Morgenwacht: Wenn alles dunkel ist, macht Licht!

WAS KEINER WAGT

Was keiner wagt, das sollt Ihr wagen,
Was keiner sagt, das sagt heraus.
Was keiner denkt, sollt Ihr befragen,
Was keiner anfängt, das führt aus!

Wo keiner ja sagt, sollt Ihr’s sagen,
Wo keiner nein sagt, sagt doch nein.
Wo alle zweifeln, wagt zu glauben,
Wo alle mittun, steht allein!

Wenn alle loben, habt Bedenken,
Wenn alle spotten, spottet nicht.
Wenn alle geizen, wagt zu schenken,
Wenn alles dunkel ist, macht Licht!

Von der letzten Zeile dieses Gedichts von Walter Flex leitet sich auch mein Nick ab: Lucifex – der „Lichtmacher“.

Der Name dieses Blogs – Morgenwacht – wurde (obwohl kein SF-Blog) vom SF-Roman „Der graue Prinz“ von Jack Vance inspiriert, dessen Einführung ich nachfolgend zitiere:

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Büchsen-Licht (1): Kleinkalibergewehre

Kleinkaliberpatrone .22 lfb am Verschlußkopf einer Savage Mark II

Noch ein „ballistischer“ Krisenvorsorgeartikel von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“; davor zuletzt aktualisiert am 28. November 2012 – Infos über die Patrone .22 Winchester Magnum Rimfire).

[Anm. des Autors für die Nachveröffentlichung auf „Morgenwacht“: der erste Teil über die waffenrechtliche Situation in Österreich ist nunmehr historisch und gibt den Stand vor Inkrafttreten des aktuellen Waffengesetzes 2010 am 1. Oktober 2012 wieder. Ich lasse ihn aber trotzdem so drin. Wen’s nicht interessiert: einfach drüberscrollen bis „Waffengesetz-Novelle 2010“. Auch die Preisangaben entsprechen dem Stand von 2012.]

Nach meinen Flinten-Artikeln „Teilchenbeschleuniger 1 und Teilchenbeschleuniger 2: Verteidigung mit Kipplauf-Flintenmöchte ich in diesem Beitrag das Thema „Büchsen“ beleuchten, d. h. Gewehre mit gezogenem Lauf. Hier noch einmal, wie es nach dem derzeit noch gültigen Waffengesetz 1996 diesbezüglich waffenrechtlich wie aussieht:

Halbautomatische Büchsen (Selbstlader)
Diese Selbstladegewehre fallen zusammen mit den Faustfeuerwaffen (Pistolen und Revolver) sowie mit den halbautomatischen Flinten und Repetierflinten, die keine Pumpguns sind (wie z. B. die Marlin Goose Gun mit ihrem Zylinderverschluß und zweischüssigem Magazin) in die Kategorie B – Genehmigungspflichtige Waffen. Für deren Erwerb braucht man eine Waffenbesitzkarte oder einen Waffenpaß. Beide Dokumente erhält man erst ab 21 Jahren; die WBK berechtigt nur zum Erwerb der Waffen sowie zu deren Transport im ungeladenen, nicht zugriffsbereiten Zustand, der Waffenpaß entspricht dem deutschen Waffenschein und berechtigt nicht nur zum Besitz, sondern auch zum Führen der Waffen (und wird nur sehr restriktiv vergeben). Die Zahl der damit zu erwerbenden Waffen ist normalerweise auf zwei begrenzt, man kann jedoch bei der Waffenbehörde um Erweiterung ansuchen. Type etc. der jeweiligen Waffe werden nicht auf dem Dokument vermerkt, sondern liegen nur bei der Waffenbehörde auf. Beim Kauf bei einem Waffenhändler meldet dieser den Erwerb an die Behörde, die das waffenrechtliche Dokument ausgestellt hat, bei Veräußerung von Privat zu Privat (die nur an einen Inhaber eines der vorgenannten waffenrechtlichen Dokumente erfolgen darf) muß der Veräußerer seiner zuständigen Bezirkswaffenbehörde die Veräußerung melden sowie den Namen des Erwerbers und Nummer und ausstellende Behörde von dessen waffenrechtlichem Dokument angeben. Auch Munition für Faustfeuerwaffen (Ausnahme: Kleinkaliber-Randfeuerpatronen) bekommt man nur mit einem der beiden waffenrechtlichen Dokumente!

Repetierbüchsen aller Art, Einzelladerbüchsen, Kipplaufbüchsen und Kombinationswaffen mit mindestens einem gezogenen Lauf
Sämtliche anderen Büchsen, die weder Voll- noch Halbautomaten sind, fallen unter die Kategorie C – Meldepflichtige Waffen. Waffen der Kategorie C können frei ab 18 Jahren erworben werden; wenn der Käufer ein waffenrechtliches Dokument (Waffenbesitzkarte oder Waffenpaß) besitzt, kann er das Gewehr gleich mitnehmen, ansonsten fragt der Händler nach Kaufabschluß erst bei der Behörde an, ob gegen den Käufer kein Waffenverbot besteht, und falls nicht, dann kann die Waffe drei Werktage nach Kaufabschluß („Abkühlfrist“) beim Händler abgeholt werden.

Die Meldung erfolgt in der Form, daß Art, Type, Seriennummer etc. der Waffe in ein Meldeformular eingetragen wird, von dem der Kunde das Original erhält, während eine Kopie beim Händler verbleibt, der sie sieben Jahre lang aufbewahren und den Sicherheitsbehörden auf Verlangen Einsicht gewähren muß.

Bei Weiterveräußerung der Waffe von Privat an Privat braucht man das Gewehr nicht bei seiner Behörde oder sonstwo abzumelden, sondern man muß dem Käufer nur mitteilen, wo man sie beim Kauf gemeldet hat, damit der Erwerber, der die Waffe seinerseits bei irgendeinem Fachhändler melden muß, das hierbei angeben kann. Ob der Erwerber das auch tatsächlich macht, entzieht sich dem Einfluß und der Verantwortung des Vorbesitzers. Das heißt, all diese Meldungen sind für die Behörde eigentlich wertlos, denn sie geben ja nur wieder, in wessen Besitz die Waffe im Zeitpunkt der Meldung gewesen ist. Was nachher damit geschehen ist, ob sie verkauft, verschenkt oder vererbt wurde, ist ja aus der Meldung nicht zu ersehen; die Meldung des neuen Besitzers konnte ja auch bei einem anderen Fachhändler oder auch gar nicht erfolgt sein, und die Meldungen sind nicht miteinander verknüpft. Vor Inkrafttreten der Waffengesetznovelle 2010 in Verkehr gebrachte Waffen der Kategorie C sind daher für die Behörde nicht greifbar, solange sie nicht bei dem von dieser Novelle vorgesehenen zentralen Waffenregister gemeldet werden.

Waffengesetz-Novelle 2010:

Diese wurde zwar bereits am 16. Juni 2010 vom Parlament beschlossen, um der Forderung der EU-Waffenrichtlinie (Beschluß bis spätestens Ende Juni 2010) nachzukommen, wird aber erst dann vom Innenminister per Verordnung in Kraft gesetzt werden, wenn das neue elektronische Waffen-Zentralregister in Betrieb ist, was am 1. Oktober 2012 der Fall sein wird. Zwecks umfassender Information über das neue Waffengesetz siehe den obigen Link; hier sollen nur die zwei wesentlichen Konsequenzen für die Waffen der Kategorien B und C angeführt werden:

Kategorie B:
Hier ändert sich beim Erwerb nichts, außer daß die Meldung an die Behörde vom Händler in Zukunft direkt an das neue elektronische Zentral-Waffenregister übermittelt wird anstatt wie bisher an die für den jeweiligen Kunden zuständige Bezirks-Waffenbehörde. Sämtliche bisher dezentral bei diesen aufliegenden Meldungen über bestehenden B-Waffenbesitz (wo derzeit alles Mögliche von Zettelwirtschaft bis hin zum selbstgestrickten Computerprogramm anzutreffen ist) sollen ebenfalls in dieses neue Zentralregister überführt werden, wo sie dann zusammen mit eventuellen zusätzlichen Informationen über nachgemeldete C- und D-Waffen zu einem Datensatz zusammengefaßt werden.

Kategorie C:
Gemäß der EU-Waffenrichtlinie muß bis spätestens 30. Juni 2014 der Altbestand an C-Waffen vollständig registriert sein, das heißt, jeglicher Altbesitz solcher Waffen muß bei der Behörde nachgemeldet werden; ab Inkrafttreten des Gesetzes sind auch sämtliche Käufe beim Händler zentral zu registrieren.

Warum jetzt noch kaufen; was noch kaufen?
Wer nicht sowieso schon eine Büchse irgendwelcher Art hat, muß bedenken, daß ab 1. Oktober 2012 das neue Waffengesetz mit seiner Nachmeldepflicht in Kraft treten wird. Man könnte sich z. B. jetzt noch schnell ein relativ preisgünstiges Gewehr kaufen, die Übergangsfrist für die Nachmeldung maximal ausschöpfen und hoffen, daß der „Große Crash“ entweder noch vor Mitte 2014 stattfindet oder daß es zwischen der doch noch vor dem 30. Juni 2014 getätigten Meldung der Waffe und dem tatsächlichen Eintritt von „Ragnarök“ zu keinen behördlichen Waffenverboten mehr kommen wird. Denn eines ist ziemlich sicher: Diese umfassende Registrierung aller Schußwaffen dient einzig der Vorbereitung von Waffenenteignungen, sobald einmal alles gemeldet ist, was die Bürger zu melden bereit sind. Einen anderen Sinn hat die Waffenregistratur nicht.

Den Anfang dieser Artikelreihe werde ich mit den Kleinkalibergewehren machen, die am erschwinglichsten sind und wahrscheinlich eine der letzten Salamischeiben sein werden, die einem sukzessiven Waffenverbotsaktionismus und Einschränkungen bei den Schießständen zum Opfer fallen. Befassen wir uns nun mit den Waffen sowie mit Munition und Zubehör.

KLEINKALIBERGEWEHRE

Darunter versteht man Büchsen für Randfeuerpatronen Kaliber .22 lang für Büchse (lfb) oder long rifle (l.r.) bzw. für die längere, stärkere .22 WMR (Winchester Magnum Rimfire). Im Unterschied zu Zentralfeuerpatronen wird diese Munitionsart nicht durch ein zentrales Zündhütchen gezündet, sondern durch einen Zündsatz, der ringförmig in den Rand des Patronenbodens eingegossen ist. Dieser Rand ist bloß eine umlaufende „Falte“ des dünnen Hülsenblechs und wird vom Schlagbolzen beim Abfeuern gequetscht, was die Zündmasse zur Explosion bringt. Das Geschoßkaliber der Kleinkaliberpatronen beträgt .22 Zoll, d. h. ca. 5,6 mm. Neben Gewehren gibt es auch Pistolen und Revolver für diese Munition.

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Nikolas Cruz

Von Tanstaafl, übersetzt von Lucifex. Das Original Nikolas Cruz erschien am 17. Februar 2018 auf Age of Treason.

Schulschütze, unklare Rasse. Die Erschossenen eine rassische Suppe, besonders judig. Die ADL – Juden, die zum Judeln organisiert sind -, die sehr wohl weiß, daß das County und die Schule voller Juden sind, aber nicht viel über den Schützen weiß, fördert sofort die Fake News, daß der Schütze WEISS, WEISS, WEISS ist und tat, was er tat, weil er WEISS, WEISS, WEISS ist. Wie üblich verstärken die Judenmedien bereitwillig diese antiweiße Linie.

Der hauptsächliche Kernpunkt ist wieder einmal, daß die Judenmedien antiweiß sind. Sie sind antiweiß, weil sie die Judenmedien sind. Das Verhalten von Juden ist keine Überraschung, sobald man einmal versteht, daß sie sich als im Krieg mit den Weißen befindlich sehen, daß sie die Weißen als ihren Feind sehen. Sie wissen sehr wohl, daß die Politik, für die sie sich einsetzen, Chaos und Gewalt schafft. Sie zogen natürlich den voreiligen Schluß, daß die Schießerei irgendeine Form von weißer Rache war, weil sie das wissen.

Ihr eigenes Narrativ und die Wahl ihrer Ausdrucksweise enthüllt, daß sie nichts als Verachtung für irgendwelche Weißen haben, die durch ihre Agenda Schaden erleiden, ganz zu schweigen von Weißen, die aktiv Widerstand leisten. Wenn irgendjemand sich ihrer antiweißen Agenda widersetzt, schreien sie „Weißer Suprematismus!“. Wenn irgendjemand bemerkt, daß irgendein Schaden durch die Juderei verursacht wird, schreien sie „Antisemitismus!“ Die schlichte Tatsache ist, daß es ohne Juden und die Judenmedien nichts von diesem Gekreische gäbe.

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Schußwaffen, Profiling und weiße Männer: Erklärung für die Besessenheit der Linken von Waffenkontrolle

David Sirota, Nina Totenberg und Don Lemon

Von Cooper Sterling, übersetzt von Deep Roots. Das Original Guns, Profiling, and White Males: Explaining the Left’s Obsession with Gun Control erschien am 31. Dezember 2012 im Occidental Observer. (Hier nachveröffentlicht anläßlich der jüngsten öffentlichen Hysterie um das Schulmassaker an der Douglas High School in Parkland, Florida.)

Die tragische Massenerschießung unschuldiger Kinder in Newtown, Connecticut, hat einen erneuerten Eifer von Waffenkontrollbefürwortern für Verbote von Schußwaffen und Magazinen erweckt.

Die liberalen Eliten der Nation, von Experten bis hin zu Politikern, haben dieses herzzerreißende Massaker aufgegriffen und es – zuerst und vor allem – als Krise der Schußwaffenkontrolle dargestellt. Mitglieder der NRA und andere Verteidiger des Schußwaffenbesitzes werden als kalte, empfindungslose Spinner dargestellt, die ihre Waffen auf Kosten von Menschenleben schätzen. Die instabile Natur des jungen Schützen in Newtown ist weitgehend vernebelt worden durch die emotionale Hervorhebung von „Sturmwaffen“ und „Magazinen“ mit hohem Fassungsvermögen, die oft als „clips“ [„Ladestreifen“] fehlbezeichnet werden. Ein Kolumnist der Huffington Post beschrieb die „Verrücktheit vom Millionen Schußwaffenbesitzern“ als „zutiefst verrückt“.

Falls irgendjemand am zentralen Fokus der Mainstream-Medien (MSM) im Gefolge der Schießerei von Newtown zweifelt, so möge er die Ergebnisse einer kürzlichen Suche von Nexis bedenken. Bei einer Durchsuchung der „Nachrichten“-Datenbasis (alle Nachrichtenkanäle, einschließlich Zeitungen, wire stories, Nachrichten-Wochenberichte etc. seit dem Datum der Schießerei) brachte die Verwendung von „Newtown“ und „mental health“ als Suchbegriffe für den ersten Absatz und die Titelzeile 583 Artikel. Eine vergleichbare Suche unter Verwendung von „Newtown“ und „gun control“ in derselben Suchstrategie in derselben „Nachrichten“-Datenbasis erbringt 2.415 Artikel. (Die drei Suchen wurden am selben Tag in enger Folge durchgeführt, um dasselbe Ausmaß der Berichterstattung in Nexis zu nutzen und zu vergleichen.) Die Hervorhebung von Schußwaffen in der Geschichte über Newtown im zweiwöchigen Nachrichtenzyklus nach der Massenerschießung ist mehr als viermal so stark wie die Hervorhebung des Geisteszustandes des Schützen.

Die vorherrschende, von den Medien betriebene schußwaffenfeindliche Hysterie beruht auf einer irrationalen Phobie gegenüber Feuerwaffen. Das Geschrei nach Schußwaffenkontrolle findet zu einer Zeit statt, wo die Mordraten sich auf einem 50-jährigen Tiefstand befinden. Weit weniger Menschen sterben durch Mord, als durch Unfälle im motorisierten Straßenverkehr sterben. Jedoch würde niemand daraus schließen, daß wir Autos verbieten sollten, weil sie tödlich sind. Für die meisten von uns überwiegen die Annehmlichkeit der Mobilität, individuelle Vorlieben und Achtsamkeit auf die Vermeidung hoch riskanter Situationen (vorbeugende Maßnahmen gegen tödliche Fahrzeugzusammenstöße) die Risikofaktoren des Todes durch Automobile.

Die Tatsache, daß Schußwaffen Jahr um Jahr vor Gewaltverbrechen schützen und davor abschrecken, wird in der Sensationsberichterstattung der MSM selten erwähnt. Man bedenke die kürzliche Berichterstattung in der New York Daily News, die eine Studie zitiert, welche behauptet, daß innerhalb von drei Jahren mehr Menschen durch Schußwaffen als durch Autounfälle sterben werden. Der Artikel behauptet, daß im Jahr 2010 “31.328 Menschen durch Killerwaffen starben”. In dieser Gesamtsumme sind Selbstmorde und Unfalltote zusätzlich zu Tötungsdelikten enthalten. Wie viele „Killerwaffen“ verhinderten den Tod eines Verbrechensopfers? Es gibt keine Erwähnung der „zigtausend Verbrechen“ die legal bewaffnete Bürger jedes Jahr laut einer Studie des Cato Institute von 2012 verhindern.

Es ist endemisch unter den kosmopolitischen Literati, die „Middle America“ verabscheuen, auf den Risiken herumzureiten, die mit Feuerwaffen verbunden sind, während die Vorteile des Feuerwaffenbesitzes mißachtet oder bagatellisiert werden. Journalisten, Redakteure und Führungsleute der Medien, die für die Information der Öffentlichkeit verantwortlich sind, haben im Durchschnitt sehr wenig Erfahrung mit Feuerwaffen oder Wissen über sie. Schußwaffen werden als das Eigentum von allerlei Spinnern und Verrückten betrachtet, oder, in den Worten von Henry Allen, dem Pulitzerpreisträger und Kritiker von der Washington Post, „bewaffnete Rednecks“ und „waffenschwingender Trailer-trash.“

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Chinesische und weiße Nationalisten sollten zusammenarbeiten

Ist das kommunistische Han-China eine Nation oder ein Imperium?

Von Chinese Nationalist Maiden, übersetzt von Lucifex. Das Original Chinese and White Nationalists Should Work Together erschien am 11. Januar 2015 auf Council of European Canadians.

Von Interstellar zum biologischen Imperialismus

Der Film Interstellar (2014) läßt in geschickter Weise den kulturellen Optimismus der amerikanischen 1960er und den radikal expansionistischen Drang wieder aufleben, der die amerikanische Wissenschaft allgemein und die NASA im Besonderen kennzeichnete. Vielleicht nicht bloß zufällig erscheint die Weltraumreise als Metapher für die westliche Geisteshaltung. Den ganzen Film hindurch habe ich eine typisch weiße rassische Weltsicht beobachtet, die sich sowohl auf einfache als auch komplexe Arten manifestierte. Viele würden sagen, daß das zentrale Thema von Interstellar eine Vater-Tochter-Beziehung ist, und ich würde nicht widersprechen, aber ich fing auch viele implizite rassebezogene Botschaften auf.

Wenn es nur eine Sache gäbe, die aus einem rassischen Blickwinkel interpretiert werden könnte, dann würde ich jede rasseorientierte Analyse dieses Films „eine Projektion rasseorientierter Werte auf einen Film, wo es keine solchen Werte gibt“ nennen. Jedoch überzeugte mich die Geisteshaltung „expandieren oder sterben“, die ein wiederkehrendes westlich-imperialistisches Thema während des ganzen Films war, davon, daß ich Interstellar vielleicht als einen Film würde interpretieren müssen, der deutlich von westlichem „expandieren oder sterben“-Imperialismus mit einem implizit rasseorientierten Unterton gefärbt ist.

Obwohl ich erwarte, daß Christopher Nolan den rassischen Blickwinkel nachdrücklich bestreitet, glaube ich doch, daß es solide Beweise dafür gibt, daß „Menschheit“ in der Welt von Nolans Interstellar synonym mit „westlicher Mensch“ ist. Es ist ein Film, der sich mit dem philosophischen Thema des Überlebens des westlichen Menschen befaßt.

Nach einer kurzen Analyse der wiederkehrenden Themen in Interstellar aus einem rassischen Blickwinkel sollte klar werden, daß das Ende der Menschheit in komplizierter Weise mit dem Gebrauch von Menschheit als Synonym für den westlichen Menschen zusammenhängt – dies beschwört die Tatsache herauf, daß der Niedergang des Westens und der Niedergang der Menschheit ein und dasselbe sind. Die westliche Zivilisation als Produkt des westlichen Menschen kann nicht ohne ihren Wirt überleben, denn die Weltsicht, die diese Zivilisation schuf, hat eine feste Basis in rassischer Biologie. Wie durch die Rassebiologie bestimmt, ist eine Weltsicht nicht bloß eine kulturelle Angelegenheit. Sie ist jedoch eine rassespezifische biologische Kraft, die auf komplizierte Weise mit dem kreativen Drang jeder Menschenrasse zusammenhängt. Daher wird jede Gegnerschaft gegenüber einer hochzivilisierten Rasse, wie sie durch die weiße Rasse charakterisiert wird, zum Schaden jener Hasser erfolgen, die, geblendet von ihrem taktlosen Hass, gegen sich selbst und ihre Nachkommen handeln.

Nachdem die Gegnerschaft gegenüber noblem Blut vergeblich ist, wird all die Opposition gegen die weiße Rasse zum Schaden der Antiweißen erfolgen; diese Tatsache ist kein Fluch, sondern ein Naturgesetz. Das Prinzip des noblen Blutes ist unveränderlich. Während die Vorkämpfer einer selbstschädigenden Ideologie all ihre Macht, ihr Geld und ihre Energie anwenden, um Zerstörung über die weiße Rasse zu bringen, wird ihr Eifer wie kein Eifer sein, denn selbst wenn der Marsch eines zivilisierten Volkes vorübergehend durch ideologische Ablenkungen aufgehalten wird, wird es schließlich ungeduldig werden, seine Reihen neu ordnen, sich auf den Abmarsch vorbereiten und losmarschieren, als ob seine Todfeinde nichts Größeres als Ameisen wären. Der Niedergang der weißen Rasse wird weitergehen, bis ein kritischer Punkt erreicht ist, der nicht nur ihren Lebenswillen wieder bestärken wird, sondern auch ihren Willen zu gedeihen. Somit ist der Niedergang nur eine Unterbrechung in der Fortdauer des Erbes des europäischen Imperialismus, der die Manifestation eines noblen Geistes ist.

Vom Imperialismus zu Rotchina

Wo wir vom Imperialismus sprechen, fallen einem Rotchina und seine territorialen Ansprüche ein. Die Volksrepublik China (VRC) ist nun die Volkswirtschaft Nummer 1 der Welt (Arends, 2014), aber ihre diplomatischen Beziehungen zum Rest der Welt sind genauso schlecht wie immer. Die Kommunistische Partei Chinas (KPC) hat keinen beeindruckenden Plan, der seine internationalen Beziehungen aus diplomatischem Blickwinkeln irgendwann in der nahen oder fernen Zukunft verbessern wird. Man glaubt, daß die VRC als Supermacht mehr „soft power“ zeigen wird (Zhou, 2014), aber die politische Realität ist, daß die VRC zunehmend aggressiv werden wird (Glaser, 2011). Als Zeugnis dieses Trends zu mehr politischer Aggression durch die VRC haben sich die Beziehungen zu Rußland verschlechtert.

Die Russen erkennen China nun als unzuverlässige Macht (Novikova, 2014). Die unbehaglichen Beziehungen Chinas zur internationalen Gemeinschaft (Zhou, 2014) könnten jederzeit in einem katastrophalen Krieg kulminieren, in dem China sich isoliert und daher gegen die ganze Welt kämpfend wiederfinden könnte. Daher sind die politische Strategie und die Ideologie der KPC nicht gut für China als Supermacht und haben eine extrem isolierende Wirkung. Der Kommunismus – selbst mit bedeutenden Reformen wie im Fall der KPC – ist ein Teil des Problems. Die Propagandamaschine der KPC verkauft uns den Kommunismus als „patriotisch“ oder „nationalistisch“ (Chen, 2014), aber wenn er so „patriotisch“ oder „nationalistisch“ wäre, dann wäre er kein Teil des Problems (Oiwan, 2014).

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„Samain Night“: Loreena McKennitts Lieder

Von Lichtschwert, ursprünglich veröffentlicht am 31. Oktober 2017 auf „Nord-Licht“ [Nachveröffentlichung hier auf „Morgenwacht“ anläßlich des heutigen 61. Geburtstags von Loreena McKennitt, nachdem ich den Artikel nach Erscheinen des Originals vorerst nur rebloggt hatte.]

Anläßlich des heutigen fünften Bestandsjubiläums meines Blogs „Nord-Licht“ zum diesjährigen Samhain bringe ich eine Auswahl von Liedern der kanadischen Sängerin und Musikerin Loreena McKennitt, die ich sehr schätze. Wie ich bereits einmal geschrieben habe, gefällt mir nicht nur ihre Musik allgemein und ihre Stimme, sondern es ist überhaupt ihre ganze Darbietung immer wieder sehr ansprechend, mit Gesichtsausdruck, Kopfhaltung und allem; so schön, so feierlich und würdevoll.

Loreena McKennitt, die am 17. Februar 1957 geboren wurde und schottisch-irischer Abstammung ist, hat bisher 21 Alben und eine Single veröffentlicht, die alle von ihrer eigenen Plattenfirma Quinlan Road produziert wurden; ihr Debutalbum war Elemental (1985). Im Jahr 1998 kam ihr Verlobter Ronald Rees zusammen mit seinem Bruder Richard und deren Freund Gregory Cook bei einem Bootsunglück auf der Georgian Bay ums Leben. Dieses Ereignis hatte sie sehr getroffen, und sie gründete daraufhin im selben Jahr die Wasserrettungsstiftung „Cook-Rees Memorial Fund for Water Search and Rescue“. Die Einnahmen ihres zu dieser Zeit gerade produzierten Albums Live in Paris and Toronto wurden für diese Stiftung gespendet und belaufen sich auf bisher etwa drei Millionen Dollar. Nach der Veröffentlichung dieses Albums entschied Loreena, daß sie die Zahl ihrer öffentlichen Auftritte verringern werde, und sie hat danach bis zum Studioalbum An Ancient Muse (2006) keine neuen Aufnahmen mehr herausgebracht.

Loreena McKennitt, die mehrere Instrumente spielt, darunter Harfe, Klavier und Akkordeon, verwendet in ihrer Musik zwar teils auch orientalische und andere Einflüsse aus verschiedenen Teilen der Welt, fühlt sich aber aufgrund ihrer schottisch-irischen Herkunft stark zu ihren keltischen Wurzeln hingezogen („my infatuation with the Celts“, wie sie einmal bei einem Live-Auftritt sagte) und läßt sich davon nicht nur bei ihren eigenen Kompositionen inspirieren, sondern nimmt auch traditionelle Lieder aus dem anglo-keltischen Kulturraum in ihr Repertoire auf. Bevor sie irgendwelche Musik komponiert, betreibt sie beträchtliche Forschungen zu einem bestimmten Thema, das dann das allgemeine Konzept eines Albums formt. Sie reist auch viel, unter anderem auch zu anderen keltisch beeinflußten Gegenden, um sich Inspirationen zu holen. In ihrem Hüllentext zu Troubadours on the Rhine, einem Live-Album, das am 24. März 2011 im Mainzer SWR-Studio aufgenommen wurde, schreibt sie, daß sie erfreut war zu erfahren, daß diese Örtlichkeit ebenfalls ein keltisches Erbe hat.

Den Anfang meiner Liederpräsentation mache ich, dem Datum entsprechend, mit Samain Night (aus Parallel Dreams, 1989):

Hier ist der Text dazu:

When the moon on a cloud cast night
Shone above the tree tops‘ height
You sang me of some distant past
That made my heart beat strong and fast
Now I know I’m home at last.

You offered me an eagle’s wing
That to the sun I might soar and sing
And if I heard the owl’s cry
Into the forest I would fly
And in its darkness find you by.

So our love’s not a simple thing
Nor our truths unwavering
Like the moon’s pull on the tide
Our fingers touch, our hearts collide
I’ll be a moonsbreath from your side.

Bekannt ist Loreena auch für ihre Vertonungen klassischer Gedichte aus der englischsprachigen Literaturwelt, zu denen sie die Musik komponiert und Instrumentalarrangements erstellt und die sie dann gemeinsam mit ihren Musikern vorträgt.

Ein Beispiel dafür ist The Lady of Shalott, eine 1832 veröffentlichte Ballade von Alfred Lord Tennyson, die lose auf der Legende von Elaine of Astolat aus dem Sagenkreis um König Artus beruht.

Elaine, die anderswo auch als Nimue, die Herrin vom See etc. in Erscheinung tritt, lebt unter einem Zauberbann einsam in einer Burg auf der Insel Shalott, die in dem Fluß liegt, der nach Camelot fließt. Dort sitzt sie mit dem Rücken zum Fenster an einem Webstuhl und webt das, was sie in einem magischen Spiegel sieht, zu Bildern eines endlosen Teppichs. Aus dem Fenster darf sie nicht schauen. Nur die Feldarbeiter in der Nähe hören ihre Gesänge. Eines Tages sieht sie im Spiegel den Ritter Lancelot vorbeireiten, und um ihn besser sehen zu können, schaut sie direkt aus dem Fenster und verliebt sich in ihn. Da zerbricht der Spiegel, und Elaine weiß, daß der auf ihr liegende Fluch nun in Erfüllung geht. In einem Boot fährt sie nach Camelot, während ihre Lebenskraft sie bereits verläßt, und als sie dort ankommt, ist sie tot. Die Ritter sind erstaunt über ihre Schönheit, und Lancelot bittet Gott um Gnade für sie.

Nach einer ersten Vertonung dieses Gedichts durch den englischen Komponisten Cyril Rootham im Jahr 1909 hat Loreena McKennitt ebenfalls eine geschaffen, und zwar für ihr Album The Visit von 1991. Hier trägt sie ihre Version bei der Verleihung der Juno Awards von 1992 vor, wo sie für das Best Roots/Traditional Album ausgezeichnet worden war:

In Loreenas textlich stark gekürzter Live-Fassung von Tennysons langer Ballade wird diese Geschichte jedoch nur unvollständig vermittelt, und auch die 11:34 min. lange Studioversion aus The Visit (siehe nächstes Video) enthält nicht alle Strophen des Originals. Ich gebe daher nachfolgend den gesamten Text wieder, mit den von Loreena in The Visit gesungenen Strophen in ihrer Textfassung (nur in den beiden hier eingestellten Live-Versionen [Juno Awards und Alhambra] enthaltene Strophen in fetter Schrift, die beiden in der etwas längeren Konzertdarbietung von Troubadours on the Rhine zusätzlich dazu verwendeten zwischen Sternchen; gänzlich weggelassene in Klammern):

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Yeats‘ heidnisches „Second Coming“

Luc Olivier Merson, Rast auf der Flucht nach Ägypten, 1879

Von Greg Johnson; das Original „Yeats’ Pagan Second Coming“ wurde am 16. Februar 2015 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right veröffentlicht.
Übersetzung: Lichtschwert. (Originalübersetzung hier)
Spanische Übersetzung hier.

William Butler Yeats verfaßte sein berühmtestes Gedicht, „The Second Coming“, im Jahr 1919, in der Zeit des Großen Krieges und der bolschewistischen Revolution, als die Dinge wahrlich „auseinanderfielen“, darunter hauptsächlich die europäische Zivilisation. Der Titel bezieht sich natürlich auf die Wiederkunft Christi. Aber so wie ich es lese, lehnt das Gedicht die Vorstellung ab, daß die buchstäbliche Wiederkunft Christi bevorsteht. Stattdessen bekräftigt es zwei nichtchristliche Bedeutungen von Wiederkunft. Erstens gibt es die metaphorische Bedeutung des Endes der gegenwärtigen Welt und der Enthüllung von etwas radikal Neuem. Zweitens gibt es die Bedeutung der Wiederkunft nicht von Christus, sondern des vom Christentum verdrängten Heidentums. Yeats verkündet eine heidnische Wiederkunft.

Das Gedicht lautet:

Turning and turning in the widening gyre,
The falcon cannot hear the falconer;
Things fall apart; the center cannot hold;
Mere anarchy is loosed upon the world,
The blood-dimmed tide is loosed, and everywhere
The ceremony of innocence is drowned;
The best lack all conviction, while the worst
are full of passionate intensity.

Surely some revelation is at hand;
Surely the Second Coming is at hand.
The Second Coming! Hardly are those words out
When a vast image out of Spiritus Mundi
Troubles my sight: somewhere in the sands of the desert
A shape with lion body and the head of a man,
A gaze blank and pitiless as the sun,
Is moving its slow thighs, while all about it
Reel shadows of the indignant desert birds.
A darkness drops again; but now I know
That twenty centuries of stony sleep
Were vexed to nightmare by a rocking cradle
And what rough beast, its hour come round at last,
Slouches towards Bethlehem to be born?

Wenn man dieses Gedicht als eine Allegorie auf den modernen Nihilismus liest, wird eine Menge klar. „Turning and turning in the widening gyre“ – Kreisend und kreisend im sich erweiternden Wirbel. Man stelle sich hier einen Falken vor, vielleicht mit einer an einem seiner Beine befestigten langen Leine, der auf einer immer weiter werdenden Spiralbahn fliegt, während immer mehr von der Leine ausgerollt wird. Im Zentrum des Wirbels steht, die Leine haltend, der Falkner, der Herr des Falken. Während die Leine ausrollt und der Wirbel weiter wird, kommt ein Punkt, an dem „der Falke den Falkner nicht hören kann.“

Vermutlich ist das, was der Falke nicht hören kann, der Falkner, der den Vogel zurück auf seinen Arm ruft. Nicht länger in der Lage, die Stimme des Falkners zu hören, zieht der Falke weiter nach außen. An irgendeinem Punkt jedoch wird seine Leine zu Ende sein, an welchem Punkt sein Flug entweder mit einem heftigen Ruck enden und er erdwärts stürzen wird – oder der Falkner die Leine loslassen und der Falke seinen Flug nach außen fortsetzen wird.

Aber ohne die Leine zum Zentrum – eine buchstäbliche Leine, oder nur die Stimme seines Herrn – wird der Weg des Falken seine Spiralform verlieren, die durch die Leine zwischen dem Falken und dem Falkner festgelegt wird, und der Falke wird seine Flugbahn selbst bestimmen müssen, eine Flugbahn, die zweifellos im Zickzack mit den Luftströmungen und den vorübergehenden Wünschen des Falken verlaufen wird, aber keine erkennbare Struktur aufweisen wird – außer vielleicht irgendwelche restlichen Echos ihrer ursprünglichen Spirale.

Der Falke ist der moderne Mensch. Die motivierende Kraft des Fluges des Falken ist das menschliche Verlangen, sein Stolz, seine Lebendigkeit und sein faustisches Streben. Die Spiralstruktur des Fluges ist das allgemein verständliche Maß – die Mäßigung und Moralisierung des menschlichen Verlangens und Handelns -, das durch das moralische Zentrum unserer Zivilisation auferlegt wird, verkörpert durch den Falkner, den Herrn des Falken, unseren Herrn, den ich in nietzscheanischen Begriffen als die höchsten Werte unserer Kultur interpretiere. Die Leine, die uns vom Zentrum aus hält und ihm ermöglicht, unserem Flug ein Maß aufzuzwingen, ist die „Stimme Gottes“, d. h. der Anspruch der Werte unserer Zivilisation an uns; die Fähigkeit der Werte unserer Zivilisation, uns zu bewegen.

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Dresden 1945

Die Frauenkirche in Dresden vor dem 13./14. Februar 1945.

Von Thomas Goodrich, übersetzt von Deep Roots. Das Original Dresden, 1945 erschien am 12. Februar 2014 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right.

Anmerkung von Greg Johnson:

Der folgende Bericht über die Zerstörung von Dresden in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 ist ein Auszug aus Kapitel 10 von Hellstorm: The Death of Nazi Germany, 1944-1947 (Sheridan, Colorado: Aberdeen Books, 2010), das sich vorwiegend mit dem Schicksal unschuldiger Deutscher, hauptsächlich Frauen, Kinder, Alte und Kranke, im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs und in der Zeit danach befaßt.

Fasching ist ein jährliches deutsches Ereignis ähnlich der lateinischen Feier von Mardi Gras. An diesem besonderen Fastnachtsdienstag legen normalerweise biedere, zurückhaltende Teutonen seltsame Kostüme an, gesellen sich zu Freunden oder völlig Fremden, schwärmen in Bars, Restaurants und Theater aus und beteiligen sich dann mehrere Stunden lang an sinnlosen, aber harmlosen Erheiterungen. Wegen der Erfordernisse des Krieges war jedoch die Feier, wie das meiste andere im verwüsteten Reich, fast völlig aufgegeben worden. In nur einer Stadt bestand die Faschingstradition so ziemlich in der Weise fort, wie es immer gewesen war, und in der Nacht des 13. Februar füllten Frauen und Kinder zusammen mit den wenigen verbliebenen Männern die Straßen, um zu feiern.

Dresden war wahrlich einer der größten Kulturschätze der Welt. „Florenz an der Elbe“ genannt, war der alte Schaukasten im Herzen von Sachsen buchstäblich eine Zeitkapsel der gotischen Architektur und mittelalterlichen Kultur. An jeder Ecke jeder schmalen Pflasterstraße gab es ein kunstvolles Schloß, ein Museum, eine Kunstgalerie oder eine hoch aufragende, jahrhundertealte Kathedrale. Wie Paris, Rom und Venedig war Dresden schön, romantisch und dauerhaft. Jahrzehntelang war die Stadt eine der „Pflichtstationen“ für Reisende auf dem Kontinent gewesen, besonders für jene aus Britannien und Amerika.

So willkommen es auch war, so verblüffte die Tatsache, daß eine Stadt von der Größe Dresdens überlebt hatte, als alle anderen zerstört waren, manche Einwohner und beunruhigte andere. Nachdem in fünf Kriegsjahren nur zwei winzige Tagesangriffe stattgefunden hatten, nahmen viele an, daß Dresdens Errettung an seinem Ruf als „Stadt der Kunst“ lag; daß es bei einem unschätzbaren, unersetzlichen Schmuckstück der westlichen Kultur sogar „Terrorbombern“ an ausreichendem Hass fehlte, um solche Schönheit auszulöschen. Andere vermuteten, daß der Feind, nachdem Dresden fast keine Schwerindustrie hatte – und das wenige, das es gab, hatte keine Bedeutung für den Krieg – die Stadt einfach nicht für ein geeignetes Ziel hielt. Wenn Skeptiker darauf hinwiesen, daß viele andere schöne deutsche Städte mit wenig oder keiner Industrie systematisch ausradiert worden waren, erfanden Gerüchte neue Gründe für Dresdens wundersames Überleben.

Die Frauenkirche in Dresden nach der Bombardierung.

Ein Glaube, den viele hegten, besagte, daß eine Tante von Churchill in Dresden lebte. Ein anderer deutete an, daß die Stadt wegen riesiger amerikanischer Investitionen verschont wurde. Daß Dresden zu einer „Hospitalstadt“ mit zahlreichen medizinischen Einrichtungen geworden war, erschien anderen als rationale Erklärung. Für manche schienen die sechsundzwanzigtausend alliierten Kriegsgefangenen, die in der Stadt interniert waren, eine logischere Antwort zu sein. Unter vielen Dresdnern war jedoch die vielleicht größte Erklärung dafür, daß ihre Stadt lebte, wenn alle anderen starben, daß unzweifelhaft noch immer ein Funke der Gnade in den Herzen britischer und amerikanischer Flieger brannte. Unter all den vielen Namen, unter denen es bekannt war, beschrieb keiner Dresden im Februar 1945 besser als „Stadt der Flüchtlinge.“

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Es begann heute vor 73 Jahren: Dresden, ein echter Holocaust

Von Kevin Alfred Strom, übersetzt von Deep Roots. Das Original It Began 66 Years Ago Today . . .Dresden: A Real Holocaust erschien am 13. Februar 2011 bei Counter-Currents Publishing (von mir heute mit dem aktuellen Jahr angepaßtem Titel nachveröffentlicht).

 

Die Nacht vom 13. auf den 14. Februar, den Valentinstag, markiert einen ominösen Jahrestag in der Geschichte der westlichen Zivilisation. Denn beginnend mit der Nacht des 13. Februar 1945 geschah die Zerstörung Dresdens.

Am Vorabend des Valentinstags 1945 war der Zweite Weltkrieg in Europa nahezu vorbei. In der Praxis war Deutschland bereits besiegt. Italien und Deutschlands andere europäische Verbündete waren auf der Strecke geblieben. Die Rote Armee besetzte eilig die weiten Gebiete dessen, was Ostdeutschland gewesen war, während die Verbündeten der Sowjets, die Briten und Amerikaner, in die Nichtexistenz bombten, was von Deutschlands Verteidigung und Nahrungsmittel- und Verkehrsinfrastruktur noch übrig war.

Und was war Dresden? Die meisten von Ihnen werden wahrscheinlich von Dresdner Porzellan gehört haben, und dieses grazil ausgeführte und sorgfältig detaillierte Porzellan ist wirklich ein perfektes Symbol für diese Stadt. Jahrhundertelang war Dresden ein Zentrum von Kunst und Kultur und der verfeinerten Freizeit und Erholung gewesen. Es war eine Stadt der Kunstmuseen und Theater, der Zirkusse und Sportstadien, eine Stadt alter, halb aus Holz bestehender Gebäude, die für die ganze Welt wie jene des mittelalterlichen Englands aussahen, mit ehrwürdigen Kirchen und jahrhundertealten Kathedralen, die seine Silhouette zierten. Es war eine Stadt der Künstler und Handwerker, der Schauspieler und Tänzer, der Touristen und der Kaufleute und Hotels, die sie bedienten. Vor allem wurde Dresden während des Krieges durch das definiert, was es nicht war. Es hatte keine bedeutenden militärischen oder industriellen Einrichtungen. Deswegen war Dresden vor allem anderen zu einer Stadt der Kinder, Frauen und Flüchtlinge geworden, und der Verwundeten und Versehrten, die sich in seinen vielen Krankenhäusern von ihren Wunden erholten.

Diese Frauen und Kinder, diese verwundeten Soldaten, diese gebrechlichen und ältlichen Menschen, diese Flüchtlinge, die vor dem brutalen Ansturm der kommunistischen Armeen im Osten flohen, waren nach Dresden gekommen, weil man zu der Zeit allgemein glaubte, daß Dresden nicht angegriffen werden würde. Seine fehlende strategische oder militärische Bedeutung und die wohlbekannte Anwesenheit von Hunderttausenden unschuldiger ziviler Flüchtlinge und sogar alliierter Kriegsgefangener schienen der Stadt Sicherheit zu garantieren. Sicherlich, dachte man, würde nicht einmal der mächtigste und entschlossenste Feind so verkommen und sadistisch sein und so verschwenderisch mit seinen eigenen Ressourcen umgehen, daß er solch eine Stadt angreifen würde. Aber die Menschen Dresdens, die in dieser schicksalhaften Nacht vergnügt das Kino besuchten oder zu Hause zu Abend aßen oder den Pferden im Zirkus zusahen, irrten sich schwer. Und ihre Führer irrten sich ebenfalls, denn die Stadt war buchstäblich offen und unverteidigt, und nur minimale zivile Verteidigungsvorbereitungen waren getroffen worden.

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Wer hätte es gewußt? Die jüdischen Piraten der Karibik

„Port Royal“ von Sarel Theron

Von der Science-Fiction- und Fantasy-Autorin Deborah J. Ross, übersetzt von Lucifex. Das Original Who Knew? The Secret History of the Pirates of the Caribbean, or What Disney Doesn’t Want You to Know erschien am 16. Februar 2010 auf Book View Café.

[Anmerkung des Übersetzers: Dieser Artikel einer anscheinend jüdischen Autorin (darauf deutet jedenfalls ihr Beitrag A Jewish Heroine of the Renaissance hin) auf Basis des Buches eines jüdischen Autors (siehe Link in meiner Nachbemerkung) gibt zwar eine recht apologetische Darstellung der Juden im Sinne der üblichen Verfolgungs- und Opferleier (Inquisitionsflüchtlinge), ist aber dennoch für uns recht aufschlußreich. Und Leser, die in der Judenfrage noch nicht ganz auf unserem Stand sind, können ihn dadurch nicht als etwas abtun, was böse Antisemiten sich aus den Fingern gesogen haben. Das Titelbild habe ich hinzugefügt.]

Jewish Pirates of the Caribbean: How a generation of swashbuckling Jews carved out an empire in the New World in their quest for treasure, religious freedom–and revenge [„Jüdische Piraten der Karibik: Wie eine Generation verwegener Juden sich in ihrem Streben nach Schätzen, Religionsfreiheit – und Rache – ein Imperium in der Neuen Welt schufen“] von Edward Kritzler

Was geschah 1492? Aller Wahrscheinlichkeit nach lautet die Antwort, die den meisten Amerikanern einfällt: „Kolumbus segelte über den blauen Ozean.“ Für Juden jedoch markiert das Datum die Vertreibung aus Spanien („konvertieren, wegziehen oder sterben“), gefolgt 1497 von der Vertreibung aus Portugal, kollektiv als die Sephardische Diaspora bekannt. Diejenigen, die nicht in der Lage waren zu fliehen, wurden zu „Conversos“ und für die meisten war diese Zwangsbekehrung nur eine Vorspiegelung.

Die Welt war ein gefährlicher Ort für Juden. Jedes Anzeichen von „Judaisierung“ zog die schnelle Aufmerksamkeit der Inquisition auf sich. Nur wenige Nationen, darunter Marokko und Holland, boten einen Rest von Sicherheit. Juden verbündeten sich mit verschiedenen Nationen und spielten die eine gegen die andere aus. Mitte der 1500er terrorisierte Sultan Suleimans Seebefehlshaber Barbarossa das Mittelmeer, aber der Mann, der die Seeschlachten tatsächlich anführte, war Sinan, „der berühmte jüdische Pirat“, der aus Spanien in die Türkei geflohen war. Sinan war berühmt für seine humane Behandlung von Gefangenen und seine magischen Kräfte (seine Kenntnis des Sextanten).

Die Entdeckung der Neuen Welt eröffnete neue Möglichkeiten. Juden gehörten zu den ersten Europäern [der Übersetzer räuspert sich], die die Karibik erforschten. Als Kartographen, Lotsen, Chirurgen, Schatzmeister, Übersetzer, Händler und Spione segelten sie mit Kolumbus wie auch mit da Gama und Cortes. Es ist nicht klar, ob Kolumbus selbst jüdischer Abstammung war, aber er verschaffte zusammen mit seinen Erben „heimlichen Juden“ eine Zuflucht vor der Inquisition. Weil es spanischen Conversos verboten war, sich in der Neuen Welt anzusiedeln, kamen sie als „Portugiesen“, und die Bezeichnung wurde zu einem Codewort für Conversos.

Die frühen jüdischen Siedler waren Händler und Schiffseigner und stützten sich auf ihre Fähigkeiten und Geschäftsmethoden (wie ein privates Banksystem, das Kreditbriefe ausgab, die weit weniger leicht gestohlen wurden als Edelmetall). Während des Großteils des sechzehnten Jahrhunderts befragte sie niemand allzu genau, solange sie vorgaben, Christen zu sein, und die Spanier mit einem Handelsnetzwerk versorgten. Um die Jahrhundertwende waren sie jedoch entbehrlich geworden. Die Inquisition brach mit voller Kraft über die jüdischen Gemeinschaften in Mexiko und Brasilien herein. Die Neue Welt war keine Zuflucht mehr.

Als Reaktion darauf konspirierte eine Handvoll von Juden mit Holland und England zwecks Eroberung einer Kolonie in der Neuen Welt. Ihre Inspiration war der Barbareskenpirat, „der Piratenrabbi“, Samuel Palache (dessen persönlicher Koch koschere Mahlzeiten für ihn zubereitete). Zu den Herausragendsten gehörten die Brüder Cohen Henriques, Moses und Abraham (der sich weigerte, seinen spanischen „Unterdrückernamen“ zu verwenden). Moses Cohen Henriques plante im Jahr 1628 die einzige erfolgreiche Kaperung einer spanischen Schatzflotte (im Wert von 1 Milliarde Dollar in heutiger Währung) in 200 Jahren und nahm daran (unter dem holländischen Admiral Piet Heyn) teil. In seinem späteren Leben herrschte er über seine eigene „Pirateninsel“ (vor Recife, gekauft mit seinem Anteil an der Beute) und wurde zum Ratgeber des berüchtigten Bukaniers Henry Morgan.

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Tavernenrunde 6: Jahresbeginn 2018

Als Fortsetzung der Tavernenrunde 5: Herbsttaverne 2017 habe ich hier eine neue Taverne als Treffpunkt für allgemeinen Gedankenaustausch eingerichtet.

Für diejenigen, die „As der Schwerter“ nicht mehr gekannt haben (und zur Erinnerungsauffrischung für die anderen): Das Vorbild der Tavernenrunden auf „Morgenwacht“ sind die Tavernenrunden in der „Taverne zum Alten Phönix“, die von mir auf „As der Schwerter“ für denselben Zweck eingerichtet worden sind (das diesmal hier verwendete Titelbild ist das ursprüngliche der ersten paar AdS-Tavernenrunden). Das Vorbild hierfür wiederum waren einerseits die „Kaffeehaus-Stammtische“ auf Kewils altem Blog „Fakten und Fiktionen“ sowie das „Gasthaus zum Alten Phönix“ in Poul Andersons Fantasy-Alternativweltroman „Ein Mitternachtssturm“.

In diesem werden, wie ich damals erläuterte, einige auch für uns interessante Dinge angesprochen: der Übergang vom heidnischen altenglischen Feenglauben zum Christentum, der „Alte Weg“, das ursprünglichere Christentum und das „Man-selbst-Sein“ im Gegensatz zum freudlosen, nüchternen und selbstgerechten Puritanismus. Die Geschichte spielt zur Zeit Oliver Cromwells, aber in einer anderen Wirklichkeit, in der alles, was Shakespeare geschrieben hat, Realität ist (Shakespeare ist dort der „Große Historiker“). Die „Taverne zum Alten Phönix“ ist ein Gasthaus, das zwischen dieser Welt und anderen (wie unserer) sowie zwischen den Zeiten hin- und herwechselt. Die beiden Helden dieser Geschichte – Prinz Rupert von den königstreuen Cavaliers und der einfache Soldat Will Fairweather –  stoßen darauf, während sie von ihren Feinden verfolgt werden:

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