Aufbruch nach Wakanda (2): Black Panther Supremacy

Von Martin Lichtmesz; das Original erschien am 25. Februar 2018 auf Sezession.

Wäre die Familie Schneider aus dem ARD-Film „Aufbruch ins Ungewisse“ statt im Flüchtlingsparadies Südafrika in Wakanda gelandet, hätte sie nicht so viel Glück gehabt.

Der fiktive, merito-monarchisch regierte, utopische afrikanische Nationalstaat aus dem aktuellen Marvel-Blockbuster „Black Panther“ ist nämlich knallhart isolationistisch und läßt niemanden über seine Grenze, der nicht zu seiner Herrenrasse gehört (erkennbar an einer blau leuchtenden Tätowierung im Inneren der Unterlippe).

An einer Stelle des Films beschwört ein Berater den edlen König T’Challa (der sich mit mithilfe eines Hi-Tech-Kostüms in den Superhelden „Black Panther“ verwandeln kann):

Wenn wir Flüchtlinge hereinlassen, dann werden sie ihre Probleme mitbringen und dann wird Wakanda ein Ort wie jeder andere werden.

Seinen Reichtum und seine extrem fortgeschrittene Technologie verdankt Wakanda zwei Dingen: einem blau schimmernden Allzweckrohstoff namens „Vibranium“, der ihm erlaubt, autark zu leben, und der Tatsache, daß das Land niemals von Europäern entdeckt und kolonisiert wurde (darauf werde ich noch zurückkommen).

Der Film selbst ist ein leidlich unterhaltsames, professionell gemachtes buntes Actionspektakel mit den genreüblichen Kindereien, quasi die „Blaxploitation“-Variante von „Spider-Man“, „Iron Man“ und Konsorten. Daß er in den USA momentan frenetisch gefeiert wird und die Hitliste des maßgeblichen Bewertungsportals Rotten Tomatoes  als „bester Film aller Zeiten“ vor „Citizen Kane“ etc. anführt, hat allerdings vor allem politische und metapolitische Gründe.

Um den Score derart hochzutreiben, wird kräftig manipuliert: So hat Facebook auf Betreiben von Rotten Tomatoes eine Gruppe gelöscht, die dem Film negativ gegenüberstand. Aus Kritikern werden flugs „Rechtsextreme“, die „Kritiken manipulieren“ wollen , womit die Stoßrichtung des Hypes klar ist: Wer „Black Panther“ nicht mag, aus welchen Gründen auch immer, muß ein „Rassist“ oder „Rechtsextremist“ sein.

Das entspricht der Strategie des ARD, schon im Vorfeld via Twittermeldung zu suggerieren, daß etwaige negative Kritiken zu „Aufbruch ins Ungewisse“ natürlich nur von „rechten Trollen“ stammen können:

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass rechte Aktivisten dazu aufgerufen haben, die Diskussion über den #FilmMittwoch „Aufbruch ins Ungewisse“ in den sozialen Netzwerken gezielt zu beeinflussen.

Wie üblich, übernahmen auch unsere Leitmedien ungeprüft den amerikanischen Hype mitsamt der ideologischen Agenda. Eine Autorin des Handelsblattes schreibt etwa:

Das Ende des weißen Superhelden bringt Disney Riesenerfolg. Der Marvel-Film zeigt: Diversität rechnet sich wirtschaftlich. Die Produktion mit zumeist schwarzen Darstellern bricht viele Rekorde.(…) Auch dieser Streifen beweist, es besteht eine Nachfrage für Action-Filme, deren Hauptdarsteller nicht weiße Männer sind.

Die Stoßrichtung ist überdeutlich: „Diversity“ wird einem Film mit einem fast komplett schwarzen Cast zugebilligt (der alte Spruch trifft wieder mal zu: „diversity = less white people“) und einen komplett schwarzen, fiktiven Ethnostaat darstellt. Die Endspitze richtet sich wie immer gegen die „weißen Männer“.

Ähnlich äußert sich ein Autor des Spiegels:

Das ist Mainstream-Kino mit ganz neuem Groove – und besitzt das Potenzial für eine kulturelle Zeitenwende… Die schönste, stolzeste Farbe in „Black Panther“ ist aber, natürlich, Schwarz. Martin Freeman (als CIA-Mittelsmann) und Andy Serkis (als Waffenschieber Klaue) sind die einzigen Weißen im Cast, spielen aber keine tragenden Rollen.

Oder die österreichische Presse, in der ein weißer, männlicher Autor die in der Tat auffallende (und etwas alberne) Dichte an „starken Frauen“ in dem Film hervorhebt – ob als geniale junge Wissenschaftlerinnen oder als glatzköpfige Amazonen wie aus einem Grace-Jones-Video, die reihenweise weiße Männer mit ihren Hi-Tech-„Vibranium“-Speeren vermöbeln:

Wakanda kann Vorbild sein, auch was die Darstellung der Frau – mit Kämpferinnen und Technikgenies – betrifft: Das ist sehr erfrischend, gerade für das machoide Comicfilm–Genre. Die weiblichen Figuren spielen die männlichen Protagonisten (auch T’Challa selbst) mit Schmäh und Stärke regelrecht an die Wand. So gesehen ist „Black Panther“ wie „Wonder Woman“ – auch die weibliche DC-Ikone musste viele Jahrzehnte auf einen Kinofilm warten – ein Meilenstein: Die Comic-Zukunft ist schwarz und weiblich. Und hip.

Wenn etwas derart „hip“, cool, trendy und progressiv ist, will natürlich kein Rezensent hintenanstehen, und dabei wird auf das Wesentliche völlig vergessen: Was wir hier sehen, ist offensichtlich ein trivialer, eskapistischer Wunscherfüllungstraum auf dem Level der Größen- und Allmachtsphantasien von Zwölfjährigen, der nichts, rein gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat – weder mit realen Frauen noch realen Schwarzen, insbesondere Afrikanern.

David Cole schrieb in Takimag:

Hollywood hat den schwarzen Amerikanern zum diesjährigen Valentinstag eine hochbudgetierte, herzförmige Zelluloidschachtel mit Schokoladenoptimismus geschenkt, damit sie für ein paar Stunden der Realität entkommen können, indem sie sich einen Film ansehen, dessen schwarze Helden brillant, tapfer, verantwortungsvoll und siegreich sind, und dessen fiktives afrikanisches Königreich prosperierend, sauber und ordentlich ist, ohne eine Menschenseele mit AIDS. Die schwarze Community braucht diesen Film jetzt. Denn die Zukunft – die Zukunft im echten Leben, nicht die Marvel-Kino-Universum-Zukunft der endlosen Sequels, Tie-ins und Reboots – ist düster.

Weiterlesen im Original! (dies ist Seite 1 von 4)

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Siehe auch:

Von Krakau nach Krypton: Juden und Comics von Ted Sallis

Marvel Comics, Ethnizität und Rasse von Ted Sallis

Wer kontrolliert Hollywood? von Joel Stein

Das Ulmer Münster und die Neger von mir

Alle Artikel der Reihe Star Dreck

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

Aufbruch nach Wakanda (1): Passion der Bobos

Von Martin Lichtmesz; das Original erschien am 20. Februar 2018 auf Sezession.

Das vergangene Woche ausgestrahlte ARD-Meisterwerk „Aufbruch ins Ungewisse“ ist ein gefundenes Fressen für alle, die Freude an saftigen Verrissen haben.

Es erlaubt vor allem einen aufschlußreichen Einblick in die Köpfe der Hohepriester und Welterklärer in (Staats-)Funk & Fernsehen.

Nach Thorsten Hinz, Akif Pirinçci (Teil 1) (Teil 2)Marco Gallina,  Tobias Sedlmair,  Gerd Buurmann und Claudio Casula nun auch ein paar Worte von mir dazu. Der Inhalt ist inzwischen wohl leidlich bekannt, und ich werde im folgenden natürlich gnadenlos „spoilern“. Martin Sellner und ich haben am Wochenende Waldorf & Statler gespielt, und den Film von Kai Wessel via Livestream kommentiert.

Das Drehbuch stammt von dem „Tatort“-geschulten Autorenpaar Eva und Volker Zahn  – Volker Zahn ist schon seit Jahrzehnten „gegen rechts“ engagiert, hat unter anderem mit Claus Leggewie zusammengearbeitet und für das linksextreme, stramm antideutsche Blatt konkret geschrieben.

Wessel hat sich schon 2007 an der Inszenierung einer „deutschen Flucht“ versucht, mit einem ähnlich, aber etwas weniger erbärmlichen Ergebnis. Damals schrieb ich über die von die Maria Furtwängler verkörperte Hauptfigur, ihre Rolle verkümmere „zum antifaschistischen Zombie, der mit ernster, bitterer Miene alles durchschaut hat und den ganzen Film hindurch eine monotone Haltung durchexerziert.“ (Nebenbei ist mein lange vergriffenes erstes Buch „Besetztes Gelände“ über die Repräsentation der deutschen Geschichte im Film nun wieder erhältlich).

Ähnlich „monoton“ läßt Wessel auch seine „deutsche Familie auf der Flucht“ agieren. Seine Protagonisten geben sich redlich Mühe, permanente Schmerzensmienen aufzusetzen, furchen ihre bleichen Stirnen mit verzweifelten Dackelfalten, tasten einander mit mitfühlend-erschütterten Empathieblicken ab, und keuchen ihre Sätze, als wären sie ständig außer Atem vor Leid, Anstrengung und innerer Bewegung.

Insbesondere Fabian Busch als der Familienvater verläßt an keinem Punkt seinen Weinerlichkeitsmodus, und es ist wohl kein Zufall, daß die Frauenfiguren wesentlich beherrschter und „stärker“ gezeichnet werden. „Sie leiden! Sie sind traumatisiert! Sie haben keine Hoffnung!“ schreit es uns so unmißverständlich wie möglich aus jeder Szene entgegen.

Dabei tritt der Film nach etwa dreißig Minuten bis zum Schluß auf der Stelle. Nichts Neues wird erzählt, nur eine öde Leidensstation an die andere gereiht.

Man vergleiche Wessels Inszenierung mit dem großartigen französischen Film „Dheepan“ („Dämonen und Wunder“) von Jacques Audiard, der ein Flüchtlingsschicksal empathisch, realistisch und ohne forcierte Mitleidsmätzchen nachzeichnet.

Letztere sind vergebliche Liebesmüh, denn die Figuren selber sind eindimensional und oberflächlich gezeichnet, es finden sich kaum Überraschungen, Charakterdimensionen oder „Brüche“, wie es in den Drehbuchseminaren an Filmschulen so schön heißt. Darum fällt es auch schwer, irgendeine Anteilnahme an ihrem Schicksal zu entwickeln. Selbst als Propagandafilm taugt „Aufbruch ins Ungewisse“ wenig, da er die wichtigsten Zutaten effektiver Spielfilmpropaganda außer acht läßt: die Ideologie darf nicht zu dick aufgetragen werden, es muß eine ausreichende Portion Wahrheit oder zumindest Plausibilität enthalten sein,  und die Figuren dürfen nicht allzu einseitig gezeichnet sein.

Als fröhlicher Rechtspopulist bin ich nun gewiß nicht die intendierte Zielgruppe, aber es scheint mir generell etwas unklar, wer sich denn nun mit dieser Familie auf der Flucht identifizieren soll. Die „pädagogischen“ Absichten des Stücks wurden von den Programmgestaltern zwar kaum verhehlt – jetzt drehen wir einmal die Perspektive um, versetzen euch Normalbiodeutsche in die Lage der Flüchtlinge, damit ihr am eigenen virtuellen Leib erleben könnt, wie schrecklich deren Schicksal ist (plötzlich werden die gecasteten Gesichter wieder wirklich typisch „typisch deutsch“, und zwar immer dann, wenn ans schlechte Gewissen appelliert wird.)

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Yascha Mounk und ein „einzigartiges historisches Experiment“

Von Martin Lichtmesz; das Original erschien am 1. März 2018 auf Sezession.

Inzwischen haben es wohl die meisten unserer Leser gesehen:

Das ARD-Interview mit dem in Deutschland aufgewachsenen, in New York lebenden Politologen Yascha Mounk ist ein Dokument von Bedeutung, denn es enthält entlarvende Äußerungen.

Demnach sei einer der Gründe für den „Zerfall der Demokratie“ (so der Titel von Mounks aktuellem Buch) und den Aufstieg des „Rechtspopulismus“,

daß wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln. Das kann klappen, das wird, glaube ich, auch klappen, dabei kommt es aber natürlich auch zu vielen Verwerfungen.

Damit hat ein Ideologe des „Remplacismus“ (nach frz. remplacement = Ersetzung, Austausch, um es mit einem Begriff von Renaud Camus zu sagen) auf verblüffende Weise die Karten auf den Tisch gelegt. Er ist nicht der erste, und er wird auch nicht der letzte sein. Das Besondere ist, daß Mounk nahezu wortwörtlich formuliert, was im rechten Lager schon lange thematisiert und kritisiert wird, aber immer noch als „Verschwörungstheorie“ und Hirngespinst abgetan wird.

Mounk bestätigt mehrere wichtige Punkte der Kritiker dieses Vorgangs:

  1. Multikulturalismus ist ein Experiment ohne historische Präzedens. Was momentan in Westeuropa geschieht, ist also nicht „normal“, es ist nicht „Einwanderung, die es immer schon gab“, es ist nichts „Natürliches“. Damit liegt auf der Hand, worin das ethisch Verwerfliche dieser Politik liegt: Denn sind etwa Völker, Nationen, „Gesellschaften“ Laborratten und Versuchskaninchen, an denen man sich „Experimente“ mit ungewissem Ausgang erlauben darf? Was Mounk euphemistisch „Verwerfungen“ nennt, bedeutet im Endeffekt nichts anderes, als daß im schlimmsten Fall jene „Ströme von Blut“ fließen werden, die Enoch Powell prophezeit hat.
  2. Die ethnokulturelle Homogenität ist die historische Grundlage, die abgeräumt und aufgelöst werden soll. Die Vertreter des Multikulturalismus und Remplazismus drehen die Reihenfolge um, wenn sie behaupten, daß die „völkischen“ Rechten diese Homogenität erst herstellen wollen, etwa durch ethnische Säuberungen. Dabei heben sie gerne die Tatsache hervor, daß die ethnokulturelle Einheit der westeuropäischen Nationen durch jahrzehntelange Masseneinwanderung bereits jetzt erheblich geschwächt und fragmentiert ist. Da diese „Homogenität“ immer nur eine relative ist, ist das „Experiment“ noch nicht beendet, solange das angestammte Volk weiterhin die Mehrheit stellt, und man noch immer von einer relativ homogenen Gesellschaft sprechen kann.
  3. Ethnokulturelle Homogenität und Demokratie sind konzeptionell eng miteinander verbunden. Eine monokulturelle, monoethnische Demokratie ist der historische Normalfall (das gilt, historisch gesehen, nebenbei auch für ein Gebilde wie die USA), eine multiethnisch-multikulturelle Demokratie das „Experiment“, das historisch noch nie dagewesen ist und das mit einem utopistischen Fanatismus vorangetrieben wird.

Hier setzt die „populistische“ Kritik am gegenwärtigen, verfälschten „Demokratie“-Begriff der herrschenden, multikulturalistisch orientierten Eliten an: Die Multikulturalisierung unterminiert ein wichtiges Fundament des demokratischen Nationalstaats, häuft eine bloße Bevölkerung an, die sich aus Gruppen unterschiedlichster Herkunft zusammensetzt, und die sich dennoch nach der Vorstellung der Ideologen als „demos“, „populus“, „Volk“ erkennen sollen. Daß das gelingen kann, wird Tag für Tag von der Realität widerlegt.

An diesem Punkt taucht meistens die Rede von den berüchtigten „Werten“ auf, die diese „Vielfalt“ zu einer Einheit kitten sollen. Typisch ist etwa diese Zwitschermeldung von Heiko Maas:

#Heimat wird für mich durch gemeinsame Werte bestimmt, nicht durch Herkunft oder Hautfarbe. Ein moderner Heimatbegriff darf nicht nur von ortsverbundenem Pathos geprägt sein, sondern auch von Ideen und Überzeugungen, die uns verbinden und die grenzenlos sein können.

Wer seinen Carl Schmitt gelesen hat, weiß, daß gerade die „Werte“ eine äußerst polemogene Wirkung entfalten können. Die „Werte“ des Heiko Maas etwa werden von einer erheblichen Anzahl von Deutschen abgelehnt (immer wieder lustig: die Amazon-Rezensionen seines Buches), und mit einem typischen ethnozentrisch und schariakonform denkenden arabischen Moslem wird der Noch-Justizminister auch nicht allzu viele Gemeinsamkeiten haben.

Die Vorstellung, daß es „Ideen und Überzeugungen“ seien sollen, „die uns verbinden“, birgt in sich den Keim der Gleichschaltung und der geistigen Verödung – multiethnisch, aber monoideell ist die Devise. Demgegenüber sind Herkunft und „Hautfarbe“ wesentlich effektivere und natürlichere Binde- und Solidaritätsmittel, die einen größeren Pluralismus zulassen.

Auf Twitter antwortete jemand schlau:

Was für ein aufgesetztes Gerede. Heimat ist das bayerische Dorf in dem ich aufgewachsen bin, dessen kleinbürgerliche Werte ich in kaum einer Weise teile, dessen Bewohner ich größtenteils nicht einmal leiden kann. Dennoch ist das meine Heimat, wohin auch immer mich das Leben führt.

Weiterlesen im Original auf Sezession! (dies war Seite 1 von 3)

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Siehe auch:

Deutschland schafft sich ab. Broder: „Na und?“ von Manfred Kleine-Hartlage

Tyrannei und Vielfalt in der antiken Welt von Guillaume Durocher

Die Torheit des Staatsbürgernationalismus von R. Houck

Rassenerhaltung: für heimische Bienen ja, für Weiße nicht? von mir

Warum Juden für „Vielfalt“ sind von mir

Frans Timmermans: „Europa muss Vielfalt akzeptieren“ von mir

Barbara Lerner-Spectre: „Ohne Multikulturalismus wird Europa nicht überleben“ von mir

Für das „Land“ – oder für das Volk? von mir (als Deep Roots)

Stimmen unserer „Freunde“ von mir (als Deep Roots)

Die Nation als Idee von Kevin Alfred Strom

Rasse: Das erste Prinzip von Gregory Hood

Wenn Verrat zur Norm wird: Warum die Willensnation, nicht der Islam, unser Hauptfeind ist von Fjordman

„How Whites took over America“ (ein satirisches Video von Horus the Avenger mit Transkription des englischen Textes)

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

Mañana, mañana: Weißer Nationalismus heute

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Von Spencer Quinn; Original: Mañana, Mañana: White Nationalism Today, erschienen am 8. November 2016 auf Counter-Currents Publishing.

Übersetzung: Lucifex

Einer der Unterschiede zwischen einem kindischen Geist und einem reifen Geist ist, dass der kindische Geist Schwierigkeiten hat, zwischen dem zu unterscheiden, was er will, und dem, was ist. Ich versuche diese Dichotomie zu verwenden, wenn ich über den weißen Nationalismus nachdenke. Weißer Nationalismus ist nicht so sehr das, was ich will, sondern das, wovon ich weiß, dass es ist und sein muss.

Sicher, ein weißer Ethnostaat in Nordamerika wäre aus einer Vielzahl von Gründen großartig, aber zu wissen, dass das sehr leicht um den Preis eines weiteren Bürgerkriegs zustandekommen könnte, dämpft meinen Enthusiasmus dafür ein wenig. Weißer Nationalismus ist erschreckend, besonders, wenn man Kinder hat. Angesichts dessen, dass diese Kinder höchstwahrscheinlich diejenigen sein werden, die in diesem Krieg kämpfen, auf den wir uns jeden Tag näher hinbewegen, und auch angesichts der Tatsache, dass Krieg in der Tat die Hölle ist, hoffe ich, dass ihr alle meine Besorgnisse verstehen könnt.

Dennoch ist die Richtung, in die wir unterwegs sind, die richtige – in Wirklichkeit die einzige -, ob nun ein Krieg am Ende jenes weiß-nationalistischen Tunnels auf uns wartet oder nicht. Wir müssen dorthin. Nichtweiße Einwanderung und demographische Trends beleuchten den Weg für uns. Gestiegene Raten der Kriminalität und des Terrors drängen uns dorthin. Genauso unverfrorene, staatlich sanktionierte Akte des antiweißen Rassismus und der Bevorzugung von Nichtweißen. Am heimtückischsten ist die allgegenwärtige Political Correctness, die es für Weiße beinahe tabu macht, sich als weiß zu identifizieren und Gemeinschaften, Berufe, Institutionen, Städte und Nationen auf der Grundlage solch einer natürlichen rassischen Identität zu gründen.

Dies ist der Grund, warum der weiße Nationalismus existiert und weiterhin existieren wird. Davon wegzudriften oder zu stagnieren ist gleichbedeutend mit Ethnoselbstmord. Und Selbstmord ist für gesunde Individuen, wie wir uns alle einig sein können, unnatürlich. Daher ist es völlig natürlich und gerechtfertigt, sich dem Selbstmord in Form von Ethnonationalismus zu widersetzen. Des weiteren gibt Ethnonationalismus uns wenigstens eine gewisse Chance. In der Tat sind unsere kulturmarxistischen, islamofaschistischen, negrophilen Feinde wahrlich verabscheuungswürdig und totalitär. Daher ist es nicht so, als hätten wir nicht die Gerechtigkeit auf unserer Seite.

Der weiße Nationalismus ist ganz einfach, ungeachtet dessen, ob wir wollen, dass er existiert, oder nicht. In mancher Weise ist er wie ein heranziehender Sturm auf einer ausgedörrten Ebene. Er könnte den Boden wiederbeleben und uns retten, oder er könnte uns ertränken. So oder so wird er nicht um unsere Erlaubnis fragen, auf unser Land niederkrachen zu dürfen, daher könnten wir uns genauso gut auf ihn vorbereiten.

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Emma West und der englische Nationalismus

John Opie, „Boadicea hält den Briten eine Predigt“; vor 1807

John Opie, „Boadicea hält den Briten eine Predigt“; vor 1807

Von Christopher Pankhurst, übersetzt von Deep Roots. Das Original Emma West & English Nationalism erschien am 5. Dezember 2011 bei Counter-Currents Publishing/North American New Right.

Zur Zeit, da dies geschrieben wird, wird Emma West in Haft gehalten und wartet auf einen weiteren Auftritt vor Gericht. Im Gefolge ihrer weithin publizierten Polemik gegen die Einwanderung ist sie der verschärften, vorsätzlichen, rassisch-religiösen Unruhestiftung angeklagt worden. Falls sie für schuldig befunden wird, droht ihr ein Höchsturteil von zwei Jahren Gefängnis.

Das Vergehen der „vorsätzlichen Unruhestiftung“ wurde mit dem Public Order Act von 1986 geschaffen. Eines der erklärten Ziele des Gesetzes war es, „das Aufhetzen zum Rassenhass zu kontrollieren“ [1]. 1998 führte der Crime and Disorder Act neue „rassisch oder religiös verschärfte“ Straftaten ein. [2] Dies bedeutet, daß manche Verbrechen von den Gerichten als schwerwiegender behandelt werden, wenn bewiesen werden kann, daß in dem Verbrechen ein religiöses oder rassisches Element enthalten war. Wenn bewiesen werden kann, daß der Angeklagte beim Begehen eines Verbrechens Feindseligkeit gegenüber der rassischen oder religiösen Zugehörigkeit des Opfers gezeigt hat, dann wird das Verbrechen als religiös oder rassisch verschärft beurteilt werden. Als Hinweis darauf, wie ernst das genommen wird: die maximale Gefängnisstrafe für vorsätzliche Belästigung ist sechs Monate, aber wenn das Verbrechen als rassisch oder religiös motiviert beurteilt wird, dann schnellt die Höchststrafe auf bis zu zwei Jahre empor.

Solche Gesetze werden von den Behörden in England mit Begeisterung vollzogen und sind ein Mittel, politische Meinungen unter legalistischer Verkleidung zu zensurieren. Der Führer der British National Party (BNP), Nick Griffin, wurde 2006 in einer Reihe von Verfahren wegen des Gebrauchs von Worten oder Verhaltensweisen freigesprochen, die das Ziel haben, Rassenhass zu schüren, ein weiteres Vergehen aus dem Public Order Act von 1986. Dies hing mit einer verdeckten Ermittlung der BBC zusammen, die einen Undercover-Reporter heimlich eine Versammlung der BNP für die nachfolgend ausgestrahlte Sendung „The Secret Agent“ filmen ließ. [3]

In jüngerer Zeit wurden Simon Sheppard und Stephen Whittle inhaftiert wegen Anstiftung zum Rassenhass mittels Material, das auf der Webseite „Heretical Press“ erschien. Sie wurden wegen Vergehen nach dem Public Order Act angeklagt: Veröffentlichung von rassenhetzerischem Material, Verbreitung von rassenhetzerischem Material und Besitz von rassenhetzerischem Material mit der Absicht, es zu verbreiten. Sheppard wurde zu vier Jahren und zehn Monaten verurteilt, Whittle zu zwei Jahren und vier Monaten (später nach Berufung reduziert). [4]

Der Fall von Stephen Whittle ist besonders interessant. Die Bücher des erfolgreichen Autoren Whittle waren von Creation Press, Headpress und Richard Bransons Virgin Books veröffentlicht worden. Seine Interessen waren die dekadenten und extremen Manifestationen der Postmoderne: der Serienmörder, das Okkulte, sexuelle Perversionen und andere Arten von Häresie. All dies war unauffällig. Irgendwann beschloß er, Artikel für Simon Sheppards Webseite (www.heretical.com) zu schreiben, in denen er die jüdische Macht hinter den Kulissen beschrieb, ihre Manipulation politischer Akteure und die schädlichen Auswirkungen ihrer Einwanderungspolitik auf die einheimische Bevölkerung. Der letzte Essay, der auf der Webseite veröffentlicht wurde, bevor er verhaftet wurde, hatte den Titel „Brave Jew World“. [5] All dies stellte sich als eine Ketzerei zuviel heraus. Niemand außerhalb der „äußersten Rechten“ und nicht viele innerhalb derselben sprach sich für die Redefreiheit des Autors aus, als er inhaftiert wurde.

Die Zensur jener, die für die einheimische Bevölkerung sprechen möchten, wird begleitet von der Verdrängung dieser Bevölkerung. Im letzten Jahrzehnt sind fast zwei Millionen Einwanderer (nicht eingeschlossen illegale Einwanderer) in das Vereinigte Königreich gekommen. Es wird prognostiziert, daß die Bevölkerung des Vereinigten Königreichs in den nächsten 16 Jahren um sieben Millionen wachsen wird, wovon fünf Millionen auf die Einwanderung zurückgehen werden. [6] Ein Teil des Grundes dafür, warum das liberale Establishment so scharf auf dieses lähmende Ausmaß der Einwanderung ist, ist dessen Wunsch, die Fähigkeit der einheimischen Bevölkerung zu zerstören, sich selbst wirksam zu repräsentieren. Dies war es, was hinter der geheimen Verschwörung der Labour-Regierung zur Erhöhung der Einwanderung steckte. Die Labour-Regierung entschied, daß ein hohes Einwanderungsniveau „die Nase der Rechten in [ethnische] Vielfalt stecken“ würde. [7] Das geheime Dokument, das enthüllte, daß die Regierung die Einwanderung als Mittel zur Gesellschaftsklempnerei verwenden wollte, wurde nur als Folge eines Antrags auf Informationsfreiheit öffentlich gemacht [8] und hat wenig bleibendes Interesse der Medien bewirkt. Die Tatsache, daß Einwanderer wahrscheinlicher Labour wählen werden, macht dies zum unverschämtesten Akt von Wahlschiebung in der politischen Geschichte.

Das Ausmaß der Einwanderung in England ist unverhältnismäßig größer als in Wales oder Schottland, und manche Orte sind bereits effektiv verloren. Dasselbe trifft auf das Schulsystem zu, wo weiße Kinder jetzt unter den Schülern in London, Slough, Leicester und Birmingham eine Minderheit sind. [9]

Der Protest von Mrs. West, daß ein Schwarzer kein Engländer sein kann, mag sie ins Gefängnis bringen, aber es ist keine falsche Aussage. Es gibt ein großes Maß an Verwirrung um die Unterscheidung zwischen englisch und britisch, und dies wird durch die Existenz des Vereinigten Königreichs verschärft. Kurz, die Engländer stammen von den Angeln und Sachsen ab, die ungefähr ab dem fünften Jahrhundert in dieses Land kamen. Die Schotten stammen von den Skoten ab, einem irischen Stamm, und die Waliser von den Briten, die in England lebten, als die Angeln und Sachsen ankamen. („Walisisch“ stammt vom altenglischen Wort wealisc, das „fremd“ bedeutet). Die Geschichte des Vereinigten Königreichs wird von Tony Linsell in „An English Nationalism“ kurz und bündig zusammengefaßt:

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Einvernehmliche Sezession der „Red States” und „Blue States”: Einigen wir uns darauf, daß wir verschiedener Meinung sind

Von Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots. Das Original Mutual Red State-Blue State Secession: Let’s agree to disagree erschien am 19. November 2012 (d. h., nach der Wiederwahl von Barack Obama) im Occidental Observer.

Seit der Wahl liegt Sezession in der Luft. Bisher haben 20 Bundesstaaten Petitionen eingereicht. Dies ist großteils symbolisch, aber es war einem Paul VanDevelder eine Meinungsseite in der „LA Times“ wert: One nation — but maybe not so indivisible: You red states want to secede? Don’t let the door hit you on the way out.” [„Eine Nation – aber vielleicht nicht so unteilbar: Ihr „red states“ wollt euch abspalten? Paßt auf, daß euch beim Rausgehen nicht die Tür trifft“]. (Ich schätze, daß J. M. Berger sich darin irrt, daß die Befürwortung der Sezession „endlich dafür sorgen könnte, daß ich gefeuert werde“ (Foreign Policy: „My Awakening“] und damit jene wundervoll toleranten Leute im SPLC überglücklich machen würde. Wenn die Befürwortung einer Sezession für einen Autoren in der LA Times okay ist, dann sollte es doch auch meine akademische Karriere nicht gefährden.)

Offenkundig ist VanDevelder ein Fan des „Blue state“-Amerika, aber was er sagt, präsentiert ein Idealbild: Ein gegenseitiges Einverständnis, daß „Red state“- und „Blue state“-Amerika einfach getrennte Wege gehen sollten (Van Develders Artikel hatte in der Druckausgabe den Titel „Unüberbrückbare Gegensätze“). Dies ist ein Argument, das Greg Johnson in einem kürzlichen Podcast mit Matt Parrott und mir vorbrachte: Das ideale Sezessionsszenario wäre, wenn sowohl „Red state“- als auch „Blue state“-Amerika sich darauf einigten, getrennte Wege zu gehen. Ohne Gewalt.

Mr. VanDevelder ist da ganz dafür:

Wir wünschen euch viel Glück dabei. Wir können euren Schmerz nachempfinden. Wenn wir offen reden können, so ist das schon seit sehr langer Zeit zu erwarten gewesen. Die Frage lautet jetzt: Was kommt als Nächstes?

Erstens haben wir das Vergnügen zu berichten, daß die meisten Leute hier in Oregon, Washington und Kalifornien denken, daß ihr da an etwas dran seid. Diese Ehe hat ihre Zeit gehabt. Zu viele quälende kleine Dinge haben sich mit der Zeit aufgebaut und uns alle verrückt gemacht. Hören wir also einfach auf damit. Es ist Zeit, das Porzellan aufzuteilen und eine Vereinbarung über die Besitzaufteilung zu entwerfen. Im Geiste der Fairness und des guten Willens schlagen wir Folgendes als Ausgangspunkt vor:

Wir behalten die Westküste, Nevada und Hawaii, New York, den Rest des Nordostens und all die anderen Bundesstaaten, die am Wahlabend „blau“ wurden. Ihr bekommt Texas, Mississippi, den Rest der Konföderation und all die anderen Staaten, die am Wahlabend „rot“ wurden. Alaska kann machen, was immer es will. Es tut sowieso, was es will.

Was Mr. VanDevelder vorschwebt, ist die folgende Karte:

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VanDevelder denkt auch, daß Austin, Texas, ein besonderes „blaues“ Protektorat sein sollte. Er hat wahrscheinlich recht. Ich war vor kurzem dort, und das vorherrschende Schlagwort scheint zu sein: „Keep Austin Weird“ [„Haltet Austin schräg“] – das auf T-Shirts und Kaffeetassen zu sehen ist, die überall verkauft werden. Sehr un-„red state“-gemäß.

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Zum Lob des Calexit

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Von Greg Johnson, übersetzt von Deep Roots. Das Original In Praise of Calexit erschien am 19. November 2016 auf Counter-Currents Publishing. (Anm. d. Ü.: „rot“ und „blau“ als politische Farben im amerikanischen Zusammenhang stehen für die „roten“ Republikaner und die „blauen“ Demokraten.)

„Die letzten Massenprozesse waren ein großartiger Erfolg. Es wird weniger, aber bessere Russen geben.“ – Ninotschka

Wenn ein „roter“ Bundesstaat wie Montana oder Idaho nach Barack Obamas Wahl eine Sezession vorgeschlagen hätte, dann hätten Linke nach einem Atomkrieg geschrien, weil kein weißer cis-het-Abschaum aus ihrem Utopia aussteigen dürfen sollte. Wenn Linke Macht haben, wollen sie sie benutzen, und eure Einwilligung ist nicht erforderlich.

Wenn Linke jedoch das Gefühl haben, entmachtet zu sein, dann wird eine Sezession plötzlich zu einer Option. Das erste Rumoren wegen einer Sezession „blauer“ Staaten kam, nachdem George W. Bush John Kerry im Jahr 2004 besiegte. Nun wird die Idee wieder für Kalifornien („Calexit“) und sogar für die gesamte Westküste lanciert. Es ist tatsächlich eine der vernünftigeren Äußerungen aus dem brabbelnden Nervenzusammenbruch der Linken nach Trumps Sieg, und weiße Nationalisten sollten das ernst nehmen.

Das Ziel des weißen Nationalismus ist die Schaffung souveräner Heimatländer für alle weißen Volksgruppen. (Und in dem Prozeß auch souveräner Heimatländer für nichtweiße Gruppen, von denen wir uns trennen möchten.) Es gibt zwei Wege, um von multikulturellen zu homogenen Gesellschaften überzugehen: Grenzen verschieben und Menschen verschieben. Menschen zu verschieben hält Grenzen konstant und siedelt fremde Gruppen um. Grenzen zu verschieben hält die ethnischen Siedlungsmuster konstant und paßt die politischen Einheiten an sie an. Es gibt zwei Grundmethoden zur Verschiebung von Grenzen und Völkern: das tschechoslowakische Modell und das jugoslawische Modell, d. h. geordnet und friedlich oder gewalttätig und chaotisch. Die Endergebnisse sind für gewöhnlich dieselben, aber der Weg der Gewalt ist viel kostspieliger.

Naheliegenderweise gibt es eine starke Voreingenommenheit zugunsten des Behaltens von Territorium, aber ethnische Homogenität und sozialer Frieden sind höhere Werte, für die Ethnonationalisten bereit sind, Grundstücke zu opfern. Was uns zur Kalifornienfrage bringt.

Ich hasse es, das zu sagen, denn es ist einer unserer schönsten Bundesstaaten, aber kulturell und politisch wäre der Rest der Nation viel besser dran, wenn Kalifornien einfach in den Pazifik fiele. Ein Calexit wäre das Nächstbeste. Falls Kalifornien sich abspalten würde:

  • würde die Demokratische Partei ihren festen Griff auf 55 Wahlmännerstimmen verlieren, mehr als 20 % der 270, die sie brauchen, um die Präsidentschaft zu gewinnen.
  • würden wir um 40 Millionen Staatsbürger plus unzählige Millionen von Illegalen verlieren. Ein Drittel der Bürger Kaliforniens sind als weiß eingestuft, obwohl das große Zahlen von Juden (mehr als eine Million, etwa einer von sechs amerikanischen Juden, einschließlich großer Zahlen, die in den Unterhaltungsmedien konzentriert sind) und anderen nichteuropäischen Kaukasiern einschließt. Buchstäblich alle Illegalen sind natürlich nichtweiß. Ein Calexit bedeutet, daß unsere nichtweiße Bevölkerung um etwa 28 oder 29 Millionen verringert würde, nicht gezählt die Illegalen (mehr als ein Viertel unserer nichtweißen Einwohner), wohingegen unsere weiße Bevölkerung nur um etwa 11 oder 12 Millionen verringert würde (etwa ein Zwanzigstel der allgemeinen weißen Bevölkerung). Viele jener Weißen sind außerdem hoffnungslose Linke.
  • Ein unabhängiges Kalifornien könnte ein Magnet für Nichtweiße und weiße Linke aus dem Rest Amerikas werden, eine Art von Abszess, der die Gifte aus unserem Staatswesen abfließen läßt. Sie würden wegen der Vielfalt, der Dekadenz und der Gratisleistungen dorthin schwärmen, und wenn Kalifornien sich in Mexico Norte verwandelt, würden wir einfach Trumps Große Mauer verlängern, um sie am Zurückkommen zu hindern.
  • Der laufende Exodus vernünftiger Weißer aus Kalifornien würde sich nur beschleunigen, was den Rest Amerikas politisch und demographisch verbessern würde.

Kurzum, nach einem Calexit gäbe es weniger, aber bessere Amerikaner.

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Schottische Sezession: Ein Leuchtfeuer der Hoffnung in einer EU, die zur Auflösung der nationalen Identität entschlossen ist

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Von Chris Downie; Original: Scottish Secession: A Beacon of Hope in an EU Intent on Dissolving National Identity, erschienen am 3. Dezember 2013 im Occidental Observer.
Übersetzung: Lucifex.

Auf TOO ist neuerdings häufiger von Sezessionen geredet worden, und die eine, die vielleicht am nächsten an der Realität liegt, ist diejenige von Schottlands kommendem Referendum über die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich, einer Union, die auf das 17. Jahrhundert zurückgeht (als König James VI. von Schottland zu James I. von England wurde und somit die Kronen der beiden alten Königreiche vereinigte) und im parlamentarischen Sinne seit 1707 besteht, als die herrschenden Klassen auf beiden Seiten der Vereinigung zustimmten. Jedoch hat es trotz der Regionalisierung der Macht im Lauf der letzten eineinhalb Jahrzehnte (in denen das Vereinigte Königreich von einem zentralisierten, London-zentrischen Westminster-System zu einem Arrangement überging, bei dem Regionalversammlungen in den anderen Teilstaaten des Vereinigten Königreichs – nämlich Wales, Schottland und Nordirland – gebildet wurden) im Norden zunehmend Rufe nach voller Unabhängigkeit gegeben, wobei Umfragen bis zu 38 % Unterstützung zeigen, mit 15 – 20 % Unentschlossenen; die Lücke verengt sich, und die Sezession sieht nach einer realen Möglichkeit aus. Dieses Szenario hat in einem kommenden Referendum kulminiert, das am 18. September 2014 stattfinden soll und bei dem es eine einfache Ja/Nein-Frage geben soll: „Sollte Schottland ein unabhängiges Land sein?“, mit einer Übergangsperiode von 18 Monaten, um die notwendigen Verhandlungen vor einer vorgeschlagenen Unabhängigkeiterklärung im März 2016 zu führen.

Die laufende Debatte wird aus einer Myriade Gründen für viele regelmäßige TOO-Leser von Interesse sein. Zunächst ist festzuhalten, daß die Separationsbewegung völlig demokratisch und friedlich gewesen ist, trotz der offenen Feindseligkeit seitens des britischen Establishments und Verleumdungskampagnen gegen diejenigen, die dafür sind, wobei angesehene öffentliche Gestalten sogar bei mehr als einer Gelegenheit (hier und hier) Godwins Gesetz der Nazi-Analogien beschworen. Um weiter zu analysieren, welche Lektionen, falls überhaupt, gelernt werden können, ist es wichtig, den Hintergrund zu verstehen, der zu diesem Paradigmenwechsel in den Loyalitäten geführt hat, und die Leute, die dahinterstehen.

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Lösung „N“ für Flandern (und Brüssel) in Europa

belgiancrisis

Dies ist keine Nation

Von Matthias Storme; Original: Solution “N” For Flanders (And Brussels) In Europe, erschienen am 23. November 2010 im „Brussels Journal“

 

Da die Divergenzen zwischen den flämischen (niederländischsprachigen) und den wallonischen und franco-brüsselianischen Politikern so groß geworden sind, daß es nahezu unmöglich ist, eine Bundesregierung zu bilden, sind die Gegner eines separaten Staates Flandern in ihren Argumenten aggressiver geworden; manche davon laufen eindeutig auf eine Art von Erpressung hinaus oder bestehen aus Angstmacherei. Eines der Argumente, die in letzter Zeit regelmäßig gegen Befürworter einer flämischen Sezession angeführt wurden, ist die These, daß Flandern, wenn es sich vom Bundeskönigreich Belgien abspaltet, automatisch aus der Europäischen Union draußen wäre; wenn Flandern die Vorteile genießen wollte, ein Teil dieser Union zu sein, müßte es um Aufnahme als neuer Mitgliedsstaat ansuchen, und französischsprachige Politiker und ihre Verbündeten könnten drakonische Bedingungen stellen.

Darf ich diese Politiker als erstes daran erinnern, daß diese These unterstellt, daß das, was von Belgien übrigbleibt (ex hypothesi die Wallonie und wahrscheinlich Brüssel) automatisch als solches ein Mitgliedsstaat der EU bleiben würde, daß sie aber zu vergessen scheinen, daß derjenige, der den Staat erbt, auch seine Schulden erbt. Der Überrest Belgiens, der vorgibt, Belgien zu sein, wäre für die vollen Schulden Belgiens haftbar. Manche Anwälte treffen in dieser Hinsicht in der Tat eine sehr fragwürdige Unterscheidung zwischen einer Sezession vom Bundesstaat einerseits und einer Auflösung dieses Staates andererseits (dies ist besonders in dem Fall fragwürdig, wo der sich abspaltende Teil die Mehrheit des Landes bildet, wie es Flandern tut). Ich werde mich hier für den Moment nicht näher mit diesem spezifischen Punkt befassen, da es eine weitere interessante Möglichkeit für Flandern gibt, dieser Erpressung die Schneide zu nehmen, eine Lösung „N“ (angesichts des verbreiteten Gebrauchs des Ausdrucks „Plan B“ für den Fall, wo keine Übereinkunft über eine Reform des belgischen Bundesstaates erreicht werden konnte).

Karte Niederlande mit Flandern

Niederlande mit Flandern

Die (rechtliche) Basis dieser Lösung „N“ ist in Artikel 355 Paragraph 3 des Vertrags über das Funktionieren der Europäischen Union zu finden, kombiniert mit dem „Statuut voor het Koninkrijk der Nederlanden“ (Charta für das Königreich der Niederlande). (1) Diese Charta wurde am 28. Oktober 1954 geschaffen, mehrere Male ergänzt, und wird in europäischen Verträgen anerkannt.

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