Klima-Gruppendenken

Von David Archibald, übersetzt von Lucifex. Das Original Climate Groupthink erschien am 18. April 2018 auf Taki’s Magazine.

Es heißt, daß das Vereinigte Königreich den längsten Selbstmord-Abschiedsbrief der Welt produziert hätte – sein Klimawandelgesetz von 2008. Es sind aber noch ein paar vernünftige Leute in GB übrig; diejenigen in der Global Warming Policy Foundation beauftragten den angesehenen britischen Journalisten Christopher Booker, einen Bericht mit dem Titel Global Warming: A case study in groupthink [„Globale Erwärmung: Eine Fallstudie im Gruppendenken“] zu schreiben. Richard Lindzen schrieb das Vorwort, das bezüglich der Theorie von der globalen Erwärmung die Frage enthält:

Wie kommen ansonsten intelligente Menschen dazu, solch himmelschreienden Unsinn trotz seiner Unplausibilität, inneren Widersprüche, widersprüchlichen Daten, offenkundiger Korruption und lächerlicher politischer Implikationen zu glauben?

Wie, in der Tat. Dr. Lindzen hat seit über dreißig Jahren Abhandlungen veröffentlicht, die kritisch gegenüber der Theorie von der globalen Erwärmung sind. Für jeden, der sich dafür interessiert, wie wir zum gegenwärtigen Spielstand in Sachen Klima gekommen sind, liefert der Bericht eine interessante Einführung. Er enthält viele amüsante Anekdoten über die Mätzchen, auf die Global-Warming-Wissenschaftler und ihre Unterstützer zur Förderung ihrer Sache zurückgreifen, großteils mit Bezug auf deren inhärente Heuchelei. Nachfolgend sind einige dieser Geschichten zu finden.

Das wissenschaftliche Establishment in den Vereinigten Staaten und in Europa war seit mindestens dreißig Jahren beim Global-Warming-Hoax mit an Bord, noch bevor die Beweise dafür überhaupt fabriziert worden waren. Natürlich wurde kein Widerspruch dazu toleriert; aus Seite 13:

Aber, wie Lindzen anmerkte, war bald klar geworden, daß es bei allen Konzepten, die für uneindeutig hinsichtlich der globalen Erwärmung gehalten wurden, höchst unwahrscheinlich war, daß sie akzeptiert würden. Er erinnerte sich, wie die National Science Foundation im Winter 1989 einem seiner MIT-Kollegen, Professor Reginald Newell, die Mittel entzog, als seine Datenanalysen nicht zeigten, daß das vorhergehende Jahrhundert eine Nettoerwärmung erlebt hatte (ein Beurteiler meinte, daß seine Ergebnisse „gefährlich für die Menschheit“ seien).

Dr. Lindzen hatte ebenfalls ähnliche Probleme, wie auf Seite 14 erzählt wird:

Dies war ein Zeichen dafür, wie rücksichtslos der Druck geworden war, um jegliche Kritiker am „Konsens“ von der Debatte auszuschließen. Als Lindzen selbst eine Kritik an der These von der globalen Erwärmung an Science schickte, das Journal der American Association for the Advancement of Science, wurde sein Artikel als „nicht von Interesse“ für seine Leser abgelehnt. Aber zu seinem Erstaunen griff Science dann seinen Artikel an, obwohl er nicht veröffentlicht worden war.

Obwohl der Artikel schließlich im Bulletin der American Meteorological Society erschien, bemühte dessen Herausgeber „sich sehr, Widerlegungen anzufordern.“

Auf einer Ebene war die Theorie von der globalen Erwärmung ein Mittel zu einem Zweck, und die tatsächliche Umkehrung des Schadens, den zusätzliches Kohlendioxid angeblich verursachte, war nicht das, worauf es ankam. Worum es ging, war, ein Hassobjekt zu haben, das rechtfertigen würde, was die Protagonisten tun wollten. Auf Seite 18 gibt es ein Zitat aus The First Global Revolution, Bericht des Club of Rome, von 1991:

Auf der Suche nach einem neuen Feind, der uns vereinen würde, kamen wir auf die Idee, daß Umweltverschmutzung, die Drohung der globalen Erwärmung, Wasserknappheiten, Hungersnot und dergleichen dafür passen würden… all diese Gefahren werden durch menschliches Eingreifen verursacht… der wahre Feind ist also die Menschheit selbst.

Das Wunderbare an der globalen Erwärmung als Problem ist, daß kein physischer Beweis für ihre Existenz notwendig war, den die Menschen in ihrem täglichen Leben erfahren. Zu einem großen Ausmaß fälschten die Global Warmers sie, „bis sie sie machten“, aber keine Temperaturerhöhung kam daher, um ihnen zu helfen. Ihre Vorhersagen sind nun um nichts weniger lächerlich, aber die Warmers haben gelernt, sie viel weiter in die Zukunft hinauszuschieben.

Damals in den 1990ern dachten manche der ursprünglichen Teilnehmer in der Global-Warming-Industrie, sie wären an echter wissenschaftlicher Arbeit beteiligt, daher also diese amüsante Geschichte von Seite 20 über einen IPCC-Bericht von 1995:

Aber niemand war überraschter davon als mehrere der wissenschaftlichen Beitragsautoren für eben jene Seiten, die zuvor den Text als akkurate Darstellung dessen unterzeichnet hatten, worauf sie sich geeinigt hatten. Diese nun vielzitierten Worte waren nicht in dem Entwurf erschienen, den sie bei einer Tagung in Madrid im November 1995 formell genehmigt hatten.

In klarer Verletzung einer der strengsten Regeln des IPCC waren diese beiden zitierten Artikel noch nicht einmal veröffentlicht worden. Was die Wissenschaftler jedoch noch mehr erstaunte, war die Entdeckung, daß nicht weniger als 15 entscheidende Aussagen aus ihrem gebilligten Text gestrichen worden waren. Und jede davon hatte ernsthafte Zweifel am menschlichen Beitrag zur globalen Erwärmung ausgedrückt.

Andere „Wissenschaftler“ wußten sehr wohl, daß das, was sie taten, gar keine Wissenschaft war. Auf Seite 23 gibt es die Geschichte darüber, wofür man sich an Jonathan Overpeck erinnern wird:

Es begann 1995 mit einer berühmten Email von einem aus der kleinen Gruppe von Wissenschaftlern im Zentrum des IPCC, Jonathan Overpeck, an einen anderen Wissenschaftler, von dem er annahm, er würde dem „Konsens“ zustimmen. Darin sagte Overpeck: „Wir müssen die mittelalterliche Warmperiode loswerden.“

Fakten, die die globaler Erwärmung widerlegten, mußten eliminiert werden. Weil es in den Klimaaufzeichnungen keine Beweise für globale Erwärmung über die normale Variation hinaus gab, mußten Beweise dafür fabriziert werden. Eine dieser Fabrikationen war Michael Manns Hockeyschläger-Grafik, die sich der unbequemen mittelalterlichen Warmpriode entledigte. Dies wurde von Steve McIntyre und Ross McKitrick aufgedeckt, die herausfanden:

Im Wesentlichen schien es, daß Manns Algorithmus die zugrundeliegenden Daten nach Hockeyschläger-Formen „durchsuchten“ und daher ein Hockeyschläger-Ergebnis liefern würde, was immer für Daten ihm eingegeben wurden.

Trotzdem er die Tatkraft hat, Klimadaten aus tausend Jahren im Streben nach seinem Hockeyschläger hinauszuwerfen, ist Mann eine sensible Seele mit zerbrechlicher Selbstidentität. Er verklagte danach Mark Steyn und andere wegen angeblicher Diffamierung. Ein weiteres unangenehmes Individuum, das zu der Zeit prominent war, war der schmierige Tony Blair, damals Premierminister des Vereinigten Königreichs, der eine von Sir David King geleitete Delegation zu einem Klimaseminar in Moskau schickte, das von Putins Wirtschaftsberater Alexander Ilarionow organisiert worden war. King benahm sich abscheulich. Die Russen waren gerade erst aus siebzig Jahren eines totalitären Regimes herausgekommen, das Gruppendenken durchsetzte, und erkannten die globale Erwärmung schnell als das, was sie war, wie auf Seite 28 erzählt wird:

Er sprach dann vernichtend über die „verzerrten und gefälschten“ Daten, die zur Förderung des „Konsens“ benutzt wurden, und erwähnte den „Hockeyschläger“. Und dann nahm er das Verhalten von King und dessen Kollegen auseinander, wies auf ihre völlige Unfähigkeit zur Beantwortung wissenschaftlicher Fragen hin und bezog sich auf jene „hässlichen Szenen“, die „den normalen Ablauf des Seminars verhindert hatten.“

Ilarionow endete mit einer abschließenden Warnung, daß die Welt es erneut mit einer „menschenhassenden, totalitären Ideologie“ zu tun haben scheine, die „Falschinformationen, Fälschungen, Fabrikationen, Mythologie und Propaganda“ verbreite im Versuch, „die angebliche Richtigkeit ihrer Theorie zu beweisen.“ Niemand von denen, die dieser heftigen Ablehnung all dessen zugehört hatten, wofür der „Konsens“ stand, hätte erraten können, daß Präsident Putin vier Monate später bei einer privaten Initiative von Tony Blair eine völlige Kehrtwendung machen würde. Im Gegenzug dafür, daß Rußland der Beitritt zur Welthandelsorganisation zu sehr günstigen Bedingungen erlaubt wurde, würde es nun das Kyoto-Abkommen ratifizieren.

Es hat nur einen guten Film über die globale Erwärmung gegeben, und das ist The Great Global Warming Swindle. Er ist gut gemacht, wissenschaftlich korrekt und ein Vergnügen anzusehen. Daher tat das Global-Warming-Establishment sein Bestes, um ihn zu diskreditieren, indem es Beschwerdebriefe an Britanniens Medienaufsichtsbehörde Ofcom schickte. Wie auf Seite 40 erzählt wird, wies Ofcom den Großteil der Beschwerden mit der Aussage ab, daß die Öffentlichkeit, nachdem sie an die globale Erwärmung glaube, nicht durch Swindle irregeführt worden sei:

So riesig war der Berg von Beschwerden, daß Ofcom ein Jahr zu ihrer Bearbeitung brauchte. Aber so stark war Channel 4 zur Unterstützung von all dem in der Lage, was der Film gesagt hatte, daß die große Mehrheit abgewiesen wurde. Ofcom wich der Hauptfrage aus mit der Behauptung, nachdem die Wissenschaft zur globalen Erwärmung allgemein akzeptiert sei, hätte die Sendung ihre Zuseher nicht wie behauptet irreführen können.

Um 2007 war der Leiter des IPCC ein indischer Eisenbahningenieur, Rajendra Pachauri. Dr. Pachauri wurde später des Fehlverhaltens in Herzensangelegenheiten beschuldigt, aber er mochte auch Cricket. Während eines Seminars in New York flog er nach Delhi und zurück, um an einem Cricket-Training teilzunehmen. Die Qualität der Berichte des IPCC hatte sich unter Dr. Pachauri nicht gegenüber ihrem vorherigen niedrigen Standard verbessert. Nachdem Wissenschaftler mit Selbstachtung ans dem Prozeß entfernt worden waren, beteiligten sich einfallsreichere Leute; aus Seite 51:

Die resultierende Aufregung veranlaßte eine gewissenhafte kanadische Journalistin, Donna Laframboise, die Leser ihres Blogs zur Mitarbeit an der Überprüfung jeder einzelnen Quelle einzuladen, die für Aussagen im Bericht von 2007 angegeben wurde. Ihr 40köpfiges Team entdeckte, daß von den 18.531 in dem Bericht zitierten wissenschaftlichen Referenzen nicht weniger als 5.587, nahezu ein Drittel, gar keine durch Fachleute geprüften akademischen Studien gewesen waren, sondern „Zeitungs- und Magazinartikel, Diskussionsbeiträge, Magister- und Doktorarbeiten, Arbeitspapiere und von Umweltgruppen veröffentlichte Verfechtungsliteratur.“

Das große Ereignis vor einem Jahrzehnt war Climategate. Irgendeine sozial gesinnte Person, höchstwahrscheinlich ein Techniker, lud Email-Korrespondenz zwischen Warmer-Wissenschaftlern vom Server an der Climate Research Unit an der University of East Anglia auf einen russischen Server hoch. Das, was enthüllt wurde, lieferte endlose Erheiterung und bestätigte, daß die Warmer-Wissenschaftler fast bis auf den letzten Mann die verlogenen, intriganten, widerlichen Leute waren, für die wir sie hielten. Auch, daß es keine Erwärmung gegeben hatte; aus Seite 52:

Dies führte zu Jones‘ aufsehenerregendem Eingeständnis, daß es seit 1995 „keine statistisch signifikante globaler Erwärmung“ gegeben hatte; und weiters, daß die Erwärmungsrate in früheren Jahren, zwischen 1860 und 1880 und zwischen 1910 und 1940, „nicht statistisch anders“ gewesen war als zwischen 1975 und 2009.

Nicht weniger als acht separate offizielle Untersuchungen wurden zu Climategate eingeleitet, fünf in Amerika und drei in Britannien. All die Erwärmungsbehaupter, die sich fehlverhalten hatten, wurden entlastet.

Für jeden, der eine wissenschaftliche Karriere in Erwägung zieht, erzählt Christopher Booker auf Seite 59 die Geschichte, wie man das Ergebnis bekommt, das man braucht, wenn man eine wissenschaftliche Studie durchführt. Die Geschichte bezieht sich auf die häufig zitierte Behauptung, daß 97 Prozent der Klimawissenschaftler an die globale Erwärmung glauben:

Zunächst einmal war die Umfrage das Werk einer Studentin mit Magistergrad an der University of Illinois, unter der Anleitung ihres Doktovaters. Sie war ursprünglich tatsächlich an „10.257 Erdwissenschaftler“ herangetreten, aber dann wurde entschieden, daß viele davon Disziplinen vertraten, die sie nicht für eine Beantwortung qualifizierten, einschließlich Physikern, Geologen, Astronomen und Experten über Sonnenaktivität (die hätten glauben können, daß es eine Verbindung zwischen der globalen Erwärmung und der Sonne gibt).

Daher wurde die ursprüngliche Zahl derjenigen, an die man herangetreten war, auf 3.146 heruntergesiebt. Den Verbliebenen wurden zwei Fragen gestellt. Erstens, akzeptierten sie, daß die Welt sich seit der vorindustriellen Zeit erwärmt hatte? Es wäre vielleicht schwer gewesen, irgendeine einigermaßen gut informierte Person zu finden, die dem widersprach, aber dennoch taten das 10 Prozent von ihnen. Zweitens, glaubten sie, daß menschliche Aktivität „signifikant“ zu dieser Erwärmung beigetragen hatte?

Als nur 82 Prozent sagten, daß sie es glaubten, wurde das nicht als etwas betrachtet, das den geforderten Eindruck eines überwältigenden „Konsens“ vermittelt. Daher wurde die Auswahl noch weiter ausgesiebt, bis den Forschern nur 77 Befragte blieben, die (a) sich als „Klimawissenschaftler“ bezeichneten und (b) vor kurzem von Fachleuten geprüfte Artikel über den Klimawandel veröffentlicht hatten. Als 75 der 77 die geforderte Antwort auf die zweite Frage gaben, ergab dies die Zahl von „97 Prozent“, die es in all jene Schlagzeilen schaffte (obwohl es nur 0,7 Prozent der „10.257 Erdwissenschaftler“ waren, an die man ursprünglich herangetreten war).

Die wahre Widerlichkeit der Gläubigen an die globale Erwärmung wurde in einem Kurzfilm enthüllt, den sie selbst produzierten: No Pressure. Dieser wurde im Oktober 2010 in britischen Kinos und im Internet gestartet. Er wurde für 10:10 gemacht, eine Kampagne, die im Jahr 2010 alle dazu drängte, ihren persönlichen „Kohlenstoff-Fußabdruck“ um 10 Prozent zu verringern:

Das Video begann mit einer schwärmerischen Schullehrerin, gespielt von einer bekannten Schauspielerin, Gillian Anderson, die ihrer Klasse sagte, es würde eine „brillante Idee“ umgehen, daß die Menschen ihre „Kohlenstoffemissionen um 10 Prozent“ verringern sollten, um den Planeten für alle sicher zu halten. Sie fragt die Klasse, was ihnen einfallen würde, das sie für die Sache tun könnten, und ist besonders erfreut über ein Mädchen, das sagt, es würde mit dem Fahrrad zur Schule fahren, statt mit dem Auto zu kommen. „Fantastisch, Jemima!“ „Kein Druck“, schwärmt die Lehrerin weiter, „aber es wäre großartig, eine Vorstellung davon zu bekommen, wie viele von euch das tun werden.“

Es scheint, als würde jede Hand erhoben, bis sie bemerkt, daß Philip und Tracy sich geweigert haben, mitzumachen. Weiterhin lächelnd sagt sie: „Absolut in Ordnung, eure eigene Entscheidung“ und bereitet sich darauf vor, die Unterrichtsstunde zu beenden – bis sie sich an etwas erinnert. „Oh, bevor ihr geht“, sagt sie und greift unter die Papiere auf ihrem Tisch, „muß ich nur auf diesen Knopf drücken.“ Sie tut es, und Philip und Tracy explodieren in Fetzen, die im ganzen Raum herumfliegen, und Blut und Körperteile regnen über die Tische und die weißen Hemden ihrer entsetzten Mitschüler.

Als Glaubenssystem ist die globale Erwärmung genauso intolerant wie manche weit etabliertere Religionen. Die globale Erwärmung hat als Glaubenssystem ihr eigenes besonderes Problem insofern, als die Gegenwart immer wärmer sein muß als die Vergangenheit. Nach Orwells Diktum „Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit“ verändern die Erwärmungsbehaupter ständig die Vergangenheit, um sie kälter zu machen; aus Seite 68:

Aber dann kam heraus, daß etwas sehr Seltsames mit den Oberflächenaufzeichnungen passiert war, auf denen diese neue Behauptung beruhte: die Daten für die beiden El-Niño -Jahre zwischen 1998 und 2010 waren signifikant geändert worden. Die vorherige Version von HadCRUt, genannt HadCRUt 3, hatte 1998 als 0,07°C wärmer als 2010 gezeigt. Aber eine neue Version HadCRUt 4 zeigte nun, daß ihre Zahl für 1998 nach unten angepaßt worden war und jene für 2010 nach oben, um den völlig umgekehrten Eindruck zu vermitteln.

Solche Verlogenheit hat den Götzen der globalen Erwärmung jetzt seit über dreißig Jahren am Laufen gehalten. Der Versuch in Kopenhagen 2009, eine neue Weltordnung mit dem Klimawandel als Vorwand einzuführen, war ein Fehlschlag. Es gab einen weiteren Versuch in Paris 2015, der marginal erfolgreicher war, insofern als eine bedeutende Geldsumme vom Obama-Regime ausgespuckt wurde. Aber wie Seite 71 erzählt, war das Pariser Abkommen auf einer Lüge erbaut:

Vergraben in den Zahlen, die von China übermittelt wurden, das nun locker der größte einzelne Emissionsproduzent ist und 24 Prozent zu den globalen Gesamtemissionen beiträgt, stellte sich heraus, daß es in Wirklichkeit plante, seine Kohlendioxidemissionen bist 2030 zu verdoppeln, nicht zuletzt durch den Bau von Hunderten weiterer Kohlekraftwerke. Die Intended Nationally Determined Contributions (INDCs), die von Indien vorgelegt wurden, das inzwischen der drittgrößte Emissionsproduzent der Welt ist, zeigten, daß es ebenfalls plante, noch mehr Kohlekraftwerke zu bauen, die bis 2030 zu einer Verdreifachung seiner jährlichen Emissionen beitragen würden.

Wie Richard Lindzen in seinem Vorwort erwähnte, hat die globale Erwärmung lächerliche Implikationen hinsichtlich politischer Maßnahmen. Es scheint, daß Menschen, die an die globale Erwärmung glauben, zur Umsetzung jedes idiotischen Plans fähig sind. Ich dachte, Australien hätte die dümmsten Politiker der Welt, aber nachdem ich die Geschichten auf Seite 77 und 78 gelesen hatte, könnte es ein Tie-Breaker mit jenen Britanniens werden:

In Nordirland brach die Koalitionsregierung im Januar 2017 zusammen und schuf die schlimmste politische Krise seit dem Ende der Troubles. Dies kam durch einen großen Skandal um einen „grünen“ Plan der Regierung zustande, der Renewable Heat Incentive, bei dem Unternehmen fast unbegrenzte Subventionen für die Heizung ihrer Lokale mit Hackschnitzelheizungen geboten wurden.

Daher hatten sich viele beeilt, 160 Pfund Subvention für je 100 Pfund zu beanspruchen, die sie für Hackschnitzel bezahlt hatten, mit denen sie ihre Heizkessel rund um die Uhr betrieben, sogar um Fabriken, Büros und Lagerhäuser zu heizen, die nicht mehr benutzt wurden. Die Gesamtrechnung für die Subventionen wäre, so war nun geschätzt worden, bis 2020 auf 1 Milliarde Pfund hochgeschnellt.

Ein ähnlicher, wenig beachteter Schwindel lief bereits in England, wo unter dem neuen Plan Besitzer großer Häuser offen gegenüber Freunden prahlten, daß sie ihre Hackschnitzelheizanlagen selbst am Höhepunkt des Sommers mit voller Leistung laufen lassen konnten, weil sie 60 Prozent Profit mit allem Brennstoff machten, den sie verheizten (was dazu beitrug, daß Britannien nun mehr Holz verbrennen soll als zu irgendeiner Zeit seit den Napoleonischen Kriegen).

Das Kohlekraftwerk Drax war eines der besten im Vereinigten Königreich. Es ist umgebaut worden, um Hackschnitzel von Bäumen aus den Vereinigten Staaten zu verbrennen:

…für das Verbrennen von Holz (das von der EU offiziell als „CO2-neutral“ eingestuft ist, weil neue Bäume mit der Zeit das Kohlendioxid absorbieren sollen, das durch das Verbrennen von Holzpellets freigesetzt wird), erhielt Drax nun eine Subvention von über 500 Millionen Pfund pro Jahr. Aber ein Bericht des Chatham House hatte bestätigt, daß Drax nun mehr Kohlendioxid pro Einheit produzierter Elektrizität emittierte als zu der Zeit, als es nur Kohle verbrannte.

Die lächerlichen politischen Implikationen der globalen Erwärmung machen nun viele von uns ohne guten Grund ärmer. Währenddessen werden reale Probleme ignoriert, und Lösungen für die langfristigen Energiebedürfnisse der Menschheit werden nicht verfolgt.

*   *   *   *   *   *   *   *

Siehe auch:

Climatology von mir

Wirbelstürme sind ganz normal aus „bild der wissenschaft“ 9-2007

Verblaßte Erinnerung: Die „Jahrtausendflut“ von Heinz Horeis (aus „bild der wisenschaft“ 2-2003)

Die UNO strebt die Führungsrolle in der Welt-Agenda an von George Russell

Frühe Füsikerin: Merkel 1996 über Klimaschutz

Warum ich seit Jahren und überhaupt all diese antifaschwuljüdischmuslimischsozialistischökologischen Zecken-Lobbies hasse! von Kewil

Ertrinken im eigenen winzigen Kohlenstoff-Fußabdruck von Dymphna

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

 

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4 Kommentare

  1. Bei der zitierten Aussage des Club of Rome:

    „…all diese Gefahren werden durch menschliches Eingreifen verursacht… der wahre Feind ist also die Menschheit selbst“

    ist mir sofort der Gedanke gekommen, daß mit „die Menschheit selbst“ in Wirklichkeit „die Völker“ gemeint sein könnten.

    Und die am Schluß des Artikels geschilderten Subventionsausnützungen in Nordirland und England zeigen wieder einmal, wie auch die in Die Ethik des Rettungsbootes: Argumentation gegen Hilfe für die Armen beschriebenen Fälle, wie leicht hinter vordergründig nobel und altruistisch erscheinenden Sachen handfeste Wirtschaftsinteressen stehen könnten, die das Ganze mit unterstützen, auch wenn sie nicht unbedingt die eigentlichen Initiatoren und Betreiber sein müssen.

    Das verlinkte, von mir auch in die Übersetzung eingefügte Video „No Pressure“ ist der „Klimasplatterfilm“, über den ich damals auf AdS einen übersetzten Beitrag gebracht habe.

    Antwort
  2. Hat dies auf My Blog rebloggt.

    Antwort
  3. Noch eine Leseempfehlung:

    Völkermörderische grüne Zitate von Alan Caruba

    Antwort
  4. Hier ist ein Bericht über „Climategate“ von orf.at vom 2. Dezember 2009, den ich auf „As der Schwerter“ auch schon in einem Kommentar zitiert habe:

    Klimadaten entsorgt: Magnetbänder im Müll

    Streit über Daten zum Klimawandel ausgebrochen.
    Es ist eine Nachricht, die in der Fachwelt und diversen Internet-Blogs hohe Wellen schlägt: Forscher der Universität von East Anglia (UEA) haben einem Bericht der britischen „Times“ zufolge zugegeben, große Teile der Rohdaten entsorgt zu haben, auf denen ihre Prognosen zum Klimawandel beruhen.
    Stimmt der Bericht, hätte der Datenverlust weitreichende Folgen: Denn durch die Entsorgung der Daten am Klimaforschungsinstitut der Universität (CRU) wäre es anderen Wissenschaftlern nicht möglich, den Temperaturanstieg über die vergangenen 150 Jahre hinweg nachzuvollziehen, so die „Times“.
    Während die Universität in einer Presseaussendung vom Samstag um Beruhigung bemüht war, sehen sich Skeptiker des Klimawandels bestätigt – und füllen seitenweise Internet-Blogs.

    Daten „im Müll entsorgt“
    Die Daten, über deren Verfügbarkeit nun heftig diskutiert wird, wurden ursprünglich von Wetterstationen auf der ganzen Welt gesammelt. Anschließen wurden die unterschiedlichen Erhebungsmethoden zwar rechnerisch berücksichtigt, die ursprünglich erhobenen Daten laut „Times“ allerdings nicht mehr aufbewahrt.
    Vielmehr seien die Originaldaten auf Papier und Magnetbändern einem Umzug des Instituts in den 1980er Jahren zum Opfer gefallen. Laut „Times“ wurden sie einfach „im Müll entsorgt“.

    Futter für Klimawandelskeptiker?
    Gerade Klimawandelskeptiker sind an dem Datenmaterial, das den Berechnungen zum Klimawandel zugrunde liegt, und der Art, wie es gesammelt wurde, interessiert.
    „Die CRU sagt im Grunde: ‚Vertraut uns'“, kritisierte Roger Pielke, Professor an der Universitität von Colorado. „So viel zur akademischen Debatte.“ Pielke will das „Datenleck“ bemerkt haben, als er wegen der Rohdaten anfragte.

    Uni verweist auf Verfügbarkeit der Daten
    In der Presseaussendung der Universität vom Samstag hieß es: „Über 95 Prozent der Rohdaten“ seien „über mehrere Jahre hinweg über das Global Historical Climatology Network“ verfügbar gewesen. Um welche Daten es sich im Detail handelt, erschließt sich aus der Aussendung aber nicht. Auch der Zeitraum, in dem die Daten abrufbar waren, wurde nicht genannt.
    Die Universität verwies darauf, dass sie die restlichen Daten zugänglich mache, sobald sie über die dafür nötigen Rechte verfüge. Die Veröffentlichung werde in Zusammenarbeit mit dem britischen Met Office Hadley Centre erfolgen.

    Hacker knackten Computer
    Das Uniinstitut war erst jüngst in die Schlagzeilen geraten, als Hacker den Zugang zu den Rechnern des Instituts knackten und E-Mails sowie Forschungsergebnisse im Internet veröffentlichten.
    Einige Blogger vertraten in Diskussionsforen die Meinung, die veröffentlichten Daten zeigten, dass die globale Klimaerwärmung übertrieben dargestellt werde, und sprachen von einer „Climategate“-Affäre.
    Institutsdirektor Phil Jones hatte daraufhin die Echtheit einer seiner von Bloggern zitierten E-Mails bestätigt, wies jedoch den Vorwurf jeglicher Datenmanipulation zurück.
    Weltklimarat vertraut auf CRU-Ergebnisse
    Angesichts der „Climategate“-Affäre ruft der Datenverlust besonderes Interesse hervor. Denn bisher genoss das Klimainstitut der Universität von East Anglia einen guten Ruf.
    So werden die Forschungsergebnisse des CRU etwa vom Weltklimarat der Vereinten Nationen (IPCC) herangezogen, der kontinuierlich vor dem Klimawandel warnt.

    Antwort

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