Verbales Gift: Biologische Parallelen für westliche Pathologien

Von Tobias Langdon, übersetzt von Deep Roots. Das Original Verbal Venom: Biological Parallels for Western Pathologies erschien am 15. Oktober 2013 im Occidental Observer.

Gestochen, um zu sterben

Hier ist ein kurzes und sehr altes Wort: Wespe. Hier ist ein langes und sehr neues Wort: Neuroparasitologie. Trotz ihrer Unterschiede passen die beiden Wörter sehr gut zueinander. Neuroparasitologie ist das Studium dessen, wie Parasiten die Gehirne ihrer Wirte manipulieren. Parasitische Wespen sind Experten bei dieser Manipulation. Zum Beispiel spritzen manche mit ihren Stacheln lähmende Gifte und schaffen lebende Speisekammern für ihre Nachkommen. Mauerwespen legen Eier auf gelähmte Raupen und versiegeln sie dann in Brutkammern aus Schlamm. Die Raupen werden dann lebendig von den Larven gefressen, die aus den Eiern schlüpfen.

Parasitische Wespen führen diese selbstmörderische Passivität mit winzigen Einspritzungen von Neurotoxin herbei, weil winzige Mengen von Chemikalien riesige Auswirkungen auf Nervensysteme haben können. Die Art, wie eine Raupe sich lebendig auffressen läßt, ist sowohl grotesk als auch faszinierend, aber andererseits ist Parasitismus einer der interessantesten Aspekte der Biologie. Wie Raubtiere haben sich Parasiten im Tierreich wieder und wieder spontan entwickelt. Es gibt parasitische Säugetiere, Vögel, Fische, Insekten und mehr. Man denke an Vampirfledermäuse, Kuckucke, Neunaugen, Moskitos und so weiter.

Jede Parasitenspezies nützt irgendeinen bestimmten Aspekt der Biologie ihres Wirtes aus. Wespen spritzen Toxine ein, die Nerven lähmen; Kuckucke legen Eier, die Augen und Hirne täuschen. Aber dies erweckt eine gefährliche Idee über Homo sapiens. Es ist aus der Biologie klar, daß räuberische Lebensweise und Parasitismus sich unter Tieren schnell und leicht entwickeln. Alle Vögel haben einen gemeinsamen Vorfahren, aber manche Vögel, wie Adler und Würger, machen jetzt Jagd auf ihre Verwandten, während andere, wie Kuckucke und Skuas [Raubmöwen] jetzt an ihren Verwandten parasitieren. Warum also können sich räuberische Lebensweise und Parasitismus nicht auch unter jenen Tieren entwickelt haben, die als menschliche Wesen bekannt sind? Warum kann es nicht räuberische oder parasitische Ideologien, Berufe und sogar Rassen geben?

Catch Twenty-’Koo

Eine Antwort könnte lauten: Es gibt sie nicht, weil es böse ist, so etwas zu behaupten – es ist bigott, hasserfüllt und rassistisch. Aber diese Antwort könnte selbst ein Beweis für die Behauptung sein. Falls es Parasitismus unter menschlichen Wesen wirklich gibt, dann wird er irgendeinen bestimmten Aspekt unserer Biologie ausnützen. Wespen können leicht Chemikalien in die Hirne anderer Insekten spritzen. Menschliche Wesen können leicht Ideen in die Hirne anderer menschlicher Wesen injizieren. Sie tun dies unter Verwendung von etwas, das man Sprache nennt. Daher könnten Worte wie „Hass“, „Bigotterie“, „Rassismus“, „Antisemitismus“, „Homophobie“, „Islamophobie“ und so weiter die verbalen Äquivalente zu den Neurotoxinen einer Wespe sein: billige und wirksame Möglichkeiten zur Lähmung eines nährstoffreichen Wirtes. In Europa, Kanada und Australien haben diese verbalen Gifte gesetzliche Unterstützung. Dort gibt es Gesetze gegen Hassrede, und Menschen werden für Meinungsäußerungen eingesperrt. Sprache und Gesetz sind Aspekte der menschlichen Biologie, und beide sind Möglichkeiten zur Manipulation unseres Verhaltens. Daher könnten beide, wie ich behaupte, von Räubern oder Parasiten ausgenützt werden, die sich von einer nährstoffreichen Gesellschaft ernähren wollen.

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Klima-Gruppendenken

Von David Archibald, übersetzt von Lucifex. Das Original Climate Groupthink erschien am 18. April 2018 auf Taki’s Magazine.

Es heißt, daß das Vereinigte Königreich den längsten Selbstmord-Abschiedsbrief der Welt produziert hätte – sein Klimawandelgesetz von 2008. Es sind aber noch ein paar vernünftige Leute in GB übrig; diejenigen in der Global Warming Policy Foundation beauftragten den angesehenen britischen Journalisten Christopher Booker, einen Bericht mit dem Titel Global Warming: A case study in groupthink [„Globale Erwärmung: Eine Fallstudie im Gruppendenken“] zu schreiben. Richard Lindzen schrieb das Vorwort, das bezüglich der Theorie von der globalen Erwärmung die Frage enthält:

Wie kommen ansonsten intelligente Menschen dazu, solch himmelschreienden Unsinn trotz seiner Unplausibilität, inneren Widersprüche, widersprüchlichen Daten, offenkundiger Korruption und lächerlicher politischer Implikationen zu glauben?

Wie, in der Tat. Dr. Lindzen hat seit über dreißig Jahren Abhandlungen veröffentlicht, die kritisch gegenüber der Theorie von der globalen Erwärmung sind. Für jeden, der sich dafür interessiert, wie wir zum gegenwärtigen Spielstand in Sachen Klima gekommen sind, liefert der Bericht eine interessante Einführung. Er enthält viele amüsante Anekdoten über die Mätzchen, auf die Global-Warming-Wissenschaftler und ihre Unterstützer zur Förderung ihrer Sache zurückgreifen, großteils mit Bezug auf deren inhärente Heuchelei. Nachfolgend sind einige dieser Geschichten zu finden.

Das wissenschaftliche Establishment in den Vereinigten Staaten und in Europa war seit mindestens dreißig Jahren beim Global-Warming-Hoax mit an Bord, noch bevor die Beweise dafür überhaupt fabriziert worden waren. Natürlich wurde kein Widerspruch dazu toleriert; aus Seite 13:

Aber, wie Lindzen anmerkte, war bald klar geworden, daß es bei allen Konzepten, die für uneindeutig hinsichtlich der globalen Erwärmung gehalten wurden, höchst unwahrscheinlich war, daß sie akzeptiert würden. Er erinnerte sich, wie die National Science Foundation im Winter 1989 einem seiner MIT-Kollegen, Professor Reginald Newell, die Mittel entzog, als seine Datenanalysen nicht zeigten, daß das vorhergehende Jahrhundert eine Nettoerwärmung erlebt hatte (ein Beurteiler meinte, daß seine Ergebnisse „gefährlich für die Menschheit“ seien).

Dr. Lindzen hatte ebenfalls ähnliche Probleme, wie auf Seite 14 erzählt wird:

Dies war ein Zeichen dafür, wie rücksichtslos der Druck geworden war, um jegliche Kritiker am „Konsens“ von der Debatte auszuschließen. Als Lindzen selbst eine Kritik an der These von der globalen Erwärmung an Science schickte, das Journal der American Association for the Advancement of Science, wurde sein Artikel als „nicht von Interesse“ für seine Leser abgelehnt. Aber zu seinem Erstaunen griff Science dann seinen Artikel an, obwohl er nicht veröffentlicht worden war.

Obwohl der Artikel schließlich im Bulletin der American Meteorological Society erschien, bemühte dessen Herausgeber „sich sehr, Widerlegungen anzufordern.“

Auf einer Ebene war die Theorie von der globalen Erwärmung ein Mittel zu einem Zweck, und die tatsächliche Umkehrung des Schadens, den zusätzliches Kohlendioxid angeblich verursachte, war nicht das, worauf es ankam. Worum es ging, war, ein Hassobjekt zu haben, das rechtfertigen würde, was die Protagonisten tun wollten. Auf Seite 18 gibt es ein Zitat aus The First Global Revolution, Bericht des Club of Rome, von 1991:

Auf der Suche nach einem neuen Feind, der uns vereinen würde, kamen wir auf die Idee, daß Umweltverschmutzung, die Drohung der globalen Erwärmung, Wasserknappheiten, Hungersnot und dergleichen dafür passen würden… all diese Gefahren werden durch menschliches Eingreifen verursacht… der wahre Feind ist also die Menschheit selbst.

Das Wunderbare an der globalen Erwärmung als Problem ist, daß kein physischer Beweis für ihre Existenz notwendig war, den die Menschen in ihrem täglichen Leben erfahren. Zu einem großen Ausmaß fälschten die Global Warmers sie, „bis sie sie machten“, aber keine Temperaturerhöhung kam daher, um ihnen zu helfen. Ihre Vorhersagen sind nun um nichts weniger lächerlich, aber die Warmers haben gelernt, sie viel weiter in die Zukunft hinauszuschieben.

Damals in den 1990ern dachten manche der ursprünglichen Teilnehmer in der Global-Warming-Industrie, sie wären an echter wissenschaftlicher Arbeit beteiligt, daher also diese amüsante Geschichte von Seite 20 über einen IPCC-Bericht von 1995:

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„Warum ich kein Linker mehr bin“ – Fragen an Manfred Kleine-Hartlage

Ein Interview von Felix Menzel mit Manfred Kleine-Hartlage (Original hier), erschienen am 21. September 2012 auf „Sezession im Netz“.

 

Nach Friedrich Romig ist es nun Zeit, Manfred Kleine-Hartlage drei Fragen zu seinem neuen kaplaken Warum ich keiner Linker mehr bin zu stellen. Kleine-Hartlage beschreibt in dem Büchlein seinen eigenen Weg von links nach rechts und erklärt, woran die Linke glaubt und warum sie unbelehrbar ist.

SEZESSION: Gleich am Anfang Ihres neuen Buches Warum ich kein Linker mehr bin schreiben Sie: „Wer nie links war, kann es nur als eine Art unheilbarer Geisteskrankheit betrachten. Nun, eine Geisteskrankheit mag es sein; aber unheilbar ist sie nicht.“ Es geht Ihnen mit dieser Zuspitzung darum, wie sich „Linkssein von innen“ anfühlt. Was wissen also nur Linke über Linke? Und was bleibt den anderen verborgen?

MANFRED KLEINE-HARTLAGE: Linke wissen über sich selbst eigentlich überhaupt nichts. Linkssein heißt, sich in einem geschlossenen Gedankenuniversum zu befinden, das sich stets ausweglos in sich selbst zurückkrümmt. Im Zentrum dieses Universums steht die Utopie, deren Wahrheit und absolute Geltung axiomatisch angenommen wird, und die damit das Äquivalent einer Gottheit ist. Dies gilt entgegen dem Anschein nicht nur für Extremisten, sondern auch für sogenannte gemäßigte Linke, für die sogar noch mehr: Während Extremisten von der konkreten Utopie ausgehen, d.h. ihre Gottheit in einem Bild – etwa dem Sozialismus – konkretisieren und dieses anbeten, gilt für die sogenannten Gemäßigten das Bilderverbot: Die Gottheit wird transzendent und unsichtbar (und damit, anders als eine Götzenstatue, auch unzerstörbar), aber sie bleibt das Absolutum, auf das sich die gesamte linke Weltauffassung ausrichtet, einschließlich ihres Politikverständnisses, ihrer Moral, ihres Menschenbildes, ihrer politischen Projekte usw., die allesamt dem Dienst an der Gottheit verpflichtet sind. Die ganze Wirklichkeit wird von der Utopie her und zum Zwecke ihrer Bestätigung interpretiert.

Es handelt sich mithin um ein autistisches Wahnsystem, und es liegt in der Natur der Sache, daß man dieses autistische System als solches nicht durchschauen kann, solange man in ihm lebt (weswegen ich gesagt habe, daß die Linken über sich selbst nichts wissen); aber genausowenig, wenn man nie in ihm gelebt hat. Konservative neigen dazu, schon aufgrund ihres ausgeprägten Sinns für Ritterlichkeit und Fairneß, die moralischen Motive anzuerkennen, die die Linke für sich in Anspruch nimmt, und ihr nur ein zu optimistisches Menschenbild zu bescheinigen; sie tendieren dazu, den instrumentellen Charakter dieser Moral und dieses Menschenbildes zu verkennen. Sie sehen, daß die meisten Linken persönlich keineswegs bösartig sind und sind deshalb immer wieder erschüttert über das Ausmaß an Skrupellosigkeit und Bösartigkeit der Linken als Bewegung. Sie wären weniger überrascht, wenn sie sich klarmachten, daß sie es mit gläubigen Anhängern einer theologisch in sich geschlossenen heidnischen Religion zu tun haben, einer Großsekte von gehirngewaschenen Jüngern.

SEZESSION: Warum gelingt es der deutschen Linken, ihre kulturelle Hegemonie über Jahrzehnte hinweg zu behaupten? Sie sprechen in diesem Zusammenhang von einer „Korruption des Geistes“ …

MANFRED KLEINE-HARTLAGE: Die Linken haben nach 1968 die Zentren der gesellschaftlichen Ideologieproduktion besetzt (Schulen, Universitäten, Medien, Kirchen, Parteien), und dies nicht durch Leistung, sondern durch Personalpolitik, und definieren von dort aus, wer Elite ist (natürlich sie selbst) und wer Plebs (natürlich wir), welche Themen und Perspektiven „seriös“ sind und welche „Stammtisch“, wer zu Wort kommen soll und wem man „kein Forum bieten darf“.

Und da der Mensch Konformist ist, will er – wenigstens durch ideologische Teilhabe – zu den seriösen Eliten gehören und schaltet zu diesem Zweck auch gerne den gesunden Menschenverstand ab. Die Angehörigen der meinungsmachenden Eliten selbst wiederum wissen, daß sie dies nur so lange bleiben, wie sie als zuverlässige Ideologieproduzenten agieren. Was dem geschieht, der sich dieser Rolle verweigert, hat zum Beispiel Eva Herman erfahren müssen. Am Zuverlässigsten ist der, der an das, was er verkünden soll, auch selber glaubt, also wird er sich das Zweifeln ganz von alleine verbieten.

Hinzu kommt die psychologische Bestechung durch das Gutmenschentum, d.h. das befriedigende Gefühl, bereits deshalb ein guter Mensch zu sein, weil man bestimmte politische Ansichten hat. Das alles zusammen ergibt das, was ich mit „geistiger Korruption“ meine. Sie steht am Ende einer Kette von wesentlich handfesteren Formen der Korruption, die von der Spitze der Pyramide abwärts eine abnehmende Rolle spielen.

Weiterlesen auf Seite 2 des Originalartikels…

 

Manfred Kleine-Hartlage

Warum ich kein Linker mehr bin

Reihe kaplaken, Band 33

96 Seiten, gebunden, 8,50 €

Schnellroda 2012

Hier bestellen!

 

Noch ein hervorragender Satz von Manfred Kleine-Hartlage:

„Für einen Intellektuellen gibt es nichts Geileres als rechts zu sein.“

„Lasst sie Menschen sein!“

Volker Sommer ist Professor für Evolutionäre Anthropologie am University College London (UCL). Er erforscht wild lebende Primaten in Asien und Afrika und berät die International Union for Conservation of Nature als Menschenaffen-Experte. Als wissenschaftlicher Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung setzt Volker Sommer sich für einen evolutionären Humanismus ein. Öffentlich bekannt ist der engagierte Naturschützer durch Radio, Fernsehen und Bücher. Das Foto rechts zeigt den Schimpansen Max (1974 bis 2009) aus dem Zoo von Heidelberg.

Volker Sommer ist Professor für Evolutionäre Anthropologie am University College London (UCL). Er erforscht wild lebende Primaten in Asien und Afrika und berät die International Union for Conservation of Nature als Menschenaffen-Experte. Als wissenschaftlicher Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung setzt Volker Sommer sich für einen evolutionären Humanismus ein. Öffentlich bekannt ist der engagierte Naturschützer durch Radio, Fernsehen und Bücher. Das Foto rechts zeigt den Schimpansen Max (1974 bis 2009) aus dem Zoo von Heidelberg.

Von Volker Sommer, erschienen in „bild der wissenschaft“ 10/2011. (Hier mit einem Nachwort von Deep Roots [in dieser Form ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“].)

 

Bald werden Schimpansen und Bonobos der Gattung der Menschen zugeordnet. Es dürfte auch nachdenklich stimmen, wenn dann auf Schildern in Zoos und Versuchslabors „Homo troglodytes“ und „Homo paniscus“ geschrieben steht. So jedenfalls wird es sein, wenn es nach mir geht – und einer wachsenden Zahl von Zoologen, Evolutionsbiologen und Genetikern. Denn „Pan“ von „Homo“ zu unterscheiden wie bisher, hat weniger mit Naturwissenschaft zu tun als mit Religion – und dem Dogma, daß Menschen klar von Tieren zu unterscheiden sind.

Religiös motiviert war auch Carolus Linnaeus, als er mit seinem Werk „Systema Naturae“ von 1735 die biologische Systematik begründete. Der schwedische Biologe, nach der Erhebung in den Adelsstand als Carl von Linné bekannt, glaubte, ein Schöpfer habe die abgestufte Ähnlichkeit der Lebensformen wundersam hervorgebracht – und sie zu systematisieren hieß, die Gedanken Gottes zu lesen. Über Affen war nicht viel bekannt. Reiseberichte über fremde Völker und behaarte Fabelwesen hatten sich zu einem grotesken Gewirr von zoologischer Information und Legenden verknotet. So brachte Linné ab der 10. Auflage von 1758 erstmals halbwegs Ordnung in das Chaos fantastischer Affengeschichten, indem er die zoologische Ordnung „Primates“ einführte. Sie umfaßte zunächst die Gattungen „Homo“ (Mensch), „Simia“ (Affen), „Lemur“ (Halbaffen) und „Vespertilio“ (Fledermäuse). Zu Homo stellte Linné „Homo sapiens“, den Menschen, samt einigen geographischen und legendenhaften Varianten. Die noch weitgehend unbekannten Menschenaffen wurden unter Namen wie „Simia satyrus“ und später als „Simia troglodytes“ geführt.

Alle Tiergruppen waren über zumindest ein spezifisches anatomisches Merkmal definiert. Hinsichtlich Homo konnte Linné allerdings keinen solchen grundsätzlichen Unterschied zu den Nachbargruppen seines Systema Naturae ausmachen – den Halbaffen und Affen. Deshalb stellte er der von ihm kreierten Gattung Homo die Formel „Nosce te ipsum! – Erkenne dich selbst!“ zur Seite. Denn der Graben zwischen Menschen und Tieren manifestierte sich für Linné nicht über den Körperbau, sondern den Geist – etwa die Fähigkeit zur Selbsterkenntnis, die allein den Menschen „weise“ macht, eben zum Homo sapiens.

Gleichwohl galt Linnés System vielen Zeitgenossen als skandalös, war doch der Abstand zwischen Mensch und Tier bedenklich geschrumpft. Schließlich konstatierte die Bibel, allein der Mensch sei nach Gottes Ebenbild geschaffen. Sollten, weil gebührender Abstand fehlte, nun etwa auch die Affen gottähnlich sein? Statt nach Gemeinsamkeiten wurde deshalb eifrig nach „Humana“ gesucht, nach Merkmalen, die unsere Einzigartigkeit belegen sollten. Der Göttinger Anthropologe Johann Friedrich Blumenbach etwa führte um 1779 für Menschen wieder eine eigene Ordnung ein – „Bimana“ (Zweihänder), im Unterschied zu den äffischen „Quadrumana“ (Vierhändern). Während der deutsche Zoologe Karl Illiger den Namen „Erecta“ (Aufrechte) schuf und der englische Urzeitforscher Richard Owen die „Archencephala“ (überlegene Gehirne).

Die Begriffe waren allesamt kurzlebig. Genauere Forschung förderte statt dessen mehr und mehr Gemeinsames in Körperbau und Verhalten von Menschen und nichtmenschlichen Primaten zutage. Der vermeintliche Angriff auf die Würde des Menschen erfuhr eine heftige Steigerung in den Werken Charles Darwins, denn der englische Naturforscher behauptete, die Vielfalt der Organismen sei nicht Werk eines Schöpfers, sondern habe sich allmählich aus Urformen entwickelt. Dank Darwin wissen wir nun, warum wir anderen Affen so nahe stehen: Wir teilen deren Stammesgeschichte über weite Strecken.

Doch selbst jene, die das Faktum der Evolution anerkennen, versuchen nur allzu oft, unsere nächsten Verwandten auf Distanz zu halten – was die windungsreiche Namensgebung der Menschenaffen illustriert. Konsens besteht heute zumindest darüber, daß die Ordnung der Primaten eine Gruppe einschließt, deren Mitglieder – im Unterschied zu „echten“ Affen – keinen Schwanz haben. Diese sogenannten Menschenähnlichen (lateinisch „Hominoidea“) umfassen Kleine Menschenaffen (Gibbons), Große Menschenaffen (Orang-Utans, Gorillas, Schimpansen, Bonobos) und Menschen.

Doch die familiäre Unterscheidung zwischen Menschenaffen und Menschen ist irreführend. Denn sie nährt die Vorstellung, daß die Großen Menschenaffen (Schimpansen, Bonobos, Gorillas, Orang-Utans) untereinander enger verwandt sind als mit uns Menschen. Diese Vorstellung ist aber seit Jahrzehnten widerlegt: Der nächste Verwandte der Schimpansen und Bonobos ist nicht der Gorilla, sondern der Mensch! Innerhalb der Menschenähnlichen sind – bildlich ausgedrückt – Menschen, Schimpansen und Bonobos Geschwister, Gorillas ihre gemeinsamen Cousins, Orang-Utans etwas weiter entfernte Verwandte.

Genetischen Untersuchungen zufolge trennten sich die Stammlinien von Orang-Utans und Menschen vor etwa elf Millionen Jahren, während die Gorillas vor sechs Millionen Jahren ihre eigene Entwicklung einschlugen. Die heutige Gattung Homo (zu der wir Menschen zählen) und die Gattung Pan (mit Schimpansen und Bonobos) hatten weiterhin einen gemeinsamen Vorfahren, und ihre Linien begannen sich erst vor etwa 5 Millionen Jahren zu trennen. Die Stammbäume von Schimpansen und Bonobos spalteten sich noch einmal vor etwa 1,5 Millionen Jahren auf. Auf verschiedene Formen von Urmenschen folgte schließlich vor etwa 200.000 Jahren der moderne Mensch – Homo sapiens. Dabei kreuzten sich die Linien der Vorfahren heutiger Schimpansen und Menschen noch über Millionen Jahre hinweg ziemlich regelmäßig. Vielleicht waren die Gruppen auch nie komplett getrennt. Einiges spricht dafür, daß sie sich bis heute miteinander fortpflanzen könnten.

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Umkehr ist möglich

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Jihad beware – the vikings are coming…

Original erschienen bei “Gates of Vienna” unter dem Titel “Reversal is Possible”

http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/07/reversal-is-possible.html

eingestellt von Baron Bodissey.

(Anm. d. Ü: Der hier nur als kurzer Ausschnitt zitierte Artikel von Lawrence Auster ist nicht das Hauptthema dieser Übersetzung, sondern der lange Diskussionsstrang, der sich daran anschloß. Es wäre ein Unding gewesen, alle 171 Kommentare des GoV-Stranges hier unterzubringen, also habe ich selektiert und manche Kommentare auch gekürzt. Einiges, das angesprochen wurde, kommt hier nur in den Zitaten derjenigen Kommentatoren vor, die auf diese Punkte eingehen).

Von Lawrence Austers Blog kommt heute diese Analyse als Antwort auf einen Text von Richard Lynn:

Der Hauptfaktor, der eine Beendigung der nichtweißen Einwanderung nach Europa verhindert, ist nicht Furcht vor Unruhe und Reaktion der Nichtweißen, sondern der eigene positive Glaube der Weißen an nichteuropäische Einwanderung, ihre tiefsitzende Sichtweise, daß es moralisch falsch ist, Leute auf der Basis von Nationalität, Volkszugehörigkeit, Kultur und vor allem Rasse auszuschließen oder zu diskriminieren. Wenn die immer noch großen weißen Mehrheiten des Westens beschließen würden, daß sie die Fortsetzung der nichteuropäischen Einwanderung nicht wünschten, dann würde sie aufhören. Unsere Aussichten sind also nicht so verzweifelt, wie Lynn sie sich vorstellt. Es ist nicht wahr, keine Abhilfe möglich ist. Vielmehr ist keine Abhilfe möglich innerhalb unseres gegenwärtigen Glaubenssystems, unseres modernen liberalen Glaubenssystems, das von uns nationalen Selbstmord verlangt. Deshalb hängt unsere Existenz als Völker und Gesellschaften davon ab, daß wir dieses Glaubenssystem durch eines ersetzen, das die Gültigkeit unserer historisch gewachsenen Nationen und Kulturen und die Notwendigkeit ihrer Bewahrung durchsetzt. Das heißt natürlich nicht, daß solch ein Wandel einfach sein wird. Angesichts der gegenwärtigen verfestigten Macht des Liberalismus über unsere Gesellschaften und über die Gedanken buchstäblich jedes Individuums in jenen Gesellschaften ist unsere Situation in der Tat finster. Aber sie ist nicht hoffnungslos. Ich denke, daß es sehr wohl möglich ist, daß die demographischen und ideologischen Trends, die gegenwärtig zum zivilisatorischen Selbstmord führen und die gegenwärtig so unumkehrbar scheinen, umgedreht werden. Und der erste Schritt zu dieser Umkehr ist die totale Zurückweisung des modernen Liberalismus durch jeden von uns. So wie sich die Zahl der Nicht-Linken in der westlichen Gesellschaft erhöht und die vom Liberalsimus verursachten hässlichen Probleme ebenso zunehmen, wird ein Wandel der gesamten politischen Richtung möglich werden.

Links zu diesem Artikel:

Conservative Swede:  All my thoughts in one thread  

Ausgewählte Kommentare aus dem Originalstrang auf „Gates of Vienna“:

Furor Teutonicus:

sondern der eigene positive Glaube der Weißen an nichteuropäische Einwanderung, ihre tiefsitzende Sichtweise, daß es moralisch falsch ist, Leute auf der Basis von Nationalität, Volkszugehörigkeit, Kultur und vor allem Rasse auszuschließen oder zu diskriminieren. Wenn die immer noch großen weißen Mehrheiten des Westens beschließen würden, daß sie die Fortsetzung der nichteuropäischen Einwanderung nicht wünschten, dann würde sie aufhören.

Er hat einen EXTREM wichtigen Faktor vergessen. Und das sind die 80 %, denen es nicht gleichgültiger sein könnte.

Solange sie ihre Alkopops, Wettbüros und billige Pornografie haben (wie Orwell es beschrieben hat) werden sie die “Regierungen” mit allem durchkommen lassen.

Daher haben sie keine AHNUNG, was vorgeht. Selbst wenn sie sie HÄTTEN, glauben sie, ihre demokratische Pflicht wäre damit getan, daß sie einen harschen Zweizeiler auf der Webseite einer Zeitung schreiben und sich dann zurücklehnen, um Sponge Bob anzusehen oder was immer ihren niedrigen IQ anregt.

Dies sind die Leute, die eines Morgens in zehn Jahren vom Klopfen der “britischen (lies hier deutschen, holländischen, französischen etc. etc.) moslemratseigenen Gedankenpolizei” aufwachen werden, weil sie gestern nicht in der Moschee waren, und sich mordsmäßig aufregen werden, weil niemand ihnen gesagt habe, daß es dazu kommen würde.

Von Brandenburg-Preußen.

4Symbols:

Abgesehen von seiner Mittäterschaft ist das fortgesetzte Schweigen des konservativen Blocks im Vereinigten Königreich ohrenbetäubend gewesen, wenn man bedenkt, daß die Ideologie, die am meisten von diesem trojanischen Pferd namens Islam profitiert, die Linke ist.

Ist der kurzfristige Profit eines schnellen Dollars wirklich die Zerstörung der europäischen Gesellschaft wert?.

Graham Dawson (Archonix):

4symbols, du verwechselst ein erzwungenes Schweigen mit einem willfährigen Mangel an Reaktion. Die Linke besitzt die Medien, all die größeren politischen Parteien – und sogar die Mehrheit der britischen Blogosphäre ist nur eine Erweiterung derselben linkskontrollierten Medien durch Firmenblogs, die es geschafft haben, den Großteil des Rampenlichts auf sich zu ziehen. Wir haben hier fast gar keine Stimme, und zu viele der “großen” Stimmen sind viel zu sehr von den Vorgängen in Westminster besessen, als daß sie die Welt um sich bemerkten. Sie alle sind Teil derselben kleinen Blasenwelt.

Die Leute haben fast kein Vertrauen. Alles, was sie sagen, kann und wird irgendwann auf dem Computer irgendeines Beamten landen, jeder Schritt, den sie tun, wird aufgezeichnet und fotografiert, und Leute mit “konträren” Meinungen merken bereits, daß sie kleinweise, aber effektiv aus dem System ausgeschlossen werden.

Dies ist eine totalitäre Gesellschaft, die frei zu sein scheint. Diese Illusion macht es leicht zu sagen, daß wir nicht reagieren und scheinbar faul sind – um die Wahrheit zu sagen, die meisten Leute wollen nicht glauben, daß ihre einst freie Nation sich so schnell gegen sie wendet. Würdest du das glauben wollen? Ich möchte es gewiß nicht glauben, aber ich kann einfach nicht sehen, daß es anders ist. Aber andererseits sehe ich auch nicht viel fern, sodaß mir diese Droge nicht das Gehirn betäubt. Die meisten nehmen dort ihre Zuflucht, weil es ihnen das Gefühl nimmt, daß sie mit ihrem Glauben völlig allein sind. Wenn der Staat, die Medien und jeder, den sie hören, ihnen sagt, daß das, was sie mit ihren eigenen Augen sehen, nicht wahr ist und daß sie die einzigen sind, die das glauben, dann fühlen sie sich ganz und gar allein. Wir sind die schweigende Mehrheit, aber viele wissen nichts von anderen Gleichgesinnten, und selbst wenn, dann tut die Gesellschaft ihr Möglichstes, um sie davon zu überzeugen, daß sie allein sind.

Und bevor du dich über Faulheit beschwerst, denk daran, daß dies eine Gesellschaft ist, die ihren Mitgliedern jetzt schon seit gut drei Generationen durch Unterwanderung vertrauter Institutionen, Mißbrauch des Schulsystems, um die Kinder gegen ihre Eltern zu wenden, und eine Reihe von Super-Sauereien und halbärschige Regierungsführung auf wirksame Weise Mißtrauen eingeflößt hat. Die meisten Leute der Rechten würden, wenn man sie fragt, niemandem trauen, der behauptet, dasselbe zu glauben wie sie. Die meisten Leute würden es für eine Falle halten, und in diesem Land wäre das eine weise Entscheidung. Wir haben kein Vertrauen, und daher können wir nicht wirksam als Gruppe handeln, solange nicht wieder Vertrauen hergestellt ist. Und angesichts dessen, daß Vertrauen jederzeit gebrochen werden kann und worden ist, dann ist Vertrauen heutzutage ein sehr rares Gut.

Also tu bitte die Mehrheit nicht einfach als faul ab. Sie sind verängstigt und in der Falle und allein, und sie sehen keinen Ausweg, aber sie sind nicht faul.

Free Hal:

Lawrence Auster redet leider Unsinn. Ich hätte von ihm erwartet, daß er es besser weiß. Solch eine Analyse weicht absichtlich der Größe und tiefen Verwurzelung des Problems aus.

Es ist nicht einfach eine Frage des Austauschs “unseres gegenwärtigen Glaubenssystems”.

Erstens ist dieses Glaubenssystem dadurch bedingt, daß das Wohlfahrtspyramidenspiel von jeder Generation erfordert, zahlreicher als die vorherige zu sein, und das Gegenteil geschieht. Politiker brauchen mehr junge Leute zur Aufrechterhaltung der Wohlfahrtsversprechungen, wegen derer sie gewählt werden, also importieren sie welche. Sie wissen, daß diese Importierten wohlfahrtsabhängiger, krimineller und bildungsunfähig sind, aber so jemand ist immer noch produktiver als ein Pensionist, der nicht arbeitet, eine Pension bezieht und eine Menge Wohlfahrts- und Gesundheitsaufwendungen verursacht.

Politker erkennen auch, daß daß Einwanderer irgendwann in Pension gehen, was einen möglichen Gewinn zunichte macht, aber diese Auswirkungen werden erst lang nach dem Abgang dieser Politiker einsetzen.

Für Politiker ist es also eine Wahl zwischen Reduktion der Einwanderung oder Reduktion der Wohlfahrtszahlungen. Und viel Glück dabei, den Wählern Ihre Vorschläge zur Kürzung von Pensionen, Gesundheitsversorgung und Bildung zu verkaufen.

Zweitens ist das Hauptproblem nicht so sehr die eigentliche “Einwanderung” als vielmehr die “Familienzusammenführung”. Man kann Einwanderungebeschränkungen, Punktesysteme und Qualifikationsanforderungen einführen soviel man möchte, aber das wird die Ehepartner und abhängigen Eltern nicht draußen halten. Und jeder, der glaubt, daß eine europäische Regierung die Familienzusammenführungen mit einem Streich beenden kann, hat sich die Sache nicht zu Ende durchdacht.

Drittens ist der andere Umstand, der zum Wachstum des Islams in Europa beiträgt, die höheren Geburtenraten. Viel Glück beim Versuch, das mit “unserem gegenwärtigen Glaubenssystem” zu reduzieren.

Das Problem mit dem Islam in Europa im Westen, besonders in Europa, ist nicht so sehr der Terrorismus oder der PC-Klimbim, wenngleich diese auch die Unbeständigkeit erhöhen. Das Problem ist die Breite und Tiefe der Kluft zwischen europäischen und moslemischen Bevölkerungsteilen. Gepaart mit der Größe des Problems bei wachsender Moslembevölkerung. Und diese Teilung ist nachweislich total, und das Wachstum der Moslembevölkerung in der Tat sehr schnell.

Falls Umkehr möglich ist, dann hat Lawrence Auster noch keine Methode gefunden.
Und sonst auch niemand, abgesehen von einem Gemetzel, bei dem ich – und ich vermute viele andere auch – nicht mitzumachen bereit wäre.

Denkt mit euren Köpfen und nicht mit euren Herzen, Leute!

Beste Wünsche,

Hal

Just Another Richard:

Hal

Die fortgesetzte Reise auf dem vom Liberalismus eingeschlagenen Weg wird uns ziemlich sicher zu dem hinbringen, das du “nicht mitzumachen bereit sein wirst” wie du behauptest… na, Pech für dich, aber eine Frage: Hast du Kinder? Falls die Antwort darauf nein ist, dann schätze ich, daß du tatsächlich ein Produkt moderner Erziehung bist. Wenn die Antwort aber ja ist und du tatsächlich Kinder hast, wie willst du ihnen an deinem Lebensabend in die Augen sehen, wenn sie dich fragen “…wie konntest du… wie konntest du uns nur so an eine derart entartete Zukunft verraten. Wie konntest du nur nichts tun, war deine Tugend dir so kostbar, daß du deine eigenen Kinder dafür verkaufen würdest?”  Ich bin mir nicht sicher, ob ich an diesem Tag in deiner Haut stecken möchte. Das Gemetzel, das du so fürchtest, war/ist nicht von uns gewählt worden, es ist uns von den einzigartigen Diktaten des Islams untergeschoben worden, ermutigt und gedüngt vom westlichen Intellektualismus und seinen Dogmen des Selbstekels, von marxistischer Begehrlichkeit aus Sackleinen und Unwissenheit geformt.

Wir sind schon viel zu lange auf diesem Weg unterwegs gewesen, um ohne schreckliche innere Auseinandersetzungen den Kurs ändern zu können; ich fürchte, das Ausmaß der Barbarei wird von unseren Widersachern bestimmt werden, denn wenn ihre Aktionen barbarischer werden, dann wird unser eigenes Gewissen brutalisierter werden und daher zu festerer Entschlossenheit gehärtet werden, also werden sich deine Tugend und dein Gewissen daran gewöhnen müssen, ein bißchen schmutzig zu werden… tut mir leid, Hal, aber das Schicksal und die Zukunft, oder zumindest die nahe Zukunft der Ereignisse, liegen nicht in unserem Wirkungsbereich, sondern völlig im Ermessen unserer herrschenden Eliten (vorerst) und ihren Stoßtruppen von der islamischen Ummah. Alles was du und ich und wir alle tun, wird als Antwort auf forwährende Übergriffe gegenüber unseren zivilen Gemeinschaften und unsrem sozialen Frieden geschehen. Wir sind bloße Reagierende auf Ereignisse, die derzeit außerehalb unserer Kontrolle liegen, bis zu der Zeit, wo wir unsere Geschicke den Händen der Usurpatoren entreißen.

Denkt daran … wir nennen uns freie Männer … es ist Zeit, daß wir anfangen, wie welche zu handeln. Und ja, Freie müssen sich manchmal die Hände schmutzig machen, aber je länger wir warten, desto schmutziger werden wir werden müssen.

Zenster:

Ich bin über einige meiner Kommentare gestolpert, die von einer anderen Webseite als Antwort darauf veröffentlicht wurden, daß Spott das beste Werkzeug zur Bekämpfung des Islams sei. Ich werde sie hier mit euch teilen:

NOCHMAL.
Vor fünfzig oder sechzig Jahren? Sicher, Spott hätte leicht gereicht. WIR SIND JETZT IM ZEITALTER DER NUKLEARWAFFEN. Wir haben nicht länger den Luxus solcher vornehmer Methoden wie Lächerlichmachung und Schmähschriften. Der Islam muß zerschmettert werden, und zwar verdammt schnell. Pakistans dürftige Kontrolle seines eigenen Nukleararsenals sollte ausreichen, um jedem fähigen Militärplaner hysterische Anfälle zu verursachen. Wir haben keine paar Jahrzehnte zum Abwarten. Wir haben weniger als ZEHN JAHRE, um diese Situation herumzuwerfen, bevor die totale Hölle losbricht.

Allen mehrheitlich moslemischen Ländern muß der Zugang zu Nuklearwaffen verweigert werden, bis der Islam neutralisiert worden ist. Nichts weniger wird ausreichen. Alles Geringere als das wird es dem Islam erlauben, der Welt ausreichend Schaden zuzufügen, daß selbst die brutalste Vergeltung nichts daran ändern wird, daß die Zivilisation verstümmelt worden ist, möglicherweise bis zur Unkenntlichkeit.

Ich würde lieber jeden Moslem auf Erden zugrunde gehen sehen, als zu ertragen, daß auch nur eine einzige große westliche Metropole einem islamischen Nuklearangriff zum Opfer fällt. WIR HABEN ZUVIEL ZU VERLIEREN. Der sandgepeitschten Senkgruben des moslemisches Nahe Ostens sind bereits so nahe an der Steinzeit, daß sie wenig mehr zu opfern haben als ihre Bevölkerungen. Etwas, wozu sie nur allzu bereit sind. Muß ich euch an Khomeinis Rede von 1980 in Khom erinnern?

Wir verehren nicht den Iran, wir verehren Allah. Denn Patriotismus ist ein anderer Name für Heidentum. Ich sage, laßt dieses Land [den Iran] brennen. Ich sage, laßt dieses Land in Rauch aufgehen, wenn nur der Islam im Rest der Welt triumphierend hervorgeht.

Man zieht solch einen Wahnsinn NICHT ins Lächerliche. Man spottet NICHT über solch eine Psychose. Man TÖTET SIE in ausreichender Menge, daß solch konzentriertes Böses keine Bedrohung mehr darstellt. Wir können das tun, indem wir mehrere tausend der islamischen Aristokratie ausschalten, oder uns mit Genozid in beispielloser Größenordnung abfinden. Dies sind die Optionen.

Nochmal, der Islam hat nichts zu verlieren. Wir haben das Smithsonian Institute, die Kongreßbibliothek, den Louvre, die Uffizien und Myriaden anderer unersetzlicher Schätze des Genius, die bewahrt werden müssen, um zukünftige Generationen von Handwerkern zu inspirieren.

Den Islam auch nur einen solchen Schatz vandalisieren zu lassen, ist eine unverzeihliche Sünde. Wir haben viel zu hart gearbeitet, als daß irgendwelche Schläger durch den Porzellanladen des westlichen Erbes toben dürften.

Anders ausgedrückt: Wieviele dieser unschätzbaren Juwelen der Zivilisation seid ihr gewillt zu opfern als Preis dafür, daß die schlafende westliche Interventionsmacht angeworfen wird?

Meine eigene Antwort? Kein einziges.

Conservative Swede:

Lawrence Auster hat in der Tat recht. Es hängt alles vom Austausch unseres Glaubenssystems ab. Jedoch, selbst wenn Lawrence Austers Bewußtsein hierfür so groß wäre wie der des ganzen Rests der Blogosphäre zusammengenommen, so hat er immer noch nicht das volle Ausmaß dessen erfaßt was uns bevorsteht und was wir durchmachen werden (müssen).

Die zwei Ecksteine von Austers Wiederaufbauwerk sind das Christentum und Amerika. Also, dies waren die zwei Dinge, die den modernen Liberalismus überhaupt erst geboren haben (und gebären mußten!). Großes DUH! Stell dir nur vor…

Also ja, Umkehr ist möglich. Tatsächlich muß sie geschehen. Die Leute leben heute in einer geschichtslosen Jetztzeitblasenwelt und haben alles über früherere derartige Totalumkehrungen vergessen, von denen viele im letzten Jahrhundert geschehen sind.

Und nein, dies wird nicht vom historischen Materialismus angetrieben, wie Free Hal meint. Das Glaubenssystem ist die Wurzel davon.

Furor Teutonicus schrieb:

Er hat einen EXTREM wichtigen Faktor vergessen. Und das sind die 80 %, denen es nicht gleichgültiger sein könnte. Solange sie ihre Alkopops, Wettbüros und billige Pornografie haben (wie Orwell es beschrieben hat) werden sie die “Regierungen” mit allem durchkommen lassen.

Und genau deshalb sind sie kein wichtiger Faktor und in keiner Weise “EXTREM wichtig”. Diese Leute werden sich einfach opportunistisch nach jeder neuen Botschaft richten, die von oben kommt, als ob nichts passiert sei. Wenn sich die Melodie ändert, werden sie einfach weiter mit dem Chor singen. Dankt den Göttern für diese Leute! Wenn nur mehr so wie sie wären. Es sind die politisch “bewußten” Leute, welche das Problem sind, das heißt, die linken und liberalen Aktivisten aller Art. Leute, die nichts von Staatsmannschaft und politischen Angelegenheiten verstehen, aber einen starken Anspruch empfinden, daß sie alles wissen. Sie sind diejenigen, die unsere Gesellschaft zerstören.

Jedoch stecken nicht nur Auster, sondern die meisten Anti-Establishment-Leute in der Blogosphäre identitätsmäßig zu tief im gegenwärtigen Glaubenssystem drin (selbst wenn sie sich teilweise davon gelöst haben). Ich habe über die Jahre versucht, dieses Problem diesen Leuten zu vermitteln, aber mit geringem Erfolg. Ich glaube, ich war zu früh dran mit meinen Ideen. Ich bin zum Schluß gekommen, daß sie einfach von selber die Krämpfe der inneren Kontraktionen ihrer Glaubensanschauungen und Mythen durchmachen werden müssen. Ich bin es einfach viel zu überdrüssig, wie Max von Sydow dazustehen und Schwälle von Erbrochenem ins Gesicht zu kriegen, während ich versuche, ihnen beim Austreiben der Dämonen, von denen sie besessen sind, beizustehen.

Aber diese Krämpfe haben ihre eigene Dynamik und werden sich von selber erledigen – innere Widersprüche tun das immer! Keine Unterstützung ist nötig. Man bleibe nur den Anfällen und dem Erbrochenen aus dem Weg.

In ein paar weiteren Jahren, wenn die Leute die meisten ihrer Dämonen losgeworden sind – durch Zusammenprall mit der Realität, durch Zusammenprall miteinander – und ein Bedarf für ein neues Glaubenssystem wirklich vorhanden ist, in dem dann auftretenden Vakuum – erst dann denke ich, daß ein vernünftiger und zivilisierter Dialog darüber möglich ist. Und für dann habe ich ein paar Vorschläge und Ideen.

Ich befasse mich nicht länger mit Dämonen.

Conservative Swede:

Ich hatte geschrieben:

Die Leute leben heute in einer geschichtslosen Jetztzeitblasenwelt und haben alles über früherere derartige Totalumkehrungen vergessen, von denen viele im letzten Jahrhundert geschehen sind.

Daher auch das weitverbreitete und tiefe Gefühl der Hoffnungslosigkeit, habe ich hinzuzufügen vergessen. Es ist schwer, sich eine Situation außerhalb der Blase vorzustellen, oder daß die Blase gar nicht da ist, wenn man inerhalb der Blase lebt. Jedoch liefert uns die Geschichte zahlreiche Beispiele für solche Wenden oder platzende Blasen, und natürlich vom Bau neuer Blasen (immerhin sind wir [Frucht-]Blasensäugetiere).

Dies ist meine Frohe Botschaft, mein Evangelium. Die Leute müssen nur ihre kostbaren Glaubensvorstellungen und Mythen loslassen, diese ihre kuschligen Teddybären (d.h. ihre Dämonen). Wenn man tief in den zentralen Glaubensinhalten der Blase steckt, wird es unmöglich, aus der Blase herauszuschauen, sich eine Welt ohne die Blase vorzustellen, und alles sieht völlig hoffnungslos aus. Nein, ist es nicht. Im Gegenteil, die Blase wird platzen.

Dymphna:

Zenster sagte:

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