Benzion Netanjahu: Jüdischer Aktivist und intellektueller Apologet

Das englische Original Benzion Netanyahu: Jewish Activist and intellectual apologist von Kevin MacDonald wurde am 06.05.2012 auf  The Occidental Observer veröffentlicht. Übersetzung durch Sternbald (erstmals veröffentlicht auf „As der Schwerter“).

Benzion Netanjahu, der Vater des gegenwärtigen israelischen Ministerpräsidenten, verstarb im Alter von 102 Jahren. Uri Avnery, ein israelischer Friedensaktivist, beschreibt Netanjahu fils als „vom Holocaust besessenen Phantasten, der den Kontakt zur Realität verloren hat, allen Gojim misstraut und versucht, in die Fußstapfen eines starrsinnigen und extremistischen Vaters zu treten – alles in allem eine gefährliche Person, um eine Nation in einer tatsächlichen Krise zu führen.“ Wie der Vater, so der Sohn.

Benzion Netanjahu war ein prototypischer jüdischer Aktivist, der mit Leichtigkeit zwischen seiner Arbeit als Sekretär des rassistischen Zionisten Wladimir Jabotinski, seiner erfolgreichen Lobbyarbeit für eine prozionistische Gruppe der Republikanischen Partei 1944 (welche bewirkte, dass die Demokraten eine ähnliche Gruppe bildeten) und seiner Arbeit als jüdischer Geschichtswissenschaftler, der jüdische Interessen im akademischen Bereich vorantrieb, wechselte. Sein bekanntestes Buch, The Origins of the Inquisition in 15th-Century Spain (Die Ursprünge der Inquisition im Spanien des 15. Jahrhunderts), erschien 1995 bei Random House.

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Die Kultur der Kritik (8): Schluss – Wohin geht es mit dem Judaismus und dem Westen?

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt vom Verlag libergraphiX (ursprünglich – noch vor Erscheinen der deutschen Buchausgabe – auf „As der Schwerter“ veröffentlicht). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers (die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library [ISBN 0-7596-7222-9]).

Zuvor veröffentlicht:

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Die Kultur der Kritik (2) – Die Boas’sche Schule der Anthropologie und der Niedergang des Darwinismus in den Sozialwissenschaften

Die Kultur der Kritik (3) – Juden und die Linke

Die Kultur der Kritik (4): Die jüdische Beteiligung an der psychoanalytischen Bewegung

Die Kultur der Kritik (5): Die Frankfurter Schule für Sozialforschung und die Pathologisierung nichtjüdischer Gruppenloyalitäten

Die Kultur der Kritik (6): Die jüdische Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Eine Reprise

Die Kultur der Kritik (7): Jüdische Mitwirkung an der Gestaltung der amerikanischen Einwanderungspolitik

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Eine Schlussfolgerung dieses Bandes ist, dass die Juden eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung hochgradig einflussreicher intellektueller und politischer Bewegungen spielten, die in zeitgenössischen westlichen Gesellschaften ihren Interessen dienten. Wie auch immer, diese Bewegungen sind nur ein Teil der Geschichte. Es gab in den westlichen Gesellschaften im Allgemeinen, aber besonders in den Vereinigten Staaten, ein enormes Anwachsen jüdischer Macht und jüdischen Einflusses. Ginsberg (1993) merkt an, dass seit dem Jahre 1960 der jüdische ökonomische Status sowie der kulturelle Einfluss in den Vereinigten Staaten dramatisch angestiegen ist. Shapiro (1992, 116) zeigt, dass Juden zumindest mit dem Faktor neun auf Wohlstands-Indizes überrepräsentiert sind, doch dies gilt als konservative Schätzung, weil viel jüdischer Reichtum in Immobilien steckt, was schwer zu veranlagen und leicht zu verstecken ist. Während sie nur annähernd 2,4 Prozent der Bevölkerung der Vereinigten Staaten ausmachen, repräsentieren Juden die Hälfte der oberen einhundert Geschäftsführer der Wall-Street und rund 40 Prozent der College-Zulassungen der Ivy League. Lipset und Raab (1995) merken an, dass Juden zwischen einem Viertel und einem Drittel aller politischen Zuwendungen in den Vereinigten Staaten spenden, darunter die Hälfte der Spenden für die Demokratische Partei sowie ein Viertel der Spenden für die Republikaner.

Die allgemeine Botschaft von Goldbergs (1996) Buch Jewish Power: Inside the American Jewish Establishment ist, dass der amerikanische Judaismus gut organisiert und freigiebig finanziert ist. Er verschaffte sich ein großes Maß an Macht und war erfolgreich bei der Durchsetzung seiner Interessen. Es besteht ein hohes Maß an Konsens in einem großen Teil der jüdischen Angelegenheiten, insbesondere auf dem Gebiet der Israel-Politik und der Wohlfahrt anderer ausländischer jüdischer Enklaven, der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik, der Trennung von Kirche und Staat, dem Recht auf Schwangerschaftsabbruch sowie der Bürgerrechte (siehe Kapitel 1). Tatsächlich ist die Übereinstimmung in diesen Fragen zwischen jüdischen Aktivistenorganisationen und den hier besprochenen, jüdischen intellektuellen Bewegungen, trotz des hohen Maßes an fehlender Übereinstimmung in Bezug auf andere Angelegenheiten, bemerkenswert. Die massiven Veränderungen in der öffentlichen Politik bezüglich dieser Fragen, die mit der kulturellen Gegenrevolution in den Sechziger Jahren begannen, fallen mit der Periode ansteigender jüdischer Macht und steigenden Einflusses in den Vereinigten Staaten zusammen.

Seit den Fünfziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts verfolgen empirische Studien über die ethnische Hierarchie in den Vereinigten Staaten die Veränderungen ethnischer Gruppenressourcen einschließlich der Repräsentation der Elite (beispielsweise Alba & Moore 1982; Lerner, Nagai & Rothman 1996). Diese Studien hoben häufig die Überrepräsentation der protestantischen Weißen in den Unternehmenshierarchien und im Militär hervor, versäumten jedoch Gruppenunterschiede in Engagement und Organisation einzubeziehen. Salter (1998b) verschafft eine theoretisch fundierte Einschätzung des jüdischen Einflusses im Vergleich zu jenem der Afroamerikaner und der nichtjüdischen europäischstämmigen Amerikaner auf Grundlage von Blalocks (1967, 1989) Modell der Gruppenmacht als Funktion der Ressourcen multipliziert mit der Mobilisierung. Juden bieten weit mehr Mobilmachung auf als die anderen ethnischen Bevölkerungsteile (man zögert, nichtjüdische europäischstämmige Amerikaner als „Gruppe“ zu bezeichnen). Während beispielsweise spezifische ethnische Organisationen, welche sich den ethnischen Interessen der nichtjüdischen europäischstämmigen Amerikaner widmen, im Wesentlichen Randgruppen mit dürftiger Finanzierung und geringem Einfluss auf den allgemeinen politischen Prozess sind, merkt Salter an, dass das America-Israel Public Affairs Committee (AIPAC) von Kongressmitgliedern und professionellen Lobbyisten als zweitmächtigste der 120 mächtigsten Lobbys bewertet wird, wobei in den oberen 25 Rängen keine weitere ethnische Organisation vertreten ist. Des Weiteren ist AIPAC eine der wenigen Lobbys, welche sich in beträchtlichem Maße auf Wahlkampfspenden verlässt, um Bündnispartner zu gewinnen. Wie oben angesprochen, tragen die Juden zwischen einem Drittel und der Hälfte aller Wahlkampfgelder bei Wahlen auf Bundesebene bei, wobei die Spenden vom  „Thema Israel und der weiteren jüdischen Agenda“ (Goldberg 1996, 275) motiviert werden. Juden sind somit in Bezug auf Wahlkampfspenden auf der Grundlage ihres Bevölkerungsanteils mit dem Faktor 13 überrepräsentiert, unter Berücksichtigung ihres höheren Durchschnittseinkommens beträgt der Faktor annähernd 6,5. In Bezug auf Auslandsspenden ist die jüdische Führung sogar noch größer. Beispielsweise gaben jüdische Amerikaner in den Zwanziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts, vor der Explosion jüdischer Spenden an Israel nach dem Zweiten Weltkrieg, 24 mal mehr pro Kopf für die Hilfe ausländischer Juden aus als irisch-stämmige Amerikaner als Hilfe für Irland in seinem Kampf um die Unabhängigkeit von Großbritannien. Dies war jedoch der Höhepunkt der ethnischen irischen Philanthropie (Carroll 1978). Die Disparität hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg sehr vergrößert. Salter geht in einer vorläufigen konservativen Schätzung auf der Grundlage des Vergleichs von Pro-Kopf-Spenden für nicht-religiöse ethnische Angelegenheiten von einer viermal größeren ethnisch jüdischen Mobilisierung aus, als bei jener weißer Nichtjuden.

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Die Kultur der Kritik (3) – Juden und die Linke

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers und die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library (ISBN 0-7596-7222-9). Ich erhebe keinen Anspruch auf eine wie auch immer geartete Vergütung für die Verwendung dieser Übersetzung durch den Verfasser, Professor Kevin MacDonald, für eine Veröffentlichung in Buchform oder in irgendeiner sonstigen Weise.

(I will not claim any reward whatsoever from the author, Professor Kevin MacDonald, should he publish this translation in printed or any other form)

Zuvor veröffentlicht:

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Die Kultur der Kritik (2) – Die Boas’sche Schule der Anthropologie und der Niedergang des Darwinismus in den Sozialwissenschaften

Juden und die Linke

Ich konnte nie verstehen, was das Judentum mit dem Marxismus zu tun hatte, und warum die Infragestellung des Letzteren gleichbedeutend damit sei, illoyal gegenüber dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs zu sein. (Ralph de Toledano [1996, S. 50] in Diskussion seiner Erfahrungen mit osteuropäischen jüdischen Intellektuellen)

Der Sozialismus war für viele eingewanderte Juden nicht bloß Politik oder eine Idee, er war eine umfassende Kultur, ein Stil der Wahrnehmung und des Urteilens, durch den sie ihr Leben zu strukturieren hatten. (Irving Howe 1982, S. 9)

Die Verbindung zwischen Juden und der politischen Linken ist ab dem neunzehnten Jahrhundert weithin bemerkt und kommentiert worden. „Was immer ihre Situation sein mag… in fast jedem Land, über das wir Informationen haben, spielte ein Segment der jüdischen Gemeinschaft eine sehr entscheidende Rolle in den Bewegungen, die dazu bestimmt waren, die existierende Ordnung zu untergraben“ (Rothman & Lichter 1982, S. 110).

Zumindest oberflächlich betrachtet kann die jüdische Beteiligung an radikalen politischen Aktivitäten überraschend erscheinen. Der Marxismus, zumindest wie von Marx vorgestellt, ist das genaue Gegenteil des Judaismus. Der Marxismus ist ein Musterbeispiel einer universalistischen Ideologie, in der ethnische und nationalistische Barrieren innerhalb der Gesellschaft, ja sogar zwischen Gesellschaften im Interesse der gesellschaftlichen Harmonie und eines Gefühls gemeinsamen Interesses schlußendlich beseitigt werden. Zudem ist Marx selbst, obwohl von zwei ethnisch jüdischen Eltern geboren, von vielen als Antisemit gesehen worden.71 Seine Kritik am Judentum (Zur Judenfrage [Marx 1843/1975]) konzipierte das Judentum als grundsätzlich mit egoistischem Streben nach Geld befaßt; es hatte die Weltherrschaft erlangt, indem es sowohl den Menschen als auch die Natur zu verkäuflichen Objekten gemacht hatte. Marx sah das Judentum als abstraktes Prinzip menschlicher Habgier, das in der kommunistischen Gesellschaft der Zukunft ein Ende finden würde. Jedoch argumentierte Marx gegen die Idee, daß Juden ihr Judesein aufgeben müßten, um deutsche Bürger zu sein, und er stellte sich vor, daß der Judaismus, befreit vom Prinzip der Habgier, in der umgeformten Gesellschaft nach der Revolution zu existieren aufhören würde (Katz 1986, S. 113).

Was immer Marx’ Ansichten zu dem Thema waren, eine entscheidende Frage wird im Nachfolgenden sein, ob die Akzeptanz radikaler universalistischer Ideologien und die Teilnahme an radikalen, universalistischen Bewegungen mit der Identifikation als Jude vereinbar sind. Entfernt einen die Annahme einer solchen Ideologie im Grunde aus der jüdischen Gemeinschaft und ihrem traditionellen Bekenntnis zu Separatismus und jüdischem Volkstum? Oder, um diese Frage im Sinne meiner Sichtweise umzuformulieren, könnte das Verfechten radikaler, universalistischer Ideologien und Handlungen mit der fortgesetzten Teilnahme am Judaismus als gruppenevolutionärer Strategie vereinbar sein?

Man beachte, daß diese Frage sich von der Frage unterscheidet, ob Juden als Gruppe zutreffend als Befürworter radikaler politischer Lösungen für nichtjüdische Gesellschaften beschrieben werden können. Es wird nicht behauptet, daß der Judaismus eine einheitliche Bewegung darstellt oder daß alle Segmente der jüdischen Gemeinschaft dieselben Überzeugungen oder Einstellungen gegenüber der nichtjüdischen Gemeinschaft haben (siehe Kap. 1). Juden können ein vorherrschendes oder notwendiges Element in radikalen politischen Bewegungen ausmachen, und Identifikation als Jude kann sehr gut mit der Beteiligung an radikalen politischen Bewegungen vereinbar sein oder diese sogar begünstigen, ohne daß die meisten Juden an diesen Bewegungen beteiligt sind und selbst wenn Juden innerhalb der Bewegung eine zahlenmäßige Minderheit sind.

RADIKALISMUS UND IDENTIFIKATION ALS JUDE

Die Hypothese, daß jüdischer Radikalismus mit dem Judaismus als gruppenevolutionäre Strategie vereinbar ist, bedeutet, daß radikale Juden sich weiterhin als Juden identifizieren. Es gibt wenig Zweifel daran, daß die große Mehrheit der Juden, die sich ab dem neunzehnten Jahrhundert für linke Anliegen einsetzten, sich stark als Juden identifizierten und keinen Konflikt zwischen Judaismus und Radikalismus sahen (Marcus 1983, S. 280ff; Levin 1977, S. 65, 1988, I, S. 4 – 5; Mishkinsky 1968, S. 290, S. 291; Rothman & Lichter 1982, S. 92 – 93; Sorin 1985 an verschiedenen Stellen). Tatsächlich waren die größten jüdischen radikalen Bewegungen sowohl in Rußland als auch in Polen die Jüdischen Bünde, die ausschließlich jüdische Mitglieder und ein sehr eindeutiges Programm der Verfolgung spezifisch jüdischer Interessen hatten. Das Proletariertum des polnischen Bundes war in Wirklichkeit Teil eines Versuchs, ihre Nationalität als Juden zu bewahren (Marcus 1983, S. 282). Die Brüderlichkeit mit der nichtjüdischen Arbeiterklasse sollte ihre spezifisch jüdischen Ziele fördern, und eine ähnliche Aussage kann über den russischen Jüdischen Bund gemacht werden (Liebman 1979, S. 111ff). Nachdem die Bünde bei weitem die Mehrheit der jüdischen radikalen Bewegung in diesen Gebieten stellten, identifizierte sich die große Mehrheit der Juden, die sich an radikalen Bewegungen dieser Zeit beteiligten, stark als Juden.

Außerdem scheinen viele jüdische Mitglieder der Kommunistischen Partei der Sowjetunion darauf aus gewesen zu sein, eine Form von säkularem Judentum zu begründen, anstatt das Weiterbestehen der Juden als Gruppe zu beenden. Die postrevolutionäre Sowjetregierung und die jüdischen sozialistischen Bewegungen rangen mit der Frage der Bewahrung der nationalen Identität (Levin 1988; Pinkus 1988). Trotz einer offiziellen Ideologie, in der Nationalismus und ethnischer Separatismus als reaktionär gesehen wurden, war die Sowjetregierung dazu gezwungen, sich mit der Realität sehr starker ethnischer und nationaler Identifikation in der Sowjetunion auseinanderzusetzen. Als Folge davon wurde eine jüdische Sektion der Kommunistischen Partei (Evsektsiya) geschaffen. Diese Sektion „kämpfte hart gegen die zionistisch-sozialistischen Parteien, gegen demokratische jüdische Gemeinschaften, gegen den jüdischen Glauben und gegen die hebräische Kultur. Sie hatte jedoch Erfolg bei der Formung einer säkularen Lebensart, die auf Jiddisch als anerkannter Sprache der jüdischen Volksgruppe beruhte, im Kampf um das nationale Überleben der Juden in den 1920ern und bei der Verlangsamung des Assimilationsprozesses der Sowjetisierung der jüdischen Sprache und Kultur in den 1930ern“ (Pinkus 1988, S. 62).72

Das Ergebnis dieser Anstrengungen war die Entwicklung einer staatlich geförderten, separatistischen jiddischen Subkultur, einschließlich jiddischer Schulen und sogar jiddischer Sowjets. Diese separatistische Kultur wurde sehr aggressiv von der Evsektsiya gefördert. Widerstrebende jüdische Eltern wurden „durch Terror“ gezwungen, ihre Kinder in diese kulturell separatistischen Schulen zu schicken statt in Schulen, wo die Kinder ihren Stoff nicht noch einmal auf Russisch zu lernen hätten brauchen, um Aufnahmsprüfungen zu bestehen (Gitelman 1991, S. 12). Die Themen der prominenten und offiziell geehrten sowjetjüdischen Schriftsteller in den 1930ern weisen auch auf die Wichtigkeit der ethnischen Identität hin: „Der Tenor ihrer Prosa, Gedichte und Dramen lief auf eine Idee hinaus – die Beschränkung ihrer Rechte unter dem Zarismus und das Aufblühen der einst unterdrückten Juden unter den Sonne der Verfassung von Lenin und Stalin“ (Vaksberg 1994, S. 115).

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Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers und die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library (ISBN 0-7596-7222-9). Ich erhebe keinen Anspruch auf eine wie auch immer geartete Vergütung für die Verwendung dieser Übersetzung durch den Verfasser, Professor Kevin MacDonald, für eine Veröffentlichung in Buchform oder in irgendeiner sonstigen Weise.

(I will not claim any reward whatsoever from the author, Professor Kevin MacDonald, should he publish this translation in printed or any other form)

Zuvor veröffentlicht:

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

 

Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

1500 Jahre lang war die jüdische Gesellschaft dazu bestimmt, Intellektuelle hervorzubringen… Die jüdische Gesellschaft war darauf ausgerichtet, sie zu unterstützen… Reiche Kaufleute heirateten Töchter von Weisen; … Ganz plötzlich begann diese alte und hocheffiziente soziale Maschine zur Produktion von Intellektuellen um das Jahr 1800 herum ihren Ausstoß zu verlagern. Statt alle ihre Produkte in den geschlossenen Kreislauf rabbinischer Studien zu füllen, … entließ sie einen bedeutenden und ständig wachsenden Anteil davon ins säkulare Leben. Dies war ein Ereignis von umwerfender Bedeutung in der Weltgeschichte. (A History of the Jews, Paul Johnson 1988, S. 340 – 341)

Ein wichtiges Thema von Separation and Its Discontents (deutsch: Absonderung und ihr Unbehagen; im Folgenden SAID genannt) war die Manipulation von Ideologie im Dienste der Rationalisierung spezifischer Formen des Judentums, der Interpretation der Geschichte und der Bekämpfung des Antisemitismus. Der vorliegende Band ist in vieler Weise eine Erweiterung dieser Phänomene. Jedoch haben die in diesem Band behandelten intellektuellen und politischen Aktivitäten in der breiteren intellektuellen und politischen Welt stattgefunden und sind nicht dazu bestimmt gewesen, spezifische Formen des Judentums zu rationalisieren. Vielmehr können sie im weitesten Sinne als Bestrebungen in Richtung der Kulturkritik charakterisiert werden und zeitweise als Versuche, die breitere Kultur der Gesellschaft in einer Weise zu beeinflussen, die spezifischen jüdischen Interessen entspricht.

Hier wird keine einheitliche jüdische „Verschwörung“ zur Untergrabung der nichtjüdischen Kultur angedeutet, wie in den berüchtigten Protokollen der Weisen von Zion dargestellt. Seit der Aufklärung ist das Judentum niemals eine einheitliche, monolithische Bewegung gewesen, und es hat in diesem Zeitraum unter Juden eindeutig ein großes Maß an Meinungsverschiedenheiten darüber gegeben, wie sie sich selbst schützen und ihre Interessen verwirklichen sollten. Die in diesem Band behandelten Bewegungen (Boas’sche Anthropologie, politischer Radikalismus, Psychoanalyse, die Frankfurter Schule der Sozialforschung und die New Yorker Intellektuellen) wurden von relativ wenigen Individuen vorangetrieben, deren Ansichten der Mehrheit der jüdischen Gemeinschaft vielleicht nicht bekannt waren oder von ihnen nicht verstanden wurden. Das Argument lautet, daß Juden diese intellektuellen Bewegungen dominierten, daß ein starkes Gefühl jüdischer Identität für die große Mehrheit dieser Individuen charakteristisch war und daß diese Intellektuellen in diesen Bewegungen und mit ihrer Teilnahme eine jüdische Agenda verfolgten.

Somit wird nicht angedeutet, daß das Judentum eine einheitliche Bewegung darstellt oder daß alle Segmente der jüdischen Gemeinschaft an diesen Bewegungen teilnahmen. Juden stellen vielleicht ein vorherrschendes oder notwendiges Element in radikalen politischen Bewegungen oder Bewegungen innerhalb der Sozialwissenschaften dar, und Identifikation als Juden mag mit diesen Bewegungen sehr kompatibel sein oder diese sogar begünstigen, ohne daß die meisten Juden an diesen Bewegungen beteiligt wären. Infolgedessen ist die Frage nach den allgemeinen Auswirkungen jüdischer Einflüsse auf die nichtjüdische Kultur unabhängig von der Frage, ob die meisten oder alle Juden die Bewegungen zur Veränderung der nichtjüdischen Kultur unterstützten.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil einerseits Antisemiten oft stillschweigend oder ausdrücklich angenommen haben, daß die jüdische Beteiligung an radikalen politischen Bewegungen Teil einer übergreifenden jüdischen Strategie sei, zu der auch reiche jüdische Kapitalisten gehörten wie auch die jüdische Beteiligung an den Medien, am Universitätswesen und anderen Bereichen des öffentlichen Lebens. Andererseits haben Juden, die den Antisemitismus zu entschärfen versuchten, der daraus entstand, daß Juden in vielen radikalen Bewegungen eine vorherrschende Rolle gespielt haben, oft darauf hingewiesen, daß nur eine Minderheit der Juden darin verwickelt sind und daß Nichtjuden ebenfalls an diesen Bewegungen beteiligt sind. Folglich war zum Beispiel die Standardantwort des American Jewish Committee (im Folgenden AJCommittee genannt) während der 1930er und 1940er auf das Überwiegen von Juden in radikalen politischen Bewegungen die Betonung, daß die meisten Juden keine Radikalen waren. Trotzdem unternahm das AJCommittee während desselben Zeitraums Anstrengungen zur Bekämpfung des Radikalismus in der jüdischen Gemeinschaft (z. B. Cohen 1972).48 Das AJCommittee anerkannte stillschweigend, daß Aussagen, nur eine Minderheit der Juden seien Radikale, tatsächlich wahr gewesen sein mochten, aber irrelevant hinsichtlich dessen waren, ob 1) eine Identifikation als Jude kompatibel mit der Beteiligung an radikalen politischen Bewegungen ist oder diese begünstigt; 2) Juden ein vorherrschendes oder notwendiges Element in radikalen politischen Bewegungen darstellen oder 3) man sich Einflüsse auf die nichtjüdische Kultur, die aus der jüdischen Vorherrschaft in radikalen Bewegungen (oder den anderen in diesem Band betrachteten jüdischen intellektuellen Bewegungen) resultieren, als Konsequenz des Judaismus als gruppenevolutionäre Strategie denken kann.

In ähnlicher Weise impliziert die Tatsache, daß die meisten Juden vor den 1930ern keine Zionisten waren, gewiß nicht, daß eine Identifikation als Jude für den Zionismus irrelevant war, oder daß Juden eigentlich keinen vorherrschenden Einfluß auf den Zionismus darstellten, oder daß der Zionismus keine Auswirkungen auf nichtjüdische Gesellschaften hatte, oder daß nicht manche Nichtjuden zu glühenden Zionisten wurden. Der politische Radikalismus ist eine Wahlmöglichkeit unter vielen gewesen, die Juden in der Welt nach der Aufklärung offenstanden, und hier wird nicht angedeutet, daß das Judentum eine monolithische, einheitliche Gruppe in der Welt nach der Aufklärung darstellt. Daß Juden mit größerer Wahrscheinlichkeit als Nichtjuden radikale politische Alternativen gewählt haben und daß Juden in manchen radikalen politischen Bewegungen einen beherrschenden Einfluß hatten, sind daher Tatsachen, die für das vorliegende Projekt höchst relevant sind.

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Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

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Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers und die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library (ISBN 0-7596-7222-9). Ich erhebe keinen Anspruch auf eine wie auch immer geartete Vergütung für die Verwendung dieser Übersetzung durch den Verfasser, Professor Kevin MacDonald, für eine Veröffentlichung in Buchform oder in irgendeiner sonstigen Weise.

(I will not claim any reward whatsoever from the author, Professor Kevin MacDonald, should he publish this translation in printed or any other form)

Zuvor veröffentlicht: Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

The Culture of Critique (im folgenden CofC genannt) wurde ursprünglich 1998 von Praeger Publishers veröffentlicht, einer Verlagsmarke von Greenwood Publishing Group, Inc. Die These des Buches ist in der Tat schwierig – schwierig nicht nur, weil sie schwierig zu beweisen ist, sondern auch weil sie viele fundamentale Annahmen über unsere zeitgenössische intellektuelle und politische Existenz in Frage stellt.

CofC beschreibt, wie jüdische Intellektuelle während des 20. Jahrhunderts eine Anzahl wichtiger intellektueller und politischer Bewegungen in Gang setzten und förderten. Ich behaupte, daß diese Bewegungen Versuche sind, die westlichen Gesellschaften in einer Weise zu verändern, die den Antisemitismus neutralisiert oder ihm ein Ende setzt und die Aussichten für den Fortbestand der Juden als Gruppe, entweder in offener oder halb-kryptischer Weise, verbessert. Mehrere dieser jüdischen Bewegungen (z. B. die Verschiebung bei der Einwanderungspolitik zugunsten nichteuropäischer Völker) haben versucht, die Macht ihrer vermeintlichen Konkurrenten zu schwächen – der europäischen Völker, die am Anfang des 20. Jahrhunderts eine dominante Position nicht nur in ihren traditionellen Heimatländern in Europa, sondern auch in den Vereinigten Staaten, Kanada und Australien eingenommen hatten. Auf theoretischer Ebene werden diese Bewegungen als das Ergebnis von Interessenkonflikten zwischen Juden und Nichtjuden bei der Interpretation der Kultur und in verschiedenen Fragen der öffentlichen Politik betrachtet. Letztendlich werden diese Bewegungen als Ausdruck einer gruppenevolutionären Strategie der Juden in ihrem Konkurrenzkampf mit Nichtjuden um gesellschaftliche, politische und kulturelle Dominanz betrachtet.

Ich versuche hier, einige typische Kritiken zu beantworten, die gegen CofC vorgebracht worden sind. (Siehe auch meine Webseite: www.csulb.edu/~kmacd). Ich behandle auch Fragen, die von mehreren Büchern aufgeworfen wurden, die seit der Veröffentlichung von CofC erschienen sind.

Es hat Beschwerden gegeben, daß ich das Judentum in monolithischer Weise betrachte. Dies ist definitiv nicht der Fall. Vielmehr ist meine Methodologie bei jeder Bewegung, die ich behandle, folgende gewesen:

1) Einflußreiche, von Juden dominierte Bewegungen zu finden, ohne Implikation, daß alle oder die meisten Juden an diesen Bewegungen beteiligt sind, und ohne Einschränkung der Art dieser Bewegungen. Zum Beispiel streife ich den jüdischen Neokonservatismus, der in mancher Weise eine Abweichung von den anderen Bewegungen ist, die ich bespreche. Im Allgemeinen waren an den meisten dieser Bewegungen relativ wenige Juden beteiligt, und eine erhebliche Zahl von Juden hat nichts von deren Existenz gewußt. Sogar der jüdische Linksradikalismus – sicherlich die verbreitetste und einflußreichste jüdische Subkultur des 20. Jahrhunderts – ist vielleicht die meiste Zeit eine Minderheitsbewegung innerhalb der jüdischen Gemeinschaften in den Vereinigten Staaten und anderen westlichen Gesellschaften gewesen. Infolgedessen kritisiere ich, wenn ich diese Bewegungen kritisiere, nicht notwendigerweise die meisten Juden. Trotzdem waren diese Bewegungen einflußreich, und sie waren jüdisch motiviert.

2) Zu bestimmen, ob die jüdischen Teilnehmer an jenen Bewegungen sich als Juden identifizierten UND ihre Mitwirkung an der Bewegung für eine Förderung jüdischer Interessen hielten. Die Mitwirkung mag unbewußt oder mit Selbsttäuschung verbunden gewesen sein, aber meistens war es recht leicht und unkompliziert, Beweise für diese Thesen zu finden. Wo ich dachte, daß Selbsttäuschung eine Rolle spielte (wie im Fall vieler jüdischer Radikaler), lieferte ich Beweise, daß sie sich in Wirklichkeit als Juden identifizierten und daß sie trotz eines gegenteiligen oberflächlichen Anscheins sehr um jüdische Belange besorgt waren. (Siehe auch Kapitel 1 von CofC.)

3) Zu versuchen, den Einfluß dieser Bewegungen auf die nichtjüdische Gesellschaft zu ermessen. Bedenken Sie, daß der Einfluß einer von Juden dominierten intellektuellen oder politischen Bewegung unabhängig vom Prozentanteil der jüdischen Gemeinschaft ist, der an der Bewegung beteiligt ist oder diese unterstützt.

4) Zu zeigen versuchen, wie Nichtjuden auf diese Bewegungen reagierten – waren sie zum Beispiel eine Quelle des Antisemitismus?

Mehrere der Bewegungen, die ich behandle, sind in den Sozialwissenschaften sehr einflußreich gewesen. Ich behaupte jedoch nicht, daß es keine Juden gibt, die gute Sozialwissenschaft betreiben, und tatsächlich liefere ich eine Liste prominenter jüdischer Sozialwissenschaftler, auf die meiner Meinung nach nicht die oben unter 2) umrissenen Punkte zutreffen (siehe Kapitel 2 von CofC). Falls es Beweise gegeben hätte, daß diese Sozialwissenschaftler sich als Juden identifizierten und bei ihrer sozialwissenschaftlichen Tätigkeit eine jüdische Agenda hatten (was bei den meisten der Aufgelisteten definitiv nicht der Fall war, aber möglicherweise im Fall von Richard Herrnstein zutraf – siehe unten), dann wären sie Kandidaten für die Aufnahme in dieses Buch gewesen. Die Leute, die ich als zu evolutionären/biologischen Perspektiven beitragend anführe, sind tatsächlich ethnische Juden, aber bei den meisten habe ich keine Ahnung, ob sie sich entweder als Juden identifizieren oder bei ihren Forschungsarbeiten eine jüdische Agenda haben, einfach weil in ihrer Arbeit oder anderswo keine Beweise dafür zu finden sind. Falls es Beweise dafür gibt, daß ein prominenter Evolutionsbiologe sich als Jude identifiziert und seine Arbeit in der Soziobiologie oder Evolutionspsychologie als Förderung jüdischer Agenden betrachtet, dann sollte er oder sie als Beispiel für das untersuchte Phänomen in CofC enthalten sein statt einfach als Wissenschaftler, der auf dem Gebiet der Evolutionswissenschaften arbeitet.

Interessanterweise schreibt Alan Ryan (1994, S. 11) im Fall von einem derer, die ich erwähne, Richard J. Herrnstein: „Herrnstein wünscht sich im Grunde die Welt, in der kluge Judenkinder oder deren Äquivalent es schaffen, aus ihrem bescheidenen Hintergrund herauszukommen und schließlich Goldman Sachs oder die physikalische Fakultät von Harvard leiten.“ Dies ist eine Haltung, die, wie ich annehme, für den Neokonservatismus typisch ist, eine jüdische Bewegung, die ich an mehreren Stellen behandle, und es ist etwas von der Art, das, falls es stimmt, nahelegen würde, daß Herrnstein die in The Bell Curve behandelten Themen wirklich jüdische Interessen in einer Weise berührend sah, wie es sein Mit-Autor Charles Murray nicht sah. (Ryan stellt die Weltsichten von Murray und Herrnstein einander gegenüber: „Murray wünscht sich den Mittelwesten, in dem er aufwuchs – eine Welt, in der es den örtlichen Mechaniker keine zwei Cents kümmerte, ob er klüger war als der örtliche Mathelehrer oder nicht.“) In ähnlicher Weise erfüllt die theoretische Physik des 20. Jahrhunderts nicht die Kriterien einer jüdischen intellektuellen Bewegung, eben weil es gute Wissenschaft war und es keine Anzeichen dafür gibt, daß Ethnisches an ihrer Schaffung beteiligt war: Die Identifikation als Jude und das Verfolgen jüdischer Interessen waren nicht wichtig für den Inhalt der Theorien oder für das Verhalten der intellektuellen Bewegung. Und doch sind Juden in den Reihen der theoretischen Physiker stark überrepräsentiert gewesen.

Diese Schlußfolgerung bleibt zutreffend, obwohl Einstein, die Führungsgestalt unter den jüdischen Physikern, ein stark motivierter Zionist war (Fölsing 1997, S. 494 – 505), Assimilation als verachtenswerte Form von „Mimikry“ ablehnte (S. 490), es vorzog, sich unter andere Juden zu mischen, die er als seine „Stammesgefährten“ bezeichnete (S. 489), die für so viele Juden während der 1920er und 1930er typische unkritische Unterstützung des bolschewistischen Regimes in Rußland begrüßte, einschließlich beharrlicher Rechtfertigung der Moskauer Schauprozesse in den 1930ern (S. 644 – 645), und von einem hochgesinnten Pazifismus während des Ersten Weltkrieges, als jüdische Interessen nicht auf dem Spiel standen, zur Befürwortung des Baus von Atombomben wechselte, um Hitler zu besiegen. Von seinem Teenageralter an hatte er eine Abneigung gegen die Deutschen, und in seinem späteren Leben kritisierte er jüdische Kollegen, die zum Christentum übertraten und sich wie Preußen benahmen. Er hatte eine besondere Abneigung gegen Preußen, die die ethnische Elitegruppe in Deutschland waren. Im Alter von 73 auf sein Leben zurückblickend, brachte Einstein seine Volkszugehörigkeit unmißverständlich zum Ausdruck: „Meine Beziehung zum Judentum ist zu meiner stärksten menschlichen Bindung geworden, sobald ich völlige Klarheit über unsere prekäre Position unter den Nationen erlangt hatte“ (in Fölsing 1997, S. 488). Laut Fölsing hatte Einstein diese Klarheit schon in frühen Jahren entwickelt, gestand sie sich aber erst viel später ein, eine Form des Selbstbetrugs: „Als junger Mann mit bourgeois-liberalen Ansichten und einem Glauben an die Aufklärung hatte er sich geweigert, sich seine jüdische Identität einzugestehen“ (in Fölsing 1997, S. 488).

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911 glitzert und funkelt

Von reinigungskraft; der Originalartikel erschien am 20. November 2016 auf Völkermord ist bunt. (Link zu den auf Morgenwacht veröffentlichten Osimandia-Artikeln von Lucifex hinzugefügt)

 

911 glitzert und funkelt

Ist dir bewusst an welchem Tag verkündet wurde, dass Donald Trump Präsident werden wird?

  1. Wem As der Schwerter fremd ist

Ich will den Beginn des Artikels mit alten Zitaten von Osimandia beginnen. Wer Osi noch nicht kennt, kann einige wenige ihrer Artikel auf Morgenwacht finden. Sie ist eine brillante Analystin (im Ruhestand), die für As der Schwerter schrieb. Für den Zweck dieses Artikels reicht es aus sie mit Sherlock Holmes zu verwechseln. Lässt sich erraten, was die Meisterdetektivin-analystin herausgefunden hat?

Literaturverweis: Einige ihrer Artikel und Kommentare lassen sich auch in den Fragmenten des schwertasblog.wordpress.com wiederfinden, die an verschiedenen Stellen noch zu finden sind (z.B. dem israelischen archive.is).

  1. Osimandias Zumutung

Ihren letzten 9/11 Artikel (2014) https://morgenwacht.wordpress.com/2016/09/11/911-wie-weit-kann-manipulation-gehen.html begann Osimandia mit:

In den vergangenen Jahren haben wir jeweils zum Jahrestag eine Zumutung für unterschiedliche Zielgruppen gebracht. … Doch wen haben wir bislang mit unseren Zumutungen sträflich vernachlässigt? Richtig! Unseren eigenen Kreis von Stammlesern! Das ist unverzeihlich und das möchte ich dieses Jahr in Ordnung bringen. Nun könnte man vielleicht annehmen, die Zumutung sei, dass ich den Artikel mit zwei Wochen Verspätung veröffentliche, aber das war’s noch nicht. Das kann ich besser!

Ja, das kann sie gewiss.

Ich möchte dieses Jahr die so genannte No-plane-Theorie vorstellen, …

Da – glaube ich – schummelt Osi. Die Verspätung selbst des Artikels war nicht die Zumutung. Das ist keine Frage. Könnte es sein, dass die Verspätung eine Folge der zuerst beabsichtigten Zumutung war, bzw. deren Ersetzung durch die dann kurzfristig aufgeschriebene No-plane-Theorie? Ich erkenne jedenfalls nicht, warum der geschriebene Artikel eine auf die judaismuskritischen Stammleser zugeschnittene Zumutung sein soll. Die wird viel weniger Probleme No-Plane gehabt haben als PIdioten, Sezessionisten oder Schlafschafe. Charakteristische Ansichten oder Interessen von uns Stammlesern, wurden auch nicht attackiert. Ne, da stimmt irgendetwas nicht. Oder?

In ihrem Artikel „75 Jahre November 911“ vom 10. November 2013 schrieb sie beim Vergleich der Reichskristallnacht am 11.9. und dem WTC-Abriss am 9/11:

Die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden 9/11-Ereignissen liegen auf der Hand: Es gingen Gebäude zu Bruch und kurz darauf begann ein Krieg. Ob es auch noch weitere Gemeinsamkeiten zwischen dem neunten Elften und dem elften Neunten gibt, bleibt abzuwarten, vollkommen ausschließen kann man das nie.

Ich weiß nicht, wie es euch geht aber für mich klingt das nach „ich habe da so eine Vermutung, möchte die aber nicht schreiben.“ (Mir selber kommt langsam der Verdacht, dass 9.11. als Datum besser gewesen wäre als 9/11. Aber das alte Ereignis sollte nicht überlagert und verdrängt werden. Es wird noch gebraucht.)

Weiterlesen im Originalartikel… 

Der Mythos von Khasaria – Teil 2

von Dr. David Duke, erschienen unter dem Titel Rethinking the Khazar Theory! am 23. April 2014 auf DavidDuke.com. Übersetzt von Osimandia, mit einer Anmerkung von Osimandia sowie zwei Forenkommentaren.

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Teil 1 (Vorwort von Osimandia und ausführliche Widerlegung der Khasarentheorie anhand genetischer Studien von David Duke)

Historisch-logische Nachweise

Einer der offensichtlichsten Indikatoren genetischer Verwandtschaft ist das äußere Erscheinungsbild. Europäische Völker ähneln einander grob; afrikanische Völker ähneln einander grob; asiatische Völker ähneln einander grob; australische Aboriginies ähneln einander grob und so weiter.

Eran Elhaik

Eran Elhaik

Es ist ein Charakteristikum genetisch verwandter Personen, sich äußerlich ähnlich zu sehen.

Juden unterscheiden sich in dieser Hinsicht nicht von anderen Menschen. Auch sie weisen eine Ähnlichkeit untereinander auf – deshalb ist es auch oft möglich, jemanden aufgrund seines äußeren Erscheinungsbildes als Juden zu „erkennen“.

Ein gutes Beispiel dafür ist der bereits erwähnte jüdische Genetiker Eran Elhaik, der – obwohl er äußerlich ein jüdisches Stereotyp verkörpert, das überall auf der Welt erkannt wird – versucht zu behaupten, es gäbe keine genetische Verwandtschaft unter Juden.

Die Khasarentheorie besagt, dass die meisten aschkenasischen Juden keine Semiten sondern „zentralasiatische“ Konvertiten zum Judentum seien.

Verfechter der „Khasarentheorie“ sind nicht in der Lage, zu begreifen, was die logische Folgerung aus ihrem Glauben ist – nämlich die, dass der angebliche zentralasiatische Ursprung der „meisten“ aschkenasischen Juden bedeuten würde, dass diese anderen Juden äußerlich nicht ähnlich sehen.

Wie aber jedermann sehen kann, ist das nicht der Fall. Sephardische Juden sind im Durchschnitt etwas dunkler als aschkenasische Juden, aber es existiert ohne jeden Zweifel eine äußerliche Ähnlichkeit, die es ermöglicht, als Juden erkannt zu werden.

Diese beiden Illustrationen zeigen noch dramatischer auf, was gemeint ist: Links die aschkenasische Jüdin Barbara Steisand, New York 1966 - rechts der Führer einer israelistischen Handelsdelegation auf einem Wandgemälde am Grab von Tuthmoses IV aus der 18. Dynastie Ägyptens (1.400 v.Chr)

Diese beiden Illustrationen zeigen noch dramatischer auf, was gemeint ist: Links die aschkenasische Jüdin Barbara Steisand, New York 1966 – rechts der Führer einer israelistischen Handelsdelegation auf einem Wandgemälde am Grab von Tuthmoses IV aus der 18. Dynastie Ägyptens (1.400 v.Chr)

Streisands väterliche Großeltern kamen aus Galizien (Polen/Ukraine) und ihre mütterlichen Großeltern kamen aus Russland – wenn irgendjemand „khasarisch“ nach der entsprechenden Theorie wäre, dann sie. Ungeachtet dessen ähnelt sie dem einzigen Juden, der auf einem ägyptischen Grab von vor 3.400 Jahren abgebildet ist, dem Führer einer jüdischen Handelsdelegation in Ägypten.

Die genetische Kontinuität ist klar – und wenn die Khasarentheorie zutreffen würde, gäbe es keine äußerliche Ähnlichkeit, denn in dem Fall würde ein Meer rassischer Unterschiede zwischen den jeweils jüdischen Erscheinungsbildern liegen.

Links: Der bekannte Bänker von Pompeji, Jucundus, der ca. 20 bis 62 n.Chr. lebte, wurde von dem deutschen Anthropologen Hans F.K. Günther in seinem Buch “Rassische Elemente in der europäischen Geschichte”(Fig, 240a und b, Kapitel VIII) als Jude identifiziert. Daneben der aschkenasische Jude Abe Foxman von der ADL. Die Ähnlichkeit zwischen Jucundus und Foxman ist klar ersichtlich und dient als weiterer Hinweis auf die physische Kontinuität des jüdischen Typus über die Jahrhunderte hinweg – etwas, das unmöglich wäre, wenn die Khasarentheorie zutreffen würde.

Links: Der bekannte Bänker von Pompeji, Jucundus, der ca. 20 bis 62 n.Chr. lebte, wurde von dem deutschen Anthropologen Hans F.K. Günther in seinem Buch “Rassische Elemente in der europäischen Geschichte”(Fig, 240a und b, Kapitel VIII) als Jude identifiziert. Daneben der aschkenasische Jude Abe Foxman von der ADL. Die Ähnlichkeit zwischen Jucundus und Foxman ist klar ersichtlich und dient als weiterer Hinweis auf die physische Kontinuität des jüdischen Typus über die Jahrhunderte hinweg – etwas, das unmöglich wäre, wenn die Khasarentheorie zutreffen würde.

Zusätzlich zu den genetischen Studien hat es umfangreiche physiologische Vergleiche von jüdischen Überresten aus Begräbnisstätten des antiken Israel und der Physiologie heute lebender Aschkenasen und Sepharden gegeben, die alle übereinstimmend die Ähnlichkeit über die sephardische und aschkenasische Bandbreite hinweg aufzeigen – sowie auch ihre Unterschiedlichkeit zu europäischen Populationen. (mehr …)

Der Mythos von Khasaria – Teil 1

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Von Osimandia, unter Verwendung eines von ihr übersetzten Artikels von Dr. David Duke.

Es ist mir bekannt, dass die korrekte deutsche Schreibweise Chasarien und nicht Khasaria ist. Ich habe mich dennoch dafür entschieden, hier durchgehend die (falsche) anglifizierte Schreibweise zu verwenden, weil sie sich einfach eingebürgert hat und somit diese Abhandlung auch leichter über Suchmaschinen gefunden werden kann, da wohl kaum jemand mit der deutschen Schreibweise danach suchen wird. Darüberhinaus hat es auch meinem Sprachgefühl massiv widerstrebt, die Schreibweise mit C zu verwenden. Dass sich die englische Schreibweise im deutschen Sprachraum eingebürgert hat, legt den Schluss nahe, dass so ziemlich alles, was über Khasaria und Khasaren geschrieben wurde, aus dem englischen Sprachraum zu uns eingewandert ist, obwohl es auch in Deutschland bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts eine große Zahl von Schriften über Juden und ihre Herkunft gab, in denen die so genannte Khasarentheorie aber tatsächlich so gut wie keine Rolle spielt. Offenbar sind nicht einmal die Nationalsozialisten, denen man nun wirklich keinen übertriebenen Philosemitismus unterstellen kann, auf die Idee gekommen, diese Theorie zu verbreiten.

Tatsächlich wurde diese Theorie von Juden in die Welt gesetzt und lange Zeit auch ausschließlich von ihnen verbreitet, bis sie, nachdem der Jude Arthur Koestler 1976 den Bestseller Der dreizehnte Stamm veröffentlicht hatte, auch von Arabern und linken europäischen Antizionisten zur Kenntnis genommen und aufgenommen wurde, von wo aus sie langsam auch in rechte Kreise einwanderte.

Antizionistische Kreise versprechen sich offenbar davon eine Auflösung des Staates Israel – eine Vorstellung, die bestenfalls als kindisch bezeichnet werden kann. Ein bestehender Staat hört nicht dadurch auf zu existieren, dass man seinen Gründungsmythos anzweifelt, und noch nicht einmal dadurch, dass man seinen Gründungsmythos sachlich korrekt widerlegt. Die Gründungsmythen der meisten Staaten dürften historisch nicht ganz korrekt und eben genau das sein, was der Name nahelegt: Mythen und Legenden. Wenn die Palästinenser das Land zwischen Jordan und Mittelmeer haben wollen, werden sie es sich mit Waffengewalt holen müssen. Die Vorstellung, dass die Israelis, die zu allem Überfluss noch nicht einmal mehrheitlich Aschkenasen sind (und damit noch nicht einmal dieser Theorie nach Khasaren), wegen der Khasarentheorie freiwillig und ohne Gegenwehr das Feld räumen würden, ist geradezu idiotisch.

So sah Arthur Koestler selbst auch kein Problem darin, zu verbreiten, dass aschkenasische Juden nicht aus dem Gebiet des heutigen Israel stammen, und gleichzeitig ein glühender Zionist zu sein. Er sagte:

„Ob die Chromosomen seines Volkes nun die Gene der Khasaren oder solche semitischer, romanischer oder spanischer Herkunft enthalten, ist irrelevant und kann nicht das Existenzrecht Israels berühren – und auch nicht die moralische Verpflichtung jedes zivilisierten Menschen, ob Nichtjude oder Jude, dieses Recht zu verteidigen.“

Wer von unseren Lesern sich bislang noch nicht vollkommen klar über den Umfang seiner moralischen Verpflichtungen war – jetzt dürften letzte Zweifel ausgeräumt sein: „Auf zu den Waffen für Israel“ – widrigenfalls man nicht zu den Zivilisierten unter den Menschen gehört. Jüdischer Größenwahn ist ein nie versiegender Quell der Verblüffung. Unweigerlich kommt die Frage auf: Merken sie nicht, wie das auf andere wirkt, oder ist es ihnen egal? (mehr …)

Israel 3.0 auf deutschem Boden?

Inserat in der Online-Ausgabe der „New York Times“ (von mir in ein Hintergrundbild von der ehemaligen Zonengrenze zwischen Hessen und Thüringen eingefügt). Übersetzung: „Jahrhunderte des Antisemitismus lehren uns, daß die Welt einen jüdischen Staat innerhalb sicherer Grenzen braucht. Aber Araber haben nicht 6 Millionen Juden während des Holocaust ermordet. Deutsche taten das. Warum sollten Araber für die Sünden europäischer Christen bezahlen? Deutschland sollte Land für einen jüdischen Staat hergeben.“


Inserat in der Online-Ausgabe der „New York Times“ (von mir in ein Hintergrundbild von der ehemaligen Zonengrenze zwischen Hessen und Thüringen eingefügt).

Übersetzung:
„Jahrhunderte des Antisemitismus lehren uns, daß die Welt einen jüdischen Staat innerhalb sicherer Grenzen braucht. Aber Araber haben nicht 6 Millionen Juden während des Holocaust ermordet. Deutsche taten das. Warum sollten Araber für die Sünden europäischer Christen bezahlen? Deutschland sollte Land für einen jüdischen Staat hergeben.“

Von Deep Roots , ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“

Es ist schon von verschiedenen Seiten – auch von einigen unserer Leser – geargwöhnt worden, daß jüdische Kreise bestrebt sind, sich in dünn besiedelten Gebieten der ehemaligen DDR eine Siedlungslandreserve zu schaffen, um dort eventuell einmal einen separaten Judenstaat zu errichten. Ihr Motiv dafür könnten Bedenken sein, ob Israel auf Dauer als jüdischer Staat zu halten sein wird, wie Peter Stuyvesant sie in Israels Malaise: Vorbereitung auf eine neue Diaspora? beschreibt. Auf „Counter-Currents“ schildert Patrick Le Brun in seiner dreiteiligen Artikelserie Demographics & Jewish Destiny, Part 1, Part 2 und Part 3 die demographische Klemme Israels wegen sich stark vermehrender Araber einerseits und der orthodoxen jüdischen Haredim andererseits, die vom Wehrdienst befreit sind und einen stetig wachsenden Anteil an der jüdischen Bevölkerung Israels ausmachen. Aufgrund dessen, schreibt Patrick Le Brun, werde es in Zukunft einen immer schärfer werdenden Konflikt zwischen Zionisten und dem Diaspora-Judentum um säkulare Juden geben, und er hofft optimistischerweise, daß Israel den Großteil der Juden in der Diaspora an sich ziehen werde.

Es gibt auch Stimmen, die meinen, daß die Prognosen von jüdischer Seite, in einigen Jahrzehnten werde es kein Israel mehr geben, bewußt übertrieben düster gehalten sind, um die Diaspora-Juden zu erschrecken und zu mehr Solidarität mit Israel oder dem Judentum insgesamt zu motivieren. Dies wäre natürlich ebenfalls denkbar, aber neben dem „Rettungsboot“-Motiv gibt es noch ein weiteres für die Gründung eines zweiten jüdischen Staates: den Wunsch säkularer Juden, in einem eigenen Staat zu leben, der aber nicht im Nahen Osten liegt und von arabischen Feinden umgeben ist; einen säkularen Judenstaat, dessen Staatssprache auch nicht Hebräisch ist, sondern Jiddisch. Im Kommentarstrang zu Baron Bodisseys Taking Exception to „Taking Care of Your Own” auf „Gates of Vienna“ hat die Leserin „latté island“, eine in Kalifornien lebende jüdische Bloggerin, eine Menge über genau solche Wunschvorstellungen geschrieben. Diesen Austausch gebe ich hier auszugsweise wieder; zunächst den jeweiligen Kommentar und dann meine Übersetzung. Nachdem sie in Kommentar Nr. 29 etwas Komplexhexerei bezüglich der jüdischen Identität betrieben hat, schreibt latté Island:

latté island, Kommentar Nr. 41:

„the Jews have a home of their own, their ancestral home“

Afonso, this idea that Israel is „the“ rather than „a“ Jewish homeland is starting to be a problem for me. This topic isn’t discussed in polite society, because it could be seen as giving talking points to Israel’s enemies, which isn’t my intention, but I’ve realized that the behavior of Diaspora Jews gives it away anyway.

Why do more Jews live outside of Israel than in Israel? There are many reasons that vary with individuals, but one possible and unmentionable reason is, we don’t want to live there. For me, living in Israel would be a step backward. I think of Israel as a theme park based on the early Zionist fantasy that they could live where our distant ancestors lived. Religious Zionists, of course, are called to live in Israel for religious reasons, and that’s a good reason indeed, but it has no appeal for secular Jews.

So, it seems to me that the concept of Israel as „the“ Jewish homeland sets the bar too high for most Jews. If there were a Jewish state that was secular and not surrounded by enemies, I’d pack my bags right now, and maybe I’d have a lot of company.

The world is going to be very different from what it is now, and Israel may or may not be sustainable. I think it would be okay for everyone to consider the points I’ve raised, because, as the history of Zionism shows, there have always been alternatives, and Israel isn’t the best option for all Jews, just some.

A really sustainable, secular Zionism could dovetail rather neatly with anti-semitism and/or European nationalism. And why is it so bad to say this? Should I resist accommodating people who don’t like me, just to spite them? What if we all want the same thing?

Übersetzung:

die Juden haben eine eigene Heimat, ihre angestammte Heimat

Afonso, diese Idee, daß Israel „das“ statt „ein“ jüdisches Heimatland ist, fängt an, ein Problem für mich zu sein. Dieses Thema wird in der höflichen Gesellschaft nicht diskutiert, weil es so gesehen werden könnte, als würde man Israels Feinden einen Aufhänger liefern, was nicht meine Absicht ist, aber ich habe begriffen, daß das Verhalten der Diaspora-Juden ihn sowieso liefert.

Warum leben mehr Juden außerhalb Israels als in Israel? Es gibt viele Gründe, die von Individuum zu Individuum variieren, aber ein möglicher Grund, der nicht erwähnt werden darf, ist, daß wir dort nicht leben wollen. Für mich wäre es ein Rückschritt, in Israel zu leben. Für mich ist Israel ein Themenpark, der auf der frühen zionistischen Fantasie beruht, daß sie dort leben könnten, wo unsere fernen Vorfahren lebten. Religiöse Zionisten sind natürlich aus religiösen Gründen dazu aufgerufen, in Israel zu leben, und das ist in der Tat ein guter Grund, aber es hat keine Anziehungskraft für säkulare Juden.

Daher erscheint es mir, daß das Konzept von Israel als „das“ jüdische Heimatland die Latte für die meisten Juden zu hoch legt. Wenn es einen jüdischen Staat gäbe, der säkular und nicht von Feinden umgeben wäre, würde ich jetzt gleich meine Sachen packen und hätte vielleicht eine Menge Gesellschaft.

Die Welt wird sehr verschieden sein von dem, was sie jetzt ist, und Israel mag aufrechtzuerhalten sein oder nicht. Ich denke, es wäre für jeden in Ordnung, die Punkte zu bedenken, die ich angesprochen habe, denn wie die Geschichte des Zionismus zeigt, hat es immer Alternativen gegeben, und Israel ist nicht die beste Option für alle Juden, nur für manche.

Ein wirklich zukunftsfähiger Zionismus könnte wirklich nahtlos mit Antisemitismus/europäischem Nationalismus zusammenpassen. Und warum ist es so schlimm, das zu sagen? Sollte ich mich weigern, Leuten entgegenzukommen, die mich nicht mögen, nur um sie zu ärgern? Was, wenn wir alle dasselbe wollen?

Armance, Kommentar Nr. 42:

Religious Zionists, of course, are called to live in Israel for religious reasons, and that’s a good reason indeed, but it has no appeal for secular Jews.“

I guess in a few generations the secular Jews in Europe or the US will be completely absorbed – not because they necessarily want to or because the majority wants to, but practically they will be eaten up by their own liberalism. Only the religious Jews and the state of Israel will survive. Maybe the Zionists like Herzl got it right: it just takes a few generations of peace and tolerance and the Jews will disappear in the background, fully assimilating. Or perhaps more or less consciously this is what the secular Jews want.

Übersetzung:

Religiöse Zionisten sind natürlich aus religiösen Gründen dazu aufgerufen, in Israel zu leben, und das ist in der Tat ein guter Grund, aber es hat keine Anziehungskraft für säkulare Juden.“

Ich schätze, daß die säkularen Juden in Europa oder den Vereinigten Staaten in ein paar Generationen völlig absorbiert sein werden – nicht weil sie das notwendigerweise wollen oder weil die Mehrheit das will, sondern sie werden praktisch von ihrem eigenen Liberalismus aufgefressen werden. Nur die religiösen Juden und der Staat Israel werden überleben. Vielleicht hatten die Zionisten wie Herzl recht: es braucht nur ein paar Generationen des Friedens und der Toleranz, und die Juden werden im Hintergrund verschwinden, sich voll assimilieren. Oder vielleicht ist das mehr oder weniger bewußt das, was die säkularen Juden wollen.

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Die alternative Rechte und die Juden

Von Kevin MacDonald; Original: The Alt Right & the Jews, erschienen am 13. September 2016 auf Counter-Currents Publishing.

Übersetzung: Lucifex

 

Sicherlich das grundsätzlichste Thema der Alternativen Rechten ist, dass es für Weiße völlig legitim ist, sich als Weiße zu identifizieren und ihre Interessen als Weiße zu verfolgen, z. B. Widerstand gegen Versuche zu leisten, weiße Amerikaner zu einer Minderheit zu machen.

Ethnische und rassische Identitäten sind unter allen anderen Gruppen gängig, und trotz beständiger Propaganda aus den Zentren der medialen und akademischen Macht sollten Weiße keine Ausnahme sein. Freiwillig politische und kulturelle Macht abzutreten ist die ultimative Torheit, besonders in einer Atmosphäre der Beschwerden von Nichtweißen und der Feindseligkeit gegen Weiße, ihre Geschichte und ihrer Kultur, die heute so offensichtlich ist.

Ein anderes Thema jedoch, das in der Weltsicht vieler in der Alternativen Rechten von zentraler Bedeutung ist (aber keinesfalls einhellig), ist das Thema der jüdischen Macht und des jüdischen Einflusses. Letztendlich stammt dies aus einem Verständnis der Rolle der Juden in der Enteignung der Weißen, sowohl historisch als auch im zeitgenössischen Westen. Mit nur etwa 2 % der U.S.-Bevölkerung haben Juden nie viel Macht als Folge schierer Zahlen gehabt. Was zählt, ist die jüdische Macht in den Medien, in der akademischen Welt und in der Regierung.

Es muss gleich zu Beginn klargestellt werden, dass die jüdische Gemeinschaft nicht monolithisch ist, und wie nachstehend diskutiert kann es manche Juden geben, die von ganzem Herzen gegen die Enteuropäisierung Amerikas sind. Als offensichtliches Beispiel für den Mangel an Einhelligkeit unter Juden in wichtigen Fragen ist der Neokonservatismus eine jüdische Bewegung, die seit ihrer Gründung von Juden geführt und dominiert worden ist. Die meisten Juden sind keine Neocons, aber der Neokonservatismus hat einen riesigen Einfluss auf die amerikanische Außenpolitik gehabt, erfolgreich die Regierung von George W. Bush beherrscht und für den Irakkrieg geworben. Und lange davor, während der Reagan-Administration, haben Neokonservative eine entscheidende Rolle bei der Vertreibung traditionellerer Konservativer von der Macht in der Republikanischen Partei und bei deren allgemeiner Verschiebung nach links in kritischen Fragen wie die Einwanderung gespielt.

Samuel Francis erzählt vom

Katalog neokonservativer Bemühungen, die Ideen des traditionellen Konservatismus nicht bloß zu debattieren, zu kritisieren und zu widerlegen, sondern auch die Gestalten und Institutionen der Alten Rechten, die sie aufs Korn genommen haben, zu verurteilen, zu verunglimpfen und ihren Karrieren zu schaden. Es gibt zahllose Geschichten davon, wie es Neokonservativen gelungen ist, in konservative Institutionen einzudringen, traditionelle Konservative hinauszudrängen oder zu degradieren und die Positionen und Philosophien solcher Institutionen in neokonservative Richtungen zu verändern. … Autoren wie M. E. Bradford, Joseph Sobran, Pat Buchanan und Russell Kirk und Institutionen wie Chronicles, das Rockford Institute, die Philadelphia Society und das Intercollegiate Studies Institute haben zu den angesehensten und bedeutendsten Namen im amerikanischen Konservatismus gehört. Das Engagement ihrer neokonservativen Feinde, sie aus der Bewegung zu drängen, die sie übernommen haben, und sie als grenzwertige und gefährliche Figuren zu dämonisieren, hat keine legitime Grundlage in der Realität. Es ist ein klarer Beweis für die verborgenen Bestrebungen derjenigen hinter dem Neokonservatismus, den amerikanischen Konservatismus zu beherrschen und zu unterwandern und ihn von seinen ursprünglichen Zielen und Agenden weg und anderen Zielen zuzuwenden. … Was Neokonservative in Wirklichkeit an ihren „Verbündeten“ unter den traditionellen Konservativen nicht mögen, ist einfach die Tatsache, dass die Konservativen überhaupt Konservative sind – dass sie „diese Vorstellung von einer christlichen Zivilisation“ unterstützen, wie Midge Decter es ausdrückte, dass sie gegen Masseneinwanderung sind, dass sie Martin Luther King kritisieren und die rassische Enteignung der weißen Kultur ablehnen, dass sie Joe McCarthy unterstützen oder billigen, dass sie Zweifel oder abweichende Ansichten bezüglich der amerikanischen Außenpolitik im Nahen Osten hegen, dass sie gegen die rücksichtslose Verwicklung in ausländische Kriege und ausländische Wirren sind, und dass sie in Gesellschaft mit den Gründervätern der Vereinigten Staaten das Konzept einer reinen Demokratie und den Glauben ablehnen, dass die Vereinigten Staaten sich zu einer solchen entwickeln sollten.[1]

Das Ergebnis ist, dass die Grand Old Party zur Partei der Handelskammer und der Israel-Lobby geworden ist. Sie sind völlig einverstanden mit massiver nichtweißer Einwanderung, und dies liegt in nicht geringem Maß am neokonservativen Einfluss. Neukonservative sind entschiedene Unterstützer der wohl destruktivsten Kraft gewesen, die im zwanzigsten Jahrhundert mit der Linken verbunden war – der massiven nichteuropäischen Einwanderung. Die Unterstützung für massive nichteuropäische Einwanderung hat das jüdische politische Spektrum während des gesamten zwanzigsten Jahrhunderts bis zur Gegenwart überspannt, und wie unten angemerkt wird, waren jüdische Organisationen und jüdischer Aktivismus für den grundlegenden Wandel der Einwanderungspolitik verantwortlich, der aus dem Einwanderungsgesetz von 1965 resultierte. Ein Hauptmotiv der organisierten jüdischen Gemeinschaft für die Förderung solcher Einwanderung hatte mit einer tief empfundenen Feindseligkeit gegenüber dem Volk und der Kultur zu tun, die für die Einwanderungsbeschränkung von 1924 – 1965 verantwortlich waren – für „diese Vorstellung von einer christlichen Zivilisation“, wie Samuel Francis es charakterisierte. Der Kommentar des Neokonservativen Ben Wattenberg zeigt das emotionale Engagement an, das viele Juden für die ethnische Umwandlung Amerikas haben: „Die Enteuropäisierung Amerikas ist eine herzerfrischende Nachricht von einer beinahe transzendenten Qualität.“

Sogar Daniel Pipes, der als „islamophober“ Kritiker des moslemischen Gemeinschaft bekannt ist, unterstützt Donald Trump wegen dessen Haltung zu einwanderungs- und vielfaltsbezogenen Fragen nicht. Dies erscheint vielleicht überraschend, weil einer von Trumps unverkennbaren Vorschlägen ein Moratorium für moslemische Einwanderung gewesen ist, während Hillary Clinton die Zahl der Flüchtlinge und anderer Einwanderer aus moslemischen Ländern erhöhen will.

In Wirklichkeit sollte es nicht überraschen, dass Pipes gegen Trump ist, angesichts dessen, dass er einen “stubenreinen Islam” in westlichen Ländern befürwortet. Was Neocons wie Pipes wollen, ist eine fortgesetzte Einwanderung von Moslems und die Schaffung moslemischer Gemeinschaften, die nicht den Status quo bezüglich Israel bedrohen. Sie sind recht zufrieden mit dem demographischen Niedergang weißer Populationen, ob in Europa oder in den Vereinigten Staaten.

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