Nach dem Pariser Massaker

Welcome

Von Christopher Pankhurst, übersetzt von Deep Roots. Das Original After the Paris Massacre erschien am 16. November 2015 auf Counter-Currents Publishing /North American New Right.

Am 14. November, dem Tag nach den tödlichen Anschlägen moslemischer Terroristen in Paris, stellte der Pianist Davide Martello sein großes tragbares Piano nahe dem Bataclan-Theater auf, wo 89 der Opfer ermordet wurden. Vor den versammelten Medien spielte er dann eine Instrumentalversion von John Lennons „Imagine“.

„Ich wußte einfach, daß ich etwas tun mußte“, sagte Martello. „Ich wollte dort sein, um zu trösten zu versuchen und ein Hoffnungszeichen zu geben. Ich kann die Leute nicht zurückbringen, aber ich kann sie mit Musik inspirieren, und wenn Menschen inspiriert sind, können sie alles tun. Deshalb habe ich ‚Imagine’ gespielt.“

france-paris-attacks

Es wäre leicht, über die Naivität und die ohnmächtige Sentimentalität solcher Ergüsse zu spotten, aber das Bemerkenswerte ist, wie weitverbreitet diese Mentalität in Wirklichkeit ist. Tatsächlich ist „Imagine“ wahrscheinlich so eine Art atheistischer Hymne, die das Utopia signalisiert, das kommen soll, wenn wir nur alle fest genug hoffen können. „Imagine there’s no heaven. It’s easy if you try.“ Es ist sicherlich leicht für die entwurzelten Bürger europäischer Länder, die in die Vergessenheit schlurfen, sich vorzustellen, daß es den Himmel nicht gibt. Die Grundeinstellung jedes jungen, intelligenten Europäers sind Säkularismus, Vielfalt und Konsumismus. Eigentlich sind das so ziemlich die Werte der Französischen Republik.

Dies erklärt vermutlich einiges davon, warum die Reaktion auf diese Greueltaten großteils darin besteht, daß Leute erklären, daß sie mit ihrer Lebensweise / ihren Werten als Akt des Trotzes gegen die Mörder weitermachen werden. Die Hoffnung dabei ist, daß Shoppen und Müllkultur irgendwie die Feindseligkeit der Invasoren wegzaubern wird. Oder daß es uns vielleicht wenigstens daran hindern könnte, an sie denken zu müssen.

„Imagine“ ist auch eine Hymne an die Globalisierung, die Homogenisierung und die Auslöschung von Identität: „Imagine there’s no countries. It isn’t hard to do. Nothing to kill or die for. And no religion too.“ Für diejenigen Konsumbürger, die tief in Vorstellungen von universalistischer, pazifistischer Brüderlichkeit stecken, die implizit an das Narrativ vom Ende der Geschichte glauben, durch das „Freiheit“ und Demokratie amerikanischen Stils über alle vorhergehenden Formen von Staatlichkeit triumphieren werden, ist es wirklich schwierig zu verstehen, warum wir nicht einfach alle Grenzen aufgeben und als Weltbürger leben können. Immerhin sind die Dschihadisten von der Zugehörigkeit zum Kalifat motiviert, einem religiös verfaßten Staat. Eindeutig sind Identität und Religion die Ursache der Probleme, daher sollten wir diese Dinge meiden, um eine Lösung zu bieten. Mehr Säkularismus, mehr Migration und mehr Gleichheit. Mehr Gift, das als Medizin etikettiert ist.

(mehr …)