einer Weise zu beeinflussen, die spezifischen jüdischen Interessen entspricht.

Hier wird keine einheitliche jüdische „Verschwörung“ zur Untergrabung der nichtjüdischen Kultur angedeutet, wie in den berüchtigten Protokollen der Weisen von Zion dargestellt. Seit der Aufklärung ist das Judentum niemals eine einheitliche, monolithische Bewegung gewesen, und es hat in diesem Zeitraum unter Juden eindeutig ein großes Maß an Meinungsverschiedenheiten darüber gegeben, wie sie sich selbst schützen und ihre Interessen verwirklichen sollten. Die in diesem Band behandelten Bewegungen (Boas’sche Anthropologie, politischer Radikalismus, Psychoanalyse, die Frankfurter Schule der Sozialforschung und die New Yorker Intellektuellen) wurden von relativ wenigen Individuen vorangetrieben, deren Ansichten der Mehrheit der jüdischen Gemeinschaft vielleicht nicht bekannt waren oder von ihnen nicht verstanden wurden. Das Argument lautet, daß Juden diese intellektuellen Bewegungen dominierten, daß ein starkes Gefühl jüdischer Identität für die große Mehrheit dieser Individuen charakteristisch war und daß diese Intellektuellen in diesen Bewegungen und mit ihrer Teilnahme eine jüdische Agenda verfolgten.

Somit wird nicht angedeutet, daß das Judentum eine einheitliche Bewegung darstellt oder daß alle Segmente der jüdischen Gemeinschaft an diesen Bewegungen teilnahmen. Juden stellen vielleicht ein vorherrschendes oder notwendiges Element in radikalen politischen Bewegungen oder Bewegungen innerhalb der Sozialwissenschaften dar, und Identifikation als Juden mag mit diesen Bewegungen sehr kompatibel sein oder diese sogar begünstigen, ohne daß die meisten Juden an diesen Bewegungen beteiligt wären. Infolgedessen ist die Frage nach den allgemeinen Auswirkungen jüdischer Einflüsse auf die nichtjüdische Kultur unabhängig von der Frage, ob die meisten oder alle Juden die Bewegungen zur Veränderung der nichtjüdischen Kultur unterstützten.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil einerseits Antisemiten oft stillschweigend oder ausdrücklich angenommen haben, daß die jüdische Beteiligung an radikalen politischen Bewegungen Teil einer übergreifenden jüdischen Strategie sei, zu der auch reiche jüdische Kapitalisten gehörten wie auch die jüdische Beteiligung an den Medien, am Universitätswesen und anderen Bereichen des öffentlichen Lebens. Andererseits haben Juden, die den Antisemitismus zu entschärfen versuchten, der daraus entstand, daß Juden in vielen radikalen Bewegungen eine vorherrschende Rolle gespielt haben, oft darauf hingewiesen, daß nur eine Minderheit der Juden darin verwickelt sind und daß Nichtjuden ebenfalls an diesen Bewegungen beteiligt sind. Folglich war zum Beispiel die Standardantwort des American Jewish Committee (im Folgenden AJCommittee genannt) während der 1930er und 1940er auf das Überwiegen von Juden in radikalen politischen Bewegungen die Betonung, daß die meisten Juden keine Radikalen waren. Trotzdem unternahm das AJCommittee während desselben Zeitraums Anstrengungen zur Bekämpfung des Radikalismus in der jüdischen Gemeinschaft (z. B. Cohen 1972).48 Das AJCommittee anerkannte stillschweigend, daß Aussagen, nur eine Minderheit der Juden seien Radikale, tatsächlich wahr gewesen sein mochten, aber irrelevant hinsichtlich dessen waren, ob 1) eine Identifikation als Jude kompatibel mit der Beteiligung an radikalen politischen Bewegungen ist oder diese begünstigt; 2) Juden ein vorherrschendes oder notwendiges Element in radikalen politischen Bewegungen darstellen oder 3) man sich Einflüsse auf die nichtjüdische Kultur, die aus der jüdischen Vorherrschaft in radikalen Bewegungen (oder den anderen in diesem Band betrachteten jüdischen intellektuellen Bewegungen) resultieren, als Konsequenz des Judaismus als gruppenevolutionäre Strategie denken kann.

In ähnlicher Weise impliziert die Tatsache, daß die meisten Juden vor den 1930ern keine Zionisten waren, gewiß nicht, daß eine Identifikation als Jude für den Zionismus irrelevant war, oder daß Juden eigentlich keinen vorherrschenden Einfluß auf den Zionismus darstellten, oder daß der Zionismus keine Auswirkungen auf nichtjüdische Gesellschaften hatte, oder daß nicht manche Nichtjuden zu glühenden Zionisten wurden. Der politische Radikalismus ist eine Wahlmöglichkeit unter vielen gewesen, die Juden in der Welt nach der Aufklärung offenstanden, und hier wird nicht angedeutet, daß das Judentum eine monolithische, einheitliche Gruppe in der Welt nach der Aufklärung darstellt. Daß Juden mit größerer Wahrscheinlichkeit als Nichtjuden radikale politische Alternativen gewählt haben und daß Juden in manchen radikalen politischen Bewegungen einen beherrschenden Einfluß hatten, sind daher Tatsachen, die für das vorliegende Projekt höchst relevant sind.

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Ein akademisches Buch über die jüdische Zersetzung von Weihnachten

Von Kevin MacDonald , übersetzt von Deep Roots. Das Original An Academic Book on Jewish Subversion of Christmas erschien am 23. Dezember 2016 auf „The Occidental Observer.“

Ein neues Buch, Joshua Eli Plauts A Kosher Christmas: ’Tis the Season to Be Jewish, dokumentiert, was wir die ganze Zeit gewußt haben: Die Juden haben in der Tat Weihnachten zersetzt. Dieses Buch verdient eine volle Rezension, aber Ethan Schwartz‘ Zusammenfassung und Kommentar („Twas the night after Christmas“) verdient einen genaueren Blick. Zuerst die Zusammenfassung:

Juden sind die Avantgarde einer Bestrebung gewesen, „Weihnachten in Festtage zu verwandeln, die allen Amerikanern gehören“, ohne religiöse Exklusivität. Die wichtigsten jüdischen Mechanismen der Säkularisierung sind Komödie und Parodie, denn Lachen untergräbt die religiöse Ehrfurcht. Nehmen Sie zum Beispiel Hanukkah Harry aus „Saturday Night Live“, der heroisch für einen bettlägrigen Weihnachtsmann einspringt, indem er Geschenke mit einem Wagen zustellt, die von Eseln namens Koishe, Hershel und Shlomo gezogen werden. Bemerkenswerterweise ist Hanukkah Harry für viele amerikanische Juden zu einer echten Santa-Alternative geworden. Plaut sieht solche Dinge nicht als Versuche in Richtung einer Assimilation, sondern als vorsätzliche Zersetzung von Weihnachtstraditionen. „Durch diese Parodien“, schreibt er, „konnten Juden sich vorstellen, nicht der Verlockung allgegenwärtiger Weihnachtssymbole erliegen zu müssen.“ Und es sind nicht nur Juden: für Amerikaner im Allgemeinen hilft die jüdische Parodie sicherzustellen, daß Weihnachten „nicht zu ernst genommen wird“ und daß den Feiern anderer Traditionen „gleicher Respekt und gleiche Chancen gewährt werden.“

Es scheint hier zwei Botschaften zu geben. Eine ist die Botschaft der Zersetzung mittels der Verspottung neben anderen Methoden. Die andere ist, daß Juden so gesehen werden, als würden sie Weihnachten aus Edelmut „zu Feiertagen gemacht wird, die allen Amerikanern gehören.“ Das Endergebnis ist, daß Weihnachten „nicht zu ernst genommen wird“ und der christlich-religiöse Aspekt, der im Zentrum des traditionellen Feiertags steht, heruntergespielt wird.

Menschen, die ihre Religion ernst nehmen, lassen nicht zu, daß ihre Religion verspottet wird. Man braucht nur an die moslemischen Reaktionen auf Karikaturen zu denken, die Mohammed verspotten. Die Tatsache, daß Juden das Christentum ohne ernsthafte negative Konsequenzen verspotten konnten, ist ein wichtiges Kennzeichen für die jüdische Macht und ein gleichermaßen starkes Anzeichen für den Niedergang des christlichen Glaubens. Ich vermute, daß die jüdische Gemeinschaft empört reagieren würde, wenn Nichtjuden den religiösen Judaismus verspotten würden. Tatsächlich ist jede Kritik an Juden als Juden in den Mainstream-Medien verboten ist. (Eine thematische Lister verbotener Themen: die Loyalitäten jüdischer Neocons und ihre Rolle bei der Werbung für den Krieg im Irak, der jüdische Aspekt beim Skandal um Aufnahmen in die Ivy League, wie die jüdische Kontrolle von Hollywood den Inhalt der Medien beeinflußt.)

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Frank Auerbach und die Umwandlung des britischen Kulturlebens durch jüdische Auswanderer

„Kopf von Paula Eyles“ von Frank Auerbach, 1972

„Kopf von Paula Eyles“ von Frank Auerbach, 1972

Von Kevin MacDonald, übersetzt von Karlfried. Das Original Frank Auerbach and the transformation of British cultural life by Jewish emigrés erschien am 7. Oktober 2015 im „Occidental Observer“.

(Anm. v. Deep Roots: Karlfried hat seine Übersetzung, die er seiner Mitteilung zufolge eher frei gehalten hat, auch hier auf seiner eigenen Seite veröffentlicht. Bei der Aufbereitung habe ich aber gesehen, daß das eher eine Nacherzählung ist, sodaß ich zunächst bald auf Eingriffe verzichtet habe, weil das zu kompliziert geworden wäre. Ab dem Bild des Malers Thomas Hart Benton ist mir das aber doch eine zu freie und verkürzende Nacherzählung geworden, sodaß ich den Text ab dort selber weiterübersetzt habe.)

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Ein interessanter Aufsatz in der Zeitschrift The Spectator von William Cook über den Einfluß von hauptsächlich jüdischen Flüchtlingen aus Deutschland, welche in der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg nach UK (United Kingdom) kamen und welche die britische Kultur umkrempelten. (Deutsche Flüchtlinge veränderten das Britische Kulturelle Leben vollständig – aber das hat seinen Preis“).

Nächste Woche wird Frank Auerbach vom Britischen Kunst-Establishment mit einer Ein-Mann-Show am Tate-Britain geehrt werden. Das ist eine passende Ehrung für einen Künstler, der in weiten Kreisen (und vollkommen zu Recht) als der größte derzeit lebende Maler in Britannien angesehen wird. Es ist sehr auffällig, daß Auerbachs Gemälde sehr deutsch aussehen, obwohl er fast sein gesamtes Leben in Britannien verbracht hat.

Ich finde es problematisch, Auerbach als „deutsch” zu bezeichnen, zumindest nicht im Sinne dessen, was man hoffentlich den deutschen Nationalgeist nennen würde. Seine Kunst ist „Modernismus” in seiner häßlichsten Form. Und im UK deckt sie sich nicht mit dem Geschmack des Volkes.

Auerbach ist das im Bericht hervorgehobene Beispiel für „die große Welle deutscher Emigranten, welche das britische kulturelle Leben umgekrempelt haben – hauptsächlich zum Besseren, aber es mußten auch Nachteile in Kauf genommen werden”. „Diese Welle von Immigranten war nicht irgendeine zusätzliche Menge – es war die kulturelle Elite von Zentraleuropa, es waren die besten und hellsten Köpfe aus jedem Bereich von Kunst und Wissenschaft.“ „Sie waren zwar überwiegend jüdisch, aber es war nicht ausschlaggebend, ob sie einer bestimmten Religion oder Rasse angehörten. Sie waren Vorkämpfer zivilisierter, aufgeklärter Werte, statt Angehörige einer bestimmten Religion oder Rasse.“

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Wenn es offensichtlich ist und nicht mehr abgestritten werden kann, daß Juden in einem bestimmten Bereich beherrschend sind, sagen wir zum Beispiel in Hollywood, dann wird gesagt: Das stimmt, aber es hat in der Praxis keine Auswirkung, daß es Juden sind, welche die beherrschende Stellung haben. Die ADL geht nach diesem Muster vor, und sie hofft, daß das Publikum über Juden und Hollywood so denkt: Die Juden haben zwar die Macht, aber sie gebrauchen sie nicht zum Nachteil der Nichtjuden. Hier wollen wir einmal näher betrachten, was die oben genannten „zivilisierten Werte der Aufklärung” eigentlich sind und ob sie allgemeingültig sind oder aber in Verbindung stehen mit dem Jüdischsein ihrer jüdischen Vertreter. Cook gibt hierüber einen Hinweis wenn er davon spricht, daß diese „Werte” die vorherige britische „Inselkultur” ersetzt hätten. und daß die Briten vollständig versagt hätten, solche Werte aus sich heraus zu entwickeln. Im Gegenteil, bevor die Briten selbst diese „modernen Werte” übernommen hätten, wären sie diesen äußerst ablehnend gewesen:

Der Einfluß der emigrierten Künstler ist dermaßen vorherrschend, daß man leicht vergißt, wie insulär (auf sich selbst bezogen, abgesondert) die britische Kultur vor dem zweiten Weltkrieg war. In der Besprechung einer Ausstellung Deutscher Kunst in der Burlington Gallery im Jahr 1938 sagte der Kunstkritiker des „New Statesman”: „Die beste Sache, die ich über Hitler gehört habe, ist die, daß er solche Bilder nicht mag”. Britischen modernen Künstlern erging es nicht besser. Im Jahr 1938 sagte der Direktor von Tate, J.B.Manson, daß Henry Moore in der Tate nicht ausgestellt werden würde („nur über meine Leiche”). Aber im Jahr 1951 war Moore der Topstar beim Festival of Britain. Jetzt hatten diese Emigranten aus dem Festlandseuropa gegen alle Widerstände die britische Kultur ins 20. Jahrhundert gezogen. Von jetzt an war in UK wie auch in Festlandseuropa die „Moderne Kunst” tonangebend.

Die herkömmlichen britischen Werte wurden nach dem zweiten Weltkrieg sehr schnell durch eine neue Ästhetik ersetzt, die dem britischen herkömmlichen Schönheitsempfinden fremd (entgegengesetzt) war. Wenn ich Frank Auerbachs Werke betrachte, dann denke ich, daß die Briten sehr gut bedient gewesen wären ohne die Umkrempelung der Kunst in Richtung moderne Kunst, verursacht durch die Invasion der Juden aus Zentraleuropa. Cook selbst gibt zu, daß es eine Schattenseite dadurch gibt, daß „Moderne Kunst” allumfassend mächtig geworden ist in der wissenschaftlichen Welt, in der Kunst und in den Massenmedien:

Diese Geschichte wird üblicherweise als eine Erfolgsgeschichte erzählt, als den Sieg der modernen Kunst über altmodische, rückständige Kunstformen. Britannien hat sehr viel durch diesen Mengeneinstrom an ausländischen Talenten gewonnen. Aber es hat auch etwas verloren: Vor dem zweiten Weltkrieg war die britische Kultur bieder, aber sie stand im Einklang mit den Wünschen des Volkes. Heute nun ist die britische Kultur modern, aber sie hat die Herzen des Volkes verloren.

Es bleibt die Antwort auf die Frage offen: Was hat nun Britannien eigentlich für einen Vorteil gewonnen aus dieser vollständigen Umkrempelung seiner Kunstformen? Den Verlust kann man leicht erkennen: es gibt keine britische Kultur mehr, welche sich aus den Eigenschaften des britischen Volkes Schritt um Schritt entwickelt hat. Was den Gewinn oder Vorteil der modernen Kunst betrifft: Man möchte sagen: „Es gibt überhaupt keinen außer für diejenigen, welche Moderne Kunst lieben und die dann auf das gewöhnliche Volk herabblicken und sagen: Die verstehen die moderne Kunst nicht!“

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Afrikas erste traditionelle Schwulenhochzeit

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Von Opeyemi Odu; Original: Africa’s first traditional gay wedding: History as South African men marry, erschienen im „Nigerian Monitor“.

Übersetzung: Lucifex

 

  • Die Zeremonie ist Südafrikas erste traditionelle Schwulenhochzeit
  • Dazu gehörten Rituale und Kostüme der Zulu und Tswana
  • Tshepo Modisane und Thoba Sithol hoffen nun, ein Kind zu haben

Ein Paar südafrikanischer Männer hat den Knoten von etwas geknüpft, das für die erste traditionelle Schwulenhochzeit des Landes gehalten wird. Tshepo Cameron Modisane und Thoba Calvin Sithol trugen zu der Zeremonie in der Stadt KwaDukuza in KwaZulu-Natal traditionelle Stammeskostüme

Das frisch vermählte Paar, beide 27 und seit drei Jahren zusammen, hat seine Gelöbnisse vor 200 Gästen gemacht.

Die Zeremonie vereinigte Traditionen sowohl von Mr. Modisanes Tswana- und Mr. Sitholes Zulu-Vorfahren, einschließlich traditioneller Tänze und der rituellen Opferung einer Kuh zu Ehren der Vorfahren der beiden Männer, wie auch eines Austauschs von Geschenken zwischen den Familien der beiden Bräutigame.

Tshepo Modisane, nun Sithol, sagte: „Ich liebe Thoba so sehr, ich bin sehr aufgeregt darüber, dass wir nun beide Mr. Sithol sind. Es gibt eine Vorstellung, dass schwul zu sein gegen das Afrikaner-sein geht, aber schwul zu sein ist so afrikanisch, wie schwarz zu sein, daher ist es ein Teil unserer Kultur, und wir sind in unserer Kultur verwurzelt.“

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