Climatology

Eisbär auf Spitzbergen

Eisbär auf Spitzbergen

Von Deep Roots; das Original  erschien am 22. Dezember 2010 auf „As der Schwerter“.

Als Nachtrag zum Heißluftgeblubber von Cancún bringe ich heute meine eigenen Betrachtungen zur Climatology-Sekte alias „Church of Global Warming“.

Mittlerweile wird es ja schon immer offensichtlicher, wie sehr wir in dieser Sache angelogen und desinformiert werden. Mit umso mehr Dreistigkeit (oder soll ich sagen „Chutzpe“?) versuchen die Klimasektengurus und ihre Schreiberlinge sich über die Aufdeckung ihrer Schummeleien („Climategate“-Affäre) und die Widersprüche zur beobachteten Realität hinwegzulügen.

Besonders frech war da neulich die „Kronen Zeitung“: Zunächst gab es am Kopf einer Seite ein Bild von drei Eisbären auf der grünen Wiese, unter dem zu lesen stand, daß die winterliche Eisbärenbeobachtungssaison für Touristen aufgrund der Klimaerwärmung immer später im Jahr beginne und inzwischen schon um einen Monat verschoben sei.

Auf derselben Seite, gleich unter diesem Bild, folgte dann ein Artikel über das in Schneechaos und Kälte versinkende Europa mit eingeschneiten Flughäfen und Staus auf den Straßen.

Um unbequeme Fragen zu diesen Widersprüchen abzublocken, hat man nun eine neue Stuß-Theorie entwickelt: Wegen der Erderwärmung sollen unsere Winter jetzt kälter werden! Laut einem Team des Potsdamer Instituts für Klimaforschung soll „im Osten der Arktis das Eis infolge der globalen Erwärmung schrumpfen. Dadurch werden dort die unteren Luftschichten aufgeheizt, was wiederum zu einer starken Störung von Luftströmungen führen kann“, erklärt Jens Karg von GLOBAL 2000. Sein Kollege Reinhard Uhrig: „Der Kühlungseffekt für Westeuropa kann laut Klimaforschern dadurch entstehen, daß sehr starke arktische Nordostwinde von der Barents-Kara-See Richtung Südwesten wehen. Dies wird durch eine Änderung der Rotationsrichtung der Luft über der Region bewirkt, wenn die Eisdecke dort verkleinert ist.“

Dazu gibt es eine Grafik, auf der die „arktischen Winde“ im Bogen vom Weißen Meer über Rußland bis Spanien kurven, mit der Behauptung: „Üblicherweise rotiert die Luft genau anders herum.“

Nach dem, was den Wetternachrichten der letzten Zeit zu entnehmen war, rotiert die Luft jedoch nach wie vor „genau anders herum“: vom arktischen Nordatlantik über die britischen Inseln und die Biskaya im Bogen nach Mittel- und Südeuropa. Außerdem: Wenn die „Erderwärmung“ wirklich unsere Winter kälter macht, warum wirkt sich das nicht auf die Gegenden aus, wo die Eisbären leben? Warum soll sich dort der Beginn der Eisbären-Beobachtungssaison verschieben?

Und ihr werdet euch sicher noch an die Meldungen des heurigen Sommers erinnern (als auf der Südhalbkugel Winter war), daß in den Anden ungewöhnlich viel Schnee gefallen ist, und daß Südafrika zur Zeit der Fußball-WM den kältesten Winter seit langem erlebte, wo in den höheren Bergen so viel Schnee fiel wie schon seit vielen Jahren nicht mehr, und wo über 500 Pinguine erfroren sind. Es ist nicht anzunehmen, daß sich die angeblichen Änderungen der Luftströmungen über der Arktis bis in tiefe südliche Breiten auswirken, und da die Antarktis im Gegensatz zur Arktis in viel größerem Ausmaß von Landmassen eingenommen wird, kann es dort keine Entsprechung dieses angeblichen arktischen Klimaphänomens geben.

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Ertrinken im eigenen winzigen Kohlenstoff-Fußabdruck

RM Dean Eisberg

Von Dymphna, plus einem zusätzlichen Absatz aus dem zitierten „Guardian“-Artikel. Original Drowning in Your Own Tiny Carbon Footprint, erschienen am 9. Mai 2009 bei „Gates of Vienna“.  (Dymphna ist die Frau von Baron Bodissey und betreibt mit ihm zusammen den Blog „Gates of Vienna“.)

 

Laut The Guardian:

Wann freut sich ein Grünaktivist darüber, 680.000 Barrels Öl zu sehen?

Es hätte ein CO2-neutrales Abenteuer werden sollen, um die Fantasie von 25.000 Schulkindern zu befeuern.

Raoul Surcouf, 40, ein Landschaftsgärtner aus Jersey, und Richard Spink, 32, ein Physiotherapeut aus Bristol, wollten das umweltverschmutzende Flugzeug vermeiden, das man normalerweise benutzt, um Grönlands Polareiskappe zu erreichen, und setzten Segel auf der Fleur, einer 12 m langen Yacht, die mit Solarzellen und einer Windturbine ausgerüstet war…

Fleur von achtern

Ich liebe den religiösen Glauben der fundamentalistischen Grünis. Er mag vielleicht keine Berge zu versetzen, aber er sorgt sicherlich für einige lustige Momente – zumindest wenn sie ihr Dogma nicht benutzen, um die Weltwirtschaft runterzuziehen.

Also wollten diese zwei Kerle, voller religiösen Eifers, uns anderen zeigen, wie man einen kleineren CO2-Fußabdruck hinterläßt. Und so zuversichtlich waren sie hinsichtlich ihrer Mission, daß ihre Glaubensbrüder im Schulsystem einen Plan ausarbeiteten, um ihren fromm-korrekten und gerechten Pfad online mitzuverfolgen und so ihre Schützlinge zu indoktrinieren:

Die Schulen sollten ihre grüne Expedition online mitverfolgen; wenn das Duo erst die arktischen Einöden auf Skiern durchquert hätte, hofften sie, sich der ersten CO2-neutralen Durchquerung Grönlands rühmen zu können.

Unglücklicherweise hatte die Natur die Bibel nicht gelesen, die diese Leute geschrieben haben. Oder vielleicht war sie ihr egal. Die Natur ist berühmt für ihre Gleichgültigkeit gegenüber menschlichen Glaubensinhalten:

Am Freitag griff die Natur ein und stellte dabei eine ziemliche Ironie zur Schau. Nachdem sie von Winden in Hurrikanstärke durchgebeutelt worden war, mußte die Mannschaft des CO2-neutralen Expeditionsfahrzeuges 400 Meilen vor Irland gerettet werden.

Als ob ihre Schicksalsprüfung nicht schon erschreckend genug gewesen wäre, schien ihr Retter dazu auserwählt zu sein, Salz in ihre Wunden zu reiben: ein 113.000-Tonnen-Tanker; „Overseas Yellowstone“, mit 680.000 Barrel Rohöl an Bord. In einer Erklärung von Bord des Tankers sagte Spink: „Wir erlebten einige der härtesten bekannten Bedingungen, mit Windstößen in Hurrikanstärke 12… Wir entschieden, daß das Risiko für unsere persönliche Sicherheit zu groß war, um weiterzumachen.

Overseas Yellowstone bb-vo

Ihre harte Prüfung begann am Donnerstagmorgen. Als sein Fahrzeug von Böen mit 60 Knoten durchgeschüttelt wurde, ließ Skipper Ben Stoddart den Anker fallen im Versuch, das Boot abzubremsen, wonach eine Welle über das Heck kam und die erste von drei Kenterungen verursachte. Nachdem die Instrumente ausgefallen und strukturelle Schäden eingetreten waren, alarmierte die Besatzung die Küstenwache in Falmouth. Nachdem zwei weitere Wellen das Boot gepeitscht und die Solarpaneele und den Generator zerstört hatten, wurde die Küstenwache gebeten, eine Rettung zu veranlassen.

In Wahrheit konnte es sich die Mannschaft nicht leisten, wählerisch zu sein. Sie waren in lebensbedrohlicher Lage und häuften Dank auf Kapitän Ferro, den Skipper des Tankers, und seine Besatzung dafür, daß sie „Hervorragendes in Durchführung der Rettung“ geleistet hätten. Aber Spink entging nicht die peinliche Wendung der Dinge, der hinterher reumütig anmerkte, daß „das Team jetzt in Sicherheit und ironischerweise an Bord des Öltankers“ sei, als sie nach Maine unterwegs waren, wo sie in drei Tagen eintreffen sollten.

Fleur & Tanker

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Verblaßte Erinnerung: Die „Jahrtausendflut“

Hochwasser 2002 Trittin

Von Heinz Horeis, erschienen unter dem Titel „Verblaßte Erinnerung“ in „bild der wissenschaft“ 2-2003.

Als 1999 die Oder in Deutschland und Polen über die Ufer trat, redeten manche von einer „Jahrtausendflut“. Es blieben Einzelstimmen. Anders jedoch bei der Flutkatastrophe im August 2002 im Erzgebirge und an Elbe und Donau: Da war der Superlativ in aller Munde. Bundesumweltminister Jürgen Trittin sprach vor dem Bundestag Ende August vom Jahrtausendhochwasser von Dresden“ – und wußte auch gleich, daß „es zwischen der globalen Erwärmung und dem Auftreten solcher Wetterphänomene einen Zusammenhang gibt“.

Ein Blick in die Geschichte hilft, die Flut von 2002 einzuordnen. In Frankfurt am Main zum Beispiel erinnern mehrere Hochwassermarkierungen am Eisernen Steg – einer Fußgängerbrücke über den Fluß – den Bürger an die Fluten der Vergangenheit. Das Main-Hochwasser von 1970 reichte einem Menschen gerade bis zu den Hüften. Die Fluten der Jahre 1920, 1896 und 1576 wären bereits über seinen Kopf geschwappt. 1882 und 1784 hätte ein Kind auf den Schultern selbst eines großen Mannes Wasser schlucken müssen. Wirklich dramatisch war es 1342: Da stand in Frankfurt das Wasser fast acht Meter höher als normal – der Jahrtausendrekord.

In Passau erreichte die sogenannte Jahrtausendflut dieses Sommers einen Pegelstand von 10,80 Metern – etwa so hoch waren auch die Überschwemmungen von 1787, 1862 und 1899. Verheerender war die von 1954: 12,20 Meter. Doch noch höher stand das Wasser in Passaus Straßen in den Jahren 1595 und 1501. Die Flut von 1501 kam, wie das Hochwasser von 2002, im August und wütete ebenfalls im Erzgebirge und in der Elb-Region. Für derartige Sommerfluten ist häufig dieselbe Wetterlage verantwortlich: Ein Atlantiktief über dem Mittelmeer lädt sich mit Wasserdampf auf und driftet nach Norden, wo es die Wassermassen über Mitteleuropa ausklinkt.

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Wirbelstürme sind ganz normal

Hurrikan Wilma 2005

Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h raste Wilma am 24. Oktober 2005 über Florida hinweg. Wilma war der zwölfte Hurrikan in der bisher heftigsten Sturmsaison über dem Nordatlantik.

Aus „bild der wissenschaft“ 9/2007 (Bild ebenfalls von dort)

Die Zahl der schweren Hurrikane über dem Nordatlantik hat seit Mitte der Neunzigerjahre deutlich zugenommen. Höhepunkt bisher war das Jahr 2005, als insgesamt sieben tropische Wirbelstürme der höchsten Kategorien drei bis fünf (Windgeschwindigkeiten über 178 km/h) über die Karibik und die Golfküste der USA tobten. Ende August 2005 verwüstete der Wirbelsturm Katrina New Orleans und forderte rund 1800 Tote. Im Mittel fegten seit 1995 etwa vier starke Hurrikane pro Jahr über den Nordatlantik. Davor waren es nur ungefähr zwei. Manche Wissenschaftler sehen darin eine Folge der Klimaerwärmung. Dem widersprechen jetzt schwedische Forscher um Johan Nyberg vom staatlichen geologischen Dienst in Uppsala.

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