Guerilla-Ökonomie: Hört auf, den Feind zu finanzieren

Von Alex Kurtagić, übersetzt von Deep Roots. Das Original Guerrilla Economics: Stop Funding the Enemy erschien am 8. September 2009 im „Occidental Observer“.

In meinem vorherigen Artikel diskutierte ich den respektablen Konservativen, eine zahlreiche Spezies, deren Existenz ich als ein – wenn nicht unser hauptsächliches – Hindernis dabei sehe, unsere Leute zu oppositionellem Handeln gegen ein feindseliges Establishment zu inspirieren.

Ich sagte, daß seine statusbewußte Natur als der archetypische homo oeconomicus ihn dazu veranlaßt, lieber über einen langen Zeitraum hinweg kleine Zugeständnisse an die Political Correctness zu machen, als sich in riskanten, unangepaßten, aufständischen Aktionen mit ungewissem Ausgang zu engagieren. Daher wird er, aus Angst vor dem Verlust von Arbeitsplatz, Einkommen und/oder Status, zwar unseren Analysen zustimmen, aber nicht als Folge davon handeln, und er wird sogar seine Ansichten und Meinungen strikt aufs Private beschränken, begrenzt (falls er sie mit einiger Ehrlichkeit oder überhaupt äußert) auf einen kleinen Kreis von Freunden und Familienangehörigen. Während wir – wenn wir uns die Mühe machen, selbstsüchtig und kurzsichtig zu denken – vielleicht seine Motive verstehen können, so bleibt doch die Tatsache, daß der respektable Konservative eine feige Spezies ist, vorgeblich kritisch (wo erlaubt), aber (wo es darauf ankommt) letztendlich kriecherisch und unterwürfig gegenüber einer Klasse von Individuen, die ihn verachten und die aktiv an seiner Auslöschung beteiligt sind. Weil er sich durch dieses Verhalten als Hindernis gegenüber den utopischen Liberalen (und jenen, die letztere inspirieren, täuschen und/oder manipulieren) aus dem Spiel nimmt, ist er es, der das liberale Dystopia möglich macht, denn der utopische Liberale kann seine Agenda ohne Widerstand verfolgen.

In meinem Roman richte ich den Hauptstoß meiner Kritik gegen den respektablen Konservativen und unterwerfe einen von ihnen in sadistischer Weise allen möglichen grotesken Wendungen und Unannehmlichkeiten. Im realen Leben jedoch denke ich, daß es uns obliegt, uns nicht nur zu beschweren und zu kritisieren (was leicht genug ist), sondern eine Alternative zu bieten. Wenn es der respektable Konservative ist, der das liberale Dystopia möglich macht, so ist es doch der Mangel an Alternativen, der den respektablen Konservativen möglich macht.

Es ist wichtig sich daran zu erinnern, daß respektable Konservative nicht freiwillig unterwürfig sind. Sie sind es aus Notwendigkeit. Der Satz: „Nun, ich werde nicht mehr da sein, wenn die Dinge so schlecht werden, daher kann ich genauso gut das gute Leben genießen, solange es geht“ ist nicht bloß eine Rationalisierung, die die Selbstachtung eines Feiglings schützen soll. Er beweist auch, daß eine wirksame Gegenoffensive auf dem Schlachtfeld der Informationen eine notwendige Bedingung dafür ist, respektable Konservative zu effektivem Widerstand zu inspirieren.

Dies liegt an einem Mangel an wirtschaftlicher Autonomie. Von der Tolerierung und Freigiebigkeit einer feindseligen Elite abhängig zu sein, um Ressourcen, offene Akzeptanz unserer Daten und Argumente zu erhalten, verheißt keinen materiellen Vorteil. Ich behaupte, daß das fehlende Rückgrat der respektablen Konservativen nicht mehr unser Hauptproblem wäre, wenn es für unsere Anhängerschaft genügend wirtschaftliche und berufliche Chancen außerhalb des Systems gäbe. Die respektablen Konservativen wären glücklich im stillen Streben nach Wohlstand, ohne sich und alle anderen verraten zu müssen.

Dies ist wichtig, denn die Fähigkeit, den Reichtum der respektablen Konservativen anzuzapfen, um ein feindliches System zu finanzieren, ist gegenwärtig einer der Hauptvorteile des Feindes. Es folgt daraus, daß die effektive Ermöglichung moralischer Unabhängigkeit durch wirtschaftliche Autonomie das Reservoir reduzieren würde, aus dem der Feind seinen Reichtum schöpft, seine Fähigkeit zur Finanzierung seiner Programme und zur Belohnung von Konformität begrenzen, seine allgemeine Glaubwürdigkeit mindern und so seine allgemeine Autorität reduzieren würde.

Weiters würde solch ein Angriff auf Ökonomie und Status wahrscheinlich eine progressive Dynamik erzeugen. Der sichtbare Wohlstand systemautonomer Nonkonformisten würde ihre systemabhängigen Gegenstücke wahrscheinlich zum Überlaufen motivieren. Das Ergebnis dieses Szenarios wäre eine zunehmende Erosion der Fähigkeit feindseliger Eliten, ihre Macht weiter aufrecht zu halten, und eine gleichzeitige Verbesserung unserer Lebenschancen. Schlicht ausgedrückt, wir würden aufhören, den Feind zu finanzieren, und anfangen, uns selbst zu finanzieren.

Guerilla-Kriegführung als kulturelle Strategie

Respektable Konservative glauben an nichts außer an ihre eigene Ohnmacht vor einem Establishment, das mächtig genug ist, um unbesiegbar zu erscheinen. Der Erfolg der Linken beim „langen Marsch durch die Institutionen“ während des 20. Jahrhunderts hat jedoch gezeigt, daß eine vorherrschende kulturelle Hegemonie selbst von einer winzigen, nicht repräsentativen Minderheit durch Anwendung von Guerillataktiken besiegt werden kann.

Guerillakriegführung macht aus der geringen Größe der Guerilla im Vergleich zu der ihres militärischen Feindes eine Stärke: Sie ist schnell und agil, während ihr Feind langsam und starr ist; sie ist billig und allgegenwärtig, während ihr Feind teuer und monolithisch ist; sie ist unsichtbar und sehr mobil, während ihr Feind sichtbar und weitgehend stationär ist. Sie hat auch Zugang zur besten und geeignetsten Bewaffnung, weil sie dazu neigt, von ihrem Feind zu stehlen, und sie kann der feindlichen Moral unverhältnismäßigen Schaden zufügen, indem sie die Angriffe auf die schwächsten Stellen des Feindes konzentriert. Infolgedessen, und wie Robert Taber hervorgehoben hat, führt die Guerilla

„den Krieg des Flohs, und ihr militärischer Feind leidet unter den Nachteilen des Hundes: zuviel zu verteidigen; ein zu kleiner, allgegenwärtiger und agiler Feind, um mit ihm fertig zu werden.“

Es ist leicht zu vergessen, daß die Ideen der Linken einst marginal, kriminell und unerhört waren. Daß sie den Status der Orthodoxie gegenüber einer widerstrebenden Öffentlichkeit erlangt haben, die sie niemals wollte und niemals brauchte, verdankt sich der Tatsache, daß die radikale Linke im Westen ihre Anstrengungen auf lautstarke Kampagnen um kleine, gewinnbare Anliegen konzentrierte. Damit lenkte die sie weiße Mehrheit ab, brachte sie ins Stocken und trug aufeinanderfolgende Siege davon, die das Prestige der radikalen Linken zunehmend steigerten. Zusätzlich konnten sie, weil sie eine Koalition heterogener Minderheitsaktivisten mit vorgeblich unterschiedlichen Agendas sind (feministisch, schwul, antirassistisch, pro Einwanderung, etc.) und weil sie sich in zahlreichen, flüchtigen Kampagnen mit sich ständig verlagernden Torpfosten engagierten (wobei ein Zugeständnis zu neuen Kampagnen führte, die mehr verlangten), nicht mit einem einzigen, zermalmenden Schlag neutralisiert werden. Konfrontiert mit der kulturellen Guerilla der Linken und den verschiedenen jüdischen intellektuellen Bewegungen, die das Linkentum im 20. Jahrhundert inspirierten und durchdrangen, erwies sich das alte Establishment als langsam beim Erkennen der Bedrohung, langsam in seiner Reaktion darauf, und langsam bei der Anpassung an die innovativen Formen kultureller Kriegführung der Linken und deren Übernahme. Wie Kevin MacDonald argumentiert hat, haben letztere sich deshalb als unwiderstehlich für das westliche Bewußtsein erwiesen, weil die radikale Kritik an traditionellen westlichen Institutionen und kognitiven Strukturen in universalistischer, aufgeklärter, moralischer Sprache formuliert war, die bei westlichen moralischen Empfindsamkeiten Anklang fand. Dies ist eine weitere Art zu sagen, daß die kulturellen Guerilleros unsere Empfindsamkeiten identifiziert, gestohlen und als Waffen gegen uns verwendet haben.

Guerillaökonomie in einer Konsumgesellschaft

Es ist typisch für Kommentatoren auf Seiten der Rechten, die Konsumkultur zu verdammen und sie als Waffe zur Massenablenkung zu sehen. Und es stimmt sicherlich, daß eine Gesellschaft, die aus materialistischen Hyper-Individualisten besteht, die sich durch die Güter definieren, welche sie besitzen und konsumieren, und ihren Sozialstatus von ihnen ableiten, eine Gesellschaft aus Bürgern ist, die sich dagegen sträuben, für Unruhe zu sorgen: denn das könnte zu einem Verlust des Arbeitsplatzes führen, was zu Einkommensverlust führen könnte, der zu einem Verlust von Gütern führen könnte, der zu einem Verlust an Selbst führen könnte.

Insoweit ist sie vielleicht die wirksamste Waffe des Establishments und ein Grund dafür, daß seine Vertreter trotz ihrer sozialistischen Neigungen vom Wirtschaftswachstum (oder dessen Mangel) besessen sind. Aber was immer wir von ihr und denen, die sie fördern, halten mögen, die Konsumkultur wird nicht so bald verschwinden, denn unser gesamter wirtschaftlicher und institutioneller Apparat ist um sie herum strukturiert. Es gibt Tausende Millionen Menschen mit einem ureigenen Interesse an ihr – als Wirtschaftsmagnaten, Kleinunternehmer oder gewöhnliche Beschäftigte – und keiner davon ist bereit, das zu stürzen, was Tomislav Sunic „die Diktatur des Wohlergehens“ genannt hat. Es mag sein, daß die Konsumkultur nicht auf Dauer zu halten ist, nachdem sie sich auf ein ständiges lineares Wachstum gründet, das schließlich Ressourcen erfordern wird, welche die auf dem Planeten verfügbaren übersteigen, bevor wir in der Lage sind, andere zu kolonisieren. Aber es gibt keine Garantie dafür, daß ein ausreichend schwerer Krisenpunkt erreicht werden wird, bevor soziale, kulturelle, wirtschaftliche, politische und demographische Trends die Weißen auf eine entrechtete Minderheit in ihren eigenen traditionellen Heimatländern reduzieren.

Das Quagga (ausgestorben seit 1883), die Steller’sche Seekuh (ausgestorben seit 1768), der Dodo (ausgestorben seit dem 17. Jahrhundert), der Auerochse (ausgestorben seit 1627), der Riesenalk (ausgestorben seit 1844), der Höhlenlöwe (ausgestorben seit 2.000 Jahren), der Tasmanische Tiger (ausgestorben seit 1936) der Irische Elch (ausgestorben seit 7.700 Jahren), der Carolina-Sittich (ausgestorben seit 1918), weißhäutige Menschen (projektiertes Aussterben: 2200)

Statt sie zu verdammen und/oder darauf zu warten, daß sie implodiert, wäre es daher vielleicht ein effektiverer, pro-aktiverer Ansatz, die Konsumkultur anzunehmen und den Feind von innen heraus auszugreifen, indem wir uns das Arsenal der Konsumkultur aneignen und es im Dienste unserer kollektiven Interessen und der Selbsterhaltung einsetzen. Es ist notwendig, dies effektiv zu tun, um es unserer Seite zu ermöglichen, die Schaffung und Entwicklung einer alternativen kulturellen, wirtschaftlichen, institutionellen, medialen und politischen Infrastruktur angemessen zu finanzieren, durch die wir unseren Leuten materielle Vorteile bieten können. Da wir jedoch gegenwärtig zahlen- und waffenmäßig unterlegen sind, könnte Guerillaökonomie die einzige realistische Option sein.

Sie machen sie nicht mehr so wie früher

Geoffrey Miller hat darauf hingewiesen, daß die Konsumwirtschaft sich seit den 1950ern auf ein Modell ständiger Innovation und eingebauten Veraltens gegründet hat. Dies deshalb, weil die Massenproduktion technisch komplexer Güter von niedriger Qualität, die die Menschen häufig ersetzen oder aufwerten müssen (oder zu müssen glauben), nicht nur einen stetigen Strom von Gewinnen garantiert, sondern auch weit profitabler ist als die Herstellung hochwertiger Güter, die dauerhaft sind und unbegrenzt gewartet und repariert werden können. Für jemanden, der Qualität, Dauerhaftigkeit und Künstlerisches schätzt, ist dies eine Quelle der Frustration, weil es bedeutet, daß es, nachdem das existierende Modell bis zu seinem logischen Extrem verfolgt wird und die Firmen im Wettlauf gegeneinander sind, um neue Abkürzungen zu finden und die billigsten Arbeitskräfte und Materialien zu finden, immer schwieriger wird, hochwertige Produkte zu finden, die neu sind. Wenn man heutzutage hohe Qualität will, muß man entweder Antiquitäten aus der Zeit vor den 1950ern kaufen oder exorbitante Summen für strapazierfähige industrielle oder militärische Ausrüstung ausgeben.

Schreibmaschinen: Die mächtige Underwood 5 und ihr modernes Gegenstück aus Plastik von Brother. Eine Underwood aus den 1920ern funktioniert immer noch. Wird das auch die Brother im Jahr 2090 tun?

Die Klage: „Sie machen sie nicht mehr so wie früher“ läßt darauf schließen, daß es über unsere Anhängerschaft hinaus einen Wunsch nach einem alternativen Ansatz gibt. Ich sage „Ansatz“ ohne hinzuzufügen „an dieser Front“, weil ich ein gegebenes Wirtschaftsmodell als den phänotypischen Ausdruck eines zugrunde liegenden Genotyps sehe, der seinerseits einen kompatiblen Ausdruck in den Werten und kognitiven Strukturen findet, die die verschiedenen Aspekte der Gesellschaft, Kultur, Politik und demographischen Ströme zu einem gegebenen Punkt in Raum und Zeit formen. Daher ist eine Kultur des Wergwerfkonsumismus organisch verbunden mit niedrigen Löhnen und nichtweißen Arbeitskräften (die benötigt werden, um billige Konsumgüter herzustellen), die mit betrügerischen „grünen“ Steuern verbunden sind (die – angeblich – benötigt werden, um die Abfälle zu bekämpfen), die mit der Political Correctness verbunden sind (welche nötig ist, um die nichtweißen Arbeiter zu schützen), was mit pro-egalitärem akademischen Schwindel verbunden ist (um die Political Correctness zu rechtfertigen), welcher mit einer aufgeblähten Regierung verbunden ist (die nötig ist, um Konformität mit der Political Correctness sicherzustellen), welche mit räuberischer Besteuerung verbunden ist (um die aufgeblähte Regierung zu finanzieren) und so weiter.

Was sollte unser Ansatz sein?

Ich schlage vor, daß wir uns eine Nische schaffen und einen Markt für uns selbst entwickeln, indem wir Werte und Qualitäten betonen, die das gegenwärtige System ablehnt und nicht leicht nachahmen könnte, ohne sich selbst zu zerlegen oder zu diskreditieren – in anderen Worten, indem wir es an seiner schwächsten Stelle angreifen. Wo das System gigantische Konzerne, gesichtslose Standardisierung, niedrige Qualität, niedrige Löhne, niedrige ästhetische Werte, schnelles Veralten, Oberflächlichkeit, Wurzellosigkeit und kulturelle Leere bietet, könnten wir kleine Unternehmen, unverwechselbare Handwerkskunst, hohe Qualität, hohe Löhne, Kunstfertigkeit, Dauerhaftigkeit, emotionale Tiefe, historische Tradition und kulturellen Reichtum bieten.

Biscuits von Huntley and Palmers, damals und heute. Lipton Tea, damals und heute. Die Kunstfertigkeit, kulturelle Referenzen und dauerhaften Materialien von seinerzeit haben schneller und billiger Herstellung Platz gemacht.

Spezifisch könnten jene unter unserer Anhängerschaft, die eine gute Idee und Unternehmergeist haben, Unternehmen gründen und wachsen lassen, die auf diesen Prinzipien beruhen. Sie könnten Güter und Dienstleistungen anbieten, die für die spezifischen Bedürfnisse unserer Leute entworfen sind. Und sie könnten darauf achten, daß sie, wann immer möglich, mit ähnlichen Unternehmen handeln, während sie an die breitere Öffentlichkeit verkaufen. Indem sie auf höchste Gütestandards Nachdruck legen, auf einen sehr markanten, kulturell resonanten und ästhetisch überlegenen Stil, und die langfristigen Ersparnisse betonen, wenn man einmal einen hochwertigen Artikel kauft anstatt viele Male einen geringwertigen Artikel, könnten solche kleinen Unternehmen sehr ansprechend für Kunden sein, die den schäbigen, hässlichen, unsoliden Wegwerfmüll satt haben, der die Einkaufszentren und Supermärkte überhäuft. Während solche Unternehmen gedeihen und sich ausbreiten, könnten sie mit der Zeit ausreichend Möglichkeiten bieten, unserer Anhängerschaft ein gesundes Maß an wirtschaftlicher Autonomie von einem System zu gewähren, das zur Auslöschung europäischstämmiger Populationen geschaffen wurde. Und während diese wirtschaftliche Autonomie wächst, wären unsere Leute besser in der Lage, selbstbewußte ethnische Lobbyarbeit und Aktivismus, kongeniale Rechtsvertretung, nicht feindselige Bildungsprogramme und spitzenmäßige alternative Medien zu finanzieren. Der jüdische Erfolg an diesen Fronten seit dem 19.Jahrhundert, trotz verbreiteten Antisemitismus‘ während eines großen Teils dieses Zeitraums, hat gezeigt, daß dies technisch möglich ist.

Tatsächlich schlug Kevin MacDonald, als er 2004 den Jack-London-Literaturpreis erhielt, in seiner Dankesrede vor, daß wir vom jüdischen Erfolg lernen.

Es wird Leute geben, die sich um politisch korrekte Gesetze Sorgen machen, die zur Verhinderung solcher Anstrengungen konstruiert wurden. Aber ich kehre zu einem Thema zurück, das eine Anzahl meiner Artikel durchzogen hat: Beispiele, und in der Tat Samenkörner für eine parallele Anti-Establishment-Ökonomie existieren bereits in Gestalt einer Gruppe miteinander verwandter, pro-europäischer Musikszenen: Black Metal, Neo-Folk und Martial Industrial. Diese Szenen sind relativ isoliert von der Political Correctness, weil niemand, der politkorrekt ist, jemals an dieser Musik interessiert wäre oder auch nur davon gehört haben wird. Natürlich werden T-Shirts und CDs immer noch von Herstellern innerhalb der allgemeinen Wirtschaft produziert, aber auch dies ändert sich nach und nach, denn nachdem diese Szenen gewachsen sind und Schwung gewonnen haben, sind Plattenlabels in die Arenen der Herstellung, des Drucks und Vertriebs eingestiegen.

Ein größeres Maß an wirtschaftlicher Autonomie könnte in anderen Bereichen der Wirtschaft möglich sein, zum Beispiel bei Nahrungsproduktion oder Textilien. Am Guerillaende der Skala könnten einige von uns zum Beispiel ihr eigenes Obst anbauen, Marmelade erzeugen und auf Dorfmärkten verkaufen, zusammen mit einem kulturell resonanten Markennamen und markanten, künstlerisch hochwertigem Etikett, inspiriert von viktorianischer, mittelalterlicher oder Westernästhetik. Jeder bevorzugt natürliche, selbstgemachte Nahrungsmittel gegenüber Fabrikmüll voller Chemie, sodaß selbst solch ein Hüttenunternehmen schnell einen verläßlichen Markt finden und expandieren könnte, ausreichend Energie, Intelligenz, Expertise und Entschlossenheit vorausgesetzt. Weit hergeholt? Erinnern wir uns daran, daß Tesco, der britische Supermarktriese, der gegenwärtig mehr als zwei Milliarden Pfund an jährlichem Gewinn einstreift, mit Jack Cohen begann, der im Londoner East End hinter einem Markstand überschüssige Lebensmittel verkaufte. Marks and Spencer begannen ebenfalls als einzelner Marktstand.

Ihr braucht nicht in die Antarktis zu gehen

Die linke Dystopie, die ich in „Mister“ präsentiere, ist sicherlich keine ausgemachte Sache. Unser feindseliges Establishment normalisiert sich, indem es gegenwärtige Trends als modern, vernünftig und unvermeidlich präsentiert, aber dies ist einfach ein Versuch, seine kulturelle Hegemonie aufrecht zu erhalten. In „Mister“ stelle ich mir vor, daß die globale Erwärmung die Antarktis etwas weniger kalt macht, und daß ihre Küsten- und Randgebiete zum neuen Alten Westen werden, wo weiße Auswanderer, dem Beispiel ihrer Vorgänger im Amerika des 17., 18. und 19. Jahrhunderts folgend, sich neu ansiedelten, um dem Kollaps der europäischen Zivilisation zu entkommen.

Eine detailliertere Erkundung dieses Szenarios – eine Ausgestaltung der Legende von den Nazi-UFOs – ist das Thema meines nächsten Romans, der gegenwärtig in Arbeit ist. Aber die jüdische Erfahrung weist darauf hin, daß wir nicht in die Antarktis auswandern müssen, um eine alternative Gesellschaft zu errichten: wir können dies hier und jetzt tun, aus unserer gegenwärtigen Gesellschaft heraus, und die moralische Unabhängigkeit gewöhnlicher weißer Bürger ermöglichen, indem wir eine wirtschaftliche Autonomie herstellen, und dann unseren eigenen Marsch durch die Institutionen starten. Dies könnte sich als wirksamer und sicherlich viel befriedigenderer und angenehmerer Weg herausstellen, um mit dem respektablen Konservativen und dem utopischen Linken gleichermaßen fertigzuwerden. Aber wenn sich das als machbarer Ansatz herausstellen soll, dann muß daran erinnert werden, daß die gegenwärtigen demographischen Trends in den traditionellen Heimatländern der Weißen einen endlichen Zeithorizont festgesetzt haben. Sollte eine effektive wirtschaftliche Gegenoffensive zu lange brauchen, um den nötigen Schwung zu gewinnen; sollte es dem Establishment gelingen, seine Glaubwürdigkeit lange genug zu behalten, bis wir eine winzige entrechtete Minderheit geworden sind, dann wird nichts Geringeres als Vril-betriebene UFOs uns noch retten können.

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Siehe auch:

Wie das Internet der Dinge das Eigentum beseitigt von Adam Rowe

Gewollter Murks (Buchrezension zu „Geplanter Verschleiß“)

Warum ich seit Jahren und überhaupt all diese antifaschwuljüdischmuslimischsozialistischökologischen Zecken-Lobbies hasse! von Kewil

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