10 schräge und wundervolle Dinge über das Zusammenleben mit chassidischen Juden

Von Gavin McInnes, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich für „As der Schwerter“). Das Original 10 Weird and Wonderful Things About Living Among Hasidic Jews erschien am 7. Juni 2013 in Taki’s Magazine.

Unite the Beards ist eine neue und bemerkenswert naive Organisation, die Hipster und chassidische Juden zusammenbringen will. Sie ist hier in Williamsburg, Brooklyn, ansässig, wo die chassidische Gemeinde sehr deutlich gemacht hat, daß sie Hipster viel mehr hasst, als irgend jemand anderer das tut. Bevor ich vor 13 Jahren in diese Gegend zog, lebte ich in Montreal, wo es ebenfalls reichlich Chassidim gibt. Ich habe auch eine Bleibe im Hinterland, die wahrscheinlich Nr. 3 bei der chassidischen Bevölkerungsdichte ist.

Nach gut 25 Jahren, in denen ich von ihnen umgeben war, habe ich immer noch nicht die geringste Ahnung von ihnen. Dies liegt hauptsächlich daran, daß sie entschieden haben, daß Isolationismus der Schlüssel zur Kulturbewahrung ist.

Ich bin darüber geteilter Meinung. Einerseits denke ich: „Leckt mich, wenn ihr nicht rumhängen wollt“, aber andererseits muß man eine Kultur bewundern, die über 300 Jahre lang buchstäblich unberührt bleibt. Es ist wie Quebec. Man hasst sie, weil sie ihre drakonischen Sprachgesetze durchsetzen, aber man bewundert sie, weil sie sich der Disneyfizierung Nordamerikas widersetzen. Die Leute sind verdutzt über den frankokanadischen Akzent, aber so sprachen die meisten ländlichen Franzosen vor Hunderten von Jahren.

Ich kann euch nicht sagen, wie chassidische Juden sind oder auch nur, ob ich sie mag, aber ich kann euch sagen wie es ist, mit ihnen zusammen zu sein. Hier sind 10 Dinge, die ich im Laufe des letzten Vierteljahrhunderts bemerkt habe.

  1. SIE HASSEN HIPSTER

Orthodoxe Vermieter haben begonnen, an Hipster zu vermieten, weil es sich auszahlt, aber Chassidim sind sauer. Sie sehen dies als Invasion, und in gewissem Sinne haben sie recht. Den Amish geht es gut mit Rumspringa, weil es sich nicht auf ihrem Territorium ist und es nur zwei Jahre sind. Wenn Tussis, die sich kleiden, als wären sie in einem Video von ZZ Top, in einer Amish-Gemeinde leben würden, dann würde Rumspringa schnell zu einem dauerhaften RumSCHWINGa werden, und die Amish wären erledigt.

  1. NEIN, SIE HASSEN HIPSTER WIRKLICH

Der Große Radwegkrieg von Williamsburg tobt seit mindestens 2009. Scharfe Mädchen auf Fahrrädern fahren durch chassidische Gemeinden und stellen ihre blasphemisch aufreizenden Beine und ungöttlichen Dekolletés zur Schau. Die Chassidim konterten, indem sie die Radwegmarkierungen übermalten, und die Hipster wehrten sich, indem sie sie wieder aufmalten. Die Chassidim schalteten die Stadt ein, und die Hipster wehrten sich, indem sie eine Oben-ohne-Fahrradparade veranstalteten. Als Bürgermeister Bloomberg den Chassidim sagte, sie sollten mit dem Programm zurechtkommen, wiesen sie darauf hin, daß es schon fast Wahlzeit ist und sie einen riesigen Einfluß darauf haben, wer gewählt wird. Die Radwege waren am nächsten Tag verschwunden.

Das bedeutet nicht, daß der Streit nicht noch immer läuft. Erst letzte Woche schickte mir eine Freundin dieses Video von einem Van voller Chassidim, die einen Radfahrer attackieren, weil er durch ihr Viertel fährt.

Wir hatten diese Art von Konflikt nicht in Montreal. Dort oben machen die Chassidim einfach die köstlichsten Bagels im Universum und lassen jeden in Ruhe. Vielleicht sind die Frauen in New York einfach sexier?

  1. SIE DÜRFEN KEINE FRAUEN BERÜHREN

Ich flippe nicht aus wegen Menstruationsblut, aber meiner Erfahrung nach waschen sich die meisten Frauen die Hände, nachdem sie einen Tampon eingeführt haben. Wenn eine Frau einem Chassiden in seinem Fotoladen Kleingeld geben will, muß sie es ihm gewissermaßen in die Hand werfen. Das ist üblicherweise kein Problem, weil Chassidim ein fast abnorm gutes Geschick beim Auffangen entwickelt haben.

Einer der amüsanteren Nebeneffekte dieser Regel ist, wenn Neue sie versehentlich berühren. Ich habe Mädchen ihren Arm zurückziehen und sich entschuldigen sehen, bevor sie erkannten: „Warten Sie, warum entschuldige ich mich für die Verletzung eurer blöden Regel?“

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Wen die Katze ruft

Von Jim Goad, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich für „As der Schwerter“). Das Original For Whom the Cat Calls erschien am 3. November 2014 in Taki’s Magazine. (Anm. d. Ü.: der Titel bezieht sich auf den englischen Begriff „catcalling“ – einer Frau hinterherpfeifen; auch allgemein für Anmache, und er ist auch eine Anspielung auf den Originaltitel des Hemingway-Romans „Wem die Stunde schlägt“ – „For Whom the Bell Tolls“.)

 

Ein Video, das eine Jüdin dabei zeigt, wie sie sexuell belästigt wird, während sie durch die Straßen von New York City geht, hat enorme Empörung hervorgerufen – nicht so sehr dafür, daß sie sexuell belästigt wurde, sondern weil nicht genug Weiße es taten.

Beim Ansehen des zweiminütigen Clips – der letzten Dienstag veröffentlicht wurde und bereits über 30 Millionen mal angesehen wurde – muß ich zustimmen, daß die Schwarzen und Hispanics darauf gegenüber den weißen Männern in der Überzahl sind. Der Regisseur und Produzent des Films, Rob Bliss – der eine Kamera in seinem Rucksack verborgen hatte, während er vor dem weiblichen Belästigungsstunt-Opfer Shoshana Roberts her durch die Straßen von Manhattan ging -, behauptet, daß von den 18 Fällen sexueller Belästigung, die in dem Video dokumentiert sind, sechs von weißen Kerlen begangen wurden.

Es ist schwer zu beurteilen, nachdem die Gesichter all der Straßenfieslinge verwischt sind und viele weiße „fellas“ heutzutage in erbärmlicher Weise den Straßendialekt großstädtischer Schwarzer nachahmen, aber wie Bliss zählte ich auch sechs weiße Proleten unter den 18 „Belästigern“. Und ich setze den Ausdruck „Belästiger“ in Anführungszeichen, weil es heute anscheinend schon sexuelle Belästigung darstellt, wenn man eine Frau fragt „Wie geht es Ihnen heute?“ und „Wie geht es Ihnen heute morgen?“ Wie jeder weiß, der mit der Psychologie heterosexueller Frauen vertraut ist, ist es eine wissenschaftlich bestätigte Tatsache, daß Frauen es hassen, wenn Männer sie begehrenswert finden, und es sehr bevorzugen würden, daß Männer sie gänzlich ignorieren, als ob sie alt und hässlich wären.

Im unheimlichsten Abschnitt geht ein Mann dem Bildtext zufolge insgesamt fünf Minuten lang schweigend neben Miss Roberts her. Dieser Mann ist, wie es das Glück wollte, schwarz.

Die schwarze Autorin Roxane Gay twitterte: „Die Rassenpolitik des Videos ist beschissen. Zum Beispiel: sie ist nicht durch irgendwelche weißen Viertel gegangen?“

In Slate schlägt Hanna Rosin – eine professionelle Klatschtante und Autorin von The End of Men and the Rise of Women – die Fakten in den Wind und wirft Rob Bliss vor, „all die weißen Kerls mit ihrer Anmache herausgeschnitten zu haben.“ Ebenfalls auf Slate nörgelt die großteils schwarze Dee Lockett (sie hat offensichtlich etwas Sahne in ihrem Kaffee): „Weiße Männer… haben diese Art von Anmache nicht nötig. Sie haben ihr Territorium vor Jahrhunderten markiert.“

Chris Hayes von MSNBC, der am lesbischsten aussehende Mann, den es derzeit im Fernsehen gibt, behauptete, er hätte sich geweigert, das Video zu senden, wiederum weil weiße Männer nicht ihren fairen Anteil an der sexuellen Belästigung geleistet haben.

Weil es die schlimmstmögliche Sache in der gesamten Geschichte ist, vom Urknall bis jetzt und dann bis in die Ewigkeit – in diesem Universum und in allen Universen von hier bis Timbuktu und sogar bis nach Cleveland und den Vorstädten drumherum -, als Rassist bezeichnet zu werden, versuchte Regisseur Rob Bliss vorsichtig zu erklären, daß weiße Belästiger nicht absichtlich aus rassistischen Gründen herausgeschnitten wurden:

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Revolte der unfreiwillig Zölibatären

Der Phallus von Karhorin.

Von Jim Goad, übersetzt von Lucifex. Das Original Revolt of the Involuntary Celibates erschien am 30. April 2018 auf Taki’s Magazine.

Eines frühen Nachmittags letzte Woche in Toronto soll der 25jährige Softwareentwickler Alek Minassian mit seinem Van über eine nahezu eine Meile lange Strecke städtischer Gehsteige gefahren sein und mutwillig Fußgänger niedergepflügt haben. Zehn blieben tot liegen, und sechzehn weitere wurden verletzt. Es war Kanadas tödlichster Fahrzeuganschlag aller Zeiten.

War es, weil Frauen keinen Sex mit ihm haben wollten?

Bloß Minuten nach dem Anschlag konzentrierte die Aufmerksamkeit sich auf einen Beitrag, den Minassian angeblich auf seinem Facebook-Profil gepostet hat – der einzige Beitrag, der dort je gepostet wurde:

Private (Recruit) Minassian Infantry 00010 möchte bitte mit Sgt 4chan sprechen. C23249161. Die Rebellion der Incels hat bereits begonnen! Wir werden all die Chads und Stacys stürzen! Heil dem Obersten Gentleman Elliot Rodger!

Eine Quelle aus Kanadas Verteidigungsministerium soll bestätigt haben, daß C23249161 Minassians militärische ID-Nummer während seiner Armeeausbildung war.

Aber was ist mit 4chan? Und was ist ein Incel? Und wer sind Chad, Stacy und Elliot Rodger?

4chan ist ein legendär berüchtigtes Imageboard, das für zahllose Meme und Internet-Hoaxes verantwortlich ist, was manche hat argwöhnen lassen, daß der Facebook-Beitrag gar nicht von Minassian kam. Trotz der „Bestätigung“ durch die Polizei von Toronto und mehrere „angesehene“ Nachrichtenmedien, daß Minassian ihn postete, gibt es Grund zu glauben, daß es tatsächlich ein Hoax war. Der schlüssigste Beweis dafür ist nicht nur der 4chan-Jargon, sondern auch die Tatsache, daß die Zeitmarke auf dem Post 1:27 nachmittags Eastern Standard Time gewesen sein soll. Aber Überwachungsaufnahmen zeigen, daß Minassians Amokfahrt ein paar Minuten davor begann, und es fällt schwer zu glauben, daß er eine Facebook-Nachricht tippen konnte, während er mit einem Van eine Menschenmenge überfuhr.

Jedoch war der Großteil der Mainstream-Presse, triefend vor selbstgerechter Männerfeindlichkeit, die Schuld für das Blutbad der Disturbing, Thriving Online Community of Celibate Men [„beunruhigenden, blühenden Online-Gemeinde zölibatärer Männer“], genannt Incels, zu geben. Und diese Tatsache allein ist wahrscheinlich bedeutsamer, als die Frage, ob Minassian sich persönlich mit dieser Gruppe identifizierte.

Die Webseite incels.me beschreibt einen Incel so:

„Incel“ bedeutet Involuntary Celibate [„Unfreiwillig Zölibatärer“], jemand, der, wenn man den Begriff wörtlich nimmt, keinen Sex haben kann, obwohl er das will. In der Praxis geht das über das bloße Sex-haben hinaus und in den Bereich, daß man keine Möglichkeit hat, eine Partnerin zu finden, um von ihr Anerkennung, Liebe oder Akzeptanz zu bekommen. Sex ist großteils sekundär [sic], obwohl wie in jeder Gruppe eine Minderheit von Incels da widerspricht.

Die Community ist weiter gespalten in „truecels“ (diejenigen, die nie Sex oder eine Freundin hatten), „mentalcels“ (diejenigen, die wegen mentaler Probleme an amourösen Beziehungen gescheitert sind) und „volcels“ (diejnigen, die sich freiwillig dafür entschieden, zölibatär zu sein).

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Klima-Gruppendenken

Von David Archibald, übersetzt von Lucifex. Das Original Climate Groupthink erschien am 18. April 2018 auf Taki’s Magazine.

Es heißt, daß das Vereinigte Königreich den längsten Selbstmord-Abschiedsbrief der Welt produziert hätte – sein Klimawandelgesetz von 2008. Es sind aber noch ein paar vernünftige Leute in GB übrig; diejenigen in der Global Warming Policy Foundation beauftragten den angesehenen britischen Journalisten Christopher Booker, einen Bericht mit dem Titel Global Warming: A case study in groupthink [„Globale Erwärmung: Eine Fallstudie im Gruppendenken“] zu schreiben. Richard Lindzen schrieb das Vorwort, das bezüglich der Theorie von der globalen Erwärmung die Frage enthält:

Wie kommen ansonsten intelligente Menschen dazu, solch himmelschreienden Unsinn trotz seiner Unplausibilität, inneren Widersprüche, widersprüchlichen Daten, offenkundiger Korruption und lächerlicher politischer Implikationen zu glauben?

Wie, in der Tat. Dr. Lindzen hat seit über dreißig Jahren Abhandlungen veröffentlicht, die kritisch gegenüber der Theorie von der globalen Erwärmung sind. Für jeden, der sich dafür interessiert, wie wir zum gegenwärtigen Spielstand in Sachen Klima gekommen sind, liefert der Bericht eine interessante Einführung. Er enthält viele amüsante Anekdoten über die Mätzchen, auf die Global-Warming-Wissenschaftler und ihre Unterstützer zur Förderung ihrer Sache zurückgreifen, großteils mit Bezug auf deren inhärente Heuchelei. Nachfolgend sind einige dieser Geschichten zu finden.

Das wissenschaftliche Establishment in den Vereinigten Staaten und in Europa war seit mindestens dreißig Jahren beim Global-Warming-Hoax mit an Bord, noch bevor die Beweise dafür überhaupt fabriziert worden waren. Natürlich wurde kein Widerspruch dazu toleriert; aus Seite 13:

Aber, wie Lindzen anmerkte, war bald klar geworden, daß es bei allen Konzepten, die für uneindeutig hinsichtlich der globalen Erwärmung gehalten wurden, höchst unwahrscheinlich war, daß sie akzeptiert würden. Er erinnerte sich, wie die National Science Foundation im Winter 1989 einem seiner MIT-Kollegen, Professor Reginald Newell, die Mittel entzog, als seine Datenanalysen nicht zeigten, daß das vorhergehende Jahrhundert eine Nettoerwärmung erlebt hatte (ein Beurteiler meinte, daß seine Ergebnisse „gefährlich für die Menschheit“ seien).

Dr. Lindzen hatte ebenfalls ähnliche Probleme, wie auf Seite 14 erzählt wird:

Dies war ein Zeichen dafür, wie rücksichtslos der Druck geworden war, um jegliche Kritiker am „Konsens“ von der Debatte auszuschließen. Als Lindzen selbst eine Kritik an der These von der globalen Erwärmung an Science schickte, das Journal der American Association for the Advancement of Science, wurde sein Artikel als „nicht von Interesse“ für seine Leser abgelehnt. Aber zu seinem Erstaunen griff Science dann seinen Artikel an, obwohl er nicht veröffentlicht worden war.

Obwohl der Artikel schließlich im Bulletin der American Meteorological Society erschien, bemühte dessen Herausgeber „sich sehr, Widerlegungen anzufordern.“

Auf einer Ebene war die Theorie von der globalen Erwärmung ein Mittel zu einem Zweck, und die tatsächliche Umkehrung des Schadens, den zusätzliches Kohlendioxid angeblich verursachte, war nicht das, worauf es ankam. Worum es ging, war, ein Hassobjekt zu haben, das rechtfertigen würde, was die Protagonisten tun wollten. Auf Seite 18 gibt es ein Zitat aus The First Global Revolution, Bericht des Club of Rome, von 1991:

Auf der Suche nach einem neuen Feind, der uns vereinen würde, kamen wir auf die Idee, daß Umweltverschmutzung, die Drohung der globalen Erwärmung, Wasserknappheiten, Hungersnot und dergleichen dafür passen würden… all diese Gefahren werden durch menschliches Eingreifen verursacht… der wahre Feind ist also die Menschheit selbst.

Das Wunderbare an der globalen Erwärmung als Problem ist, daß kein physischer Beweis für ihre Existenz notwendig war, den die Menschen in ihrem täglichen Leben erfahren. Zu einem großen Ausmaß fälschten die Global Warmers sie, „bis sie sie machten“, aber keine Temperaturerhöhung kam daher, um ihnen zu helfen. Ihre Vorhersagen sind nun um nichts weniger lächerlich, aber die Warmers haben gelernt, sie viel weiter in die Zukunft hinauszuschieben.

Damals in den 1990ern dachten manche der ursprünglichen Teilnehmer in der Global-Warming-Industrie, sie wären an echter wissenschaftlicher Arbeit beteiligt, daher also diese amüsante Geschichte von Seite 20 über einen IPCC-Bericht von 1995:

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Churchill: Mehr Mythos als Legende

Von Patrick Foy, übersetzt von Deep Roots. Das Original Churchill: More Myth Than Legend erschien am 2. Februar 2011 in Taki’s Magazine.

Letzte Woche gab mir ein republikanischer Freund aus dem Country Club in Palm Beach ein Exemplar von „The Weekly Standard“ und drängte mich, „A World in Crisis: What the thirties tell us about today“ von Matthew Continetti zu lesen. Der Artikel möchte den Leser glauben machen, daß das Schicksal des Universums von einem wenig bekannten Verkehrsunfall in Manhattan 1931 abgehangen sei, in den Winston Churchill verwickelt war.

Churchill hatte am späten Abend des 13. Dezember 1931 auf dem Weg zu einer Besprechung in Bernard Baruchs Wohnung die Fifth Avenue bei der 76th Street überquert, als er in die falsche Richtung schaute, gegen das Licht über die Straße ging und von einem Auto gestreift wurde, das mit 30 mph (knapp 50 km/h) fuhr. Der unglückliche Staatsmann verbrachte über eine Woche im Lenox Hill Hospital, während er sich von einer verstauchten Schulter, Platzwunden im Gesicht und einer leichten Gehirnerschütterung erholte, wofür ihm der Arzt „alkoholische Getränke zu jeder Mahlzeit“ verschrieb. Continetti erwähnt „die Körnigkeit der Geschichte“, was immer das heißt: „Wenn das Auto nur ein wenig schneller gefahren wäre, dann wäre die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts unwiderruflich verändert worden.“ Das stimmt schon, aber zum Besseren oder zum Schlechteren?

Continetti argumentiert, daß dieses zufällige Mißgeschick noch gut ausgegangen ist. Seine Prämisse ist, daß die 1930er eine gefährliche Zeit wie unsere eigene waren und daß es des scharfsinnigen Winston Churchill bedurft hätte, um die Menschheit zu retten und die Dinge ins Lot zu bringen: „Wenige Menschen erkannten 1931 die wachsende Gefahr. Der Patient im Lenox Hill Hospital war einer davon.“ Oje. Was für ein Quatsch.

Der „Weekly Standard“ wie auch „National Review Online“ und „Commentary Magazine“ gehören alle zu derselben scheinkonservativen Neocon-Bruderschaft, die Washington gekapert hat, angefangen mit H. W. Bush nach dem Kalten Krieg, und die seither jede Hoffnung auf eine „Friedensdividende“ ruiniert hat.

Feuer mit Benzin zu löschen, ist gemeinhin keine gute Idee, und der islamische Extremismus ist ein Nebenprodukt der Allianz zwischen Tel Aviv und Washington. Deshalb steht uns jetzt der Zeitlupenverfall der „unverzichtbaren Nation“ der Welt bevor. Es erinnert mich an den traurigen Zustand von Little England in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, alles dank Sir Winstons kurzsichtiger Führung.

Die Neocon-Opportunisten haben sich Churchill als einen der ihren geschnappt. Er wird immer mit dem angeblichen “guten Krieg” in Verbindung gebracht und ist infolgedessen in den Himmel gelobt worden. Aber was, wenn das Auto 1931 schneller die Fifth Avenue entlanggefahren wäre und die britische Bulldogge in die nächste Welt katapultiert hätte? Hätte der Zweite Weltkrieg gänzlich vermieden werden können?

Der „gute Krieg“ hatte weltweit annähend fünfzig Millionen Todesopfer zur Folge, hinterließ Europa als hungernden und zerbombten Kontinent, zerstörte die ausgedehnten Imperien der Briten und Franzosen, brachte die Sowjets für mehr als vierzig Jahre ins Herz Europas und überließ China Mao Tse-tung.

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Wird die nächste große „Welle“ des Feminismus endlich die sein, die ihn ersäuft?

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Von Jim Goad; Original: Will Feminism’s Next Big „Wave“ Finally Be the One That Drowns It?, erschienen am 5. Oktober 2015 auf Taki’s Magazine.
Übersetzung: Lucifex

Genau wie Periodenkrämpfe und Geburtswehen kommt der Feminismus in Wellen. Anscheinend befinden wir uns am Ende der dritten Welle und an der Schwelle zur vierten. Ich weiß auch nicht, was das eine und das andere bedeutet, daher habe ich nachgeschlagen.

Man stimmt allgemein darin überein, dass in den Vereinigten Staaten die erste Welle des Feminismus 1920 endete, als die Frauen das Wahlrecht gewannen. Diese Welle begann sich erstmals irgendwann in der Mitte der 1800er aufzubauen. Von Anfang an war sie von der spirituellen Idee eingefärbt, dass Frauen den Männern moralisch überlegen seien, ein Konzept, das durch alle Wiederholungen des Feminismus hindurch konstant geblieben ist.

Es war letztendlich klug – wenn nicht ausgesprochen hinterlistig – von den Regierungsvertretern, den Frauen das Wahlrecht zu geben, weil Frauen fast ohne Ausnahme jedes Mal für die Regierung stimmen werden.

Der Feminismus trat dann in eine gesegnete, vier Jahrzehnte lange Zeitspanne des Winterschlafs ein, nur um in den frühen 1960ern mit Betty Friedans The Feminine Mystique und ihrem Beharren darauf zu erwachen, dass der häusliche Segen für amerikanische Frauen in Wirklichkeit eine endlose Schleife aus Sklavenarbeit und Vergewaltigung in der Ehe sei. Kombiniert mit einem Eifer, mit der Schambehaarung voraus in die „Bürgerrechtsbewegung“ zu springen, damit die Frauen nicht zurückbleiben, wurde die zweite Welle wie ein kreischendes Pterodactylusbaby ausgebrütet.

Das war der Punkt, an dem der Feminismus wirklich nervig zu werden begann.

Es ist der Punkt, an dem die Frauen sich von ihrer Abhängigkeit von Männern „losrissen“, nur um von diesem Zuhälter-Daddy-Luden-Alphamann aller Alphamänner abhängig zu werden, von Big Brother. Und wie es ja so kommen musste, wurde der ganze Schwindel von der CIA unterstützt und begünstigt. Es war die Zeit, als Büstenhalter verbrannt und Slogans in Sprechchören gerufen und das Word „Sexismus“ geprägt wurde, um mit „Rassismus“ zu konkurrieren. Es war die Zeit, als der Feminismus sich hoffnungslos mit Marxismus und Dekonstruktionismus und Antikolonialismus und all jenen anderen –ismen verflocht, die immer alles Wertvolle zerstören. Es war die Zeit, als Frauen ein angeborenes „Recht“ behaupteten, ihre Föten entweder zu töten oder auszutragen, und dass Männer kein gesetzliches Recht hätten, gegen die Entscheidung der Frau Einsprüche zu erheben. Erinnert euch, Jungs – „Gleichheit“ ist immer ein Nullsummenspiel. Wenn sie etwas gewinnen, verliert ihr etwas.

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Die große Vergewaltigungsmigration in Europa

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Von Jim Goad; Original: The Great European Rape Migration, erschienen auf Taki’s Magazine.
Übersetzung: Lucifex (Anm. d. Ü.: von den vielen im Text enthaltenen Links habe ich nur ein paar ausgewählte hier eingefügt)

Unter all den grausamen psychologischen Tricks, die Menschen gegeneinander anwenden, gehört „Gaslighting“ zu den schlimmsten. Der Begriff wurde durch den Film Gaslight von 1944 populär gemacht, in dem Charles Boyer Ingrid Bergman davon zu überzeugen versucht, dass sie verrückt ist und nicht wirklich den Schluss des Raubmordes an ihrer Tante mitbekommen hat.

In der widerlichen, unethischen Mobiltoilette, die der moderne politische Diskurs ist, ist Gaslighting Pflicht. Die Waterboys des Status quo versuchen fröhlich Gaslighting bei jedem anzuwenden, der unbequeme Tatsachen erwähnt oder verbotene Fragen stellt, indem sie ihn einen paranoiden, hasserfüllten, bigotten Idioten nennen.

Ich erhielt letzte Woche eine Email, von der ich argwöhne, dass sie ein sachter Versuch des Gaslightings war. Mein passiv-aggressiver Gegner, der in Dänemark zu leben behauptet, sagte, er würde meine Artikel genauso genießen wie die von Gavin, bevor er uns beide dafür tadelte, dass wir irgendeine imaginäre „feine Linie“ in seinem Kopf übertreten hätten, indem wir andeuteten, dass das Vergewaltigen einheimischer europäischer Frauen durch moslemische Einwanderer, wie die Kids sagen, „ein Ding“ sei. Wohlgemerkt, weder Gavin noch ich sagten jemals, dass alle Moslems es tun. Wir sagten nur, dass es mit einer Häufigkeit geschieht, die jeden alarmieren kann, der sich um die europäische kulturelle und demographische Integrität sorgt. Immerhin ist das Vergewaltigen der Frauen eines anderen Stammes üblicherweise eine Aktivität, mit der die Gewinner eines Krieges sich beschäftigen. Er unterstellte auch, wir würden „Vorurteile“ zeigen, was wörtlich bedeutet, jemanden vorzuverurteilen, ohne sich die Beweise anzusehen.

Okay, sehen wir uns also die Beweise an. Vers 4:24 des Koran – ich weigere mich zu kapitulieren und ihn „Quran“ zu schreiben – besagt:

Und alle verheirateten Frauen sind dir verboten außer jenen (Gefangenen), die deine rechte Hand besitzt.

Allahs göttlicher Hirnfurz hier weist die Gläubigen an, dass es unangemessen sei, Sex mit verheirateten Frauen zu haben, sofern sie nicht Ungläubige sind und man sie mit Gewalt zu Sklavinnen gemacht hat.

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Ja, Afrika muss zur Hölle gehen

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Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots

Das Original ´Yes, Africa must go to hell´ erschien am 20. Januar 2010 in Taki’s Magazine

Ich begrüße James Jacksons Mut, auf die Tatsache hinzuweisen, daß Afrikas chronische Dysfunktionalität nicht das Ergebnis weißer europäischer Herrschaft in der Vergangenheit ist, sondern der schwarzafrikanischen Herrschaft in der Gegenwart — daß sie, statt das Ergebnis des europäischen Kolonialismus und post-imperialer Gleichgültigkeit zu sein, wie die Linke behauptet, die Folge des europäischen Post-Kolonialismus und postkolonialer Hilfsprogramme ist.

Ich werde ihn nicht linker Gesinnung beschuldigen, aber Mr. Jackson begeht immer noch den Trugschluß — charakteristisch für die Linke — daß er das sub-saharische Afrika nach europäischen Standards beurteilt, und er scheint immer noch anzunehmen, daß Afrika sich zu einer Zivilisation europäischen Stils entwickeln würde, wenn die Afrikaner nur aufhörten, die Opfer zu spielen, und ein für alle mal die Kurve kriegen würden. Diese letztere Annahme entspringt dem Glauben, den die Linke hegt, daß Schwarzafrikaner Europäer mit schwarzer Haut sind. Besagter Glaube ist mit einem anderen Glauben verbunden, der Fortschritt schätzt und ihn an der Annäherung an Europas gegenwärtige techno-industrielle Gesellschaft mißt – eine Art von Gesellschaft, die durch eine komplexe gesellschaftliche Organisation, Hochtechnologie, Industrieproduktion, wissenschaftliche Entdeckungen, Kapitalismus, Rechtsstaatlichkeit, Privateigentum, Bürgerrechte, Modernität und säkularen Rationalismus charakterisiert wird. Die Abnormalität dieser Glaubensvorstellungen in Bezug auf einige nichteuropäische Gesellschaften ist für uns nicht offensichtlich, weil wir diese Dinge für selbstverständlich halten. Aber es ist wichtig, sie zur Kenntnis zu nehmen, weil die Konsequenzen katastrophal sind: sie untermauern das ganze Unternehmen von Hilfe und weißer Schuld, das eine Bevölkerungsexplosion auf dem Dunklen Erdteil und die nachfolgende Flutwelle hungriger und von Groll erfüllter Einwanderer nach Europa und Nordamerika geschürt hat.

Ich argumentiere seit einiger Zeit, daß wir, wenn jemals Stabilität auf dem Schwarzen Kontinent einkehren soll, zulassen müssen, daß die Schwarzafrikaner von Europa abweichen und sich auf eine Weise neu organisieren, die mit ihrem Temperament, ihren Neigungen und Begabungen harmoniert. Ich habe auch argumentiert, daß wir uns nicht einmischen dürfen, selbst wenn das Endergebnis für uns beunruhigend ist. Was Afrika braucht, ist nicht mehr Geld und Entwicklung, sondern gar nichts davon. Schwarzafrikaner sind anders als Europäer. Wir mögen nicht von afrikanischen Kulturen sprechen wollen, weil sie in Relation zu unserer primitiv erscheinen, aber wir müssen akzeptieren, daß Kultur für sie etwas anderes bedeutet als für uns, und daß unsere Meinung, auch wenn wir sehr wohl eine haben können, irrelevant ist, wenn das, was sie unter Kultur verstehen, für sie funktioniert. Fortschritt, so wichtig er für uns gegenwärtig sein mag, ist dort fehl am Platz. Afrika ist zur Hölle gegangen, weil es das muß.

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Das Problem mit Rassenkriegen zwischen Minderheiten

Louis Vasquez (Foto vom Covina Police Department)

Louis Vasquez (Foto vom Covina Police Department)

Von Jim Goad; Original: The Problem With Race Wars Among Minorities, erschienen am 9. Februar 2015 in Taki’s Magazine.
Übersetzung: Lucifex.

Ich kann nur vermuten, dass der Grund, warum man nicht viel über Gewalt zwischen Schwarzen und Hispanics in Amerika hört, der ist, daß man nicht viel darüber hören soll. Es ist die Art von Sache, die mit der Beharrlichkeit eines aggressiven, stark tätowierten Lachses gegen den Strom des vorherrschenden Narrativs schwimmt. In den fieberhaften Filmträumen der Nation über Rassengewalt sind es Weiße (und nur Weiße), die da umgehen und Nichtweiße (und nur Nichtweiße) verdreschen. Aber in Städten im ganzen Land – ganz besonders in Los Angeles – betreibt eine Gruppe von Nichtweißen einen lang andauernden, aufreibenden, brutalen Revierkampf gegen eine andere Gruppe von Nichtweißen – und das ist etwas, das eindeutig NICHT im Drehbuch steht. Daher ist es für die schlauen Drehbuchschreiber am besten, das dämliche Kinopublikum davon zu überzeugen, daß es nicht geschieht; und falls das nicht klappt, drehen und wenden sie sich, um einen Weg zu finden, den Weißen trotzdem die Schuld zu geben.

Am frühen Samstagabend des 31. Januar soll vor einem Einkaufszentrum in Covina, einem mehrheitlich hispanischen Vorort von Los Angeles, ein hispanisch aussehender junger Mann mit einem riesigen Küchenmesser schwarzenfeindliche rassische Beschimpfungen geäußert haben, während er zwei schwarze Männer niederstach und dann vom Tatort floh. Videoüberwachungsaufnahmen zeigen kurz, wie der Angreifer sein Opfer verfolgt, das später rückwärts in den Aufnahmebereich der Kamera stolpert und frisches nasses Blut sehen läßt, das über sein Hemd und seine Hose verspritzt ist.

Die Polizei von Covina verhaftete das 19jährige angebliche Mitglied einer Mexikanerbande, Louis Vasquez, im Zusammenhang mit den Messerstechereien. Vasquez hatte zuvor eine Gefängnisstrafe wegen Autodiebstahls abgesessen und wurde nur 17 Stunden nach seiner Entlassung von einer Gefängnisstrafe für nicht damit zusammenhängende Anklagen wegen der beiden Messerangriffe verhaftet.

Unter Zitierung der angeblichen rassischen Beschimpfungen sagte die Polizei, sie hätte vor, in der Sache der Messerstechereien wegen Hassverbrechen zu ermitteln. Aber als Vasquez letzten Dienstag unter der Anklage wegen versuchten Mordes angeklagt wurde, gab es keine Verschärfung wegen Hassverbrechen. Eine Staatsanwältin sagte, sie hätte nicht genügend Beweise dafür gefunden, dass das anscheinend unprovozierte Niederstechen zweier schwarzer Männer durch einen mexikanischen Teenager, der Zeugen zufolge rassische Beschimpfungen geschrieen hatte, auch nur im mindesten rassisch motiviert gewesen sei.

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Rote Leitwerke und Lügengeschichten

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Von Paul Kersey; Original: Red Tails and Tall Tales, erschienen am 20. Januar 2012 in Taki’s Magazine.

Es würde einem schwerfallen, eine Stadt in Amerika ohne Holocaust-Gedenkstätte zu nennen, obwohl es schwer zu verstehen ist, warum diese gänzlich europäische Tragödie in den Vereinigten Staaten ständig erwähnt werden muß.

Es würde einem gleichermaßen schwerfallen, eine Stadt in Amerika zu nennen, in der es keine Straße, keinen Flughafen oder keine Air Force-Basis gibt, die nach den Tuskegee Airmen benannt sind, oder eine militärische Einrichtung ohne eine riesige Ausstellung zu Ehren der Red Tails.

Im National Air and Space Museum außerhalb von Washington, DC überschattet die Spirit of Tuskegee – jenes heiligste aller Flugzeuge – die anderen Ausstellungsstücke, nicht weil es das Flugzeug wäre, das die Schallmauer durchbrach, sondern weil es das Fahrzeug war, das die Schwarzen durch die unendlich wichtigere Hautfarbenbarriere trieb.

Schulkinder in ganz Amerika sehen sich HBO’s Film „The Tuskegee Airmen“ von 1995 als Quellenmaterial für jene mutige Geschichte von Schwarzen an, die bewiesen, daß sie Flugzeuge genauso gut fliegen konnten wie Whitey. (Was soll’s, daß weniger als zwei Prozent der Piloten im heutigen US-Militär schwarz sind und daß große Verkehrsfluglinien ähnlich niedrige Quoten schwarzer Piloten aufweisen).

Zählt es, daß der Film von 1995 weitgehend eine Hollywoodproduktion ist, die auf nun diskreditierten Lügen beruht, wie dem Mythos, man hätte „niemals einen Bomber verloren“? Nicht wirklich. Nur ein Tuskegee-Airmen-Leugner – im Grunde das Äquivalent eines Nazisympathisanten – würde es wagen, die Legitimität der Geschichte von den „Red Tails“ in Frage zu stellen. Amerika ist rassisch so weit fortgeschritten, daß der bloße Gedanke, die offizielle Geschichte der Tuskegee Airmen anzuzweifeln, auf einer Stufe damit steht, daß ein Europäer fragt, ob wirklich „sechs Millionen Juden“ in den Konzentrationslagern starben.

Heute hat George Lucas beschlossen, mittels Veröffentlichung von „Red Tails“ Tyler Perrys Entschlossenheit zu überbieten, der einsame Filmemacher zu sein, der hauptsächlich auf Schwarze abzielende Filme macht. Der Film gibt vor, die wahre Geschichte jener schwarzen Jagdpiloten zu erzählen, die am Morton Field in Tuskegee, Alabama, ausgebildet wurden und im Zuge dessen schließlich das Zwillingsübel von Jim Crow und Nazideutschland besiegten.

Vieles von dem Ruhm, der den Erfolg der Tuskegee Airmen umgab, drehte sich um die superlative, beinahe unglaubliche Geschichte, daß nicht einer der Bomber, die sie eskortierten, jemals verloren ging. 62 Jahre lang blieb diese Geschichte unangefochten, weitgehend wegen der Verehrung und Wertschätzung, die gegenüber jenen schwarzen Fliegern aufgebaut worden waren, die so entscheidend bei der Integration nicht nur der Streitkräfte, sondern Amerikas als Ganzem waren.

Erst als 2007 ein gefürchteter Tuskegee-Airmen-Leugner namens Dr. Daniel Haulman daherkam und diese Geschichte tatsächlich untersuchte – die vom schwarzen Journalisten Roi Ottley aufgebracht und 1945 schnell von der Schwarzenzeitung „The Chicago Defender“ aufgegriffen wurde – kam die Wahrheit an die Oberfläche.

Daß nicht ein Mitglied einer weißen Bomberbesatzung, deren Flugzeug abgeschossen wurde, während es von der 332nd Fighter Group (den Red Tails) eskortiert wurde, jemals vortrat und die Wahrheit über den Mythos erzählte, daß sie „niemals einen Bomber verloren haben“, ist ein Zeugnis dafür, daß diese Fabel erst in relativ jüngerer Zeit Verbreitung erfuhr.

Obwohl man für solch eine unhöfliche Nachforschung über die Wahrhaftigkeit der Behauptungen um die Red Tails nicht wie in Europa ins Gefängnis geworfen werden konnte, stieß Dr. Haulman sehr wohl auf starken Druck seitens etablierter Akademiker und der Tuskegee Airmen selbst, weil er es wagte, die Wahrheit hinter dem Mythos zu enthüllen.

Wie kann Dr. Haulman es wagen, die Legitimität der Geschichte um die Tuskegee Airmen anzuzweifeln und sich als Leugner positionieren? Weiß er nichts über den großen Sieg über den Rassismus zu Hause und den Faschismus im Ausland, den diese tapferen nubischen Jagdpiloten errangen?

Egal, denn der Eintrag auf der Webseite des National Park Service über die „Tuskegee Airmen National Historic Site“ zählt immer noch stolz diese bedauerliche Unrichtigkeit auf:

Mit einer Distinguished Unit Citation für die Mission ausgezeichnet, verloren die Tuskegee Airmen trotz der überlegenen deutschen Flugzeuge keinen einzigen Bomber.

Haulman sagt, daß sie 1944 und 1945 in Wirklichkeit 25 Bomber an jene deutschen Flugzeuge verloren, die von jungen Luftwaffepiloten gesteuert wurden, welche gerade erst die Pubertät erreicht hatten. Aber das paßt nicht mit dem Narrativ zusammen, daß sie überlegene Piloten – sowohl mit ihrer fliegerischen Geschicklichkeit als auch mit ihrem moralischen Kompaß – gegenüber den minderwertigen weißen Piloten gewesen seien.

Mehr als 1.200 weiße Piloten der Army Air Force wurden während des Zweiten Weltkriegs als „Asse“ betrachtet (was bedeutete, daß sie fünf oder mehr bestätigte Abschüsse hatten); nicht ein Tuskegee Airman erwarb sich die Ehre, ein „As“ zu sein, sofern man nicht Detroit, eine Stadt, die Bürgermeister Coleman Young – ja, er war ein Tuskegee Airman – zu zerstören half, als „Ehrenabschuß“ betrachtet.

Immerhin sieht das Detroit von 2012 aus, als wäre es von ein paar tausend Lufteinsätzen eingeebnet worden.

Von den Anschuldigungen der Tuskegee-Airmen-Leugnung nicht zum Schweigen gebracht, verfaßte Haulman die kleine Abhandlung Nine Myths About the Tuskegee Airmen („Neun Mythen um die Tuskegee Airmen“), die so ziemlich all die Lügen abschießt, die als Wahrheit verkauft wurden, um die Geschichte von den Red Tails in der Luft zu halten.

Daß die Glorifizierung der schwarzen Piloten beinahe gänzlich auf Lügen beruht – es wäre nicht weit hergeholt zu sagen, daß „Iron Eagles“ von 1986 auf mehr Wahrheit beruht – zählt nicht. Nur ein Tuskegee-Airmen-Leugner würde solch undenkbare Gedanken hegen.

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Einen hierzulande viel bekannteren Mythos um einen ungerechtfertigt als Quasi-Staatsheiliger verehrten Schwarzen hat Kevin Alfred Strom in Die Bestie als Heiliger: Die Wahrheit über Martin Luther King demontiert.