Eurasischer Grauwolfssuprematismus

Eine Kreuzung zwischen einem Wolf und einem Deutschen Schäferhund.

Von Guillaume Durocher, übersetzt von Lucifex. Das Original Eurasian Grey Wolf Supremacism erschien am 26. März 2018 auf The Occidental Observer.

Eine kürzlich durchgeführte Studie hat enthüllt, daß es in ganz Eurasien wiederholte Paarungen zwischen Hunden und Wölfen gegeben hat:

Die internationale Studie zeigte, daß um die 60 Prozent der Genome des Eurasischen Grauwolfs kleine Blöcke der DNS von Haushunden trugen, was darauf hindeutet, daß Wölfe sich in vergangenen Generationen mit Hunden kreuzten.

Die Ergebnisse legen nahe, daß die Kreuzung zwischen Wolf und Hund in Europa und Asien geographisch weitverbreitet war und jahrhundertelang stattgefunden hat.

Forscher untersuchten DNS-Daten von Grauwölfen – den Vorfahren des Haushundes -, um zu bestimmen, wie sehr ihr Genpool mit der DNS von Haushunden verdünnt war und wie weitverbreitet der Prozeß der Hybridisierung ist.

In anderen Worten, die Forscher versuchten herauszufinden, wie „unrein“ der Eurasische Grauwolf aufgrund der Introgression von Haushundgenen geworden ist.

Die Forscher entdeckten, daß viele Grauwölfe in Wirklichkeit genetisch unrein sind und daß sogar die Entwicklung einer Definition für einen „reinen“ Grauwolf als Folge davon problematisch ist. Sie betonen jedoch, daß das Vorhandensein einiger Hundegene Wolfspopulationen um nichts weniger genetisch unterscheidbar macht und daß Erhaltungsbemühungen zur Bewahrung der Integrität und genetischen Reinheit von Wolfspopulationen sinnvoll bleiben:

Wir fanden heraus, daß, während die Hybridisierung die genetische Eigenständigkeit von Wolfspopulationen nicht kompromittiert hat, eine große Zahl wilder Wölfe in Eurasien einen kleinen Anteil von Genvarianten trägt, die von Hunden stammen, was zur Unklarheit dessen führt, wie wir genetisch „reine Wölfe“ definieren.

Unsere Forschungsarbeit zeigte auf, daß manche einzelne Wölfe, die nach ihren physischen Eigenschaften als „reine Wölfe“ identifiziert worden waren, in Wirklichkeit von gemischter Abstammung waren. Andererseits zeigten zwei italienische Wölfe mit einer ungewöhnlichen schwarzen Fellfarbe keine genetischen Signaturen von Hybridisierung, außer daß sie eine vom Hund stammende Variante eines Gens trugen, die mit dunkler Färbung verbunden ist. Dies deutet darauf hin, daß die Definition genetisch „reiner“ Wölfe unklar sein und die Identifikation von Individuen mit Beimischungen schwierig sein kann, was nahelegt, daß Managementstrategien, die auf der Entfernung vermuteter Hybriden aus Wolfspopulationen ineffizient sein könnte.

Stattdessen hat unsere Studie eine Notwendigkeit der Verringerung der Faktoren aufgezeigt, die zu Hybridisierung führen können, wie ein häufiges Vorkommen von freilaufenden Hunden, kleine Wolfspopulationsgrößen und unregulierte Jagd.

Man denkt, daß Hunde und Wölfe sich vor 6.400 bis 14.000 Jahren in getrennte Evolutionswege aufgespalten haben, ein weiteres Beispiel für eine schnelle biologische Evolution über eine relativ kleine Zahl von Generationen hinweg, wenngleich unter menschlichem Anschub.

Man fragt sich, was die Autoren von Bemühungen zur Bewahrung der Integrität menschlicher Subspezies halten, eines kostbaren Erbes, das über zehntausende Jahre regionaler Evolution entstanden ist.

Sicherlich wird im Fall von Wölfen und Hunden die Zusammensetzung des Genpools niemals als etwas betrachtet, das gleichgültig ist. Wenn der Genpool des Wolfs durch gemischte Fortpflanzung mit Hunden überwältigt würde, dann würde die Spezies aussterben.

Das Vorhandensein von Wolfsgenen in Haushunden ist ebenfalls etwas, das nicht ignoriert werden kann, selbst wenn Hunde und Wölfe über 99,8 % ihrer DNS gemeinsam haben. Dieser genetische Unterschied von 0,2 % führt zu einem enormen phänotypischen Unterschied. Die Behörden raten im Allgemeinen vom Besitz von Wolf-Hund-Hybriden als Haustiere ab oder verbieten ihn überhaupt. Wolf-Hund-Mischlinge neigen dazu, scheuer und aggressiver zu sein, obwohl das Temperament eines bestimmten Hybrids schwieriger vorherzusagen ist als für Wölfe oder reine Hunde. Wegen ihrer genetischen Vielfalt haben Wolf-Hund-Mischlinge mehr Vielfalt im Temperament, und man kann nicht sagen, welchen bestimmten Satz von Wolf/Hund-Genen ein bestimmter Wolf-Hund-Mischling von seinen Eltern geerbt hat. Ein Autor zum Thema Hunde stellte fest:

Ob legal oder nicht, Wolf-Hund-Mischlinge stellen Besitzer vor bedeutende verhaltensmäßige Herausforderungen… Wie Pitbulls und Pornographie können Wolf-Hund-Mischlinge schwierig zu identifizieren sein, ungeachtet der zu ihrer Regulierung erlassenen Gesetze… Natürlich verhalten sich nicht alle Wolf-Hund-Mischlinge gleich, und es gibt wahrscheinlich unter Wolf-Hund-Mischlingen mehr Variation im Verhalten als bei irgendeiner anderen Art von Hunden.

Spezies und Subspezies neigen dazu, an den Rändern unscharf und verwischt zu sein, aber das macht sie um nichts weniger real. Kleine genetische Unterschiede, selbst von ein paar Perzentilen eines Perzentils, können zu enormen phänotypischen Unterschieden führen (die, wie E. O. Wilson in Sociobiology hervorgehoben hat, ihrerseits zu noch größeren sozialen und kulturellen Unterschieden vergrößert werden können). All dies ist für Menschen genauso wahr wie für Hundeartige oder irgendein anderes Tier.

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Siehe auch:

Artenschutz oder Bison-Suprematismus? von Guillaume Durocher

Rassenerhaltung: für heimische Bienen ja, für Weiße nicht? von mir

Tips und Taps, die Mulattenbären von mir

Der irreführende Vergleich mit den „robusten Promenadenmischungen“ und den „überzüchteten Rassehunden“ von mir

Wir Wolfsbrüder von mir

Wölfe: Schon länger die besten Freunde auf orf.at

Der Hund ist ein Europäer auf orf.at

Multirassenfans sind verrückt, Teil 1 und Teil 2 von Kevin Alfred Strom

Scientific American über die Realität von Rassen von Michael Polignano

Rasse, Evolution und Verhalten (PDF, 104 Seiten) von J. Philippe Rushton

Die Kultur der Kritik (2) – Die Boas’sche Schule der Anthropologie und der Niedergang des Darwinismus in den Sozialwissenschaften von Kevin MacDonald (worin E. O. Wilson ebenfalls erwähnt wird)

Interview mit dem Evolutionsbiologen Edward O. Wilson

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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