Sie schlagen uns mit unseren eigenen Waffen

Von Dr. F. Roger Devlin, übersetzt von Lucifex. Das Original Beating Us With Our Own Weapons erschien am 18. April 2020 auf The Occidental Observer.

Anmerkung von Kevin MacDonald: Diese Rezension erschien in der Herbstausgabe 2013 von The Occidental Quarterly. Dies ist derzeit die einzige Online-Version, und es erschien wegen Chinas Rolle bei der Verbreitung des Wuhan-Virus sowie seiner Vertuschungen und Lügen deswegen besonders passend, sie jetzt zu veröffentlichen. Angesichts meines Interesses am Individualismus waren die Abschnitte über den Mangel an Kreativität unter den Chinesen und darüber, wie er möglicherweise mit ihrem Kollektivismus verbunden ist, ebenfalls erhellend. Es ist, als sei die chinesische Industriespionage eine Kompensation für ihre Unfähigkeit, neue Ideen und Technologie zu schaffen.

Chinese Industrial Espionage: Technology Acquisition and Military Modernization
William C. Hannas, James Mulvenon and Anna B. Puglisi
New York: Routledge, 2013

Die Volksrepublik China genießt derzeit einen Handelsüberschuß von 30 Milliarden Dollar mit Amerika. Noch bedeutender ist, sagen die Autoren dieser wichtigen Studie, daß es an uns Fertigwaren von zunehmendem technologischen Entwicklungsstand exportiert, während das hauptsächliche US-Exportgut nach China „buchstäblich Schrott und Müll“ ist. China produziert eine Million mehr Autos als Amerika und übertrifft uns nun im Inlandsverkauf von Computern.

Jeder hat vom chinesischen Wirtschaftswachstum seit 1978 gehört – unseren Autoren zufolge „eine der schnellsten und größten Anhäufungen von Volksvermögen in der Weltgeschichte“ – aber es wird nicht weithin wahrgenommen, daß dieses Wachstum sich innerhalb des letzten Jahrzehnts schnell beschleunigt hat. Das chinesische BIP übertraf vor Kurzem jenes von Japan und steht nur dem amerikanischen nach. Der lang erwartete Aufstieg Chinas hat schneller stattgefunden, als irgendjemand vorhergesagt hat, und viele Beobachter wundern sich, wo die Chinesen solche Fähigkeiten so schnell erworben haben.

Die Antwort ist, daß sie sie von uns erworben haben. In den Worten der Autoren:

Wir reden hier von einem ausgeklügelten, umfassenden System für das Ausfindigmachen ausländischer Technologien, ihren Erwerb mit allen vorstellbaren Mitteln und ihre Umwandlung in Waffen und konkurrenzfähige Waren. Es gibt nirgendwo sonst auf der Welt etwas Vergleichbares.

Obwohl es Chinas erklärtes Ziel ist, eine wissenschaftlich „kreative Nation“ zu werden, werden seine Wissenschaft und Technologie überwiegend von ausländischen Entwicklungen angetrieben; unsere Autoren sprechen von „der herausragenden Rolle der Mimikry“. Nicht alles davon geschieht durch Spionage; viel ausländisches Wissen wird auf völlig transparente und legale Arten gesammelt, wobei das einzige unterscheidende Merkmal von Chinas Ansatz die gründliche und systematische Natur des Prozesses ist.

Das Institut für wissenschaftliche und technologische Information Chinas (ISTIC), Chinas vorrangigste Einrichtung für den Erwerb, die Verarbeitung und Verteilung von aus offenen Quellen beschafften wissenschaftlichen und technologischen (im Weiteren W&T genannten) Materialien öffnete 1958 seine Pforten. Im folgenden Jahr erschien das erste spezialisierte Journal über W&T-Informationen, „zusammen mit einem Magazin, das sich den Methoden der Durchsuchung englischsprachiger Zeitschriften widmete“. Um 1966 konnte das System chinesischen Endnutzern Folgendes liefern:

11.000 ausländische W&T-Zeitschriften, eine halbe Million ausländische Forschungsberichte, Veröffentlichungen von Regierungen, Konferenzprotokolle und akademische Dissertationen, über fünf Millionen ausländische Patente aus über 20 Ländern, mehr als 200.000 Standards aus fremden Ländern, mehrere hunderttausend ausländische Produktmuster, und hatte Verbindungen für den Austausch von W&T-Dokumenten mit mehr als 50 Ländern.

Der Fortschritt wurde dann ein Jahrzehnt lang durch die Kulturrevolution aufgehalten.

In den späten 1970ern wurde das Sammeln von Informationen wiederaufgenommen und computerisiert. Das ISTIC begann Doktoranden für etwas zu engagieren, das im Wesentlichen ein Studienprogramm für die Ausbeutung ausländischer wissenschaftlicher Literatur war. Bis 1985 hatte China über 400 bedeutende W&T-Informationsbeschaffungsinstitute, die mehr als 25.000 Menschen beschäftigten. Egalitäre werden mit den Zähnen knirschen, wenn sie erfahren, daß 53 der 60 für die chinesischen Rechercheure am nützlichsten Journale zu dieser Zeit aus nur zwei Ländern kamen: den Vereinigten Staaten und Großbritannien.

1991 veröffentlichten zwei chinesische Informationsspezialisten, Huo Zhongwen und Wang Zongxiao, ein 361-seitiges Buch mit dem Titel Sources and Methods of Obtaining National Defense Science and Technology Intelligence. Das Buch beschreibt freimütig die Struktur und die Methoden von Chinas System für das Sammeln von W&T-Informationen aus offenen Quellen. Zu den diskutierten Quellen gehören der Congressional Information Service, der US National Technical Information Service (NTIS), die NASA, das American Institute of Aeronautics and Astronautics, das [amerikanische] Energieministerium und die Lockheed Corporation.

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Multikulturalismus in der Zeit des Coronavirus

Von Dr. Andrew Joyce übersetzt von Lucifex. Das Original Multiculturalism in the Age of Coronavirus erschien am 14. April 2020 auf The Occidental Observer.

„Fördert ein Gefühl des Kollektivismus: Alle Botschaften sollten ein Gefühl der Gemeinschaft bestärken, daß ‚wir alle gemeinsam in dieser Sache stecken‘. Dies wird zunehmende Spannungen zwischen verschiedenen Gruppen vermeiden.”
Scientific Advisory Group for Emergencies  (SAGE)

Der obige Rat wurde der britischen Regierung Ende März gegeben, und er stellt eine Propagandastrategie dar, die verhindern soll, daß die dünne Fantasie der multikulturellen Harmonie sich an ihren fadenscheinigen Säumen auflöst. Vom rein strategischen Standpunkt ist sie völlig sinnvoll. Ob die Leser nun glauben, daß die COVID-19-Pandemie eine echte Gesundheitskrise oder eine erfundene ist, Tatsache bleibt, daß ein Krisenszenario voll verwirklicht worden ist. Millionen sind jetzt arbeitslos, ohne unmittelbare Aussicht, neue Jobs zu finden. Viele tausende werden in Krankenhäuser gebracht, mit schnell schwindenden Kapazitäten für ihre Behandlung. Ressourcen hinsichtlich Jobs, materielle Güter und Dienstleistungen werden knapp. Ganze Populationen sind unter eine Art Hausarrest gestellt worden, wobei manche den Verstand verlieren und ihre eigenen Familien einer „Serie häuslicher Tötungen“ hinzufügen. Es herrscht nun ein Notstand, und die „Normalität“, die wir kannten, wird nicht so bald zurückkehren, und vielleicht wird sie das nie. Der Multikulturalismus, erbaut auf den bislang monolithischen Fundamenten des globalen liberalen Finanzkapitalismus und „normalisiert“ durch einen gleichermaßen monolithischen akademisch-medialen Komplex, ist nun seinem ersten „Erdbeben“ von außerhalb des Systems ausgesetzt. Man würde natürlich erwarten, daß dieses System reagiert, indem es seine verwundbareren Strukturen stärkt. Und daher hatte ich seit etwa zwei Wochen auf einen Rat zum Schutz des Multikulturalismus wie jenen von SAGE gewartet, bevor er endlich kam. Wir können sicher sein, daß er mehr oder weniger wortgetreu in den Hallen jeder westlichen Regierung wiederholt wird.

In allen echten Krisen wird das Überflüssige und das Künstliche innerhalb der eigenen Ökologie schnell aufgegeben. Konsultiert irgendeinen Überlebensexperten, und er wird euch sagen, daß die Kernstrategie in jeder Überlebenssituation darin besteht, alle Aktivitäten auf extrem Grundlegendes zu reduzieren – Feuer, Unterschlupf, Wasser und Nahrung. Alles andere, jeder Versuch, Energie in unnötige Ruhe oder Müßiggang umzuleiten, könnte sich als fatal erweisen. Wenn Gesellschaften auf echte Krisen stoßen, dann herrscht dieselbe Philosophie vor. Die zentrale Infrastruktur wird geschützt, und überflüssige Unterhaltungen und Ablenkungen werden entweder zu Propaganda für die Aufrechterhaltung der Moral umgewidmet, oder man verzichtet ganz darauf. Der Informationsfluß außerhalb der Propaganda wird auf das Wesentliche und Relevante gestrafft. Wann war das letzte Mal, daß ihr von einer „Drag Queen Story Hour“ oder von Toiletten für Trannies gehört habt? Diese Dinge waren Teil unseres zivilisatorischen Niedergangs, aber sie waren auch bloß eine Form von kulturellen Kurzlebigkeiten, die von einem korrupten, wurzellosen Kosmopolitentum produziert wurden. Um es in der neuen Sprache unserer Zeit auszudrücken: diese Dinge waren Beispiele für Virenausstoßung statt das Virus selbst. Sie waren die Mittel, durch die das ideologische Virus sich in beeindruckbaren oder vulgären Köpfen fortpflanzte. Es wird vielleicht einige Zeit dauern, bis wir wieder dieser Art von Kurzlebigkeiten ausgesetzt sind, zu denen wir uns applaudieren und gratulieren können, aber was ist mit dem echten Virus im Kern davon? Was ist mit dem Multikulturalismus unter dem Coronavirus?

Alle Dissidentenkreise und politischen Außenseiter haben den Mangel an Erfolg in den letzten Jahrzehnten mit der Argumentation erklärt, daß das falsche Bewußtsein der Massen, herbeigeführt durch Materialismus und die Sättigung der Kultur mit der vorherrschenden Ideologie, nur durch eine Krise von globalen Ausmaßen gebrochen werden kann. Für die extreme Linke haben dazu Spekulationen über die Identifikation von „emanzipatorischen Chancen“ in Ereignissen wie der Migrantenkrise, dem Finanzcrash von 2008 und dem vermeintlichen zukünftigen Kollaps des Kapitalismus selbst gehört. Jene auf Seiten der äußeren Rechten haben gleichermaßen Gewinne durch Krisen wie ethnische Unruhen, moslemischen Terrorismus und Kriege in Afghanistan und im Irak erzielt. Es würde daher in gewissem Ausmaß natürlich erscheinen, anzunehmen, daß die möglichen Gewinne für jene außerhalb des Mainstreams umso größer sind, je größer die Krise ist. Die Annahme wäre, daß ein globaler Gesundheitsnotstand, der eine neue Große Depression herbeiführt, genau das wäre, wonach Dissidenten suchen. Die Schwierigkeit bisher ist jedoch, daß das Coronavirus das nicht zu liefern scheint. Warum?

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Gedanken von einer Ledercouch über COVID-19

Von Dr. Robert S. Griffin, übersetzt von Lucifex. Das Original Thoughts from a Leather Couch About COVID-19 erschien am 8. April 2020 auf The Occidental Observer.

Anmerkung: Ich schrieb diesen Artikel am 30. März. Nachdem ich ihn fertiggestellt hatte, dachte ich: „Du bist alt und sauer und unqualifiziert, über dieses Thema zu schreiben. Jeder ist an Bord dabei, wie mit dieser COVID-19-Pandemie umzugehen ist, und es muß mit dir etwas nicht stimmen.“ Ich legte den Artikel beiseite. Es ist nun der 1. April, und ich habe ihn noch einmal gelesen und mir gedacht: „Oh, bring‘ ihn raus. Es ist deine Wahrheit, selbst wenn es nicht die Wahrheit ist. Die Leser werden genug wissen, um ihn als das zu nehmen, wofür er gut ist.“ Hier ist er also.

*   *   *

„Ledercouch“ im Titel dieses Artikels bezieht sich darauf, wo ich heutzutage die meiste Zeit in meinem Wohnzimmer verbringe. Ich bin im Ruhestand und geriatrisch alt – 80 nächsten Monat -, und ich besitze nahezu keine Energie, und die Spinalstenose und die Arthritis sind wirklich schlimm, und alles, was ich am Morgen tun kann, ist Frühstück zu machen und das Müsli mit Obst und eine Tasse Kaffee und ein Glas Milch zur Ledercouch zu bringen, um es zu mir zu nehmen, während ich The New York Times auf meinem Laptop lese, verdammt große Sache.

Die Schlagzeile der Times von heute [30. März] lautete: „Während U.S.-Totenzahl steigt, wägt Washington neue Notstandsmaßnahmen ab.“ [Am 1. April lautet sie: „Virus könnte 100.000 bis 240.000 töten, sagen Experten.“] Es ist online, aber was ich die Titelseite der Times nennen würde, enthielt 13 Artikel – jeder davon handelte von der gegenwärtigen COVID-19-Krise. Es gab 11 Stellungnahmen auf der Titelseite – dasselbe.

Dies geht schon seit Wochen so. Die Times hypt diese Sache wirklich. Man sagt mir (ich verlasse das Haus selten, außer ab und zu, um zum Supermarkt zu gehen und Bücher in der Bibliothek zu holen, daher weiß ich es selbst nicht wirklich), daß die Wirtschaftsaktivität heruntergefahren ist und jeder sich zu Hause verkriecht und sich die Hände supersorgfältig wäscht (darin bin ich ziemlich gut) und versucht, das Gesicht nicht zu berühren (da könnte ich etwas Verbesserung brauchen) und sich von anderen Menschen fernzuhalten (meine Spezialität). Die Times sagte, daß Präsident Trump verkündete, daß dieses Arrangement einen weiteren Monat bestehen bleiben wird.

Ich entdeckte, daß eine der bedeutenderen Aktivitäten in meinem Alter, zumindest bis die Demenz einsetzt – oder schlimmer wird, welches immer es ist -, darin besteht, auf dieser Ledercouch zu sitzen und eine Wiederholung meines Lebensfilms anzusehen, die in meinem Kopf projiziert wird.

Eine der sehr frühen Szenen meiner Filmbiographie, ich war wahrscheinlich vier Jahre alt, war, wie ich in Minnesota ein Flugzeug über uns hinwegfliegen hörte und meine Mutter darauf hinwies.

Sie antwortete, im Scherz, wie ich nun erkenne – oder versuchte sie mir boshafterweise Angst einzujagen? – „Das könnte ein deutsches Flugzeug sein, das eine Bombe auf uns abwirft.“

„Eine was?“

„Eine Bombe. Wir sind im Krieg mit den Deutschen.“

Ich wußte zu der Zeit nicht, was eine Bombe war, ein Krieg oder ein Deutscher, und ich beließ es dabei und ging wieder meinen Beschäftigungen nach. Aber aus irgendeinem Grund ist diese Episode über 75 Jahre später in meinem Film.

Was eine Überleitung zu meinem ersten Punkt in diesem Text ist: Keine Bombe ist jemals auf mich abgeworfen worden, weder buchstäblich noch bildlich gesprochen, mein ganzes Leben nicht bis jetzt; diese COVID-19-„Bombe“ hat ihr Ziel getroffen, ich spüre sie. Und, um die Verbindung mit der Filmszene fortzusetzen, ich bin genauso ahnungslos bezüglich dessen, was mit diesem Virus und der kollektiven Reaktion darauf los ist, wie ich es damals 1944 wegen dieses Flugzeugs war.

Das alles soll heißen, daß es für mich in dieser COVID-19-Sache um etwas geht – genug, um mir die Zeit zu nehmen, dies zu schreiben -, aber ich versuche hier nicht den Experten zu spielen. Was ich zu tun versuche, ist die Gedanken eines Durchschnittsbürgers – meine – für eure Begutachtung rüberzubringen. Dies ist, was ich euch sagen würde, wenn ihr euch irgendwie in den roten Lehnstuhl setzen würdet, der sechs Fuß von mir auf dieser Couch entfernt ist.

*   *   *

Während ich hier Tag für Tag sitze – ist gerade Dienstag oder Mittwoch? -, erkenne ich, welch geringe Verwicklung ich in die großen Ereignisse meiner Zeit auf Erden hatte und wie wenig Wirkung sie auf mich hatten. Es ist der Punkt „Keine Bombe ist mir auf den Kopf geworfen worden“ im letzten Abschnitt. Es gab in den ‘40ern eine Polioepidemie, und meine Mutter sagte mir, im See schwimmen zu gehen sei tödlich schlimm (nachdem man dabei Polio bekommen konnte, so dachte sie jedenfalls), und ich habe mich seither immer vor dem Wasser gefürchtet. Da ist nicht viel. In der Grundschule übte ich, unter meinen Tisch zu schlüpfen, wie der Lehrer sagte, damit ich geschützt wäre, wenn die Russen eine Atombombe auf Saint Paul, Minnesota, warfen. Obwohl ich jetzt nicht sicher bin, wieviel es mir geholfen hätte, unter dem Tisch zu sein, wenn das passiert wäre, und die Wahrheit ist, daß ich nie kapierte, warum genau ich überhaupt unter dem Tisch kauerte. Der Koreakrieg war eine Landkarte in der Saint Paul Pioneer Press, die eine Gefechtslinie nahe der Stadt Pusan ganz unten in Südkorea zeigte, und dann gab es die Landung bei Inchon nahe der Stadt Seoul, und dann trieben die Chinesen uns von dort, wohin wir in Nordkorea gekommen waren, wieder ungefähr dorthin zurück, wo wir waren, als der Krieg anfing, aber was das mit irgendetwas zu tun hatte, hätte ich euch nicht sagen können. Ich mußte nicht in Vietnam kämpfen, weil ich mit siebzehn zur Armee gegangen und wieder aus ihr draußen war, bevor der Krieg eskalierte, und ich wäre sowieso nicht eingezogen worden, weil ich an einer High School unterrichtete. 9/11 war in Manhattan, und ich war in Vermont, unterrichtete an der Universität, ging ins Kino und sah Ballspiele im Fernsehen an. Es gab den Irakkrieg und die AIDS-Krise, und ich könnte andere größere öffentliche Ereignisse aufzählen, aber alles blieb „da drüben“ und war kein Teil meines Lebens. Aber diese gegenwärtige COVID-19-Krise, -Hysterie, dieses beherrschende Thema, wie immer man es nennen soll, ist eine ganz andere Sache. Sie ist nicht da drüben, sondern genau hier.

Mit dem Absturz der Märkte sind Hunderttausende Dollars in meinem Pensionskonto, für dessen Aufbau ich ein halbes Jahrhundert verwendet hatte, verschwunden, puff.

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Das Coronavirus und Galileo: Ein Interview mit dem italienischen Nanopathologen Dr. Stefano Montanari

Von Jimmie Moglia, übersetzt von Lucifex. Das Original The Coronavirus and Galileo: An Interview with a Italian Nano-pathologist Dr. Stefano Montanari erschien am 4. April 2020 auf The Occidental Observer. Oben habe ich das im Originaltext verlinkte italienischsprachige Video mit dem gegenständlichen Interview eingefügt.

Anmerkung des Redakteurs: Ich poste dies nicht als Behauptung, daß Dr. Montanaris Ideen zu dem Virus korrekt sind – ich habe keine Kenntnisse auf diesem Gebiet – sondern nur, daß seine Ansichten veröffentlicht werden sollten. Wir leben in einer Zeit, in der die Wissenschaft politisiert worden ist und die Behauptungen der Establishment-Wissenschaftler politische Orthodoxie geworden sind und Andersdenkende bestraft werden. In meinem Feld, der Psychologie, haben jahrzehntealte Forschungsergebnisse nicht repliziert werden können. Dennoch sind sie immer noch in Lehrbüchern zu finden, weil sie linke und umweltorientierte Erklärungen für menschliches Verhalten begünstigen, besonders hinsichtlich Rasseunterschieden, und Andersdenkende werden gemieden, und es werden ihnen akademische Positionen verweigert. Die Klimawissenschaft ist völlig politisiert worden, daher wissen Nichtexperten nicht, was sie denken sollen, während die Establishment-Medien und akademische Gruppen sich an eine Orthodoxie klammern und jeden, der widerspricht, als intellektuell unzulänglich und moralisch suspekt brandmarken. Kann irgendjemand der Pharmaindustrie (siehe z. B. die Sacklers und die Opioidkrise) oder Ernährungsexperten trauen? So viel von dem, was in diesen Feldern produziert wird, unterliegt finanziellen Motivationen, und wiederum kann der Durchschnittsmensch sich nur fragen, welche Medikamente er nehmen und welche Nahrungsmittel er essen soll. Seien wir also offen gegenüber Dr. Montanaris Ideen. Ich persönlich finde viele seiner Ideen recht schlüssig, und er ist auf dem Gebiet definitiv sehr versiert.

Da das Folgende kontroversiell sein könne, erhebe ich keinen Anspruch auf die Wahrheit, nicht einmal auf die Wahrheit dessen, dessen Gedanken und Befunde ich berichte. Mein Grundwissen stützt sich auf das Verständnis, daß es die Eigenschaft des Regens ist, naß zu machen, und des Feuers, zu verbrennen, und daß eine große Ursache der Nacht das Fehlen der Sonne ist.

Außerdem ist es bei der gegenwärtigen Schnelle des Informationsflusses möglich, daß das, was ich hier berichte, bis zur Zeit der Veröffentlichung vielleicht die Meinung der Mehrheit geworden ist. Obwohl wahrscheinlich nicht, denn wir sollten im Kopf behalten, daß das Gewebe des Aberglaubens (des religiösen oder sogar wissenschaftlichen) historisch oft den schwachen Bemühungen der Vernunft widerstanden hat.

Was der Grund dafür ist, daß ich mit Galileo beginne. Es ist allgemein bekannt, daß Galileo wegen seiner unorthodoxen Idee der Prozeß gemacht wurde, daß die Erde um die Sonne kreise statt umgekehrt. Er mußte seine Befunde widerrufen, um das zu vermeiden, was mit Giordano Bruno geschah. Daher also das, was Galileo legendärerweise gemurmelt haben soll, als er das Gericht verließ: „Und sie bewegt sich doch“ (wo bei „sie“ die Erde auf ihrem Umlauf um die Sonne ist).

Theoretisch gesprochen schienen die Theologien vielleicht nicht ganz unrecht gehabt zu haben. Diejenigen Leser, die in ihrer Jugend Züge statt Flugzeuge benutzten, werden sich vielleicht daran erinnern, was geschah, wenn sie in einem Zug saßen und auf die Abfahrt warteten, während ein anderer identischer Zug auf dem Gleis daneben stand. Wenn der eigene Zug oder der andere sich zu bewegen begann, war es für eine oder zwei Sekunden schwierig zu sagen, ob sich der eigene Zug bewegte oder der andere. Ein Phänomen, das mit der allgemeinen Idee der relativen Bewegung konsistent ist.

Aber Galileos Behauptungen erwiesen sich als noch häretischer, als er – unter Verwendung seines selbstgebauten Teleskops – entdeckte, daß Jupiter Satelliten hatte. Denn diese Entdeckung widerlegte die Annahme, derzufolge die Erde der Ausnahme-Himmelskörper ist, um den alle anderen Welten kreisen.

Angesichts dieses Dilemmas erließ der Bischof von Pisa eine Direktive an die Pfarren, in denen er mahnte, daß es sündhaft sei, durch ein Teleskop zu schauen, weil es Objekte zeige, die nicht existieren.

Mit derzeitigem Stand ist es ungewiß, ob die Welt eine große Ansammlung von Bischöfen von Pisa ist oder ob, da es vielleicht immer noch nicht sündhaft ist zu hoffen, der gesunde Menschenverstand sich durchsetzen wird.

Eine vorherrschende Eigenschaft des gegenwärtigen metaphorischen Coronavirusfiebers ist die fantastische und logische Inkonsistenz der Berichte.

Das lateinische Diktum oder Prinzip „Natura non facit saltus“ (die Natur macht keine Sprünge) ist ein wichtiges Prinzip der Naturphilosophie gewesen. Der Satz wird Gottfried Leibniz (1646 – 1746) zugeschrieben, einem der Erfinder der Infinitesimalrechnung – obwohl er vielleicht besser für seine durch komplizierte Überlegungen erreichte Behauptung bekannt ist, daß unsere die beste aller möglichen Welten ist.

Das Prinzip ist/war auch ein wesentliches Element von Charles Darwins Abhandlung über die natürliche Selektion in seinem Origin of Species. Und während viele Widerspruch gegen Leibniz‘ Meinung zu unserer Welt erheben mögen, widersprechen wahrscheinlich weniger der Vorstellung von der natürlichen Selektion.

Wie die Leser wissen, befindet Italien sich an vorderster Front des Coronavirus-Phänomens wegen der außerordentlich hohen Zahl von Fällen und der erschreckenden Zahl der Todesopfer, die sogar jene von China übersteigt, wo alles anfing.

Wozu man widersprechende Stimmen zu hören begann, die die früheren Befunde bestritten – und/oder zumindest bestritten, wie sie berichtet wurden.

Die bittere und verbissene Opposition gegen diejenigen, die wie klar und mit welch haltbaren Argumenten auch immer die Daten bestritten, veranlaßt den unvoreingenommenen Beobachter zumindest zu der Hypothese, daß irgendein schlafendes Privileg oder eine bisher noch unerklärte Annahme angegriffen worden ist.

Ich würde vorschlagen, den „Kampf der Qualifikationen“ zu mißachten, laut dem ein Absolvent der Universität X mehr weiß als ein Absolvent der Universität Y. Wie ich zuvor erwähnte, ruht meine (wenngleich vorläufige) Beurteilung der Plausibilität und Glaubwürdigkeit einer Erklärung darauf:

  1. ob die Erklärung mit dem gesunden Menschenverstand vereinbar ist und mit dem, was über die debattierte Sache allgemein bekannt ist;
  2. ob die betreffende Person direkte Erfahrung (und seit wie lang) mit dem Problem hat, zu dem sie ihre Ansichten äußert; und
  3. ob ihre Physiognomie einigermaßen in Harmonie mit wahrnehmbaren Symptomen von Glaubwürdigkeit ist – eine Idee, die extrem detailliert in einer massiven Studie des Schweizer Autors Johann Lavater am Ende der 1700er ausgearbeitet wurde.

Ich werde mit Dr. Stefano Montanari beginnen, einem Nanopathologen, der seit über zwanzig Jahren gemeinsam mit seiner Frau Nano-Pathogene erforscht hat, die sehr winzigen krankheitsverursachenden Teilchen, die typischerweise in der Luft aller überfüllten, verschmutzten, sehr verkehrsreichen Industriestädte sowie Fabriken schweben.

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Wie COVID-19 den Westen auf die Probe stellen wird

Von Dr. Andrew Joyce, übersetzt von Lucifex. Das Original How COVID-19 Will Test the West erschien am 21. März 2020 auf The Occidental Observer.

„Wenn der Ärger kommt, wenn man ihn am wenigsten erwartet, dann sollte man ihn vielleicht immer erwarten.“

Cormac McCarthy, The Road

Zum jetzigen Zeitpunkt über COVID-19 zu schreiben, ist eine entmutigende Aufgabe, nachdem die Situation sich so schnell und an so vielen verschiedenen Orten entwickelt. In diesem Artikel enthaltene Informationen könnten durch umformende Ereignisse gründlich überholt sein, bis er veröffentlicht wird, oder sogar bis ich ihn fertigstelle und auf „Speichern“ klicke. Es gibt zur Zeit auch eine Schwemme von Informationen online, manches davon verläßlich und faszinierend, und manches davon irreführend und kontraproduktiv. Überall gibt es eine Mischung aus wachsender Besorgnis, aufeinanderprallenden Meinungen und ausgesprochener Verwirrung. Falls die interaktive Karte des Johns Hopkins Coronavirus Resource Center stimmt, dann gibt es gegenwärtig weltweit 284.566 Fälle von COVID-19, eine wachsende Zahl. Die „wahre“ Zahl der Infektionen, in der Virusträger ohne Symptome enthalten sind, wird viel höher sein. Ab 24. Februar entstand eine sich beschleunigende Zahl von neuen Übertragungen außerhalb Chinas, vorwiegend in Italien, wo es gegenwärtig über 47.021 Fälle gibt. Zu der Zeit, wo ich dies schreibe, erleben Frankreich und Deutschland ebenfalls schnelle Zunahmen der betroffenen Personen, die zusammengenommen über 33.000 Fälle ausmachen, und Spanien steht mit über 25.364 vor einer nationalen Sperrung. Fast jedes europäische Land ist jetzt betroffen, und COVID-19 breitet sich nun in den Vereinigten Staaten, in Kanada, Südafrika, Neuseeland und Australien aus. Wie wird es den Westen auf die Probe stellen?

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Karl Marx‘ jüdische Identität

Von Ferdinand Bardamu, übersetzt von Lucifex. Das Original Karl Marx’s Jewish Identity erschien am 3. Januar 2020 auf The Occidental Observer. [Das Bild wurde von mir eingefügt, und die enthaltenen Zitate wurden von mir nach dem vorliegenden Essay rückübersetzt.]

Einführung

Es gibt seit langem eine Kontroverse darum, ob Karl Marx ein selbsthassender Jude war, der in seinem Essay „Zur Judenfrage“ den Antisemitismus förderte, wobei prominente Wissenschaftler sich auf beiden Seiten der Frage zu Wort melden.[1] Meiner Ansicht nach wird die Position, daß Marx ein Antisemit war, mit herausgesuchten Passagen aus seinen Schriften und seiner Korrespondenz und durch tendenziöse Interpretationen dieser Passagen begründet. Hier zeige ich, daß es der Zweck von Zur Judenfrage war, die jüdische Emanzipation im Deutschen Bund (1815 – 1866) zu fördern und dadurch den offiziellen Status der christlichen Religion zu untergraben, Ziele, die recht kompatibel damit waren, daß Marx eine jüdische Identität hatte und seine Handlungen als Förderung jüdischer Interessen sah.

Wird die Behauptung, daß Marx sein jüdisches Erbe ablehnte, durch die Beweislage gestützt? In seinem Brief an seinen Onkel Lion Philip erwähnte Marx „unser Rassemitglied Benjamin Disraeli“, einen Juden, den er persönlich verabscheute.[i] In einem anderen Brief an denselben jüdischen Verwandten schrieb er:

„Seit Darwin demonstrierte, daß wir alle von den Affen abstammen, gibt es kaum noch IRGENDEINEN SCHOCK, der ‚unseren Stolz auf die Vorfahren‘ erschüttern könnte. Daß der Pentateuch erst nach der Rückkehr der Juden aus der babylonischen Gefangenschaft fabriziert wurde, war bereits von Spinoza in seinem Tractatus theologico-politicus aufgezeigt worden.“[ii]

Dies sind nicht die einzigen Bezugnahmen von Marx auf seine ethnisch jüdische Herkunft. Hier weist er darauf hin, daß er von den preußischen Behörden als Jude betrachtet wurde:

„Hinsichtlich des Kölner Kommunistenprozesses von 1851 – in dem die preußische Regierung die Existenz einer um Marx organisierten Verschwörung zu beweisen suchte – schrieb er: ‚Die Judenhatz steigert natürlich den Enthusiasmus und das Interesse.‘“[iii]

Marx sympathisierte auch mit der Notlage von Juden überall auf der Welt. Zum Beispiel war er empört über die schlechte Behandlung von Juden in Palästina durch die Osmanen. In einem Artikel von 1854 für die New-York Herald Tribune schrieb er: „Nichts kommt dem Elend und den Leiden der Juden in Jerusalem gleich, die das schmutzigste Viertel der Stadt bewohnen… die ständigen Objekte muselmanischer Unterdrückung und Intoleranz, beleidigt durch die Griechen, verfolgt von den Lateinern, und nur von den kärglichen Almosen lebend, die von ihren europäischen Brüdern geschickt werden.“[iv]

Marx‘ starkes Gefühl jüdischer Gruppenidentität motivierten ihn, Mitgliedern seiner eigenen Rasse zu helfen, selbst auf Kosten der kollektiven Interessen der europäischen Mehrheit an der Beibehaltung des Christentums als Staatsreligion. 1843 schrieb Marx an Arnold Ruge:

„Gerade eben hat der Präsident der Israeliten hier mich besucht und mich gebeten, mit einer parlamentarischen Petition im Namen der Juden zu helfen, und ich willigte ein. Wie widerlich ich die israelitischen Glaubensinhalte auch finde, erscheint Bauers Ansicht mir dennoch als zu abstrakt. Es geht darum, so viele Löcher wie möglich in den christlichen Staat zu stanzen und rationale Ansichten einzuschmuggeln soweit wir können.“[v]

Wie andere jüdische Ethno-Aktivisten suchte Marx die europäische ethnische Identität durch Förderung der jüdischen Emanzipation zu zerstören. Seine Agenda war, „so viele Löcher wie möglich“ in die mehrheitlich weißen und christlichen Staaten Europas zu stanzen und ihre ethnische und religiöse Geschlossenheit und politische Stabilität zu untergraben – und dadurch eine Umwelt zu schaffen, in der Juden ihre eigenen kollektiven Interessen ohne Furcht vor Verfolgung betreiben konnten. Obwohl Marx die „israelitischen Glaubensinhalte“ verachtete, identifizierte er sich dennoch als ethnischer Jude. Trotz seiner Konvertierung zum lutherischen Protestantismus in der Kindheit sollte die Jüdischkeit für den Rest seines Lebens ein zentraler Bestandteil von Marx‘ Identität bleiben.

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Die jüdischen „Schindlers“

Von Francis Carr Begbie, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich für „As der Schwerter“; dort am 20. Januar 2016 veröffentlicht). Das Original The Jewish „Schindlers” erschien am 1. Dezember 2015 im „Occidental Observer“.
(Anmerkung des Übersetzers: Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, mir die URLs zu den 33 im Originaltext enthaltenen Permalinks zu holen, um sie in der Übersetzung einzubauen. Wer Interesse daran hat, möge hierfür bitte den Originalartikel auf TOO aufsuchen.)

Jetzt, wo die Jahreszeit des guten Willens bevorsteht, ist nun die Zeit, wo die Gedanken vieler Menschen sich der Hilfe für andere zuwenden – und manche gerissene Unternehmer haben schnell begriffen, daß im Chaos der erzwungenen Migration von „syrischen Flüchtlingen“ in den Westen riesige Geldsummen zu verdienen sind.

Die Krise bietet eine fast unwiderstehliche Kombination ausnützbarer Elemente – Bilder von leidenden Kindern, Chaos bei Regierungen und Gesetzeshütern und eine gutgläubige Öffentlichkeit, die bereit zu sein scheint, alles zu glauben.

Aber was anders ist, ist der Auftritt einer neuen Sorte von jüdischen Online-Unternehmern – der jüdischen „Schindlers“, die sich als selbstlose Retter nichtjüdischer Flüchtlinge darstellen, ebenso wie der originale Oskar Schindler Juden gerettet haben soll.

Einer der schillerndsten ist ein in Florida ansässiger Philanthrop und Ex-Knacki namens Yank Barry, der seine Millionen mit der Herstellung von „Fleischersatz“ aus Soja und der Belieferung der anspruchslosen Küchen in Krankenhäusern, Altenpflegeheimen, Strafanstalten und dergleichen verdiente. (Barrys Geburtsname ist Gerald Falovich. Yank ist die Kurzform für Yankel, seinen jiddischen Namen.)

Barry hat Millionen in sein eigenes persönliches Rettungsprojekt in Bulgarien investiert, indem er Flüchtlinge auf dem Weg nach Westen verköstigte und in Herbergen und Hotels unterbrachte. Seine Philanthropie brachte ihm letztes Jahr Nominierungen für einen Friedensnobelpreis durch drei US-Kongreßabgeordnete ein.

Sie führte auch zu einer Flut positiver Publizität. In Britannien nannte ihn der in jüdischem Besitz befindliche Daily Express den „jüdischen Schindler“, und er behauptet, daß die Vereinten Nationen seine Bemühungen befürwortet hätten. Er sagte der Jerusalem Post letztes Jahr, daß es ihm gelungen sei, „Oskar Schindler zu übertreffen, der 1200 Juden rettete“. Reuters hat auch über seine Expansionspläne berichtet. Er hat eine beneidenswerte Medienplattform, von der aus er sich ausführlich zur Flüchtlingskrise äußern und Schweden auf Bloomberg TV (Bulgarien) dafür kritisieren kann, daß es kein Heim für palästinensische Flüchtlinge zur Verfügung stellt.

Aber all dies ist weit von seinem früheren Leben entfernt. 1982 wurde der ehemalige Sänger und Schallplattenproduzent in einem schrecklichen Unterwelt-Erpressungsfall zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Barry erzählte Larry King später, daß er kokainsüchtig sei, daß aber seine Haft ihm dabei geholfen hätte, seinem Leben eine Wende zu geben.

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Gegen Mishima: Sex, Tod und Optik in der dissidenten Rechten

Von Dr. Andrew Joyce, übersetzt von Lucifex. Das Original Against Mishima: Sex, Death and Optics in the Dissident Right erschien am 8. Januar 2020 auf The Occidental Observer.

„Man erfährt aus Confessions of a Mask, wie Mishima „Tscherkessen“ (weiße Jungen) in seinen Träumen zu Dutzenden dem Schwert überantwortete.”
Henry Scott Stokes, The Life and Death of Yukio Mishima

„Mishima ist mehr eine Gestalt der Parodie als eine Kraft der Politik.”
Alan Tansman, The Aesthetics of Japanese Fascism

Ich las mit großem Interesse Guillaume Durochers kürzlich in Unz Review erschienenen Artikel über Yukio Mishimas Kommentar zum Hagakure, dem im achtzehnten Jahrhundert verfaßten Leitfaden zum Bushido, oder der japanischen Kriegerethik. Ich bewerte Durochers Arbeit sehr hoch, und als jemand, der einst sein Interesse an Mishima und an der japanischen Kultur allgemeiner teilte, erwartete ich, daß sein Artikel gut informiert, einsichtsvoll und anregend sei. So sehr ich von Durochers Text fasziniert war, denke ich doch, daß die dissidente Rechte von einer alternativen Sicht auf Mishima profitieren würde, und vielleicht auch auf das Thema der japanischen Kultur im Kontext europäischer rechter Einstellungen, besonders wenn andere rechte Betrachtungen Mishimas als jene von Durocher (die in der Bewertung von Mishimas Romanen angemessen wohlüberlegt ist) zur Hagiographie tendieren. Im folgenden Essay biete ich nicht unbedingt eine Widerlegung oder einen Tadel von Durocher, sondern eine alternative Linse, durch die man den japanischen Autor, sein Leben und seine Politik betrachten sollte. Nachdem die Auswahl der Helden einer Bewegung eine Auswirkung auf ihren Geist und ihr Ethos haben kann, sollte das Folgende als Versuch einer spirituellen Ophthalmologie betrachtet werden, oder bestimmte Perspektiven in einen klareren Fokus zu bringen. Dieser klarere Fokus, behaupte ich, kann nur zu dem Schluß führen, daß Mishima ein zutiefst ungesundes und unorganisches Individuum war, das als Greuel für europäisch-nationalistisches Denken betrachtet werden sollte.

Mein erster Kontakt mit Yukio Mishima erfolgte vor mehreren Jahren in Form einer Aufzeichnung eines 2011 vom verstorbenen Jonathan Bowden beim 10. New Right Meeting gehaltenen Vortrags.

Bowden war ein außergewöhnlicher Redner, für den man unter den gegenwärtigen Führern der dissidenten Rechten erst einen finden muß, der ihm gleichkommt. Tatsächlich fürchte ich, daß, während wir uns immer weiter in die Muster von YouTube-gestütztem „content producing“ bewegen, Redekunst in der Art von Bowden zu einer zunehmend seltenen Kunst wird. Eine von Bowdens großen Stärken als Redner war die Fähigkeit, dichte Themen und biographische Übersichten zu nehmen und sie auf etwa eine Stunde dynamischen, unterhaltsamen und extrem zugänglichen Kommentars zu reduzieren. Diejenigen, die sich im Publikum befanden oder auf andere Weise zuhörten, fanden es unmöglich, ihre Aufmerksamkeit abschweifen zu lassen. Ein Nachteil von Bowdens Redekunst war, daß sie sich nicht ganz so gut auf Papier übertragen ließ und oft Bowdens Bewußtseinsstrom folgte statt einem logischeren und strukturierterem Verlauf, mit dem Ergebnis, daß man beklagt, daß Bowden sich nicht auch auf eine formalere Art von Wissenschaft fokussierte, die sicherlich ein monumentales und dauerhaftes Vermächtnis für die Bewegung dargestellt hätte, der er soviel widmete. Nach Lage der Dinge ist die Rettung von Bowdens Vermächtnis zum Großteil die Aufgabe gewesen, verlorene Aufzeichnungen seiner Reden aufzuspüren, eine Aufgabe, bei der Counter-Currents in bewundernswerter Weise die Führung übernommen hat.

Bevor ich Bowden über Mishima zuhörte, hatte ich bereits ein Interesse an der japanischen Geschichte und Kultur entwickelt. Ich trainierte mehrere Jahre lang Jiu-jitsu, verbrachte in meinen frühen 20ern viel Zeit mit dem Lesen der Werke von D. T. Suzuki und Shunryu Suzuki über den Zen-Buddhismus (Ersterer hatte auch einige interessante und sympathisierende Dinge über Nationalsozialismus und Antisemitismus zu sagen), und Brian Victorias Zen at War von 1997 bleibt eines der interessantesten Werke über die Geschichte von Religion und Kriegführung, die zu lesen ich bisher das Vergnügen hatte. Irgendwie war jedoch Mishima bis zu Bowdens Vortrag, der in Wirklichkeit nur die gröbste und grundlegendste Vorstellung des Mannes bot, meiner Aufmerksamkeit entgangen. Bowden präsentierte Mishima als rechten Denker, erläuterte aber nie so recht, warum. Er deutete an, daß Mishima einige Relevanz für die europäische Rechte hatte, konnte aber nicht artikulieren, wie. Der Vortrag plazierte Mishima nur ungeschickt in die beinahe zeitgenössische japanische Kultur, und Bowden selbst bekundete Zweideutigkeit und Unverständnis über die Gründe, warum Mishima seine nun berüchtigte finale Selbstmordaktion unternahm. Wer war Mishima? Warum war er relevant? Im Versuch, bei diesen losen Enden nachzuhaken, und im Vertrauen auf Bowden, daß der Versuch die Mühe wert sein würde, verbrachte ich etwa ein Jahr damit, mich durch Mishimas Romane und Biographien, durch wissenschaftliche Arbeiten und anderen Formen von Kommentaren über Mishimas Leben und Tod zu lesen. Das Ergebnis meiner Recherche war eine Flut von Notizen, von denen nun viele den Weg in diesen Artikel finden werden, und tiefe Enttäuschung darüber, daß solch eine Gestalt jemals in unseren Kreisen beworben werden konnte.

Die Erläuterung, wie und warum es dazu kam, daß Mishima in Winkeln der europäischen Rechten beworben wurde, erfordert, daß man sich dem stellt, was man „den Mishima-Mythos“ nennen könnte, oder den vagen und propagandisierten Umrissen dessen, was Yukio Mishimas Biographie und vermutete Ideologie ausmachte. Der Mishima-Mythos geht ungefähr so:

Yukio Mishima war ein begabter und produktiver japanischer Autor und Dramatiker, der über den politischen und spirituellen Entwicklungsweg des modernen Japan zutiefst desillusioniert wurde; beeinflußt von der Samurai-Tradition und von westlichem Denken, besonders von der Philosophie Nietzsches, unternahm er ein Programm der radikalen Selbstverbesserung; er begann mit dem Bodybuilding und gründete seine eigene 100köpfige Privatarmee – die Schildgesellschaft; er führte seine Armee in einen versuchten Staatsstreich an einer Militärbasis, nahm einen sehr hochrangigen Offizier als Geisel und forderte, daß alle Soldaten ihm in seiner Ablehnung der Nachkriegsverfassung folgen und die Wiedereinsetzung des Kaisers in seinen Vorkriegsstatus als Gottheit und höchster Führer unterstützen; und schließlich, als er von den Soldaten abgelehnt und verspottet wurde, nahm er sich das Leben mittels seppuku, die rituelle Ausweidung in der Tradition der Samurai.

Gelegentlich werden rechte Bewerber von Mishima wegen der zusätzlichen Wirkung hinzufügen, daß er 1968 ein Stück mit dem Titel Mein Freund Hitler schrieb, das trotz des provokanten Titels politisch mittelmäßig ist und genauso oft als antifaschistisch wie als faschistisch interpretiert worden ist. Zusammengefaßt nimmt man an, daß die relevanten Faktoren hier die sind, daß Mishima ein autoritärer, monarchistischer „Mann der Tat“ war, der die Kontrolle über sein eigenes Leben übernahm und seine Nation vom leeren Konsumismus abzubringen versuchte (Stichwort für den Applaus). Somit wird Mishimas Ideologie im Mishima-Mythos, statt sich auf seine tatsächlichen Schriften über Faschismus und Politik zu fokussieren, aus ausgewählten Kapiteln seines Lebens gelesen, besonders aus seinen letzten Handlungen. Mishima wird zu einem Mann der Rechten, weil er Mishima war, wegen, dem, was er tat. Dies, so lautet das Narrativ, ist der Grund, warum er für uns relevant sein sollte.

Eine Kritik am Mishima-Mythos ist daher notwendigerweise ad hominem, nachdem es ein offenkundiges Fehlen von Ideen gibt, gegen die man argumentieren könnte, und nachdem der Mythos bloß ein Gemisch aus Ausschnitten editierter und stark gesäuberter Biographie ist. Trotz einer Fülle englischsprachiger Biographien betreiben rechte Bewerber von Mishima selten eine ernsthafte Erforschung von Mishimas Leben und ziehen es vor, sich auf hagiographische Darstellungen ausgewählter Episoden zu fokussieren, besonders auf ihre Interpretation des dramatischen Todes. Dies sollte der erste Grund zur Vorsicht sein, und es war sicherlich meiner. Der Hauptgrund für dieses Ausweichen ist, wie ich herausfinden sollte, tiefe Peinlichkeit, nachdem Mishimas Leben hinsichtlich rechter Politik, oder eigentlich Politik jeder Art, dünn ist, und eine starke Schlagseite in Richtung homosexueller Sadomasochismus hat (was bei weitem nicht der einzige fragwürdige Aspekt des Mishimaismus ist). Aber wir greifen vor. Fangen wir am Anfang an.

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Geierkapitalismus ist jüdischer Kapitalismus

Von Dr. Andrew Joyce, übersetzt von Lucifex. Das Original Vulture Capitalism is Jewish Capitalism erschien am 18. Dezember 2019 auf The Occidental Observer.

„If man will strike, strike through the mask!”
Ahab,
Moby Dick

Es war sehr befriedigend, Tucker Carlsons jüngste Attacke auf die Aktivitäten von Paul Singers Geierfonds Elliot Associates zu sehen, einer Gruppe, der ich erstmals vor vier Jahren einen Artikel widmete. In vieler Hinsicht ist es wahrhaft bemerkenswert, daß Geierfonds wie der von Singer davor größerer Medienaufmerksamkeit entgingen, besonders wenn man bedenkt, wie außerordentlich schädlich und ausbeuterisch sie sind. Viele Länder sind jetzt in sehr bedeutendem Maß bei Gruppen wie Elliot Associates verschuldet, und wie Tuckers Beitrag sehr schonungslos veranschaulichte, hat ihre Reichweite sich nun bis in das kleinstädtische Amerika ausgedehnt. Es ist sehr willkommen, wenn die Ausbreitung dieses Virus beleuchtet wird. Ich glaube jedoch sehr, daß das Problem, das diese Umtriebe ausbeuterischer Finanziers darstellen, nur gelöst werden wird, wenn ihre wahre Natur voll erkannt wird. Bislang hat die beschreibende Terminologie, die bei der Diskussion ihrer Aktivitäten angewandt wurde, sich nur um die plündernde und parasitische Natur ihrer Aktivitäten gedreht. Elliot Associates ist daher als Musterbeispiel eines „Geierfonds“ beschrieben worden, der „Geierkapitalismus“ praktiziert. Aber diese Fonds werden nicht von aasfressenden Vögeln geleitet. Sie werden fast ausschließlich von Juden betrieben. Im folgenden Essay möchte ich, daß wir den größten und einflußreichsten „Geierfonds“ untersuchen, um ihre Führung zu beurteilen, ihr Ethos, ihre Finanzpraktiken, und wie sie ihren zweifelhaft erworbenen Reichtum verteilen. Ich möchte, daß wir farbige Metaphern beiseitelegen. Ich will, daß wir durch die Maske stoßen.

Wer sind die Geier?

Es besteht allgemeine Einigkeit darüber, daß die bedeutendsten globalen Geierfonds Elliot Management, Cerberus, FG Hemisphere, Autonomy Capital, Baupost Group, Canyon Capital Advisors, Monarch Alternative Capital, GoldenTree Asset Management, Aurelius Capital Management, OakTree Capital, Fundamental Advisors und Tilden Park Investment Master Fund LP sind. Die Namen dieser Gruppen sind sehr interessant, nachdem sie entweder leer und nichtssagend sind oder vage Andeutungen angelsächsischer oder ländlich-idyllischer Ursprünge beschwören (man beachte die Häufigkeit von Eichen, Bäumen, Parks, Canyons, Monarchen oder die Verwendung von Namen wie Aurelius und Elliot). Dies ist dieselbe Taktik, die vom Juden Jordan Belfort, dem „Wolf der Wall Street“ angewandt wurde, der mehrere größere Betrügereien unter dem Unternehmensnamen Stratton Oakmont beging.

Diese Namen sind Masken. Sie sind dazu bestimmt, Vertrauen zu fördern und den wahren Hintergrund der verschiedenen Gruppierungen von Finanziers zu verschleiern. Keine dieser Gruppen hat einen angelsächsischen oder altehrwürdigen Ursprung. Keine ist in ländlichen Idyllen ansässig. Alle oben genannten Geierfonds wurden von ethnozentrischen, globalistischen, stadtbewohnenden Juden gegründet und werden weiterhin von ihnen betrieben. Eine schnelle Überprüfung jeder ihrer Webseiten enthüllt ihre Gründer und zentralen Figuren als:

  • Elliot Management — Paul Singer, Zion Shohet, Jesse Cohn, Stephen Taub, Elliot Greenberg und Richard Zabel
  • Cerberus — Stephen Feinberg, Lee Millstein, Jeffrey Lomasky, Seth Plattus, Joshua Weintraub, Daniel Wolf, David Teitelbaum
  • FG Hemisphere — Peter Grossman
  • Autonomy Capital — Derek Goodman
  • Baupost Group — Seth Klarman, Jordan Baruch, Isaac Auerbach
  • Canyon Capital Advisors — Joshua Friedman, Mitchell Julis
  • Monarch Alternative Capital — Andrew Herenstein, Michael Weinstock
  • GoldenTree Asset Management — Steven Tananbaum, Steven Shapiro
  • Aurelius Capital Management — Mark Brodsky, Samuel Rubin, Eleazer Klein, Jason Kaplan
  • OakTree Capital — Howard Marks, Bruce Karsh, Jay Wintrob, John Frank, Sheldon Stone
  • Fundamental Advisors — Laurence Gottlieb, Jonathan Stern
  • Tilden Park Investment Master Fund LP — Josh Birnbaum, Sam Alcoff

Die Tatsache, daß all diese Geierfonds, die weithin als die einflußreichsten und räuberischsten anerkannt sind, von Juden besessen und betrieben werden, ist für sich schon bemerkenswert, besonders in einem zeitgenössischen Kontext, in dem wir ständig mit der Unterstellung bombardiert werden, daß Juden keine besondere Beziehung zu Geld oder Wucher haben, und daß jede solche Idee ein Beispiel für ignorante Vorurteile ist. Gleichermaßen bemerkenswert ist jedoch die Tatsache, daß auch die Vorstandsebene dieser Firmen von jüdischer Repräsentation gesättigt ist, was darauf hindeutet, daß ihre Anfänge und ihre Methoden der internen Beförderung sich stark auf die ethnisch-gemeinschaftliche Herkunft stützen, und allgemeiner auf den religiösen und sozialen Zusammenhalt. Daher bieten diese jüdischen Fonds eine ausgezeichnete Gelegenheit, ihre finanziellen und politischen Aktivitäten als Ausdrücke ihres jüdischen Wesens zu untersuchen, und sie können somit in den breiteren Rahmen der jüdischen gruppenevolutionären Strategie und des langen historischen Entwicklungsweges der jüdisch-europäischen Beziehungen gestellt werden.

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Sozialpsychologie als weißenfeindliche Pseudowissenschaft

Von Tobias Langdon, übersetzt von Lucifex. Das Original Social Psychology As Anti-White Pseudoscience erschien am 29. November 2019 auf The Occidental Observer.

Für mich ist das Erschreckendste in George Orwells Nineteen Eighty-Four (1949) nicht, wie die „Männer in schwarzen Uniformen“ Winston Smith im Liebesministerium gnadenlos mit „Fäusten“, „Knüppeln“, „Eisenstangen“ und „Stahlkappenschuhen“ schlagen. Und es ist nicht die stumme Maschine, die es dem Inquisitor O’Brien ermöglicht, Winston „jeden Moment und in jedem Ausmaß“ Schmerzen zuzufügen. Nein, es ist etwas, das Winston überhaupt nicht schmerzhaft findet:

Zwei weiche Kissen, die sich leicht feucht anfühlten, klemmten sich an Winstons Schläfen. Er zitterte vor Angst. Es würde Schmerz kommen, eine neue Art von Schmerz. O’Brien legte eine Hand beruhigend, fast freundlich, auf seine.

„Diesmal wird es nicht wehtun“, sagte er. „Halten Sie Ihre Augen auf meine fixiert.“

In diesem Moment gab es eine verheerende Explosion, oder was wie eine Explosion erschien, obwohl nicht sicher war, ob es irgendein Geräusch gab. Es gab zweifellos einen blendenden Lichtblitz. Winston war nicht verletzt, nur niedergeworfen. Obwohl er bereits auf dem Rücken gelegen hatte, als die Sache geschah, hatte er ein seltsames Gefühl, daß er in diese Position gestoßen worden war. Ein fürchterlicher schmerzloser Schlag hatte ihn niedergestreckt. Auch war etwas in seinem Kopf geschehen. Als seine Augen wieder scharf sahen, erinnerte er sich, wer er war und wo er war, und erkannte das Gesicht, das in seines starrte; aber irgendwo war da ein großer Fleck der Leere, als ob ein Stück aus seinem Gehirn herausgenommen worden wäre. …

O’Brien hielt die Finger seiner linken Hand hoch, mit verborgenem Daumen.

„Da sind fünf Finger. Sehen Sie fünf Finger?“

„Ja.“

Und er sah sie wirklich, für einen flüchtigen Moment, bevor das Bild vor seinem geistigen Auge sich änderte. Er sah fünf Finger, und es gab keine Verkrüppelung. Dann war alles wieder normal, und die alte Furcht, der Hass und die Verwirrung drängten sich wieder heran. Aber es hatte einen Moment – er wußte nicht, wie lang, dreißig Sekunden vielleicht – der leuchtenden Gewißheit gegeben, als jede neue Suggestion von O’Brien einen Fleck der Leere ausgefüllt und zu absoluter Wahrheit geworden war, und als zwei und zwei genauso leicht drei hätte gewesen sein können wie fünf, wenn es das war, was gebraucht wurde.

„Sie sehen nun“, sagte O’Brien, „daß es auf jeden Fall möglich ist.“

„Ja“, sagte Winston. (Nineteen Eighty-Four, Teil 3, Kap. 2)

Es war keine „neue Art von Schmerz“, aber es ist eine neue Art von Schrecken: die Idee, daß der Staat einem in den Kopf gelangen und direkt in den Geist eingreifen kann. Als Nineteen Eighty-Four 1949 erstmals veröffentlicht wurde, war diese Idee nur ein literarischer Alptraum. Aber jedes Jahr, das seit damals vergangen ist, hat Orwells Alptraum näher an die Wirklichkeit gebracht.

Und haben Sie da absolut keinen Zweifel: es gibt heute totalitäre Leute in westlichen Ländern, die erfreut wären, eine Geiständerungsmaschine gegen Gedankenverbrecher wie jene einzusetzen, die für den Occidental Observer schreiben und ihn lesen. Tatsächlich bin ich erst neulich auf eine dieser totalitären Leute gestoßen. Sie ist eine Sozialpsychologin namens Amy R. Krosch, sie arbeitet an der Cornell University und sie ist kürzlich als „aufsteigender Stern“ der American Psychological Association (ASA) bezeichnet worden.

Die ekelhaften Seelen böser Weißer

Kroschs Twitterseite verkündet, daß sie „queer“ ist und die Fürwörter „her oder they“ bevozugt. Sie ist auch mit einer „Ehefrau und Bulldogge“ verheiratet. Die amerikanische Psychologie hat einen weiten Weg hinter sich: von der Einstufung von Lesbentum als Geistesstörung zur Bezeichnung einer lesbischen Fanatikerin als „aufsteigenden Stern“.

Und Krosch ist eine Fanatikerin, würde ich sagen. Eine antiweiße Fanatikerin, um genau zu sein, und das ist zweifellos der Grund, warum die ASA so stolz auf sie ist. Krosch stimmt einigen berühmten Worten nicht zu, die Königin Elizabeth I. von England (1533 – 1603) zugeschrieben werden: „Ich würde keine Fenster in die Seelen von Menschen machen.“ Amy Krosch will Fenster in die Seelen von Menschen machen. Das heißt, nur solange es die Seelen von Weißen sind, und nur solange Krosch das, was sie findet, für die Förderung des Hasses auf Weiße benutzen kann:

Diskriminierung kann im Handumdrehen geschehen, besonders in Zeiten wirtschaftlicher Knappheit, laut einer neuen Studie aus der Cornell University. „Die Geisteshaltung der Knappheit kann Diskriminierung wirklich verschärfen“, sagte Amy Krosch, Assistenzprofessorin für Psychologie in Cornell. „Wir zeigen, daß winzige Verschiebungen in der Verarbeitung von Gesichtern aus Minderheitsgruppen unter Knappheit nachteilige Konsequenzen für die Ungleichheit haben könnten.“

Im ersten Experiment wurden 71 Psychologiestudenten aus einer privaten Universität – von denen keiner sich als schwarz oder afroamerikanisch identifizierte – ersucht, Bilder weißer und schwarzer männlicher Gesichter auf einem Bildschirm anzusehen. Die Teilnehmer vergaben dann an jedes Gesicht bis zu 10 Dollar auf der Grundlage „subtiler Wahrnehmungen dessen, wie sehr die Empfänger es verdienten.“

Einer Kontrollgruppe wurde gesagt, 10 Dollar seien das Höchste, was jedes Gesicht bekommen konnte. Aber die Mitglieder der Experimentalgruppe glaubten, daß sie jedes Mal willkürlich nur 10 von möglichen 100 Dollar vergeben konnten – ein Unterschied, der ein Gefühl der Knappheit vermittelte.

Kopfhautelektroden maßen die Zeit, die jeder Studienteilnehmer brauchte, um die Empfänger eindeutig als menschliche Gesichter zu erkennen, ein unterbewußter Prozeß, der mit Aktivitäten im Gyrus fusiformis verbunden ist und von dem man weiß, daß er nur 170 Millisekunden dauert, oder weniger als zwei Zehntelsekunden.

Innerhalb der Kontrollgruppe brauchten die Testsubjekte ungefähr gleich lange für die Verarbeitung der Gesichter jeder Rasse und verteilten das Geld gleichmäßig an sie. Aber in der Gruppe, die die Ressourcen als knapp wahrnahm, brauchten die Teilnehmer im Durchschnitt „signifikant länger“ für die Verarbeitung schwarzer Gesichter als für weiße Gesichter, fand die Studie heraus. Die Forscher zeigten auch, daß diese Wahrnehmungsverzögerungen mit Voreingenommenheit gegen Schwarze verbunden waren und die Teilnehmer schwarzen Gesichtern weniger Geld zuwiesen.

„Sie brauchen länger, ein schwarzes Gesicht als Gesicht zu sehen, und das Ausmaß, in dem das Geschieht, sagt dann voraus, wie sehr sie dieses schwarze Individuum diskriminieren“, sagte Krosch.

Kroschs Team führte dann eine zweite Reihe von Experimenten durch, die die Gehirnaktivität abbildete, um zu testen, ob die „behinderte“ visuelle Verarbeitung schwarzer Gesichter mit einer Abwertung von Gesichtern und dann mit voreingenommenem Verhalten verbunden war.

Die Scans enthüllten eine gedämpfte Aktivität im Striatum, einer Gehirnregion, die an der Bewertung und an der Verarbeitung von Belohnungen beteiligt ist. Das deutet darauf hin, daß Testsubjekte schwarze Gesichter, die sie sahen, als „weniger gesichtsartig“ abgewertet haben könnten, oder in gewissem Sinne als weniger menschlich. Gedämpfte Aktivität im Gyrus fusiformis und im Striatum korrelierte mit weniger Geld, das schwarzen Empfängern gegeben wurde. Diese Studie wurde von der National Science Foundation finanziert. (When money is scarce, biased behavior happens faster, Science Daily, 29. Oktober 2019)

Das ist ein Bericht über Kroschs Artikel „Scarcity disrupts the neural encoding of Black faces: A socioperceptual pathway to discrimination“ (geschrieben in Zusammenarbeit mit David M. Amodio von der New York University). Und dies ist ein interessanter Teil des Berichts: „…Psychologiestudenten aus einer privaten Universität – von denen keiner sich als schwarz oder afroamerikanisch identifizierte…“ Krosch wollte nichts Unerwünschtes in den Gehirnen von Schwarzen finden, daher schloß sie sie aus ihrer Studie aus. Ich denke, ihre Forschung war (und ist) von Feindseligkeit gegenüber Weißen motiviert und beabsichtigt, mehr von selbiger zu fördern. Und beachten Sie die Phrase „none of which“, vermutlich die von Krosch oder einer ihrer Mitarbeiter ausgewählte Formulierung. Die Phrase sollte „none of whom“ lauten, weil die Studenten menschliche Wesen sind, keine Tiere oder unbelebte Objekte. Bedeutet die Verwendung von „which“, daß jemand in „Kroschs Team“ die Studenten „abwertete“ und sie als „in gewissem Sinne weniger menschlich“ sieht? Gut möglich.

Punim-Parade

Und falls Sie gern einen Blick auf Kroschs Team hätten, hier ist eine Auswahl progressiver Punims (Jiddisch für „Gesicht“), gepostet an Kroschs Social Perception and Intergroup Inequality Laboratory, oder kurz Krosch Lab:

Miss Krosch selbst steht rechts außen (auf dem Foto, beeile ich mich hinzuzufügen), aber ihr Punim verdient einen genaueren Blick. Hier ist ein weiteres Foto dieser faszinierenden Wissenschaftlerin:

Amy Krosch, aufsteigender Stern der American Psychological Association (mit Greta Thunberg zum Vergleich)

Krosch hat ein breites, testosteronisiertes Punim wie das der fanatischen schwedischen Klimakreuzzüglerin Greta Thunberg. Nun wurde ich in den Kommentaren zu meinem letzten Artikel auf TOO getadelt, weil ich die Aufmerksamkeit auf geringfügige Defizite der physischen Schönheit der Journalisten Stephen Daisley und Tanya Gold gelenkt hatte, aber ich denke nicht, daß der Tadel berechtigt war. Wie der große Chateau Heartiste oft betont hat: „Physiognomie ist real“. Die Hässlichkeit des Linkentums als Ideologie widerspiegels sich oft in der Hässlichkeit von Linken als Menschen. Ich stimme auch dem faszinierenden Artikel auf National Vanguard zu, der argumentiert, daß „die Juden selbst ein unattraktives und im Durchschnitt hässliches Volk“ sind und daß „Juden als Gruppe gegen Schönheit sind“. Tatsächlich rät der Talmud Juden, physische Schönheit nicht als wichtig in der Ehe zu betrachten: „Denn ‚falsch ist Anmut, und Schönheit ist nutzlos.‘ Achtet auf gute Fortpflanzung, denn das Objekt der Ehe soll Kinder haben“ (Taanith 26b und 31a).

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