Massendiebstahl – im Namen der Euro-Rettung

Zypern wird nicht verkauft

Schüler halten während einer Parade zum griechischen Unabhängigkeitstag im südlichen Hafen der Stadt Limassol auf Zypern Schilder, einschließlich eines, auf dem auf Griechisch steht: „Wir machen keinen Ausverkauf“.

Ein Kommentar von Nigel Farage, dem Führer der United Kingdom Independence Party (UKIP), der unter dem Titel „Wholesale theft – in the name of saving the euro“ am 26. März 2013 im „Sydney Morning Herald“ erschien:

http://www.smh.com.au/world/wholesale-theft–in-the-name-of-saving-the-euro-20130326-2gr7a.html

Übersetzung: Lucifex

Die waghalsige Politik, die im Zusammenhang mit der zypriotischen Finanzkrise zur Schau gestellt worden ist, macht für alle außer den vorsätzlich Blinden das Ausmaß der politischen Entschlossenheit in Brüssel offenkundig, den Euro um jeden Preis zu retten. Keine Menge empirischer wirtschaftlicher Beweise – oder von Elend für gewöhnliche Leute – zählt, wenn die Träume der Elite des Kontinents bedroht sind.

Nachdem die Franzosen und Niederländer die europäische Verfassung im Jahr 2005 ablehnten, drückte es die damalige europäische Kommissarin für Kommunikation, Margot Wallström, perfekt aus. Sie und die anderen EU-Cheerleader hatten „eine Menge Energie und politisches Kapital“ in das Projekt investiert, erklärte sie, und sie würden es nicht aufgeben. Egal, was das Volk sagte, egal, wie die wirtschaftlichen Realitäten waren.

Fünf Jahre später hat dieser Wahn im Angesicht der brutalen Wirklichkeit in Zypern sein Apogäum erreicht.

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Der EU-Raubzug gegen Zyperns Banken sollte hier die Alarmglocken läuten lassen

Zyprioten treffen Bankenvertreter in Nikosia

Zyprioten treffen Bankenvertreter in der Hauptstadt Nikosia.

Von Leo McKinstry. Original: EU raid on Cyprus banks should ring alarm bells here, erschienen am 18. März 2013 im „Express”.
Übersetzung: Lucifex

Voller Verachtung für den Nationalstaat, besessen von der Ausweitung ihrer Macht, ist die EU eine riesige Zerstörungsmaschine. In ihrem unerbittlichen Drang nach politischer Integration hat sie unsere Demokratie, unsere Unabhängigkeit, unser Justizsystem und unsere Grenzen ruiniert.

Der Schaden, der den Volkswirtschaften Europas durch die EU zugefügt wurde, ist genauso groß gewesen. Brüssel versprach, dass die Schaffung der Einheitswährung ein neues Zeitalter des Wohlstands herbeiführen würde.

Stattdessen hat der Euro einen niemals endenden Alptraum geschaffen.

Während die Schlangen der um Arbeitslosengeld Anstehenden länger werden und die Lebensstandards sinken, geraten die Schulden immer weiter außer Kontrolle. Die Politik wiederholter Rettungspakete seitens der Eurokraten hat das Problem nur verschlimmert und zerrt die gesamte Eurozone noch weiter in Richtung Bankrott.

Jeder Mitgliedsstaat der EU zahlt einen schrecklichen Preis für diese Katastrophe. Aber jetzt ist den auf Zypern lebenden Menschen in einer dramatischen neuen Wendung dieser unheilvollen Saga die willkürliche finanzielle Bestrafung mitgeteilt worden, die sie als direktes Ergebnis des Missmanagements der EU erleiden werden.

Wie so viele andere Nationen in der sklerotischen Eurozone hat Zypern mit exzessiven Schulden und einer sich verschlimmernden Rezession zu kämpfen gehabt, daher ist seine Regierung zur Ausverhandlung eines Rettungspakets von 8,7 Milliarden Pfund [d. Ü.: = ca. 10 Milliarden Euro] mit der EU gezwungen gewesen. Aber mit einer wachsenden Arroganz, entstanden aus ihrer Verachtung für die Demokratie, hat die EU im Gegenzug für diese Unterstützung eine brutale Strafe über Zypern verhängt. Auf Befehl der EU werden alle Sparer auf der Insel, egal wie klein ihre Einlagen sind, eine happige Abgabe an die Regierung zahlen müssen.

Denjenigen mit Ersparnissen von weniger als € 100.000,–, dem Äquivalent von 87.000 Pfund, wird eine Rate von 6,75 Prozent abgepresst werden. Für diejenigen mit mehr als € 100.000,– auf der Bank wird die Rate auf 9,9 Prozent steigen.

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