Weißer Nationalismus & jüdischer Nationalismus

Von Greg Johnson, übersetzt von Deep Roots. Das Original White Nationalism & Jewish Nationalism erschien am 5. August 2011 bei Counter-Currents Publishing/North American New Right.

Guillaume Fayes Rede auf der Konferenz von American Renaissance 2006 war recht ereignisreich. Die meisten Menschen haben von dem schändlichen Fall Michael Hart gehört [1]. Aber etwas meiner Meinung nach viel Bedeutsameres fiel während Fayes Rede vor, etwas, das mir später als aufschlußreich erschien.

Fayes Ansicht nach ist der „globale Süden“, organisiert unter dem Banner des Islam, der Todfeind Europas. Die Vereinigten Staaten, die die Islamisierung Europas begünstigen, sind nicht der Hauptfeind Europas, sondern bloß ein Widersacher. Faye stuft die jüdische Gemeinschaft jedoch überhaupt nicht als einen Feind oder Widersacher Europas ein. Stattdessen sieht Faye die Juden als einen potentiellen Verbündeten gegen die Islamisierung.

Daher sagte Faye an einem bestimmten Punkt seiner Rede, als er die möglichen negativen Konsequenzen des ungehinderten Vormarschs des Islams aufzählte: „Der Staat Israel könnte zu existieren aufhören.“ Aber zu seinem offenkundigen Erstaunen wurde diese Aussage von enthusiastischem Applaus begrüßt.

Nun, um fair zu sein gebe ich zu, daß ich mich ebenfalls dem Applaus angeschlossen habe, aus einem Geist purer Schadenfreude heraus. Aber später besann ich mich eines Besseren. Immerhin, wie ein Freund hervorhob: „Wenn die Juden Israel verlieren, was glauben diese Leute, die da klatschen, wohin die Juden gehen werden? Sie werden alle hier oder in Europa sein. Wollen sie das wirklich?“ Ich wußte das natürlich, und ich bin sicher, daß eine Menge der anderen Leute, die klatschten, das auch wußten.

Aber manche Leute hassen die Juden mehr, als sie ihr eigenes Volk lieben. Sie hassen die Juden so sehr, daß sie ihnen Schaden wünschen, selbst wenn uns das auch schadet – selbst wenn es uns mehr schadet. Nennt es die weiße Version der „Samson-Option“. Aber wenn wir rational über das jüdische Problem nachdenken wollen, werden wir zuerst diesen Zug selbstmörderischer Schadenfreude identifizieren und isolieren müssen, der offenkundig mit kühlen Kalkulationen darüber in Konflikt steht, wie wir unsere langfristigen rassischen Interessen verfolgen.

Ich möchte einige Bemerkungen über weißen Nationalismus und jüdischen Nationalismus machen, um meine Gedanken darzulegen und Material für Diskussionen zu liefern.

1) Als Ethnonationalisten glauben wir an das Prinzip „Ein Volk, ein Reich“: „Ein Volk, ein Staat“ (zumindest ein Staat pro Volk, obwohl es mehr als einen geben könnte). Dies bedeutet, daß wir zumindest im Prinzip den Nationalismus aller Nationen unterstützen, die ethnische Selbstbestimmung aller Völker. Wir stellen uns eine Art klassischen Liberalismus für alle Nationen vor, in dem jedes Volk seinen eigenen Platz hat, dessen legitime Rechte nicht den legitimen Rechten aller anderen Nationen entgegengesetzt zu sein brauchen. Wenn diese Vision zustande käme, hätten wir eine Welt des ewigen Friedens. Es ist ein reizvolles Ideal, auch wenn es unüberwindliche Hindernisse zu seiner Verwirklichung geben mag.

2) Der Zionismus ist eine Spezies des Ethnonationalismus. Er wurde während der Blütezeit des europäischen Ethnonationalismus im 19. Jahrhundert als eine Lösung der sogenannten „Judenfrage“ konzipiert. Die Idee war die, sich der zugrundeliegenden Ursachen des Antisemitismus anzunehmen, indem man ein souveränes jüdisches Heimatland schuf und eine jüdische Sammlung dort förderte, eine Umkehrung der Diaspora.

3) Als Ethnonationalist lehne ich nicht Israel oder den Zionismus per se ab. Ja, ich lehne unsere Außenpolitik gegenüber Israel und seinen Nachbarn ab, die mehr von israelischen Interessen diktiert ist als von US-Interessen. Ja, ich lehne Auslandshilfe an Israel ab, die nicht US-Interessen dient. Aber machen wir uns hier völlig klar: Dies sind keine Probleme mit Israel per se. Es sind Probleme mit der jüdischen Diaspora-Gemeinde in den Vereinigten Staaten.

Ich bin nicht gegen die Existenz Israels. Ich bin gegen die jüdische Diaspora in den Vereinigten Staaten und in anderen weißen Gesellschaften. Ich würde gerne erleben, daß die weißen Völker der Welt die Macht der jüdischen Diaspora brechen und die Juden nach Israel schicken, wo sie lernen werden müssen, eine normale Nation zu sein.

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Ägypten: Verfall, als Sieg verkleidet

Von Brett Stevens, übersetzt von Deep Roots. Das Original Egypt: Decay Disguised as Victory erschien am 10. Februar 2011 bei Counter-Currents Publishing.

Die Geschichte ist uns so vertraut wie unsere Lieblingsfilme aus Hollywood und Romane von Stieg Larsson: böse Industrielle, üblicherweise mit faschistischen Tendenzen, herrschen grausam über ein Land und unterdrücken das unschuldige Volk.

Ein paar einsame tapfere Stimmen heben sich heraus, werden eine Zeitlang ignoriert, dann kommt das Volk zu ihnen und vereinigt sich, und der daraus resultierende Mob stürzt den Diktator und rettet die Lage. Juhuu! Tuuut!

Der Film endet, bevor man sieht, wie sich das weiterentwickelt, denn 20 Jahre des Wiederaufbaus einer Regierung zu filmen ist nicht nur für die meisten Leute stinklangweilig, sondern erfordert auch, daß man sich ein paar harten Wahrheiten stellt. Es wird Blut fließen.

Während die ägyptischen Unruhen voranschritten, machte die Freßgier der Medien aus „unzufriedenen Studenten, die Ziegelsteine werfen“ eine ausgewachsene Revolution des Volkes für die Große Gerechtigkeit, und dann waren die Aufrührer so schlau, das genauso zu nennen.

Aber während die Tage verstrichen, ist mehr von der wahrlich interessanten Struktur unterhalb der Oberfläche aufgetaucht:

In einem Interview für den amerikanischen Nachrichtensender CNN, das morgen gesendet werden soll [d.Ü.: d. h. am 12. Februar], sagte David Cameron: „Ich denke, was wir brauchen, ist eine Reform in Ägypten. Ich meine, wir unterstützen Reformen und Fortschritt im Rahmen der breiteren Stärkung von Demokratie und Bürgerrechten und Rechtsstaatlichkeit.“

Die US-Regierung ist zuvor ein Unterstützer von Mr. Mubaraks Regime gewesen. Aber die durchgesickerten Dokumente zeigen das Ausmaß, in dem Amerika pro-demokratische Aktivisten in Ägypten unterstützt hat, während es Mr. Mubarak öffentlich als wichtigen Verbündeten im Nahen Osten lobte.

In einer geheimen diplomatischen Depesche, die am 30. Dezember 2008 abgeschickt wurde, vermerkte Margaret Scobey, die US-Botschafterin in Kairo, daß oppositionelle Gruppen angeblich geheime Pläne für einen „Regimewechsel“ entworfen hätten, der vor den für September dieses Jahres angesetzten Wahlen hätte stattfinden sollen. – The Telegraph

Die USA benutzt ihre Anti-Kultur als neutralisierende Kraft. Wenn eure Regierung Ansichten hat, die uns nicht gefallen oder auch nur vielleicht nicht gefallen könnten, dann exportieren wir unseren unfähig machenden Lebensstil zu euch. Wenn es auch in eurem Land Demokratie, Konsumismus und Narzissmus gibt, dann werdet ihr sein wie wir: unfähig zu handeln außer in Umständen, wo „er uns zuerst angegriffen hat“, und immer passiv-aggressiv.

Nur daß ihr, nun, keine Supermacht seid, daher könnt ihr nicht mal halbwegs effektiv sein. Aber euer Volk wird sich für glücklich halten. Es wird McDonald’s und Coca Cola, „Freiheit“ (die niemand definieren wird), sexuelle Befreiung, Sozialstaat etc. haben. Alle Annehmlichkeiten werden gratis sein. Ihr werdet sie mit der ältesten Bestechung gekauft haben, die die Menschheit kennt. Das wird sie und euch als Nation ineffektiv, dekadent und höchstwahrscheinlich willfährig gegenüber den Wünschen eurer Lieblings-Supermacht halten.

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Ägyptens wahre Probleme: Niedriger IQ und eine Kultur des Mißtrauens

Von Joe Webb, übersetzt von Deep Roots. Das Original Egypt’s real problems: Low IQ and a culture of distrust erschien am 4. Februar 2011 im Occidental Observer.

Es gibt einen interessanten Artikel bzw. Stellungnahme im Wall Street Journal, der von einer sehr großen Studie darüber berichtet, was mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Ägypten nicht stimmt und sie hemmt (Egypt’s Economic Apartheid von Hernando de Soto).

Als ich nach dem ägyptischen Pro-Kopf-Einkommen googelte, erhielt ich $ 2.161, das zweitniedrigste in der arabischen Welt. Die Durchschnittswerte für den IQ in der arabischen Welt (und im Iran) liegen im unteren 80er-Bereich, wobei der Irak mit 87 den höchsten hat (Richard Lynn, IQ and Global Inequality, S. 142-147). Qatar kommt auf einen Durchschnitts-IQ von 78, hat aber massig Öl, was ihm ein Pro-Kopf-Einkommen von $ 93.204 verschafft.

Eine befreundete Flugbegleiterin berichtete mir vor einer Weile, daß die schlimmsten Leute ihrer Flugerfahrung nach die Israelis waren. Dann berichtigte sie das, nachdem sie aus den VAE eingeflogen war. Sie sagte, die Schlimmsten seien die Araber (Sex-Zeug).

Der Artikel beschreibt die tiefgreifenden Probleme des ägyptischen Wirtschaftslebens, daß 90 % der Ägypter Grund ohne Rechtstitel besitzen, daß die Beschäftigung im öffentlichen Sektor fast so groß ist wie im „legalen“ Privatsektor, und daß der größte Sektor die Untergrundwirtschaft ist. Der Wert der Untergrundwirtschaft wird auf das 30fache der an der ägyptischen Börse notierten Firmen geschätzt.

Was die Autoren nicht sagen, ist dies: das ist die Art, wie Leute mit niedrigem IQ aus kollektivistischen Kulturen zu agieren neigen: Bestechungen, Faulheit, Clans und allgemeiner Betrug – von gewöhnlichen Geschäftspraktiken über Steuerhinterziehung, Nepotismus, Regierungsbürokratismus (noch mehr Bestechung), systematisches Mißtrauen gegenüber Fremden außerhalb von Familie und Clan, und einfach allgemeine Dummheit. Unter keiner dieser Bedingungen kann man eine moderne Volkswirtschaft betreiben.

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Brief an die weiße Rasse

Das von einem unbekannten Autor verfaßte Original „Letter to the White Race“ erschien am 21. August 2008 auf „Voice of Reason“:

http://reasonradionetwork.com/?p=497

Deutsche Übersetzung von Osimandia

 

Weißer Mann!

Wir bedauern, Dir mitteilen zu müssen, dass Deine Art zur Auslöschung vorgesehen ist. Wir, die verschiedenen Drittweltmehrheiten Afrikas, Asiens, Indiens, Südamerikas und des Nahen Ostens machen hiermit geltend, dass Deine lange Geschichte des erfolgreichen Aufbaus von Zivilisationen, der Entwicklung neuer Technologien, der Schaffung stabiler Regierungen, des guten Willens, große Teile der Welt durchzufüttern und selbst zwischen den am schlimmsten randalierenden Horden unserer eigenen Heimatländer Frieden und Wohlstand zu schaffen, uns neidisch und voller Abneigung gemacht hat. Wir, die wir 92% der Weltbevölkerung stellen, fühlen, dass wir die große Kluft zwischen Eurem Erfolg und unserem jämmerlichen Versagen nicht weiter ertragen können. Die Lösung für diese Ungleichheit sollte für alle Beteiligten offen zu Tage liegen.

Wir haben vor, Schritt für Schritt in Eure angestammten Heimatländer einzufallen, und um das zu erleichtern, haben wir die vollständige Kooperation Eurer kontrollierten Medien, Regierungen, akademischen Einrichtungen und Justiz. Während wir persönlich keine dieser Instanzen kontrollieren, profitieren wir unendlich von dem kryptomarxistischen System, das vor vielen Jahrzehnten von einer ethnischen „fünften Kolonne“ eingesetzt wurde und das vollkommen unbehelligt auf allen Ebenen Eurer politischen, akademischen und Medienkultur operiert. Ihre Einmischung in die natürliche Entwicklung Eurer konstitutionellen Republiken war unverzichtbar für unsere Anstrengungen, Euch die Kontrolle über alles, für dessen Aufbau und Erhaltung Ihr während des letzten Jahrhunderts gekämpft habt, zu entreißen. In der Tat, wenn es diese fünfte Kolonne nicht gäbe, wäre keiner unserer gegenwärtigen Pläne durchführbar.

Indem sie sorgfältig die Schulen, Universitäten, die Medien und die Presse kontrolliert und manipuliert hat, ist es dieser „Fremdgruppe“ gelungen, die große Masse Eurer Rasse davon zu überzeugen, dass Widerstand nicht nur zwecklos, sondern darüberhinaus auch unmoralisch, barbarisch, verkommen und eines „denkenden“ Individuums unwert ist. Indem sie das Klischee eines „rassistischen Redneck-Widerstands“ verbreitet haben, haben sie in den Köpfen fast aller weißen Menschen den Kampf um die weiße Identität zu einer regelrechten Sünde gemacht. Kurz gesagt: Sie haben die Völker europäischer Herkunft davon überzeugt, dass ein langsamer Selbstmord dem absolut Bösen des „Rassismus“ vorzuziehen ist.

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Die Verdummung der U.S. Navy – Eine nationale Schande

Der Aegis-Kreuzer USS Ticonderoga (CG-47) in schwerer See.

Von Patrick J. Buchanan, übersetzt von Deep Roots (für As der Schwerter). Das Original Dumbing Down the U.S. Navy – A National Disgrace erschien am 6. Juli 2009 auf VDARE.

„Naval Academy Professor Challenges Rising Diversity“ [„Professor der Marineakademie fordert die zunehmende Vielfalt heraus“] lautete die Schlagzeile der „Washington Post“.

Der vermittelte Eindruck war der, daß irgendeine beleidigte Leberwurst meckerte, weil endlich schwarze und hispanische Kids aufgenommen werden.

Der einleitende Absatz der „Post“ bestärkte diesen Eindruck:

 „Von den 1.230 Plebejern, die diese Woche den Diensteid an der Marineakademie in Annapolis ablegten, waren 435 Mitglieder von Minderheitengruppen. Es ist die rassisch vielfältigste Klasse in der 164jährigen Geschichte der Nation. Führer der Akademie sagen, daß es oberste Priorität hat, eine Studentenschaft aufzubauen, die die rassische Zusammensetzung der Navy und der Nation widerspiegelt.“

Wer kann gegen Vielfalt sein?

Worauf die „Post“ hinauswill, ist, daß der 22jährige Englischprofessor Bruce Fleming gegen ein auf Rasse beruhendes Aufnahmeprogramm Einspruch erhebt, das anscheinend benutzt wurde, um eine zu 35 % aus Minderheiten bestehende Klasse zu schaffen.

Laut Fleming, der einmal dem Aufnahmegremium angehörte, müssen weiße Bewerber lauter „A“- und „B“-Noten und Testergebnisse von mindestens 600 Punkten im Englisch- und Matheteil des SAT haben, um sich überhaupt für eine „Kandidatenliste“ von 10 Bewerbern zu qualifizieren, aus denen nur einer ausgewählt werden wird.

Wenn man jedoch ein Kästchen ankreuzt, das anzeigt, daß man Afroamerikaner, Hispanic, amerikanischer Ureinwohner oder Asiate ist, schreibt Fleming, „dann produzieren SAT-Punkteergebnisse im mittleren 500er-Bereich mit einigen „C“-Noten im Unterricht… typischerweise eine Bewertung als ‚qualifiziert’… mit direkter Zulassung zu Annapolis. Sie sind drin und erhalten eine Pro-forma-Nominierung, um es rechtmäßig zu machen.“ [Gastkolumne: Der Preis einer vielfältigen Marineakademie]

Wenn das wahr ist, dann betreibt die U.S. Naval Academy ein Zweiklassen-Aufnahmesystem von der Art, die Jennifer Gratz aus der University of Michigan draußengehalten hat und vom Obersten Gerichtshof als verfassungswidrig erklärt wurde.

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Wie die Juden die Schlacht von Charlottesville gewannen

Von Dr. Andrew Joyce, übersetzt von Lucifex. Das Original How the Jews won the Battle of Charlottesville erschien am 21. August 2017 auf „The Occidental Observer“.

„Wir haben vor, während und nach der Demonstration vor Ort und hinter den Kulissen gearbeitet.“

Anita Gray, regionale Direktorin der Anti-Defamation League.

Es war die beste aller Zeiten, es war die schlimmste aller Zeiten, es war der Höhepunkt in einer Periode des zunehmenden Selbstvertrauens und Aktivismus der Alt Right, und es war der Moment, der unseren ersten größeren Zusammenstoß mit der globalistischen Hydra markierte. Im Gefolge von Charlottesville hat das System, mit dem wir uns nun in mehr oder weniger offenem Konflikt wiederfinden, seiner Verbreitung falscher Narrative über die Ereignisse des Tages opportunistische Dreistigkeit und eine Reihe von Aktionen folgen lassen. In den ersten paar Tagen nach „Unite the Right“, einer Veranstaltung, bei der es den anscheinend koordinierten Überfall auf weiße identitäre Teilnehmer gab, erlitten verschiedene Arme der Alt Right logistische Angriffe gegen ihre internetbasierten Aktivitäten, hat Steve Bannon das Weiße Haus verlassen, ist der Mythos vom „Rechtsextremisten“ kräftig wiederbelebt worden, und sind gefährliche Präzedenzfälle zu den entscheidenden Fragen der Internetfreiheit und Redefreiheit geschaffen worden. Wir sind in größerem Ausmaß als zu irgendeinem Zeitpunkt in jüngerer Zeit in eine Ecke getrieben worden.

Jedoch ist es trotz dieser angespannten Umstände und der hektischen und wirren Medienberichterstattung über die Ereignisse in Virginia entscheidend zu verstehen, daß keine dieser Aktionen und Reaktionen gegen die Alt Right spontan oder ad hoc gewesen sind. Vielmehr ist das, was wir erlebt haben, die Kulmination intensiver Anstrengungen unserer Gegner zur Schaffung einer hegemonialen weißenfeindlichen Schnittstelle, die jüdische ethnische Aktivisten, die Polizei, alle Regierungsebenen, die Antifa und die von Anreizen motivierten Agenten des Globalismus und Kulturmarxismus umfaßt. Im folgenden Essay möchte ich von den Feinheiten der Ereignisse in Charlottesville zurücktreten, um einige der breiteren Muster jüdischer Aktivitäten, die in Erscheinung getreten sind, zu illustrieren und in den Kontext zu stellen.

Der bedeutendste Aspekt der „Unite the Right“-Kundgebung war, daß ihr nicht erlaubt wurde, weiter stattzufinden. In dieser Hinsicht sollen wir glauben, daß die örtliche Polizei die Plazierung der gegnerischen Fraktionen vermasselte und dann eine Reflexreaktion auf die daraus resultierenden frühen Unruhen hatte, worauf sie nachfolgend (und passenderweise) einen Notstand erklärte und die Kundgebung beendete, bevor sie begann. Die anscheinende Überraschung führender Gestalten der Alt Right auf diesen erzwungenen Abbruch war für mich rätselhaft, nicht zuletzt weil die Handlungen der Polizei von Charlottesville völlig vorhersehbar waren im Lichte der hervortretenden Muster der jüdisch orchestrierten Indoktrination der Gesetzeshüter und der Tatsache, daß die Äußerung weißer identitärer Ideen auf dem Weg ist, ins Exil jenseits der Grenzen des gesetzlichen Schutzes getrieben zu werden. Abgesehen davon, daß die Polizeien im gesamten Westen nun in beispiellosem Ausmaß politisiert sind, werden sie nun regelmäßig intensiver Indoktrination mit Propaganda unterzogen, die von jüdischen Organisationen, darunter die ADL und das jüdisch finanzierte und mit jüdischem Personal besetzte SPLC an führender Stelle, produziert und verbreitet wird. Wenn wir als Bewegung voranschreiten, ist es unerläßlich, daß Komplizenschaft der Gesetzeshüter bei feindlichen Aktionen erwartet und berücksichtigt wird, wenn Straßenaktionen und andere Bereiche der politischen und gesellschaftlichen Strategie formuliert werden.

Die Mitwirkung jüdischer Aktivistenorganisationen bei der Politisierung der Polizei und deren Umwandlung in eine Waffe in Form von „Rassenschulung“ wird in unseren Kreisen wenig diskutiert, ist aber gut belegt. Pionierarbeit für die frühesten Formen von „Rassenschulung“ leistete die jüdische Akademikerin Judy Katz, die ein Programm namens „White Awareness Training“ formulierte, was auch der Titel ihres 1978 veröffentlichten Handbuchs war. Dieses Programm baute auf der Prämisse auf, daß „Rassismus ein krankhafter Zustand ist, unter dem Weiße leiden und durch den sie nachfolgend immobilisiert werden. Das Programm konzentriert sich darauf, Weiße zu befähigen, ihre Verantwortung für die Behandlung ihres eigenen Rassismus und jenen anderer Weißer auf persönlicher Ebene zu übernehmen und nachfolgend in ihrem Leben danach zu handeln.“ Das Format wurde bereitwillig von der Anti-Defamation League übernommen, und um 2013 begann die ADL sich als „die führende Nichtregierungsorganisation in den Vereinigten Staaten, die Polizeitraining bezüglich Terrorismus, Extremismus und Hassverbrechen anbietet“ zu bezeichnen. Im Zeitraum von 2003 bis 2013 behauptet die ADL „weit über 100.000 Polizisten auf Bundes-, Staats- und örtlicher Ebene sowie Militärpolizisten“ geschult zu haben. Diese „Schulung“ besteht aus der intensiven Indoktrination der Teilnehmer mit der eigenen übertreibenden und extrem tendenziösen Ideologie der ADL in Angelegenheiten wie weiße Identitätspolitik und Multikulturalismus; sie wird als zusätzlicher Teilnahmeanreiz für Polizeibehörden gebührenfrei angeboten. Weit davon entfernt, bloß Streifenpolizisten und Kripobeamte [„Detectives“] einzubeziehen, werden sogar die allerhöchsten Ränge in das „Bildungsnetzwerk“ der ADL hineingezogen.

Die ADL prahlt, daß „mehr als 1000 Polizeiführungskräfte und -kommandeure“ Abschlüsse in ihren Programmen gemacht haben, zu denen ein Kurs über „stillschweigende Voreingenommenheit“ und ein weiterer mit dem Titel „Lessons of the Holocaust“ gehört. Die fraglichen „Lektionen“ sind, daß jeder am Polizeidienst Beteiligte eine Pflicht hat, eine „tolerante“, „vielfältige“ und „multikulturelle“ Gesellschaft sicherzustellen, und die Definition dieser Begriffe stimmt natürlich voll mit jüdischen Interessen überein. Zu den Behörden, die sich diesem Programm verpflichtet haben, gehören „das Federal Bureau of Investigation, der U.S. Secret Service und die U.S. Einwanderungs- und Zollbehörde, während zu den lokalen Behörden das Washington, D.C., Metropolitan Police Departement, das Philadelphia Police Departement und Dutzende weitere gehören… Es ist auch in den Lehrplan der FBI National Academy, des FBI National Executive Institute und des FBI Law Enforcement Executive Development Seminar aufgenommen worden. Zusätzlich zum ursprünglichen Programm in Washington, D.C., wird es nun auch in Los Angeles, Tampa, Nassau County (NY), Houston und St. Louis angeboten.“ Kurz gesagt ist jeder einflußreiche Arm des amerikanischen Polizeiwesens nun in Reichweite der Propaganda einer der bösartigsten und heimtückischsten jüdischen Aktivistengruppen.

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Mesoamerika (5): Landwirtschaftliche Feste

Coatlicue, Mutter Erde, dargestellt in einer der erschreckendsten und zugleich faszinierendsten Skulpturen in der Welt. Sie ist eine von einem Paar, das im Hof des großen Tempels der Aztekenhauptstadt Tenochtitlan stand. Bei der Zerstörung des Gebäudes wurde eine dieser Statuen umgestürzt und brach in Stücke, von denen viele verlorengingen. Die andere fiel augenscheinlich nur um und wurde während der letzten schrecklichen Schlacht mit Schutt und brennendem Holz bedeckt. Sie blieb darunter liegen und wurde weiter zugedeckt von der Erde, die seitdem den Boden des Zocalo bildete, des Platzes vor der heutigen Kathedrale von Mexico City. Im Jahr 1824 ließ William Bullock, ein englischer Reisender, das Gelände ausgraben. Seit der Eroberung Mexikos waren die Leute jedes Jahr während eines Herbstfestes mit Gaben von Früchten und Blumen gekommen, die sie auf dem Pflaster des Platzes niederlegten. Das war alles ganz harmlos und wurde als frommer Brauch im christlichen Sinn hingenommen. Die Indianer behaupteten, es läge etwas sehr Heiliges und Mächtiges darunter. Die Ausgrabung legte die riesige Statue der Mutter Erde frei. Ihren Kopf bilden die einander zugewandten Köpfe von zwei riesigen Klapperschlangen, und auch der Rock besteht aus sich windenden Schlangen. Um den Hals, der in Form einer Adlervase, in welche die Opferherzen geworfen wurden, gestaltet ist, trägt sie ein Halsband aus Herzen, Händen und einem Schädel. Die Hände der Opfer waren den Adligen beim rituellen Essen der Glieder vorbehalten, weil sie als besonders zart galten. Für die Azteken war dies Bildwerk wahrshceinlich nicht erschreckend, sondern einfach eine mächtige Erinnerung an die Kräfte von Mutter Erde, der sie ihren Erhalt verdanken.

Von Cottie Arthur Burland (Text) und Werner Forman (Fotos); aus dem Kapitel „Landwirtschaftliche Feste“ des Buches DIE AZTEKEN. Menschenherzen für die Götter., Atlantis Verlag Luzern und Herrsching, 1986, ISBN 3-7611-0685-8; engl. Original: 1975. Bilder sowie Bildunterschriften ebenfalls von dort; Links im Text von mir (Deep Roots) eingefügt.

Zuvor erschienen:

Mesoamerika 1 – Transpazifische Kontakte von Deep Roots auf Basis des Buches „Tai Ki – Reise zum Ort ohne Wiederkehr“ von Kuno Knöbl

Mesoamerika (2): Land zwischen den Wassern (Kapitel „Land zwischen den Wassern“ aus „Die Azteken“ von Cottie Burland)

Mesoamerika (3): Quetzalcoatl – Die Gefiederte Schlange (Kapitel „Quetzalcoatl: Die Gefiederte Schlange“ aus „Die Azteken“ von Cottie Burland)

Mesoamerika (4): Tezcatlipoca – Der Rauchende Spiegel (Kapitel „Tezcatlipoca: Der Rauchende Spiegel“ aus „Die Azteken“ von Cottie Burland)

Landwirtschaftliche Feste

Man glaubte, die Menschheit und die Götter seien Teil eines ewigen Zustands des Seins. Es scheint auch nicht die Spur eines Verlangens gegeben zu haben, die landwirtschaftlichen Erträge zu verbessern, Bewässerung einzuführen oder irgendwie anzudeuten, daß die Menschheit eine andere Beziehung zur Nahrungserzeugung hatte, als zu den vorgeschriebenen Zeiten zu graben und zu pflanzen. Wie lange diese einfache Landwirtschaft und die Kette von begleitenden Zeremonien unverändert angedauert hat, wissen wir nicht, aber 5000 Jahre dürfte wohl eine zurückhaltende Schätzung sein. Die Aufzeichnungen der Tempelbücher verleihen den fatalistischen Traditionen eine solche Stärke, daß jeder individuelle Beitrag unterdrückt wurde. Natürlich verstärkten solche Hemmungen dieses Gefühl, dem Schicksal völlig versklavt zu sein, die Reaktionen der Priester, welche die Götter bei den Festen personifizierten, und sie erreichten einen ekstatischen Zustnd, in dem die Scheußlichkeiten des Menschenopfers zum wesentlichen Teil des Lebens wurden.

Das ganze Leben enthielt ein gewisses Maß an Mühsal. Den puritanischen Azteken galt Glück immer als etwas irgendwie Ungehöriges, obwohl sie natürlich auch Tage der Freude und der Zufriedenheit erlebten. Nichtsdestoweniger lebte die Menschheit in dieser kulturellen Atmosphäre immer in der Furcht vor Göttern, immer in einem Zustand des Zweifels, was das Schicksal bringen würde. Trotz aller Bemühungen, das Schicksal mit Hilfe von Zauberbüchern und der Sterne vorauszusagen, war Unsicherheit in das System mit eingebaut. Ihren Höhepunkt erreichte sie bei den aztekischen Intellektuellen jedesmal, wenn alle 52 Jahre die Periode kam, in der der Sonnengott und seine Mächte Diener eines zurückgekehrten Quetzalcoatl statt Tezcatlipocas werden konnten.

Für die meisten Bauern waren die abstrakteren Züge der Götter nur in einem entfernten Sinn von Bedeutung. Ihre unmittelbare Sorge war die Notwendigkeit der Hilfe durch alle Kräfte der natürlichen Welt. Die Wassergöttin war offensichtlich sehr wichtig für sie, denn in diesem trockenen Land vertrauten se darauf, daß die Flüsse und Quellen das Land zwischen den Stürmen der Regenzeit feucht hielten. Die Winde, die den Boden zum Pflanzen trocken machten und die Regenwolken heranführten, wurden mit Quetzalcoatl als Ehecatl gleichgesetzt.

Unter der Erde war die große Herrin Coatlicue, die die Pflanzen wachsen ließ. Bei einer so wichtigen Pflanze wie Mais jedoch gab es eine ganze Reihe von Göttinnen und schließlich den Gott, der den Mais in allen seinen Wachstumsstadien repräsentierte. Gleichfalls gab es Geister, die für alle anderen lebenden Dinge sorgten. Dazu gehörten nicht nur die Geister der Toten, die als Schmetterlinge erschienen, sondern auch geringere Wesen, mehr von der Art der Feen in den europäischen Märchen. Sie waren in der Trockenzeit in kleinen Staubwirbeln sichtbar oder in der plötzlichen und unerwarteten Bewegung des Laubs von Pflanzen im ruhigen, heißen Wetter. Für den Bauern lebte und fühlte das ganze Universum; allerdings konnte er von diesen Mächten keine Hilfe erwarten, wenn er ihnen nicht gelegentlich kleine Opfer brachte. Man ließ einen Teil der Nahrung für die Geister zurück und schleuderte ein paar Tropfen Blut in die Richtung, wo man ihre Behausungen vermutete, in der Hoffnung, daß die Geisterwelt das Wachstum der Pflanzen unterstützen würde. Man glaubte nicht, daß sich diese Naturgottheiten mit der regelmäßigen Arbeitsroutine zufriedengaben, sie erwarteten vielmehr eine Opferung von Lebenskraft und Blut und manchmal auch Menschenopfer. Die Natur gab so viel, daß jeder verstehen mußte, wie sie am besten belohnt werden konnte. Selbst die Opferung eines Kindes erschien klein im Vergleich zu den Segnungen, die sie der ganzen Familie durch wachsende Erträge und durch die Schutzgeister spendete. Diese Haltung ist völlig unwissenschaftlich, aber der alte Mexikaner glaubte ja auch nicht, daß er die Kräfte der Natur ohne Beistand der Geister lenken konnte.

Anläßlich der großen Feste, je eins alle 20 Tage, ging die Bauernfamilie zum Dorftempel oder auch in die große Stadt und nahm dort mit Singen und Tanzen im richtigen Augenblick an den Feierlichkeiten teil. Man brachte kleine Opfer dar und nahm die Gelegenheit wahr, Waren zum Tausch auf den Märkten mitzunehmen.

Das Jahr war angefüllt mit einer Folge von Festen, von denen die wichtigsten im Zusammenhang mit dem Wachstum und der Entwicklung der Mauspflanze standen. Die traurigste aller dieser landwirtschaftlichen Feiern, Atlcoualo, wurde zu Beginn des Frühjahrs abgehalten, wenn es notwendig war, um Regen zu bitten. Sie fand Ende Februar statt. Jedes Stadtgebiet und jedes Dorf opferten in einer großen Zeremonie des Weinens ein ausgewähltes Kind. Es wurde mit Ried und Symbolen der Wassergeister geschmückt und auf einer Trage zum nächsten Fluß gebracht. Wenn die Zeit des Opfers kam, wurde das Kind geschlagen, so daß es weinte, und alle Leute brachen in Tränen aus, schlugen sich gegenseitig und trauerten. Die herabfallenden Tränen sollten die Regengötter anregen, herabzuschauen, Mitleid mit dem Volk zu bekommen und ihm Tränen von Wasser aus den Wolken zu spenden. Das Kind wurde dann mit großen Zereomnien ins Wasser geworfen und ertränkt, und unter großem Wehklagen gingen die Leute langsam zurück. Schwarze Kautschukbälle sandten ihre rauchenden Botschaften zum Himmel und zeigten den Regengöttern an, daß die Wolken erwartet wurden und Regen kommen sollte. Obwohl es die Leute nicht wissen sollten, leitete diese Zeit des Jahres natürlich eine Periode von Schauerwettern als Vorbote kommender Winde und des Frühjahrsregens ein. Sie müssen natürlich geglaubt haben, ihr tragisches Opfer sei die Ursache dafür, daß die Götter milde gestimmt worden waren und den Segen des Regens brachten.

Aztekische Steinfigur des Xipe Totec, gekleidet in das gräßliche Gewand des Kriegers nach dem Opfer der geschundenen Haut, das während des landwirtschaftlichen Festes Tlacaxipeualiztli stattfand. Einem Gefangenen wurde bei lebendigem Leib die Haut abgezogen, und der Krieger, der den Gefangenen gemacht hatte, hüllte sich in diese Haut und tanzte. Diese Figur dürfte einmal in jeder Hand eine Rassel zur Begleitung des Gesangs gehalten haben. Die schauerliche Zeremonie symbolisierte das Aufbrechen der Haut des Maissamens, so wie der Krieger aus der verwesenden Haut des Opfers bricht.

Ein weiteres Stück Nachahmungsmagie gab es bei dem Fest Tlacaxipeualiztli. Ein in der Schlacht Gefangener wurde von seinem Bezwinger durch die Stadt geführt, und die Leute spendeten Nahrung und Kleidung. Dann wurde der Gefangene am Festtag Ende März zum Tempel gebracht, dort mit Drogen betäubt und lebendig enthäutet. Die Pulver, die man ihm gab, und der Weihrauch, der über ihn geblasen wurde, sollten den Schmerz des Versengens lindern, das dem Schinden vorausging. Dennoch lebte das Opfer, wenn auch halb ohnmächtig, während Schnitte um den Hals, die Arme und Beine und den Rücken entlang gemacht wurden, so daß die Haut vom Körper gerissen werden konnte. Der Leichnam wurde dann auf den Stein geworfen und das Herz herausgeschnitten. Das Herz wurde den Göttern geopfert und die Haut sofort von dem Krieger, der das Opfer ursprünglich gefangengenommen hatte, angelegt. Gekleidet in dieses schreckliche Gewand und mit einer aus der Gesichtshaut des Opfers gefertigten Maske, tanzte der Krieger, schwang seine Kriegskeule und rief den Himmel an um neues Leben und neue Kraft.

Nach ein paar Tagen trocknete die Totenhaut, riß und fiel in Stücke. Dabei war sie natürlich verwest, und der Gestank des faulenden Fleisches, das daran hing, war selbst den Mexikanern abscheulich, aber auch bei jedem Maissamen, den sie gepflanzt hatten, barsten ja die alten Häute. Die junge Maispflanze mußte ihren grünen Schößling aus dem anscheinend toten Samen herauszwingen; er mußte durch die goldene Haut brechen, wie der Krieger durch die gelbe Haut des Toten brach. So heilig waren diese Häute, daß sie am Ende des Festes sorgfältig eingesammelt und gebündelt wurden, um in einem Gewölbe unter einem Tempel von Xipe Totec, dem Gott des Leidens, aufbewahrt zu werden.

Diese Zeremonie erscheint uns entsetzlich, und augenscheinlich war sie auch für die Azteken abstoßend und bedeutungsvoll zugleich. Denn für sie war sie das Siegel unter dem Pakt zwischen der Menschheit und den Göttern. Der Mensch opferte den Göttern Leiden und Schmerz, seine eigene Arbeit auf dem Feld ebenso wie die Menschenopfer, als Dank für die Nahrung, die aus den jungen Maispflanzen kam. Es gab kein Entrinnen: die Götter spendeten Leben, und die Götter verlangten einen gewissen Anteil des Lebens zurück.

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Mesoamerika (4): Tezcatlipoca – Der Rauchende Spiegel

Dieser außergewöhnliche Kopf zeigt den Gott Xipe Totec in der Gestalt eines Kriegers, der als Maske die abgezogene Haut eines geopferten Gefangenen trägt. Xipe Totec war eine der Erscheinungsformen Tezcatlipocas, die sich besonders mit Leiden und Opfern identifizierte. Der Hinterkopf (rechts) trägt das Hauptsymbol Tezcatlipocas, den Rauchenden Spiegel. Rauch und eine Flammenzunge steigen aus dem runden Spiegel, auf dem kleine Büschel von Flaumfedern befestigt sind. Diese flaumigen Adlerfedern wurden auf Schnittwunden im Körper des Opfers geworfen. Sie mußten am Blut kleben bleiben und sollten dadurch helfen, das Opfer mit den Sternen und den Himmeln zu vereinen.

Von Cottie Arthur Burland (Text) und Werner Forman (Fotos); Kapitel „Tezcatlipoca: Der Rauchende Spiegel“ aus dem Buch DIE AZTEKEN. Menschenherzen für die Götter., Atlantis Verlag Luzern und Herrsching, 1986, ISBN 3-7611-0685-8; engl. Original: 1975. Bilder sowie Bildunterschriften ebenfalls von dort; Links im Text von mir (Deep Rootx) eingefügt.

Zuvor erschienen:

Mesoamerika 1 – Transpazifische Kontakte von Deep Roots auf Basis des Buches „Tai Ki – Reise zum Ort ohne Wiederkehr“ von Kuno Knöbl

Mesoamerika (2): Land zwischen den Wassern (Kapitel „Land zwischen den Wassern“ aus „Die Azteken“ von Cottie Burland)

Mesoamerika (3): Quetzalcoatl – Die Gefiederte Schlange (Kapitel „Quetzalcoatl: Die Gefiederte Schlange“ aus „Die Azteken“ von Cottie Burland)

TEZCATLIPOCA: DER RAUCHENDE SPIEGEL

Das Leben im alten Mexiko beruhte zum großen Teil auf der Verehrung der Götter, aber sie waren keineswegs alle freundlich oder hilfreich. Der mächtigste der Erdgeister war Tezcatlipoca, dessen Name „Rauchender Spiegel“ bedeutet, was sich auf einen aus Obsidian, einem vulkanischen Glas, gemachten Spiegel bezieht, auf den Seher zu starren pflegten, bis sie in Trance fielen. Dann sahen sie auf der schwarzen glänzenden Oberfläche Bilder, welche die Zukunft des Stammes und den Willen der Götter enthüllten. Die Azteken glaubten an diese mächtige Art des Zaubers, der ihnen von diesem schattenhaften Gott gewährt wurde. Tezcatlipoca gab ihnen Kontrolle über die anderen Völker; er versprach dem aztekischen Volk die Herrschaft über ganz Anahuac von den Wüsten des Nordens bis zu den Gebirgen im Süden, vom Pazifischen Ozean bis zum Karibischen Meer. Dieser große Mächtige erreichte seinen Zweck durch die Kampfkraft der aztekischen Heere und die klugen taktischen Entscheidungen ihrer Großen Sprecher.

Spiegel aus poliertem schwarzem Obsidian. Ein Wahrsager setzte sich vor einen solchen Spiegel, starrte hinein und sah dann Rauchwolken, die sich teilten und eine Vision freigaben – daher der Name „Rauchender Spiegel“, der untrennbares Symbol des „Schattens“ wurde, des unbewußten Teils der menschlichen Psyche, die ihren Ausdruck im Gott Tezcatlipoca fand.

Tezcatlipoca war der Vertreter der von der Sonne durchquerten Himmel. Im Hochsommer, beim höchsten Stand der Sonne am südlichen Himmel, war er der besondere Patron der Azteken unter dem Namen Huitzilopochtli, „Blauer Kolibri zur Linken“. Vielleicht stammt dieser Name vom Starren in die Sonne, denn wenn man die Augen danach schließt, erscheint im Auge ein Flecken Blau, und zwar „zur Linken“, wenn man in die Richtung der Sonnenbahn, das heißt von Ost nach West, schaut.

Am Nachthimmel war das Symbol des Gottes Tezcatlipoca in dem Sternbild zu sehen, das wir Großer Bär nennen. Für die Azteken war es die Spur seines einen Fußes, den anderen hatte er verloren, als er im Titanenkampf vor der Erschaffung des Menschen die Erde aus den Wassern zog. Der Gott verführte die Mutter Erde, an die Wasseroberfläche zu kommen, und zog sie mit seinem riesigen Fuß fort. Das Riesenungeheuer biß ihm den Fuß ab, er seinerseits riß der Erde den Unterkiefer aus, und sie sank nie wieder in die Wasser zurück. Auf ihrem zerklüfteten Rücken wurden alle Stämme der Menschen geschaffen und lebten dort.

Der Gott, der die Erde aus den Wassern gezogen hatte, war jedoch kein Gott der Güte, und wegen seiner Unvollkommenheiten konnte er niemals den Polarstern, das Symbol für die göttliche Dualität, erreichen. Statt dessen humpelte er auf seinem einen Fuß um den Polarstern herum und bildete so die zirkumpolare Bahn des Großen Bären am Himmel.

Der Menschheit blieb nichts anderes übrig, als mit diesem furchterregenden Wesen zu koexistieren. Es ist ungewöhnlich, daß ein Volk sich dem Dienst an einem Demiurgen weiht, den wir nach europäischem Verständnis als in der Wurzel böse betrachten würden. Die einzige mögliche Parallele findet sich bei einigen ägyptischen Königen der Frühzeit, die Set, den Geist der Wüste und ihrer Schrecken, verehrten. Tezcatlipoca vertritt, psychologisch ausgedrückt, was man „den Schatten“ nennen kann, die Seite unserer menschlichen Persönlichkeit, der wir nicht offen begegnen mögen und die wir folglich vor uns selbst verbergen.

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Mesoamerika (3): Quetzalcoatl – Die Gefiederte Schlange

Dieser Muschelkopf stammt vielleicht aus dem Muscheltempel des Quetzalcoatl in Tollan. Er zeigt den Gott, wie er aus dem Rachen der Erde aufsteigt. Der schwere schwarze Bart ist etwas Besonderes bei Indianern.

Von Cottie Arthur Burland (Text) und Werner Forman (Fotos); Kapitel „Quetzalcoatl: Die Gefiederte Schlange“ aus dem Buch DIE AZTEKEN. Menschenherzen für die Götter., Atlantis Verlag Luzern und Herrsching, 1986, ISBN 3-7611-0685-8; engl. Original: 1975. Bilder sowie Bildunterschriften ebenfalls von dort; Links im Text von mir eingefügt.

Zuvor erschienen: Mesoamerika 1 – Transpazifische Kontakte von Deep Roots auf Basis des Buches „Tai Ki – Reise zum Ort ohne Wiederkehr“ von Kuno Knöbl sowie Mesoamerika (2): Land zwischen den Wassern mit dem Kapitel „Land zwischen den Wassern“ aus demselben Buch von Cottie Burland.

 

QUETZALCOATL: DIE GEFIEDERTE SCHLANGE

Quetzalcoatl, die Gefiederte Schlange, Herr des Heilens und der Zauberkräuter, Symbol der Gelehrsamkeit, der Dichtkunst und aller schönen Dinge, Herr der Hoffnung und glänzender Herr des Morgensterns, war der Geist, der am Morgen die Sonne in den Himmel holte und damit allen Menschen, Tieren und Pflanzen die segensreiche Macht des Sonnengottes brachte. Als eine der bedeutendsten Gestalten in der Religion des präkolumbischen Mexiko war Quetzalcoatl, ähnlich wie der englische König Arthur, sowohl eine wirkliche Person wie ein Mythos. Der König Quetzalcoatl war der Begründer eines Reichs und einer Lebensform, die sich von der anderer mexikanischer Kulturkreise vor allem durch seine tiefe Religiosität unterschied. Sein größter Erfolg war die Bildung eines Bundes von Stammesgruppen unter der Herrschaft der Toltekenfamilien.

Die Geschichte des ersten großen Königs Quetzalcoatl erzählt, wie er vom Himmel auf die Erde kam und eine Herrschaft unter dem mexikanischen Volk begründete. Er lebte als keuscher, heiliger Priester, bis ein Streit unter den Göttern zu seiner Vernichtung führte. Während einer großen Zeremonie wurde ihm ein starker Trank aufgenötigt, dem der Zauberpilz zugesetzt war. Von der dämonischen Göttin, die den Pilzen innewohnt, verführt, ergriff er sie und paarte sich mit ihr während des Festes. Als er aus dem Giftschlaf erwachte, erkannte er, daß er sich selbst verdammt hatte. Er gab alle seine Paläste auf und wanderte quer durch Mexiko, bis er nackt an der Küste des Karibischen Meers ankam. Dort schiffte er sich auf einem Floß aus Schlangenhäuten ein und segelte weit fort, dem Sonnenaufgang entgegen, bis die starke Hitze das Boot entzündete und sein Herz sich im Flug in die Sonne erhob.

Es gibt ein Bild dieses Geschehens im Wiener Kodex. Es stellt eine wirkliche Sonnenfinsternis dar, bei der der Planet Venus dicht bei der Sonne steht. Da das ein äußerst seltenes Ereignis ist, konnte die Königliche Sternwarte von Greenwich es datieren: der 16. Juli 750 – ein genaues historisches Datum für den Tod eines göttlichen Königs, der in das Reich der Mythologie eingetreten ist. Gemäß dem Wiener Kodex folgte auf den ersten großen Herrscher eine Reihe von neun toltekischen Königen, die alle Quetzalcoatl hießen. Jeder wird dargestellt, wie er bei seiner Thronbesteigung ein Feuer entzündet, und jedem wird die Errichtung von Tempeln und Bädern zugeschrieben. Von jeder königlichen Nachfolge wird sehr sorgfältig berichtet, so daß es möglich war, die ganze Linie der Toltekenkönige zu datieren. Sie endete mit dem Fall von Tula unter dem letzten Quetzalcoatl im letzten Jahrzehnt des 10. Jahrhunderts.

In den Geschichten seiner irdischen Abenteuer wird Quetzalcoatl als ein sexuell potenter Mann geschildert, der seine Energien aufstaute, bis er von der Göttin Tlazoteotl verführt wurde. Alle Beschreibungen seiner Person sagen, daß er aktiv und kraftvoll war und einen riesigen Penis besaß. Er trug ein besonderes Lendentuch mit abgerundetem Ende, anscheinend als Beutel für dieses prächtige Glied. Auf einem Bild des Codex Laud (jetzt in Oxford, Bodleian Library) sieht man ihn als Wind, der ins Wasser bläst. Im Wasser sitzt die jüngere Mondgöttin und zeigt ihm ihre offene Vulva. Der Sinn dieser Darstellung ist, daß Quetzalcoatl die Göttin mit dem fruchtbarmachenden Atem des Lebens schwängert.

Der Gott Quetzalcoatl war auch der Herr des Lebens, der Bußfertigkeit, Liebe und Befreiung von Opfer und Blutopfer brachte und daher eine Gestalt göttlicher Weisheit und Liebe war. Aus diesem Grunde war er schon für die frühen spanischen Missionare nicht völlig dämonisch, obwohl er häufig unter der seltsamen Maske einer mit den grünen Federn des Quetzals bekleideten Schlange erschien.

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Mesoamerika (2): Land zwischen den Wassern

Dieser mächtige Kopf ist einer von mehreren in La Venta. Sie sind alle gleich geheimnisvoll. Vielleicht sollten sie planetarische Gottheiten darstellen; aber es gibt keine sichere Erklärung ihrer Funktion. So sind sie für uns einfach glänzende Beispiele der Kraft olmekischer Kunst. Diese Kunst hatte später großen Einfluß.

Von Cottie Arthur Burland (Text) und Werner Forman (Fotos); Kapitel „Land zwischen den Wassern“ aus dem Buch DIE AZTEKEN. Menschenherzen für die Götter., Atlantis Verlag Luzern und Herrsching, 1986, ISBN 3-7611-0685-8; engl. Original: 1975. Bilder sowie Bildunterschriften ebenfalls von dort; Links im Text von Deep Roots für die Veröffentlichung auf „As der Schwerter“ eingefügt.

Zuvor erschienen: Mesoamerika 1 – Transpazifische Kontakte von Deep Roots auf Basis des Buches „Tai Ki – Reise zum Ort ohne Wiederkehr“ von Kuno Knöbl.

Land zwischen den Wassern

Mexiko trug in alten Zeiten den Namen Anahuac, was einfach „Land zwischen den Wassern“ bedeutet. Es ist ein Bergland zwischen dem Karibischen Meer und dem Pazifik. Im Westen bilden die Kordilleren einen Teil der großen Gebirgsketten, die sich von Alaska bis nach Feuerland an der Südspitze des amerikanischen Kontinents erstrecken. In Mexiko teilen sich die Ketten und schließen ein Hochland ein, auf dem sich ein großer Teil der Geschichte des Landes entwickelte und in dessen Herzen heute Mexiko City liegt. In alten Zeiten waren die Küstenstriche dicht bewaldet, die Hochebene bestand meist aus Grasland. Die wenigen Flüsse waren reißend, und das Klima war beständig mit einem heißen, feuchten Sommer, einem kurzen Winter und einer sonnigen Trockenzeit im ersten Jahresviertel.

Die Bevölkerung Mexikos bestand ganz aus Indianern. Es gab viele unterschiedliche Stämme, alle mehr oder weniger braunhäutig, von ziemlich kleiner Gestalt, mit braunen Augen und glattem, glänzend schwarzem Haar. Von Anbeginn an gab es bei den Indianern ein Gemisch von Körpertypen; einige waren stämmiger gebaut als andere, und einige hatten lange Schädel, andere breite. Die Unterschiede waren nicht stammesbedingt; sie kamen in jedem Stamm vor und zeugten von der rassischen Vielfalt der Indianer insgesamt.

Die ersten Indianer müssen nach Amerika über eine eisfreie, aber bitterkalte Ebene gekommen sein, da wo jetzt die Beringstraße den Weg versperrt. Diese Leute drangen langsam südwärts vor, jagten Wild und sammelten Früchte. Es gibt klare Hinweise dafür, daß dies vor wenigstens 27.000 Jahren begann, und neuerliche Funde deuten sogar auf noch frühere Bewegungen bis vor 50.000 Jahren hin.

Der Schlüssel für den Anfang der Kultur war die Entdeckung der Landwirtschaft. Wie im alten Iran Weizen und Gerste, so wurde im nördlichen Mexiko Mais entdeckt; und zwar offensichtlich vor etwa sieben- bis achttausend Jahren. Der Mais, der damals nur zwei Körner trug, ist durch menschliche Mühe zu der prächtigen Pflanze mit den großen Kolben geworden, die wir heute kennen. In jener frühen Zeit taten die Stämme, die zwischen Perioden des Jagens ein paar Stückchen Land mit Mais bepflanzten, die ersten Schritte auf eine neue, beständige Lebensweise zu.

Die Entwicklung landwirtschaftlicher Siedlungen in Mexiko ging langsam vor sich, und erst von 1800 v. Chr. an gibt es Zeugnisse für dörfliches Leben. Diese frühen Siedlungen bestanden aus nichts weiter als ein paar zusammengewürfelten Hütten aus Adobeziegeln. Dennoch haben Archäologen an diesen Stellen viele sehr schöne, aus Steatit geschnittene Kochschalen gefunden. Ein paar Jahrhunderte später jedoch trat Tonware an deren Stelle. Alle Dörfer fertigten Tierfigurinen, wahrscheinlich für einen Fruchtbarkeitskult. Aus ihnen geht hervor, daß die Frauen, abgesehen von Schmuck und Körperbemalung, nackt waren, während die Männer meist ein Lendentuch trugen. Die Hauptnahrung war Mais, aber zusätzlich ließen sich Früchte und Fleisch leicht besorgen. Da die Dörfer des Hochlandes ebenso wie entferntere Gegenden beträchtliche Stilunterschiede aufweisen, muß man annehmen, daß Mexiko in den frühen Jahrhunderten seiner Geschichte von vielen kleinen, unterschiedlichen Menschengruppen bevölkert war.

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