Die Kultur der Kritik (8): Schluss – Wohin geht es mit dem Judaismus und dem Westen?

Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt vom Verlag libergraphiX (ursprünglich – noch vor Erscheinen der deutschen Buchausgabe – auf „As der Schwerter“ veröffentlicht). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers (die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library [ISBN 0-7596-7222-9]).

Zuvor veröffentlicht:

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

Die Kultur der Kritik (1) – Juden und die radikale Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Einführung und Theorie

Die Kultur der Kritik (2) – Die Boas’sche Schule der Anthropologie und der Niedergang des Darwinismus in den Sozialwissenschaften

Die Kultur der Kritik (3) – Juden und die Linke

Die Kultur der Kritik (4): Die jüdische Beteiligung an der psychoanalytischen Bewegung

Die Kultur der Kritik (5): Die Frankfurter Schule für Sozialforschung und die Pathologisierung nichtjüdischer Gruppenloyalitäten

Die Kultur der Kritik (6): Die jüdische Kritik an der nichtjüdischen Kultur: Eine Reprise

Die Kultur der Kritik (7): Jüdische Mitwirkung an der Gestaltung der amerikanischen Einwanderungspolitik

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Eine Schlussfolgerung dieses Bandes ist, dass die Juden eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung hochgradig einflussreicher intellektueller und politischer Bewegungen spielten, die in zeitgenössischen westlichen Gesellschaften ihren Interessen dienten. Wie auch immer, diese Bewegungen sind nur ein Teil der Geschichte. Es gab in den westlichen Gesellschaften im Allgemeinen, aber besonders in den Vereinigten Staaten, ein enormes Anwachsen jüdischer Macht und jüdischen Einflusses. Ginsberg (1993) merkt an, dass seit dem Jahre 1960 der jüdische ökonomische Status sowie der kulturelle Einfluss in den Vereinigten Staaten dramatisch angestiegen ist. Shapiro (1992, 116) zeigt, dass Juden zumindest mit dem Faktor neun auf Wohlstands-Indizes überrepräsentiert sind, doch dies gilt als konservative Schätzung, weil viel jüdischer Reichtum in Immobilien steckt, was schwer zu veranlagen und leicht zu verstecken ist. Während sie nur annähernd 2,4 Prozent der Bevölkerung der Vereinigten Staaten ausmachen, repräsentieren Juden die Hälfte der oberen einhundert Geschäftsführer der Wall-Street und rund 40 Prozent der College-Zulassungen der Ivy League. Lipset und Raab (1995) merken an, dass Juden zwischen einem Viertel und einem Drittel aller politischen Zuwendungen in den Vereinigten Staaten spenden, darunter die Hälfte der Spenden für die Demokratische Partei sowie ein Viertel der Spenden für die Republikaner.

Die allgemeine Botschaft von Goldbergs (1996) Buch Jewish Power: Inside the American Jewish Establishment ist, dass der amerikanische Judaismus gut organisiert und freigiebig finanziert ist. Er verschaffte sich ein großes Maß an Macht und war erfolgreich bei der Durchsetzung seiner Interessen. Es besteht ein hohes Maß an Konsens in einem großen Teil der jüdischen Angelegenheiten, insbesondere auf dem Gebiet der Israel-Politik und der Wohlfahrt anderer ausländischer jüdischer Enklaven, der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik, der Trennung von Kirche und Staat, dem Recht auf Schwangerschaftsabbruch sowie der Bürgerrechte (siehe Kapitel 1). Tatsächlich ist die Übereinstimmung in diesen Fragen zwischen jüdischen Aktivistenorganisationen und den hier besprochenen, jüdischen intellektuellen Bewegungen, trotz des hohen Maßes an fehlender Übereinstimmung in Bezug auf andere Angelegenheiten, bemerkenswert. Die massiven Veränderungen in der öffentlichen Politik bezüglich dieser Fragen, die mit der kulturellen Gegenrevolution in den Sechziger Jahren begannen, fallen mit der Periode ansteigender jüdischer Macht und steigenden Einflusses in den Vereinigten Staaten zusammen.

Seit den Fünfziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts verfolgen empirische Studien über die ethnische Hierarchie in den Vereinigten Staaten die Veränderungen ethnischer Gruppenressourcen einschließlich der Repräsentation der Elite (beispielsweise Alba & Moore 1982; Lerner, Nagai & Rothman 1996). Diese Studien hoben häufig die Überrepräsentation der protestantischen Weißen in den Unternehmenshierarchien und im Militär hervor, versäumten jedoch Gruppenunterschiede in Engagement und Organisation einzubeziehen. Salter (1998b) verschafft eine theoretisch fundierte Einschätzung des jüdischen Einflusses im Vergleich zu jenem der Afroamerikaner und der nichtjüdischen europäischstämmigen Amerikaner auf Grundlage von Blalocks (1967, 1989) Modell der Gruppenmacht als Funktion der Ressourcen multipliziert mit der Mobilisierung. Juden bieten weit mehr Mobilmachung auf als die anderen ethnischen Bevölkerungsteile (man zögert, nichtjüdische europäischstämmige Amerikaner als „Gruppe“ zu bezeichnen). Während beispielsweise spezifische ethnische Organisationen, welche sich den ethnischen Interessen der nichtjüdischen europäischstämmigen Amerikaner widmen, im Wesentlichen Randgruppen mit dürftiger Finanzierung und geringem Einfluss auf den allgemeinen politischen Prozess sind, merkt Salter an, dass das America-Israel Public Affairs Committee (AIPAC) von Kongressmitgliedern und professionellen Lobbyisten als zweitmächtigste der 120 mächtigsten Lobbys bewertet wird, wobei in den oberen 25 Rängen keine weitere ethnische Organisation vertreten ist. Des Weiteren ist AIPAC eine der wenigen Lobbys, welche sich in beträchtlichem Maße auf Wahlkampfspenden verlässt, um Bündnispartner zu gewinnen. Wie oben angesprochen, tragen die Juden zwischen einem Drittel und der Hälfte aller Wahlkampfgelder bei Wahlen auf Bundesebene bei, wobei die Spenden vom  „Thema Israel und der weiteren jüdischen Agenda“ (Goldberg 1996, 275) motiviert werden. Juden sind somit in Bezug auf Wahlkampfspenden auf der Grundlage ihres Bevölkerungsanteils mit dem Faktor 13 überrepräsentiert, unter Berücksichtigung ihres höheren Durchschnittseinkommens beträgt der Faktor annähernd 6,5. In Bezug auf Auslandsspenden ist die jüdische Führung sogar noch größer. Beispielsweise gaben jüdische Amerikaner in den Zwanziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts, vor der Explosion jüdischer Spenden an Israel nach dem Zweiten Weltkrieg, 24 mal mehr pro Kopf für die Hilfe ausländischer Juden aus als irisch-stämmige Amerikaner als Hilfe für Irland in seinem Kampf um die Unabhängigkeit von Großbritannien. Dies war jedoch der Höhepunkt der ethnischen irischen Philanthropie (Carroll 1978). Die Disparität hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg sehr vergrößert. Salter geht in einer vorläufigen konservativen Schätzung auf der Grundlage des Vergleichs von Pro-Kopf-Spenden für nicht-religiöse ethnische Angelegenheiten von einer viermal größeren ethnisch jüdischen Mobilisierung aus, als bei jener weißer Nichtjuden.

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Jean Seberg: Eine weiße Liberale wird geschaffen

Jean Seberg als Jeanne d’Arc in „Die heilige Johanna“

Jean Seberg als Jeanne d’Arc in „Die heilige Johanna“

Von Sam Davidson, übersetzt von Deep Roots.

Das Original Jean Seberg: The Making of a White Liberal erschien am 3. März 2011 bei Counter-Currents Publishing/North American New Right.

 

Am 20. Januar 2009 wurde der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten in sein Amt vereidigt. Der Mann stolperte über die Worte seines Amtseinführungseides und grinste. Präsident Obama war mit 43 % der weißen Wählerstimmen in sein Amt gewählt worden.

Wenn wir irgendwelche Hoffnung haben, eine erfolgreiche, rassebasierte politische Bewegung zu schaffen, müssen wir jene Weißen verstehen, die Präsident Obama wählten. Warum verleugnen sie oft die Realität der Rasse? Warum können sie das Scheitern der rassischen Integration und des Multikulturalismus nicht sehen?

Es gibt viele Arten, dieses Phänomen zu analysieren. Es mag ergiebiger sein, die persönliche Geschichte von Individuen zu untersuchen statt unpersönlicher Kräfte wie Eignerschaft an Medien und tendenziöses Bildungssystem. Eine Fallstudie eines Individuums wird sowohl Charakterzüge als auch Umwelteinflüsse liefern, die uns die möglichen Ursprünge der „weißen liberalen Mentalität“ zu bestimmen helfen könnten.

Die offensichtlichen Kandidaten für unsere Studie werden Politiker, Stars und Schriftsteller sein. Ihre persönlichen Lebensläufe sind nicht nur für den Forscher zugänglicher, sondern die Mehrheit davon ist politisch liberal. Daher haben wir eine weitere Frage: Warum tendieren reiche, berühmte und prominente Individuen stark nach links?

Der jüdische Würgegriff auf Medien und Universitätswesen ist der große Grund. Jeder, der eine pro-weiße politische Position bezieht, wäre mit akademischer Ablehnung, Medienblackout und Drohungen mit physischer Gewalt konfrontiert. Weißenfürsprecher wie Kevin MacDonald und Jared Taylor sind häufig Ziele solcher Methoden.

Aber dies erklärt nur die passive Akzeptanz der liberalen Orthodoxie. Dies erklärt nicht, warum so viele intelligente und prominente Individuen den „Kulturmarxismus“ nicht nur akzeptieren, sondern auch dessen Verfechter sind. An „Elite“-Universitäten identifizieren sich volle 87 % des Lehrkörpers als liberal. Robert Jensen, ein Professor der Journalistik an der University of Texas, ist so weit gegangen zu sagen: „Ich möchte irgendwo leben, wo ich mir zumindest vorstellen kann, daß ich eines Tages aufhören können werde, weiß zu sein.“

Aber wiederum, wir müssen wissen, warum diese Leute solche Ansichten haben. Daher kehren wir zu unserem Studium eines individuellen Lebens zurück. Aber welches Individuum sollen wir studieren? Das Individuum sollte mehrere Kriterien erfüllen. Das erste ist eine „gesunde“ Kindheit. Jeder mit einer traumatischen oder abnormalen Kindheit sollte von unserer Studie ausgeschlossen werden. Ein zweites Kriterium sollte offene Unterstützung für liberale und linke Anliegen sein, besonders von nichtweißer Art.

Nach einer kurzen Suche fand ich jemand, der diesen Erfordernissen entsprach. Das Subjekt unserer Untersuchung wurde am 13. November 1938 in Marshalltown, Iowa, geboren. Sie wurde in einem lutherischen Haushalt aufgezogen, liebte Tiere und wurde in der High School zur „Am Wahrscheinlichsten Erfolgreichen“ gewählt. Am 8. September 1979 wurde ihre verwesende Leiche auf dem Rücksitz eines in einem Pariser Vorort geparkten Autos gefunden. Nach einem Leben des linken politischen Aktivismus, einer Reihe gescheiterter Ehen und mentaler Instabilität war Jean Seberg tot.

Jean Seberg, 13. November 1938 – 30. August 1979

Jean Seberg, 13. November 1938 – 30. August 1979

Die Familie Seberg stammte von schwedischen Einwanderern ab, deren ursprünglicher Name Carlson war. Der Name wurde auf Seberg geändert, weil „es bereits zu viele Carlsons in der Neuen Welt gab“ (McGee S. 14). Einer von Jeans Freunden aus der Kindheit erinnerte sich zuneigungsvoll an die Sebergs: „Ich hatte immer ein gutes Gefühl bei den Sebergs. Von allen Familien meiner Freunde war die von Jean die glückliche. Ed Seberg war die traditionelle Vaterfigur, solide und verläßlich. Dorothy war gewöhnlich geschäftig in der Küche und buk Brot und Kekse“ (Richards, S. 6). Dies war eine ideale Existenz in einem nun verschwundenen weißen Amerika.

Der Seberg-Haushalt war fromm lutherisch, „besuchte jeden Sonntag garantiert die Kirche, und zu Hause ging jedem Mahl ein Tischgebet voraus“ (Richards, S. 6). Die Kinder wurden den Sommer über oft in Bibelstudienlager geschickt. Nachdem sie in der lutherischen Kirche die Konfirmation erhalten hatte, wurde Jean 1952 Sonntagsschullehrerin (McGee S. 19). Jean würde den Rest ihres Lebens damit verbringen, gute Taten zu tun und zu versuchen, sich in den Augen derer um sie herum reinzuwaschen. Vielleicht war dies die natürliche Schlußfolgerung eines kleinen Kindes, dem beigebracht wird, daß es ein geborener Sünder ist, der nur durch göttliche Intervention gerettet werden kann. In ihrem Erwachsenenleben hatte sie weniger Korrespondenz mit lutherischen Kirchenführern und mehr mit dem örtlichen Rabbi Sol Serber.

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