Von Krakau nach Krypton: Juden und Comics

Von Ted Sallis, übersetzt von Deep Roots. Das Original From Krakow to Krypton: Jews & Comic Books erschien am 12. Oktober 2011 bei Counter-Currents Publishing/North American New Right.

Arie Kaplan

From Krakow to Krypton: Jews and Comic Books

Philadelphia: Jewish Publication Society, 2008

Ich möchte an meinen Essay über Comics mit einer Rezension des Buches From Krakow to Krypton des jüdischen Autors Arie Kaplan anschließen. Dieses Buch betrachtet die Geschichte der Comics aus jüdischer Perspektive, und wie Juden und jüdische Empfindungen das Medium Comic formten und dadurch die Gesellschaft beeinflußten.

1933 war eine Zeit der Veränderungen, als Franklin Roosevelt Präsident eines depressionsgeplagten Amerikas wurde, Hitler Kanzler Deutschlands wurde, und ein Jude namens „Charlie“ Gaines (Max Ginsberg), Vater des späteren Herausgebers des Magazins MAD, William M. Gaines, im Grunde das Comicheft „erfand“. Gaines/Ginsberg, der nach einer Möglichkeit suchte, seine Familie in wirtschaftlich schwierigen Zeiten durchzubringen, kam auf die Idee, alte Comic-Streifen aus den „Sunday Funnies“ in Form eines „Comic-Heftes“ nachzudrucken. Eine weitere Innovation war die Datierung des Comicheftes auf zwei oder drei Monate nachdem es in Wirklichkeit an die Kioske kam, eine Praxis, die großteils heute noch in Kraft ist, um die „Regal-Lebensdauer“ der Ausgabe zu verlängern – im Grunde eine mentale Manipulation des Konsumenten, um ihn davon zu überzeugen, daß eine monatealte Ausgabe „neu“ ist. Gaines/Ginsberg war ein Unternehmer und kein schöpferischer Geist, kein Autor oder Zeichner, aber seine Kreation Famous Funnies schuf die Basis für alles, was später kommen sollte.

Um die Mitte der 1930er war Detective Comics (DC) soweit, Comichefte mit originalem Material zu veröffentlichen, die ersten „Helden“-Geschichten. Nun treten wir in die Periode der jüdischen Dominanz des kreativen im Gegensatz zum rein geschäftlichen Ende des Comicgeschäftes ein. So dachten sich zwei Juden, Jerry Siegel (Autor) und Joe Shuster (Zeichner) zuerst den Helden „Doctor Occult“ aus, was zu ihrer berühmtesten und dauerhaftesten Schöpfung führte, „Superman“. Die Wirkung von Superman auf die moderne Kultur ist derart gewesen, daß Siegel unter den „100 einflußreichsten Juden aller Zeiten“ aufgelistet worden ist – keine geringe Leistung für eine Gruppe, die – zum Besseren oder zum Schlechteren – die menschliche Geschichte zutiefst beeinflußt hat. Kaplan betont, daß, obwohl der Begriff Superman ursprünglich von Nietzsches Konzept des „Übermenschen“ übernommen worden war, die Nazi-Ideologie später (zumindest behaupten die Juden das) das Konzept des „arischen Supermenschen“ übernommen hätten, daher, behauptet Kaplan, sei es gewiß ironisch, daß „Superman“ von ein paar Juden erfunden wurde! Nimm das, du Nazischwein!

Superman wird als einer gesehen, der jüdische „Obertöne“ hat, nicht nur mit Bezug auf die „Geschichte vom Golem“ (die als Hintergrund für manch einen von Juden geschaffenen Comic-Charakter auftaucht) – das heißt, das von Juden zur Verteidigung von Juden geschaffene Monster, das sich später gegen seine Schöpfer wendet – sondern auch, weil Superman, analog zu den Juden, der fremde Einwanderer ist, aber in Supermans Fall von einem anderen Planeten statt aus den Ghettos Osteuropas. Weiters wurde Superman, wie Moses, von seinen Eltern weggelegt, damit er überleben könne, und natürlich wird der fremde Einwanderer Superman zum „exemplarischen Amerikaner“, wie es angeblich auch die Juden wurden. Und – Superman verteidigt Amerika und amerikanische Werte; ist das denn nicht das, was die Juden immer getan haben?

Schlußendlich wird die Tatsache, daß Clark Kent bebrillt, bücherwurmig und von freundlichem Wesen (sic!) ist, als der jüdische Stereotyp betrachtet; Kaplan behauptet, daß Siegel und Shuster sich so sahen.

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Marvel Comics, Ethnizität und Rasse

Von Ted Sallis, übersetzt von Deep Roots. Das Original Marvel Comics, Ethnicity, & Race erschien am 30. August 2011 bei Counter-Currents Publishing/North American New Right.

Ich möchte den Fußspuren von Jonathan Bowden folgen und Rasse und Ethnizität im Kontext der Marvel-Comics diskutieren. Ich war früher ein Sammler und teile ironischerweise mit Bowden meine Wertschätzung für die Geschichte Zukala’s Daughter. Manche glauben, daß dieses Thema bloß „kindischer Quatsch“ ist, aber da widerspreche ich.

Während dies nicht mein übliches Diskussionsthema ist, so trifft es zu, daß der „Kulturkrieg“ über verschiedenartige Medien geführt wird, wie die Popkultur, zu der Comichefte gehören. Die Machthaber haben seit langem beeindruckbare Jugendliche mit multikulturalistischen Botschaften über das Medium Comic ins Visier genommen. Da die Kultur das „Meer“ ist, in dem unsere Genotypen und Phänotypen „schwimmen“, ist es nützlich, Aspekte dieser Kultur zu untersuchen und zu bewerten, und daher sind Comics ein legitimes Thema der Analyse.

Stan Lee

Es muß festgehalten werden, daß das Imperium von Marvel Comics vorwiegend auf dem Werk von zwei Männern erbaut wurde, beide von jüdischer Abstammung – des Autors Stan Lee (Stanley Martin Leiber) und des Zeichners Jack Kirby (Jacob Kurtzberg). Natürlich waren auch andere Autoren und Zeichner wichtig, einschließlich späterer jüngerer, die zum Redakteur aufstiegen, und viele davon waren Nichtjuden. Jedoch waren es Lee und Kirby, die die Basis für alles schufen, was folgte, und die Marvel auf den besonderen ideologischen Weg brachten, wie er hier umrissen wird, der rassische Toleranz, Gegnerschaft zu Bigotterie und eine gänzlich nichtrassische Form des amerikanischen Verfassungspatriotismus betonte.

Fürs Protokoll: Ich möchte kurz die Lee-Kirby-Methode der Produktion von Geschichten kommentieren, die von Marvel als Ganzes übernommen wurde und den kreativen Prozeß revolutionierte.

Jack Kirby

Hier denkt sich der Autor (z. B. Lee) die allgemeine Geschichte aus, und dann zeichnet der Zeichner (z. B. Kirby) auf Basis des ursprünglichen groben Umrisses die Einzelbilder, womit er im wesentlichen den Handlungsstrang und die Details der Geschichte festlegt. Dann kommt der Autor hinzu und schreibt den eigentlichen Text.

Bei diesem System ist der Zeichner ein gleichberechtigter Mitarbeiter beim Handlungsverlauf, und Spannungen, die mit Kirbys Wunsch nach gleichberechtigter Namensnennung zusammenhingen, bereiteten Marvel später Probleme, die dazu führten, daß Kirby schließlich die Firma verließ, womit das sogenannte „Silberne Zeitalter“ des (Marvel-) Comics beendet wurde.

Die Fantastic Four

The Fantastic Four (Ausgabe #1 – Nov. 1961) war der erste von Marvel und der berühmten Kombination Lee-Kirby produzierte „Superhelden“-Comic; Marvel (einschließlich Lee und Kirby) hatten zuvor in den 1950ern eine Serie von Monster-Comics produziert. Hier gab es einen Paradigmenwechsel in der Welt der Comics, indem die Helden – mental und emotional – als „normale“ Menschen dargestellt wurden, nicht als gottähnliche Helden; wir beobachten Charaktere mit all den Problemen und Schwächen gewöhnlicher Leute, ein Konzept, das in dem nachfolgenden Charakter Spider-Man zu seinem vollsten Ausmaß in entwickelt wurde.

Filmbesetzung der „Fantastic Four“, von links nach rechts: The Human Torch, the Thing, Invisible Girl, Mr. Fantastic

Die Fantastic Four werden von Reed Richards (Mr. Fantastic) angeführt, einem Superhelden mit der Fähigkeit, sich zu strecken (ähnlich Plastic Man), und bestehen auch aus seiner Ehefrau Susan Storm Richards (Invisible Girl), ihrem jüngeren Bruder Johnny Storm (The Human Torch) und ihrem Freund Ben Grimm (the Thing).

Ethnisch/rassisch können sie wie folgt beschrieben werden: Richards und die beiden Storms scheinen nach Nachnamen, Hintergrund und physischer Erscheinung Amerikaner der Gründerpopulation zu sein (d. h. britischer Abstammung). Richards ist ein braunhaariger, braunäugiger, hellhäutiger Nord-Atlantide, während die beiden Storms blonde, blauäugige Nordische sind. Ich werde die Besetzung der halb-mexikanischen (1/8 indianischen) Schauspielerin Jessica Alba als Sue Storm in der Hollywood-Version dieses Comics ohne ausführlichen Kommentar übergehen. Der Charakter des Johnny Storm wurde in der Filmversion ebenfalls etwas dunkler gemacht, bleibt aber ein Weißer; wie er und Alba/Sue Storm ein glaubwürdiges Geschwisterpaar abgeben sollen, weiß ich nicht.

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Henryk M. Broder, der Geburtshelfer von PI?

Dieser kurze Text war ursprünglich ein Kommentar von Osimandia im AdS-Originalstrang zu „Pegida positiv nutzen“ (26.12.2014), der hier im „Kommentararchiv” nachveröffentlicht ist. Das im Text erwähnte Bild aus dem verlinkten Broder-Watchblog habe ich – Lucifex – hier eingefügt.

 

Lügenpresse halt die Fresse” scheint Mainstreamjournalisten tatsächlich da zu treffen, wo es richtig weh tut.

Ich hoffe, die Demonstranten machen weiter damit und bleiben stur dabei, nicht mit den Pressefuzzies zu reden und sie stattdessen als Lügner zu beleidigen. Nicht nur aus Selbstschutz, sondern auch um sie dazu zu provozieren, zurückzuschlagen. Dümmlich-gutmenschliches „Nazi”-Blabla braucht natürlich kein Mensch, aber vielleicht lassen sie sich ja auch zu Tratsch der Sorte: „Ihr aber auch!” über die Israel-Islamkritik-Connection provozieren, wenn sie nur ausreichend gereizt werden?

Die schon zum Staubhusten seriöse FAZ tratscht doch tatsächlich auf ihrem FAZ-Blog wie ein altes Waschweib über die Anfänge von PI. Den ideologischen Quark von wegen „rechts-blablabla” und „zwischen CDU und NPD blabla” außer Acht gelassen: Was da steht, ist in den Teilen, in denen ich darüber Bescheid weiß, sachlich absolut korrekt.

Was ich bis heute NICHT wusste, war, dass es bereits vor der Gründung von PI zu einem Treffen zwischen Broder, Stefan Herre und anderen gekommen ist, was die Tratschtante FAZ mit einem Foto mit dem schönen Namen spasten-broderfriends belegt, das sie von einem dubiosen Broder-Watchblog hat, der nach eigener Aussage nur deswegen drankam, weil es „nicht ausreichend gesichert” auf einem Server von Stefan Herre lag.

Wenn das stimmt, deutet es darauf hin, dass PI niemals „übernommen” wurde, sondern schon von Anfang an ein über Broder gelenktes Projekt war. Bekannt wurde es (auch hier ist der FAZ-Blog korrekt) durch die Veröffentlichung der dänischen Mohammed-Karikaturen. Der Herausgeber von Jyllands Posten Flemming Rose ist ein Bilderberger-Teilnehmer.

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Weitere Osimandia-Kommentare sind im Kommentararchiv in der Kategorie Autor osimandia sagt zu finden.

Siehe auch und ich Esel habe geglaubt, 9/11 sei unwichtig von reinigungskraft.

Wie Israel sich die Atombombe erschwindelte

Von C. F. Robinson, übersetzt von Lucifex. Das Original How Israel Swindled Its Way to an Atomic Bomb erschien am 20. April 2017 auf Counter-Currents Publishing.

Roger J. Mattson

Stealing the Atom Bomb: How Denial and Deception Armed Israel

CreateSpace, 2016

Es wird viel über die Weiterverbreitung von „Massenvernichtungswaffen“ im ganzen Nahen Osten geredet. Die Mainstream-Medien haben seit den 1980ern wegen des Nuklearwaffenprogramms des Iran Alarm geschlagen (und doch ist keine iranische Bombe aufgetaucht). Der angebliche Zweck des Irakkriegs war die Eliminierung der Programme für nukleare, biologische und chemische Waffen, von denen fälschlich behauptet wurde, daß der Irak sie hätte. Um seine Rivalen von der Entwicklung einer Bombe abzuhalten, griff Israel 1981 Atomeinrichtungen im Irak und 2007 in Syrien an. Frei nach Jean-Paul Sartre: Israel ist krank vor Furcht, sie fürchten sich vor dem Schatten ihrer eigenen gestohlenen Bombe. Wie sie die Atombombe stahlen, wird detailliert in Roger J. Mattsons Buch Stealing the Atom Bomb: How Denial and Deception Armed Israel von 2016 beschrieben.

So funktionierte der Schwindel: Israel bekam seine erste Nukleartechnologie durch das naive Programm Atoms for Peace der Eisenhower-Regierung. Diese Geldverschwendung wurde benutzt, um den Reaktor Nahal Soreq zu errichten, der 1960 in Betrieb ging. Verglichen mit anderen Reaktoren war Nahal Soreq kleiner, weniger leistungsfähig und unter der Bedingung gebaut, daß er nicht für die Waffenherstellung verwendet würde, aber er brachte Israel auf den Weg dazu, eine voll nuklearfähige Nation zu werden.

Nachdem sie Nahal Soreq betriebsfähig gemacht hatten, erwarben die Israelis von den Franzosen einen weiteren Reaktor, der waffenfähiges Material produzieren konnte. Die Franzosen waren so verärgert darüber, daß die Amerikaner während der Krise um den Suezkanal die Partei Ägyptens ergriffen hatten, daß sie ihr eigenes Nuklearprogramm beschleunigten und in der Negev-Wüste, beim Dorf Dimona, gehässig einen Reaktor bauten, der zur Herstellung von waffenfähigem Plutonium fähig war.[1] Diese French connection [2] mit Israel war entscheidend: die Atombombenkonstruktion der Israelis beruhte auf der Bombe, die die französische Regierung 1960 nahe Reggane in Algerien getestet hatte.[3]

Jedoch verschafften Atoms for Peace und die French connection Israel bloß ein teilweises Nuklearprogramm. Die Israelis brauchten immer noch große Mengen von hoch angereichertem Uran (HEU). Mattson zeigt, wie sie dieses Material durch eine windige Firma namens Nuclear Materials and Equipment Corporation (NUMEC) bekamen. Diese Firma wurde 1957 gegründet und nahe Pittsburg in Apollo, Pennsylvania, angesiedelt. Stealing the Bomb macht klar, daß der ganze Zweck von NUMEC darin bestand, HEU nach Israel zu schaffen. Die Tatsache, daß NUMEC HEU an andere Kunden lieferte, einschließlich der United States Navy, war bloß eine Tarnung für Israels eigene Ziele. Die Gründer von NUMEC waren eine Gruppe von Juden, von denen zwei eine bedeutende Rolle in dieser Geschichte spielen. Der erste ist der Investor David Lowenthal (192 – 2006). Der zweite, Zalman Shapiro (1920 – 2016), war einer von Lowenthals Nachbarn in Pittsburg, und er war für den laufenden Betrieb von NUMEC verantwortlich.

Das NUMEC-Werk

Während eine Gruppe jüdischer Finanziers, die von Lowenthal organisiert wurde, das Werk errichtete und zum Laufen brachte, erhielten die Manager von NUMEC ihr Kapital großteils von anderen – spezifisch von örtlichen Banken. NUMEC erhielt viel Fremdkapital durch Kredite der Mellon National Bank und der Pittsburg National Bank.[4]

Es ist sehr wahrscheinlich, daß NUMEC sofort nach Betriebsbeginn damit begann, HEU für Israel abzuzweigen. Jedoch bemerkte die Atomenergiekommission das Ausmaß des Verlustes erst 1965. Die Leichtigkeit des Diebstahls wurde durch die Tatsache ermöglicht, daß HEU in kleinen Mengen verpackt und gelagert werden muß. Dieses Verpackungserfordernis ist notwendig, weil zu viel HEU, das in der richtigen Geometrie zusammen gelagert wird, einen „Kritikalitätsunfall“ bewirken kann, wo Neutronen in Mengen freigesetzt werden, die ausreichen, um Menschen in der unmittelbaren Nähe zu töten.[5] Wenn es jedoch richtig abgepackt wird, ist die Strahlung von HEU keine Bedrohung, und gleichermaßen wird es aufgrund seiner Kleinheit leicht, es an einem Wächter vorbeizubekommen.

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US-Dokumente enthüllen: „Atoms for Peace“ – eine Waffe im Kalten Krieg

Die Explosion der amerikanischen Wasserstoffbombe auf dem Bikini-Atoll im März 1953 war Teil der atomaren Aufrüstungstests. Um die kritische Weltmeinung über solche Tests zu kompensieren, startete Präsident Eisenhower das Propagandaprogramm „friedliche Atomkraft“.

Von Michael Eckert, aus „bild der wissenschaft“ Mai 1987

Das US-Programm „Atome für den Frieden“ aus den fünfziger Jahren erweist sich als eine strategische Variante des kalten Krieges: Nach Ablauf der Sperrfrist von 30 Jahren gab das US-Außenministerium jetzt Akten für die Historiker frei, die ein neues Licht auf die amerikanische Atom-Politik fallen lassen. Die vorerst einsehbaren 800 Seiten Akten sind lediglich eine Auswahl; sie widerlegen jedoch die Ansicht von den allein friedlichen Absichten der US-Amerikaner.

Im Jahre 1955 schien die Welt der Kernenergie noch in Ordnung. Damals wurde mit dem amerikanischen Programm „Atoms for Peace“ (Atome für den Frieden) die internationale zivile Nutzung der Kernenergie vorangetrieben; mit amerikanischen Forschungsreaktoren hielt in der Bundesrepublik Deutschland wie in vielen anderen Ländern die Nukleartechnologie ihren Einzug.

Nukleare Habenichtse wie Bonn gelangten mit bilateralen Atomabkommen an Brennelemente und kerntechnisches Know-how aus den USA. Die Atompolitik des amerikanischen Präsidenten Dwight Eisenhower übte entscheidende Einflüsse auf die nationalen Atomprogramme in Europa aus. 1957 schlossen sich sechs europäische Staaten – darunter auch die Bundesrepublik Deutschland – zusammen, um in der europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) die zivile Nutzung der Kernenergie voranzutreiben.

Über Lizenzverträge mit US-Firmen wurden deutsche Reaktorhersteller in die Lage versetzt, am nuklearen Boom teilzuhaben. Aus einer Vielzahl von Reaktorkonzepten überlebte schließlich als erfolgreichster Reaktortyp jener Leichtwasser-Reaktor, der in den USA Mitte der fünfziger Jahre mit der Atoms-for-Peace-Kampagne propagiert worden war.

Das Atom-U-Boot Nautilus lief am 21. Januar 1954 als erstes Schiff mit Atomantrieb vom Stapel. Wegen der kompakteren Bauweise benutzte man einen Leichtwasserreaktor. Dieser Typ wurde aus militärischen Gründen gefördert und ist heute bei den zivilen Kernreaktoren weltweit verbreitet.

Noch viel weniger als die Folgen der Atoms-for-Peace-Politik wurden bislang ihre Ursachen und Motive untersucht.

War diese Programm Bestandteil einer vorausschauenden Energiepolitik, motiviert durch Prognosen, die angesichts knapper und damit teurer werdender klassischer Energieträger der Kernenergie eine baldige Wirtschaftlichkeit bescheinigten?

Oder war „Atomkraft für den Frieden“ Ausdruck jener Atom-Euphorie Mitte der fünfziger Jahre, als – nach dem Bombenabwurf über Hiroshima – die Möglichkeit, die Kernkraft friedlich zu nutzen, einen besonderen Reiz ausübte?

Eine andere Möglichkeit wäre, daß die Betonung auf dem Wort „Frieden“ lag und die Atoms-for-Peace-Rede Eisenhowers als nukleare Abrüstungsinitiative gewertet werden kann. Anzunehmen wäre dies nach dem Wortlaut der Rede und nach den Äußerungen, die vor kurzem nochmals verschiedene Festredner zur 30-Jahr-Feier des Programms machten.

Aus einer Analyse des Atoms-for-Peace-Projekts wird jedoch deutlich, daß weder energiepolitische Motive, oder ein „Hiroshima-Komplex“, noch ein ernsthaftes Abrüstungsbedürfnis eine wesentliche Rolle spielten. Der Initiative Atoms-for-Peace ging es nicht vorrangig um eine friedliche Kernenergienutzung.

Das Programm war eine Waffe im kalten Krieg.

Die „Welt der Kernenergie“ von 1955 war nämlich keineswegs in Ordnung. Dies wäre auch den Zeitgenossen klargeworden, hätten sie die Hintergründe dieses Projekts gekannt, so, wie sie sich heute dem Historiker aus einer amtlichen Dokumentation des US-Außenministeriums darstellen (Foreign Relations of the United States, 1984).

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Die Geschichte des Geldes – Teil 3

Vorwort von Osimandia: Das englische Original erschien unter dem Titel The History of Money Part 3 auf der Seite xat.org. von einem unbekannten Autor. Der durch Einrückung gekennzeichnete –  und im englischen Original nicht vorhandene – Einschub ist die Übersetzung eines Artikels von Ellen Brown, der  am 19. August 2007 unter dem Titel Thinking outside the Box: How a Bankrupt Germany Solved its Infrastructure Problems auf ihrer Seite Web of Debt veröffentlicht wurde.

Der Einschub erschien mir angebracht, weil an der Stelle, wo es gerade für deutsche Leser interessant wird, der Originalartikel etwas enttäuschend oberflächlich bleibt.

Übersetzt von Osimandia. Alle Bilder und der Großteil der Links stammen nicht aus den Originaltexten, sondern wurden bei der Übersetzung eingefügt.

Zuvor erschienen: Die Geschichte des Geldes – Teil 1 und Teil 2

Der erste Weltkrieg – A.D. 1914 bis 1918

Die Deutschen liehen sich Geld von der deutschen Rothschildbank, die Briten liehen sich Geld von der britischen Rothschildbank und die Franzosen liehen sich Geld von der französischen Rothschildbank.

Der amerikanische Superbänker J.P. Morgan war unter anderem auch ein Verkaufsagent für Rüstungsgüter. Sechs Monate nach Kriegsbeginn war er mit Ausgaben von 10 Millionen Dollar täglich der größte Konsument des Planeten.

Die Rockefellers und der Vorsitzende des Rats für Kriegsindustrie Bernard Baruch machten jeweils rund 200 Millionen, während Familien ihre Söhne für die blutige Front opferten; aber Profit war nicht das einzige Motiv für ihr Engagement.

Russland hatte den Plan der Geldwechsler, Amerika in zwei Hälften zu spalten, vereitelt, und verblieb das letzte große Land ohne eigene Zentralbank.

Drei Jahre nach Kriegsbeginn wurde jedoch die ganze Zarenfamilie ermordet und der Kommunismus begann. [Korrektur d.Ü.: 1917 dankte der Zar ab, ermordet wurden er und seine Familie 1919]

Zar Nikolaus II, Zarin Alexandra, Ihre Töchter Olga, Tatiana, Maria und Anastasia, sowie Kronprinz Alexej. Zusammen mit ihrem Arzt und einigen treuen Bediensteten in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1919 ermordet von einem von Jakow Jurowsky angeführten bolschewistischen Erschießungskommando.

Sie mögen es vielleicht merkwürdig finden, zu erfahren, dass die Russische Revolution auch mit britischem Geld finanziert worden war. Kapitalistische Geschäftsleute, die den Kommunismus finanzieren?

Der Autor Gary Allen erklärt es:

„Kommunismus oder genauer gesagt Sozialismus, ist keine Bewegung der unterdrückten Massen sondern eine der Wirtschaftselite.”

W. Cleon Skousen schrieb in seinem Buch The Naked Capitalist:

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Die Geschichte des Geldes – Teil 2

Übersetzt von Osimandia.

Zuvor erschienen: Die Geschichte des Geldes – Teil 1

Das 19. Jahrhundert wurde als das Zeitalter der Rothschilds bekannt, damaligen Schätzungen zufolge kontrollierten sie die Hälfte des weltweiten Vermögens. Während ihr Vermögen heute weiter ansteigt, ist es ihnen gelungen, sich unsichtbar im Hintergrund zu halten und den Eindruck zu erwecken, ihre Macht sei geschwunden. Sie verwenden den Namen Rothschild nur für einen kleinen Bruchteil der Unternehmen, die sie tatsächlich kontrollieren. Manche Autoren behaupten, dass die Rothschilds nicht nur die Bank von England übernommen haben, sondern dass sie 1816 auch hinter einer neuen privaten Zentralbank in Amerika mit dem Namen The Second Bank of The United States standen, die dem amerikanischen Präsidenten große Probleme bereitete.

Präsident Andrew Jackson – überlebte einen Mordversuch am 30. Januar 1835. Der unzurechnungsfähige Attentäter wurde in die Psychiatrie eingewiesen und nie verurteilt. Er prahlte später damit, Kontakt zu mächtigen Leuten in Europa gehabt zu haben.

Als der amerikanische Kongress dafür stimmte, die Laufzeit der Second Bank of The United States zu verlängern, machte Andrew Jackson von seinem Vetorecht Gebrauch, um das Gesetz zu Fall zu bringen. Seine Antwort gibt uns einen interessanten Einblick:

Es sind nicht nur unsere eigenen Bürger, die in den Genuss der Freigiebigkeit unserer Regierung kommen. Mehr als acht Millionen des Aktienkapitals dieser Bank werden von Ausländern gehalten … stellt eine Bank, die in ihrer Natur so wenig hat, was sie an unser Land bindet, nicht eine Gefahr für unsere Freiheit und Unabhängigkeit dar? (…)

Unsere Währung zu kontrollieren, unsere öffentlichen Gelder einzunehmen und Tausende unserer Bürger in Abhängigkeit zu halten…wären furchteinflößender und gefährlicher als eine feindliche Militärmacht. Wenn die Regierung sich darauf beschränken würde, alle gleichermaßen zu schützen, und so wie es der Himmel regnen lässt, die Hohen und Niedrigen, Reichen und Armen, gleichermaßen zu begünstigen, dann wäre das ein Segen ohnegleichen. Das Gesetz, das ich hier vor mir habe, stellt ein weitgehendes und unnötiges Abrücken von diesen gerechten Prinzipien dar.”

1832 ordnete Jackson den Rückzug der Regierungseinlagen aus der Second Bank an und legte sie stattdessen in sicheren Banken ein. Der Vorsitzende der Second Bank, Nicholas Biddle, war recht freimütig bezüglich der Macht und den Absichten der Bank, als er offen drohte, eine Depression zu verursachen, wenn die Laufzeit der Bank nicht verlängert werden würde. Wir zitieren:

„Nichts als weitverbreitetes Leid wird auf den Kongress irgendeine Wirkung haben… Unsere einzige Sicherheit ist, einen stetigen Kurs fester Restriktionen zu fahren – und ich habe keinen Zweifel, dass ein solcher Kurs letztendlich zur Wiedereinsetzung der Währung und einer neuen Laufzeit für die Bank führen wird.”

Indem er bestehende Darlehen einforderte und sich weigerte, neue auszugeben, verursachte er eine massive Depression, doch als im Jahr 1836 die Laufzeit endete, hörte die Second Bank auf zu existieren. Zu diesem Zeitpunkt machte Andrew Jackson seine zwei berühmten Äußerungen: „Die Bank versucht, mich zu töten – aber ich werde sie töten!” und „Wenn das amerikanische  Volk nur die krasse Ungerechtigkeit unseres Geld- und Banksystems verstehen würde, dann gäbe es noch vor morgen früh eine Revolution…”

Als er gefragt wurde, was der größte Erfolg seiner Laufbahn gewesen sei, antwortete Andrew Jackson ohne zu zögern „I killed the bank!” Wir werden allerdings sehen, dass dies nicht das Ende davon war, dass privater Finanzeinfluss sich als öffentlich ausgab, wenn wir uns Abraham Lincoln und den Bürgerkrieg ansehen.

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Die Geschichte des Geldes – Teil 1

Das englische Original erschien unter dem Titel The History of Money Part 1 auf der Seite xat.org. Der Name des Autors ist nicht ersichtlich. [Er bezieht sich jedoch offensichtlich stark auf das Video Die Rothschilds und ihre Macht – Teil 1, Teil 2, Teil 3 – Ausschnitt aus „The Money Masters“ über die Rothschilds – mit deutschen Untertiteln.] Übersetzt von Osimandia. Links und Bilder stammen nicht aus dem Originaltext, sondern wurden bei der Übersetzung eingefügt.

Wenn man jemandem erzählt, dass man zu einer Buchhalterkonferenz geht, erntet man Gähnen, dabei ist Geld und wie es funktioniert wahrscheinlich eine der interessantesten Sachen der Welt.

Es ist faszinierend und mutet fast wie Magie an, wie Geld auf unserem Planeten auftauchte. Anders als die meisten Errungenschaften, die wir genießen und die auf eine Quelle, eine Zivilisation oder einen Erfinder zurückverfolgt werden können, tauchte Geld überall auf der Welt in erstaunlich gleichartiger Weise an Orten auf, die damals keinerlei Verbindung zueinander hatten.

Man denke nur daran, dass die amerikanischen Indianer Wampum gebrauchten, Westafrikaner handelten mit dekorativen metallischen Objekten, die sie Manillas nannten, und die Wirtschaft der Fidschiinsulaner basierte auf Walzähnen, von denen manche heute noch als gesetzliches Zahlungsmittel gelten. Fügt man dem noch Muscheln, Bernstein, Elfenbein, Schmuckfedern, Vieh einschließlich Ochsen und Schweinen, Steine aller Art einschließlich Jade und Quarz hinzu und vergegenwärtigt sich, dass all das quer über den Erdball zum Handeln benutzt wurde, so bekommt man einen Eindruck von der großen Vielfalt akzeptierter Währungen.

Es hat etwas Bezauberndes und Kindliches, sich vorzustellen, wie primitive Gesellschaften, unsere Ahnen, all diese farbenfrohen Arten von Geld nutzten. Solange sich alle Beteiligten auf einen Wert einigen können, ist es für eine Gesellschaft eine sehr vernünftige Sache, das zu tun.

Schließlich braucht die Person, die hat, was man benötigt, möglicherweise nicht das, was man handeln will. Geld ist eine saubere Lösung für dieses Problem. Es stellt bei jedem Handel einen realen Wert da und jeder profitiert von dieser praktischen Einrichtung. Es ist tatsächlich eine geniale Idee, was möglicherweise erklärt, warum so viele verschiedene Geister unabhängig voneinander auf sie kamen.

Aber die Sache hat einen Haken

Die Geschichtsaufzeichnungen zeigen, dass die Geldwechsler jede mögliche Art von Missbrauch, Intrige, Betrug und Gewalt benutzt haben, um ihre Kontrolle über Regierungen mittels der Kontrolle von Geld und Geldemission aufrecht zu erhalten.” (Präsident James Madison)

Geld, Geld, Geld, es ist einfach immer da gewesen, richtig? Falsch.

Offensichtlich wird es von der Regierung ausgegeben, um uns den Warenaustausch zu erleichtern. Wieder falsch!

Die Wahrheit ist, dass die meisten Menschen sich nicht darüber im Klaren sind, dass die Geldemission im Kern ein privates Geschäft ist, und dass das Privileg der Geldemission die ganze Menschheitsgeschichte hindurch ein wichtiger Streitpunkt war.

Über die Frage der Geldemission wurden Kriege geführt und Wirtschaftsdepressionen verursacht; und doch ist sich die Mehrheit von uns dessen nicht bewusst, was weitgehend daran liegt, dass die Seite, die in diesem Streit den Sieg davongetragen hat, mehr und mehr zu einem respektierten Mitglied unserer globalen Gesellschaft geworden ist und ihren Einfluss auf weite Teile unseres Alltagslebens, einschließlich Bildung, Medien und Regierungen, ausübt.

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Der Woodward-Antrieb: Mit „seltsamem Schub“ in die Zukunft?

Von Deep Roots (Eigentext, Übersetzungen und CAD-Grafiken); ursprünglich erschienen Ende 2015 auf „As der Schwerter“, hier in der aktualisierten Fassung vom 14. April 2017.

Dies ist ein für „As der Schwerter“ sehr ungewöhnlicher Beitrag, der thematisch weitab von den Themen liegt, die hier sonst meist behandelt werden. (Es ist auch ein sehr technischer und vor allem sehr langer, LANGER Beitrag.) Und doch paßt er zu unserer allgemeinen Ausrichtung, denn es soll darin ein Raumflugantriebsprinzip samt Konzepten zu seiner praktischen Anwendung vorgestellt werden, das – sollte die zugrundeliegende Physik bestätigt werden und eine technische Umsetzung mit geeignetem Wirkungsgrad und Leistungsgewicht machbar sein – künftigen Generationen der weißen Völker die Erforschung, Erschließung und Inbesitznahme des Sonnensystems in viel wirtschaftlicherer, bequemerer und schnellerer Weise ermöglichen könnte, als es mit chemischen, nuklearen, thermonuklearen oder elektrischen Raketenantrieben machbar wäre.

Hierbei handelt es sich um den Woodward-Antrieb, eine Anwendung des Woodward-Effekts, welcher auf einem der vorhergesagten Mach-Effekte beruht. Zur Erläuterung des theoretischen Hintergrundes und Vorstellung der bisher getätigten praktischen Arbeiten von Dr. James Woodward habe ich nachfolgend meine Übersetzungen eines Artikels von Charles Platt sowie des darin verlinkten Wikipedia-Eintrags eingefügt, woran sich meine eigenen, darauf aufbauenden Überlegungen und Zukunftsvisionen anschließen. Es wäre schön, wenn dieser Beitrag Tüftler und Theoretiker – womöglich künftige Wernher von Brauns und Hermann Oberths – zu eigenen Arbeiten in dieser Richtung anregen würde, auf denen die praktische Umsetzung für echte Raumfahrzeuge einmal aufbauen könnte.

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SELTSAMER SCHUB: DIE UNBEWIESENE WISSENSCHAFT, DIE UNSERE KINDER IM WELTRAUM ANTREIBEN KÖNNTE

Von Charles Platt (Original: Strange thrust: the unproven science that could propel our children into space, erschienen auf boingboing.net)

Seit vielen Jahrzehnten ist es eine Fantasie unter Weltraumenthusiasten gewesen, ein Gerät zu erfinden, das einen Nettoschub in eine Richtung produziert, ohne daß eine Reaktionsmasse nötig wäre. Natürlich ist ein reaktionsloser Weltraumantrieb dieses Typs unmöglich. Oder doch nicht? Von Charles Platt.

Seit ich alt genug war, um Science Fiction zu lesen, wollte ich den Mars besuchen. Sogar der Mond wäre besser als nichts. Leider ist es unwahrscheinlich, daß mich die Raketentechnologie innerhalb meiner Lebenszeit dorthin bringt.

Das Problem ist, daß Raketen ein schlechtes Mittel dafür sind. Selbst wenn sich ihre Sicherheitsbilanz verbessert, sind sie von Natur aus durch das Grundkonzept der Rückstoßmasse begrenzt. Heiße Gase müssen aus dem Heck schießen, damit ein Raumfahrzeug sich vorwärts bewegt, und dies bedingt die Mitführung einer Treibstoffzuladung, die Hunderte Male schwerer ist als die Nutzlast.

Seit H. G. Wells sich in „The First Men in the Moon“ ein schwerkraftabschirmendes Material vorstellte, haben Weltraumenthusiasten über Möglichkeiten fantasiert, um Schub ohne Notwendigkeit einer Reaktionsmasse zu erzielen. Leider scheint das unmöglich zu sein.

Oder doch nicht?

James Woodwards Büro, umgewidmet zu einem Labor zur Untersuchung der Verringerung der trägen Masse. Woodwards Werkbank befindet sich unten links, und die Torsionswaage befindet sich oben rechts.

Ich persönlich bin nicht mehr so bereit, das Wort „unmöglich“ noch zu verwenden. Im Oktober dieses Jahres beobachtete ich im Labor von Dr. James Woodward an der California State University in Fullerton (oben) ein Experiment in sehr kleinem Maßstab, das überraschend überzeugend war. Anders als all die Schwindeleien um die „freie Energie“, die man online sieht, verletzt Woodwards Apparat keine physikalischen Grundgesetze (er produziert nicht mehr Energie, als er verbraucht, und verletzt nicht Newtons drittes Gesetz). [Anm. d. Ü.: Newtons drittes Gesetz ist das Wechselwirkungs- oder Reaktionsgesetz: „Kräfte treten immer paarweise auf. Übt ein Körper A auf einen anderen Körper B eine Kraft aus (actio), so wirkt eine gleich große, aber entgegen gerichtete Kraft von Körper B auf Körper A (reactio).“] Auch hält Woodward keine Informationen über seine Methoden zurück. Er hat ein bei Springer veröffentlichtes Buch geschrieben, das in schonungslosem Detail erläutert, wie genau seine Anlage funktioniert – unter der Annahme, daß sie tatsächlich funktioniert. Er veröffentlichte seine Theorie in Foundations of Physics Letters, Band 3, Nr. 5, 1990, und es gelang ihm sogar, ein U.S.-Patent zu bekommen – Nummer 5.280.864, erteilt am 25. Januar 1994.

Ich hörte erstmals 1997 von ihm, als ich ihn für das Magazin Wired interviewte. Seine Ergebnisse waren damals vorläufig, und er war vorsichtig damit, irgendwelche Behauptungen zu machen. „Ich habe alle zwei Wochen Paranoia-Anfälle“, sagte er mir, „und dann versuche ich etwas anderes, um zu sehen, ob ich diesen Effekt zum Verschwinden bringen kann.“

Fast zwanzig Jahre später hat sich die Situation verändert. Dr. Heidi Fearn, eine theoretische Physikerin, die sich in Fullerton auf Quantenoptik spezialisiert, hat die Mathematik erarbeitet, von der sie glaubt, daß sie Woodwards experimentellen Beweis rechtfertigen kann. Wikipedia hat jetzt einen umfangreichen Eintrag über den Woodward Effect. [Anm. d. Ü.: Meine Übersetzung dieses Wikipeda-Artikels folgt weiter unten.] Das Space Studies Institute setzt sich für die Sache ein und lädt zu steuerlich absetzbaren Spenden ein.

Falls wirklich ein geringer Schub erzeugt werden kann, indem man Energie einsetzt, aber keine Rückstoßmasse, dann könnte das Prinzip angewandt werden, um Orbitabweichungen von Satelliten zu korrigieren. Falls der Effekt sich als vergrößerbar erweist, würde er eine bedeutende Wende für den menschlichen Raumflug bringen. Natürlich ist das ein großes „falls“; aber ich denke, daß Woodwards Idee mehr verspricht als alle anderen alternativen Antriebssysteme. Sie wäre unendlich attraktiver als Raketenmotoren.

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Tolkien: Meister von Mittelerde

Von Brittanicus, übersetzt von Deep Roots. Das Original Tolkien: Master of Middle Earth erschien am 7. August 2010 bei „Counter-Currents Publishing

Anm. d. Ü.: Die Zitate aus dem Herrn der Ringe” sind entsprechend der deutschen Ausgabe von 1980 wiedergegeben (Klett-Cotta, aus dem Englischen übersetzt von Margaret Carroux, die dabei noch mit Tolkien zusammengearbeitet hat); die restlichen Zitate sind von mir direkt nach Brittanicus’ Text übersetzt worden.

Trotz der universalen Verspottung durch das literarische Establishment, das seinen inhärenten noblen Geist nie erfassen konnte, wurde J. R. R. Tolkiens „The Lord of the Rings“ kürzlich von tausenden Kunden von Waterstones’ zum größten Romanwerk des zwanzigsten Jahrhunderts gekürt. Diese Auszeichnung ist wohlverdient, denn Tolkiens Meisterwerk ist ein Klassiker des Heldenromans. Inspiriert von der traditionellen europäischen Mythologie und seiner Liebe zum ländlichen England, schuf Tolkien eine imaginäre Welt und erfand eine Mythologie, die sich in ihrer Anziehungskraft als zeitlos erwiesen hat.

1956 erstmals veröffentlicht, besteht Tolkiens Ringsaga aus drei Büchern: „The Fellowship of the Ring“ (Die Gefährten), „The Two Towers“ (Die zwei Türme) und „The Return of the King“ (Die Rückkehr des Königs). Obwohl der verstorbene Walt Disney geplant hatte, einen großen Zeichentrickfilm aus der gesamten Trilogie zu produzieren, der dem Mammutwerk wahrscheinlich gerecht worden wäre, wurden die Filmrechte leider von einem „Bindestrich-ungarischen“ Filmproduzenten erworben. Er riß die Geschichte in Streifen und verlor komplett den Faden der Handlung, wobei er sogar Tolkiens weiße Elbenstämme als Mexikaner mit orientalischen Gesichtszügen darstellte. Es scheint, als würde eine sehenswerte Filmversion dieses großartigen Werkes warten müssen, bis der politische Sieg des britischen Nationalismus eine frische Welle kulturell gesunder künstlerischer Energie freisetzen wird [Anm. v. Greg Johnson: Dieser Essay wurde geschrieben, bevor Peter Jackson seine „Lord of the Rings“-Filme machte]. In der Zwischenzeit haben wir zum Glück die Bücher.

Nationaler Mythos

John Ronald Reuel Tolkien, Ex-Soldat, Experte der Philologie und mit erst 33 Jahren Professor des Angelsächsischen, behauptete, daß er seine Romane geschrieben hätte, um einen inneren Wunsch zu erfüllen, „einen Mythos für England zu schaffen.“ Zu diesem Zweck konstruierte er eine eigene, hochkomplexe und verwickelte Welt, die einigermaßen nach der nordischen Mythologie und Wagners Oper „Der Ring des Nibelungen“ modelliert war. Die Phantasiewelt Mittelerde wurde von verschiedenen Rassen von Menschen, Elben, Zwergen, Orks, Kobolden, Trollen und Hobbits bewohnt. Der Autor ersann komplette Alphabete und Sprachen wie „Elbisch“, schuf Kalender und zeichnete detaillierte Karten der verschiedenen Königreiche und Heimatländer von Mittelerde.

Obwohl Tolkien Allegorien nicht mochte, ist sein Mittelerde in vieler Art wie unsere eigene Welt, und ethnische Realitäten spielen eine wichtige Rolle im Leben seiner Bewohner. Zum Beispiel waren die Numenorer eine aristokratische Rasse von Menschen, „…schön von Angesicht und groß, und die Spanne ihres Lebens war dreimal so lang wie die anderer Menschen von Mittelerde. Dies waren die Numenorer, die Könige der Menschen, die die Elben die Dunedain nannten.“

Aber drei große Übel gefährdeten die Numenorer: Seuchen, Invasionen durch Horden fremder Wagenfahrer aus den Ländern des Ostens, und Rassenvermischung:

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