Rassische Zivilreligion

civilreligion

Von Greg Johnson, übersetzt von zippelmütz. Das Original Racial Civil Religion erschien am 2. August 2013 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

Andere Übersetzungen: Estnisch, Französisch, Polnisch, Spanisch.

 

Für meinen Zweck werde ich Religion als gemeinschaftliche Praxis zur Ehrung des Heiligen definieren. Mit dem Heiligen meine ich nicht notwendig einen Gott oder Götter oder irgendwelche übernatürlichen Wesen, ob immanent oder transzendent. Was ich meine ist das höchste Gut in einem Glaubenssystem, für das alle niedrigeren Werte weichen und, in einem Konflikt, geopfert werden müssen.

Man kann entweder ordnungsgemäß den höchsten Wert ehren, oder man kann ihn ignorieren, verunglimpfen, und entweihen. Die Religion ehrt ihn. Aber es ist nicht genug, den höchsten Wert nur in Gedanken zu ehren. Man muß es mit Taten tun. Aber selbst das ist noch nicht Religion. Tatkräftig das höchste Gut individuell zu ehren, heißt, ein rechtschaffenes Leben zu führen. Das höchste Gut kollektiv zu ehren, in Gemeinschaft mit anderen, das ist Religion. Solche kollektiven Ehrungen des höchsten Gutes sind Rituale.

Religion ist in dieser Sichtweise inhärent gemeinschaftlich und inhärent ritualistisch. Aber sie ist nicht inhärent theistisch oder übernatürlich. Eine Gemeinschaft könnte sich selbst – ihre Ursprünge, ihre Existenz, ihr Schicksal – das höchste Gut sein und sich selbst zum Objekt einer Zivilreligion machen, mit gemeinschaftlichen Ritualen des Selbsterinnerns und Selbstverewigens: die Helden und Vorfahren ehrend, die Ehe und das Familienleben heiligend, Erziehung und Erwachsenwerden sakralisierend, feierlich große geschichtliche Ereignisse erinnernd, Feinde dämonisierend, Verräter verdammend, und so weiter.

Ich glaube, daß es ein höchstes Gut für jede Gemeinschaft gibt, das über die Zeit besteht. Denn eine Religion – eine gemeinsame Hierarchie von Werten kombiniert mit einem Mittel, um diese kollektiv zu ehren und zu bewahren – ist die primäre Bewahrerin der Einheit. Eine Gemeinschaft mit vielen höchsten Gütern und Religionen mag in einem historischen Standbild aufscheinen, aber ich meine, wenn man den Film laufen ließe, würde man sehen, daß eine solche Gesellschaft bereits im Auflösungsprozeß ist. Da sind viele Werte und Kräfte, die die Gesellschaft auseinanderziehen. Eine Gesellschaft wird deshalb zugrunde gehen, wenn ihre fortdauernde Einheit nicht wertgeschätzt wird, und wenn dieser Wert nicht in eine tatsächliche kohäsive Kraft umgesetzt wird, indem er kollektiv durch eine Zivilreligion geehrt wird. Bloße äußerliche, gesetzliche Macht reicht dazu nicht, wenn ihre Ziele nicht im Bewußtsein des Volkes als legitim angesehen werden.

Was eine Gemeinschaft erzeugt, braucht nichts mit Religion zu tun zu haben. Eine Gemeinschaft kann einfach aufgrund geographischer Isolation und gemeinsamem Blut, gemeinsamer Sprache, und gemeinsamen Sitten zustande kommen. Aber was die Gemeinschaft als eine solche über die Zeit erhält, hat alles mit Religion zu tun. Es gibt natürlich die tiefsitzenden, völlig naturgemäßen Neigungen, die Seinen zu lieben und Fremden zu mißtrauen. Aber diese allein reichen nicht aus, um eine bestimmte Gemeinschaft zu erhalten.

Gemeinschaften können zugrunde gehen, indem sie sich aufspalten oder indem sie mit anderen verschmelzen. Manchmal teilen sich Gemeinschaften mit gemeinsamen Werten auf, weil sie wegen Mangels in Streit geraten. Manchmal verschmelzen radikal verschiedene Gemeinschaften und Rassen und vermischen sich aus Habgier und Lust. Damit Gemeinschaften zusammenhalten, müssen sie ihrer Einheit einen höheren Wert beimessen als der Familien- und Fraktionenloyalität und individueller Habgier, Lust und Ambition. Solche Prioritäten zu befestigen, ist eine Sache der Religion.

Natürlich kann die Einheit einer Gemeinschaft immer noch bedroht sein, wenn es darüber noch höhere Werte gibt, zum Beispiel universale Brüderlichkeit, kapitalistische Wohlstandsakkumulation, oder kommunistische Wohlstandsverteilung. Deswegen ist der beste Weg, eine Gemeinschaft zu erhalten, sie als den höchsten Wert einzusetzen, d.h. eine Zivilreligion zu errichten.

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