Die Europäer und der Geschlechtsdimorphismus

Von Deep Roots (post-AdS)

In GEO 12-2014 stieß ich auf Seite 153 auf den nachfolgend wiedergegebenen Kurzbeitrag, der einen der beiden Auslöser und Aufhänger für meinen nun vorliegenden Artikel über die Ausprägung geschlechtsspezifischer Eigenschaften bei Europäern und anderen Rassen geliefert hat:

Tarzan aus der Stadt

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„Männlicher“ Mann, „weibliche“ Frau: Diese Stereotypen können doch nur Relikte aus der primitiven Vorzeit sein, heißt es. Doch die Theorien, die heutige Paarungspräferenzen und -probleme auf die Welt der Höhlenmenschen zurückführen – sie stimmen offenbar nicht alle.

Das ergaben jetzt anthropologische Studien eines Teams um Isabel Scott und Andrew Clark von der Brunel University London.

Die Forscher verglichen Attraktivitätsurteile für Bilder von Männern und Frauen in unterschiedlichen Kulturkreisen – modernen westlichen Stadtregionen und traditionellen bäuerlichen oder Stammeskulturen. Das überraschende Resultat nach der Befragung von 962 Teilnehmern auf allen Erdteilen: Die nach westlichen Maßstäben mutmaßlich attraktivsten Männer und Frauen wurden von traditionell lebenden Menschen nicht als besonders begehrenswert empfunden. Und das selbst dann, wenn Hautfarbe und andere ethnische Merkmale übereinstimmten. Besonders beliebt waren eher „neutrale“, weniger geschlechtstypische Gesichter.

Das für uns typische Muster – markiger, aggressiver Mann versus schutzbedürftiges Weibchen – hat sich Clark zufolge erst in den letzten Jahrhunderten entwickelt, im Verein mit fortschreitender Urbanisierung und Industrialisierung. Es ist also vermutlich nicht wesentlich älter als Edgar Rice Burroughs‘ Erzählung von Tarzan und Jane aus dem Jahr 1912.

Inwiefern die Aussage bezüglich der Bevorzugung neutralerer, weniger geschlechtstypischer Gesichter bei nichteuropäischen Völkern zutrifft, sei fürs erste einmal dahingestellt; für den Raum von Vorderasien über Südasien bis Ostasien könnte ich es mir vorstellen, worauf ich später in diesem Artikel noch zurückkommen werde.

Daß sich das für uns typische Muster erst in jüngerer Vergangenheit entwickelt haben soll, ist jedenfalls unlogisch, allein schon, wenn man bedenkt, daß der Bedarf nach einem maskulinen Mann mit Beschützerfähigkeit für Frauen in früheren, rauheren Zeiten mindestens nicht geringer gewesen sein kann als in der späten Neuzeit. Außerdem entsprechen die genetisch bedingten geschlechtstypischen Gesichtsausbildungen der europäischen Rasse diesem „westlichen“ Ideal und können sich somit nicht erst in den letzten Jahrhunderten zusammen mit diesen auch instinktiv verankerten Idealvorstellungen entwickelt haben.

Zusätzliche Bestätigung dieser Einschätzung erhält man, wenn man sich ansieht, welches Menschenbild in früheren – naturalistisch orientierten – Epochen der europäischen Kunst gepflegt wurde, zum Beispiel in der Renaissance des 15. und 16. Jahrhunderts. Ein Beispiel ist dieses Gemälde von Agnolo Bronzino, in dem er um 1545 den Genueser Admiral Andrea Doria als Neptun darstellte:

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Sandro Botticelli malte sein „Weibliches Idealbildnis“ (um 1480, links unten) nach Simonetta Vespucci, die zu der Zeit als schönste Frau von Florenz galt; sein Bild „Der Heilige Augustinus“ (1480, rechts) zeigt den Kirchenvater als recht markanten Mann.

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Auch die nächsten beiden Bilder von Tizian (ca. 1490-1576) geben das angeblich erst später entstandene Ideal wieder: „Der Zinsgroschen“ (links) und „Venus bei der Toilette“.

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Weitere Beispiele aus der Renaissance kann sich jeder selbst heraussuchen.

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Zur Verteidigung des Vorurteils

Ihr sagt, nicht alle Moslems sind Monster? Stellt euch eine Schüssen M&Ms vor. 10 % davon sind vergiftet. Los, esst eine Handvoll. Nicht alle M&Ms sind giftig.

Ihr sagt, nicht alle Moslems sind Monster?
Stellt euch eine Schüssel M&Ms vor. 10 % davon sind vergiftet.
Los, esst eine Handvoll.
Nicht alle M&Ms sind giftig.

Von Greg Johnson; Original: In Defense of Prejudice, erschienen am 16. Dezember 2015 auf Counter-Currents Publishing.
Übersetzung: Lucifex

Slowakische Übersetzung hier.

Vor Jahren erzählte mir ein Freund eine Parabel über eine Hominidenspezies, die es nicht erlebte, die Erde zu erben. Diese Hominiden betrachteten jedes einzelne Wesen als völlig einzigartig. Wenn ein Tiger aus der Dunkelheit sprang und einen von ihnen in sein Verderben zerrte, veranlasste sie das zu keinen Verallgemeinerungen über Tiger als Gruppe. Als daher ein neuer Tiger in den Schatten am Rande des Feuerscheins herumzuschleichen begann, wurde er nicht auf der Grundlage des Verhaltens des anderen Tigers beurteilt. Tatsächlich hätten sie den ersten Tiger, wenn er zurückgekommen wäre, auch nicht auf der Grundlage seines früheren Verhaltens beurteilt, denn das war damals, und dies ist jetzt: zwei einzigartige, individuelle Zeitpunkte.

Aber obwohl Tiger nicht immer Menschenfresser sind, und Menschenfresser nicht immer hungrig sind, starben diese armen Kreaturen dennoch aus, weil ihre Probleme nicht auf Tiger beschränkt waren. Sie konnten überhaupt nicht aus irgendwelchen Erfahrungen lernen. Sie waren einfach zu dumm, um zu überleben.

Seht ihr, das Überleben erfordert die Fähigkeit, aus vergangenen Erfahrungen zu lernen, sodass man zukünftige vorhersagen und sogar kontrollieren kann. Dazu muss man jedoch erkennen, dass es nicht nur individuelle Wesen gibt, sondern Arten oder Typen von Wesen. Individuen gehören zur selben Art, wenn sie eine gemeinsame Natur miteinander teilen. Und nachdem das, was wir tun können, aus unserer Natur folgt, können wir schlussfolgern, dass ein Tiger, wenn er einmal gefährlich ist, wahrscheinlich wieder gefährlich sein wird. Und wenn ein Tiger gefährlich ist, ist es wahrscheinlich, dass andere Tiger ebenfalls gefährlich sind. Wenn daher einer von uns von einem Tiger getötet wird, können wir vernünftige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass es nicht wieder geschieht.

Schlussfolgerungen über Arten zu ziehen, die auf Individuen beruhen, wird induktive Verallgemeinerung genannt. Induktion ermöglicht einem, aufgrund der Erfahrung mit einzelnen Mitgliedern zu schlussfolgern, dass alle Mitglieder einer Art „so sind“. Von diesen violetten Beeren ist mir heute schlecht geworden, daher wird mir von ihnen wahrscheinlich morgen auch schlecht werden, nachdem ihre Natur und meine sich wahrscheinlich nicht über Nacht ändern wird. Und nachdem ihr dieselbe Natur habt wie ich, könnte euch ebenfalls schlecht davon werden. Und nachdem die violetten Beeren an diesem Busch gleich sind wie diejenigen am ersten Busch, wird uns davon wahrscheinlich ebenfalls schlecht werden. Das Fleisch dieses Tieres schmeckt mir gut, daher wird es euch wahrscheinlich auch schmecken, nachdem wir dieselbe Natur haben. Und andere Mitglieder seiner Art werden uns wahrscheinlich ebenfalls schmecken, nachdem sie auch dieselbe Natur haben.

Jedoch lehrt und die Induktion auch, dass natürliche Eigenschaften dazu tendieren, sich entlang von Glockenkurven zu verteilen, mit einer großen Zahl typischer Fälle in der Mitte und einer kleinen Zahl untypischer Fälle an jedem Ende. Von typischen violetten Beeren wird uns schlecht werden, aber an jedem Busch könnte es ein paar geben, die keinen negativen Effekt haben, und andere, die ausgesprochen giftig sind. Daher besagen induktive Verallgemeinerungen: „Nicht immer, aber meistens.“ Bezüglich jeder gegebenen Eigenschaft: „Nicht alle X sind so.“ Aber die meisten davon schon.

Induktive Überlegungen sind daher probabilistisch. Es gibt immer die Möglichkeit, dass man es nicht mit einem typischen Fall einer Art zu tun hat. Aber es ist nicht wahrscheinlich, nachdem das Untypische definitionsgemäß selten ist. Außerdem wird es, sowie wir mehr Einzelheiten erfahren, weniger wahrscheinlich, dass wir es mit Sonderfällen zu tun haben, und unsere Verallgemeinerungen über einen Typ werden zunehmend fixiert. Wir bekommen sogar ein Gespür dafür, welche Sonderfälle typisch sind.

Obwohl dies nicht die übliche Ausdrucksweise ist, könnte man eine gut fundierte induktive Verallgemeinerung als „Stereotyp“ bezeichnen, was vom griechischen stereos (στερεός) kommt, „fix“ oder „fest“. Und vom griechischen typos (τύπος) oder „Typ“.

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