Das wahre schwarze Schaf

Musterneger

Von Kathy Shaidle. Original: The Real Black Sheep, veröffentlicht am 26. August 2014 in Taki’s Magazine.
Übersetzung: Lucifex

In einem Interview von letzter Woche mit Taleeb Starkes stellte der Podcaster Adam Carolla dem Autor von The Un-Civil War: Blacks vs. Niggers: Confronting the Subculture Within the African-American Community eine Kernfrage:

Wenn Starkes, ein Schwarzer, einen Zauberstab schwingen und eine Sache an seiner „community“ ändern könnte, was wäre das?

Ich vermutete, er würde Gewalt, Bildung oder Familienstruktur wählen. Stattdessen sagte Starkes zu meiner Überraschung, dass er die ätzende kulturelle Konformität seiner Rasse abschaffen würde. Für Starkes stammen jene anderen, breiter diskutierten Probleme zum Großteil aus der erstickenden selbstauferlegten Schema-F-Kultur der Schwarzen:

Es gibt keine Vielfalt in der schwarzen Community. Es steckt sehr in unserer DNS, nur so zu sein, und wenn man nicht so ist, dann ist man nicht (Anführungszeichen) „schwarz“. Und ich würde dort anfangen, denn eine Menge dieser Kids sind so urbanisiert, dass man schief angesehen wird, wenn man mit irgend etwas Neuem oder etwas anderem außer Sport und Hip hop, diesen beiden Dingen hauptsächlich, daherkommt, und das ist es, was ich ändern würde. Was ich gern tun würde, ist, diese Kids rauszuholen, sie andere Dinge sehen lassen. Außerhalb der Stadt. Noch einmal, sie sind so urbanisiert, es ist seltsam. … Es hat für mich als Jungen funktioniert. Ich durfte andere Dinge sehen: Bäume, andere Orte, es funktionierte für mich.

Das Wort „urban“ wurde irgendwann in den 1980ern mühelos zum neuen „black“. Wenn es wirklich nur ein von Whitey erfundenes euphemistisches Codewort ist, dann erklärt das nicht, warum die Schwarzen selbst es so bereitwillig angenommen haben.

Wie dieses störende Adjektiv klarmacht, prahlen Schwarze ziemlich mit ihrem Hass auf die Natur. Ihre Komödienroutinen sind mit Gags über ihre Abneigung gegen Camping und Schwimmen gespickt. Vor Tiger Woods (der, erinnern Sie sich, nicht zu 100 % schwarz ist) und Obama (der es auch nicht ist), war Golf – mit all dem Gras und der Scheiße – nichts weiter als eine Pointe gegen Richard Pryor.

Erweitern Sie nun diese Amish-artige Orthodoxie auf jeden Aspekt des Lebens – Bildung, Sex, Elternschaft, Musik, Essen, Kleidung, Arbeit, Kriminalität – und Sie bekommen ein Bild von einer afroamerikanischen Kultur, die ironischerweise auf erstickendere Weise konformistisch ist, als es das weiße Amerika (angeblich) in den „langweiligen/bösen“ „Organization Man/Invasion of the Body Snatchers“-1950ern war.

(In Wirklichkeit ist das ein weiterer, besonders bösartiger Mythos, der von Hippies erfunden wurde, um ihr eigenes Aufkommen zu glorifizieren und ihren Eltern den kollektiven Stinkefinger zu zeigen.)

Die schwarze Feindseligkeit gegenüber Condoleezza Rice und Clarence Thomas hat beinahe so viel mit ihrer Virtuosität am klassischen Piano und mit seiner Leidenschaft für Reisen im Wohnmobil zu tun wie mit dem R nach ihren Namen.

Sehen Sie sich diese berühmte Szene aus Barbershop an, und die hitzige Reaktion, die der alte Barbier erntet, als er über die gängige „urbane“ Weisheit spottet – was er, wie er zugibt, nie „vor Weißen“ tun würde:

„Rodney King hätte man den Arsch versohlen sollen“, „O. J. hat es getan“ und „Scheiß auf Jesse Jackson“.

Ja, es ist Fiktion, aber Barbershop ist auch einer der finanziell erfolgreichsten „schwarzen“ Filme aller Zeiten, was für seine emotionale Richtigkeit spricht.

Die zweiteiligen Untertitel, die Starkes für sein Buch wählte, sind aufschlussreich. Der erste weist auf Chris Rocks notorische Routine „Blacks vs. Niggers“ von 1996 hin – mit deren Vorführung er aufgehört hat, weil sie, nun, dem weißen Publikum ein wenig zu gut gefiel.

Starkes’ miteinander wetteifernde Untertitel scheinen ein Ringen darum anzudeuten, eine der zentralen Ideen in The Un-Civil War angemesssen zusammenzufassen, eine, die um das Wort „Subkultur“ zentriert ist.

Denn für Starkes ist diese allzu vertraute schwarze Subkultur – Hip-hop-Musik und –Kleidung, trotzig ungebildeter Slang und Dialekt, die anscheinende Unfähigkeit, im Kino still zu bleiben oder Parties zu besuchen, ohne Feuerwaffen mitzubringen; die Vaterschaftstests in Maury – überhaupt nicht „sub“. Diese Kultur ist, sagen wir „über“ geworden.

„Die Unterschicht ist nicht das Gesicht der Weißen“, sagte er zu Carolla. „Und wissen Sie, bei Schwarzen ist, es, glaube ich, umgekehrt; die schwarze Unterschicht ist das Gesicht der schwarzen Rasse in Amerika.“

Und nicht wegen „der Medien“ im Besonderen oder „dem weißen Mann“ im Allgemeinen, sondern weil Millionen Schwarze selber – aller Altersstufen und Schichten – die einheitliche „urbane“ Ästhetik angenommen haben (und in gewissem Ausmaß das damit verbundene Ethos).

Es ist ein Zeugnis für die erstickende Konformität der schwarzen Gemeinschaft, daß es Pop-Subkulturen, wie Weiße (und bestimmte Nichtweiße) sie sich vorstellen, nicht gibt.

Bedenken Sie nur: abgesehen von Rastas gibt es keine afroamerikanischen Äquivalente zu den Beatniks und Goths, Mods und Rockers, Skins und Teds, Punks und Neue Romantiker, Hippies und Hipsters oder (Gott helfe uns) Juggalos.

Nicht nur das, sondern sehr wenige Schwarze wagen sich in diese großteils weißen Subkulturen (oder wollen es überhaupt). Wenn sie es tun – wie der jamaikanischstämmige Punk-Pionier Don Letts Ihnen freimütig erzählen wird – werden sie im Allgemeinen von ihren neuen weißen Freunden angenommen und von ihren alten schwarzen gemieden. Um die Subkultur zu zitieren, mit der ich am vertrautesten bin: die Gesamtzahl der bekannten schwarzen Punks passt bequem in, nun, einen 66minütigen Film. (Entstanden unter der Regie eines Halbweißen.)

Stellen Sie sich vor, die große Mehrheit der weißen Amerikaner aller Altersstufen und Schichten würde sich als Teddyboys kleiden, dass buchstäblich die einzige Musik im Radio Rockabilly wäre – und dass dies seit 1958 so gewesen wäre. Und doch passt solch ein absurdes Szenario perfekt zu der gruselig klonartigen afroamerikanischen Kultur von heute. (Oder sollte das „aspik-amerikanisch“ heißen?)

Der fiktionale Dokumentarfilm Fear of a Black Hat ist 20 Jahre alt, aber seine angeblich fiktiven „Rapper“ würden gar nicht so fehl am Platz wirken, wenn sie die Straßen des Toronto oder New York von 2014 entlanggingen. Die Bevölkerung von Pompeii hat wenigstens eine anständige Ausrede.

Falls „Vielfalt“ die Kardinaltugend unserer Zeit ist, wie interessant ist es dann, dass die „urban community“ nicht viel davon aufweist. Falls Starkes recht hat, ist diese Tatsache nicht einfach eine triviale Modemarotte; der schiere Gruppendruck „to keep it real“ und sich nicht „weiß zu verhalten“, ist selbstauferlegte kulturelle Gefangenschaft. Auf dieser Plantage sind die Schwarzen die Sklaventreiber und auch die Sklaven.

* * *

Auch aufschlußreich:

Warum schwimmen Schwarze nicht? von Hunter Wallace.

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