Agobard von Lyon und die Ursprünge der feindlichen Elite

Von Dr. Andrew Joyce, übersetzt von Lucifex. Das Original Agobard of Lyon and The Origins of the Hostile Elite erschien am 2. November 2017 auf The Occidental Observer. (Link zum Sebastian-Kurz-Zitat am Schluß vom Übersetzer eingefügt.)

Als Teil der Einführung zu meinem in Kürze erscheinenden Essay-Sammelband Talmud and Taboo habe ich eine Übersicht über entscheidende Entwicklungen in der historischen Beziehung zwischen Juden und Europäern eingefügt. Im Laufe dieser Übersicht hebe ich die historische Unterdrückung europäischer Reaktionen auf jüdisches Gruppenverhalten hervor, ein wichtiger und beständiger Aspekt jüdisch-europäischer Interaktionen. Diese Unterdrückung, dieses Tabu, als Ding an sich, wird tendenziell weniger erforscht und verstanden, verglichen mit der Aufmerksamkeit, die offenkundigeren Manifestationen des jüdischen Einflusses gewidmet wird (z. B. durchsetzungskräftiges Handeln bei der Beeinflussung der Einwanderungskontrolle), aber ihre Betrachtung ist entscheidend für ein vollständiges Verständnis von Juden als eine feindliche Elite. Eine funktionierende theoretische Definition dessen, was mit „Juden als feindliche Elite“ gemeint ist, ist natürlich ebenfalls notwendig und wird hier nicht nur als die Bedeutung angenommen, daß Juden historisch gegen die Interessen der europäischen Massen standen bzw. diesen feindlich gewesen sind, sondern auch, daß Juden direkten Zugang zu politischer Macht oder bedeutenden Einfluß auf europäische Eliten, die welche besaßen, gehabt haben. Während ich die Einführung zu Talmud and Taboo schrieb, befaßte ich mich vorrangig mit den Ursprüngen des jüdischen Erwerbs dieser Macht oder dieses Einflusses in Europa, mit der Art ihres Ausdrucks und mit ihrer Evolution im Laufe von Jahrhunderten. Aufgrund von Platzbeschränkungen in der Einführung zu Talmud and Taboo möchte ich hier die Gelegenheit ergreifen, auf ein solches Beispiel näher einzugehen.

Bis dato ist unser bestes Verständnis moderner jüdischer politischer Strategien im Kontext des „Tabus“ in Kapitel 6 von Kevin MacDonalds Separation and Its Discontents: Toward an Evolutionary Theory of Anti-Semitism mit dem Titel Jewish Strategies for Combatting Anti-Semitism zu finden. Ein Abschnitt befaßt sich mit „Politischen Strategien zur Minimierung des Antisemitismus“. MacDonald merkt an, daß Juden flexible Strategen in der politischen Arena gewesen sind, unterstützt durch einen IQ, der beträchtlich über dem kaukasischen Mittel liegt, und argumentiert, daß die Grundlagen für den jüdischen Einfluß Reichtum, Bildung und gesellschaftlicher Status gewesen sind.[1] Heute setzen Juden diesen Einfluß ein, um eine negative Diskussion über ihre Gruppe zu unterdrücken, und zeitweise zur Unterdrückung überhaupt jeglicher Diskussion über Juden. MacDonald zeigt auf, daß dies normalerweise mittels umfangreicher gemeinschaftlicher Unterstützung für „Selbstverteidigungskomitees“ getan wird, die ein Merkmal jeder Diaspora-Population sind. Diese Komitees betreiben immer Lobbyarbeit bei Regierungen, nützen und beeinflussen Rechtssysteme, produzieren pro-jüdische und pro-multikulturelle Propaganda und finanzieren pro-jüdische Kandidaten oder Initiativen. Eine weitere ihrer lebenswichtigen Funktionen ist es gewesen, „Antisemiten“ zu überwachen und aufzudecken und Rechtssysteme zu benutzen, um individuelle Bestrafungen zu verlangen, womit sie ein Exempel an Individuen statuieren und dadurch eine abschreckende Atmosphäre für den Rest der Bevölkerung erzeugen.

Es erübrigt sich fast zu sagen, daß Juden in der Neuzeit sehr erfolgreich darin gewesen sind, Antisemitismus zu einem anrüchigen und widerwärtigen Unterfangen zu machen. Vielleicht mehr als jedes andere Beschämungsmittel können Vorwürfe wegen Antisemitismus sozial und beruflich verheerend sein. Akademische Studien, die argumentieren, daß Antisemitismus eine rationale und verständliche Grundlage hat, wie MacDonalds Werk, werden in einer unaufhörlichen Bemühung zur Aufrechterhaltung der jüdischen Kontrolle über Narrative betreffend ihre Gruppe und zur Abwendung von Feindlichkeit ihr gegenüber überwacht und aus dem wissenschaftlichen Diskurs ausgeschlossen. Eine grundlegende Idee, die die Schaffung dieses modernsten Tabus untermauert, ist, daß Antisemitismus ein persönlicher Makel ist, der auf eine psychiatrische Störung hindeutet und eine soziale Verirrung ist, wie von den Schriften der  Frankfurter Schule für Sozialforschung verkörpert. Trotzdem sie eine fast monolithische Position im öffentlichen Denken der meisten europäischen Populationen erlangt haben, ist es besonders bemerkenswert, daß solche Konzeptionalisierungen des Antisemitismus als irrationale und unerklärliche Form von psychosozialer Krankheit extrem jungen Datums sind und erst in den letzten sechzig Jahren von einer Gruppe jüdischer Intellektueller entwickelt wurden – besonders von jenen am Nexus von Psychoanalyse und Frankfurter Schule.

Diese Umdeutung des europäischen Verständnisses des Antisemitismus ist nicht nur am jüdischen Einfluß in der akademischen Welt, in den Medien und in der Entwicklung der Gesellschaftspolitik gelegen, sondern auch an einer allgemeinen Unwissenheit unter Europäern über die historischen Erfahrungen ihrer Vorfahren. Europäer können mit der Frage des jüdischen Einflusses nicht klarkommen, indem sie rein dessen zeitgenössische Manifestationen konfrontieren – sie müssen sich mit den Erfahrungen ihrer Vorfahren befassen und verstehen, wie und warum sie Juden als feindliche Elite betrachteten.

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Die religiösen Ursprünge des Globalismus

Ein Interview mit Hervé Ryssen, übersetzt von Osimandia. Das Original ist 2009 in „Mecanopolis“ unter dem Titel „Les origines religieuses du mondalisme“ erschienen.

Mecanopolis: Hervé Ryssen, Sie haben kürzlich ein Buch – Les Espérances planétariennes [Planetare Hoffnungen] – veröffentlicht, das endgültig Licht auf die Logik des Globalismus und seiner religiösen Grundlagen wirft. Viel zu lange haben die Intellektuellen der nationalistischen Bewegung sich gescheut, derart „anstößige Dinge“ anzugehen, und es vermieden, die kosmopolitische Propaganda anzuprangern. Könnten Sie unseren Lesern zunächst einmal erklären, was der Titel Ihres Buches bedeutet?

Hervé Ryssen: Ich habe mich in die Schriften jüdischer Intellektueller eingearbeitet, um zu versuchen, ihre Weltsicht zu verstehen. Nachdem ich Dutzende politischer Aufsätze, Romane und Erzählungen aller Genres gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass der Begriff „Hoffnung“ regelmäßig in diesen Texten auftaucht. Natürlich steht dieser Begriff für sie für die Erwartung einer besseren Welt, den Messias und das „gelobte Land“. Rufen wir uns ins Gedächtnis, dass, obwohl die Christen ihren Messias anerkannt haben, die Juden immer noch auf den ihren warten. Diese messianische Erwartungshaltung ist das Herzstück der hebräischen Religion und ganz allgemein der jüdischen Mentalität, einschließlich der von atheistischen Juden. Das ist der grundlegende Punkt. Was den Begriff „planetar“ angeht, so ist das ein Neologismus, der nichts anderes bedeutet als eine Welt ohne Grenzen.

Meine Arbeit konzentriert sich ausschließlich auf jüdische Intellektuelle. Im Gegensatz zu dem, was viele Leute denken mögen, verstößt die Verwendung des Wortes „Jude“ noch nicht gegen das Gesetz. Ich weiß wohl, dass viele aus der nationalistischen Szene schon bei der einfachen Erwähnung dieses Wortes anfangen zu schwitzen, wahrscheinlich weil sie befürchten, dass antisemitische Bemerkungen kommen, die heutzutage in der Tat streng bestraft werden. Ich persönlich teile diese Angst nicht, weil meine Arbeiten ausschließlich auf Recherchen jüdischer Quellen basieren. Sagen wir, ich habe eine rationale und sogar vollkommen emotionslose Herangehensweise an das Thema.

Mecanopolis: Man hört Juden oft vom „gelobten Land“ und dem „Messias“ sprechen, aber wir haben wohl stets missverstanden, was sie mit diesen Konzepten meinen. Ist das „gelobte Land“ nicht der Staat Israel?

Hervé Ryssen: Historisch gesehen ist es das Land Kanaan, das Jahwe Abraham gegeben hat, wie man im ersten Buch Moses, dem ersten Buch der Torah, nachlesen kann. Aber auch schon vor der Zerstörung des zweiten Tempels durch die römischen Legionen des Titus und der Vertreibung haben zahlreiche Juden in der Diaspora gelebt. Dort blieben sie bis ins Jahr 1917, als manche Juden aufgrund der Balfour-Deklaration, welche die Schaffung einer „jüdischen Heimstätte in Palästina“ vorsah, nun daran denken konnten, dass durch die Wiedereinnahme des „gelobten Landes“ das messianische Zeitalter endlich nahe ist. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass andere und viel zahlreichere Juden zur gleichen Zeit dachten, dass das gelobte Land weiter nördlich liegt, und zwar in der riesigen Sowjetunion, in der nach der Oktoberrevolution 1917 so viele Juden in allerhöchsten Machtpositionen auftauchten. Es genügt jedoch, etwas ältere Texte zu lesen, um festzustellen, dass es im 19. Jahrhundert Frankreich – das Land der Menschenrechte – war, das jüdische Hoffnungen weckte und in den Augen vieler Juden aus der ganzen Welt das „gelobte Land“ war. Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die Weimarer Republik Deutschlands in der Zwischenkriegszeit hätten durchaus auch als „gelobte Länder“ betrachtet werden können, da insbesondere Kultur und Finanzen zu der jeweiligen Zeit weitestgehend von Bänkern, Intellektuellen und Künstlern jüdischer Herkunft geprägt waren.

Es fällt auf, dass derartige Hoffnungen immer in grausamer Desillusionierung enden. Tatsächlich ist der Staat Israel kein sicherer Hafen, um es vorsichtig auszudrücken. Was das jüdisch-bolschewistische Russland angeht, so hat es sich nach dem Zweiten Weltkrieg gegen die Juden gewandt und sie wurden aus Machtpositionen entfernt. Das „Frankreich der Menschenrechte“ ist auf dem besten Weg in ein Drittweltland und seit 2001 sind jüdische Aufrufe vernehmbar, dieses „antisemitische“ Land, in dem Juden zunehmend unter dem Zorn junger Araber leiden, zu verlassen. Kurz gesagt sieht es so aus, als ob es für Juden immer ein sehr böses Ende nimmt, gleichgültig wohin sie gehen und was sie tun.

Lange Zeit war das „gelobte Land“ auch Teil des amerikanischen Traums. In den 1880er Jahren wanderten Zigtausende von Juden aus Mitteleuropa in die Vereinigten Staaten aus, wo sie sich ein besseres Leben ohne Kosaken, Pogrome und den ihnen verhassten Zaren erhofften. Das allerneueste „gelobte Land“ war jedoch offensichtlich Russland nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Innerhalb weniger Jahre ist es einer Handvoll „Oligarchen“ gelungen, sich einen großen Teil der privatisierten russischen Reichtümer unter den Nagel zu reißen. Der bekannteste von ihnen, der Milliardär Khodorkowski, sitzt heute in Wladimir Putins neuem Russland hinter Gittern. Offensichtlich hat es mit diesem neuen „gelobten Land“ auch wieder nicht geklappt. Kurz gesagt muss man verstehen, dass die Juden seit ihrem Auszug aus den Ghettos unablässig ihr „gelobtes Land“ geändert haben, und ihre Irrfahrten enden systematisch in Enttäuschung. Nur die Vereinigten Staaten stellen in ihren Augen immer noch dieses Eldorado dar. Aber wie lange noch?

Mecanopolis: Sie sprechen hier von Geschichte und Geographie, aber sind Messianismus und die Idee des gelobten Landes nicht eher religiöse Konzepte?

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Juden debattieren über das Weißsein

Von Tanstaafl, übersetzt von Lucifex. Das Original Jews Debate Whiteness erschien am 21. Juni 2017 auf Age of Treason.

Nichtweiße Kritiker des neuen Hollywood-Remakes von Wonder Woman, speziell der Besetzung der ehemaligen Miss Israel, Gal Gadot, in der Hauptrolle, haben unter Juden eine Diskussion darüber ausgelöst, ob Gadot und Juden allgemein „weiß“ sind.

Nichts an ihrem Austausch wird regelmäßige Leser hier überraschen, aber es könnte bei der Aufklärung von Weißen helfen, die sich gerade mit Identität, Rasse und dem Judenproblem auseinanderzusetzen beginnen. Unter dem gegenwärtigen weißenfeindlichen, pro-jüdischen Regime sind die meisten Weißen dazu konditioniert, sich wohler damit zu fühlen, Juden sich über „Antisemitismus“ und ihr Weißenproblem beklagen zu hören, als umgekehrt.

Also bitte sehr, diese Konversation ist für euch.

Wenn ihr über die oberflächlichen Details hinaussehen könnt – diese Schauspielerin, dieser Film, im Jahr 2017 -, dann bekommt ihr hier einen Blick auf das jüdische Verhalten über Raum und Zeit hinweg. Man kann sich leicht die zahllosen Debatten vorstellen, die Juden in ihren Shtetls und Ghettos während der vergangenen Jahrtausende gehabt haben – auch wenn sie zu diesen Zeiten und an diesen Orten statt über das Weißentum darüber diskutiert haben mögen, ob das Babyloniertum, das Ägyptertum, das Griechentum, das Römertum, das Spaniertum oder das Deutschtum gut oder schlecht für die Juden sei.

Die Links sind in chronologischer Reihenfolge präsentiert. Die meisten der Artikel beziehen sich aufeinander und antworten aufeinander, daher halten die nachfolgenden Auszüge die relevantesten, am wenigsten redundanten Teile des Austauschs fest. Auch so ist es noch eine lange Lektüre. Wenn euch an irgendeiner Stelle langweilig oder schlecht wird, dann überspringt es auf jeden Fall und schaut zum Schluß, wo ich die entscheidenden Punkte zusammenfasse.

Das Hin und Her begann (anscheinend aus heiterem Himmel) vor ein paar Monaten, fokussierte sich um Gadot und erweiterte sich von da.

24. Januar 2017, Dani Ishai Behan, timesofisrael.com: Are Jews A People of Color?:

Solange wir uns erinnern können, hat unser Volk in Nordamerika immer eine rassisch „mehrdeutige“ Position eingenommen. Obwohl wir zuerst zusammen mit anderen westasiatischen Volksgruppen als „Asiaten“ betrachtet wurden (was zu zahlreichen Versuchen führte, uns die Staatsbürgerschaft abzuerkennen), sollten Lobbyingbemühungen schließlich die Definition von „weiß“ auf Nahostler und Nordafrikaner erweitern. Jedoch ist in den letzten Jahrzehnten ein politisches Klima entstanden, in dem unser rassischer Status wieder einmal in Bitterkeit und Ungewißheit steckt.

Durch die ganze Geschichte hindurch hat das rassische Zu-Anderen-Erklären [„othering“] von Juden zu einigen ziemlich schrecklichen Ergebnissen geführt, daher ist es verständlich, warum manche es vorziehen würden, Rasse/Volkszugehörigkeit überhaupt aus der Gleichung wegzulassen. Aber gleichzeitig hilft die Vorstellung von Juden als entweder „weiß“ oder „bloß eine Religion“, wie viele unserer Kritiker es zu tun pflegen, bei der Fortsetzung einer Kultur des Antisemitismus seitens der antirassistischen Linken. Das heißt, wenn wir „bloß Weiße mit komischen Hüten“ sind, dann sind wir zwangsläufig nicht „wirklich“ eine unterdrückte Gruppe, wodurch es Antirassisten ermöglicht wird, ihre Legitimation zu behalten, ohne Juden zuhören oder unsere Besorgnisse ernst nehmen zu müssen. Dieses Konstrukt ist auch untrennbar mit antisemitischer Politik verbunden und vergegenständlicht Vorstellungen von jüdischem „Privileg“ zusammen mit der (unrichtigen) Verleumdung, daß die Wiedererrichtung Israels ein „weißes Kolonialprojekt“ war, was unterstellt, daß aschkenasische Juden (die die Mehrheit der zionistischen olim vor 1948 stellten) fremde Eindringlinge ohne echte Wurzeln in der Region sind, deren Bindung zum Land bestenfalls unauthentisch, nichtorganisch und ausschließlich religiöser Natur ist.

Ein weiteres, häufig vorgebrachtes Argument lautet, daß ein großer Prozentanteil von uns ein weiß wirkendes Erscheinungsbild hat, aber dies ist bei allen levantinischen Gruppen ziemlich häufig, nicht nur bei Juden. Außerdem sind hellhäutige Latinos, Iraner, Paschtunen und amerikanische Ureinwohner auch nicht wirklich selten. Dies nennt man „als weiß durchgehen“: die Fähigkeit, sich optisch einzufügen und einigen der unmittelbareren Effekte eines Nichtweißentums zu entgehen, während man immer noch unter der Marginalisierung und der Differenzierung als Andere leidet, die nichtjüdische Minderheiten erleben. Anders ausgedrückt: weiß auszusehen ist nicht dasselbe wie weiß zu sein.

Ich habe all die Argumente über das jüdische „Weiß-Sein“ gehört, aber ich muß erst noch eines hören, das wirklich überzeugend ist.

1. Juni 2017, Matthew Mueller, comicbook.com, Wonder Woman: There IS A Person Of Color In The Lead Role:

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Von Krakau nach Krypton: Juden und Comics

Von Ted Sallis, übersetzt von Deep Roots. Das Original From Krakow to Krypton: Jews & Comic Books erschien am 12. Oktober 2011 bei Counter-Currents Publishing/North American New Right.

Arie Kaplan

From Krakow to Krypton: Jews and Comic Books

Philadelphia: Jewish Publication Society, 2008

Ich möchte an meinen Essay über Comics mit einer Rezension des Buches From Krakow to Krypton des jüdischen Autors Arie Kaplan anschließen. Dieses Buch betrachtet die Geschichte der Comics aus jüdischer Perspektive, und wie Juden und jüdische Empfindungen das Medium Comic formten und dadurch die Gesellschaft beeinflußten.

1933 war eine Zeit der Veränderungen, als Franklin Roosevelt Präsident eines depressionsgeplagten Amerikas wurde, Hitler Kanzler Deutschlands wurde, und ein Jude namens „Charlie“ Gaines (Max Ginsberg), Vater des späteren Herausgebers des Magazins MAD, William M. Gaines, im Grunde das Comicheft „erfand“. Gaines/Ginsberg, der nach einer Möglichkeit suchte, seine Familie in wirtschaftlich schwierigen Zeiten durchzubringen, kam auf die Idee, alte Comic-Streifen aus den „Sunday Funnies“ in Form eines „Comic-Heftes“ nachzudrucken. Eine weitere Innovation war die Datierung des Comicheftes auf zwei oder drei Monate nachdem es in Wirklichkeit an die Kioske kam, eine Praxis, die großteils heute noch in Kraft ist, um die „Regal-Lebensdauer“ der Ausgabe zu verlängern – im Grunde eine mentale Manipulation des Konsumenten, um ihn davon zu überzeugen, daß eine monatealte Ausgabe „neu“ ist. Gaines/Ginsberg war ein Unternehmer und kein schöpferischer Geist, kein Autor oder Zeichner, aber seine Kreation Famous Funnies schuf die Basis für alles, was später kommen sollte.

Um die Mitte der 1930er war Detective Comics (DC) soweit, Comichefte mit originalem Material zu veröffentlichen, die ersten „Helden“-Geschichten. Nun treten wir in die Periode der jüdischen Dominanz des kreativen im Gegensatz zum rein geschäftlichen Ende des Comicgeschäftes ein. So dachten sich zwei Juden, Jerry Siegel (Autor) und Joe Shuster (Zeichner) zuerst den Helden „Doctor Occult“ aus, was zu ihrer berühmtesten und dauerhaftesten Schöpfung führte, „Superman“. Die Wirkung von Superman auf die moderne Kultur ist derart gewesen, daß Siegel unter den „100 einflußreichsten Juden aller Zeiten“ aufgelistet worden ist – keine geringe Leistung für eine Gruppe, die – zum Besseren oder zum Schlechteren – die menschliche Geschichte zutiefst beeinflußt hat. Kaplan betont, daß, obwohl der Begriff Superman ursprünglich von Nietzsches Konzept des „Übermenschen“ übernommen worden war, die Nazi-Ideologie später (zumindest behaupten die Juden das) das Konzept des „arischen Supermenschen“ übernommen hätten, daher, behauptet Kaplan, sei es gewiß ironisch, daß „Superman“ von ein paar Juden erfunden wurde! Nimm das, du Nazischwein!

Superman wird als einer gesehen, der jüdische „Obertöne“ hat, nicht nur mit Bezug auf die „Geschichte vom Golem“ (die als Hintergrund für manch einen von Juden geschaffenen Comic-Charakter auftaucht) – das heißt, das von Juden zur Verteidigung von Juden geschaffene Monster, das sich später gegen seine Schöpfer wendet – sondern auch, weil Superman, analog zu den Juden, der fremde Einwanderer ist, aber in Supermans Fall von einem anderen Planeten statt aus den Ghettos Osteuropas. Weiters wurde Superman, wie Moses, von seinen Eltern weggelegt, damit er überleben könne, und natürlich wird der fremde Einwanderer Superman zum „exemplarischen Amerikaner“, wie es angeblich auch die Juden wurden. Und – Superman verteidigt Amerika und amerikanische Werte; ist das denn nicht das, was die Juden immer getan haben?

Schlußendlich wird die Tatsache, daß Clark Kent bebrillt, bücherwurmig und von freundlichem Wesen (sic!) ist, als der jüdische Stereotyp betrachtet; Kaplan behauptet, daß Siegel und Shuster sich so sahen.

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Die Stasi-Wurzeln der deutsch-jüdischen „antirassistischen“ Linken und ihr Programm zur Zerstörung des ethnischen Deutschland

Von Francis Carr Begbie, übersetzt von Deep Roots. Das Original Stasi Roots of the German-Jewish „Anti-Racist“ Left and Its Program of Destroying Ethnic Germany erschien am 5. Oktober 2015 im Occidental Observer. [Anm.d.Ü.: Bitte nicht verärgert zusammenzucken, weil Anetta Kahane im ersten Satz als „deutsche“ Antirassistin bezeichnet wird; ihr wahrer ethnischer Hintergrund wird nachfolgend sehr wohl hervorgehoben.]

 

Für die professionelle deutsche „Antirassistin“ Anetta Kahane war die vergangene Woche eine sehr gute Woche. Denn eine ihrer vielen Organisationen ist dazu bestimmt, die Kampagne zur Ausschaltung von Opposition gegen die Einwandererinvasion auf Facebook anzuführen.

Dieses harte Vorgehen gegen die Redefreiheit auf Facebook ist nun nach einem Treffen zwischen Angela Merkel und Mark Zuckerberg eine der höchsten Prioritäten der deutschen Regierung und bedeutet, daß fürderhin alle Kritik an der Einwandererinvasion streng eingeschränkt werden wird. Solch eine riesige Initiative wird eine Armee loyaler und vertrauenswürdiger Funktionäre brauchen, und wer wäre besser als Fräulein Kahane und ihr „Netz gegen Nazis“, um zu zeigen, daß sie es ernst meinen. Nur um sicherzustellen, daß gewöhnliche Deutsche die Botschaft richtig verstehen, hat die Regierung den Führer der dissidenten Bewegung PEGIDA wegen einwandererfeindlicher Kommentare angeklagt, die er auf Facebook machte.

Im lukrativen Sektor des Antirassismus ist Anetta Kahane zweifellos eine gerissene und weitsichtige Unternehmerin. Sie erkannte früher als die meisten, daß riesige Mengen an Geld damit zu machen sind, indem man die Sorgen gewöhnlicher Bürger wegen der Einwanderung als Angstmeldungen wegen „Neonazis“ aufmacht, und sie arbeitete hart daran, diese Industrie hochzufahren und in die Geldmaschine zu verwandeln, die sie heute ist.

Wie so viele jüdische Führer in Europa heutzutage äußert Kahane ziemlich dreist ihren Wunsch nach der Zerstörung des weißen Europa. „Man muß die Einwanderungspolitik in Europa wirklich ändern. Dies ist sehr wichtig; Man muß das Bildungssystem und das Selbstverständnis der Staaten ändern. Sie sind nicht mehr nur weiß oder nur schwedisch oder nur portugiesisch oder nur deutsch. Sie sind multikulturelle Orte in der Welt.“

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Heinrich Heine: Deutscher Dichter und politischer Agitator in causa judaica

Von Dan Michaels; Original: Heinrich Heine: German Lyric Poet and Jewish Political Agitator, erschienen am 3. Juli 2012 auf „The Occidental Observer“.

Übersetzung: Sternbald (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“ und hier im „Archiv des Verbotenen Wissens“)

 

Das „Junge Deutschland“ war eine von mehreren jungen Juden geführte Bewegung, die liberale Reformen propagierte, welche größere Freiheiten für Juden in allen Bereichen der deutschen Gesellschaft beinhalten sollten. Die Reaktion der Deutschen darauf kann als Vorzeichen einer kommenden Verschlechterung der Beziehungen zwischen Deutschen und Juden hundert Jahre vor der Machtergreifung Adolf Hitlers gesehen werden. Im Rahmen ihrer Kampagne sagten und taten die Aktivisten Dinge, die von der deutschen Obrigkeit und vielen Deutschen als beleidigend empfunden wurden. Im Zentrum der Bewegung befand sich der weltbekannte Dichter Heinrich Heine, den viele als Personifizierung der jüdischen Mentalität betrachten.

Heine litt schmerzlich an seiner eignen Zerrissenheit. Bereits in jungen Jahren erlangte er großen Ruhm und wurde als Deutschlands bedeutendster romantischer Dichter nach Goethe angesehen. Aufgrund der Schönheit und der Themen seiner Dichtung dachte man von ihm, dass er seine Heimat und insbesondere das Rheinland liebte. Im mittleren Alter jedoch hatte er sich zu einem verbitterten und sarkastischen Kritiker verwandelt, der nahezu Allem und Allen, die er zuvor geliebt oder bewundert hatte, feindlich gegenüberstand. Da andere Gründe nicht bekannt sind, muss man annehmen, dass das Zerbrechen seines Lebens, seiner Persönlichkeit und seiner Gesundheit durch den psychologischen Zusammenstoß zwischen seiner Herkunft, insbesondere seiner jüdischen Prägung, und der Kultur der Welt, in der er lebte, verursacht wurde. In Goethes Faust findet sich eine passende Beschreibung dieser Problematik:

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust,

die eine will sich von der andern trennen…

Der 1797 in eine jüdische Familie geborene Harry Heine begann sein Leben in einer katholisch geprägten Stadt, deren jüdische Einwohner – sie waren in Deutschland nur eine Minderheit – Napoleon und seine Reformen begrüßten. Heines Eltern, die bescheiden, aber komfortabel lebten, schickten den künftigen Dichter mit vier Jahren in einen deutschen Kindergarten, während sie ihm gleichzeitig zuhause die jüdischen Traditionen vermittelten und ihn in einer Privatschule zusätzlich im jüdischen Glauben unterweisen ließen. Harry besuchte dann das örtliche Gymnasium, welches in einem Franziskanerkloster beherbergt war und von katholischen Priestern betrieben wurde, die häufig Jesuiten waren. Es herrschte strenge Disziplin – mit dem Ziel, Napoleon tüchtige Untertanen heranzuziehen. Dort lernte Harry fließend Französisch sprechen, nicht als Fremdsprache, sondern fast auf derselben Stufe wie seine Heimatsprache Deutsch. Von Glück für den jüdischen Jungen war, dass der Schulrektor Schallmayer, ein Jesuit, der mit seinem Schüler die Liebe für alles Französische teilte, sein Freund und Mentor wurde. Schallmayer versuchte sogar, Harry zur Priesterlaufbahn zu überreden. Obwohl die poetische Seite des Katholizismus den jungen Harry stark anzog, entschied er sich für ein bürgerliches Leben. Später verewigte Heine diese Priester und ihre Eigentümlichkeiten in Das Buch Le Grand (1827) und in seinen Memoiren (posthum 1884). Als wäre er von einem inneren Instinkt dazu angeleitet, ja sogar dazu gezwungen, schrieb er in Reisebilder (1826) und weiteren Gedichten ebenfalls spöttische und sogar blasphemische Passagen über seine frühen Erfahrungen und die Schulzeit.

Aufgrund seiner Persönlichkeit, seiner politischen Ausrichtung und seines literarischen Talents entwickelte Harry Heine sich zu einer bedeutenden Figur während der reaktionären Periode, die von den Deutschen als Vormärz bezeichnet wird, d.h. von der Niederlage Napoleons 1815 und der Abschaffung seiner liberalen Reformen bis zur Revolution im März 1848 und dem Wiederaufleben des Liberalismus.

Vor den napoleonischen Reformen waren Juden in Deutschland hinsichtlich ihrer Ambitionen und Aktivitäten gewissen Einschränkungen unterworfen gewesen. Der einzige ihnen offenstehende Beruf war der des Arztes. In dem neuen liberalen Klima jedoch setzten Juden bald ihre Fähigkeiten im Bereich moderner Bankgeschäfte ein, inbegriffen diejenigen, die bis dahin „Hofjuden“ an den verschiedenen Fürstenhöfen gewesen waren und denen, die sich als traditionelle Wucherer betätigt hatten. Das Haus Rothschild, dessen Gründer Meyer Amschel Rothschild sein Vermögen während der Koalitionskriege nach der Französischen Revolution von 1789 gemacht hatte, war der erfolgreichste der frühen jüdischen Bankenkonzerne. Als Geschäftspartner der herrschenden Klasse wurden die jüdischen Bankiers oft zu Baronen geadelt, wenn ihnen auch immer noch die Bürgerrechte verwehrt wurden. Zu Harrys großem Glück war sein Onkel Solomon als einer dieser erfolgreichen Bankiers in Hamburg schnell in der Gesellschaft aufgestiegen. Unter der Bedingung, dass Harry in Jura promovieren würde, erklärte er sich bereit, alle mit dem Studium verbundenen Kosten zu übernehmen.

Harry Heine begann sein Studium mit einem soliden Grundlagenwissen über die Thora, die Psalmen, jüdische und deutsche Folklore, die französischen Klassiker, napoleonischen Ethos, die Geistergeschichten der Romantiker, Rektor Schallmayers Rationalismus und Jonathan Swifts brutale Satiren. Diese Einflüsse sollten ihn Zeit seines Lebens begleiten.

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Frank Sinatra: „The House I Live In”

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Von James Edwards, übersetzt von Deep Roots. Das Original The House I Live In erschien am 16. März 2011 im Occidental Observer.

Jeder, der wissen will, wie es mit uns mit all diesem Diversity-Unsinn und multikulturellen Wahnsinn so weit gekommen ist und wo das herkam, sollte diesen kurzen Film mit dem Titel „The House I Live In“ mit Frank Sinatra in der Hauptrolle ansehen. Er erschien 1945 und wurde geschaffen, „um gegen Antisemitismus und Rassenvorurteile Stellung zu nehmen.“ Er wurde 1946 sowohl mit einem Golden Globe als auch einem Academy Award [„Oscar“] ausgezeichnet.

Die Handlung ist ziemlich simpel. Sinatra, der sich selbst spielt, geht während einer Aufnahmesitzung zu einer Rauchpause hinaus und stößt dort auf eine Bande von etwa einem Dutzend Jungen, die einen anderen Jungen verfolgen und in die Enge treiben und ihn verprügeln wollen. Sinatra geht dazwischen und fragt, was es für ein Problem gibt. Die Raufbolde erklären, daß sie den Jungen zusammenschlagen wollen, weil sie seine Religion nicht mögen. Einer sagt Sinatra: „er ist ein dreckiger –“ aber Frank schneidet ihm das Wort ab, bevor er den Satz vollenden kann.

Frank redet dann mit den Jungen und zeigt ihnen, wie sehr sie im Unrecht sind. Sagt er ihnen, daß – auch wenn Religion wichtig ist – es kein angemessenes Verhalten ist, herumzugehen und Leute mit einer anderen Religion zusammenzuschlagen? Von wegen! Frank kommt gleich auf den Punkt. Er sagt ihnen:

„Schaut, Jungs, Religion macht keinen Unterschied. Außer vielleicht für einen Nazi, oder für jemanden, der dumm ist.“

Christen beschweren sich gern darüber, daß das „heutige“ Hollywood das Christentum verleumdet und herunterspielt, während sie darauf beharren, daß Hollywood damals in den guten alten Zeiten das Christentum respektierte. Aber sogar damals 1945 verlieh Hollywood einem Film Oscars, der sagt, daß jeder, der das Christentum für besser als andere Religionen hält, entweder ein Nazi oder dumm ist.

Sinatra erläutert dann weiter, daß wir alle Amerikaner sind, egal was wir glauben, und daß „Vorurteile“ und „Intoleranz“ falsch sind, denn auch wenn wir nicht alle einer Meinung hinsichtlich Religion sein mögen, müßten wir zusammenhalten, um „die Japse“ zu bekämpfen. Und ja, er sagt wiederholt „Japse“. Die Jungs schauen dann mit großen Augen, als Frank in eine gekürzte Version des Titelliedes ausbricht.

Der Film beruht auf dem gleichnamigen Lied „The House I Live In“. Darin geht es nur darum, daß Amerika ein multirassisches, multikulturelles Disneyland ist. Aber der Autor des Liedes war wütend darüber, daß die Filmemacher die Strophe, die sich ausdrücklich auf Schwarze bezieht, aus dem Film schnitten. Er wurde sogar aus einem Kino geworfen, weil er gegen den Schnitt protestierte. Aber die Leute, die den Film machten, wußten, daß Amerika noch nicht wirklich bereit war für einen Film, der für derart viel „Diversity“ warb. Egal, sie hatten reichlich Zeit, und heute forcieren sie nicht nur Rassenintegration nonstop, sondern auch Rassenvermischung. Und es erübrigt sich zu sagen, daß sie, wenn sie den Film heute machen würden, zweifellos die Zeile drinlassen würden, die Evangelikale mit Nazis vergleicht, weil sie Religion für wichtig halten, aber das mit den „Japsen“ rausnehmen würden.

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Die Kultur der Kritik (6): Die jüdische Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Eine Reprise

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt vom Verlag libergraphiX (ursprünglich – noch vor Erscheinen der deutschen Buchausgabe – auf „As der Schwerter“ veröffentlicht). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers (die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library [ISBN 0-7596-7222-9]).

Zuvor veröffentlicht:

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Die Kultur der Kritik (2) – Die Boas’sche Schule der Anthropologie und der Niedergang des Darwinismus in den Sozialwissenschaften

Die Kultur der Kritik (3) – Juden und die Linke

Die Kultur der Kritik (4): Die jüdische Beteiligung an der psychoanalytischen Bewegung

Die Kultur der Kritik (5): Die Frankfurter Schule für Sozialforschung und die Pathologisierung nichtjüdischer Gruppenloyalitäten

*   *   *

Erinnerst du dich, fragte er mich, was Lueger, der antisemitische Bürgermeister von Wien, einmal der Stadtverwaltung sagte, als sie nach Hilfsgeldern aus öffentlichen Mitteln für die Naturwissenschaften verlangte? „Wissenschaft? Das ist das, was ein Jude vom anderen abschreibt.“ Das ist, was ich zur Ideengeschichte (deutsch im Original; der Übersetzer) sage, der Geschichte der Ideen. (Isaiah Berlin, in Erinnerung an eine Konversation mit Lewis Namier; in  Efron 1994, 13)

Das Material der vorausgehenden vier Kapitel weist darauf hin, dass Individuen, welche sich stark als Juden identifizierten, die große motivierende Kraft hinter mehreren hochgradig einflussreichen, intellektuellen Bewegungen waren, welche gleichzeitig die nichtjüdische Kultur einer radikalen Kritik unterwarfen sowie eine Fortsetzung der jüdischen Identifikation erlaubten. Zusammengenommen beinhalten diese Bewegungen die intellektuelle und politische Linke in diesem Jahrhundert und sind die direkten intellektuellen Vorfahren der gegenwärtigen linken intellektuellen und politischen Bewegungen, insbesondere des Postmodernismus und des Multikulturalismus.

Kollektiv haben diese Bewegungen die fundamentalen moralischen, politischen und wirtschaftlichen Grundlagen der westlichen Gesellschaft in Zweifel gezogen. Ein entscheidendes Merkmal dieser Bewegungen ist, dass sie, zumindest in den Vereinigten Staaten, in jenem Sinne auf den Kopf gestellte Bewegungen waren, als sie in Mitgliedern einer hochintelligenten und hoch gebildeten Gruppe ihren Ursprung hatten und von diesen dominiert wurden. Diese Bewegungen wurden mit viel intellektueller Leidenschaft, moralischer Inbrunst und einem hohen Grad theoretischer Verfälschung verteidigt. Jede Bewegung versprach ihre eigene, oft teilweise deckungsgleiche oder ergänzende Version einer Utopie: eine Gesellschaft, zusammengesetzt aus Menschen mit demselben biologischen Leistungspotential, welche durch die Kultur leicht nach den Vorstellungen einer moralisch und intellektuell überlegenen Elite zu idealen Bürgern geformt werden können; eine klassenlose Gesellschaft, in der es keine Interessenkonflikte gibt und die Menschen auf altruistische Art für das Wohl der Gruppe arbeiten; eine Gesellschaft, in der die Menschen frei von Neurosen, frei von Aggressionen gegen Außengruppen sowie im Einklang mit ihren biologischen Bedürfnissen leben; ein multikulturelles Paradies, in dem verschiedene rassische und ethnische Gruppen in Harmonie und Zusammenarbeit zusammenleben – ein utopischer Traum, welcher auch die zentrale Bühne in der Diskussion der jüdischen Beteiligung an der Gestaltung der US-Einwanderungspolitik in Kapitel 7 besetzen wird. Jede dieser Utopien ist aus einer evolutionären Perspektive zutiefst problematisch, ein Thema auf das wir noch in Kapitel 8 zurückkommen werden.

Die Begründer dieser Bewegungen waren alle lebhaft mit dem Thema Antisemitismus beschäftigt, und all jene Utopien, welche von diesen intellektuellen und politischen Bewegungen in Aussicht genommen wurden, versprachen den Antisemitismus zu beenden, gleichzeitig jedoch die jüdische Gruppenkontinuität weiter zu erlauben. Eine Generation jüdischer Radikaler betrachtete die Sowjetunion als einen idyllischen Platz, an dem die Juden in hervorragende Stellungen aufsteigen konnten und wo der Antisemitismus offiziell gebannt war, während das nationale jüdische Leben aufblühte. Die psychoanalytische Bewegung und die Frankfurter Schule freuten sich auf den Tag, an dem die Nichtjuden gegen den Antisemitismus von einer klinischen Priesterschaft immunisiert sein würden, welche die persönlichen Unzulänglichkeiten sowie die Frustrationen durch den Statusverlust, den die Nichtjuden in mörderischer Weise auf die Juden projektierten, heilen könnte. Und die Boasianer sowie die Frankfurter Schule und ihre Nachkommen würden die Entwicklung antisemitischer Ideologien von Seiten eines Ethnozentrismus der Mehrheitsgesellschaft verhindern.

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Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers und die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library (ISBN 0-7596-7222-9). Ich erhebe keinen Anspruch auf eine wie auch immer geartete Vergütung für die Verwendung dieser Übersetzung durch den Verfasser, Professor Kevin MacDonald, für eine Veröffentlichung in Buchform oder in irgendeiner sonstigen Weise.

(I will not claim any reward whatsoever from the author, Professor Kevin MacDonald, should he publish this translation in printed or any other form)

Zuvor veröffentlicht:

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

 

Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

1500 Jahre lang war die jüdische Gesellschaft dazu bestimmt, Intellektuelle hervorzubringen… Die jüdische Gesellschaft war darauf ausgerichtet, sie zu unterstützen… Reiche Kaufleute heirateten Töchter von Weisen; … Ganz plötzlich begann diese alte und hocheffiziente soziale Maschine zur Produktion von Intellektuellen um das Jahr 1800 herum ihren Ausstoß zu verlagern. Statt alle ihre Produkte in den geschlossenen Kreislauf rabbinischer Studien zu füllen, … entließ sie einen bedeutenden und ständig wachsenden Anteil davon ins säkulare Leben. Dies war ein Ereignis von umwerfender Bedeutung in der Weltgeschichte. (A History of the Jews, Paul Johnson 1988, S. 340 – 341)

Ein wichtiges Thema von Separation and Its Discontents (deutsch: Absonderung und ihr Unbehagen; im Folgenden SAID genannt) war die Manipulation von Ideologie im Dienste der Rationalisierung spezifischer Formen des Judentums, der Interpretation der Geschichte und der Bekämpfung des Antisemitismus. Der vorliegende Band ist in vieler Weise eine Erweiterung dieser Phänomene. Jedoch haben die in diesem Band behandelten intellektuellen und politischen Aktivitäten in der breiteren intellektuellen und politischen Welt stattgefunden und sind nicht dazu bestimmt gewesen, spezifische Formen des Judentums zu rationalisieren. Vielmehr können sie im weitesten Sinne als Bestrebungen in Richtung der Kulturkritik charakterisiert werden und zeitweise als Versuche, die breitere Kultur der Gesellschaft in einer Weise zu beeinflussen, die spezifischen jüdischen Interessen entspricht.

Hier wird keine einheitliche jüdische „Verschwörung“ zur Untergrabung der nichtjüdischen Kultur angedeutet, wie in den berüchtigten Protokollen der Weisen von Zion dargestellt. Seit der Aufklärung ist das Judentum niemals eine einheitliche, monolithische Bewegung gewesen, und es hat in diesem Zeitraum unter Juden eindeutig ein großes Maß an Meinungsverschiedenheiten darüber gegeben, wie sie sich selbst schützen und ihre Interessen verwirklichen sollten. Die in diesem Band behandelten Bewegungen (Boas’sche Anthropologie, politischer Radikalismus, Psychoanalyse, die Frankfurter Schule der Sozialforschung und die New Yorker Intellektuellen) wurden von relativ wenigen Individuen vorangetrieben, deren Ansichten der Mehrheit der jüdischen Gemeinschaft vielleicht nicht bekannt waren oder von ihnen nicht verstanden wurden. Das Argument lautet, daß Juden diese intellektuellen Bewegungen dominierten, daß ein starkes Gefühl jüdischer Identität für die große Mehrheit dieser Individuen charakteristisch war und daß diese Intellektuellen in diesen Bewegungen und mit ihrer Teilnahme eine jüdische Agenda verfolgten.

Somit wird nicht angedeutet, daß das Judentum eine einheitliche Bewegung darstellt oder daß alle Segmente der jüdischen Gemeinschaft an diesen Bewegungen teilnahmen. Juden stellen vielleicht ein vorherrschendes oder notwendiges Element in radikalen politischen Bewegungen oder Bewegungen innerhalb der Sozialwissenschaften dar, und Identifikation als Juden mag mit diesen Bewegungen sehr kompatibel sein oder diese sogar begünstigen, ohne daß die meisten Juden an diesen Bewegungen beteiligt wären. Infolgedessen ist die Frage nach den allgemeinen Auswirkungen jüdischer Einflüsse auf die nichtjüdische Kultur unabhängig von der Frage, ob die meisten oder alle Juden die Bewegungen zur Veränderung der nichtjüdischen Kultur unterstützten.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil einerseits Antisemiten oft stillschweigend oder ausdrücklich angenommen haben, daß die jüdische Beteiligung an radikalen politischen Bewegungen Teil einer übergreifenden jüdischen Strategie sei, zu der auch reiche jüdische Kapitalisten gehörten wie auch die jüdische Beteiligung an den Medien, am Universitätswesen und anderen Bereichen des öffentlichen Lebens. Andererseits haben Juden, die den Antisemitismus zu entschärfen versuchten, der daraus entstand, daß Juden in vielen radikalen Bewegungen eine vorherrschende Rolle gespielt haben, oft darauf hingewiesen, daß nur eine Minderheit der Juden darin verwickelt sind und daß Nichtjuden ebenfalls an diesen Bewegungen beteiligt sind. Folglich war zum Beispiel die Standardantwort des American Jewish Committee (im Folgenden AJCommittee genannt) während der 1930er und 1940er auf das Überwiegen von Juden in radikalen politischen Bewegungen die Betonung, daß die meisten Juden keine Radikalen waren. Trotzdem unternahm das AJCommittee während desselben Zeitraums Anstrengungen zur Bekämpfung des Radikalismus in der jüdischen Gemeinschaft (z. B. Cohen 1972).48 Das AJCommittee anerkannte stillschweigend, daß Aussagen, nur eine Minderheit der Juden seien Radikale, tatsächlich wahr gewesen sein mochten, aber irrelevant hinsichtlich dessen waren, ob 1) eine Identifikation als Jude kompatibel mit der Beteiligung an radikalen politischen Bewegungen ist oder diese begünstigt; 2) Juden ein vorherrschendes oder notwendiges Element in radikalen politischen Bewegungen darstellen oder 3) man sich Einflüsse auf die nichtjüdische Kultur, die aus der jüdischen Vorherrschaft in radikalen Bewegungen (oder den anderen in diesem Band betrachteten jüdischen intellektuellen Bewegungen) resultieren, als Konsequenz des Judaismus als gruppenevolutionäre Strategie denken kann.

In ähnlicher Weise impliziert die Tatsache, daß die meisten Juden vor den 1930ern keine Zionisten waren, gewiß nicht, daß eine Identifikation als Jude für den Zionismus irrelevant war, oder daß Juden eigentlich keinen vorherrschenden Einfluß auf den Zionismus darstellten, oder daß der Zionismus keine Auswirkungen auf nichtjüdische Gesellschaften hatte, oder daß nicht manche Nichtjuden zu glühenden Zionisten wurden. Der politische Radikalismus ist eine Wahlmöglichkeit unter vielen gewesen, die Juden in der Welt nach der Aufklärung offenstanden, und hier wird nicht angedeutet, daß das Judentum eine monolithische, einheitliche Gruppe in der Welt nach der Aufklärung darstellt. Daß Juden mit größerer Wahrscheinlichkeit als Nichtjuden radikale politische Alternativen gewählt haben und daß Juden in manchen radikalen politischen Bewegungen einen beherrschenden Einfluß hatten, sind daher Tatsachen, die für das vorliegende Projekt höchst relevant sind.

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911 glitzert und funkelt

Von reinigungskraft; der Originalartikel erschien am 20. November 2016 auf Völkermord ist bunt. (Link zu den auf Morgenwacht veröffentlichten Osimandia-Artikeln von Lucifex hinzugefügt)

 

911 glitzert und funkelt

Ist dir bewusst an welchem Tag verkündet wurde, dass Donald Trump Präsident werden wird?

  1. Wem As der Schwerter fremd ist

Ich will den Beginn des Artikels mit alten Zitaten von Osimandia beginnen. Wer Osi noch nicht kennt, kann einige wenige ihrer Artikel auf Morgenwacht finden. Sie ist eine brillante Analystin (im Ruhestand), die für As der Schwerter schrieb. Für den Zweck dieses Artikels reicht es aus sie mit Sherlock Holmes zu verwechseln. Lässt sich erraten, was die Meisterdetektivin-analystin herausgefunden hat?

Literaturverweis: Einige ihrer Artikel und Kommentare lassen sich auch in den Fragmenten des schwertasblog.wordpress.com wiederfinden, die an verschiedenen Stellen noch zu finden sind (z.B. dem israelischen archive.is).

  1. Osimandias Zumutung

Ihren letzten 9/11 Artikel (2014) https://morgenwacht.wordpress.com/2016/09/11/911-wie-weit-kann-manipulation-gehen.html begann Osimandia mit:

In den vergangenen Jahren haben wir jeweils zum Jahrestag eine Zumutung für unterschiedliche Zielgruppen gebracht. … Doch wen haben wir bislang mit unseren Zumutungen sträflich vernachlässigt? Richtig! Unseren eigenen Kreis von Stammlesern! Das ist unverzeihlich und das möchte ich dieses Jahr in Ordnung bringen. Nun könnte man vielleicht annehmen, die Zumutung sei, dass ich den Artikel mit zwei Wochen Verspätung veröffentliche, aber das war’s noch nicht. Das kann ich besser!

Ja, das kann sie gewiss.

Ich möchte dieses Jahr die so genannte No-plane-Theorie vorstellen, …

Da – glaube ich – schummelt Osi. Die Verspätung selbst des Artikels war nicht die Zumutung. Das ist keine Frage. Könnte es sein, dass die Verspätung eine Folge der zuerst beabsichtigten Zumutung war, bzw. deren Ersetzung durch die dann kurzfristig aufgeschriebene No-plane-Theorie? Ich erkenne jedenfalls nicht, warum der geschriebene Artikel eine auf die judaismuskritischen Stammleser zugeschnittene Zumutung sein soll. Die wird viel weniger Probleme No-Plane gehabt haben als PIdioten, Sezessionisten oder Schlafschafe. Charakteristische Ansichten oder Interessen von uns Stammlesern, wurden auch nicht attackiert. Ne, da stimmt irgendetwas nicht. Oder?

In ihrem Artikel „75 Jahre November 911“ vom 10. November 2013 schrieb sie beim Vergleich der Reichskristallnacht am 11.9. und dem WTC-Abriss am 9/11:

Die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden 9/11-Ereignissen liegen auf der Hand: Es gingen Gebäude zu Bruch und kurz darauf begann ein Krieg. Ob es auch noch weitere Gemeinsamkeiten zwischen dem neunten Elften und dem elften Neunten gibt, bleibt abzuwarten, vollkommen ausschließen kann man das nie.

Ich weiß nicht, wie es euch geht aber für mich klingt das nach „ich habe da so eine Vermutung, möchte die aber nicht schreiben.“ (Mir selber kommt langsam der Verdacht, dass 9.11. als Datum besser gewesen wäre als 9/11. Aber das alte Ereignis sollte nicht überlagert und verdrängt werden. Es wird noch gebraucht.)

Weiterlesen im Originalartikel…