Deutschfeindlichkeit. Erfahrungen mit Bat Ye’Or

Von Manfred Kleine-Hartlage, ursprünglich erschienen am 21.12.2011 auf Korrektheiten.

Vor einigen Monaten habe ich in diesem Blog angekündigt, dass Bat Ye‘ors (Gisèle Littmans) Buch „Europe, Globalization, and the Coming of the Universal Caliphate“, übersetzt von mir, auf Deutsch im Resch-Verlag erscheinen werde. Daraus wird nichts.

Dabei hatte ich zügig gearbeitet und bis Mitte September fast zwei Drittel des Buches übersetzt, als eine E-Post von Bat Ye‘ors Ehemann David Littman bei Resch eintraf. Littman fand, der Verleger solle sich einen anderen Übersetzer suchen:

Ein namentlich nicht genannter Bekannter (nennen wir ihn den Dritten) hatte Herrn Littman unaufgefordert hinterbracht, ein ihm, dem Dritten, bekannter, ansonsten anonymer Vierter, der Germanist sei und in Berlin lebe, habe sich mit meinen Veröffentlichungen beschäftigt. Dieser Vierte behauptete nun

  • erstens, mein Deutsch sei unelegant (Ich weile nunmehr 45 Jahre auf diesem Planeten, aber ich erlebe zum erstenmal, dass jemand die Dreistigkeit hat zu behaupten, ich schriebe schlechtes Deutsch.)
  • zweitens schriebe ich doch sehr kontrovers, und ob es dem Buch nicht doch schaden würde, von einem Autor übersetzt zu werden, der gerne polemisch formuliert (Wir sprechen hier von einem Buch, in dem es von polemischen Formulierungen nur so wimmelt.)
  • drittens machte ich alle Völker außer den Deutschen für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verantwortlich (womit der wirkliche Sachverhalt auf den Kopf gestellt wird: dass ich mich nämlich dagegen verwahre, alle anderen Völker außer den Deutschen von der Mitverantwortung für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs freizusprechen).

Bevor ich auf diese Anschwärzungen eingehen konnte, legte Bat Ye‘or selbst nach und schickte Herrn Resch kommentarlos einige Links, die sie wiederum von einem Unbekannten, wahrscheinlich einem Fünften, hatte, und die wohl die Verworfenheit meiner Gesinnung belegen sollten:

Eine Begründung, warum diese Artikel mich als Übersetzer disqualifizieren sollten, gab die Autorin nicht. Sie hat nicht einmal behauptet, geschweige denn mit Argumenten untermauert, dass irgendetwas daran sachlich unrichtig sei – was ihr als Historikerin doch zweifellos ein Leichtes gewesen wäre, wenn es denn so wäre. Ich bezweifle, dass sie die Artikel überhaupt gelesen hat.

Aufgrund der Antworten, die Dr. Resch und ich ihr schickten, musste sie wissen, dass ihre Informanten sie gezielt getäuscht hatten; dass ich mich mit Nachdruck beim Resch-Verlag für ihr Buch und dessen Veröffentlichung auf Deutsch eingesetzt hatte; und dass ich seit Jahren gegen antiisraelische Propagandalügen zu Felde ziehe – auch dies ein Umstand, den das Denunziantengesindel ihr, der engagierten Zionistin, verschwiegen hatte.

Die Autorin bat, nicht zu einer Entscheidung gedrängt zu werden, weil sie sich um ihren erkrankten Mann kümmern musste. Dies wurde selbstverständlich respektiert.

Vorgestern nun teilte sie ohne weitere Begründung mit, dass sie endgültig ablehnt. Den Verleger, der mich als ehrbarer Geschäftsmann für meine Arbeit selbstverständlich bezahlt hat, gedenkt sie auf den Kosten für das von ihr selbst gekippte Projekt sitzenzulassen.

Ein denkwürdiger Vorgang.

Soziologisch besonders faszinierend ist das Buschtrommelsystem, dessen Funktionsweise hier so eindrucksvoll demonstriert worden ist: dessen Beteiligte, ohne einander zu kennen, einander so weit vertrauen, dass sogar offensichtliche Lügen dieses Vertrauen (und die Bereitschaft zur Befolgung von Ratschlägen) nicht zu erschüttern vermögen. Dieses Vertrauen und diese Bereitschaft basieren offenkundig nicht auf persönlicher Bekanntschaft, sondern auf einem anderen Faktor.

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Israels Palästinenserpolitik als Modell für die künftige Europäerpolitik der JWO

Von Luftpost aus dem Siechkobel, ursprünglich veröffentlicht als Kommentar bei Nuada und von mir (Lucifex) unter einem von mir gewählten Titel als Morgenwacht-Artikel übernommen.

In der Israel-Palästina-Situation muss man zwar keine Seite beziehen, denn der Boden, um den es geht, ist nicht unserer, aber das, was Israel dort vormacht, ist global wegweisend für das Verhältnis der Regierenden gegenüber der Bevölkerung.

Während die Bombardierungen Gasas noch eher gesehen werden als die israelischen Aktivitäten innerhalb Israels und der besetzten Gebiete, haben wir die Situation, dass ein Staat damit durchkommt, mit Scharfschützen auf Demonstranten zu ballern, die sich nicht mal auf dessen Staatsgebiet befinden. Bei der UN wurden einige der Fälle der letzten Zeit als Kriegsverbrechen bezeichnet, was augenscheinlich folgenlos bleibt.

Wir können beobachten, was geschieht, wenn ein unerwünschter Bevölkerungsteil offiziell abgestoßen und eingezäunt wird und die Kontrolle sämtlicher Ressourcen beim Gegner liegt. Die eingezäunte Bevölkerung ist dauerhaft nur ein paar LKW-Lieferungen vom Hungertod oder einen Klick vom Stromausfall entfernt. Das ist schon interessant zu sehen, wenn man z.B. an separatistische Gedankenspiele einiger weißer Aktivisten in den USA denkt oder die Ideen zu einer Abspaltung der ehemaligen DDR-Gebiete von der BRD, oder grundsätzlich überlegt, wie eine Kontrolle unliebsamer Bevölkerungsteile möglich ist, wenn man sie auf einem begrenzten Gebiet konzentriert und gleichzeitig den Anschein erweckt, sie seien autonom und würden sich selbst verwalten.

Aber daneben besteht ja auch noch das Grenz-, Kontroll- und Repressionsregime im Westjordanland. Das ist ja nicht nur von israelischen Siedlungen und Straßen strategisch durchzogen, es gibt auch die permanente Kontrolle der Bewegungen der Palästinenser, deren Alltag vom Checkpointsystem bestimmt wird. Durch die Siedlungspolitik gelangt auch dort die Kontrolle aller Ressourcen in die Hand der Israelis. Weil die Palästinenser aber eine eigene Regierung haben, lässt sich die Verantwortung für die wirtschaftliche Lage natürlich auf die und die „dumme, unfähige und bösartige“ palästinensische Bevölkerung abwälzen – Bezeichnungen, die allgemein gern für Kritiker Israels benutzt werden.

Das sind zwei Modelle der Bevölkerungskontrolle (einmal eine eingeschlossene homogene und einmal eine durch Besiedelung heterogen gemachte Bevölkerung, für die unterschiedliches Recht gilt), Modelle, die nach und nach der Kritik entzogen werden, denn Antizionismus ist ja Antisemitismus. Und gleichzeitig werden israelische Überwachungs- und Polizeimethoden in alle Welt exportiert und es wird damit geworben, dass all diese Methoden der Überwachung, Kontrolle im Rahmen der Aufstandsbekämpfung erprobt sind.

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Tommy Robinson und seine Freunde verlassen die English Defence League und schließen sich dem anti-englischen Regime an

Robert Spencer, Kevin Carroll, Pamela Geller und Tommy Robinson

Von Tanstaafl, übersetzt von Lucifex. Das Original Tommy Robinson and Friends Abandon English Defence League, Join Anti-English Regime erschien am 10. Oktober 2013 auf Age of Treason und wurde am 17. Oktober 2013 auf Counter-Currents nachveröffentlicht.

EDL leader Tommy Robinson quits group, BBC News, 8, Oktober 2013:

Mr. Robinsons Co-Führer, Kevin Carroll, hat sich ebenfalls für das Weggehen entschieden. Ihre Entscheidung folgt auf Diskussionen mit der Quilliam Group, die sich als „antiextremistische Denkfabrik“ bezeichnet.

Mr. Robinson sagte: „Ich habe diesen Schritt seit langer Zeit erwogen, weil ich erkenne, daß Straßendemonstrationen, auch wenn sie uns zu diesem Punkt gebracht haben, nicht mehr produktiv sind. Ich anerkenne die Gefahren des Rechtsextremismus und die fortdauernde Notwendigkeit, der islamistischen Ideologie nicht mit Gewalt entgegenzutreten, sondern mit besseren, demokratischen Ideen.“

Er erläuterte seine Motive für den Weggang und sagte Nicky Campbell von BBC Radio 5 live: „Wenn irgendein Trottel sein Hemd hochhält und das Bild einer Moschee mit der Aufschrift ‚Bumm‘ drauf ist und das überall in den landesweiten Zeitungen ist, dann bin ich es, dann schauen die Eltern mich an, wenn ich meine Kinder von der Schule abhole, und beurteilen mich danach. Und das ist nicht das, wofür ich gestanden bin, und bei meiner Entscheidung dazu geht es darum, dem treu zu sein, wofür ich stehe. Und während ich die Revolution gegen die islamistische Ideologie anführen möchte, will ich nicht die Revolution gegen Moslems anführen. Ich glaube, daß die Revolution von innerhalb der islamischen Gemeinschaft kommen muß, und sie müssen aufstehen. Und ich glaube, dies ist ein Schritt nach vorn, kein Schritt zurück.“

Revolution? Ein politisch inkorrektes Hemd überzeugte Robinson davon, daß die Engländer nicht verteidigenswert sind. Was er jetzt macht, ist nicht revolutionärer als Madonna. In der Tat geht es darum, sich im Kreis zu drehen und Stunk wegen „Rechtsextremismus“ zu machen, während die Engländer stetig von Fremden unter den Auspizien einer staatlich sanktionierten genozidalen Ideologie verdrängt und enteignet werden, die Masseneinwanderung und Zwangsintegration feiert.

Tommy Robinson Stands Down From The EDL, Yahoo News GB, 8, Oktober 2013:

„Ich entschuldige mich dafür, daß das, was ich gesagt habe, bei Moslems individuell keinen Anklang gefunden hat“, sagte er zu Journalisten bei einer Nachrichtenkonferenz. Ich hasse Moslems nicht. Luton ist eine völlig multikulturelle Stadt, und vom Tag eins an haben wir alle annehmen wollen; alle Farben und Glaubensbekenntnisse. Ich habe eine Leidenschaft zur Bekämpfung der islamistischen Ideologie, und ich möchte eine Revolution gegen diese Ideologie anführen, aber ich will keine Revolution gegen Moslems anführen.“

[…]

Er fügte hinzu, daß er mit Moslems arbeiten müsse, nicht gegen sie, um das zu lösen, was er als das Problem des islamistischen Extremismus in Britannien sieht.

„Wir hatten drei Jahre lang dafür gekämpft, Faschisten und Rassisten aus der EDL rauszuhalten. Als ich an unserer Demonstration in Manchester teilnahm, sah ich „White Power“-Fahnen, die nicht mich repräsentierten. Bin ich bereit, das öffentliche Gesicht für sie zu sein? Nein, das bin ich nicht. Ich glaube, daß die Revolution von innerhalb der islamischen Gemeinde kommen muß, und sie müssen aufstehen. Und ich glaube, dies ist ein Schritt nach vorn, kein Schritt zurück.“

Mr. Robinson und der EDL-Mitbegründer Kevin Carroll kündigten ihren Abgang über die Anti-Extremismus-Denkfabrik Quilliam an.

Im Gegensatz dazu stört es Robinson nicht, vor „Jew Power“-Fahnen fotografiert zu werden.

„Multikulturalismus“ ist ein Propagandabegriff. Es geht nicht darum, jeden anzunehmen. Es geht darum, die Kolonisation weißer Heimatländer und den schließlichen Austausch eingeborener Weißer durch fremde Nichtweiße anzunehmen. Was immer Robinson zuerst dachte, daß er verteidigen wollte, als er die EDL gründete, so stellt er jetzt klar, daß es nicht England oder das englische Volk ist.

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Bullshitsu, Hirn-Stuxnet und Sprachtrojaner: Glossar der von „As der Schwerter“ und seinen Lesern geprägten Begriffe

BULLSHIT: Unterschätzen Sie niemals die Macht sorgfältig formulierten Unsinns (siehe „Bullshit-Prinzip“ und „Bullshitsu“)

BULLSHIT: Unterschätzen Sie niemals die Macht sorgfältig formulierten Unsinns (siehe „Bullshit-Prinzip“ und „Bullshitsu“)

Von Deep Roots und Osimandia, ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“.

Vorwort von Deep Roots: Osimandia hatte vor einer Weile die Idee, die vielen Wortschöpfungen zu sammeln, die wir und unsere Leser im Laufe der Zeit in den Artikeln und Kommentarsträngen von „As der Schwerter“ geprägt haben und die unserem Wissen nach hier erstmalig entstanden sind. In diesem Beitrag werden sie nun in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet, und da wir schon nicht mehr auswendig wissen, wo was schon geschrieben wurde, wird es hier noch einige Zeit lang immer wieder Ergänzungen geben. Unsere Leser sind natürlich herzlich eingeladen, im hiesigen Kommentarbereich derartige Funde aus früheren Beiträgen zur Aufnahme in dieses Glossar vorzuschlagen.

*  *  *

Autorisierte Demokraten: Der Begriff wurde nicht von uns geprägt, sondern von Michael Stürzenberger, seines Zeichens Journalist, Autor bei PI, Gründungsmitglied der reaktivierten „Weißen Rose“, Landesvorsitzender Bayern der Bürgerrechtsbewegung Pax Europa BPE Bundesvorstandsmitglied der Bürgerrechtspartei DIE FREIHEIT, Bekennender Freund Israels, der einzigen Demokratie im Nahen Osten, Unterstützer der transatlantischen Partnerschaft mit den USA (auch wenn sie gerade von einem linksverdrehten Präsidenten regiert wird).  Wir von AdS haben aber als erste  und bisher einzige das grandiose Potential dieses Begriffs als Gütesiegel erkannt. Autorisierter Demokrat zu sein ist kombiniert mit Zuverlässigkeit die Voraussetzung, um –  im Gegensatz zu „Braunen” und „braun Angehauchten” –  Listen zum Sammeln von Unterschriften für  Bürgerbegehren der Partei DIE FREIHEIT ausgehändigt zu bekommen.  Barbarossa hat sich  Gedanken darüber gemacht, wie man das Gütesiegel „autorisierter Demokrat” nach DIN ISO 20012 zertifizieren könnte,  und ich (Osimandia) halte das Urheberrecht auf entsprechend bedruckte T-Shirts.

Betreutes Denken: Analog zu betreutem Wohnen und zu betreuten Werkstätten. Genauso wie geistig Behinderten in betreuten Werkstätten suggeriert wird, sie würden selbständig arbeiten, wird betreut Denkenden suggeriert, sie würden selbständig und vor allem „kritisch” denken, worauf sie meist ungeheuer stolz sind. In Blogs und Foren erkennt man betreut Denkende daran, dass sie „Weisheiten” absondern, die jeder ungefähr schon eine Million mal im Fernsehen gehört hat, von betreut Denkenden aber für eine Weltneuheit gehalten werden, weswegen sie ihre Kommentare gern mit einem triumphierenden „Denkt mal drüber nach!” krönen.

Bullshit-Prinzip: Von Pit am Schluß seines Kommentars Nr. 21 zu „Unser virtuelles kleines Land“ geprägt:

„Wie immer also lebt die NWO-Propaganda davon, daß sie positiv besetzte Vorstellungen ausstreuen (Vielfalt, Kreativität) und sich darauf verlassen können, daß die Wirklichkeit (nämlich z.B. grenzenlos brutale Städte) erst viel später klar wird: das bekannte Bullshit-Prinzip, das im Wesentlichen davon lebt, daß in der Zeit, die es dauert den BS zu widerlegen, die eigene Agenda schon durchgebracht wurde, hier: Rassenmord an der Weißen Rasse.“

Bullshitsu: Von mir (Deep Roots) in meinem Kommentar Nr. 20 zu „Ethnizität und Physik 1: Wie jüdisch ist die Relativitätstheorie?“ als Reaktion auf einen Kommentar von Pit erstmals eingeführt:

Für diesen jüdischen „Kampfstil“ im Kulturkrieg, bei dem „bullshit“ als Waffe benutzt wird, wüßte ich eine passende Bezeichnung:

BULLSHITSU

Cohnservative: judenhörige, geistig, moralisch und charakterlich verjudete Konservative; von reinigungskraft in diesem Kommentar vorgeschlagene deutsche Entsprechung zum englischen Begriff „Kikeservatives“ („Kike“ ist ein Schimpfwort für Juden).

Counter-Jewhad: von mir (Deep Roots) erstmals in meinem Kommentar Nr. 12 zu „Kann Deutschland ohne Beschneidung überleben?“ formulierter Begriff für unseren eigentlichen Abwehrkampf:

Im „Balder Blog” habe ich mich auch schon ein wenig umgesehen. Ich habe den erfreulichen Eindruck, daß hier ein weiterer Blog, der wie wir ursprünglich im Counterjihad angefangen hat, sich schließlich zum „Counter-Jewhad” weiterentwickelt hat.

den ich gleich darauf in meinem Kommentar Nr. 27 zu „From Counterjihad to Ace of Swords: Why As der Schwerter?“ der englischsprachigen Leserschaft vorgestellt und um seinen Gegenbegriff ergänzt habe:

I’ve just coined a new (or so I think) term for our struggle:

COUNTER-JEWHAD

It’s time to stop the Jewhad. We’ve been had by the Jews way too long.

[„We’ve been had“ = wir sind reingelegt worden.]

Counterjewhadi (abgeleitet vom obigen Begriff): wir.

Entwicklungshelfer: von mir (Osimandia) für die ausländischen Fachkräfte, die wir angeblich so dringend brauchen, um im „internationalen Wettbewerb mithalten zu können“.

Gesslerkippa:  in der Geschichte von Wilhelm Tell hat der Landvogt Gessler seinen Hut auf eine Stange gesteckt und befohlen, daß man diesen aus Ehrerbietung genauso grüßen müsse, als ob er selber anwesend wäre; „die Gesslerkippa grüßen“ ist die „moderne“ Entsprechung dazu: Vorauseilender Gehorsam und Ehrerbietung gegenüber den Juden. Von Osimandia in diesem Tavernenkommentar eingeführt: „Wer nicht einmal das [d. h. sich darauf zu beschränken, Juden bloß nicht zu erwähnen] fertigbringt und mit Antisemitismus daherkommt oder sich gegen „Verschwörungstheorien über Juden” mokiert oder sonstwie die Gesslerkippa grüßt“.

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Wessen Gesetz?

Von Baron Bodissey, übersetzt von Deep Roots. Das Original Whose Law? erschien am 31. August 2012 auf Gates of Vienna.

Als ich noch ein Junge war, damals in den 1950ern und 1960ern, waren in Virginia immer noch „blue laws“ in Kraft, sowohl auf der Ebene des Bundesstaates als auch auf lokaler Ebene. Diese Gesetze waren in jenen Tagen im Süden ziemlich üblich, als Baptisten und Methodisten im öffentlichen Leben tonangebend waren – wie es großteils immer noch der Fall ist.

„Blue laws“ in Virginia bedeuteten, daß man gewisse Dinge an Sonntagen nicht kaufen konnte. Alkohol war das Hauptziel, aber es gab andere Artikel, deren Verkauf am Sabbat eingeschränkt war. Manche Counties waren völlig „trocken“ – sie verbaten den Verkauf alkoholischer Getränke an jedem Tag der Woche. Wenn man in einem dieser Counties lebte und Geschmack an dem Saft fand, mußte man in ein anderes County fahren, um sich einzudecken, oder Kontakt mit einem Verkäufer von Schwarzgebranntem herstellen. „White lightning“ ist heute immer noch alltäglich, besonders in den bergigeren Regionen des Commonwealth.

Weitverbreitete Opposition gegen die „blue laws“ entstand in den 1970ern, und die meisten davon wurden aufgehoben. Aber manche Counties – Pittsylvania ist eines davon – verbieten immer noch den Verkauf von Schnaps am Sonntag.

Der Impuls hinter diesen Gesetzen war religiös, aber sie wurden nicht in religiösen Begriffen formuliert. Sie widerspiegelten einfach örtliche Einstellungen, wie sie sich in Gesetzen auf Ebene des Bundesstaates oder der Counties ausdrückten. Somit waren sie völlig verfassungskonform.

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Ich bringe all dies wegen einer Kontroverse zur Sprache, die kürzlich in den Niederlanden ausgebrochen ist. Geert Wilders, der Führer der Partei für Freiheit, ist wegen seiner Unterstützung eines Verbots ritueller Schlachtungen (sowohl koscher als auch halal) in seinem Land als „Antisemit“ angegriffen worden.

Regelmäßige Leser wissen, wie lachhaft es ist, Geert Wilders – der von ernsthaften Judenhassern als „Werkzeug der Zionisten“ betrachtet wird – des Antisemitismus zu beschuldigen. Aber es wird schlimmer: Manfred Gerstenfeld beschrieb Herrn Wilders als „einen Kerl, der an vorderster Front der antisemitischen Bewegung in Europa steht“.

Mir graut davor, das Thema in diesem Bereich anzuschneiden, weil ich nur zu gut weiß, wozu sich Diskussionen wie diese entwickeln können. Rationales Denken wird fallengelassen, höflicher Diskurs wird aus dem Fenster geworfen, und wir geraten zwischen die Skylla zorniger Juden und die Charybdis zorniger Judenhasser.

Angesichts des Formats von Geert Wilders in der europäischen Counterjihad-Bewegung kann man diese Konversation jedoch nicht ausweichen.

Der Hintergrund dieser Geschichte ist dieser: eine Tierschutzpartei in den Niederlanden brachte eine Gesetzesvorlage ein, die verlangte, daß alles Vieh vor der Schlachtung betäubt werden muß. Das Unterhaus des niederländischen Parlaments beschloß dieses Gesetz letztes Jahr, aber es ging im Senat nicht durch. Herr Wilders und die PVV unterstützen solch ein Verbot.

Gesetze betreffend halal und koscher schreiben vor, daß Tiere bei Bewußtsein sind, wenn sie getötet werden. Jedes Jahr werden in den Niederlanden Tausende Rinder nach beiden Formen religiöser Gesetze geschlachtet.

Ein prominenter niederländischer Rabbi griff Herrn Wilders kürzlich wegen seiner Haltung dazu an. Laut Yahoo News:

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